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Krankheit, Religion und Kapitalismus

Wie ich da am Freitag auf dem Zahnarztstuhl lag, der (angehende) Arzt fragte: „Wollen Sie Anästhesie?“, es klang wie „brauchen wir hier nicht“ und ich auch abwinkte und mir dann dachte: oha. Jetzt brauchst du echt eine Menge Gottvertrauen, damit das hier gut geht.

Es sind die wenigen Momente, in denen man als moderner Mensch in der reichen Welt überhaupt noch mal an Gott denkt. Und so machte ich mir da so meine Gedanken: Waren die Menschen vor >100 Jahren einfach religiöser, weil sie gewisse Probleme noch hatten, die wir nicht mehr in dem Maße haben?

  • Schmerz -> Durch bessere Behandlungsmethoden, vor allem aber Medikamente in vielen Bereichen schlicht abgeschafft. Wir müssen immer weniger Schmerz erdulden.
  • Schwere Krankheiten -> deutlich seltener geworden als vor 100 Jahren vor allem dank besserer hygienischer Zustände und besserer Medizin.
  • Hunger -> in Deutschland für die breite Masse mehr oder weniger abgeschafft durch Hartz IV, Mindestlohn, vor allem aber durch lächerlich billige Lebensmittelpreise und ein fantastisches Netz aus Supermärkten.
  • Sicherheit und Stabilität -> Vor allem erreicht durch internationale Bündnisse, niedrige Korruption und eine funktionierende Justiz.

Wozu braucht man noch Gott, wenn man kaum noch Schmerzen, schwere Krankheiten, Hunger oder Angst davor erdulden muss, sein Leben durch etwas Anderes als ein hohes Alter zu verlieren? Wenn man zu niemandem beten muss, dass alles gut wird. Weil ja im Grunde alles schon gut ist.

Dann braucht man Gott eigentlich nur noch für die Sinnsuche.

Ich will natürlich nichts schönerreden, als es ist. Die Inflation frisst gerade die guten Lebensmittelpreise auf, auch in Deutschland gibt es arme Menschen, die Hunger leiden, es gibt natürlich noch schlimme Krankheiten, viele Menschen leiden Schmerzen und sterben viel zu früh daran; politische Weltlagen können sich schnell ändern, wie man in diesem Jahr sieht. Nur alles nicht mehr in dem Maße wie vor 100 Jahren oder davor. Man macht sich sehr selten mal ein Bild davon, wie gut man es eigentlich hat.

Ich glaube übrigens trotzdem. 🤷🏻‍♂️

Neues iPhone 14 Pro ist da, 1.429 Euro. Hab mich jetzt genug darüber beschwert. Macht einen guten ersten Eindruck. Fühlt sich wie die richtige Wahl an.

Die Sache ist nur: Es war so gut wie keine Vorfreude da. In dem neuen iPhone ist nichts Innovatives, eigentlich nichts, was den hohen Preis rechtfertigt. Ich habe es mir gekauft, weil es mein eins für alles sein soll (Kamera, Fernseher, E-Book-Reader …) und um für die Arbeit darüber zu schreiben. Es wird ein gutes Ding sein, vielleicht sogar nach Mittelung aller Werte das beste Smartphone da draußen. Wäre da jetzt wenigstens irgendwas drin gewesen, was irgendwie innovativ gewesen wäre, wie, ich sag mal: eine Kamera mit variabler Blende wie im Huawei Mate 50 Pro, dann hätte ich das Geld auch, na ja, nicht gerne gezahlt. Aber ich hätte gewusst, warum es so teuer ist.

Aber so funktioniert Kapitalismus doch eigentlich nicht. Kapitalismus funktioniert doch so, dass die Wirtschaft uns mit innovativen, spannenden Produkten mit Want-Faktor zu Konsumopfern macht. Nicht mit überteuerten Dingen, die halt noch nicht schlecht genug sind, um gegenüber Konkurrenzprodukten zurückzufallen. Aber wenn man dann am Ende 1.429 Euro ausgibt für etwas, das man meint, haben zu müssen, das einem dann aber nur ein Achselzucken entlockt… Dann ist der Kapitalismus wirklich in einer ernsten Krise. Oder man selbst. Oder beides.

Shantaram, einer der Romane, bei denen ich nach ein paar Kapiteln ausgestiegen bin, weil es einfach nicht „gehookt“ hat. Habe ich dann auch keine Probleme mit, mir stattdessen die Serie anzuschauen, die bald auf Apple TV+ anläuft:

Umtrunk. Kann man gut machen dort im Vulkan-Brauhaus in Mendig!

Junip: Without you (2011):

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Re-write (your life)

Wenn ich sehe, was ich tagtäglich so schreibe, ist die erste Version meist ziemlich mies. Ein Runterbrettern von Informationen, die Texte voller Fehler. Erst wenn ich nochmal drüber gehe, wird etwas Vernünftiges draus. Gerade dieses Re-writing habe ich in den letzten Jahren perfektioniert. Den ersten Teil irgendwie nicht. So oder so gehe ich jetzt noch einmal über die bereits veröffentlichten Kapitel der Tour und werde sie nochmal verändern und damit verbessern. Denn ich möchte ja ein Buch daraus machen. Ist zwar irgendwie komisch, wenn der genau gleiche Text dann in umgekehrter Reihenfolge hier schon einmal steht. Aber tatsächlich ist dieses WordPress-Template mit Weiß-auf-Schwarz-Vorlage die perfekte Schreibumgebung für mich. Anderswo kann ich nicht… 🙄 Also wundert euch nicht, wenn ich hier in nächster Zeit wenig Neues veröffentliche und dafür alte Kapitel umschreibe.

Und, nein, keine Sorge. Die inneren Kritiker machen längst Party: „Das schaffst du nie! Und wenn doch, wird es ein Reinfall! Was willst du denn damit überhaupt? Wer soll das kaufen oder gar lesen? Ein guter Autor wird aus dir nie! Weißt du, wie teuer das ist?! Solche Bücher gibt es schon Tausende. Ein Kumpel hat erzählt, dass sein Schwager das auch gemacht und keinen Cent damit verdient hat.“

Zum Glück mache ich mir keinerlei Druck damit. Es muss kein Erfolg werden, es muss keiner kaufen, es darf ein Reinfall werden, es ist gar nicht einmal so teuer, und ob der Schwager des Kumpels überhaupt einen Satz fehlerlos geradeaus schreiben kann, kann ich gar nicht beurteilen.

Einfach nur einmal ein Buch veröffentlichen, das ist alles, worum es geht. Und das sollte doch zu schaffen sein, jetzt wo ich das Manuskript nur noch einmal überarbeiten muss.

Ich muss hier weg. Nein, okay, ich muss nicht hier weg. Aber es hält mich auch nichts mehr hier, es zieht mich mittlerweile sogar runter, hier zu sein. Bonn war – mittlerweile auch schon 21 (!) Jahre lang – ein tolles Pflaster, um zu leben, sich auszuprobieren, die meisten (leider nicht alle) der zahlreichen Baustellen zu schließen, die man so hatte, rauszukommen, aus der nordwestdeutschen Kleinstadt-Tristesse. Aber jetzt ödet es mich eigentlich nur noch an. Ich vermisse neue Impulse. Ich vermisse es, in einem coolen Team live vor Ort an etwas zu arbeiten, eine neue Stadt zu erkunden, mich weiterzuentwickeln.

Lange genug habe ich mir nicht mehr zugetraut. Das hatte verschiedene Gründe. Die Sache mit den Baustellen. Jetzt würde ich mich eigentlich nur noch bemitleiden, wenn ich in 20 Jahren immer noch alleine am Frankie in meiner 2-Zimmer-KDB-Wohnung leben würde. Wäre gesellschaftlich betrachtet kein komplettes Versagen, und das wäre mir auch egal, wenn. Aber ich selbst würde mich wie ein Versager fühlen. Wie jemand, der alle Chancen der Welt hatte – und keine davon genutzt hat.

Ja, Bonn war immer gut zu mir. Bonner haben mich vom ersten Tag an willkommen geheißen und das werde ich ihnen nie vergessen. Aber Bonn ist irgendwie trotzdem nie so richtig meine Heimat geworden.

Dummerweise ist gerade ein richtig schlechter Zeitpunkt, um wegzuziehen. Horrende Mieten überall, weiter steigende Kosten, Inflation, die Welt am Scheidepunkt, wenn nicht gar Abgrund.

Und noch dummererweise habe ich immer noch keine Ahnung, wohin eigentlich. 😅 Nur weg, aber ja, irgendein Ziel braucht man dann schon.

„Nein, die Löcher haben kein Gewinde. Das Rad hat da eine Aussparung und da wird der Ständer reingesteckt, in dem die Gewinde sind, hier“, sagte der E-Bike-Monteur und hat meinem Rad binnen 2 Minuten einen neuen Ständer verpasst. Und hätte man das gewusst, hätte man das binnen 5 Minuten auch selbst machen können, statt auf 2.000 km quer durch die Republik das Rad immer nur irgendwo anlehnen zu müssen. 🙄

Unterwegs kam mir ja der heimliche Traum, mal eine Weile als Radmechaniker zu arbeiten – am Kap der Guten Hoffnung oder so. Aber dazu sollte ich mir dringend mal etwas Wissen draufschaffen…

You lack performance? 🤔 Weiß ja nicht, Kameraden, ob ich euch nicht lieber einen anderen Firmennamen vorgeschlagen hätte…

Okay okay, Kleinigkeiten bewegen sich in Bonn doch noch. Sehr zu begrüßen: Die Oxfordstraße ist jetzt nur noch einspurig für den Autoverkehr und dafür gibt es eine richtig ordentliche Fahrrad-/Bustrasse. Danke, Katja! Und wenn du jetzt noch die Todesfalle Bertha-von-Suttner-Platz entschärfen könntest…

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Das neue Normal?

Britischer Premier tritt zurück, russischer Außenminister verlässt vorzeitig den G20-Gipfel, japanischer Ex-Premier wird erschossen. Verrückte Zeiten. Oder das neue Normal?

Mache es heute nochmal kurz. Bin im Buch nicht weiter gekommen, Arbeit aber so weit organisiert, Sport gemacht, Niederländisch-Kinderbuch bis Seite 100 gelesen, drei Dinge an die Straße gestellt: Massage-Apparat (nie benutzt), Videostativ (ersetzt durch Handy-Stativ), Hängematte (nie benutzt). War alles binnen 1:30h weg.

Bin jetzt endlich dabei, den „Paten“ nachzuholen. Nein, tatsächlich noch nie gesehen. Durch die Meldung über den Tod von James Caan noch einmal drauf gebracht worden. Finde das hochinteressant, nach all den Jahren einen Film zu sehen, über den man schon viel gehört, erzählt bekommen und Parodien darüber gesehen hat, dass man – inklusive des Endes 🙄 – eigentlich schon alles weiß. Jetzt geht es nur noch um das „Wie“. Und das ist bisher (Minute 74) fabelhaft.

Der urige Altstadt-Rewe ist jetzt auch einer dieser modernen Einkaufstempel geworden. Fast ein bisschen schade.

Großartig! 😅👌🏻

Schönes Wochenende euch!

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„Sie“ abschaffen

Als wir damals in der 5. Klasse anfingen Englisch zu lernen, dachte ich noch, Deutsch wäre die einzige Sprache, die bei der Anrede zwischen „Sie“ und „du“ unterscheidet. Heute weiß ich, dass das natürlich Quatsch ist. Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch und Niederländisch tun das auch, also eigentlich alle anderen dominierenden westeuropäischen Sprachen außer Englisch.

Was ich hingegen noch nicht verstanden habe: Warum tun wir uns den Blödsinn eigentlich immer noch an? Der Unterschied war meinetwegen notwendig, als es noch verschiedene Stände und Mäjestäten gab (was aber ja eigentlich auch schon Blödsinn war). Und Majestät beliebten mit „Ihr“ angesprochen zu werden; also hier gar kein „Sie“ notwendig. Spätestens seit Abschaffung der Monarchie 1918 und Einführung der Republik ist „Sie“ aber endgültig überholt. Es gibt keine Respektspersonen mehr. Jeder ist weltlich. Selbst der Bundeskanzler mit höchstem Amt im Staate ist nur ein Volksvertreter.

Wir sollten den Quatsch endgültig abschaffen. Eine gute Gelegenheit eigentlich, wo wir doch gerade eh dabei sind zu gendern, was das Zeug hält, und selbst Anreden wie „Damen und Herren“ zur Disposition stellen. Dann aber auch richtig. Klare Kante. Weg mit „Sie“!

Mit gutem Beispiel voran gehen müssen dann natürlich Andere. Ich hatte mich für meinen Reiseführer erstmal für das „Sie“ entschieden. 🙄

Immerhin ist Kapitel 10 jetzt fertig. Und Mensch, ist das eine zähe Angelegenheit! Ich bin gerade in der Phase des Projekts, in dem ich das alles für gar keine gute Idee mehr halte und ich meine Schwächen wie einen kläglichen Wortschatz täglich vor Augen geführt bekomme. Ich kann überhaupt nicht einschätzen, wie lange ich für den ganzen Mist (hah, seht ihr, ich kenne nur „Quatsch“, „Mist“, „Kram“, „Blödsinn“ und vielleicht noch „Mumpitz“. Das ist ganz dünner Wortschatz.) überhaupt noch brauchen werde. Dann werde ich die Urlaubssaison verpassen, am Ende wird’s eh keiner kaufen usw…

Trotzdem denke ich irgendwie überhaupt nicht übers Aufhören nach. Und das macht mir weiter Mut. Denn wenn ich schon eine erfolgreiche Karriere als Buchautor anstreben will, dann muss ich ja mal mit irgendwas anfangen. Das ist meinem Unterbewusstsein anscheinend sonnenklar.

Abendsport. Ich fahre insgesamt 5x den Ippendorfer Berg hoch, bin dabei heute in ausgesprochener Rennradkluft unterwegs. Komme beim 2. Mal an einem anderen Radfahrer vorbei, der gerade telefoniert, und grüße beiläufig mit einem Nicken, weil ich denke, dass ich das wohl darf, wenn ich schon mal Rennradkluft trage.

