Kategorien
:)

Het Avontuurtje

We zouden moeten thuis blijven. Dat is wat ze zeggen, om het verspreiding van Corona te verhinderen. Maar ik weet niet hoe jullie dat zien: ik hoefd Duitsland alle paar maanden te verlaten, opdat ik niet raar wordt. Dus ben ik vorige vrijdag naar Nederland gereden. Alleen maar een korte tijd, en ik heb geprobeerd naar de mensen te luisteren, net tegen ze te praaten. Vanwege Corona en weinig contact, weet je.

Eigenlijk heb ik niet zeker gewist, of ik trouwens zou moeten gaan. Den naar het buitenland gaan, terwijl de pandemie aan het lopen is… dat is misschien geen goede idee. Maar toen ik dan de andere buitenlandse auto’s gezien heb, heb ik me gevraagt of ik niet veel te streng met mezelf was geweest. Ik heb twee auto’s uit München gezien, en een uit Kehlheim in Beieren. Veel auto’s uit België – oké, das ist niet ver – maar ook het buitenland! En op een parkerplaats naast het kasteel heb ik dan twee camper gezien – een uit Spanje en een uit Tsjechië. Oh, heb ik daar gedacht, misschien is het mogelijk om veel meer te reizen als ze zeggen?

Op de parkeerterrein hebben twee vrienden iets naar elkaar geroepen, maar ik heb het niet begrepen. Daarvoor in de supermarkt ben ik eerst blij geweest omdat ik alles begrepen heb, wat op de boodschappen staat. Maar aan de kassa heeft de verkoper iets an mij gevraagt en ik heb het niet begrepen! Vier maanden heb ik elke dag Nederlands geleerd, en ik versta het alles nog steeds niet. 🙄

Maar ik heb dan toch veel leuke boodschappen gekocht: oude kaas, lekker bier, nasi goreng, pindas, vla – en ook en Nederlandse boek voor kinderen daarme ik beter het Nederlands kan leren. Blijkbaar heb ik het nodig. Het is niet makkelijk om een nieuwe spraak te leren…

Zo of zo was het een mooie uitstapje. Ik ben blij na zes maanden nog eens in het buitenland gegaan te zijn. Het voelt lekker. Maar als ik twee jaar verleden gezegt had, dat het een avontuur was naar Kerkrade te reden om boodschappen te kopen – dan zullen ze gedacht hebben dat de jongen een rare gezel is. En ik denk dat ook. Dus noem ik het een avontuurtje. We moeten weer klein beginnen…

Kategorien
Right

Astrazeneca

Die „Pharmazeutische Zeitung“ über die Studie der Universität von Witwatersrand in Johannesburg über die Wirksamkeit des Astrazeneca-Impfstoffs gegen die südafrikanische Covid-19-Variante B.1.351:

In der primären Endpunktanalyse, für die insgesamt 1467 Teilnehmer herangezogen werden konnten, entwickelten 23 von 717 Probanden der Placebogruppe (3,2 Prozent) und 19 von 750 der Probanden, die den Impfstoff erhalten hatten (2,5 Prozent), leichtes bis mittelschweres Covid-19. Daraus errechnet sich eine Effizienz des Impfstoffs von lediglich 21,9 Prozent.

Grafik aus dem „Tagesspiegel“ über die Verbreitung der Corona-Mutationen in Deutschland, Ausschnitt für das südliche Nordhrein-Westfalen:

Das klingt wirklich so, als müsse man den Astrazeneca-Impfstoff unbedingt haben. Wenn sie das öffentliche Leben wieder hochfahren, hast du keine Ausreden mehr, bist ja geimpft, kannst zur Arbeit fahren, wieder Sport machen, dir Corona holen. Hätte ich so richtig Bock drauf.

Kategorien
:)

Reisepläne für irgendwann

Eigentlich ist man ja schon mit wenig zufrieden. Wenn man vielleicht auch dies Jahr nicht weit weg kann: Hier in Europa is‘ ja erstmal auch schön. Außerdem hat man noch lange nicht alles hier gesehen. Ich selber habe mich da selbst auch sehr lange ausgebremst. Ich war (und bin?) halt schlicht nicht so der Reisetyp. Aber selbst mir geht die Ferne langsam ab. Wenn’s also weiter nicht weg geht, vielleicht mal eine Tour de Europe veranstalten? Etwa so:

Die Idee dabei ist eigentlich nur dahin zu fahren, wo man immer schon mal hin wollte (Mittelengland etwa, Lake District, Snowdonia, Holyhead, Venedig, Triest, Belgrad, Griechenland, Istanbul). Und zu Orten, wo man schon mal war, aber die man gerne noch einmal sehen würde, wie Amsterdam, Dublin, Barcelona), dabei mal eine hübsche griechische Insel mitnehmen, durch mir völlig unbekannte Gegenden fahren, deren Einreise- und Urlaubsbedingungen man auch besser vorher noch einmal checkt (Moldawien, Ukraine, Belarus) und dann mit einem hübschen Schlenker die Ostsee entlang wieder zurück.

Zeit? Drei Monate oder so. Und unterwegs arbeiten.
Geld? Spielt natürlich keine Rolle dabei. 😉 Aber wenn es eh meistens Arbeit ist, dann ist die Sache ja quasi schon finanziert. Muss ich nur einen Housesitter finden.
Weapon of Choice? Das Auto scheint mir dafür am geeignetsten, flexibelsten und auch sichersten (Corona wird im Sommer noch nicht vobei sein). Aber das wäre noch genau zu klären.
Und wann? Ja, vielleicht jetzt im Sommer. Vielleicht nach der Impfung. Vielleicht erst nach Corona. Vielleicht aber auch gar nicht und es ist nur gerade ein geistiger Ausflug. 🙂

Ich gäb mich auch schon mit weniger zufrieden. Nen Ausflug nach Holland oder so. Aber jetzt langsam könnte ich echt mal raus…

Wie sähe eure Route aus?

Kategorien
Argh

Snippets

Die Eigenschaft hat auch nicht jeder digitale Bilderrahmen:

Seiten, die sich gar nicht mehr bedienen lassen, wenn du beim Cookie-Consent-Banner nicht auf OK drückst oder sie keinen Fachmacht für dich finden…

Welchen Teil von „Automatische Updates“ habt ihr nicht verstanden? 🤨

Hi, I’m Jürgen and I’m from the Rest of the World.

It’s just business, right? Right?! 😳 (via turi2)

Kategorien
:)

Orange oder gelb?

Neulich stand ich an der Fußgängerampel neben einem Vater mit seinem Sohn. Um sich die Wartezeit zu vertreten, schaute der Kleine (also das Kind) auf die Autoampel. „Jetzt ist es grün“, kommentierte er. „Und gleich wird es orange.“

Orange? Das muss doch „gelb“ heißen, dachte ich. Ist doch klar festgelegt für eine Verkehrsampel: Rot – gelb – grün. Aber tatsächlich hätte ich in dem Moment nicht sagen können, welche Farbe da wirklich zwischen rot und grün aufleuchtet. Ist es gelb oder ist es orange? Natürlich vergingen daraufhin quälend lange Sekunden, in denen die Ampel nicht umsprang und uns lange auf die Antwort warten ließ.

Wüsstet ihr es auf Anhieb? 🙂

Tatsächlich habe ich seit der Kinderweisheit öfter mal auf Ampeln geachtet. Und tatsächlich: Die Farbe ist ein ganz klares Orange:

Was mich an der Erkenntnis am meisten fasziniert: Wir sehen ja, dass es orange ist, aber wir sagen trotzdem „gelb“. Warum eigentlich? Wir sagen ja auch nicht „grün“ zu einem blauen Himmel oder „schwarz“ zu einem roten Auto. Nur vor den Altglascontainern stehe ich manchmal und kann mich nicht so recht entscheiden: Ist die Flasche jetzt eher grün, eher braun oder irgendwas dazwischen?

Aber das liegt an der Flasche.

Und liegt es daran, dass wir nicht sagen können, ob die Ampel gelb oder orange ist, weil wir den Widerspruch schon völlig verinnerlicht haben?

Ich werde auf jeden Fall jetzt öfter mal lauschen, was Kinder so zu sagen haben. Scheint gar keine schlechte Idee zu sein…

Kategorien
Argh

Russland

Einen Oppositionellen wegen Nichtigkeiten 2 Jahre und 8 Monate in ein Straflager sperren. So demokratisch ist Russland. Viel Spaß dort, ihr Merkel-Gegner! Und so erbost ist auch unsere Bundesregierung:

Aber wenn es darum geht, die Wirtschaft möglichst schnell wieder hochzufahren, ist ihr dann doch jedes Mittel recht…

Und uns?

Kategorien
Right

Arbeit einbetten

Kürzerer Gedanke heute: Der Unterschied, ob ich an einem Tag etwas gebacken bekomme oder nicht, liegt meist darin, wie konsequent ich meine Haupttätigkeit verfolge. Nebentätigkeiten bestehen bei mir meistens aus E-Mails lesen und beantworten und Nachrichten lesen (ja, ich darf das beruflich, muss das sogar. 🙂

Es gibt Tage, da jagt eine E-Mail die andere, der Nachrichtenstrom will nicht abreißen, man ergeht sich in endlosen Diskussionen, und dann ist auch schon wieder später Nachmittag. Du kriegst nichts gebacken. Und an manchen Tagen lasse ich es dann auch einfach gut sein, weil solche Tage einfach dazugehören. Auf Dauer geht das natürlich nicht. Und will ich wirklich etwas schaffen, muss ich den Spieß umdrehen:

  • Zeit für einen Kaffee? Erst nachdem du den Absatz zu Ende geschrieben hast.
  • Es meldet sich einer im Chat? Der kann auch mal kurz einen Moment warten.
  • Ab zum Mittagessen? Dann öffne vorher das WordPress-Dokument und die Quellen, die du danach bearbeiten willst.
  • In der Mittagspause eine Runde Sport und dann duschen? Dann such dir vorher das Thema aus, über das du danach schreiben willst, nicht hinterher.

Vor allem den letzten Punkt finde ich wichtig, denn das ist ein Riesenunterschied. Wenn ich mit einem Thema im Hinterkopf zum Beispiel eine Stunde Radfahren gehe, dann entwickele ich unterwegs Ideen und Strategien dazu und habe den Beitrag schon „halb fertig“, wenn ich zuhause ankomme. Habe ich vor dem Sport noch gar keinen Plan, worüber ich danach schreiben will, kreisen meine Gedanken zwischendurch natürlich um etwas Anderes.

Also statt sich in endlosen kleinen Tätigkeiten zu verlieren, bette ich diese kleinen Tätigkeiten in eine große ein. Dann ist die große am Ende des Tages meist auch erledigt.

Umgekehrt funktioniert das leider nicht…

Macht ihr das ähnlich?

Al mijn mensen precies hier, onmiddellijk:

Kategorien
Yeah

Früher Schlafengehen

Ich habe mir über die Jahre einen recht ungünstigen Schlafrhythmus angewöhnt. Es hat sich für mich herausgestellt, dass 0100 bis 1000 Uhr tatsächlich am ehesten meinem Biorhythmus entspricht.

Ungünstig ist das vor allem deswegen, weil morgens dadurch keine kreative Arbeit mehr möglich ist. Ich komme meist nur zu Organisatorischem, und danach schließt sich dann oft meist gleich das Nachmittagstief an. Meine produktivste und kreativste Phase habe ich zwischen 1600 und 1900 Uhr. Die lasse ich mir auch normal nicht nehmen.

Dumm ist nur, dass ich parallel dazu weiterhin intervallfaste. Aufgrund des 16:8-Rhythmus‘ versuche ich deswegen möglichst früh abendzuessen (vor 1800, spätestens 1900), damit ich am nächsten Morgen ab 1000, spätestens 1100 Uhr direkt mit einem Milchkaffee in den Tag starten kann.

Nun verschiebt sich auch wegen Corona gerade einiges und auch ich experimentiere viel mit der neu gewonnenen Freizeit. Da kam mir der Gedanke, einfach mal früher schlafen zu gehen. Da jetzt Winter ist und ich ohnehin immer müde bin: durchaus mal einen Versuch wert.

Und so gehe ich seit Sonntag schon die ganze Woche vor Mitternacht schlafen, manchmal gegen 2300 Uhr, einmal sogar davor. Das geht erstaunlich gut. Weil es in meinem Haus zu der Zeit für gewöhnlich noch sehr laut ist, sind Ohrstöpsel meine Geheimwaffe geworden. Eigentlich sind die gar nicht mein Ding, mehr so aus Vorsicht. Was ist, wenn ausgerechnet dann der Feueralarm losgeht oder ein Freund mich nachts aus dem Bett klingeln muss, weil er sich ausgesperrt hat? Aber das habe ich jetzt einfach mal riskiert…

Mit ziemlichem Erfolg bisher: Wenn ich nichts mehr höre, geht mir anscheinend auch weniger durch den Kopf. Dann las ich neulich von Dankbarkeit. Überleg dir vor dem Schlafengehen ein paar Dinge, für die du an diesem Tag dankbar bist, dann kannst du froheren Mutes einschlafen. Auch das funktioniert bei mir. Und wenn ich dann auch noch halbwegs müde bin, schlafe ich dann auch sehr schnell ein…

Die ersten Male bin ich seitdem sogar von selbst früher aufgewacht (obwohl der Wecker nach wie vor auf 1000 Uhr steht). Das war praktisch, weil ich dann auch versuchsweise gleich morgens mit DuoLingo in den Tag gestartet bin, das Gefühl hatte, schon produktiv gewesen zu sein, sogar ohne gearbeitet zu haben. Und auch danach war ich deutlich produktiver während der eigentlichen Arbeit.

Heute bin ich um 1000 Uhr aufgewacht – nachdem ich am Vortag um 2300 Uhr ins Bett gegangen bin. 11 Stunden Schlaf, einfach mal so. Das ist selbst für mich viel.

Der ganze Schwung der letzten Tage ließ sich so nicht mehr wirklich mitnehmen. Mit Kaffee, Sprachkurs, Frühstück, Organisatorischem, Mini-Workout, Duschen und dem Nachrichtenstream war ich dann erst gegen 1300 Uhr fertig. Mein eigentliches erklärtes Ziel ist: gegen 1000 Uhr am Rechner zu sitzen und eine Kreativphase einzulegen. Das bedarf wohl noch ein wenig Übung…

Aber ausgeschlafen war ich heute. Das kann ich euch sagen! 🙂

Wie organisiert ihr euren Tag?

Kategorien
Right

Splitting the day

Für mich war das eigentlich jahrelang usus: 8-9 Stunden am Stück durcharbeiten, mittags kurz eine Pause und – ich geb’s zu – am Nachmittag manchmal noch ein kleines Schläfchen auf der Couch von ca. 15 Minuten. Der Luxus des Homeoffice.

