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:)

125: Vanavond

Ich hab natürlich weiter gemacht, bald drei Wochen durch und fange langsam an, Niederländisch zu denken. Glaube, es lohnt sich fast immer, niemals aufzugeben.

Lockdown? Na, nützt ja nix. Wobei sie den Outdoor-Sport in kleinen Gruppen schon noch hätten lassen können. Wer jetzt keine Freunde hat, ist ganz schön arm dran. (Ist er sonst aber auch.)

Ik hou van bonen!

En van mijn kamera soms ook.

Te weinig, te laat und außerdem komplett banaan, die Idee!

Lawaai!

En jullie? Jullie maakt al niet genoeg lawaai! 🙂

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OK

124: Seid ihr auch gespannt?

Was da jetzt kommen wird? Ein Lockdown, vielleicht sogar in Wellen, vielleicht auch erstmal nur weitere Einschränkungen? Oder sogar noch härtere Beschränkungen als wir im Frühjahr hatten? Und was das dann für den Alltag bedeuten wird?

Ich sehe dem erstaunlich gelassen entgegen. Noch.

Behaupte ja nach wie vor, wir hätten das Schlimmste verhindern können. Aber vielleicht müssen die Dinge auch erst eskalieren, bevor die Leute es verstehen. Schaun mer mal.

Ich merke langsam: Je mehr ich mich der Minimalismus-Endstufe nähere (das allermeiste ist mittlerweile weggeschmissen), desto weniger habe ich hier zu erzählen. Es ist nicht so, dass nichts mehr passieren würde, aber kaum noch etwas davon erscheint mir berichtenswert. Das würde meine Theorie unterstützen, dass alles™ zusammenhängt. Ballast in der Wohnung mit körperlichem Ballast (Übergewicht), Datenballast und geistigem Ballast. Bist du mit allem durch, dann hast du auch innere Ruhe und bist rank und schlank. Es scheint in die Richtung zu gehen.

Ich werde berichten – oder eben nicht. 😉

Nice! DuoLingo erlaubt auch Faulensprache:

Und von wegen, es gäbe viele umgangssprachliche deutsche Ausdrücke im Niederländischen. Geht auch andersrum:

Kennt ihr das, wenn ihr von was Digitalem auf was Analoges wechseln wollt, dass ihr emsig prokrastiniert und ihr lieber alles Andere macht als z.B. ein analoges Buch zu lesen?

Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass das ein 1000-Seiten-Buch ist und mit seinen Proportionen ganz schön abschreckt…

Es kommt deswegen auch jetzt weg, nachdem ich es noch einmal durchgeblättert haben werde…

Bild des Tages: Nach und nach bekommt Bonn eine ganz hübsche Skyline:

Und mein Galaxy S10 macht irgendwie immer auffallender verrauschte Fotos…

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Möh

123: Motivación

Die erste Woche mit Niederländisch vergingen wie im Flug. Ich habe Lektion nach Lektion runtergeschrubbt, ein gutes Anfangsgefühl für die Sprache entwickelt, viele interessante Wörter gelernt. Die zweite Woche lief es dann schon schleppender. Hatte plötzlich auch weniger Zeit für alles, die Lektionen schienen länger und länger zu werden und die ersten Schwächen von DuoLingo wurden offenbar. So fehlt etwa eine einfache Übersichtsseite für die gängigsten Konjunktionen. Für „weil“ etwa gibt es im Niederländischen verschiedene Ausdrücke, je nach Kontext, aber eine Erklärung dafür fehlt.

Mittlerweile bin ich in Woche 3 oder am 18. Tag am Stück, ich habe gestern den halben Tag gerlernt, um das 2. Kapitel abzuschließen – und inzwischen könnte ich ganz gut eine Pause gebrauchen. Wovon das Programm allerdings abrät. Besser wäre es, täglich etwas zu lernen. Außerdem kenne ich mich nur zu gut, ich würde es dann sehr schnell ganz drangeben. Dann lieber mal einen Tag nur eine halbe Stunde lernen.

Heute Morgen wollte ich zumindest leicht in das 3. Kapitel starten und das Programm legt die Latte höher und höher. Jede Lektion besteht nun aus 5×5, manchmal 5×6 Unterlektionen, die wiederum aus 10-15 Übungen bestehen. Langsam raucht mir der Kopf, ich mag nicht mehr und bin gleichermaßen etwas frustriert, dass ich nun schon fast drei Wochen dabei bin und immer noch aus dem Stehgreif keinen Satz sagen könnte (vielleicht mal abgesehen von „Na het ontbijt, eten de jongens nog vier boterhammen“ ohne zu wissen, ob das genau so stimmt) und ohne im Radio zu verstehen, wovon die Leute reden.

Nachts merke ich, wie mein Unterbewusstsein Schwerstarbeit leistet, um den Kram vom flüchtigen in den festen Speicher zu verschieben. Und zum ersten Mal stelle ich mir die Frage, die ich für den Anfang bewusst ausgeblendet habe, um einen guten Anfang zu finden: „Wozu mache ich das eigentlich?“ Kurz: Der Fly-or-Die-Moment ist da.

Hier schadet ein bisschen Motivation nicht. Heißt: Eine Antwort darauf finden, warum ich Niederländisch eigentlich überhaupt lernen wollte und welches Level mir hier reicht. Denn so ganz ohne Motivation kämpft es sich nicht gut. Versuchen wir das doch mal. Ich wollte eigentlich nur:

  • Niederländer verstehen können. Weil ich gerne dort bin und Land und Leute toll finde.
  • Ich wollte die Sprache lernen, weil ich an der Grenze aufgewachsen bin und es nie fair fand, dass fast alle Niederländer Deutsch sprechen, umgekehrt aber überhaupt nicht.
  • Und weil ich mittlerweile auch den Klang der Sprache mag.
  • Ich in meinem nächsten Urlaub dorthin wenigstens ein Middageten auf Niederländisch bestellen können will.
  • Weil ich mir dumm vorkäme, wenn ich in meinem Alter nicht mal mehr in der Lage wäre, eine Sprache zu lernen.
  • Und überhaupt!

Okay, das mal runterzuschreiben hat geholfen!

Die ersten neuen Kapitel waren dann auch gleich wieder erstaunlich einfach. Das ist ebenfalls eine Motivation. Portioniere das Ganze so, dass es verdaulich wird, dann klappt es eher. Außerdem freue ich mich immer wieder wie ein kleines Kind, wenn ich Bekanntes in der neuen Sprache wieder entdecke.

Im TV-Programm von Radio Bremen lief früher immer (und läuft genau genommen heute noch) die Regionalsendung „Buten un Binnen“. Irgendwann habe ich mal mangels tief gehender Plattdeutschkenntnisse gegoogelt, was das eigentlich heißt. Und siehe da: Im verwandten Niederländischen gibt es das auch (und bedeutet das gleiche):

So kommt der Spaß dann auch zurück.

Der Westdeutsche Tischtennisverband hat die Saison bis zum 31.12. unterbrochen. Ebenso wie die Handball- und Basketballverbände in NRW. Wie ich die Lage einschätze, wird es im Januar natürlich trotzdem nicht weiter gehen; ob die Saison jetzt beendet ist, bevor sie überhaupt richtig gestartet hat, ist noch offen. Wer das Dokument dazu liest, der erkennt auch schnell: Davon ist nichts gewollt oder nach eigenem Ermessen entschieden, das ist alles von oben verordnet. Muss man sich auch mal geben. Denen ist das alles so egal, dass sogar Laissez-Faire-Landesvater Armin „Laschi“ Laschet und sein Kabinett härter durchgreifen als der Verband. Solchen Leuten willst du echt nicht ausgeliefert sein.

Ich spare mir mal Kommentare wie, dass man das eigentlich auch schon im Sommer hätte vorahnen können (und einige auch darauf hingewiesen haben). Ich bin einfach nur froh, dass ich jetzt nicht mehr in der Zwickmühle bin, mich entweder vor Corona zu schützen oder mein Team im Stich zu lassen. Und dass ich ein E-Bike habe, mit dem ich die nächsten Monate noch bisschen Sport machen kann. Ob Sport im Park bald überhaupt noch möglich ist, ist ja auch noch einmal die Frage.

Wenn das so weiter geht, übrigens nicht. Oder auch: Fuck you, Erstis!

Schonmal was von diesem Corona gehört? Offenbar nicht.

Ohnehin dachte ich heute Abend bei einem Gang durch Bonn: Es geht uns wohl noch nicht schlecht genug. In zwei Tanzschulen tanzten Leute eng, in einigen Restaurants sah es aus wie immer. Kaum Abstände, keine Trennwände, keine Fenster offen. Joa… Dann darf man sich über den zweiten Lockdown, den wir am Ende wohl kriegen werden, auch nicht wundern.

Idioten…

Ihr braucht ein Zimmer in Singapur? Hier gibt es ein hübsches. Ihr müsst nur gewisse Auflagen erfüllen…

(via Kristine, thank you! 🙂

Bild des Tages, Ultraweitwinkelbilder liegen im Trend (warum auch immer):

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Right

122: Tag der Eierhühner und verrauschten Fotos

Wenn du für ein paar Produktbilder extra die Kamera auspackst, um Bilder vom neuen Testgerät zu machen (iPad Air 4) und am Ende alle schlimm verrauscht sind. 🙁

Hatte ich da ISO aus Versehen auf 12.800 stehen oder kann die M6 es nicht besser? 🤨

Sagt, was ihr wollt, aber ein Smartphone macht einfach ein schönes Bild und murrt nicht. Rauscht dafür in anderen Situationen, klar. Außerdem wundert mich der aktuell sonderbare Trend hin zu Ultraweitwinkel-Kameras. Was will man damit, sich selbst von hinten fotografieren? Starke, wenig rauschende Tele-Linsen in Smartphones wären mir viel lieber, scheinen den Herstellern aber nicht so wichtig zu sein.

Wobei Huawei immerhin beides ins neue Mate 40 Pro gepackt hat, dafür aber nach wie vor ohne Google-Dienste leben muss. Zumindest so lange, bis die USA einen neuen Präsidenten bekommen.

Huawei-CEO Richard Yu, der ein, sagen wir, ganz eigenes Englisch spricht, was aber fast schon wieder Kult ist, wurde heute bei seinem Auftritt simultan übersetzt. Soll jetzt wohl professioneller wirken, aber irgendwie tut man dem Mann damit keinen Gefallen. Was gibt’s da nicht zu verstehen? Außerdem höre ich ihn gerne reden, er erinnert mich an die Uncles in Singapur, die genauso sprechen, und ich bekomme Heimweh nach Home2. 🏙🏖

Was mich zur Frage bringt: Mache ich’n jetzt? Neues Smartphone, neuen Laptop, neue Kamera? Kostet ja nix… So eins für alles wäre toll.

Könnte übrigens sein, dass das MacBook gerade so viele Mätzchen macht, weil sein Betriebssystem noch gar nicht offiziell ist. Heute mit Erstaunen gelesen, dass macOS BigSur, was ich mittlerweile seit Monaten im Einsatz habe, noch gar nicht den Beta-Status verlassen hat. Axo. Bis zum finalen Release kriegt Apple das hoffentlich noch hin mit der Akkulaufzeit, der Hitze-Entwicklung und allem anderen auch…

Das Smartphone macht derweil übrigens solche Fotos:

Hell genug ja, aber dann auch wieder verrauscht. 🙄

Es könnte sein, dass ich da eine Wette verloren habe… 10.000 tägliche Neuinfektionen… die Marke haben wir dann doch erstaunlich schnell gerissen. Sei’s drum, ist Nicky halt besser in Mathe als ich. Was mir immer noch fehlt, sind valide Informationen darüber, wo sich die Leute die Seuche letzten Endes geholt haben. In Bonn haben wir 200 akute Fälle, im Berchtesgadener Land kann sich angeblich keiner erklären, wo die Infektionen alle herkommen. Aber bei den meisten Fällen müsste sich das doch auf was zurückführen lassen. War im Club feiern, war im voll besetzten Restaurant, musste Tischtennis spielen… Gibt es sowas gar nicht?

Da fragste mich was! 🤔

Ihr kennt Agnes Obel nicht? Ihr müsst Agnes Obel kennenlernen!

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Right

121: Heute nur Fotos

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Hm

120: Wenn mich einer sucht…

Die Couch übt derzeit eine magische Anziehungskraft aus. Gut, dass es morgen noch einmal 20 Grad werden sollen.

Es ist ja nicht so, dass niemand vor einer zweiten Welle gewarnt hätte oder davor, dass die Kontaktnachverfolgung jetzt die Kapazitäten der Gesundheitsämter sprengt:

… twitterte der Mann wohlgemerkt vor einem Monat.

Die Politik hat alle Zahlen gehabt, sie hat gesehen, wie sich die Welle in unseren westlichen Nachbarländern auftürmt. Und man hat sie einfach rüberschwappen lassen.

Der Spiegel derweil mit einem Video über Patienten, die seit Monaten an Corona laborieren. Warum kommt sowas erst jetzt?!?

Muss mich erstmal wieder beruhigen…

Okay, weiter mit Niederländisch. Classic:

Und nee, ist gar nicht so kompliziert… Bei DuoLingo gehen sie im Übrigen mit der Zeit:

Und immer wieder diese herrlischen Umgangsgermanismen. „Wir essen hier vonwegen dem gutem Essen“. 🙂

Jimmy, where are you?! 🙁

Couch + Serien = goed:

  • Babylon Berlin, 3. Staffel, hat richtig Spaß gemacht! Spannende Geschichte, kluge Subplots (bis auf die mit seiner Kölner Frau, die ist Käse), selbst kleine Rollen gut besetzt (bis vielleicht auf Friedrich Küppersbusch als Richter – was sollte denn das?). Man taucht ähnlich wie in Boardwalk Empire ganz in die späten 20er-Jahre ab. Toll gemacht!
  • Cobra Kai, 1. Staffel (aktuell Folge 9): Herrlische Comedyserie mit einer gar nicht so dummen Botschaft: Wiederholt sich Geschichte immer wieder?

Äh, ja, weil ist das Allerwichtigste und so:

Nee, ihr findet mich auch der Couch!

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Yeah

118: Ich lerne dann lieber

Diese Woche ist irgendwie nicht viel mehr los bei mir als iPhone 12 und DuoLingo. Das erste bestimmt meine Arbeit, das andere meine Freizeit.

Wobei, stimmt gar nicht. Heute habe ich (relativ) spontan (ich wollte eigentlich schon gestern, aber hatte dann keinen Bock) einen Outdoor-Gym-Kurs besucht. Oder genauer gesagt: einen Functional-Circle-Kurs. Und, ja, was soll man sagen: War zum Glück genauso (gut), wie ich mir das vorgestellt hatte. Recht anspruchsvolles Programm wie in einem Fitnessstudio-Kurs, sehr nette Trainerin, kleine Trainingsgruppe von nur noch vier weiteren Teilnehmer*innen außer mir, alles auf Abstand, keine Ansteckungsgefahr. Und anscheinend gibt es wohl mehrerer solcher Kurse. Ich probiere mich da mal durch.

Festgestellt, dass in kaum mehr als 2 Monaten Weihnachten ist, aber schlimmer noch: das Jahresende, an dem ich eigentlich so viel fertig haben, und anderem alles durchminimalisiert haben wollte. Ihr glaubt gar nicht, wie anstrengend und zeitraubend das ist! Ein bisschen was möchte ich jetzt schon noch geschafft kriegen, alles wird was knapp.

Und Corona? Ja, was soll ich sagen. Irgendwie tangiert mich das gerade überhaupt nicht. Die zweite Welle ist längst da, die Reisewarnungen nehmen zu, der Lockdown naht. Aber was soll ich Anderes machen, als immer wieder zu dem zu raten, was längst hätte gemacht werden müssen, als außen Abstand zu halten, beim Einkaufen Maske zu tragen, möglichst nur Außengastronomie wahrzunehmen (wo es noch möglich ist)? Mir Sorgen machen? Traurig sein? Nö. Wird am Ende ja doch passieren, oder mit etwas Glück vielleicht nicht. Liegt nicht an mir.

Die Niederländer haben das, was wir hierzulande „Deppenapostroph“ nennen, offiziell in ihrer Grammatik, und ja, das schlimmere Deppenapostroph:

Die Armen!

Und, es tut mir Leid, aber ein paar der Ausdrücke sind einfach nur herrlisch. :))

Das Untergut. 🙂
Na, die Übersetzung kriegt ihr selbst hin. 🙂

Keep it comin‘, Jimmy! Keeeep it coming…

Aber echt nur schwer abzuschütteln, der Kerl!

Jeden Tag ein bisschen krasser:

Hätten sich meine Eltern wohl auch nicht träumen lassen, dass ich mal 2 Stunden an einem Abend Niederländisch lernen würde, weil es so viel Spaß macht, anstatt sonst irgendwie rumzudingsen. Ja, das Programm mag was seicht sein. Aber das muss man DuoLingo lassen: Sie haben das Sprachenlernen mal sowas von erfolgreich gamifiziert. Hands down!

Best one so far!

Das Bild des Tages ist heute mal indoor. Wenn ich schon Teile meiner Wohnung fotogen finde, dann wird es hier langsam wirklich mal wohnlich, schätze ich. 🙂

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Möh

117: Shortie

Muss es heute kurz machen. Jimmy, der Streber, ist voll an mir vorbeigezogen.

Das geht so nicht.

Der Niederländer (oder zumindest der, der den Niederländisch-Sprachkurs auf DuoLingo zusammengestellt hat) ist ein weiser Mann (oder eine weise Frau, oder divers, oder was auch immer. The point is):

Soso, aber:

Das erklärt einiges. 🙂

Nee, heute nichts gemacht. Erst vor zwei Stunden fiel mir dann auf, dass ich noch gar nicht draußen war. Das geht natürlich nicht. Das Bild des Tages stammt daher von meinem Abendspaziergang:

Gibt ein neues Hipstercafé in Bonn. Warum Lighthouse Café? Warum nicht!?

Die Couch entwickelt langsam wieder eine magische Anziehungskraft. Plötzlich ergibt es sich, dass ich drei Serien gleichzeitig gucke:

  • Cobra Kai, 1. Staffel (danke Boris für den Tipp! Bisher, Folge 3, sehr cool. 🙂
  • The Handmaid’s Tale, 3. Staffel (schleppt sich so dahin, irgendwie. Eigentlich wollte ich das in einem Monat MagentaTV durchgezogen haben, aber mittlerweile hat die Telekom mir schon den dritten Monat berechnet. Ich sollte dem Priorität geben, aber ich mag nicht so recht.)
  • Babylon Berlin, 3. Staffel. (Weiß noch nicht, wo das Ganze hinführt, aber die Stimmung ist schon wieder toll und eigentlich lohnt es sich fast alleine schon für Liv Lisa Fries alias Charlotte Ritter).

Bleibt noch die Frage: Was war zuerst da? Die Serien oder die Couch? 🤔

Derweil lese ich noch „On the Road“ von Jack Kerouac. Ist bisher (26%) nett und hübsch geschrieben, aber noch nicht wirklich ein Genuss.

Neben einem neuen Smartphone würde ich mir gerne in nächster Zeit noch ein neues Notebook kaufen. Das MacBook Pro hier isses einfach nicht, das muss man langsam mal einsehen. Ich würde das einfach ohne viel Tamtam wieder verkaufen und mir ein neues holen. Ich fürchte nur, Apple underperformt gerade so ein bisschen. Mehr auch nicht, aber ein bisschen. Das iPhone 12 Pro haut mich nicht aus den Socken, und ich gehe davon aus, das erste MacBook mit Apples eigenem Chip wird auch nur so möh werden. Wird ein starker Prozessor werden, sie werden 2.000 Euro dafür verlangen, vielleicht sogar gar keine Schnittstelle mehr anbieten, nur noch das neue MagSafe (wobei, sooo mutig sind sie nicht mehr), und einen Touchscreen werden sie immer noch nicht einbauen.

Sei’s drum, das Ding hier wird schon noch eine Weile funktionieren.

So, back to DuoLingo. Wollen doch mal sehen, Jimmy!

Und ihr seht bitte auch zu! Corona ist wieder da…

Update, 0014 Uhr:

Puh!

Und, hach, gibt es schöne Ausdrücke im Niederländischen! Ich meine: olifant! Jetzt mal echt! :))

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Yeah

116: Redet miteinander!

Hinterm Tuscolo an der Ampel haben sie bei Zeiten eine Zone für Radfahrer geschaffen. Hier dürfen Radfahrer sogar schon bei Rot den Fußgängerüberweg überqueren. Die eigentliche Fahrradampel ist aber davor, was zur Folge hat, dass Radfahrer nicht genau wissen, wann sie eigentlich grün haben. Eine weitere Ampel an der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung hat die Stadt vergessen anzubringen.

Irgendwann habe ich mal rausgefunden, dass man als Radfahrer im genau gleichen Moment grün bekommt wie die Fußgänger am Überweg links. Seitdem nutze ich die rote Zone und gucke die ganze Zeit angestrengt auf die Fußgängerampel. Heute Abend auch. Ein anderer Radler hinter mir kennt den Trick noch nicht und wartet derweil gezwungenermaßen vor dem Überweg.

Irgendwann rollt er zu mir nach vorne und spricht mich an: „Du sag mal, woher weißt du, wann grün ist, hier ist ja gar keine Ampel“. Ich erkläre es ihm. Netter, sympathischer Kerl, und ich finde es lustig, dass er mich einfach so zwanglos angesprochen hat. Wir quatschen noch kurz, dann wird es auch schon grün und wir brausen beide in unterschiedlichen Geschwindigkeiten davon.

Und immer wieder frage ich mich: Warum macht man sich nur immer so viele Gedanken, bevor man Fremde einfach anspricht? Im Urlaub habe ich da überhaupt kein Problem mit. Ich tue es einfach, und es kam eigentlich noch nie eine Beschwerde. Eher im Gegenteil. Die Leute haben sich gefreut. Klar, manchmal hat auch einer keinen Bock was zu sagen und reagiert eher einsilbig (so bin ich manchmal aber auch selbst), aber das ist die absolute Ausnahme. Nicht selten kommen tolle Gespräche dabei zustande und manchmal lernt man auch tolle Leute kennen.

Im Alltag tue ich das trotzdem so gut wie nie. Die meisten anderen Menschen, die ich kenne, auch nicht. Manch einer fragt nach dem Weg eher sein Handy als einen Anwohner. Aber: Woher kommt eigentlich diese Angst davor? Sind es schlechte Erfahrungen, die man doch mal gesammelt hat und nun interpoliert? Ist es die eingeimpfte Vorschrift, Fremde bloß in Ruhe zu lassen, um jeden Preis? Ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht, aber ich werde mal versuchen, das herauszufinden – und zu verändern.

Seit ein paar Tagen lerne ich Niederländisch, lese ein Buch, klimpere etwas mehr auf meiner Ukulele. Dazu habe ich mir vorgenommen, jeden Tag mindestens 5 Minuten an meinem neuen Vielleicht-Projekt zu arbeiten und jeden Morgen mache ich bisher seit immerhin zwei Wochen meinen Mini-Frühsport. Jetzt überlege ich noch, ein weiteres Hobby aufzunehmen und das mittlerweile gekündigte Fitnessstudio durch einen Outdoor-Gym-Kurs zu ersetzen. Das alles ist ganz schön hart in den Alltag zu integrieren, vor allem das mit dem Sprachenlernen.

Und so viel Spaß es auch macht, ich merke schon heute, am zweiten Tag nach dem Wochenende, an dem ich angefangen habe, wie es immer schwieriger wird. Es bleibt weniger Zeit, ich mache immer mehr Flüchtigkeitsfehler. Morgen und übermorgen sind wohl die Fly-or-Die-Tage. Wenn ich es da noch schaffe, meine Lektionen fortzusetzen, sieht es gut aus, da noch weiter zu machen.

Diese kleine Rangliste ist dabei übrigens Gold wert. Ich habe heute beim Niederländischlernen noch ein paar Lektionen drangehängt, als Oskar in Sichtweite war und Jimmy plötzlich auch nicht mehr fern (in your faces btw.!) 🙂

In den Niederlanden gilt derweil wieder ein Teil-Lockdown. Kneipen und Restaurants sind wegen zu hoher Infektionszahlen wieder geschlossen.

Jepp, das ist das Land, das schon ein paar Wochen vor uns wieder „Spaß“ hatte und das direkt an unsere Corona-Hotspots in Niedersachsen und NRW grenzt.

Der Tuscolo am Ende meiner Straße hat „passend“ dazu seine Außengastronomie wieder eingepackt… (Wenn ihr genau schaut, seht ihr da übrigens hinten im Bild die oben beschriebene rote Zone und einen Radfahrer, der schon davor hält. 😉

Der Tuscolo ist bei weitem nicht der einzige damit. Es ist ja jetzt kalt draußen, da schickt man die Leute lieber wieder rein – und erhöht die Ansteckungsgefahr massiv. Transparente Plastiktrennwände, die der Tuscolo drinnen aufgestellt hat, helfen allenfalls ein bisschen. Wenn ich mir anschaue, was da normal an einem Samstag- oder Sonntagabend für eine Party drinnen geht, dann kann ich mir ausmalen, wie wenig das helfen wird.

Was für eine dämliche Entscheidung! Ich vermute, in 2-3 Wochen haben wir auch hier wieder so viele Fälle, dass Restaurants und Kneipen wieder dicht gemacht werden. Um die, die ihren Gästen nicht mal mehr ermöglichen, sich draußen hinzusetzen, wird es mir deutlich weniger Leid tun.

Das neue iPhone 12 ist da. Oder sagen wir eher: Die neuen iPhone 12s sind da. Apple hat diesmal gleich vier vorgestellt, darunter ein süßes, kleines 12 Mini in fast gleicher Ausstattung. Und auch MagSafe kommt zurück. Finde ich alles in allem cool.

Ich spiele schon bisschen länger mit dem Gedanken, mir noch einmal ein Smartphone zu holen, das ich dann für ein paar Jahre behalte, das sozusagen „das Definitive“ wird und das viellllleicht sogar meine Kamera ersetzt. Minimalismus, wisster. An dem neuen Smartphone muss aber auch alles stimmen. Akkulaufzeit, Kamera, die besten Apps. Kann das neue iPhone 12 das werden? Ich weiß es noch nicht, und ich wüsste auch erst einmal gar nicht welches davon…

Bild des Tages:

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Argh

115: How could you not see this coming?!

Seit ein paar Tagen, Wochen, Monaten ist bekannt, dass Corona in der kalten Jahreszeit zurückkommen wird. Forschende haben schon im Frühjahr prophezeit, dass wir einigermaßen gut durch den Sommer kommen und danach der zunehmende Aufenthalt in den Innenräumen zu vermehrten Infektionen führen wird. Aber wer in den warmen Monaten davor gewarnt hatte (z.B. yours truly), erntete Achselzucken. Ist doch alles in Ordnung, gerade.

Noch war es warm, aber die Zahlen stiegen schon deutlich. Reiserückkehrer, hieß es, kaum Grund zur Sorge, nur junge Leute. Dann Spanien, Frankreich, UK, Schweiz, Niederlande, Belgien. Melden seit Wochen wieder steigende Infektionszahlen, teils sind die Gesundheitsämter und Krankenhäuser dort schon wieder überlastet. Die meisten davon: direkte Nachbarländer. Es gab Einzelne, die zwischen den Zeilen mal versuchten daran zu erinnern, dass das vielleicht nur die Vorboten wären. Mit längst wieder geöffneten Grenzen hätten wir das Desaster bald auch hier. Das wurde zur Kenntnis genommen.

Seit ein, zwei Wochen dann deutlich steigende Fallzahlen plötzlich auch wieder hier. Westliches Niedersachsen, westliches Nordrhein-Westfalen besonders betroffen. (Könnte das damit zusammenhängen, dass die Regionen an Nachbarländer grenzen, die schon länger über die Maßen betroffen waren? Ach, woher denn!)

Aber warum etwas ändern, wenn es keiner vorschreibt! Viele Restaurants und Kneipen bauen ihre Außengastronomie gerade erfolgreich wieder ab, ist ja zu kalt jetzt. Da wo noch eine ist, gehen die Leute lieber rein. „Ich will mir ja keinen Schnupfen holen“, hört man sie sagen. Drinnen ist es so voll wie eh und je.

Im Laufe der vergangenen Tage konnte man täglich der Verdunklung der RKI-Karte beiwohnen.

Vor ein paar Tagen:

Heute:

Morgen, spätestens übermorgen, wird auch Bonn rot eingefärbt sein. Mein Wort drauf.

Und jetzt, jetzt plötzlich, alarmiert von einem Schwellenwert, ist das Geschrei groß. Über 50 irgendwas. Schnell irgendwelche Maßnahmen ergreifen! Sperrstunden! Alkoholverbote! Beherbergungsverbote für Leute aus Risikoregionen!

Laschet stellt sich heute hin und erklärt auf einer Pressekonferenz zu den neu eingeführten Maßnahmen: „Alle haben gewusst, dass im Herbst und im Winter die Infiziertenzahl ansteigen wird.“ Toll. Aber deswegen schon etwas zu unternehmen, bevor das Desaster von Neuem beginnt, nee, so klug waren „alle“ dann doch wieder nicht. (Du auch nicht, Laschi!)

Es nervt so tierisch. Das ist kein gesunder Menschenverstand. Das sind keine Maßnahmen, die auf vorausschauendem Denken fußen. Es ist ein hysterisches Reagieren auf den Alarm, der angeht, weil im Kessel zu wenig Wasser ist. Dabei hätte man den nur vorher regelmäßig füllen müssen. Geht das so weiter, haben wir in drei Wochen die nächsten Hamsterkäufe und alle werden sich wieder um das Toilettenpapier schlagen.

Gut, dass ich meine 2 Packungen schon im Sommer gebunkert habe. 😉

Aber im Ernst. Die menschliche Dummheit ist erschreckend. Am besten hält man jetzt Winterschlaf und lukt erst im April wieder raus.

Vorher noch ne Woche freinehmen und hierhin?! Wobei, äh…

Irgendwer hat sich da doch verzählt, oder nicht? Oder ist der ZweiTälerSteig kein Wanderweg?

Kann ich auch erstmal Niederländisch lernen. Mit DuoLingo macht das echt Spaß:

Na! Na?! 🙂

„Het meisje“ ist denn auch direkt mein Lieblingswort geworden. Schöne Formulierungen haben sie echt. Die hier könnte aus Game of Thrones stammen. („A girl speaks three names and a man will do the rest“).

Und das hier? Klar, so reden die Holländer, vermutlich…

„Goedendaag, sap!“ oder: „Guten Tag, Saft!“, wie man in Deutschland sagt.

King of the Bronze League. Booyah!

Het brood:

Mit Bratkartoffeln und Rosmarin. Schon ein geiles Rezept. 🙂

Habt ihr euch das eigentlich mal genau angeschaut? Hier der Münchner Merkur:

Und das sind nur die Tracker bis zum Buchstaben A…d

Telekom, ihr habt doch nicht alle Latten am Zaun…

Zur (neulich per Videoident (!) eingerichteten) Erwachsenen-PIN für Inhalte ab 18 auf MagentaTV soll jetzt noch eine Jugendschutz-PIN dazu. Macht voll Sinn. Warum nicht gleich den Login vor dem Passwort?

Ach so, habt ihr schon:

Ihr spinnt doch!

Alte, gemütliche Rheinländerin vor mir an der Kasse, ausgerechnet, als ich es eilig habe. „Junge Frau, schauen se mal“, sagt sie zur Kassiererin. „Halte ich hier meine Payback-Karte vor? Ich hab meine Lesebrille nicht auf.“

Die Verkäuferin hilft ihr. Das Ganze geht noch eine Weile hin und her. Die Kassiererin trägt eine Corona-Maske, aber nur über dem Mund. „Sie müssen aufpassen“, sagt die alte Frau schließlich. „Die Maske muss auch über die Nase. Sonst hilft dat nisch“.

„Nee“, winkt die Kassiererin ab. „Ich hab doch diese Plastikwand vor mir“. „Jaja“, sagt die alte Frau und greift demonstrativ darunter, wo natürlich viel Raum zum Durchreichen von Geld und Waren ist. „Aber die Aerosole kommen ja auch hier durch. Da schützt das dann nicht mehr.“

Müßig eigentlich, das einer Kassiererin zu sagen, die den ganzen Tag im Laden ist und sich vor Aerosolen kaum schützen kann. Aber immerhin besteht Hoffnung. Es gibt tatsächlich noch Menschen da draußen, die etwas verstanden haben und denen nicht alles egal ist. <3

Bild des Tages, Boomtown Bonn bei Nacht:

Bis dann!

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Hm

114: Könnte ich mich ja aufregen

Tue ich aber nicht.

Corona’s gonna corona. The Donald’s gonna donald.

Die Welt wird sich weiter drehen.

Schöne Dinge zu machen kam in letzter irgendwie zu kurz. Wird Zeit, das nachzuholen.

Wer mehr von mir lesen möchte, dem sei heute mal ein Trendblog-Artikel empfohlen: Wie ich meinen Drucker abschaffte und endlich papierlos wurde.

Bild des Tages ist mein Mittagessen von heute:

Und das war’s auch schon. Wenn man sich über nichts aufregt, ist man irgendwie auch schneller durch.

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:)

113: Schröder <3 Nawalny

Endlich hat’s mal einer ausgesprochen. 😂

Achtung, „Bild“-Link.

Der Beschuldigte ist darüber übrigens not amused, will jetzt wegen Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte gegen die „Bild“ klagen:

Leider hat Nawalny wirklich keine Beweise vorgelegt, was schade ist, und auch gar nicht notwendig gewesen wäre. Denn eine kurze Webrecherche ergibt Folgendes:

Also Verwaltungsrat von Nord Stream 2, was eine 100-prozentige Gazprom-Tochter ist. An Gazprom wiederum ist zu >50 Prozent der russische Staat beteiligt ist, den wiederum Wladimir Putin seit dem Jahr 2000 mit eiserner Hand regiert.

Als Aufsichtsrat des ersten Nord-Stream-Konsortiums erhielt Schröder 250.000 Euro im Jahr. Was er diesmal bekommt, ist nicht bekannt, umsonst die Tätigkeit allerdings nicht. Hört man sich dann noch an, wie Schröder in seinem Podcast pro Russland und Putin trommelt, darf man sich schon fragen, was an der Adelung „Laufbursche“ nicht stimmen soll. Verdeckte Zahlungen sind es allerdings nicht, es sind Vergütungen, die obligatorisch sind und um die eben kein Geheimnis gemacht wird, von denen nur die Höhe unbekannt ist.

Mensch, Nawalny, das hätte dir doch auffallen müssen! Und das alles nach nur einem kleinen bisschen Nowitschok.

Schröder, mein ohnehin allerliebster Kanzler aller Zeiten, der sich nicht zu schade dafür ist, sich für seine Hartz-Reformen feiern zu lassen. Obwohl 9 Prozent aller Erwerbstätigen, oder rund 4 Millionen Menschen, trotz Arbeit in Armut leben. In Deutschland, dank Schröder.

Bild des Tages mal wieder vom üblichen Ort. Ich komme nicht viel rum in letzter Zeit:

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Hm

112: Der Winter wird härter

Ich habe mit Nicky gewettet, dass die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland pro Tag auch im Winter nicht über 10.000 steigen wird. Klar sind die Leute nicht clever genug, Maßnahmen für sich selbst zu treffen (sorry, aber isso, ihr seid Herdentiere, und ich wahrscheinlich auch). Aber die Politik ist klug genug, Künstler und Soloselbstständige am langen Arm verhungern zu lassen irgendwann die Reißleine zu ziehen und einen zweiten Lockdown anzuordnen. Und die Leute in Deutschland sind obrigkeitstreu genug, dem dann auch zu folgen.

Was mich zum eigentlichen Punkt bringt: Der Corona-Winter wird deutlich härter werden. Es wird schwieriger werden, Leute zu treffen. Ich kann oder mag nicht in volle Kneipen und Restaurants gehen oder meine Leute draußen zum Kaffee treffen. Was ohnehin gar nicht mehr so einfach ist, denn die ersten Kneipen, Cafés und Restaurants haben ihre Außengastro schon wieder eingepackt. Die Leute gehen aber wie selbstverständlich rein. Es gibt ja noch keine Beweise dafür, dass Aerosole die Krankheit übertragen, also gibt es auch keine Gefahr. Auch dann nicht, wenn wegen trockener Heizungsluft und kalten Wetters das Immunsystem geschwächt ist. Was soll schon passieren…

Wir hatten einen Jahrhundertfrühling, der die teils harten Maßnahmen sehr viel erträglicher gemacht hat. Ich konnte meine besten Freunde jede Woche auf der Terrasse treffen. Aber im Winter wird das nicht mehr so leicht gehen. Wenn überhaupt noch. Dazu kommt die Dunkelheit, die eigentlich mehr Sozialkontakte erfordert. Für den Weihnachtsmarkt sieht es auch nicht gut aus. Christian lädt jedes Jahr Ende November einmal eine große Runde zum Griechen ein, aber ich sehe nicht, wie das gelingen kann.

Irgendwie werden wir das überstehen, klar. Soll nur heißen: Lasst uns irgendwelche Lösungen des alternativen Treffens finden und lasst es vor allem nicht auf einen zweiten Lockdown ankommen! Das wäre ganz schön bitter.

And that’s it for today. Ihr wollt noch ein Foto? Ihr kriegt ein Foto!

Ja nun. Das war das spannendste Motiv, während ich zwei Minuten vor der roten Ampel stand und nur die Cops auf der anderen Seite gewartet haben. Langsam habe ich das Gefühl, die Qualität meiner Smartphone-Kamera lässt nach…

Ihr bekommt dafür noch eine Perle des Lokaljournalismus‘:

Wer von euch war das? 🤨 🙂

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Argh

111: Trending: Schadenfreude

„Schadenfreude“ war am vergangenen Wochenende das meist gesuchte Wort im englischsprachigen Online-Lexikon von Merriam Webster. Den Grund könnt ihr euch denken. 😉 Und stellt sich heraus: das Wort wurde schon vor über 150 Jahren anglifiziert:

Mir ist allerdings gar nicht nach Schadenfreude zu Mute. Und das liegt nicht daran, dass ich dem Drecksack nicht die Pest an den Hals wünschen würde. Es liegt er daran, dass er auch da wieder einmal nicht nur unbeschadet, sondern noch gestärkt bei heraus kommen wird. Er wird sich als unbesiegbar hinstellen, seine Jünger werden ihn jetzt erst recht wie den Messias feiern und dass er die Krankheit weder vertuschen wollte noch sie jetzt herunterspielt, wird seine Umfragewerte steigen lassen. Und wenn er die Wahl in einem Monat verlieren sollte (was gerade noch etwas unwahrscheinlicher geworden ist), dann wird er die Niederlage nicht anerkennen und Klagen einreichen.

4 weitere Jahre Trump, und wer weiß, was ihm danach noch einfällt. Die USA kriegen noch (bela-)russische Verhältnisse, wenn das so weiter geht.

Plastik zu vermeiden, ist gar nicht immer so einfach. Heute besuchte ich das dritte Fachgeschäft für Pflanzen (nach dem Internet) und in praktisch keinem davon gibt es Pflanzentöpfe, die gleichzeitig aus Ton bestehen und einen Ablauf haben. Von tonfarbenen Töpfen für draußen einmal abgesehen. Ich brauchte etwas in der Farbe Schwarz oder Anthrazit für mein Wohnzimmer. Machen wir es kurz: Am Ende gab es die gewünschte Kombi nur aus Plastik. Plastik, Plastik, Plastik, wohin das Auge blickt:

Wir werden den Scheiß nicht mehr los, es wird eher noch mehr. Bei vielen Produkten habe ich mittlerweile das Gefühl, da ist fast mehr Verpackung als Inhalt. Wir haben offenbar noch nicht genug Plastik in den Weltmeeren und der Nahrungskette, als dass wir zum Umdenken bereit wären.

Nachdem mein alter Schulfreund Lars mir ja neulich offenbart hat, dass er gleich dreimal neben der Arbeit noch studiert hat und ich nicht so richtig darüber hinweg kam, habe ich beschlossen, auch noch einmal zu studieren, dass zumindest mehr möglich sein muss, als den ganzen Winter durchzuschlafen. Vieles könnte man zumindest langsam mal etwas weniger halbherzig angehen und versuchen sich da zu verbessern. In meinem Falle wären das wohl die Baustellen:

  • Milchkaffee (über Latte Art reden wir ja noch nicht mal, aber ich möchte wenigstens den Milchschaum endlich mal vernünftig hinbekommen, und zwar jedes Mal)
  • Ukulele (wird langsam mal Zeit, flüssig darauf zu werden, Barret-Griffe zu lernen und erste Songs zu spielen)
  • Fotografieren (mal wegkommen vom 08/15 und Bilder bisschen professioneller aussehen lassen)
  • Videofilmen (zumindest etwas so Präsentables erschaffen, dass ich mich nicht mehr schämen muss, es zu veröffentlichen)
  • Ausmisten/Minimalismus (endlich mal fertig werden)
  • Das Gleiche mit der Wunschfigur. Seit bald zwei Jahren mache ich an den meisten Tagen der Woche Intervallfasten und ich habe wirklich abgenommen. Aber es wäre an der Zeit, auch hier endlich mal fertig zu werden und dann zu einem normalen Essensrhythmus zurückzukehren.
  • Und nebenbei endlich mal die Wohnung final hübsch zu machen.

Irgendwie auch genug Programm für ein „Selbststudium“. Zumindest im ersten Semester.

Meinetwegen streiten wir über die technischen Eigenschaften der Zeiss ZX1, aber das System, das sie dort verwenden, ist für mich das beste, was ich seit 10 Jahren gesehen habe. Ein großes Display mit Lightroom gleich onboard. Und wenn ihr wollt, auch andere Apps, denn Betriebssystem ist ein angepasstes Android. Was bedeutet, dass ihr eure Bilder auch direkt dorthin hochladen könnt, wo ihr wollt:

Kostenpunkt, leider: 6.000 US-Dollar. Aber na gut, ist ein Anfang.

No borders?!

Das ist jetzt meine Nachbarschaft. Das mittlerweile komplett verlassene, alte Post-Areal wird immer mehr verrammelt. Und ich habe übrigens noch keine Ahnung, was jetzt eigentlich daraus werden soll. Der Informationsfluss ist da eher bescheiden. Sie werden es wohl abreißen. Und dann?

Mit etwas Fantasie ein Vogel (oder Engel?) 🙂

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Yeah

110: Damals und heute

Alte Schulfreunde… zu einigen wenigen hält man noch Kontakt, auch über die sozialen Netzwerke. Nur wenige trifft man tatsächlich noch einmal wieder. Den einen oder anderen möchte man vielleicht auch gar nicht wiedertreffen, weil man sich daran erinnert, wie er/sie damals war, und vielleicht sogar an den letzten Streit, aus dem man auseinander gegangen ist.

Fast alle alten Schulfreunde, die ich Jahre später wiedergetroffen habe, ob auf einem offiziellen Nachtreffen oder unabhängig davon, waren viel entspannter, als ich erwartet hatte. Und klar sind sie irgendwie auch sie selbst geblieben, mit den meisten Eigenschaften, die sie damals schon hatten (kaum einer dreht sich wirklich um 180 Grad). Aber eine bessere Version von sich, oft etwas ganz Anderes, als man in Erinnerung hatte. Und in den meisten Fällen: sehr sympathisch.

Man merkt, dass sie sich über die gleichen Dinge Gedanken machen, einiges sogar, von dem man dachte, man hätte die Meinung oder die Erfahrung exklusiv. Einiges scheint altersabhängig zu sein.

Worauf ich hinaus will? Trefft eure Leute von damals wieder! Sie haben die Chance verdient, euch die Weiterentwicklung von sich zu zeigen. Genauso wie ihr selbst euch auch weiterentwickelt habt.

(Aber trefft euch auf neutralem Ort in einem Café. Denn einige wenige sind schon immer noch die gleichen Idioten von damals. Aber das herauszufinden, kostet euch dann nur 1 Stunde eures Lebens und verpflichtet euch zu nichts.)

Man selbst ist natürlich auch irgendwo dazwischen. Klar bleiben Teile von einem immer gleich, aber anderswo entwickelt man sich weiter. Passend dazu bin ich dies Wochenende alle meine Bilder bei Google Fotos noch einmal durchgegangen, bevor ich sie gelöscht (und einige wenige gerettet) habe. Das hier war mein allererste auf Google Fotos aus dem Jahr 2011. Und Jössas, was und wer war ich denn bitte da, und was habe ich mir bei dem Bild gedacht? Dass so ein Chaos cool aussieht? Dass Bilder besser aussehen, wenn der Weißabgleich bei Glühlampenlicht auf Schatten gestellt wird? Klar, das war noch für meinen alten Job (siehe Display), die (Smartphone-)Fototechnik war offenbar noch eine Generation zurück, und was habe ich da alles für Zeugs auf dem Tisch rumfliegen? Du lieber Himmel!

Also, ja, man selbst entwickelt sich zum Glück irgendwo auch weiter. Heute mache ich eher solche Fotos. Auch nicht perfekt, aber schon irgendwie ganz anders… Nebenbei: Hach, der Herbst!

Und wo wir gerade bei Fotos sind. Kudos für dieses Bild von Sune Pedersen, einem der Gewinner des Huawei Netx-Image Awards 2020, das das Jahr 2020 irgendwie perfekt zusammenfasst!

Bild: Sune Pedersen

Ich wollte bei eBay dieses Solarpanel bestellen:

Maße waren keine angegeben. Also fragte ich beim Verkäufer nach und erhielt folgende Antwort:

Online-Handel ist schon manchmal seltsam. Was soll das heißen? Wir bieten unsere Produkte hier zwar an, aber sie sind nicht sicher genug, dass wir sie auch liefern dürfen? Standard-Liefermethode ist übrigens „Standardversand“, Lieferzeit 1 Woche…

Ich antwortete noch einmal, dass mich erstmal eigentlich nur die Maße interessieren würden (bitte einmal „Höhe“ und „Breite“ bei Google Translate eingeben). Diesmal folgende Antwort:

Auch das kommt überraschend. Denn das Panel auf dem Bild sieht so ziemlich quadratisch aus.

Und jetzt? Na ja, ich hab einfach mal bestellt. 🙂 Jetzt interessiert mich irgendwie auch, ob und was da letztendlich kommt. Ich werde berichten.

Was Amazon mir derweil empfiehlt…

Ganz schön alt geworden, die Jungs. Bon Jon will jetzt also aussehen wie Beethoven… Hab dann auch direkt mal reingehört (wenn auch nicht bei Amazon) und ja, klingt fast wie früher. Also nicht wie ganz früher, als sie noch sowas wie eine (Glam-)Rockband waren. Die Coolen waren sie nie, einen Hang zu schmalzigem Popgehabe hatten sie auch immer schon, und allerspätestens mit „Keep the Faith“ wurden sie dann auch endgültig zur Popband. Gehört habe ich sie trotzdem eine Zeitlang ganz gerne. „Livin‘ on a Prayer“, „Wanted Dead or Alive“, „Blaze of Glory“. Hach… Aber, nein, braucht man heute auch nicht mehr wirklich.

Hehe:

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OK

109: Grün

Gibt Tage, da hat man das Gefühl, nichts erlebt zu haben, obwohl man eine ganze Menge gemacht hat. Habe heute etliche E-Mails geschrieben, zusammen mit Daniel 1 Podcast-Folge aufgenommen, versucht, Linux auf einem neuen Rechner zu installieren (erstmal erfolglos), gekocht und schließlich Tischtennis gespielt. Hier diesmal auch nicht das Gefühl gehabt, dass ich mich hätte anstecken können bei ganzer Zeit geöffneter Tür, aber schauen wir mal. Immerhin mein erstes Einzel gewonnen, gegen einen Gegner, der ganz offensichtlich mindestens genauso lange wie ich nicht trainiert hatte.

Unser Podcast drehte sich um Serien. Dabei fiel mir auf, dass ich eigentlich kaum noch Serien schaue. Selbst „The Handmaid’s Tale“, dessen 3. Staffel ich gerade gucke, lässt mich inzwischen relativ kalt. Es gibt immer mal wieder was, was mich reizt. Aber ansonsten ist der große Serienhype für mich vorbei.

Habe beschlossen, dass bei der nächsten Bundestagswahl die Grünen gewinnen müssen. Es geht nicht mehr anders. Ja, ich könnte mich mit Söder als Kanzler anfreunden, aber der Rest der CSU geht gar nicht. Schaut man sich heute an, wer da alles wichtige Ministerposten bekleidet und dabei von einer Peinlichkeit in die nächste schlittert (nehmt exemplarisch Scheuer und Seehofer), dann muss ich sagen, reicht mir das nicht. Wir brauchen eine familienfreundlichere Politik, wir brauchen klare Kante gegen die AfD, wir brauchen natürlich auch eine grünere Politik. Außerdem kann es überhaupt nicht sein, dass keine Frau nachts rausgehen kann, ohne Angst zu haben, überfallen zu werden, und dass das allen scheißegal ist. Wo sind wir denn eigentlich inzwischen hingekommen? Warum gibt es keine echte wählbare Alternative zur CDU, die mal etwas wirklich anders machen würde? (Nein, nicht die AfD, die ist nicht wählbar.)

Rauft euch zusammen, Grüne, und bietet noch irgendwen Wählbares als Kanzlerkandidatin auf! Ja, ich schreibe bewusst Kandidatin, weil Frauen die besseren Staatslenker*innen sind. Wir brauchen einen Wechsel, und die SPD taugt dafür nicht.

Den „Aufmacher“ von Günter Wallraff nachgeholt. (Danke fürs Ausleihen, Mattes!) War ganz anders, als ich erwartet hatte. Wallraff präsentiert sich hier viel angriffslustiger als in seinen späteren Werken. Bis auf ein Kapitel (in dem Bild-Redakteure Selbstmordkandidaten ermutigen, es durchzuziehen) gingen mir die Geschichten auch nicht besonders nahe. Es ist sogar zum Teil amüsant zu lesen, wie Wallraff als Hans Esser zu einer schon feststehenden Schlagzeile einen Beitrag erschaffen muss, der dann mit der Realität auch gar nichts mehr zu tun hat. Das Buch ist 43 Jahre alt und auch, wenn viele der Methoden sicher heute noch gelten, könnte ich mir vorstellen, dass die Aufdeckung damals recht revolutionär war. Heute ist die dargestellte Vorgesehensweise Alltag, bei Bild immer noch, besonders aber auch in vielen Online-Medien. Daran ist man mittlerweile gewöhnt und gewissermaßen abgestumpft. Ein gutes Werk von Wallraff, aber „Ganz unten“ fand ich im Nachhinein wesentlich beeindruckender.

Ein Bild noch, mehr habe ich heute nicht. Ein Verkeherschaos mit einer gewissen Ästhetik:

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Right

108: Was ist schon endgültig?

Ich hab meine Mitgliedschaft im Fitnessstudio gekündigt und irgendwie fühlt sich das an, wie das Ende von etwas. Gekündigt habe ich, weil ich den Laden irgendwie verschlafen fand, sie die Einrichtung trotz neuen Konzepts nur halbherzig verbessert haben, weil ich mich irgendwie immer nur als Kunde gefühlt habe, nicht als Mitglied und weil sie immer noch auf Drinnen bestehen, trotz Corona.

Dabei sind Kündigungen in der heutigen Wirtschaftswelt längst nichts Endgültiges mehr. Sie sind mehr eine Notwendigkeit geworden, um den Preis neu zu verhandeln, ein neues Angebot vorgelegt zu bekommen oder einfach nur mal ernst genommen zu werden. (Vodafone, ich blicke in deine Richtung.)

So oder so brauche ich jetzt eine neue Sportart. Ich dachte an Outdoor-Gym, sehe da auch immer wieder Gruppen auf den Wiesen am Rhein rumturnen. Gucken wir mal, was es da gibt.

Year-End-Challenge, so oder so: Jeden Morgen 5 Minuten Frühsport auf der Matte, 2x Bauch, 2x Rücken, 2x Planking. Muss reichen, ist auch schon eine ganze Menge, wenn ich das drei Monate lang jeden Morgen machen will.

Ladies and gentlemen, we have ourselves a non-reactive Corona-Testergebnis:

Bin tatsächlich ein wenig überrascht. Ich war so viel unterwegs, dass es fast ein Wunder ist, sich das nicht versehentlich irgendwo eingefangen zu haben. Und jetzt? Ändert sich erstmal nichts. Und es sagt mir, dass ich entweder Glück hatte oder die ganzen halbherzigen Maßnahmen von Bund, Land, mir selbst und dem Westdeutschen Tischtennisverband bisher mindestens ausreichend waren. Immerhin.

Das Google-Event gecovert. Beim neuen Smart Speaker Nest Audio war der Tenor: Egal ob Corona oder nicht: Es muss immer Musik da sein.

Das geht mir längst nicht mehr so. Es ist vielleicht eine Alterserscheinung und/oder liegt daran, dass es kaum noch neue Musik gibt, die mir gut gefällt. Aber immer häuftiger nervt mich Musik. Ein, zwei Songs, und ich hätte lieber wieder gerne meine Ruhe.

Ja, dann werd ich halt alt…

Ironischerweise trotzdem wieder entdeckt und heute mehrmals gehört: Tori Amos: Silent all these years. Was für ein fantastischer Song das eigentlich war. 28 (!) Jahre her…

Lars getroffen. Lars hat mit mir zusammen Abi gemacht und nach seinem Studium noch drei Studiengänge erfolgreich abgeschlossen. Nacheinander, neben der Arbeit, bei weit mehr als 40 Stunden die Woche in leitender Position. Es sagt, das hat ihn entstresst.

Das ist… beängstigend.

Es wird ernst, ich muss mich damit befassen. 🙁 Hat mal einer 48 Stunden, die er mir schenken kann?

Bilder. Der Herbst ist da, der Herbst ist klar:

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Yeah

107: Optimistische Internationale

Ich habe hier gestern ganz schön vom Leder gezogen und im Anschluss eine ganze Menge geträumt. Gute Dinge eigentlich. Wodurch sich der Bogen zu diesem Beitrag spannen lässt. Wir sind durch die letzten Jahre geneigt, immer vom Schlimmsten auszugehen. Aber lassen wir doch mal ein paar positive Töne anklingen, etwa was wäre, wenn alles einfach mal gut würde. Eine optimistische Internationale sozusagen. Und zwar eine, die gar nicht so unrealistisch ist.

  • Joe Biden gewinnt Anfang November die US-Präsidentschaftswahl. Dass Trump ein Pleitegeier ist, kaum Steuern gezahlt und Corona verharmlost hat, wird selbst seinen treuesten Anhängern zu viel. Sie sägen ihn ab und wählen den Anderen.
  • Biden bringt ein paar gute erste Gesetze auf den Weg. Dann stirbt er plötzlich eines natürlichen Todes. Seine automatische Nachfolgerin wird die Vize-Präsidentin Kamala Harris.
  • Und plötzlich stellt Amerika fest, die perfekte Staatslenkerin im Weißen Haus zu haben. Nicht-weiß, weiblich, klug und mit dem Herz am rechten Fleck. Sie schafft es, die beiden zerstrittenen Lager zu versöhnen.
  • In Deutschland hat derweil die AfD fertig. Selbst abgehängte Merkel-Hasser sehen ein, dass die Partei schlicht menschenverachtend und nicht mehr tragbar ist. Was von ihr noch übrig ist, kommt bei der Bundestagswahl auf unter 5 Prozent.
  • In Brasilien treten bei Jair Bolsonaro plötzlich Corona-Spätfolgen auf. Er sieht sich außer Stande, die Regierungsgeschäfte weiterzuführen. Es gibt Neuwahlen, eine indigene Staatslenkerin gewinnt.
  • Die Bundesregierung entschließt sich zu einer deutlich weiter reichenden Förderung von Solarstrom und verlängert auch die Förderung von Windkraft. Für den Bau neuer Windparks finden Bund, Länder und Kommunen eine gemeinsame Lösung.
  • Auch die Förderung für E-Autos geht weiter und wird ausgedehnt auf E-Bikes, Lastenfahrräder und normale Fahrräder.
  • Als Abschiedsgeschenk beschließt Merkel den deutlich früheren Ausstieg aus der Braunkohle. Hambi darf bleiben, Datteln 4 geht nicht mehr ans Netz.
  • Die Forschungen am Wasserstoff-Flugzeug werden erheblich intensiviert. Erste Prototypen gibt es bereits 2025; 2030 heben die ersten Maschinen damit ab. Aufgrund der Verluste durch Corona des heimischen Freizeit- und Hotelgewerbes bleiben Europäer für ein paar Jahre in Europa. Reisebusse und Bahnen feiern eine Renaissance.
  • Plastik zu vermeiden wird zum Trend. Unverpacktläden boomen so sehr, dass auch normale Supermärkte umdenken und Unverpackttheken einführen.
  • Um eine 2. Corona-Welle kommen wir derweil herum, ebenso wie um einen zweiten Lockdown, weil die Leute doch noch rechtzeitig vernünftig werden und sich wieder am Riemen reißen. Der Preis wäre einfach zu hoch. Im März 2021 ist Covid-19 Geschichte.
  • Es regnet den ganzen Herbst durch, die drei Dürrejahre bleiben die einzigen. Und überhaupt endet die Klimaerwärmung plötzlich. Die Energiewende verfolgen wir trotzdem bis zum Ende. Die „Wir haben’s doch gesagt“-Sager bleiben ungehört, weil wir inzwischen Social Media 2.0 haben, dezentrale, nicht-kommerzielle Lösungen, in denen ein grundfreundliches Klima herrscht.

Ja. Das hätte doch Hand und Fuß so. Und überhaupt: warum nicht! Was sind eure Ergänzungen?

<3 🙂

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Hm

106: „Wenn ich der Staat wäre, würde ich meine Veranstaltung auch verbieten lassen“

Die groß angekündigte Reportage „Rechts. Deutsch. Radikal.“ auf ProSieben lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Die Kronzeugin Lisa Licentia, die sich anfangs stramm rechts positioniert und mitten in der Doku plötzlich zusammenbricht und das Opfer gibt, kommt mir im Ganzen unglaubwürdig vor. Sonderbar auch, dass das Abschlussinterview mit dem mittlerweile deswegen entlassenen AfD-Pressesprechers Christian Lüth nur als Gedächtnisprotokoll wiedergegeben wird und dennoch bereits personelle Konsequenzen nach sich gezogen hat. Migranten erst ins Land lassen, um sie hinterher noch zu erschießen oder zu vergasen, wie er es demnach gesagt hat… Und so einer war bis gestern Pressesprecher der AfD-Bundesfraktion.

Interessant auch die Aussage des bekennenden Rechtsnationalisten Alexander Deptolla, der für die rechte Szene Kampfsport-Events organisiert und darüber sagt: „Wenn ich der Staat wäre, würde ich die auch verbieten lassen.“

Ganz neu und exklusiv ist sind die Einblicke des Reporters Thilo Mischke nicht. Im Dortmunder Nazi-Kiez hat etwa Y-Kollektiv vor einigen Jahren auch schon einmal mutig recherchiert. Und was mir auch nicht gefiel, ist sein Fazit am Schluss, in dem er vor den menschenverachtenden Neurechten warnt. Die Meinung kann sich nach dem Gesehenen doch eigentlich jeder selbst bilden.

Trotzdem braucht es solche Reportagen, immer wieder. Einfach um zu zeigen, dass die braune Szene in Deutschland aktiv ist, stärker wird und die AfD mitnichten auf dem Weg ist, eine bürgerliche Partei zu werden. Man muss ProSieben jetzt keinen Ehrenpreis dafür verleihen, dass sie die Reportage mit viel Werbetamtam in die Primetime gehoben haben. Aber mir immer noch dreimal lieber so, als wenn es sie mitten in der Nacht versendet hätten.

Technischer Einschub: Als ich heute von der Reportage gehört habe und sie sehen wollte, stand als nächstes die Frage: Wie eigentlich? Ich habe keinen Fernseher mehr, meine USB-Fernsehkarte von Hauppauge ist nur Windows-kompatibel und ich habe einen Mac, die allermeisten Live-Sendungen, die ich sonst noch sehe, laufen in den Mediatheken oder Live-Streams von ARD und ZDF. Für Zattoo und ähnliches möchte ich für nur eine Sendung kein Geld ausgeben. Stellte sich heraus: Joyn ist die beste Lösung. TV-Livestream für umme und weiterhin ohne Anmeldung, okaye Bildqualität, hallllbwegs zuverlässig. Noch eine gute Investition, die ProSieben da getätigt hat. Schauen wir mal 2021, ob das auch EM-tauglich ist.

Bleiben wir beim Thema: Wie konnte es eigentlich dazu kommen, dass die Rechte in den letzten Jahren so erstarkt ist und in den sozialen Medien gefühlt jeder Zweite mittlerweile rechts ist (ist er nicht)? Das liegt daran, dass soziale Netzwerke unsere Wahrnehmung steuern, Ängste schüren und politische Meinungen bilden können. In dem Zuge sehr interessant ist die Reportage auf Netflix „The Social Dilemma„. Im ersten Teil der Docu-Fiction geht es darum, wie Social Media uns süchtig macht. Da dachte ich noch: Ja selber Schuld, das ist doch jetzt nichts Neues mehr. Dann löscht’s halt eure Accounts und legt’s eure Smartphones mal beiseite, ist ja jeder selber für verantwortlich. Zum Problem wird’s aber, und das zeigt der zweite Teil sehr eindrucksvoll, dass sich zwar jeder im Prinzip selbst da rausziehen kann, wir aber kaum beeinflussen können, dass die anderen es auch tun. Zurück bleibt eine tief gespaltene Gesellschaft, die sich in mehrere Richtungen radikalisiert. Das zeigt sich längst in Wahlergebnissen, Straßenschlachten, hierzulande in den ersten, teils tödlichen Angriffe auf Politiker, in anderen Ländern gar Pogrome. Und das schnürt einem schon den Hals zu.

Ihr wollt da nicht auch noch von mir belehrt werden, aber einen Rat muss ich verteilen. Steht mal vom Rechner auf und dreht eine Runde durch euer Viertel. Wie schlimm ist es da wirklich?

Markus Söder hat gestern auf dem virtuellen CSU-Parteitag fünf Minuten lang Hassbotschaften vorgelesen, die er selbst erhalten hat (via turi2).

Finde, er präsentiert sich da sehr besonnen, ruhig und versöhnlich. Ganz ehrlich: Sollte der Mann nächstes Jahr Kanzler werden, es wäre nicht das Allerschlimmste, was diesem Land passieren könnte.

Auch wenn er den Atommüll am liebsten nach dem Sankt-Florian-Prinzip verteilen würde. Überall bitte, aber doch nicht zuhause in Bayern!

Ohnehin glich das heute einem „Deutschland sucht den Superstandort„. Eine Empfehlung, die ebenso mit Spannung erwartet wurde, wie man hoffte, die eigene Region sei bitte nicht dabei um die Verlosung für den Standort des künftigen Atommüllendlagers.

Solange das sonstwohin kommt außer nach Bonn (oder dahin, wo meine Freunde und Familie wohnen), ist mir das auch ziemlich egal.

Und noch einmal Politik, dann ist aber auch gleich Schluss damit: Bonn hat also künftig eine Grüne Oberbürgermeisterin. Viel Erfolg, Frau Dörner!

Mir war es ja am Ende fast egal. Wobei ich mit Sridharan jetzt schon etwas mitleide. So schlecht war er nicht, vieles konnte er nicht durchbringen, das eine oder andere hat er wohl auch vermasselt, klar. Es wäre zwar gerecht und eigentlich auch vernünftig gewesen, ihm noch einmal 5 Jahre zu geben, weil 5 Jahre als OB wirklich nicht die Welt sind. Aber, so ist Fußball nun einmal das poltische Geschäft. Haste nicht brilliert oder biste in der falschen Partei, wirste abgesägt. Frau Döner wird sich aber noch wundern, wie wenig sie am Ende durchgesetzt bekommt in den 3 Jahren, die ihr vielleicht noch bleiben, nachdem sie sich in den ganzen Driss eingearbeitet hat.

Jetzt möchte ich nämlich auch bitte die Fahrradhauptstadt Bonn haben! Oder zumindest eine deutliche Verbesserung der Fahrradinfrastruktur bis 2025. Wir können ja gerne wetten, ob wir das auch bekommen, und wenn ja, wie viel davon dann auf ihrem Mist gewachsen sein wird. Ich prophezeie: nein, und: nicht besonders viel. Nicht weil sie nicht will, sondern weil sie am Ende nicht können wird.

Und dann war da heute noch ein Corona-Antikörper-Test für mich. Und so viel gibt’s da eigentlich gar nicht zu erzählen. Sie schicken dich ins Gewerbegebiet in Nähe des Straßenstrichs, lassen dich kurz draußen warten, holen dich dann ins allererste Zimmer hinter der noch offenen Tür, du desinfizierst kurz vorher deine Hände, setzt den Atemschutz auf, legtst ab, setzt dich und dann zapfen sie dir auch schon Blut ab. Ergebnisse dauern jetzt natürlich noch etwas.

Und nach Aussage der Mitarbeiter ist ihr Test natürlich sehr aussagekräftig. (Nimm das, Boris! ;). Zumindest würde ich eine Einladung zu einem weiteren Test bekommen, sollte er positiv ausfallen, und wenn er negativ ausfällt, dann hätte ich auch ziemlich sicher nichts gehabt. Bin gespannt.

Nach 30 Spielen ohne Niederlage ist der FC Bayern gestern von der TSG Hoffenheim gleich mit 1:4 abgewatsch worden. Und als wäre das nicht schon lustig genug, leuchtete heute die Aufschrift „TSG“ auf der Außenfassade der Müncher Allianz-Arena. Nanu, denkt sich der Beobachter im ersten Moment, bedanken sich die Bayern jetzt schon dafür, wenn sie verlieren?

Bild: Telekom

Leider nein, das war eine wunderbar verunglückte Werbung der Telekom für „T-5G“. Das hat man dann davon, wenn man großspurig für 5G wirbt, den kleinen Mann da aber nicht ran lässt.

Bild des Tages noch, dann habt ihr auch für heute genug getan. 🙂 Längster und politischster Post seit langem. Danke, dass ihr bis hierhin durchgehalten habt!

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Hm

105: Die Medien

„Wenn ich sehe, was die Medien online schreiben… das stimmt doch alles nicht. Ich habe Familie zuhause im Irak, von denen hatten viele Corona. Keiner hatte das so schlimm, wie die Medien immer schreiben.“

„Na ja, die Medien schreiben ja schon nichts auf, was nicht stimmt. Sie dramatisieren, sie zeigen nur einen Teil des Ganzen, bauschen manchmal auch ein wenig auf. Aber sie schreiben ja nur Geschichten über Krankheitsverläufe, die auch tatsächlich stattgefunden haben.“

„Aber wissen Sie, wenn Sie eine Grippe haben, also eine echte, schlimme Grippe, dann schmecken und riechen sie auch nichts und liegen ein paar Wochen flach. Die ganze Wirtschaft, so viele Geschäfte gehen pleite… das kann auch Deutschland nicht verkraften.“

„Aber das sind ja Entscheidungen, die die meisten Staatslenker treffen, und die lassen sich kaum von den Medien beeinflussen. Und die Entscheidungen beruhen auf dem Respekt vor einem noch kaum bekannten Virus.“

„Ja, aber, was die Medien schreiben, online, heute. Das ist doch alles verrückt…“

Ich habe das Gefühl, der Ruf der Medien hat so sehr gelitten, der ist so schnell nicht mehr zu kitten. Zur Not müssen sie mittlerweile auch den Kopf für Dinge hinhalten, für die sie eigentlich nichts oder nur wenig können. Mein Taxifahrer zumindest hat sich auf sie eingeschossen.

Dann wiederum schreiben die Medien auch wirklich viel Mist…

Genau, Mein-MMO, bei dem Begriff „2. Welle“ denken die Leute als erstes an die blöde Playstation…

Medien ey…

Auszug aus den News von Spiegel Online:

Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit setzte am Freitag auch Dänemark, Irland, Island, Luxemburg, Portugal, Slowenien und Ungarn auf seine Corona-Risikoliste.

Daneben Teile Frankreichs, Norditaliens, Österreichs. Einige Westschweizer Kantone werden selbst gerade also Risikogebiete für andere eingestuft.

Mit anderen Worten: Die 2. Welle rollt längst, und zwar nicht die für die Playstation 5. Warum wir in Deutschland bislang immer noch recht gut dabei wegkommen, ist mir wieder mal ein Rätsel.

Öhö…

Bild des Tages, wobei, ist bisschen grün:

Schönes Wochenende euch!

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Möh

104: Wo sind meine Gedanken hin?

Das ist ungewöhnlich: Heute Morgen war ich noch in Meppen, seitdem bin ich gut 2h30min auf der Autobahn unterwegs gewesen, habe einiges auf der Arbeit weggeschafft, ein neues Testgerät bekommen, neue Amzon-Geräte bestaunt, Podcasts gehört, viel gelesen, Dinge ausprobiert.

Und ich habe absolut nichts zu erzählen. Dabei war mir noch so, als hätte ich ein großes Thema gehabt, über das ich schreiben wollte. Einfach vergessen.

Entweder ist das beginnende Senilität, etwas Überarbeitung im Moment oder schlicht Verchecktheit. Heute muss ich es auf jeden Fall mal kurz machen.

Das eine Video zeige ich euch trotzdem. Denn die fliegende Indoor-Überwachungsdrohne, die Amazon (Ring) hier vorgestellt hat, läutet für mich eine neue Ära ein. Also klar, im Prinzip wäre sowas schon lange umsetzbar gewesen. Reell aber nicht, dann an irgendwas wäre es gescheitert. Wenn man sowas jetzt wirklich umsetzen kann, dann geht es hier langsam auch voran:

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Yeah

103: Life and Death

Bin gerade mal wieder in der Heimat und wo, wenn nicht hier, kommt mir der Gedanke, was ich tun würde, wenn ich nur noch einen Tag zu leben hätte. Den Spruch kennt jeder, aber habt ihr da jemals einen wirklichen Plan aufgestellt? Meiner sieht aktuell so aus:

  • Meine Family zuhause anrufen, mich verabschieden, für alles danken, sie bitten, den Rest der engeren Verwandtschaft zu informieren und möglichst nicht traurig zu sein.
  • Paar Kollegen, Freunde und Ex-Freundinnen noch mal anrufen oder anschreiben und ihnen für die gemeinsame Zeit danken.
  • Lecker Craftbeer kaufen und mit Nicky, Juan und Hendrik auf der Terrasse die Nacht durchsaufen (ja, da müssen sie durch). Paar torfige Whisky sollten auch dabei sein. Zwischendurch Schnitzel bestellen. Hinfahren würde ich mit dem E-Bike, um mir noch einmal den Wind um die Ohren sausen zu lassen. Und irgendwann nachts um 0500, es dämmert schon langsam, kommt der Sensemann und trinkt noch einen mit, bevor wir dann gehen.

Das ist alles? Ja, das ist alles. Kein Überdiesträngeschlagen, kein Auto zu Schrott fahren because: who cares, keinem Ex-Chef die Meinung geigen, keiner Frau, für die ich immer schon heimlich geschwärmt habe, meine Liebe gestehen, keinen Ferrari mit 300 Sachen über die Autobahn jagen oder das letzte Geld noch irgendwie verprassen (oder jemandem überweisen).

Denn all das hätte ich ja auch vorher schonmal irgendwie machen können, wenn ich es wirklich gewollt hätte. Aber irgendwie ist mir sowas gar nicht mehr so wichtig. Selbst wenn ich meinen von langer Hand geplanten, pazifistischen Weltroman, dessen Plot eigentlich schon feststeht, nicht mehr aufgeschrieben bekomme, ich am Ende nichts erreicht haben werde und nicht in den Geschichtsbüchern auftauche, ja im Leben nicht mal irgendwas Großes gerissen habe: Dann wäre das halt so. Ist mir mittlerweile relativ wurscht. 🙂 Und euch so?

Sollte ich aber doch noch alt werden, dann weiß ich, was ich mache: Ich nehme einen Podcast auf und blicke klugscheißerisch auf mein eventuell vorhandenes Lebenswerk zurück, so wie Gerhard Schröder in seiner „Agenda“. Dort trifft er in der aktuellen Folge Uwe Bahn, die Stimme des völlig weltfremden Fußballsenders NDR2 und beide ziehen vom Leder, was Fußball mit Politik zu tun hat und so weiter:

Und ja, ich gebe zu, ich hab mir das nur angehört, um mich darüber aufzuregen…

Und nein, so schlimm war es dann, leider, gar nicht.

Witzige Geschichte: Nicht wenige wollten in den letzten Tagen die Xbox Series X (neue Konsole) vorbestellen und haben statt dessen die Xbox One X (alte Konsole) erwischt. Denn, ja, bei all den X-en kommt man schonmal durcheinander, und das ist kein Vorwurf an die Kunden.

Mit dem Branding war Microsoft noch nie besonders gut… Auch dazu fiel mir vorhin ein, dass letztlich der einzige Grund, warum Windows Phone damals gefloppt ist, der Name gewesen sein könnte. Das System war frisch, ganz anders als die anderen, teilweise seiner Zeit voraus. Aber kein Mensch wollte damals auch nur irgendwas mit Windows oder Microsoft zu tun haben. Hätten sie es doch nur ausgegründet und „Sense“ oder sowas genannt…

Mein Schwager hat einen Playmobil DeLorean mit Doc Brown, Marty McFly, Plutonium-Kiste, dem Hund Einstein und dem Fluxkompensator, der Reisen in die Zeit überhaupt erst möglich macht:

Bin jetzt schon ein wenig neidisch.

Wir können hier nicht halten, das ist Eichenprozessionsspinner-Land!

(Aber wir können einen Aufkleber unseres jeweiligen Fußballvereins drunter anbringen.)

Und noch 1 Bild, weil: Blömsche bei Nacht:

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Yeah

102: Zweite Welle mit Ansage

Wenn jetzt alle wütend sind, wenn einige Hochzeit feiern und dabei so tun, als dass es Corona nicht gäbe, dann muss ich fragen: Was genau habt ihr denn eigentlich erwartet? Dass die Braut nicht mit ihrem Vater tanzt, keine Spiele stattfinden, keiner mal eine Zeitlang vergisst, dass es Corona nicht gibt?

Ich hab mich bei Zeiten schon genug darüber aufgeregt, jetzt tue ich es nicht mehr.

Auch darüber nicht.

Oder darüber.

Nee, bin tiefengechillt heute Abend. Wetter war auch gut, mein E-Bike läuft wieder, auch ganz ohne Reparatur. Mit „Felix Krull“ bin ich jetzt endlich durch, siehe gestern. Kann und mag mich über nichts beklagen.

Hrhr:

Hab seit Ewigkeiten keine Serien mehr geguckt. Werd das jetzt mal nachholen. Seht zu!

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Right

101: Kaufen!

Wenn man sich einem neuen Thema widmet, dann am besten – so habe ich jetzt die Erfahrung gemacht – wenn man die konkrete Absicht hat, etwas davon zu bestellen.

Denn das bedeutet, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Jeder bestellt gerne online, aber keiner lässt sich gerne Schund andrehen, also recherchiert er gründlichst vor dem Kauf und bringt so das in Erfahrung, worauf es ankommt.

Blendle (oder genauer gesagt: Paid Content) habe ich einst die Pest an den Hals gewünscht. Mittlerweile denke ich mir, sollte man sich noch einmal damit befassen. Denn Paid Content hat sich durchgesetzt und scheint bleiben zu wollen. Ich konnte bisher alles recht gut umgehen oder dachte mir: „Ach, das interessiert dich gar nicht sooo sehr…“ Aber spätestens seit der Bonner Generalanzeiger auf Paid umgeschaltet hat, sehe ich kaum noch eine Alternative. Weil gleichzeitig die Bonner Regionalausgabe des Express zum Jahresende die Pforten schließt (und eben der Express gewesen sein wird), hat der GA mittlerweile ein Monopol auf die Lokalnews.

Ich sehe aber nicht ein, für jede Online-Nachricht, die mich interessiert, gleich ein Abo für 20 Euro im Monat abzuschließen. Hier wird Blendle mit dem Einzelverkauf von Artikeln nochmal interessant. Auch wenn gar nicht mal so viele Zeitungen und Online-Magazine da mitmachen.

Apple Silicon: Nachdem ich neulich las, dass man auf dem geplanten neuen Apple-MacBook mit ARM-Architektur auch iPad-Apps wird laufen lassen können, wird die Sache für mich langsam interessant, da ich gerade ja noch auf einer Suche nach einem schlanken Bildbearbeitungsprogramm bin und eigentlich alle Mac-Apps dafür völlig überladen sind. Jetzt noch eine stattliche Akkulaufzeit dazu, und noch einen Touchscreen (okay, den werde ich nicht bekommen), das alles für 1.000 Euro (werde ich auch nicht bekommen) und ich bin dabei. Das MacBook Pro, das ich seit ein paar Monaten habe, war ein Schnellschuss und irgendwie kein perfekter. Die Akkulaufzeit ist enttäuschend, die TouchBar überflüssig wie ein Kropf und außerdem nervig. Es tippt sich ganz gut auf dem Keyboard und der Bildschirm ist wirklich toll, aber das war’s dann auch.

Wo wir gerade von neuer Technik reden. Auch ein neues Smartphone könnte ich mir noch einmal vorstellen. Das Galaxy S10 und ich sind die besten Freunde, aber für eine Hochzeit wird es nicht reichen, weil der Akku einfach nichts taugt. Es ist tatsächlich alles, was ich an dem Ding überhaupt kritisieren würde (und dass die Telekamera sehr schnell rauscht und bisschen näher noch ranzoomen könnte), aber sonst eigentlich nur der Akku. Auch hier könnte ich mir noch einmal ein iPhone vorstellen, auch in Bezug auf Apps und dem gesamten Ökosystem. Gebt mir eins mit 3x-Tele, mit einer starken Kamera, mit OLED und mit einer 2-tägigen Akkulaufzeit für <1.000 Euro (werde ich auch wieder nicht bekommen), vor allem: gebt mir 1.000 Euro! Und dann wäre ich wohl dabei.

Bilder mit dem Motorola Moto G9 Plus. Man muss es Motorola lassen: die Bilder overperformen. Sehen auf dem Display immer nach nix aus und auf dem Rechner dann um Längen besser:

„Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“… Nein! Nein, nein und nochmals nein! Die Geschichte ist irgendwo witzig, die Hauptfigur ene lustische Jesell. Hut ab auch vor Thomas Manns Wortschatz, da geht Deutschlehrern das Messer in der Tasche auf. Aber rechtfertigt das diese geschwollene Sprache mit kaum Handlung über hunderte Seiten? Ich hab jetzt Wochen dafür gebraucht, mich immer wieder neu motivieren müssen, ein paar Seiten davon zu lesen. Ein Buch, bei dem man den Eindruck nicht los wird, dass hier nur der Schreibende Spaß hatte und der Leser gequält werden sollte. Andererseits nicht einmal das: Mann hat den Roman schon zwischen 1910 und 1913 begonnen und dann bis zu seinem Tod 40 Jahre später nicht vollenendet. Hier könnte man böse sein und ihm unterstellen, dass er selbst keinen Bock mehr auf den Quatsch hatte.

Ne, war nicht meins. Ich wage mich natürlich weiter an Weltliteratur, aber wenn die immer so geschrieben ist, dann brauche ich zwischendurch was Leichteres.

Emmys: Zwei von mir hoch geschätzte Serien haben abgeräumt: Watchmen und The Last Dance. Vom Gewinner der besten Dramaserie „Succession“ hatte ich bisher nur gehört, von der Best Comedy „Schitt’s Creek“ nicht einmal das. Und ihr?

Gesundheit: Nicky schlug vor, ich könnte ja mal einen Antikörper-Corona-Test machen. Sollte der, aus welchen Gründen auch immer, positiv ausfallen (und simmer ehrlich, ich war vor, während und nach Corona viel in der Weltgeschichte unterwegs), dann könnte ich sorgenlos sämtliche Turnhallen in Bonn und Umgebung stürmen, um da Tischtennis zu spielen oder sonstwas zu machen. Gute Idee. Ich hab mich auch direkt umgeschaut und für kommenden Montag einen Termin ausgemacht. Soll auch kaum mehr als 30 Euro kosten. Bin sehr gespannt!

Mario erzählte nebenbei die Geschichte, wie sein Arzt ihm einen Großteil des Meniskus‘ entfernt hatte (und was ein Meniskus eigentlich nochmal war). Die Geschichte hat mich derart geschockt, dass ich mittlerweile allen Ernstes Knieschmerzen habe. Bisschen gemuckt hat das linke Knie sowieso schon lange. Und seit seiner Schilderung kriege ich den Gedanken nicht mehr aus dem Kopf, dass ich auch einen Meniskusschaden haben könnte, und bewege mich deswegen im Schongang, was die Probleme wohl erst verursacht hat… Soll noch einer sagen, ich wär kein Hypochonder…

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100: Eure Chance, mal Early Adopter zu sein

Vorhin mal den neuen Podcast von Don Dahlmann und Richard Gutjahr auf T-Online gehört. Ist sehr professionell produziert, auch wenn man merkt, dass sie die Fragen und Antworten schon vorgeplant haben und natürlich beide für Elektroautos sind.

Jedenfalls kamen mir dabei folgende Gedanken:

  • Das übernächste Auto, das ihr euch kaufen werdet, wird in jedem Fall ein Elektroauto sein.
  • Die Technik wird gewinnen, im Grunde hat sie das sogar schon. Es gibt abertausende Ladepunkte in Deutschland. Im benachbarten Ausland sieht die Situation meist sogar noch besser aus. E-Autos sparen Geld, sind wartungsärmer, umweltfreundlicher, fahren sich besser. Die Technik wirkt fortschrittlicher und ganz nebenbei sparen sie Feinstaubemissionen im Innenstadtverkehr und sind deswegen auch von der Politik gewollt.
  • Teslas sind iPhones, die Fabrikate anderer E-Autos sind frühe Android-Smartphones, der E-Porsche ist Vertu. Benziner sind Nokia Symbian. Diesel ist Windows Mobile.
  • Schon in ein paar Jahren werden alle das iPhone haben wollen. Weil sich das nicht jeder leisten kann, greifen andere auf Androids zurück, die sind ja fast so gut. Symbian- und Windows-Mobile-Geräte werden technisch aufholen und trotzdem wie Bleifüße in den Schauhäusern stehen bleiben.
  • Um bei E-Autos Innovatoren zu sein, müsstet ihr die Uhr mittlerweile ein paar Jahre zurückdrehen. Wenn ihr euch jetzt eins kauft, habt ihr aber noch kurzzeitig die Chance, zur den Early Adopters zu gehören. Ihr bekommt dann noch (!) ein wenig Coolheitsbonus, werdet aber auch noch als Exoten betrachtet und müsst mit einigen Anfeindungen rechnen.
  • In zwei Jahren hat sich das aber längst relativiert. Da werden E-Autos schon weit verbreitet sein und auch die anfänglichen Zweifler werden umsteigen.
  • In drei Jahren werden sich die Manfreds und Udos als cool feiern lassen, wenn sie sich ein E-Auto zulegen, obwohl sie längst nur noch die Early oder schon Late Majority sind. Spätestens hier beginnt der Tipping-Point. E-Autos werden Alltag und sind nichts Besonderes mehr.
  • Nochmal zwei, drei Jahre später, so 2026 rum, werden mehr E-Autos als Verbrenner auf den Straßen rollen.
  • 2030 wird es fast nur noch E-Autos geben. Einige wenige werden beim Verbrenner bleiben, weil sie E-Autos als Teufelszeug ansehen, nicht überwacht werden wollen oder behaupten, keins zu brauchen.

Oder anders gesagt: Kauft euch schon jetzt eins, dann seid ihr mal früh mit dabei, habt früher Spaß und profitiert gerade noch von Umweltbonus und Mehrwertsteuersenkung.

Echt jetzt, Jürgen? Ein Plädoyer für Autos, nicht dagegen? Was ist mit der Umwelt und der Rettung der Welt?

Ja, so einfach ist das alles nicht. Klar retten wir die Welt nur mit weniger, und Fahrräder wären besser als Autos. Aber keine Weltrettung, wenn ich deswegen meinen Arbeitsplatz verliere, keine Arbeitsplätze ohne Wirtschaft. Keine Wirtschaft ohne die Autoindustrie. Und wenn Autoindustrie, dann wenigstens eine etwas sauberere Autoindustrie.

Passend dazu, der Parking Day heute direkt vor meiner Tür:

Radfahrer besetzen einen Nachmittag lang ein paar Parkplätze und machen daraus einen Park für die Bewohner. Klares Motto: Es muss nicht jede Fläche für Autos draufgehen. Wir könnten unsere Städte so viel hübscher machen. Finde ich sehr gut!

Na, was jetzt?! Neue Autos anschaffen oder weg damit? Beides geht nicht!

Doch, es geht beides! Ich sage nicht, wir sollen alles wie die Niederlande machen. (Wobei: Warum eigentlich nicht?) Aber auf jeden Fall können wir uns dort abgucken, wie Autos und Fahrräder friedlich koexistieren, alles für das Fahrrad getan wird und Autofahrer trotzdem nicht benachteiligt werden. Es geht. Und simmer mal ehrlich: Ohne Autos können wir mittelfristig nicht leben und wollen das auch irgendwo gar nicht. Die Dinger sind eine Errungenschaft, die geben wir freiwillig nicht mehr her. Dann lasst uns wenigstens halbwegs saubere Autos bauen.

Wasserstoff?!

Wäre noch besser, aber so weit sind wir noch nicht.

Neues Testgerät. Ist das noch Mittelklasse?

Ich weiß, man muss über den Käufer gehen. Der hat den Einfluss. Und wenn er nichts von dem weiß, was da abgeht, ändert er nichts…

Finde das trotzdem irgendwo pervers. Nach dem Motto: Was nehme ich denn heute mal? Eier aus Bodenhaltung mit gekürzten Schnäbeln aber ohne Kükenschreddern, oder doch lieber die aus Freilandhaltung mit Kükenschreddern aber ohne gekürzte Schnäbel.

Warum muss alles, was wir essen, so eine Sauerei sein?

Muskelkater vom Tischtennis… Hatte ich auch seit Jahren nicht. Im Übrigen würde es anscheinend doch draußen gehen: