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Aventure Pieces #13

Ich dachte immer, Elon Musk würde einen perfekten James-Bond-Gegenspieler abgeben. Er hat irrsinnig viel Kohle, baut futuristische Objekte wie einen kugelsicheren Pick-up-Truck, einen Flammenwerfer, Raketen und ein gigantisches Tunnelsystem. Er schert sich nicht um Regeln, hat immer wieder Ärger mit den Behörden und einen Chefdesigner mit dem Namen Franz von Holzhausen. (Es sei in dem Zusammenhang kurz an die lange Tradition deutscher oder österreichischer Oberbösewichte oder zumindest Handlanger in James-Bond-Filmen erinnert).

Nach seinem jüngsten Video mit Jay Leno denke ich mir allerdings: Leno ist noch viel, viel fieser und gegen ihn ist Musk ja nur ein kleiner, ungezogener Junge. Beide zusammen… oha, da hätte Bond viel zu tun:

Der schon wieder. Und schon wieder so ein komisches Format. Die Sache mit Amazons PR-Maschine ist auf jeden Fall hochinteressant…

Just a few pics

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OK

Aventure Pieces #12: Once in a Lifetime

Stellt euch vor, ihr könntet mit eurer Vergangenheit komplett abschließen. Mental, aber auch materiell. Also alles, was ihr Zeit eures Lebens angehäuft habt, loswerden. Ein für alle Mal. Alte Unterlagen, Papierkram, Klamotten von anno dazumal, Bücher, die ihr seit vier Umzügen mit euch rumschleppt, alte Technik, die ihr nie wieder braucht. Alte Dateien und Fotos auf euren Festplatten. Aber auch negative Gedankenmuster und sogar Gewicht.

Ich reduziere das alles seit Jahren. Der Rest wird kleiner und kleiner. Nun habe ich die einmalige Chance, alles loszuwerden. In einem Monat möchte ich so weit sein. Was ich behalten möchte, kommt in eine Schatzkiste, alles Andere, was ich auch nicht wirklich zum Leben brauche, kommt weg oder wird ausgetauscht. Ich sprach schon Anfang des Jahres des Jahres davon. Jetzt gilt’s.

Auf das Ende des Regenbogens bin ich gespannt. Was wird da sein? Werde ich glücklich sein, erleichtert, frei? Vorher wird es auf jeden Fall noch viiieeel zu tun geben. Stellt euch die nächsten Wochen darauf ein, dass es hier viel darum gehen wird.

Ach ja, wenn noch einer ein kaum benutztes iPad Mini 4 samt Hülle und Logitech Crayon braucht…

Ladies and Gentlemen, we have a new car stereo! Der Anschluss war am Ende das kleinste Problem, zwei Stecker einfach einstöpseln. Schwerer war es, den alten Käfig da wieder rauszubekommen, den neuen rein und dann das neue Radio so reinzufriemeln, dass es nicht rausguckt.

Hat mich einiges an Nerven gekostet, aber war so gesehen mein größtes Erfolgserlebnis heute. Danke an Bene für die Supervision!

Talking about Super Vision: Oberhalb spannt ihr euer eigenes Smartphone ein. Dann sieht’s zumindest auf den ersten Blick so aus wie eins dieser neuartigen Autoradios mit Display.

Schluss aus vorbei übrigens: Ich hab mir jetzt endlich ein Notebook bestellt. Geworden ist’s das Dell XPS 13 (2020). Nachdem ich gestern keins mit Rabatt gefunden habe, habe ich heute noch einmal unter den Business-Konfigurationen nachgeschaut. Und siehe da: Eins mit Full HD+, 16 GB RAM und Touch – und sogar 14 statt 10 Prozent Rabatt.

Der Plan ist, Linux draufzuhauen, Windows aber draufzulassen. Ich würde gerne wieder mehr zocken. Und für den Notfall, wenn mal das eine oder andere auf Linux nicht funktioniert. Wieso und warum jetzt das und warum kein Apple mehr. Darüber wird’s später noch viel zu erzählen geben.

Der Podcast mit dem Gerhard war dann in Folge 1 irgendwie auch sooo toll nicht. Okay, der Mann ist mittlerweile 76, aber er redet immer noch genauso wie früher. Es vergingen keine 2 Minuten, da hatte er sich schon selbst auf die Schulter geklopft. Neulich schrieb ich, dass ich den Typ Schröder mag. So ganz kann ich das jetzt nicht mehr unterschreiben. Dafür kam er mir in der halben Stunde schon wieder zu altklug, selbstbeweihräuchernd und auch gar nicht mehr so intelligent vor. Die Agenda 2010 hält er immer noch für eine gute Idee. Dann waren die 30 Minuten immerhin gut, um einen Mythos zu entzaubern. Auch nicht schlecht.

Bild des Tages ist ein Schnappschuss von gestern. Der ist mir da vor die Linse gehuscht und verleiht dem Ganzen eine nicht geplante Dynamik:

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Meh

Aventure Pieces #11: 48 Stunden vegan

Voll das Aventure, mich 48 Stunden lang vegan zu ernähren… Ging natürlich für die kurze Zeit vergleichsweise einfach. Hummus auf Toast, einmal zum veganen Burger ausgebaut, Kartoffel-Gemüsepfanne, Baked Beans, Kaffee mit Hafermilch, sogar zum Mäcces hätte ich gehen können. Einen Cappuccino machte ich versehentlich mit Kuhmilch und nahm einen Schluck. Als Wiedergutmachung habe ich aus den aufgetragenen 36 Stunden 48 gemacht.

Aber auch keine Sekunde länger, das sage ich euch! Der Nachtisch nach exakt 48:01 Stunden enthielt schon wieder Kuhmilch. Schaue ich in meinen Kühlschrank, ist da kaum etwas mit Fleisch, aber tierische Produkte sind dann doch in fast allem, vom Kräuterbutterbaguette über den Käse (klar), die Burgersauce bis hin zum Schokoriegel. Ich könnte mich über Wochen vegetarisch ernähren ohne groß was zu vermissen, aber vegan? Ist ein zehnmal härteres Kaliber und hätte ich ganz ehrlich keinen Bock drauf.

Botschaft angekommen! Und meinen größten Respekt (ja, im Ernst) an jeden, der das hauptberuflich macht. Paar leckere vegane Sachen gibt’s aber durchaus:

Dell hat mal wieder alle neuen XPS-13-Laptops im Angebot außer dem, den ich haben möchte. Von wegen „frei konfigurierbar“. Ich will ja eigentlich gar nicht viel, nur 16 GB RAM (dass 8 GB immer noch Standard sind, ist völliger Quatsch) und ein Full-HD-Display mit Touch (UHD frisst viel zu viel Strom). Als Alternative hatte ich das Lenovo Ideapad C340 ins Auge gefasst. Klingt nach nix, hatte aber eigentlich alles, was ich brauche – nur leider auch keine 16 GB. Ein neues Notebook und ich, es soll wohl einfach nicht sein.

Es gibt schon ulkige Namen manchmal:

Public Cloakroom:

Habe den Juni zum endgültigen Monat erklärt. Danach würde ich gerne fertig sein, mit dem Minimalismus-Ding, mit allem eigentlich. Das wird noch einmal viel Arbeit werden… Aber dann wäre ich auch durch.

Bin raus für heute. Macht euern Scheiß alleine… (#Scheißtag)

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Meh

Aventure Pieces #10: Zahnlose „Bild“, ich bin enttäuscht

Nicht unbedingt High Class, dass die „Bild“ angebliche Gegner von Dr. Drostens bisher noch nicht veröffentlichter, neuer Studie aufgetrieben, mit höchstens einem von ihnen wirklich gesprochen, sich ansonsten bei Twitter-Zitaten bedient und Drosten selbst für eine Stellungnahme zu komplexen Vorwürfen gerade mal 1 Stunde Zeit gegeben hat. Drosten hat das kritisiert, die vermeintlichen Zitatgeber haben sich auf seine Seite gestellt, die „Bild“ viel Kritik für ihre Herangehensweise einstecken müssen. Und der Beitrag, der dann heute trotz allem erschienen ist, ist an Unsäglichkeit kaum zu… er trieft vor… er ist unfassbar… harmlos.

Kein „DROSTEN LÜGT“, kein „Die Wahrheit über den Corona-Besserwisser“ oder „SO FALSCH LIEGT DROSTEN“ oder „UNWAHR!!! DAS SAGEN STATISTIKER ÜBER MERKELS STAR-VIROLOGEN“.

