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Hm

120: Wenn mich einer sucht…

Die Couch übt derzeit eine magische Anziehungskraft aus. Gut, dass es morgen noch einmal 20 Grad werden sollen.

Es ist ja nicht so, dass niemand vor einer zweiten Welle gewarnt hätte oder davor, dass die Kontaktnachverfolgung jetzt die Kapazitäten der Gesundheitsämter sprengt:

… twitterte der Mann wohlgemerkt vor einem Monat.

Die Politik hat alle Zahlen gehabt, sie hat gesehen, wie sich die Welle in unseren westlichen Nachbarländern auftürmt. Und man hat sie einfach rüberschwappen lassen.

Der Spiegel derweil mit einem Video über Patienten, die seit Monaten an Corona laborieren. Warum kommt sowas erst jetzt?!?

Muss mich erstmal wieder beruhigen…

Okay, weiter mit Niederländisch. Classic:

Und nee, ist gar nicht so kompliziert… Bei DuoLingo gehen sie im Übrigen mit der Zeit:

Und immer wieder diese herrlischen Umgangsgermanismen. „Wir essen hier vonwegen dem gutem Essen“. 🙂

Jimmy, where are you?! 🙁

Couch + Serien = goed:

  • Babylon Berlin, 3. Staffel, hat richtig Spaß gemacht! Spannende Geschichte, kluge Subplots (bis auf die mit seiner Kölner Frau, die ist Käse), selbst kleine Rollen gut besetzt (bis vielleicht auf Friedrich Küppersbusch als Richter – was sollte denn das?). Man taucht ähnlich wie in Boardwalk Empire ganz in die späten 20er-Jahre ab. Toll gemacht!
  • Cobra Kai, 1. Staffel (aktuell Folge 9): Herrlische Comedyserie mit einer gar nicht so dummen Botschaft: Wiederholt sich Geschichte immer wieder?

Äh, ja, weil ist das Allerwichtigste und so:

Nee, ihr findet mich auch der Couch!

5 Antworten auf „120: Wenn mich einer sucht…“

Es ist echt schwer zu begreifen wie man eine Vorschau auf das eigene Drama in jedem einzelnen Land um uns herum sehen kann, ohne selbst rechtzeitig zu handeln, sondern einfach drauf zu hoffen dass die Menschen von alleine vernünftig werden.

Dabei sind die meisten Menschen „vernünftig“, es sind sehr wenig Partypeople, die illegale Partys feiern.

Die zweite Welle haben wir von den Leuten, die machen was sie dürfen und sich dabei nicht schlecht fühlen weil es ja erlaubt ist – zu 50 Leuten Opas Geburtstag feiern, mit 10 Kollegen ins Restaurant gehen oder andere Formen von unnötigem Kontakt (und dazu zähle ich auch Mannschaftssport indoor….).

Soll ja niemand vereinsamen, im Sommer war das alles auch möglich, aber jetzt ist einfach die Zeit in der sich jeder genau überlegen muss welche Menschen er wirklich unter welchem Risiko treffen muss. Und dass es Leute gibt, die sich sogar die Atemluft von Fremden reinziehen nur weil sie die Pizza lieber vor Ort essen wollen, werde ich niemals verstehen

Man ist schon wieder etwas zu bequem geworden. Genannte Atemluft von Fremden reinziehen: irgendwie schlägt man im ersten Moment die Brücke nicht so weit. „Ich saß jetzt den ganzen Sommer draußen im Straßencafé, jetzt sagt der Betreiber, ich soll reinkommen. Ich will aber lieber weiter im Straßencafé sitzen.“ Take-away ist hier die Lösung, die man schon fast vergessen hatte. 😉

Mittlerweile siehst du, dass einzelne Cafés und Restaurants beides haben: Indoor-Möglichkeit, aber auch weiterhin Außengastronomie trotz Herbsts. Das ist schon wieder eine Reaktion auf steigende Infektionszahlen, da ist nichts Vorausschauendes.

Mannschaftssport indoor u.ä. ist eben genau das, was du sagst. Die Leute halten das für sicher, was ihnen erlaubt ist. Und es wird dann auch sehr schwer, dagegen zu argumentieren.

Trotzdem: Die 10.000er-Marke bis zum 1.11. sehe ich noch nicht reißen. Es wird knapp, aber das wird schon. Freue mich auf mein Bier. 😉

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