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159: Go to hell, Facebook!

Schon interessant, wie Facebook und Apple sich gerade duellieren. Facebook behauptet, die wirtschaftliche Grundlage zahlreicher Kleinunternehmer sei mit der neuen Datenschutzpolicy von iOS 14.3 gefährdet. Die könnten dann keine personalisierte Werbung mehr an ihre Nutzer ausspielen. Traurig aber auch.

Zumal iOS 14.3 eigentlich nichts anderes macht, als den Nutzer*innen die Wahl zu geben, ob sie von einer App getrackt werden möchten oder nicht. That’s it.

Facebook hat dazu jetzt eine Info-Seite gelauncht. Und hat dort nicht einmal den Schneid zuzugeben, dass das eigene Geschäft darunter leide. Facebook schickt kleine Unternehmer vor, deren Geschäft angeblich in Gefahr sie, sollten sie keine personalisierte Werbung mehr ausspielen können. (Dass ihr hier beim Cookie Consent nur auf „akzeptieren klicken könnt und keine sonstige Auswahlmöglichkeit habt, spricht Bände.)

Wie erbärmlich ist das denn!

Dazu schaltet Facebook Anzeigen in großen Zeitungen wie der „New York Times“ und der „Washington Post“, in denen das Unternehmen für das freie Internet trommelt. Denn ohne personalisierte Werbung würde „das Internet“ teurer, und freier, hochqualitativer Content weniger einfach:

Apple hat angekündigt, das trotzdem durchzuziehen. Danke dafür!

Social Media der 1. (2.?) Generation ist krachend gescheitert. Hass, Selbstdarstellung, Neid, Dinge, die ich nicht lesen will. Es lebt eigentlich nur noch von Leuten, die meinen, dort sein zu müssen oder süchtig danach sind.

Ich hab mich da vor 2 Jahren abgemeldet. Vor einem Jahr meinen Twitter-Account auf Eis gelegt. Instagram ist der nächste Kandidat, dem man auch ruhig mal auf Wiedersehen sagen könnte, obwohl es mir dort eigentlich immer besser gefallen hat. War halt vor der Übernahme durch Facebook schon ein tolles Tool, ebenso wie WhatsApp, von dem man natürlich so schnell erstmal nicht loskommt.

Gegen Social an sich hätte ich eigentlich gar nichts einzuwenden. Man will ja mit Leuten in Kontakt bleiben. Die nächste Generation sollte, wie einst das WWW, ohne gewinnorientierte Großkonzerne im Hintergrund an den Start gehen. Das würde ich mir wünschen. Und Facebook kann derweil meinetwegen zur Hölle fahren. Kein Verlust für die Welt.

Happy birthday, Luddy! #BTHVN

Däs Prätwürst: Prata (indischer Pfannkuchen) mit Sauerkraut und Currywurst. Fusion Food. Hach, Singapur! <3

Bild des Tages: die Bonner Nordbrücke bei Nacht, because why not:

2 Antworten auf „159: Go to hell, Facebook!“

Ich war noch nie bei FB, Twitter oder Instagram und vermisse auch nichts.
Einzig Instagram würde ich vielleicht noch in Erwägung ziehen, da ich auch ganz gerne mal so „Bildergeschichten“ mache. Nun vornehmlich mit meinem Hund im WhatsApp-Status…
Wenn wir schon bei Bildern sind: Tolles Bild da am Schluss! Love it!

Thank you! Ja, der Nachtmodus am iPhone ist nen guter! Überrascht mich auch immer wieder. Deine WhatsApp-Stati sehe ich manchmal. Ich glaube, auf irgendeine Art und Weise möchte jeder ein kleines bisschen was von sich preisgeben und die Reichweite dabei selbst abstecken. Postest du was als WhatsApp-Status, können es nur deine Freunde sehen. Dinge hier auf dem Blog sind quasi öffentlich, aber die reelle Reichweite ist nicht höher. Ich hab da auch noch nicht rausgefunden, was mir da am liebsten ist. Eigentlich mag ich den kleinen Kreis; von Berufs Wegen darf ich aber auch die Öffentlichkeit nicht scheuen.

Das Schöne an Instagram ist die Liebe der Community zu schönen Fotos. So leicht war es auch noch nie, schöne Fotos zu machen und sie mit anderen zu teilen. Das haben die ursprünglichen Gründer schon ziemlich gut hinbekommen. Schade, dass das irgendwann an Facebook gegangen ist.

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