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Hm

The Monsters

Ich geb’s zu: Ich hab gerade wenig Lust auf irgendwas, und das schließt das Bloggen mit ein. Irgendwo habe ich den Punkt aus den Augen verloren, wo all das Spaß war und sich nicht wie Arbeit angefühlt hat. Dahin würde ich gerne zurück.

Jetzt gerade bin ich nur irgendwie genervt von allem, und das wundert mich, denn eigentlich befinde ich mich auf der Zielgeraden. Zum Endgegner hatte ich die Altersvorsorge auserkoren. Aber nachdem ich da jetzt Monate, ach, was sag ich: Jahre dran gefuhrwerkt habe, war das finale Duell plötzlich keins mehr. Ein Blattschuss und das Ding war erledigt. Altersvorsorge ist geregelt. Yoo-ray!

Doch plötzlich türmen sich andere Monster auf. Sind sie real, sind sie kleiner oder größer? Wo kommen sie plötzlich her? Sind da noch mehr? Wird das eigentlich jemals aufhören? Vielleicht treten sie auch nur auf den Plan, weil sie mir vorher unlösbar schienen und deswegen gar nicht auf der To-Do-Liste stehen konnten. Soziophobie, gefühlte Einsamkeit, reelle Einsamkeit, Beziehungsleben, Wohnung, Figur, die letzten Traumata da draußen.

Es fühlt sich an, als würde es noch 40 Jahre dauern, sie alle zu besiegen. Und das wäre ziemlicher Quatsch, denn dann hätte ich mein ganzes Leben nur mit Arbeiten (Monsterjagen?) verbracht. Es sei denn, ich finde mal irgendwann wieder zurück in die Spur, der Spaß kommt zurück, und in ein paar Monaten ist das alles beendet. Ich kann es derzeit nur schwer abschätzen.

6.300 Bilder in 6 Tagen. Doch, okayer Schnitt. Das Licht am Ende des Tunnels wird größer.

Und, ach ja, eine neue Brille bräuchte ich auch mal wieder. Hätte ich damals die nehmen sollen? 🤔

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:)

St. Petersburg

Auf dem Weg nach und in…

Schöne Gegend, schönes Städtchen. 2017, iPhone SE.

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Sigh

Dennis Aogo

Ich wollte eigentlich auch noch etwas zur Causa Dennis Aogo schreiben, aber ich habe Angst, dass ich dann auch noch von irgendwas zurücktreten muss…

Was bisher geschah:

  • Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann sah Dennis Aogo am vergangenen Dienstag als Studiogast bei der Sky-Livesendung zum Champions-League-Halbfinale zwischen Manchester City und Paris, fragte spöttisch, ob Aogo Skys Quotenschwarzer sei und schickte die Nachricht per WhatsApp wohl versehentlich an Aogo selbst, der sie wenig später auf Instagram veröffentlichte. Natürlich folgte ein Shitstorm. Sein Arbeitgeber Hertha BSC warf Lehmann daraufhin raus, Sky und Sport1 verzichten zukünftig auf seine Dienste als Studiogast und Lehmanns Heimatverein hat ihn zur persona non grata erklärt.
  • In derselben Sky-Sendung am Dienstag leistete sich auch Aogo selbst eine Fauxpas. Er sagte, die Spieler von Manchester City hätten „bis zur Vergasung trainiert“. Auch dafür gab es einen Shitstorm. Aogo legte daraufhin sein Amt als Sky-Experte nieder.
  • Tübingens Grüner Oberbürgermeister Boris Palmer nannte es in einem Facebook-Post übertrieben, dass Lehmann und Aogo nun ihre Posten los seien. In einem Kommentar unter seinem Beitrag nannte er Aogo – wohl ironisch – „einen schlimmen Rassisten“. Aber Ironie und soziale Medien im Jahr 2021… Die Folge war ein – ihr ahnt es. Jetzt wollen mehrere Grüne, unter ihnen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, Palmer aus der Partei ausschließen.

Und ich denke mir: meine Güte! Ist das nicht alles etwas übertrieben? Protest darf und soll es wegen sowas ja geben, ist hat Volkes Stimme. Aber müssen daraufhin dann gleich mehrere Leute ihren Job verlieren, die Ehrenspielwürde bei ihrem Heimatverein verlieren, in den nächsten Jahren keinen Job mehr als Kommentator bekommen oder gleich aus einer Partei ausgeschlossen werden?

Dicke Bertha auf Spatzen, wenn ihr mich fragt. Alles unglückliche Aussagen derjenigen, keine Frage. Aber dann entschuldigt man sich beim Adressaten und öffentlich bei Insta oder sonstwo. Und dann muss es auch wieder gut sein.

Finde ich. Aber in den sozialen Medien sage ich das besser nicht.

Apple Fotos ist eigentlich gar nicht mal so unpraktisch, um Bilder auszusortieren. Die Kachel-Ansicht lässt dich schneller durchscrollen:

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Right

Murmansk

In der Schule konnte ich nichts, aber mal wirklich nichts. Der blanke Hohn war, als sie mir am Ende trotzdem das Abi gegeben haben und ich im Schnitt angeblich sogar noch leicht über dem Durchschnitt gelegen habe. Was sagt das über unser Bildungssystem aus… 🤔

Na jedenfalls: Ich konnte gar nichts – außer Erdkunde. Oft saß ich da und habe gedankenverloren im Diercke-Atlas geblättert, mir die Karten anderer Kontinente und Länder angeschaut und mich gefragt: Wie mag es da wohl sein?

Murmansk etwa… Kommen die Russen doch auf die Idee, eine 300.000-Einwohner-Stadt weit nördlich des Polarkreises zu bauen. Die größte Stadt der Arktis. Der Hafen eisfrei, aber sonst nicht mehr wirklich viel Golfstrom da oben (sprich: bitterkalt). Das Tor zum Nordmeer allerdings und überlebenswichtig im 2. Weltkrieg (Nachschub durch die Westalliierten), entsprechend aber auch heftigst durch die Wehrmacht zerbombt.

Aber auf die Idee, mir das mal wirklich anzuschauen, wäre ich nicht gekommen, hätte ich nicht 2017 zufällig diese Tour zum Nordkap geplant und auf der Karte gesehen, dass das davon gar nicht mal sooo weit weg ist:

Also bin ich hingefahren…

(Nachdem ich in einem Supermarkt versehentlich mit einem 10.000-Rubel-Schein bezahlt habe…)

Danke, dass ihr so weit gescrollt habt…

My point being? Fahrt hin! Man muss ja nicht überall auf der Welt gewesen sein, aber die paar Orte, die ich schon im Atlas beeindruckend fand, waren es meist auch im echten Leben. Und vor Ort versteht man ein wenig was über das Warum und Wieso.

Und außerdem, ich meine: schaut euch diese Fotos an! Ist das nicht völlig abgefahren da? Ich war selbst so beeindruckt, dass ich der Meinung war, einen Beitrag darüber für Spiegel Online zu schreiben, und die das auch so sahen.

Und die Leute? Ich kann wahrlich nichts Schlechtes über sie sagen – außer dass sie wie die Wahnsinnigen durch die Innenstadt brettern. Wenn ihr mal da seid und an einer dieser Countdown-Ampeln steht, seht zu, dass ihr bei 0 auch wirklich drüben seid, sonst…

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Yeah

Skandinavien

2017. iPhone SE. Hach!

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OK

Umziehen?

Wie das mit Gelegenheit meistens so ist. Sie kommen nicht dann, wenn du sie am besten gebrauchen kannst, sondern sie platzen irgendwann dazwischen. Und so ist the window of opportunity gerade offen für die genialste Wohnung aller Zeiten.

Vorteile: Ruhigere, aber nicht zu ruhige Lage, praktisch die gleiche Gegend. Loft, Dachterrasse, Südseite, hell, modernst ausgestattet und eben die coolste Wohnung aller Zeiten.

Nachteile: keine, außer dass es jetzt relativ schnell gehen müsste und die Miete mindestens 50% über meiner jetzigen läge. Und dann noch Umzugs-, Renovierungskosten + neue Möbel.

Ja, der finanzielle Punkt wiegt schwer.

Man könnte das teilweise refinanzieren, indem man sich endlich mal bei der VG Wort anmeldete…

Wäre nicht unbedingt minimalistisch. Wobei… Weil die Wohnung wenig Stauraum bietet, irgendwo dann wieder doch…

Tja, was sagt ihr: Machen oder nicht machen?

Von wegen 20 GB. Ganze 50 GB an Mediatheken-Fotos haben sich noch gefunden. Wird noch viel Arbeit werden, die nächsten Tage, seufz. Hier ein Foto von meiner Nordland-Tour 2017:

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Yeah

Mehr Videos drehen

2018 hatte ich mal die Idee, durch ganz Deutschland zu reisen und dabei von allen interessanten Orten Videos zu machen. Hat nicht ganz geklappt, vor allem, weil ich mit der Qualität nicht zufrieden war.

Heute würde ich das differenzieren. Das Samsung Galaxy S10 hat richtig tolle Bilder gemacht. Optische Bildstabilisierung macht sich wirklich bezahlt. Die Leistung von Sprecher und Micro waren aber ausbaufähig. Trotzdem habe ich das alles jetzt irgendwie gerne gesehen. Würde gerne öfter sowas machen, nur besser und mit einem klareren Thema.

Baden-Baden:

Insel Juist:

Rheinfall von Schaffhausen:

Ich wollte hier mehr und längere Videos posten, aber WordPress ließ mich nicht. Na ja. Aber ihr wisst, was ich meine.

Damit wäre der Bilder-Ordner auf meiner externen Festplatte wegminimiert. 80,000 Bilder (und halt auch einige Videos) habe ich durchkämmt. Fertig bin ich leider noch nicht. Es bleiben ca. 20 GB unbekannte Mediatheken-Dateien (was da wohl alles drin ist), einige Unterverzeichnisse mit versteckten Bildern, die 5.000 Bilder auf meinem jetzigen iPhone und die bisher gut 5.000 Bilder, die ich unter den Durchkämmten als erinnerungswürdig gesammelt habe und auch noch einmal durchgehen will.

Minimalismus ist harte Arbeit!

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Sigh

BahnCard 25 kündigen?

Ach, diese Praxis nervt. Ich kündige gerade meinen Stromanbieter, weil der im 2. Jahr einfach mal um 15 Euro teurer geworden ist. Also 43 Euro im Monat statt vorher 28. Ich verbrauche noch nicht einmal viel Strom, obwohl ich den ganzen Tag zu Hause bin. Am gestiegenen Verbrauch lag’s auch gar nicht. Sondern einfach daran, dass Verträge teurer werden, wenn du die Kündigungsfrist verpasst. Auch mal um über 50 Prozent, wenn’s schlecht läuft.

Für Kundenzufriedenheit ist das pures Gift. Denn du ärgerst dich gleich zweimal:

  • Weil du für deine Treue mit höheren Preisen „belohnt“ wirst
  • Weil es dir vor Augen führt, dass du wieder mal zu doof warst, rechtzeitig zu kündigen.

So oder so, der Anbieter ist verbrannt. Zu dem gehst du nicht mehr zurück und selbst wenn er der billigste ist. ((Come on, du hast das Kriegsbeil ausgegraben, Vodafone!))

Mit der Zeit lernst du natürlich dazu, solche Ausrutscher werden weniger. Du legst dir eine Mappe mit laufenden Verträgen an und schreibst dir noch am Tag des Abschlusses den spätmöglichsten Kündigungstermin in den Kalender, den du meist schon ein halbes Jahr vorher wahrnimmst, damit du dann noch die Chance hast, dass ein Kundenberater dir anbietet, den Preis zu halten.

Wie absurd eigentlich: Kündigen, nur um weiterhin das gleiche zu bezahlen.

Heute fiel mir dann die BahnCard 25 in die Hände. Und eins muss ich der Bahn lassen: Das Kartenabo dafür ist clever, richtig clever. Es ist so billig, dass du es eigentlich nicht kündigen kannst. Knapp 60 Euro kostet die BahnCard 25 im Jahr. Also knapp 5 Euro im Monat. Und anders als alle anderen Verträge wird sie dabei nicht jedes Jahr teurer. Und machst du nur eine weitere Fahrt im Fernverkehr (von Bonn etwa nach Berlin oder München und zurück), hast du die Kosten eigentlich schon wieder raus.

Bahnfahren hat in den letzten Jahren massiv an Attraktivität verloren. Ich will da gar nicht ins Detail gehen. Jeder könnte aus dem Stand 5 Gründe herunterbeten, die gegen die Bahn sprechen. Bei mir liegt es aber auch noch daran, dass ich erst seit vier Jahren ein eigenes Auto habe und nun eigentlich noch weniger Grund zum Bahnfahren habe.

Aber so schlimm, sie nicht 2x im Jahr zu nutzen, ist die Bahn dann doch wieder nicht. Ich fahre zum Beispiel in Nicht-Corona-Zeiten eigentlich 2-3 im Jahr damit nach Hamburg an meine Lieblings-Fortbildungsakademie. Mit dem Auto wäre das der Vollstress.

Die BahnCard gilt auch für Nahverkehrszüge. Meine einzigen beiden Fahrten 2020 von Basel nach Bonn und Den Bosch nach Bonn fanden denn auch nur in solchen statt, weil in den Fernverkehrszügen kein Platz für mein Fahrrad war. Man meint, das lohne sich kaum, aber du freust dich dann doch immer, wenn du statt 28 Euro plötzlich (auch dank weiterer Spareffekte) nur 19,75 zahlst.

Ich werde sie wohl behalten… auch wenn ich sie kaum nutze. Ich könnte ja, und dann: würde ich Geld sparen… Deutsche Bahn, das hast du wirklich clever gemacht! Da könnten sich die Anderen eine Scheibe von abschneiden.

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OK

Nur kurz

Bin heute was spät dran mit allem, deswegen nur kurz…

Ich glaube, das ist irgendwie nicht gut…

Wenn es doch egal ist – wie hier bei der Anmeldung zu einem Corona-Schnelltest – warum dann eigentlich überhaupt noch danach fragen? 🤔

Die Bonner Kirschblüte, bevor sie zur Weltattraktion wurde:

Ihr seht’s daran, dass ihr keinerlei Touristen seht.

Bilderverzeichnis reduziert von ca. 80.000 auf 368 + der Mediatheken ++. Aber langsam wird’s was.

Wer kennt sich mit Altersvorsorge aus und weiß, ob sich Riester-Beiträge von einem Vertrag zu einem anderen Anbieter umziehen lassen?

Bis morgen! 🙂

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Yeah

Von DuoLingo zu Babbel

Mit dem DuoLingo-Kurs Niederländisch bin ich durch (siehe gestern), aber jetzt bin ich ja im Training und würde am liebsten die 365 Tage vollmachen. Dazu habe ich mich erst einmal bei Babbel angemeldet. Kostet zwar Geld, aber der Ansatz gefällt mir. Sie trennen weniger zwischen Übung und Information, mashen das besser, legen Wert auf Unterhaltungen. Also genau das, was mir noch fehlt. Und, ganz ehrlich, DuoLingo: Ein halbes Jahr täglich Sprachkurs und keinerlei Erwähnung davon?!

Ich bin ja fei großer Freund von Füllwörtern. „Hoor“ gefällt mir auch deswegen sehr gut, weil es erstaunliche Ähnlichkeiten zum Singapurer „hor“/“hoh“ aufweist:

https://aventurer.com/wp-content/uploads/2021/03/20190406_150211-2048x1536.jpg

Müsste man mal einen Sprachwissenschaftler fragen, was es mit Füllwörtern eigentlich auf sich hat. Leider kenne ich keinen. 😉

Auf jeden Fall jetzt erstmal weiter mit Babbel. Bin gespannt, was das gibt.

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Right

206 Tage Niederländisch

Ich habe den Niederländisch-Kurs auf DuoLingo geschafft und doch tatsächlich 206 Tage in Folge durchgehalten, ohne 1 Tag Pause:

Und das mit mindestens 100 Punkten am Tag, also immer ca. 1 Stunde, und mindestens 1000 Punkte die Woche.

Bin ich tatsächlich bisschen stolz drauf. Ich wüsste nicht, dass ich jemals schonmal etwas Tag für Tag so lange durchgehalten habe.

Vielleicht mal abgesehen von dem Jahr ohne Süßwaren, das war mindestens genauso anstrengend.

So jedenfalls sieht’s am Ende eines DuoLingo-Kurses aus:

Und es gibt ein Zertifikat, das hübsch aussieht und mit dem du nicht viel wirst machen können…

Meine allerletzte Übungsaufgabe war diese hier…

Classic.

Leider haben sie mich danach nicht gefragt, wie ich den Kurs an sich fand (ich gäb eine 4/5), noch erklären sie, wie es danach weitergehen könnte. Da musst du dich erstmal selbst schlau machen.

DuoLingo an sich finde ich toll. Das Sprachenlernen wunderbar durchgamifiziert. Anders hätten sie mich (und andere) wohl auch nicht so lange bei der Stange gehalten. Der Kurs an sich war ein prima Rundumschlag über die Basics bis hin zu den verschiedenen Zeiten, verschiedenen Wortschätzen und eine tolle Einführung insgesamt. Nachteile sind die mangelnde Tiefe, die nicht immer ausreichenden Erklärungen und vielleicht auch etwas zu wenig Alltagstauglichkeit. Verschiedene Seiten in Web attestieren einem DuoLingo-Einführungskurs ein Sprachniveau hinauf bis irgendwo zwischen B1 und B2. Nicht mehr, nicht weniger.

Wer möglichst schnell weit kommen möchte, dem rate ich übrigens zur DuoLingo Browser-Version. Die wirkt technisch ein wenig älter als die Tablet- oder Smartphone-App, aber ihr könnt täglich unbegrenzt lernen und müsst euch nicht um die Anzahl der Lingots scheren.

Das Beste an DuoLingo aber ist das Forum. Kannste sagen, was de willst. Da erfährst du immer die Wahrheit, kannst dich mit Gleichgesinnten zusammentun, und ich mag die spezielle Art von Humor dort:

Wie würde ich meine Niederländischkenntnisse jetzt selbst einstufen? So mäßig. Ich hatte etwas mehr erhofft, aber vielleicht auch zu viel erwartet. Mir fehlen Anwendungskenntnisse. Ich würde mir ganz schön einen zusammenstammeln, wenn ich jetzt selbst mit den Vokabeln, die ich schon kenne, ganze Sätze bilden wollte. Und ich verstehe immer noch sehr viel nicht, wenn ich Niederländer im Radio oder auf der Straße sprechen höre.

Die Sprache ist schwieriger, als ich annahm. Vielleicht ist die Tatsache, dass Niederländisch sehr nah am Deutschen ist, sogar das Problem. Du versuchst krampfhaft, da irgendwas rauszuhören, was dem Deutschen ähnlich ist. Und das klappt schon wegen der Aussprache nicht. Auch wenn sich tatsächlich geschätzte 80 Prozent der Vokabeln und der Grammatik aus dem Deutschen oder Englischen herleiten lassen. Das Schwierige sind die übrigen 20 Prozent…

Und jetzt? Mache ich einfach weiter. Ich schaue mir mal Babbel an, das angeblich mehr Wert auf Konversation legt. Mal gucken, ob das irgendwie besser ist. Hin und wieder will ich bei DuoLingo nochmal zum Training vorbeischauen, dann hätte ich am liebsten noch einen Tandem-Partner, mit dem ich regelmäßig sprechen kann und wenn ich geimpft bin, geht’s da hin. Mal sehen, was sich da alles machen lässt.

Noch ein paar Random Pics mit dem iPhone X 2018 (Warschau und Brüssel). Langsam lichtet sich das Chaos:

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Argh

It changes you

Noch etwas über 12.000 Bilder hatte ich heute Nachmittag auf der mobilen Festplatte gefunden. Aber ätschbätsch, gräbt man etwas tiefer, kommen noch weitere Verzeichnisse in Ordnern wie „Von der alten Festplatte“ zum Vorschein, die noch Bilder enthalten. Dann bleiben noch rund 5.000 Bilder auf meinem aktuellen Smartphone + 5.000 Bilder, die ich wahllos in einen Ordner „Erinnerungswürdig“ verschoben habe. Und dann stößt du zwischendurch noch auf solche Dateien, die das System als einzelne Dateien zählt, nun ja…

Das alles wird mich (und damit euch) also noch eine Weile auf Trab halten. Soll ja auch nicht zu einfach werden.

Der Punkt ist: Das Ganze macht etwas mit mir. Ich gehe in irgendein Unterverzeichnis, finde alte Bilder von 2005 von einer Japan-Reise, sehe Menschen, mit denen ich dort unterwegs war, die mir nach wie vor etwas bedeuten, die cool drauf waren, jeder für sich. Einige davon sind sogar schon tot. Und dann sehe ich mich selbst und denke mir: OMG, eigentlich ja auch klar, dass alles so gelaufen ist, wie es gelaufen ist.

Ich finde alte Dokumente aus dem Studium, Geschäftsbriefe, die ich mal geschrieben habe. Ich lese die nur mäßig gut versteckte Ironie darin, die ich mal benutzt habe, weil ich mich für besonders geistreich gehalten habe. Ich finde gerippte Serien, die ich mir damals noch im Studien-Netzwerk runtergeladen habe. Die Auswahl sagt einiges aus.

Ich finde alte E-Mails mit beschränktem Inhalt, die ich selbst verzapft habe. Ich sehe alte Arbeitsproben und was an ihnen okay war und was miserabel. Und ich sehe einen Typen, der sich insgeheim für den Größten gehalten hat, obwohl er ganz offensichtlich das Gegenteil war:

Und ich entdecke Facetten an mir, die ich eher den anderen attestiert hätte, nur mir selbst nicht. Bequemlich, feige, engstirnig, borniert, in manchen Situationen strumzdumm? Ich doch nicht! Aber dann halt irgendwie doch. Sehr sogar.

Das alles ist ganz schön harter Tobac.

Wenn ihr noch solche alten Aufzeichnungen über euch selbst habt: Gebt euch das mal. Es ist teilweise nur schwer zu ertragen, aber es macht etwas. Es verändert euch. In welche Richtung? Ich kann es ehrlich gesagt nicht mehr genau sagen. Ich hoffe, dass es die richtige ist.

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Yeah

Süddeutschland

Ein echter Mammutbeitrag heute, aber – ich versprech’s – mit vielen hübschen Bildern. Ich habe damals (2018) eine Geschäftsreise zum Hauptquartier ausgedehnt und bin noch bisschen weiter durch den Süden gefahren. Und ich hatte nur das Motorola Moto G6 dabei, das ich zu der Zeit getestet habe. Erstaunlich stark am Tag, leider mit Schwächen nachts. Aber war halt auch nur ein Mittelklasse-Phone. Morotolas Steckenpferd.

Und Süddeutschland? In Teilen schon echt hübsch da. Wenn da nur nicht so sonderbare Leute wohnen würden… 😉

Bodensee:

Mainau:

Konstanz:

Reichenau/Bodensee:

Neuhausen (CH):

Rottweil:

Burg Hohenzollern:

Tübingen:

Marburg:

Herborn:

Ahrtal:

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OK

2016

Bilder mit der Panasonic Lumix G6. Eigentlich gar keine so schlechte Kamera, aber wir kamen einfach nicht miteinander klar…

Demnächst noch weitere…

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Right

Endgegner in der Falle

Ich sag ja immer: Macht nicht die gleichen Fehler wie ich. Aber dazu müsste ich euch erst einmal sagen, welche Fehler das waren. Und das wäre mir zu peinlich hier zuzugeben. Nur so viel: Ich bin mit sowas (Finanzen, Steuern, Altersvorsorge) wirklich nicht gut, weswegen ich es ewig vor mir hergeschoben und als Endgegner auserkoren habe.

Und auf dem Weg dahin, habe ich viel falsch gemacht und bin nun gerade dabei, diese Fehler zu korrigieren.

Bezwungen habe ich ihn noch nicht, aber er sitzt jetzt in der Falle. Und wenn es dann in ein paar Tagen hoffentlich so weit ist, könnte sich herausgestellt haben, dass das alles gar nicht so wild war und am Ende sogar nur ein paar Schuss Munition gereicht haben. Joa.

Es ist dann übrigens nicht der letzte Gegner, nur der heftigste. Da warten noch einige weitere Brocken auf der Zielgeraden. Aber die strahlen bei weitem nicht so viel Schrecken aus.

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Yeah

Damals im Internet

Früher war alles besser – werdet ihr mich nie sagen hören. Zumindest nicht bevor ich 80 bin und auf die Jugend schimpfen darf. Denn früher war nicht alles besser, schon gar nicht das Netz.

Wobei… Wenn ich mich an die Zeit von 2010 und kurz davor zurück erinnere, so war irgendwie mehr Spiel drin, mehr Freude, öfter mal was zu lachen. Es war noch nicht alles durchkommerzialisiert. Und das vermisse ich heute schon ein wenig. Die üblen Grafiken, lahmen Leitungen, langen Ladezeiten und was alles nicht funktioniert hat, natürlich nicht.

Apple hatte mal einen Skandal, heimlich Nutzerdaten zu tracken:

Das war um 2011. Ja genau, dasselbe Apple, das just heute mit iOS 14.5 etwas genau Gegenteiliges in die Wege geleitet hat, Trackerschutz auf Knopfdruck…

Der frühe AppStore:

Und das iPhone 3G im Feature-Vergleich..

Wir hatten eine Seite über das Web-2.0-Newsgeschehen damals:

Das war ein Aprilscherz, den wir dort gebracht haben. Statt höchstens 140 Zeichen (Twitter war da noch recht jung) mindestens 500 Zeichen… Ja, ich weiß, sehr lustig…

Ashton Kutcher und CNN lieferten sich ein Wettrennen, wer zuerst 1,000,000 Follower auf Twitter erreichen würde (Ashton hat gewonnen).

Die alten erinnern sich noch…

Aber daran vermutlich nicht mehr. Ich stand mal auf Platz 24 der deutschen Twitter-Charts! Das war allerdings ein Fehler, es hätte unser Magazin sein müssen:

Wir hatten Umfragen. Diese ist von 2009 und die Frage war: Würdet ihr (das gerade neu vorgestellte) Google Chrome OS benutzen?

Es gab noch andere frühe Versuche, dem iPhone und Android Konkurrenz zu machen. Ums Palm Pre finde ich es schade, um den Blackberry Storm (hatte ich eine Zeitlang) nicht die Bohne:

Poken sollten die Visitenkarte beerben. Und die Idee war nicht schlecht, der fehlende Datenschutz brachte das Projekt dann aber schnell in Verruf.

Linux-Erfinder Linus Torvalds in einem Store für Windows 7.

Den Rest ab hier lasse ich mal unkommentiert. Bottom Line: Where did all the fun and irony go? Bring it back!

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OK

Overperformen, um wach zu werden

Ich hatte da neulich schon einmal kurz drüber geschrieben, aber es lohnt in meinen Augen, da einen genaueren Blick drauf zu werfen.

Ich komme morgens nicht selten völlig zerschossen auf die Welt und hab dann noch einmal ein Nachmittagstief. Was ich jeweils direkt danach tue, ist wichtig. Und ebenso: wie viel. Denn ich habe gemerkt: Je mehr ich tue, desto wacher werde ich in kürzerer Zeit.

Mein Morgenritual besteht normal aus: Rollo hoch, ins Nebenzimmer gehen, um den Wecker am Handy auszumachen, in die Küche gehen und ein Glas Wasser trinken, die Kaffeemaschine einschalten und im Bad beim Nachrichtenhören am Google Home Mini Zähne putzen. Danach schmeiße ich ohne weitere Umschweife die erste Lektion DuoLingo an, die ich meist komplett versemmle. Und dann geht’s schon irgendwie.

Neu ist jetzt, gleich noch etwas mehr zu tun. Tätigkeiten scheinen das Gehirn eher zu wecken. Trinke ich in der Küche nicht nur 1 Glas Wasser und schalte die Kaffeemaschine an, sondern spüle ich auch schonmal die Kaffeekanne vorher aus und räume die Spülmaschine aus, bin ich schneller wach.

Das lässt sich im Laufe des Tages auch fortsetzen. Zum Beispiel, indem ich nicht nur den Müll runter bringe, sondern bei der Gelegenheit auch gleich was am Fahrrad repariere oder einen Karton in den Keller bringe, der mir in der Wohnung schon lange im Weg herum lag. Ideal, wenn die Nebentätigkeit auch nur einen Moment dauert, maximal 5 Minuten. Das scheint auch ganz nebenbei wacher und leistungsfähiger zu machen. Mich zumindest.

Wie sind eure Erfahrungen damit? Habt ihr das mal ausprobiert?

Daily sort-out, 2014, LG Google Nexus 4. Gute Kamera, außer nachts, und offenbar war ich u.a. auch damit auf Island (siehe weiter unten):

Die Arglosigkeit der Leute…

Als ich einmal spontan zu Fuß nach Köln bin…

Und tja… ihr erinnert euch… 🙂

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Right

2002-2005

Manchmal sieht man schon am Gesichtsausdruck, wie man damals drauf war und was sich verändert hat. Ich lache heute anders als damals. Ich hätte um Gottes Willen nicht immer dieses hässliche blaue T-Shirt anziehen sollen (not pictured below), ich hatte noch paar Haare mehr und ich bin dieser Zeit ganz schön in die Breite gewachsen. Komische Zeiten.

Und damit wäre ich zumindest schonmal mit den Nullerjahren durch. Und auch ganz froh, mit dem Kapital endgültig abschließen zu können. Bleiben noch 23.500 Fotos aus den 2010ern. Licht, Ende, Tunnel und so.

Die meisten Bilder unten sind von meiner allerersten Digitalkamera Ricoh Caplio RR10. Die konnte nicht viel, wenn auch schon Videos. Aber es dauerte Sekunden, bis sie eingeschaltet war, scharf gestellt und dann auch noch ausgelöst hatte. Aber sie war eben meine erste Digitalkamera…

Die besseren Fotos, vor allem die meisten derer aus Südostasien, stammen von meiner damaligen Freundin und ihrer analogen Spiegelreflex.

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OK

Shades of Hate

Ja, wow. Als gäbe es gar nichts Wichtigeres im Moment, regiert gerade der Hass in den sozialen Netzen. Tut er immer, ich weiß. Aber diese Woche scheint es noch einmal besonders schlimm. Es geht dabei nicht nur um Lebensbedrohliches, wozu man Sars-CoV2 durchaus zählen kann. Es geht da auch um Dinge wie Fußball.

Was ich mich da frage, ist: Warum zum Teufel müssen frustrierte Fans Menschen wie FC-Bayern-Manager Hasan Salihamidzic gleich bedrohen, seine Familienmitglieder beleidigen? Nur weil der ein paar Entscheidungen getroffen hat, die einigen Fans nicht gefallen?

Vor allem aber frage ich mich: Wird es nicht langsam mal Zeit, dass der Strafverfolgungsapparat bei so etwas aktiv wird? Die Leute posten Gewaltandrohungen ja nicht selten sogar mit ihren Klarnamen. Dass ist Androhung einer Straftat. Gelten die geltenden Gesetze im Netz nicht (rhetorische Frage) oder was ist da los?

Ferner frage ich mich, warum so viele Menschen den ganzen Social-Quatsch eigentlich noch mitmachen. Wo ist der Benefit, was verspricht man sich davon? Warum sammeln Online-Redakteure immer noch Stimmen von Instagram, Facebook oder Twitter und machen daraus „So reagiert das Netz auf…“. Als wäre das ein Totschlagargument, wenn Gunter Müller aus V. meint, so etwas habe er in den 57 Jahren seines (kümmerlichen) Lebens noch nie erlebt.

Wer heute noch Facebook benutzt, ist in meinen Augen ein Süchtiger, der es noch nicht geschafft haben, sich trotz aller Warnungen und bekannter Nachteile von dort loszureißen. Lächerlich eigentlich. Eine Tageszeitung geht doch auch nicht in eine Tagesklinik für Verhaltenstherapie und druckt anschließend die Meinungen der Patienten.

Oft erscheint es mir, wie gerade jetzt bei der Aktion Allesdichtmachen, als müssten die Leute erst die Meinungen einiger Influencer lesen und sich dann zwingend auf eine Seite schlagen, am liebsten auf die ablehnende, um dann am anschließenden Shitstorm gleich mitzumachen. Gibt es das eigentlich noch, dass man sich eine eigene Meinung bildet, ohne sich vorher anzuschauen, was andere schon dazu gesagt haben? Und dass man vielleicht auch einfach mal sagt: Wisster was? Da habe ich mal gar keine klare Meinung zu, vor allem keine, die ich zwingend öffentlich an alle herausposaunen muss.

Ich hab ehrlich gesagt gar keine Lust mehr, nach soziokulturellen Gründen für diesen Hass zu suchen. Ja, die Leute sind frustriert nach jetzt mehr als einem Jahr Corona-Hin-und-Her. Frustriert sind sie sowieso, weil ihr Leben nicht so geil ist, wie es im Prospekt steht. Ihren Frust auf andere abzuladen, ist trotzdem immer falsch. Und schlimm wird es nicht erst dann, wenn sich der Frust in Gewalt entlädt, wie vergangene Woche auf Schalke, als Fans Jagd aus Spieler und Funktionäre des künftigen Absteigers gemacht haben.

Ich stehe immer nur noch staunend und kopfschüttelnd daneben. Mehr kann ich offenbar auch gar nicht tun, als vielleicht den einen oder anderen mal wieder wachrütteln.

2009, Berlin. Die ersten Bilder habe ich, wie es aussieht, gar nicht selbst gemacht, sondern Nicky war das (laut EXIF-Info mit der Canon Digital Ixus 70). Die letzten beiden sind von mir selbst, und ich glaube, vom iPhone 3GS.

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Right

Jeden Tag ein bisschen

… steter Tropfen und so. Irgendwann ist dann vielleicht auch bestimmt mal ein Ende da. Wir haben heute Bier gebraut – was man halt so macht kurz vor der Ausgangssperre. Deswegen heute alles etwas später.

Bilder von einem Italien-Urlaub 2011. Kamera: wieder die Panasonic TZ-4. Finde die Bildqualität gar nicht so schlecht, zumal die Qualität Welten über den damaligen Smartphones lag. Eventuell hat man den einfachen Reisekameras Unrecht getan. Schade auf jeden Fall, dass sie sich im Gegensatz zu Smartphone-Kameras kaum weiter entwickelt haben.

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Yeah

Mit 1 Bierchen im Kopf Kündigungen schreiben

… macht Spaß. Es ist nicht so, dass ich dann anmaßend oder unflätig würde (ist eh nicht mein Stil). Aber ruhig was direkter und dreister. Dem Vodafone-Kundenservice habe ich gerade geschrieben, auf den Beitrag der Verbraucherzentrale zu den Urteilen der Landgerichte Düsseldorf und München verwiesen und reelle Werte der Hardware taxiert, die sie mir berechnet haben.

Für den sechs Jahre alten Festplattenrecorder, der damals schon keine 100 Euro mehr wert war, haben sie mir 199 Euro berechnet. Ich habe den Restwert großzügig auf 39 Euro taxiert und die der Smartcard (berechneter Preis: 35) auf 5 Euro. Bin gespannt, wie die Antwort ausfällt. Zu verlieren habe ich nichts.

Nachdem ein Sturm der Entrüstung das geplante 12-köpfige Turbokapitalungeheuer Super League wunderbarerweise noch verhindert hat, hat sich einer der Initiatoren zu Wort gemeldet. Florentino Perez, Präsident des hoch verschuldeteren spanischen Rekordmeisters Real Madrid, der sich mit der Super League sanieren wollte. Spox.de dazu:

Real Madrids Präsident Florentino Perez hält einen Transfer von BVB-Torjäger Erling Haaland für „unmöglich“ – es sei denn, das Projekt Super League würde wider Erwarten doch zustande kommen.

Erling Haaland, zweifellos eins der größten Talente aktuell im Weltfußball, der aktuell noch bis 2023 Vertrag bei Borussia Dortmund hat und dessen Vater und Berater neulich und Spanien und England auf Ochenstour waren. Gewünschte Ablösesumme für den Jungstar: 150 Millionen Euro plus Handgeld. Perez dazu:

„Solche Transfers werden ohne die Super League unmöglich sein. Weder für Real Madrid noch für irgendeinen anderen Verein.“

Genau. Erling Haaland ist so teuer, dass ihn sich gar kein Verein mehr leisten kann. Er muss dann praktisch unter der Brücke schlafen und nachmittags auf dem Bolzplatz kicken.

Oder anders gesagt: Willkommen in der Realität für 99,9 Prozent der Fußballvereine, Herr Perez! Und kann es sein, dass Vereine wie ihrer deswegen so hoch verschuldet sind, weil sie bislang jede Summe gezahlt haben? Und wäre die einzige Lösung tatsächlich noch mehr Geld gewesen?

Es wird einfach Zeit, dass die Preise wieder fallen. Gut, dass die Super League verhindert worden ist. In meinen Augen ging der gewaltige Fanprotest aber noch nicht weit genug. Die UEFA, die für die bald kommende EM unter anderem eine Zuschauerpflicht fordert, ist praktisch als Lichtgestalt und damit viel zu gut aus der ganzen Sache herausgekommen. Da geht noch mehr!

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Argh

Papier

Meine Güte, was bin ich froh, wenn der Mist ein Ende hat…

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Möh

What goes around…

Update: Noch ein paar mehr schöne Fotos unten

Manchmal vermisse ich ein Medium, bei dem ich noch richtig vom Leder ziehen kann. Denn Gründe gäbe es genug. Wie damals, als Vodafone mir 235 Euro für einen uralten Festplattenrecorder abgeknöpft hat und ich nichts dagegen machen konnte. Interessiert halt keinen, in diesem Land gilt: alle Macht den Großkonzernen. Oh, wait…

Oder wie damals, als Vodafone aus einem glücklichen Kunden einen höchstverärgerten Kunden machte, als aus 25 Euro im Monat für 150 Mbit/s einfach so 35 wurden, weil ich dumm genug war anzunehmen, der Preis gelte für immer. Der Lohn für treue Kunden ist also, dass für sie die Preise steigen. Aber dieses Wir-lassen-dich-nach-Vertragsablauf-einfach-mehr-zahlen-Prinzip ist eben auch hier Gang und Gäbe, weil sich keiner aufregt. Oh, wait…

Mal abgesehen davon, dass ich von Vodafone aus verschiedenen, damit natürlich nicht zusammenhängenden Gründen abraten muss, kann ich euch nur raten, aus meinen Fehlern zu lernen – falls ihr das noch nicht habt:

  • Setzt euch noch am Tag des Tarifkaufs, in der Minute, in der ihr das Vertragwerg weglegt, eine Erinnerung in eurem Kalender, die 3 Monate und ein paar Tage vor dem offiziellen Vertragsende liegt und „Kündigen!!!“ lautet. Kündigt spätestens dann.
  • Kündigt auch dann, wenn ihr mit dem Preis zufrieden seid. Nur dann seid ihr für den Anbieter interessant und könnt den Vertrag zu gleichen oder sogar besseren Konditionen weiterlaufen lassen.
  • Kündigt, was das Zeug hält. Kündigt, kündigt, kündigt! Stromanbieter, KFZ-Versicherung, Festnetz, Mobilfunk, das Disney+-Abo oder die Blinkist-App, wenn ihr sie nicht mehr braucht oder lange Zeit nicht nutzt. Kündigt, kündigt, kündigt!
  • Nur nicht eure Arbeitsstelle, vielleicht. Obwohl… Wenn ihr unter den Fachkräftemangel fallt und schon lange keine Gehaltserhöhung mehr bekommen habt… Manchmal kann man Kündigungen ja auch noch zurücknehmen.

Na jedenfalls: Good riddance, Vodafone! Ich habe eigentlich noch nie einen Anbieter für irgendwas gehabt, der alles, aber auch alles dafür getan hat, mir auf irgendwelchen verschwurbelten, undurchsichtigen, versteckten, respektlosen aber juristisch kaum angreifbaren Wegen zu den beworbenen noch ein paar (oder ein paar ganz viele) Euros extra abzuknöpfen. Bin weg und komme so schnell nicht wieder. What goes around, comes around.

Daily Sort-out, 2017, Panasonic Lumix GH6. Tromsø, Norwegen. Bestimmt die schönste Stadt nördlich des Polarkreises (sorry, Murmansk):

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Möh

Munter werden

Ihr seht mich hier mit einer gewissen Bräsigkeit tippen. Zum einen ist da die Sache mit den Leuten da draußen. Zum anderen allerdings ist bei mir derzeit ganz schön viel zu tun. Sein Leben geregelt kriegen (mit allen Finanzen und so weiter) ist ein Fulltimejob. Und ich arbeite ja sogar noch „ganz nebenbei“.

Und dann liest man sowas hier wie die vorsichtige Frage, ob Masken draußen überhaupt noch Sinn ergeben. Ja, tun sie, aber nicht wegen Corona, sondern weil die Leute es nicht kapieren würden. Lasst es mich deswegen noch einmal in aller Deutlichkeit sagen (auch wenn ihr vermutlich die falschen Adressaten seid, denn bei euch habe ich noch das bisschen Resthoffnung, dass ihr das längst wisst):

CORONA IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM.

Draußen könnt ihr euch praktisch nur anstecken, wenn der Bereich keine Abluft hat, ihr euch sehr lange mit vielen ansteckenden Personen auf einem Fleck aufhaltet (auf der vollbesetzten Südtribüne etwa) oder ihr wahllos Infizierte küsst (soll’s ja geben). Gut, beim Gemeinsamen Sporttreiben, solltet ihr was Abstand halten. Sonst…

Was wir eigentlich tun müssten, ist gut durchlüften, große Menschenansammlungen drinnen meiden und die Zeit deutlich beschränken, in denen es sich nicht vermeiden lässt. Beim Einkaufen zum Beispiel, denn:

CORONA IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM. MIT CORONA KÖNNT IHR EUCH PRAKTISCH NUR DRINNEN ANSTECKEN, NUR DRINNEN ANSTECKEN, NUR DRINNEN ANSTECKEN.

Was wir also eigentlich tun müssten: Alles, was drinnen stattfindet, möglichst verlegen, minimieren, entzerren, ausfallen lassen. Schulen und Kitas? Eigentlich ja. Großraumbüros? Sowieso. Reise- und Pendlerverkehr in Bussen und Bahnen? Jepp. Sind Superspreaderevents, will nur keiner hören, wollte noch nie einer hören. Fitnessstudios? Bei Gott, ja! Singen oder Sportarten in der Halle? Jepp. Habe ich dir schon vor über einem halben Jahr gesagt, Westdeutscher Tischtennisverband. Nein, wolltest du nicht hören, Westdeutscher Tischtennisverband. Aber auch für dich noch einmal zu mitschreiben, mitsingen, auswendig lernen, nachmachen:

CORONA IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM. MIT CORONA KÖNNT IHR EUCH PRAKTISCH NUR DRINNEN ANSTECKEN, NUR DRINNEN ANSTECKEN, NUR DRINNEN ANSTECKEN.

Und weil mich das müde macht, das immer wieder zu betonen, was man sich eigentlich denken könnte, was Menschenleben retten würde, aber was in die Köpfe schlicht nicht rein will (Greta Thunberg muss SEHR müde sein) und weil das hier nicht Leidartikel.de ist, versuche ich mich, in diesen Zeiten nicht in den Alkohol zu flüchten, sondern munter zu werden. Zwei Maßnahmen dazu:

  1. Dinge sofort angehen und dabei overperformen.
  2. Bis Ende Mai jeden Tag Sport machen.

1 sind eigentlich nur Kleinigkeiten im Haushalt, aber das ist eine wirksame Methode. Der Müll muss rausgebracht werden, dann bring ihn auch sofort raus, aber leg vorher noch die schlecht gewordenen Sachen aus dem Kühlschrank dazu. Die Spülmaschine ist durchgelaufen? Räum sie sofort aus und spül dabei gleich noch schnell das Messer von Hand, das nicht in die Spülmaschine sollte. Bislang eine unglaublich aktivierende Methode.

2 ist dazu da, um mal wieder aus der Lethargie rauszukommen und langsam auch mal wieder was fitter zu werden. Weil ich gerade nicht in die Turnhalle darf und sollte, um Tischtennis zu spielen (s.o.), ins Fitnessstudio auch nicht kann und ins Schwimmbad nicht mal würde, wenn ich es könnte, bleiben mir gerade nicht viel mehr Möglichkeiten als Heimgymnastik und Radfahren im Wechsel. Hin und wieder könnte ich noch mal wandern gehen. Aber wenigstens das sollte ich nun regelmäßig tun.

Mehr heute nicht, ihr wisst, worum es geht:

CORONA IST EIN REINES… BLEIBT DRAUSSEN!

Das heutige Wegminimieren betraf schier endlose Papieransammlungen über Altersvorsorge. Was ein Wust. Kein Bild könnte so schön sein, um das wieder gut zu machen.

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Right

Wie im schlechten Film

Ich zitiere aus dem Bonner Generalanzeiger vom 14. April:

Die Beschränkungen gehen mit der Bundes-Notbremse deutlich weiter als die bisherigen Regelungen der Länder. So sollen alle Freizeiteinrichtungen schließen, auch der Einzelhandel wird geschlossen – mit Ausnahmen etwa für Apotheken, Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Blumenläden oder Gartenmärkte.

Geht krass weit. Also der Unterschied ist, dass ich nun auch mit einem negativen Corona-Test jetzt nicht mehr in den H&M komme und kein Click & Collect mehr machen darf? Klasse, toll, sinnvoll.

Alle körpernahen Dienstleistungen sind während der Notbremse untersagt, ausgenommen sind Dienstleistungen, „die medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken dienen sowie Friseurbetriebe“.

Unterschied zu jetzt?!

In Bus, Bahn und Taxi sind Masken mit FFP2-Niveau Pflicht,..

Das sind sie bisher noch nicht?!

… touristische Übernachtungsmöglichkeiten sind untersagt…“

Sind sie das nicht schon längst?

Gottesdienste sind von der Notbremse nicht erfasst.

Wieso ausgerechnet die nicht?

Ich bin längst über den Punkt hinweg, an dem mich die regionale Politik ärgert. Ich lächele eigentlich nur noch müde und nicke, wenn ich das alles höre. Kannst ja eh nichts machen. Aber so langsam komme ich mir doch vor, als säße ich im Kino in einem langen, schlechten Film mit einer so hanebüchenen Handlung, dass es fast schon wieder zum lachen ist. Und am liebsten würde ich gehen, aber kann nicht.

Dann sollen sie wenigstens einen besseren Film laufen lassen.

Noch einmal Zürich, noch einmal die Panasonic TZ4, noch einmal hübsch:

Und hier noch ein nicht verwandtes Schneebild: