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Erstmal Urlaub

„Es ist in unserem ureigenen nationalen Interesse, die Welt zu impfen.“

Sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, nachdem Deutschland erstmals auf bereits bestellten Astrazeneca-Impfstoff verzichtet und 1,3 Millionen Impfdosen an die Covax-Initiative abgibt, um auch Menschen in Entwicklungsländern zu impfen.

Dass das am gleichen Tag bekannt wird, an dem die Gesundheitsministerkonferenz beschließt, dass für Astrazeneca-Geimpfte eine dritte Impfung notwendig wird und erste Pharmazeuten das Vakzin als „verbrannt“ bezeichnen, ist natürlich Zufall. 😬

Aber genug vom Weltgeschehen. Ich mache erstmal Urlaub. Also richtig los geht’s wohl erst am Sonntag. Und dann über kurz oder lang in die Niederlande. Ob ich von unterwegs blogge, weiß ich noch nicht. Das Handy habe ich auf jeden Fall dabei. Eventuell wird’s hier mal wieder etwas bildlastiger. Oder ich blogge gar nicht? Aber mal sehen…

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Superspießerevent

Ich, ein Spießer? Niemals!

Aber ich fahre E-Bike und trage einen Helm dazu. Natürlich nur, um damit Sport zu machen und auf Tour zu gehen.

Ich gehe an den meisten Abenden etwa zur gleichen Zeit schlafen und am Wochenende auch mal eine Stunde später. Aber nur, weil mein Handy sagt, die Forschung lehre uns, dass regelmäßige Schlafzyklen das Wohlbefinden stärkten.

Ich trinke kaum noch Alkohol. Aber nur, weil mir das wirklich nicht mehr viel gibt und ich ohne genauso viel Spaß haben kann.

Ich esse kaum noch Fleisch. Aber nur, weil Käse ja genauso gut schmeckt wie Wurst, ach was: besser! Und weil ich dieses Fleischersatzzeug wirklich, wirklich mag.

Ich fahre einen Volkswagen, aber nur, weil das Auto, das ich vorher hatte, superunzuverlässig war und keinen TÜV mehr bekommen hat.

Mein Abendessen habe ich mittlerweile auf etwa 1700 Uhr verlegt. Danach nehme ich an den meisten Tagen keine Kalorien mehr zu mir. Aber nur, weil ich ein für alle Mal schlank werden, meine natürliche Körperform finden und dafür abnehmen will. Seit drei Jahren jetzt.

Ich habe jetzt endlich das mit der Altersvorsorge geregelt. Aber nur, weil die gesetzliche Rente ja hinten und vorne nicht mehr reichen wird.

Heute bin ich früher vom Training weg und nur noch kurz mit ins Vereinsheim gegangen. Aber nur, weil ich dringend meine Steuer fertig machen muss. Abends um neun.

Ich ärgere mich, wenn junge Leute auf dem Platz vor meinem Fenster in der Woche nachts um 2 noch Krach machen. Aber nur, weil ich schlafen muss, um tagsüber meinem seriösen Job nachzugehen, um Geld zu verdienen, um mir den Urlaub und die Yuppie-Wohnung im gentrifizierten Stadtteil leisten zu können.

Spießer? Ihr vielleicht!

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Barbier

Ich kann mittlerweile verstehen, warum Leute gerne zu einem guten Friseur gehen. Man fühlt sich da wie ein König oder eine Königin auf dem Thron und erhascht ein kleines bisschen Wellness in der Ödnis des Immergleichen. Mein letzter Besuch dort ist 15 Jahre her…

Heute dann mein erster Besuch überhaupt bei einem Barbier. Ich hatte während Corona meinen Bart immer weiter wachsen lassen, um ihn dann nach der Impfung mal richtig hübsch machen zu lassen und Corona für mich damit abzuschließen. Noch am selben Nachmittag nach meiner 2. Impfung hatte ich dort einen Termin ausgemacht. Nun war es so weit.

Man bot mir einen Whisky an (ich habe angenommen), der mir zugeteilte Barbier beriet mich erst, dann schnitzte er filigran eine halbe Stunde lang mit dem Haarschneider, der Schere, dem Rasiermesser, wieder dem Haarschneider, wieder dem Messer und wieder der Schere Muster in die Kanten meines Barts. Hat gepudert, gepinselt, gekämmt, aufgetragen, wieder gepinselt, noch einmal gepudert und wieder aufgetragen. Und dann gab es noch ein paar Minuten unter einem heißen, feuchten Handtuch.

Ich muss hinterher wie ein Honigkuchenpferd gestrahlt haben, und wollte allen Leuten davon erzählen. Ich glaube, ja, das Klischee, dass Frauen (und Männer!) sich darüber freuen, wenn man ihnen nach einem Friseurbesuch Aufmerksamkeit schenkt, kommt nicht von Ungefähr. Das macht die Welt ein Stückchen besser.

Ich freue mich auf meinen nächsten Termin in 15 Jahren.

(Corona ist natürlich noch nicht vorbei, leider. Aber ich habe beschlossen, jetzt einfach so weiter zu leben wie vorher. So gut es eben geht.)

(Und so viel anders sehe ich übrigens gar nicht aus. Bart jetzt etwas kürzer und ordentlicher und bisschen hübscher ist’s sicher auch.)

(Nächste Station: Optiker. Endlich mal eine Brille finden, die zu mir passt.)

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Eine Woche ohne Dusche

Der Traum eines jeden kleinen Jungen – ausprobiert, damit ihr es nicht müsst.

Aber im Ernst, wie kam ich da jetzt drauf? Vergangene Woche Donnerstag habe ich meine Zweitimpfung mit Biontech bekommen (worüber ich sehr dankbar bin). Am nächsten Morgen kam ich kaum aus dem Bett. Kaffee, Dusche, alles half nicht, ich war wie in Watte gepackt. Als auch am Samsung klar war, dass ich wohl noch etwas länger unter den Nebenwirkungen laborieren würde, stand ich mehr oder weniger gar nicht erst auf.

