Kategorien
Right Tech

Black

The Samsung Galaxy S21 Ultra 5G comes in „phantom black“. Black is just a color, you say? Well, think again! 🙂

Kategorien
Right

Mannschaften wählen

Am Wochenende wird entweder ein turbokapitalistischer Neokonservativer, ein rückgratarmer, selbstverlieber Schwätzer oder ein mausgrauer Ausschusspolitiker, von dem kaum noch einer etwas weiß, zum CDU-Vorsitzenden gewählt.

Das könnte einem egal sein, wenn das nicht bedeuten würden, dass derjenige, der das Rennen macht, am Ende womöglich auch Kanzler wird.

Vielleicht geht es euch auch so und ihr blickt mit ein wenig Spannung dem Wochenende entgegen, in der sonderbaren Hoffnung, dass es am Ende so läuft, dass Markus Söder wie der rettende Engel vom Himmel schwebt und uns vor dem Schlimmsten bewahrt.

Was schon eine sonderbare Vorstellung ist. Ein Konservativer als rettender Engel…

Aber kann es nicht sein, dass wir die Rolle des Kanzlers überschätzen?

Mutti Merkel musste in Zeiten der Krise immer wieder an die Vernunft der Länderchefs appellieren und hoffen, sich so durchzusetzen. Nach besonders viel Macht klingt es nicht, was die Strukturen einem Kanzler oder einer Kanzlerin da zubilligen.

Kommt es da nicht eh mehr auf die Mannschaft an? Einen guten Gesundheitsminister, eine Gleichstellungsministerin, die wirklich einmal etwas bewirkt, ein*e Innenminister*in, die/der den Schuss gehört hat. Das wäre doch was mal was! Und wenn sich da in den anderen Parteien kein*e echte*r Leader*in aufspielt, dann eben lieber die Mannschaft wählen als die falsche Partei.

Nur weil SPD und Grüne keine echte Gallionsfigur vor sich haben, bedeutet das noch lange nicht, dass da keine fähigen Minister an Bord sein können. Wählen wir doch lieber die als den grauen Herren an der Spitze, auf den es am Ende gar nicht so sehr ankommt. Oder anders gesagt: Schauen wir im Herbst vielleicht statt auf Einzelpersonen lieber auf die Partei, die uns am liebsten ist, und überlegen uns, wer den Wandel am ehesten herbeiführen kann.

Kategorien
Tech

Solar Challenge erfolgreich beendet: 1 Jahr das Handy nur mit Solarstrom laden

Vor einem Jahr, also genau am 1.1.20, bin ich angetreten zu einer völlig sinnlosen Mission: Ich wollte ein Jahr lang mein Smartphone nur mit eigenproduziertem Solarstrom aufladen.

Gelungen ist mir das Ganze – bis auf eine kleine Ausnahme letzten Sommer im Urlaub in den Schweizer Bergen. Und das geht für mich in Ordnung. Denn es war eine kurzfristige Entscheidung, das Solarequipment überhaupt mit in den Urlaub zu nehmen und die ganze Aktion in den drei Wochen nicht einfach zu pausieren.

Aber dieses eine Mal hatte mir so lange die Zeit zum Laden gefehlt, dass Handy und Powerbank komplett leer waren und ich beides 1x an einer Steckdose wieder aufladen musste. An allen anderen 364 Tagen habe ich das Ding erfolgreich an einer meiner beiden Powerbanks geladen – oder direkt an der Solarzelle.

Und wenn ich Handy sage, dann meine ich mein jeweiliges Ersthandy. Das war in den meisten Fällen das Galaxy S10, später das iPhone 12 Pro Max. Zwischendurch auch einmal ein paar Testhandys. Teste ich Smartphones erkläre ich sie in der Zeit meist zum Erstgerät und lade sie darüber. An besonders sonnigen Tagen zu Hause habe auch weitere Geräte damit geladen, zum Beispiel meine AirPods, meine Kamera, das Zweithandy oder einen Bluetooth-Lautsprecher.

Zum Einsatz kamen, je nach Wetter und Einsatzort:

  • 100-Watt-Solarladegerät. Ideal, wenn es schnell gehen musste oder es nicht so sonnig war.
  • 28-Watt-Solarladegerät: Ideal für unterwegs, kam etwa auf meiner Radtour zum Einsatz
  • 13.500-mAh-Powerbank: große Powerstation mit DC-Anschluss, maßgeblich für zu Hause.
  • 10.000-mAh-Powerbank mit Schnelllademodus, hauptsächlich für unterwegs
  • In den meisten Fällen das Samsung Galaxy S10 mit Schnelllademodus
  • Passende DC- oder USB-Kabel zum Direktladen. Kabelloses Laden ist hier zwar möglich, aber natürlich Quatsch.

Würde ich das noch einmal machen, würde ich greifen zu…

  • Einem Handy mit echtem Schnelllademodus. Und das sind in erster Linie die Chinesen wie Xiaomi oder auch Motorola. Ich weiß gar nicht, warum Samsung und Apple da noch altmodisch wirkende, langsame Techniken anwenden. Beim Solarladen kommt es auch auf Geschwindigkeit an, den blauer Himmel ist in diesen Breiten selten.
  • Zwei 20.000-mAh-Powerbanks. Die sind in der Regel noch sehr handlich und können ein handelsübliches Smartphone etwa 5x voll aufladen.
  • Die Solarladegeräte waren in ihrer Form ausreichend. Mehr ist natürlich mehr, aber mehr ist dann auch größer, was unterwegs zu einem Problem werden könnte.

Was das Ganze eigentlich sollte? Finanziell und ökologisch zumindest hat es sich nicht gelohnt. Gespart habe ich bei der Aktion vielleicht ganze 2 Euro an Stromkosten. Und da ich eh schon Ökostrom beziehe… Dafür gibt es mittlerweile sichtbaren Verschleiß an den Solarladegeräten, die immerhin auch mal ca. 70 und 150 Euro gekostet haben. Noch so ein Jahr und zumindest eins von beidem wäre wahrscheinlich hin.

Ich glaube, ich wollte mir einfach nur selbst beweisen, dass es geht. Ganz unabhängig vom Haushaltsstrom leben können, zumindest erst einmal mit einem Gerät. Das Ganze ließe sich hochfahren. Ein cooles Experiment wäre, das ganze Arbeitszimmer auf Solarstrom umzustellen, Router, Lampen, Laptop, vielleicht sogar mit einem Solarbalkon. Das würde teuer und schwer zu organisieren, aber würde sich sehr cool anfühlen. Mal sehen, was die Zukunft bringt.

Sollte es jemanden von euch interessieren und wenn ich mal wieder etwas mehr Zeit habe, kann ich hier auch noch Bilder einstellen und etwas mehr auf das Setup eingehen. Ich habe nur das Gefühl, so richtig interessiert das niemanden. Getan werden musste es trotzdem. 🙂

Kategorien
:)

Doch noch: Neujahrsvorsätze

Zumindest die, die ich öffentlich machen kann. Gleich vorweg: Mich würde die wichtigste Sache interessieren, die ihr euch 2021 vorgenommen habt! Wenn ihr mögt, schreibt mir das in die Kommentare! Nee, interessiert mich wirklich. 😉

Okay, un selbs? So viel habe ich gar nicht mehr vor. Im Kleinen sicher das eine oder andere. Für Selbstoptimierung bin ich langsam zu alt. Zu viele zu schwierige Sachen würden mich zu sehr unter Druck setzen und dann mache ich sie eh nicht… Bleibt also noch:

  • Hardcore-Chillen
  • Final ausmisten (ich weiß, ich schreib das jedes Jahr…)
  • Ein neues Projekt auf der Arbeit angehen (hab Bock!)
  • Kameratauglich werden
  • Letzte berufliche Lücken schließen
  • Bis zur Impfung überstehen, ohne mir Corona einzufangen
  • Auch privat langsam mal wissen, was ich eigentlich will
  • Die Hintergrundfarbe hier im Blog verändern. Das aber nur, damit ich 1 Vorsatz auch mindestens durchkriege. 😉 Wenn ihr das hier lest und die Farbe nicht mehr weiß ist, hab ich’s geschafft.

Mehr nicht, reicht. Der Rest ist optional. Bin gespannt – auch auf eure Vorsätze!

Kategorien
Yeah

Graue Herren und Homeoffice

Mal ganz abgesehen davon, dass mehr Homeoffice derzeit eine gute Idee wäre, um die Pandemie weiter einzudämmen, finde ich die Argumente gegen Hubertus Heils Gesetzesentwurf zu einem Rechtanspruch auf 24 Tage Homeoffice in Jahr, nun ja, interessant.

Aus der FAZ vom 5.10.20. Vorhebung von mir:

„Der FDP-Arbeitsmarktexperte Johannes Vogel nannte Heils Gesetzesvorschlag einen SPD-Wahlkampfvorstoß (…) :„ Es wird nicht klar, wie Bürokratie abgebaut werden soll, die aktuell Unternehmen dazu zwingt, heimische Schreibtische zu kontrollieren.

Von Tagesschau.de vom 14.11.20, Hervorhebung von mir:

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat seine ablehnende Haltung zu etwaigen Rechtsansprüchen beim Thema Homeoffice bekräftigt. „Arbeit im Homeoffice muss Sache der Firmen und ihrer Mitarbeiter bleiben“, sagte der CDU-Politiker der „Bild am Sonntag“. „Ich habe keinerlei Sympathie für Rechtsansprüche, die nur einigen wenigen Arbeitnehmern zugutekommen.“ Schließlich würden Briefträger, Pfleger oder Chirurgen niemals von zu Hause aus arbeiten können.

Aus der Rheinischen Post vom 5.10.20

„Die Krise hat gezeigt, dass die meisten Arbeitgeber, die es können, ohnehin gerne Homeoffice anbieten“, sagte Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Montag).

Ach ja?

Von WDR.de vom 11.1.21, Hervorhebung von mir

Laut einer Erhebung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung haben im November lediglich 14 Prozent der deutschen Erwerbstätigen im Homeoffice gearbeitet. Beim ersten „Lockdown“ im April waren es noch 27 Prozent.

Von Bitkom.org vom 8.12.20, nach einer Umfrage:

74 Prozent sagen, dass Homeoffice in Deutschland allgemein noch sehr viel stärker genutzt werden sollte. 85 Prozent sagen, Homeoffice kann den Verkehr reduzieren und damit auch das Klima entlasten. 52 Prozent sagen, es sollte ausschließlich im Homeoffice gearbeitet werden, solange die Pandemie nicht überwunden ist.

Das Homeoffice-Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft: 55 Prozent sagen, ihre Tätigkeit ist grundsätzlich geeignet (davon 21 Prozent ausschließlich, 34 Prozent teilweise). 43 Prozent sagen, ihre Tätigkeit ist nicht für Homeoffice geeignet.

Wenn ihr also weiter wie in den 80ern leben wollt, dann wisst ihr jetzt, wen ihr wählen müsst.

Kategorien
Right

This seems to be a thing now

Mein iPhone soll ja jetzt auch meinen Ebook-Reader ersetzen. Dazu habe ich mir die Apple Bücher-App noch einmal heruntergeladen und nach dem Buch „Quiet“ von Susan Cain gesucht. Die Ergebnisseite:

Und etwas weiter geswiped:

Oder in der Listenübersicht:

Also kurz zusammengefasst: Suchst du da nach einem Titel, bekommst du erst einmal etliche Vorschläge von kurzen Zusammenfassung für das jeweilige Buch. Teils kostenlos, teil bis zur Hälfte des Preises des eigentlichen Buchs.

Das geht so weit, dass man sich fragt: Haben die das echte Buch überhaupt oder ist das hier wie mit den Karaoke-Versionen auf Spotify?

Scrollst du eine Weile, kommt aber tatsächlich irgendwann mal das echte Buch:

Aber du musst schon genau gucken. Zwei Titel weiter drüber listet die App nämlich ein ähnlich klingendes Buch der gleichen Autorin auf. „Quiet Power“ ist aber der Nachfolger von „Quiet“ mit einem etwas anderen Ansatz. Muss der/die Suchende auch erst einmal wissen.

Aber mal im Ernst: Wusstest ihr, dass das mit den Summaries/Abstracts so ein Riesending ist? Ich hatte mal eine Zeitlang Blinkist abonniert. Eigentlich eine sehr hübsche App, die nichts anderes macht, als Fachbücher auf wenigen Seiten („Blinks“) oder als 15-Minuten-Hörbuch zusammenzufassen. Eine 2-Minuten-Recherche ergibt, dass es natürlich noch mehr solcher Angebote gibt, getAbstract oder Instaread zum Beispiel.

Quick Read ist sogar eine eigene Kategorie auf Apple Bücher:

Ich hatte bei Blinkist oft den Eindruck, dass mir das weniger Erkenntnisse gibt und man es nicht ganz so schnell verinnerlicht wie erhofft. Dass das Wissen zwar gut komprimiert ist, ein gut formulierter Blogbeitrag aber das gleiche vermitteln könnte. Beides hat aber nicht den gleichen Effekt wie das Lesen des Buchs. Und es skaliert nicht gut. Morgens vier Summaries in einer Stunde durchzuhören oder zu lesen, überfordert den Kopf. Das Reflektieren über den Inhalt würde ich nicht unterschätzen.

Auf jeden Fall lese ich jetzt aber doch erstmal das kostenlose Summary zu „Quiet“. Und danach in den nächsten Tagen vielleicht noch ein paar andere. Bin auf die Erkenntnis gespannt.

Kategorien
Yeah

Doch, das bringt etwas

Plötzlich geht es:

Man kann viel spekulieren, warum Trump erst jetzt überall gesperrt wird. Geleistet hat er sich schon vorher genug, sowohl als Präsident als noch als Kandidat auf den Posten. Jetzt hat er eh fertig und es wird auch sogleich einsam um ihn. Nein, Mitleid muss man hier nicht haben.

Und die Entscheidung, auch wenn sie sehr spät kommt, ist richtig. Die Argumentation, der man sich hierzulande bei einem Verbot extremer Parteien auch immer stellt, ist: Wandern die dann nicht erst recht in der Untergrund ab und machen einen Staat im Staate auf? Klare Antwort: Nein, so funktioniert das nicht. Durch ein Verbot von Versammlung, durch ein Einfrieren der Finanzierung und einen Entzug der Aufmerksamkeit gräbt man ihnen sehr wohl das Wasser ab. Und es zeigt sich meist sehr schnell, dass die Schreihälse außerhalb der etablierten Strukturen meist kein Bein mehr an den Boden bekommen.

Beispiel Heinz-Christian Strache, der mit seiner neuen Partei bei der Landtagswahl in Wien im Oktober krachend an der 5-Prozent-Hürde gescheitert ist. Schließt Trump aus der Republikanischen Partei aus, friert seine Gelder ein, entzieht ihm die Aufmerksamkeit, und er wird 2024 nicht wiederkommen. So einfach ist das.

Kategorien
Argh

Exciting Times

US government standing up for democracy 💪🏻

The very same day, well…

Social Media giants gone public are just a platform?

The very same day:

2021 to get all better than 2020? Well, we’re off to a great start…

Kategorien
Yeah

Fluent in 3 months?

Seit jetzt drei Monaten lerne ich täglich Niederländisch und habe tatsächlich keinen einzigen Tag ausgelassen. Ich bin lange nicht mehr so enthusiastisch dabei wie am Anfang, aber mein Ziel von täglich >100 Punkten auf DuoLingo erfülle ich Tag für Tag. Das entspricht etwa 10 Lektionen à 20 Einzelaufgaben. An einem Wochenendtag mache ich meist mehr, um in der Woche auf über 1.000 Punkte zu kommen.

Die große Frage ist: Wie gut kann ich die Sprache jetzt? Reicht es schon für Fluent in 3 Months, ein Idee, die der Ire Benny Lewis vor einigen Jahren entwickelt hat?

Klare Antwort: nein. Dat gaat niet! Ich habe gerade mit Lektion 5 von 6 bei DuoLingo angefangen. Also rund 1/3 des Kurses steht mir noch bevor. Ich kenne mittlerweile über 2.000 Wörter auf Niederländisch, kann einzelne Sätze bilden, verstehe deutlich mehr von niederländischen Radionachrichten oder TV-Sendungen als zu Anfang des Kurses.

Aber fließend verstehen und sprechen? Nee, nog heel lang niet!

Ich bin allerdings begeistert, wie viel man in drei Monaten täglicher Übung tatsächlich lernen kann! DuoLingo, ich erwähnte es hier bereits oft, ist ein fantastisches Sprachlerntool, das zwar auch ein paar Nachteile hat, aber durch den Gamification-Ansatz und das ausgezeichnete Weblerntool die Motivation hoch hält. Denke ich da an meine Schulzeit und die hässlichen, auf Recyclingpapier gedruckten Übungsblätter zurück, oder die zerfledderten, teils bildlosen Schulbücher aus dritter Hand. Brrr… Schon toller, was heute möglich ist.

Lewis geht bei seinen Fluent-in-3-months-Programmen aber auch all in. Er zieht in das jeweilige Land, geht raus, spricht die Sprache, hat keine Angst vor Fehlern, macht praktisch nichts Anderes in der Zeit. Hut ab vor solchem Mut! Aber es ist irgendwo auch klar, dass man eine Sprache auf die Weise besser lernen kann. Ist für mich (und sicher auch die meisten für euch) gerade logistisch und zeitlich nicht möglich, und deswegen bin ich froh, dass ich mich in der Zeit mit DuoLingo und Tandem durchschlagen kann.

Der DuoLingo-Kurs für Niederländisch enthält eigentlich eine Menge. Grundwortschatz, Verben, Adjektive, Zeiten, Diminutive, Reisen, Reflexivverben. Jetzt gerade sind wir bei Vergleichen. Nach Ende des Kurses werde ich nicht alles wissen, aber het zullde helemaal genoeg zijn, om met de mensen van daar te praaten.

Ziehen wir am Ende mal Resümee. Ich schätze, dass ich noch etwa zwei Monate brauchen werde, um den Kurs zu beenden. Nebenbei höre ich weiter Radio, übe Konversationen auf Tandem, schaue mal, ob es noch irgendwelche niederländischen oder flämischen Serien gibt, die man im Original gut gucken kann. Das großartige Toon hatte ich ja an dieser Stelle schon erwähnt.

Und dann vielleicht im nächsten Urlaub dahin (sobald es wieder möglich ist), weiter Radio hören, vielleicht mal einen Fortgeschrittenenkurs belegen, mir einen festen Tandempartner suchen. Dann glaube ich, dass man eine Sprache in einem Jahr schon sehr, sehr gut lernen kann.

Am meisten freue ich mich aber über die Begleiterscheinungen des Ganzen. Davor plätscherte mein Alltag so vor sich hin und ich kam mir an manchen Tag ganz schön alt und eingerostet vor. Mittlerweile kann ich mir Dinge besser merken, ich lerne auch in anderen Bereichen mehr dazu, ich habe Lust mich weiterzubilden und freue mich auf Neues, statt entgeistert abzuwinken. Der einzige Nachteil, den ich feststelle, ist, dass ich jetzt noch mehr Schlaf brauche als vorher. Dabei war ich eh schon Langschläfer. Aber na ja, ist mir der Spaß wert, habe ich akzeptiert. Und auch das fällt mir nun leichter. 😉

Neulich sprach ich hier von Zielen. Bei Niederländisch habe ich tatsächlich erstmal einfach drauflos gelernt. Ja, ich hatte die Absicht, den Kurs auch zu beenden, in wenigen Monaten fließend Niederländisch sprechen zu können. Aber nicht, um etwas Bestimmtes zu erreichen, was das Ganze vielleicht auch erschwert hätte. Ich plane nicht, dahin auszuwandern (wobei, warum eigentlich nicht?), irgendetwas Berufliches damit zu machen. Ich muss es nicht lernen, ich möchte es. All das hält meine Motivation oben.

En het is een heel mooie spraak met veel leuke woorden. Ik zul het blijven leren, want ik hou van het.

Kategorien
Möh

Sars-CoV2 B 1.1.7

  • Stable release
  • Minor bug fixes
  • Slight performance improvements
  • 70% higher contagion rate (goes „viral“)
  • Does alterizations to now 17 amino acids, 8 among the spike protein
  • Mutation can increase R-value up to around 0.4
  • Fixed: An issue causing dark mode systems to drain battery
  • Fixed: An issue causing cardiovascular systems to crash
  • Creates even more hysteria
  • Lethality decrease

Kategorien
Right

Ziele erreichen

Wir schreiben den 5.1.21. Und dieses Blog feiert damit Geburtstag. Tatsächlich vor einem Jahr ging es hier los; da noch unter einem anderen Namen, an den sich zum Glück niemand mehr erinnert. 😬

Frohes Neues euch erst einmal!

Eigentlich Zeit, mal wieder ein paar Neujahrsvorsätze zu schmieden. Ich habe keine, aber es wäre gut, welche zu haben. Die Vorsätze vom letzten Jahr habe ich nämlich fast alle erreicht (den vorletzten nicht, weil ich mich irgendwann umentschieden habe, und den letzten noch nicht ganz, es ist weit mehr Arbeit als gedacht).

Die Crux bei Neujahrsvorsätzen scheint übrigens zu sein, sich nicht zu wenig vorzunehmen. Dann sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass du alle in den Sand setzt.

Als ich neulich mit Nicky spazieren war und wir, wie immer, über das Leben sprachen, ging es auch um Ziele. Und mir fiel auf, dass ich viele Ziele, die ich mir mal vorgenommen hatte und die mir logisch erschienen, auch erreicht habe:

  • Ich wollte das Abi haben und das habe ich bekommen, obwohl ich, weiß Gott, nicht gut in der Schule war.
  • Ich wollte aus meinem Heimatort wegziehen, das habe ich als allererstes getan.
  • Ich hab mich dann entschlossen, eine Lehre zu machen, die habe ich bis zum Ende durchgezogen.
  • Ich wollte Online-Redakteur werden, das bin ich geworden.
  • Irgendwann wollte ich lieber Redaktionsleiter sein als jeden Tag was schreiben zu müssen. Das bin ich mittlerweile.

Das Ganze geht auch im Kleineren. Um mal auf 2020 zurückzuschauen:

  • Ich wollte viele Notebooks und E-Mofas testen. Das habe ich irgendwie organisiert.
  • Als mir der erste Lockdown langsam zusetzte, schmiedete ich Pläne, um mit einem E-Mofa in und durch die Schweiz zu fahren, sobald es wieder möglich wäre. Als es dann so weit war, fiel mir auf, dass ich mich viel lieber dabei bewegen würde, also wurde eine E-Bike-Tour daraus. Und weil ich schonmal da war, bin ich noch ein Stückchen weiter gefahren und letztendlich den ganzen Vater Rhein entlang.
  • Ich wollte zum Ende des Jahres ein Smartphone haben, das gut genug ist, um meine Digitalkamera zu ersetzen, vielleicht für immer. Dazu ein Notebook, das ich mehrere Jahre würde nutzen können. Das lag zwar nicht alles in meiner Hand, aber am Ende ist es ein Stück weit so gekommen.
  • Ich wollte mir bis Jahresende eine liquide Reserve mit dem Betrag X anlegen. Das habe ich geschafft.

Ich habe nicht alles erreicht. Im Kleinen zieht sich das mit dem Ausmisten noch. Im Großen hatte ich mal vor, bis 30 verheiratet zu sein, ein Haus zu bauen, vier weitere Fremdsprachen zu sprechen und Gitarre spielen zu können. Alles nicht erreicht.

Alles aber auch nicht entsprechend forciert. Liegt es vielleicht am Ende nur an Prioritätensetzung, Vehemenz? Sollten die Ziele sehr klar formuliert sein? Vielleicht.

Und dann gibt es noch Ziele, die man irgendwann verwirft. Mein Lebenstraum als Teenager war es mal, Schriftsteller zu werden und einen pazifistischen Weltbestseller zu schreiben. Der Witz ist: Ich könnte das tun, mir das Rüstzeug dazu anlegen, die Geschichte zumindest aufschreiben – ich habe sie sogar schon im Kopf, und sie ist gut! Ob es dann wirklich ein Weltbestseller würde, wäre erst einmal nachrangig. Ich hätte sie dann wenigstens geschrieben. Im Grunde hält mich nichts davon ab. Ich tue es aus zwei Gründen nicht: erstens fehlt mir noch der genaue Hergang der Geschichte. Das müsste ich erst aufzeichnen. Der gewichtigere Grund aber ist, vielleicht sogar erschreckenderweise:

Früher wollte ich die Welt immer verändern, heute ist sie mir einfach scheißegal. Wir kommen auf diesen Planeten, um (wenn es gut läuft) 80 Jahre lang irgendnen Kram zu machen. Dann gehen wir wieder und erinnern uns an nichts. Ich weiß nicht, ob das nur eine Phase ist, ich weiß nicht mal ob das gut oder schlecht ist. Ich weiß nur, dass ich das Buch so nicht schreiben werde. Und dass das eigentlich ziemlich schade wäre…

Klar scheint zu sein: Man muss erst Ziele haben, sonst kann man auch nichts erreichen. Ist eine blöde Binsenweisheit, die in jedem Lebenshilfebuch steht. Sie stimmt aber leider auch. Man muss sich nur klar werden, was man eigentlich will.

Was wollt ihr?

Kategorien
Yeah

161: Holidays Edition

Man sollte eigentlich viel mehr Urlaub machen. Erst da kann man die eigene Arbeit mit Abstand betrachten und neue Konzepte erdenken. Oder auch Anderes.

Hat jetzt nämlich nichts mit meiner Arbeit zu tun, aber toll fände ich ein Social Network ohne Gewinnerzielungsabsicht, in dem du dich mit deinen Freunden vernetzen kannst. Und jeden Tag genau 1 Zeile für einen Status zur Verfügung hast. Über das, was du an diesem Tag gemacht hast, was dich bewegt hat. Twitter, sagt ihr? Nein, viel kürzer! Eine Mischung aus Tagebuch und eben Social Network. Und jeder hat nur eine Zeile.

Man könnte es Moodboard oder Oneliner nennen. Die Einträge sind auf die letzten 10 Tage begrenzt. Auf der Startseite kannst du deine bis zu 5 besten Freunde markieren, deren Einträge du als erste siehst. Der Rest folgt darunter.

Die Stati der Anderen kannst du kommentieren. Die Kommentare erscheinen erst, wenn du auf einen Status klickst:

Fonticons könnten im Status auch noch mehr anzeigen, wie den Ort deines Aufenthalts, das Wetter, deine Stimmung:

Oder ein Mini-Thumbnail zum letzten Bild, das du geschossen hast, das Andere sich in ganzer Größe anschauen können, wenn sie darauf klicken:

Das wäre das Schaufenster. Alles Weitere würde sich unsichtbar für Andere im Hintergrund in Einzel- oder Gruppenchats abspielen. Du kannst ganz normal nach Bekannten suchen und ihnen folgen, wenn sie damit einverstanden sind. Profile können nach Wunsch der Nutzenden öffentlich oder privat gestellt werden.

Alles ohne Ads, ohne Gewinnerzielungsabsicht, idealerweise sogar Open Source und Peer to Peer. Müsste natürlich noch von jemandem hübsch gemacht werden, der was von Design versteht. 😉

Das alles auch nur als Vorschlag. Eure Gedanken dazu?

Um beim Urlaubsthema zu bleiben: Mir fällt es zunehmend schwer, hier täglich etwas ins Blog zu posten. Liegt es daran, dass nichts mehr passiert oder das mich bloß nichts mehr interessiert? Das ist die Frage, die ich wohl mal klären muss.

Arbeite ich normal, verfolge ich mindestens 1x am Tag den Nachrichtenstrom, hauptsächlich Feedly und Pressemeldungen. Nicht jeden Tag passiert da etwas, das ich interessant fände. Wie sieht das nun aus, wenn ich, wie jetzt über Weihnachten, erst nach einer Woche wieder in den Stream schaue? Was bleibt dann am Ende übrig, das mich so sehr interessiert, dass ich es auch mit euch teilen würde? Gehen wir das mal durch:

Nickelback werben mit einem neu gefassten Video ihres Songs „Photograph“ für Google Photos, und das ist durchaus amüsant geworden:

Hähnchenbrater KFC hat einen eimerförmigen Gaming PC mit integrierter Wärmeschublade für Hähnchenteile vorgestellt. Und das ist offenbar ernst gemeint. Warum nicht auch mal lachen in dieser komischen Zeit?!

Death to 2020 auf Netflix sieht eigentlich ganz witzig aus:

Nachdem Apple als erster Anbieter auf ein beiliegendes Netzteil zum iPhone 12 verzichtet hatte, übernehmen auch Xiaomi und Samsung in ihren neuen Flaggschiffen die umstrittene Praxis. Dabei hatten sich beide deswegen noch unlängst über Apple lustig gemacht.

Klingt wie die Lösung für alle unserer Probleme: Wissenschaftler gewinnen CO2 aus der Luft und erzeugen Flugzeugtreibstoff daraus. Der Haken? Leider nur sehr wenig Treibstoff.

Huaweis Android-Alternative Harmony OS ist auch nur ein Android-Fork? Und wenn schon!

Doodle Jump kennter noch aus den Anfangstagen des iPhones? Version 2 ist jetzt da – und sieht mehr oder weniger genauso aus. Was das dann soll? Gute Frage. Ich hab’s trotzdem mal angespielt.

Mein neues Lieblingsspiel ist allerdings Headball 2. Macht richtig Laune, auch wenn ich da meistens verliere…

Chaos-Computer-Club-Legende Andy Müller-Maguhn wurde offenbar (recht offensichtlich) vom CIA ausspioniert. Und das mit recht offensichtlichen Methoden wie verwanzten Türschlössern, Handys aber auch vermeintlich Obdachlosen mit teuren Teleobjektivkameras.

Schöne Technik-Geschichte via Golem.de: Vom Gameboy wurde einst eine Produktivumgebung namens Workboy entwickelt, mit der die Nutzer auch einen Kalender und ähnliches auf der Konsole hätten nutzen können sollen. Kam dann nämlich nie auf den Markt. YouTuber DidYouKnowGaming hat aber jetzt einen der damaligen Entwickler ausfindig gemacht und den wohl letzten noch funktionierenden Prototypen in die Hände bekommen:

Mein Work-Baby Euronics Trendblog feiert 10-jährigen Geburtstag und ich hab anlässlich unseren Ehrentages mal die Geschichte des Blogs storifiziert:

Sie haben mich jetzt so weit, dass ich doch auf Pixelmator Pro 2 gewechselt bin. Macht aber von Anfang an einen guten Eindruck und ist mit aktuell 22 Euro auch nicht wirklich teuer für all das, was es kann:

Bild des Tages, Moonlit tree:

Und hier noch ein hübscher Ohrwurm für euch:

Kategorien
Argh

160: Weihnachten

Vielleicht bin ich zu alt für sowas oder gebe mich mit den falschen Leuten ab. Aber ich habe in diesem Jahr kaum jemanden gesprochen, der sich wirklich auf Weihnachten freut. Die meisten haben sich damit arrangiert und wollen es irgendwie vernünftig hinter sich bringen. Das liegt natürlich an Corona aber auch nicht nur. Von vielen weiß ich, dass sie darunter sogar leiden. Eben wenn Weihnachten nicht das Heile-Welt-Event sein kann, das Funk und Fernsehen™ uns suggerieren.

Was soll der Quatsch eigentlich? Da rennen Millionen Menschen wochenlang gestresst durch die Kaufhäuser oder machen Paketboten noch einmal extra das Leben schwer. Dann versucht man irgendeine heile Welt zu leben, die es so nicht geben kann, kocht ein lecker Essen, das naturgemäß immer irgendwie misslingt und dann geht man sich ein paar Tage auf die Nerven, bis einer heult. Weihnachten kann toll für Kinder sein. Wer keine Kinder hat und auch kein Kind ist: der soll das doch in Gottes Namen ausfallen lassen oder, bitte, zumindest nicht ernster nehmen als alle anderen 364 Tage im Jahr.

Wäre mein Vorschlag. Will ich dieses Jahr auch selbst einmal so angehen. Wer sich an Weihnachten einsam fühlt, der melde sich gerne bei mir! Keiner soll leiden müssen.

Ich hätte nicht gedacht, dass das ein so emotionaler Abschied wird… Immerhin war es keine Person, sondern ein ein Telefon. Aber nun ist es so weit: Mein Galaxy S10 hat mich heute in Richtung Christian verlassen.

Er war ein treuer Begleiter in den letzten, knapp 2 Jahren. (Christian auch, aber ich rede jetzt vom Telefon! ☝🏻) Ein richtig charmanter Begleiter mit einer wahnsinnig tollen Kamera. Was mir jetzt zum Abschied noch einmal schmerzlich bewusst wurde, als ich die Bilder dazu durchging. Teilweise dachte ich mir: Das muss doch ein Profi mit ner fetten Canon geschossen haben. Nee, waren tatsächlich das S10 und meine Wenigkeit, die noch kurz draufgedrückt hat.

Ich werde dich vermissen, Galaxy S10, ungeahnter, überraschender, treuer Begleiter der letzten 2 Jahre. 😭 So und jetzt in Gedenken ein paar schöne Fotos, die ich mit dir und nur dir machen durfte (klickt für ein größeres Bild):

… um nur einige zu nennen. Es war ein schwieriger Abschied, toch.

Möge das iPhone 12 nun wirklich besser sein…

Zweieinhalb Monate Niederländisch. Stunde der Wahrheit:

Sonst bin ich eigentlich immer oben mitgeschwommen. Selbst so hundert Punkte am Tag + einmal bisschen mehr haben für die Top 10 gereicht. Aber diesmal bin ich eindeutig in der Strebergruppe gelandet. 🙁

That’s it for today. Und, ach so, ihr habt es schon gemerkt: Es wird hier etwas sporadischer in diesen Tagen. Ich habe Urlaub – ihr hoffentlich auch. 🙂

Also: Feiert schön – oder lasst es. Auf jeden Fall: fühlt euch nicht einsam, schlecht oder falsch! Das ist es nicht wert. Und wenn doch, meldet euch!

Kategorien
Yeah

159: Go to hell, Facebook!

Schon interessant, wie Facebook und Apple sich gerade duellieren. Facebook behauptet, die wirtschaftliche Grundlage zahlreicher Kleinunternehmer sei mit der neuen Datenschutzpolicy von iOS 14.3 gefährdet. Die könnten dann keine personalisierte Werbung mehr an ihre Nutzer ausspielen. Traurig aber auch.

Zumal iOS 14.3 eigentlich nichts anderes macht, als den Nutzer*innen die Wahl zu geben, ob sie von einer App getrackt werden möchten oder nicht. That’s it.

Facebook hat dazu jetzt eine Info-Seite gelauncht. Und hat dort nicht einmal den Schneid zuzugeben, dass das eigene Geschäft darunter leide. Facebook schickt kleine Unternehmer vor, deren Geschäft angeblich in Gefahr sie, sollten sie keine personalisierte Werbung mehr ausspielen können. (Dass ihr hier beim Cookie Consent nur auf „akzeptieren klicken könnt und keine sonstige Auswahlmöglichkeit habt, spricht Bände.)

Wie erbärmlich ist das denn!

Dazu schaltet Facebook Anzeigen in großen Zeitungen wie der „New York Times“ und der „Washington Post“, in denen das Unternehmen für das freie Internet trommelt. Denn ohne personalisierte Werbung würde „das Internet“ teurer, und freier, hochqualitativer Content weniger einfach:

Apple hat angekündigt, das trotzdem durchzuziehen. Danke dafür!

Social Media der 1. (2.?) Generation ist krachend gescheitert. Hass, Selbstdarstellung, Neid, Dinge, die ich nicht lesen will. Es lebt eigentlich nur noch von Leuten, die meinen, dort sein zu müssen oder süchtig danach sind.

Ich hab mich da vor 2 Jahren abgemeldet. Vor einem Jahr meinen Twitter-Account auf Eis gelegt. Instagram ist der nächste Kandidat, dem man auch ruhig mal auf Wiedersehen sagen könnte, obwohl es mir dort eigentlich immer besser gefallen hat. War halt vor der Übernahme durch Facebook schon ein tolles Tool, ebenso wie WhatsApp, von dem man natürlich so schnell erstmal nicht loskommt.

Gegen Social an sich hätte ich eigentlich gar nichts einzuwenden. Man will ja mit Leuten in Kontakt bleiben. Die nächste Generation sollte, wie einst das WWW, ohne gewinnorientierte Großkonzerne im Hintergrund an den Start gehen. Das würde ich mir wünschen. Und Facebook kann derweil meinetwegen zur Hölle fahren. Kein Verlust für die Welt.

Happy birthday, Luddy! #BTHVN

Däs Prätwürst: Prata (indischer Pfannkuchen) mit Sauerkraut und Currywurst. Fusion Food. Hach, Singapur! <3

Bild des Tages: die Bonner Nordbrücke bei Nacht, because why not:

Kategorien
Ui

158: Hungerast

Heute Nachmittag habe ich mich gleich noch einmal aufs Rad geschwungen. Biste im Flow, kannste gleich drin bleiben. Ich fuhr die Bonner Brückenrunde, stoppte kurz, um das Bild des Tages aufzunehmen:

Und plötzlich: bömm. Krassester Hunger ever. Etwa 3/5 der Strecke hatte ich geschafft, aber ab da kam ich kaum noch vorwärts. Pedalte mehr bis zur nächsten Brücke, ließ mich reihenweise überholen, schaffte es gerade noch die Brücke hinauf und musste dann den Motor einschalten, um überhaupt noch nach Hause zu kommen. WTF.

War es einfach nur Hunger oder das, was sie im Sport „Hungerast“ oder „Mann mit dem Hammer“ nennen? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Aber ich war gerade mal eine Dreiviertelstunde unterwegs, ein Hungerast tritt normal erst viel später auf. Oder rächte sich mein Gesternabendtrip?

Was ich noch weiß, ist, dass ich, kaum zuhause angekommen, in Minutenschnelle ein ganzes Schwarzbrot mit Käse wegzog. Das frisch angebrochene Stück Käse war danach auch weg. Es folgten noch ein Apfel und ein Kopi.

Gut, das alles lag mir dann etwas schwer im Magen. Aber what the heck. Das habe ich so auch noch nicht erlebt. Nicht einmal auf meiner Radtour im Sommer. Hat mal einer die Erfahrung gemacht?

Volwassenen sind voll Gewachsene, eh? Niederländisch wirkt auf mich immer mehr wie ein norddeutscher Dialekt, der sich verselbstständigt hat. Sprachwissenschaftlich stimmt das aber so wohl nicht. Man sollte da mal einen fragen, der das studiert hat. 😉

Seid ihr?

Kategorien
Right

157: Evening Aventure

Mit tut langsam der Rücken weh. Ich bin deutlich untersportet. Gymnastik zuhause ist nicht meins, eine Bonner Brückenrunde, die von Haustür zu Haustür beim mir 18km lang ist, mit dem Rad auch irgendwie nicht erfüllend. Da muss mehr her. „Tu etwas, was dir Angst macht“, erinnerte mich heute Morgen eine Quora-Weisheit. Angst und Sport kombinieren? Warum nicht!

Ich einigte mich mit mir selbst auf eine Fahrt nach Köln mit dem Rad. Abends im Winter, bei diesigem Wetter, ja fast Nebel, und Dunkelheit. Angst macht mir das eigentlich nicht, kalt ist es eigentlich auch nicht. 7-8 Grad. Aber ein kleines Aventure ist das schon. Zumindest weil ich den Weg rechtsrheinisch kaum kenne und man bei Dunkelheit schonmal den einen oder anderen Wegweiser übersieht.

Um 1900 Uhr bin ich abmarschbereit. Wäre schön, in zwei Stunden wieder da zu sein, denke ich mir. Die südlichste Kölner Rheinbrücke sollte erstmal reichen.

Auf der Bonner Nordbrücke setze ich über. Es kommen Bergheim, Mondorf, wo ich links abbiege und auf die Rheinroute gelange. Es folgen Niederkassel, Lülsdorf und die ersten Wege, die ich nur flüchtig kenne. Der Mond ist nicht zu sehen, aber ein paar Sterne leuchten über mir.

Die Gegend ist eigentlich ganz interessant. Viele Felder, eine alte Kirche, gegenüber die Wesselinger Raffinerieanlegen. Durchaus spektakulär bei Nacht:

Auch das Rheinufer. Mein iPhone weiß nicht genau, wie hell es sich stellen soll. So kommen recht spektakuläre Nachtfotos dabei heraus:

Irgendwann gegen 2000 Uhr meine ich, etwas von Zündorf zu lesen. Aber der Ort kommt und kommt nicht. Das ganze dauert deutlich länger als gedacht. Und nach Stadt sieht das alles so gar nicht aus. Hin und wieder mal kommen mir einzelne Jogger oder Spaziergänger mit Hund entgegen. Einmal meine ich, einen Fuchs zu sehen. Oder ist es ein Hund? Aber ganz ohne Herrchen oder Frauchen? Da endlich, die Zündorfer Kirche:

Es ist bereits 2030 Uhr. Verdammt, wie konnte das so lange dauern! Selbst von hier ist es noch ein ganzes Stückchen bis zur Brücke. Da kommt vorher unter anderem noch Porz.

Als ich endlich die Brücke erreiche und ein paar Bilder von der entfernten Kölner Innenstadt schieße, ist es bereits kurz vor 2100 Uhr.

Also eigentlich die Uhrzeit, zu der ich schon wieder zuhause sein wollte. Was genau ist da schiefgelaufen? Klar ist man langsamer, wenn man den Weg nicht kennt. Aber 20 km/h im Schnitt habe ich für mein Empfinden schon geschafft. Habe ich mich verfahren? Auch nicht wissentlich. Seltsam, das alles.

Besonders kalt ist mir eigentlich nicht. Nur am Nacken zwackt’s ein bisschen und langsam werden mir die Füße kalt. Die Handschuhe halten dafür dicht, und auch meine Radhose hält warm. Lediglich der Pöppes meldet sich. Ein Gefühl, das ich wahrlich nicht vermisst habe…

Zurück geht es deutlich schneller. Rodenkirchen, Weiß… Als ich kurz anhalte, um zum ersten und einzigen Mal auf Apple Maps zu schauen, spricht mich ein Spaziergänger an. Ich solle mein Vorderlicht mehr nach vorne neigen. Das blende, er kenne das selbst vom Radfahren. Ich nicke und erzähle ihm die emotionale Geschichte, wie ich gerade durch die dunklen Lülsdofer Wiesen gefahren bin und das Licht höher stellen musste, um überhaupt noch etwas zu sehen. Jetzt in der Stadt, klar, geht das wieder runter, hatte ich nicht dran gedacht.

Aber er lässt nicht locker. „Stellen Sie das runter, das blendet sonst.“ Ja doch, ja doch! (Arschloch.)

Langsam will ich auch nach Hause. Immerhin: Die App zeigt an, dass es bis Wesseling nur noch geradeaus geht. Ich fahre und fahre und langsam kommt mir die Gegend bekannt vor. Die Godorfer Stadtbahn-Haltestelle. Yeah! Selten habe ich mich darüber so gefreut. Und weniger später Wesseling. Die Industrieanlagen: Nachts durchaus beeindruckend:

Und dann kommen auch schon bald Wesseling City, Urfeld, Widdig und schließlich Uedorf und Hersel. Zurück geht es irgendwie deutlich schneller. Keine Ahnung, wieso genau.

Mir ziemlich kalten Füßen, völlig verdreckt und mit irgendwie nassem Helm alleine von der Luftfeuchtigkeit, erreiche ich schließlich gegen 2220 Uhr das traute Heim.

Der Hinweg rechtsrheinisch hat also letztlich 2 Stunden gedauert, der Rückweg 1:20h. Sonderbar. Klar, hin musste ich erst über den Rhein übersetzen, aber das war jetzt auch kein Riesenact. Vielleicht hätte es mir eine Warnung sein müssen, dass ich vom Zündorfer Tischtennisturnier jeden Sommer mit dem Rad zurück auch immer etwas über 1 Stunde gebraucht habe. Ich muss das morgen mal in Ruhe nachmessen, aber rechtsrheinisch scheint die Strecke einfach länger zu sein.

Aber doch: Spaß hat’s gemacht. Ein richtig schöner Workout. Sollte man sich öfter die Zeit für nehmen. Vielleicht Weihnachten doch mit dem Rad nach Meppen… Nein, ist auch aus anderen Gründen der falsche Zeitpunkt dafür. Aber Ostern? Mal sehen!

Kategorien
Yeah

156: Breaking Christmas

Ich bin mittlerweile überzeugt davon, dass dieses Jahr eigentlich das perfekte Jahr wäre, um Weihnachten zu egalisieren. Dieses eigentlich schöne Fest ist völlig zu einem unerträglichen Mist geworden, der Millionen Menschen unter Druck setzt, reihenweise Leute in die Depression oder gar den Suizid stürzt. Kaum ein anderer Tag (Silverster höchstens noch) führt den Menschen dermaßen ihre soziale Stellung vor Augen. Und wehe du hast keinen, zu dem du gehörst oder mit dem du feiern kannst.

Dieses Jahr ist eh nicht viel mit Weihnachten feiern. Der Lockdown kommt und alle sollten möglichst zuhause bleiben. Je mehr ich drüber nachdenke, desto egaler ist mir das Fest aber auch. Ich könnte meine Familie genauso gut eine Woche vorher oder später besuchen. Ich müsste einmal das Gefühl überwinden, mich sozial isoliert zu fühlen, wenn ich Heiligabend alleine bin. Jetzt ist eigentlich die beste Gelegenheit dafür. Sie machen es dir leicht, weil viel mit Besuchenkönnen, Essengehenmüssen oder in die Kirchegehenkönnen eh nicht ist. Ich sehe mich eigentlich schon ganz nüchtern auf der Couch liegen und ein schönes Buch lesen. Könnte funktionieren.

Aber wir reden da in einer Woche nochmal von. Von wegen Plan und Realität. Mich dem Ganzen zu entziehen, wird so leicht eben auch nicht… 😉

Social… wird immer weniger bei mir. Bei Facebook und Twitter bin ich raus, gerade war ich noch einmal auf Instagram, um ein paar letzte Bilder zu posten, bevor ich mein Galaxy S10 sehr wahrscheinlich verkaufe. Und ich habe den Sinn an Instagram nicht mehr ganz verstanden… Schöne Bilder posten und hoffen, dass sie jemand liked, okay. Aber warum eigentlich?

Irgendwie ist Social verknüpft mit dem Minimalismus-Gedanken, den ich verfolge. Je weniger ich habe, desto weniger will ich auch in sozialen Netzen aktiv sein – und lieber wieder echte Menschen treffen. Verrückt! 🙂

Spätestens nach diesem Bild von gestern Abend mit dem iPhone 12 Pro Max ist mir irgendwo klar, dass ich keine andere Kamera mehr brauche. Seht ihr das in irgendeiner Art und Weise anders?

Die Systemkamera kommt also weg. Braucht jemand eine gut erhalte Canon EOS M6 Mark I mit zwei Objektiven (Streetzoom und Supermacro)?

Der Flug ist die Flucht? 🤔

Me too, me too!

Okay, Englisch gewinnt auf jeden Fall diese Runde im Kampf um die kürzeren, einprägsameren Wörter.

🤔🤔😄

Kategorien
Möh

155: Service

Meine Internetrechnung war heute ein klein bisschen höher als sonst…

Sonst sind es immer 21,44 Euro. Aber klar, kann ja mal… Nein, kann nicht. Woher kommt der kleine Aufschlag?

Ja, ich erinnere mich. Da kam vor ein paar Wochen mal aus dem Nichts die Aufforderung, selbiges zurückschicken. Problem dabei war, dass ich so etwas nie bekommen habe. Hab das also für einen Fehler gehalten und ignoriert. Zahlen soll ich jetzt trotzdem.

Derweil sind zwei Amazon-Lieferungen nicht gekommen. Mütze, Schnürsenkel, Fahrradhose. Alles nicht die Welt. (Wobei, wenn jetzt der Lockdown kommt?!) Hier konnte ich mich einloggen und mit dem Kundendienst chatten. Erst einem Bot, dann einem Menschen, der im Baukasten voller Höflichkeitsfloskeln kramt:

Schwaat nit! Jib her dat Zeusch!

Aber machen könne er da letztendlich auch nichts, außer mir eine Gutschrift für die Produkte anzubieten, was ich dann auch der Einfachheit halber akzeptiere. Netter Mensch, einfacher Kontakt, keine lange Wartezeit. So geht guter Kundenservice.

Was mich bei sowas dennoch ärgert, ist, dass ich mich um die Fehler der Anderen erst einmal kümmern muss. Im Falle von Amazon war es einfach. Bei Vodafone gehe ich jetzt schon davon aus, dass sich das Wochen hinziehen wird. Ich habe eine Mail an den Kundenservice geschickt. Den wird frühestens nächste Woche jemand bearbeiten. Ich werde mich hier erklären müssen und eine Gutschrift wird es frühestens im kommenden Jahr geben. Nervt.

Und dann haben sie noch die Chuzpe, mir diese Mail hinterherzuschicken:

Na, wenn so die Zukunft aussieht…

Classic. 😂

Daar zijn we daarbij:

Seriously?! 🙈

Vielleicht muss man auch in der entsprechenden Stimmung sein, um das richtig zu beantworten. Erinnert mich irgendwie an das Jodeldiplom von Loriot.

Herrje!

Aber okay, Andor könnte was sein:

Bild des Tages, Kronkorenblume:

Kategorien
:)

154: Weihnachtshamstern

His lockdown commeth and that right soon!

Ich gehe davon aus, dass die den Laden hier nach Weihnachten dicht machen.

Also die: der Staat, und Laden: het Schland.

Vielleicht sogar schon an Weihnachten, aber das würde keinen großen Unterschied machen.

Wer Familie ist, feiert natürlich trotzdem zusammen.

Also in einem Haushalt zumindest.

Würden sich die Treffen von mehr Haushalten verbieten lassen? Würde schwer. Wer soll das denn kontrollieren?

So oder so aber werden die Leute mir vorher den Supermarkt leerkaufen.

Weihnachten wird ein langes Wochenende, dann folgt der Lockdown und dann mit Silvester und Neujahr wieder ein langes Wochenende. Ich gehe von Hamsterkäufen aus.

Meinen haben schon erledigt. 😉

Aber klar, ein paar Dinge vergisst man oder muss man doch frisch kaufen.

Also die Tage nochmal die Flinte umgeschnallt und raus da. Bloß nicht am Tag vor Heiligabend feststellen, dass etwas Wichtiges fehlt.

Habt ihr schon alles?

Wenn ihr wissen wollt, ob der Obdachlose, der euch um Geld anbettelt, wirklich echt ist, gibt’s einen einfachen (und leider auch bisschen zynischen) Trick. Ihr geht abends um 2200 Uhr durch die Innenstadt, wenn die Bürgersteige hochgeklappt sind. Wer da vor einem Laden, in einer Ecke oder im Self-Cash-Compartment der Commerzbank campiert, der ist echt. 💁🏻‍♂️ Freiwillig macht das keiner.

Und so sah ich dann gerade bei meinem Spaziergang den Typen, der jeden Tag vor dem Stadthaus sitzt und bettelt. Und von dem ich immer dachte, der mache das nur als Dayjob. Er saß mit Sack und Pack auf seiner Matratze neben der Einfahrt zu einer Tiefgarage. Nachts um kurz vor 2300 Uhr. Der ist also tatsächlich auch echt. Oha…

Sie werden immer besser (außer bei der Namensfindung!

Bild des Tages, gab nen echt hübschen Sonnenuntergang heute:

Kategorien
Yeah

153: Zeug that makes you happy

Ich bin mittlerweile so drin in meinem Minimalismus-Wahn, dass ich nicht einmal mehr sagen kann, welcher Gegenstand mich glücklich machen würde. Klar, erstens habe ich im Grunde alles, was ich brauche, und da sind schöne Sachen bei. Und zweitens ist es vielleicht auch der falsche Ansatz zu erwarten, dass Dinge einen glücklich machen könnten.

Wobei: Na, eigentlich doch. Wenn es schöne Dinge sind, die einem jeden Tag die Arbeit erleichtern oder Spaß machen, wenn man mit ihnen etwas Schönes „unternimmt“, dann kann einem das schon Freude bereiten. Hier fällt mir zum Beispiel meine Espressomaschine ein, auch wenn ich so eine wahrscheinlich nicht noch einmal kaufen würde.

Aber aktuell? Wüsste ich tatsächlich nichts. Wie sieht das bei euch aus?

Angenommen, Weihnachten fiele tatsächlich aus und ich müsste Heiligabend alleine hier hocken. Aus irgendeinem Grund wäre das für mich das schlimmstdenkbare soziokulturelle Szenario. Noch vor dem 1. Weihnachtstag und Silvester. Damit es nicht zu traurig wird, stelle ich hiermit ein Heiligabend-Corona-Notfallprogramm auf. And here goes:

  • Irgendeinen Gottesdienst mit schönen Weihnachtsliedern im Fernsehen sehen. Ja, so religiös bin ich dann doch. Vor allem aber möchte ich schöne Lieder singen und hören.
  • 1 lecker Essen kochen und, na ja, essen. Kurz vorher mit der Familie videotelefonieren
  • Mein eigenes Geschenk an mich auspacken. Ja, doch, trotz dem, was oben steht. So materiell bin ich dann doch wieder. Jetzt müsste ich nur noch wissen, was.
  • Ein paar Leuten frohe Weihnachten wünschen, am besten irgendwie am Telefon
  • Den Abend gemütlich auf der Couch verbringen, „A very Murray Christmas“ auf Netflix sehen und ein gutes Buch lesen.

Ja, doch so ließe sich das überstehen. Am 1. Weihnachtstag dann noch:

  • Was Leckeres kochen und essen. Vielleicht sogar mal Kuchen backen und essen (mein Zupfkuchen neulich war genießbar!).
  • Noch paar Leuten frohe Weihnachten wünschen.

Der Rest ist mir dann egal. Sogar Silvester (behaupte ich). Da habe ich schonmal alleine feiern müssen. Hat mich nicht umgehauen. Gab Ofenkäse, Dinner for One und 10 Raketen um Mitternacht. Brauche ich mittlerweile aber auch nicht mehr, also die Raketen.

Wie haltet ihr das mit Weihnachten, Silvester und Corona?

Bild des Tages: Het laatste beetje herfst:

Kategorien
Hm

152: Nur mal so laut gedacht

Vorhin zusammen mit Nicky mal laut gedacht: Was bringen eigentlich die ganzen Lockdown-Regeln, wenn die Regierung sich nicht traut, den heiligen Gral anzutasten? Den Bürozwang.

Wenn du dir kein Corona holen willst, dein Chef aber verlangt, dass du im Büro aufschlägst, kannst du nichts dagegen tun. Du hast keine rechtliche Handhabe, nicht einmal, wenn du Risikopatient bist. Und wenn der Chef oder die Kollegen meinen, dass Fenster auf Kipp und Abstandhalten für ein Großraumbüro reichen, dann kannst du dagegen protestieren und härtere Maßnahmen fordern. Ein Recht darauf hast du aber nicht. Und wenn du dich deswegen mit Corona ansteckst, ist das dein Problem, deinen Arbeitgeber kannst du dafür nicht belangen.

Nur mal so laut gedacht…

Toon ist eine niederländische Comedyserie auf Netflix, die ich mit Kristine zusammen eigentlich nur mal angeschmissen habe, um mein Niederländisch ein bisschen in der Praxis zu testen. Dann aber wurde es so schräg, so verrückt und teilweise so irrsinnig komisch, dass die 1. Staffel auch schon wieder vorbei ist. Was die sich da an Details ausgedacht haben! Allein der Moment, wie eins zum anderen kommt, als der lebensfremde Toon ungewollt zum Star wird. Der plötzlich omnipräsente, selbstverliebte Chef, die völlig absurden Talkshowgäste, der mysteriöse Partygast, der auf einmal Toons Mitbewohner ist, weil er meint, so ein Haus wäre ja schön. Es ist teils echt zum Kreischen. Ich freue mich sehr auf Staffel 2!

Warum sollen eigentlich nur iPad-Apps zusätzlich auf Apples ARM-Rechner laufen können, dachte sich Google. Und stellte die frühe Version einer Emulation vor, in der auch Android-Apps auf dem MacBook laufen. Holla, dann bräuchte im Prinzip auch niemand™ mehr ein Chromebook. Schon spannend, was da gerade alles passiert, auch wenn es natürlich noch massive Einschränkungen gibt.

Bei einem Test gestern, wer die besseren Streetfotos bei Nacht macht, das iPhone 12 Pro Max, das iPhone X oder die Canon EOS M6 Mark I hat die Canon so elendig versagt, dass ich es fast nicht glauben kann. Kaum Licht auf einem Bild und wenn dann verwackelt oder verrauscht. Ich musste auf ISO 25.600 schalten, um mit offener Blende aus der Hand überhaupt noch etwas Licht einfangen zu können. Die beiden iPhones derweil so: Mööp, hier: alles hell genug.

Das darf doch nicht wahr sein! Liegt’s mal wieder am Fotografen (was mir die Profis ja immer vorwerfen), an der Kamera (immerhin vier Jahre alt) oder sind Smartphones bei Nacht einfach besser?

Zu früh für eine Antwort. Aber die Canon kommt auf jeden Fall weg.

Bild des Tages, geschossen mit dem iPhone 12 Pro Max:

Kategorien
Right

151: Winter

Die letzten Jahre um diese Zeit bin ich nach Singapur geflüchtet, habe lecker gegessen, bin wandern gegangen, durch Malaysia gereist, hab die Wärme genossen, mit einer schönen Frau Weihnachten gefeiert. Diesmal ist das alles irgendwie nicht möglich. Auch mein Alternativplan fällt flach: Heiligabend was essen, paar Weihnachtslieder in der Kirche singen, mit allen verloren Seelen zusammen in die Kneipe gehen.

Statt dessen hat’s mich jetzt irgendwie voll erwischt. Winter par excellence. Mein Notfallprogramm sieht so aus:

  • Alle Stressfaktoren sofort eliminieren
  • Alle Kritik(er) temporär abblocken
  • Rausgehen und irgendwo in der Stadt einen Kaffee trinken, einen Smalltalk mit der Bedienung halten
  • Telefonieren
  • Sport
  • Sachen wegschmeißen
  • Schlafen, schlafen, verdammt viel schlafen

Was sind eure, habt ihr auch Winter und wie übersteht ihr Weihnachten?

60 Tage Niederländisch. Ich schaffe immer weniger, ich mache mir weniger Gedanken drüber, es ist nicht mehr ganz so stressig und nervig wie noch vor zwei Wochen. Langsam kommt der Spaß zurück. Fluent in 3 months wird wohl nichts, aber vielleicht klappt’s in vieren.

„Obama Settles it“: Barack Obama klärt bei Jimmy Fallon ein für alle Mal Dinge, auf die es noch keine Antwort gab. Zum Beispiel: „Darf der, der im Flugzeug den Mittelsitz hat, beide Armlehnen benutzen“ oder „Ist das Glas halb voll oder halb leer“:

Bild des Tages:

Kategorien
Hm

150: Winter Aventure

Jetzt gerade brauche ich gar nicht groß irgendwohin zu gehen. Der Alltag ist Herausforderung genug. Und ich muss es zugeben: Das Wetter setzt mir zu. Die Corona-Maßnahmen auch.

Ich brauche für gewöhnlich nicht viele Menschen um mich herum. Mir reicht mein stilles Kämmerlein für die Arbeit und das Wissen, teil eines Teams zu sein, das hauptsächlich per Text kommuniziert.

Teilweise kommt es derzeit aber vor, dass ich an ganzen Tagen mit niemandem rede. Weil einfach keiner da ist. Und ich merke, wie mir das aufs Wohlbefinden schlägt. Manchmal ist die Lösung dann einfach, spontan jemanden anzurufen. Oder sogar einfach mal für ein, zwei Minuten eine Sprachaufnahme zu machen. Es geht mir sofort besser danach.

Heute habe ich kurz mit meiner Nachbarin im Treppenhaus geredet. Es sind Kleinigkeiten. Alles hilft ein bisschen.

Neben Sozialkontakten fehlt mir auch Sport. Mein Tischtennisverein war beides. Fällt noch eine ganze Zeitlang flach und sollte es besser auch bis zur allgemeinen Impfung. Selbst das Fitnessstudio fehlt mir mittlerweile, auch wenn da nie mehr möglich war als ein bisschen Smalltalk mit ein paar zufälligen Bekanntschaften. Jetzt gerade ist nicht viel mehr Sport möglich. Ich versuche, jeden zweiten Tag eine Stunde Rad zu fahren, aber das klappt nicht immer und ist auch etwas einseitig. Würde ich nicht merken, dass es mir zu sehr aufs Knie schlägt, würde ich auch wieder laufen gehen.

Und wenn dann noch tagelang keine Sonne scheint…

Und wenn dann deine Fingerkuppen in den neuen Winter-Mountainbike-Handschuhen schon bei Plusgraden nach 10 Minuten weh tun, dann ist einfach mal alles kacke.

Ich komme klar, ich versuche aktiv zu bleiben und wenigstens die wenigen Sozialkontakte, die ich gerade wahrnehmen kann, auch wirklich aufrecht zu erhalten. Aber es wird ein harter Winter werden, der wohlgemerkt jetzt gerade erst anfängt.

Wird noch ein ziemliches Aventure. Wie ist das bei euch und wie geht ihr damit um?

Ich habe es durchgerechnet. Die einzige Kamera, die für mich joy sparkt, würde mit Objektiv ca. 2.500 Euro kosten. Die Sony Alpha A7c. Vollformatkamera im Gehäuse einer kleineren APS-C. Ohne störenden Buckel, ideal auch für Videos, leicht, lange Akkulaufzeit. Schick ist sie ja …

Bild: Sony

Aber: nee! Vielleicht könnte ich sie mir sogar leisten, aber das wäre es mir nicht wert. Ich könnte meine alte Kamera dafür nicht in Zahlung geben. Ich kann noch nicht sicher sagen, ob ich sie wirklich oft genug brauchen würde. Nee…

Alternativgedanke: Es jetzt ein für alle Mal durchziehen und ganz aufs Smartphone umsteigen:

  • In meinen letzten Urlauben schon hatte ich nur ein Smartphone dabei und habe nie irgendwas bereut (auch nicht, nur ein Smartphone dabei zu haben ;).
  • Smartphone-Kameras sind lichtstark und haben einen sehr geringen Aufnahmeabstand, wenn es sein muss.
  • Unschärfe-Effekte gibt es auch, das iPhone 12 Pro Max hat auch ein Teleobjektiv gegen stürzende Linien bei Produktaufnahmen.
  • Und eine Videokamera mit 4K 60 fps und Dolby Vision, und das sieht wirklich klasse aus.

Die ersten Tests laufen. Ja, der Weißabgleich… Die „Tageslicht“-LED ist mal gelb, mal grau. Da ist noch Luft nach oben. Aber die Hintergrundunschärfe! Ganz ohne Porträtmodus!

Ich teste weiter.

Pixelmator, ihr vaterlandslosen Gesellen! (Und außerdem heißt es „Nach 10 Jahren„. ☝🏻)

Dafür funktioniert’s aber noch ganz gut. 😉

Würde ich essen!

Und, hach, Singapur…

Kannste dir nicht ausdenken! 😂 (+ Bin neidisch auf die Überschrift.)

Kategorien
Möh

149: Mach neu

Tage wie heute brauchen auch schonmal einen zweifachen Neustart. Sich am Morgen gleich über was zu ärgern, ist schon nicht gut. Erster Neustart dann am Nachmittag durch 1h Radfahren. Hat nicht geholfen. Zweiter Neustart am frühen Abend nach 1h Vollbad. Lief dann besser und wurde am Ende wenigstens noch ein schöner Abend.

Man neigt dazu, nach einem miesen Tag nichts und niemanden mehr sehen zu wollen und für das Schöne nicht mehr offen zu sein. Ich bin ganz froh, das heute einmal anders gehandhabt zu haben.

Die Idee mit einer LED in Tageslichtweiß als Lichtquelle hat nur so semi funktioniert. Zu dunkel insgesamt. Schafft tagsüber gerade mal eine Blendenstufe und reicht abends nicht als alleinige Lichtquelle aus. Die Automatik der Canon EOS M6 schaltete sich hier allen ernstes auf ISO 10000:

Gut, dafür ist das Bild noch überraschend wenig verrauscht. Und immerhin: Die Farbe ist in Ordnung. Das Gelb rechts kommt von meiner Wohnzimmerlampe, die ich auch noch an hatte. Die könnte ich auch noch austauschen.

Aber mehr Licht muss trotzdem her und am liebsten immer noch eine neue Kamera.

Nur welche?

Nützt ja nichts. Aber wird nicht vergehen und könnte schlechter aussehen, oder?

Hab tatsächlich sonst nur 1 Bild geschossen heute. Nä, kann dann kein guter Tag gewesen sein. 😉

Kategorien
Right

148: Serienstuff

Die Sache mit dem Serienkoma hat sich bei mir eigentlich erledigt. Eigentlich. Denn wenn es was Gutes ist, kann ich das schon in ein paar Tagen durchrocken. Gefühlt gibt es aber mittlerweile entweder weniger gute Serien, die das wert sind. Oder die Ansprüche sind einfach immens gestiegen. Anders als vor fünf Jahren gucke ich schon nicht mehr alles, was Serie ist, nur weil es auf Netflix oder Amazon kommt. Dass man das damals getan hatte, lag vielleicht auch ein bisschen daran, dass man was nachzuholen hatte. Ein paar Serien haben das diesen Herbst dennoch geschafft: Babylon Berlin Staffel 3, Long Way Up und jetzt Queen’s Gambit.

Bild: Netflix

Queen’s Gambit ist für mich bisher (und viel kommt ja nicht mehr) die Serie des Jahres. Eigentlich geht es um Schach, und dann aber doch darum, auf gesunde Art erwachsen zu werden, den eigenen Weg zu finden, das notorische Kindheitstrauma zu verarbeiten, sich durchzusetzen ohne hochmütig zu werden und eine neue Familie zu finden, wo es die alte nicht mehr gibt. Eine schöne Parabel auf das Leben, noch dazu mit einer fantastischen Schauspielerin. Ich geb mal eine 5/5, bin restlos begeistert.

Devs hingegen lässt mich irgendwie gleichgültig zurück. Klar, gut gespielt, spannend und doch nichts, was einen bleibenden Eindruck hinterließe. Kann kaum mehr dazu sagen. 3/5.

Und eigentlich interessieren mich die Royals nen feuchten Kehricht. Das hat mich damals nicht davon abgehalten, Staffel 1 von „The Crown“ zu schauen und zu lieben. Danach habe ich nicht weiter gemacht. Aber jetzt ist Gillian Anderson als Maggie Thatcher zu sehen. Paraderolle, würde ich sagen. Das könnte ziemlich viel Spaß machen. Der Rest: möh.

Video- und Fotostudiosetup als Minimalist: Gibt ja so einiges, was man kaufen kann. Und schaut man sich entsprechende Videos an, braucht man mindestens 30 Sachen vom Monitor über drei Stative und einer Fernbedienung hin zum 10-fachen Lampenset.

Ich hatte mehr so an drei Sachen gedacht: Kamera, Stativ, Lampe. Na gut, ein Mikro noch dazu. Habe ich aber schon, Stativ und Kamera auch. Die tausche ich wahrscheinlich noch aus, ich mag die nicht. Fehlt eine Lampe. Oder?

Quick-and-Dirty-Lösung nach ein wenig Recherche: eine 10-Watt-starke (100-W-Äquivalent) tageslichtweiße LED in die Deckenlampe schrauben. Vielleicht noch eine zweite dazu in die Wohnzimmerlampe. Perfekte Drei-Punkt-Beleuchtung, wenn man das Fenster mitzählt. (Okay, heute kam da kein Licht durch.) Werd morgen mal ausprobieren, ob das so reicht.

Nach 30 Jahren hörst du von einem ehemals recht erfolgreichen Popsänger erst wieder was und dann ist das sowas Cooles:

Bild des Tages: