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Parallelland

Nicht weit von uns im Western, da liegt ein kleines Land liegt eine Art Parallelwelt zu Deutschland. Es leben Menschen dort, die sich eher mal auf der Straße einfach grüßen, die dabei eine Sprache sprechen, die irgendwie so ähnlich ist wie Deutsch und teils die gleichen Wörter verwendet, die aber etwas anders klingen oder etwas anderes bedeuten. Die Menschen dort etwa verknallen sich nicht in jemanden, sie verknallen das Essen, indem sie es zu lange im Backofen schmoren lassen. Die Luft im Industriegebiet ist nicht verpestet, sondern vervuild, anders als die Dinge auf dem Kompost, die nicht verfault sind, sondern vergaan. Verpesten kannst du dafür das Abendessen, wenn zu zu viel Salz reinkippst.

Es ist eine Welt, in der es eine hochmoderne Infrastruktur statt kreativer Ausreden für das Nichtvorhandensein einer solchen gibt. Man wirbt nicht mit dem besten mobilen 5G-Netz (dingdingdingDINGding), man hat es einfach – und macht nicht viel Gewese darum. Es gibt einen geregelten Bahnverkehr und irgendwie von jedem Fleck des Landes aus alle 15 Minuten eine Bahn, die von und nach Utrecht fährt. Vom weltbesten Fahrradwegenetz habe ich hier ohnehin schon oft vorgeschwärmt. Es ist ein Land, in dem auch viel über alles debattiert wird und jeder Vorschlag durch zwei Kammern laufen muss, der das dann aber meist recht solide übersteht und nicht in irgendwelchen faulen Kompromissen endet.

Man scheut sich auch nicht vor der Zukunft und – pardon, wenn ich mit meinem eigenen Land so hart ins Gericht gehe – der Gegenwart. Während in Bonn noch darüber diskutiert wird, ob man das Stadtbild mit einer Seilbahn und einem Hochhaus verschönern darf – aber dann bitte nicht bei mir im Garten und bitte nicht zu hoch, das Haus – haben Den Haag und Rotterdam jeweils atemberaubende, moderne, ja sogar schöne Skylines mit architektonischen Meisterwerken wie der Markthalle (Rotterdam) oder dem Amare in Den Haag (neem hier een kijkje 😉 hochgezogen.

Sorgen, Probleme, eine solide Grundunzufriedenheit? Haben die Menschen dort auch. Gepaart allerdings mit einem scheint’s einprogrammierten Optimismus und einer bemerkenswerten Geradlinigkeit. Natürlich nicht jeder, aber sehr viele Leute, die ich dort sah und traf, haben einfach mal gemacht. Darf ich das jetzt? Könnte das jemanden stören? Bin ich eventuell zu laut dabei? Fragen, die sich die Menschen dort für mein Verständnis deutlich seltener stellen als die Menschen in Deutschland.

Es gibt leider auch dort Mord und Totschlag. Neulich haben in Den Haag ein paar Ghetto-Kids einen Obdachlosen vor eine Straßenbahn gestoßen (tot), es gab eine Anschlagsserie auf polnische Supermärkte. Es gibt Clan-Kriminalität, die in dem traurigen Mord an dem Journalisten Peter de Vries oder Morddrohungen gegen Premier Mark Rutte gipfelten. Jener eigentlich für ausländische Augen hochsympatische Rutte übrigens, dessen Kabinett den unsäglichen Politskandal um die letztlich rassistische Toeslagenaffaire heraufbeschworen hat. Dann die „Gasbevingen“ in der Region Groningen, die mehrere zehntausend Menschen quasi obdachlos gemacht haben. Mieten und Häuser in der Randstad sind für kaum noch jemanden zu bezahlen, der neu irgendwo hinziehen möchte. Die Fremdenfeindlichkeit wächst, auch weil Expats und ausländische Studenten dazu beitragen, dass die Mieten immer weiter steigen.

Ein Land, in dem man angeblich aufgrund calvinistischer Tradition demütig, angepasst und obrigkeitstreu ist. Und auf der anderen Seite gewaltsam auf die Straße geht, wenn die Regierung aufgrund steigender Corona-Zahlen eine verhältnismäßig kurze Sperrstunde einführen will.

Und die Sache mit dem Fußball… große Rivalitäten mit der DFB-Elf gibt es eigentlich nicht mehr. Aber es gibt Vereine wie Feyenoord mit einer radikalen Anhängerschaft, die kürzlich erst Funktionäre des Gegners Union Berlin in der UEFA Conference League einer Bar in Rotterdam angegriffen haben, und von dem der Generalmanager nach Morddrohungen der eigenen Ultras letztlich das Handtuch warf.

Aber ohnehin – ging es um Deutschland, merkte ich in Gesprächen mit den Einheimischen eigentlich immer, dass ein gewisser Respekt mitschwang vor dem riesigen Bruderland da im Osten. Fast ein wenig, als spräche man da vor dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Während daheim alles so engstirnig und überregelt abliefe. Und alles, was da in Deutschland doch nicht gehe, das wäre schon für irgendwas gut oder würde sich schnell bessern. Vielleicht weil Deutschland dem Niederländer so groß und vielseitig erscheint – oder weil der Mensch einfach mehr Grün auf der anderen Seite sieht.

Dieses Parallelland, wohlgemerkt, das als erstes der Moderne weiche Drogen legalisiert hatte und in dem man an einem Samstagabend in einer beliebigen Innenstadt (außer der vom Amsterdam!) trotzdem nicht mehr Grasgeruch wahrnimmt als in der Bonner Altstadt. In der man sich gewappnet hat, mit gigantischen Deichen, Poldern oder den Deltawerken der Neeltje Jans gegen das, was da noch kommen wird beim real existierenden Klimawandel. Ein Land, das selbstkritisch mit der eigenen Geschichte umgeht, kürzlich etwa in zwei Kriegsfilmen dargestellt: Kollaborateure zur Zeit der deutschen Besetzung (The Forgotten Battle, Netflix) oder die unrühmlichen Kolonialkriege in Indonesien direkt danach (De Oost, Amazon Prime). Ein Land, das in den letzten 10 Jahren zwei Dutzend Gefängnisse geschlossen hat, weil es einfach zu wenig Delinquenten gab, die man dort hätte unterbringen können. Und in dem man deswegen trotzdem nicht restlos glücklich ist – weil das 2.000 Arbeitsplätze gekostet hat.

Ja, das Gras ist immer irgendwie grüner auf der anderen Seite – selbst wenn man mal an einer WM nicht teilnimmt oder denkt, dass das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ein anderes ist. Aber dieses Parallelland da im Westen, das macht schon einiges redelijk goed. Kan ik niet anders zeggen.

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Mal kurz im Ausland leben

Klar, wenn man an einen belebten Ferienort zieht, der auch noch zufällig Teil einer weltoffenen Großstadt ist, die zufällig auch noch Hauptstadt eines sehr toleranten Landes ist, in dem praktisch jeder Englisch fast so gut spricht wie seine Muttersprache (falls die nicht sogar Englisch ist). Dann ist es immer noch einmal was Anderes, als sich irgendwo in der Pampa einzunisten.

