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Impfen

60 Prozent der Über-18-Jährigen in Deutschland sind jetzt mindestens 1x gegen Corona geimpft, 50 Prozent 2x. Gehen wir mal davon aus, dass noch nicht alle, die wollten, an Impfstoff gekommen sind, dass einige erstmal in Urlaub wollten und dass der eine oder die andere sich vielleicht doch lieber erstmal überreden lassen wollte. Dann kommen da sicher noch einige Nachzügler. Ich rechne mit 66 Prozent vollständig Geimpften bis Ende September. Mehr werden es wohl nicht mehr werden, sagt mir mein Gefühl.

Und eigentlich könnte mir das egal sein. Ich darf alles wieder, mir wird jetzt nichts mehr passieren. Und genau das wünsche ich denen, die sich nicht impfen lassen sollen (Schüler etwa – warum eigentlich nicht?) oder können (!) auch. Denen wünsche ich ein wenig Normalität mehr denn je. Sollten sich auch Impfverweigerer einmal überlegen: Es geht nicht um euch, es geht um die Anderen!

Die aktuellen Zahlen aus UK und den Niederlanden klingen eigentlich fast zu schön um wahr zu sein. Vierte Welle dort eventuell schon gebrochen. Vergleichsweise sehr niedrige Zahlen von Krankenhauseinweisungen, Intensivbettenbelegungen und Toten. Wie der Tagesspiegel meldet, könnte das aber auch schlicht mit den Schulferien dort zusammenhängen. Wenn hier Optimismus angebracht ist, dann also erstmal vorsichtiger. Aber mit etwas Glück und Verstand kämen wir auch hier trotz schon beginnender vierter Welle und 1/3 Impfverweigerer um weitere Lockdowns herum. Das wäre doch was.

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Elfenbeinturm

Heute Morgen wachte ich auf, und es war ruhig. Ich ging auf meinen Balkon, lukte raus und sah nichts Besonderes. Es schien noch weiter geregnet zu haben in der Nacht, wie auch schon fast den ganzen Tag davor. Nervig, kein echter Sommer halt, aber mehr auch nicht.

Hätte ich 30 Kilometer weiter weg gewohnt, könnte ich jetzt tot sein. Die Nachrichten heute sind unfassbar. Im Kreis Euskirchen sind 15 Menschen tot, an der Ahr, wo ich gerne wandern gehe, mindestens 18. Viele weitere werden vermisst. Zur Stunde meldet Tagesschau.de 58 Tote und noch viele Vermisste. Das ist schon jetzt eine größere Katastrophe als das Oder-Hochwasser von 2002. Und dabei hat es „bloß“ einen Tag lang geregnet…

Die Leute dort dachten wahrscheinlich das gleiche wie ich. Dass es halt was mehr regnen würde. Dass, wenn es schlecht läuft, nachher vielleicht der Keller unter Wasser steht. Mehr nicht.

In Schuld an der Ahr sind nun ganze Häuser eingestürzt. Die Leute wurden in der Nacht vom Wasser überrascht und hatten teils nicht mehr Zeit, sich in Sicherheit zu bringen. In Wuppertal ist eine Talsperre übergelaufen, bei der nahe Euskirchen droht die Staumauer noch zu brechen. Meine Güte, was ist los…

Klimawandel, sagen die einen. Kann gut sein. Aber ganz ehrlich: Was feilschen wir jetzt noch darum, wie viel Grad mehr wir dem Planeten zumuten können? Das ist doch längst zu spät. Die Katastrophe ist da und von jetzt an wird es nur noch schlimmer werden. Tun wir doch alles dafür, um es nicht weiter zu verschlimmern und betreiben wir lieber proaktives Katastrophenmanagement. Darum wird es auch in der nächsten Wahl gehen. Eigentlich egal, wer gewinnen wird, denjenigen bleibt gar nichts anderes übrig, als sich des Themas anzunehmen.

Ich sitze hier derweil in meinem Elfenbeinturm und weiß nicht, ob ich weinen oder lachen soll. Das hier scheint der sicherste Ort der Welt zu sein. Eine stabile Demokratie, Freiheit, Sicherheit, gemäßigtes Klima, Reichtum. Und morgens stehst du auf und hast keine Katastrophe vor der Tür (toi, toi, toi, zu allem).

Aber machst du es dir zu bequem, rettest du die Welt auch nicht.

Update: Und ach so und ach ja, wo ich jetzt die ersten Reels sehe, wie wenig Armin Laschet und alle Kanzler(kandidaten) vor ihm sich herzlich wenig für den Klimawandel geschert haben, wo der „Spiegel“ doch schon 1986 einen Kölner Dom im Hochwasser auf dem Titelbild hatte.

Ganz ehrlich: Wer von uns hat das denn?!? Politiker machen doch auch nichts Anderes als das, was wir nur vehement genug von ihnen fordern. Und da hat das vor Greta eben nur eine kleine Minderheit. Oder anders gesagt: Der, der die letzten 20 Jahre herzlich gerne Fleisch gegessen hat, rege Billigflieger genutzt, seine Klamotten aus China online bestellt und lieber in ein neues iPhone statt in Infrastrukturprojekte in armen Ländern investiert hat, der werfe den ersten Stein.

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Never stop learning from other people

Gestern war ich mit Mattes und ein paar seiner Freunde auf dem Bukahara-Konzert. Ob das jetzt Corona-mäßig eine gute Idee war, wer weiß. Auf jeden Fall war es ein sehr netter Abend.

Wobei, eigentlich muss man das differenzieren. Denn ich habe mich anfangs sehr, sehr schwer getan, weil ich einiger in unserer kleinen Gruppe nicht kannte und ganz ehrlich verlernt habe, wie man mit Menschen, die man neu kennenlernt, interagiert. Als hätte ich damit nicht sowieso schon Schwierigkeiten, war ich jetzt durch Corona völlig eingerostet, musste praktisch gestern neu lernen, wie man kommuniziert.

Und das war sehr nett und aufschlussreich. B. erzählte mir von seiner Weltreise, wohin man in Indien gut reisen kann, und kam immer wieder humorvoll auf seine Suche nach der Liebe zu sprechen. Mit F. unterhielt ich mich eine Weile über Tischtennis. Und R. wusste an dem Abend noch nicht, ob er am nächsten Tag eine Konferenz würde leiten müssen. Sehr nette, normale Leute.

Mit dem Mattes war ich danach noch einen Absacker auf dem Frankenbadplatz trinken. Neben uns die Jungs gingen uns ziemlich mit ihrer Mucke auf den Sack. Aber wie das immer so ist, man sagt ja nichts. Irgendwann kam das Ordnungsamt und hat für Ruhe gesorgt. Die Jungs waren wenig begeistert.

Einer von ihnen kam danach in unsere Richtung getorkelt, haute vorher noch seine Flasche in den nächsten Mülleimer, schimpfte aufs Ordnungsamt und fragte uns, ob wir eine Zigarette für ihn hätten. Meistens sage ich in einem solchen Moment dann einfach: „Ich rauche nicht, sorry.“ Das habe ich mir irgendwie so als Standardfloskel angewöhnt.

Mattes antwortete aber etwas ganz anderes. Den genauen Wortlauf weiß ich nicht mehr, aber es war etwas wie: „Ist das dein Ernst? Ich geb dir doch jetzt keine Zigerette! Du hast dich gerade völlig daneben benommen, zeigst keinerlei Einsicht und jetzt willst du dafür auch noch belohnt werden?“

😳

Ich war einigermaßen baff. Ich hatte völlig verlernt, dass man solche Situationen nicht immer zwingend deeskalieren oder ignorieren muss. Man kann den Leuten ruhig mal höflich die Meinung geigen…

Wie ging es weiter? Der Typ begann sich zu rechtfertigen, Mattes legte nochmal nach, irgendwann gab der Typ auf und ging einfach zu seinen Leuten zurück. Wirklich interessant! Werde ich mir abschauen. Und chapeau, Mattes!

My point being: Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich gehe inzwischen meist mit einer gewissen Erwartungshaltung in Situationen. Oft liege ich damit richtig. Nach über 40 Jahren auf diesem Planeten hat man einiges an Erfahrung gesammelt. Aber vieles kommt am Ende eben doch anders und man beraubt sich vieler Erfahrungen, wenn man von allem ausgeht, das würde schon irgendwie so sein, wie man es erwartet. Als würde derjenige, den man da sieht, genau das sein, was man von ihm erwartet.

Oder anders gesagt: Ich werde mir in den Hintern treten, um ja nicht aufzuhören, von anderen zu lernen. Und generell weniger erwarten.

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Wann war euch zum letzten Mal langweilig?

Und so kam es denn, dass ich einen substantiellen Teil meines Mittwochabends damit verbrachte, die „Relaxliege“ wieder zusammenzunähen, die ich vor wenigen Wochen erst bei Amazon geshoppt hatte.

War nämlich nicht mehr viel mit Relaxen. Der Bezug drohte sich am Schwerpunkt aufzulösen. Diesen Typ Liege hatte ich schon mehrmals, und meistens hatte er immer ein paar Jahre gehalten. Diesmal ist aber offenbar einfach die Qualität schlecht. Warum ich sie dann nicht einfach zurückschicke? Weil die Liege riesig ist, ich die Verpackung nicht mehr habe, sie erst zur Post fahren müsste, solche Liegen gerade Lieferschwierigkeiten haben… und überhaupt. Erstmal sehen, ob sich da nicht von Hand noch was machen lässt.

Was mich zum heutigen Thema bringt: Eigentlich ist hier bei mir immer was zu tun. Vor der Arbeit meditiere ich meist schon und mache meinen Sprachkurs, dann arbeite ich und dann geht eine Freizeitaktion los. Und wenn das nicht Liege-Zusammennähen ist, dann war es in den letzten Monaten Bilder aussortieren, dann ist es Wohnung umgestalten, Daten aussortieren, die Steuer machen, Finanzielles weiter regeln, Sport treiben, eventuelle Auslandsaufenthalte nach Corona oder überhaupt noch den Sommerurlaub planen und, ach ja, bloggen.

Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann mir zum letzten Mal langweilig war. Das muss irgendwann vor Corona gewesen sein. Es kann natürlich damit zusammenhängen, dass ich hier in der Stadt wohne, wo immer was los ist. Vielleicht aber auch einfach daran, dass ich Wege gefunden habe, mich immer zu beschäftigen. Langeweile habe ich als kein schönes Gefühl in Erinnerung, vermisse ich also nicht. Und kurz vor dem Burnout stehe ich auch nicht; im Gegenteil. Dieses Ständig-Aktivsein macht mir Spaß, solange das Tempo nicht zu hoch ist.

Wie ist das bei euch? Geht euch das ähnlich? Kommt ihr besser mit Langeweile klar als früher? Und wann war euch zum letzten Mal so richtig langweilig?

Es hört übrigens nie so richtig auf. Nachdem ich mit dem Nähen fertig war, wollte ich die Naht eigentlich noch kleben, um die Haltbarkeit zu verbessern. Mein Sekundenkleber war aber schon völlig eingetrocknet, muss ich erstmal neuen kaufen. Immer ist was – das kann nervend oder schön sein.

Jalousie und Eifersucht heißt im Niederländischen dasselbe. Denkt mal drüber nach! ☝🏻

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Eigentlich habe ich gar nichts gegen Smalltalk

Er muss nur von Herzen kommen.

Heute Abend war ich mit dem Vässla Bike in der Bonner City unterwegs, das ich gerade teste. Feines Ding, das lässt sich jetzt schon sagen:

Um ein Foto für meinen kommenden Testbericht zu machen, habe ich dann tatsächlich direkt an der Rheinpromenade gehalten, wohl wissend, dass das für Aufmerksamkeit sorgen würde. Aber das war mir heute mal egal. Vielleicht wollte ich das sogar mal ein wenig.

Früher habe ich mich bei sowas immer gerne versteckt aus einer latenten Angst heraus… Ich habe neulich mal versucht zu erörtern, was da eigentlich hinter steckt. Ich glaube, es ist nur die Angst, in dem Moment nicht schlagfertig zu sein und nichts Adäquates auf eventuelle Bemerkungen antworten zu können. Früher schwang auch immer die Angst mit, da könnte sich einer wegen irgendwas beschweren. Aber da würde ich heute einfach mit meinen zurechtgelegten Floskeln „tatsächlich?“, „ah ja?“ oder „habe ich nicht gewusst“ drauf reagieren.

Heute Abend dauerte es denn auch nicht lange, bis ein älterer Mann auf mich zu kam, und wir ein wenig über das Bike quatschten und darüber, dass E-Scooter eigentlich gar nicht so schlecht seien und die Leute bescheuert, die die Dinger einfach im nächsten Gewässer entsorgen würden.

Als der Mann kurz danach gegangen war und ich zur Rückfahrt aufbrechen wollte, kam noch eine Frau auf mich zu. Ich dachte erst, sie interessiere sich auch für das Bike, aber ihr ging es eher um den alten Mann, mit dem ich davor gesprochen hatte. Der würde seit 5 Tagen bei ihnen im Hof auf der Parkbank schlafen, auch in der prallen Sonne. Welchen Eindruck er auf mich gemacht hätte.

Wir redeten noch ein bisschen. Stellte sich heraus, dass sie sich nur Sorgen um ihn machte und ihm auch schon etwas zu trinken raus gestellt hatte. Ich sagte, der wäre mir sehr entspannt und gelassen vorgekommen. Sie wollte das mal weiter beobachten. Ich dankte ihr dafür, dass sie sich für den Mann interessierte und mich danach gefragt hatte.

Zwei nette Gespräche innerhalb von 5 Minuten. Also nicht viel mehr als Smalltalk, der aber jeweils von Herzen kam. Das mag ich, dann mag ich Menschen sogar. 🙈 Und wenn sie nett sind und mich nicht irgendwie anstrengen, könnte ich das auch noch viel länger.

Würde ich gerne öfters probieren.

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Be Good to Your Future Self!

Heute nur kurz. Es ist Sommer, es ist EM, ich fahre viel Rad im Moment und war heute mal wieder ein wenig Stand-up-Paddlen. Das Leben kann auch in Corona-Zeiten manchmal schön sein.