Obwohl ich es eigentlich könnte, war es trotzdem bisher die Ausnahme, den Tag mal wirklich aufzusplitten, also dass man sagt: morgens vier Stunden Arbeit, dann drei, vier Stunden etwas völlig Anderes und am späten Nachmittag und Abend dann noch einmal 4 Stunden. Immer wenn das der Fall war, waren das eigentlich die besseren Tage…

Es gab es schon früher mal, dass ich mal schnell eine (gute) Stunde raus bin, um etwas Wichtiges einzukaufen, um Sport zu machen oder mal einen Arzttermin wahrzunehmen. Aber erst seit Corona experimentiere ich etwas mehr damit. Warum nicht schon morgens mal die tägliche Portion Sprachkurs absolvieren? Warum nicht am Nachmittag mal was lesen, 1 Stunde schlafen, was auf Netflix gucken, lange spazieren gehen, die Wohnung auf Trab halten?

Und dann danach einfach weiterarbeiten.

In den letzten Wochen habe ich das noch etwas intensiviert, und seit ich das mache, fühle ich mich motivierter, kreativer, ich gehe die Arbeit strategischer an und bin zu Weilen sogar deutlich früher mit einer Aufgabe fertig, als ich dachte. Es führt zu: weniger rumdingsen, mehr machen und trotzdem zwischendurch entspannen.

Könnte was sein!

Kategorien
Right

Nochmal studieren?

Jetzt, wo mein Kopf wieder arbeiten muss, bildet er sich plötzlich ein nachdenken zu dürfen und noch größenwahnsinnigere Pläne zu schmieden. Eine Fremdsprache meint er, jetzt schon im Kasten zu haben. Wie wäre es als nächstes mit einem ganzen Studium?

Data Science würde mich interessieren. Ist auf jeden Fall eine Fachrichtung mit Zukunft, eine Thematik, die mich interessiert, und die sich mit dem, was ich jetzt so mache, sogar kombinieren ließe. Und sie gäbe mir weitere Freiheiten, wie weltweit arbeiten zu können.

Das wirft natürlich Fragen auf:

  • Wo ließe sich das studieren?
  • Besser auf Deutsch oder auf Englisch?
  • Muss man dafür überhaupt noch an eine Universität sonstwohin oder ginge nicht gerade sowas auch rein online?
  • Wäre rein online zu studieren überhaupt erstrebenswert? Immerhin lernst du bei einem Studium auch tolle Leute kennen, profitierst vom Austausch und baust dir ein Netzwerk auf. Das würde ich nicht missen wollen.
  • Arbeit und Studium gleichzeitig: wie geht das? Und wie geht das, ohne mental dabei völlig zusammenzubrechen?
  • Habe ich da in drei Monaten auch noch Lust zu?

Alles andere – Lernaufwand, Finanzierung – stelle ich mir gar nicht mal so problematisch vor.

Was ich mir nur denke, ist: Wenn ich damit anfange, dann sollte ich den Rücken frei haben und hier alle meine Sachen in Ordnung gebracht haben.

Und außerdem sollte ich eigentlich meinen vorherigen Beruf perfektioniert haben, bevor ich einen neuen angehen kann. Das habe ich nicht. Ich sehe da noch einige Baustellen und die sollte ich vorher schließen:

  • Fotografie und Bildbearbeitung
  • Kreatives Schreiben & Literaturwissenschaft
  • Freies Sprechen und Präsentieren, auch vor Micro und Kamera
  • Interviews
  • Reisejournalismus
  • Historische Recherche
  • Expertenwissen Unterhaltungselektronik
  • Datenjournalismus

Wenn ich dann noch die Dinge obendrauf packe, die ich ohnehin schon mache und mal verbessern oder auch finalisieren sollte, dann wäre der Stundenplan fürs erste Semester schon gut gefüllt:

  • Minimieren
  • Finanzen, Papierkram und Altersvorsorge regeln
  • Niederländisch lernen
  • Ukulele spielen lernen
  • Besser mit Menschen interagieren

Okay, und dann reicht’s aber auch erstmal. Ich muss ja nebenbei noch arbeiten.

Aber ist witzig. Ist eine Menge, aber scheint mir nicht mehr völlig unrealistisch. Dass ich angefangen habe, eine Sprache zu lernen, hat den Horizont wirklich erweitert, so anstrengend das manchmal auch ist. Verrückt.

Wer von euch hat denn schonmal neben der Arbeit studiert und wie waren eure Erfahrungen damit?

Kategorien
Hm

The Minimalists

… ist eine Doku auf Netflix von meinem Lieblings-YouTuber Matt D’Avella. Und schaut man sich die an, steht man angesichts des Amerikanismus‘ teils etwas ratlos daneben. Nicht jeden Scheiß kaufen, den die Werbung einem andrehen will, nicht alles auf Raten oder mit der Kreditkarte zahlen, das Glück nicht in Dingen suchen – wirklich? Das sind eure goldenen Tipps?

Die ganze Doku hat mich sogar etwas auf die Palme gebracht, weil aus diesem ganzen Lebenshilfe, Verzicht- und Minimalismuskram so ein elendiges Geschäft geworden ist. Du hörst und liest Geschichten von Menschen, die dem Hamsterrad entkommen wollten, keine Lust mehr auf ihre 60-Stunden-Woche hatten und sich dann irgendwann als Reiseblogger selbstständig gemacht haben.

UND DU! KANNST! DAS! AUCH!

Nee, kannst du nämlich nicht, denn die Claims für die besten Irgendwas-Blogger sind längst abgesteckt. Davon leben kann nur, wer regelmäßig Content à la „Die 7 besten Cafés für bestimmt echten Katzenkaffee in Ubud, Bali“ schreibt und seine ganze Seite mit Ads, Newsletter-Popups und Schulungsterminen zukleistert. Da ist nix mit: dem Kapitalismus entkommen. Das ist ein bloßer Seitenwechsel. Im Übrigen waren Blogs mal Leidenschaft. War in Ordnung, damit Geld zu verdienen, aber nicht der einzige Zweck des Ganzen. Das hat sich irgendwie grundlegend verändert. Viele Blogs, gerade Reiseblogs, sind reine Verkaufsplattformen geworden. Und auch wenn ich bestimmt niemand bin, der sagt, dass früher alles besser war (einen Scheiß war es!), dann ist das doch etwas, das mich stört.

Die beiden Protagonisten in „The Minimalists“, Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus sind denn auch zwei Typen, die den Trend vor 10 Jahren erkannt und dann ihren Blog The Minimalists gestartet haben. Beide aus verschiedenen Gründen, aber natürlich schon, um mit dem „Amerikanischen Alptraum“ zu brechen. Dafür geben sie jetzt Kurse, bloggen, podcasten, machen Videos, verkaufen Bücher. Und schaust du dir ihre Seite an…

Dann ist die tatsächlich komplett minimalistisch. Keinerlei Werbung, keine aufpoppenden Newsletter-Banner, kein Notification-Alarm, nichts was blinkt. Dafür ist fast ihr ganzer Content frei, sie geben Tutorien, bieten kostenlose E-Books zum Download an, zum Beispiel wie du zum Blogger wirst. Hin und wieder taucht etwas Textwerbung auf. Sie finanzieren sich über Provisionen und Angebote über die Bücher, die sie selbst geschrieben haben.

Also eigentlich genau so, wie es sein sollte.

Die beiden sind true.

