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Möh

Munter werden

Ihr seht mich hier mit einer gewissen Bräsigkeit tippen. Zum einen ist da die Sache mit den Leuten da draußen. Zum anderen allerdings ist bei mir derzeit ganz schön viel zu tun. Sein Leben geregelt kriegen (mit allen Finanzen und so weiter) ist ein Fulltimejob. Und ich arbeite ja sogar noch „ganz nebenbei“.

Und dann liest man sowas hier wie die vorsichtige Frage, ob Masken draußen überhaupt noch Sinn ergeben. Ja, tun sie, aber nicht wegen Corona, sondern weil die Leute es nicht kapieren würden. Lasst es mich deswegen noch einmal in aller Deutlichkeit sagen (auch wenn ihr vermutlich die falschen Adressaten seid, denn bei euch habe ich noch das bisschen Resthoffnung, dass ihr das längst wisst):

CORONA IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM.

Draußen könnt ihr euch praktisch nur anstecken, wenn der Bereich keine Abluft hat, ihr euch sehr lange mit vielen ansteckenden Personen auf einem Fleck aufhaltet (auf der vollbesetzten Südtribüne etwa) oder ihr wahllos Infizierte küsst (soll’s ja geben). Gut, beim Gemeinsamen Sporttreiben, solltet ihr was Abstand halten. Sonst…

Was wir eigentlich tun müssten, ist gut durchlüften, große Menschenansammlungen drinnen meiden und die Zeit deutlich beschränken, in denen es sich nicht vermeiden lässt. Beim Einkaufen zum Beispiel, denn:

CORONA IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM. MIT CORONA KÖNNT IHR EUCH PRAKTISCH NUR DRINNEN ANSTECKEN, NUR DRINNEN ANSTECKEN, NUR DRINNEN ANSTECKEN.

Was wir also eigentlich tun müssten: Alles, was drinnen stattfindet, möglichst verlegen, minimieren, entzerren, ausfallen lassen. Schulen und Kitas? Eigentlich ja. Großraumbüros? Sowieso. Reise- und Pendlerverkehr in Bussen und Bahnen? Jepp. Sind Superspreaderevents, will nur keiner hören, wollte noch nie einer hören. Fitnessstudios? Bei Gott, ja! Singen oder Sportarten in der Halle? Jepp. Habe ich dir schon vor über einem halben Jahr gesagt, Westdeutscher Tischtennisverband. Nein, wolltest du nicht hören, Westdeutscher Tischtennisverband. Aber auch für dich noch einmal zu mitschreiben, mitsingen, auswendig lernen, nachmachen:

CORONA IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM. MIT CORONA KÖNNT IHR EUCH PRAKTISCH NUR DRINNEN ANSTECKEN, NUR DRINNEN ANSTECKEN, NUR DRINNEN ANSTECKEN.

Und weil mich das müde macht, das immer wieder zu betonen, was man sich eigentlich denken könnte, was Menschenleben retten würde, aber was in die Köpfe schlicht nicht rein will (Greta Thunberg muss SEHR müde sein) und weil das hier nicht Leidartikel.de ist, versuche ich mich, in diesen Zeiten nicht in den Alkohol zu flüchten, sondern munter zu werden. Zwei Maßnahmen dazu:

  1. Dinge sofort angehen und dabei overperformen.
  2. Bis Ende Mai jeden Tag Sport machen.

1 sind eigentlich nur Kleinigkeiten im Haushalt, aber das ist eine wirksame Methode. Der Müll muss rausgebracht werden, dann bring ihn auch sofort raus, aber leg vorher noch die schlecht gewordenen Sachen aus dem Kühlschrank dazu. Die Spülmaschine ist durchgelaufen? Räum sie sofort aus und spül dabei gleich noch schnell das Messer von Hand, das nicht in die Spülmaschine sollte. Bislang eine unglaublich aktivierende Methode.

2 ist dazu da, um mal wieder aus der Lethargie rauszukommen und langsam auch mal wieder was fitter zu werden. Weil ich gerade nicht in die Turnhalle darf und sollte, um Tischtennis zu spielen (s.o.), ins Fitnessstudio auch nicht kann und ins Schwimmbad nicht mal würde, wenn ich es könnte, bleiben mir gerade nicht viel mehr Möglichkeiten als Heimgymnastik und Radfahren im Wechsel. Hin und wieder könnte ich noch mal wandern gehen. Aber wenigstens das sollte ich nun regelmäßig tun.

Mehr heute nicht, ihr wisst, worum es geht:

CORONA IST EIN REINES… BLEIBT DRAUSSEN!

Das heutige Wegminimieren betraf schier endlose Papieransammlungen über Altersvorsorge. Was ein Wust. Kein Bild könnte so schön sein, um das wieder gut zu machen.

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Right

Wie im schlechten Film

Ich zitiere aus dem Bonner Generalanzeiger vom 14. April:

Die Beschränkungen gehen mit der Bundes-Notbremse deutlich weiter als die bisherigen Regelungen der Länder. So sollen alle Freizeiteinrichtungen schließen, auch der Einzelhandel wird geschlossen – mit Ausnahmen etwa für Apotheken, Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Blumenläden oder Gartenmärkte.

Geht krass weit. Also der Unterschied ist, dass ich nun auch mit einem negativen Corona-Test jetzt nicht mehr in den H&M komme und kein Click & Collect mehr machen darf? Klasse, toll, sinnvoll.

Alle körpernahen Dienstleistungen sind während der Notbremse untersagt, ausgenommen sind Dienstleistungen, „die medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken dienen sowie Friseurbetriebe“.

Unterschied zu jetzt?!

In Bus, Bahn und Taxi sind Masken mit FFP2-Niveau Pflicht,..

Das sind sie bisher noch nicht?!

… touristische Übernachtungsmöglichkeiten sind untersagt…“

Sind sie das nicht schon längst?

Gottesdienste sind von der Notbremse nicht erfasst.

Wieso ausgerechnet die nicht?

Ich bin längst über den Punkt hinweg, an dem mich die regionale Politik ärgert. Ich lächele eigentlich nur noch müde und nicke, wenn ich das alles höre. Kannst ja eh nichts machen. Aber so langsam komme ich mir doch vor, als säße ich im Kino in einem langen, schlechten Film mit einer so hanebüchenen Handlung, dass es fast schon wieder zum lachen ist. Und am liebsten würde ich gehen, aber kann nicht.

Dann sollen sie wenigstens einen besseren Film laufen lassen.

Noch einmal Zürich, noch einmal die Panasonic TZ4, noch einmal hübsch:

Und hier noch ein nicht verwandtes Schneebild:

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Rentenversicherung skippen?

Als Selbstständiger habe ich den großen Vorteil, es mir aussuchen zu können, ob ich in die Rentenversicherung einzahle oder nicht. Ich kann also schlicht und einfach danach gehen, ob das ein guter Deal für mich ist oder nicht.

Irgendwann vor gut 10 Jahren habe ich mich einmal dafür entschieden, um überhaupt etwas als Altersvorsorge zu haben. Ob das ein guter Deal ist, konnte ich da noch nicht wirklich einschätzen. Als freier Journalist habe ich den weiteren Vorteil, in der Künstlersozialkasse versichert zu sein, die den Arbeitgeberanteil übernimmt (wie bei Angestellten), also auf meinem Rentenkonto die doppelten Beiträge eingehen. Heute habe ich das mal nachgerechnet.

Etwa 300 Euro zahle ich aktuell jeden Monat in die RV ein, was ein ganz schöner Batzen ist. Laut den jährlichen Renteninformationen bekäme ich 900 Euro im Monat raus, wenn ich in 24 Jahren in Rente gehen kann.

Würde ich jetzt anfangen, einen Sparplan anzulegen und die gleichen 300 Euro in ETFs o.ä. investieren und mit einer jährlichen Rendite von 5% kalkulieren, käme ich da nach 24 Jahren bei etwa 165.000 Euro raus (wovon immerhin fast die Hälfte Zinserträge wären = gar nicht schlecht!). Gehe ich davon aus, dass ich dann noch 20 Jahre lebe, könnte ich mir von diesen 165.000 Euro 20 Jahre lang eine monatliche Rente von 687 Euro auszahlen lassen.

Beides müsste ich versteuern, und wie es aussieht, in etwa gleich hoch. Also streng nachgerechnet, wäre die Rentenversicherung für mich der bessere Deal. Besonders dann, wenn ich noch älter würde und dann weiterhin das gleiche Geld bekäme, auch wenn ich 120 würde.

Wer sich mit dem Thema gut auskennt, darf sich hier gerne mal melden. Aber Stand jetzt würde ich die Rentenversicherung weiterlaufen lassen. Nicht als einzige Altersvorsorge natürlich. Dann würde ich ja im Armenhaus landen…

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Zürich, 2009

Bin doch immer wieder gerne dort. Kamera: Panasonic TZ4:

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2007-2009

Kameras: Nokia 5700 und Panasonic TZ4:

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Das 5-Minuten-Prinzip

Gibt Tage, da möchte man am liebsten alles hinschmeißen…

Tut man es dann doch nicht, aber lässt die Arbeit mal Arbeit sein und macht etwas völlig anderes, dann kommt man manchmal auf erstaunliche Ideen. In meinem Falle: das 5-Minuten-Prinzip.

Meine These ist: Wenn du etwas im richtigen Moment machst, kann es in unter 5 Minuten erledigt sein. Ist es der falsche Moment, kannst du unter Umständen den ganzen Tag dafür brauchen.

Beispiel heute von der Arbeit. Mein Kollege hatte ein paar Themenvorschläge, die er lose in einem Kommentar in unserem Kanban-System eingetragen hat. Irgendwann heute Abend habe ich mich schnell hingesetzt, die Vorschläge da herausextrahiert und mit Copy-Paste in neue Arbeitsaufträge gegossen. Hat mich alles in allem 5 Minuten gekostet. Das ging so einfach, weil ich noch wusste, was wo steht, und weil ich das, was er vorschlug, noch im Kopf hatte.

Schon morgen hätte ich deutlich länger dafür gebraucht. Ich hätte den Kommentar erst wieder heraussuchen müssen und in dem Kommentar die richtige Stelle. Ich hätte mich da erst wieder hineindenken müssen. Hätte ich das erst in 4 Wochen wieder aufgegriffen, hätte ich noch länger danach gesucht, es vielleicht gar nicht mehr gefunden, hätte Rücksprache mit meinem Kollegen halten („Wie hast du das damals noch mal gemeint?“), auf Antwort warten müssen. Vielleicht hätte er gar nicht mehr gewusst, warum es geht und wir hätten die Idee mühsam rekonstruieren müssen. Alles in allem wären Stunden dafür drauf gegangen.

Im richtigen Moment also nur 5 Minuten.

Das Ganze lässt sich auf mehrere Lebensbereiche ausdehnen. Wie wenig mag ich es, das Bad zu putzen, weswegen ich das ziemlich sicher zu selten tue. Kommt Besuch, kann ich aber gar nicht mehr anders, habe an dem Tag meist wenig Zeit und bin gezwungen es möglichst schnell zu machen. Alles wegräumen, einsprühen, abwischen, trocknen, neue Handtücher aufhängen -> schaffe ich, wenn es sein muss, in 5 Minuten -> oder in 30, wenn es ein Tag ist, an dem sowieso schon alles irgendwie länger dauert.

Vorhin habe ich ein paar seit Monaten überfällige Hausarbeiten erledigt:

  • Badezimmerarmatur mit Zitronensäure entkalken: 5 Minuten
  • Den schwer erreichbaren Schmock hinter meinem Badezimmerschrank wegwischen und dafür den Schrank verrücken und danach wieder zurückstellen: 5 Minuten
  • Meinen auseinandergefallenen Schlüsselbund neu zusammensetzen (es ist die Art von Schlüsselbund, deswegen kann der auseinanderfallen) und bei der Gelegenheit optimieren: 5 Minuten.
  • Espressomaschine entkalken (nachdem ich auf der Verpackung der Zitronensäure schon die Anleitung dazu gelesen habe): netto 5 Minuten.
  • Eine längst überfällige Mail an einen Freund, auf der ich seit Wochen draufrumgedacht habe, schreibe ich letztendlich in 5 Minuten.

Das alles passt gut zu einer Weisheit, die ich vor ein paar Monaten einmal gelesen habe und die meinen Alltag wirklich verändert hat: „Nehme dir für alles, was du tust, so wenig Zeit wie nötig.“

Manchmal geht es sogar noch einfacher und schneller als in 5 Minuten. Zum Beispiel habe ich mir in den letzten Tagen angewöhnt, immer wenn ich aus dem Haus gehe, fünf bis sechs Pfandflaschen aus meiner „Sammlung“ mit raus zu nehmen und sie für Flaschensammler neben den Glascontainer zu stellen. Das hat mich pro Ladung gerade mal 1-2 Minuten extra gekostet.

5 Minuten sind aber auch die Zeit, die ich mir zum Beispiel im Sommer manchmal gerne nehme, um weniger aufgeheizt am Zielort anzukommen. Weil ich einfach langsamer gehe oder kurz vor dem Ziel erst einmal ein wenig runterfahre. A propos Runterfahren: Es ist ein Unterschied, ob ich 5 Minuten blöd vor dem Rechner sitze, prokrastiniere und versuche zu arbeiten. Oder ob ich die gleichen 5 Minuten lieber nutze, um mal aufzustehen, durch die Wohnung zu gehen, auf dem Balkon ein wenig frische Luft zu schnappen oder sogar mal 5 Minuten die Augen zuzumachen (wobei 15 da besser wären).

Und sogar das Schreiben dieses Blogbeitrags hat 5 Minuten haha, nein, hat 30 Minuten gedauert. 😉 Aber ich bin mir sicher, dass es deutlich mehr gewesen wären, wenn ich den Beitrag erst morgen oder nächste Woche geschrieben hätte.

Das 5-Minuten-Prinzip – vielleicht schreibe ich mal ein Buch darüber.

Daily Sort-out: Bilder von 2007, Kamera Sony-Ericsson K750i. (Ich habe anscheinend von Anfang an lieber mit dem Handy fotografiert…)

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Yeah

New York, New York

2010. Aber welche Kamera war das bloß… iPhone 3GS, mein erstes Smartphone… Vor Ort haben sie übrigens das erste iPad vorgestellt, aber wir haben die Schlange vor dem Apple Store nicht gefunden…

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Serien & Co.

Rainer, Boris und Nicky wollten, dass wir hier mal etwas über Serien zusammentragen. Okay. Also alles, was ich so in diesem Jahr ca. gesehen habe, auch Filme und Webserien mit kommentarloser Bewertung. Führt eure Auswahl bitte gerne in den Kommentaren hinzu (und schreibt auch gerne etwas mehr dazu als ich, der gerade wenig Lust dazu hat):

Queen’s Gambit: (5/5)
Ted Lasso: (4/5)
Headspace Guide to Meditation: (4/5)
Cobra Kai: (4/5)
Snowpiercer: Nach 2 Folgen abgebrochen (1/5)
Key & Peele: (4/5)
Crash Landing on You: nach 1 Folge abgebrochen (2.5/5)
Wanda Vision: (3/5)
The Falcon and the Winter Soldier: nach 3 Folgen (3/5)
The Kominski Method: nach 2 Folgen (2.5/5)
I care a lot: (4/5)
Thunder Force: (3/5)
Ozark: (4/5)
Unorthodox: (4/5)

Bei Dingen wie Papierkram kann es überhaupt nur helfen, das auf kleinstmögliche Teilaufgaben herunterzubrechen. Ich mag es trotzdem nicht und bin froh, wenn ich das ein für alle Mal hinter mir habe. Das wird noch eine harte Woche werden…

On a more positive note: Kirschblüte ohne (all zu viele) Touristen und Influencer ist eine Wohltat. Es ist nicht alles schlecht an Corona… 😬

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Andalusien II

Gleiches Spiel wie gestern: Schöne Gegend, aber die meisten Bilder verhunzt. Außerdem kann ich nicht mehr genau sagen, was wo war. Vor allem dieser Ort mit den weißen Häusern… Es sei denn, das ist schon Ronda – weiß das jemand? Mit dabei auf jeden Fall: Ronda, Malaga, Tarifa, Gibraltar. September 2016. Kamera wieder: OnePlus One.

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Andalusien

Hier haben Kamera (aber auch Fotograf) kläglich versagt. Mit den harten Kontrasten und vielen Innenraumfotos kam die Kamera überhaupt nicht zurecht. Der Fotograf tat sein Übriges, um die Kamera schief oder nicht still zu halten oder schlicht einen komplett unbrauchbaren Bildausschnitt zu wählen. Noch dazu könnte er überhaupt nicht mehr sagen, was er eigentlich wo aufgenommen hat…

Aber egal, mehr gab es heute nicht wegzuminimieren. Ein paar Bilder sind trotzdem halbwegs brauchbar geworden. Muss für heute reichen (jeden Tag ein bisschen, jeden Tag ein bisschen). Danke für eure Aufmerksamkeit!

OnePlus One, September 2016:

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Finanzen und Minimalismus

Das passt natürlich wie Gesäß auf aus Plastik geformter Flüssigkeitscontainer: Beschäftigst du dich mit Finanzen, kommt plötzlich einer, der dir die Kohle wegnimmt. So wie wenn du 1x in 5 Jahren wegen Bauchschmerzen zum Arzt gehst und am Ende dein Meniskus operiert werden muss. Da ist jemand an meine Kreditkartendaten geraten, hat irgendwas mit Facebooks-Ads in Höhe von über 500 Euro gebucht. Und ich hab den halben Nachmittag damit verbracht, die Karte sperren zu lassen und das Geld zurückzubuchen.

Nachdem ich nun aber auch 2020 und die ersten Monate von 2021 meiner Buchhaltung durchgegangen bin, lässt sich das auf den einfachen Punkt bringen: Minimalismus = weniger Einkäufe = weniger Umsätze = weniger Stress bei der Umsatzsteuervoranmeldung und -erklärung. So einfach ist das.

Desto mehr Umsatzsteuer allerdings auch, weil plötzlich weniger da ist, was sich absetzen lässt. 🙁 Tough luck.

Der Weg ist aber klar gezeichnet. Weniger, weniger, weniger. Meistens lässt es sich an meinen Kontoauszügen sehr klar ablesen, ob ich gerade im Urlaub war oder ein neues Projekt gestartet habe, etwa Videoaufnahmen oder E-Bike-Touren. Aber selbst das ist selten geworden und die Projekte werden kleiner. Die Zeiten sind bei mir vorbei, in denen ich rund um mich zu Zeugs kaufte. Und mittlerweile gehen mir sogar die Dinge aus, die ich verkaufen möchte.

Fühlt sich gut an.

Okay, weiter geht’s mit Rechnungen-Checken und das leidige Thema Versicherungen: Was zahle ich eigentlich wofür? Könnte spannend werden herauszufinden…

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Laufende Kosten

Hätte ich mir auch nicht träumen lassen, dass ich mal einen Abend eine gute halbe Stunde damit verbringe…

  • einen alten Ordner von 2019 mit meinen Rechnungen und Kontoauszügen durchzugehen
  • ihn nach regelmäßigen Kosten zu durchsuchen
  • festzustellen, dass das gar nicht so viele sind, ich komme auf nicht mal 20
  • hier schon einiges an Einsparpotenzial zu erkennen. Es lohnt sich vielleicht nicht so sehr, 5 Euro im Monat für den Handyvertrag zu sparen, wohl aber, die Kosten für das Fitnessstudio von 60 auf 40 Euro herunterzudrücken.
  • Die BahnCard für 62 im Monat, Amazon Prime für 70, Tischtennis-Daten-Service für 12. Alles an sich nicht teuer, aber summiert für 10 bis 15 Euro im Monat gut, die man besser in was Anderes stecken könnte, Pennystocks zum Beispiel. Und dann kommen die 5 Euro für den Handyvertrag doch wieder ins Spiel…
  • Dass alles so schnell seinen Schrecken verliert
  • Und es am Ende sogar ein klein wenig Spaß gemacht hat

Und, klar klar, ich hätte das schon viel früher mal machen sollen, habt ihr alle längst gemacht und das war klug. Ja ja, ich hätte tausende von Euros damit sparen können. Und nein nein, ich hätte mich dazu einfach nicht früher aufraffen können. Warum, ist jetzt mal egal, ist einfach so.

Also besser spät als nie.

Okay, Kosten für 2019 sind ermittelt. Nächste Schritte: Vergleichen mit 2020/21. Verträge durchgehen, optimieren, mal sehen, was sich noch kündigen oder zusammenfassen lässt. Freiwillige gesetzliche Rentenversicherung: du bist ein heißer Kandidat.

Random Pic von heute Abend:

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Finanzen 🤑

Kurze Pause vom Bilderaussortieren, kleiner Exkurs in die Welt der Finanzen. Heute praktisch gezwungenermaßen, weil die geliebte Umsatzsteuervoranmeldung anstand.

Aber was heißt „geliebt“. Seit ich mich sehr, sehr spät dazu durchgerungen habe, das ganze auf digital umzustellen (ich Idiot) und kaum noch neue Dinge kaufe, ist das mittlerweile sehr schnell gemacht. Heute war es erstmals unter 1 Stunde. Früher waren es mal drei.

Außerdem bin ich mittlerweile so weit, dass ich da fast Bock drauf habe. Das alles mal sortieren, gucken, wohin die ganze Kohle geht (Spoiler: den Staat und seine als solche getarnte Rentenversicherung) und was sich da noch einsparen lässt, damit ich noch (!) reicher werde.

Vielleicht lässt es sich auch irgendwie so hinkriegen, dass es nicht langweilig wird und sich ultramegerspießig anfühlt. So leid es mir also tut: Es wird hier künftig etwas mehr ums Geld gehen.

Ein Bild gibt’s natürlich trotzdem. Ist sogar von heute (Motorola Moto G100). Und ich schwöre, ich hatte den Flügel eigentlich ganz mit drauf…

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Demnächst weniger Fotos machen

Zum Üben gehört’s ja dazu, und auch Profis raten dazu, bloß nicht nur 1 Foto zu machen, sondern lieber mehrere Schüsse zu haben und ein Motiv völlig auszufotografieren. Aber was ist, wenn das Motiv gar nicht so klasse ist und ich mir sicher bin, ein gutes Bild gemacht zu haben? Meine bisherige Reise durch ca. 50.000 Fotos und 5 Jahre schlechter Fotografie verleiten mich zu folgenden Notes to my future Self:

  1. Das 1. Foto, das du gemacht hast, war rückblickend meist das beste.
  2. Zumindest dann, wenn du genug Zeit hattest, es in Ruhe aufzunehmen.
  3. Trau dich, weniger Fotos zu machen!
  4. Wenn du merkst, dass mit dem Motiv irgendwas nicht stimmt und es einfach nicht gut aussieht, dann drück gar nicht erst ab.
  5. Wenn du dich langweilst, weil du z.B. mal auf jemanden warten musst, lösche ein paar Fotos.

Aber vielleicht spricht da auch nur mein genervtes Ich. Hätte ich nicht so viele schlechte Fotos gemacht, hätte ich jetzt auch keinen Lerneffekt.

Es bleiben dennoch noch ca. 35.000 Fotos + die, die noch auf meinem aktuellen Smartphone sind + das Verzeichnis der tausenden erinnerungswürdigen Bilder, die ich am Schluss noch einmal durchgehen will.

Seufz…

Anyway, weitere Bilder von 2016 mit dem OnePlus One:

Hamburg:

Gut dass der ganze Schwachfug dies Jahr größtenteils flach fällt…

Misc:

Die bauen tatsächlich schon 5 Jahre an dieser *?!$^ Brücke:

☝🏻

You don’t say…

Cochem, nach wie vor the place to be!

… das nächste Mal hopefully mit einer besseren Kamera to be…

… und einem Fotografen, der nicht seinen Daumen… Naja…

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Teneriffa + La Gomera

Einer der ersten Urlaube, in denen ich die Kamera zu Hause ließ und nur mit dem Smartphone fotografierte. In diesem Falle keine so gute Idee, denn Smartphone-Kameras waren damals noch nicht so weit. So hatte die Kamera massive Probleme mit den harten Kontrasten bei sonnigem Wetter oder auch schon wenn es, wie auf La Gomera, mal ein bisschen diesiger war. Das alles dürfte heute die wenigsten Smartphone-Kameras noch vor Probleme stellen. 2016 das OnePlus One aber schon.

Schön war’s trotzdem, und auch wenn touristischer, hat mir Teneriffa sogar noch etwas besser gefallen als La Gomera.

Teneriffa:

La Gomera:

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2015

Kamera-Phone: OnePlus One.

An der Sieg:

Berlin:

Toskana:

Meine Küche:

Köln, Deutschland-Premiere der TV-Serie Mr. Robot mit Rami Malek, Sam Esmail und Christian Slater:

Cannstatter Was’n, Stuttgart:

Ganz ordentliche Kamera eigentlich, aber mit gravierenden Problemen bei schlechten Lichtverhältnissen. Bilder dann entweder zu dunkel oder verwackelt. Da hat sich seitdem einiges getan.

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Georgetown

Georgetown, Penang, Malaysia. Definitiv eine Reise wert! Dezember 2019, Galaxy S10.

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Good Friday Shortie

Jeden Tag, auch wenn es nur ein bisschen ist…

Dezember 2019, Galaxy S10:

Pulau Bintan, Indonesien, aka Instagram Island:

Malaysia:

Und noch einmal Singapur (ja, ich war sehr oft da, <3):

Und weil heute Karfreitag ist…

Im Vergleich dazu, Bonn:

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Prä-Corona-Bonn

Die Eine oder der Andere erinnert sich vielleicht noch: Es gab mal eine Zeit ohne Pandemie. Wie die ausgesehen hat, möchte ich (mangels einer Idee für ein anderes Thema) heute einmal beleuchten. Fotos vom April und Mai 2019 mit dem Galaxy S10:

Okay, suchen wir mal:

Es gab Außengastronomie. Ja, gab es auch mit Corona zu Weilen, aber nicht in diesem Ausmaß.

Hier sieht noch alles normal aus:

Und hier auch, außer dass die Leute keine Masken tragen:

Schon damals haben die Menschen krude Sachen verschenkt…

… oder hatten eigenwillige Ideen:

Die Leute saßen viel näher aufeinander. Rückblickend betrachtet scheint es wie ein Wunder, dass wir nicht Jahr für Jahr diverse Epidemien hatten. (Spoiler: hatten wir, nannte sich Grippewelle, hat auch so manchen dahingerafft, hat nur niemanden interessiert.)

Und weil’s immer süß ist: Hier noch ein Katzenbild (ich war damals eine Zeitlang Kattensitter):

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Argh

Malakka

So.

Seit 31 Tagen sortiere ich nun täglich Fotos aus und habe das Versprechen gehalten. Die mögliche Strafe war auch Ansporn genug. Das hat also funktioniert.

Vom Stand her bin ich jetzt von etwa 90.000 Fotos runter auf 43.000. Es gab einige Doubletten-Verzeichnisse und einige, die noch warten. Das Aussortiertempo ist also niedriger, als mir lieb wäre. Aber, na ja, man hat ja auch noch ein, zwei andere Dinge zu tun.

Ich vermute, dass ich für den Rest noch mindestens einen weiteren Monat brauchen werde, auch wenn ich über das kommende Osterwochenende mal eine Extraschicht einlegen möchte – und mir langsam die Lust vergeht. Zumal ich eigentlich auch mal ein paar andere Dinge wegsortieren müsste.

Deswegen wird’s hier weitergehen. Nicht mehr jeden Tag zwingend mit aussortierten Fotos, aber jeden Tag mit was zum Aussortieren. Irgendwann (nur wann?) muss das alles ja mal ein Ende haben…

Bilder aus Malakka, April 2019, Samsung Galaxy S10:

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Anderer Leute Urlaubsfotos

Was ich immer denke, wenn ich mir die Urlaubsfotos anderer Leute anschaue, ist: Kann da überhaupt das gleiche Gefühl rüberkommen, das der Andere hat, der wirklich da gewesen ist? Ich will nicht sagen, man langweilt sich dabei oft, während der Andere eine gute Zeit hat. Aber man verbindet halt nichts damit. Oder liegt das schlicht an den Fotos?

Machen wir doch mal einen Test. Ich zeige euch meine Urlaubsfotos und ihr sagt mir, wie sehr ihr euch langweilt? Und, ja gut, das können wir dann gerne auch mal anders herum machen. Wollen ja fair sein.

Und wieder einmal vermisse ich übrigens mein Samsung Galaxy S10. Die beinahe perfekte Urlaubskamera… Alle Bilder vom April 2019.

Singapur:

Bali:

Kleine Zwischenvermutung: Bilder, die nur Landschaft zeigen, sind langweilig. Bilder, auf denen etwas Ungewöhnliches zu sehen ist, sind auch abseits vom Urlaubsfoto interessant?

(Da brüllt ein Affe oben rechts, und er ist echt!)

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Right Tech

2017

Ich kann mich an kein Jahr erinnern, in dem ich mehr unterwegs war. Na gut, das hatte seine Gründe. Vor allem scheine ich aber auch einen ganzen Batzen an Smartphones getestet zu haben. Und mag es oft so aussehen, dass sich da in den letzten Jahren kaum noch etwas getan hätte, möchte ich den Blick auf die Nachtfotos in dieser Reihe richten. Denn die rangieren Welten unter dem, was die Spitze und Mittelklasse heute kann. Zu dunkle Fotos gibt es heute fast nicht mehr. Damals schon.

War eine turbulente Zeit, in der noch einiges mehr los war. Vielleicht kommt hier die Tage noch ein zweiter Teil.

Blackberry Motion:

Kamera unbekannt, sieht man aber eher nach einer Systemkamera aus. Also entweder Sony-Nex 3 oder Panasonic Lumix G6:

Huawei P10:

Huawei P10 Lite:

(Peter Kox, SPD)

Kodak Ektra (eins der schlechtesten Smartphones, die ich je getestet habe):

Motorola Moto (ich weiß nicht mehr welches, G5, glaube ich, oder G5 Plus):

Moto Z2 Force:

Motorola X4:

Samsung Galaxy S8:

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Hm

Wartest du bitte draußen?

Alltagsrassismus – oder doch etwas Anderes? Ich finde das gar nicht immer so leicht zu erkennen, geschweige denn, angemessen darauf zu reagieren.

Vorhin beim Sonntagseinkauf in einer Bonner Bäckerei. Der Mann vor mir in der Schlange hat eine dunkle Hautfarbe. Er geht in das Geschäft, während die Verkäuferin gerade eine weitere Kundin bedient. „Wartest du bitte draußen?“, ruft sie ihm zu. Er kontert: „‚Guten Tag‘, heißt das!“ und bleibt im Lokal.

Die andere Kundin verlässt den Laden, ich bleibe vor dem Eingang stehen, weil mir nach dem Ruf der Verkäuferin nicht klar ist, ob nun 1 oder 2 Kunden gleichzeitig in den Laden dürfen. Klar ist jedenfalls, dass auch vorher schon immer zwei Kunden gleichzeitig im Geschäft waren. Warum wird also ausgerechnet der dunkelhäutige Mann raus geschickt und dazu noch geduzt? Das fragt er die Verkäuferin anschließend auch.

Geht es darum, dass er oder die andere Kundin im Laden keine Maske auf hatten? Das habe ich leider nicht erkannt. Ich höre, wie er und die Verkäuferin sich um etwas mit den Worten „Attest“ streiten. Jetzt auf jeden Fall trägt der Mann eine FFP2-Maske, die Verkäuferin nicht.

Kennen sich die beiden? Dann wäre ein „Du“ in Ordnung gewesen. Wenn nicht, dann natürlich nicht.

Menschen mit dunkler Hautfarbe in Deutschland berichten öfter davon, dass sie im Alltag eher geduzt werden als „Weiße“, etwa wenn sie in eine Polizeikontrolle geraten, was ihnen ohnehin öfter passiert. Das kann ich von da draußen natürlich nicht sagen. Auch von daher fällt es mir schwer, für eine Seite Partei zu ergreifen.

Die beiden streiten sich. Beide reagieren nun bereits entsprechend gereizt auf den anderen. „Wollen Sie mich nicht einfach fragen, was ich möchte!“ – „Sagen Sie doch einfach, was Sie möchten!“ – „Die anderen Kunden haben Sie auch erst gefragt.“ – „Die haben aber auch freundlich gefragt.“

Erstaunlicherweise bringen die beiden die Bestellung noch zu Ende, auch wenn noch ein paar böse Worte in die jeweils andere Richtung fallen. Der Mann fragt nach dem vollen Namen der Verkäuferin, mit der Ankündigung, sich bei ihrem Chef über sie zu beschweren. Ihren Vornamen gebe sie nicht heraus, entgegnet sie. „Sie scheinen meinen ja auch zu kennen“, antwortet der Kunde. „Oder warum haben Sie mich sonst geduzt?“

Der Kunde bezahlt, nimmt seine Ware und verlässt den Laden, verabschiedet sich sogar noch. Ich, als nächstes dran, gehe hinein und treffe auf die etwas konsterniert dreinblickende Verkäuferin.

Und hier reagiere ich unbeholfen, weil ich nicht genau weiß, was ich machen soll. Ich gebe nur meine Bestellung auf und sage ansonsten nichts.

Hinterher ärgere ich mich, die Verkäuferin nicht gefragt zu haben, was da gerade los war. Dann hätte ich wenigstens ihre Sicht der Dinge besser verstanden. Erfahren können, warum sie ihn geduzt hat oder was sonst noch los war. Meistens fällt mir leider erst hinterher etwas Vernünftiges ein.

Ich glaube, wir haben da noch viel Arbeit vor uns…

Bilder von 2015. Kameras: Nexus 4 und ein Huawei-Smartphone, ich glaube, das P8. Orte: Bonn, Rheinsteig, Valencia:

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Right

Face your past

Einfach machen und fertig? Ein paar Bilder aussortieren kann doch nicht so schwer sein, oder?

Sagt sich so leicht. Bilder erinnern an die Vergangenheit, in der nicht immer alles rosig war. Oder in der es mal rosig war, aber kurze Zeit später vorbei. Und das sind nicht nur Erinnerungen à la „Ui, da hast du viel schlanker ausgesehen als heute, und mehr Haare hattest du auch“ bis hin zu „Was hast du dir denn bei der Jacke gedacht?“ oder „Was ist eigentlich aus dem geworden? Ihr habt euch doch mal gut verstanden.“

In meinem Falle sind es fast 20 Jahre Digitalfotografie und damit 20 turbulente Jahre in einem Leben. Wie viel wären es bei euch? Und ich bleib dabei: Nicht immer macht es Spaß, aber der Gesamtprozess ist gut. Sich mal mit der Vergangenheit zu befassen, tut gut.

Bleiben auch nur noch 68.000 Bilder…

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Möh

Müh

Weil mäh und brauch Wochenende und mag keine Bilder mehr sehen, aber muss, hab’s ja versprochen. Und kann auch gar nicht mehr so wirklich denken. Also hier, paar Bilder und bald hoffentlich mal wieder mehr Text, sinnvoller. Bilder vom iPhone X, Sommer 2019, various places.

Und was – um alles in der Welt – habe ich mir dabei gedacht, diesen grauen Kasten mit aufs Bild zu brennen? 🤨 Nur weil der so verdötscht guckt? 🤔

Habt’s ein schönes Wochenende!