Statt dessen eine Überschrift mit Nebensatz, beinahe sachlich. „‚Wir empfehlen, den Fehler einzugestehen und die Studie zurückzuziehen'“? Da fuck?!

Es folgt eine recht sachliche, wenn auch dünne, Argumentation, die schon erwartet wenigen Zitate, die keine direkte Antwort auf die Studie sind, die noch gar nicht fertig ist. Dass die genannten Experten, einer mit „Sir“ im Titel, eher die Methodik bemängeln, nicht den Inhalt der Studie, steht da höchstens zwischen den Zeilen. Und, ja, er fällt, der Satz: „Jetzt ist klar: Die Ergebnisse der Drosten-Studie sind wissenschaftlich nicht haltbar.“

Ganz ehrlich: So ein „Bild“-Beitrag muss im öffentlichen Diskurs erlaubt sein, Kritik am Vorzeige-Virologen auch. So einen Artikel muss Drosten aushalten können, aber ganz ehrlich: Das kann er auch, problemlos.


Nicky hat gesagt, ich soll Trennzeichen hier einbauen. Oben seht ihr so eins. Ich bin noch nicht überzeugt…

Wobei es heute eh nichts zu erzählen gibt. Ruhiger, ereignisloser Tag. Nichts, was mich aufregen könnte, hat mich wirklich aufgeregt, nicht einmal die „Bild“… ach egal… Ein ebensolches noch, dann lassen wir’s für heute gut sein:

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Hm

Aventure Pieces #9

Schöne und auch traurige Visualisierung der bislang 100.000 Corona-Toten in den USA in der New York Times. Scrollytelling at its best.

It’s all about dem aerosoles, baby, Doc Drosten says. Ja, und jetzt? Ein paar Jahre kein Fitnessstudio, kein Tischtennis, Großraumbüros nur noch mit einem Drittel an Personal? Kann es ja irgendwie auch nicht sein.

Wenn Gerhard Schröder zusammen mit Bela Anda einen Podcast macht… dann habe ich da irgendwie Bock drauf. Die Person Schröder habe ich immer gemocht. Coole Type, Vollblutrhetoriker, einer, mit dem ich gerne mal ein Abend durchzechen würde. Politisch habe ich ihn gehasst. Neoliberaler als ein Christian Lindner es sich in seinen feuchtesten Träumen ausmalen könnte, hat er eine derart entmenschlichte Privatisierung vorangetrieben, dass selbst Helmut Kohl bei dem Gedanken schlaflose Nächte bekommen hätte. Er hat den Sozialstaat so massiv gekappt, dass in diesem Land mittlerweile blanker Hass regiert, woran wir bis heute knabbern und seine Partei letztendlich zu Grunde gehen wird (die erst in Scharping-Geschwindigkeit zu verstehen beginnt, warum sie plötzlich keiner mehr liebt). Könnte polarisieren, so ein Podcast, aber dafür ist die Person Schröder schon wieder zu sehr von sich eingenommen; der ganze Mist klingt zu hart, als dass man sich vorstellen könnte, dass nur eine Person für all das verantwortlich ist. Reinhören werde ich trotzdem oder gerade deswegen mal.

Mein Test mit dem E-Moped Kumpan 1954 RI ist online. Wenn es nur nicht so teuer wäre…

Charlie Chaplin: The Pawnshop (1916). Toll 🙂

I’m giving you some night pics:

Kleine Gutenachtmusik: Knight Rider Theme mit 8 Cellos:

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Tech

Aventure Pieces #8: Wenn das mal gut geht

Seit wir jetzt auch wieder in Restaurants, Kneipen und Biergärten gehen können, ist Corona für viele denn auch vorbei. Oder anders gesagt: Wenn der Staat oder das Land kaum noch was vorschreiben, dann hält sich auch keiner mehr daran. Gestern und die vergangenen Tage teils Haarsträubendes erlebt. Leute, die im Biergarten völlig arglos ohne Distanz und Mundschutz an dir vorbeilatschen, Freunde, die sich dir direkt gegenüber setzen und es nicht verstehen können, wenn du zurückweichst, Köche, die ihre Maske nur halb aufhaben, KellnerInnen, die einfach nicht verstehen können, warum Nicky und ich (aus 2 Haushalten stammend und weder verwandt noch verschwägert) nicht direkt gegenüber sitzen, sondern lieber etwas Abstand halten wollen.

Nicky hat in ihrem tollen Gastlog auch noch einiges dazu geschrieben. (Wer möchte noch gastloggen?)

Es wird nichts passieren, und das ist vielleicht sogar das Schlimme. Einerseits natürlich toll, Corona scheint überwunden, aber, auch da haben wir gestern nochmal drüber diskutiert: Das dürfte erst die Ruhe vor dem Sturm bzw. der zweiten Welle sein. Oder anders gesagt: Ja, geht all in, genießt den Sommer – und rechnet damit, dass es ab Herbst noch mal so richtig losgeht.

It had to be done…

Letztendlich schlichte Notwendigkeit. Da wir auf der Arbeit zuletzt immer mehr Telefonkonferenzen oder Podcast-Testläufe hatten, brauchte ich ordentliche Kopfhörer. Mit den In-Ears aus dem Samsung oder den Over-Ears von Boltune, die ich dafür zuerst benutzt habe, habe ich mich selbst beim Sprechen nur dumpf bis gar nicht gehört. Ich brauchte also etwas mit offener Bauweise.

Und ja, es sind die echten. Ich wollte immer schon True-Wireless-Kopfhörer haben und hab jetzt (wie offenbar bei allem, was ich tue) jahrelang nach „den richtigen“ gesucht. Die falschen hatte ich schon, aber die haben nicht funktioniert. Jetzt konnte ich eigentlich nicht mehr länger warten. (Okay, ich könnte die mit Kabel nehmen, aber… nee… 😉 Kaum zu glauben, dass es sie schon seit Dezember 2016 gibt. Man hätte sich also dreieinhalb Jahre Kabelfrust ersparen können…

Speaking of which: Schaut man sich an, wie viel Zeit so mit Warten, Probieren und Rumärgern vergeht, sollte ich auch langsam mal beim Thema neues Notebook zur Tat schreiten. Mein aktueller Favorit: das Lenovo Yoga C940. Hatte ich ja neulich getestet, stimmte auch fast alles, war höchstens bisschen schwer, und die Akku-Laufzeit mit dem 4K-Display ziemlich schwach. Gibt es aber auch in Full HD…

Ich gebe mir noch zwei Wochen Bedenkzeit…

Before…

After…

Spaß! Natürlich anders herum. Und, Mann, war das eine Plackerei! Zumal in dem einen Karton noch ein recht voluminöses Testgerät war, das ich bei der Gelegenheit noch schnell ausprobiert und dann ins Auto gewuchtet habe. Natürlich sind unsere Altpapiertonnen gerade alle voll, also wollte auch die Pappe wegchauffiert werden… Aber hat sich gelohnt. Challenge fulfilled!

Als nächstes hat Nicky mir aufgetragen, mich 36 Stunden lang vegan zu ernähren. Ich behaupte mal, das kriege ich hin. Ich trinke dann einfach Kaffee mit Hafermilch (mache ich ohnehin inzwischen bevorzugt, die Barista Edition von Oatley, ich sag es euch!). Sandwichtoast mit Hummus. Und fürs Hauptgericht wird sich schon was finden. Also: Challenge accepted!

Ich musste herzlich lachen:

Warum? Na, deswegen:

Dabei war’s eigentlich ziemlich lecker:

Ich wollte eigentlich nach ner Viertelstunde ausmachen, weil mir das zu unrealistisch schien. Blinde, die gegeneinander Krieg führen? Wie soll das überhaupt gehen.

Aber dann hat’s mich doch irgendwie gepackt. Jason Momoa sehe ich sowieso immer gerne. Gut gemacht ist es in jedem Fall und spannend irgendwie auch. Wird die Abschlussshow für mein iPad (eBay).

Skulpturen-Street-Art!

Hey, I like this song!

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Yeah

Nickys Gastlog

In Leer haben sich in einem Restaurant 7 Menschen mit Corona infiziert obwohl alle Schutzmaßnahmen und Abstände eingehalten wurden.

Eben höre ich dann im Radio dass auch der Inhaber & Koch infiziert ist und dass es sich dabei nicht um den normalen Restaurantbetrieb handelte, sondern dass er mit 40 Freunden, Lieferanten und Angestellten dort die Eröffnung gefeiert hat.