Oh. 🙂

Kategorien
Right Tech

Black

The Samsung Galaxy S21 Ultra 5G comes in „phantom black“. Black is just a color, you say? Well, think again! 🙂

Kategorien
Right

Mannschaften wählen

Am Wochenende wird entweder ein turbokapitalistischer Neokonservativer, ein rückgratarmer, selbstverlieber Schwätzer oder ein mausgrauer Ausschusspolitiker, von dem kaum noch einer etwas weiß, zum CDU-Vorsitzenden gewählt.

Das könnte einem egal sein, wenn das nicht bedeuten würden, dass derjenige, der das Rennen macht, am Ende womöglich auch Kanzler wird.

Vielleicht geht es euch auch so und ihr blickt mit ein wenig Spannung dem Wochenende entgegen, in der sonderbaren Hoffnung, dass es am Ende so läuft, dass Markus Söder wie der rettende Engel vom Himmel schwebt und uns vor dem Schlimmsten bewahrt.

Was schon eine sonderbare Vorstellung ist. Ein Konservativer als rettender Engel…

Aber kann es nicht sein, dass wir die Rolle des Kanzlers überschätzen?

Mutti Merkel musste in Zeiten der Krise immer wieder an die Vernunft der Länderchefs appellieren und hoffen, sich so durchzusetzen. Nach besonders viel Macht klingt es nicht, was die Strukturen einem Kanzler oder einer Kanzlerin da zubilligen.

Kommt es da nicht eh mehr auf die Mannschaft an? Einen guten Gesundheitsminister, eine Gleichstellungsministerin, die wirklich einmal etwas bewirkt, ein*e Innenminister*in, die/der den Schuss gehört hat. Das wäre doch was mal was! Und wenn sich da in den anderen Parteien kein*e echte*r Leader*in aufspielt, dann eben lieber die Mannschaft wählen als die falsche Partei.

Nur weil SPD und Grüne keine echte Gallionsfigur vor sich haben, bedeutet das noch lange nicht, dass da keine fähigen Minister an Bord sein können. Wählen wir doch lieber die als den grauen Herren an der Spitze, auf den es am Ende gar nicht so sehr ankommt. Oder anders gesagt: Schauen wir im Herbst vielleicht statt auf Einzelpersonen lieber auf die Partei, die uns am liebsten ist, und überlegen uns, wer den Wandel am ehesten herbeiführen kann.

Kategorien
Tech

Solar Challenge erfolgreich beendet: 1 Jahr das Handy nur mit Solarstrom laden

Vor einem Jahr, also genau am 1.1.20, bin ich angetreten zu einer völlig sinnlosen Mission: Ich wollte ein Jahr lang mein Smartphone nur mit eigenproduziertem Solarstrom aufladen.

Gelungen ist mir das Ganze – bis auf eine kleine Ausnahme letzten Sommer im Urlaub in den Schweizer Bergen. Und das geht für mich in Ordnung. Denn es war eine kurzfristige Entscheidung, das Solarequipment überhaupt mit in den Urlaub zu nehmen und die ganze Aktion in den drei Wochen nicht einfach zu pausieren.

Aber dieses eine Mal hatte mir so lange die Zeit zum Laden gefehlt, dass Handy und Powerbank komplett leer waren und ich beides 1x an einer Steckdose wieder aufladen musste. An allen anderen 364 Tagen habe ich das Ding erfolgreich an einer meiner beiden Powerbanks geladen – oder direkt an der Solarzelle.

Und wenn ich Handy sage, dann meine ich mein jeweiliges Ersthandy. Das war in den meisten Fällen das Galaxy S10, später das iPhone 12 Pro Max. Zwischendurch auch einmal ein paar Testhandys. Teste ich Smartphones erkläre ich sie in der Zeit meist zum Erstgerät und lade sie darüber. An besonders sonnigen Tagen zu Hause habe auch weitere Geräte damit geladen, zum Beispiel meine AirPods, meine Kamera, das Zweithandy oder einen Bluetooth-Lautsprecher.

Zum Einsatz kamen, je nach Wetter und Einsatzort:

  • 100-Watt-Solarladegerät. Ideal, wenn es schnell gehen musste oder es nicht so sonnig war.
  • 28-Watt-Solarladegerät: Ideal für unterwegs, kam etwa auf meiner Radtour zum Einsatz
  • 13.500-mAh-Powerbank: große Powerstation mit DC-Anschluss, maßgeblich für zu Hause.
  • 10.000-mAh-Powerbank mit Schnelllademodus, hauptsächlich für unterwegs
  • In den meisten Fällen das Samsung Galaxy S10 mit Schnelllademodus
  • Passende DC- oder USB-Kabel zum Direktladen. Kabelloses Laden ist hier zwar möglich, aber natürlich Quatsch.

Würde ich das noch einmal machen, würde ich greifen zu…

  • Einem Handy mit echtem Schnelllademodus. Und das sind in erster Linie die Chinesen wie Xiaomi oder auch Motorola. Ich weiß gar nicht, warum Samsung und Apple da noch altmodisch wirkende, langsame Techniken anwenden. Beim Solarladen kommt es auch auf Geschwindigkeit an, den blauer Himmel ist in diesen Breiten selten.
  • Zwei 20.000-mAh-Powerbanks. Die sind in der Regel noch sehr handlich und können ein handelsübliches Smartphone etwa 5x voll aufladen.
  • Die Solarladegeräte waren in ihrer Form ausreichend. Mehr ist natürlich mehr, aber mehr ist dann auch größer, was unterwegs zu einem Problem werden könnte.

Was das Ganze eigentlich sollte? Finanziell und ökologisch zumindest hat es sich nicht gelohnt. Gespart habe ich bei der Aktion vielleicht ganze 2 Euro an Stromkosten. Und da ich eh schon Ökostrom beziehe… Dafür gibt es mittlerweile sichtbaren Verschleiß an den Solarladegeräten, die immerhin auch mal ca. 70 und 150 Euro gekostet haben. Noch so ein Jahr und zumindest eins von beidem wäre wahrscheinlich hin.

Ich glaube, ich wollte mir einfach nur selbst beweisen, dass es geht. Ganz unabhängig vom Haushaltsstrom leben können, zumindest erst einmal mit einem Gerät. Das Ganze ließe sich hochfahren. Ein cooles Experiment wäre, das ganze Arbeitszimmer auf Solarstrom umzustellen, Router, Lampen, Laptop, vielleicht sogar mit einem Solarbalkon. Das würde teuer und schwer zu organisieren, aber würde sich sehr cool anfühlen. Mal sehen, was die Zukunft bringt.

Sollte es jemanden von euch interessieren und wenn ich mal wieder etwas mehr Zeit habe, kann ich hier auch noch Bilder einstellen und etwas mehr auf das Setup eingehen. Ich habe nur das Gefühl, so richtig interessiert das niemanden. Getan werden musste es trotzdem. 🙂

Kategorien
:)

Doch noch: Neujahrsvorsätze

Zumindest die, die ich öffentlich machen kann. Gleich vorweg: Mich würde die wichtigste Sache interessieren, die ihr euch 2021 vorgenommen habt! Wenn ihr mögt, schreibt mir das in die Kommentare! Nee, interessiert mich wirklich. 😉

Okay, un selbs? So viel habe ich gar nicht mehr vor. Im Kleinen sicher das eine oder andere. Für Selbstoptimierung bin ich langsam zu alt. Zu viele zu schwierige Sachen würden mich zu sehr unter Druck setzen und dann mache ich sie eh nicht… Bleibt also noch:

  • Hardcore-Chillen
  • Final ausmisten (ich weiß, ich schreib das jedes Jahr…)
  • Ein neues Projekt auf der Arbeit angehen (hab Bock!)
  • Kameratauglich werden
  • Letzte berufliche Lücken schließen
  • Bis zur Impfung überstehen, ohne mir Corona einzufangen
  • Auch privat langsam mal wissen, was ich eigentlich will
  • Die Hintergrundfarbe hier im Blog verändern. Das aber nur, damit ich 1 Vorsatz auch mindestens durchkriege. 😉 Wenn ihr das hier lest und die Farbe nicht mehr weiß ist, hab ich’s geschafft.