Aber ja, die sieben Wochen hier, die jetzt leider zu Ende gehen, habe ich sehr genossen. Zum einen gefallen mir viele Dinge an diesem Ort, in diesem Land sehr gut. Zum anderen, und das will ich gar nicht verschweigen, hilft es auch, wenn man mal in seiner Rolle als Gast verbleibt. Das bedeutet, dass man nicht sooo tief in die politische Atmosphäre eintaucht, die anderen einfach mal machen lässt. Klar, ich lese hier auch hin und wieder die Zeitung, schaue fern und höre die Nachrichten. Aber als Gast halte ich es nicht für notwendig, noch tiefer einzusteigen. Heerlijk eigenlijk! Man kann einfach mal eine Runde gemakkelijk die Anderen machen lassen.

Aber auch sonst. Die Leute hier: Man lächelt einem Fremden tatsächlich eher mal zu, man sagt eher mal „Goedendag“, als dass man gar nichts sagt. In der Kneipe am Tresen wirst du nicht wegignoriert, wenn du da was bestellen willst. Du musst gar nicht die Ellenbogen ausfahren, dich vordrängeln oder sichergehen, dass du dich nicht an der falschen Seite angestellt hast. Man bedient dich auch so, und dann freundlich.

Hier ist alles ein Stück moderner – auch teurer, keine Frage. Aber du kannst selbst die 50 Cent vor der Drehtür kontaktlos bezahlen, du kannst fast jeden Termin online buchen. Du kannst beinahe vom Boden essen, überall schnell günstig mit dem Zug hinfahren. Oder mit dem Rad, denn das Wegnetzsystem sucht weltweit seinesgleichen.

Aber ja, vor allem schön, einfach mal rauszukommen, mal woanders zu wohnen, mal für ein paar Wochen oder Monate der deutschen Tristesse zu entfliehen und die Leichtigkeit zu genießen. Sehen, dass es auch anders geht. Jederzeit gerne wieder!

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Urlaub von Deutschland

Ich bin jetzt 1 Monat hier in Scheveningen und langsam wird’s hübsch. Das liegt gewissermaßen auch daran, dass ich meine Erwartungen komplett heruntergeschraubt habe. Ich arbeite immer noch fleißig, bin aufmerksam im Kurs, strebe rum, hab noch keine Hausaufgabe vergessen, lerne hunderte von Vokabeln. Aber nach 4 Wochen hier habe ich auch eingesehen, dass die geplanten 7 Wochen einfach nicht reichen werden, um flüssig in der Sprache zu werden – auch wenn die Fortschritte enorm sind.

Ich verwünsche dich, oh Caspar G., der du mir damals sagtest: „Ein Deutscher braucht sicher nicht mehr als 2-3 Monate, um Niederländisch zu lernen.“ Schön wär’s. Zeitunglesen auf Niederländisch und den Sinn verstehen ist das eine. Die Leute verstehen oder es gar selber sprechen, eine ganz andere Nummer…

Aber seit ich weiß, dass das halt nichts mehr wird, dass ich hier auch keine großen Freundschaften mehr schließe und gewissermaßen auch nichts muss, gehe ich es komplett entspannt an. Die letzten 3 Wochen möchte ich die rare Freizeit für ein bisschen Sightseeing nutzen. Und ein paar Besuche kommen ja auch noch vorbei.

Dies ist mein längster Auslandsaufenthalt seit dem Studium, und es ist phänomenal. Das Land rockt, die Gegend rockt, die Leute rocken. Vielleicht ist es auch schlicht toll, einfach mal nichts mitzukriegen von dem ewigen Hin und Her der Nachrichten aus Deutschland. Ob die designierte Ampelkoalition jetzt Sondierungs- oder Koalitionsgespräche führt, ob die 7-Tage-Inzidenz wieder gestiegen, ob in Bonn irgendeine Brücke gesperrt ist… scheißegal ist mir das, zumindest mal für ein paar Wochen.

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Twee weken al in Nederland

Es fühlt sich an wie ein ganzer Monat, so viel steht fest. Ebenfalls steht fest, dass es ein Meilenstein gestern war, dass sie mir endlich das Swapfiets geliefert haben und ich wieder sporten kann. Oder dass Spielberichte der deutschen Fußballbundesliga auf Englisch schon seltsam anmuten, aber anders hier nicht zu empfangen sind. Und dass mir Gesellschaft fehlt, zumindest an den Wochenenden, wenn ich dafür Zeit hätte.

Dass mir gestern ein (vermutlich) Obdachloser vor meinem Haus ein fröhliches „Goedemorgen!“ und „Hoe gaat het?“ zugerufen hat und ich seitdem hoffe, ihn bald mal wieder zu sehen, spricht auch irgendwo Bände. Nein, nicht dass ich mit einem Obdachlosen nicht genauso gut reden könnte wie mit jedem anderen auch. Aber dass ich sonst einfach noch keine Gesprächspartner hier gefunden habe, mit denen das genauso gut geklappt hätte. Außer mit der wirklich netten (und sehr gründlichen!) polnischen Putzfrau, die heute kam, die aber nur Englisch spricht. Oder meiner polnischen Klassenkameradin (die einzige noch verbliebene), mit der ich mich immer freue, nach dem Kurs noch ein paar Sätze zu wechseln, bevor wir dann beide meist schnell weg müssen.

Ich habe mich bei Meetup angemeldet und es ist schon gek, was es da alles gibt. Aber so einfach ist das gar nicht zu Treffen zu gehen, wenn man weiterhin nicht ganz gesund ist (der verfluchte Nacken ist immer noch verzogen) und mit all den Vorbereitungen, Nachbereitungen, Vokabeltrainings und Hausaufgaben ganze Abende gefüllt sind. Aber morgen Abend habe ich beschlossen, mache ich einfach mal irgendwas mit irgendwelche Leuten.

In meiner kleinen Kammer hier fühle ich mich mittlerweile pudelwohl. Vor allem, wenn der Regen gegen die Fenster peitscht oder der Wind um das Dach weht und ich mich daran erinnere, dass ich hier an einem tollen Ort direkt am Meer sitze. Morgen noch, dann ist es mit den Regentagen angeblich auch erst einmal vorbei. Was aber auch nicht schlimm ist, denn soooo viel von der Stadt habe ich noch gar nicht gesehen, die altehrwürdigen Unistädte Delft und Leiden sind gerade mal eine knappe Stunde mit dem Fahrrad entfernt, nach Amsterdam wollte ich eigentlich auch noch mal (knappe Stunde mit dem Zug). Und in vier Wochen geht es ja eigentlich auch schon zurück. Beeilt euch, wenn ihr mich noch besuchen wollt!

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Foto’s aan Zee

Falls noch einer überlegt, ob er mich besuchen will…

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Mein erstes politisches Gespräch auf Niederländisch

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne und so. Dabei komme ich erst nach fast 5 Stunden müde und mit massiven Rückenschmerzen in Scheveningen an. Nicht viel Zauber für den Anfang…

Und erstmal geht es weiter mit Herausforderungen. Meine Unterkunft finde ich recht schnell, sie sieht heel prachtig eruit! Aber parkeren? Ist hier so ne Sache. Schon unterwegs habe ich mal nach „parkeren scheveningen“ im Web gesucht und auch meine AirBnB-Hosts gefragt. Einhellige Meinung aller Quellen: wissen wir nicht so genau, ändert sich oft und ist auf jeden Fall teuer und sehr kompliziert. Vor dem Haus ist gerade ein Parkplatz frei… Come on, eben halten, ausladen und kurz alles in die Wohnung bringen. Ich riskier’s.

Und es passiert wirklich nichts. Die Wohnung ist toll, genau wie beschrieben. Ich gehe wieder runter und frage die erstbeste Passantin auf Niederländisch, wie es hier mit dem Parken aussehe. Wisse sie auch nicht so genau, sagt sie. Sie glaube, 2 Stunden für einen Mondpreis. Ich gehe noch einmal gucken und die Website des direkt angrenzenden Parkhauses checken. 30 Euro pro Tag! Bei Vorreservierung billiger. Die Website sagt: 200+ Euro pro Monat in der Hauptsaison, die immer noch läuft. Na klasse.

Auf dem Hinweg war mir, ich hätte da ein paar Autos wild an der Hauptstraße parken sehen. Da fahre ich jetzt wieder hin und will das auch machen. Es ist fast 2 km die Straße runter, aber es ist noch ein Platz frei und tatsächlich: kein Schild oder irgendwas. Und zwei Lücken vor mir: ein Auto mit Siegburger Kennzeichen. Ich parke da einfach mal. Meine Vermieter frage ich, ob ich das wohl darf – keine Antwort bisher. Morgen frage ich mal in der Sprachschule, ob die was wissen und sicherheitshalber werde ich noch einmal nachsehen, ob das Auto dann noch da steht…

Den Weg zurück laufe ich. Die Gegend ist wirklich schön. Ein kleiner Kanal, ein ziemlich großer Park, tatsächlich Menschen die für eine – ich vermute Familienfeier – direkt auf der Straßen feiern und tanzen. Ich komme an einem Skaterpark mit angrenzendem Koffieshop (so ein Zufall?) vorbei und muss wohl ein Stückchen zu weit gelaufen sein. Denn plötzlich stehe ich vor dem Strand:

Und den kannte ich bisher tatsächlich noch nicht. Und ist. das. schön. hier! Eine moderne Promenade, viel Sand, tolle Beachclubs, Restaurants, Bars. Ich mache ein paar Fotos, als ich plötzlich hinter mir eine Stimme höre:

„Goedenavond meneer, en hoe gaat het me jou?“

Der junge Typ im Anzug mit leichtem Seitenscheitel, den ich gerade schon dabei beobachtet habe, wie er Aufkleber mit einem akropolisartigen Symbol auf Laternen und Straßenschilder klebt.

Ich frage ihn in gebrochenem Niederländisch zurück, wie es ihm gehe und wofür die Aufkleber stünden. Er fragt, woher ich komme und ob es in Deutschland auch so wenig Auswahl bei den Parteien und wenig direkte Demokratie gebe. Käme drauf an, versuche ich zu sagen. Eigentlich hätten wir genug Demokratie und auch Parteien, auch wenn sich viele davon gar nicht so sonderlich voneinander unterscheiden würden und keine die echten Probleme angehe – aber da scheitere ich knapp dran. Ob es denn eine Partei gebe, die genau meinen politischen Ansichten entspräche, fragt er noch. Ich bekomme nichts anderes hin, als auf Volt zu verweisen, die es ja auch europaweit gebe. Ah, Volt, sagt er, die kenne er, die pro-europäische Partei. Ja genau, sage ich noch.

Er will noch etwas hinzufügen, lässt es dann. Seine Begleiterin grinst sonderbarerweise in sich hinein. Er verabschiedet sich sehr höflich per Händedruck, auch seiner Begleiterin gebe ich die Hand. Na also! Ich habe fast alles verstanden, was er gesagt hat, und die ganze Zeit über haben wir die Sprache nicht gewechselt. Mein erstes politisches Gespräch auf Niederländisch!

Später google ich die Partei namens Forum voor Democratie und da wird mir klar, warum seine Begleiterin so gegrinst hatte. Laut Wikipedia ist die FVD eine EU-skeptische, nationalkonservative Partei in den Niederlanden. 😂

Aber immerhin: Er ist gegenüber dem Gast sehr höflich geblieben, auch als er erkannt hat, dass ich politisch eher auf der anderen Seite stehe. Und irgendwie bin auch ich freundlicher geblieben, als ich es sicher wäre, hätte ich vorher gewusst, wer da vor mir steht. Ein wenig Unvoreingenommenheit – täte mancher politischer Diskussion gar nicht schlecht.

Ich schlendere noch ein wenig über die verdammt schöne Strandpromenade, besuche den „Pier“, eine schiffsförmige Mischung aus Mall und Restaurantmeile mit angrenzendem Riesenrad und Bungieturm direkt am Strand. Wunderschön!

Als ich Google Maps nach dem Rückweg frage, zeigt die App die beiden Punkte fast nebeneinander an. Meine Wohnung ist wirklich nur fünf Gehminuten vom Epizentrum entfernt! Die Gegend ist lebhaft, voller Cafés und Restaurants. Es ist alles was teurer, ja, aber wunderschön und belebt. Heute war das Wetter noch einmal super. Ob es bei Regen und Kälte auch alles noch so schön ist, wird sich zeigen. Aber bisher: wunderschön!

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Bonn wacht auf

Jetzt, wo für mich mehr oder weniger ein neuer Lebensabschnitt beginnt, für den ich unbedingt aus Bonn raus kommen wollte, wird es hier plötzlich wieder hübsch. Es gibt Outdoor-Kinos, Live-Outdoor-Wahlkampfdebatten direkt vor meiner Tür (aber ich hatte keine Zeit dorthin zu gehen), Konzerte und Theater sowieso, die Leute machen Sport im Park, die Straßen sind voller Menschen. Vor dem Kaiserplatz kann man bei schönem Wetter mittlerweile ziemlich gut Fußball gucken oder kurz einen Blick auf die Fahrraddemo werfen, die dort lang geht.

Ein neues Brauhaus hat in der Innenstadt geöffnet (Sion zwar, aber was soll’s), auch die Gegend um den HBF kommt langsam aus dem Quark (auch wenn der Style da immer noch ghetto-chic ist). Die Wirte von Nyx und Flynn’s Inn wollen das Anno wiederbeleben. Ähnliches Konzept wie früher zwar, aber im Nebensatz ließen sie die Info fallen, dass der Laden 12 Zapfhähne bekommen soll. Beinahe eine Craftbeer Bar! Es geht aufwärts hier. Warum wollte ich noch mal weg?

Na ja, weil vor ein paar Wochen halt noch alles schlief, Corona noch am Start war, ich jeden Quadratmeter hier im Umkreis hundert mal abgelatscht hatte und man auf jeden Fall ja mal raus muss, aber irgendwie nicht konnte. Jetzt bin ich über beides froh. Dass ich doch noch mal hier weg komme und dass ich mich bei die Rückkehr nicht grämen muss. Bonn ist schön, Bonn lebt wieder, ich freue mich, bald wieder hier zu sein!

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Erstmal Urlaub

„Es ist in unserem ureigenen nationalen Interesse, die Welt zu impfen.“

Sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, nachdem Deutschland erstmals auf bereits bestellten Astrazeneca-Impfstoff verzichtet und 1,3 Millionen Impfdosen an die Covax-Initiative abgibt, um auch Menschen in Entwicklungsländern zu impfen.