Am Sonntag kam mir die Idee, da vielleicht ein kleines Experiment draus zu machen. Wie lange würde ich ohne eine Dusche durchhalten? Die Zeit war eigentlich perfekt. Sport konnte ich wegen der Erkältungserscheinungen eh nicht machen, Leute treffen auch nicht so wirklich, das Wetter war eher frühlingshaft als sommerlich.

„Ohne Dusche“ heißt übrigens nicht, dass ich gar keine Körperhygiene betrieben hätte. Mein Deo und etwas Parfüm benutzte ich weiterhin. Einige sensible Stellen wusch ich einzeln trotzdem, bei anderen wie Achseln, Kniekehlen, Ellenbogen… kam täglich meine Geheimwaffe feuchtes Toilettenpapier zum Einsatz. Ich dürfte also all die Tage nicht gestunken haben. Ist das Zeug denn gut für die Haut? Na ja geht so, könnte schlechter:

Wasser ist unbedenklich. 😅 Das ist doch toll.

Am Montagabend nahm ich in Köln am Fühlinger See an einem Stand-up-Paddle-Kurs teil. Ich hatte mich vorher noch mit Sonnenmilch eingecremt, fiel aber während des Kurses fünf, sechs Mal in den See. Auch eine Art Duschersatz. Hinterher hätte ich trotzdem normalerweise noch geduscht. Aber, come on. Ein recht natürlicher See ohne viel Verschmutzung. Viel besser geht es doch kaum. Zuhause befreite ich allerdings meine Füße unter der Brause noch einmal vom Sand.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (die Tage 4-5) wurde es langsam fies. Also nicht in der Form dass ich gestunken hätte (dürfte ich nicht haben), sondern dass es auf der Haut unangenehm wurde und stellenweise anfing zu jucken. Das kann natürlich an den Erzeugnissen der Mücken und Wasserflöhe gelegen haben, die montags auf dem See wie Hyänen über mich herfielen (Zufall?). Einige Körperstellen hatte ich da wirklich tagelang nicht von Hand gesäubert. Zum Beispiel die Beine bis auf die Kniekehlen oder den Rücken.

Am Mittwoch an Tag 5 hätte ich am liebsten aufgehört. Es wäre einfach herrlich angenehm gewesen, über den ganzen zirpenden Mist (Körper) mal fünf Minuten lang eine Ladung Wasser zu gießen. Statt dessen versuchte ich, beinahe den ganzen Körper mit feuchtem Toilettenpapier abzureiben. Für ein kurzzeitiges Frischegefühl kaum schlechter als eine Dusche.

Meine Haut jubelte indes. Musste ich eigentlich sonst einige Stellen nach dem Duschen immer eincremen, war diesmal alles schon von Haus aus „in Butter“ (kann natürlich auch an der regenbedingt hohen Luftfeuchtigkeit gelegen haben). Selbst meine Haare – seit Tagen nicht entölt – schimmerten nicht fettig und fühlten sich auch nicht so an. Na gut: Die Glatze habe ich regelmäßig mit feuchtem Toilettenpapier poliert, der Haarkranz ist aktuell nur 2mm lang. Da sieht man keine fettigen Haare. Aber abgesehen davon, dass es oberflächlich an einigen Stellen ein wenig juckte und ziepte, fühlte ich mich „tief drin“ wohl in meiner Haut.

Bei unseren Vorfahren, ja selbst bei unseren Eltern und Großeltern, war es keinesfalls usus, täglich zu duschen. Dermatologen nennen das ohnehin einen Irrsinn. Wir tun es für das tägliche Frischegefühl, auch ein wenig, um abzuschalten und morgens in die Gänge zu kommen. Wirklich notwendig ist das nicht, gut für die Hautflora auch nicht.

Es kam, wie es kommen musste. An Tag 7 (heute) wachte ich morgens auf und dachte mir: Och, eigentlich könntest du noch ein paar Tage so weiter machen. Passt doch alles.

Dass ich mir jetzt gleich nach dem Runtertippen dieser Zeilen doch noch noch ein Bad gönnen werde, hängt schlicht damit zusammen, dass ich gerade zum ersten Mal seit einer Woche wieder Sport gemacht habe. Und nee, sorry. Schwitzen und danach nicht duschen geht für mich nicht. Das musst entklebt werden. Bin gespannt, wie das wird. Sich in Wasser legen: komische Vorstellung. Kriege ich da am Ende Ausschlag von? 😅

Und jetzt? Was habe ich daraus gelernt? Na ja, zum einen ist die Welt nicht untergegangen. Wenn jetzt mal das Wasser ausfallen sollte oder ich unterwegs auf Reisen bin: Mal einen Tag oder gar drei nicht duschen?! 😱 Früher undenkbar. Jetzt hat die Vorstellung irgendwie ihren Schrecken verloren. Gut so!

Im Alltag würde ich es jetzt den Gegebenheiten anpassen. Tatsächlich mache ich an den meisten Tagen der Woche Sport und danach brauche ich eine Dusche. Aber an Tagen, an denen es kalt ist, ich hier im Home Office keinen treffe, mich nicht viel bewege und auch so irgendwie in die Gänge komme? Werde ich wohl immer mal wieder einen Tag skippen. Kein Problem.

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There goes my Summer Holiday…

Schade…

Wie lange dauert es, bis so eine Welle gebrochen ist? Schafft ihr das in nem Monat?

Dann wollte ich eigentlich dahin…

Wobei die Impfungen anzuschlagen scheinen und das Ganze dann weniger bedrohlich wirkt…

Damit nachher keiner sagen, es hätte keiner ahnen können: In spätestens drei Wochen haben wir dieselbe Welle auch in NRW, wenn wir jetzt nichts tun.

Werden wir natürlich nicht.