Ja, ne, ist klar. NATÜRLICH wurden die 40 Leute auf 20-30 Tische verteilt und auf jeder blieb auf seinem Platz und hat auf dem Weg zum Klo seinen Mundschutz angezogen. Genau so laufen Partys!

Das könnte tausende deutsche Gastronomen ficken wenn es jetzt heißt „Restaurantbetrieb doch nicht sicher, es haben sich 7 von 40 Menschen trotz aller Sicherheitsvorkehrungen infiziert, wir müssen die Gastronomie wieder schließen“.

Klar, wird nicht passieren wegen dieses einmaligen Ereignisses, aber es ist egoistisch von dem Restaurantbetreiber das so darzustellen.


Ganz und gar nicht egoistisch hat sich hingegen der Wirt der „Kulisse“ in Köln verhalten.

Dort wurde es am Vatertag draußen immer voller und die Gäste haben die Anweisungen des Personals Abstand zu halten einfach nicht eingehalten.

Also hat er dicht gemacht. Hat, weil er die corona-Regeln nicht einhalten konnte, den gesamten Aussenbereich geschlossen, auch wenn ihm das viel Geld und einige erboste Gäste eingebracht hat. Guter Mann.



Heute Abend treffe ich Jürgen in Bonn und weil es kalt und ungemütlich ist, würde ich mich heute vorsichtig an die Aussengastronomie trauen, in der Hoffnung dass echt wenig los ist.

Also wirklich nur da aufhalten wo man Abstände einhalten kann und wo einem auch kein Penner ins Gesicht spuckt.

Das Schänzchen würde ich sehr gerne mal ausprobieren, aber: die haben kein Flaschenbier. Wäre in einem Biergarten auch ausgesprochen komisch.

Da die Frage nach Übertragung durch schlecht gespülte Gläser noch nicht abschließend geklärt ist, frage ich mich wie banane es wäre wenn ich mit Sagrotan-Tüchern den Gläserrand abwischen würde. Im Zweifel wäre es mir aber auch egal, wenn man mich für bekloppt hält.

Und während ich die Thematik google, stosse ich auf „Glaselli“, den fröhlichen Glasranddesinfizierer

Ich bin begeistert. Ok, bis heute Abend bekomme ich den nicht mehr aufgetrieben, aber auch für nach Corona scheint mir das eine ausgesprochen sinnvolle Ergänzung meines Handtaschen-Survival-Kits zu sein.


Heute bei Arte in der extremst empfehlenswerten Dokureise „viral“, in der es eigentlich um Corona weltweit geht, gelernt: die Rumänen reisen nach Deutschland und GB um da als Erntehelfer zu arbeiten und weil Rumänien dann zu wenig Erntehelfer hat, kommen die Asiaten da hin. Bekloppte Welt.


Der/Die/Das perfekte Bruschetta:

Das Ciabatta oder Baguette am Vortag backen (ja, es macht einen Unterschied).

Dann das Brot aufschneiden, von beiden Seiten in Olivenöl braten und anschließend mit einer Knoblauchzehe abreiben.

Cocktailtomaten möglichst klein schneiden und mit ordentlich frischem Basililikum, sowie ein bisschen gepresstem Knoblauch und Salz&Pfeffer würzen.

Tomate mit dem Brot kombinieren und bei über 25 Grad Außentemperatur genießen.

Gescheitert sind wir heute nur am letzten Punkt 😎


Großartig!


Manchmal bin ich sehr müde


Ok, der Biergarten scheint recht sicher und wie soll ich sagen: ist das cool nochmal im Biergarten zu sein! Der erste Biergarten des Sommers ist einfach ein Event

Ok, läuft nicht alles wie geplant. Trotz riesiger Schilder am Eingang setzen die Leute ihre Masken nicht auf, obwohl das auch Outdoor eigentlich (hier) vorgesehen ist, so lange man nicht am Tisch sitzt.

Und Kellner sowie Kinder bekommen das mit dem Abstand auch nicht immer so hin.

Aber: die Gläser kommen aus einer maximal temperierten Spülmaschine, die Tische werden nach jedem Besuch desinfiziert, alle Tische haben ordentlich Abstand, man ist wirklich bemüht das hier hinzubekommen.


Ein bisschen anders sieht es im nachfolgenden, libanesischen Restaurant aus.

Obwohl es sehr leer ist, will man uns einen Zweiertisch geben. Ich sage dass wir nicht aus einem Haushalt sind, sie entgegnet „kein Problem, zwei Haushalte und dürfen an einen Tisch!“

Ja, schon klar, aber wir wollen nicht. Unverständnis. Aber zwei Haushalte an einem Tisch ist erlaubt!

Jahaaaa, können wir bitte trotzdem an einen Vierertisch? Danke!

Man lässt und uns bringt statt der Speisekarte ein Buch, in dem wir unsere Adresse hinterlassen müssen. Jürgen merkt mein Unbehagen und bietet mehrfach an dass wir noch abhauen können.

Ich habe nicht wirklich Angst mir hier Corona zu holen, die Fallzahlen sind super niedrig, das Mädel trägt ne Maske (steht dennoch die ganze Zeit neben Jürgen während er das Buch ausfüllt statt einfach n Schritt nach hinten zu gehen), mir wird hier real nichts passieren, aber ich betrachte es eben als Experiment wie sicher sich essen gehen anfühlt.

Und bisher ist mein Eindruck: sie verstehen dass es Regeln gibt, aber sie verstehen nicht wieso. Man muss sich eintragen, aber alle mit dem gleichen Kuli. Sie trägt ne Maske, aber steht die ganze Zeit neben einem. Ausführung weitesgehend passend, aber Konzept dahinter nicht kapiert.

Eine andere Kellnerin bringt uns ein gemeinsames Brot mit einem gemeinsamen Dip und fragt warum wir nicht zusammen sitzen. Ich antworte dass wir nicht ein Haushalt sind. Sie strahlt „ist kein Problem, ihr könnt zusammen, das ist erlaubt“.

Ich antworte ihr dass wir das wissen, aber dass man sich ja auch anstecken kann wenn es erlaubt ist und genau da scheint ihre intellektuelle Kapazität auch ausgeschöpft und sie geht wieder.

Also, ne. Wir sassen draussen auf Abstand, haben keinen Dip geteilt, ich habe mein Bier aus der Flasche getrunken, mir nach Namensliste und Speisekarte die Hände desinfiziert, ich werde mir da nix geholt haben. Aber ich hatte nicht den Eindruck dass man dort Corona halb so erst genommen hat wie ich und damit kommt es für mich – im Gegensatz zum Biergarten – in die Kategorie „unsafe“.

(Essen war aber echt gut!)

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Aventure Pieces #7: Loggen macht lebendig

Seit über einer Woche logge ich schon wieder täglich (die Wochenenden lasse ich oft aus). Also kleine Sammelsurien statt Einzelbeiträge. Und irgendwie habe ich das vermisst. Es sortiert, es macht lebendig, es findet sich so viel zu erzählen und macht zu neuen Schandtaten bereit. Ist wie Tagebuch führen, nur öffentlich.

Na ja, und falls euch das zu langsweilig ist, tut’s mir zwar Leid. Aber in erster Linie loggt man für sich selbst. Da war übrigens noch die Frage nach einem Gastlogger. Wer möchte mal?

Und so kam es, dass ich mich heute einmal mit diesem Windows befassen und es neu installieren musste:

Wählt ihr bei der Installation ein deutsches Tastaturlayout, aber die USA als Land und Englisch als Sprache, liest Cortana euch ihre Anweisungen auf Englisch mit starkem deutschem Akzent vor. Kein Scheiß, und, ja: WTF Microsoft?!

Und außerdem… Ach was, soll’s. Aber ich weiß schon, warum ich eigentlich alle anderen Systeme lieber mag.

Dabei fiel mir heute ein, dass ich das langsam mal angehen sollte mit dem Neukauf eines Laptops. Ich kann da nicht für immer gar nichts tun. Es wird wohl auf ein Dell XPS, Lenovo Yoga C940 (ohne 4K) oder doch wieder ein Apple MacBook hinaus laufen. Ich warte nur noch auf Angebote. Überraschungen dennoch nicht ausgeschlossen.

