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The Minimalists

… ist eine Doku auf Netflix von meinem Lieblings-YouTuber Matt D’Avella. Und schaut man sich die an, steht man angesichts des Amerikanismus‘ teils etwas ratlos daneben. Nicht jeden Scheiß kaufen, den die Werbung einem andrehen will, nicht alles auf Raten oder mit der Kreditkarte zahlen, das Glück nicht in Dingen suchen – wirklich? Das sind eure goldenen Tipps?

Die ganze Doku hat mich sogar etwas auf die Palme gebracht, weil aus diesem ganzen Lebenshilfe, Verzicht- und Minimalismuskram so ein elendiges Geschäft geworden ist. Du hörst und liest Geschichten von Menschen, die dem Hamsterrad entkommen wollten, keine Lust mehr auf ihre 60-Stunden-Woche hatten und sich dann irgendwann als Reiseblogger selbstständig gemacht haben.

UND DU! KANNST! DAS! AUCH!

Nee, kannst du nämlich nicht, denn die Claims für die besten Irgendwas-Blogger sind längst abgesteckt. Davon leben kann nur, wer regelmäßig Content à la „Die 7 besten Cafés für bestimmt echten Katzenkaffee in Ubud, Bali“ schreibt und seine ganze Seite mit Ads, Newsletter-Popups und Schulungsterminen zukleistert. Da ist nix mit: dem Kapitalismus entkommen. Das ist ein bloßer Seitenwechsel. Im Übrigen waren Blogs mal Leidenschaft. War in Ordnung, damit Geld zu verdienen, aber nicht der einzige Zweck des Ganzen. Das hat sich irgendwie grundlegend verändert. Viele Blogs, gerade Reiseblogs, sind reine Verkaufsplattformen geworden. Und auch wenn ich bestimmt niemand bin, der sagt, dass früher alles besser war (einen Scheiß war es!), dann ist das doch etwas, das mich stört.

Die beiden Protagonisten in „The Minimalists“, Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus sind denn auch zwei Typen, die den Trend vor 10 Jahren erkannt und dann ihren Blog The Minimalists gestartet haben. Beide aus verschiedenen Gründen, aber natürlich schon, um mit dem „Amerikanischen Alptraum“ zu brechen. Dafür geben sie jetzt Kurse, bloggen, podcasten, machen Videos, verkaufen Bücher. Und schaust du dir ihre Seite an…

Dann ist die tatsächlich komplett minimalistisch. Keinerlei Werbung, keine aufpoppenden Newsletter-Banner, kein Notification-Alarm, nichts was blinkt. Dafür ist fast ihr ganzer Content frei, sie geben Tutorien, bieten kostenlose E-Books zum Download an, zum Beispiel wie du zum Blogger wirst. Hin und wieder taucht etwas Textwerbung auf. Sie finanzieren sich über Provisionen und Angebote über die Bücher, die sie selbst geschrieben haben.

Also eigentlich genau so, wie es sein sollte.

Die beiden sind true.

Oh. 🙂

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152: Nur mal so laut gedacht

Vorhin zusammen mit Nicky mal laut gedacht: Was bringen eigentlich die ganzen Lockdown-Regeln, wenn die Regierung sich nicht traut, den heiligen Gral anzutasten? Den Bürozwang.

Wenn du dir kein Corona holen willst, dein Chef aber verlangt, dass du im Büro aufschlägst, kannst du nichts dagegen tun. Du hast keine rechtliche Handhabe, nicht einmal, wenn du Risikopatient bist. Und wenn der Chef oder die Kollegen meinen, dass Fenster auf Kipp und Abstandhalten für ein Großraumbüro reichen, dann kannst du dagegen protestieren und härtere Maßnahmen fordern. Ein Recht darauf hast du aber nicht. Und wenn du dich deswegen mit Corona ansteckst, ist das dein Problem, deinen Arbeitgeber kannst du dafür nicht belangen.

Nur mal so laut gedacht…

Toon ist eine niederländische Comedyserie auf Netflix, die ich mit Kristine zusammen eigentlich nur mal angeschmissen habe, um mein Niederländisch ein bisschen in der Praxis zu testen. Dann aber wurde es so schräg, so verrückt und teilweise so irrsinnig komisch, dass die 1. Staffel auch schon wieder vorbei ist. Was die sich da an Details ausgedacht haben! Allein der Moment, wie eins zum anderen kommt, als der lebensfremde Toon ungewollt zum Star wird. Der plötzlich omnipräsente, selbstverliebte Chef, die völlig absurden Talkshowgäste, der mysteriöse Partygast, der auf einmal Toons Mitbewohner ist, weil er meint, so ein Haus wäre ja schön. Es ist teils echt zum Kreischen. Ich freue mich sehr auf Staffel 2!

Warum sollen eigentlich nur iPad-Apps zusätzlich auf Apples ARM-Rechner laufen können, dachte sich Google. Und stellte die frühe Version einer Emulation vor, in der auch Android-Apps auf dem MacBook laufen. Holla, dann bräuchte im Prinzip auch niemand™ mehr ein Chromebook. Schon spannend, was da gerade alles passiert, auch wenn es natürlich noch massive Einschränkungen gibt.

Bei einem Test gestern, wer die besseren Streetfotos bei Nacht macht, das iPhone 12 Pro Max, das iPhone X oder die Canon EOS M6 Mark I hat die Canon so elendig versagt, dass ich es fast nicht glauben kann. Kaum Licht auf einem Bild und wenn dann verwackelt oder verrauscht. Ich musste auf ISO 25.600 schalten, um mit offener Blende aus der Hand überhaupt noch etwas Licht einfangen zu können. Die beiden iPhones derweil so: Mööp, hier: alles hell genug.

Das darf doch nicht wahr sein! Liegt’s mal wieder am Fotografen (was mir die Profis ja immer vorwerfen), an der Kamera (immerhin vier Jahre alt) oder sind Smartphones bei Nacht einfach besser?

Zu früh für eine Antwort. Aber die Canon kommt auf jeden Fall weg.

Bild des Tages, geschossen mit dem iPhone 12 Pro Max:

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150: Winter Aventure

Jetzt gerade brauche ich gar nicht groß irgendwohin zu gehen. Der Alltag ist Herausforderung genug. Und ich muss es zugeben: Das Wetter setzt mir zu. Die Corona-Maßnahmen auch.

Ich brauche für gewöhnlich nicht viele Menschen um mich herum. Mir reicht mein stilles Kämmerlein für die Arbeit und das Wissen, teil eines Teams zu sein, das hauptsächlich per Text kommuniziert.

Teilweise kommt es derzeit aber vor, dass ich an ganzen Tagen mit niemandem rede. Weil einfach keiner da ist. Und ich merke, wie mir das aufs Wohlbefinden schlägt. Manchmal ist die Lösung dann einfach, spontan jemanden anzurufen. Oder sogar einfach mal für ein, zwei Minuten eine Sprachaufnahme zu machen. Es geht mir sofort besser danach.

Heute habe ich kurz mit meiner Nachbarin im Treppenhaus geredet. Es sind Kleinigkeiten. Alles hilft ein bisschen.

Neben Sozialkontakten fehlt mir auch Sport. Mein Tischtennisverein war beides. Fällt noch eine ganze Zeitlang flach und sollte es besser auch bis zur allgemeinen Impfung. Selbst das Fitnessstudio fehlt mir mittlerweile, auch wenn da nie mehr möglich war als ein bisschen Smalltalk mit ein paar zufälligen Bekanntschaften. Jetzt gerade ist nicht viel mehr Sport möglich. Ich versuche, jeden zweiten Tag eine Stunde Rad zu fahren, aber das klappt nicht immer und ist auch etwas einseitig. Würde ich nicht merken, dass es mir zu sehr aufs Knie schlägt, würde ich auch wieder laufen gehen.

Und wenn dann noch tagelang keine Sonne scheint…

Und wenn dann deine Fingerkuppen in den neuen Winter-Mountainbike-Handschuhen schon bei Plusgraden nach 10 Minuten weh tun, dann ist einfach mal alles kacke.

Ich komme klar, ich versuche aktiv zu bleiben und wenigstens die wenigen Sozialkontakte, die ich gerade wahrnehmen kann, auch wirklich aufrecht zu erhalten. Aber es wird ein harter Winter werden, der wohlgemerkt jetzt gerade erst anfängt.

Wird noch ein ziemliches Aventure. Wie ist das bei euch und wie geht ihr damit um?

Ich habe es durchgerechnet. Die einzige Kamera, die für mich joy sparkt, würde mit Objektiv ca. 2.500 Euro kosten. Die Sony Alpha A7c. Vollformatkamera im Gehäuse einer kleineren APS-C. Ohne störenden Buckel, ideal auch für Videos, leicht, lange Akkulaufzeit. Schick ist sie ja …

Bild: Sony

Aber: nee! Vielleicht könnte ich sie mir sogar leisten, aber das wäre es mir nicht wert. Ich könnte meine alte Kamera dafür nicht in Zahlung geben. Ich kann noch nicht sicher sagen, ob ich sie wirklich oft genug brauchen würde. Nee…

Alternativgedanke: Es jetzt ein für alle Mal durchziehen und ganz aufs Smartphone umsteigen:

  • In meinen letzten Urlauben schon hatte ich nur ein Smartphone dabei und habe nie irgendwas bereut (auch nicht, nur ein Smartphone dabei zu haben ;).
  • Smartphone-Kameras sind lichtstark und haben einen sehr geringen Aufnahmeabstand, wenn es sein muss.
  • Unschärfe-Effekte gibt es auch, das iPhone 12 Pro Max hat auch ein Teleobjektiv gegen stürzende Linien bei Produktaufnahmen.
  • Und eine Videokamera mit 4K 60 fps und Dolby Vision, und das sieht wirklich klasse aus.

Die ersten Tests laufen. Ja, der Weißabgleich… Die „Tageslicht“-LED ist mal gelb, mal grau. Da ist noch Luft nach oben. Aber die Hintergrundunschärfe! Ganz ohne Porträtmodus!

Ich teste weiter.

Pixelmator, ihr vaterlandslosen Gesellen! (Und außerdem heißt es „Nach 10 Jahren„. ☝🏻)

Dafür funktioniert’s aber noch ganz gut. 😉

Würde ich essen!

Und, hach, Singapur…

Kannste dir nicht ausdenken! 😂 (+ Bin neidisch auf die Überschrift.)

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144: Mal anders herum

Man kann einen Tag auch mal anders herum aufzäumen. Ich bin heute gestartet mit ein klein wenig Gymnastik (jaja!), ein bisschen Arbeit, einer Stunde Radfahren über Mittag, zwei Stunden Bürokram, Wäschewaschen, ein wenig Sprachkurs und dann erst die eigentliche Arbeit. Fühlt sich irgendwie alles deutlich entspannter an. Richtig viel geschafft auf der Arbeit habe ich dann aber nicht…

Mittlerweile ist es mir ja fast egal, weil der Impfstoff in den Startlöchern steht. Aber Deutschland, manchmal…

Es wird also jetzt „empfohlen auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten“. Heißt übersetzt: Bund und Länder trauen sich nicht, den Leuten die Silvesterböllerei zu verbieten, weil es sonst zum Aufstand kommt. Die Leute brauchen einmal im Jahr die erlaubte Eskalation, um aufgestaute Aggression zu verböllern.

Verbieten geht nicht, sonst ist eine Woche später jeder zweite Deutsche ein Querdenker (und die andere Hälfte liegt im Krankenhaus). An eine Empfehlung halten sich im obrigskeitstreuen Deutschland aber geschätzte 30-50 Prozent. Und das kann die Notaufnahmen schon hinreichend entlasten, die dann gerade dabei sind, die Opfer der Superspreader aus dem kurzzeitig erlaubten Weihnachtsfest mit der Großfamilie zu verarzten. Die sind dann vielleicht schon aus der Intensiv raus, wenn die reinkommen, die sich Silvester angesteckt haben.

Könntste manchmal echt auswandern.

Aber wohin?

Ach ja:

Bespaar hem zijn leven van dit gedrocht!

Das nimmt langsam etwas Überhand. Fährt bei Kälte und Corona keiner mehr damit?

Pop-up-Kunst auf dem Münsterplatz zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Sperriges Wort, aber notwendiger Tag und schöne Kunst. Und was soll ich dazu sagen? Eigentlich schlimm genug, dass das überhaupt noch ein Thema sein muss. Die Starken beschützen die Schwächeren. So sollte es in einem modernen Land eigentlich sein. Sind wir leider doch noch nicht so modern.

Aufgenommen mit dem iPhone 12 Pro Max. Mein Testbericht dazu ist jetzt auch online.

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139: Weihnachten ohne Social Pressure

Das wäre mal eine Challenge. Eigentlich versuche ich, mir Weihnachten jedes Jahr egaler sein zu lassen, aber es klappt immer noch nicht so ganz. Sind mir die beiden Hauptweihnachtstage mittlerweile ziemlich egal, finde ich die Vorstellung grausig, an Heiligabend alleine zuhause sitzen zu müssen.

Dieses Jahr scheint das eigentlich einfacher denn je, da Weihnachten wahrscheinlich sowieso ausfallen wird. Das würde bedeuten, wir könnten uns den ganzen Geschenkekram sparen: Wir schenken uns der Wirtschaft zu Liebe einfach jeder selbst was, und gut is‘?! Aber der Zugehörigkeitskram an Heiligabend wäre genauso vorhanden. Intakte, glückliche Familien können gemütlich zuhause feiern. Alle anderen werden an ihr ausbaufähiges Sozialleben erinnert.

Wäre kein Corona, hätte ich dieses Heiligabend gesagt: Ich schnappe mir irgendwen, der Heiligabend so gesehen auch niemanden hat, gehe mit ihm oder ihr in die Weihnachtsmesse und danach gehen wir in die Kneipe einen trinken. Und jeder, der möchte, kann zu einem der beiden Events oder zu beiden einfach dazu kommen. Dann kriegt auch noch jeder einen Schoko-Weihnachtsmann von mir als Geschenk. Und zack: niemand mehr einsam.

Jetzt mit Corona sieht’s was schwieriger aus. Man wird irgendwo schwanken zwischen „Is alles nicht so schlimm, dieses Jahr ist eh alles anders“ und „Die, die verheiratet sind und Kinder haben, wissen jetzt irgendwie genauer, wo sie hingehören.“

Die Challenge also: Keine Social Pressure an Heiligabend und irgendwas Corona-Taugliches finden für den Abend…

Wird nicht leicht…

Neues MacBook Air ist da und ich kam gerade mal dazu, es notdürftig einzurichten (langer Arbeitstag). Es brauchte eine geschlagene Minute, um sich mit meinem WLAN zu verbinden. Das hätte schonmal besser losgehen können…

Im Vergleich zum MacBook Pro (2019), auf dem ich gerade noch tippe, hat es auch eine (für mich) neue Tastatur. Auf die bin ich besonders gespannt.

Oh, und dann war heute anscheinend noch ein Schland-Spiel, und der Spanier hat 6:0 gewonnen…

Und ich wundere mich gerade, wie herzlich egal mir das ist. Klar, historische Niederlage und so (letztes mal so hoch war in den 1930ern, sagt der WDR). Aber Nations League: joa. Ich kenne niemanden, der den Spielen dort entgegenfiebert, geschweige denn genau verstanden hat, wozu dieses Turnier eigentlich gut ist und was man da gewinnen kann.

Also entweder gibt es mittlerweile zu viele überflüssige Turniere, oder Corona hat uns doch ein wenig gelassener gemacht. Das gäbe mir Hoffnung in Bezug auf Weihnachten.

Pff, mit so einer billigen Werbung wollt ihr mich in euren verranzten Laden locken?!

Das ist doch viel… zu… warte mal.

Ich sollte gehen, aber ich kann. nicht. aufhören. zuzusehen…

Würde gerne noch einen krönenden Abschluss schreiben, aber ich muss da oben weiter zugucken. Müsster euch heute mal selbst was ausdenken… Ciao… ciao…

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135: Weihnachten ausfallen lassen

Sieht so aus, als würden die Maßnahmen des Corona-Lockdowns langsam wirken. Oder genauer gesagt: Die Ankündigungen derselben vor gut zwei Wochen könnten sich mit etwas Glück in Kürze bemerkbar machen. Dies Wochenende müssen wir vielleicht noch abwarten, das ist dann zwei Wochen nachdem sich alle noch ein letztes Mal in der Kneipe abschießen konnten. Aber dann sollte es langsam runtergehen mit den Zahlen.

Wäre auch bitter nötig. Die Intensivstationen sind jetzt schon am Limit. (Was immer genau das heißt. Also bedeutet „am Limit“, dass man kurz davor ist, dass es schon nicht mehr geht oder genau da? Kleine Haarspalterei, aber nicht ganz unwichtig.)

Wir kommen wahrscheinlich nochmal um das Schlimmste drumrum. Vielleicht kriegen wir die Zahlen dann im Dezember sogar wieder so tief, dass wir alle gemütlich mit der Familie Weihnachten feiern können. Heiligabend können wir endlich wieder in der Kirche „Stille Nacht“ singen, am 1. Weihnachtstag die Eltern besuchen und am 2. die Schwiegereltern. Dann fluten wir in den Tagen danach die Cafés und Restos und treffen lange nicht gesehene Freunde, die gerade in der Stadt sind und wiederum ihre Familie besuchen und dann gehen wir in die Fußgängerzonen zum Umtauschen und Nach-Christmas-Shoppen und… das ist alles eine ganz, ganz blöde Idee.

Können wir Weihnachten nicht einfach mal ausfallen lassen? Kein Geschenkestress, kein Punk, ein leckeres Essen zu kochen, das doch wieder verbrennt, kein erzwungenes trautes Familienglück, das vielfach gespielt ist. Vielleicht fühlen sich dann endlich einmal ein paar dutzend Millionen Menschen in diesem Land am Tag aller Tage nicht einsam. Und wir könnten sogar verhindern, dass uns der Januar komplett um die Ohren fliegt. Klingt besser, je länger ich darüber schreibe. 🙂

Und unsere Lieben? Könnten wir, unter strengen Corona-Maßnahmen, auch vorher oder hinterher jeder einzeln mal besuchen. Vielleicht sogar mit kleinen (!) Geschenken vom Formate eines Schokoweihnachtsmanns, damit die Wirtschaft auch etwas davon hat.

Vermutlich wird es sowieso so kommen. Aber wenn wir das Ganze einfach jetzt schon absagen, gibt es kurz vorher weniger Geschrei.

Für Apple war der Switch zu den eigenen M1-Chips so epochal, man hat sogar den „I’m a PC guy“ wieder reaktiviert:

Kollege Daniel und ich haben drüber getrendcastet. Ich hatte ehrlich gesagt noch gar keine Zeit, mir das anzuhören. Außerdem höre ich mich so ungern selbst. Aber wenn ihr mögt, sagt gerne mal, was ihr davon haltet.

A propos: Life the way it should be, according to Apple:

Warum ich dem grassierenden Trend zu Ultraweitwinkelobjektiven in Smartphone-Kameras wenig abgewinnen kann:

Sie kosten wenig, sie bringen mehr aufs Bild, sie bieten ungewöhnliche Perspektiven. Sie lassen mich seekrank werden, wirken schnell langweilig, verzerrt und unnatürlich und man wird sie bald nicht mehr sehen wollen. Mit Tele-Objektiven können die Leute eigentlich viel mehr anfangen. Ich würde mich freuen, wenn die Smartphone-Hersteller in die Entwicklung wieder mehr Energie stecken würden.

Let’s have a last look. Relaunch coming up:

Geht mir auch immer so…

Ist das nicht bisschen umständlich formuliert?

Bild des Tages:

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128: Anschubenergie

Schaue ich zurück auf die Bücher, die ich mal angefangen habe zu lesen, bin ich überrascht, wie schnell ich da anfangs einen ganzen Batzen von weggeschafft habe. Meist bin ich schnell bei 10, 20 Prozent, lese einen ganzen Tag und dann…

Ja, dann geht es entweder langsamer weiter oder in vielen Fällen stockt es einfach irgendwann und ich lese gar nicht mehr. Bei „Felix Krull“ von Thomas Mann habe ich mich nach der Anfangsphase bis zum Ende durchgequält. Bei „On the road“ von Jack Kerouc bin ich gerade bei 33 Prozent, hab aber seit zwei Wochen nicht mehr daran gelesen, weil mir die Charaktere und der Inhalt zu egal sind. Aber auch hier war ich schnell auf 15 Prozent der etwa 350 Seiten.

Ähnlich ist es beim Niederländisch-Lernen. Durch die ersten Lektionen bin ich nur so durchgeflogen, habe auf DuoLingo Punkte ohne Ende gesammelt. Mittlerweile schleppe ich mich eigentlich nur noch so dahin. Ja, die Lektionen sind mittlerweile deutlich länger. 20 Übungen statt anfangs 10-12. Das ist natürlich ein Unterschied. Aber auch sonst fällt es mir zunehmend schwerer, hier weiter zu machen.

Mich würde interessieren, wo ich die Anschubenergie hernehme, warum sie plötzlich verschwindet und wie ich es schaffen würde, sie auch in den Tagen danach einzusetzen. Man wäre ja im Grunde viel, viel schneller fertig mit allem. Kennt ihr so etwas von euch?

Good one!

Jeder kennt das Problem…

I see a brown tab‘ and I want to paint it black.

Man sieht irgendwie dass da Honig drin ist, gell? 🙂

Bilder:

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127: Wer genau hat hier eigentlich versagt?

Da gehst du am Samstagabend durch die Gassen, siehst verkleidete Leute auf dem Weg zur Halloween-Party, einen vollbesetzten Italiener an der Straßenecke und eine lange Warteschlange draußen, die Kneipen wie immer gut gefüllt, Pulks von Jugendlichen ohne Maske an der Straßenbahnhaltestelle. Und du denkst dir: Geht’s eigentlich noch?

Am Montag beginnt der Lockdown light. Und was glaubt ihr, warum die ganzen Einschränkungen jetzt kommen? Was, vermutet ihr, ist der Sinn dahinter, das große Ziel? Welchen Teil von: „Kontakt zu möglichst wenig Menschen“ habt ihr nicht verstanden?

Was man sich fragt, ist: Wer genau hat hier eigentlich versagt? Die Bildung, die Politik oder die Medien? In meinen Augen alle drei.

Das Bildungssystem, weil ganz offensichtlich einem großen Teil da draußen das selbstständige Denken nicht erfolgreich vermittelt worden ist. Nur weil etwas erlaubt oder, vielmehr, noch nicht verboten ist, heißt das doch noch lange nicht, dass es auch sicher ist.

Die Politik, weil sie schlicht und ergreifend geschludert und viel zu lange abgewartet hat. Wir hatten einen wunderbaren, nahezu Corona-freien Sommer. Die Fallzahlen waren hier sehr lange sehr niedrig. Aber Wochen bevor jetzt auch hier alles eskaliert, war im übrigen Westeuropa schon wieder Kirmes. Die Einschläge kamen näher und näher, aber die Politik? Hat abgewartet, nichts gemacht, so als wäre für ein Virus an einer (wegen Schengen ohnehin nur auf dem Papier existierenden) Grenze Schluss. Man hat die Welle einfach über sich drüber schwappen lassen. Warum hat keiner mal auf die Gefahrenlage gezeigt? Warum ist kein einziger Landesfürst vorgeprescht? Warum hat keine Mutti Merkel mal auf den Tisch gehauen, was sie sonst auch immer kann, wenn es ihr mal wichtig ist? Warum hat auch ein mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichneter Star-Virologe nur halbherzig vor der Gefahr gewarnt?

Was mich zum nächsten Punkt bringt. Die spanische Tageszeitung „El Pais“ hat jüngst in einer sehr schönen Online-Animation (auf Englisch) sehr gut dargestellt, wie sich das Virus über Aerosole in Innenräumen verbreitet:

Im Grunde bestätigt das nur, was man sich eigentlich schon gedacht hatte: Abstände in Innenräumen bringen, pardon, nen Scheißdreck und Masken helfen allenfalls ein bisschen, wenn kein Luftaustausch stattfindet. Das ist sehr schön visualisiert, und NICHTS DAVON ist in irgendeiner Art und Weise etwas Neues. Dass sich das Virus in Innenräumen viel stärker ausbreitet, ist seit Monaten bekannt. Warum kommen solche Beiträge wie jetzt in der El Pais erst jetzt? Warum geben Tageszeitungen jetzt, Ende Oktober, wo das Kind im Brunnen schon ertrunken ist, erst Tipps zum vernünftigen Lüften?

Hier hat in meinen Augen auch die Medienlandschaft versagt. Ich hatte so oft in diesem Sommer Diskussionen mit Menschen um die Ansteckungsgefahr durch Aerosole in Innenräumen. Nahezu alle haben sich überrascht gezeigt. Davon hätten sie noch nie etwas gehört. Die, die es gehört haben, haben es für nicht bewiesen gehalten. Und sehr viele andere wiederum haben es schlicht und ergreifend einfach nicht hören wollen.

Und da sind dann weder Bildung, noch Medien, noch Politik Schuld. Wenn es den Leuten einfach egal ist, machst du gar nichts mehr.

Der Fall Wirecard wird derweil absurder und absurder und absurder. Marsalek soll für den österreichischen Geheimdienst gearbeitet haben.

30. Oktober. Sommer auf dem Balkon:

Nur echt mit Wespe. 🙉

Classic 😄

Oktober 2020, und der Herr kauft sich eine Tageszeitung? Nun ja, durchaus nützlich, dieser Tage:

Das Endergebnis kann ich euch noch nicht zeigen. Irgendwer hat den Wetterbericht des Abends nicht gecheckt und den frisch gestrichenen Tisch angesichts des sonnigen Nachmittags einfach mal da stehen lassen…

Langsam wird’s komplizierter. „Wie is er aan de telefoon“ heißt nämlich leider nicht „Wie ist er am Telefon“, sondern „Wer ist (da) am Telefon“…

Neuer Trend: Adventskalender schon im November benutzen. Der hat ja bekanntlich auch 24+ Tage.

Und nein, das ist natürlich völlig originell von uns, und wir sind hier auch nicht Opfer der Süßigkeitenindustrie geworden, die Mitte Oktober einfach nur mal so schon die Regale mit Adventskalendern vollgestellt hat.

Bild des Tages:

Bild der Nacht:

Bild der Frau: 😉

Ein Magazin für Frauen, die „Diät“ als feste Rubrik hat… Ich kenne nicht alle Männermagazine, aber ich glaube nicht, dass das irgendwo dort ein Thema ist. Nur mal so. Und, ach ja, bei solchen Pizzarezepten ist der Weg von Kochen zu Diät natürlich logisch.

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120: Wenn mich einer sucht…

Die Couch übt derzeit eine magische Anziehungskraft aus. Gut, dass es morgen noch einmal 20 Grad werden sollen.

Es ist ja nicht so, dass niemand vor einer zweiten Welle gewarnt hätte oder davor, dass die Kontaktnachverfolgung jetzt die Kapazitäten der Gesundheitsämter sprengt:

… twitterte der Mann wohlgemerkt vor einem Monat.

Die Politik hat alle Zahlen gehabt, sie hat gesehen, wie sich die Welle in unseren westlichen Nachbarländern auftürmt. Und man hat sie einfach rüberschwappen lassen.

Der Spiegel derweil mit einem Video über Patienten, die seit Monaten an Corona laborieren. Warum kommt sowas erst jetzt?!?

Muss mich erstmal wieder beruhigen…

Okay, weiter mit Niederländisch. Classic:

Und nee, ist gar nicht so kompliziert… Bei DuoLingo gehen sie im Übrigen mit der Zeit:

Und immer wieder diese herrlischen Umgangsgermanismen. „Wir essen hier vonwegen dem gutem Essen“. 🙂

Jimmy, where are you?! 🙁

Couch + Serien = goed:

  • Babylon Berlin, 3. Staffel, hat richtig Spaß gemacht! Spannende Geschichte, kluge Subplots (bis auf die mit seiner Kölner Frau, die ist Käse), selbst kleine Rollen gut besetzt (bis vielleicht auf Friedrich Küppersbusch als Richter – was sollte denn das?). Man taucht ähnlich wie in Boardwalk Empire ganz in die späten 20er-Jahre ab. Toll gemacht!
  • Cobra Kai, 1. Staffel (aktuell Folge 9): Herrlische Comedyserie mit einer gar nicht so dummen Botschaft: Wiederholt sich Geschichte immer wieder?

Äh, ja, weil ist das Allerwichtigste und so:

Nee, ihr findet mich auch der Couch!

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114: Könnte ich mich ja aufregen

Tue ich aber nicht.

Corona’s gonna corona. The Donald’s gonna donald.

Die Welt wird sich weiter drehen.

Schöne Dinge zu machen kam in letzter irgendwie zu kurz. Wird Zeit, das nachzuholen.

Wer mehr von mir lesen möchte, dem sei heute mal ein Trendblog-Artikel empfohlen: Wie ich meinen Drucker abschaffte und endlich papierlos wurde.

Bild des Tages ist mein Mittagessen von heute:

Und das war’s auch schon. Wenn man sich über nichts aufregt, ist man irgendwie auch schneller durch.

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112: Der Winter wird härter

Ich habe mit Nicky gewettet, dass die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland pro Tag auch im Winter nicht über 10.000 steigen wird. Klar sind die Leute nicht clever genug, Maßnahmen für sich selbst zu treffen (sorry, aber isso, ihr seid Herdentiere, und ich wahrscheinlich auch). Aber die Politik ist klug genug, Künstler und Soloselbstständige am langen Arm verhungern zu lassen irgendwann die Reißleine zu ziehen und einen zweiten Lockdown anzuordnen. Und die Leute in Deutschland sind obrigkeitstreu genug, dem dann auch zu folgen.

Was mich zum eigentlichen Punkt bringt: Der Corona-Winter wird deutlich härter werden. Es wird schwieriger werden, Leute zu treffen. Ich kann oder mag nicht in volle Kneipen und Restaurants gehen oder meine Leute draußen zum Kaffee treffen. Was ohnehin gar nicht mehr so einfach ist, denn die ersten Kneipen, Cafés und Restaurants haben ihre Außengastro schon wieder eingepackt. Die Leute gehen aber wie selbstverständlich rein. Es gibt ja noch keine Beweise dafür, dass Aerosole die Krankheit übertragen, also gibt es auch keine Gefahr. Auch dann nicht, wenn wegen trockener Heizungsluft und kalten Wetters das Immunsystem geschwächt ist. Was soll schon passieren…

Wir hatten einen Jahrhundertfrühling, der die teils harten Maßnahmen sehr viel erträglicher gemacht hat. Ich konnte meine besten Freunde jede Woche auf der Terrasse treffen. Aber im Winter wird das nicht mehr so leicht gehen. Wenn überhaupt noch. Dazu kommt die Dunkelheit, die eigentlich mehr Sozialkontakte erfordert. Für den Weihnachtsmarkt sieht es auch nicht gut aus. Christian lädt jedes Jahr Ende November einmal eine große Runde zum Griechen ein, aber ich sehe nicht, wie das gelingen kann.

Irgendwie werden wir das überstehen, klar. Soll nur heißen: Lasst uns irgendwelche Lösungen des alternativen Treffens finden und lasst es vor allem nicht auf einen zweiten Lockdown ankommen! Das wäre ganz schön bitter.

And that’s it for today. Ihr wollt noch ein Foto? Ihr kriegt ein Foto!

Ja nun. Das war das spannendste Motiv, während ich zwei Minuten vor der roten Ampel stand und nur die Cops auf der anderen Seite gewartet haben. Langsam habe ich das Gefühl, die Qualität meiner Smartphone-Kamera lässt nach…

Ihr bekommt dafür noch eine Perle des Lokaljournalismus‘:

Wer von euch war das? 🤨 🙂

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106: „Wenn ich der Staat wäre, würde ich meine Veranstaltung auch verbieten lassen“

Die groß angekündigte Reportage „Rechts. Deutsch. Radikal.“ auf ProSieben lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Die Kronzeugin Lisa Licentia, die sich anfangs stramm rechts positioniert und mitten in der Doku plötzlich zusammenbricht und das Opfer gibt, kommt mir im Ganzen unglaubwürdig vor. Sonderbar auch, dass das Abschlussinterview mit dem mittlerweile deswegen entlassenen AfD-Pressesprechers Christian Lüth nur als Gedächtnisprotokoll wiedergegeben wird und dennoch bereits personelle Konsequenzen nach sich gezogen hat. Migranten erst ins Land lassen, um sie hinterher noch zu erschießen oder zu vergasen, wie er es demnach gesagt hat… Und so einer war bis gestern Pressesprecher der AfD-Bundesfraktion.

Interessant auch die Aussage des bekennenden Rechtsnationalisten Alexander Deptolla, der für die rechte Szene Kampfsport-Events organisiert und darüber sagt: „Wenn ich der Staat wäre, würde ich die auch verbieten lassen.“

Ganz neu und exklusiv ist sind die Einblicke des Reporters Thilo Mischke nicht. Im Dortmunder Nazi-Kiez hat etwa Y-Kollektiv vor einigen Jahren auch schon einmal mutig recherchiert. Und was mir auch nicht gefiel, ist sein Fazit am Schluss, in dem er vor den menschenverachtenden Neurechten warnt. Die Meinung kann sich nach dem Gesehenen doch eigentlich jeder selbst bilden.

Trotzdem braucht es solche Reportagen, immer wieder. Einfach um zu zeigen, dass die braune Szene in Deutschland aktiv ist, stärker wird und die AfD mitnichten auf dem Weg ist, eine bürgerliche Partei zu werden. Man muss ProSieben jetzt keinen Ehrenpreis dafür verleihen, dass sie die Reportage mit viel Werbetamtam in die Primetime gehoben haben. Aber mir immer noch dreimal lieber so, als wenn es sie mitten in der Nacht versendet hätten.

Technischer Einschub: Als ich heute von der Reportage gehört habe und sie sehen wollte, stand als nächstes die Frage: Wie eigentlich? Ich habe keinen Fernseher mehr, meine USB-Fernsehkarte von Hauppauge ist nur Windows-kompatibel und ich habe einen Mac, die allermeisten Live-Sendungen, die ich sonst noch sehe, laufen in den Mediatheken oder Live-Streams von ARD und ZDF. Für Zattoo und ähnliches möchte ich für nur eine Sendung kein Geld ausgeben. Stellte sich heraus: Joyn ist die beste Lösung. TV-Livestream für umme und weiterhin ohne Anmeldung, okaye Bildqualität, hallllbwegs zuverlässig. Noch eine gute Investition, die ProSieben da getätigt hat. Schauen wir mal 2021, ob das auch EM-tauglich ist.

Bleiben wir beim Thema: Wie konnte es eigentlich dazu kommen, dass die Rechte in den letzten Jahren so erstarkt ist und in den sozialen Medien gefühlt jeder Zweite mittlerweile rechts ist (ist er nicht)? Das liegt daran, dass soziale Netzwerke unsere Wahrnehmung steuern, Ängste schüren und politische Meinungen bilden können. In dem Zuge sehr interessant ist die Reportage auf Netflix „The Social Dilemma„. Im ersten Teil der Docu-Fiction geht es darum, wie Social Media uns süchtig macht. Da dachte ich noch: Ja selber Schuld, das ist doch jetzt nichts Neues mehr. Dann löscht’s halt eure Accounts und legt’s eure Smartphones mal beiseite, ist ja jeder selber für verantwortlich. Zum Problem wird’s aber, und das zeigt der zweite Teil sehr eindrucksvoll, dass sich zwar jeder im Prinzip selbst da rausziehen kann, wir aber kaum beeinflussen können, dass die anderen es auch tun. Zurück bleibt eine tief gespaltene Gesellschaft, die sich in mehrere Richtungen radikalisiert. Das zeigt sich längst in Wahlergebnissen, Straßenschlachten, hierzulande in den ersten, teils tödlichen Angriffe auf Politiker, in anderen Ländern gar Pogrome. Und das schnürt einem schon den Hals zu.

Ihr wollt da nicht auch noch von mir belehrt werden, aber einen Rat muss ich verteilen. Steht mal vom Rechner auf und dreht eine Runde durch euer Viertel. Wie schlimm ist es da wirklich?

Markus Söder hat gestern auf dem virtuellen CSU-Parteitag fünf Minuten lang Hassbotschaften vorgelesen, die er selbst erhalten hat (via turi2).

Finde, er präsentiert sich da sehr besonnen, ruhig und versöhnlich. Ganz ehrlich: Sollte der Mann nächstes Jahr Kanzler werden, es wäre nicht das Allerschlimmste, was diesem Land passieren könnte.

Auch wenn er den Atommüll am liebsten nach dem Sankt-Florian-Prinzip verteilen würde. Überall bitte, aber doch nicht zuhause in Bayern!

Ohnehin glich das heute einem „Deutschland sucht den Superstandort„. Eine Empfehlung, die ebenso mit Spannung erwartet wurde, wie man hoffte, die eigene Region sei bitte nicht dabei um die Verlosung für den Standort des künftigen Atommüllendlagers.

Solange das sonstwohin kommt außer nach Bonn (oder dahin, wo meine Freunde und Familie wohnen), ist mir das auch ziemlich egal.

Und noch einmal Politik, dann ist aber auch gleich Schluss damit: Bonn hat also künftig eine Grüne Oberbürgermeisterin. Viel Erfolg, Frau Dörner!

Mir war es ja am Ende fast egal. Wobei ich mit Sridharan jetzt schon etwas mitleide. So schlecht war er nicht, vieles konnte er nicht durchbringen, das eine oder andere hat er wohl auch vermasselt, klar. Es wäre zwar gerecht und eigentlich auch vernünftig gewesen, ihm noch einmal 5 Jahre zu geben, weil 5 Jahre als OB wirklich nicht die Welt sind. Aber, so ist Fußball nun einmal das poltische Geschäft. Haste nicht brilliert oder biste in der falschen Partei, wirste abgesägt. Frau Döner wird sich aber noch wundern, wie wenig sie am Ende durchgesetzt bekommt in den 3 Jahren, die ihr vielleicht noch bleiben, nachdem sie sich in den ganzen Driss eingearbeitet hat.

Jetzt möchte ich nämlich auch bitte die Fahrradhauptstadt Bonn haben! Oder zumindest eine deutliche Verbesserung der Fahrradinfrastruktur bis 2025. Wir können ja gerne wetten, ob wir das auch bekommen, und wenn ja, wie viel davon dann auf ihrem Mist gewachsen sein wird. Ich prophezeie: nein, und: nicht besonders viel. Nicht weil sie nicht will, sondern weil sie am Ende nicht können wird.

Und dann war da heute noch ein Corona-Antikörper-Test für mich. Und so viel gibt’s da eigentlich gar nicht zu erzählen. Sie schicken dich ins Gewerbegebiet in Nähe des Straßenstrichs, lassen dich kurz draußen warten, holen dich dann ins allererste Zimmer hinter der noch offenen Tür, du desinfizierst kurz vorher deine Hände, setzt den Atemschutz auf, legtst ab, setzt dich und dann zapfen sie dir auch schon Blut ab. Ergebnisse dauern jetzt natürlich noch etwas.

Und nach Aussage der Mitarbeiter ist ihr Test natürlich sehr aussagekräftig. (Nimm das, Boris! ;). Zumindest würde ich eine Einladung zu einem weiteren Test bekommen, sollte er positiv ausfallen, und wenn er negativ ausfällt, dann hätte ich auch ziemlich sicher nichts gehabt. Bin gespannt.

Nach 30 Spielen ohne Niederlage ist der FC Bayern gestern von der TSG Hoffenheim gleich mit 1:4 abgewatsch worden. Und als wäre das nicht schon lustig genug, leuchtete heute die Aufschrift „TSG“ auf der Außenfassade der Müncher Allianz-Arena. Nanu, denkt sich der Beobachter im ersten Moment, bedanken sich die Bayern jetzt schon dafür, wenn sie verlieren?

Bild: Telekom

Leider nein, das war eine wunderbar verunglückte Werbung der Telekom für „T-5G“. Das hat man dann davon, wenn man großspurig für 5G wirbt, den kleinen Mann da aber nicht ran lässt.

Bild des Tages noch, dann habt ihr auch für heute genug getan. 🙂 Längster und politischster Post seit langem. Danke, dass ihr bis hierhin durchgehalten habt!

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105: Die Medien

„Wenn ich sehe, was die Medien online schreiben… das stimmt doch alles nicht. Ich habe Familie zuhause im Irak, von denen hatten viele Corona. Keiner hatte das so schlimm, wie die Medien immer schreiben.“

„Na ja, die Medien schreiben ja schon nichts auf, was nicht stimmt. Sie dramatisieren, sie zeigen nur einen Teil des Ganzen, bauschen manchmal auch ein wenig auf. Aber sie schreiben ja nur Geschichten über Krankheitsverläufe, die auch tatsächlich stattgefunden haben.“

„Aber wissen Sie, wenn Sie eine Grippe haben, also eine echte, schlimme Grippe, dann schmecken und riechen sie auch nichts und liegen ein paar Wochen flach. Die ganze Wirtschaft, so viele Geschäfte gehen pleite… das kann auch Deutschland nicht verkraften.“

„Aber das sind ja Entscheidungen, die die meisten Staatslenker treffen, und die lassen sich kaum von den Medien beeinflussen. Und die Entscheidungen beruhen auf dem Respekt vor einem noch kaum bekannten Virus.“

„Ja, aber, was die Medien schreiben, online, heute. Das ist doch alles verrückt…“

Ich habe das Gefühl, der Ruf der Medien hat so sehr gelitten, der ist so schnell nicht mehr zu kitten. Zur Not müssen sie mittlerweile auch den Kopf für Dinge hinhalten, für die sie eigentlich nichts oder nur wenig können. Mein Taxifahrer zumindest hat sich auf sie eingeschossen.

Dann wiederum schreiben die Medien auch wirklich viel Mist…

Genau, Mein-MMO, bei dem Begriff „2. Welle“ denken die Leute als erstes an die blöde Playstation…

Medien ey…

Auszug aus den News von Spiegel Online:

Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit setzte am Freitag auch Dänemark, Irland, Island, Luxemburg, Portugal, Slowenien und Ungarn auf seine Corona-Risikoliste.

Daneben Teile Frankreichs, Norditaliens, Österreichs. Einige Westschweizer Kantone werden selbst gerade also Risikogebiete für andere eingestuft.

Mit anderen Worten: Die 2. Welle rollt längst, und zwar nicht die für die Playstation 5. Warum wir in Deutschland bislang immer noch recht gut dabei wegkommen, ist mir wieder mal ein Rätsel.

Öhö…

Bild des Tages, wobei, ist bisschen grün:

Schönes Wochenende euch!

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97: Keine Idee für eine Überschrift

Wir nähern uns der 100. Und ich muss gestehen, ich hatte schon vergessen, die 100 wovon das eigentlich gewesen sein wird. Hab dazu nochmal Folge 1 gecheckt. Damals war noch Mai, die Serie hieß „Aventure Pieces“ und man verwendete damals erst # vor jeder Nummer, später Punkte. Ich hatte noch kein E-Bike, sondern testete gerade E-Mopeds. Und ich hatte offenbar Spaß daran, mit dem Weißabgleich meiner Smartphone-Kamera herumzuspielen. Hui, das waren Zeiten!

Warum mache ich das hier eigentlich?

Nein, keine Sorge, sind keine Selbstzweifel, aber die Sinnfrage stellt sich mir schon. Selbstmarketing ist ebenso überschätzt wie bei mir nicht mehr existent, seit ich nicht mehr bei Facebook und Twitter aktiv bin. Seitdem ist dafür innere Ruhe bei mir eingekehrt. Also warum noch den Hansel spielen und auf Rampensau machen?

Andererseits raten alle Lebensratgeber dringendst zur Pflege eines Tagebuchs. Ich mache das lieber öffentlich, weil ich das irgendwie so gewohnt bin, hier mit euch interagieren und hin und wieder einen erzählen oder ein paar Bilder posten kann. Das macht schon mehr Spaß.

Im Bonner Unverpackthaus habe ich heute Vergangenheit und Zukunft an einem Ort gesehen. So war es früher, so macht es auch heute wieder Sinn!

Und dann bin ich in die Kaffeerösterei meines Vertrauens gegangen und hab mir Kaffee in einer beschichteten Papierverpackung geben lassen, weil ich noch gar keine Kaffeedose habe. 🙄 Nächstes Mal dann.

Wir haben die ersten Spiele verlegt, aber jetzt führt kein Weg mehr dran vorbei: Am Donnerstag ist unser erstes Spiel in der neuen TT-Saison. Und ich habe mich entschlossen mitzuspielen. Die Entscheidung fiel gestern, als die Infektionszahlen noch niedrig waren und ich die Gefahr für gering eingeschätzt habe, mir was Schlimmes zu holen. Heute meldet das RKI dann wieder 1.407 Neuinfektionen, die meisten davon in NRW, vor allem aber 12 neue Todesfälle bundesweit. Das sind deutlich mehr als neulich… Na toll. Aber jetzt habe ich zugesagt, jetzt ziehe ich’s auch durch. Es wird unser einziges Spiel im September bleiben. Vielleicht auch das einzige überhaupt…

Noch 1 Bild:

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87: Autumn is coming

Jedes Jahr um die Zeit stelle ich für gewöhnlich alles in Frage. Die Arbeit fällt mir schwer, die IFA kommt und nervt, weil die Business-Kasper da wieder einmal von Innovationen reden, die keine sind (obwohl ich’s diesmal gar nicht so schlecht finde), mit englischen Business-Floskeln um sich schmeißen und entweder nicht zugeben wollen und tatsächlich nicht verstehen, dass das, was sie da präsentieren, zu 90 Prozent Spielzeuge für Erwachsene sind. Der Beitrag, den ich gerade dazu schreibe, fällt mir erstaunlich schwer zu schreiben, obwohl ich mir schon die besten Sachen rausgesucht habe. Aber vielleicht ist es auch einfach das. Die Zeit des Jahres ist da, in der die Tage kürzer werden, der Schlafbedarf steigt. Die Temperaturen tagsüber lassen dich noch in dem Glauben, dass Sommer ist. Aber spätestens abends ist klar: der Herbst ist da.

Normal ereilt mich jetzt die Herbst- oder Winterdepression. Aber diesmal sind ein paar Dinge anders. Ich weiß, was dagegen zu tun ist. Es geht Samstag noch einmal auf die Piste (Rhein-Route, letzte 2 Etappen) und ansonsten fahre ich einfach alles runter und mache es mir hier gemütlich.

Nur das mit der Weltrettung, das bleibt jetzt mal als Projekt. Danke Jens und Boris schon einmal für eure (deprimierenden 😉 Kommentare dazu. Geht da nicht doch noch etwas? Kann doch nicht das Ende sein…

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86: Okay, let’s save the world

Oder anders gesagt: Was ist euer Plan zur Rettung der Welt?

Ökologisch, vor allem. Denn alles andere leitet sich davon ab.

Denn ich hab das Gefühl, es wird langsam ernst. Wir sind nur noch nicht so weit, dass wir das begriffen haben. Und niemand möchte darüber belehrt werden.

Habt ihr eine Idee?

Nee, jetzt mal so richtig im Ernst und so.

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85: Pläne und Gedanken

Heute ist nichts passiert. Deswegen nur ein paar Pläne und Gedanken:

  • Ich würde gerne einmal einen Marathon laufen. Vielleicht bekomme ich in dieser oder der nächsten Woche von Christian ein paar Tipps, wie das geht und (na ja, in dem Falle aufgrund der Gesundheit auch) ob.
  • Wenn es am Wochenende halbwegs trocken bleibt, würde ich gerne den Rest der Rhein-Tour von Hertogenbosch bis Hoek van Holland in Angriff nehmen.
  • Ich habe in meinen ersten ETF-Sparplan investiert. Aber aus Gründen führt die Bank die Order erst am 15.9. aus.
  • Es ist ein halbwegs nachhaltiger ETF. Ich dachte: Warum nicht.
  • Frage (mehr an mich selbst): Kann die Welt noch irgendwie gerettet werden, und wenn ja, wie kann ich beruflich meinen Teil dazu beitragen? Einiges, was man bei den Kollegen so liest, macht nicht gerade Hoffnung. Und CO2 ist nur eins der Probleme.
  • Das Projekt Entrümpeln und Entmüllen geht mal wieder in die Endphase. Die hatte ich schon mehrfach angekündigt, und im Grunde stimmt das auch jedes Mal. Aber kurz vor dem Ende liegen einfach noch verdammt große Brocken, die viel Zeit fressen.
  • No one said it would be easy. And maybe easy isn’t the way that would help.
  • Wie großartig ist (bisher) „The Last Dance“? Wann immer ich bisschen Zeit übrig habe, verschlinge ich das gerade.
  • „Felix Krull“ hingegen… Ja, ich mag es bestimmt vor allem deswegen bislang (39%) nicht so sehr, weil es anspruchsvoll ist. Wer mag schon intellektuell gefordert werden von etwas, was eigentlich Schulstoff ist…
  • 50% there. 🙂 Das Gute daran, dass neulich meine Espressomaschine defekt war, ist, dass ich mich gerade noch einmal mit Kaffeezubereitung befasse und viel dazu auf YouTube schaue. Wäre schön, das irgendwann zu 100% hinzukriegen.

Bild des Tages:

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78: Meine große Wahlplakatanalyse

Ich muss hier eine kleine Warnung voranstellen. Es wird hier etwas gemein werden. Ich kenne die meisten KandidatInnen noch nicht, weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau, wer ihr seid und wofür ihr inhaltlich steht. Aber ihr habt mich und die ganze Altstadt in den letzten Wochen mit Wahlplakaten nur so zugekleistert. Ich analysiere deswegen hier erstmal nur die Bilder, die ihr dafür eingebracht habt. Und, ja, ich weiß auch, dass ihr Wahlkampf genauso wenig mögt wie ich, er in einer Demokratie aber leider dazugehört. Let’s go!

Soll, vermutlich, ausstrahlen: I bim’s, euer OB, der in sich ruhende, kluge Typ mit den weißen Haaren. Und seitdem ich im Amt bin, wird in Bonn mal wirklich was gebaut.

Wirkt auf mich: Doch erstaunlich seriös. Der hatte einen guten Fotografen, der Mann, an dem selbst Vorwürfe wie die Baufiasken Beethovenhalle und Viktoriabrücke abperlen könnten. Die waren ja ohnehin maßgeblich noch von seinem Vorgänger geplant worden.

Prognose, alleine auf Basis des Wahlkampffotos: Klarer Favorit, wird im ersten Wahlgang 40-50% der Stimmen bekommen und in der Stichwahl 60-70.

Soll, vermutlich, ausstrahlen: Wir machen das hier zusammen, so Workshop-mäßig. Und ihr dürft auch mitmachen, ich entscheide nicht über eure Köpfe hinweg, mehr Demokratie wagen!

Wirkt auf mich: Wie eine übermotivierte Mittelstufen-Klassenlehrerin: „So jetzt alle mal die Bücher weglegen, wir machen ein Bräin-stoar-minng! Kommt, macht mal alle mit. Jeanluca-Kevin: Leg mal das Nintendo weg! Das hier ist viel spannender. Na kommt, macht mit, ach kommt schooon!“

Prognose, alleine auf Basis des Wahlkampffotos: Der Kampf um Platz 2 ist noch lange nicht entschieden. Für die SPD wird es eng.

Soll, vermutlich, ausstrahlen: Bonn ist mir eine Herzensangelegenheit. Ich bin der Stadt verbunden und ich würde sie mit Leidenschaft führen.

Wirkt auf mich: Hallo, ich bin die Katja und ich kleide mich ganz bunt, weil schon die GründungsväterInnen meiner Partei sich so gekleidet haben. Und wenn ich groß bin, dann wäre ich gerne mal Oberbürgermeisterin einer ganz tollen Stadt.

Prognose, alleine auf Basis des Wahlkampffotos: Spricht nur einen kleinen Teil der Wählerschaft an, anders als in anderen Großstädten werden die Grünen bei der Bonner OB-Wahl nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Soll, vermutlich, ausstrahlen: Entspannter Dude, mit dem kannste reden, der hat auch was im Köpfchen, „digital“ ist für ihn kein Fremdwort.

Wirkt auf mich: Nicht unsympathisch, nicht übertrieben. Clever von der FDP, diese Bunt-auf-Schwarzweiß-Wahlplakate nochmal auszugraben, mit denen auch Christian Lindner vor drei Jahren in den Bundestag eingezogen ist. Aber wer sagte damals noch so schön: „Dreitagebart und ein paar schwarz-weiße Fotos sind noch keine Politik.“

Prognose, alleine auf Basis des Wahlkampffotos: Der Mann sitzt in einer zu kleinen Partei, aber im Rennen um Platz 2 hat er noch nicht verloren.

Gemeint ist hier das obere Bild der Linkspartei, das untere ist mehr so Typ Horst Lichter, isch kandidiere.

Soll, vermutlich, ausstrahlen: Jung, erfahren, unbestechlich. Ihr müsst gar nicht warten, bis Kevin Kühnert sich für erfahren genug hält, mich könnt ihr jetzt schon haben.

Wirkt auf mich: Ein bisschen wenigsagend, fast schon lustlos. Nach dem Motto: Wir wissen, dass wir eh nicht gewinnen können, aber wir müssen wenigstens so tun als ob. Wer ist der Typ, wofür steht er, was ist sein großes Ziel außer gegen die CDU zu sein?

Prognose, alleine auf Basis des Wahlkampffotos: Um die 5%.

Soll, vermutlich, ausstrahlen: Wir sind so divers wie möglich und deswegen gut.

Wirkt auf mich: Wie ein versprengter Haufen derer, die den etablierten Parteien aufgrund kruder Ideen zu exotisch waren. Die Inglourious Basterds der Nordstadt. Für jeden der Kandidaten fällt mir spontan ein B-Promi ein, der genauso aussieht. Viktor Lukaschenko inklusive.

Prognose, alleine aus Basis des Wahlkampffotos: <1%

Was meint ihr?

Update, noch zwei Kandidaten:

Soll, vermutlich, ausstrahlen: Ich bin unkonventionell! Und ich verbinde das Traditionelle (alten VW-Bus) mit dem Modernen (hipstermäßig mit altem VW-Bus campen gehen).

Wirkt auf mich: Wählt mich, dann brause ich mit der Kohle davon.

Prognose, alleine auf Basis des Wahlkampffotos: 2-5 Prozent. Aber ganz ehrlich: Die männlichen Kandidaten dieser OB-Wahl, auch Manka, kommen allesamt besser bei mir an als die weiblichen. Woran liegt das?

Unfair! Die Partei darf Satire und deswegen mit der Wahrheit werben, also dem, was die anderen gerne würden. Prognose: >1%.

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74: Corona als Aventure

In nicht mal mehr zwei Wochen wartet ein Aventure, das ich mir Stand jetzt gerne ersparen würde: die neue Tischtennis-Saison. Natürlich haben die Verbände ein Sicherheitskonzept mit Desinfektionen, Abstand, Lüftung etc. vorgesehen. Aber die Aerosolparty wird natürlich trotzdem steigen. In kleinen Turnhallen sammelt sich über den Abend die Atemluft von Dutzenden in der Halle. Und wenn einer davon Corona hat… joa, dann bekommst du es auch.

Ich kann mir im Grunde jetzt schon ausmalen, wie das laufen wird. Bei Heimspielen und solange es noch halbwegs warm draußen ist, kann ich mich zum Spießer aufspielen und die Türen auf Durchzug stellen. Bei Auswärtsspielen werde ich darum bitten müssen und als Weirdo dastehen, wenn ich das tue. Denn die meisten Leute werden die Maßnahmen als lächerliche, überflüssige, von oben diktierte Pflicht ansehen und irgendwann auf die meisten Regeln scheißen. Spätestens dann, wenn das Thermometer draußen unter 10 Grad fällt.

Man stellt mich (und die Anderen) vor das Dilemma, entweder mitzuspielen, die Abende mit einem mulmigen Gefühl zu verbringen und sich im schlimmsten Fall Corona einzuhandeln. Viele denken sich auch hier: na was soll’s. Weil die Medien gerade eiskalt darin versagen, Einzelfälle zu schildern, die Langzeitfolgen der Infizierten zu beschreiben und damit angemessen vor der Krankheit zu warmen. Oder ich spiele eben nicht mit, weil mir meine Gesundheit wichtiger ist. Und laufe damit Gefahr, als Kameradenschwein dazustehen, weil ich meine Mannschaft und meinen Verein im Stich lasse…

Hab noch keine Ahnung, wie ich das lösen soll.

Wer das mit Corona noch ernst nimmt, ist die Mondorfer Fähre, auf der ich heute auf Rückweg meiner kurzen Radtour vorbeikam. Ein Schild weist auf Bedeckung von Mund und Nase hin. Shit, ich hab meine Maske gar nicht dabei, will aber nicht den ganzen Weg zurück. Also fahre ich auf die Fähre, halte mich abseits, improvisiere und ziehe mein T-Shirt hoch und über Mund und Nase und sorge mit einer Hand dafür, dass es auch dort bleibt. Wir sind schon weit über der Hälfte, als der Fährmann mich abkassieren kommt. Ob ich keine Maske dabei hätte? – Nein, leider nicht, deswegen würde ich das T-Shirt dafür benutzen. – Es wäre Maskenpflicht an Bord. Wenn ich keine dabei hätte, müsste ich eine kaufen, Vorschrift. – Äh, nun gut. Was sie koste? – 1,80, das gleiche wie eine Überfahrt mit Fahrrad. – Na gut.

Er nimmt das Geld und geht eine Maske holen, überreicht sie mir und bittet mich, sich aufzuziehen, was ich auch tue. Kaum fünf Sekunden später legen wir an… 🙄

Bisschen witzlos eigentlich. Finde trotzdem, er hat sich korrekt verhalten. Lieber einer nimmt’s ein bisschen zu ernst, als dass es allen egal ist.

Eigentlich wollte ich mal Schriftsteller werden, aber ich bin gerade so weit davon entfernt wie nur irgendwas. Hab trotzdem mal mein altes Manuskript wieder ausgegraben, mich dran erinnert, dass ich vor fast 15 Jahren mal ein Seminar zu kreativem Schreiben besucht habe, und ein, zwei jecke Ideen von damals wiedergefunden. Vielleicht probiere ich es einfach mal mit einer.

Schreiben kann ich übrigens besser, wenn es mir schlecht geht. Geht es mir gut, fehlen mir die entsprechenden Emotionen. Von daher „gut“, dass ich gerade ins Nach-Urlaubs-Loch gefallen bin (Pilger nennen es auch Post-Pilger-Syndrom). Die Klarheit im Urlaub, die Reduktion auf das Wesentliche, die Einfachheit, die vielen neuen Eindrücke, die Menschen, die man unterwegs trifft, bei einem Sporturlaub auch, wie Körper und Geist in Eintracht sind (jaja!). Das alles hört mit einem Schlag auf, und der Alltag mit all seinen Pflichten zieht wieder ein. Ich habe mich schon viermal aufs Fahrrad geschwungen seitdem und einmal war ich (mit erbärmlichem Fitnesswert) joggen. Aber es ist alles nicht dasselbe. Du versuchst, deinen Alltag möglichst bunt zu machen, vielleicht mal ein anderes Café und Restaurant auszuprobieren, was Schönes zu lesen. Das alles macht es auch ein bisschen erträglicher. Aber am Ende hilft nur, es auszuhalten, zu wissen, dass das Loch eben leider kommt, sich nach ein paar Tagen dann aber auch wieder schließt.

Ein bisschen erträglicher gemacht hat es heute ein leckerer Eiskaffee im Galestro:

Und ein fantastischer Köfte-Teller im Sela Beef Döner am Kaiserplatz (die nehmen hier Steak-Fleisch statt dem üblichen Billigfleisch!). Danke an Bonngehtessen für den Tipp!

Und ein bisschen nachgeholte Schulliteratur:

Max Frisch: „Andorra“. Jaja! In der Mittelstufe nur von der Parallelklasse drangenommen. Wir hatten dafür irgendnen anderen Driss, weiß gar nicht mehr welchen, nur dass es ziemlich sicher eins dieser hässlichen gelben Reclam-Hefte war. „Andorra“ gefällt mir. Die gefährliche Stereotypisierung und Gleichgültigkeit der Anderen als Thema. Passend dazu:

Friedrich Dürrenmatt: „Der Besuch der alten Dame“. Herrlich zynisch, wie eine Gemeinde ihre Moral verkauft und eine vermeintliche neue Moral einführt, um an das große Geld zu kommen. Dabei muss man nur leider über eine Leiche gehen, aber die hat ja irgendwo auch selbst Schuld daran, wenn man sich das alles nur so ein bisschen zurechtbiegt… Wohlstand auf Kosten Anderer, den man sich erlaubt, indem man das alles schönredet, was man so tut. Willkommen im Jahr 2020.

Was habt ihr noch an Schulliteratur, was euch in guter Erinnerung geblieben ist? Ich hab gerade Lust, da einiges nachzuholen.

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.72: Ein klarer Fokus

… war schon toll zu haben. Im Urlaub an den meisten Tagen zu wissen, wohin, das hat mächtig beflügelt. Erst einmal in die Schweiz, dann durch die Schweiz, und dann wieder zurück. Vor jeder Etappe stand meist ein Fragezeichen, wohin es genau gehen soll, aber sobald es fiel, konnte mich nichts und niemand aufhalten.

Es wäre immer gut, so einen Fokus zu haben, auch in Beruf, Hobby und Sport, ohne dass es in Stress ausartet. Gar nicht so einfach…

Mein erster Versuch, was aus dem Urlaub mitzunehmen, war das frühe Aufstehen. Und am dritten neuen Arbeitstag ist es morgens schon erheblich später geworden. 😉 Ich glaube, das wird auf Dauer nichts. Was eigentlich schade ist, weil frühes Aufstehen und damit verbunden früher Feierabend gut mit einer Hitzewelle harmonieren würde.

Bei offenem Fenster zu schlafen, was ich zeitgleich versucht habe, ist am Bonner Frankenbadplatz aber keine gute Idee. Es ist da einfach zu laut, und obwohl ich erstaunlich gut dabei einschlafen kann, ist der Schlaf nicht wirklich erholsam.

Arbeiten ist ganz nebenbei anstrengender als Radfahren, zumindest für den Kopf. Da scheint er schlicht mehr Schlaf zu brauchen.

Wenn ich eins aus dem Urlaub gerne mitnehmen wollte, was mir besonders gut gefallen hat, dann ist das – die Bialetti aus der ersten AirBnB-Wohnung. Steht für mich für Ferien, Ferienwohnungen, irgendwie ein gutes Lebensgefühl. Ich habe mir eine bestellt, eine, die (okay, bisschen weniger Urlaubsgefühl) auch auf dem Induktionsherd funktioniert.

Das hatte überraschenderweise nichts damit zu tun, dass meine Espressomaschine seit heute bei der Reparatur ist. Die Heißwasserdüse wollte nicht mehr aufhören zu tropfen…

Die Public Beta von macOS Big Sur führt bisher dazu, dass ich heute dreimal den Akku aufladen musste. Im Firefox stürzt jedes zweite Browser-Fenster ab. Das kriegen sie hoffentlich noch in den Griff…

Ja, jetzt sieht alles was iPad-mäßiger aus. Das isses dann aber auch im Großen und Ganzen. Da von „macOS 11“ zu sprechen, scheint mir reichlich übertrieben.

Mal nachgeschaut, wie weit es eigentlich noch bis Hoek van Holland ist (dem offiziellen Ende der Eurovelo 15 entlang des Rheins). Wieder mal festgestellt: Die Strecke ist das geringste Problem. Das bekäme man an einem Freitagmittag startenden Wochenende hin. Das eigentliche Problem ist die An- oder Abreise mit Bahn und Fahrrad. Ja, die kriegen jetzt Geld, ja, die investieren jetzt. Aber Radreisen sind im Kanon der Deutschen Bahn (die auch in die Niederlande fährt) nicht ernsthaft vorgesehen, in ICEs ohnehin nicht. Ich fürchte, das wird sich auch nicht großartig ändern.

Lustig in diesem Zusammenhang: Gerhard Schröders aktuelle Ehefrau Soyeon Schröder-Kim sorgt sich um den Zustand der Deutschen Bahn. Was sie vermutlich nicht ahnt (aber ruhig mal nachrecherchieren könnte): Mit einem der Hauptverursacher der Misere teilt sie das Bett. Der und sein Duzfreund Hartmut Mehdorn hielten es damals für eine gute Idee, die Bahn auf Kosten der Reisenden kaputtzusparen, damit sie für Investoren attraktiv würde (wie auch immer das genau funktionieren sollte). Schröder ist derweil damit beschäftigt, seinem ehemaligen Regierungssprecher seine getönten Altersmemoiren zu diktieren. Motto, wie früher auch schon: Toll, wie ich das alles wieder hinbekommen habe.

Wenn’s in Bonn mal regnet, dann aber auch richtig. Meinen Olivenbaum hat’s umgeworfen:

Paar Meter weiter der halbe Baum liegt zur Stunde immer noch da.

Einmal noch, weil’s so schön war:

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.44: Regenradeln

Even more notes to self:

  • Investier nochmal in bessere Regenklamotten
  • Auf jeden Fall aber in eine Regenhülle für den Helm
  • Wenn du den ganzen Tag im Regen radeln musst, gönn dir ein Hotelzimmer (oder Jugendherberge, wenn du geizig bist). Sonst wird der Kladderadatsch nie im Leben trocken, du wirst elendig frieren und nein, so ne harte Sau bist du nicht, dass dich das stählt.
  • Ich hoffe, es wird nicht zu viel regnen, wenn du unterwegs bist. Spaß ist nämlich was Anderes.

An der Sieg könnte es ansonsten echt hübsch sein:

Hätten sie nicht die Stromtrasse ausgerechnet dort lang gebaut.

Tolles (und beängstigendes) Video von Vox. Der Mensch breitet sich auf der Erde immer weiter aus und macht damit Pandemien wie jetzt von Covid-19 wahrscheinlicher:

Ich habe mehr und mehr den Verdacht, dass das alles nicht unbedingt gut ausgehen wird. Gar nicht mal im Hinblick auf eine Pandemie. Aber der Klimawandel könnte veheerende Folgen haben, und das Video zeigt auch, dass der Mensch gerade nicht viel Besseres zu tun hat, als die Wälder weiter abzuholzen, Steppen- und Wüstenbildung damit weiter zu befördern, immer mehr Land unfruchtbar zu machen. Wo sollen bald 8, 9, 10 Milliarden Menschen da noch Zugang zu sauberem Wasser, zu genug Essen bekommen? Gute Ideen fehlen. Die klügsten Köpfe entwickeln lieber Maßnahmen, wie sich Autos noch eleganter fahren und wie sich Shopping-Erlebnisse verbessern lassen. Hm…

Hättet ihr ein anderes Stock-Foto genommen, wäre ich bestimmt drauf reingefallen…

Da sind doch sonst immer irgendwelche fröhlich lächelnden Frauen mit Bluetooth-Headset zu sehen. Und die Sparkasse würde eher „Die Sparkasse sorgt sich“ schreiben. Und außerdem habe ich gar kein Sparkassen-Konto. Aber, hey, nah dran!

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Aventure Pieces #15: Gone South

Weil ich heute nichts Besseres zu tun hatte, bin ich einfach mal so weit nach Süden gewandert, wie ich Lust hatte.

Ich kam bis zum Bahnhof Rolandseck (der auch ein Restaurant mit ziemlich teurer Abendkarte hat) und fuhr dann nach einer kleinen Stärkung zurück nach Bonn. Habt ihr auch mal sowas gemacht? Wie weit kamt ihr?

Note to self: Challenge vorbereiten, den Rhein bis an die Mündung hoch zu fahren. In die Schweiz wollte ich ja eh. Frage ist nur noch, ob mit Moped oder E-Bike (ich tendiere mittlerweile zu Letzterem).

Gertie the Dinosaur (1914), der wohl erste zusammenhängende Cartoon der Filmgeschichte (hat tip to Nils):

Außerdem: Das Kabinett des Dr. Caligari (1920, hundert Jahre alt!) (hat tip: dto.). Schon toll mit den expressionistischen Kulissen und dieser eindrucksvollen Mimik. Gruselig finde ich ihn jetzt zwar nicht mehr so, aber auch mit der überraschenden Wendung dürfte er Filmgeschichte geschrieben haben:

Ich gebe aber zu, dass ich den Film ab dem ersten Drittel auf doppelte Geschwindigkeit gestellt habe (geht mit YouTube!), was mehr so dem heutigen Erzähltempo entspricht. Trotzdem ein toller Film!

Ein wenig werde ich das Genre hier noch verfolgen, danach schauen wir uns mal an, was der Tonfilm so zu bieten hat(te). 😉

Spike Lee darüber, dass das Fixieren und gezielte Bewusstlos-Machen eines Menschen in Gewahrsam offenbar zur Polizeiroutine gehört. Zusammenschnitt zweier realer und eines fiktiven Falls:

Wenn du beim Ausmisten Tagebücher deiner Kindheit findest, nochmal liest und herausfindest, was von Anfang an das Problem gewesen sein könnte… Oh Mann… Deswegen wichtiger Tipp auch nochmal an angehende Minimalisten und Frugalisten (heute einen Podcast darüber gehört, die sind noch krasser): Schmeißt nicht alles weg, sortiert clever aus!

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Aventure Pieces #9

Schöne und auch traurige Visualisierung der bislang 100.000 Corona-Toten in den USA in der New York Times. Scrollytelling at its best.

It’s all about dem aerosoles, baby, Doc Drosten says. Ja, und jetzt? Ein paar Jahre kein Fitnessstudio, kein Tischtennis, Großraumbüros nur noch mit einem Drittel an Personal? Kann es ja irgendwie auch nicht sein.

Wenn Gerhard Schröder zusammen mit Bela Anda einen Podcast macht… dann habe ich da irgendwie Bock drauf. Die Person Schröder habe ich immer gemocht. Coole Type, Vollblutrhetoriker, einer, mit dem ich gerne mal ein Abend durchzechen würde. Politisch habe ich ihn gehasst. Neoliberaler als ein Christian Lindner es sich in seinen feuchtesten Träumen ausmalen könnte, hat er eine derart entmenschlichte Privatisierung vorangetrieben, dass selbst Helmut Kohl bei dem Gedanken schlaflose Nächte bekommen hätte. Er hat den Sozialstaat so massiv gekappt, dass in diesem Land mittlerweile blanker Hass regiert, woran wir bis heute knabbern und seine Partei letztendlich zu Grunde gehen wird (die erst in Scharping-Geschwindigkeit zu verstehen beginnt, warum sie plötzlich keiner mehr liebt). Könnte polarisieren, so ein Podcast, aber dafür ist die Person Schröder schon wieder zu sehr von sich eingenommen; der ganze Mist klingt zu hart, als dass man sich vorstellen könnte, dass nur eine Person für all das verantwortlich ist. Reinhören werde ich trotzdem oder gerade deswegen mal.

Mein Test mit dem E-Moped Kumpan 1954 RI ist online. Wenn es nur nicht so teuer wäre…

Charlie Chaplin: The Pawnshop (1916). Toll 🙂

I’m giving you some night pics:

Kleine Gutenachtmusik: Knight Rider Theme mit 8 Cellos:

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Aventure Pieces #1

Liebes Logbuch. Ach nee, die Phrase ist zu ausgelutscht. Aventure Seeker! Irgendwie hat sich das hier noch nicht eingegroovt, und ich glaube, das liegt daran, dass täglich zwar allerhand passiert, aber irgendwie dann doch zu wenig, um jedes ?!* Mal einzeln drüber zu bloggen. Hier heute also mal in Bildern, was ich so erlebt habe.

Mit dem Test-E-Moped nach Godesberg, um da zwei weitere E-Mopeds zu testen. Wenn, dann all in. Den hier:

Niu MQI+ Sport 45

Und diesen hier:

Niu NQI Lite 45

Der kleinere hat mir noch etwas besser gefallen.

Und wenn man schon mal da ist…

Das mit dem Kaffee auf dem Rückweg ist in so fern spooky, dass da ein blauer VW Bus hinter meiner Malhzeit stand…

Wenn ich zuhause Essensfotos mache, steht da nämlich auch immer einer:

Jeder kennt das Problem…

Aber keine Angst, die Rettung ist schon unterwegs!

Talking about solutions. Das hier, im Rewe, finde ich clever:

Um danach dann an der Kasse mit Karte zu bezahlen und wie JEDES VERDAMMTE MAL vom Gerät aufgefordert zu werden, die Scheiß-PIN über die Corona-verseuchte Tastatur einzugeben.

Auch Kneipen werden kreativ:

Ich bin sicher nicht der Erste, der das zum Schießen findet (und nicht einmal mehr sicher, ob ICH das zum ersten Mal zum Schießen finde):

Walking around my hood. Das ist fast schon hübsch für ein Graffity. Warum nicht mal was Politisches machen (oder ist es das schon)?

So wie Joko, Klaas und Sophie Passmann in ihrer 15-minütigen Kunstdarbietung gestern, um einfach mal zu zeigen, was Frauen sich Tag für Tag so anhören dürfen (dabei hätten sie für mein Empfinden sogar ruhig noch härter auftreten können):

Genau, Debian. Ich weiß, wie der Treiber meiner Ethernet-Karte heißt und will den aus hunderten Vorschlägen auswählen, ohne das Touchpad benutzen zu können, das du offenbar auch nicht erkannt hast…

Zum Abschluss noch was Hübscheres. Paar Bilder von der schönen Abendstimmung:

Thanks for watching!

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The Day Corona Died

Nächste Woche beginnt die Fußballbundesliga wieder, ich werde wieder Tischtennis spielen und ins Fitnessstudio gehen können. Ich dürfte mehr als einen Freund jetzt auch in der Öffentlichkeit treffen. Restaurants, Biergärten, sogar Kneipen werden in Kürze wieder aufmachen.

All das wurde heute bekannt. Damit darf ich dann fast alles, was meinen Alltag vor Corona ausgemacht hat. Weit reisen darf ich noch nicht, aber was einen Trip in die Schweiz angeht, wirkt jeglicher Pessimismus offenbar fehl am Platz. Selbst die Bonner Freibäder sollen nun bereits im Mai wieder öffnen, nachdem es anfangs hieß, die würden garantiert diesen Sommer geschlossen bleiben (aber da gehe ich eh nicht rein).

Es mag Zufall sein, aber es scheint mir fast, als wäre damit auch die Wirtschaft endgültig wieder angesprungen. Just heute bekam ich Angebote für vier Testgeräte, mit denen ich teilweise schon nicht mehr gerechnet hatte, weil sie sich wegen Corona immer weiter verzögert hatten oder Ansprechpartner schlicht nicht reagiert hatten. Ein weiteres Testgerät bestellte ich vor zwei paar Tagen privat, und es kam passenderweise heute schon an.

Alles, was ungewiss war, ist heute konkret geworden. Und ich frage mich: Corona? Gab’s das mal? Gibt’s das noch? Ich bin kein Experte, aber angesichts dessen, was wir die letzten Wochen alle aus vermeintlich gutem Grund entbehren mussten, geht mir das jetzt alles fast zu schnell. Das ist keine Lockerung mehr, das ist ein Von-der-Leine-Lassen.

Wenn das mal gut geht…