Derzeit habe ich etwas Schwierigkeiten, das richtige Maß für etwas zu Essen zu finden. Es gibt Tage, da komme ich mit 1 Mahlzeit am Tag aus. Meistens sind es aber 2, weil ich zusätzlich weiterhin intervallfaste (16:8) und ich manchmal wirklich Schwierigkeiten habe, zwei Mahlzeiten in diesen 8 Stunden unterzubringen. So viel Hunger habe ich oft schlicht gar nicht mehr…

Der Körper ist inzwischen auf deutlich weniger eingestellt und manchmal wären 10 Stunden Essenszeit besser. Weiß ich, dass ich es wahrscheinlich bei 1 Mahlzeit am Tag belasse, haue ich bei der dann meistens richtig rein. Was dann natürlich blöd ist, denn so speichert der Körper die überschüssige Energie. Und die kann ich mittlerweile quasi in Skalen am Bauchfett ablesen. Cleverer wäre es, auch in der 1 Mahlzeit normal zu essen und es nicht zu übertreiben. Denn das rächt sich später.

Genauso wie es sich rächt, das 1 Bier mehr doch noch zu trinken, die leidige Aufgabe auf der Arbeit auf nächste Woche zu verschieben, heute keinen Sport zu machen, nicht zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen oder doch eben erst morgen Milch für den Kaffee zu kaufen, auch wenn dann am nächsten Morgen der Kaffee schwarz bleibt. Ausbaden musst du es selbst am nächsten Tag, der nächsten Woche oder ein paar Jahre später.

Ich bereue nichts™️. Aber ja, es wäre schon cleverer gewesen, wenn mein 20-jähriges Ich von Anfang weiter Sport gemacht und ein wenig auf seine Ernährung geachtet hätte. Genau wie mein 43-jähriges Ich vor einer Woche, der die zwei Scheiben Toast mehr dann doch noch gegessen hat, weil’s so lecker war. My point being?

Be good to your future self! Zumindest hin und wieder mal. Geh lieber vorher einen Schritt weiter als einen zu wenig, erledige Dinge sofort und lade keinen Müll auf dem ab, der das dann ein paar Tage später in Form von Sport wegräumen darf. Denn so viel weiß ich inzwischen: Es kann genug dazwischen kommen, warum der Sport doch nicht stattfinden kann (Termine, Verletzung, Wetter, Unlust, Fahrrad kaputt…). Besser, wenn du ihn gar nicht nötig hast.

Das alles nur als kleine Notiz an mein Zukunfts-Ich.

I’m sold!!! 😀😍😍

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Nur noch Sommer?

Bei warmen Temperaturen laufe ich meist auf Hochtouren, bin leistungsfähiger, brauche weniger Schlaf, bin allgemein wacher (wobei es eigentlich immer ein Nachmittagstief gibt, das mit einem starken Kaffee bekämpft werden muss) und besser gestimmt. Was die Frage aufwirft: Wie wäre das wohl, wenn man nur noch im Warmen leben würde?

Ein halbes Jahr lang habe ich das mal getestet, ein halbes Praxisjahr in Singapur. Das war schon extrem, weil jeden Tag in etwa die gleiche schwüle Hitze, vor der du dich immer irgendwie schützen musstest. Ich habe praktisch pausenlos geschwitzt. Und bei Übernachtungen unter Klimaanlagen ist die Luft meist doch nicht so gut. Nach dem halben Jahr war ich tatsächlich froh, erstmal keinen Sommer mehr zu haben und im späten Winter wieder in Deutschland aufzuschlagen.

Die dauernde Hitze ist vergleichbar mit einem eiskalten Winter, bei dem du immer vor der Kälte flüchten und die ganze Zeit bei Heizungsluft leben musst. Nur umgekehrt.

Aber ich kam morgens immer verdammt gut aus dem Bett, das weiß ich noch.

Wäre das was für immer? Für euch? Es gibt ja auch Länder mit moderaterer Wärme, sogar in der EU, in der wir Freizügigkeit haben. Ich muss mal überlegen…

Rente…

Mit anderen Worten: Blüm hatte Unrecht. Da ist gar nichts mehr sicher, und das Rentensystem ist krachend gescheitert. Wenn es jetzt schon der letzte Strohhalm ist, Selbstständige dieses Fass ohne Boden finanzieren zu lassen, die ohne Arbeitgeberanteil nichts, aber auch gar nichts davon haben, dann ist nichts anderes als eine Bankrotterklärung.

Download-Ordner aufräumen…

Wo Niederländisch am schönsten ist… 🙂

Hach. 🙂

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Trainerkarussell

Ich hab das mal visualisiert:

TrainerKommt vonGeht zu
Marco RoseM’gladbachDortmund
Adi HütterFrankfurtM’gladbach
Oliver GlasnerWolfsburgFrankfurt

Und schaue ich mir das so an, verstehe ich die ganze Aufregung eigentlich nicht. Da haben drei Trainer rotiert, mehr nicht. Ein eher kleines Karussell.

Vor allem die ersten beiden Genannten haben allerdings einen massiven Schaden dadurch genommen. Sowohl Marco Rose als auch Adi Hütter haben mit ihren Teams nach Bekanntgabe der Wechsel mehr Niederlagen als Siege eingefahren und bessere Saisonziele verpasst. Frankfurt spielt künftig „nur“ in der Euro League, dabei war lange die Champions League möglich. Gladbach hat alle Saisonziele verpasst. Es ist nicht einmal die Conference League geworden.

Angesichts dessen muss man sich die Frage stellen, ob die Verpflichtung der beiden Traumkandidaten von ihren neuen Vereinen wirklich so traumhaft wird. Denn beide Trainer kommen nun gewissermaßen „vorbelastet“ zu ihren neuen Arbeitgebern. Fans und Funktionäre werden sie ganz besonders kritisch beäugen. Gerade Marco Rose ist, Stand jetzt, für mich einer der heißesten Kandidaten auf die erste Trainerentlassung in der kommenden Saison.

Zumal bei seinem künftigen Arbeitgeber in den Monaten nach der frühen Bekanntgabe seines Wechsels eine neue Lichtgestalt erschienen ist: Edin Terzic. Nur als Interimstrainer gedacht übernahm Terzic im vergangenen Winter das verunsicherte, kleine Dortmunder Star-Ensemble. Anfangs klappte längst nicht alles, weswegen man wohl auch in Dortmund beschloss, zur neuen Saison Rose zu holen.

Doch dann geschah Unerwartetes: Dortmund begann unter Terzic plötzlich wieder den altbekannten Zauberfußball zu spielen. Sieg um Sieg kämpfte sich die junge Truppe nach oben und erreichte am Schluss Platz 3 und das Minimalziel Champions League. Schlussendlich fehlte sogar nur 1 Punkt zu Platz 2 und damit dem, was als eigentliches Saisonziel realistisch gesehen möglich gewesen wäre.

Terzic, der große Gewinner der Rückrunde, steigerte seine Sympathiewerte gar noch weiter, indem er ankündigte, loyal zu sein, bei Dortmund zu bleiben und hinter Rose ins zweite Glied rücken zu wollen. Meine Prognose: Wenn es bei Dortmund in den ersten Spielen der Liga und der Champions League nicht läuft, man vielleicht sogar irgendwo früh ausscheidet, zum Beispiel im DFB-Pokal, könnte schon am 10. Spieltag wieder Terzic ganz links auf der Trainerbank sitzen.

My point being? Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft, klar. Aber gerade langfristig zeigt sich, wie gut jemand wirklich ist. Und mit großen Ankündigungen wartet man vielleicht wirklich am besten, bis die eigentliche Arbeit erledigt ist. Selbst wenn die Reporter täglich danach fragen. Auch wenn das übrigens nicht ganz fair ist. Denn als Rose sich mit Dortmund schon geeinigt hatte, stieg der Druck in der Presse und der Fanszene ins Unermessliche. Rose müsse sagen, was Sache ist, sonst mache er sich unglaubwürdig und verliere die Spieler, hieß es von dort. Wie er es gemacht hätte, wäre es verkehrt gewesen.

Sehr klug gemacht hat es in meinen Augen Oliver Glasner, der „leise Österreicher“ in Wolfsburg. Er brachte die Saison erst in Ruhe zu Ende – und auf Platz 4 mit mehr, als so manch einer Wolfsburg zugetraut hätte. Und erst dann verkündete er Frankfurt als seinen neuen Arbeitgeber. Bei seinem alten Klub kann ihm nun niemand böse sein, zumal er dort trotz aller Erfolge ohnehin nicht sonderlich beliebt war. Wer nun auf ihn folgt, bekommt eine intakte Mannschaft, die in der Champions League spielen wird.

Glasner wählte für sich selbst den besten Zeitpunkt. Er hat nun viel Wind im Rücken, ist im Guten gegangen und sein neuer Job wird definitiv eine spannende Herausforderung. Denn Frankfurt liegt nach dem Weggang von Hütter und des Managers Bobic, dem Verpassen der Champions League und voraussichtlich dem Verkauf des Starstürmers Andre Silva am Boden. Glasner kann hier erneut zur Lichtgestalt werden.

Im Fußball wird es auf jeden Fall nicht langweilig. Es war eine richtig spannende Saison, die mir die Corona-Zeit deutlich versüßt hat. Sie hätte am Ende nur etwas anders ausgehen können…

Wir sind mittlerweile im Februar 2021. Immer noch das iPhone 12 Pro Max:

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Belarus

Scharfer Protest gegen Belarus wegen eines abgefangenen Flugzeugs und inhaftierten Bloggers, ist auf jeden Fall: genau richtig. Wo kommen wir denn dahin, wenn jetzt schon ganze Flugzeuge wegen personae non gratae abgefangen werden, eben diese Personen inhaftiert und misshandelt werden! Die EU reagierte schnell, überraschend eindeutig und vorbildlich mit scharfen Worten und geplanten Sanktionen. Besonders amüsant finde ich die Anordnung des Rigaer Bürgermeisters. Dort, wo gerade die Eishockey-WM stattfindet, an der auch die belarussische Nationalmannschaft teilnimmt, ließ er die Flagge der belarussischen Opposition hissen. Eine herrliche Provokation!

All das ist nur eines nicht: besonders mutig. Mich erinnert das irgendwie an eine Schulklasse, an der sich alle gegen den reichen Streber verbündet haben, den eh schon keiner mag, der sich das aber auch irgendwo selbst eingebrockt hat, weil er verächtlich auf alle herunter schaut. Der Klassensprecher teilt vor versammelter Mannschaft gegen ihn aus und alle springen auf den Zug auf. Den Klassentyrannen lassen sie derweil unbehelligt, an den trauen sie sich nicht ran.

China, die Uiguren, Hongkong, ausgewiesene westliche Journalisten, Ende einer Quasi-Demokratie? Ein wenig Protest vielleicht, aber ernsthafte Konsequenzen? Lieber nicht, wir brauchen die ja. Saudi-Arabien und der Fall Kaschoggi? Proteste, ja, aber Sanktionen gegen das saudische Königshaus, die den Namen verdienen würden? Fehlanzeige. Russland und der Kremlkritiker Nawalny? Schon nicht okay, das mit dem geplanten Mordanschlag und jetzt das Straflager. Scharfe Proteste, ja, sogar einzelne Sanktionen. Aber sonst?

Beim Protest gegenüber Belarus können deswegen alle so laut schreien, weil sie hier keinerlei Konsequenzen zu befürchten haben. Kein Gas, keine Smartphones, keine Massenware, kein Öl – Belarus kann uns nicht den Hahn zudrehen. Russland und China könnten das schon.

Wenn Heiko Maas also so etwas sagt, wie: „Jedem Diktator muss klargemacht werden, dass es dafür einen bitteren Preis zu zahlen gibt“, dann würde ich mir wünschen, dass das auch den Quasi-Diktatoren größerer Länder gölte.

Immer noch der Januar 2021, iPhone 12 Pro Max:

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Selbstbewusstsein

Just heute ist mir aufgefallen, dass vieles von selbst funktioniert, wenn nur Selbstbewusstsein dafür da ist. Selbstbewusstsein – zumindest geht es mir so – hat man aber nicht zwingend in allen Bereichen, sondern in einigen ja, in anderen nein. (Oder auch gar nicht oder nur, aber das dürften Extrembeispiele sein.)

Ich bin zum Beispiel Journalist, aber sehr, sehr schlecht darin, Interviews zu führen oder zu Ortsterminen zu fahren und dort mit Leuten zu smalltalken. Das kann zum einen natürlich an fehlendem Handwerkszeug liegen (ich kenne keine guten Fragetechniken), an meinem chronischen Desinteresse für andere Menschen (no offense, aber mich interessieren Innovationen mehr als die Leute, die sie entwickeln, und wer gar nichts entwickelt, interessiert mich halt gar nicht, also beruflich 💁🏻‍♂️). Zum anderen aber auch daran, dass unbewusst etwas abläuft.

Interessanterweise ist mir genau das bewusst geworden, als ich in den letzten Tagen die 1. Staffel von After Life gesehen habe. Die Hauptperson (gespielt von Ricky Gervais) ist dort Reporter eines überflüssigen Lokalblatts und wird immer rausgeschickt zu irgendwelchen Leuten, die unbedingt in die Zeitung wollen. Seine Aufgabe ist dann zu entscheiden, ob ihre Geschichte Nachrichtenwert hat. Und dazu stellt er eigentlich immer genau die richtigen Fragen.

Als ich das sah, dachte ich: okay, auf die Frage wäre ich auch gekommen. Aber ich hätte sie nicht gestellt, um die andere Person nicht zu beleidigen. Aber wäre das nicht eigentlich mein Job? Und müsste man kritische Fragen nicht einfach nur anders verpacken, damit sie weniger beleidigend sind? Ich war mal auf Presseveranstaltungen, hab als einziger kritische Fragen gestellt und bin teilweise sogar von den anderen Journalisten dafür komisch beäugt worden, warum ich unbedingt die Harmonie zerstören musste. War ich zu kritisch?

Im Technikjournalismus ist es nämlich schon so: Bist du zu kritisch, wirst du ausgeladen (es sei denn, du bist zu groß), kommst nicht mehr exklusiv zu irgendwelchen Produktvorstellungen und erhältst Testgeräte als letzter, wenn überhaupt noch. Also dann, wenn alle Anderen schon darüber geschrieben haben.

Sehr interessant auf jeden Fall. Alleine, weil ich all das im Hinterkopf hatte, hatte ich in der Hinsicht eine Blockade, die mir bei dem Thema auch Selbstbewusstsein genommen hat. Ähnlich ist es bei Lokalterminen. Ich habe mich da sehr oft gefragt, wie ich mich verhalten soll, ob ich die und die Frage stellen kann, wie ich mich kleiden muss, was von mir erwartet wird, ob mich jemand für „komisch“ hält, dass ich am Ende meist völlig verkrampft bei solchen Events aufgetreten bin und dann auch wirklich „komisch“ gewirkt haben muss.