Und wenn ich einfach jetzt schon fahre…? 🤔

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Nighthiking Testrun: Nachts allein im Wald

Gegen 2230 Uhr gehe ich von zu Hause los. Es ist noch etwas hell, mit 18 Grad recht warm, einige Betrunkene torkeln durch die Gegend. Ein normaler Freitagabend in der Altstadt – und ich beschließe, wandern zu gehen. Nighthiking, wie neulich einmal geplant.

Der Anfang unterscheidet sich nicht von einem normalen Spaziergang. Im Winter war ich eigentlich täglich im Dunkeln spazieren. Nur geht es diesmal eine andere Strecke entlang. Über Endenich und Ippendorf möchte ich in Richtung Waldau und Venusberg und über Kessenich zurück nach Hause.

Es ist viel los auf den Straßen. Auf der Viktoriabrücke hängen zwei Männer Wahlplakate auf, ein getunetes Auto fährt vorbei. In Endenich wird es langsam ruhiger. Ich treffe einige Gruppen Jugendlicher, die mich teils sogar grüßen. Ich bin noch nicht so weit, dass es mir leicht fällt, Fremde ebenfalls freundlich zurückzugrüßen, aber ich möchte daran arbeiten.

Kurz vor Lengsdorf gibt es zum ersten Mal ein kurzes, unbeleuchtetes Stück Wiese. Ich kenne den Weg aber von meiner Standard-Radstrecke. Für die ersten Gehversuche bei Nacht habe ich eine halbwegs bekannte Strecke ausgewählt. Es ist sternenklar, ich erkenne den Weg schemenhaft und lasse die Taschenlampe am Smartphone absichtlich aus, was halbwegs gut gelingt.

Aber schon kommen die nächsten 2 Kilometer beleuchtete Strecke in Ippendorf, bevor endlich ein Stückchen Wald naht, in dem ich mich noch nicht ganz so gut auskenne. Und plötzlich ist es zappenduster. Zum ersten Mal beschleicht mich ein leicht mulmiges Gefühl. Hier kenne ich den Weg nicht und sehe für einen Moment nichts, aber auch wirklich nichts:

Die Augen gewöhnen sich dann recht schnell an die Dunkelheit und der Weg vor mir lässt sich zumindest erahnen. Die Baumkronen allerdings schlucken das Licht. Ich versuche, mich durchzutasten und auch meine anderen Sinne einzuschalten. Es ist ruhig, nur entfernt höre ich ein wenig das Rauschen der Stadt. Da, ein Käuzchen! Ansonsten: nichts.

Ein wenig aufgeregt bin ich schon. Klar, die Zivilisation kann nicht weit weg sein. Was unterscheidet das Ganze überhaupt von einer Nachtwanderung, wie wir sie früher im Zeltlager auch immer gemacht haben? Dass ich diesmal ganz alleine unterwegs bin. Im Grunde kann mir nichts passieren, aber die Urängste sind natürlich aktiv.

Irgendwann stehe ich vor einer Weggabelung und weiß nicht weiter, die Sicht ist schlecht. Ich schalte nun doch die Taschenlampe des Smartphones en. Und mir ist sofort, als wäre damit auch das mulmige Gefühl ausgeknipst. Ich fühle mich auf einen Schlag unverwundbar. Sicher, wenn nun plötzlich jemand vor mir stünde, wüsste ich 0,0, was ich machen würde. Aber wo soll da jetzt auch jemand herkommen?

Irgendwann komme ich an der Waldau an. In der Nähe höre ich eine Gruppe Jugendlicher, die dort wohl abhängt, etwas trinkt und Musik hört. Ab hier kenne ich die Strecke ungefähr. Es geht auf den Venusberg zu. Ich knipse die Funzel aus und versuche noch einmal, mich in der Dunkelheit zu orientieren. Einmal stolpere ich über einen Stein und falle fast hin. Ansonsten klappt die Orientierung gut, und auch das beklemmende Gefühl kehrt nicht zurück.

Ein paar Mal erschrecke ich mich dann doch, als ich etwas Helles, Unidentifizierbares am Wegesrand sehe. Aber das sind nur Schilder. Pflanzen, die die Taschenlampe erfasst, wirken in einigem Abstand, als würden sie sich bewegen. Aber der Schrecken darüber geht schnell vorbei.

Am Venusberg schließlich hat mich die Zivilisation im Grunde wieder. In der Klinik dort herrscht noch reges Treiben. Nur dahinter geht ein kleines Stück nocheinmal den Wald hinunter nach Kessenich (oder Dottendorf?), das ich noch nicht kenne. Ich lande schließlich am Hindenburgplatz (der tatsächlich immer noch heißt).

Das war’s also schon, und das Riesenabenteuer war das alles nicht. Aber ein ganz netter Spaziergang. Beim nächsten Mal auf jeden Fall: mehr Wald!

Kurz vor der Reuterstraße sehe ich etwas auf dem Boden liegen: zwei Geldscheine! Da liegen doch glatt 120 Euro vor mir auf dem Boden. Ich rufe erstaunt „oha“ aus – das kann eigentlich kein Zufall sein. Ein, zwei Minuten sehe mich etwas ratlos um. Wie kommt das Geld dahin? Ist hier irgendwo eine versteckte Kamera? Was damit tun?

Ich möchte eine auf dem Rad vorbeifahrende Frau um Rat fragen und spreche sie mit „Entschuldigung“ an, aber sie fährt einfach weiter (kann ich ihr nicht verübeln, es ist mittlerweile nach 0100 Uhr und ich bin ein Mann).

Mein Gewissen sagt mir, dass mir das Geld nicht zusteht und es jemand anders nötiger hat. Außerdem kommt der, der es verloren hat, vielleicht noch einmal zurück, um es zu suchen. Aber einfach da liegen lassen kann ich es auch nicht, dann würde es der Wind weg wehen. Ich beschließe, es beim nächstbesten Auto unter den Scheibenwischer zu klemmen. Irgendwer wird es dort irgendwann finden, sich darüber freuen – und vor allem wundern, welcher Verrückte das Geld dort hingeklemmt hat, statt es selbst einzustecken.