Mehr nicht, reicht. Der Rest ist optional. Bin gespannt – auch auf eure Vorsätze!

Kategorien
Yeah

Graue Herren und Homeoffice

Mal ganz abgesehen davon, dass mehr Homeoffice derzeit eine gute Idee wäre, um die Pandemie weiter einzudämmen, finde ich die Argumente gegen Hubertus Heils Gesetzesentwurf zu einem Rechtanspruch auf 24 Tage Homeoffice in Jahr, nun ja, interessant.

Aus der FAZ vom 5.10.20. Vorhebung von mir:

„Der FDP-Arbeitsmarktexperte Johannes Vogel nannte Heils Gesetzesvorschlag einen SPD-Wahlkampfvorstoß (…) :„ Es wird nicht klar, wie Bürokratie abgebaut werden soll, die aktuell Unternehmen dazu zwingt, heimische Schreibtische zu kontrollieren.

Von Tagesschau.de vom 14.11.20, Hervorhebung von mir:

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat seine ablehnende Haltung zu etwaigen Rechtsansprüchen beim Thema Homeoffice bekräftigt. „Arbeit im Homeoffice muss Sache der Firmen und ihrer Mitarbeiter bleiben“, sagte der CDU-Politiker der „Bild am Sonntag“. „Ich habe keinerlei Sympathie für Rechtsansprüche, die nur einigen wenigen Arbeitnehmern zugutekommen.“ Schließlich würden Briefträger, Pfleger oder Chirurgen niemals von zu Hause aus arbeiten können.

Aus der Rheinischen Post vom 5.10.20

„Die Krise hat gezeigt, dass die meisten Arbeitgeber, die es können, ohnehin gerne Homeoffice anbieten“, sagte Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Montag).

Ach ja?

Von WDR.de vom 11.1.21, Hervorhebung von mir

Laut einer Erhebung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung haben im November lediglich 14 Prozent der deutschen Erwerbstätigen im Homeoffice gearbeitet. Beim ersten „Lockdown“ im April waren es noch 27 Prozent.

Von Bitkom.org vom 8.12.20, nach einer Umfrage:

74 Prozent sagen, dass Homeoffice in Deutschland allgemein noch sehr viel stärker genutzt werden sollte. 85 Prozent sagen, Homeoffice kann den Verkehr reduzieren und damit auch das Klima entlasten. 52 Prozent sagen, es sollte ausschließlich im Homeoffice gearbeitet werden, solange die Pandemie nicht überwunden ist.

Das Homeoffice-Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft: 55 Prozent sagen, ihre Tätigkeit ist grundsätzlich geeignet (davon 21 Prozent ausschließlich, 34 Prozent teilweise). 43 Prozent sagen, ihre Tätigkeit ist nicht für Homeoffice geeignet.

Wenn ihr also weiter wie in den 80ern leben wollt, dann wisst ihr jetzt, wen ihr wählen müsst.

Kategorien
Right

This seems to be a thing now

Mein iPhone soll ja jetzt auch meinen Ebook-Reader ersetzen. Dazu habe ich mir die Apple Bücher-App noch einmal heruntergeladen und nach dem Buch „Quiet“ von Susan Cain gesucht. Die Ergebnisseite:

Und etwas weiter geswiped:

Oder in der Listenübersicht:

Also kurz zusammengefasst: Suchst du da nach einem Titel, bekommst du erst einmal etliche Vorschläge von kurzen Zusammenfassung für das jeweilige Buch. Teils kostenlos, teil bis zur Hälfte des Preises des eigentlichen Buchs.

Das geht so weit, dass man sich fragt: Haben die das echte Buch überhaupt oder ist das hier wie mit den Karaoke-Versionen auf Spotify?

Scrollst du eine Weile, kommt aber tatsächlich irgendwann mal das echte Buch:

Aber du musst schon genau gucken. Zwei Titel weiter drüber listet die App nämlich ein ähnlich klingendes Buch der gleichen Autorin auf. „Quiet Power“ ist aber der Nachfolger von „Quiet“ mit einem etwas anderen Ansatz. Muss der/die Suchende auch erst einmal wissen.

Aber mal im Ernst: Wusstest ihr, dass das mit den Summaries/Abstracts so ein Riesending ist? Ich hatte mal eine Zeitlang Blinkist abonniert. Eigentlich eine sehr hübsche App, die nichts anderes macht, als Fachbücher auf wenigen Seiten („Blinks“) oder als 15-Minuten-Hörbuch zusammenzufassen. Eine 2-Minuten-Recherche ergibt, dass es natürlich noch mehr solcher Angebote gibt, getAbstract oder Instaread zum Beispiel.

Quick Read ist sogar eine eigene Kategorie auf Apple Bücher:

Ich hatte bei Blinkist oft den Eindruck, dass mir das weniger Erkenntnisse gibt und man es nicht ganz so schnell verinnerlicht wie erhofft. Dass das Wissen zwar gut komprimiert ist, ein gut formulierter Blogbeitrag aber das gleiche vermitteln könnte. Beides hat aber nicht den gleichen Effekt wie das Lesen des Buchs. Und es skaliert nicht gut. Morgens vier Summaries in einer Stunde durchzuhören oder zu lesen, überfordert den Kopf. Das Reflektieren über den Inhalt würde ich nicht unterschätzen.

Auf jeden Fall lese ich jetzt aber doch erstmal das kostenlose Summary zu „Quiet“. Und danach in den nächsten Tagen vielleicht noch ein paar andere. Bin auf die Erkenntnis gespannt.

Kategorien
Yeah

Doch, das bringt etwas

Plötzlich geht es:

Man kann viel spekulieren, warum Trump erst jetzt überall gesperrt wird. Geleistet hat er sich schon vorher genug, sowohl als Präsident als noch als Kandidat auf den Posten. Jetzt hat er eh fertig und es wird auch sogleich einsam um ihn. Nein, Mitleid muss man hier nicht haben.

Und die Entscheidung, auch wenn sie sehr spät kommt, ist richtig. Die Argumentation, der man sich hierzulande bei einem Verbot extremer Parteien auch immer stellt, ist: Wandern die dann nicht erst recht in der Untergrund ab und machen einen Staat im Staate auf? Klare Antwort: Nein, so funktioniert das nicht. Durch ein Verbot von Versammlung, durch ein Einfrieren der Finanzierung und einen Entzug der Aufmerksamkeit gräbt man ihnen sehr wohl das Wasser ab. Und es zeigt sich meist sehr schnell, dass die Schreihälse außerhalb der etablierten Strukturen meist kein Bein mehr an den Boden bekommen.

Beispiel Heinz-Christian Strache, der mit seiner neuen Partei bei der Landtagswahl in Wien im Oktober krachend an der 5-Prozent-Hürde gescheitert ist. Schließt Trump aus der Republikanischen Partei aus, friert seine Gelder ein, entzieht ihm die Aufmerksamkeit, und er wird 2024 nicht wiederkommen. So einfach ist das.

Kategorien
Argh

Exciting Times

US government standing up for democracy 💪🏻

The very same day, well…

Social Media giants gone public are just a platform?