Diese ganze Sache mit Vergangenheitsbewältigung und Minimieren hat mein Selbstbewusstsein in vielen Bereichen mittlerweile tatsächlich gestärkt. Und dazu noch die paar Folgen After Life als Erinnerung…

Heute war ich auf einem Ortstermin und es lief sehr gut. Ich sollte Fotos machen, ich sollte ein wenig mit meinem Gesprächspartner plaudern. Es hat gut funktioniert. Es war mir egal, was er davon hält, dass ich nur mit einem Smartphone fotografiere und filme (und augenscheinlich war es ihm dann auch egal) und ich habe ganz normal mit ihm geplaudert, und ich glaube, ich bin ihm nicht komisch vorgekommen.

Als ich nach dem Termin in der Eifel noch kurz nach Belgien reingefahren bin, mit der Intention, ein paar leckere Pommes zu essen, habe ich etwas Interessantes bemerkt. Ich fuhr über die Grenze, hinter der sofort ein Restaurant kommt und einige Leute schon draußen saßen. Mein ganzes neu gewonnenes Selbstbewusstsein sackte plötzlich in sich zusammen in Anbetracht der veränderten Situation. Denn das innere Team brüllte sofort los: „Belgien = anderes Land. Verstehen die mich da jetzt? In welcher Sprache soll ich grüßen? Ist es unhöflich, wenn ich direkt vor der Tür parke oder sie sofort auf Deutsch anspreche? Darf ich mich da überhaupt hinsetzen oder brauche ich einen Test? Soll ich die Leute grüßen? Was ist denn, wenn ich das tue, und die mir irgendwas zurufen, was ich nicht verstehe? Dann ruiniere ich die Situation für alle. Wie unangenehm.“

Hochinteressant.

Ich durfte mich dann übrigens auch ohne Test hinsetzen, nachdem ich die zweisprachige Kellnerin (französisch/deutsch) nett danach gefragt habe. Auf Deutsch übrigens, weil ich dachte, dass ich ja im deutschsprachigen Teil Belgiens bin, und wenn die ein Restaurant direkt hinter die Grenze bauen, dann bestimmt, weil sie auch Deutsch verstehen. Am Nebentisch saß ein Frankophoner, der gemütlich sein Bier trank und eh nichts von mir wollte. An einem weiteren Tisch saßen drei Typen, die aussahen wie Soldaten im Feierabend, und sich auf Niederländisch unterhielten. Die Kellnerin sprach mit ihnen auf Deutsch. Ich mit ihr auch, und ein paar leckere Fritten und ein alkfreies Bier habe ich auch bekommen:

Quintessenz: Die inneren Stimmen mal analysieren und zur Not zum Schweigen bringen. Und: After Life gucken. Zumindest Staffel 1 kann ich wirklich sehr empfehlen!

Nachdem ich alle alten Bilder nun von meiner externen Festplatte minimiert habe, kommen als letzter offener Posten nun die Bilder vom aktuellen Smartphone dran, das ich seit rund 1/2 Jahr im Einsatz habe. 9.700 Dateien habe ich davon soeben runtergeladen. Wie kann ein Mensch so viele Bilder machen ohne dass er in Urlaub fahren konnte?! 🤔 Es dauert also noch paar Tage, bis ich wirklich fertig bin, aber die letzte Runde ist eingeläutet. Hallo Gegenwart:

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Nach Corona

Sonderbare Ideen spuken mir gerade im Kopf herum, was ich nach Corona wohl alles machen könnte. Wobei „nach Corona“ am ehesten „wenn ich Impfschutz habe“ heißt. Also nach derzeitigem Impftempo vielleicht irgendwann im Dezember… Mir kommen da Ideen wie:

  • Mit einem Standup-Paddle-Board den ganzen Rhein ab Bonn stromabwärts fahren. (Okay, das kommt jetzt weniger überraschend)
  • In einen Technoschuppen gehen und die ganzen Nacht abzappeln (das schon eher)
  • Selbst (!) eine Party schmeißen und Gäste zu mir (!) nach Hause einladen.
  • Irgendwo in der Eifel alleine im Wald campieren und es mit Wölfen und Bären aufnehmen (soll’s da geben).
  • 1 Monat irgendwo in den Niederlanden wohnen
  • Umziehen

Was einem halt so in den Sinn kommt… Könnte noch deutlich radikaler, da habt ihr recht.

Was plant ihr?

Me when I’m travelling:

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Popmusik

Hin und wieder lässt es sich nicht vermeiden, dass ich noch mal mit Popmusik in Kontakt komme. Zuhause höre ich eigentlich nur noch Spotify-Empfehlungen und Deutschlandfunk Nova, die etwas völlig Anderes spielen als die 1lives, HR3s oder SWR3s da draußen. Die hören ich dann nur an Tagen wie heute, wo ich mal im Auto sitze.

Und ich halte das nicht lange aus. Es klingt alles gleich. Dua Lipa, sagt der viel zu gut gelaunte Radiomann, kürzlich erst 80.000 Brit Awards abgeräumt. Es hätten auch genauso gut Katy Perry oder Rita Ora sein können. Ich höre den Unterschied nicht. Und es ist mir auch egal, wenn alles gleich klingt.

Und das ist vermutlich bei vielen der Moment, in dem sie merken, dass sie alt geworden sind. Ich nicht, ich weiß das schon lange. Aber es hat mich heute an die Fahrten mit meinen Eltern zu den Verwandten ins Münsterland erinnert. Ihnen war es egal, ob ich Kylie Minogue lieber mochte als Taylor Dayne (war so), sie haben eiskalt die ganze Zeit NDR1 oder (noch schlimmer) WDR4 laufen lassen – ein Sender, den ich mittlerweile tatsächlich auch lieber höre als 1live oder WDR2. Es ist so weit.

Und dann ist es mir mittlerweile auch herzlich egal. Als ich 14 war, gab es Glaubenskriege darüber, was man hört. Rave oder Metal, Metal oder Rock, die oder die Band. Mit 40 ist das egal. Du stehst auf Butch Kassidy? Kannst machen. Du musst das nur ernst meinen.

Auf SWR3 lief heute die (anscheinend gar nicht mehr sooo) neue Single „Intro“ von Jan Delay. Und ich finde sie grandios. Ja, wenn du schreibst, dass du etwas von Jan Delay magst, dann ist das mehr als ein „Ich mag mal“. Das ist ein Statement. Der Typ steht für etwas – was immerhin schon deutlich mehr ist, als die Dua Lipas und Rita Oras da draußen tun. Mit 40+ darfst du differenzieren und sagen: Ich könnte den schon nicht den ganzen Abend am Ohr haben, das würde dann irgendwann an Entzündung sterben. Aber dieser Song rockt wie Scheiße (<- das ist 90er-Jahre-Sprache) und ich glaube, das Album wird so gut, dass ich mir das zumindest mal anhören werde, wenn das nächste Woche raus kommt. Kostet ja nix.

Und jetzt zurück zu WDR4.

2010/11, iPhone 3GS:

Genauso war’s dann auch…

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Murmansk

In der Schule konnte ich nichts, aber mal wirklich nichts. Der blanke Hohn war, als sie mir am Ende trotzdem das Abi gegeben haben und ich im Schnitt angeblich sogar noch leicht über dem Durchschnitt gelegen habe. Was sagt das über unser Bildungssystem aus… 🤔

Na jedenfalls: Ich konnte gar nichts – außer Erdkunde. Oft saß ich da und habe gedankenverloren im Diercke-Atlas geblättert, mir die Karten anderer Kontinente und Länder angeschaut und mich gefragt: Wie mag es da wohl sein?