Dass das am gleichen Tag bekannt wird, an dem die Gesundheitsministerkonferenz beschließt, dass für Astrazeneca-Geimpfte eine dritte Impfung notwendig wird und erste Pharmazeuten das Vakzin als „verbrannt“ bezeichnen, ist natürlich Zufall. 😬

Aber genug vom Weltgeschehen. Ich mache erstmal Urlaub. Also richtig los geht’s wohl erst am Sonntag. Und dann über kurz oder lang in die Niederlande. Ob ich von unterwegs blogge, weiß ich noch nicht. Das Handy habe ich auf jeden Fall dabei. Eventuell wird’s hier mal wieder etwas bildlastiger. Oder ich blogge gar nicht? Aber mal sehen…

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Superspießerevent

Ich, ein Spießer? Niemals!

Aber ich fahre E-Bike und trage einen Helm dazu. Natürlich nur, um damit Sport zu machen und auf Tour zu gehen.

Ich gehe an den meisten Abenden etwa zur gleichen Zeit schlafen und am Wochenende auch mal eine Stunde später. Aber nur, weil mein Handy sagt, die Forschung lehre uns, dass regelmäßige Schlafzyklen das Wohlbefinden stärkten.

Ich trinke kaum noch Alkohol. Aber nur, weil mir das wirklich nicht mehr viel gibt und ich ohne genauso viel Spaß haben kann.

Ich esse kaum noch Fleisch. Aber nur, weil Käse ja genauso gut schmeckt wie Wurst, ach was: besser! Und weil ich dieses Fleischersatzzeug wirklich, wirklich mag.

Ich fahre einen Volkswagen, aber nur, weil das Auto, das ich vorher hatte, superunzuverlässig war und keinen TÜV mehr bekommen hat.

Mein Abendessen habe ich mittlerweile auf etwa 1700 Uhr verlegt. Danach nehme ich an den meisten Tagen keine Kalorien mehr zu mir. Aber nur, weil ich ein für alle Mal schlank werden, meine natürliche Körperform finden und dafür abnehmen will. Seit drei Jahren jetzt.

Ich habe jetzt endlich das mit der Altersvorsorge geregelt. Aber nur, weil die gesetzliche Rente ja hinten und vorne nicht mehr reichen wird.

Heute bin ich früher vom Training weg und nur noch kurz mit ins Vereinsheim gegangen. Aber nur, weil ich dringend meine Steuer fertig machen muss. Abends um neun.

Ich ärgere mich, wenn junge Leute auf dem Platz vor meinem Fenster in der Woche nachts um 2 noch Krach machen. Aber nur, weil ich schlafen muss, um tagsüber meinem seriösen Job nachzugehen, um Geld zu verdienen, um mir den Urlaub und die Yuppie-Wohnung im gentrifizierten Stadtteil leisten zu können.

Spießer? Ihr vielleicht!

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Barbier

Ich kann mittlerweile verstehen, warum Leute gerne zu einem guten Friseur gehen. Man fühlt sich da wie ein König oder eine Königin auf dem Thron und erhascht ein kleines bisschen Wellness in der Ödnis des Immergleichen. Mein letzter Besuch dort ist 15 Jahre her…

Heute dann mein erster Besuch überhaupt bei einem Barbier. Ich hatte während Corona meinen Bart immer weiter wachsen lassen, um ihn dann nach der Impfung mal richtig hübsch machen zu lassen und Corona für mich damit abzuschließen. Noch am selben Nachmittag nach meiner 2. Impfung hatte ich dort einen Termin ausgemacht. Nun war es so weit.

Man bot mir einen Whisky an (ich habe angenommen), der mir zugeteilte Barbier beriet mich erst, dann schnitzte er filigran eine halbe Stunde lang mit dem Haarschneider, der Schere, dem Rasiermesser, wieder dem Haarschneider, wieder dem Messer und wieder der Schere Muster in die Kanten meines Barts. Hat gepudert, gepinselt, gekämmt, aufgetragen, wieder gepinselt, noch einmal gepudert und wieder aufgetragen. Und dann gab es noch ein paar Minuten unter einem heißen, feuchten Handtuch.

Ich muss hinterher wie ein Honigkuchenpferd gestrahlt haben, und wollte allen Leuten davon erzählen. Ich glaube, ja, das Klischee, dass Frauen (und Männer!) sich darüber freuen, wenn man ihnen nach einem Friseurbesuch Aufmerksamkeit schenkt, kommt nicht von Ungefähr. Das macht die Welt ein Stückchen besser.

Ich freue mich auf meinen nächsten Termin in 15 Jahren.

(Corona ist natürlich noch nicht vorbei, leider. Aber ich habe beschlossen, jetzt einfach so weiter zu leben wie vorher. So gut es eben geht.)

(Und so viel anders sehe ich übrigens gar nicht aus. Bart jetzt etwas kürzer und ordentlicher und bisschen hübscher ist’s sicher auch.)

(Nächste Station: Optiker. Endlich mal eine Brille finden, die zu mir passt.)

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Eine Woche ohne Dusche

Der Traum eines jeden kleinen Jungen – ausprobiert, damit ihr es nicht müsst.

Aber im Ernst, wie kam ich da jetzt drauf? Vergangene Woche Donnerstag habe ich meine Zweitimpfung mit Biontech bekommen (worüber ich sehr dankbar bin). Am nächsten Morgen kam ich kaum aus dem Bett. Kaffee, Dusche, alles half nicht, ich war wie in Watte gepackt. Als auch am Samsung klar war, dass ich wohl noch etwas länger unter den Nebenwirkungen laborieren würde, stand ich mehr oder weniger gar nicht erst auf.

Am Sonntag kam mir die Idee, da vielleicht ein kleines Experiment draus zu machen. Wie lange würde ich ohne eine Dusche durchhalten? Die Zeit war eigentlich perfekt. Sport konnte ich wegen der Erkältungserscheinungen eh nicht machen, Leute treffen auch nicht so wirklich, das Wetter war eher frühlingshaft als sommerlich.

„Ohne Dusche“ heißt übrigens nicht, dass ich gar keine Körperhygiene betrieben hätte. Mein Deo und etwas Parfüm benutzte ich weiterhin. Einige sensible Stellen wusch ich einzeln trotzdem, bei anderen wie Achseln, Kniekehlen, Ellenbogen… kam täglich meine Geheimwaffe feuchtes Toilettenpapier zum Einsatz. Ich dürfte also all die Tage nicht gestunken haben. Ist das Zeug denn gut für die Haut? Na ja geht so, könnte schlechter:

Wasser ist unbedenklich. 😅 Das ist doch toll.

Am Montagabend nahm ich in Köln am Fühlinger See an einem Stand-up-Paddle-Kurs teil. Ich hatte mich vorher noch mit Sonnenmilch eingecremt, fiel aber während des Kurses fünf, sechs Mal in den See. Auch eine Art Duschersatz. Hinterher hätte ich trotzdem normalerweise noch geduscht. Aber, come on. Ein recht natürlicher See ohne viel Verschmutzung. Viel besser geht es doch kaum. Zuhause befreite ich allerdings meine Füße unter der Brause noch einmal vom Sand.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (die Tage 4-5) wurde es langsam fies. Also nicht in der Form dass ich gestunken hätte (dürfte ich nicht haben), sondern dass es auf der Haut unangenehm wurde und stellenweise anfing zu jucken. Das kann natürlich an den Erzeugnissen der Mücken und Wasserflöhe gelegen haben, die montags auf dem See wie Hyänen über mich herfielen (Zufall?). Einige Körperstellen hatte ich da wirklich tagelang nicht von Hand gesäubert. Zum Beispiel die Beine bis auf die Kniekehlen oder den Rücken.

Am Mittwoch an Tag 5 hätte ich am liebsten aufgehört. Es wäre einfach herrlich angenehm gewesen, über den ganzen zirpenden Mist (Körper) mal fünf Minuten lang eine Ladung Wasser zu gießen. Statt dessen versuchte ich, beinahe den ganzen Körper mit feuchtem Toilettenpapier abzureiben. Für ein kurzzeitiges Frischegefühl kaum schlechter als eine Dusche.

Meine Haut jubelte indes. Musste ich eigentlich sonst einige Stellen nach dem Duschen immer eincremen, war diesmal alles schon von Haus aus „in Butter“ (kann natürlich auch an der regenbedingt hohen Luftfeuchtigkeit gelegen haben). Selbst meine Haare – seit Tagen nicht entölt – schimmerten nicht fettig und fühlten sich auch nicht so an. Na gut: Die Glatze habe ich regelmäßig mit feuchtem Toilettenpapier poliert, der Haarkranz ist aktuell nur 2mm lang. Da sieht man keine fettigen Haare. Aber abgesehen davon, dass es oberflächlich an einigen Stellen ein wenig juckte und ziepte, fühlte ich mich „tief drin“ wohl in meiner Haut.

Bei unseren Vorfahren, ja selbst bei unseren Eltern und Großeltern, war es keinesfalls usus, täglich zu duschen. Dermatologen nennen das ohnehin einen Irrsinn. Wir tun es für das tägliche Frischegefühl, auch ein wenig, um abzuschalten und morgens in die Gänge zu kommen. Wirklich notwendig ist das nicht, gut für die Hautflora auch nicht.

Es kam, wie es kommen musste. An Tag 7 (heute) wachte ich morgens auf und dachte mir: Och, eigentlich könntest du noch ein paar Tage so weiter machen. Passt doch alles.

Dass ich mir jetzt gleich nach dem Runtertippen dieser Zeilen doch noch noch ein Bad gönnen werde, hängt schlicht damit zusammen, dass ich gerade zum ersten Mal seit einer Woche wieder Sport gemacht habe. Und nee, sorry. Schwitzen und danach nicht duschen geht für mich nicht. Das musst entklebt werden. Bin gespannt, wie das wird. Sich in Wasser legen: komische Vorstellung. Kriege ich da am Ende Ausschlag von? 😅

Und jetzt? Was habe ich daraus gelernt? Na ja, zum einen ist die Welt nicht untergegangen. Wenn jetzt mal das Wasser ausfallen sollte oder ich unterwegs auf Reisen bin: Mal einen Tag oder gar drei nicht duschen?! 😱 Früher undenkbar. Jetzt hat die Vorstellung irgendwie ihren Schrecken verloren. Gut so!

Im Alltag würde ich es jetzt den Gegebenheiten anpassen. Tatsächlich mache ich an den meisten Tagen der Woche Sport und danach brauche ich eine Dusche. Aber an Tagen, an denen es kalt ist, ich hier im Home Office keinen treffe, mich nicht viel bewege und auch so irgendwie in die Gänge komme? Werde ich wohl immer mal wieder einen Tag skippen. Kein Problem.

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There goes my Summer Holiday…

Schade…

Wie lange dauert es, bis so eine Welle gebrochen ist? Schafft ihr das in nem Monat?

Dann wollte ich eigentlich dahin…

Wobei die Impfungen anzuschlagen scheinen und das Ganze dann weniger bedrohlich wirkt…

Damit nachher keiner sagen, es hätte keiner ahnen können: In spätestens drei Wochen haben wir dieselbe Welle auch in NRW, wenn wir jetzt nichts tun.

Werden wir natürlich nicht.

Und wenn ich einfach jetzt schon fahre…? 🤔

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Nighthiking Testrun: Nachts allein im Wald

Gegen 2230 Uhr gehe ich von zu Hause los. Es ist noch etwas hell, mit 18 Grad recht warm, einige Betrunkene torkeln durch die Gegend. Ein normaler Freitagabend in der Altstadt – und ich beschließe, wandern zu gehen. Nighthiking, wie neulich einmal geplant.

Der Anfang unterscheidet sich nicht von einem normalen Spaziergang. Im Winter war ich eigentlich täglich im Dunkeln spazieren. Nur geht es diesmal eine andere Strecke entlang. Über Endenich und Ippendorf möchte ich in Richtung Waldau und Venusberg und über Kessenich zurück nach Hause.

Es ist viel los auf den Straßen. Auf der Viktoriabrücke hängen zwei Männer Wahlplakate auf, ein getunetes Auto fährt vorbei. In Endenich wird es langsam ruhiger. Ich treffe einige Gruppen Jugendlicher, die mich teils sogar grüßen. Ich bin noch nicht so weit, dass es mir leicht fällt, Fremde ebenfalls freundlich zurückzugrüßen, aber ich möchte daran arbeiten.

Kurz vor Lengsdorf gibt es zum ersten Mal ein kurzes, unbeleuchtetes Stück Wiese. Ich kenne den Weg aber von meiner Standard-Radstrecke. Für die ersten Gehversuche bei Nacht habe ich eine halbwegs bekannte Strecke ausgewählt. Es ist sternenklar, ich erkenne den Weg schemenhaft und lasse die Taschenlampe am Smartphone absichtlich aus, was halbwegs gut gelingt.

Aber schon kommen die nächsten 2 Kilometer beleuchtete Strecke in Ippendorf, bevor endlich ein Stückchen Wald naht, in dem ich mich noch nicht ganz so gut auskenne. Und plötzlich ist es zappenduster. Zum ersten Mal beschleicht mich ein leicht mulmiges Gefühl. Hier kenne ich den Weg nicht und sehe für einen Moment nichts, aber auch wirklich nichts:

Die Augen gewöhnen sich dann recht schnell an die Dunkelheit und der Weg vor mir lässt sich zumindest erahnen. Die Baumkronen allerdings schlucken das Licht. Ich versuche, mich durchzutasten und auch meine anderen Sinne einzuschalten. Es ist ruhig, nur entfernt höre ich ein wenig das Rauschen der Stadt. Da, ein Käuzchen! Ansonsten: nichts.

Ein wenig aufgeregt bin ich schon. Klar, die Zivilisation kann nicht weit weg sein. Was unterscheidet das Ganze überhaupt von einer Nachtwanderung, wie wir sie früher im Zeltlager auch immer gemacht haben? Dass ich diesmal ganz alleine unterwegs bin. Im Grunde kann mir nichts passieren, aber die Urängste sind natürlich aktiv.

Irgendwann stehe ich vor einer Weggabelung und weiß nicht weiter, die Sicht ist schlecht. Ich schalte nun doch die Taschenlampe des Smartphones en. Und mir ist sofort, als wäre damit auch das mulmige Gefühl ausgeknipst. Ich fühle mich auf einen Schlag unverwundbar. Sicher, wenn nun plötzlich jemand vor mir stünde, wüsste ich 0,0, was ich machen würde. Aber wo soll da jetzt auch jemand herkommen?

Irgendwann komme ich an der Waldau an. In der Nähe höre ich eine Gruppe Jugendlicher, die dort wohl abhängt, etwas trinkt und Musik hört. Ab hier kenne ich die Strecke ungefähr. Es geht auf den Venusberg zu. Ich knipse die Funzel aus und versuche noch einmal, mich in der Dunkelheit zu orientieren. Einmal stolpere ich über einen Stein und falle fast hin. Ansonsten klappt die Orientierung gut, und auch das beklemmende Gefühl kehrt nicht zurück.

Ein paar Mal erschrecke ich mich dann doch, als ich etwas Helles, Unidentifizierbares am Wegesrand sehe. Aber das sind nur Schilder. Pflanzen, die die Taschenlampe erfasst, wirken in einigem Abstand, als würden sie sich bewegen. Aber der Schrecken darüber geht schnell vorbei.

Am Venusberg schließlich hat mich die Zivilisation im Grunde wieder. In der Klinik dort herrscht noch reges Treiben. Nur dahinter geht ein kleines Stück nocheinmal den Wald hinunter nach Kessenich (oder Dottendorf?), das ich noch nicht kenne. Ich lande schließlich am Hindenburgplatz (der tatsächlich immer noch heißt).

Das war’s also schon, und das Riesenabenteuer war das alles nicht. Aber ein ganz netter Spaziergang. Beim nächsten Mal auf jeden Fall: mehr Wald!

Kurz vor der Reuterstraße sehe ich etwas auf dem Boden liegen: zwei Geldscheine! Da liegen doch glatt 120 Euro vor mir auf dem Boden. Ich rufe erstaunt „oha“ aus – das kann eigentlich kein Zufall sein. Ein, zwei Minuten sehe mich etwas ratlos um. Wie kommt das Geld dahin? Ist hier irgendwo eine versteckte Kamera? Was damit tun?

Ich möchte eine auf dem Rad vorbeifahrende Frau um Rat fragen und spreche sie mit „Entschuldigung“ an, aber sie fährt einfach weiter (kann ich ihr nicht verübeln, es ist mittlerweile nach 0100 Uhr und ich bin ein Mann).

Mein Gewissen sagt mir, dass mir das Geld nicht zusteht und es jemand anders nötiger hat. Außerdem kommt der, der es verloren hat, vielleicht noch einmal zurück, um es zu suchen. Aber einfach da liegen lassen kann ich es auch nicht, dann würde es der Wind weg wehen. Ich beschließe, es beim nächstbesten Auto unter den Scheibenwischer zu klemmen. Irgendwer wird es dort irgendwann finden, sich darüber freuen – und vor allem wundern, welcher Verrückte das Geld dort hingeklemmt hat, statt es selbst einzustecken.

Auf der Baumschulallee überholen mich drei gut gelaunte Punker, die eine leere Kiste Bier tragen und denen ich einen schönen Abend wünsche. Ich frage: wohin des Weges, sie sagen: nach Hause! Morgen früh wäre eine Demo gegen das neue Polizeigesetz und da müssten sie um 1040 Uhr am Bahnhof sein. Ich wäre herzlich eingeladen.

Gegen kurz vor 0200 dann schließlich schlage ich auf dem Frankenbadplatz auf, setze mich noch kurz, trinke was aus meiner Wasserflasche, sortiere paar Fotos und lasse den Abend ausklingen.

Nein, ein echtes Aventure war das nicht, aber ein guter Start und ein schöner, kleiner Trip. Werde ich auf anderer Strecke wiederholen!

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1 Meal 1 Day

Es ist gar nicht mal eine Challenge gerade, es hat sich einfach nur so ergeben in letzter Zeit. Mir fiel auf, dass…

  • Ich eigentlich gar nicht so viel Nahrung brauche, wie ich manchmal esse
  • Besonders wenn ich an dem Tag Sport treibe
  • Essen mich oft irgendwie müde macht und damit auch unproduktiv
  • Und alles in allem erstaunlich viel Zeit kostet (Planen, Einkaufen, Zubereiten, Essen, Sacken lassen, wieder wach werden…)
  • Das Timen von Mahlzeiten mich zusätzlich gestresst hat, zu viel von ihnen abhing („Kann ich jetzt schon los oder muss ich vorher noch was essen?“ Inzwischen fahre ich einfach.)
  • Trinken von Wasser, Tee oder Kaffee ganze Mahlzeiten ersetzen kann
  • Ich besser einschlafe, wenn die letzte Mahlzeit lange genug zurückliegt.
  • Das alles mit ein wenig Training gar mal so schwierig ist.
  • Besonders wenn man eh schon seit Jahren beinahe täglich intervallfastet.
  • Meine Mahlzeiten langsam kleiner werden, auch wenn ich immer noch essen kann wie ein Scheunendrescher.
  • Der Hungertod nicht an jeder Ecke lauert. Nicht in diesen Breiten.

Das Ganze mache ich jetzt seit etwa 2 Wochen an den meisten Tagen, wenn auch nicht an allen. Und es klappt eigentlich ganz gut. Positivster Effekt: Ich nehme Hunger nicht mehr per se als etwas Schlechtes wahr, etwas, das sofort bekämpft werden müsste. Eher als angenehmes Signal: Ah, der Körper meldet sich. Vielleicht arbeitet er gerade an was, im Idealfall geht er an die Fettreserven.

„Hunger ist Hysterie des Körpers“ sagte Extremsportler und Abenteurer Rüdiger Nehberg einmal. Und ich verstehe mittlerweile, was er damit meinte.

Nur 1 Mahlzeit am Tag bedeutet übrigens bei mir meistens nicht: nur 1 Kalorienaufnahme am Tag. Ich trinke 2-3 Kaffee dazu, meistens Milchkaffee (sonst wäre das Leben auch zu trist). Und hin und wieder gibt es ein paar kleine Snacks, zum Beispiel 1 Apfel, 1 Banane oder ein paar handvoll Nüsse.

Ein wenig verändert hat das Projekt auch, was ich esse. Ich denke mir, wenn es schon nur 1x am Tag eine Mahlzeit gibt, dann soll die auch halbwegs lecker sein (warum war mir das früher egal? 🤔).

Ich weiß gar nicht, wie das jetzt weiter geht. Ich plane weder, das zu forcieren oder es darauf anzulegen. Ich glaube, ich mache es einfach nach Gefühl.

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Yeah

Alle Bilder aussortiert

Das heute waren die letzten. Und ich kann daher mit Stolz vermelden: Ich bin offiziell fertig, ich habe alle Bilder, die ich jemals geschossen habe, fertig aussortiert. In Zahlen ausgedrückt:

  • Ausgangsmaterial: Über 100.000 Fotos und Videos
  • Jetzt reduziert auf etwa 6.500
  • Davon 6.100 erinnerungswürdig, aus Urlauben etc.
  • Und 400, die ich als druckfähig eingestuft habe
  • davon 60, die ich nun wirklich ausdrucken und in meiner Wohnung aufhängen möchte
  • Weitere 60 (unter den 400), die ich erst noch bearbeiten müsste, bevor ich sie eventuell auch ausdrucken kann.
  • Das Ganze hat mich alles in allem rund 6 Monate auf Trab gehalten.

War es das wert? Auf jeden Fall! Nicht nur, weil ich jetzt viele schöne Bilder habe, mit der ich meine Wohnung dekorieren kann. Das Ganze hat auch mich verändert, mir viele, viele Ereignisse in Erinnerung gerufen und mich einiges vor allem über mich selbst erkennen lassen. Wird mir helfen, mit der Vergangenheit abzuschließen und ein besserer Mensch zu werden. Und wenn sich’s alleine dafür gelohnt hat…

Komm, zeig wenigstens ein Bild aus deiner Endauswahl! Na gut, eins…

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Yeah

Nighthiking

Mir fehlt das Wandern. Und immer wenn ich zuletzt nachts spazieren war, dachte ich: Hey, das macht eigentlich auch Spaß und bietet ganz andere Perspektiven (oder eben gar keine, was Landschaft anbelangt).

Es gibt nur eine logische Lösung dafür: mal nachts wandern gehen, Nighthiking. Vielleicht dann doch hauptsächlich auf Asphalt statt auf Waldboden. Und vielleicht muss ich mir dafür dann doch mal eine dieser „neumodischen“ Stirn- und/oder Grubenlampen organisieren. Und vielleicht erstmal auf einer bekannten Strecke laufen.

Ich glaube, im Wald hätte ich auch Angst…

Vielleicht gerade deswegen da mal reingehen.

Mal sehen, wann sich das starten lässt. Kommt jemand mit?

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Yeah

Life back to (almost) normal

Bonn führt aktuell noch die „Inzidenzliga“ in NRW an. 💪🏻 Trotzdem scheint Corona hier mittlerweile fast vorbei. Wenn auch nicht ganz so „vorbei“ wie letzten Sommer. Biergärten haben wieder auf, die Leute tummeln sich draußen, in Geschäften kann man wieder ohne Termin oder Test einkaufen. Man sieht immer weniger Maskenträger im Alltag.

Auch Läden, von denen man es fast nicht mehr geglaubt hatte, haben wieder auf, als wäre nichts gewesen. Hier in meiner Hood etwa das Pawlow, das im Winter und Frühling nicht mal Außerhausverkauf erwogen hatte. Auch das Elefant in der Innenstadt und alle Restaurants auf dem Marktplatz locken wieder mit Außengastro.

Es hängen erste Konzertplakate an den bekannten Stellen, die neu scheinen und ausnahmsweise mal realistisch klingen: Jan Delay etwa am 25.8. in Bonn auf dem Kunstrasen. Das wird, Stand jetzt, tatsächlich stattfinden können.

Ich finde das alles gut, dann anders als im letzten Jahr kapieren die Leute, dass vorerst nur Außengastro geht, dass drinnen weiter Masken sinnvoll sind, dass draußen die Gefahr aber auch wirklich nicht so groß ist. Und diesmal besteht die Chance, dass wir mit dem Impfen bis zum Herbst zumindest so weit sind, dass die meisten Leute gefahrlos wieder reingehen und ihren täglichen Shizzle machen können.

Doch, das könnte gut werden.

Bin ernsthaft am überlegen, für nach der Impfung und so. Ein Niederländisch-Sprachkurs in der Karibik (die haben da noch „Überseegebiet“). Wäre gar nicht mal so furchtbar teuer… 🤔

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Yeah

Sommer auf dem Balkon

Die letzten Tage waren nicht so prall.

Heute Abend habe ich dann endlich die Zeit gefunden, meine letzten Fotos wegzuminieren. Was für ein elendiger Nervfaktor auch langsam…

Ich hab mich dazu mit dem Laptop auf meinen Balkon gesetzt, die Füße aufs Geländer. Spotify spielte gute Musik dazu, und plötzlich war ich im Flow.

Fördernd war sicher auch, dass es die letzten paar tausend Bilder waren, alle aus diesem Jahr. Ich kannte die meisten also schon und wusste, dass ich dem Ende immer näher kam.

Fühlte sich sehr gut an.

Neulich hatte sich ja für ganz kurze Zeit die Möglichkeit aufgetan, in eine wesentlich schickere Wohnung umzuziehen. Daraus wurde leider nichts und meine jetzige Wohnung kam mir plötzlich ziemlich schäbig vor, die Gegend zu laut, alles doof.

Wie ich heute da auf dem Balkon saß, gute Musik an, schöne Bilder dazu, Flow… Unten auf dem Platz guckten ein paar Studenten amüsiert zu mir rauf. Ich war ein Stück weit versöhnt. Hat sich gut angefühlt, mal von oben den Platz mit Musik zu beschallen (falls da überhaupt was ankam), statt wie sonst immer anders herum. Eigentlich ganz schön hier, warum sollte man woanders hin? Ist ja gerade eh was schwierig. Bleibe ich einfach erstmal hier und verbringe den Sommer auf dem Balkon.

Muss den nur noch bisschen hübsch machen.

Und im Sommer doch mal wegfahren, Impfung oder nicht.

Und nach Wohnungen schaue ich mich trotzdem mal um. Kostet ja nichts.

Mit den Bildern bin ich trotzdem noch nicht fertig. Jetzt geht es noch darum, den Ordner mit den 6.700 wahllos „geretteten“ Bildern noch einmal durchzuminimieren. Davon eine druckbare Endauswahl zu treffen und dann auch endlich mal ein paar davon auszudrucken und aufzuhängen. Längst überfällig.

Dürfte aber nochmal ein paar Wochen dauern…

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Tech Yeah

MacOS ist das fortschrittlichste, beste, fehlerloseste Betriebssystem der Welt

… außer wenn es um solche Dinge wie Systemupdates geht.

Gestern Abend meldete sich das MacBook, dass macOS 11.4 jetzt zur Verfügung stünde, würde nachts automatisch aktualisiert. Ich könne hier schonmal mein Systempasswort eingeben.

Super, mache ich direkt, klappe den Rechner später zu und lege mich schlafen.

Am nächsten Morgen: „Einige Updates konnten leider nicht automatisch installiert werden“.

Na toll.

Dann eben jetzt von Hand. In den Systemeinstellungen auf „Jetzt neu starten“ klicken, noch einmal das Passwort. Und jetzt noch bitte die Lizenzvereinbarung lesen und akzeptieren. Warum auf einmal? Gestern stand da, dass das nicht muss…

Na gut, dann eben jetzt. „Jetzt neu starten“.

Aber nix da, „jetzt“. Das Update muss erst herunterladen. Warum hast du das nicht schon längst im Hintergrund… Meine Güte!

Das Update ist einige GB groß. Ich gehe in der Zwischenzeit einen Kaffee trinken, ein Paket von der Packstation mit Schuhen drin abholen, sie anprobieren, merken, dass sie nicht passen, wieder einpacken, zurückschicken.

Das Update ist nun geladen, der Rechner bereitet es vor. „Jetzt neu starten?“. Ja-ha! Hab ich dir doch vorhin schon gesagt.

Der Klick auf „Neu starten“ bewirkt erst mal nichts. Ich schließe die paar noch offenen Apps und klicke noch einmal „Neu starten“. Dann endlich klappt’s. Der Mac schaltet auf Schwarz und installiert das Update, das nach weiteren 15 Minuten fertig ist.

Meine Güte! Und das nennt ihr „automatische Updates“?!?

Ja, anderswo is‘ auch kacke. Aber ganz ehrlich, Apple. Schau dir mal bei Chrome OS an, wie Systemupdates funktionieren. Ja. Chrome OS! Da lädt das Update im Hintergrund, nach <1 Sekunde (!) ist das System heruntergefahren und es installiert das Update.

MacOS ist für mich das beste (oder sagen wir: angenehmste) Betriebssystem, aber das heißt keinesfalls, dass da alles reibungslos funktionieren würde. Minsch!

Mein neues Zelt ist da! Urlaubsfeeling – auch erstmal ohne Urlaub.

  • Diesmal doppelwandig mit Innenzelt und Plane
  • die bei gutem Wetter und heißen Nächten aber weggelassen werden kann
  • und trotzdem noch Windschutz bietet (unten)
  • Es ist größer als mein altes Zelt bei nicht sonderlich gewachsenem Packmaß
  • Und in der gleichen Zeit (< 10 min) auf- oder wieder abgebaut
  • Es hat verstärkte Stangen
  • Zwei Eingänge
  • Steht auch ohne Heringe und Schnüre, wenn es schnell gehen muss (und das muss es beim Bikepacking meistens)
  • Außerhalb des Innenzelts, aber noch innerhalb der Plane ist nun Platz für Gepäck
  • Einigermaßen hübsch finde ich es auch
  • 70 Euro (!) für ein nahezu perfektes Zelt
  • Genial!

(Medium) Big City Lights, Bonn, immer noch Januar 2021, iPhone 12 Pro Max:

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Yeah

Japan

Hach, Japan… Damals kam ich dazu wie die Jungfrau zu Kind. Eine Freundin von mir sah den Aushang zu einem Aufsatzwettbewerb an der Uni. Der Preis: Eine bezahlte Rundreise für 2 Wochen, viel Kulturelles, Teilnehmer aus ganz Europa, all expenses paid! Und ich so: Ach echt? Japan? Ich würd viel lieber nach China…

Aber na gut, ich hatte gerade studiert, wie man gut schreibt 💁🏻‍♂️, hatte eine zündende Idee und gewann den Aufsatzwettbewerb für mein Bundesland. Also ging’s nach Japan. Und meine Güte, hatte ich ein Glück…

2005, Kamera: Sony DSC-P93.

Hiroshima:

Vortrag eines Überlebenden des Atombombenabwurfs auf Hiroshima. Mir kommen heute noch die Tränen, wenn ich das sehe…

Die Kapelle blieb als einziges stehen. Die Überreste hat man als Mahnmal bis heute in dem Zustand von damals erhalten:

Was ich damals gelernt habe: Krieg sind immer die Anderen. Hatten die Japaner im 2. Weltkrieg es verdient, dass man die Bombe auf sie schmeißt? Das tut nichts zur Sache. Abbekommen habe es andere als die, die im Elfenbeinturm saßen und wieder andere in den Tod geschickt haben.

Unsere Reiseleiterin, wie sie uns erklärt, wie man sich beim Besuch einer heißen Quelle nichts weggucken lässt:

Kyoto, Nara? Ich hab leider irgendwann den Faden verloren:

Wir waren eine wirklich tolle, trinkfeste Gruppe aus ganz Europa. Einige Freundschaften halten bis heute. Zwei von uns haben sogar geheiratet.

Der Fuji ist auch nur ein Berg – und nicht immer mit so schöner weißer Kuppe.

Kulinarisch war ich im Paradies und modisch… auf dem Höhepunkt…

Tokyo:

Ein Land das uns so ähnlich ist und doch völlig unterschiedlich. Verrückt.

Ob ich nochmal hin würde? Jederzeit! Aber vorher möchte ich wirklich erstmal nach China…

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Bilderrätsel

Heute mal ein heiteres Ratespiel, wenn ihr mögt. Meine folgenden Bilder von 2011 sind entweder schlecht oder es stimmen ein paar Kleinigkeiten nicht. Aber welche, und warum fehlt den Bildern was? Was würdet ihr sagen?

1. Ort unbekannt

2. Las Vegas

3. Burg Teck bei Kirchheim (für dich, Rainer! 😉

4. Nokia Irgendwas-Handy

5. Samsung Galaxy S (das allererste!)

6. Kult 41, Bonn

7. Bonn Altstadt

8. Malmedy, Belgien

9. dto

10. Italien (ich meine: La Spezia)

Auflösung beim nächsten Mal.

Off-topic video. Ich weiß nicht mehr, was da los war…

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Yeah

Skandinavien

2017. iPhone SE. Hach!

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Yeah

Mehr Videos drehen

2018 hatte ich mal die Idee, durch ganz Deutschland zu reisen und dabei von allen interessanten Orten Videos zu machen. Hat nicht ganz geklappt, vor allem, weil ich mit der Qualität nicht zufrieden war.

Heute würde ich das differenzieren. Das Samsung Galaxy S10 hat richtig tolle Bilder gemacht. Optische Bildstabilisierung macht sich wirklich bezahlt. Die Leistung von Sprecher und Micro waren aber ausbaufähig. Trotzdem habe ich das alles jetzt irgendwie gerne gesehen. Würde gerne öfter sowas machen, nur besser und mit einem klareren Thema.

Baden-Baden:

Insel Juist:

Rheinfall von Schaffhausen:

Ich wollte hier mehr und längere Videos posten, aber WordPress ließ mich nicht. Na ja. Aber ihr wisst, was ich meine.

Damit wäre der Bilder-Ordner auf meiner externen Festplatte wegminimiert. 80,000 Bilder (und halt auch einige Videos) habe ich durchkämmt. Fertig bin ich leider noch nicht. Es bleiben ca. 20 GB unbekannte Mediatheken-Dateien (was da wohl alles drin ist), einige Unterverzeichnisse mit versteckten Bildern, die 5.000 Bilder auf meinem jetzigen iPhone und die bisher gut 5.000 Bilder, die ich unter den Durchkämmten als erinnerungswürdig gesammelt habe und auch noch einmal durchgehen will.

Minimalismus ist harte Arbeit!

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Yeah

Von DuoLingo zu Babbel

Mit dem DuoLingo-Kurs Niederländisch bin ich durch (siehe gestern), aber jetzt bin ich ja im Training und würde am liebsten die 365 Tage vollmachen. Dazu habe ich mich erst einmal bei Babbel angemeldet. Kostet zwar Geld, aber der Ansatz gefällt mir. Sie trennen weniger zwischen Übung und Information, mashen das besser, legen Wert auf Unterhaltungen. Also genau das, was mir noch fehlt. Und, ganz ehrlich, DuoLingo: Ein halbes Jahr täglich Sprachkurs und keinerlei Erwähnung davon?!

Ich bin ja fei großer Freund von Füllwörtern. „Hoor“ gefällt mir auch deswegen sehr gut, weil es erstaunliche Ähnlichkeiten zum Singapurer „hor“/“hoh“ aufweist:

https://aventurer.com/wp-content/uploads/2021/03/20190406_150211-2048x1536.jpg

Müsste man mal einen Sprachwissenschaftler fragen, was es mit Füllwörtern eigentlich auf sich hat. Leider kenne ich keinen. 😉

Auf jeden Fall jetzt erstmal weiter mit Babbel. Bin gespannt, was das gibt.

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Yeah

Süddeutschland

Ein echter Mammutbeitrag heute, aber – ich versprech’s – mit vielen hübschen Bildern. Ich habe damals (2018) eine Geschäftsreise zum Hauptquartier ausgedehnt und bin noch bisschen weiter durch den Süden gefahren. Und ich hatte nur das Motorola Moto G6 dabei, das ich zu der Zeit getestet habe. Erstaunlich stark am Tag, leider mit Schwächen nachts. Aber war halt auch nur ein Mittelklasse-Phone. Morotolas Steckenpferd.

Und Süddeutschland? In Teilen schon echt hübsch da. Wenn da nur nicht so sonderbare Leute wohnen würden… 😉

Bodensee:

Mainau:

Konstanz:

Reichenau/Bodensee:

Neuhausen (CH):

Rottweil:

Burg Hohenzollern:

Tübingen:

Marburg:

Herborn:

Ahrtal: