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Quarterly Adjustment of Compensation

Ich habe seit ein paar Monaten einen neuen, jungen Steuerberater. In den letzten Zügen „unserer“ Steuererklärung für 2020 fragte er noch einen Beleg über den Laptop an, den ich mir in dem Jahr gekauft hatte, und schrieb mir anschließend:

„Es freut mich, dass wir die Steuerlast durch Ihr MacBook weiter senken konnten!“ 😀💪🏻✌🏻

Steuerberater des Aventurers. Emoticons zur Unterstreichung von mir.

Mich auch, Steuerberater, mich auch.

Ich wollte nur, ich könnte auch nur annähernd eine ähnliche Begeisterung für das Thema aufbringen.

Seit nunmehr auch schon 15 Jahren schlage ich mich Quartal für Quartal mit der Umsatzsteuervoranmeldung herum, und es wird nicht besser. Jedes Mal, wenn es wieder so weit ist, gehe ich erneut die Wände hoch, mein Puls rast, ich lache hysterisch, finde mich plötzlich im Bad wieder, enthusiastisch den Fußboden schrubbend und das Klo wienernd.

Erleuchtete Buddhisten aus dem Himalaya beherrschen das vollkommene Loslassen, das Freiwerden vom eigenen Ich. Sogar meine Krankenkasse rät zu Zazen, einer speziellen Meditationstechnik, die zum Ziel hat, alles, was wir tun, ohne Bewertung wahrzunehmen. (Zazen-Kurse bezuschussen tut sie allerdings nicht). Aber müssen Buddhisten aus dem Himalaya auch Tankquittungen aus geschäftlich durchgeführten Fahrten mit dem Privat-PKW ins Fahrtenbuch eintragen, mit 30 Cent/Kilometer ansetzen und relevante Verpflegungsmehraufwendungen für eintägige Auswärtstätigkeiten bei mehr als 12, aber mindestens 14 Stunden Abwesenheit von der regulären Tätigkeitsstätte kontieren? Und dabei nicht werten?

Westliche Lifecoaches raten dazu, unangenehme Aufgaben angenehm zu machen, sich einen Yogitee zu kochen und die nicht zu bewertende Aufgabe in möglichst kleine Einzelschritte zu unterteilen. Oder auf eine Belohnung hinzuarbeiten, sich das Gefühl der anschließenden Freude über das Geschaffte zu vorvergegenwärtigen oder sich zumindest über das Geld zu freuen, dass man durch die Erklärung wiederbekommt. Was gar nicht aufgeht, denn wenn ich nicht gerade einige größere Ausgaben getätigt habe, muss ich eher noch etwas nachzahlen.

Nein, Schluss, aus. Es geht nicht mehr anders. Ich muss das Ganze irgendwie auf meine Art positivieren. Nur wie?

Okay. Fangen wir mal klein an. Im Grunde sind es ja schon der Name „Steuer“ oder das Wortungetüm „Umsatzsteuervoranmeldung“, die mir den Hals zuschnüren. „Worte sind Fenster oder sie sind Mauern“, sagte Ruth Bebermayer.

Nehmt den Krieg in der Ukraine als Beispiel, der in Russland „Militärische Spezialoperation“ heißt. Und schon wirkt das alles nach einem Abenteuerausflug und weit, weit weg.

Sehr gut funktionieren ja auch immer englische Buzzwords. Ein Hausmeister ist der miesgelaunte Typ im Blaumann, der studiert hat und trotzdem (oder gerade deswegen) dreimal die Woche mit dem Pömpel das verstopfte Schulklo wieder flottmachen muss. Ein Facility Manager hingegen strahlt Autorität aus. Bei dem überlegst du es dir schon zweimal, ob du ihm noch ein freches Wort hinterherwirfst. Gleiches beim Verkäufer, der dich auf Schritt und Tritt verfolgt. Heißt er Sales Manager, bist du viel eher geneigt, ihn mal höflich um Rat zu fragen.

Gut, also, machen wir’s doch auch so: Verenglischen wir die Steuererklärung!

Die heißt laut Linguee „tax declaration“, „tax return“ oder schlicht: „return“. Das klingt doch schon viel besser, wenn ihr mich fragt. Nicht: „Ich muss noch meine Umsatzsteuervoranmeldung erledigen, mir geht’s nicht gut“, sondern „Isch hänge da noch in meine Return vör diese Quartahl. Kann leidör erst um 20 Ührr!“

„Return“ klingt weit weg von „Steuer“ und suggeriert sogar, dass man da auf jeden Fall was wiederbekommt. Schonmal nicht schlecht!

Man könnte das auch weiter abstrahieren. Klar, es geht im Prinzip darum, dem korrupten Bullenstaat noch Geld in den Schlund zu werfen dem geliebten Vaterlande und den distinguierten Persönlichkeiten, die in ihm residieren, etwas zurückzugeben. Aber es geht natürlich auch um Geld. Über das spricht man bekanntlich nicht, man verklausuliert es und nennt es lieber Vergütung, Rente, Tantieme, Fonds, Devise, Zahlungsmittel oder Kompensation.

Geht es dann noch darum in einem Wort zu vermitteln, was man da eigentlich tut, könnte man es Management nennen, Bilanzierung oder – oh ja! – Anpassung. Vierteljährlich, das ganze bei mir. Und dann hätten wir’s ja:

Quarterly Adjustment of Compensation

Wer würde den Akt der Steuererklärung dahinter vermuten?

Mir selbst reicht es eine Portion kleiner. Ich mag das Wort „tax“, es löst bei mir keinerlei innere Aufruhr aus. Ich nenne das Ganze also künftig einfach:

Tax Management

Und jetzt. Wie kriegt man es noch hin, die einzelnen Arbeitsschritte erträglich zu machen? Ich habe mir überlegt, es mal mit ein wenig Gamification zu probieren:

  • Zieh dir Sportklamotten an und betrachte es als Training! Dusche hinterher. 😅
  • Schaffst du es, die Zeit zu unterbieten, die du beim letzten Mal die Kontoauszüge durchgegangen bist? Ja, das ist doch mal ein Ziel!
  • Unterbietest du auch die Zeit, die du für das Ganze beim letzten Mal gebraucht hast? Das gäbe einen Extrapunkt.
  • Findest du einen Weg, eintreffende Rechnungen per E-Mail und PDF-Anhang mit einem Klick zu speichern, so dass du sie später nicht mehr heraussuchen musst? Das Heil in der Automatisierung suchen. Wenn GMail-Mail mit Stern markiert, dann verschiebe Anhang in Dropbox oder Google Drive.
  • Schaffen Sie noch 20 Liegestütze? Auf geht’s, Soldat!
  • Mit welcher Scan-App kannst du papierne Belege am smoothesten scannen? Zeit für einen Wettbewerb!
  • Schaffst du es, beim Heraussuchen alle anderen online vorliegenden Rechnungen in 5 Minuten zusammenzusuchen? Geht nicht? Gibt’s nicht!
  • Besorg dir eine Hotelklingel oder ein anderes Gerät, das ein motivierendes Geräusch macht und klingel jedes Mal aus, wenn du eine weitere Rechnung als Datei vorliegen hast. Die Nachbarn halten das einmal alle drei Monate schon aus, irgendwie…
  • UUUAUAUAUAURGH!

So weit meine ersten Ideen. Morgen werde ich das mal ausprobieren. Tax Management, die erste. Vielleicht arbeite ich auch zusätzlich nach dem Belohnungsprinzip, indem ich mich in den Alkohol flüchte hinterher was Leckeres essen gehe, da wo ich schon nicht immer hingehe. Die Befreiung naht!

Hab heute das neue Google Pixel 7 Pro für die Redaktion eingekauft. Mit 256 GB für 999 Euro. Aber das ist noch nicht alles:

Google legt aktuell noch die ebenfalls neue Pixel Watch kostenlos obendrauf, sogar egal ober WLAN- oder LTE-Version. Ich hab letztere bestellt, für die Google regulär eigentlich 429 Euro haben will.

Also Highend-Smartphone und Highend-Watch für zusammen 999 Euro. Bei Apple zahlst du für ein iPhone 14 Pro (Max) mit 256 GB und eine Apple Watch Series 8 zusammen das Doppelte. Würde sagen, der Preiskampf ist wieder in vollem Gange. Und Google könnte dem gierigen Apple zumindest in Deutschland tatsächlich Kunden abjagen.

😍😍😍😍😍😍😍😍😍

Gosh, I miss Singapore!

