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Gedanken sortieren

Ich hab nichts zu schreiben, im Moment, aber ich vermisse das Bloggen. Denn es sortiert mich für gewöhnlich vor dem Schlafengehen. Deswegen also heute trotzdem ein paar kurze Gedanken, planlos hier veröffentlicht:

  1. Dass Deutschland schon wieder das erste Spiel der WM-Vorrunde völlig unnötigerweise verliert, ist vielleicht noch gar nicht mal so überraschend. Auch nicht, dass man die WM jetzt nicht nur schon gedanklich abgehakt hat, sondern dass wirklich keiner irgendeine Sache daraus gemacht hat. Niemand, der gefragt hat, ob man das Spiel gucken will, auch niemand, der davon sprach, es gucken zu wollen. Ja nicht einmal jemand, der groß darüber reden wollte. Kein Torschrei hier im Haus oder in der Nähe beim zwischenzeitlichen 1:0. Abends bei unserem TT-Spiel sprachen wir kurz darüber. Aber es war mehr so eine Randnotiz: Deutschland im Fußball? Jaja, verloren…

    Wäre vor 20 Jahren undenkbar gewesen, ach, was sag ich: noch vor 10.
  2. Insgeheim fällt dem einen oder anderen vielleicht sogar ein Stein vom Herzen. Mir auf jeden Fall. 🙂 Sollte Deutschland wirklich wieder in der Vorrunde scheitern (und das könnte nach einer Niederlage gegen Spanien schon am Sonntag so weit sein), dann kommt man ganz easy raus aus dem moralischen Dilemma, die WM nicht mehr gucken zu müssen, die man ja eigentlich boykottieren sollte, aus Neugier aber doch einschaltet. Die Neugier ist dann weg.
  3. Nur sportlich kann man es mal nicht auf die Fifa oder Katar schieben. Dieses sportliche Armutszeugnis haben wir uns selbst zuzuschreiben.
  4. Lesen erdet. Derzeit lese ich vier Bücher gleichzeitig, es sind quasi meine Schulfächer. Und es macht bisher unglaublich Spaß. Erstaunlicherweise vor allem „Chemie für Dummies“. Der Autor kann richtig gut erklären. Bin gespannt, was passiert, wenn die Themen beginnen, bei denen ich in der Schule ausgestiegen bin. Kovalente Bindung, ich blicke in deine Richtung…
  5. Ich lese gerade auch ein Buch über Sex!

    So, jetzt ist es raus. Der Grund ist, dass ich die Autorin neulich in einem Podcast gehört habe und dachte: Hey! Die erklärt das aber gut! Völlig unaufgeregt, völlig unschlüpfrig. Ganz wissenschaftlich, beinahe – menschlich. Liest sich bisher auch ziemlich gut. Und hat den schönen Titel „Keep it coming“ (von Dania Schiftan).

Mehr habe ich heute nicht, nicht mal einen Song. Aber ich kann die 1. Folge der 2. Staffel des Podcasts „Cui Bono“ von Khesrau Behroz empfehlen. Von der es bisher nur 1 auf Spotify gibt, die ersten 4 zeitgleich auf RTL+. Es wird alles immer komplexer. Diese verrückte Welt…

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Abends

Abends denke ich mir manchmal: Worüber du da am Nachmittag schreiben wolltest, das ist doch eigentlich jetzt gar nicht mehr relevant.

Mal ganz abgesehen davon, dass ich gerade – wieder einmal – vergessen habe, was es eigentlich war…

Meine Gedanken kreisen nur noch um das Buch, sorry…

Welches ich jetzt übrigens noch einmal um einige Bilder entschlackt habe. Weniger ist mehr. Teilweise waren mehr Bilder als Text, das muss ja auch nicht.

Das E-Book ist also eigentlich fertig. Bis auf die Preise… Und dann muss ja noch das Taschenbuch…

So nach Halloween wirkt manche, kommentarlos übrig gebliebene Deko schon beinahe wieder cool:

Branding is everything…

Es gibt doch eh keinen einzigen Menschen mehr in diesem Land, der den Tipp noch nicht kennt…

Schon süß, die Tüte mit alten Wilhelm-Busch-Zeichnungen. 🙂 Aber mein innerer Monk will da einfach nur ein s hintersetzen…

Thea Gilmore: Bad Moon Rising (2010):

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„Positiv ist, dass es kaum Hinweise auf den Ku Klux Klan gab“

Puh, gerade noch mal Glück gehabt…

Hinweise auf den NSU hat der Verfassungsschutz Hessen aber auch nicht gefunden. Den geheimen Bericht, den die Behörde erst für 120 und dann immer noch für 30 Jahre unter Verschluss halten wollte, haben das ZDF Magazin Royale und FragDenStaat am Freitagabend geleakt.

Und was ich an der ganzen Sache am interessanten finde ist, dass sich kaum jemand darüber aufgeregt hat. Das Landesamt für Verfassungsschutz Hessen hat protestiert, ebenso die CDU, die dort an der Regierung ist. Sonst erstmal keiner.

Vielleicht lohnt die Aufregung eh nicht, denn es steht darin nicht viel Neues. Dass der Verfassungsschutz V-Männer aus der rechten Szene mitfinanziert hat, ist lange bekannt. Dass er vor dem Selbstmord der beiden Neonazis Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos und deren Bekennervideo keine Ahnung vom NSU hatte, ist ebenso nichts Neues. Dass die Behörde Hinweise von Waffenbesitz bei mutmaßlichen Rechtsterroristen hatte, aber derartige Informationen nicht an die Polizei weitergegeben hatte, oder so etwas schlicht versandet ist: peinlich, aber beinahe schon erwartbar. Wie konnten die sonst so lange im Dunkeln tappen? Informationen zu neuen V-Leuten? Keine Spur.

Es stellt sich also heraus, dass die geplante Geheimhaltung wohl einfach nur das Versagen des Verfassungsschutzes decken sollte. In 30 Jahren wären die Verantwortlichen kaum noch zu ermitteln gewesen, längst verstorben oder das Interesse daran erkaltet. Der Leak geht so für mich in Ordnung. Jetzt müssen sich die Angehörigen des NSU-Opfer wenigstens nicht mehr mit der Ungewissheit quälen. Sie haben es hier nämlich schwarz auf weiß: Der Verfassungsschutz hat schlicht versagt oder sogar: absichtlich weggeschaut.

Schafe 💁🏻‍♂️

Spiegelungen:

Jerry Lee Lewis: Whole lotta shakin‘ goin‘ on (1964). RIP, Killer! Es gab wohl kaum einen Musiker, der seinen Fans – im wahrsten Sinne des Wortes – so nah war:

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Wiederaufbautraining

Ich hab meine Bronchitis heute offiziell für beendet erklärt. Auch wenn sie es streng genommen zu 100% noch nicht ist. Tischtennis-Training ging auch schon problemlos. Die Anfahrt den Propsthof rauf war schon noch über die Maßen anstrengend. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass das schlicht das neue Normal für mich ist.

In den zwei Monaten seit meiner Radtour habe ich mich kaum bewegen können, mein Rad war ja zudem noch fast 1 Monat bei der Inspektion (und die Nabe verliert jetzt Öl 🙄). Ich habe über 5 kg zugenommen! Und mich dabei gar nicht einmal über die Maßen ungesund ernährt. Ich hab weiterhin intervallgefastet und ziemlich viel selbst gekocht. Es waren mehr Cheat Days dabei als früher, aber eigentlich bin ich im Schnitt bei 2 Mahlzeiten pro Tag geblieben. Es scheint schlicht der Sport zu sein, in dessen Abwesenheit ich mit meinem normalen Ernährungsgewohnheiten zunehme.

Nicht gut. Wenn man in 2 Monaten 5 Kilo zunimmt, dann wären das aufs Jahr gerechnet 30. Ich wusste gar nicht, dass das möglich ist. Aber jetzt werden natürlich wieder andere Saiten aufgezogen.

Meine Kondition scheint wirklich gelitten zu haben, meine Genauigkeit beim Tischtennis auch. Ich komme dazu schnell aus der Puste, die Wampe ist zurück. Es gibt viel zu tun. Wiederaufbautraing – der Name ist nicht übertrieben.

Ich sehe aber auch ein paar Chancen darin. Laut dem Sportarzt bin ich ja immer falsch gelaufen. Vielleicht ist es jetzt die Zeit, das mal von Grund auf neu zu lernen, wenn ich eh wieder mehr oder weniger bei null anfangen muss. Im Tischtennis mal versuchen, die Grundschläge richtig zu lernen. Wollte ich eh. Vielleicht wird das ja sogar gut, besser als vorher.

Ringe der Macht (Amazon Prime): Ich weiß jetzt, was mich die ganze Zeit gestört hat. Es ist diese GRAUENHAFTE Musikuntermalung. Viel zu laut, viel zu betont, viel zu schnell schwankend, viel zu viel.

Die Hobbits finden ein grünes Tal, in dem endlich wieder Äpfel wachsen – fröhliche Musik – ach nee, doch nicht, da ist ein fauler Apfel dazwischen – dramatische Musik – aber halt! Da ist ein Schmetterling, ein Zeichen der Hoffnung – hoffnungsvolle Musik.

Die Musikrichtung ändert sich alle 5 Sekunden, das nervt wie die Sau und tötet die Stimmung komplett!

Ansonsten – das große Finale gucke ich mir gleich noch an – fand ich das gar nicht sooo schlecht. Halt ein Prequel der Herr-der-Ringe-Filme. Und einige der Charaktere hat man schnell lieb gewonnen. Spannend ist es irgendwo auch. Aber, bitte! Macht in Staffel 2 nicht mit dieser Musiksülze weiter!

Buch: Das Layouten wird noch ne Menge Arbeit werden. Die Kindle Create-App, die man benutzen muss, ist irgendwie von gestern, die angebotenen Layouts sind nicht hübsch. Bilder kannst du nur aus einer Liste auswählen (und ich habe sie nicht benannt, sie heißen alle 20220801_165436.jpg oder ähnlich) und nicht als Thumbnail anzeigen. Na, mal sehen. Wird schon klappen, aber da brauche ich noch mal ein paar ruhige Stunden für.

Doch, das Pixel 7 Pro macht gute Bilder. Sogar mit 2,9x-Zoom:

Chris Staples: Park Bench (2016):

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Im Rhein

Ich war heute im Rhein spazieren. Ja, richtig gelesen, im Rhein. Seit rund einem halben Jahr begnügt sich Deutschlands größter Strom mit kaum mehr als der Hälfte seines eigentlichen Bettes. Du kannst problemlos einige hundert Meter im eigentlichen Flussbett spazieren gehen.

Einige Leute haben dort mit Steinen feste Plätze angelegt und auch Lagerfeuerstellen erschaffen. Es blühen Blumen dort:

Viele Naherholungstouristen genießen die Ruhe da unten. Angler – ja, was fangen die da eigentlich noch an Fischen?

Ja, sicher, das nächste Hochwasser kommt bestimmt. Aber was ist eigentlich, wenn das jetzt das neue Normal ist. Der Rhein ist noch schiffbar, es könnte alles schlimmer sein. Aber wenn Deutschland langsam austrocknet – und danach sieht es aus – ja, wo sollen wir dann eigentlich alle noch hinziehen, wo es dann noch Wasser gibt und noch bewohnbar ist?

Dahmer (Netflix) ist super! Die Macher haben die Geschichte um den ruhigen Serienkiller Jeff Dahmer stark aufbereitet und aus allen Perspektiven erzählt. Die Sicht des Täters, seiner Angehörigen, der Opfer und wiederum deren Angehörigen.

Und die Geschichte hat einfach so viele Unglaublichkeiten. Wie die Nachbarin einen von Dahmers Morden durch die Lüftungsanlage hört, zum wiederholten Male 911 wählt, aber die Polizei einfach nicht kommen will. Wie Polizisten einen von Dahmer fliehenden 14-jährigen Jungen zurück in dessen „Obhut“ bringt. Wie dessen Vater später von Polizisten regelmäßig am Telefon schikaniert wird. Wie die Polizei im ganzen Fall überhaupt komplett versagt hat, weil Dahmer sich hauptsächlich schwule People of Color als Opfer ausgesucht hat, für die sich die Polizei nicht interessierte. Wie Dahmer im Gefängnis Fanpost bekommt und sich am Ende noch taufen lässt, damit seine Sünden „weggewaschen“ werden, während die Kirche für die Opfer keinen Trost bereithält.

Das Ganze mit durchgehend tollen Schauspielern – allen voran Evan Peters – fesselnd und sehr kurzweilig erzählt. Can recommend!

Fast 6 Wochen schleppe ich die Scheißbronchitis jetzt mit mir rum. Und abgesehen davon, dass es mir mental erstaunlich gut geht (meine besten Freunde sind weggezogen, mir fehlt die Perspektive, ich kann mich nicht bewegen, es ist Krieg, alles wird teurer, wir heizen das Klima eher noch mehr an -> mir geht es super 🤷🏻‍♂️), sind die Folgen fatal. Ich habe mehrere Kilos zugenommen (hab mich noch nicht auf die Waage getraut, aber ich kann es auch an meinem Bauch ablesen), kaum noch Fitness, bekomme langsam Rücken, will mich bewegen, darf nicht…

Ich kann nicht mehr tun, als einen Post-Bronchitis-Sportplan zu entwickeln, der immerhin etwas nachhaltiger wäre als zuletzt. Man hat ja viel nachgedacht und ist jetzt auch in einem gewissen Alter. Ich muss weg von diesem Brute-Force, hin zu: mehr Köpfchen. Heißt auch: Mehr Theorie pauken (klingt trocken, aber im Falle von TT sind es hauptsächlich spannende YouTube-Videos) und sich mal ernsthaft mit HIIT beschäftigen. Ich mach mal…

Guy has a point:

Also, mal abgehen davon, dass das ganz plumpe Eigenwerbung ist, komme ich über das mit der „tägliche[n] Kunst Dosis“ nicht hinweg. Tägliche Dosis Kunst, täglich Kunst Dosis. Tägliche Kunst Dosis. Jach! Er hat’s geschafft, dass mein Gehirn draufrum kaut. Und wenn das sein Ziel war, dann ist es ja schon Kunst. 🤔🤷🏻‍♂️

Jeder Film auf Apple TV+ ist irgendwie gleich. Alleinerziehendes Elternteil kommt zurück in die Heimat, muss sich der Vergangenheit stellen, hat keine Bezugsperson außer früherem besten Freund, blablabla. Könnte trotzdem immer wieder einschalten und werde ich hier wohl auch. 😅

Es gibt Belgizismen, wie „anbefohlen“ oder „Fritüre“. Nice!

Ohne Worte:

Mirel Wagner: What Love Looks Like (2014):

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Zufluchtsort

Sehe ich das richtig, dass Deutschland eigentlich das letzte Land dieser Größe ist, in der Demokratie noch funktioniert? Das nicht völlig gespalten ist, wie die USA, das nicht droht, zu einer Diktatur zu werden, wie es in Türkei und Russland schon passiert ist, oder in der Rechtspopulisten an der Macht waren oder sind wie in Italien, Schweden, wieder den USA, Ungarn, Brasilien, Japan, bald vielleicht auch Frankreich…

Der Demokratie geht es nicht besonders gut, dieser Tage, aber hier funktioniert sie noch. Könnte Deutschland dann nicht eigentlich all in gehen und zur Zufluchts-Demokratie werden. Also das, was die USA einmal waren? Ein Land, das sich Menschenrechte nicht nur auf die Fahnen schreibt, sondern auch handelt, schneller handelt, und nicht etwa frühere Helfer in Afghanistan den Taliban überlässt, sondern sie dort rausholt. Ein Land, das klarer und deutlicher anspricht, wenn anderswo die Menschenrechte mit Füßen getreten werden, selbst wenn das Nachteile mit sich bringt. Ein Land, das zur dauerhaften Zuflucht für politisch Verfolgte werden könnte, in der gut ausgebildete Fachkräfte dauerhaft bleiben könnten, selbst wenn es mit der Sprache schwierig ist. Ja, ich weiß, wird teilweise schon gemacht. Aber es ginge noch mehr, deutlich konsequenter und vor allem: schneller. Würde ich mir wünschen.

Buch: Gestern 2 Infokästen, heute 4 Infokästen, morgen vielleicht nochmal 3, dann wäre das meiste geschafft.

Ganz schön was los neuerdings vor dem Namenlos und dem Bla in Bonn. Die Ecke scheint zu alten Zeiten zurück zu finden:

Manchmal wundert man sich über sich selbst und die eigene Ignoranz. Zum Beispiel, dass es einen überrascht, wenn man Dinge besser kann, die man mehrmals am Tag übt, statt nur einmal. Selbst wenn man nur kurze Pausen zwischendurch macht. Eigentlich ja logisch, trotzdem habe ich das jahrelang mit nichts praktiziert.

Zum Beispiel das vermaledeite D auf der Ukulele. Drei Seiten auf demselben Bund gleichzeitig greifen. Das ist auch ohne Wurstfinger akrobatische Schwerarbeit…

Gelang mir aber immerhin beim vierten Versuch heute ein paar Mal, und ich konnte Strophe (warum nach der Rechtschreibreform eigentlich nicht „Strofe“?) und Refrain von „Every Single Night“ von The Harmaleighs nachspielen. Was übrigens Lied des Tages ist (hatte ich das hier noch gar nicht?!). Enjoy:

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Schule in geil

Ukulele-Unterricht heute, die dritte Stunde. Wir sind bisher ziemlich planlos vorgegangen und haben trotzdem eigentlich schon ganz schön was geschafft. Töne, Anschläge, Grifftechnik, Aufbau von Akkorden, Tonleitern, Oktaven, Halbtöne (und noch einige Fachbegriffe mehr, die ich schon wieder vergessen habe). Zuletzt ging es darum, wie man Tabs eigentlich richtig liest und spielt.

Weil er selbst auch keinen Plan hatte, fragte mich Sascha heute, ob ich derzeit noch einen Song zu spielen probiert hätte. Und ich sagte: ja, den Song, den ich gestern hier im Blog gepostet hatte, habe ich heute Morgen noch versucht, nachzubauen. Welcher war denn das, fragt Sascha?

Und dann haben wir den Rest der Stunde damit verbracht, „Open Passageways“ von All Them Witches zu analysieren, nachzubauen und zu spielen. Sascha hat mir noch einmal genau erklärt, wie ich Ukulele-Tabs im Netz lesen kann und wie Töne die Grundlagen von Akkorden bilden. Ich habe die ganze Zeit auf den Moment gewartet, an dem er sagt: „So, genug rumgespielt für heute, wir müssen jetzt ernsthaft Theorie lernen.“ Aber der Moment kam einfach nicht.

Auf dem Nachhauseweg kam mir der Gedanke, wie es eigentlich wäre, noch einmal in der Schule zu sein. Aber mit solchen Lehrern, mit einem freien Lehrplan und mit echter Motivation.

Ich weiß nicht, wie es euch ging, aber ich habe Schule nur als diesen Druckkessel kennengelernt. Immer müde hin, alle mies gelaunt, viel Stoff, der dich gar nicht interessiert und schlecht erklärt wird, Lehrer, an denen zum Teil Diktatoren verloren gegangen sind.

Was wäre, wenn man das anders aufzöge? Mit Bock, ohne Druck, mit modernen Lernmitteln und viel Spaß bei der Sache. Vielleicht hätten dann sogar die Lehrer noch einmal Lust, den Stoff anders zu vermitteln. Hätte ich beinahe noch mal Lust drauf, um meine ganzen Defizite ein für alle Mal aufzuholen oder noch etwas Neues zu lernen. Musikunterricht mit der Ukulele, Deutschunterricht mit moderner Literatur, na ja, und halt noch irgendwas Technisches. Vielleicht zur Abwechslung mal mit YouTube-Videos und an anschaulichen Beispielen/Projekten erklärt.

Nur bitte nicht morgens um 0750 Uhr. Die ersten beiden Stunden würde ich schwänzen. Vielleicht kann man auch gleich erst um 1000 Uhr anfangen, wie meist auf Fortbildungen.

iCloud, ich hasse dich:

Wechselt Apple jetzt ernsthaft auf Pfund, weil der Euro so schwach ist? 🤔

Mache ich übrigens nicht. Ich finde iCloud so mies, dass ich dafür keinen Cent ausgeben möchte, wenn ich nicht muss. Meine freien 5 GB sind anscheinend auch nur deswegen voll gewesen, weil das neue iPhone ungefragt Updates dort abgelegt hat und WhatsApp sich automatisch dort sichert. Brauche ich aber beides nicht.

Buch: Die vertikalen Bilder habe gestern Abend doch noch alle auf 3:4 umgemodelt. Sieht wirklich besser aus, du bist näher am Geschehen:

Ansonsten war es heute ein grässlich unproduktiver Tag. Ich wollte eigentlich heute Abend ein ganzes Stück weiterkommen mit den Infokästen zu jedem Kapitel, aber mir ist einfach nichts eingefallen, worüber ich zu Baden-Württemberg hätte schreiben können. Und statt andere Kapitel vorzuziehen, habe ich es irgendwann drangegeben. Nee, das heute war nichts. Vielleicht muss so ein Tag aber einfach auch mal sein.

Holt eure Lupe raus und sucht den Content auf dieser Seite vom Bonner Generalanzeiger:

Wenn man wenigstens scrollen könnte, wäre es ja nicht so schlimm. Kann man aber nicht…

Ja, nee. 10 Prozent Inflation pro Tag oder was?

Es gab auch Tomaten für 10 Euro, das Kilo.

Und ob er das muss!

Ach Scheiße. Ich kann den Tag nicht abhaken, ohne zumindest einen Infokasten geschrieben zu haben. Dann erstmal zum Kapitel danach über Neuschwanstein:

Hooded Fang: Graves (2013):

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Mein Leben ist immer nur so aufgeräumt wie mein Download-Ordner

Und der sieht gerade so aus:

In den kommt aber auch alles rein, was ich an Dokumenten, Bildern und Screenshots mache oder auch tatsächlich herunterlade. Das ist eigentlich ganz praktisch. Einen Monat lang läuft da alles ein und dann sortiere ich für gewöhnlich aus. Nur dass es diesmal länger her ist, weil ich noch nicht weiß, ob ich bestimmte Bilder und Dokumente noch brauche. Und irgendwie bringt das auch mein Leben jedes Mal in Unordnung.

Gab Zeiten, da habe ich den 2 Jahre lang nicht geleert…

Ich lösche gleich mal.

Wenn Mark Zuckerberg da in seiner nach Second Life aussehenden Spielzeugwelt herumtanzt, uns allen das Metaverse als das nächste große Ding verkaufen will und dann auch noch eine neue VR-Brille dafür vorstellt, die 1.500 Euro kostet und die 1-2 Stunden Akkulaufzeit hat. Dann, ja dann steigt so ein bisschen die Hoffnung, dass Facebook sich da gerade von selbst löscht.

Bild: Meta

So einfach ist das natürlich nicht, weiß ich auch. Bevor ein reiches, börsennotiertes US-Unternehmen den Löffel ablegt, muss schon einiges passieren.

Was soll der Blödsinn dann? Ich glaube, Zuckerberg will einfach nur ablenken davon, dass seine Entwickler es gar nicht hinkriegen sollen, den Hass und das Suchtpotenzial auf den Plattformen zu reduzieren. Ist schließlich das, womit sie Geld verdienen. Deswegen jetzt dieser völlig absurde Nebenkriegsschauplatz für Virtual Reality, was seit zehn Jahren das nächste große Ding wird, jetzt wirklich, diesmal echt. Und wo du dir diese schweißtreibende, schwindelig machende Brille aufsetzen musst, unter der es niemand viel länger als eine halbe Stunde aushält. Viel Glück, Mark!

Schade, dass es heute keinen Tim Berners-Lee mehr gibt (was macht der eigentlich?), der eine nicht-kommerzielle Variante des Social Web veröffentlicht. Irgendwie will man ja schon mit seinen Leuten in Kontakt bleiben.

Ladies and gentlemen, we have ourselves a bookcover:

Und der Inhalt ist auch bald so weit.

Wenn euch das nicht gefällt, behaltet das übrigens bitte gerne ausnahmsweise mal für euch… 🙄 Ich kann gerade keinen Gegenwind brauchen.

Seit 3 Tagen jetzt in Hagen… Ich bin gespannt, ob da noch was kommt.

Ich hätte ja gesagt: 😱, aber man muss das wohl als Chance begreifen:

I’ve joined the anti-plastic movement:

So war das aber eigentlich nicht gedacht mit der „Men’s Section“ im Drogeriemarkt…

Abends am Rhein:

The Districts: 4th and Roebling (2014):

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Konstruktiv durchhalten

Ja, Durchhalten als erstrebenswerte Tugend. Denn heute wäre eigentlich so ein Tag gewesen, um alles hinzuschmeißen oder zumindest Trost im Alkohol zu suchen. Hilft ja meist nicht, habe ich dann auch nicht gemacht.

Du wachst dann also auf, es ist Montag, es ist kalt, es ist grau, es regnet, du hast keine Energie, weil deine Bronchitis nach drei Wochen immer noch nicht weg ist. Aber es hilft ja nicht, es wollen Dinge gemacht werden.

Das ist beinhart, bin ich ja schließlich jemand, der seine gute Laune aus Bewegung zieht, die gerade nicht stattfinden kann. Was also tun?

Na ja, irgendwas sinnvoll verändern, etwas, was gerade möglich ist und keinerlei Stress verursacht. Pläne für danach schmieden. Was mich motiviert hat und was auch im Low-Energy-Mode ging, war: die Wohnung saubermachen und aufräumen. Das musste ich eh, weil ich wusste, dass Nicky und Juan vergangenen Samstag kommen würden. Aber das hat der ganzen Sache noch einmal einen richtigen Schub gegeben. Jetzt habe ich nicht nur Lust, das Sauberkeits- und Aufgeräumtlevel dauerhaft zu halten, jetzt würde ich bei nächster Gelegenheit am liebsten noch ein paar Kleinigkeiten umgestalten.

Was ich außerdem fair finde und auch gemacht habe: Reichlich „Werkzeug“ bei Amazon bestellen. Unter Werkzeug verstehe ich Dinge, die dabei helfen, Veränderungen anzugehen und die man auch benutzten wird. In meinem Falle waren das jetzt ein Bullet Journal, ein kabelloses Mikrofonset, ein Lonely-Planet-Weltreiseführer, ein paar Laufschuhe und zugegeben auch ein 1.500 Euro teures iPhone 14 Pro. Aber das ist ja auch ein Arbeitsgerät. 🙄 The point is: Auch wenn das gerade nicht besonders minimalistisch ist: Investitionen sind dann okay, wenn sie eben das sind: Investitionen in Weiterentwicklungen.

Langfristig würde ich gerne mal dahin kommen, schwierige Phasen alleine mit mentaler Stärke durchzustehen. Aber das ist was für Profis, das dauert noch…

Buch: So in etwa kann sowas also aussehen… Erster 2-Minuten-Entwurf mit dem Kindle Cover Creator:

Nee, würde ich so auch noch nicht kaufen, zumal das Rad da gar kein E-Bike ist, gab es nicht in derer lizenzfreier Bilddatenbank. 🙂 Muss jetzt noch hübsch gemacht werden. In allen Belangen…

Chef’s Table: Pizza (Netflix): Gibt, glaube ich, niemanden, den ich in den letzten Tagen live getroffen oder mit dem ich gechattet habe und dem ich nichts von dieser Serie erzählt habe. Ist natürlich nur eine Doku, es geht nur um Pizza und – what’s the big deal?

Na ja, weil es eben nicht nur um Pizza geht, sondern um die Menschen dahinter, die alle eine spannende Geschichte zu erzählen haben, die alle vor dem Nichts standen, sich noch einmal neu erfinden mussten und dann gelernt haben – so verrückt das klingt – sich durch über Pizzen auszudrücken. Sie alle vereint, dass sie Zutaten-Flüsterer sind, jede einzelne Zutat hoch schätzen und mit ihren Produzenten freundschaftlich verbunden sind. Dass sie mit Konventionen gebrochen haben, ihre Herkunft hinterfragen mussten und turmhohe Herausforderungen gemeistert haben. Schon toll. Wobei die erste der sechs Folgen schon die mit Abstand beste ist. 😉

Ich sag euch, danach guckt ihr keine Tuscolo-Pizza mehr an, geschweige denn eine vom Pizza Flott… Oder vielleicht doch, aber ihr werdet zwischen Pizza, Pizza und Pizza massive Unterschiede sehen.

My Noise: Simuliere Hintergrundgeräusche. So dass du dir etwa vorkommst, als würdest du als Hipster im Café arbeiten:

Könnte man sich nicht auch einfach selbst einen Bart stehen lassen, ein Holzfällerhemd anziehen und dann in ein echtes Café gehen? Ja, aber alles wird teuer und die Pandemie kommt ja gerade noch einmal zurück. Die safere und preiswertere Variante ist tatsächlich My Noise.

Wenn der Werbespot vor dem YouTube-Video besser ist als das Video selbst. MMD 😅

Nebenbei: Ich kann in diesem Leben maximal noch 5 Grover-Werbespots sehen, dann läuft hier alles über.. Bekommt ihr die auch täglich 20-mal?

Max Romeo: Chase the Devil (1976).

Den Song kennt ihr vielleicht eher von seiner Highspeed-Version anderthalb Dekaden später.

Was einem beim Aufräumen der Spotify-Playlisten nicht alles so entgegen springt:

Little Green Cars: My Love Took me Down to the River to Silence Me (2013):

Wie genial ist dieser Song und wie konnte der jemals in Vergessenheit geraten?!? DAFÜR wurden Marshall-Lautsprecher erfunden!

Der „Spiegel“ macht Donald Trump vorübergehend wieder zum US-Präsidenten 🙄:

Fehler wenigstens später korrigiert:

Und Snowden ist jetzt genau genommen eine noch ärmere Sau als sowieso schon. Fehlt nur noch, dass er nun als russischer Staatsbürger sogar noch der Teilmobilisierung … und dann …

Genug von diesem Tag! Gute Nacht!

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Nur kurz

Es gibt wenig zu erzählen im Moment. Zumindest keine konkreten Themen. Ich bin immer noch krank, heute Morgen sogar wieder mit Halsschmerzen aufgewacht. Langsam macht’s keinen Spaß mehr. Hab heute aber richtig Gas gegeben, also mit der „Behandlung“ auf natürliche Art und Weise. Viel Knoblauch, Ingwer und Honig, dazu viel Schlaf. So langsam müsste das doch eigentlich mal reichen…

Buch: Zweite Ausbesserungsschleife ist rum. Ich will noch eine dritte fahren. Perfektionismus? Mag so klingen. Aber es hookt mich noch zu wenig. Ich bin erst zufrieden, wenn das Ding ein Page-Turner geworden sein wird. Und das ist es noch nicht. Ein paar Kapitel gefallen mir noch nicht.

Daily sort-out: Alte Fotos. Dschieses!

Das iPhone 14 Pro macht ganz anständige Bilder:

Bilder sind aber in der Tat etwas kühler als beim iPhone 12 Pro Max. (Das 13er hatte ich nie.)

Mine: Der Mond lacht (2013):

Wow!

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Autumn Vibes

Schon krass, wie schnell das Herbst geworden ist.

Und meine Stimmung auch. Kalt, dunkel, fad, möh.

Letztes Jahr habe ich drei Monate davon dann einfach übersprungen. Aber das kann ja auch nicht die Dauerlösung sein.

Dass Herbst ist, sieht man auch daran, dass ich ein Computerspiel spiele. Firewatch, bisher recht spannend:

Voll das Timing, lieber Vermieter, VOLL DAS TIMING…

20 Jahre nach Deutschland führt Singapur das Dosenpfand ein. Soll noch einer sagen, „die Asiaten werden uns noch alle überholen“. Hier können sie wahren Sozialismus kennenlernen: die Umverteilung von der Mittelschicht auf Abgehängte. #Exportschlager

Findlay: Off & On (2013):

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Entertainment

Einiges geboten gerade. Was davon nimmt man mit?

Begräbnis der Queen. Größtes Fernsehereignis aller Zeiten! 4 Milliarden Zuschauer. Ich hab nicht reingezappt, hab ja auch gar keinen Fernseher. Und so sehr natürlich auch ich Fan der Queen war, so wenig begeistern mich Trauerfeiern oder auch Staatsbegräbnisse.

Fußball. Das ist derweil toll, das erinnert wieder an den FC Hollywood. Bayern hat in der Liga seit vier Spielen nicht gewonnen, und jetzt stehen vor allem die Verantwortlichen in der Kritik, die sich vor ein paar Wochen noch selbst auf die Schulter geklopft und viel Lob erhalten haben für ihre angeblich so tolle Transferpolitik. Lewandowski? Vermisse man angeblich gar nicht. Nur dass jetzt irgendwie niemand mehr die Tore schießt. Der große Erfolgstrainer? Offenbar nicht einmal mehr unumstritten:

Das ist nur eine kurze Momentaufnahme, weiß ich auch. Ab dem nächsten Spiel geht es für die Bayern normalerweise wieder aufwärts und noch vor der WM-Pause werden sie wieder 1. oder 2. sein. Genießen wir also den Spaß, solange er anhält.

Anderswo gibt es derweil auch Probleme:

Mal ehrlich: Wenn du zu deinem ganzen Team auf Distanz gehst, nachdem du einen der beliebtesten Spieler (Max Kruse) nach der Wechselperiode öffentlich aussortiert hast: wie lange wirst du dann wohl noch an der Seitenlinie stehen? Meine Prognose: nicht mehr länger als drei bis vier Spiele.

House of the Dragon. Die erste Folge gibt es – leider nur auf Deutsch – als Sneak Peak kostenlos auf YouTube. Habe ich gesehen, fand ich auch gut gemacht, hat den „Game of Thrones“-Vibe, legt die Lunte für massive Konflikte, sieht wieder sehr unterhaltsam aus:

Ich konnte mir beim Schauen nur den Gedanken nicht verkneifen, warum ich das jetzt sehen sollte. Es klingt wie Game of Thrones noch einmal neu erzählt. Aber einmal reicht doch eigentlich. Bei GoT mochte ich auch den tieferen Sinn: Das war eine Mittelaltersatire, die beschreibt, wie kurz das Leben sein kann, wie dumm der Mensch, der sich gegenseitig für Nichtigkeiten bekriegt, während das globale Unheil, das alle betrifft, unaufhaltsam voranschreitet. Dort der Winter, hier der Klimawandel, der den Menschen die Lebensgrundlage entzieht. Und angesichts dessen der überflüssige, blutige Kampf um den Thron, der kaum noch etwas bedeutet.

Ich werde mir wohl noch ein paar Folgen von House of the Dragon anschauen. Aber daran, dass da ein ähnlicher tiefer Sinn hinter steht, glaube ich eher nicht.

NordLayer hat ermittelt, welche 66 Länder sich am besten für Remote Work oder digitale Nomaden eignen. Das ist ein ideales Nachschlagewerk für Leute wie mich, die Inspiration brauchen, wo sie gut mal für eine Weile leben und arbeiten können.

Mit Spannung erwartet habe ich die Top 5. Platz 1, also das Top-Land, in dem Remote Work möglich ist, ist…

Deutschland.

Na toll…

The Rumour Said Fire: The Balcony (2012):

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Einen Schritt vor den anderen setzen

Ich dachte, jetzt, wo ich eh noch nicht genau weiß, wo ich eigentlich hin will, kann ich auch erstmal in Ruhe hier fertig machen. Hab heute alte Postkarten und Liebesbriefe (jaja!) sortiert, das elendige Kapitel 6 im Reisebuch in Angriff genommen und paar Dinge bestellt, darunter eine Pfanne und einen Ukulele-Wandhalter.

Und mehr war heute nicht. 🤷🏻‍♂️ Deswegen übergebe ich das Wort an Isaac Gracie – The Death of You & I (2007)… Wait for it!

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Krankheit sinnvoll nutzen

Wenn ich krank bin, kann ich eigentlich nur zwei Dinge vernünftig machen: 1. Online-Shoppen, 2. Mich daran erinnern, wie schön es ist, gesund zu sein, dass Gesundheit keine Selbstverständlichkeit ist und wie kurz das Leben eigentlich ist. Und das ist hin und wieder mal richtig gut. Ich schreibe das hier auch mal auf, weil ich es sonst nämlich immer wieder vergesse. Wenn ich wieder gesund bin, denke ich mir immer: war ja gar nicht so schlimm, war was?

Heute saß ich eine Viertelstunde in Bonn am Bertha und habe ein wenig überlegt, wo ich eigentlich so hinfahren könnte, jetzt wo der Herbst naht. Israel fiel mir ein, Marokko, irgendeine nicht zu kleine Südseeinsel, oder sich nochmal ernsthaft mit Südostasien befassen. Immerhin: Die Langeweile beim Kranksein macht kreativ.

Es wird wieder kühler und die Leute gehen zunehmend wieder rein in Lokalitäten und machen dabei die Tür zu. Ich weiß nicht, ich werde das so schnell nicht mehr machen können. Schon allein deswegen, dass ich mit Corona ausrasten würde, auch wenn es nur ein leichter Verlauf wäre.

Better Call Saul: Tolles Finale! War eine schöne Serie von Anfang bis Ende. Vince Gilligan ist der Meister. Jeder Plot hat Hand und Fuß, jede Einstellung, jede Szene ist etwas Besonderes. Und die Gefängnisbus-Szene in der letzten Folge: hach! 😌😢

Aber jetzt ist die Breaking-Bad-Welt auch zu Ende erzählt. Gilligan würde ich empfehlen, maximal noch einen Spin-off-Film zu drehen und es dann dabei zu belassen. Ob er mit einem Folgeprojekt noch einmal diese unnachahmliche Machart erzeugen könnte, ist fraglich. Aber ich würde es ihm (und uns) gönnen.

God take the Queen! 😔🖤

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Selbstsabotage überwinden

Wenn man alles durchleuchtet, was einen als Person ausmacht, stößt man irgendwann auch auf den Begriff Selbstsabotage. Solches Verhalten legt beinahe jeder von uns an den Tag, tut es unbewusst, bemerkt es oft gar nicht oder weiß zumindest oft nicht warum.

Dabei bin ich auf dieses Video einer Dame namens „Arit Developer“ gestoßen. Gibt einiges Interessantes darin:

  • Wir sabotieren uns selbst, weil wir doch einen Vorteil dadurch haben, und sei es Aufmerksamkeit, Zuwendung.
  • Besser als eine Selbstsabotage abstellen zu wollen, ist, sie mit konstruktiveren Leitsätzen zu überschreiben.
  • Dazu geht es zunächst darum zu ermitteln, an welcher Stelle wir uns selbst sabotieren und warum.

Und das kann ganz schön interessant sein, erfordert lediglich ein wenig Selbstbeobachtung.

Persönliches Beispiel: Ich gucke meistens böse, wenn ich so durch die Straßen schlendere. Treffe ich einen Bekannten dabei, beende ich Gespräche meist sehr schnell. Oft habe ich auch wirklich wenig Zeit, weil ich sie mir nicht nehme.

Über den Grund brüte ich derzeit noch, ich bin schon einmal froh, das an mir entdeckt zu haben. Es könne sein, dass ich ausstrahlen will, dass mir niemand zu nahe kommen soll. Das ist einmal Schutz vor körperlichen wie verbalen Angriffen, aber auch Schutz vor Gesprächen, aus denen ich nicht mehr rauskomme. Ich hatte einen Sprachfehler als Jugendlicher und erbärmlich schlechte rhetorische Fähigkeiten. Es passierte, dass sich andere deswegen über mich lustig gemacht haben, was sehr weh getan hat. Deswegen das Vermeidungsverhalten.

Als Erwachsener heute werde ich deutlich seltener angepöbelt. Meine rhetorischen Fähigkeiten würde ich mittlerweile als „zumindest ganz okay“ einstufen. Ich könnte mich wehren, wenn mir einer komisch kommt. Ich könnte aber auch einfach viel entspannter an die Sache herangehen. Denn, wenn mich einer anpöbeln will, ist ihm mein Gesichtsaudruck dabei wahrscheinlich egal (außer ich lachte über ihn, aber ich lache andere Menschen grundsätzlich niemals aus).

Die Selbstsabotage überschreibe ich in diesem Falle also mit:

  • Ich lasse mir mehr Zeit, wenn ich spazieren gehe.
  • Ich bin entspannt dabei, mir kann keiner was.
  • Mir will aber auch meistens gar keiner was. Die Mehrheit da draußen ist nett.
  • Nur beobachten, nicht werten.
  • Ich genieße ein kurzes Gespräch mit einem Bekannten.
  • Und wenn es mich doch nervt, sage ich, dass ich noch weiter muss, und verabschiede mich fröhlich.

Mal gucken, ob das so funktioniert – und wie viele hundert veränderungsbedürftige Selbstsabotage-Automatismen ich so im Kopf gespeichert habe…

Und ihr?

Ich bin gerade krank, und Kranksein nervt. Und dabei ist es bisher nur eine leichte Erkältung; der Covidtest ist negativ, die Symptome passen aber auch nicht ganz.

Tatsächlich kann ich mich nicht an das letzte Mal erinnern, an dem ich krank war. Das muss vor Corona gewesen sein. So paradox es klingt: in Mitten der größten Pandemie unserer Lebzeit war ich so gesund wie in der Grundschule nicht mehr (wo ich kaum jemals krank war). Und damit auch produktiv. Ich kann mich – ebenfalls – an keinen Tag zurückerinnern, an dem mir mal langweilig gewesen wäre. Heute dafür schon…

War schon hilfreich mit den Hygieneaktionen. Maske tragen und Hände desinfizieren tue ich auch heute noch regelmäßig und werde ich wahrscheinlich auch weiterhin. In Kneipen reingehen… ist immer noch grenzwertig. Ich vermeide es lieber.

Die Frage ist: hat die gestiegene Hygiene dazu beigetragen, dass wir jetzt nichts mehr aushalten und beim Anflug eines noch so harmlosen Virus‘ oder Bakteriums sofort krank werden? Ich hoffe nicht.

Auf jeden Fall hasse ich Kranksein und ich habe es definitiv nicht vermisst. Du hängst in den Seilen und kannst keinen klaren Gedanken fassen, dich nicht einmal auf einen längeren Text konzentrieren. Selbst Seriengucken ist anstrengender als sonst. Du kannst aber auch nicht schlafen, weil du voller Adrenalin bist. Nee, Corona wäre nichts für mich.

Ozark-Finale – keine Angst, ich spoilere nichts. Muss auf jeden Fall sagen: na ja. Ende ist nicht so enttäuschend wie bei anderen Serien, aber in Jubel breche ich auch nicht aus. Sie sind so durchgejagt zuletzt, es ist einfach zu viel passiert, und dann, ganz plötzlich, ist es vorbei. Ich werde die Serie schnell vergessen haben.

Lauv: Superhero (2018): Kein Video, das man sich anschauen sollte, wenn man eh schon nah am Wasser gebaut ist oder noch immer gelegentlich an seine Ex denkt. 😢 Dann wiederum sollen Tränen ja heilsam sein. 😌 Ich packe das Thema auf meine Desabotage-Liste.

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Dem Instinkt folgen

Okay, ich bin jetzt so weit, dass ich hier auch genauso gut weg könnte. Tischtennis macht gerade wieder Spaß, es gibt tolle Menschen, die ich gelegentlich treffe, ich habe eine tolle Wohnung, deren Miete mittlerweile fast schon günstig ist. Ansonsten hält mich nichts mehr hier. Ich werde kein echter Rheinländer mehr und die Rheinländer wissen schon längst, dass ich keiner von ihnen bin. *

Und witzig ist: Wenn man dann mal anfängt, konkret etwas zu suchen, öffnen sich Türen. Ich wollte immer schon einmal nach Triest. Warum, kann ich nicht genau sagen, ist so ein Gefühl. Ich suchte auf AirBnB nach einem Zimmer für den November, möglichst mit ein wenig Anschluss, weil, ich kenne da ja keinen und mag nicht einsam sein, und fand das hier:

Katzen und Hunde zum Durchkraulen, eine Quasi-WG mit jemandem, der da mitwohnt und sich auskennt, Balkon, voll zentral, weniger Miete, als ich hier in Bonn zahle. What the hell am I still doing here?

Ich schrieb heute Abend ein wenig mit Britta. Britta sucht jemanden, mit dem sie in Berlin rausgehen kann, weil alle, die sie sonst dort kennt, abends keine Zeit haben oder grundsätzlich nicht in Läden gehen, wenn die dort Plastik verwenden könnten. Während wir schrieben, hat Britta kurz nebenbei nach einem WG-Zimmer für mich für Oktober gesucht und das hier gefunden:

Zentrale Lage in Charlottenburg, unkomplizierter Typ in meinem Alter, mit dem man mal was zusammen machen könnte, bei dem man aber auch introvertiert sein darf. What the hell am I still…

Okay okay, es heißt noch lange nicht, dass man das Zimmer dann auch kriegt, zumal für nur einen Probemonat oder so (wobei, eine AirBnB-Wohnung kriegt man ja normalerweise schon eigentlich immer). Aber, ja, es tun sich Möglichkeiten auf, wenn man nur mal seinem Gefühl folgt und nicht alles totdenkt, wie ich es ja normalerweise immer tue.

Und ja, „dummerweise“ hat just gerade die Saison im Tischtennis angefangen. Ich tauge zwar überhaupt nichts mehr, aber noch blödererweise fühle ich mich unter meinen Jungs gerade wieder pudelwohl. Man geht auch ein Stück weit eine Verpflichtung ein, wenn man sich nicht vorher vom Spielbetrieb abmeldet (und mir zumindest bedeuten Verpflichtungen noch etwas). Und wir haben etliche Punktspiele im Oktober und November… Damn…

* Wenn ich kein echter Rheinländer bin, was bin ich dann? Zu 50 Prozent Westfale, zu 50 Prozent Schlesier, und ich glaube, doch, da schlagen deswegen zwei Herzen in meiner Brust. Schlesische Mentalität: „Passt schon! Alle Menschen sind Schwestern und Brüder! Hey, na, wer bist du?!“ Westfälische Mentalität: „Ach Gott, ach Gott, die Welt ist schlecht, ich kann nichts daran ändern und stecke mittendrin! Und überhaupt, was sollen die Nachbarn sagen!?“

Ich bevorzuge den schlesischen Teil und versuche den westfälischen zu bekämpfen. Aber am Ende fällt man dann doch immer wieder auf seine Füße… 😕

Und ihr so?

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Geplante Escalación

In meinem Alter plant man Eskalationen. Nicky und Juan verlassen in 1 Monat das Land, und da ist klar, dass wir noch einmal richtig Gas geben müssen vorher. In der Art, dass man morgens aufwacht, nicht mehr weiß, wie man dahin gekommen ist, ein Huhn durchs Zimmer läuft und ein Tiger im Bad… ihr kennt das.

Gibt nur leider keinen Termin mehr dafür. Weil, ist noch viel zu tun bei den beiden und: darf sich auch keiner mehr Corona holen.

Alles gar nicht mehr so einfach heutzutage. Und Corona hat es nicht leichter gemacht. Früher ist man einfach mal spontan eskaliert. Wie hat man das gemacht?

Eigentlich könnte ich im Dezember auch wieder nach Singapur gehen, habe ich mir gerade überlegt. Und mir diesmal ein wenig die Gegend anschauen und dabei arbeiten. Kuala Lumpur, Ho-Chi-Minh-City oder generell Vietnam (war ich noch nie), Chiang-Mei, Goldenes Dreieck, Laos, Jakarta, West-Malaysia, Bangkok, Hongkong und paar Inseln, Backpacker-Digital-Nomad-Life, solange das noch geht. Möglichst wenig fliegen dabei, wegen ökologischem Fußabdruck. Hoffe, das geht alles wegen Corona.

Arbeiten in Bangkok? Klingt irgendwie absurd… Ich war vor 20 Jahren schon mal da und die Luft war zum Schneiden, aber mal so richtig. Kann mir kaum denken, dass das viel besser geworden ist. Vielleicht suche ich mir noch paar passendere Orte aus.

Es nimmt langsam Formen an…

Jetzt muss ich „nur“ noch einmal das Manuskript überarbeiten, das Cover gestalten (lassen) und die ISBN…? Aber wird schon.

Kleo: Also, ich fand’s toll, nicht im geringsten glaubwürdig, mit hanebüchenen handwerklichen Fehlern in der letzten Folge, mit schlechter Tonqualität, nicht das beste, was ich je gesehen habe, aber: toll. Gute Schauspieler, dichter Plot, coole Dialoge, ein herrlich überdrehter Antagonist (Uwe; von dem man viel zu wenig gesehen hat) und viel, viel Witz. Deutschland kann Unterhaltung auf internationalem Niveau!

Orange:

Blau:

Schwarz:

🙂

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Nichtstu-Challenge

Heute Morgen war ich beim Zahnarzt und wurde nach der Kontrolluntersuchung noch zum Röntgen geschickt. Viel war nicht los. Die Mitarbeiterin bat mich, direkt im Gang Platz zu nehmen. Ich nutze Wartezeiten beim Arzt für gewöhnlich, um auf dem Smartphone Newsletter zu lesen oder in meine Feeds reinzuschauen. Aber hier in der Röntgenabteilung hingen beinahe überall Handy-verboten-Schilder, die schon etwas älter aussahen. Galten die wohl noch?

Egal, ich wollte mich trotzdem mal daran halten. Und so saß ich da, 5, vielleicht 10 Minuten, länger nicht, ohne etwas tun zu können.

Und was soll ich sagen: Es war großartig. Nach ein paar Minuten begannen meine Gedanken zu kreisen, mein Kopf erinnerte sich an etwas Lustiges und brachte mich zum Lachen.

Und ich dachte: Wow, das funktioniert ja noch viel besser, als wenn ich radfahre oder spazierengehe. Vielleicht kriegt man den Kopf am besten entlüftet, wenn man wirklich nichts tut, also sich nicht einmal dabei bewegt.

Ich würde das gerne häufiger machen, aber nichts würde mir ferner liegen als nichts zu tun. Denn ich bin ehrlich: Ich halte das nicht aus. Es ist einfach nicht mehr in meiner DNA. Und es doch zu tun, würde mir zwar gut tun, fühlt sich aber wie verschenkte Zeit an und macht mir eine Scheißangst.

Ich kann das also nur als Challenge angehen: Für den Start in dieser Woche 1x 15 Minuten nichts tun, nur rumliegen. Und dann schauen, wie man das weiter steigern kann. Könnte die härteste Challenge ever werden.

War und bin komplett platt heute. Fühlte mich heute Morgen schon schummrig und hab auf Verdacht einen Corona-Schnelltest gemacht (negativ). Es wurde im Laufe des Tages besser, also bin ich sogar noch zum Training geradelt, kam da schon völlig verschwitzt an und bin nach 30 Minuten beinahe zusammengeklappt. Schon ungewöhnlich, ich spiele ja nur Tischtennis.

Trinke deswegen jetzt schon Tee, gehe heute früher schlafen und schlafe morgen einfach mal aus. Hilft oft am meisten.

Manuskript muss noch einmal neu. Kindle Create zeigt sich störrisch. Wird noch Arbeit mit den Feinheiten. Und mindestens einmal muss ich noch mal drüber und alle Fehler ausbügeln. Aber heute nicht mehr…

Der Urlaub war Gift für mein Vokabeltraining. Komme jetzt nicht mehr hinterher…

Danke, Boris!

Was ist das?

Niederländisch…

Ach nee! 🙂

Aber fast…

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Im Heute leben

Am Nachmittag klingelt das Telefon. Ein Leser ist dran, der einen alten Testbericht von mir gefunden hat. Ganz selbstverständlich fragt er mich um Hilfe, so als würde ich mich mit dem Gerät auskennen. Ich wusste gar nicht mehr, dass ich den Beitrag überhaupt geschrieben hatte. Dachte, das wäre der Sven gewesen…

Während er mir sein Problem schildert, google ich erst einmal nach meinem eigenen Text. Es dreht sich um ein vier Jahre altes Smartphone, dessen Hersteller es schon gar nicht mehr gibt. Er war damals aber so begeistert davon, dass er sich gleich zwei davon gekauft habe, sagt der Leser. Weil er schon geahnt habe, dass er das in ein paar Jahren nicht mehr würde kaufen können. Nun sei ihm das eine runtergefallen, das Display kaputt und Ersatzteile gäbe es ja keine mehr. Er wolle seine Kontakte von einem der Geräte auf das andere übertragen. Wie das denn gehe?

Was weiß ich! – hätte ich am liebsten gesagt, aber habe ich dann natürlich nicht. Zum ersten war er nett, zum zweiten wollen wir ja konstruktiv handeln, zum dritten kommt es letztlich nur alle paar Monate mal vor, dass mich Leser:innen anrufen. Da kann ich mir ruhig mal eine halbe Stunde Zeit für sie nehmen.

Ich weiß die Lösung nur wirklich nicht, schon gar nicht ohne Recherche, und gehe mit ihm durch, was mir gerade noch einfällt. Dass mein Kollege Kay mal einen Beitrag über Datenübertragung von Android zu Android geschrieben hat. Dass das mit einigen Apps der Smartphone-Hersteller gehen könnte, dass ich gerade eine App teste, die das vielleicht auch kann, und dass man das Smartphone per Kabel an den PC anschließen und dann auf die Kontakte zugreifen kann…

Ja, das hätte er schon gemacht, aber das Android-Dateisystem sei so kryptisch, da würde er ja nichts wiederfinden und wüsste gar nicht, wo das stehe. Er habe auch noch Windows 7, weil er Microsofts Geschäftsgebahren nicht mitmachen wolle, und über die Google-Cloud will er auch nicht gehen, weil er Google seine Daten nicht geben wolle. Am Ende immerhin notiert er sich den Namen der App, die ich gerade teste (Syncthing) und hoffentlich auch meinen Tipp, einfach mal zu googeln, wo im Android-Dateisystem die Kontakte gespeichert sind.

Mir kam nur ein Gedanke bei all dem: Verbaut man sich nicht ein besseres Leben, wenn man zu lange an Altem festhält?

Ich finde es manchmal schwer, da die richtige Balance zu treffen. Windows 7 war toll und warum sollte man von etwas wegwechseln, was gut funktioniert? Trotzdem ist Windows 10 mittlerweile seit 7 (!) Jahren auf dem Markt (Kinder, wie die Zeit vergeht!), ist moderner, funktioniert gut, hat sich bewährt. (Was übrigens keiner mitbekommen hat: es gibt seit einem Jahr sogar schon Windows 11. 😉

Und an einem vier Jahre alten Smartphone festhalten, weil es einen begeistert hat… Vier Jahre ist eine Ewigkeit in der Smartphone-Welt. Da wird es irgendwann keine Updates mehr geben, die modernen Geräte sind besser und schneller. Ich würde jedem fast immer zu einem Neugerät raten.

Dann wiederum können wir nicht so weitermachen wie bisher. Alle 1-2 Jahre ein neues Smartphone: damit saugen wir praktisch die Ressourcen der Erde leer. Wir sollten unsere Geräte länger benutzen, und das wäre auch durchaus möglich, wenn die Hersteller da mitgehen, länger Updates veröffentlichen und vielleicht nicht jedes Jahr 50 neue Geräte rausbringen würden.

Ich finde das schwierig. Aber ich habe in meinem Leben immer wieder gemerkt: Wenn ich zu lange am Alten festhalte, werde ich abgehängt. Das will ich natürlich nicht und deswegen kommt hier ab und an was Neues ins Haus, vielleicht manchmal sogar öfter als es zwingend notwendig wäre.

Und bei euch?

Das war noch ein ganz schöner Kampf bis hierhin, und das wird wohl auch noch ein paar Tage so weiter gehen…

Kindle Create ist beim ersten Import-Versuch abgestürzt. Ich musste die Bilder zunächst entfernen und sie später wieder einfügen. Und das wird noch viel Arbeit werden. Ich bin noch nicht mit allen notwendigen Formatierungen durch. Soo benutzerfreundlich scheint Kindle Create gar nicht so sein. Und beim Rüberkopieren habe ich noch etliche Tippfehler gefunden…

Aber immerhin: Das Manuskript ist jetzt eins. In Trippelschritten geht es voran. 🙂

Bremsbeläge hinten erfolgreich ausgetauscht. Waren nach den 2.000 km komplett runtergefahren. Sowas. 😳

Hach, der Sommer in Deutschland. 🥰 Wir kriegen ja italienische Verhältnisse langsam. Es ist zu trocken, es ist zu heiß, aber es ist auch schön.

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Die letzten Baustellen

Ich habe auf der Radtour 2-3 kg abgenommen, und endlich, endlich, endlich einmal auch an den Stellen, an denen ich wollte. Meine Wampe ist geschrumpft.

Ich kann aber nicht immer 1.800 km radfahren, um mal ein bisschen Bauchfett zu verlieren. Da müssen andere Mittel her. Weiter Sport, klar. Meine Ernährung habe ich tatsächlich spontan erfolgreich umgestellt. Ich zwinge mich jetzt dazu, Gemüse in jede Mahlzeit einzubauen und bei jedem Einkauf welches mitzushoppen. („Zwingen“ klingt so hart, eigentlich mag ich das sogar. Das Essen schmeckt besser und ich fühle mich auch besser dadurch.) Klügere Rezepte wären noch gut, das sollte ich endlich mal forcieren.

Da ist aber noch was Anderes. Da läuft noch ein „Prozess“ in meinem Körper, der sich an die letzten Fettreserven klammert, der auch alles dafür tut, dass die da bleiben. Da ist etwas Zügelloses, Ungebremstes in mir, das auf Stress und negative Gefühle mit Heißhunger reagiert. Dazu bin ich der einzige mir bekannte Mensch auf der Welt, der nach ein, zwei Bier nach süßen statt salzigen Snacks verlangt.

Die Lösung ist eigentlich einfach: Stress und negative Gefühle nicht mit irgendwas betäuben oder bekämpfen, sondern ihnen auf den Grund gehen, reframen, meinetwegen drüber meditieren. Ich glaube, ich bin jetzt so weit, das anzugehen, auch wenn das eisenhart werden dürfte. Das wäre dann tatsächlich eine der letzten meiner Baustellen.

Malte, mein neuer Mannschaftskamerad beim TT, hat tatsächlich auch eine coole Radtour hinter sich und darüber gereisebloggt. Mit einem Freund zusammen haben sie letzten Sommer alle „Neukirchen“ Deutschlands mit dem Liegetandem besucht und sind dabei oft von Bürgermeistern oder anderen Komitees empfangen worden – how cool is that!!! Ich mag besonders die Bilder. Schaut mal rein!

The Boxer Rebellion: What the Fuck (2017) <3