Auf der Baumschulallee überholen mich drei gut gelaunte Punker, die eine leere Kiste Bier tragen und denen ich einen schönen Abend wünsche. Ich frage: wohin des Weges, sie sagen: nach Hause! Morgen früh wäre eine Demo gegen das neue Polizeigesetz und da müssten sie um 1040 Uhr am Bahnhof sein. Ich wäre herzlich eingeladen.

Gegen kurz vor 0200 dann schließlich schlage ich auf dem Frankenbadplatz auf, setze mich noch kurz, trinke was aus meiner Wasserflasche, sortiere paar Fotos und lasse den Abend ausklingen.

Nein, ein echtes Aventure war das nicht, aber ein guter Start und ein schöner, kleiner Trip. Werde ich auf anderer Strecke wiederholen!

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1 Meal 1 Day

Es ist gar nicht mal eine Challenge gerade, es hat sich einfach nur so ergeben in letzter Zeit. Mir fiel auf, dass…

  • Ich eigentlich gar nicht so viel Nahrung brauche, wie ich manchmal esse
  • Besonders wenn ich an dem Tag Sport treibe
  • Essen mich oft irgendwie müde macht und damit auch unproduktiv
  • Und alles in allem erstaunlich viel Zeit kostet (Planen, Einkaufen, Zubereiten, Essen, Sacken lassen, wieder wach werden…)
  • Das Timen von Mahlzeiten mich zusätzlich gestresst hat, zu viel von ihnen abhing („Kann ich jetzt schon los oder muss ich vorher noch was essen?“ Inzwischen fahre ich einfach.)
  • Trinken von Wasser, Tee oder Kaffee ganze Mahlzeiten ersetzen kann
  • Ich besser einschlafe, wenn die letzte Mahlzeit lange genug zurückliegt.
  • Das alles mit ein wenig Training gar mal so schwierig ist.
  • Besonders wenn man eh schon seit Jahren beinahe täglich intervallfastet.
  • Meine Mahlzeiten langsam kleiner werden, auch wenn ich immer noch essen kann wie ein Scheunendrescher.
  • Der Hungertod nicht an jeder Ecke lauert. Nicht in diesen Breiten.

Das Ganze mache ich jetzt seit etwa 2 Wochen an den meisten Tagen, wenn auch nicht an allen. Und es klappt eigentlich ganz gut. Positivster Effekt: Ich nehme Hunger nicht mehr per se als etwas Schlechtes wahr, etwas, das sofort bekämpft werden müsste. Eher als angenehmes Signal: Ah, der Körper meldet sich. Vielleicht arbeitet er gerade an was, im Idealfall geht er an die Fettreserven.

„Hunger ist Hysterie des Körpers“ sagte Extremsportler und Abenteurer Rüdiger Nehberg einmal. Und ich verstehe mittlerweile, was er damit meinte.

Nur 1 Mahlzeit am Tag bedeutet übrigens bei mir meistens nicht: nur 1 Kalorienaufnahme am Tag. Ich trinke 2-3 Kaffee dazu, meistens Milchkaffee (sonst wäre das Leben auch zu trist). Und hin und wieder gibt es ein paar kleine Snacks, zum Beispiel 1 Apfel, 1 Banane oder ein paar handvoll Nüsse.

Ein wenig verändert hat das Projekt auch, was ich esse. Ich denke mir, wenn es schon nur 1x am Tag eine Mahlzeit gibt, dann soll die auch halbwegs lecker sein (warum war mir das früher egal? 🤔).

Ich weiß gar nicht, wie das jetzt weiter geht. Ich plane weder, das zu forcieren oder es darauf anzulegen. Ich glaube, ich mache es einfach nach Gefühl.

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Alle Bilder aussortiert

Das heute waren die letzten. Und ich kann daher mit Stolz vermelden: Ich bin offiziell fertig, ich habe alle Bilder, die ich jemals geschossen habe, fertig aussortiert. In Zahlen ausgedrückt:

  • Ausgangsmaterial: Über 100.000 Fotos und Videos
  • Jetzt reduziert auf etwa 6.500
  • Davon 6.100 erinnerungswürdig, aus Urlauben etc.
  • Und 400, die ich als druckfähig eingestuft habe
  • davon 60, die ich nun wirklich ausdrucken und in meiner Wohnung aufhängen möchte
  • Weitere 60 (unter den 400), die ich erst noch bearbeiten müsste, bevor ich sie eventuell auch ausdrucken kann.
  • Das Ganze hat mich alles in allem rund 6 Monate auf Trab gehalten.

War es das wert? Auf jeden Fall! Nicht nur, weil ich jetzt viele schöne Bilder habe, mit der ich meine Wohnung dekorieren kann. Das Ganze hat auch mich verändert, mir viele, viele Ereignisse in Erinnerung gerufen und mich einiges vor allem über mich selbst erkennen lassen. Wird mir helfen, mit der Vergangenheit abzuschließen und ein besserer Mensch zu werden. Und wenn sich’s alleine dafür gelohnt hat…

Komm, zeig wenigstens ein Bild aus deiner Endauswahl! Na gut, eins…

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Nighthiking

Mir fehlt das Wandern. Und immer wenn ich zuletzt nachts spazieren war, dachte ich: Hey, das macht eigentlich auch Spaß und bietet ganz andere Perspektiven (oder eben gar keine, was Landschaft anbelangt).

Es gibt nur eine logische Lösung dafür: mal nachts wandern gehen, Nighthiking. Vielleicht dann doch hauptsächlich auf Asphalt statt auf Waldboden. Und vielleicht muss ich mir dafür dann doch mal eine dieser „neumodischen“ Stirn- und/oder Grubenlampen organisieren. Und vielleicht erstmal auf einer bekannten Strecke laufen.

Ich glaube, im Wald hätte ich auch Angst…

Vielleicht gerade deswegen da mal reingehen.

Mal sehen, wann sich das starten lässt. Kommt jemand mit?

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Life back to (almost) normal

Bonn führt aktuell noch die „Inzidenzliga“ in NRW an. 💪🏻 Trotzdem scheint Corona hier mittlerweile fast vorbei. Wenn auch nicht ganz so „vorbei“ wie letzten Sommer. Biergärten haben wieder auf, die Leute tummeln sich draußen, in Geschäften kann man wieder ohne Termin oder Test einkaufen. Man sieht immer weniger Maskenträger im Alltag.

Auch Läden, von denen man es fast nicht mehr geglaubt hatte, haben wieder auf, als wäre nichts gewesen. Hier in meiner Hood etwa das Pawlow, das im Winter und Frühling nicht mal Außerhausverkauf erwogen hatte. Auch das Elefant in der Innenstadt und alle Restaurants auf dem Marktplatz locken wieder mit Außengastro.

Es hängen erste Konzertplakate an den bekannten Stellen, die neu scheinen und ausnahmsweise mal realistisch klingen: Jan Delay etwa am 25.8. in Bonn auf dem Kunstrasen. Das wird, Stand jetzt, tatsächlich stattfinden können.

Ich finde das alles gut, dann anders als im letzten Jahr kapieren die Leute, dass vorerst nur Außengastro geht, dass drinnen weiter Masken sinnvoll sind, dass draußen die Gefahr aber auch wirklich nicht so groß ist. Und diesmal besteht die Chance, dass wir mit dem Impfen bis zum Herbst zumindest so weit sind, dass die meisten Leute gefahrlos wieder reingehen und ihren täglichen Shizzle machen können.

Doch, das könnte gut werden.

Bin ernsthaft am überlegen, für nach der Impfung und so. Ein Niederländisch-Sprachkurs in der Karibik (die haben da noch „Überseegebiet“). Wäre gar nicht mal so furchtbar teuer… 🤔

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Yeah

Sommer auf dem Balkon

Die letzten Tage waren nicht so prall.

Heute Abend habe ich dann endlich die Zeit gefunden, meine letzten Fotos wegzuminieren. Was für ein elendiger Nervfaktor auch langsam…

Ich hab mich dazu mit dem Laptop auf meinen Balkon gesetzt, die Füße aufs Geländer. Spotify spielte gute Musik dazu, und plötzlich war ich im Flow.

Fördernd war sicher auch, dass es die letzten paar tausend Bilder waren, alle aus diesem Jahr. Ich kannte die meisten also schon und wusste, dass ich dem Ende immer näher kam.

Fühlte sich sehr gut an.

Neulich hatte sich ja für ganz kurze Zeit die Möglichkeit aufgetan, in eine wesentlich schickere Wohnung umzuziehen. Daraus wurde leider nichts und meine jetzige Wohnung kam mir plötzlich ziemlich schäbig vor, die Gegend zu laut, alles doof.

Wie ich heute da auf dem Balkon saß, gute Musik an, schöne Bilder dazu, Flow… Unten auf dem Platz guckten ein paar Studenten amüsiert zu mir rauf. Ich war ein Stück weit versöhnt. Hat sich gut angefühlt, mal von oben den Platz mit Musik zu beschallen (falls da überhaupt was ankam), statt wie sonst immer anders herum. Eigentlich ganz schön hier, warum sollte man woanders hin? Ist ja gerade eh was schwierig. Bleibe ich einfach erstmal hier und verbringe den Sommer auf dem Balkon.

Muss den nur noch bisschen hübsch machen.

Und im Sommer doch mal wegfahren, Impfung oder nicht.

Und nach Wohnungen schaue ich mich trotzdem mal um. Kostet ja nichts.

Mit den Bildern bin ich trotzdem noch nicht fertig. Jetzt geht es noch darum, den Ordner mit den 6.700 wahllos „geretteten“ Bildern noch einmal durchzuminimieren. Davon eine druckbare Endauswahl zu treffen und dann auch endlich mal ein paar davon auszudrucken und aufzuhängen. Längst überfällig.

Dürfte aber nochmal ein paar Wochen dauern…

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Tech Yeah

MacOS ist das fortschrittlichste, beste, fehlerloseste Betriebssystem der Welt

… außer wenn es um solche Dinge wie Systemupdates geht.

Gestern Abend meldete sich das MacBook, dass macOS 11.4 jetzt zur Verfügung stünde, würde nachts automatisch aktualisiert. Ich könne hier schonmal mein Systempasswort eingeben.

Super, mache ich direkt, klappe den Rechner später zu und lege mich schlafen.

Am nächsten Morgen: „Einige Updates konnten leider nicht automatisch installiert werden“.

Na toll.

Dann eben jetzt von Hand. In den Systemeinstellungen auf „Jetzt neu starten“ klicken, noch einmal das Passwort. Und jetzt noch bitte die Lizenzvereinbarung lesen und akzeptieren. Warum auf einmal? Gestern stand da, dass das nicht muss…

Na gut, dann eben jetzt. „Jetzt neu starten“.

Aber nix da, „jetzt“. Das Update muss erst herunterladen. Warum hast du das nicht schon längst im Hintergrund… Meine Güte!

Das Update ist einige GB groß. Ich gehe in der Zwischenzeit einen Kaffee trinken, ein Paket von der Packstation mit Schuhen drin abholen, sie anprobieren, merken, dass sie nicht passen, wieder einpacken, zurückschicken.

Das Update ist nun geladen, der Rechner bereitet es vor. „Jetzt neu starten?“. Ja-ha! Hab ich dir doch vorhin schon gesagt.

Der Klick auf „Neu starten“ bewirkt erst mal nichts. Ich schließe die paar noch offenen Apps und klicke noch einmal „Neu starten“. Dann endlich klappt’s. Der Mac schaltet auf Schwarz und installiert das Update, das nach weiteren 15 Minuten fertig ist.

Meine Güte! Und das nennt ihr „automatische Updates“?!?

Ja, anderswo is‘ auch kacke. Aber ganz ehrlich, Apple. Schau dir mal bei Chrome OS an, wie Systemupdates funktionieren. Ja. Chrome OS! Da lädt das Update im Hintergrund, nach <1 Sekunde (!) ist das System heruntergefahren und es installiert das Update.

MacOS ist für mich das beste (oder sagen wir: angenehmste) Betriebssystem, aber das heißt keinesfalls, dass da alles reibungslos funktionieren würde. Minsch!

Mein neues Zelt ist da! Urlaubsfeeling – auch erstmal ohne Urlaub.

  • Diesmal doppelwandig mit Innenzelt und Plane
  • die bei gutem Wetter und heißen Nächten aber weggelassen werden kann
  • und trotzdem noch Windschutz bietet (unten)
  • Es ist größer als mein altes Zelt bei nicht sonderlich gewachsenem Packmaß
  • Und in der gleichen Zeit (< 10 min) auf- oder wieder abgebaut
  • Es hat verstärkte Stangen
  • Zwei Eingänge
  • Steht auch ohne Heringe und Schnüre, wenn es schnell gehen muss (und das muss es beim Bikepacking meistens)
  • Außerhalb des Innenzelts, aber noch innerhalb der Plane ist nun Platz für Gepäck
  • Einigermaßen hübsch finde ich es auch
  • 70 Euro (!) für ein nahezu perfektes Zelt
  • Genial!

(Medium) Big City Lights, Bonn, immer noch Januar 2021, iPhone 12 Pro Max:

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Japan

Hach, Japan… Damals kam ich dazu wie die Jungfrau zu Kind. Eine Freundin von mir sah den Aushang zu einem Aufsatzwettbewerb an der Uni. Der Preis: Eine bezahlte Rundreise für 2 Wochen, viel Kulturelles, Teilnehmer aus ganz Europa, all expenses paid! Und ich so: Ach echt? Japan? Ich würd viel lieber nach China…

Aber na gut, ich hatte gerade studiert, wie man gut schreibt 💁🏻‍♂️, hatte eine zündende Idee und gewann den Aufsatzwettbewerb für mein Bundesland. Also ging’s nach Japan. Und meine Güte, hatte ich ein Glück…

2005, Kamera: Sony DSC-P93.

Hiroshima:

Vortrag eines Überlebenden des Atombombenabwurfs auf Hiroshima. Mir kommen heute noch die Tränen, wenn ich das sehe…

Die Kapelle blieb als einziges stehen. Die Überreste hat man als Mahnmal bis heute in dem Zustand von damals erhalten:

Was ich damals gelernt habe: Krieg sind immer die Anderen. Hatten die Japaner im 2. Weltkrieg es verdient, dass man die Bombe auf sie schmeißt? Das tut nichts zur Sache. Abbekommen habe es andere als die, die im Elfenbeinturm saßen und wieder andere in den Tod geschickt haben.

Unsere Reiseleiterin, wie sie uns erklärt, wie man sich beim Besuch einer heißen Quelle nichts weggucken lässt:

Kyoto, Nara? Ich hab leider irgendwann den Faden verloren:

Wir waren eine wirklich tolle, trinkfeste Gruppe aus ganz Europa. Einige Freundschaften halten bis heute. Zwei von uns haben sogar geheiratet.

Der Fuji ist auch nur ein Berg – und nicht immer mit so schöner weißer Kuppe.

Kulinarisch war ich im Paradies und modisch… auf dem Höhepunkt…

Tokyo:

Ein Land das uns so ähnlich ist und doch völlig unterschiedlich. Verrückt.

Ob ich nochmal hin würde? Jederzeit! Aber vorher möchte ich wirklich erstmal nach China…

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Bilderrätsel

Heute mal ein heiteres Ratespiel, wenn ihr mögt. Meine folgenden Bilder von 2011 sind entweder schlecht oder es stimmen ein paar Kleinigkeiten nicht. Aber welche, und warum fehlt den Bildern was? Was würdet ihr sagen?

1. Ort unbekannt

2. Las Vegas

3. Burg Teck bei Kirchheim (für dich, Rainer! 😉

4. Nokia Irgendwas-Handy

5. Samsung Galaxy S (das allererste!)

6. Kult 41, Bonn

7. Bonn Altstadt

8. Malmedy, Belgien

9. dto

10. Italien (ich meine: La Spezia)

Auflösung beim nächsten Mal.

Off-topic video. Ich weiß nicht mehr, was da los war…

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Skandinavien

2017. iPhone SE. Hach!

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Mehr Videos drehen

2018 hatte ich mal die Idee, durch ganz Deutschland zu reisen und dabei von allen interessanten Orten Videos zu machen. Hat nicht ganz geklappt, vor allem, weil ich mit der Qualität nicht zufrieden war.

Heute würde ich das differenzieren. Das Samsung Galaxy S10 hat richtig tolle Bilder gemacht. Optische Bildstabilisierung macht sich wirklich bezahlt. Die Leistung von Sprecher und Micro waren aber ausbaufähig. Trotzdem habe ich das alles jetzt irgendwie gerne gesehen. Würde gerne öfter sowas machen, nur besser und mit einem klareren Thema.

Baden-Baden:

Insel Juist:

Rheinfall von Schaffhausen:

Ich wollte hier mehr und längere Videos posten, aber WordPress ließ mich nicht. Na ja. Aber ihr wisst, was ich meine.

Damit wäre der Bilder-Ordner auf meiner externen Festplatte wegminimiert. 80,000 Bilder (und halt auch einige Videos) habe ich durchkämmt. Fertig bin ich leider noch nicht. Es bleiben ca. 20 GB unbekannte Mediatheken-Dateien (was da wohl alles drin ist), einige Unterverzeichnisse mit versteckten Bildern, die 5.000 Bilder auf meinem jetzigen iPhone und die bisher gut 5.000 Bilder, die ich unter den Durchkämmten als erinnerungswürdig gesammelt habe und auch noch einmal durchgehen will.

Minimalismus ist harte Arbeit!

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Von DuoLingo zu Babbel

Mit dem DuoLingo-Kurs Niederländisch bin ich durch (siehe gestern), aber jetzt bin ich ja im Training und würde am liebsten die 365 Tage vollmachen. Dazu habe ich mich erst einmal bei Babbel angemeldet. Kostet zwar Geld, aber der Ansatz gefällt mir. Sie trennen weniger zwischen Übung und Information, mashen das besser, legen Wert auf Unterhaltungen. Also genau das, was mir noch fehlt. Und, ganz ehrlich, DuoLingo: Ein halbes Jahr täglich Sprachkurs und keinerlei Erwähnung davon?!

Ich bin ja fei großer Freund von Füllwörtern. „Hoor“ gefällt mir auch deswegen sehr gut, weil es erstaunliche Ähnlichkeiten zum Singapurer „hor“/“hoh“ aufweist:

https://aventurer.com/wp-content/uploads/2021/03/20190406_150211-2048x1536.jpg

Müsste man mal einen Sprachwissenschaftler fragen, was es mit Füllwörtern eigentlich auf sich hat. Leider kenne ich keinen. 😉

Auf jeden Fall jetzt erstmal weiter mit Babbel. Bin gespannt, was das gibt.

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Süddeutschland

Ein echter Mammutbeitrag heute, aber – ich versprech’s – mit vielen hübschen Bildern. Ich habe damals (2018) eine Geschäftsreise zum Hauptquartier ausgedehnt und bin noch bisschen weiter durch den Süden gefahren. Und ich hatte nur das Motorola Moto G6 dabei, das ich zu der Zeit getestet habe. Erstaunlich stark am Tag, leider mit Schwächen nachts. Aber war halt auch nur ein Mittelklasse-Phone. Morotolas Steckenpferd.

Und Süddeutschland? In Teilen schon echt hübsch da. Wenn da nur nicht so sonderbare Leute wohnen würden… 😉

Bodensee:

Mainau:

Konstanz:

Reichenau/Bodensee:

Neuhausen (CH):

Rottweil:

Burg Hohenzollern:

Tübingen:

Marburg:

Herborn:

Ahrtal:

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Damals im Internet

Früher war alles besser – werdet ihr mich nie sagen hören. Zumindest nicht bevor ich 80 bin und auf die Jugend schimpfen darf. Denn früher war nicht alles besser, schon gar nicht das Netz.

Wobei… Wenn ich mich an die Zeit von 2010 und kurz davor zurück erinnere, so war irgendwie mehr Spiel drin, mehr Freude, öfter mal was zu lachen. Es war noch nicht alles durchkommerzialisiert. Und das vermisse ich heute schon ein wenig. Die üblen Grafiken, lahmen Leitungen, langen Ladezeiten und was alles nicht funktioniert hat, natürlich nicht.

Apple hatte mal einen Skandal, heimlich Nutzerdaten zu tracken:

Das war um 2011. Ja genau, dasselbe Apple, das just heute mit iOS 14.5 etwas genau Gegenteiliges in die Wege geleitet hat, Trackerschutz auf Knopfdruck…

Der frühe AppStore:

Und das iPhone 3G im Feature-Vergleich..

Wir hatten eine Seite über das Web-2.0-Newsgeschehen damals:

Das war ein Aprilscherz, den wir dort gebracht haben. Statt höchstens 140 Zeichen (Twitter war da noch recht jung) mindestens 500 Zeichen… Ja, ich weiß, sehr lustig…

Ashton Kutcher und CNN lieferten sich ein Wettrennen, wer zuerst 1,000,000 Follower auf Twitter erreichen würde (Ashton hat gewonnen).

Die alten erinnern sich noch…

Aber daran vermutlich nicht mehr. Ich stand mal auf Platz 24 der deutschen Twitter-Charts! Das war allerdings ein Fehler, es hätte unser Magazin sein müssen:

Wir hatten Umfragen. Diese ist von 2009 und die Frage war: Würdet ihr (das gerade neu vorgestellte) Google Chrome OS benutzen?

Es gab noch andere frühe Versuche, dem iPhone und Android Konkurrenz zu machen. Ums Palm Pre finde ich es schade, um den Blackberry Storm (hatte ich eine Zeitlang) nicht die Bohne:

Poken sollten die Visitenkarte beerben. Und die Idee war nicht schlecht, der fehlende Datenschutz brachte das Projekt dann aber schnell in Verruf.

Linux-Erfinder Linus Torvalds in einem Store für Windows 7.

Den Rest ab hier lasse ich mal unkommentiert. Bottom Line: Where did all the fun and irony go? Bring it back!

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Mit 1 Bierchen im Kopf Kündigungen schreiben

… macht Spaß. Es ist nicht so, dass ich dann anmaßend oder unflätig würde (ist eh nicht mein Stil). Aber ruhig was direkter und dreister. Dem Vodafone-Kundenservice habe ich gerade geschrieben, auf den Beitrag der Verbraucherzentrale zu den Urteilen der Landgerichte Düsseldorf und München verwiesen und reelle Werte der Hardware taxiert, die sie mir berechnet haben.

Für den sechs Jahre alten Festplattenrecorder, der damals schon keine 100 Euro mehr wert war, haben sie mir 199 Euro berechnet. Ich habe den Restwert großzügig auf 39 Euro taxiert und die der Smartcard (berechneter Preis: 35) auf 5 Euro. Bin gespannt, wie die Antwort ausfällt. Zu verlieren habe ich nichts.

Nachdem ein Sturm der Entrüstung das geplante 12-köpfige Turbokapitalungeheuer Super League wunderbarerweise noch verhindert hat, hat sich einer der Initiatoren zu Wort gemeldet. Florentino Perez, Präsident des hoch verschuldeteren spanischen Rekordmeisters Real Madrid, der sich mit der Super League sanieren wollte. Spox.de dazu:

Real Madrids Präsident Florentino Perez hält einen Transfer von BVB-Torjäger Erling Haaland für „unmöglich“ – es sei denn, das Projekt Super League würde wider Erwarten doch zustande kommen.

Erling Haaland, zweifellos eins der größten Talente aktuell im Weltfußball, der aktuell noch bis 2023 Vertrag bei Borussia Dortmund hat und dessen Vater und Berater neulich und Spanien und England auf Ochenstour waren. Gewünschte Ablösesumme für den Jungstar: 150 Millionen Euro plus Handgeld. Perez dazu:

„Solche Transfers werden ohne die Super League unmöglich sein. Weder für Real Madrid noch für irgendeinen anderen Verein.“

Genau. Erling Haaland ist so teuer, dass ihn sich gar kein Verein mehr leisten kann. Er muss dann praktisch unter der Brücke schlafen und nachmittags auf dem Bolzplatz kicken.

Oder anders gesagt: Willkommen in der Realität für 99,9 Prozent der Fußballvereine, Herr Perez! Und kann es sein, dass Vereine wie ihrer deswegen so hoch verschuldet sind, weil sie bislang jede Summe gezahlt haben? Und wäre die einzige Lösung tatsächlich noch mehr Geld gewesen?

Es wird einfach Zeit, dass die Preise wieder fallen. Gut, dass die Super League verhindert worden ist. In meinen Augen ging der gewaltige Fanprotest aber noch nicht weit genug. Die UEFA, die für die bald kommende EM unter anderem eine Zuschauerpflicht fordert, ist praktisch als Lichtgestalt und damit viel zu gut aus der ganzen Sache herausgekommen. Da geht noch mehr!

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Zürich, 2009

Bin doch immer wieder gerne dort. Kamera: Panasonic TZ4:

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New York, New York

2010. Aber welche Kamera war das bloß… iPhone 3GS, mein erstes Smartphone… Vor Ort haben sie übrigens das erste iPad vorgestellt, aber wir haben die Schlange vor dem Apple Store nicht gefunden…

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Andalusien II

Gleiches Spiel wie gestern: Schöne Gegend, aber die meisten Bilder verhunzt. Außerdem kann ich nicht mehr genau sagen, was wo war. Vor allem dieser Ort mit den weißen Häusern… Es sei denn, das ist schon Ronda – weiß das jemand? Mit dabei auf jeden Fall: Ronda, Malaga, Tarifa, Gibraltar. September 2016. Kamera wieder: OnePlus One.

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Finanzen und Minimalismus

Das passt natürlich wie Gesäß auf aus Plastik geformter Flüssigkeitscontainer: Beschäftigst du dich mit Finanzen, kommt plötzlich einer, der dir die Kohle wegnimmt. So wie wenn du 1x in 5 Jahren wegen Bauchschmerzen zum Arzt gehst und am Ende dein Meniskus operiert werden muss. Da ist jemand an meine Kreditkartendaten geraten, hat irgendwas mit Facebooks-Ads in Höhe von über 500 Euro gebucht. Und ich hab den halben Nachmittag damit verbracht, die Karte sperren zu lassen und das Geld zurückzubuchen.

Nachdem ich nun aber auch 2020 und die ersten Monate von 2021 meiner Buchhaltung durchgegangen bin, lässt sich das auf den einfachen Punkt bringen: Minimalismus = weniger Einkäufe = weniger Umsätze = weniger Stress bei der Umsatzsteuervoranmeldung und -erklärung. So einfach ist das.

Desto mehr Umsatzsteuer allerdings auch, weil plötzlich weniger da ist, was sich absetzen lässt. 🙁 Tough luck.

Der Weg ist aber klar gezeichnet. Weniger, weniger, weniger. Meistens lässt es sich an meinen Kontoauszügen sehr klar ablesen, ob ich gerade im Urlaub war oder ein neues Projekt gestartet habe, etwa Videoaufnahmen oder E-Bike-Touren. Aber selbst das ist selten geworden und die Projekte werden kleiner. Die Zeiten sind bei mir vorbei, in denen ich rund um mich zu Zeugs kaufte. Und mittlerweile gehen mir sogar die Dinge aus, die ich verkaufen möchte.

Fühlt sich gut an.

Okay, weiter geht’s mit Rechnungen-Checken und das leidige Thema Versicherungen: Was zahle ich eigentlich wofür? Könnte spannend werden herauszufinden…

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Finanzen 🤑

Kurze Pause vom Bilderaussortieren, kleiner Exkurs in die Welt der Finanzen. Heute praktisch gezwungenermaßen, weil die geliebte Umsatzsteuervoranmeldung anstand.

Aber was heißt „geliebt“. Seit ich mich sehr, sehr spät dazu durchgerungen habe, das ganze auf digital umzustellen (ich Idiot) und kaum noch neue Dinge kaufe, ist das mittlerweile sehr schnell gemacht. Heute war es erstmals unter 1 Stunde. Früher waren es mal drei.

Außerdem bin ich mittlerweile so weit, dass ich da fast Bock drauf habe. Das alles mal sortieren, gucken, wohin die ganze Kohle geht (Spoiler: den Staat und seine als solche getarnte Rentenversicherung) und was sich da noch einsparen lässt, damit ich noch (!) reicher werde.

Vielleicht lässt es sich auch irgendwie so hinkriegen, dass es nicht langweilig wird und sich ultramegerspießig anfühlt. So leid es mir also tut: Es wird hier künftig etwas mehr ums Geld gehen.

Ein Bild gibt’s natürlich trotzdem. Ist sogar von heute (Motorola Moto G100). Und ich schwöre, ich hatte den Flügel eigentlich ganz mit drauf…