„Das Weiße Haus am Rhein“, Teil 2: Es geht weiter mit Intrigen, Erpressung, Straßenkämpfen, Künstlerkommunen, Charlie Chaplin, Rassismus und – natürlich – Hitler. Sie haben wirklich an alles gedacht!

Aber okay, ein paar der Schauspieler sind echt nicht schlecht und die Anekdote, wie Charlie Chaplin im Nebenzimmer von Adolf Hitler absteigt und sich dabei eventuell einen Teil der Inspiration für „Der große Diktator“ geholt hat… ist natürlich Unfug, aber gewollter Unfug, also eigentlich eine ganz witzige Idee.

Yours truly war heute Abend übrigens auf Location Hunting:

Hätte doch bei Tag fahren sollen, da ist das natürlich imposanter.

Ob sie den Schriftzug vor 100 Jahren auch schon hatten? 🤔😉

Buch: Die Designerin macht sich noch einmal ans Cover, ich mich am Wochenende noch einmal ans Manuskript. Und dann kann es auch langsam losgehen mit den finalen Arbeiten.

Mr. Harrigan’s Phone (Netflix). Steven-King-Verfilmung über einen Smartphone-süchtigen Rentner, der auch nach seinem Tod noch Nachrichten schickt. Würde ich mir bei Zeiten anschauen, ich mag die Botschaft. 🙂

Marvel’s Werewolf by Night (Disney+). Also das ist schon schräg. Count me in!

Auf Niederländisch lassen sich Dinge einfach am besten auf den Punkt bringen:

Mine: Katzen (2014):

Die Frau ist ja der Wahnsinn!

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Kurze Woche

Eigentlich mag ich kurze Wochen, aber diese hier ist schon schräg.

Buch: Britta war gestern zu Besuch und meinte, das Cover sähe aus, als würde es um die Reisegeschichte einer Frau gehen. Und ich dachte mir: Verdammt, ich fand auch, dass das ziemlich feminin aussieht, aber ich hab ja keine Ahnung von Design. Das kann auf jeden Fall so nicht bleiben. Hab die Designerin nochmal angeschrieben. Sie meldet sich nicht. Britta und ich haben dann selbst noch ein bisschen an den Schriften rumgedoktert. Und, joa, jetzt kann das eventuell so bleiben. Mit professionellem Touch wäre natürlich noch mal besser.

Eine ISBN stiftet dir Amazon, wenn du ein Buch dort im Direct Publishing veröffentlichst. Bist du denen halt auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, aber ich sage mir: was soll’s. Fehlt also eigentlich nicht mehr viel. Ich muss nur noch das Manuskript einmal überarbeiten. Zum vierten Mal auch erst… 🙄

Ukulele-Unterricht, zweite Stunde. Sascha hat mir gezeigt, wie man Barré-Griffe greift. Ich hab es auch einmal hinbekommen. Viel über Töne, Tonleitern, Akkorde, Haltung und vieles mehr gelernt. Es mag überambitioniert klingen, Ukulelenunterricht zu nehmen. Das Instrument ist eigentlich prädestiniert für Autodidakten. Bin ich aber irgendwie auch nicht. Die Starthilfe bringt mich enorm weiter und außerdem machen die Treffen bisher richtig Spaß. Einfach irre gut, der Mann. Wenn mal einer in Bonn Musikunterricht in – beinahe – egal was braucht…

Fitbit

Oli hat auf Mobiflip die Fitbit Sense 2 getestet, die neue Flaggschiff-Smartwatch von Fitbit:

„Apps und Musiksteuerung wurden entfernt, ebenso wie WLAN. Das ist theoretisch verbaut, aber nicht aktiviert. Eure Uhr ist also nur via Bluetooth verbunden und wer größere Daten wie bei einem Update übertragen möchte, der muss länger warten.

Da es keine Musik mehr auf der Uhr gibt, gibt es auch keinen Bluetooth-Support für Kopfhörer. Wer sich also denkt, dass er nur die Uhr beim Joggen einpackt und ein paar Lieder bei Spotify hört: Das geht nicht. Eine LTE-Version gibt es auch nicht.“

Mit anderen Worten: Nach der Übernahme vor knapp zwei Jahren trägt Google nun die Smartwatch-Einheit von Fitbit zu Grabe. Wer soll sich das Ding denn jetzt noch für 300 (!) Euro kaufen, wenn zufällig morgen die potente Google Pixel Watch für ein paar Euro mehr vorgestellt wird? Find’s schade, eigentlich mochte ich Fitbit.

„Das Weiße Haus am Rhein“ (ARD):

Hab Folge 1/2 gesehen und: och joa… Also an Drama mangelt’s dem nicht. Mord, Kriegstrauma, Zeitenwende, Besatzung, Vergewaltigungen, Abtreibungen, Generationenkonflikt, Kommunisten, Nazis, Juden, Spionage, Sex, Friedrich Ebert, Konrad Adenauer – sie haben alles untergebracht.

Ich guck’s deswegen, damit ich sagen kann: Guckt hier, da wohne ich!!! 😍 Also zumindest in der Gegend und der gleichen Stadt, also nach heutiger Grenzziehung, nachdem Godesberg in den 60ern Bonn zugeschlagen wurde… Das Dreesen gibt’s ja bis heute, und Jens und ich haben da schon im Biergarten einen (ich glaube Kaffee) gehoben. Toll! 😍

App-Entwickler David Smith hat eine Apple Watch Ultra getestet und das auf Video aufgenommen. Und der Grund, warum ich überhaupt darüber schreibe, ist, weil das der bestimmt entschleunigtste Testbericht ist, den ich je gesehen habe. Denn Smith ist dafür zum Wandern in die schottischen Highlands gefahren und erzählt in aller Ruhe über die Vorzüge und auch einige Nachteile der Uhr. Meditativ!

Wie du im Tischtennis jeden Aufschlag parieren kannst… Ihr interessiert euch nicht für Tischtennis. Aber der Fischkopf macht das so lustig, dass ich das Video am liebsten mit jedem teilen würde. Wenn du es schaffst, deine Videos unabhängig vom Content für ein breites Publikum unterhaltsam zu kriegen, dann hast du es irgendwo auch geschafft:

Also, die Aussicht hier ist manchmal wirklich nicht schlecht:

Rian: Schwarzes Schaaf (2022). Kann mir (und euch) nicht helfen, hab seit gestern einen Ohrwurm davon:

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Gesund essen

Die Pizza gerade war nichts. Viel zu ölig. Da ahnte ich eigentlich schon vor dem Essen, dass das nicht gut gehen würde, und jetzt liegt sie mir wie Blei im Magen. Es ist sehr schwer, sich da von alten Gewohnheiten zu trennen. Einige davon hat man sich ja bereits in Kindes- und Jugendjahren angeeignet. Wenn es euch ging wie mir, dann konntet ihr wahrscheinlich auch essen, was immer ihr wolltet und es ging euch danach gut.

Das wird schon in den 20ern schwieriger. Aus dem Jahrzehnt habe ich meine Wampe, die bis heute ein fester Bestandteil meiner Figur ist. Erst vor kurzem habe ich überhaupt angefangen, zumindest etwas gesünder zu essen, einfach dank der Umstellung von ein paar Gewohnheiten:

  • Bei jedem Supermarkteinkauf mindestens 1 Gemüse oder Obst mitnehmen. Zwingend. Immer.
  • In jedes Essen ein Gemüse reinmischen. Und sei es die Scheibe Tomate auf dem Brot oder ein paar Zucchini-Schnetzel im Nudelsnack.
  • Leckerer essen.

Letzter Punkt ist neu. Nachdem ich neulich „Chef’s Table: Pizza“ geschaut und dabei gesehen habe, wie großzügig da alle Chefs mit Olivenöl sind, habe ich auch wieder Lust, meinen Eigenkreationen etwas mehr Pepp zu verleihen. Zum Beispiel überlegen, welches Gemüse zu den Linsen passen könnte oder welches Gewürz. Nicht zu faul sein, den Knoblauch vorher noch zu schneiden oder nach Rezepten zu googeln.

Neulich musste es zum Beispiel mal schnell gehen, aber ich hatte nur noch mexikanischen Reis und Linsen da. Also habe ich nach „Linsen mexikanischer Art“ gegoogelt und ein paar Tipps gefunden, wie man die schnell in die richtige Richtung würzen kann. Schmeckte dann auch wirklich gut und, ja, es ist erschreckend, dass ich erst jetzt damit anfange und damit eingestehe, dass ich früher manchmal auch einfach nur Fraß gefuttert habe.

Na, jedenfalls merke ich die positiven Effekte oder merke das Gegenteil nach dem „Genuss“ einer ungesunden Pizza, wonach ich dann in den Seilen hänge. Gesund zu essen hat mich wirklich munter und leistungsfähiger gemacht, die letzten Wochen. Neben dem Aufdiebremsetreten. Das würde ich gerne beibehalten.

Hab das Vokabel-Training pro Einheit auf 100 Wörter erhöht (früher 25, dann 50) und heute mal die Zeit gestoppt. Wenn ich die meisten Wörter weiß, dauert es mit Korrekturschleife nur 10-15 Minuten! Das ist der Wahnsinn. Noch vor ein paar Tagen haben mich 25 Vokabeln ca. 5 Minuten gekostet.

Wie teilt man dem Buchcoverdesigner (oder der Designerin, ich weiß es immer noch nicht, aber vermute letzteres) durch die Blume mit, dass man lieber Rot als Akzentfarbe hätte, weil gelb/orange so schlecht lesbar ist… 😬

Aber insgesamt sieht der erste Entwurf schon schön aus. Glaube, ich habe da den/die richtige/n Coverdesigner/in erwischt. More on that soon, hopefully…

Die Karten bleiben derweil an mir hängen. Aber ich glaube, das kriege ich hin. And it HAS been quite a ride…

Spieleabend bei Mattes. Spieleabende hatte ich viel zu selten in meinem Leben und passt eigentlich wunderbar in die Jahreszeit, von der möglichen Corona-Gefahr mal abgesehen:

Schon bizarr, wie die Cops da mit Blaulicht vor dem Nyx stehen und sich die Erstis direkt nebenan nicht beim Feiern stören lassen…

Direct line to God:

Schnappschuss in der Südstadt:

Cloud Control: My Fear #1 (2011):

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Hallo Welt

Dann wollen wir mal…

Und, ach du Scheiße, ist das ein dicker Schinken! Hat auf der Katalogseite viel kleiner gewirkt. Nimmste schon nicht mal eben mit auf eine Weltreise…

Geht weiter mit dem Buch. Ich hab jetzt tatsächlich die Person aus dem Screenshot von gestern damit beauftragt, mir für 100 US-Dollar ein Buchcover zu erstellen. Ich hab keine Ahnung, wer dahinter steht, m/w/d, wie alt, wo lebend… Ich vertraue alleine auf ihre bisherigen Arbeiten, mein Gespür und die Fiverr-Community.

Ein Weckruf war die Vorab-Frage nach Buchtitel und Seitenzahl. Ja, keine Ahnung noch nicht. Manuskript muss ja erst ganz fertig, Bilder müssen rein und überhaupt: Karten! Hab jetzt immerhin angefangen, welche zu machen, werden dann ungefähr so aussehen…

Dazu fiel mir bei einem Spaziergang die letzte noch fehlende Komponente für den Inhalt ein: kleine touristische und leicht humorvoll formulierte Infoblöcke in jedem Kapitel. Dann sollte aber auch gut sein.

Fährst du Porsche, darfst du überall parken. 🙂

Mogwai: Hungry Face (2013):

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Slowing down

Seit drei Wochen bin ich jetzt krank, zwei davon habe ich eine ausgewachsene Bronchitis, die sich als verdammt hartnäckig erweist. Und ich habe deswegen keine Wahl: Ich muss piano machen. Also kein Sport, kein Stress, keine Anstrengung whatsoever.

Und das ziehe ich durch, weil ich muss, und das klappt irgendwie. Und es scheint mir ganz nebenbei auch noch gut zu tun, und es hat erstaunliche „Nebenwirkungen“.

Etwa die, dass ich überhaupt nicht mehr müde bin, seit ich halblang mache. Okay, zum einen schlafe ich nachts sehr viel, um die Krankheit wegzuschlafen. Zum anderen werde ich aber auch tagsüber kaum mal müde, was ich eigentlich früher immer hatte. Kann praktisch pausenlos stundenlang Sachen machen.

Dass ich vor allem abends überhaupt nicht mehr müde werde, ist indes gar nicht mal so toll. Aber da helfen die Headspace Soundscapes ungemein. Audio-Aufnahmen von Gebirgsbächen, Lagerfeuer, Dschungel bei Nacht, Regen, der auf Zeltwand tropft usw. 20 Minuten davon und ich schlafe wie ein Stein.

Normal hetze ich so durch den Tag, springe von einem Event zum nächsten, haste von Text zu Text, bringe meine Alltagsaufgaben auch noch irgendwo unter. Das kann ich gerade nicht. Aber das scheint meine Produktivität kein Stück zu schmälern. Ich bekomme vielleicht ein wenig später, aber dann doch alles früh genug geschafft, was ich möchte, und auch im Monat September habe ich trotz Krankheit alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte.

Früher war Texteschreiben für die Arbeit für mich immer mit einem gewissen Stresslevel verbunden. Alles musste schnell-schnell gehen, es musste anstrengend sein, sonst war es keine Arbeit. Vielleicht habe ich den Druck auch ein wenig gebraucht, um gute Texte schreiben zu können.

Das alles war jetzt nicht möglich, denn Stress ist Gift für entzündete Bronchien. Also diesmal ganz in Ruhe Texte schreiben. Und siehe da: Das ging auch und hat noch nicht einmal länger gedauert. Für schlechter halte ich meine Texte auch nicht.

Ich hatte spontan Lust auf neue Dinge, die ich dann direkt umgesetzt habe: Ukulele-Unterricht nehmen, ein Bullet-Journal kaufen und füllen, mich mal bei Meetup für einen Spieleabend anmelden, ein neues Computerspiel spielen (mache ich sehr selten). Eigentlich auch noch tanzen lernen, aber da warte ich erst einmal, bis ich wieder ganz fit bin.

Irgendwie habe ich mich gut gefühlt dabei, glücklich, energetisch, nachsichtiger mit anderen, weit weniger misanthropisch als sonst. Und noch etwas Überraschendes habe ich dabei entdeckt: Ich habe mir selbst ziemlich gut gefallen dabei. Etwas, was bei mir auch nicht selbstverständlich ist…

Das alles könnte eigentlich auch gerne so weiter gehen. Also muss ich mich eigentlich nur noch selbst ein wenig bremsen, wenn ich jetzt – hoffentlich – langsam wieder gesund werde. Und das wird die eigentliche Herausforderung werden…

Buch: Ich komme nicht weiter. Das Manuskript ist ja fertig – auch wenn ich immer noch nicht zu 100% davon überzeugt bin. Jetzt muss ich noch Bilder heraussuchen, Karten gestalten und vor allem: das Cover gestalten lassen. Das kann ich nicht selbst. Deswegen habe ich mich gerade mal bei Fiverr umgeschaut. Hat da mal jemand von euch Erfahrung mit gemacht?

Ich habe da jemanden angeschrieben, dessen bisherige Arbeiten mir gefallen haben (also den aus dem Screenshot 👆🏻 und bei dem ein Preis von 76€ für ein Cover stand. Er hat sofort geantwortet und wollte wissen, welches Budget ich für das Buch habe. Warum ist das relevant und: woher soll ich das wissen?

Bin da auf jeden Fall guter Dinge. Mit einem Cover im Rücken würde der Rest eigentlich von selbst gehen. Stelle ich mir zumindest so vor.

Amazon ist irgendwie komisch gerade mit riesengroßen Suchvorschlägen und sonderbaren Übersetzungsfehlern. Was ist da los?

Und ja, ich suche ein Buch, um mal ein bisschen was über Designgrundlagen zu lernen. Möglichst bildlastig mit vielen Beispielen. Jemand eine Idee?

Der Autofokus im iPhone 14 Pro hat tatsächlich Schwierigkeiten bei Nacht. Da habe ich mich auch in epischer Breite heute im Trendblog drüber ausgelassen. Kommen halt solche „schimmigen“ Bilder zustande. Auch mal witzig:

Und dann aber auch sowas Rock’n’roll-Mäßiges hier 😳😍:

Insgesamt ist das schon ein schönes iPhone. Darüber schreibe ich dann auch noch.

They’re gone… 🙁

Gab noch einen gemütlichen Abschlussdrink gestern im Flynn’s, und ab jetzt roame ich die Straßen der Altstadt dann erstmal wieder alleine. Bestest of luck in Portugal, Nicky and Juan!!!

Geht doch, Spotify, geht doch!

Wobei nicht alle so begeistert sind. Und die mobile App… Ach, egal, das kriegen sie halt nicht mehr hin…

Und nehmen wir doch direkt einen Song aus dem Screenshot, denn die sind alle drei toll. 🙂

The Paper Kites: Bloom (2010):

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Getting „Serious“ With My Uke

Ich wollte Ukulele-Unterricht, und dazu habe ich den erstbesten Google-Eintrag kontaktiert. Heute war die erste Stunde. Ist ein Typ, der nicht weit von hier wohnt, leicht vercheckt, all over the place, unglaublich musikalisch, supernett, toll!

Er hat mich vorab gefragt, welchen Song ich gerade übe, und ich antwortete: „Du trägst keine Liebe in dir“. Und den haben wir heute zusammen analysiert und geprobt.

Also, besonders viel habe ich nicht gelernt, auch wenn er auf alle meine Fragen eingegangen ist. Ich habe irgendwie auch nicht das Gefühl, dass da groß was bei rumkommen wird, glaube sogar eher, ich werde mir das meiste zuhause selbst beibringen müssen. Aber irgendwie hat das trotzdem so viel positive Vibes erzeugt 🧘🏻‍♂️ (yeah!), dass ich da unbedingt mehr von haben will. Wir treffen uns nächste Woche direkt wieder. 🙂

Ich brauchte eine neue Maus, weil meine alte verusselt ist. Hätte nicht gedacht, dass das so ein Act wird. Die alte hatte ich vor Jahren mal nebenbei geshoppt. Sie tat, was sie soll, lag gut in der Hand, konnte Bluetooth, sah hübsch dabei aus, machte motivierende Geräusche, kostete 20 Euro. So etwas wollte ich wieder haben.

Keine Chance!

Mäuse von heute sind entweder urhässlich, haben nur diesen üblen 2,4-GHz-Empfänger, der immer einen USB-Port belegt – wenn du überhaupt noch USB-A hast, mein Notebook nicht. Oder gar Kabel. Vor allem aber ist jede Maus, die ein bisschen nach was aussieht, heute geräuschlos. Die Hersteller preisen diesen Silent Mode an. Was soll das denn?! Kann ja sein, dass das die Lautstärke in einem Großraumbüro um 2 dB reduziert, aber wer arbeitet da schon freiwillig! Ich brauche meine mich produktiv machenden Klickgeräusche!

Nach dem stundenlangen Durchwühlen von etlichen Online-Shopping-Seiten ist es jetzt schließlich die hier geworden. Macht Geräusche, kann Bluetooth, ist minimalistisch, mit 30 Euro noch erschwinglich, sieht noch halbwegs nach was aus. Den Hersteller erratet ihr nie, es ist… * Auflösung am Ende.

Aber was soll das eigentlich: Warum gibt es Technik so oft nur noch so, wie man sie eben nicht möchte. Sind geräuschlose Mäuse wirklich das, was die Welt braucht? Ihr auch? I kinda doubt that!

Der Dönermann in der Kölnstraße an der Haltestelle Chlodwigplatz, in den ich heute eingefallen bin, hatte extrem leckeres Brot. Weil auch der Rest der Falafeltasche zumindest in Ordnung war, bin ich insgesamt hellauf begeistert. Weißer Teig, beinahe Focaccia-mäßig luftig, locker und ohne jeden Widerstand.

Mattes, der just am gleichen Tag heute auch da war, war nicht ganz so hin und weg wie ich. Ich muss das also noch einmal ausprobieren, bevor ich eine generelle Empfehlung aussprechen kann. Nicht dass das am Ende nur Zufall war.

Höhö

Als Pluto noch ein Planet war. <3 (Und die Welt noch in Ordnung? 🤔)

Júníus Meyvant: Signals (2014):

Das Violinen-Solo am Schluss! Wait for it!

* Dell!

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Social Anxiety Trav(el)log

Meine besten Freunde sind auf dem Sprung, ich habe in Bonn mein Glück nicht gefunden, es ist kalt, die Rezession kommt, die Inflation ist schon da, die Mieterhöhung auch, die Zukunft ist ungewiss, ich bin krank, Single, beruflich in einer Sackgasse, habe Angst vor einer Weltreise, aber eigentlich gar keine Alternative als eine, aber natürlich keinerlei Ahnung, wie ich das angehen soll.

Warum ist mir so leicht zumute? 🙂

Mein Lieblings-YouTuber (ja, ich hab einen, nein, ich bin keine 14 mehr) Matt D’Avella spricht in einem Video davon, wie er unter Sozialphobie litt und wie YouTube ihm dabei half, sie zu überwinden – und quasi zum coolsten Typen der Gegenwart zu werden (meine Beurteilung, nicht seine):

Finde ich sehr mutig. Okay, der hat’s schon geschafft und hat jetzt gut reden. Er kann mehr oder weniger machen, was er will. Aber mir gefällt die Idee: youtuben, um den letzten Rest Sozialphobie auch noch loszuwerden. Vielleicht sogar reisen, um die Angst vor dem Alleinsein unterwegs loszuwerden. 🤔

Da kam mir die Idee zu einem Social Anxiety Travlog. Reisen und über die eigenen Ängste dabei auf YouTube einen erzählen (oder auf Tiktok?).

Wäre ich nur nicht so scheißenfaul, was Videoproduktion angeht (das ist eine Heidenarbeit, wenn es gut aussehen soll, wissen viele gar nicht) und hätte ich nicht gleichzeitig so verflucht hohe Ansprüche an alles, was ich tue…

Mein neue Wunderwaffe. 🦾 Vielleicht hilft sie mir dabei…

P.S. B6 ist DAS Journal-Format!

Gestern surfe ich so auf Kicker.de rum, sehe das hier…

… und denke mir: Oh, da wäre jetzt eine kurze Zusammenfassung des Spiels spannend. Ich gehe auf YouTube und bekomme das auf meiner personalisierten Startseite angezeigt:

Zufall? Glaube nicht. Etwas Ähnliches ist mir neulich nämlich schon einmal passiert.

Könnte man sich sicher drüber aufregen. Tue ich aber nicht. Finde ich nämlich eigentlich ziemlich praktisch und dürfte es sogar noch viel öfter geben. Wenn ich schon auf jeder einzelnen Website Cookies auswählen oder ablehnen muss (und oft genug zu faul bin, mehr als 1x zu drücken), Newsletter-Abos wegklicken und eure dämlichen Push-Nachrichten nicht abonnieren (KEINER will das, JEMALS!), dann will ich auch wenigstens etwas davon haben.

The Playlist (Netflix): Das wird (ab 13. Oktober) die Spotify-Story, oder zumindest so ähnlich. Und ich weiß ja nicht, so spannend war die Geschichte um deren Gründung doch eigentlich gar nicht, oder? The Pirate Bay: ja. Napster: auch. KaZaA: zur Not auch noch. Spotify? Das waren doch diese bodenständigen Typen, die von Stockholm aus einfach in völliger Nüchternheit alles legal und richtig gemacht haben und auch heute noch ein vorbildlich geführtes Unternehmen sind. Wo ist da die Story? Deswegen musste Netflix sie noch künstlich aufbauschen, wie es heißt. Weiß ja nicht, ob das dann noch sehenswert ist…

Alle so: „Woah! Die Apple Watch Ultra!!!1!11“. Typ mit Hammer so: Druff!

Ich mag die absolute Gleichgültigkeit und Respektlosigkeit, mit der er dabei vorgeht. 🙂

Tier-Freund:

Classic:

Bloc Party: The Good News (2015):

🎶 For the good, good news, for the good, good news… 🎵

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Right

Konstruktiv durchhalten

Ja, Durchhalten als erstrebenswerte Tugend. Denn heute wäre eigentlich so ein Tag gewesen, um alles hinzuschmeißen oder zumindest Trost im Alkohol zu suchen. Hilft ja meist nicht, habe ich dann auch nicht gemacht.

Du wachst dann also auf, es ist Montag, es ist kalt, es ist grau, es regnet, du hast keine Energie, weil deine Bronchitis nach drei Wochen immer noch nicht weg ist. Aber es hilft ja nicht, es wollen Dinge gemacht werden.

Das ist beinhart, bin ich ja schließlich jemand, der seine gute Laune aus Bewegung zieht, die gerade nicht stattfinden kann. Was also tun?

Na ja, irgendwas sinnvoll verändern, etwas, was gerade möglich ist und keinerlei Stress verursacht. Pläne für danach schmieden. Was mich motiviert hat und was auch im Low-Energy-Mode ging, war: die Wohnung saubermachen und aufräumen. Das musste ich eh, weil ich wusste, dass Nicky und Juan vergangenen Samstag kommen würden. Aber das hat der ganzen Sache noch einmal einen richtigen Schub gegeben. Jetzt habe ich nicht nur Lust, das Sauberkeits- und Aufgeräumtlevel dauerhaft zu halten, jetzt würde ich bei nächster Gelegenheit am liebsten noch ein paar Kleinigkeiten umgestalten.

Was ich außerdem fair finde und auch gemacht habe: Reichlich „Werkzeug“ bei Amazon bestellen. Unter Werkzeug verstehe ich Dinge, die dabei helfen, Veränderungen anzugehen und die man auch benutzten wird. In meinem Falle waren das jetzt ein Bullet Journal, ein kabelloses Mikrofonset, ein Lonely-Planet-Weltreiseführer, ein paar Laufschuhe und zugegeben auch ein 1.500 Euro teures iPhone 14 Pro. Aber das ist ja auch ein Arbeitsgerät. 🙄 The point is: Auch wenn das gerade nicht besonders minimalistisch ist: Investitionen sind dann okay, wenn sie eben das sind: Investitionen in Weiterentwicklungen.

Langfristig würde ich gerne mal dahin kommen, schwierige Phasen alleine mit mentaler Stärke durchzustehen. Aber das ist was für Profis, das dauert noch…

Buch: So in etwa kann sowas also aussehen… Erster 2-Minuten-Entwurf mit dem Kindle Cover Creator:

Nee, würde ich so auch noch nicht kaufen, zumal das Rad da gar kein E-Bike ist, gab es nicht in derer lizenzfreier Bilddatenbank. 🙂 Muss jetzt noch hübsch gemacht werden. In allen Belangen…

Chef’s Table: Pizza (Netflix): Gibt, glaube ich, niemanden, den ich in den letzten Tagen live getroffen oder mit dem ich gechattet habe und dem ich nichts von dieser Serie erzählt habe. Ist natürlich nur eine Doku, es geht nur um Pizza und – what’s the big deal?

Na ja, weil es eben nicht nur um Pizza geht, sondern um die Menschen dahinter, die alle eine spannende Geschichte zu erzählen haben, die alle vor dem Nichts standen, sich noch einmal neu erfinden mussten und dann gelernt haben – so verrückt das klingt – sich durch über Pizzen auszudrücken. Sie alle vereint, dass sie Zutaten-Flüsterer sind, jede einzelne Zutat hoch schätzen und mit ihren Produzenten freundschaftlich verbunden sind. Dass sie mit Konventionen gebrochen haben, ihre Herkunft hinterfragen mussten und turmhohe Herausforderungen gemeistert haben. Schon toll. Wobei die erste der sechs Folgen schon die mit Abstand beste ist. 😉

Ich sag euch, danach guckt ihr keine Tuscolo-Pizza mehr an, geschweige denn eine vom Pizza Flott… Oder vielleicht doch, aber ihr werdet zwischen Pizza, Pizza und Pizza massive Unterschiede sehen.

My Noise: Simuliere Hintergrundgeräusche. So dass du dir etwa vorkommst, als würdest du als Hipster im Café arbeiten:

Könnte man sich nicht auch einfach selbst einen Bart stehen lassen, ein Holzfällerhemd anziehen und dann in ein echtes Café gehen? Ja, aber alles wird teuer und die Pandemie kommt ja gerade noch einmal zurück. Die safere und preiswertere Variante ist tatsächlich My Noise.

Wenn der Werbespot vor dem YouTube-Video besser ist als das Video selbst. MMD 😅

Nebenbei: Ich kann in diesem Leben maximal noch 5 Grover-Werbespots sehen, dann läuft hier alles über.. Bekommt ihr die auch täglich 20-mal?

Max Romeo: Chase the Devil (1976).

Den Song kennt ihr vielleicht eher von seiner Highspeed-Version anderthalb Dekaden später.

Was einem beim Aufräumen der Spotify-Playlisten nicht alles so entgegen springt:

Little Green Cars: My Love Took me Down to the River to Silence Me (2013):

Wie genial ist dieser Song und wie konnte der jemals in Vergessenheit geraten?!? DAFÜR wurden Marshall-Lautsprecher erfunden!

Der „Spiegel“ macht Donald Trump vorübergehend wieder zum US-Präsidenten 🙄:

Fehler wenigstens später korrigiert:

Und Snowden ist jetzt genau genommen eine noch ärmere Sau als sowieso schon. Fehlt nur noch, dass er nun als russischer Staatsbürger sogar noch der Teilmobilisierung … und dann …

Genug von diesem Tag! Gute Nacht!

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Dir mehr zumuten

Als ich aus dem Urlaub zurück kam, meldete mein Vokabeltrainer über 1.200 Wörter, die jetzt wieder zu lernen seien. Ich hatte nicht viel Zeit und kam Tag für Tag nur dazu, 25 davon zu wiederholen. Entsprechend sank und sank der Counter nicht.

Irgendwann fasste ich mir ein Herz und erhöhte die Dosis auf 50. Das war anfangs sehr schwierig, weil viele Wörter dabei waren, die eben noch nicht so gut saßen. Aber nachdem die einmal im Kasten waren, fing das Programm plötzlich an, mir hauptsächlich leichtere, weil schon bekannte Wörter anzubieten. Und ich schaffte die 50 plötzlich deutlich schneller. Das war äußerst motivierend. Kleine Fehler machten mir nichts mehr aus, und ich zog voll durch. Und als ich dann die 1000er-Marke unterschritt, war die Freude groß.

Und dann legte ich mehrere Blöcke am Tag mit jeweils 50 Wörtern ein. „Block“ klingt groß, aber am Ende kostete mich eine Einheit selten mal mehr als 5, allenfalls 10 Minuten. Es entpuppte sich als eine gut konsumierbare Dosis und gleichzeitig als Aktivator für andere Aufgaben.

Jetzt, gerade mal eine Woche später, habe ich den Counter wieder auf null stehen. Die letzten Tage bin ich da einfach so durchgerast. Jeder Meilenstein, die 700, die 500, die 300, haben zusätzlich motiviert. Um Fehler habe ich mich nicht mehr geschert. Jetzt sitzen auch die allermeisten der neueren Wörter – und ich langweile mich. Denn plötzlich habe ich nichts mehr zu tun.

Die Konsequenz daraus? Es geht mehr. Wohl auch in anderen Bereichen. Du musst nur erstmal den Anfang finden. Und der ist sprichwörtlich am schwersten. Aber wenn es einmal läuft, dann kann dich nichts mehr aufhalten. Jetzt muss dem Kopf eigentlich nur noch gesagt werden, was er machen, worin er sich verbessern soll. Ich hab mir dafür mal ein Bullet Journal bestellt. 🙂

Gestern letzter Abend mit Nicky und Juan, die am Freitag das Land verlassen werden. Es war schön, wir haben es noch einmal so krachen lassen, wie man mit Mitte 40 noch dazu in der Lage ist. Am Schluss mischte sich aber dann doch Wehmut unter die Stimmung. Wir hatten eine geile Zeit, ziemlich sicher die (bisher) beste meines Lebens. Und auch wenn man natürlich in Kontakt bleibt und sich hin und wieder besuchen wird, ist natürlich trotzdem klar: Es wird jetzt alles anders werden und nichts mehr so sein, wie es mal war. 🙁

Aber, ja, das bedeutet auch für mich, mir noch mehr als sowieso schon zu überlegen, was jetzt eigentlich werden soll. Ich habe immer noch keinen Plan, außer: hier fertig zu werden und die letzten Baustellen zu schließen. Und dann: muss man sehen. 🙂

Den beiden auf jeden Fall a hell of a great time in Portugal!!!!!!1!!!1111 🙂

Buch: Das Manuskript ist jetzt zum dritten Mal überarbeitet – und damit fertig. So lasse ich es jetzt zumindest, auch wenn ich mit dem Inhalt mancher Kapitel immer noch nicht glücklich bin. Ist jetzt dann so; ist schon halt auch Non-Fiction und kein Roman – wenn nichts passiert ist, helfen auch die blumigsten Worte nichts. Fehler immerhin sollten zu 99,x Prozent ausgebügelt sein. Beim Layouten finden sich sicher noch welche. Und das wäre dann jetzt der nächste Schritt, neben der Covergestaltung.

Firewatch: Sehr cooles Spiel! Spannend, tolle Grafik und eine richtig gute Geschichte. Wobei sie sich insgeheim drumherum gedrückt haben, Menschen zu „bauen“. Man sieht das ganze Spiel über nur Schemen oder schlicht niemanden. Und immer, wenn man jemanden treffen oder überraschen soll, ist der kurz vorher ausgeflogen. Ein Großteil der Handlung spielt sich im Kopf bzw. dem Walkie-Talkie ab.

Das tut dem Spielspaß aber keinen Abbruch. War eine schöne Begleitung für eine Woche!

Bin gespannt, ob das Studio (Campo Santo) irgendwann noch etwas rausbringt. Bisher ist Firewatch deren einziges.

Es gibt in meinen Augen keine größere Gefahr für die Demokratie als gut aussehende Rechtspopulistinnen. 💁🏻‍♂️ In Zeiten der Instagramisierung und der maßlosen Bewunderung von Schönheit lassen sie rechte Parteien wählbar erscheinen. Die Wähler denken sich bei Marine Le Pen, Giorgia Meloni oder Ivanka Trump: So schlimm kann die ja nicht sein, sonst hätte die nicht diese Ausstrahlung. Und schon hat die Partei 30 Prozent der Stimmen.

Okay, das mag auch für Männer gelten. Bolsonaro ist nicht unbedingt hässlich. Berlusconi hat Ausstrahlung, bei Trump dachte man sich wohl: der reiche Selfmademan mit der Fernsehshow. Ich vermute nur, von Frauen erwartet man generell noch etwas weniger Härte in der Politik. Ich fürchte nur, da kann man lange erwarten.

The Von Bondies: This is Our Perfect Crime (2009):

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OK

Erstmal wieder auf den Damm kommen

Drei Wochen ohne Sport. Ich hasse es. Bin nicht dafür gemacht, aber alle paar Jahre ereilt es mich. Eine Bronchitis, die meist nicht von alleine abklingt, sondern erst nach ein paar Wochen mit einem Kortisoninhalator. Es ist ätzend. Und ganz nebenbei habe ich schon 2 kg wieder zugenommen.

Immerhin: Ich weiß jetzt, was ich gut machen kann, wenn ich so platt danieder liege: Ein gutes Indie-Game spielen. Firewatch ist spannend, sollte schnell durch sein – und ich bin jetzt wirklich gespannt, was da noch kommt und wie es ausgeht.

Deutschland-Spiele sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Früher ging die Welt unter, wenn Schland verloren hatte. Heute ertappe ich mich in der 81. Minute bei dem Gedanken: „Wäre doch eigentlich ganz witzig, wenn sie jetzt verlieren würden. Dann überschlagen sich Medien und Experten in den nächsten Wochen mit Schwarzmalerei.“

Deutschland hat dann tatsächlich mit 0:1 verloren. Nur fürchte ich fast, dass das auch andere längst mit einem Achselzucken aufnehmen. War halt nur die Nations League, die Erwartungen sind eh niedrig nach dem Desaster 2018. Außerdem sind die Zeiten längst vorbei, in der sich Patriotismus in Deutschland alleine über den Sport äußern konnte. Alles nicht mehr so furchtbar wichtig heute.

Vielleicht auch schlicht nur, weil es gerade Wichtigeres auf der Welt gibt. Lachhafte Scheinreferenden in der Ostukraine, die Teilmobilmachung von „Wehrkräftigen“, für die sogar 60-Jährige nachts aus dem Tiefschlaf geklingelt werden. Irrsinn ohne Ende!

Die Netflix-Dokuserie „Chef’s Table: Pizza“ ist nicht nur sehr schön gemacht. Sie hat auch dafür gesorgt, dass ich heute – ohne Hunger zu haben – durch die halbe Stadt gelaufen bin, um mir eine (am Ende gar nicht sooo gute) Pizza bei der vermeintlich besten Pizzeria Bonns zu kaufen:

Nur nicht anders herum! ☝🏻

Nicky Blitz: Blast Off (2017). Für solche Songs würde ich echt gerne noch mal tanzen lernen. Was tanzt man dazu?!

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Alright!

It’s breaking my heart

Wenn ich die Videos von demonstrierenden, jungen Russen sehe, die nicht in den Krieg ziehen wollen und dafür viel aufs Spiel setzen. 🙁 Und wir denken, die wären alle auf Putins Linie? Von wegen. Die haben nur keine andere Wahl. Wann hört der Mist endlich auf?

Mir ist aufgefallen, dass ich praktisch niemanden mehr kenne, mit dem ich mal ein Wochenende einen Städtetrip machen könnte. Auch ein Nachteil des Introvertiertseins. Jemand Lust? Belgrad reizt mich immer noch. Bin aber natürlich auch für andere Orte zu haben, möglichst solche, in denen ich noch nie war.

Einfach mal ein Spiel spielen. Firewatch ist sehr, sehr einfach zu bedienen, hat eine tolle Grafik – und bisher weiß ich noch nicht, was das Ganze soll. Aber bin gespannt!

Macht an sich ziemlich brauchbare Bilder, so ein iPhone 14 Pro. Wobei mich irgendwas stört. Just can’t put my finger on it yet…

Xavier Rudd: Spirit Bird (2014): Eigentlich ein wunderschöner Song. Mit dem ganzen Arrangement allenfalls etwas drüber.

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Right

Nur kurz

Es gibt wenig zu erzählen im Moment. Zumindest keine konkreten Themen. Ich bin immer noch krank, heute Morgen sogar wieder mit Halsschmerzen aufgewacht. Langsam macht’s keinen Spaß mehr. Hab heute aber richtig Gas gegeben, also mit der „Behandlung“ auf natürliche Art und Weise. Viel Knoblauch, Ingwer und Honig, dazu viel Schlaf. So langsam müsste das doch eigentlich mal reichen…

Buch: Zweite Ausbesserungsschleife ist rum. Ich will noch eine dritte fahren. Perfektionismus? Mag so klingen. Aber es hookt mich noch zu wenig. Ich bin erst zufrieden, wenn das Ding ein Page-Turner geworden sein wird. Und das ist es noch nicht. Ein paar Kapitel gefallen mir noch nicht.

Daily sort-out: Alte Fotos. Dschieses!

Das iPhone 14 Pro macht ganz anständige Bilder:

Bilder sind aber in der Tat etwas kühler als beim iPhone 12 Pro Max. (Das 13er hatte ich nie.)

Mine: Der Mond lacht (2013):

Wow!

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Right

Autumn Vibes

Schon krass, wie schnell das Herbst geworden ist.

Und meine Stimmung auch. Kalt, dunkel, fad, möh.

Letztes Jahr habe ich drei Monate davon dann einfach übersprungen. Aber das kann ja auch nicht die Dauerlösung sein.

Dass Herbst ist, sieht man auch daran, dass ich ein Computerspiel spiele. Firewatch, bisher recht spannend:

Voll das Timing, lieber Vermieter, VOLL DAS TIMING…

20 Jahre nach Deutschland führt Singapur das Dosenpfand ein. Soll noch einer sagen, „die Asiaten werden uns noch alle überholen“. Hier können sie wahren Sozialismus kennenlernen: die Umverteilung von der Mittelschicht auf Abgehängte. #Exportschlager

Findlay: Off & On (2013):

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Right

Entertainment

Einiges geboten gerade. Was davon nimmt man mit?

Begräbnis der Queen. Größtes Fernsehereignis aller Zeiten! 4 Milliarden Zuschauer. Ich hab nicht reingezappt, hab ja auch gar keinen Fernseher. Und so sehr natürlich auch ich Fan der Queen war, so wenig begeistern mich Trauerfeiern oder auch Staatsbegräbnisse.

Fußball. Das ist derweil toll, das erinnert wieder an den FC Hollywood. Bayern hat in der Liga seit vier Spielen nicht gewonnen, und jetzt stehen vor allem die Verantwortlichen in der Kritik, die sich vor ein paar Wochen noch selbst auf die Schulter geklopft und viel Lob erhalten haben für ihre angeblich so tolle Transferpolitik. Lewandowski? Vermisse man angeblich gar nicht. Nur dass jetzt irgendwie niemand mehr die Tore schießt. Der große Erfolgstrainer? Offenbar nicht einmal mehr unumstritten:

Das ist nur eine kurze Momentaufnahme, weiß ich auch. Ab dem nächsten Spiel geht es für die Bayern normalerweise wieder aufwärts und noch vor der WM-Pause werden sie wieder 1. oder 2. sein. Genießen wir also den Spaß, solange er anhält.

Anderswo gibt es derweil auch Probleme:

Mal ehrlich: Wenn du zu deinem ganzen Team auf Distanz gehst, nachdem du einen der beliebtesten Spieler (Max Kruse) nach der Wechselperiode öffentlich aussortiert hast: wie lange wirst du dann wohl noch an der Seitenlinie stehen? Meine Prognose: nicht mehr länger als drei bis vier Spiele.

House of the Dragon. Die erste Folge gibt es – leider nur auf Deutsch – als Sneak Peak kostenlos auf YouTube. Habe ich gesehen, fand ich auch gut gemacht, hat den „Game of Thrones“-Vibe, legt die Lunte für massive Konflikte, sieht wieder sehr unterhaltsam aus:

Ich konnte mir beim Schauen nur den Gedanken nicht verkneifen, warum ich das jetzt sehen sollte. Es klingt wie Game of Thrones noch einmal neu erzählt. Aber einmal reicht doch eigentlich. Bei GoT mochte ich auch den tieferen Sinn: Das war eine Mittelaltersatire, die beschreibt, wie kurz das Leben sein kann, wie dumm der Mensch, der sich gegenseitig für Nichtigkeiten bekriegt, während das globale Unheil, das alle betrifft, unaufhaltsam voranschreitet. Dort der Winter, hier der Klimawandel, der den Menschen die Lebensgrundlage entzieht. Und angesichts dessen der überflüssige, blutige Kampf um den Thron, der kaum noch etwas bedeutet.

Ich werde mir wohl noch ein paar Folgen von House of the Dragon anschauen. Aber daran, dass da ein ähnlicher tiefer Sinn hinter steht, glaube ich eher nicht.

NordLayer hat ermittelt, welche 66 Länder sich am besten für Remote Work oder digitale Nomaden eignen. Das ist ein ideales Nachschlagewerk für Leute wie mich, die Inspiration brauchen, wo sie gut mal für eine Weile leben und arbeiten können.

Mit Spannung erwartet habe ich die Top 5. Platz 1, also das Top-Land, in dem Remote Work möglich ist, ist…

Deutschland.

Na toll…

The Rumour Said Fire: The Balcony (2012):

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Hm

Krankheit, Religion und Kapitalismus

Wie ich da am Freitag auf dem Zahnarztstuhl lag, der (angehende) Arzt fragte: „Wollen Sie Anästhesie?“, es klang wie „brauchen wir hier nicht“ und ich auch abwinkte und mir dann dachte: oha. Jetzt brauchst du echt eine Menge Gottvertrauen, damit das hier gut geht.

Es sind die wenigen Momente, in denen man als moderner Mensch in der reichen Welt überhaupt noch mal an Gott denkt. Und so machte ich mir da so meine Gedanken: Waren die Menschen vor >100 Jahren einfach religiöser, weil sie gewisse Probleme noch hatten, die wir nicht mehr in dem Maße haben?

  • Schmerz -> Durch bessere Behandlungsmethoden, vor allem aber Medikamente in vielen Bereichen schlicht abgeschafft. Wir müssen immer weniger Schmerz erdulden.
  • Schwere Krankheiten -> deutlich seltener geworden als vor 100 Jahren vor allem dank besserer hygienischer Zustände und besserer Medizin.
  • Hunger -> in Deutschland für die breite Masse mehr oder weniger abgeschafft durch Hartz IV, Mindestlohn, vor allem aber durch lächerlich billige Lebensmittelpreise und ein fantastisches Netz aus Supermärkten.
  • Sicherheit und Stabilität -> Vor allem erreicht durch internationale Bündnisse, niedrige Korruption und eine funktionierende Justiz.

Wozu braucht man noch Gott, wenn man kaum noch Schmerzen, schwere Krankheiten, Hunger oder Angst davor erdulden muss, sein Leben durch etwas Anderes als ein hohes Alter zu verlieren? Wenn man zu niemandem beten muss, dass alles gut wird. Weil ja im Grunde alles schon gut ist.

Dann braucht man Gott eigentlich nur noch für die Sinnsuche.

Ich will natürlich nichts schönerreden, als es ist. Die Inflation frisst gerade die guten Lebensmittelpreise auf, auch in Deutschland gibt es arme Menschen, die Hunger leiden, es gibt natürlich noch schlimme Krankheiten, viele Menschen leiden Schmerzen und sterben viel zu früh daran; politische Weltlagen können sich schnell ändern, wie man in diesem Jahr sieht. Nur alles nicht mehr in dem Maße wie vor 100 Jahren oder davor. Man macht sich sehr selten mal ein Bild davon, wie gut man es eigentlich hat.

Ich glaube übrigens trotzdem. 🤷🏻‍♂️

Neues iPhone 14 Pro ist da, 1.429 Euro. Hab mich jetzt genug darüber beschwert. Macht einen guten ersten Eindruck. Fühlt sich wie die richtige Wahl an.

Die Sache ist nur: Es war so gut wie keine Vorfreude da. In dem neuen iPhone ist nichts Innovatives, eigentlich nichts, was den hohen Preis rechtfertigt. Ich habe es mir gekauft, weil es mein eins für alles sein soll (Kamera, Fernseher, E-Book-Reader …) und um für die Arbeit darüber zu schreiben. Es wird ein gutes Ding sein, vielleicht sogar nach Mittelung aller Werte das beste Smartphone da draußen. Wäre da jetzt wenigstens irgendwas drin gewesen, was irgendwie innovativ gewesen wäre, wie, ich sag mal: eine Kamera mit variabler Blende wie im Huawei Mate 50 Pro, dann hätte ich das Geld auch, na ja, nicht gerne gezahlt. Aber ich hätte gewusst, warum es so teuer ist.

Aber so funktioniert Kapitalismus doch eigentlich nicht. Kapitalismus funktioniert doch so, dass die Wirtschaft uns mit innovativen, spannenden Produkten mit Want-Faktor zu Konsumopfern macht. Nicht mit überteuerten Dingen, die halt noch nicht schlecht genug sind, um gegenüber Konkurrenzprodukten zurückzufallen. Aber wenn man dann am Ende 1.429 Euro ausgibt für etwas, das man meint, haben zu müssen, das einem dann aber nur ein Achselzucken entlockt… Dann ist der Kapitalismus wirklich in einer ernsten Krise. Oder man selbst. Oder beides.

Shantaram, einer der Romane, bei denen ich nach ein paar Kapiteln ausgestiegen bin, weil es einfach nicht „gehookt“ hat. Habe ich dann auch keine Probleme mit, mir stattdessen die Serie anzuschauen, die bald auf Apple TV+ anläuft:

Umtrunk. Kann man gut machen dort im Vulkan-Brauhaus in Mendig!

Junip: Without you (2011):

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Yeah

Herbst

Der Herbst ist da, und ich bin weder ausgebrannt, noch trübsinnig, noch macht mir der Regen etwas aus. Ich freue mich sogar drüber: Es war jetzt sooo trocken die letzten Monate, es war schon nicht mehr hübsch. Ein paar Wochen Regenwetter täte uns allen gut, den Böden, Pflanzen und Tieren genauso wie uns Menschen, tatsächlich. Allein schon, weil wir Abwechslung mögen.

Wenn’s mir gut geht – und das tut es erstaunlicherweise gerade – scheine ich weniger zu verbloggen zu haben. Zu kämpfen habe ich eigentlich nur noch mit meinem völlig gestörten Schlafrhythmus durch die Krankheit. Vor 0200 Uhr bin ich einfach nicht mehr müde. Ich setze deswegen seit ein paar Tagen auf Soundscapes aus der Meditations-App Headspace. Soundscapes sind Geräusche, die dich zum Einschlafen bringen sollen. Meeresrauschen, Regen, der auf Steine fällt, Lagerfeuer… Es klappt bisher bei mir ausgezeichnet!

Ringe der Macht: wurden im Internet ziemlich verrissen. Ich find’s aber eigentlich gar nicht so schlecht bisher. Ist mal ein ganz anderer Ansatz. Wirklich etwas heller, als man es sich so vorstellt, und sie versuchen auffällig, ein paar „Game of Thrones“-Vibes reinzubringen. Ich werde aber bisher gut unterhalten, ich mag viele der Charaktere und tauche tief ein in diese Fabelwelt. Und ich mag, wie sich da langsam etwas zusammenbraut. Werde auf jeden Fall weitergucken.

Preis hat sich ja nicht einmal verdreifacht. Lame. 🙄

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Alright!

Kein Stress

Halbgesund ist irgendwie auch ätzend. Ich kann schon wieder arbeiten, aber noch keinen Sport machen. Bin noch verschleimt, Lunge und Nase sind zu. Wenn ich jetzt Sport mache, verschleppe ich das. Wenn ich nicht aufpasse, hole ich mir vor allem wieder eine chronische Bronchitis, und das ist echt ätzend. Also keine Anstrengung die nächsten Tage – was mir schwerfällt – und keinen Stress – was mir zuletzt irgendwie immer leichter fällt.

Früher war ich ständig gehetzt und gestresst. Jetzt irgendwie gar nicht mehr. Woher das kommt? Ich weiß es gar nicht so genau. Vielleicht:

  • Das Alter. Ab 40 lässt die Energie nach.
  • Und die Gelassenheit nimmt zu.
  • Dann ist das halt so, dass mal etwas nicht gestern fertig ist, sondern morgen erst.
  • Die rhetorischen Fähigkeiten nehmen zu: du wirst besser darin, dich aus Dingen rauszureden. Was du lernen musst, denn du kannst ja nicht mehr ganz so schnell wie früher (s.o.).
  • Meditieren? Hilft definitiv dabei, die Dinge besser zu ordnen.
  • Die Pandemie? Hat gezeigt, was wirklich wichtig ist im Leben.
  • Also die Gesundheit.
  • Erfahrung? Auch ein bisschen. Du weißt instinktiv, was eine echte Knüller-Meldung ist und was nicht. Du hast den Plan für einen Beitrag schon im Kopf, musst dir nicht immer wieder neu überlegen, wie du den jetzt schreibst.
  • Du lernst Dinge zu delegieren, so gut das geht.

Ich hoffe, ich halte das durch. Mir gefällt das. 🙂

Wenn du mit deinem Kontakt bei der Agentur auf Niederländisch schreiben kannst. 🙂 Und der schon so lange nicht mehr in der Heimat war, dass er deutsche Wörter mit einbaut.

Summer’s over…

Irgendwie zieht’s mich für ein Wochenende nach Belgrad im Oktober. Kommt jemand mit? Oder England.

Kann mich an keinen so erfolgreichen Sport-Tag für deutsche Mannschaften erinnern:

  • Bayern 2:0 gegen Barcelona (Champions League)
  • Leverkusen 2:0 gegen Atletico Madrid (dto.)
  • Frankfurt 1:0 in Marseille (dto.)
  • Deutsche Basketball-Nationalelf bei der EM im Viertelfinale mit einer Sensation gegen Griechenland (107:96)

Klötzchengrafik nachts auf dem Samsung. So langsam freue ich mich tatsächlich doch ein bisschen auf das iPhone.

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Right

Einen Schritt vor den anderen setzen

Ich dachte, jetzt, wo ich eh noch nicht genau weiß, wo ich eigentlich hin will, kann ich auch erstmal in Ruhe hier fertig machen. Hab heute alte Postkarten und Liebesbriefe (jaja!) sortiert, das elendige Kapitel 6 im Reisebuch in Angriff genommen und paar Dinge bestellt, darunter eine Pfanne und einen Ukulele-Wandhalter.

Und mehr war heute nicht. 🤷🏻‍♂️ Deswegen übergebe ich das Wort an Isaac Gracie – The Death of You & I (2007)… Wait for it!

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OK

Wochenendtrips

Bin immer noch nicht völlig kuriert und in der Lage, klare Gedanken zu fassen. Deswegen hier eine völlig zusammenhanglose Liste:

  • Ich bin dabei, eine Bucketlist für Bonn zu erstellen.
  • Man soll Ziele haben im Leben, aber das Ziel muss ja nicht zwingend schon feststehen.
  • Ziel kann ja auch sein, erst herauszufinden, wohin es gehen soll.
  • Den Herbst könnte man deswegen eigentlich mal für ein paar Wochenendtrips nutzen. Das wäre ein moderater Anfang.
  • Mein Gefühl sagt mir: Belgrad, Griechenland, Kroatien, UK, Irland.
  • Einziges Hindernis wäre mein neu gefasster Vorsatz, jetzt 3x die Woche TT zu trainieren/spielen, um zu alter Form zurückzufinden. Und das würde bedeuten: auch am Wochenende.
  • Aber ich könnte als Kompromiss ja mal ganz klassisch die Herbstferien nutzen.

Gibt aber noch ein ganz anderes Problem: Wie reist man eigentlich im Jahr 2022 ökologisch und gleichzeitig preiswert? Hab mal nach Bahn-Verbindungen nach London geschaut: Ganz schön teuer! Fliegen? Kaum noch zu rechtfertigen, eigentlich, wenn es nicht auch Alternativen gibt. Wie macht ihr das?

Inventing Anna: Ist die perfekte Krankheitsserie. Kurzweilig, sehr leicht zu verstehen, unterhaltsam. Hat Schwächen, deswegen kommt sie wohl auch bei Kritikern nicht supergut weg. Wie sie in der vorletzten Folge Deutschland porträtieren, ist schlicht peinlich, weil zu 90% falsch. Wieso kriegen die Amis das auch im Jahr 2022 nicht hin, mal ein ganz normales Bild vom Ausland zu zeigen? Und immer die gleiche Leier: Aufstrebende Journalistin wittert den großen Scoop, geht zu ihrem CvD; CvD sagt: „nein du machst den Kaninchenzuchtverein, bringt mehr Auflage“, aufstrebende Journalistin muss ihren Scoop also hiemlich… jadijada.

Find’s aber ziemlich klasse, wie sie die narzisstische Persönlichkeitsstörung der Protagonistin darstellen. Denn das ist aus meiner Sicht gar nicht so falsch. Denn die meint, sie habe nur das Beste verdient, ist arrogant, verletzend, hat immer wieder Tobsuchtsanfälle (nebenbei: gut gespielt schon wieder von Julia Garner, gerade noch in Ozark gesehen), zieht trotzdem alle in ihren Bann, lässt ihre Mitstreiter:innen sogar zeitweise richtig aufblühen, lässt aber auch alle nach ihrer Pfeife tanzen, keiner kann sich so wirklich von ihr distanzieren oder glauben, dass sie eine Betrügerin ist.

Stellt man sie dafür zur Rede, ist sie nicht zu packen: „Ja gut, du regst dich jetzt auf, weil du die 60.000, die eigentlich ich bezahlen sollte, mit deiner Firmenkreditkarte vorstrecken musstest, weil sie meine gesperrt haben, und das Hotel schon mit seinen Schlägern hinter uns stand. Dann habe ich sie dir 3 Monate lang nicht zurückgezahlt, deine flehenden Anrufe und Nachrichten alle ignoriert, du hast deinen Job deswegen verloren und jetzt eine Klage am Hals. JA, SORRYIE! Ich hätte nicht gedacht, dass du deswegen jetzt so eine Bitch bist und mir gefällt im Übrigen dein Ton nicht.“

Also insgesamt: schon sehenswert!

Young Chinese Dogs: Sweet Little Lies (2013):

Leider verpasst…

Die Webseite dazu ist groß! Die argumentieren völlig schlüssig, warum jeder seinen Arbeitgeber beklauen muss, zumindest 1x im Jahr.

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Argh Tech

This better be worth it…

🙈

Vorfreude ist gering, aber vorhanden, Erwartungshaltung niedrig, aber nicht bei null, das Wissen, dass das mindestens 200 Euro zu teuer ist, ist hoch. 256 GB sollten’s sein, damit man angesichts des Preises ein bisschen länger was davon hat. Die 130 Euro weniger für 128 GB wären am falschen Ende gespart gewesen. Weiß ich, dass es keine offensichtlichen Innovationen gibt? Ja. Weiß ich, dass Apple das Thema Schnellladen, das jedes Mittelklasse-China-Handy längst kann, samt und sonders ignoriert? Ja. Weiß ich ferner, dass das wertvollste Unternehmen der Welt hier gerade die Inflation vorschiebt, um eine satte und keinesfalls notwendige Preissteigerung von 150 Euro im Vergleich zum iPhone 13 Pro durchzudrücken? Ja. Habe ich das Ding trotzdem gekauft? Ja.

Es wird meine Kamera werden, es wird tolle Fotos machen, es wird schnell sein, es wird Bilder per Knopfdruck zum Mac schicken (was auch mit einem Android-Phone ginge, wenn Apple es erlauben würde), es soll mich die nächsten Jahre überallhin begleiten, es wird tun, was es soll. Und wenn Apple in dieser Kriechgeschwindigkeit mit Innovationen weitermacht, wird es sich auch in 5 Jahren noch wie ein modernes iPhone anfühlen.

In der gleichen Woche, in der Huawei (!) eine Smartphone-Kamera mit variabler Blende vorstellt und Motorola eins mit 125-Watt-Schnellladetechnik (Apple schafft 25) und eigentlich allem anderen auch für 900 Euro – zahle ich 500 Euro zu viel für ein Smartphone.

Ihr hört mich ächzen. Und nicht nur, weil ich krank bin.

Immerhin: Das geht aufwärts. Man sollte öfter mal 12 Stunden am Stück schlafen. Es wirkt Wunder. Man hustet danach nicht mehr.

Meine jetzige Smartphone-Kamera nähert sich derweil Van Gogh an. 🙂 Wie gesagt: Nicht nur ein iPhone kann schöne Bilder machen…