Schon beim nächsten Aufstieg grüßt er mich wie einen alten Freund: „Wie oft fährst du denn da jetzt noch rauf? Fährst du mit Motor oder ohne?“. Ich keuche ihm überrascht etwas entgegen.

So geht das bei den letzten drei Aufstiegen jedes Mal. Und irgendwann freue ich mich, dass er da steht und mir nett was zuruft, als wäre er mein Coach.

Das würde ich gerne auch können. Aber irgendwie kriege ich es nicht aus mir raus, völlig Fremden erst einmal mit Misstrauen zu begegnen. Selbst wenn man etwas gemeinsam hat.

Geschweige denn, die Chance zu nutzen, mit Leuten, die offensichtlich nett und kommunikativ sind, mal einen Smalltalk zu halten. Es ergab sich irgendwie nicht, weil ich entweder auf dem Weg nach oben, also aus der Puste war, oder auf dem Weg nach unten und dann mit fast 50 km/h auf dem Tacho schlecht anhalten konnte. Aber ja, mit etwas mehr gutem Willen hätte man einfach mal kurz anhalten… 🙄

Ich arbeite daran…

Daily sort-out: Alten Elektronikkram an die Straße gestellt: Amazon Echo Dot, USB-TV-Adapter samt passendem Koaxial-Kabel, kaputten Polfilter für eine Kamera, verschenkte und zurückerhaltene Hülle für ein iPhone 13 Mini, Ansteckmikrofon mit Klinkenanschluss, Billig-Solarzelle, die nie wirklich funktioniert hat und noch irgendwelchen Krempel.

Nach ner halben Stunde war alles weg, inklusive dem „Zu verschenken“-Schild…

Wieso schafft es der Puffer eigentlich immer bis 98 und 99 Prozent und hört dann erst auf? 🤨

Seriously, Rechtschreibkorrektur? 🤨

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Solange es geht

Murmansk in Nordrussland war eine Stadt, die ich immer mal besuchen wollte. Und als ich dann die Chance hatte und gerade „in der Gegend“ (Nordkap) war, habe ich meinen ganzen Mut zusammengenommen und bin rübergefahren. Ich spreche so gut wie kein Wort Russisch, Russen in der Regel schlechtes bis gar kein Englisch. Aber trotzdem hat’s irgendwie geklappt. Und genial war’s! Die Stadt irgendwo zwischen Kommunismus und Moderne, und dann ging es weiter auf dem „Highway“ runter in Richtung Sankt Petersburg. Und weil ich an einem Tag hunderte Kilometer abriss und nichts als Straße sah, bog ich an einer Ausfahrt einfach mal ab, landete in ein Dorf, das aussah wie Bullerbü, sah eine alte Babuschka in türkisem Kleid in der Tür zu ihrem türkisen Haus stehen und lächeln – und stieg aus.

Es war das erste Mal seit dem Kindergarten, dass ich einem Menschen gegenüber stand, der keinerlei Argwohn in sich trug, null. Wir standen da, lächelten uns an, unterhielten uns bestimmt eine Viertelstunde lang mit Händen, Füßen und Google Translate über Ich-weiß-nicht-was und fühlten uns irgendwie verbunden.

Es ging danach noch weiter in einen kleinen Ort namens Kem, direkt am Weißen Meer gelegen, die einzige Übernachtungsmöglichkeit in hunderten Kilometern Umkreis, die sich auf Booking.com buchen ließ. Was dann auch die einzigen Worte waren, die mein russischer Gastgeber auf Englisch beherrschte: „Jürgen! … … … Booooking.com!“

Ich traf dort eine Russin, die fließend Englisch sprach und mir die Unterschiede zwischen Moskau und Sankt Petersburg erklärte, während ihr Mann daneben stand und einfach nur lächelte – ohne ein Wort sagen zu können. Für zwei Tage ging es dann noch nach Sankt Petersburg und seine atemberaubende Paläste, wo ich mich mit der sehr hübschen Verkäuferin eines Souvenirladens über Putin-Matruschkas und Putin-Kartenspielen unterhielt. Damals konnten wir noch darüber lachen. Ich ging in einen Supermarkt und sprengte die Bank, weil ich mit dem Geld durcheinander kam und meine Snacks mit einem 10.000- statt einem 1.000-Rubel-Schein bezahlte. Erst später fand ich raus, dass man in Russland eigentlich längst alles per Smartphone bezahlte. Die Verkäuferin murmelte etwas, ging ins Hinterstübchen und kam mit einem daumendicken Paket an Scheinen als Wechselgeld zurück, während die Leute hinter mir in der Schlange ohne einen Mucks seelenruhig warteten, bis wir so weit waren.

Die Erkenntnis, die blieb, jedenfalls: Was. Für. Tolle. Menschen. Dort!

Und das sollen jetzt unsere Feinde sein?

Okay, wir sehen das nicht so schwarz-weiß; Putin ist der Böse, die Russen nicht. Zumindest, solange wir ihnen nicht auf dem Schlachtfeld gegenüberstehen, was ich immer noch nicht für ganz ausgeschlossen halte…

Aber darum geht’s mir heute eigentlich gar nicht. Es geht mir darum, dass diese Reise heute so nicht mehr möglich wäre. Selbst wenn ich irgendwie doch noch nach Russland einreisen könnte, ein freies Bewegen wäre nicht mehr möglich, die Menschen würden anders auf mich reagieren, es wäre wahrscheinlich auch einfach keine gute Idee gerade, dorthin zu reisen.

Also dieses „Mache-ich-später-mal“ ist eine ganz schlechte Idee. Denn es kann und wird immer etwas dazwischen kommen. Mein weiser Rat also: Worauf ihr die Chance habt: tut es sofort, bevor es zu spät ist!

Speaking of which: Weltreise – why the hell not? Ich setze mir mal den 1.1.23 als Startdatum, denn es ist gut, klare Ziele vor Augen zu haben. Wenn es früher klappt: auch okay.

Daily sort-out: Die Endauswahl steht. Yeah!

Sind nur leider 37 Bilder, die ich gerne aufhängen würde, aber nur 9 Rahmen frei.

Muss ich wohl noch bisschen Platz für mehr Bilder schaffen.

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Alles nochmal neu hören?

Ich mag „The Office (US)“, hole das gerade mit reichlich Verspätung nach und feiere das ziemlich ab. Klar sind da alles voller Chaoten im Büro und ein narzisstischer Chef. Aber jede Folge ist dann doch wie ein kleiner Familienausflug. In einer Folge erlebte Andy eine ziemliche Enttäuschung nach einer Aufführung in seinem Laientheater – und die ganze Mannschaft kommt am Schluss vorbei, um ihn wieder aufzubauen:

Das ist schon herzensgut. Was mir aber vor allem aufgefallen ist: der Song aus dem Video! Das ist natürlich eine Neuinterpretation von Macy Greys „I try“. Den Originalsong kannte ich (ich bin in den 90ern stecken geblieben und kenne jeden erfolgreicheren Popsong aus der Zeit. Try me!). Mir war der Text bis dahin aber nie sonderlich aufgefallen.

Und der gefällt mir bei genauerer Betrachtung ziemlich gut. Ein Liebeslied mal anders herum, sich eingestehen jemanden zu vermissen, auch wenn man eigentlich so tut, als würde einen die Trennung nichts anhaben („though I try to hide it, it’s clear: my world crumbles when you are not here“).

Damals war mein Englisch noch nicht gut genug, oder ich habe einfach nie mal wirklich auf den Text gehört – bis jetzt.

Eine ähnliche Offenbarung hatte ich neulich, als ich mir „What’s up“ von den 4 Non Blondes noch einmal genau angehört und auf den Text geachtet habe. Und schon einmal vor langer langer Zeit bei William Shatners herrlicher Neuinterpretation von Pulps „Common People“.

Was ich mich gerade frage, ist: Wie viele Lieder aus seiner Jugend müsste man wohl eigentlich nochmal neu hören, um herauszufinden, wozu man da eigentlich alles so mitgesummt hat, ohne es genau zu wissen oder mal genau hinzuhören? Welche Lieder, die man geliebt hat, waren vom Text her am Ende in Wahrheit Schrott? Und anders herum: Welche Perlen sind einem da entgangen, wo man mal besser aufgepasst hätte? Fällt euch da was ein?

A propos Musik: Liam Gallagher hat ein neues Album raus. Und es ist leider wie immer, wenn Liam Gallagher ein neues Album rausbringt: Es klingt nach Oasis, ist es aber nicht. Und das Stigma wird er nicht mehr los, bis er und Nöl nochmal gemeinsam… aber das wisst ihr ja.

Ist der Name „(I wish I had) More Power“ hier Programm? Der Song gefällt mir allerdings trotzdem irgendwie. Talent hat er ja… 🙄

Und, ach so, der Text… Na ja…

Daily sort-out. Mir ist aufgefallen, dass ich noch keine finale Auswahl zum Drucken treffen kann, ehe ich den Best-of-Singapore-Ordner noch einmal durchgegangen bin. 1.400 Fotos. Verdammt…

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Summer of Change

Ich mag Veränderungen nur, wenn Sie nicht zu viel Neues bringen. 🙄

Und jetzt gerade ändert sich viel. Die bekannte Weltordnung, das Klima, bei mir die Arbeit, die Persönlichkeit, vielleicht auch mittelfristig der Aufenthaltsort. Da bekommt man teilweise die Krise.

Nein, kann man nicht anders sagen: Es wird ein Sommer der massiven Veränderungen werden. Ich tue mein Bestes, damit die alle in die richtige Richtung gehen. Wenn Veränderungen nicht Überhand nehmen, können sie sogar Spaß machen. Deswegen jetzt erstmal Schritt für Schritt.

Der Singapur-Reiseführer stockt. Bilder sind aussortiert, von der Mehrheit der Kapitel steht der Rohtext, aber seit Wochen hängt es bei einzelnen Kapiteln, für die mir einfach die Zeit fehlt, selbst für Microschritte.

Heute habe ich endlich mal ein bisschen weiter gemacht, die letzten noch offenen Kapitel immerhin in eine Reihe geschoben (es fehlt noch ungefähr ein Drittel), den Rest gelöscht. Wird noch eine ganze Menge Arbeit, aber die wirkt jetzt zumindest wieder überschaubar.

Toll war’s gestern auf der Bonner Theaternacht 2022! Nette Leute, tief gehende Gespräche, viel Kultur, Gedichte über das Cala d’Or (eine verranzte, aber kultige Pizzeria) und das Neinhorn:

Ich plädiere für mehr Feier- und Brückentage. Man kommt mal zur Ruhe, man hat die Zeit, Dinge auszusortieren, sich mal zu sammeln und einfach mal einen ganzen Abend auf der Couch zu verbringen.

Social-Media-Beratung vom Stuckateur. #jedermachtalles

Daily sort-out. Noch was aussortiert unter den druckfähigen Bildern, Ordner minimiert von 700 auf nur noch 200 Fotos. Hier noch ein paar Exemplare (teils aussortiert, teils behalten):

Morgen dann die Endauswahl.

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Printworthy

Es folgen ein paar Bilder, die ich mal für ausdruckens-und-an-die-Wand-hängenswert fand. Teilweise müssten sie noch etwas bearbeitet werden. Einiges davon fand ich wohl komisch, einiges bei näherer Betrachtung jetzt nicht mehr so. Könnt ihr verstehen warum? 😉

Irgendwelche Favoriten?

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Abnehmen an den falschen Stellen

Neulich habe ich meinen Bart ein wenig gestutzt, mich danach im Spiegel betrachtet und festgestellt: Du hast abgenommen. Dein vermaledeiter Kopf ist schmaler geworden!

So war das verdammt nochmal nicht geplant! Der Bauch soll weg, der Rest kann so bleiben, wie er ist. Nur sieht das mein Körper anscheinend ein wenig anders. Ich habe auch nichts dagegen, im Ganzen ein wenig schmaler zu werden. Ich hatte mal XL, neulich waren mir einzelne Hemden, die ich bestellt hatte, selbst in M noch eine Nummer zu groß. Das fühlt sich dann gut an.

Seit ich aus Singapur wieder da bin und danach erst einmal zugelegt habe (der Stoffwechsel stellt sich um), habe ich wieder 3kg abgenommen. Auch mein Training habe ich ein wenig umgestellt. Ein Sportwissenschaftler, den ich in Singapur kennengelernt hatte, sagte: „geh nach dem Radfahren noch eine Runde laufen, das hat den besten Fettverbrennungseffekt.“ Kann sein, dass mein Bauch auch ein wenig kleiner geworden ist, aber im direkten Vergleich hat der Kopf mehr abgenommen. Verdammt.

Ich muss mal ein wenig halblang machen. War doch alles was viel die letzten Wochen. Weiß noch gar nicht, was ich „einspare“, das Bloggen eigentlich nicht. Ein paar lange Wochenenden wären gut. Oh, kommen da nicht Christi Himmelfahrt und Pfingsten? 🙂

The KLF ist endlich auf Spotify! Woher ich das weiß? Weil jemand unten auf dem Platz die gerade hört. 😂 Aber in dem Falle freue ich mich darüber. Krass, dass ich ausgerechnet diesen Song von denen am meisten vermisst habe (lange nicht ihr größter Hit, aber ihr rockigster):

Daily sort-out. Könnte mich immer wieder kaputtlachen über Singapurer Bürokratie: 1. fehlt, 2. Ihr Antrag auf Verlängerung des Aufenthalts wurde (ohne Begründung) abgelehnt. 3. Danke.

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Hm Tech

Dinge kaufen als Minimalist

Als angehender Minimalist will man sich ja am liebsten von Dingen „befreien“. Das ändert nichts daran, dass man einige Sachen ja schon braucht und damit hin und wieder etwas kaufen muss. Das Schlimme daran ist, dass die Dinge, die man dann kauft, immer teurer werden. Man legt plötzlich Wert auf Qualität, hofft vielleicht sogar, dass sie die letzten sind, die man jemals kauft.

Aktuell brauche ich mal wieder ein paar Klamotten, vor allem aber ein neues Smartphone. Die Idee, ich wechsle von einem teuren iPhone zu einem billigen Android, scheint nicht aufzugehen. Das Xiaomi 12X war einfach zu schlecht dafür. Das Samsung S22+, das ich gerade teste, überzeugt mich auch nicht restlos. Ich mag Samsung, aber richtig zufrieden wäre ich wohl erst mit dem S22 Ultra, das mehr oder weniger genauso viel kostet wie ein iPhone 13 Pro Max. Jeweils weeeeiiit über 1.000 Euro.

Jemand noch ne Idee, was ich da nehmen kann? Ich mag sonst noch Oppo, aber das Find X5 Pro ist leider auch nicht viel billiger (und besser auch nicht). Das Pixel 6 Pro ist mir „zu viel Google“, vielleicht noch OnePlus?

Ich treffe Boris! :)) Der erste Netzmensch seit Jahren, den ich persönlich kennenlerne. Hoch geschätzter Kommentator dieses Blogs, ich habe ihn jahrelang scherzhaft (?) „meinen einzigen Leser“ genannt. Jetzt, also in knapp 2 Wochen, ist es so weit. Ich bin sehr gespannt!

Ich hole gerade „The Office (US)“ nach (gibt es auf Netflix). Und meine Güte, macht das Spaß! Ich hab immer gedacht, das wäre mehr oder weniger das Gleiche wie „Stromberg“. Der Humor ist aber doch deutlich ausgefeilter, tiefsinniger und – wenn auch manchmal ähnlich fremdschämig – irgendwo etwas herzlicher. Jim etwa treibt zwar auch Scherze mit dem überambitionierten Dwight (großartiger Charakter, meisterhaft gespielt von Rainn Wilson!). Am Ende schlägt der sich aber meist selbst, während das, was Ulf mit Ernie bei Stromberg macht, klares Mobbing ist. Es ist nicht immer nur lustig, manchmal ist es wie das Treffen mit guten Freunden, irgendwie einfach gemütlich. Bei der einen oder anderen Folge bin ich aber ohne Übertreibung vor Lachen fast vom Stuhl gefallen. Etwa wenn Dwight in Folge 4.3 gegen den neu geschaffenen Online-Shop antelefoniert oder Michael sich in Folge 4.14 „rührend“ um den zu verabschiedenden Toby „kümmert“.

Von den gleichen Drehbuchautoren stammt auch „Upload“ auf Amazon. Sollte man vielleicht als nächstes nachholen.

Daily sort-out, Spätsommer in Scheveningen:

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Sommer

Seasonal Affective Disorder ist ein Phänomen, das laut Studien angeblich nur 10 Prozent der Menschen selbst im nördlichsten US-Bundesstaat Alaska befällt. Es führt zu einem gesteigerten Bedürfnis an Schlaf, Essen und außerdem zu Angststörungen. Zu Antriebslosigkeit sowieso. Wikipedia Deutschland übersetzt es schlicht mit „Winterdepression“. Sorry, ich habe vergessen, wo ich das eigentlich aufgeschnappt habe.

Während ich zum einen weiß, dass ich davon betroffen bin, wundert es mich zum anderen, dass es nur so wenige Menschen betrifft. Laut dem Wikipedia-Beitrag sind es zwar 20 Prozent in Irland, aber nur 3 Prozent in den Niederlanden. Auch in Island sollen die Zahlen weit niedriger liegen als anderswo, angeblich auf Grund des hohen Fischkonsums dort.

Also Fisch gegen Winterdepression. Wäre einen Versuch wert. Oder aber: woanders hinziehen. Just heute, als temporär der Sommer raus kam, ging es mit meiner Laune auch direkt aufwärts. Wie sie das auch schon in Singapur die meiste Zeit tat. Wem will ich hier eigentlich etwas vormachen? Der deutsche Winter ist nichts für mich. Ich habe die Möglichkeit, woanders zu leben. Sobald ich weiß, wo, und was ich gegen Einsamkeit tun kann, sollte ich es in die Tat umsetzen. Natürlich gilt es erst einmal herauszufinden, wo es sich eigentlich gut leben lässt.

Daily sort-out. Hach, Scheveningen, schoonheid aan zee!

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Wie soll’s weitergehen?

Beschlossen, dass ich Bonn nicht eher verlasse, als bis ich fertigminimiert bin/habe. Mich selbst und all mein Zeug. Das ist idealerweise diesen Sommer so weit. Meine beiden besten Freunde werden aus Bonn wegziehen, mich hält dann hier nicht mehr all zu viel eigentlich, auch wenn ich natürlich viele tolle Menschen hier kenne und sehr vermissen würde. In Bonn habe ich ansonsten alles gesehen und das engt mich ein. Klar, die Stadt hat gute Chancen, sich noch einmal richtig auf links zu drehen. Und hoffentlich tut sie das in diesem Jahrzehnt auch noch einmal richtig; es wäre wünschenswert! Aber irgendwie fühle ich mich beinahe zu alt dafür, um noch Teil davon zu sein, gleichzeitig zu jung, um mich hier schon zur Ruhe zu setzen. Ich glaube, ich würde gerne weg.

Ich weiß aber überhaupt nicht wohin, und dieses Nichtwissen macht mich bekloppt. Ich bin niemand, der schnell Freunde findet, geschweige denn eine Lebenspartnerin. Ich habe Tinder durchgespielt und das Ende war lange nicht so gut wie die vorletzte Staffel… Ich lerne hin und wieder eine Frau kennen, die ich charmant finde und mit der ich mir vorstellen könnte, eine Beziehung einzugehen. Aber es ist dann immer einseitig, von den Frauen kommt nie etwas zurück. Was vermutlich wiederum an mir liegt.

Denke ich noch einmal genau drüber nach, klingt eine Weltreise eigentlich immer realistischer. Vielleicht sogar der jecke Plan, den mir Gott (?) vor beinahe 10 Jahren am heiligen Abend in der Kirche zugeflüstert hat: mit dem Auto nach Australien zu fahren. CO2-Fußabdruck? Ziemlich hoch. Vielleicht darf ich auch ein E-Auto nehmen oder ein überdachtes Fahrrad, wenn das auch als Auto zählt.

Mal Gott fragen…

Daily sort-out:

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Narrative und Wahrheit

Jetzt einfach nur mal angenommen, Russland hätte Recht: Man würde da eine Militäroperation fahren, um Russen in den „Donbass-Republiken“ (sic!) beizustehen, die seit Jahren vom ukrainischen Regime drangsaliert würden (Quelle: SNANews)… Dann frage ich mich doch, warum man deswegen eine Stadt wie Mariupol, die gar nicht in den beanspruchten Gebieten liegt, dem Erdboden gleichmachen musste. Warum man Städte wie Charkiw bombardierte, in denen hauptsächlich russischstämmige Menschen wohnen. Warum man Flüchtlingsbusse nicht passieren lässt. Oder warum von Russland gelenkte Medien in den News auf den Vorwurf mit 400 Toten Zivilisten in Butscha gar nicht eingehen, noch nicht einmal das russische Narrativ, das sei vom Westen „inszeniert“, um Russlands Ruf zu schaden. Dann ergeben 1 und 1 nicht so wirklich 2.

Aber nur mal angenommen, entweder eine oder beide Seiten lügten. Und weil in einem Krieg ohnehin die Wahrheit zuerst stirbt. Wo würde man dann eigentlich noch unabhängige Nachrichten finden? Bei den Chinesen?

Ich habe mich tatsächlich mal auf CGTN umgeschaut, dem englischsprachigen Auslandsnachrichtensender Chinas, der direkt der Kommunistischen Partei untersteht und von ihr betrieben wird. China steht hier interessanterweise zwischen mehreren Stühlen, hatte selbst eine kriegerische und expansive Vergangenheit (Tibet), wird Menschenrechtsverletzungen beschuldigt (Uiguren), befindet sich mit den USA im Handelskrieg, steht international oft auf der Seite Russlands, braucht aber auch Europa und den Nahen Osten als Absatzmarkt. Und jetzt kommt der Ukrainekrieg. Wie reagiert CGTN?

Überraschend objektiv:

  • In einem Video besucht ein TV-Team verwüstetes Kriegsgebiet nach dem Abzug russischer Truppen. Der Reporter berichtet objektiv über das, was er sieht, zerstörte Ortschaften, von Panzern plattgewalzte Autos, aber auch tote russische Soldaten, die wohl gerade auf dem Rückzug waren.
  • Ein Kommentar befasst sich damit, dass Kriege wie der in der Ukraine auch ein Krieg der Medien um die Wahrheit sei.
  • Ein Nachrichtenbeitrag thematisiert Butcha und dass ein Kreml-Sprecher Videos und Bilder über Tote als „Fake News“ bezeichne, während einzelne Europäische Länder und die Ukraine Russland dafür verantwortlich machten.
  • Der Live-Ticker rattert ohne Meinung die Nachrichtenlage runter. Dass russische Truppen sich aus einzelnen Gebieten zurückgezogen hätten, dass aber auch der Bürgermeister von Mariupol beschreibt, dass die Stadt zu 90 Prozent zerstört sei. Jede Nachricht mit Hinweis auf die Quelle, die es gesagt hat. Der Nachrichtenticker selbst trägt den Begriff „Ukraine Russia Border Crisis“ in der URL.

Der Rest der Nachrichten über die Ukraine auf CGTN ist ähnlich neutral von chinesischer Seite her. Etwa dass Sanktionen weit reichenden Einfluss auf die Weltwirtschaft hätten. Geht es um die USA und Joe Biden, werden die Kommentaren auch schon mal deutlicher und kritischer. Was die Geschehnisse in der Ukraine anbelangt: objektiver geht es kaum. Interessant!

Könnte das die Lösung sein, über einen Krieg medial zu berichten? In unseren Medien herrschen in der Tat derzeit Meinungen vor. Es beeinflusst uns, wenn die Nachrichten mit einem Politiker aufmachen, der schärfere Sanktionen fordert, damit sollten wir uns unsere Meinung doch selbst bilden, so gut es eben geht. Die offensichtlichen Gräueltaten in Butscha wurden von Journalisten belegt. Bilder und Videos dazu gingen heute um die Welt. Dass Russland hier „Fake News“ schreit oder von einer amerikanischen Inszenierung spricht, klingt billig und ist es wahrscheinlich auch. Kann eine unabhängige internationale Kommission hier die „Wahrheit“ aufdecken? Aber welche Organisation ist schon wirklich unabhängig? Die Chinesen? Natürlich auch nicht. Es ist schwer…

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Rezession oder Menschenleben?

Heute Abend ein Makroökonom (Namen leider vergessen) im Programm von Deutschlandfunk Nova. Was denn wäre, fragt die Moderatorin, wenn Russland uns wirklich den Öl- und Gashahn abdrehen würde. Was würde das für die deutsche Wirtschaft bedeuten?

Nun, dann würde Deutschland in die Rezession schlittern, sagt der Ökonom. Sein Institut hätte errechnet, dass die Wirtschaft dann 2022 um 2 Prozent schrumpfen würde. Das wäre in etwa vergleichbar mit 2020, als die Wirtschaft wegen der Corona-Pandemie in die Rezession schlitt.

Und was würde das für die Bürger bedeuten? Blieben dann im nächsten Winter die Wohnungen kalt? Nun, das hänge davon ab, was jetzt wirklich passieren würde. Einen Teil des russischen Gases (macht 55 Prozent der aktuellen Liefermenge aus) könne ersetzt werden. Aber wenn es nicht anders ginge, dann könnten die nächsten Monate noch für eine Kraftanstrengung verwendet werden, um möglichst viele Gebäude mit alternativen Heizmethoden umzurüsten. Unmöglich wäre das zumindest nicht.

Nichts ist einfach in der Politik. Ob ein Verzicht auf russisches Öl und Gas wirklich dafür sorgt, dass Putin schon nächste Woche kein Geld mehr hat, um seinen hirnlosen Krieg zu finanzieren – ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Und ja, es mehren sich die Anzeichen, dass das alles gar nicht nötig sein könnte, dass die Ukraine und Russland sich in Bälde vielleicht auf einen Waffenstillstand einigen und die Ukraine sich damit zufrieden gibt, ein blockfreier Staat zu sein.

Aber es wirft ein richtig schlechtes Licht auf Deutschland. Wir wägen ab. Menschenleben gegen leichte Rezession. Irgendwo las ich auch, wir hätten uns mit diesem Krieg abgefunden und würden nur noch seine Folgen verwalten. Gelb-blaue Flaggen hissen, Flüchtlinge aufnehmen, Trost spenden, Waffen liefern. Wegen 2 Prozent Wirtschaftsabschwung? Das ist uns also wirklich wichtiger, als dass ein paar Kilometer von uns entfernt Tausende sterben? Ich verstehe das alles nicht. Wo ist unser Mitgefühl, wo ist unsere Moral? Was ist denn bloß los mit diesem Land?

„Lara“: Schade, dass Jan-Ole Gerster nur alle paar Jahre einen Film dreht. Sein Erstlingswerk „Oh Boy“ ist seitdem einer meiner Lieblingsfilme. „Lara“ erzählt eine ganz ähnliche Geschichte, aber diesmal aus Sicht einer 60-jährigen Frau, die Geburtstag hat, mit der aber keiner irgendwie feiern will. Ist wohl schon von 2019, mir irgendwie durchgerutscht, aktuell aber in der Arte-Mediathek verfügbar. Lohnt sich, ist toll!

Hab meinen GMail-Speicher geleert. Beitrag dazu in Kürze im Trendblog. Früher warb Google mal damit, man müsse nie mehr eine E-Mail löschen. Heute musste ich das doch. Ich war bei 14,81 von 15 freien GB, nach ein paar Klicks sind es jetzt nur noch 6,29 GB.

Es waren allerdings ein paar Klicks mehr, als ich dachte, und Google hat es mir nicht erspart, E-Mails mit großen Anhängen noch einmal von Hand durchzugehen. Darunter waren auch Mails vergangener Liebschaften; gemeinsame Fotos, eine bedankte sich für das schönste Geburtstagsgeschenk, dass sie jemals bekommen hätte… Heute passiert mir sowas nicht mehr, man schreibt sich irgendwie einfach nicht mehr. Na, schönen Dank jedenfalls, Google, für die Erinnerung……

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In Würde altern, wie geht das eigentlich?

Eine Frage, die ich mir so stellte, als ich mir vorhin beim Tischtennistraining irgendwie müde und unfit vorkam. 3-4 Kilo habe ich auch wieder zugelegt, seit ich aus Singapur zurück bin, das hilft auch nicht gerade (und das ist, leider, normal, im tropischen Klima läuft der Stoffwechsel schneller).

Also, Problemstellung: Man wird alt und fühlt sich manchmal auch so. Ich sprach mit Olaf aus meinem Tischtennisverein heute darüber, was Tischtennisspieler im hohen Alter so machen. Wenn es gut läuft, profitieren sie von der Erfahrung und einem „Händchen“, schicken dann den Gegner von links nach rechts, nach vorne und hinten, ohne selber laufen zu müssen.

Wenn es schlecht läuft, spielen sie mit langen Noppen, hoffen damit, das Spiel des unerfahrenen Gegners zu zerstören (was oft genug gelingt), und lassen sich irgendeine mehr oder weniger faire Marotte einfallen, um den Gegner einzuwickeln. Zum Beispiel, den gebrechlichen alten Mann zu spielen, der Knie, Hüfte und Schulter gleichzeitig hat, beim Gegner Mitleid erwirkt und im dritten Satz plötzlich wie Phönix aus der Asche steigt und jeden Ball trifft. Dazu vielleicht noch den Gegner blöd anmacht, sich vor jedem Aufschlag 30 Sekunden Zeit lässt, immer wieder Pausen erwirkt, die er eigentlich gar nicht braucht. So etwas. Alles schon erlebt… Besonders würdevoll ist das nicht.

Vielleicht ist die Lösung: Gelassenheit und Weisheit. Alles nicht mehr so ernst nehmen, sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, aber sich doch Fähigkeiten und Fertigkeiten angeeignet haben, die Kraft und Geschwindigkeit ersetzen.

Ich fange schon einmal an, daran zu arbeiten.

A propos in Würde altern: Ich habe gestern und heute meine ersten echten Reels gedreht. Kurze, vertikale Videos für TikTok, YouTube Stories oder Instagram. Bin anscheinend dafür noch nicht zu alt.

Tom Cruise im Übrigen auch noch nicht für Top Gun: Maverick, scheint es. Sieht gut, aus der Trailer!

Ich wollte hier eigentlich noch zwei Bilder gepostet haben, aber das führte dazu, dass WordPress den ganzen Beitrag nicht anzeigen wollte. Dann halt nicht. Stellt euch ein verregnetes Haltern am See und einen sonnigen Kanal bei Nordhorn vor. Bilder von meinem Urlaub letzten Sommer. WordPress will mir damit wohl sagen, dass die eh keiner sehen will. 🤔

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Heute mal etwas weniger Schaum vor dem Mund

… es bringt ja nichts. Ich ende hier sonst noch als verbitterter, alter Mann. Wobei ich schon glaube, dass ein Energieboykott alleine vielleicht nicht die Lösung ist, aber Putin mit der Ukraine noch lange nicht genug haben wird. Wir werden uns nicht für immer raus halten können, auch wenn wir jetzt noch so tun, als ginge uns das alles nichts an… Lösungen dringend erbeten. Das Baltikum, Polen und Moldawien schnellstmöglich bis an die Zähne bewaffnen?!

Ich wollte/musste die Bilder von meinem iPhone 12 Pro Max löschen und stellte verblüfft fest, dass der Speicher halb voll ist. Fast 190 GB alleine an Fotos und Videos –  die muss man erstmal vom Gerät runter kriegen. Ich buchte 200 GB iCloud-Speicher und wollte die Bilder dorthin laden, was die iCloud auch in einer stolzen Geschwindigkeit von etwa 1 Bild/Minute bewerkstelligen wollte. Hab den Kauf storniert und lade die Bilder jetzt mit „Digitale Fotos“ via Kabel vom iPhone auf die externe Festplatte, die ich eigentlich schon längst nicht mehr haben wollte. Minimalismus ist manchmal gar nicht so einfach.

Mein neues Phone, das Xiaomi 12X. Erster Eindruck: ziemlich gut, aber dem Prozessor (SDG 870) merkt man an, dass er nicht mehr der jüngste ist! Zweiter Eindruck: Sie haben Android 12 versprochen, es ist nur Android 11 drauf! Im Angesicht eines dritten Weltkriegs zwar nicht lebenswichtig, aber trotzdem ja nicht ganz korrekt.

Kultur: „Dazed and Confused“: Teenagerkomödie von 1993. Kann gar nicht genau sagen, worum es da eigentlich genau geht, aber Spaß hat’s irgendwie schon gemacht, vor allem die Tatsache, spätere Weltstars wie Matthew McConaughy und Ben Affleck mal in jungen Jahren zu sehen. (7/11)

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Going low

Notiz an mich selbst für später: Der Zustand traurig zu sein, hält für etwa 4-5 Stunden an. Er kann gelindert werden durch einen guten Chat mit Nicky, aber auch schlicht dadurch, dass ich ihn nicht zu sehr verdränge. Eine Tasse Tee hilft dabei, ein heißes Bad auch und ein halbwegs gesundes Essen. Bei letzterem überrascht mich, dass es mich überrascht. Normal greift man im Falle akuten Weltschmerzes ja eher zum nächstbesten Junkfood und ist danach zumindest eine Viertelstunde lang glücklich. Ob man einen Salatteller mit Pommes und Cevapcici beim Griechen als „halbwegs gesund“ bezeichnen kann, ist nochmal die andere Frage. Hatte auf jeden Fall mehr Vitamine als alles Andere, was ich die letzten drei Tage gegessen habe. Ein heißes Bad ist nicht nur meine Arme-Leute-Sauna (oder mittlerweile Reiche-Leute-Sauna bei den Energiekosten), es ist auch die 1 Stunde, in der ich mit meinen Gedanken alleine bin und mich durch nichts ablenken kann.

Was für Gedanken? Na ja, zum Beispiel dass ich seit 1 Monat wieder Single bin und mich das nicht unbedingt glücklich macht. Ganz neben der Tatsache, dass ich gerade aktuell hier sein muss, es eigentlich nicht will, mich dann aber eigentlich auch nicht drüber beschweren darf, denn hier ist ja gewissermaßen heile Welt mit Freiheit, Sicherheit und einer der 20 letzten stabilen Demokratien dieser Welt. Psychologen raten dazu, bei Trauer nicht zu tief einzusteigen, nicht zu viel davon zuzulassen. Aber die meiste Zeit, seit ich wieder hier bin, habe ich den Aspekt mehr oder weniger ignoriert, und das hat es auch nicht besser gemacht. Ich glaube, es hilft (zumindest mir), die Trauer in kleinen Dosen zuzulassen.

Und dann wäre noch die Überlegung, mal richtig, richtig tief einzusteigen, nach dem Motto: Geh doch mal wirklich durch die Jauchegrube, how low can you go? Und dann schau, was es mit dir macht.

Ich weiß aber noch nicht, ob das eine gute Idee ist. Weil, könnte ja sein, dass man am Ende auch nur braun angepinselt da raus kommt, aber kein Stück glücklicher.

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Chinesen und Narrative

Um nach gestern mal wieder etwas Optimismus zu verbreiten: Es ist noch nicht zwingend alles verloren. Wir können die allerschlimmsten Auswirkungen der Klimakatastrophe noch abwenden. Wir müssten nur richtig, richtig Gas geben mit allem. Etwa mit dem Umstieg auf alternative Energien. Kriegen wir das zu 80-100 Prozent noch in diesem Jahrzehnt hin, reduzieren wir andere Treibhaustreiber wie die Fleischproduktion, ermöglichen wir „saubere“ Schifffahrten und Flüge und stoppen wir diesen elendigen kurzfristigen Konsum, dann haben wir vielleicht noch eine Chance. Wie auch immer das so schnell gelingen soll…

Irgendwie fällt China dabei eine Schlüsselrolle zu. Dass das Reich der Mitte in der Wüste Solarparks errichtet, die die Leistung von 450 (!) kleineren Kernkraftwerken haben sollen, wovon das erste Drittel schon dieses Jahr ans Netz gehen soll, ist gigantisch und die beste Meldung seit Wochen. Dass China aber gleichzeitig immer mehr Kohle verfeuert und damit zum größten CO2-Emittent der Welt wird, ist mehr als eine Randnotiz der gleichen Meldung. 2030 will China den Zenit des eigenen CO2-Ausstoßes erreichen, 2060 klimaneutral sein. Das kommt zu spät. Das käme auch für uns zu spät. Es muss schneller gehen. Und eigentlich ist doch gerade jetzt angesichts der angespannten Versorgungslage mit Gas und Öl auch im „Westen“ der Zeitpunkt da, mit Solarenergie all in zu gehen.

China fällt übrigens auch eine Schlüsselrolle im Ukrainekrieg zu. Nach US-Informationen hat Russland China angeblich um Waffen gebeten. Sollte das stimmen und China liefern, würde sich der Konflikt enorm ausdehnen und Russland, das bisher militärisch plump (aber leider nicht wirkungslos) agiert, in die Karten spielen.

Ich kann China schwer einschätzen. Ich traue den Machthabern nicht. Sie geben sich größtenteils friedlich, aber scheinen auf der anderen Seite kein Maß zu kennen. Meine Hoffnung liegt darin, dass sich diese neue Supermacht seiner enormen Stärke bewusst wird und realisiert, dass es sich langfristig nicht lohnen würde, sie auszunutzen. Sollte Xi irgendwann auf die Idee kommen, Taiwan einzukassieren, würde nichts und niemand ihn aufhalten können und das fühlt sich nicht gut an.

Mit welcher Begründung Russland eigentlich Waffen von China will? Mit einem perfiden Narrativ. Man befreie die Menschen in der Ukraine in Wahrheit von einem faschistischen Regime, das 2014 geputscht und die legitime Regierung gestürzt habe.

Diese Umdeutung ist nicht dumm, und ich finde es erschreckend, wie einfach solche Narrative im Jahr 2022 noch funktionieren. Erfinde eine gute Geschichte, lass deine Trollarmee in den sozialen Netzwerken und im staatlichen Fernsehen mit Bildern vermeintlich unterdrückter Russen in der Ostukraine um sich schmeißen, und schon hast du mindestens die Hälfte deiner eigenen Bevölkerung auf deiner Seite. Und nicht nur deiner eigenen Bevölkerung.

Es muss nur eine glaubwürdige Geschichte sein, und genau das scheint Putins Problem zu sein. Ich ziehe übrigens den Hut vor Marina Ovsyannikova, die in den russischen Hauptnachrichten im TV ein Transparent mit der Aufschrift „No war“ hochgehalten hat. Die Frau hat wirklich Eier!

Allerdings hatte auch George W. Bush anno 2003 keine gute Geschichte auf Lager, als er den Irak angreifen und der Welt etwas von Massenvernichtungswaffen auftischen wollte. Sanktionen gegen die USA haben wir trotzdem nicht erlassen. Wirklich nur, weil der eine in unseren Augen ein Despot war und der andere nicht?

Wikipedia hat immer wieder das Zeug, einen zu überraschen. Wie mit dieser Artikelsammlung über kognitive Verzerrungen (The Cognitive Bias Codex via Dense Discovery), toll grafisch aufbereitet – und mit noch viel, viel Lesefutter, wenn man das und damit unser Miteinander genau verstehen will…

I’ve never met you before but, stop what you’re doing right now and marry me! 😍😉

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Eigentlich interessiert mich nur Boris‘ Meinung zu dem Thema…

Dem Thema Ukraine natürlich. Als jemand, der „West“ und „Ost“ kennengelernt hat. Was sagst du dazu, Boris?

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Damn, this feels like home now

Erst einmal sorry. Da bin ich fast den ganzen Winter 10.000 Kilometer von zu Hause weg, habe eigentlich eine Menge zu erzählen. Und dann tue ich es nicht.

Der Grund ist mir selber nicht ganz klar. Vielleicht ist es schlicht der, dass ich meist von morgens bis abends unterwegs bin, dass hier einfach beinahe alles toll ist, was soll man da erzählen… und dass Instagram-Storys irgendwie mittlerweile mein Lieblings-Medium geworden sind. Schaut am besten da… ach nee, jetzt bin ich ja hier fast fertig…

Die Sache ist die: Mir gefällt es hier super. Die Aussicht, in einer Woche wieder im miesmutigen Deutschland zu sitzen, löst nicht gerade Heiterkeit aus. Wird schon gehen, klar. Und ich freue mich natürlich auch, euch wiederzusehen. Aber wenn ich ehrlich bin, fühlt sich das hier gerade mehr wie zu Hause an.

Wenn es eine Sache gibt, die ich mitnehmen könnte, dann wäre das das Wetter, das Essen, die Essenspreise, die Unkompliziertheit, das Unpolitische, die Marina Bay Sands, das ToastBox-Café an der Bugis Junction, eine Jahresration Salted Egg Chicken Rice, das Nahverkehrssystem und seine Preise, das Changi Village Hawker Center und die Little Island Brewery, die schönen Frauen, das entspannte Miteinander. Du siehst anders aus als ich, bist anders drauf, denkst anders, verstehst nichtmal unbedingt genau, was ich sage, dann – prima, lass uns ne Runde TT spielen und danach was essen gehen. Und danach machst du dein Ding weiter und ich meins, bis wir uns hier wieder treffen.

Ich hoffe, schon bald.