Zurück zur Film-Challenge. Gestern war ich kurz auf die ersten Filme aller Zeiten eingegangen, heute schauen wir mal auf die Filme zwischen 1900 und 1909. Georges Méliès hatte schon 1896 einen frühen Horrorfilm gedreht, auf ihn geht auch „Die Reise zum Mond“ von 1902 zurück. Die Jules-Verne-Verfilmung ist eine der ersten Science-Fiction-Filme der Welt:

Seht ihr vermutlich direkt: Die hatten Spaß beim Dreh! Die Kulissen sind aufwändig gestaltet, es gibt Spezialeffekte und Stop-Motion. Kamerafahrten gibt es nicht, mit goldenem Schnitt haben sie auch noch nicht gearbeitet und trotz der nur 15 Minuten hat der Film so seine Längen. Trotzdem sehr liebevoll inszeniert, finde ich.

Das Musikvideo „Tonight Tonight“ der Smashing Pumpkins von 1995 übrigens ist eine Hommage an „Die Reise zum Mond“. Ihr findet einige Elemente aus dem Film im Video wieder, wie etwa die Rakete und das Mondgesicht. Am Schluss der Name des Schiffs S.S. Méliès ist natürlich eine Verneigung vor Georges Méliès, der seinerzeit übrigens 500 Filme gedreht haben soll. Das Smashing-Pumpkins-Video ist in meinen Augen ganz nebenbei eins der schönsten Musikvideos aller Zeiten:

Von 1903 stammt ein Film, der aufgrund seiner Machart heute gar nicht mehr so furchtbar alt wirkt. „Der große Eisenbahnraub“ von Edwin S. Porter arbeitet mit schneller Schnitttechnik, Vor-Ort-Aufnahmen (nicht in einem Studio), Kamerabewegungen und einer turbulenten Geschichte. Visionär für diese Zeit:

Zurück in der Gegenwart. Christopher Nolan’s bald startender neuer Blockbuster „Tenet“ könnte was sein:

Nicky hatte den Begriff „Schwanz“ zu malen…

Braucht noch einer ein paar Hipster-Schuhe? Ich hab sie mir mal bestellt, dann innerhalb meines Papier- und Kartonhaufens vergessen und die Rücksendefrist verpasst. Sie sind ungetragen, sehr bequem – und mir viel zu klein. Ich hab sie in 46 bestellt, reell ist es eher so 44. Mache euch nen sehr fairen Preis!

Ich mag es, wenn Aktivisten Plakatwände kapern und das Produkt so gut ist, dass es kaum einem auffällt:

Blue Hour in our yard:

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Aventure Pieces #6: Films

Filme vom Anbeginn der Zeit bis heute gucken (siehe letzte Ausgabe). Zum Glück ist die Filmgeschichte nicht so lang, dann aber doch etwas länger, als ich dachte. Ersten Recherchen nach ist das erste, was man Film oder Bewegtbild nennen kann „The Horse in Motion“ von Eadweard Muybridge von 1878. Kann ich sogar hier einbinden, damit ihr mitgucken könnt:

Es folgten zahlreiche weitere Tier- und Menschaufnahmen von Muybridge, viele davon mit mehreren Kameras geschossen, deren Setup ein wenig gar an die Actionaufnahmen aus Matrix erinnern. Zahlreiche andere Filmpioniere versuchten sich an Experimenten, darunter Thomas Edison. Kürzlich wurde ein früher Film der Lumière-Brüder von 1896 mit Hilfe Künstlicher Intelligenz in 4K neu produziert, sogar vertont. Titel: „Arrival of a Train“:

Aus dem gleichen Jahr, 1896, ist „The Haunted Castle“, der wohl erste Horrorfilm der Welt. Auch der erste echte Spielfilm der Welt? Schwer nachzuvollziehen heute. Eher nicht. Reicht uns aber für diese Zwecke erst einmal:

Kneipenbesuch in Corona-Zeiten:

Gesagt bekommen, ich hätte Figur und Ausstrahlung eines Personal Trainers (obwohl ich ein Bier, und offensichtlich nicht das Erste, vor mir stehen habe). Nehme ich!

Mein Testbericht zum Asus Chromebook Flip C436 ist online. Ich habe es mal, kaum plakativ, „bestes Chromebook aller Zeiten“ genannt, kann es aber beweisen.

„Ich komm mal eben vorbei und bring meinen Garten mit.“

Need!

Urbanization

Zapatas grandas

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Aventure Pieces #5: Best of Corona

Haben wir eigentlich schon über die positiven Effekte von Corona gesprochen? Wenn Werkverträge für Schlachtbetriebe bald verboten sein sollen, damit das die Bedingungen der Arbeitskräfte dort verbessert, dann ist das ja erst einmal gut.

Erbärmlich daran eigentlich nur, dass Corona offenbar der einzige Grund ist, was an den miesen Bedingungen der meist osteuropäischen Arbeiter dort zu verbessern. Motto: „Uns doch egal, wenn ihr da wie die Sklaven gehalten werdet, solange ihr keine ansteckenden Krankheiten nach außen tragt.“ Der SPD kann man irgendwie alles Positive auch negativ auslegen…

Aber ich rede auch von anderen Effekten. Unternehmen haben die Digitalisierung im Eilverfahren nachgeholt, Home Office ist jetzt kein Problem mehr und könnte bleiben, was endlich die elendige Pendlerei für viele beenden und verstopfte Straßen entlasten könnte. Dadurch dann auch weniger CO2, etwas zumindest.

Wenn das alles irgendwann einmal überstanden ist, werde ich diese Zeit wohl sogar irgendwie als eine glückliche in Erinnerung behalten. Ja, schlagt mich. Aber zumindest mir geht es gut im Moment. Mein Job nimmt durch die Krise bisher keinen Schaden (toi toi toi), eine Auftragsanfrage konnte ich sogar an einen Kollegen vermitteln, der bisher kein so gutes Jahr hatte. Ich habe in der Corona-Zeit so viele Bücher gelesen wie seit Jahren nicht, habe weniger Rückenprobleme, weil ich mich alle zwei Tage auf meine Gymnastikmatte schmeiße und wahrscheinlich auch eben weil ich seit Wochen kein Tischtennis spielen kann. Dafür gehe ich jetzt deutlich regelmäßiger laufen, schaffe die 10km mittlerweile deutlich schneller und hab neulich sogar mal die 15 abgerissen. Einmal die Woche treffe ich meine besten Freunde im Garten zu einer Runde Klönschnack auf Abstand, mit sehr gutem Bier. So regelmäßig haben wir uns davor nie getroffen und so gute Getränke selten genossen. Die Chancen stehen gut, dass so etwas wie FOMO nach Corona überwunden sein wird. Ich habe mit mehr Freunden Kontakt als sonst. Ich komme hier weiter zum Ausmisten und habe mehr Zeit dafür als geplant. Und mit der Idee, mal im DACH-Raum Urlaub zu machen, kann ich mich sehr gut anfreunden.

Ich will nicht sagen, dass es eine gute Zeit ist, aber, na ja, zumindest privat kann ich mich an keine bessere erinnern… Sorry, wenn ich damit dem einen oder der anderen auf die Füße trete. Wie sieht es denn bei euch aus?

Ich gehe durch die Straßen kurz vor Mitternacht, ich hab das früher auch gern gemacht mache das eigentlich sehr gerne. Bisschen Bewegung, Gedanken ordnen, mal gucken, was so los ist. Schon in der ersten Kneipe, an der ich vorbei komme, sieht nichts nach Abstandsregeln aus. Das ist es wohl, das befürchtete Dritte-Bier-Problem. Ähnlich sieht es auch bei ein paar weiteren Kneipen aus…

Oder zu Weilen auch so auf der Straße, wobei die 10 Jungs da auf der Stange fast schon wieder komisch wirken…

Aber wisst ihr was? Das ist mir scheißegal. Irgendwie hatten wir bei jeder Verschärfung erst die Befürchtung, dass die Leute zu doof dafür sind und bei jeder Lockerung, dass die Zahlen wieder explodieren. Nichts davon ist passiert. Ich glaube, wir überstehen das jetzt auch oder sowieso einfach alles, selbst wenn wir im Suff mal den Abstand vergessen.

Dabei war’s in der Stadt für einen Abend vor einem Feiertag verdammt leer. Die Hälfte der Kneipen hatte zu oder früher geschlossen, niemand war drinnen, an den Biertischen draußen nur ein paar Leute, die nach mehr aussahen, weil sich wenige auf eine große Fläche verteilten… Das wird schon alles. Ich bin da jetzt Optimist.

