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.67: Bad Zurzach

Ich bin genug geradelt. Ich mag nicht mehr. Ich fahre morgen die letzte Etappe bis Basel, dann geht’s mit dem Zug zurück.

So zumindest der Plan. Aber mal eben schnell ein Fahrrad mitnehmen im Zug – dann wird es eine lange Fahrt mit etlichen Malen umsteigen:

Nicky kam dann mit der goldenen Idee, Bonn-Beuel als Ziel anzugeben. Und siehe: da fährt nachmittags ein EuroCity von Basel durch. Ich fahre lieber am Samstag, weil weniger los. Die Karte buche ich direkt, Fahrradmitnahme reservierungspflichtig. Ja, aber ätschbätsch. Lässt sich in der App nicht buchen wegen is nich. Lustig.

In der Warteschleife der Service-Hotline komme ich nicht durch. Ich schicke eine E-Mail hin, werde in Basel morgen vor Ort noch einmal an einen Schalter gehen. Irgendwie muss es klappen. Auch nach sichereren Masken werde ich mich noch einmal umschauen.

Mein Zeltnachbar, der heute die Gegenrichtung gefahren ist, spricht schon noch von einer anspruchsvollen Etappe. Aus meinem Ursprungsplan, morgen noch mit dem Zug nach Bern und Interlaken zu fahren, wird wohl eher nichts. Schade. Aber es wird auf jeden Fall ein Schweizer Abschlussessen geben. Das lasse ich mir nicht nehmen. 🙂

Die Strecke heute war eher unspektakulär, hatte aber ein großes Highlight für mich (nachdem es den Rheinfall nur von hinten zu sehen gab), und das ist: Stein am Rhein! Von allen mittelalterlich anmutenden Städten ist das mit Abstand die best erhaltendste Kulisse, die ich je gesehen habe:

Fahrt da unbedingt mal hin!

Morgentau, du alter Drecksack!

Kondensation und Kälte sind zwei Dinge, die beim Zelten zusammen genauso lästig wie Regen sind. Es wird eisig kalt im Zelt, und morgens ist alles nass, und meist musst du alles zusammenpacken, bevor die Sonne es trocknen kann.

Ohnehin machen sich langsam die ersten Auflösungserscheinungen bemerkbar. Eine Fiberglasstange ist zersplittert:

Für euch ausprobiert: Man kann Zelt, Luma und Schlafsack in einem zusammenrollen. Das sieht dann so aus, spart aber kaum Platz, allenfalls etwas Zeit:

Morgen ein hoffentlich vorerst letztes Mal an den schönen, grünen Rhein. Wünscht mir Glück!

4 Antworten auf „.67: Bad Zurzach“

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