The very same day:

2021 to get all better than 2020? Well, we’re off to a great start…

Kategorien
Yeah

Fluent in 3 months?

Seit jetzt drei Monaten lerne ich täglich Niederländisch und habe tatsächlich keinen einzigen Tag ausgelassen. Ich bin lange nicht mehr so enthusiastisch dabei wie am Anfang, aber mein Ziel von täglich >100 Punkten auf DuoLingo erfülle ich Tag für Tag. Das entspricht etwa 10 Lektionen à 20 Einzelaufgaben. An einem Wochenendtag mache ich meist mehr, um in der Woche auf über 1.000 Punkte zu kommen.

Die große Frage ist: Wie gut kann ich die Sprache jetzt? Reicht es schon für Fluent in 3 Months, ein Idee, die der Ire Benny Lewis vor einigen Jahren entwickelt hat?

Klare Antwort: nein. Dat gaat niet! Ich habe gerade mit Lektion 5 von 6 bei DuoLingo angefangen. Also rund 1/3 des Kurses steht mir noch bevor. Ich kenne mittlerweile über 2.000 Wörter auf Niederländisch, kann einzelne Sätze bilden, verstehe deutlich mehr von niederländischen Radionachrichten oder TV-Sendungen als zu Anfang des Kurses.

Aber fließend verstehen und sprechen? Nee, nog heel lang niet!

Ich bin allerdings begeistert, wie viel man in drei Monaten täglicher Übung tatsächlich lernen kann! DuoLingo, ich erwähnte es hier bereits oft, ist ein fantastisches Sprachlerntool, das zwar auch ein paar Nachteile hat, aber durch den Gamification-Ansatz und das ausgezeichnete Weblerntool die Motivation hoch hält. Denke ich da an meine Schulzeit und die hässlichen, auf Recyclingpapier gedruckten Übungsblätter zurück, oder die zerfledderten, teils bildlosen Schulbücher aus dritter Hand. Brrr… Schon toller, was heute möglich ist.

Lewis geht bei seinen Fluent-in-3-months-Programmen aber auch all in. Er zieht in das jeweilige Land, geht raus, spricht die Sprache, hat keine Angst vor Fehlern, macht praktisch nichts Anderes in der Zeit. Hut ab vor solchem Mut! Aber es ist irgendwo auch klar, dass man eine Sprache auf die Weise besser lernen kann. Ist für mich (und sicher auch die meisten für euch) gerade logistisch und zeitlich nicht möglich, und deswegen bin ich froh, dass ich mich in der Zeit mit DuoLingo und Tandem durchschlagen kann.

Der DuoLingo-Kurs für Niederländisch enthält eigentlich eine Menge. Grundwortschatz, Verben, Adjektive, Zeiten, Diminutive, Reisen, Reflexivverben. Jetzt gerade sind wir bei Vergleichen. Nach Ende des Kurses werde ich nicht alles wissen, aber het zullde helemaal genoeg zijn, om met de mensen van daar te praaten.

Ziehen wir am Ende mal Resümee. Ich schätze, dass ich noch etwa zwei Monate brauchen werde, um den Kurs zu beenden. Nebenbei höre ich weiter Radio, übe Konversationen auf Tandem, schaue mal, ob es noch irgendwelche niederländischen oder flämischen Serien gibt, die man im Original gut gucken kann. Das großartige Toon hatte ich ja an dieser Stelle schon erwähnt.

Und dann vielleicht im nächsten Urlaub dahin (sobald es wieder möglich ist), weiter Radio hören, vielleicht mal einen Fortgeschrittenenkurs belegen, mir einen festen Tandempartner suchen. Dann glaube ich, dass man eine Sprache in einem Jahr schon sehr, sehr gut lernen kann.

Am meisten freue ich mich aber über die Begleiterscheinungen des Ganzen. Davor plätscherte mein Alltag so vor sich hin und ich kam mir an manchen Tag ganz schön alt und eingerostet vor. Mittlerweile kann ich mir Dinge besser merken, ich lerne auch in anderen Bereichen mehr dazu, ich habe Lust mich weiterzubilden und freue mich auf Neues, statt entgeistert abzuwinken. Der einzige Nachteil, den ich feststelle, ist, dass ich jetzt noch mehr Schlaf brauche als vorher. Dabei war ich eh schon Langschläfer. Aber na ja, ist mir der Spaß wert, habe ich akzeptiert. Und auch das fällt mir nun leichter. 😉

Neulich sprach ich hier von Zielen. Bei Niederländisch habe ich tatsächlich erstmal einfach drauflos gelernt. Ja, ich hatte die Absicht, den Kurs auch zu beenden, in wenigen Monaten fließend Niederländisch sprechen zu können. Aber nicht, um etwas Bestimmtes zu erreichen, was das Ganze vielleicht auch erschwert hätte. Ich plane nicht, dahin auszuwandern (wobei, warum eigentlich nicht?), irgendetwas Berufliches damit zu machen. Ich muss es nicht lernen, ich möchte es. All das hält meine Motivation oben.

En het is een heel mooie spraak met veel leuke woorden. Ik zul het blijven leren, want ik hou van het.

Kategorien
Möh

Sars-CoV2 B 1.1.7

  • Stable release
  • Minor bug fixes
  • Slight performance improvements
  • 70% higher contagion rate (goes „viral“)
  • Does alterizations to now 17 amino acids, 8 among the spike protein
  • Mutation can increase R-value up to around 0.4
  • Fixed: An issue causing dark mode systems to drain battery
  • Fixed: An issue causing cardiovascular systems to crash
  • Creates even more hysteria
  • Lethality decrease

Kategorien
Right

Ziele erreichen

Wir schreiben den 5.1.21. Und dieses Blog feiert damit Geburtstag. Tatsächlich vor einem Jahr ging es hier los; da noch unter einem anderen Namen, an den sich zum Glück niemand mehr erinnert. 😬

Frohes Neues euch erst einmal!

Eigentlich Zeit, mal wieder ein paar Neujahrsvorsätze zu schmieden. Ich habe keine, aber es wäre gut, welche zu haben. Die Vorsätze vom letzten Jahr habe ich nämlich fast alle erreicht (den vorletzten nicht, weil ich mich irgendwann umentschieden habe, und den letzten noch nicht ganz, es ist weit mehr Arbeit als gedacht).

Die Crux bei Neujahrsvorsätzen scheint übrigens zu sein, sich nicht zu wenig vorzunehmen. Dann sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass du alle in den Sand setzt.

Als ich neulich mit Nicky spazieren war und wir, wie immer, über das Leben sprachen, ging es auch um Ziele. Und mir fiel auf, dass ich viele Ziele, die ich mir mal vorgenommen hatte und die mir logisch erschienen, auch erreicht habe:

  • Ich wollte das Abi haben und das habe ich bekommen, obwohl ich, weiß Gott, nicht gut in der Schule war.
  • Ich wollte aus meinem Heimatort wegziehen, das habe ich als allererstes getan.
  • Ich hab mich dann entschlossen, eine Lehre zu machen, die habe ich bis zum Ende durchgezogen.
  • Ich wollte Online-Redakteur werden, das bin ich geworden.
  • Irgendwann wollte ich lieber Redaktionsleiter sein als jeden Tag was schreiben zu müssen. Das bin ich mittlerweile.

Das Ganze geht auch im Kleineren. Um mal auf 2020 zurückzuschauen:

  • Ich wollte viele Notebooks und E-Mofas testen. Das habe ich irgendwie organisiert.
  • Als mir der erste Lockdown langsam zusetzte, schmiedete ich Pläne, um mit einem E-Mofa in und durch die Schweiz zu fahren, sobald es wieder möglich wäre. Als es dann so weit war, fiel mir auf, dass ich mich viel lieber dabei bewegen würde, also wurde eine E-Bike-Tour daraus. Und weil ich schonmal da war, bin ich noch ein Stückchen weiter gefahren und letztendlich den ganzen Vater Rhein entlang.
  • Ich wollte zum Ende des Jahres ein Smartphone haben, das gut genug ist, um meine Digitalkamera zu ersetzen, vielleicht für immer. Dazu ein Notebook, das ich mehrere Jahre würde nutzen können. Das lag zwar nicht alles in meiner Hand, aber am Ende ist es ein Stück weit so gekommen.
  • Ich wollte mir bis Jahresende eine liquide Reserve mit dem Betrag X anlegen. Das habe ich geschafft.

Ich habe nicht alles erreicht. Im Kleinen zieht sich das mit dem Ausmisten noch. Im Großen hatte ich mal vor, bis 30 verheiratet zu sein, ein Haus zu bauen, vier weitere Fremdsprachen zu sprechen und Gitarre spielen zu können. Alles nicht erreicht.

Alles aber auch nicht entsprechend forciert. Liegt es vielleicht am Ende nur an Prioritätensetzung, Vehemenz? Sollten die Ziele sehr klar formuliert sein? Vielleicht.

Und dann gibt es noch Ziele, die man irgendwann verwirft. Mein Lebenstraum als Teenager war es mal, Schriftsteller zu werden und einen pazifistischen Weltbestseller zu schreiben. Der Witz ist: Ich könnte das tun, mir das Rüstzeug dazu anlegen, die Geschichte zumindest aufschreiben – ich habe sie sogar schon im Kopf, und sie ist gut! Ob es dann wirklich ein Weltbestseller würde, wäre erst einmal nachrangig. Ich hätte sie dann wenigstens geschrieben. Im Grunde hält mich nichts davon ab. Ich tue es aus zwei Gründen nicht: erstens fehlt mir noch der genaue Hergang der Geschichte. Das müsste ich erst aufzeichnen. Der gewichtigere Grund aber ist, vielleicht sogar erschreckenderweise:

Früher wollte ich die Welt immer verändern, heute ist sie mir einfach scheißegal. Wir kommen auf diesen Planeten, um (wenn es gut läuft) 80 Jahre lang irgendnen Kram zu machen. Dann gehen wir wieder und erinnern uns an nichts. Ich weiß nicht, ob das nur eine Phase ist, ich weiß nicht mal ob das gut oder schlecht ist. Ich weiß nur, dass ich das Buch so nicht schreiben werde. Und dass das eigentlich ziemlich schade wäre…

Klar scheint zu sein: Man muss erst Ziele haben, sonst kann man auch nichts erreichen. Ist eine blöde Binsenweisheit, die in jedem Lebenshilfebuch steht. Sie stimmt aber leider auch. Man muss sich nur klar werden, was man eigentlich will.

Was wollt ihr?

Kategorien
Yeah

161: Holidays Edition

Man sollte eigentlich viel mehr Urlaub machen. Erst da kann man die eigene Arbeit mit Abstand betrachten und neue Konzepte erdenken. Oder auch Anderes.

Hat jetzt nämlich nichts mit meiner Arbeit zu tun, aber toll fände ich ein Social Network ohne Gewinnerzielungsabsicht, in dem du dich mit deinen Freunden vernetzen kannst. Und jeden Tag genau 1 Zeile für einen Status zur Verfügung hast. Über das, was du an diesem Tag gemacht hast, was dich bewegt hat. Twitter, sagt ihr? Nein, viel kürzer! Eine Mischung aus Tagebuch und eben Social Network. Und jeder hat nur eine Zeile.

Man könnte es Moodboard oder Oneliner nennen. Die Einträge sind auf die letzten 10 Tage begrenzt. Auf der Startseite kannst du deine bis zu 5 besten Freunde markieren, deren Einträge du als erste siehst. Der Rest folgt darunter.

Die Stati der Anderen kannst du kommentieren. Die Kommentare erscheinen erst, wenn du auf einen Status klickst:

Fonticons könnten im Status auch noch mehr anzeigen, wie den Ort deines Aufenthalts, das Wetter, deine Stimmung:

Oder ein Mini-Thumbnail zum letzten Bild, das du geschossen hast, das Andere sich in ganzer Größe anschauen können, wenn sie darauf klicken:

Das wäre das Schaufenster. Alles Weitere würde sich unsichtbar für Andere im Hintergrund in Einzel- oder Gruppenchats abspielen. Du kannst ganz normal nach Bekannten suchen und ihnen folgen, wenn sie damit einverstanden sind. Profile können nach Wunsch der Nutzenden öffentlich oder privat gestellt werden.

Alles ohne Ads, ohne Gewinnerzielungsabsicht, idealerweise sogar Open Source und Peer to Peer. Müsste natürlich noch von jemandem hübsch gemacht werden, der was von Design versteht. 😉

Das alles auch nur als Vorschlag. Eure Gedanken dazu?

Um beim Urlaubsthema zu bleiben: Mir fällt es zunehmend schwer, hier täglich etwas ins Blog zu posten. Liegt es daran, dass nichts mehr passiert oder das mich bloß nichts mehr interessiert? Das ist die Frage, die ich wohl mal klären muss.

Arbeite ich normal, verfolge ich mindestens 1x am Tag den Nachrichtenstrom, hauptsächlich Feedly und Pressemeldungen. Nicht jeden Tag passiert da etwas, das ich interessant fände. Wie sieht das nun aus, wenn ich, wie jetzt über Weihnachten, erst nach einer Woche wieder in den Stream schaue? Was bleibt dann am Ende übrig, das mich so sehr interessiert, dass ich es auch mit euch teilen würde? Gehen wir das mal durch:

Nickelback werben mit einem neu gefassten Video ihres Songs „Photograph“ für Google Photos, und das ist durchaus amüsant geworden:

Hähnchenbrater KFC hat einen eimerförmigen Gaming PC mit integrierter Wärmeschublade für Hähnchenteile vorgestellt. Und das ist offenbar ernst gemeint. Warum nicht auch mal lachen in dieser komischen Zeit?!

Death to 2020 auf Netflix sieht eigentlich ganz witzig aus:

Nachdem Apple als erster Anbieter auf ein beiliegendes Netzteil zum iPhone 12 verzichtet hatte, übernehmen auch Xiaomi und Samsung in ihren neuen Flaggschiffen die umstrittene Praxis. Dabei hatten sich beide deswegen noch unlängst über Apple lustig gemacht.

Klingt wie die Lösung für alle unserer Probleme: Wissenschaftler gewinnen CO2 aus der Luft und erzeugen Flugzeugtreibstoff daraus. Der Haken? Leider nur sehr wenig Treibstoff.

Huaweis Android-Alternative Harmony OS ist auch nur ein Android-Fork? Und wenn schon!

Doodle Jump kennter noch aus den Anfangstagen des iPhones? Version 2 ist jetzt da – und sieht mehr oder weniger genauso aus. Was das dann soll? Gute Frage. Ich hab’s trotzdem mal angespielt.

Mein neues Lieblingsspiel ist allerdings Headball 2. Macht richtig Laune, auch wenn ich da meistens verliere…

Chaos-Computer-Club-Legende Andy Müller-Maguhn wurde offenbar (recht offensichtlich) vom CIA ausspioniert. Und das mit recht offensichtlichen Methoden wie verwanzten Türschlössern, Handys aber auch vermeintlich Obdachlosen mit teuren Teleobjektivkameras.