Murmansk etwa… Kommen die Russen doch auf die Idee, eine 300.000-Einwohner-Stadt weit nördlich des Polarkreises zu bauen. Die größte Stadt der Arktis. Der Hafen eisfrei, aber sonst nicht mehr wirklich viel Golfstrom da oben (sprich: bitterkalt). Das Tor zum Nordmeer allerdings und überlebenswichtig im 2. Weltkrieg (Nachschub durch die Westalliierten), entsprechend aber auch heftigst durch die Wehrmacht zerbombt.

Aber auf die Idee, mir das mal wirklich anzuschauen, wäre ich nicht gekommen, hätte ich nicht 2017 zufällig diese Tour zum Nordkap geplant und auf der Karte gesehen, dass das davon gar nicht mal sooo weit weg ist:

Also bin ich hingefahren…

(Nachdem ich in einem Supermarkt versehentlich mit einem 10.000-Rubel-Schein bezahlt habe…)

Danke, dass ihr so weit gescrollt habt…

My point being? Fahrt hin! Man muss ja nicht überall auf der Welt gewesen sein, aber die paar Orte, die ich schon im Atlas beeindruckend fand, waren es meist auch im echten Leben. Und vor Ort versteht man ein wenig was über das Warum und Wieso.

Und außerdem, ich meine: schaut euch diese Fotos an! Ist das nicht völlig abgefahren da? Ich war selbst so beeindruckt, dass ich der Meinung war, einen Beitrag darüber für Spiegel Online zu schreiben, und die das auch so sahen.

Und die Leute? Ich kann wahrlich nichts Schlechtes über sie sagen – außer dass sie wie die Wahnsinnigen durch die Innenstadt brettern. Wenn ihr mal da seid und an einer dieser Countdown-Ampeln steht, seht zu, dass ihr bei 0 auch wirklich drüben seid, sonst…

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206 Tage Niederländisch

Ich habe den Niederländisch-Kurs auf DuoLingo geschafft und doch tatsächlich 206 Tage in Folge durchgehalten, ohne 1 Tag Pause:

Und das mit mindestens 100 Punkten am Tag, also immer ca. 1 Stunde, und mindestens 1000 Punkte die Woche.

Bin ich tatsächlich bisschen stolz drauf. Ich wüsste nicht, dass ich jemals schonmal etwas Tag für Tag so lange durchgehalten habe.

Vielleicht mal abgesehen von dem Jahr ohne Süßwaren, das war mindestens genauso anstrengend.

So jedenfalls sieht’s am Ende eines DuoLingo-Kurses aus:

Und es gibt ein Zertifikat, das hübsch aussieht und mit dem du nicht viel wirst machen können…

Meine allerletzte Übungsaufgabe war diese hier…

Classic.

Leider haben sie mich danach nicht gefragt, wie ich den Kurs an sich fand (ich gäb eine 4/5), noch erklären sie, wie es danach weitergehen könnte. Da musst du dich erstmal selbst schlau machen.

DuoLingo an sich finde ich toll. Das Sprachenlernen wunderbar durchgamifiziert. Anders hätten sie mich (und andere) wohl auch nicht so lange bei der Stange gehalten. Der Kurs an sich war ein prima Rundumschlag über die Basics bis hin zu den verschiedenen Zeiten, verschiedenen Wortschätzen und eine tolle Einführung insgesamt. Nachteile sind die mangelnde Tiefe, die nicht immer ausreichenden Erklärungen und vielleicht auch etwas zu wenig Alltagstauglichkeit. Verschiedene Seiten in Web attestieren einem DuoLingo-Einführungskurs ein Sprachniveau hinauf bis irgendwo zwischen B1 und B2. Nicht mehr, nicht weniger.

Wer möglichst schnell weit kommen möchte, dem rate ich übrigens zur DuoLingo Browser-Version. Die wirkt technisch ein wenig älter als die Tablet- oder Smartphone-App, aber ihr könnt täglich unbegrenzt lernen und müsst euch nicht um die Anzahl der Lingots scheren.

Das Beste an DuoLingo aber ist das Forum. Kannste sagen, was de willst. Da erfährst du immer die Wahrheit, kannst dich mit Gleichgesinnten zusammentun, und ich mag die spezielle Art von Humor dort:

Wie würde ich meine Niederländischkenntnisse jetzt selbst einstufen? So mäßig. Ich hatte etwas mehr erhofft, aber vielleicht auch zu viel erwartet. Mir fehlen Anwendungskenntnisse. Ich würde mir ganz schön einen zusammenstammeln, wenn ich jetzt selbst mit den Vokabeln, die ich schon kenne, ganze Sätze bilden wollte. Und ich verstehe immer noch sehr viel nicht, wenn ich Niederländer im Radio oder auf der Straße sprechen höre.

Die Sprache ist schwieriger, als ich annahm. Vielleicht ist die Tatsache, dass Niederländisch sehr nah am Deutschen ist, sogar das Problem. Du versuchst krampfhaft, da irgendwas rauszuhören, was dem Deutschen ähnlich ist. Und das klappt schon wegen der Aussprache nicht. Auch wenn sich tatsächlich geschätzte 80 Prozent der Vokabeln und der Grammatik aus dem Deutschen oder Englischen herleiten lassen. Das Schwierige sind die übrigen 20 Prozent…

Und jetzt? Mache ich einfach weiter. Ich schaue mir mal Babbel an, das angeblich mehr Wert auf Konversation legt. Mal gucken, ob das irgendwie besser ist. Hin und wieder will ich bei DuoLingo nochmal zum Training vorbeischauen, dann hätte ich am liebsten noch einen Tandem-Partner, mit dem ich regelmäßig sprechen kann und wenn ich geimpft bin, geht’s da hin. Mal sehen, was sich da alles machen lässt.

Noch ein paar Random Pics mit dem iPhone X 2018 (Warschau und Brüssel). Langsam lichtet sich das Chaos:

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Endgegner in der Falle

Ich sag ja immer: Macht nicht die gleichen Fehler wie ich. Aber dazu müsste ich euch erst einmal sagen, welche Fehler das waren. Und das wäre mir zu peinlich hier zuzugeben. Nur so viel: Ich bin mit sowas (Finanzen, Steuern, Altersvorsorge) wirklich nicht gut, weswegen ich es ewig vor mir hergeschoben und als Endgegner auserkoren habe.

Und auf dem Weg dahin, habe ich viel falsch gemacht und bin nun gerade dabei, diese Fehler zu korrigieren.

Bezwungen habe ich ihn noch nicht, aber er sitzt jetzt in der Falle. Und wenn es dann in ein paar Tagen hoffentlich so weit ist, könnte sich herausgestellt haben, dass das alles gar nicht so wild war und am Ende sogar nur ein paar Schuss Munition gereicht haben. Joa.

Es ist dann übrigens nicht der letzte Gegner, nur der heftigste. Da warten noch einige weitere Brocken auf der Zielgeraden. Aber die strahlen bei weitem nicht so viel Schrecken aus.

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2002-2005

Manchmal sieht man schon am Gesichtsausdruck, wie man damals drauf war und was sich verändert hat. Ich lache heute anders als damals. Ich hätte um Gottes Willen nicht immer dieses hässliche blaue T-Shirt anziehen sollen (not pictured below), ich hatte noch paar Haare mehr und ich bin dieser Zeit ganz schön in die Breite gewachsen. Komische Zeiten.

Und damit wäre ich zumindest schonmal mit den Nullerjahren durch. Und auch ganz froh, mit dem Kapital endgültig abschließen zu können. Bleiben noch 23.500 Fotos aus den 2010ern. Licht, Ende, Tunnel und so.

Die meisten Bilder unten sind von meiner allerersten Digitalkamera Ricoh Caplio RR10. Die konnte nicht viel, wenn auch schon Videos. Aber es dauerte Sekunden, bis sie eingeschaltet war, scharf gestellt und dann auch noch ausgelöst hatte. Aber sie war eben meine erste Digitalkamera…

Die besseren Fotos, vor allem die meisten derer aus Südostasien, stammen von meiner damaligen Freundin und ihrer analogen Spiegelreflex.

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Jeden Tag ein bisschen

… steter Tropfen und so. Irgendwann ist dann vielleicht auch bestimmt mal ein Ende da. Wir haben heute Bier gebraut – was man halt so macht kurz vor der Ausgangssperre. Deswegen heute alles etwas später.

Bilder von einem Italien-Urlaub 2011. Kamera: wieder die Panasonic TZ-4. Finde die Bildqualität gar nicht so schlecht, zumal die Qualität Welten über den damaligen Smartphones lag. Eventuell hat man den einfachen Reisekameras Unrecht getan. Schade auf jeden Fall, dass sie sich im Gegensatz zu Smartphone-Kameras kaum weiter entwickelt haben.

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Wie im schlechten Film

Ich zitiere aus dem Bonner Generalanzeiger vom 14. April:

Die Beschränkungen gehen mit der Bundes-Notbremse deutlich weiter als die bisherigen Regelungen der Länder. So sollen alle Freizeiteinrichtungen schließen, auch der Einzelhandel wird geschlossen – mit Ausnahmen etwa für Apotheken, Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Blumenläden oder Gartenmärkte.

Geht krass weit. Also der Unterschied ist, dass ich nun auch mit einem negativen Corona-Test jetzt nicht mehr in den H&M komme und kein Click & Collect mehr machen darf? Klasse, toll, sinnvoll.

Alle körpernahen Dienstleistungen sind während der Notbremse untersagt, ausgenommen sind Dienstleistungen, „die medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken dienen sowie Friseurbetriebe“.

Unterschied zu jetzt?!

In Bus, Bahn und Taxi sind Masken mit FFP2-Niveau Pflicht,..

Das sind sie bisher noch nicht?!

… touristische Übernachtungsmöglichkeiten sind untersagt…“

Sind sie das nicht schon längst?

Gottesdienste sind von der Notbremse nicht erfasst.

Wieso ausgerechnet die nicht?

Ich bin längst über den Punkt hinweg, an dem mich die regionale Politik ärgert. Ich lächele eigentlich nur noch müde und nicke, wenn ich das alles höre. Kannst ja eh nichts machen. Aber so langsam komme ich mir doch vor, als säße ich im Kino in einem langen, schlechten Film mit einer so hanebüchenen Handlung, dass es fast schon wieder zum lachen ist. Und am liebsten würde ich gehen, aber kann nicht.

Dann sollen sie wenigstens einen besseren Film laufen lassen.

Noch einmal Zürich, noch einmal die Panasonic TZ4, noch einmal hübsch:

Und hier noch ein nicht verwandtes Schneebild:

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Das 5-Minuten-Prinzip

Gibt Tage, da möchte man am liebsten alles hinschmeißen…

Tut man es dann doch nicht, aber lässt die Arbeit mal Arbeit sein und macht etwas völlig anderes, dann kommt man manchmal auf erstaunliche Ideen. In meinem Falle: das 5-Minuten-Prinzip.

Meine These ist: Wenn du etwas im richtigen Moment machst, kann es in unter 5 Minuten erledigt sein. Ist es der falsche Moment, kannst du unter Umständen den ganzen Tag dafür brauchen.

Beispiel heute von der Arbeit. Mein Kollege hatte ein paar Themenvorschläge, die er lose in einem Kommentar in unserem Kanban-System eingetragen hat. Irgendwann heute Abend habe ich mich schnell hingesetzt, die Vorschläge da herausextrahiert und mit Copy-Paste in neue Arbeitsaufträge gegossen. Hat mich alles in allem 5 Minuten gekostet. Das ging so einfach, weil ich noch wusste, was wo steht, und weil ich das, was er vorschlug, noch im Kopf hatte.

Schon morgen hätte ich deutlich länger dafür gebraucht. Ich hätte den Kommentar erst wieder heraussuchen müssen und in dem Kommentar die richtige Stelle. Ich hätte mich da erst wieder hineindenken müssen. Hätte ich das erst in 4 Wochen wieder aufgegriffen, hätte ich noch länger danach gesucht, es vielleicht gar nicht mehr gefunden, hätte Rücksprache mit meinem Kollegen halten („Wie hast du das damals noch mal gemeint?“), auf Antwort warten müssen. Vielleicht hätte er gar nicht mehr gewusst, warum es geht und wir hätten die Idee mühsam rekonstruieren müssen. Alles in allem wären Stunden dafür drauf gegangen.

Im richtigen Moment also nur 5 Minuten.

Das Ganze lässt sich auf mehrere Lebensbereiche ausdehnen. Wie wenig mag ich es, das Bad zu putzen, weswegen ich das ziemlich sicher zu selten tue. Kommt Besuch, kann ich aber gar nicht mehr anders, habe an dem Tag meist wenig Zeit und bin gezwungen es möglichst schnell zu machen. Alles wegräumen, einsprühen, abwischen, trocknen, neue Handtücher aufhängen -> schaffe ich, wenn es sein muss, in 5 Minuten -> oder in 30, wenn es ein Tag ist, an dem sowieso schon alles irgendwie länger dauert.

Vorhin habe ich ein paar seit Monaten überfällige Hausarbeiten erledigt:

  • Badezimmerarmatur mit Zitronensäure entkalken: 5 Minuten
  • Den schwer erreichbaren Schmock hinter meinem Badezimmerschrank wegwischen und dafür den Schrank verrücken und danach wieder zurückstellen: 5 Minuten
  • Meinen auseinandergefallenen Schlüsselbund neu zusammensetzen (es ist die Art von Schlüsselbund, deswegen kann der auseinanderfallen) und bei der Gelegenheit optimieren: 5 Minuten.
  • Espressomaschine entkalken (nachdem ich auf der Verpackung der Zitronensäure schon die Anleitung dazu gelesen habe): netto 5 Minuten.
  • Eine längst überfällige Mail an einen Freund, auf der ich seit Wochen draufrumgedacht habe, schreibe ich letztendlich in 5 Minuten.

Das alles passt gut zu einer Weisheit, die ich vor ein paar Monaten einmal gelesen habe und die meinen Alltag wirklich verändert hat: „Nehme dir für alles, was du tust, so wenig Zeit wie nötig.“

Manchmal geht es sogar noch einfacher und schneller als in 5 Minuten. Zum Beispiel habe ich mir in den letzten Tagen angewöhnt, immer wenn ich aus dem Haus gehe, fünf bis sechs Pfandflaschen aus meiner „Sammlung“ mit raus zu nehmen und sie für Flaschensammler neben den Glascontainer zu stellen. Das hat mich pro Ladung gerade mal 1-2 Minuten extra gekostet.

5 Minuten sind aber auch die Zeit, die ich mir zum Beispiel im Sommer manchmal gerne nehme, um weniger aufgeheizt am Zielort anzukommen. Weil ich einfach langsamer gehe oder kurz vor dem Ziel erst einmal ein wenig runterfahre. A propos Runterfahren: Es ist ein Unterschied, ob ich 5 Minuten blöd vor dem Rechner sitze, prokrastiniere und versuche zu arbeiten. Oder ob ich die gleichen 5 Minuten lieber nutze, um mal aufzustehen, durch die Wohnung zu gehen, auf dem Balkon ein wenig frische Luft zu schnappen oder sogar mal 5 Minuten die Augen zuzumachen (wobei 15 da besser wären).

Und sogar das Schreiben dieses Blogbeitrags hat 5 Minuten haha, nein, hat 30 Minuten gedauert. 😉 Aber ich bin mir sicher, dass es deutlich mehr gewesen wären, wenn ich den Beitrag erst morgen oder nächste Woche geschrieben hätte.

Das 5-Minuten-Prinzip – vielleicht schreibe ich mal ein Buch darüber.

Daily Sort-out: Bilder von 2007, Kamera Sony-Ericsson K750i. (Ich habe anscheinend von Anfang an lieber mit dem Handy fotografiert…)

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Laufende Kosten

Hätte ich mir auch nicht träumen lassen, dass ich mal einen Abend eine gute halbe Stunde damit verbringe…

  • einen alten Ordner von 2019 mit meinen Rechnungen und Kontoauszügen durchzugehen
  • ihn nach regelmäßigen Kosten zu durchsuchen
  • festzustellen, dass das gar nicht so viele sind, ich komme auf nicht mal 20
  • hier schon einiges an Einsparpotenzial zu erkennen. Es lohnt sich vielleicht nicht so sehr, 5 Euro im Monat für den Handyvertrag zu sparen, wohl aber, die Kosten für das Fitnessstudio von 60 auf 40 Euro herunterzudrücken.
  • Die BahnCard für 62 im Monat, Amazon Prime für 70, Tischtennis-Daten-Service für 12. Alles an sich nicht teuer, aber summiert für 10 bis 15 Euro im Monat gut, die man besser in was Anderes stecken könnte, Pennystocks zum Beispiel. Und dann kommen die 5 Euro für den Handyvertrag doch wieder ins Spiel…
  • Dass alles so schnell seinen Schrecken verliert
  • Und es am Ende sogar ein klein wenig Spaß gemacht hat

Und, klar klar, ich hätte das schon viel früher mal machen sollen, habt ihr alle längst gemacht und das war klug. Ja ja, ich hätte tausende von Euros damit sparen können. Und nein nein, ich hätte mich dazu einfach nicht früher aufraffen können. Warum, ist jetzt mal egal, ist einfach so.

Also besser spät als nie.

Okay, Kosten für 2019 sind ermittelt. Nächste Schritte: Vergleichen mit 2020/21. Verträge durchgehen, optimieren, mal sehen, was sich noch kündigen oder zusammenfassen lässt. Freiwillige gesetzliche Rentenversicherung: du bist ein heißer Kandidat.

Random Pic von heute Abend:

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Teneriffa + La Gomera

Einer der ersten Urlaube, in denen ich die Kamera zu Hause ließ und nur mit dem Smartphone fotografierte. In diesem Falle keine so gute Idee, denn Smartphone-Kameras waren damals noch nicht so weit. So hatte die Kamera massive Probleme mit den harten Kontrasten bei sonnigem Wetter oder auch schon wenn es, wie auf La Gomera, mal ein bisschen diesiger war. Das alles dürfte heute die wenigsten Smartphone-Kameras noch vor Probleme stellen. 2016 das OnePlus One aber schon.

Schön war’s trotzdem, und auch wenn touristischer, hat mir Teneriffa sogar noch etwas besser gefallen als La Gomera.

Teneriffa:

La Gomera:

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Prä-Corona-Bonn

Die Eine oder der Andere erinnert sich vielleicht noch: Es gab mal eine Zeit ohne Pandemie. Wie die ausgesehen hat, möchte ich (mangels einer Idee für ein anderes Thema) heute einmal beleuchten. Fotos vom April und Mai 2019 mit dem Galaxy S10:

Okay, suchen wir mal:

Es gab Außengastronomie. Ja, gab es auch mit Corona zu Weilen, aber nicht in diesem Ausmaß.

Hier sieht noch alles normal aus:

Und hier auch, außer dass die Leute keine Masken tragen:

Schon damals haben die Menschen krude Sachen verschenkt…

… oder hatten eigenwillige Ideen:

Die Leute saßen viel näher aufeinander. Rückblickend betrachtet scheint es wie ein Wunder, dass wir nicht Jahr für Jahr diverse Epidemien hatten. (Spoiler: hatten wir, nannte sich Grippewelle, hat auch so manchen dahingerafft, hat nur niemanden interessiert.)

Und weil’s immer süß ist: Hier noch ein Katzenbild (ich war damals eine Zeitlang Kattensitter):

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2017

Ich kann mich an kein Jahr erinnern, in dem ich mehr unterwegs war. Na gut, das hatte seine Gründe. Vor allem scheine ich aber auch einen ganzen Batzen an Smartphones getestet zu haben. Und mag es oft so aussehen, dass sich da in den letzten Jahren kaum noch etwas getan hätte, möchte ich den Blick auf die Nachtfotos in dieser Reihe richten. Denn die rangieren Welten unter dem, was die Spitze und Mittelklasse heute kann. Zu dunkle Fotos gibt es heute fast nicht mehr. Damals schon.

War eine turbulente Zeit, in der noch einiges mehr los war. Vielleicht kommt hier die Tage noch ein zweiter Teil.

Blackberry Motion:

Kamera unbekannt, sieht man aber eher nach einer Systemkamera aus. Also entweder Sony-Nex 3 oder Panasonic Lumix G6:

Huawei P10:

Huawei P10 Lite:

(Peter Kox, SPD)

Kodak Ektra (eins der schlechtesten Smartphones, die ich je getestet habe):

Motorola Moto (ich weiß nicht mehr welches, G5, glaube ich, oder G5 Plus):

Moto Z2 Force:

Motorola X4:

Samsung Galaxy S8:

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Face your past

Einfach machen und fertig? Ein paar Bilder aussortieren kann doch nicht so schwer sein, oder?

Sagt sich so leicht. Bilder erinnern an die Vergangenheit, in der nicht immer alles rosig war. Oder in der es mal rosig war, aber kurze Zeit später vorbei. Und das sind nicht nur Erinnerungen à la „Ui, da hast du viel schlanker ausgesehen als heute, und mehr Haare hattest du auch“ bis hin zu „Was hast du dir denn bei der Jacke gedacht?“ oder „Was ist eigentlich aus dem geworden? Ihr habt euch doch mal gut verstanden.“

In meinem Falle sind es fast 20 Jahre Digitalfotografie und damit 20 turbulente Jahre in einem Leben. Wie viel wären es bei euch? Und ich bleib dabei: Nicht immer macht es Spaß, aber der Gesamtprozess ist gut. Sich mal mit der Vergangenheit zu befassen, tut gut.

Bleiben auch nur noch 68.000 Bilder…

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Brüssel & Paris

’nuff said. 2019 mit dem iPhone X aufgenommen. Mehr war heute nicht. Selbst Politikverdrossenheit löst sich bei mir abends neuerdings in Luft auf. Deswegen also heute nur Fotos: