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Right

Be Good to Your Future Self!

Heute nur kurz. Es ist Sommer, es ist EM, ich fahre viel Rad im Moment und war heute mal wieder ein wenig Stand-up-Paddlen. Das Leben kann auch in Corona-Zeiten manchmal schön sein.

Derzeit habe ich etwas Schwierigkeiten, das richtige Maß für etwas zu Essen zu finden. Es gibt Tage, da komme ich mit 1 Mahlzeit am Tag aus. Meistens sind es aber 2, weil ich zusätzlich weiterhin intervallfaste (16:8) und ich manchmal wirklich Schwierigkeiten habe, zwei Mahlzeiten in diesen 8 Stunden unterzubringen. So viel Hunger habe ich oft schlicht gar nicht mehr…

Der Körper ist inzwischen auf deutlich weniger eingestellt und manchmal wären 10 Stunden Essenszeit besser. Weiß ich, dass ich es wahrscheinlich bei 1 Mahlzeit am Tag belasse, haue ich bei der dann meistens richtig rein. Was dann natürlich blöd ist, denn so speichert der Körper die überschüssige Energie. Und die kann ich mittlerweile quasi in Skalen am Bauchfett ablesen. Cleverer wäre es, auch in der 1 Mahlzeit normal zu essen und es nicht zu übertreiben. Denn das rächt sich später.

Genauso wie es sich rächt, das 1 Bier mehr doch noch zu trinken, die leidige Aufgabe auf der Arbeit auf nächste Woche zu verschieben, heute keinen Sport zu machen, nicht zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen oder doch eben erst morgen Milch für den Kaffee zu kaufen, auch wenn dann am nächsten Morgen der Kaffee schwarz bleibt. Ausbaden musst du es selbst am nächsten Tag, der nächsten Woche oder ein paar Jahre später.

Ich bereue nichts™️. Aber ja, es wäre schon cleverer gewesen, wenn mein 20-jähriges Ich von Anfang weiter Sport gemacht und ein wenig auf seine Ernährung geachtet hätte. Genau wie mein 43-jähriges Ich vor einer Woche, der die zwei Scheiben Toast mehr dann doch noch gegessen hat, weil’s so lecker war. My point being?

Be good to your future self! Zumindest hin und wieder mal. Geh lieber vorher einen Schritt weiter als einen zu wenig, erledige Dinge sofort und lade keinen Müll auf dem ab, der das dann ein paar Tage später in Form von Sport wegräumen darf. Denn so viel weiß ich inzwischen: Es kann genug dazwischen kommen, warum der Sport doch nicht stattfinden kann (Termine, Verletzung, Wetter, Unlust, Fahrrad kaputt…). Besser, wenn du ihn gar nicht nötig hast.

Das alles nur als kleine Notiz an mein Zukunfts-Ich.

I’m sold!!! 😀😍😍

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Möh

Mach doch, was du willst

Ich gehe ja selbst selten mal vor 0100 Uhr nachts schlafen, mein Biorhythmus ist halt ein anderer. Gestern war ich eh mit allem ein bisschen später dran (Arbeit, Essen…). Also ging’s wieder gegen 0100 in die Kiste.

Um die Zeit noch auf dem Frankbadplatz vor meiner Tür:

  • Leute (sie klangen was jünger) am Basketball spielen
  • während andere sie laut anfeuern
  • sich im Minutentakt gegenseitig laut Dinge zurufen, über den ganzen Platz hinweg
  • mit lauter Technomusik nebenan.
  • klirrenden Flaschen

Schlafen also wieder nur mit Ohropax.

Und das war noch einer der ruhigeren Abende der letzten Zeit.

Ich habe mir fest vorgenommen, nie einer dieser Spießertypen zu werden, die nachts das Ordnungsamt rufen, weil es zu laut ist. Aber den ganzen Sommer lang jetzt jeden Abend keinen Schlaf zu kriegen, weil irgendwelche Leute sich einen Scheißdreck um andere scheren? Auch keine schöne Vorstellung. Da muss ich echt noch mal überlegen…

Ich finde aber eine andere Erkenntnis viel interessanter: Denen passiert nichts. Da kommt keiner und sorgt für Ruhe, und wenn doch, dann sagen sie brav sorry und gehen nach Hause.

Ich selbst bin und war da anders. Vielleicht waren das auch andere Zeiten damals™. Ich habe mich von Haus aus immer ruhig und rücksichtsvoll verhalten, um niemandem auf die Nerven zu gehen, keinen Ärger zu verursachen und auch selbst keinen Ärger zu bekommen. Schlimmste Vorstellung: Die Bullen könnten kommen. Mit anderen Worten: Bloß nicht auffallen.

Ist auch noch gar nicht lange her, dass die Bonner Altstadt nach 2200 Uhr einem Friedhof glich. Da haben nämlich irgendwelche Nachbarn die Cops gerufen und den Frust bekloppterweise an Kneipenwirten ausgelassen. Neulich sprach ich noch mit dem Besitzer vom Nyx hier gegenüber und er erwähnte wie automatisch, dass er immer für Ruhe sorgen würde und der Lärm von woanders käme. Als ob ich das nicht längst wüsste.

Der Punkt ist aber der: Du kriegst immer erstmal einen Warnschuss. Und wenn ich mit ansehe, was sich manche Typen auf dem Frankenbadplatz so alles leisten, dann sehe ich: auch noch einige Warnschüsse mehr als einen. Die Bullen kommen zum deeskalieren. Du musst dir schon einiges ihnen gegenüber erlauben, bevor sie deine Personalien aufnehmen geschweige denn: dich mitnehmen.

Ich bin zu brav, ich war all die Jahre zu brav. Ich werde jetzt nicht hingehen und jeden Abend grölend und marodierend durch die Altstadt ziehen (so wie der „Digger“, der das gestern den ganzen Tag lang gemacht hat). Aber wenn ich das nächste Mal mit netten Leuten um die Häuser ziehe, die Nacht zum Tage mache (okay, kommt in meinem Alter nicht mehr oft vor) und eine gute Zeit habe: dann, wisst ihr was? Dann scheiß ich auch drauf. Dann werde ich so laut sein, wie ich will.

Und nach netten Wohnungen in etwas ruhigeren Gegenden oder zumindest mit Schlafzimmer Richtung Garten werde ich mich trotzdem mal umschauen.

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Right

Nur noch Sommer?

Bei warmen Temperaturen laufe ich meist auf Hochtouren, bin leistungsfähiger, brauche weniger Schlaf, bin allgemein wacher (wobei es eigentlich immer ein Nachmittagstief gibt, das mit einem starken Kaffee bekämpft werden muss) und besser gestimmt. Was die Frage aufwirft: Wie wäre das wohl, wenn man nur noch im Warmen leben würde?

Ein halbes Jahr lang habe ich das mal getestet, ein halbes Praxisjahr in Singapur. Das war schon extrem, weil jeden Tag in etwa die gleiche schwüle Hitze, vor der du dich immer irgendwie schützen musstest. Ich habe praktisch pausenlos geschwitzt. Und bei Übernachtungen unter Klimaanlagen ist die Luft meist doch nicht so gut. Nach dem halben Jahr war ich tatsächlich froh, erstmal keinen Sommer mehr zu haben und im späten Winter wieder in Deutschland aufzuschlagen.

Die dauernde Hitze ist vergleichbar mit einem eiskalten Winter, bei dem du immer vor der Kälte flüchten und die ganze Zeit bei Heizungsluft leben musst. Nur umgekehrt.

Aber ich kam morgens immer verdammt gut aus dem Bett, das weiß ich noch.

Wäre das was für immer? Für euch? Es gibt ja auch Länder mit moderaterer Wärme, sogar in der EU, in der wir Freizügigkeit haben. Ich muss mal überlegen…

Rente…

Mit anderen Worten: Blüm hatte Unrecht. Da ist gar nichts mehr sicher, und das Rentensystem ist krachend gescheitert. Wenn es jetzt schon der letzte Strohhalm ist, Selbstständige dieses Fass ohne Boden finanzieren zu lassen, die ohne Arbeitgeberanteil nichts, aber auch gar nichts davon haben, dann ist nichts anderes als eine Bankrotterklärung.

Download-Ordner aufräumen…

Wo Niederländisch am schönsten ist… 🙂

Hach. 🙂

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Yeah

Life back to (almost) normal

Bonn führt aktuell noch die „Inzidenzliga“ in NRW an. 💪🏻 Trotzdem scheint Corona hier mittlerweile fast vorbei. Wenn auch nicht ganz so „vorbei“ wie letzten Sommer. Biergärten haben wieder auf, die Leute tummeln sich draußen, in Geschäften kann man wieder ohne Termin oder Test einkaufen. Man sieht immer weniger Maskenträger im Alltag.

Auch Läden, von denen man es fast nicht mehr geglaubt hatte, haben wieder auf, als wäre nichts gewesen. Hier in meiner Hood etwa das Pawlow, das im Winter und Frühling nicht mal Außerhausverkauf erwogen hatte. Auch das Elefant in der Innenstadt und alle Restaurants auf dem Marktplatz locken wieder mit Außengastro.

Es hängen erste Konzertplakate an den bekannten Stellen, die neu scheinen und ausnahmsweise mal realistisch klingen: Jan Delay etwa am 25.8. in Bonn auf dem Kunstrasen. Das wird, Stand jetzt, tatsächlich stattfinden können.

Ich finde das alles gut, dann anders als im letzten Jahr kapieren die Leute, dass vorerst nur Außengastro geht, dass drinnen weiter Masken sinnvoll sind, dass draußen die Gefahr aber auch wirklich nicht so groß ist. Und diesmal besteht die Chance, dass wir mit dem Impfen bis zum Herbst zumindest so weit sind, dass die meisten Leute gefahrlos wieder reingehen und ihren täglichen Shizzle machen können.

Doch, das könnte gut werden.

Bin ernsthaft am überlegen, für nach der Impfung und so. Ein Niederländisch-Sprachkurs in der Karibik (die haben da noch „Überseegebiet“). Wäre gar nicht mal so furchtbar teuer… 🤔

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Hm

Unterfordert

… bin ich nicht gerade oft. Mittlerweile beherrsche ich fast alles, was für meinen Job wichtig ist, beinahe im Schlaf. Trotzdem ist jeder einzelne Text wieder anstrengend und eine Herausforderung. Vor allem, wenn der letzte Urlaub bald auch schon wieder ein halbes Jahr her ist.

Gestern – es war ein Sonntag – war ich zum ersten Mal seit langem unterfordert. Ich lag auf meiner Liege, habe zwei Bücher zu Ende gelesen, weiter Bilder aussortiert, die Bude aufgeräumt, mit Leuten gechattet, nebenbei etwas im Netz gelesen, weil zwischen ihren Antworten genug Zeit blieb, und mich dabei immer noch unterfordert gefühlt. Ich hätte noch mehr nebenbei machen können und wollen. Aber es war ja auch irgendwie Sonntag…

Unterfordert-sein fiel in dem Moment bei mir mit Tiefenentspannung zusammen. Ich habe am langen Wochenende hardcoregechillt, offenbar mit Erfolg, und das war auch mal bitter nötig. Ich werde aber auch das Gefühl nicht los, dass dieses kurzzeitige Unterfordert-sein ein wenig mit dem besseren Wetter zusammenhängt, damit dass ich mittlerweile beinahe täglich Rad fahre und auch täglich meditiere. Letzteres zeigt nicht immer einen kurzfristigen Erfolg, aber den langfristigen Effekt merke ich.

Na ja, und keine Sorge, lieber Brötchengeber: Es gibt immer genug zu tun, die Arbeit wird nicht knapp werden. Mit etwas Glück fällt sie an manchen Tagen nur etwas leichter von der Hand. Und die Herbstdepression kommt bestimmt…

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Argh

My Greatest Defeat

Wie das manchmal so ist. Kaum hast du dir den ganzen Frust von der Seele geschrieben, so wie ich gestern, geht es dir auch schon wieder besser.

Ich habe mich heute damit arrangiert, dass ich erst einmal keine Impfung bekomme, aber dass das kein Problem für mich ist. Das Leben ist halt nicht gerecht, Geduld auch eine Tugend. Ein paar Lektionen in Demut können ja auch nicht schaden. Ich würde, so der Plan, heute Nachmittag nur noch eben die Ärzte durchtelefonieren, bei denen ich angeblich schon auf der Liste stehe, und nachhorchen, ob das auch wirklich der Fall ist. Damit die Impfung dann wenigstens irgendwann kommt. Und dann gäbe ich Ruhe, versprochen.

Heute Mittag sitze ich bei der Arbeit, teste gerade ein Notebook, auf dem ich Ubuntu installiert habe, und versuche, meine AirPods damit zu koppeln. Für die Tonausgabe klappt das, ich höre ein wenig Musik auf Spotify, schreibe parallel dazu den Text runter.

Da fällt mein Blick auf mein Handy neben mir. Irgendeine Siri-Benachrichtung wegen der Telefon-App. Was ist das? Ah, ein verpasster Anruf, eine mir unbekannte Nummer mit Bonner Vorwahl. Ich bekomme nur noch selten überhaupt Anrufe oder rufe selbst jemanden an, außer mal Arztpraxen. Termine habe ich im Moment keine. Aus Bonn ist das eigentlich immer nur meine Steuerberaterin. Aber das ist nicht ihre Nummer. Und da ich selbst lange niemanden mehr angerufen habe, kann das eigentlich nur bedeuten…

FUCK!!!

Ich drücke sofort auf Rückwahl. Einmal, zweimal, dreimal, viermal. Es ist immer besetzt. Ich versuche, die Nummer zu googeln, aber die Suche findet nichts dazu. Ein fünftes Mal. Besetzt.

Beim sechsten Mal geht mein Lungenfacharzt dran – persönlich. Ja, das wisse er auch nicht, lacht er. Ihre Telefonanlage sei „wie ein Oktopus“, da komme das an allen möglichen Ecken und Enden raus. Vermutlich hätte seine Sprechstundenhilfe mich wegen eines Impftermins anrufen wollen, aber die meldeten sich bestimmt gleich noch einmal. Ihm gehe es übrigens gut.

Nachdem er auflegt, bin ich wie elektrisiert. Was soll ich jetzt daraus machen?! Geduld haben, abwarten? Ruft da wirklich gleich jemand zurück? Ich warte fünf Minuten, dann halte ich es nicht mehr aus, drücke auf Rückwahl. Besetzt. Wähle noch einmal – wieder mein Arzt. „Ja, hähä, Entschuldigung, ich wollte nur sicher gehen“ – „Keine Sorge, die rufen Sie sicher gleich zurück.“

Ach ja?!

Die Nummer der Praxis! Warum bin ich da nicht gleich drauf gekommen. Die lautet ganz anders als die, mit dem ich den Arzt direkt erreicht habe. Ich rufe an und komme sofort durch.

„Wie war Ihr Name? Und Sie rufen wegen einer Impfung an, ja?“

Na ja, denke ich zumindest. Sage ich auch so. Es klingt hoffnungsvoll. Meine Nerven sind zum Zerreißen gespannt. Diese Woche plötzlich doch noch geimpft werden?! Das wäre es ja!

Sie schaut auf ihrer Liste nach. Im Hintergrund höre ich ihre Kollegin sagen: „Die Dosen für diese Woche sind weg.“ Die Dame am Telefon wiederholt: „Die Termine für heute haben wir jetzt alle schon vergeben, tut mir sehr leid. Sie können sich am Montag noch einmal melden und sich einen Termin geben lassen. Wir wissen leider immer erst in der Woche selbst, wie viel Impfstoff wir bekommen.“

Ich fühle, wie mir das Herz rausgerissen wird. Das kann doch jetzt nicht wahr sein! 30 Minuten sind seit dem Originalanruf vergangen, den ich knapp verpasst habe. Ich habe alles daran gesetzt, um mich sofort zurückzumelden.

„Was? Nein! Das gibt’s doch nicht. Ich hab sofort zurückgerufen.“

„Ja, die Termine sind immer sehr schnell weg. Tut mir sehr leid.“

„Können Sie mich nicht einfach noch einmal anrufen, wenn Sie nächste Woche neuen Impfstoff haben? Sie wissen doch jetzt, dass ich interessiert bin und dann gehe ich auch sofort dran.“

„Tut mir Leid, das geht leider nicht. Wir gehen streng nach der Liste vor. Aber Sie können sich ja am Montag einen Termin…“

Es klingt wie „FU, das wird nichts mehr mit uns! Du hattest 1 Chance und die hast du vertan.“

Ich knalle mein Handy in die Ecke (Sofa, alles okay), haue auf die Tischplatte, die ich am liebsten zertrampeln würde. So ein verfluchter Mist!!!!1!11

Für 5 Minuten stehe ich wie bräsig in der Gegend herum und weiß nicht, was ich tun soll. Würde am liebsten losheulen, aber es kommen keine Tränen. Dafür ist das alles zu absurd.

Hastig greife ich zum Telefon und rufe wahllos irgendwelche Ärzte an. Meinen Hausarzt, meine Augenärztin, eine Ärztin hier um die Ecke, von der eine Freundin meinte, „die impft alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, du musst nur ein bisschen rumheulen.“

Mache ich auch – aber die Sprechstundenhilfe wimmelt mich ab: „Wir haben schon eine sehr volle Liste und bekommen kaum Impfdosen. Und Frau Doktor ist nicht mehr die Jüngste…“

Bei meinem Hausarzt klingt es ähnlich: „Sie sind noch auf der Liste – zusammen mit 500 anderen. Wir bekommen nur ganz wenig Impfstoff gerade. Letzte Woche waren es 12 Dosen, diese Woche haben wir immerhin 27 bekommen. Da waren wir schon sehr glücklich.“

In meiner Not rufe ich die 116117 an und komme überraschend schnell durch. Nach meinem Hinweis, dass es in Bonn keinen Tropfen Impfstoff und keine freien Termine mehr gäbe und ich auch bereit wäre, 5 Stunden mit dem Auto irgendwohin zu fahren, checkt die freundliche Dame für mich sämtliche Kreise Nordrheins. „Hm, Euskirchen, Leverkusen, Düsseldorf… Nee, nirgendwo was frei. Am besten Sie rufen noch mal an.“

Das war’s, ich gebe mich geschlagen. Wenn ihr mich warten lassen wollt, gut. Wenn ihr keinen Impfstoff habt, okay. Aber lasst mir doch nicht das Herz aufgehen und reißt es mir dann raus!

Ich bin ein spiritueller Mensch. Was anders kann das bedeuten, als dass das Leben dir sagt: „Jaharr, Bürschchen. Du hast mit deinem Schicksal spielen wollen und jetzt siehst du, was du davon hast!“

So! Ein! Scheiß!!! 🤬😔

And then she said something I will never forget:

Und das hat mich am Ende ein wenig wieder aufgebaut. Die werden was von mir hören am nächsten Montag! So leicht gebe ich mich nicht geschlagen.

Und als Quintessenz bleibt: Wenn du nur 1 Chance hast und sie vermasselst – dann nutz halt die nächste…

Soll ja keiner sagen, aus Fehlern lerne man nichts… Mein Handy ist jetzt übrigens immer auf laut.

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Argh

Impfdepp

Laut Jens Spahn sind zwei Drittel der impfwilligen Erwachsenen mittlerweile mindestens einmal geimpft. Bis Mitte Juli sollen es 90 Prozent sein. Das sagte Spahn gestern bei „Anne Will“:

Und hier stehe ich, als Impfgruppe 3, und es ist noch nicht einmal ein Termin in Aussicht. Wem ich das erzähle, der rät mir, meinen Hausarzt und alle Fachärzte durchzuklingeln, bei denen ich jemals war (habe ich größtenteils). Oder er schickt mir einen Link zum Bonner Impfzentrum (den ich längst kenne). „Guck doch mal, ob du da nicht einen Termin bekommst! Bei mir hat das super geklappt“. Na klar doch, einem Termin beim Impfzentrum…

Ich werde morgen tun, was von mir verlangt wird, weil das System es so will. Ich werde noch einmal alle Ärzte abtelefonieren, bei denen ich jemals war und zusätzlich die, die mir empfohlen worden sind, weil sie „unkompliziert impfen“. Ich werde dabei das jeweilige Sprechstundenpersonal, das eh schon im Akkord arbeitet, weiter behelligen. Ich werde kritisch nachfragen müssen, ob denn wirklich kein Impfstoff mehr da ist, ich nicht kurzfristig auf irgendeine Warteliste kann und wer die 500 Leute sein sollen, die noch vor mir auf irgendwelchen Listen stehen und ob das wirklich alles die Gruppen 1, 2 und 3 sind. Ich werde ein wenig Druck machen müssen, um nicht mit einem „jaja, wir melden uns“ abgespeist zu werden. Ich werde die ohnehin schon völlig überlastete 116117 anrufen und dort fragen, zu welchen anderen Impfzentren in der Gegend ich gehen kann, weil das System das so vorsieht. WEIL ES DAS IST, WAS VON MIR VERLANGT WIRD.

Wen ich kenne, der schon geimpft ist, der hat das genauso gemacht. Der kannte jemanden, der hatte Beziehungen, der hat Druck gemacht, der hat sich irgendwie dazwischen gemogelt. (Ach so ja und ganz vereinzelt war auch mal jemand wirklich dran wegen Beruf, Krankheit oder Alter). Und zurück bleiben die „Deppen“, die das eben noch nicht gemacht haben.

Das ist die Ellenbogenmentalität, die wir eigentlich längst hinter uns haben wollten. Wer sich durchzusetzen weiß, gewinnt, kann im Sommer noch in den Süden fliegen und Bilder von sich am Strand auf Instagram posten. Wer brav wartet, bis er an der Reihe ist, wird auch im Herbst noch nicht geimpft sein. Weil das System ihn einfach vergessen wird. Und hier geht es nur um knappen Impfstoff. Wie soll das erst laufen, wenn irgendwann mal das Essen knapp wird?

Mir tut das mal ganz gut, auf etwas zu warten, so ist es nicht. Oder auch mal alle Anderen vorlassen zu müssen – eine sehr lehrreiche Erfahrung. Viele andere machen sie nicht und sind jetzt fein raus. Was mich aber am meisten ärgert, ist, dass diese Ellenbogenmentalität nach wie vor gefördert und gefordert wird. Dass das System so schlecht ist, dass massive Ressourcen bei all dem verschwendet werden. Wir sind als Gesellschaft kein Stück weiter gekommen in den letzten 50 Jahren.

Früher hingen da Party-Plakate und sahen auch so aus. Heute…

Und hier noch wenigstens ein bisschen was Schönes zum Abschluss:

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Yeah

Sommer auf dem Balkon

Die letzten Tage waren nicht so prall.

Heute Abend habe ich dann endlich die Zeit gefunden, meine letzten Fotos wegzuminieren. Was für ein elendiger Nervfaktor auch langsam…

Ich hab mich dazu mit dem Laptop auf meinen Balkon gesetzt, die Füße aufs Geländer. Spotify spielte gute Musik dazu, und plötzlich war ich im Flow.

Fördernd war sicher auch, dass es die letzten paar tausend Bilder waren, alle aus diesem Jahr. Ich kannte die meisten also schon und wusste, dass ich dem Ende immer näher kam.

Fühlte sich sehr gut an.

Neulich hatte sich ja für ganz kurze Zeit die Möglichkeit aufgetan, in eine wesentlich schickere Wohnung umzuziehen. Daraus wurde leider nichts und meine jetzige Wohnung kam mir plötzlich ziemlich schäbig vor, die Gegend zu laut, alles doof.

Wie ich heute da auf dem Balkon saß, gute Musik an, schöne Bilder dazu, Flow… Unten auf dem Platz guckten ein paar Studenten amüsiert zu mir rauf. Ich war ein Stück weit versöhnt. Hat sich gut angefühlt, mal von oben den Platz mit Musik zu beschallen (falls da überhaupt was ankam), statt wie sonst immer anders herum. Eigentlich ganz schön hier, warum sollte man woanders hin? Ist ja gerade eh was schwierig. Bleibe ich einfach erstmal hier und verbringe den Sommer auf dem Balkon.

Muss den nur noch bisschen hübsch machen.

Und im Sommer doch mal wegfahren, Impfung oder nicht.

Und nach Wohnungen schaue ich mich trotzdem mal um. Kostet ja nichts.

Mit den Bildern bin ich trotzdem noch nicht fertig. Jetzt geht es noch darum, den Ordner mit den 6.700 wahllos „geretteten“ Bildern noch einmal durchzuminimieren. Davon eine druckbare Endauswahl zu treffen und dann auch endlich mal ein paar davon auszudrucken und aufzuhängen. Längst überfällig.

Dürfte aber nochmal ein paar Wochen dauern…

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Hm

People Challenge

Bei den meisten Challenges, die ich hier mache, geht es bei genauerer Betrachtung darum, meine persönlichen Defizite und Ängste zu besiegen. Und hier wäre mittlerweile mal eine People Challenge fällig.

Denn, ja, bekanntlich kosten mich viele andere Menschen Energie, weswegen ich mich schon vor Jahren ins Home Office verdrückt und meine letzte Mitbewohnerin mehr oder weniger rausgeekelt habe. Und jetzt wohne ich alleine und treffe Menschen real eigentlich nur in der Freizeit – wenn ich will. Ich muss im Prinzip niemanden treffen.

Klingt doch paradiesisch, sagt ihr? Der muss dann keine nervigen Kollegen mehr ertragen?

Stimmt schon. Aber mir gehen so auch wichtige Dinge durch die Lappen:

  • Die Fähigkeit, Strategien zu entwickeln, wenn man sich dann doch mal mit nervigen oder langweiligen Mitmenschen auseinander setzen muss. Vielleicht stellt man ja sogar nach einer Weile fest, dass sie trotz allem eigentlich ganz nett sind und man erst lernen muss, mit ihnen gut umzugehen.
  • Nette Kollegen. Denn wenn ich ehrlich bin: In den paar Jahren, in denen ich doch einmal in einem Büro gearbeitet habe, waren die klar in der Überzahl. Und den anderen ist man halt möglichst aus dem Weg gegangen oder hat später mit den netten Kollegen zusammen über sie ablästern können.

Challenge also: Diesen Sommer mehr Leute treffen, vielleicht auch mal für eine Phase von 2 Wochen täglich jemanden. Ich muss nur noch genau ausbaldowern, wann und wie genau am besten. Hängt ja auch ein wenig von Corona ab.

Wer möchte sich treffen?

März 2021, iPhone 12 Pro Max. Der Ordner wäre dann auch halb durch. Eigentlich wollte ich bis Ende Mai mit allen Fotos fertig sein. Das wird leider nichts. Aber vielleicht lege ich morgen wirklich mal einen ganzen Tag dafür ein, um wenigstens den letzten Ordner durchzuarbeiten. Dann bliebe nur noch die nochmal zu sortierende Gesamtauswahl (7-8000 Bilder) übrig.

Ich werde drei Kreuze schlagen, wenn ich damit fertig bin. Nicht weil das Bilderaussortieren so furchtbar wäre. Aber es kostet unfassbar viel Zeit und die würde ich langsam gerne mal für Anderes aufwenden. Und ja, es macht etwas mit einem. Vieles tritt zu Tage, was auch erst einmal verarbeitet werden will…

Aber ist ja nicht mehr weit.

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Right

Trainerkarussell

Ich hab das mal visualisiert:

TrainerKommt vonGeht zu
Marco RoseM’gladbachDortmund
Adi HütterFrankfurtM’gladbach
Oliver GlasnerWolfsburgFrankfurt

Und schaue ich mir das so an, verstehe ich die ganze Aufregung eigentlich nicht. Da haben drei Trainer rotiert, mehr nicht. Ein eher kleines Karussell.

Vor allem die ersten beiden Genannten haben allerdings einen massiven Schaden dadurch genommen. Sowohl Marco Rose als auch Adi Hütter haben mit ihren Teams nach Bekanntgabe der Wechsel mehr Niederlagen als Siege eingefahren und bessere Saisonziele verpasst. Frankfurt spielt künftig „nur“ in der Euro League, dabei war lange die Champions League möglich. Gladbach hat alle Saisonziele verpasst. Es ist nicht einmal die Conference League geworden.

Angesichts dessen muss man sich die Frage stellen, ob die Verpflichtung der beiden Traumkandidaten von ihren neuen Vereinen wirklich so traumhaft wird. Denn beide Trainer kommen nun gewissermaßen „vorbelastet“ zu ihren neuen Arbeitgebern. Fans und Funktionäre werden sie ganz besonders kritisch beäugen. Gerade Marco Rose ist, Stand jetzt, für mich einer der heißesten Kandidaten auf die erste Trainerentlassung in der kommenden Saison.

Zumal bei seinem künftigen Arbeitgeber in den Monaten nach der frühen Bekanntgabe seines Wechsels eine neue Lichtgestalt erschienen ist: Edin Terzic. Nur als Interimstrainer gedacht übernahm Terzic im vergangenen Winter das verunsicherte, kleine Dortmunder Star-Ensemble. Anfangs klappte längst nicht alles, weswegen man wohl auch in Dortmund beschloss, zur neuen Saison Rose zu holen.

Doch dann geschah Unerwartetes: Dortmund begann unter Terzic plötzlich wieder den altbekannten Zauberfußball zu spielen. Sieg um Sieg kämpfte sich die junge Truppe nach oben und erreichte am Schluss Platz 3 und das Minimalziel Champions League. Schlussendlich fehlte sogar nur 1 Punkt zu Platz 2 und damit dem, was als eigentliches Saisonziel realistisch gesehen möglich gewesen wäre.

Terzic, der große Gewinner der Rückrunde, steigerte seine Sympathiewerte gar noch weiter, indem er ankündigte, loyal zu sein, bei Dortmund zu bleiben und hinter Rose ins zweite Glied rücken zu wollen. Meine Prognose: Wenn es bei Dortmund in den ersten Spielen der Liga und der Champions League nicht läuft, man vielleicht sogar irgendwo früh ausscheidet, zum Beispiel im DFB-Pokal, könnte schon am 10. Spieltag wieder Terzic ganz links auf der Trainerbank sitzen.

My point being? Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft, klar. Aber gerade langfristig zeigt sich, wie gut jemand wirklich ist. Und mit großen Ankündigungen wartet man vielleicht wirklich am besten, bis die eigentliche Arbeit erledigt ist. Selbst wenn die Reporter täglich danach fragen. Auch wenn das übrigens nicht ganz fair ist. Denn als Rose sich mit Dortmund schon geeinigt hatte, stieg der Druck in der Presse und der Fanszene ins Unermessliche. Rose müsse sagen, was Sache ist, sonst mache er sich unglaubwürdig und verliere die Spieler, hieß es von dort. Wie er es gemacht hätte, wäre es verkehrt gewesen.

Sehr klug gemacht hat es in meinen Augen Oliver Glasner, der „leise Österreicher“ in Wolfsburg. Er brachte die Saison erst in Ruhe zu Ende – und auf Platz 4 mit mehr, als so manch einer Wolfsburg zugetraut hätte. Und erst dann verkündete er Frankfurt als seinen neuen Arbeitgeber. Bei seinem alten Klub kann ihm nun niemand böse sein, zumal er dort trotz aller Erfolge ohnehin nicht sonderlich beliebt war. Wer nun auf ihn folgt, bekommt eine intakte Mannschaft, die in der Champions League spielen wird.

Glasner wählte für sich selbst den besten Zeitpunkt. Er hat nun viel Wind im Rücken, ist im Guten gegangen und sein neuer Job wird definitiv eine spannende Herausforderung. Denn Frankfurt liegt nach dem Weggang von Hütter und des Managers Bobic, dem Verpassen der Champions League und voraussichtlich dem Verkauf des Starstürmers Andre Silva am Boden. Glasner kann hier erneut zur Lichtgestalt werden.

Im Fußball wird es auf jeden Fall nicht langweilig. Es war eine richtig spannende Saison, die mir die Corona-Zeit deutlich versüßt hat. Sie hätte am Ende nur etwas anders ausgehen können…

Wir sind mittlerweile im Februar 2021. Immer noch das iPhone 12 Pro Max:

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Tech Yeah

MacOS ist das fortschrittlichste, beste, fehlerloseste Betriebssystem der Welt

… außer wenn es um solche Dinge wie Systemupdates geht.

Gestern Abend meldete sich das MacBook, dass macOS 11.4 jetzt zur Verfügung stünde, würde nachts automatisch aktualisiert. Ich könne hier schonmal mein Systempasswort eingeben.

Super, mache ich direkt, klappe den Rechner später zu und lege mich schlafen.

Am nächsten Morgen: „Einige Updates konnten leider nicht automatisch installiert werden“.

Na toll.

Dann eben jetzt von Hand. In den Systemeinstellungen auf „Jetzt neu starten“ klicken, noch einmal das Passwort. Und jetzt noch bitte die Lizenzvereinbarung lesen und akzeptieren. Warum auf einmal? Gestern stand da, dass das nicht muss…

Na gut, dann eben jetzt. „Jetzt neu starten“.

Aber nix da, „jetzt“. Das Update muss erst herunterladen. Warum hast du das nicht schon längst im Hintergrund… Meine Güte!

Das Update ist einige GB groß. Ich gehe in der Zwischenzeit einen Kaffee trinken, ein Paket von der Packstation mit Schuhen drin abholen, sie anprobieren, merken, dass sie nicht passen, wieder einpacken, zurückschicken.

Das Update ist nun geladen, der Rechner bereitet es vor. „Jetzt neu starten?“. Ja-ha! Hab ich dir doch vorhin schon gesagt.

Der Klick auf „Neu starten“ bewirkt erst mal nichts. Ich schließe die paar noch offenen Apps und klicke noch einmal „Neu starten“. Dann endlich klappt’s. Der Mac schaltet auf Schwarz und installiert das Update, das nach weiteren 15 Minuten fertig ist.

Meine Güte! Und das nennt ihr „automatische Updates“?!?

Ja, anderswo is‘ auch kacke. Aber ganz ehrlich, Apple. Schau dir mal bei Chrome OS an, wie Systemupdates funktionieren. Ja. Chrome OS! Da lädt das Update im Hintergrund, nach <1 Sekunde (!) ist das System heruntergefahren und es installiert das Update.

MacOS ist für mich das beste (oder sagen wir: angenehmste) Betriebssystem, aber das heißt keinesfalls, dass da alles reibungslos funktionieren würde. Minsch!

Mein neues Zelt ist da! Urlaubsfeeling – auch erstmal ohne Urlaub.

  • Diesmal doppelwandig mit Innenzelt und Plane
  • die bei gutem Wetter und heißen Nächten aber weggelassen werden kann
  • und trotzdem noch Windschutz bietet (unten)
  • Es ist größer als mein altes Zelt bei nicht sonderlich gewachsenem Packmaß
  • Und in der gleichen Zeit (< 10 min) auf- oder wieder abgebaut
  • Es hat verstärkte Stangen
  • Zwei Eingänge
  • Steht auch ohne Heringe und Schnüre, wenn es schnell gehen muss (und das muss es beim Bikepacking meistens)
  • Außerhalb des Innenzelts, aber noch innerhalb der Plane ist nun Platz für Gepäck
  • Einigermaßen hübsch finde ich es auch
  • 70 Euro (!) für ein nahezu perfektes Zelt
  • Genial!

(Medium) Big City Lights, Bonn, immer noch Januar 2021, iPhone 12 Pro Max:

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Right

Belarus

Scharfer Protest gegen Belarus wegen eines abgefangenen Flugzeugs und inhaftierten Bloggers, ist auf jeden Fall: genau richtig. Wo kommen wir denn dahin, wenn jetzt schon ganze Flugzeuge wegen personae non gratae abgefangen werden, eben diese Personen inhaftiert und misshandelt werden! Die EU reagierte schnell, überraschend eindeutig und vorbildlich mit scharfen Worten und geplanten Sanktionen. Besonders amüsant finde ich die Anordnung des Rigaer Bürgermeisters. Dort, wo gerade die Eishockey-WM stattfindet, an der auch die belarussische Nationalmannschaft teilnimmt, ließ er die Flagge der belarussischen Opposition hissen. Eine herrliche Provokation!

All das ist nur eines nicht: besonders mutig. Mich erinnert das irgendwie an eine Schulklasse, an der sich alle gegen den reichen Streber verbündet haben, den eh schon keiner mag, der sich das aber auch irgendwo selbst eingebrockt hat, weil er verächtlich auf alle herunter schaut. Der Klassensprecher teilt vor versammelter Mannschaft gegen ihn aus und alle springen auf den Zug auf. Den Klassentyrannen lassen sie derweil unbehelligt, an den trauen sie sich nicht ran.

China, die Uiguren, Hongkong, ausgewiesene westliche Journalisten, Ende einer Quasi-Demokratie? Ein wenig Protest vielleicht, aber ernsthafte Konsequenzen? Lieber nicht, wir brauchen die ja. Saudi-Arabien und der Fall Kaschoggi? Proteste, ja, aber Sanktionen gegen das saudische Königshaus, die den Namen verdienen würden? Fehlanzeige. Russland und der Kremlkritiker Nawalny? Schon nicht okay, das mit dem geplanten Mordanschlag und jetzt das Straflager. Scharfe Proteste, ja, sogar einzelne Sanktionen. Aber sonst?

Beim Protest gegenüber Belarus können deswegen alle so laut schreien, weil sie hier keinerlei Konsequenzen zu befürchten haben. Kein Gas, keine Smartphones, keine Massenware, kein Öl – Belarus kann uns nicht den Hahn zudrehen. Russland und China könnten das schon.

Wenn Heiko Maas also so etwas sagt, wie: „Jedem Diktator muss klargemacht werden, dass es dafür einen bitteren Preis zu zahlen gibt“, dann würde ich mir wünschen, dass das auch den Quasi-Diktatoren größerer Länder gölte.

Immer noch der Januar 2021, iPhone 12 Pro Max:

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OK

Minimalismus und Essen

Derzeit esse ich wenig. Mehr als 2 Mahlzeiten am Tag sind es eigentlich sowieso schon lange nicht mehr, seit Intervallfasten bei mir eigentlich zum Standard geworden ist. Derzeit versuche ich, das auf 1 Hauptmahlzeit am Tag runterzubrechen. Ergänzt durch einige (möglichst) gesunde Snacks und 2-3 Milchkaffee.

Manchmal, wenn ich die 16 Stunden erreichen möchte, ist mein erster Kaffee am Tag auch ein schwarzer Kaffee und der hält erstaunlicherweise meist genauso lange vor. Ich mag Milchkaffee nur lieber. 😉

Und nein, ich falle weder vom Fleisch, noch fühle ich mich irgendwie unwohl damit. Im Gegenteil. Ich habe das Gefühl, der Körper macht Luftsprünge. Er ist gar nicht so sehr mit Verdauen beschäftigt und freut sich, dass er sich anderen Dingen widmen kann. Denke ich zurück an meine 3-4-Mahlzeiten-Tage, sehe ich irgendwie nur Müdigkeit und Stress.

Stress habe ich natürlich in einer Arbeitswoche auch noch oft genug, und ja, oft genug finde ich mich da in der Küche wieder, um nach irgendwelchen Snacks zu forschen. Nicht gut, bekomme ich nur schwer abgestellt, auch wenn es besser geworden ist. Es zeigt auf jeden Fall, wie beides zusammenhängt.

Und noch etwas scheint da mit reinzuspielen: Psyche und Mitmenschen. Besuche ich zum Beispiel meine Schwester und ihre Familie, bin ich sehr schnell drin in ihrem Essensrhythmus und kann auch problemlos 4 Mahlzeiten am Tag einnehmen. Obendrein schaufle ich dort auch immer rein wie ein Scheunendrescher. Alleine zu Hause eigentlich eher nicht so.

Wenn ich mit Menschen zusammen bin, die mich anstrengen, habe ich mehr Hunger. Auch das ist vielleicht Psyche: Der Geist schreit nach einer Pause oder Abwechslung. Und das kann eine Mahlzeit leisten.

Alleine zu Hause esse ich mehr aus Gewohnheit. Wenn ich Auto fahre, habe ich ein sonderbares Faible für das Essen an Autobahnraststätten. Wenn ich Rad fahre oder wandere, habe ich nur selten mal echten Hunger. Kehre ich dann aber nach einer langen Wanderung irgendwo ein, ist das am liebsten ein Brauhaus mit deftiger Küche und gutem Bier.

Mein ersten Kaffee heute war schwarz. Gegen 1100 Uhr bin ich zum Wandern in die Eifel gefahren und hatte nur eine Flasche Wasser dabei. Das hätte ich mich früher nicht einmal getraut. Da hätte ich irgendwas für den Notfall eingepackt.

Nach dem Wandern gegen 1500 habe ich mir in Adenau bei einer Eisdiele einen Milchkaffee und eine Eiswaffel mit 2 Kugeln gegönnt. Einfach, weil ich Bock auf Kaffee und Kuchen hatte (und es keinen Kuchen gab) – meine ersten Kalorien heute. Großen Hunger hatte ich bis dahin nicht. Wieder zu Hause, wollte ich mir was kochen, bin dann aber spontan doch zu einem Streetfoodfestival um die Ecke geschlendert und habe mir dort eine Portion Kässpätzle geholt. Als Nachtisch gab es noch ein paar Nüsse, 1 Fisherman’s Friend Schoko-Minz und das war’s für heute.

Auch danach hatte ich keinen Hunger mehr. Der Körper gewöhnt sich auch überraschend schnell an weniger Essen.

Die Frage ist höchstens noch, wie sehr das Alter da mit reinspielt. Der Metabolismus fährt ab 40 schon ein Stück herunter. Das betrifft dann halt auch mich. Aber ist der Effekt so krass?

Also zusammengefasst: Der Körper scheint viel weniger Nahrung zu brauchen, als ich immer annahm. Nach ein bisschen Training können 1-2 Mahlzeiten genügen. Das Bauchfett hält sich trotzdem eisern. Und: Stress macht Hunger. Das ist noch etwas, wo ich gerne ansetzen würde. So dass ich dann irgendwann gar nichts mehr… nein, das schon auch nicht. 😉

Wie ist das bei euch?

Random Bonn Pics, Jan 2021, iPhone 12 Pro Max:

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OK

Hi again, Rock’n’Roll!

Es gab schon bessere Nachmittage als den gestern… ciao SV Werder, ciao SVM… 🤮 Aber der Abend mit dem Eurovision war eigentlich ganz witzig. Denn er hatte alles: Abgedrehte Live-Acts, Ironie, Rock’n’Roll und vielleicht sogar einen Drogenskandal. Herrlich!

Die eigentliche Sensation aber: Gleich zwei Rocksongs unter den ersten 10, Italien und Finnland. Der härtere von beiden, Zitti E Buoni von Måneskin aus Italien sogar auf Platz 1. Und zwar fast alleine dank des Publikums. Allein nach den Juryvotings hätte der Schweizer Schmusesong gewonnen. Man könnte kühn sein und behaupten: Die Leute lechzten nach einer Portion Rock’n’Roll. Und ganz ehrlich: Wie sollten sie auch nicht?

Denn dass Rock’n’Roll ist im Grunde tot ist, ist ja kein Geheimnis. Ein paar Acts gibt es noch, zu denen auch junge Menschen gerade zu Festivals strömen, nur um dann zu Hause wieder Deutschrap anzuschmeißen. Rock’n’Roll wird so beschrieben, dass er immer dann auftritt, wenn der Mainstream zu soft, ruhig und poppig wird. Das war in den letzten Jahren der Fall – aber wo war der Rock’n’Roll? Ich wüsste keinen Rock-Act, der aus den letzten 10 Jahren stammt, der heute von internationaler Bedeutung wäre.

Rock’n’Roll ist aber natürlich zu gut, um für immer tot zu sein. Deswegen könnte ich mir jetzt wirklich denken (das schrieb ich neulich schonmal), dass er jetzt als Mode-Erscheinung nochmal wiederkommt und vielleicht sogar ein paar Jahre lang wieder die Charts stürmt. Würde ich mich bestimmt nicht gegen wehren.

Ich bleib dabei: Das ist das beste Smartphone-Foto, das ich je geschossen habe:

Und hier noch paar andere mit dem iPhone 12 Pro Max vom Dezember 2020. Warum sieht das vom Wetter her genauso aus wie jetzt? 😩 Wo ist der verschissene Sommer? Warum musste Werder absteigen. Warum, waruuum?

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Right

Selbstbewusstsein

Just heute ist mir aufgefallen, dass vieles von selbst funktioniert, wenn nur Selbstbewusstsein dafür da ist. Selbstbewusstsein – zumindest geht es mir so – hat man aber nicht zwingend in allen Bereichen, sondern in einigen ja, in anderen nein. (Oder auch gar nicht oder nur, aber das dürften Extrembeispiele sein.)

Ich bin zum Beispiel Journalist, aber sehr, sehr schlecht darin, Interviews zu führen oder zu Ortsterminen zu fahren und dort mit Leuten zu smalltalken. Das kann zum einen natürlich an fehlendem Handwerkszeug liegen (ich kenne keine guten Fragetechniken), an meinem chronischen Desinteresse für andere Menschen (no offense, aber mich interessieren Innovationen mehr als die Leute, die sie entwickeln, und wer gar nichts entwickelt, interessiert mich halt gar nicht, also beruflich 💁🏻‍♂️). Zum anderen aber auch daran, dass unbewusst etwas abläuft.

Interessanterweise ist mir genau das bewusst geworden, als ich in den letzten Tagen die 1. Staffel von After Life gesehen habe. Die Hauptperson (gespielt von Ricky Gervais) ist dort Reporter eines überflüssigen Lokalblatts und wird immer rausgeschickt zu irgendwelchen Leuten, die unbedingt in die Zeitung wollen. Seine Aufgabe ist dann zu entscheiden, ob ihre Geschichte Nachrichtenwert hat. Und dazu stellt er eigentlich immer genau die richtigen Fragen.

Als ich das sah, dachte ich: okay, auf die Frage wäre ich auch gekommen. Aber ich hätte sie nicht gestellt, um die andere Person nicht zu beleidigen. Aber wäre das nicht eigentlich mein Job? Und müsste man kritische Fragen nicht einfach nur anders verpacken, damit sie weniger beleidigend sind? Ich war mal auf Presseveranstaltungen, hab als einziger kritische Fragen gestellt und bin teilweise sogar von den anderen Journalisten dafür komisch beäugt worden, warum ich unbedingt die Harmonie zerstören musste. War ich zu kritisch?

Im Technikjournalismus ist es nämlich schon so: Bist du zu kritisch, wirst du ausgeladen (es sei denn, du bist zu groß), kommst nicht mehr exklusiv zu irgendwelchen Produktvorstellungen und erhältst Testgeräte als letzter, wenn überhaupt noch. Also dann, wenn alle Anderen schon darüber geschrieben haben.

Sehr interessant auf jeden Fall. Alleine, weil ich all das im Hinterkopf hatte, hatte ich in der Hinsicht eine Blockade, die mir bei dem Thema auch Selbstbewusstsein genommen hat. Ähnlich ist es bei Lokalterminen. Ich habe mich da sehr oft gefragt, wie ich mich verhalten soll, ob ich die und die Frage stellen kann, wie ich mich kleiden muss, was von mir erwartet wird, ob mich jemand für „komisch“ hält, dass ich am Ende meist völlig verkrampft bei solchen Events aufgetreten bin und dann auch wirklich „komisch“ gewirkt haben muss.

Diese ganze Sache mit Vergangenheitsbewältigung und Minimieren hat mein Selbstbewusstsein in vielen Bereichen mittlerweile tatsächlich gestärkt. Und dazu noch die paar Folgen After Life als Erinnerung…

Heute war ich auf einem Ortstermin und es lief sehr gut. Ich sollte Fotos machen, ich sollte ein wenig mit meinem Gesprächspartner plaudern. Es hat gut funktioniert. Es war mir egal, was er davon hält, dass ich nur mit einem Smartphone fotografiere und filme (und augenscheinlich war es ihm dann auch egal) und ich habe ganz normal mit ihm geplaudert, und ich glaube, ich bin ihm nicht komisch vorgekommen.

Als ich nach dem Termin in der Eifel noch kurz nach Belgien reingefahren bin, mit der Intention, ein paar leckere Pommes zu essen, habe ich etwas Interessantes bemerkt. Ich fuhr über die Grenze, hinter der sofort ein Restaurant kommt und einige Leute schon draußen saßen. Mein ganzes neu gewonnenes Selbstbewusstsein sackte plötzlich in sich zusammen in Anbetracht der veränderten Situation. Denn das innere Team brüllte sofort los: „Belgien = anderes Land. Verstehen die mich da jetzt? In welcher Sprache soll ich grüßen? Ist es unhöflich, wenn ich direkt vor der Tür parke oder sie sofort auf Deutsch anspreche? Darf ich mich da überhaupt hinsetzen oder brauche ich einen Test? Soll ich die Leute grüßen? Was ist denn, wenn ich das tue, und die mir irgendwas zurufen, was ich nicht verstehe? Dann ruiniere ich die Situation für alle. Wie unangenehm.“

Hochinteressant.

Ich durfte mich dann übrigens auch ohne Test hinsetzen, nachdem ich die zweisprachige Kellnerin (französisch/deutsch) nett danach gefragt habe. Auf Deutsch übrigens, weil ich dachte, dass ich ja im deutschsprachigen Teil Belgiens bin, und wenn die ein Restaurant direkt hinter die Grenze bauen, dann bestimmt, weil sie auch Deutsch verstehen. Am Nebentisch saß ein Frankophoner, der gemütlich sein Bier trank und eh nichts von mir wollte. An einem weiteren Tisch saßen drei Typen, die aussahen wie Soldaten im Feierabend, und sich auf Niederländisch unterhielten. Die Kellnerin sprach mit ihnen auf Deutsch. Ich mit ihr auch, und ein paar leckere Fritten und ein alkfreies Bier habe ich auch bekommen:

Quintessenz: Die inneren Stimmen mal analysieren und zur Not zum Schweigen bringen. Und: After Life gucken. Zumindest Staffel 1 kann ich wirklich sehr empfehlen!

Nachdem ich alle alten Bilder nun von meiner externen Festplatte minimiert habe, kommen als letzter offener Posten nun die Bilder vom aktuellen Smartphone dran, das ich seit rund 1/2 Jahr im Einsatz habe. 9.700 Dateien habe ich davon soeben runtergeladen. Wie kann ein Mensch so viele Bilder machen ohne dass er in Urlaub fahren konnte?! 🤔 Es dauert also noch paar Tage, bis ich wirklich fertig bin, aber die letzte Runde ist eingeläutet. Hallo Gegenwart:

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Yeah

Japan

Hach, Japan… Damals kam ich dazu wie die Jungfrau zu Kind. Eine Freundin von mir sah den Aushang zu einem Aufsatzwettbewerb an der Uni. Der Preis: Eine bezahlte Rundreise für 2 Wochen, viel Kulturelles, Teilnehmer aus ganz Europa, all expenses paid! Und ich so: Ach echt? Japan? Ich würd viel lieber nach China…

Aber na gut, ich hatte gerade studiert, wie man gut schreibt 💁🏻‍♂️, hatte eine zündende Idee und gewann den Aufsatzwettbewerb für mein Bundesland. Also ging’s nach Japan. Und meine Güte, hatte ich ein Glück…

2005, Kamera: Sony DSC-P93.

Hiroshima:

Vortrag eines Überlebenden des Atombombenabwurfs auf Hiroshima. Mir kommen heute noch die Tränen, wenn ich das sehe…

Die Kapelle blieb als einziges stehen. Die Überreste hat man als Mahnmal bis heute in dem Zustand von damals erhalten:

Was ich damals gelernt habe: Krieg sind immer die Anderen. Hatten die Japaner im 2. Weltkrieg es verdient, dass man die Bombe auf sie schmeißt? Das tut nichts zur Sache. Abbekommen habe es andere als die, die im Elfenbeinturm saßen und wieder andere in den Tod geschickt haben.

Unsere Reiseleiterin, wie sie uns erklärt, wie man sich beim Besuch einer heißen Quelle nichts weggucken lässt:

Kyoto, Nara? Ich hab leider irgendwann den Faden verloren:

Wir waren eine wirklich tolle, trinkfeste Gruppe aus ganz Europa. Einige Freundschaften halten bis heute. Zwei von uns haben sogar geheiratet.

Der Fuji ist auch nur ein Berg – und nicht immer mit so schöner weißer Kuppe.

Kulinarisch war ich im Paradies und modisch… auf dem Höhepunkt…

Tokyo:

Ein Land das uns so ähnlich ist und doch völlig unterschiedlich. Verrückt.

Ob ich nochmal hin würde? Jederzeit! Aber vorher möchte ich wirklich erstmal nach China…

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Right

Nach Corona

Sonderbare Ideen spuken mir gerade im Kopf herum, was ich nach Corona wohl alles machen könnte. Wobei „nach Corona“ am ehesten „wenn ich Impfschutz habe“ heißt. Also nach derzeitigem Impftempo vielleicht irgendwann im Dezember… Mir kommen da Ideen wie:

  • Mit einem Standup-Paddle-Board den ganzen Rhein ab Bonn stromabwärts fahren. (Okay, das kommt jetzt weniger überraschend)
  • In einen Technoschuppen gehen und die ganzen Nacht abzappeln (das schon eher)
  • Selbst (!) eine Party schmeißen und Gäste zu mir (!) nach Hause einladen.
  • Irgendwo in der Eifel alleine im Wald campieren und es mit Wölfen und Bären aufnehmen (soll’s da geben).
  • 1 Monat irgendwo in den Niederlanden wohnen
  • Umziehen

Was einem halt so in den Sinn kommt… Könnte noch deutlich radikaler, da habt ihr recht.

Was plant ihr?

Me when I’m travelling:

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OK

Regenpussi

Um Ängste zu besiegen, raten sie dazu, sich ihnen sparsam dosiert auszusetzen. Und bei Dingen, vor denen man keine Angst hat, die aber einfach nur unbequem sind?

Da würde ich auch fast sagen: einfach machen und zwar feste druff!

Zum Beispiel fahre ich äußerst ungern im Regen Fahrrad. Selbst mit passender Kleidung nicht. Denn, simmer ehrlich: passende Kleidung dafür gibt es nicht. Irgendwo ist am Ende doch eine Stelle undicht, es regnet rein, du schwitzt, weil es nicht atmungsaktiv ist, es wird kalt.

Ich versuche dem gerade zu begegnen, indem ich mich jetzt einfach ein paar Mal richtig nass regnen lasse, während ich ein paar Radtouren drehe. Nach 1-2 Stunden ist die Tour dann ja meist auch vorbei. Ein wenig Regenschutz ziehe ich an, anderen absichtlich nicht.

Heute lief bereits Versuch Nummer 4, ich habe mich tatsächlich sogar gefreut, dass ich schon direkt im Regen losfahren konnte (¡Motivacíon!), es kam streckenweise gut was runter, und es war auszuhalten, selbst als das Wasser dann sogar igendwann auf den Lörres…

Also ja, es könnte funktionieren. Ich teste weiter, mit dem Wetter ist ja gerade eh nichts anderes anzufangen.

Manche Mediatheken scheine ich doppelt gehabt zu haben. Das Bilderaussortieren in der finalen Runde könnte mit etwas Glück jetzt was schneller gehen.

Android 12 sieht gut aus!

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Vroeger

Es gab anscheinend früher schon mal eine Zeit, an der ich eine Reihe von Videos aufgenommen habe. 2008, weißes MacBook, FaceTime-Kamera. Den Zusammenhang weiß ich nicht mehr. 😅 (Update: Oh, offenbar hat das Video gar kein Bild).

Auflösung von gestern:

  1. Sorry, das Bild war wohl gar nicht von mir, sondern von Nicky. Ungerade, kein klarer Fokus auf irgendwas.
  2. Eiffelturm nicht ganz drauf (ansonsten eigentlich gar nicht so schlecht, finde ich).
  3. Motiv nicht gut zu erkennen, zu weit weg, unscharf, nicht ganz im goldenen Schnitt
  4. Smartphone nicht ganz drauf auf dem Bild
  5. dto. Gerät zwar ganz drauf, aber das Auge will auch das Kabel darüber ganz drauf haben. Noch besser natürlich, man hätte den Fokus ganz auf das Gerät gesetzt…
  6. Das Fenster über dem eigentlichen Motiv lenkt ab.
  7. Auto vorne und hinten abgeschnitten und insgesamt auch was zu dunkel, aber das lag an der Kamera
  8. Die Schornsteine der Häuser oben abgeschnitten. Die sollten ganz drauf. Sonst gar nicht so schlecht, sogar halbwegs gerade.
  9. Die Flaggenmasten im Vordergrund stören.
  10. Kein klares Motiv, die Frau vorne nicht ganz drauf, hinten zu hell, vorne zu dunkel.

Gute Arbeit, Nicky!

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Yeah

Bilderrätsel

Heute mal ein heiteres Ratespiel, wenn ihr mögt. Meine folgenden Bilder von 2011 sind entweder schlecht oder es stimmen ein paar Kleinigkeiten nicht. Aber welche, und warum fehlt den Bildern was? Was würdet ihr sagen?

1. Ort unbekannt

2. Las Vegas

3. Burg Teck bei Kirchheim (für dich, Rainer! 😉

4. Nokia Irgendwas-Handy

5. Samsung Galaxy S (das allererste!)

6. Kult 41, Bonn

7. Bonn Altstadt

8. Malmedy, Belgien

9. dto

10. Italien (ich meine: La Spezia)

Auflösung beim nächsten Mal.

Off-topic video. Ich weiß nicht mehr, was da los war…

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OK

Curfew and freedom

Am ersten Tag der Ausgangssperre gehe ich um fünf von Zehn spazieren und treffe einen Freund auf dem Fahrrad, der gerade nach Hause hastet. Ein Auto brettert geschätzt mit 80 über den Ring, die Straßenbahn wenig später ist kaum langsamer. Um Punkt zehn ist Schicht im Schacht. Nur noch vereinzelt treffe ich ein paar andere Spaziergänger. Nachts schlafe ich so gut wie schon lange nicht mehr. Es ist himmlische Ruhe.

Jetzt, ein paar Wochen später, spielen gerade noch ein paar Jungs Basketball auf dem Frankenbadplatz vor meiner Wohnung. Es ist 22:20 Uhr. Die Tage sehe ich den gleichen Freund, der damals um kurz vor zehn nach Hause gehuscht ist, um 22:30 Uhr noch in einer Gruppe von Freunden an einem beliebten Treffpunkt stehen. Ein paar andere Kleingruppen vorbei, alle mit einem Auge auf das Ende der Straße gerichtet, wohin eigentlich zu jeder Zeit das Ordnungsamt hätte abbiegen können und jeder dann schnell hätte so tun müssen, als wäre er nur alleine unterwegs.

Es ist eine witzige Zeit, ich werde sie tatsächlich vermissen. Genauso wie ich auch diese Zeit ohne FOMO vermissen werde. Niemand kann etwas verpassen, weil einfach nichts passieren kann. Ist noch schwer zu sagen, ob wir nach Corona alle von FOMO befreit sein werden oder ob das Gefühl einfach nur pausiert.

Ich finde die Ausgangssperre nicht sonderlich einschränkend. Ich muss meine Tage etwas umplanen, dann geht das schon. Vor allem hat sie mir noch einmal in Erinnerung gerufen, was Freiheit eigentlich ist: Die Möglichkeit, jederzeit das tun und lassen zu können, was ich will, selbst wenn ich es dann letztendlich gar nicht tue. Komischerweise war FOMO für mich oft ein Stück weit Bremse dieser Freiheit: Kannst du eigentlich guten Gewissens den Samstagabend lesend und fernsehend zu Hause verbringen, während deine Freunde voll coole Sachen irgendwo anders machen?

Früher bin ich deswegen öfter noch spontan raus oder hab vorsorglich schon ein paar Tage früher etwas mit Freunden organisiert. Und mich hinterher manchmal ein wenig geärgert. Der gemütliche Abend auf der Couch wäre mir im Nachhinein lieber gewesen.

Gestern bin ich spontan in die Vulkaneifel gefahren. Eigentlich keine große Sache. Ich wollte erst wandern, dann wurde es etwas zu spät. Aber ich fahre auch gerne Auto, und schon das versprach eine willkommene Abwechslung zu werden. Und so fuhr ich eine Stunde Richtung Süden, kam am Nürburgring vorbei und lief um die Ulmener Maar und den Jungfernweiher. Es war nichts mehr als ein Abendspaziergang mal woanders. Und es war toll.

Moral von der Geschicht? Man nimmt sich seine Freiheit sowieso irgendwann, und vielleicht tut es ganz gut, mal eine Zeitlang auf sie verzichten zu müssen. Damit man dann weiß, was man an ihr hat.

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Right

Popmusik

Hin und wieder lässt es sich nicht vermeiden, dass ich noch mal mit Popmusik in Kontakt komme. Zuhause höre ich eigentlich nur noch Spotify-Empfehlungen und Deutschlandfunk Nova, die etwas völlig Anderes spielen als die 1lives, HR3s oder SWR3s da draußen. Die hören ich dann nur an Tagen wie heute, wo ich mal im Auto sitze.

Und ich halte das nicht lange aus. Es klingt alles gleich. Dua Lipa, sagt der viel zu gut gelaunte Radiomann, kürzlich erst 80.000 Brit Awards abgeräumt. Es hätten auch genauso gut Katy Perry oder Rita Ora sein können. Ich höre den Unterschied nicht. Und es ist mir auch egal, wenn alles gleich klingt.

Und das ist vermutlich bei vielen der Moment, in dem sie merken, dass sie alt geworden sind. Ich nicht, ich weiß das schon lange. Aber es hat mich heute an die Fahrten mit meinen Eltern zu den Verwandten ins Münsterland erinnert. Ihnen war es egal, ob ich Kylie Minogue lieber mochte als Taylor Dayne (war so), sie haben eiskalt die ganze Zeit NDR1 oder (noch schlimmer) WDR4 laufen lassen – ein Sender, den ich mittlerweile tatsächlich auch lieber höre als 1live oder WDR2. Es ist so weit.

Und dann ist es mir mittlerweile auch herzlich egal. Als ich 14 war, gab es Glaubenskriege darüber, was man hört. Rave oder Metal, Metal oder Rock, die oder die Band. Mit 40 ist das egal. Du stehst auf Butch Kassidy? Kannst machen. Du musst das nur ernst meinen.

Auf SWR3 lief heute die (anscheinend gar nicht mehr sooo) neue Single „Intro“ von Jan Delay. Und ich finde sie grandios. Ja, wenn du schreibst, dass du etwas von Jan Delay magst, dann ist das mehr als ein „Ich mag mal“. Das ist ein Statement. Der Typ steht für etwas – was immerhin schon deutlich mehr ist, als die Dua Lipas und Rita Oras da draußen tun. Mit 40+ darfst du differenzieren und sagen: Ich könnte den schon nicht den ganzen Abend am Ohr haben, das würde dann irgendwann an Entzündung sterben. Aber dieser Song rockt wie Scheiße (<- das ist 90er-Jahre-Sprache) und ich glaube, das Album wird so gut, dass ich mir das zumindest mal anhören werde, wenn das nächste Woche raus kommt. Kostet ja nix.

Und jetzt zurück zu WDR4.

2010/11, iPhone 3GS:

Genauso war’s dann auch…

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OK

Be the idiot

Telekomatrix, 2012 mit dem Nokia Lumia 800 aufgenommen:

Ich hatte ein 1,82 GB großes JPG auf der Platte… (und kann es nicht öffnen. Vermutlich aber eh nichts Dolles, auf den Bildern davor und danach im Ordner stehe ich in Berlin vor einem hässlichen Bürogebäude, das ich aus irgendeinem Grund hübsch fand.)

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Hm

The Monsters

Ich geb’s zu: Ich hab gerade wenig Lust auf irgendwas, und das schließt das Bloggen mit ein. Irgendwo habe ich den Punkt aus den Augen verloren, wo all das Spaß war und sich nicht wie Arbeit angefühlt hat. Dahin würde ich gerne zurück.

Jetzt gerade bin ich nur irgendwie genervt von allem, und das wundert mich, denn eigentlich befinde ich mich auf der Zielgeraden. Zum Endgegner hatte ich die Altersvorsorge auserkoren. Aber nachdem ich da jetzt Monate, ach, was sag ich: Jahre dran gefuhrwerkt habe, war das finale Duell plötzlich keins mehr. Ein Blattschuss und das Ding war erledigt. Altersvorsorge ist geregelt. Yoo-ray!

Doch plötzlich türmen sich andere Monster auf. Sind sie real, sind sie kleiner oder größer? Wo kommen sie plötzlich her? Sind da noch mehr? Wird das eigentlich jemals aufhören? Vielleicht treten sie auch nur auf den Plan, weil sie mir vorher unlösbar schienen und deswegen gar nicht auf der To-Do-Liste stehen konnten. Soziophobie, gefühlte Einsamkeit, reelle Einsamkeit, Beziehungsleben, Wohnung, Figur, die letzten Traumata da draußen.

Es fühlt sich an, als würde es noch 40 Jahre dauern, sie alle zu besiegen. Und das wäre ziemlicher Quatsch, denn dann hätte ich mein ganzes Leben nur mit Arbeiten (Monsterjagen?) verbracht. Es sei denn, ich finde mal irgendwann wieder zurück in die Spur, der Spaß kommt zurück, und in ein paar Monaten ist das alles beendet. Ich kann es derzeit nur schwer abschätzen.

6.300 Bilder in 6 Tagen. Doch, okayer Schnitt. Das Licht am Ende des Tunnels wird größer.

Und, ach ja, eine neue Brille bräuchte ich auch mal wieder. Hätte ich damals die nehmen sollen? 🤔

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:)

St. Petersburg

Auf dem Weg nach und in…

Schöne Gegend, schönes Städtchen. 2017, iPhone SE.