Schöne Technik-Geschichte via Golem.de: Vom Gameboy wurde einst eine Produktivumgebung namens Workboy entwickelt, mit der die Nutzer auch einen Kalender und ähnliches auf der Konsole hätten nutzen können sollen. Kam dann nämlich nie auf den Markt. YouTuber DidYouKnowGaming hat aber jetzt einen der damaligen Entwickler ausfindig gemacht und den wohl letzten noch funktionierenden Prototypen in die Hände bekommen:

Mein Work-Baby Euronics Trendblog feiert 10-jährigen Geburtstag und ich hab anlässlich unseren Ehrentages mal die Geschichte des Blogs storifiziert:

Sie haben mich jetzt so weit, dass ich doch auf Pixelmator Pro 2 gewechselt bin. Macht aber von Anfang an einen guten Eindruck und ist mit aktuell 22 Euro auch nicht wirklich teuer für all das, was es kann:

Bild des Tages, Moonlit tree:

Und hier noch ein hübscher Ohrwurm für euch:

Kategorien
Argh

160: Weihnachten

Vielleicht bin ich zu alt für sowas oder gebe mich mit den falschen Leuten ab. Aber ich habe in diesem Jahr kaum jemanden gesprochen, der sich wirklich auf Weihnachten freut. Die meisten haben sich damit arrangiert und wollen es irgendwie vernünftig hinter sich bringen. Das liegt natürlich an Corona aber auch nicht nur. Von vielen weiß ich, dass sie darunter sogar leiden. Eben wenn Weihnachten nicht das Heile-Welt-Event sein kann, das Funk und Fernsehen™ uns suggerieren.

Was soll der Quatsch eigentlich? Da rennen Millionen Menschen wochenlang gestresst durch die Kaufhäuser oder machen Paketboten noch einmal extra das Leben schwer. Dann versucht man irgendeine heile Welt zu leben, die es so nicht geben kann, kocht ein lecker Essen, das naturgemäß immer irgendwie misslingt und dann geht man sich ein paar Tage auf die Nerven, bis einer heult. Weihnachten kann toll für Kinder sein. Wer keine Kinder hat und auch kein Kind ist: der soll das doch in Gottes Namen ausfallen lassen oder, bitte, zumindest nicht ernster nehmen als alle anderen 364 Tage im Jahr.

Wäre mein Vorschlag. Will ich dieses Jahr auch selbst einmal so angehen. Wer sich an Weihnachten einsam fühlt, der melde sich gerne bei mir! Keiner soll leiden müssen.

Ich hätte nicht gedacht, dass das ein so emotionaler Abschied wird… Immerhin war es keine Person, sondern ein ein Telefon. Aber nun ist es so weit: Mein Galaxy S10 hat mich heute in Richtung Christian verlassen.

Er war ein treuer Begleiter in den letzten, knapp 2 Jahren. (Christian auch, aber ich rede jetzt vom Telefon! ☝🏻) Ein richtig charmanter Begleiter mit einer wahnsinnig tollen Kamera. Was mir jetzt zum Abschied noch einmal schmerzlich bewusst wurde, als ich die Bilder dazu durchging. Teilweise dachte ich mir: Das muss doch ein Profi mit ner fetten Canon geschossen haben. Nee, waren tatsächlich das S10 und meine Wenigkeit, die noch kurz draufgedrückt hat.

Ich werde dich vermissen, Galaxy S10, ungeahnter, überraschender, treuer Begleiter der letzten 2 Jahre. 😭 So und jetzt in Gedenken ein paar schöne Fotos, die ich mit dir und nur dir machen durfte (klickt für ein größeres Bild):

… um nur einige zu nennen. Es war ein schwieriger Abschied, toch.

Möge das iPhone 12 nun wirklich besser sein…

Zweieinhalb Monate Niederländisch. Stunde der Wahrheit:

Sonst bin ich eigentlich immer oben mitgeschwommen. Selbst so hundert Punkte am Tag + einmal bisschen mehr haben für die Top 10 gereicht. Aber diesmal bin ich eindeutig in der Strebergruppe gelandet. 🙁

That’s it for today. Und, ach so, ihr habt es schon gemerkt: Es wird hier etwas sporadischer in diesen Tagen. Ich habe Urlaub – ihr hoffentlich auch. 🙂

Also: Feiert schön – oder lasst es. Auf jeden Fall: fühlt euch nicht einsam, schlecht oder falsch! Das ist es nicht wert. Und wenn doch, meldet euch!

Kategorien
Yeah

159: Go to hell, Facebook!

Schon interessant, wie Facebook und Apple sich gerade duellieren. Facebook behauptet, die wirtschaftliche Grundlage zahlreicher Kleinunternehmer sei mit der neuen Datenschutzpolicy von iOS 14.3 gefährdet. Die könnten dann keine personalisierte Werbung mehr an ihre Nutzer ausspielen. Traurig aber auch.

Zumal iOS 14.3 eigentlich nichts anderes macht, als den Nutzer*innen die Wahl zu geben, ob sie von einer App getrackt werden möchten oder nicht. That’s it.

Facebook hat dazu jetzt eine Info-Seite gelauncht. Und hat dort nicht einmal den Schneid zuzugeben, dass das eigene Geschäft darunter leide. Facebook schickt kleine Unternehmer vor, deren Geschäft angeblich in Gefahr sie, sollten sie keine personalisierte Werbung mehr ausspielen können. (Dass ihr hier beim Cookie Consent nur auf „akzeptieren klicken könnt und keine sonstige Auswahlmöglichkeit habt, spricht Bände.)

Wie erbärmlich ist das denn!

Dazu schaltet Facebook Anzeigen in großen Zeitungen wie der „New York Times“ und der „Washington Post“, in denen das Unternehmen für das freie Internet trommelt. Denn ohne personalisierte Werbung würde „das Internet“ teurer, und freier, hochqualitativer Content weniger einfach:

Apple hat angekündigt, das trotzdem durchzuziehen. Danke dafür!

Social Media der 1. (2.?) Generation ist krachend gescheitert. Hass, Selbstdarstellung, Neid, Dinge, die ich nicht lesen will. Es lebt eigentlich nur noch von Leuten, die meinen, dort sein zu müssen oder süchtig danach sind.

Ich hab mich da vor 2 Jahren abgemeldet. Vor einem Jahr meinen Twitter-Account auf Eis gelegt. Instagram ist der nächste Kandidat, dem man auch ruhig mal auf Wiedersehen sagen könnte, obwohl es mir dort eigentlich immer besser gefallen hat. War halt vor der Übernahme durch Facebook schon ein tolles Tool, ebenso wie WhatsApp, von dem man natürlich so schnell erstmal nicht loskommt.

Gegen Social an sich hätte ich eigentlich gar nichts einzuwenden. Man will ja mit Leuten in Kontakt bleiben. Die nächste Generation sollte, wie einst das WWW, ohne gewinnorientierte Großkonzerne im Hintergrund an den Start gehen. Das würde ich mir wünschen. Und Facebook kann derweil meinetwegen zur Hölle fahren. Kein Verlust für die Welt.

Happy birthday, Luddy! #BTHVN

Däs Prätwürst: Prata (indischer Pfannkuchen) mit Sauerkraut und Currywurst. Fusion Food. Hach, Singapur! <3

Bild des Tages: die Bonner Nordbrücke bei Nacht, because why not: