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101: Kaufen!

Wenn man sich einem neuen Thema widmet, dann am besten – so habe ich jetzt die Erfahrung gemacht – wenn man die konkrete Absicht hat, etwas davon zu bestellen.

Denn das bedeutet, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Jeder bestellt gerne online, aber keiner lässt sich gerne Schund andrehen, also recherchiert er gründlichst vor dem Kauf und bringt so das in Erfahrung, worauf es ankommt.

Blendle (oder genauer gesagt: Paid Content) habe ich einst die Pest an den Hals gewünscht. Mittlerweile denke ich mir, sollte man sich noch einmal damit befassen. Denn Paid Content hat sich durchgesetzt und scheint bleiben zu wollen. Ich konnte bisher alles recht gut umgehen oder dachte mir: „Ach, das interessiert dich gar nicht sooo sehr…“ Aber spätestens seit der Bonner Generalanzeiger auf Paid umgeschaltet hat, sehe ich kaum noch eine Alternative. Weil gleichzeitig die Bonner Regionalausgabe des Express zum Jahresende die Pforten schließt (und eben der Express gewesen sein wird), hat der GA mittlerweile ein Monopol auf die Lokalnews.

Ich sehe aber nicht ein, für jede Online-Nachricht, die mich interessiert, gleich ein Abo für 20 Euro im Monat abzuschließen. Hier wird Blendle mit dem Einzelverkauf von Artikeln nochmal interessant. Auch wenn gar nicht mal so viele Zeitungen und Online-Magazine da mitmachen.

Apple Silicon: Nachdem ich neulich las, dass man auf dem geplanten neuen Apple-MacBook mit ARM-Architektur auch iPad-Apps wird laufen lassen können, wird die Sache für mich langsam interessant, da ich gerade ja noch auf einer Suche nach einem schlanken Bildbearbeitungsprogramm bin und eigentlich alle Mac-Apps dafür völlig überladen sind. Jetzt noch eine stattliche Akkulaufzeit dazu, und noch einen Touchscreen (okay, den werde ich nicht bekommen), das alles für 1.000 Euro (werde ich auch nicht bekommen) und ich bin dabei. Das MacBook Pro, das ich seit ein paar Monaten habe, war ein Schnellschuss und irgendwie kein perfekter. Die Akkulaufzeit ist enttäuschend, die TouchBar überflüssig wie ein Kropf und außerdem nervig. Es tippt sich ganz gut auf dem Keyboard und der Bildschirm ist wirklich toll, aber das war’s dann auch.

Wo wir gerade von neuer Technik reden. Auch ein neues Smartphone könnte ich mir noch einmal vorstellen. Das Galaxy S10 und ich sind die besten Freunde, aber für eine Hochzeit wird es nicht reichen, weil der Akku einfach nichts taugt. Es ist tatsächlich alles, was ich an dem Ding überhaupt kritisieren würde (und dass die Telekamera sehr schnell rauscht und bisschen näher noch ranzoomen könnte), aber sonst eigentlich nur der Akku. Auch hier könnte ich mir noch einmal ein iPhone vorstellen, auch in Bezug auf Apps und dem gesamten Ökosystem. Gebt mir eins mit 3x-Tele, mit einer starken Kamera, mit OLED und mit einer 2-tägigen Akkulaufzeit für <1.000 Euro (werde ich auch wieder nicht bekommen), vor allem: gebt mir 1.000 Euro! Und dann wäre ich wohl dabei.

Bilder mit dem Motorola Moto G9 Plus. Man muss es Motorola lassen: die Bilder overperformen. Sehen auf dem Display immer nach nix aus und auf dem Rechner dann um Längen besser:

„Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“… Nein! Nein, nein und nochmals nein! Die Geschichte ist irgendwo witzig, die Hauptfigur ene lustische Jesell. Hut ab auch vor Thomas Manns Wortschatz, da geht Deutschlehrern das Messer in der Tasche auf. Aber rechtfertigt das diese geschwollene Sprache mit kaum Handlung über hunderte Seiten? Ich hab jetzt Wochen dafür gebraucht, mich immer wieder neu motivieren müssen, ein paar Seiten davon zu lesen. Ein Buch, bei dem man den Eindruck nicht los wird, dass hier nur der Schreibende Spaß hatte und der Leser gequält werden sollte. Andererseits nicht einmal das: Mann hat den Roman schon zwischen 1910 und 1913 begonnen und dann bis zu seinem Tod 40 Jahre später nicht vollenendet. Hier könnte man böse sein und ihm unterstellen, dass er selbst keinen Bock mehr auf den Quatsch hatte.

Ne, war nicht meins. Ich wage mich natürlich weiter an Weltliteratur, aber wenn die immer so geschrieben ist, dann brauche ich zwischendurch was Leichteres.

Emmys: Zwei von mir hoch geschätzte Serien haben abgeräumt: Watchmen und The Last Dance. Vom Gewinner der besten Dramaserie „Succession“ hatte ich bisher nur gehört, von der Best Comedy „Schitt’s Creek“ nicht einmal das. Und ihr?

Gesundheit: Nicky schlug vor, ich könnte ja mal einen Antikörper-Corona-Test machen. Sollte der, aus welchen Gründen auch immer, positiv ausfallen (und simmer ehrlich, ich war vor, während und nach Corona viel in der Weltgeschichte unterwegs), dann könnte ich sorgenlos sämtliche Turnhallen in Bonn und Umgebung stürmen, um da Tischtennis zu spielen oder sonstwas zu machen. Gute Idee. Ich hab mich auch direkt umgeschaut und für kommenden Montag einen Termin ausgemacht. Soll auch kaum mehr als 30 Euro kosten. Bin sehr gespannt!

Mario erzählte nebenbei die Geschichte, wie sein Arzt ihm einen Großteil des Meniskus‘ entfernt hatte (und was ein Meniskus eigentlich nochmal war). Die Geschichte hat mich derart geschockt, dass ich mittlerweile allen Ernstes Knieschmerzen habe. Bisschen gemuckt hat das linke Knie sowieso schon lange. Und seit seiner Schilderung kriege ich den Gedanken nicht mehr aus dem Kopf, dass ich auch einen Meniskusschaden haben könnte, und bewege mich deswegen im Schongang, was die Probleme wohl erst verursacht hat… Soll noch einer sagen, ich wär kein Hypochonder…

4 Antworten auf „101: Kaufen!“

Ach was, die Anderen sind mir egal. Das war wirklich Angst, das jetzt auch haben zu können, also durchaus klassische Hypochondrie (es sei denn, es ist wirklich real und das ist es ja wahrscheinlich). 😉

Moin! Auf den Antikörpertest kann man sich eigentlich nicht verlassen. Zum einen bilden wohl nicht alle infizierten Antikörper, zum anderen – Zitat „hausarzt.digital“: Corona-Antikörpertests (Serum) in ärztlicher Hand sind in der gegenwärtigen Phase bei (noch) relativ niedriger Prävalenz auf Grund ihres hohen Anteils falsch-positiver Befunde und fehlendem Bestätigungstest nur von sehr eingeschränktem Wert für den Einzelnen. Bei einer Sensitivität von 100 Prozent übersieht der Test (angeblich) keine stattgehabte Corona-Infektion. Andererseits liegt der Positive Vorhersagewert des Tests bei bescheidenen 58 Prozent, will heißen: mindestens 4 von 10 Personen mit positivem Testergebnis haben (noch) gar keine Corona-Infektion durchgemacht, sind also “falsch-positiv”. Der Test ist also zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausreichend zuverlässig.
Was Leichtes zum lesen: Die Flüsse von London-Reihe.
By the way – Tenet fand ich sehr gut, zugegebenermaßen nicht einfach, und mit einigen logischen Fehlern, aber ja – Klasse! Sitzordnung im Kino war zu meinem Erstaunen sehr großzügig, nur 2x nebeneinander, dann 4 Plätze frei, das Ganze im Schachbrettmuster von Reihe zu Reihe, ich denke die verdienen so kein Geld. 🙁

Pfff, ich mach das jetzt aber trotzdem. 🙂

Aber hast schon Recht. Entscheidungen bezüglich des Alltagslebens von dem Test abhängig zu machen, wäre nicht unbedingt ratsam.

Kino ist halt auch wieder indoor. Ich habe mittlerweile das Gefühl (mehr als den Beweis), dass das wirklich keinen großen Unterschied macht. Wenn du drinnen auf Abstände achtest und die sonstigen Hygieneregeln auch, dann passiert nicht. Nicht einmal im nur drei Meter Roten Saal im Bonner Woki… Ich gehe da trotzdem erstmal nicht rein. Die Zahlen steigen ja gerade auch wieder eklatant. Und was ich so an Reviews über Tenet gelesen habe, ist es da auch nicht schlimm, wenn man noch ein paar Wochen drauf wartet. 😉 Freut mich aber, dass es dir gefallen hat.

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