Nicky hat mich herausgefordert. „Beseitige etwas an deiner Wohnung, was dich stört.“ Am meisten stört mich der Papphaufen in meiner Küche:

Da steckt nur so viel Arbeit drin, dass mir davor mehr graust als vor einem Arbeitstag am Wochenende. Aber nützt ja nichts, wäre auch besser so…

Talking about Challenge. Nachdem ich Nicky im Gegenzug damit gechallengt habe, einen Film von 1940-1980 zu gucken und ich mich plötzlich selbst mit dem Thema befasst habe, werde ich das wohl mal angehen: Alle Filmklassiker sehen, die mir noch in meinem Puzzle fehlen, und das sind einige, wenn man die ganze Filmgeschichte durchgeht. Könnte sogar recht teuer werden, die alle legal zu streamen. Und Monate würd’s eh dauern. Hab ich aber Bock drauf. Muss nur noch einen guten Anfang finden. Beginn des Tonfilms, die letzten 100 Jahre oder ganz an den Anfang 1895? Was meint ihr? Freue mich übrigens über eure Tipps!

OMG, wie konnte das so schief gehen, Volkwagen? Große weiße Hände, die einen Schwarzen vom neuen Golf wegschnippen, und beim Einblenden des Slogans bleiben ausgerechnet zuerst die Buchstaben NE, G und ER stehen. Wenn das keine Absicht war (ich hoffe nicht!), dann wirklich sehr, sehr, sehr unglücklich.

Das ist kein hübsches Videoformat, das die taz da hat, aber kommentieren kann der Mann! Hands down!

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Joko, Klaas, Kemmerich & Corona

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Space Force, oder: wenn schon im Trailer nach 30 Sekunden die besten Gags durch sind… Aber die Besetzung! Wobei ich Steven Carell langsam nicht mehr sehen kann…

Was ist das? Warum hängt das da? Your own personal Korintherbrief right at your Straßenlaterne? Sachen gibt’s.

Ah, Straßenpolitik! Und was genau… äh…

Und hier! Noch eine Parole!

Hach, einmal noch, weil’s so schön war (Google-Doodle vom 20.5.)

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Aventure Pieces #4

Holla! So hübsch soll es in Bonn um den Bahnhof werden?!

Jeden Tag etwas zu loggen, ist ganz schön harte Arbeit. Wie ich das nur im letzten Jahr über 100 Tage lang geschafft habe…

Denn heute ist eigentlich nichts passiert, außer dass ich den wohl längsten Testbericht meines Lebens geschrieben habe (wird in ein paar Tagen online gehen). Länger ist ja nicht gleichzeitig besser. Aber dürfte eigentlich gut geworden sein, hat auch irgendwie Spaß gemacht, zumal ich mir auch mal etwas Mühe mit den Fotos gemacht habe, unter anderem dem hier:

Das Bild habe ich übrigens über gThumb (Linux-App) bearbeitet, das ich zuvor auf dem Chromebook installiert bekommen habe. Ging längst nicht alles, aber zumindest gThumb hat gut funktioniert.

Mein Kollege Daniel fragte mich (!), wie er seine Sprache weiter verbessern könne, um in unserem geplanten Podcast besser zu klingen. Auf „Üben, üben, üben“ kam er schon selbst. Mein Senf noch dazu, und der gilt eigentlich völlig unabhängig von Tätigkeiten und Personen:

1. Keine Angst vor Fehlern haben. Lass sie zu, mach Fehler, analysiere sie hinterher und verbessere sie.

2. Wenn du nicht willst, dass andere es mitbekommen: Probiere es zuhause, wo es keiner sieht oder hört, zum Beispiel mit einem täglichen Audiotagebuch.

Auch das habe ich mal eine Zeitlang gemacht letztes Jahr, es hat eigentlich sogar Spaß gemacht und ganz ehrlich: Wenn Daniel meint, dass er das nötig hat, dann habe ich das erst recht.

Wenn du keine Ideen mehr hast und deswegen einfach nur deine Packungen immer größer werden… Wie wäre es mal mit was Kreativem, Mars, z.B. einem neuen Schokoriegel?

Mehr heute nicht. Muss auch mal reichen. 🙂 Möchte einer von euch mal Gastlogger sein?

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Aventure Pieces #3

Die beiden letzten Tore habe ich verpasst. Und es lag nicht nur daran, dass ich schon nicht mehr hinsehen konnte…

Ein verdammt hübsches Fleckchen Erde, um mal ein Motorrad auszufahren: Die L79 zwischen Birresdorf und Remagen.

Eeetwas begrenzt ist der Spaß, wenn ihr statt eines Motorrads nur eine 45er fahrt und mangels guter Überholmöglichkeiten den ganzen Verkehr aufhaltet. Schön war es trotzdem, für mich jedenfalls.

So basically everything’s back to normal, just with fewer people.

Und wenn uns die Seuche vielleicht eins sagen wollte, dann offenbar, dass es zu viele Menschen auf der Welt gibt. Und alle einfach zu viel wollen.

Nicky hat mir als Challenge aufgetragen, in dieser Woche etwas in meiner Wohnung zu optimieren, was mir schon lange auf den Geist ging. Wo soll ich da anfangen… Toll wäre es ja, den Kartonhaufen in der Küche endlich mal wegzuräumen, der ist wirklich nicht hübsch, braucht allerdings noch etwas an Vorbereitung (sprich: Dinge müssen erst darin verschickt und vorher verkauft werden). Foto folgt bei Tageslicht.

Ich habe Nicky derweil aufgetragen, einen Filmklassiker zwischen 1940 und 1980 zu gucken (was in meinen Augen weniger Aufwand ist, aber okay ;). Sie hat sich für „Saturday Night Fever“ entschieden. Ihr ahnt aber bereits, wer längst selbst die Oscar-Liste der besten Filme durchgegangen ist und noch so einige Lücken entdeckt hat, die man dringend mal schließen müsste…

Ich probiere gerade, Linux auf ein Chromebook zu kriegen. Und nachdem das mit Crouton nur so halb funktioniert hat und die Linux-Community vorschlägt, das Gehäuse zu öffnen und mit dem Schraubenzieher das Mainboard zu bearbeiten, starte ich vorher noch einen letzten Software-lastigen Versuch: chrx. Das soll einen Dual-Boot möglich machen und spricht sich… nja…

Welt.de feiert 25-jährigen Geburtstag und nimmt die Leser mit auf eine Zeitreise. Die Screenshots aus den frühen Jahren des WWW sind echt sehenswert. 🙂

Und ich mich erst!

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OK

Aventure Pieces #2

Schaut man sich die Tage im Netz um, könnte man meinen, die Welt wäre binnen zweier Wochen komplett verrückt geworden.

Da lässt Sido krude Verschwörungsmythen los, so dass ihm ein Bild-Reporterteam auf die Pelle rückt, Sido sie tätlich angreift, ein RND-Journalist dafür sogar Verständnis äußert, weil selbst Promis ein Recht auf Privatsphäre haben, und Sido sich am Ende von den Verschwörungsmythikern distanziert.

Journalistsein ist in diesen Tagen ein gefährlicher Beruf geworden. Überhaupt scheint in diesem Land nichts mehr selbstverständlich. Ich würde gerne mal einen Soziologen fragen, was eigentlich in den letzten 20 Jahren passiert ist. Das kann doch bitte alles nicht nur an Hartz IV und dem Internet liegen!

Mittlerweile gibt es Tipps für den Umgang mit Verschwörungstheoretikern, die sicher nicht schaden können. Aber was tun, wenn man es mit aggressiven solchen zu tun bekommt, für die ja jeder Journalist mittlerweile ein rotes Tuch ist? Sicht bewaffnen? Einfach nicht mehr berichten?

Warum nicht Letzteres! Wenn Teilnehmer solcher Demos ohnehin nur noch das glauben, was sie wollen, Journalisten für Intriganten halten und teilweise handgreiflich werden, warum lässt man sie dann nicht am langen Arm verhungern und schenkt ihnen einfach keine Aufmerksamkeit mehr? Bekehren kann man sie ja eh nicht.

Oder einfach gleich wieder damit anfangen, keine Nachrichten mehr zu hören bzw. nur noch morgens und abends kurz im Radio, ob die Welt sich noch dreht? Es macht glücklicher und am Lauf der Welt ändert es auch nichts, ob man hinhört oder nicht. Ich bin immer wieder versucht…

Gibt aber auch gute Nachrichten zwischendurch, wie dass sich Dutzende Bonner für einen Obdachlosen einsetzen, den die Stadt einfach wegräumen ließ. Letzteres ist echt eine Schande, aber die Reaktion zeigt, dass noch nicht alles verloren ist.

Als Deutscher schüttelt man immer den Kopf über die Amis und ihre Waffenlobby. Als wären wir da so viel besser. Die Politik hier lässt sich dafür von der Autolobby auf der Nase herumtanzen. Kommt die tatsächlich mit dem Vorschlag um die Ecke, neue Abwrackprämien für Verbrennermotoren aufzulegen, um die Industrie zu retten, die das Elektroauto völlig verschlafen und lieber Stimmung dagegen gemacht hat. Auch mit der Raserei geht es weiter. Das Bundesverkehrsministerium hat erwirkt, die geplanten, strengeren Strafen für Raserei wieder zurückzunehmen. Tenor: Haben wir eh nicht wirklich ernst gemeint, wir wollten nur mal sehen, wer sich alles drüber aufregt.

Es sterben Menschen deswegen. Nicht so viele wie durch Waffen, meinetwegen. Aber beide Beispiele zeigen, dass mit Vernunft gegen eine fest etablierte Lobby hüben wie drüben nicht mehr anzukommen ist.

Come on, SPD! Die Grundrente einzuführen, ist die richtige Entscheidung. Bleibt hart, bleibt ein einziges Mal hart!

Was war ich nochmal von Beruf? Ach ja, einer, der schon als 6-Jähriger an Autos rumgeschraubt und Fernseher auseinander genommen hat, so dass er damals schon wusste, dass er was mit Technik machen würde, weil er Technik einfach lebt und sowas wie Handbücher nicht braucht, um ein simples Autoradio… (Hilfääääää!)

Abgefahren, im positiven Sinne abgefahren!

War mit dem Moped im Siebengebirge unterwegs. Lief gut und war schön:

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Daytrippin'

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Meh

When did Binge-Watching lose its fun?

In einer Viertelstunde ca. läuft mein Netflix-Abo aus. Zum ersten Mal nach gut 5 Jahren. Ich habe bei der Gelegenheit noch schnell die 4. Staffel „Haus des Geldes“ nachgeholt. Und ganz ehrlich: Ich hätte in der Zeit lieber ein paar Kapitel weiter „Wiener Straße“ von Sven Regener gelesen.

Es liegt gar nicht mal an „Haus des Geldes“. Auch die 4. Staffel war wieder munter, spannend, hatte fiese Antagonisten. Aber irgendwie ist der Reiz selbst aus guten Serien vollkommen raus. Oder anders gesagt: Ich will eigentlich gar nicht mehr viele Stunden in der Woche meiner kostbaren Lebenszeit damit verbringen, mir komatös irgendwelche Serien reinzukloppen. Da hat das Leben ja auch noch Anderes zu bieten. Ja, selbst in Zeiten verordneten Zuhausebleibens.

Irgendwie lese ich mittlerweile lieber. Romane im Moment sehr viel, auch Fachbücher, wenn sie leicht verdaulich sind. Ja, hält den Geist immer noch fitter als nur stumpf was zu gucken.

Es gibt noch viele Serien, die ich gerne gucken würde. „The Mandalorian“ interessiert mich, „The Handmaid’s Tale“ wollte ich immer noch mal gucken. Aber ich habe jetzt keine Eile mehr damit und außerdem gar nicht mehr das Gefühl irgendwas zu verpassen. Der Reiz aus Binge-Watching ist völlig raus. Vielleicht auch einfach nur, weil man viel nachzuholen hatte und es ein Trend war, der wie alle anderen Trends eben irgendwann einmal zu Ende geht.

Und keine Sorge, ich bereue nichts! Es war guter Stoff dabei, richtig tolle Serienkunst, selbst aus deutschen Landen (talking about „Bad Banks“ oder „How to sell drugs online fast“). „Game of Thrones“, „Breaking Bad“, „House of Cards“ oder auch zuletzt noch: „The Morning Show“ auf Apple TV+, in meinen Augen ein Meisterwerk. War eine gute Zeit, aber jetzt würde ich mich gerne mal wieder was Anderem widmen.

Und ihr?

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Hm

Aventure Pieces #1

Liebes Logbuch. Ach nee, die Phrase ist zu ausgelutscht. Aventure Seeker! Irgendwie hat sich das hier noch nicht eingegroovt, und ich glaube, das liegt daran, dass täglich zwar allerhand passiert, aber irgendwie dann doch zu wenig, um jedes ?!* Mal einzeln drüber zu bloggen. Hier heute also mal in Bildern, was ich so erlebt habe.

Mit dem Test-E-Moped nach Godesberg, um da zwei weitere E-Mopeds zu testen. Wenn, dann all in. Den hier:

Niu MQI+ Sport 45

Und diesen hier:

Niu NQI Lite 45

Der kleinere hat mir noch etwas besser gefallen.

Und wenn man schon mal da ist…

Das mit dem Kaffee auf dem Rückweg ist in so fern spooky, dass da ein blauer VW Bus hinter meiner Malhzeit stand…

Wenn ich zuhause Essensfotos mache, steht da nämlich auch immer einer:

Jeder kennt das Problem…

Aber keine Angst, die Rettung ist schon unterwegs!

Talking about solutions. Das hier, im Rewe, finde ich clever:

Um danach dann an der Kasse mit Karte zu bezahlen und wie JEDES VERDAMMTE MAL vom Gerät aufgefordert zu werden, die Scheiß-PIN über die Corona-verseuchte Tastatur einzugeben.

Auch Kneipen werden kreativ:

Ich bin sicher nicht der Erste, der das zum Schießen findet (und nicht einmal mehr sicher, ob ICH das zum ersten Mal zum Schießen finde):

Walking around my hood. Das ist fast schon hübsch für ein Graffity. Warum nicht mal was Politisches machen (oder ist es das schon)?

So wie Joko, Klaas und Sophie Passmann in ihrer 15-minütigen Kunstdarbietung gestern, um einfach mal zu zeigen, was Frauen sich Tag für Tag so anhören dürfen (dabei hätten sie für mein Empfinden sogar ruhig noch härter auftreten können):

Genau, Debian. Ich weiß, wie der Treiber meiner Ethernet-Karte heißt und will den aus hunderten Vorschlägen auswählen, ohne das Touchpad benutzen zu können, das du offenbar auch nicht erkannt hast…

Zum Abschluss noch was Hübscheres. Paar Bilder von der schönen Abendstimmung:

Thanks for watching!

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Meh

Call It a Day

Es gibt so Tage, da geht einfach nichts. Es will dir kein gutes Wort einfallen, du kannst dich nicht aufraffen etwas zu tun, jeder Handgriff geht daneben, plötzlich ist es schon 1300 Uhr und du dachtest, es wäre erst 12.

Normal habe ich mich in solchen Fällen immer durchgeschleppt. Stundenlang weiterprobiert und irgendwann um 2000 Uhr viel zu spät und entnervt Feierabend gemacht, ohne was Signifikantes geschafft zu haben.

Heute habe ich das deswegen mal gelassen, gegen 1600 Uhr aufgegeben, mich auf die Couch gelegt und Netflix angeschmissen. Die letzte Staffel „Haus des Geldes“ wollte noch geguckt werden, bevor das Abo in ein paar Tagen ausläuft.

Nachdem ich die erste Folge hinter mich gebracht und mich gewundert hatte, wie viel vom Inhalt ich schon wieder vergessen habe, stellte ich erstaunt fest, dass ich direkt bei Folge 5 eingestiegen war. Wie auch immer das passiert ist.

Egal, ich kochte mir einen Kaffee, aß ein paar Giotto dazu, ging diesmal zurück zur ersten Folge und schaute die auch noch.

Und plötzlich wurde ich wach. Mir kamen ein paar Ideen für meinen Testbericht, die ich noch schnell runterschrieb. Mit dem Ergebnis, dass ich den am Ende fast fertig bekam. Ein Bild nahm ich dazu noch auf, um wenigstens das Gefühl zu haben, etwas Produktives geschafft zu haben. Und plötzlich hatte ich wieder Lust zu bloggen, darüber, warum ich eigentlich mein Netflix-Abo jetzt kündigen will.

Ich schrieb ein paar Zeilen und dabei mir fiel auf, dass das eigentlich ein viel spannenderes Thema für die Arbeit wäre. Also verlegte ich das Schreiben kurzerhand dorthin. (Text dürfte in ein paar Tagen dort erscheinen.)

Und am Ende packte mich doch noch die Lust rauszugehen, unterwegs eine Shawarma zu essen, eine Runde durch die Stadt zu spazieren und ein paar Fotos zu machen, die ich gleich noch auf Instagram hochladen möchte. Also zusammengefasst:

Ursprungsplan für heute:

  • Testbericht fertig schreiben
  • Noch irgendwie rausgehen danach.
  • Weiter mit dem neuen Testgerät (Chromebook) herumspielen

Plan B gegen Nachmittag:

  • Alles bleiben lassen und mit Netflix auf der Couch versacken

Letztendlich tatsächlich umgesetzt:

  • 2 Folgen „Haus des Geldes“ auf Netflix geguckt
  • Testbericht fast fertig bekommen
  • Durch Netlflix zu weiterem Bericht inspiriert worden und den direkt aufgeschrieben
  • Danach noch irgendwie rausgegangen & Shawarma gegessen
  • Bilder gemacht
  • Am Chromebook rumgespielt (Linux da drauf zu hauen, ist gar nicht so einfach, eh?)
  • Ge-instagramt
  • Gebloggt (diesen Beitrag hier)
  • Gleich sicher noch was lesen und weiter netflixen

Man kann festhalten: Viel mehr geschafft, eben weil ich den Tag drangegeben habe.

Das deckt sich mit meiner Erfahrung, dass ich an Wochenendtagen, an denen ich mir nichts vornehme, am Ende meist viel mehr erledigt kriege als an solchen, an denen ich mir viel vornehme. Also einfach gar nichts mehr vornehmen und gleich von Anfang an auf die Couch? Das klappt auch nicht, leider.

Die einzige Lehre, die ich gerade daraus ziehe: Wenn an einem Tag gar nichts geht, es dann auch einfach mal lassen und nicht krampfhaft irgendwas versuchen. Denn das scheint immer die schlechteste Wahl zu sein.

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Hm

The Day Corona Died

Nächste Woche beginnt die Fußballbundesliga wieder, ich werde wieder Tischtennis spielen und ins Fitnessstudio gehen können. Ich dürfte mehr als einen Freund jetzt auch in der Öffentlichkeit treffen. Restaurants, Biergärten, sogar Kneipen werden in Kürze wieder aufmachen.

All das wurde heute bekannt. Damit darf ich dann fast alles, was meinen Alltag vor Corona ausgemacht hat. Weit reisen darf ich noch nicht, aber was einen Trip in die Schweiz angeht, wirkt jeglicher Pessimismus offenbar fehl am Platz. Selbst die Bonner Freibäder sollen nun bereits im Mai wieder öffnen, nachdem es anfangs hieß, die würden garantiert diesen Sommer geschlossen bleiben (aber da gehe ich eh nicht rein).

Es mag Zufall sein, aber es scheint mir fast, als wäre damit auch die Wirtschaft endgültig wieder angesprungen. Just heute bekam ich Angebote für vier Testgeräte, mit denen ich teilweise schon nicht mehr gerechnet hatte, weil sie sich wegen Corona immer weiter verzögert hatten oder Ansprechpartner schlicht nicht reagiert hatten. Ein weiteres Testgerät bestellte ich vor zwei paar Tagen privat, und es kam passenderweise heute schon an.

Alles, was ungewiss war, ist heute konkret geworden. Und ich frage mich: Corona? Gab’s das mal? Gibt’s das noch? Ich bin kein Experte, aber angesichts dessen, was wir die letzten Wochen alle aus vermeintlich gutem Grund entbehren mussten, geht mir das jetzt alles fast zu schnell. Das ist keine Lockerung mehr, das ist ein Von-der-Leine-Lassen.

Wenn das mal gut geht…

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Voll das Aventure hier…

Ich weiß, Google Maps, ich weiß. Deine Monatszusammenfassung ist maschinell erstellt und deswegen keinesfalls böse gemeint. Aber irgendwie ist das frustrierend… 🙄

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Meh

Lasst es!

Das wär’s ja! Wenn in diesen Zeiten des Stillstands und der Ungewissheit wenigstens die Bundesliga wieder spielen dürfte! Geisterspiele zwar nur, aber dank zehntausender ungenutzter Tests würde keinem was weggenommen, wir hätten endlich wieder etwas Abwechslung. Die Teams testen bereits und bilden erste Trainingsgruppen, und auch der Heimathorst hat sich am Sonntag dafür ausgesprochen, die Spiele unter den notwendigen Bedingungen bald wieder stattfinden zu lassen.

(Lasst es!)

Die Meldung überschnitt sich damit, dass drei Spieler des 1. FC Köln positiv auf Covid-19 getestet wurden. Damit hätten dann eigentlich nach den besprochenen Maßnahmen alle Spieler des FC quarantiniert werden müssen; dorthin geschickt wurden nur die drei.

Insgesamt 10 Funktionäre (Spieler oder Personal) von 1.700 in Liga 1 und 2 aktiven Verantwortlichen wurden im letzten Test positiv getestet. Ein vertretbarer Prozentsatz. Eigentlich.

Aber wie sollte das denn eigentlich funktionieren? Da wird ein Spieler positiv auf Covid-19 getestet und dann sollen seine ganze Mannschaft und die des Gegners in Quarantäne. Zwei Wochen lang. Schon ein einziger Fall von Covid-19 also würde den Spielplan komplett durcheinander bringen, denn wenn man das Programm noch bis zum Spätsommer über die Bühne bringen will, müssten zwei Spiele pro Woche gespielt werden.

(Lasst es!)

Und dann passierte heute noch das: Salomon Kalou, einer der Führungsspieler von Hertha BSC, nahm ein Live-Video von sich im Trainingsgelände auf, in dem er es mit den Abstandsregeln, nun ja, alles andere als genau nimmt.

Er begrüßt Mitspieler per Faust, einen Funktionär per Handschlag, platzt in den Corona-Test (!) eines Mitspielers mit dem Mannschaftsarzt und beschwert sich ganz nebenbei noch darüber, dass man ihm wegen der Corona-Krise das Gehalt gekürzt habe.

(Lasst es!)

Kam nicht gut an, quasi alle sind außer sich. Hertha hat Kalou – und das ging sehr schnell – bereits suspendiert.

Kann man machen, muss man wohl auch machen, war eindeutig drüber von ihm. Aber ganz ehrlich? Wie habt ihr euch das denn bitte vorgestellt, wenn die Spiele wieder laufen? Dass bei einer Ecke im Strafraum alle 1,50m Abstand voneinander halten? Keine Manndeckung, kein Geschubse mehr? Dass keiner mehr in einen Zweikampf gehen darf? Dass die Spieler schon beim Training brav Abstand voneinander halten, weil Fußball ja ein körperloser Sport ist?

(Lasst es!)

Das Beispiel Kalou zeigt eigentlich nur, was passieren wird, wenn die Spiele wieder laufen, weil Fußball ohne Abstand und Kontakt eben nicht geht. Weil es verrückt ist anzunehmen, dass bei 81 noch ausstehenden Spielen in der 1. Liga mit >50 Funktionären pro Spiel kein einziger Corona-Fall auftreten wird. Und weil jeder Spieler eben noch ein Privatleben hat, in dem er wer weiß wie viele andere Menschen trifft und man das wohl kaum kontrollieren kann.

Und weil es Wichtigeres gibt. Ja, wirklich. Die Vereine bekommen ganz, ganz große finanzielle Probleme, wenn die Spiele nicht weitergehen? Joa… wisster was? Dann knallt das da halt mal.

Dann betrifft es alle, und dann ist die Chance auf einen Neuanfang da, mit weniger horrenden Spielergehältern und Ablösesummen, ohne mit Korruption vergebene Weltmeisterschaften, ohne kriminelle Machenschaften eines undurchsichtigen Beratergeflechts und dubioser Spielertransfers. Ohne Versicherungskonzerne, die die Namen altehrwürdiger Stadien tragen, ohne Milliardäre, die sich in Meisterschaften einkaufen. Vielleicht ist das endlich mal die Chance auf den heiß ersehnten Neuanfang…

Natürlich nur, wenn in anderen Profiligen derweil nicht doch gespielt würde, das ist klar.

Aber so oder so: Fußballvereine sind auch nicht wichtiger als jede andere Industrie, die gerade stillstehen muss und auch keine Ausnahmeregel erhält. Die Bundesliga wieder starten zu lassen, mag ein netter Gedanke gewesen sein, um uns bei Laune zu halten, aber dahinter steht die falsche Absicht, die Ansteckungsgefahr ist immens, funktionieren dürfte es nur durch ein Wunder, und ganz nebenbei wäre es alles andere als hübsch anzuschauen.

Lasst es!

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„Unser neuestes Modell“

Komische Zeiten, in denen wir leben..

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Yeah

Der Alchimist, revisited

Alte Bücher noch einmal lesen, bevor man sie wegwirft dem öffentlichen Bücherschrank übergibt… Darunter auch „Der Alchimist“ von Paulo Coelho, den ich vor etwa 15 Jahren zum ersten Mal las. Damals mitten im Studium und mit noch keinem unendlich klaren Lebensplan vor Augen.

Ist das gut gealtert, ist die Frage.

Heute stehen Weisheiten aus dem Buch auf jedem Kalenderblatt, wie: „Wenn du etwas ganz fest willst, dann wird das ganze Universum dazu beitragen, dass du es auch erreichst“. Nicht zu vergessen war aber erst das Buch, dann die Kalendersprüche. Coelho schrieb die märchenhafte Novelle bereits 1988. Und wenn man so will, entsprang erst damit die Industrie der Lebenshilfebücher, und es folgten, deutlich später, einige fragwürdige Trittbrettfahrer wie „Eat Pray Love“ oder „Das Café am Ende der Welt“ (beide 2006).

Im Vergleich dazu ist „Der Alchimist“ fast schon ein literarischer Hochgenuss. Worum es aber eigentlich geht, ist dieser Fingerzeig für Menschen, die auf der Suche nach ihrem Platz in der Welt sind. Die Botschaft wird ihnen im Buch mehrfach direkt aufs Auge gedrückt: Folge deinem Herzen, deiner Intuition und den Zeichen, dann wirst du die richtige Richtung einschlagen.

Was Coelho im „Alchimisten“ gut macht und was beim Verfolgen des eigenen Lebensplans oft übersehen wird: Dass das keinesfalls ohne Hindernisse geschieht, dass der Held hier gleich mehrfach alles verliert, dass er sich immer wieder der Ungewissheit stellen muss und dass sich gerade das am Ende als Glücksfall für ihn herausstellt. Also nicht: Folge deinem Herzen, dann klappt alles von alleine. Sondern: Wenn du deinem Herzen folgst, dann ist das erst der Beginn von etwas, und glaub mir: Du wirst auf dem Weg zum Glück so manchen Rückschlag einstecken müssen.

Sollte man vielleicht diejenigen dran erinnern, die ihren 80-Stunden-Job bei Ernst & Young hinschmeißen wollen, um andere Aussteiger auf Bali als Yogalehrer zu bekehren. Klappt nicht von selbst, du wirst dafür viel aufgeben und hart arbeiten müssen.

Würde ich übrigens unterschreiben: Hindernisse sind lästig, Rückschläge ernüchternd, und doch sind sie es, an denen man letztlich wächst. Und ab und zu mal auf die innere Stimme zu hören: Keine ganz schlechte Idee.

Meinetwegen mag „Der Alchimist“ heute ein wenig gefühlsduselig und mit einer übertrieben märchenhaften Sprache daherkommen, die eigentlich schon damals nicht so ganz gepasst haben dürfte. Und doch würde ich sagen: Ja, „Der Alchimist“ ist gut gealtert, heute immer noch bedenkenlos zu lesen und immer wieder für eine Ermunterung gut. Zumal man ihn ja in wenigen Stunden gelesen hat…

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OK

Das Jahr der E-Vespas?

Viel mit Wegfahren ist dieses Jahr nicht. Österreich überlegt derzeit, die Grenzen wieder zu öffnen; ich hoffe noch, die Schweiz wird folgen. So oder so wird Urlaub 2020 eher im Nahbereich stattfinden. Travel at home sozusagen, ein erzwungener, aber ein eigentlich auch fürs Klima einmal hübscher Trend.

Ich hätte ja Lust, mit einer Elektrovespa durch die Gegend zu fahren, gerne sogar bis ins Tessin. Auf dem Trendblog habe ich passend dazu mal das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden und euch und mir über 20 Elektro-Mopeds präsentiert, die auch nach was aussehen.

Emco Nova

Solche Gefährten machen auf mich Urlaubsstimmung, und sie sind die naheliegendste Lösung. Bieten ein wenig Motorradfeeling, fahren aber nur 45 km/h schnell und lassen sich deswegen mit einem KFZ-Führerschein fahren. Ab 2.000 Euro, eher 3.000, seid ihr mit einem ordentlichen Modell und einer halbwegs okayen Reichweite auch für Überlandfahrten dabei. Ich soll kommende Woche ein Testgerät bekommen und bin sehr gespannt.

Auch was für euch?

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Meh Tech

Störungsmelder hat eine Störung

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Kannste dir nicht ausdenken. 🙂

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Yeah

Da shit: Sandwichtoast!

Bin neulich beinahe vom Stuhl gefallen, als ich aus Spaß den Eiweißgehalt von Sammy’s Supersandwich mit dem von Pumpernickel verglich. Ihr ahnt bereits, wer das Duell gewonnen hat, wer ganz nebenbei noch recht ballaststoffreich ist und wer allenfalls ein bisschen mehr Fett hat (4% im Vergleich zu 1%). Mehr Zucker allerdings nicht, die packen ja Zuckerrübensirup ins Schwarzbrot, damit es so aussieht, als hätten sie’s im Ofen vergessen.

Kunststück, werdet ihr sagen: Sandwichtoast hat bei gleichem Gewicht das fünffache Volumen wie ein rheinisches (oder westfälisches) Vollkornbrot. Dann musst du viermal so viel Toast essen, um auf den gleichen Eiweißgehalt zu kommen.

Okay, aber wo ist das Problem? ^^

Gerade im Aldi kam ich zufällig wieder am Sandwichbrot vorbei. Und, jetzt haut’s mich ganz um: Die Dinkelvariante hat noch einmal 2 Prozent mehr Eiweiß. Also in etwa so viel wie Magerquark.

Proteingehalt einiger interessanter Lebensmittel
Pumpernickel (Massenbrothaltung)4,8%
Toastbrot (default, weiß)6,5%
Toastbrot (default, Vollkorn)6,8%
Sammy’s Supersandwich (weiß)8,5%
Sandwichtoast (Vollkorn, Aldi)8,5%
Pumpernickel (trad.)9,0%
Magerquark (20% fett, Aldi)10,2%
Sandwichtoast (Dinkel, Aldi)10,3%

Deswegen hier einmal eine fette Lanze für Sandwichtoast, ein unterschätztes Lebensmittel! Was soll ich da noch dieses fiese Grau-, Eiweiß- oder Leinsamenbrot essen!

* Ich bin weder verschwägert noch verwandt mit oder gar bezahlt von Sammy’s Supersandwich (schade). Aber erst dadurch kam mir die Idee für diesen Beitrag. Esst gerne ein vergleichbares Produkt eurer Wahl, wenn es mindestens gleich viel Eiweiß hat!

* Keine Sorge, wenn ich hier mal wieder als Negativbeispiel für eure Kinder vorangehe: Ich mag auch Pumpernickel oder mal ein Vollkornbrot. Kinder, hört auf eure Eltern, wenn sie Recht haben!

* Sehr eiweißreich (ich schrieb einmal auf Leidartikel darüber) sind übrigens auch Erdnussflips (ca. 14%), die gesunde(re) Alternative zu Kartoffelchips (um die 6%).

* In diesem Beitrag kommen zwei Wörter mit einer stst-Buchstabenfolge vor. Nicht schlecht, oder? Findet ihr sie?

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Yeah

Tales from the Loop

Wow, Tales from the Loop ist mal etwas wirklich Anderes! Nicht nur das Setting: eine Art Retro-Science-Fiction. Die Serie spielt in einer US-Kleinstadt um das Jahr 1980 rum, aber Roboter und Flugmaschinen, die selbst heute noch nicht erfunden sind, fügen sich wie selbstverständlich ins Alltagsbild ein. Mehr noch: Die Macher nehmen sich unheimlich viel Zeit für jede Einzelerzählung, jedes Gespräch zweier Charaktere dauert viel länger, als es das heute würde, wie es um 1980 herum aber noch normal war. Die Produzenten bilden das futuristische Damals realistischer ab als etwa ein Stranger Things oder The Americans.

Im Mittelpunkt steht eine Familie, die in das Forschungsprojekt um den „Loop“ involviert ist. Die Folgen beschreiben Zeitsprünge, parallele Universen, wie es wäre, wenn zwei Personen die Rollen tauschten oder wenn die Zeit einfach still stünde. Und all das in schönen Bildern aufgenommen und sehr liebevoll erzählt. Hat Spaß gemacht!