Kategorien
Yeah

Mixtapes und Podcasts

Für die Arbeit bin ich ja gerade dabei, meine letzten Kassetten zu digitalisieren. Darunter ist einmal ein Mitschnitt von unserem Zeltlagerradio vor 30 Jahren. Die Moderatoren haben damals richtig gute, humorvolle Wortbeiträge produziert, Teilnehmer des Camps interviewt, Nachrichten vom Lagergeschehen vorgelesen oder Fake-Reportagen aufgenommen. Und das alles mit Musikwünschen garniert. Geniale Mischung!

Daneben habe ich auch noch zwei Mixtapes, die ich damals mit Filmzitaten unterlegt habe, als ich ein Verbindungskabel zwischen Videorekorder und Stereoanlage hatte. Ich habe also meine damaligen Lieblingslieder aufgenommen („Song 2“ z.B. ist drauf) und dem etwa „Was haben die Römer je für uns getan“ aus „Das Leben des Brian“ vorangestellt. Oder auch: „GUMP! Wozu sind Sie einzig und allein in der Army?!“ – „Um das zu tun, was Sie mir sagen, Drill Sargent!“ – „Gottverdammt, Gump! Sie sind ein verfluchtes Genie!“ Danach kommt, glaube ich, „Hey Jude“.

Dazu habe ich mir vom Marius mein altes Tapedeck zurückgeliehen, es über einen Audiograbber mit meinem MacBook verbunden und dort mit Garageband aufgenommen. Jede Seite einzeln, aber als zusammenhängenden Track. Also habe ich jetzt Wort-Musik-Kombis von 45 Minuten Länge als MP3s vorliegen, die ich am Wochenende natürlich rauf- und runtergehört habe. Die Soundqualität ist gemessen an heutige Ansprüche mäßig, aber das ist natürlich zu vernachlässigen, wenn der Inhalt stimmt, und das tut er.

Warum gibt es sowas heute nicht mehr? Es gibt entweder Podcasts von 45-60 Minuten Länge, oder du kannst Musik auf Spotify streamen. Kombinierte Wort-Musik-Beiträge in 45 Minuten Länge zum Abonnieren, Downloaden und Unterwegshören für Spotify und Co. Das wär’s! Nennt sie meinetwegen wieder „Mixtapes“. Aber nehmt sie auf!

Liquid Culture. Oder auch: Bewegtbild. Zuletzt gesehen:

Im Westen nichts Neues (Netflix, 2022):

Sonderbares Remake, das mit der Romanvorlage nur noch entfernt etwas und mit dem Original-Spielfilm eigentlich gar nichts mehr gemeinsam hat. Hohe Ästhetik, ähnlich wie in Sam Mendes‘ „1917“, das mir wie ein Videospiel vorkam. Aber auch hier wirkt es künstlich, oberflächlich, irgendwie fehl am Platz. Es geht um Krieg, was hat da Ästhetik verloren? Und trotz eindrucksvoller Szenen, brutaler Gewalt und der bitteren Schlussviertelstunde geht einem das Ganze nicht nahe.

Der Film könnte tatsächlich einige Oscars für die Kinematik, beste Kamera, Schnitt und Ton gewinnen. Beim Thema Antikrieg reicht er aber in meinen Augen nicht mal ansatzweise an die Eindringlichkeit der 1930er-Filmvorlage von Lewis Milestone heran, die sich ab einem gewissen Alter eigentlich jeder einmal anschauen sollte, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was Krieg wirklich bedeutet. Das schafft das 2022er-„Im Westen nichts Neues“ nicht. Das wirkt auf mich wie ein Kunstprojekt und verfehlt damit das Thema – auch wenn es ganz bestimmt kein schlechter Film ist.

Shantaram (Apple TV+, 2022):

Ein verurteilter Straftäter flieht aus einem australischen Gefängnis und landet im Bombay der 1980er-Jahre. Dort scheint er in einem Slum eine zweite Chance zu bekommen, doch dann lässt ihn seine kriminelle Vergangenheit nicht los. Ein ganz anderes Setting, ein spannender Plot, gleich mehrere fiese Antagonisten und ein unkorrumpierbarer Held, der eigentlich Antiheld sein müsste. Obwohl am Schluss „To be continued“ steht, hat Apple die Serie nach nur einer Staffel abgesetzt. Schade, denn da ginge noch einiges mehr.

Bonn (ARD Mediathek, 2023):

Die junge Bundesrepublik und genauer – die beschauliche Hauptstadt Bonn – wird vom Machtkampf zweier Geheimdienste erschüttert. Die Organisation Gehlen mit einem waschechten Alt-und-immer-noch-Nazi an der Spitze vs. den Verfassungsschutz und dessen jüdischen Nazijäger als Vorsitzenden. Bin mir nach zwei Folgen allerdings unsicher, ob ich überhaupt noch weitergucken soll. Immer schön, Max Riemelt zu sehen (hier in einer Rolle als Dreifachagent), und auch Martin Wuttke als Reinhard Gehlen macht das ziemlich gut, aber die eventmäßige Agenten-Handlung ist nah dran am Sat.1-Katastrophenfilm und ist bei genauer Betrachtung der Geschichte doch Bullshiat…

Asbest (ARD Mediathek, 2023):

Schrieb ich neulich schon drüber. Knast-Drama von „4 Blocks“-Hauptdarsteller Kida Khodr Ramadan. Entfaltet seine Wirkung ähnlich langsam. Toll besetzt, atmosphärisch dicht, sehr kurzweilige 5 Folgen.

Severance (Apple TV+, 2022):

Das Severance-Programm lässt Mitarbeiter Arbeit und Privatleben auch gedanklich voneinander trennen. Wer tagsüber ins Büro fährt, weiß nichts mehr von seinem Leben draußen und umgekehrt. Für den einen oder anderen wie den Protagonisten, der seine verstorbene Frau betrauert, ist das eine vermeintlich willkommene Zuflucht. Aber die ist nicht für jeden, denn es gibt keinen Weg raus. Nach drei Folgen bin ich schwer begeistert. Was für eine coole Machart! Endlich mal wieder eine Serie zum Durchsuchten. Und ob Apple daran gedacht hat, dass man das als bitterböse Kritik auf die eigene Unternehmenskultur verstehen könnte?!

Chemie:

Wenn Wasser erst bei 100 Grad siedet, wie kann es dann schon bei weit niedrigeren Temperaturen Wasserdampf, Verdunstung und überhaupt Luftfeuchtigkeit geben?

Jedes Kind weiß: Wasser siedet bei 100 Grad Celsius und verdampft dann, geht also in den gasförmigen Zustand über. Aber schon bei 20 Grad kann Luft bis zu 17,5g gasförmiges Wasser pro Hektoliter Luft aufnehmen. Nasse Wäsche trocknet, ohne dass du sie kochen müsstest, beim Duschen bei 35 Grad entsteht Wasserdampf… Wo kommt bei niedrigen Temperaturen also der Dampf her?

Hier könnte ich sie wieder alle… die Wissenschaftler. Jeder nennt seinen Text und sein Video zwar „Warum verdunstet Wasser?“, aber er erklärt dann nur die Gesetze, die dort wirken, nicht das eigentliche Warum. Das musste ich mir mal wieder selbst herleiten.

Fangen wir mal klein an: Das Sieden bei 100 Grad ist nicht die einzige Möglichkeit, wie Wasser den gasförmigen Zustand erreichen kann. Das geht zum Beispiel auch über Verdunstung.

Wasser verdunstet schon bei niedrigen Temperaturen, wenn die Luft darüber noch nicht gesättigt, also vergleichsweise trocken ist. Warum aber tut Wasser das? Kurz gesagt: Weil die Moleküle sich als Flüssigkeit nicht wohler fühlen als als Gas. Sie wollen lieber frei sein, als in der Enge und versuchen aus dem System flüssiges Wasser auszubrechen. Die Bindungskräfte der Wassermoleküle untereinander halten sie zurück. Klares Motto: Wir sind alle gleich, keiner kriegt eine Sonderbehandelung! Aber einzelne Teilchen des Wassers (nennen wir sie: die Jugend von heute) verachten das System. Sind sie schnell genug, hauen sie ab.

Wenn Wasser nämlich zum Beispiel eine Temperatur von 20 Grad Celsius hat, ist das seine gemittelte Temperatur. Einige H2O-Moleküle sind kälter als das Mittel, andere wärmer, sprich: sie bewegen sich schneller. Das sind diejenigen, die aus dem System ausbrechen können und tatsächlich aufsteigen.

Warum nimmt die Luft darüber sie auf? Weil ihr Druck geringer ist als der von Wasser. Die Wassermoleküle können also der Enge entfliehen und fühlen sich in der Luft wohler, freier. Die Luft selbst nimmt diese „Geflüchteten“ gerne auf, wenn sie noch Platz hat, also noch nicht gesättigt ist.

Kommt jetzt auch noch Wind hinzu, kann dieser nun das Luft-Wasser-Gemisch davonposten. Neue, trockenere Luft kommt als Ersatz und nimmt weiteres Wasser auf, bevor es selbst wieder davongeweht wird und wieder ersetzt wird. Wind beschleunigt also die Verdunstung. Weil die wärmeren Teilchen aus dem Wasser entweichen, wird das Wasser im Mittel außerdem kühler. Es versucht dann seinerseits dem Gefäß, in dem es sich befindet, wieder Wärme entziehen, um die eigene Temperatur konstant zu halten. Auf ähnliche Weise kühlt auch Schweiß den menschlichen Körper.

Technikjournalismus…

Feel it still (Portugal the Man) gesungen vom Psycho-Chor der Uni Jena (2023).

Why? Weil YouTube mir das aus irgendeinem Grund vorgeschlagen hat und ich dann reingehört habe. Kann man machen!

Kategorien
Yeah

Hochwertige Lebensmittel und ihre erstaunlichen Eigenschaften

Wenn man bei anderen Leuten mal länger zu Besuch ist, lernt man auch ihre andersartigen Gewohnheiten kennen. Etwa, wenn einer ausschließlich mit hochwertigen Bio-Lebensmitteln kocht. Ich kannte das so gar nicht. Meine Packung Pasta kommt vom Penny und kostet 99 Cent – oder 1,79 Euro, wenn es mal was Besonderes sein soll. Die Packung Riesenspirelli (heißen die so?), aus denen ich neulich etwas kochte, kosten 5 Euro die Packung. Das Essen damit, das auch noch tiefgefrorenen Bio-Spinat, Bio-Sahne und Käse enthielt, war aber sehr lecker und außerdem reichhaltig. War erheblich teurer, machte aber auch satt und schmeckte viel besser.

Als ich dann neulich meine weltberühmten sizialinischen Aglio e Olio kochte, ging irgendwie alles schief. Die Brotkrumen (hochwertiges Oliven-Ciabatta) verkräuselten im Topf, die Bio-Spaghettini klebten aneinander. Der Knoblauch (vom Markt) wollte nicht so richtig braten, ich bekam alles nur schlecht gemischt. Ich wollte mich schon für mein Essen entschuldigen – bis ich einen Bissen nahm. Es war zwar vermurkst, aber es schmeckte, sehr sehr lecker.

Was mich zur steilen These bringt: Qualitativ hochwertigere Zutaten machen nicht nur satter und schmecken auch besser, sondern es scheint damit auch schwieriger sein, sein Essen zu verhunzen. Es schmeckt dann trotzdem noch gut.

Nebenbei habe ich in den zwei Wochen Quarantäne und täglicher Raubtierfütterung mit gesunden, hochwertigen Zutaten ein wenig abgenommen. Trotz fehlender Bewegung. Sogar meine ikonische Wampe ist etwas eingeschmolzen. Ich glaube, das ist ein Weg, den ich mal weiter verfolgen sollte. Hab ja bisschen was gespart…

Kategorien
Yeah

Lützerath und Leseliste

Ich bin Pazifist. Deswegen mag ich es auch nicht, wenn Klimaschützer und Polizisten sich jetzt in Lützerath bekriegen. Es blieb heute zwar weitgehend friedlich, aber die nächsten Tage wird das wohl eher nicht so weiter gehen. Was ich mich die ganze Zeit dabei nur gefragt habe: Warum kommt eigentlich RWE so gut und ohne Shitstorm durch die ganze Nummer? Warum zwingt das Web sie nicht dazu zu sagen: Kommt, ist gut, die Kohle brauchen wir jetzt auch nicht mehr?

Die Antwort leuchtet dann allerdings auch schnell ein: RWE wäre es tatsächlich egal. Das Unternehmen ist nur Erfüllungsgehilfe des Staats. Tagesschau.de schreibt:

Die Kohle ist für RWE ein Auslaufmodell; erst im vergangenen Herbst verständigte sich das Unternehmen mit dem Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen darauf, die Braunkohleverstromung im Rheinischen Revier bereits 2030 – und damit acht Jahre früher als es der gesetzliche Ausstiegsplan zuvor vorsah – zu beenden.

Trotzdem reaktivierte RWE im vergangenen Jahr drei Braunkohleblöcke. Das erfolgte jedoch im Rahmen des deutschen Ersatzkraftwerkebereithaltungsgesetzes vom Juli 2022 und war damit in erster Linie eine Folge gesetzlicher Vorgaben zur Einsparung von Gas.

Deswegen kriegt es jetzt die Polizei stellvertretend für den Staat drauf.

Leseliste. Dann wollen wir sie mal schließen, die Bildungslücken. Ich bin immer noch auf Bücher fixiert, deswegen ist das hier meine erste Auswahl, die ich bald noch anpassen möchte. Die Themen sind die, die mich interessieren und in denen ich gerne mehr wissen würde. Es bedeutet nicht zwingend, dass ich davon noch gar keine Ahnung habe (die Journalismus-Themen etwa). Zum Teil ist es bloße Wiederauffrischung, zum Teil weiß ich aber auch echt noch so gut wie gar nichts über die Thematik. Ideen und erste Auswahl:

Die Anfangserfolge mit „Chemie für Dummies“ haben mich offenbar selbstbewusst gemacht. Alles (oder sagen wir: vieles) ist lernbar. Man muss nur die Zeit dafür finden.

Okay, es sind vielleicht etwas viele „für Dummies“-Bücher in der Liste. Eventuell finden sich da noch bessere Möglichkeiten. Schon das Suchen dauerte jetzt so lange, dass ich es etwas abkürzen musste. Habt ihr Ideen?

Schaue ich meine Leseliste bei Amazon durch, finde ich aber auch vieles, vieles, was mich heute schon gar nicht mehr interessieren würde und was ich irgendwie so, anders gelernt habe.

Vielleicht muss man nicht alles auf einmal lesen.

Hendrik hat mir einen indischen Actionfilm namens „RRR“ empfohlen (gibt’s auf Netflix), und ich behaupte, so etwas Aberwitziges hat noch keiner von euch je gesehen (außer Hendrik ☝🏻):

Das Ganze ist natürlich VÖLLIG drüber, erhebt aber auch zu keiner Zeit den Anspruch, das nicht zu sein. Best Bromance, aufwändige Choreos, teure Special Effects, Tiger und Hirsche! Also, ich bin so begeistert, wie schon lange nicht mehr!

Ganz nebenbei hat der Filmsong „Naatu Naatu“ heute übrigens einen Golden Globe gewonnen. Und weil es ein indischer Film ist, wird natürlich auch getanzt:

Kategorien
Yeah

Corona und Gemütlichkeit

Seit gestern bin ich im Schlafzimmer meiner Freundin „gefangen“, während sie sich nebenan von mir fern hält. Es hätte mich wahrlich schlimmer treffen können. Es ist verdammt gemütlich hier:

Und so nutze ich die Zeit, um viel im Internet zu stöbern oder einfach zu lesen. Lese gerade vornehmlich zwei Bücher:

  • Nachtzug nach Lissabon und
  • Chemie für Dummies

Und das macht gerade richtig Spaß, weil ich beiden gut folgen kann, mir das Lesen sogar Spaß macht und ich das gerade sogar lieber mache als Serien oder Filme zu gucken. Aber das schrieb ich ja gestern schon.

Warum nehme ich mir im Alltag so wenig Zeit fürs Lesen? Warum geht das immer nur im Urlaub oder wenn ich krank bin? Muss dem mal auf den Grund gehen. Vielleicht hat es ja wirklich mit dieser Gemütlichkeit zu tun.

Kategorien
Yeah

Beziehungsleben

Seit ein paar Wochen habe ich wieder eine – wunderschöne – Beziehung. Und abgesehen davon, dass ich auch deswegen kaum noch blogge, fielen mir ein paar andere Dinge auf, die im Singleleben einfach – will nicht sagen besser, aber anders sind.

  • Zum Beispiel habe ich meine Wohnung beinahe vollständig minimalisiert. Aber nur für eine Person. Jetzt, wo sie länger zu Besuch ist, fällt auf, dass einige Dinge fehlen. Eine Nachttischlampe, fällt mir etwa spontan ein. Habe ich vorher irgendwie nicht gebraucht. Wäre jetzt etwas, was man auch seiner Begleitung gerne anbieten würde. Oder einen Duschkopfhalter, der sich in der Höhe verstellen ließe. Eine zweite Decke, auf die das 2,20m-Laken passt, Warmwasser am Badezimmer-Waschbecken…
  • Man muss sich plötzlich wieder auf Dinge einigen, statt sie einfach zu tun. Beim Thema: Gucken wir mal einen Film oder seine Serie, aber welche – ist das noch vergleichsweise einfach. Wobei einfach mal drauflos spielen schon nicht ist, es sei denn, jeder macht Seins. Aber auch das Thema: Was essen wir/ich denn jetzt? Was kaufe ich ein? Da ist das Singleleben schlicht unkomplizierter.
  • Das komplette Sichgehenlassen und Sichausbreiten ist auch nicht mehr drin. Alleine bei pragmatischen Themen wie: Wo richte ich dem Anderen denn einen schönen Home-Office-Platz ein oder: Wo lasse ich meine verschwitzten Sportklamotten eigentlich am besten trocknen?
  • Die schönen Momente überwiegen eindeutig. Allein die Motivation ist höher, mal was an der bisherigen Single-Wohnung anzugehen, mal klar Schiff zu machen, bei der Arbeit noch etwas mehr ranzuklotzen und Unwichtigeres wegzulassen, um mehr freie Zeit für die Gemeinsamkeit zu schaffen.

Und solange man sich nicht völlig verliert, kann man eigentlich auch viel von dem machen, was und wie man es vorher gemacht hat. Das wäre das Nonplusultra einer gesunden Beziehung. 🤔

Vor Weihnachten und Neujahr jetzt aber nicht mehr. 😅

Hat sich viel angestaut, die letzten Wochen. Ich poste mal chronologisch absteigend:

Mit Argentinien als Weltmeister kann ich verdammt gut leben. Und sei es nur für diese ARD-Live-Schalte:

Am Ende war die Fußballwelt doch beinahe wieder wie immer. Wer Gastgeber war, war zwar hochumstritten, dann aber letztlich auch mehr oder weniger egal. Es fanden da halt die Spiele statt. Und die Spiele waren hübsch anzuschauen. Parallelwelt ist während einer WM sowieso immer. Es gab am Ende doch wieder keinen Finalisten aus Afrika oder Asien, Millionen Fans feierten ihre Mannschaft (aber auch den Vize und den Halbfinalisten aus Marokko). Es gab ein tolles Finale am Ende doch zwischen zwei der renommiertesten und bekanntesten Fußballnationen der Welt. Und schließlich eine große Fußballnation als Weltmeister.

Seid ihr Jungs vielleicht etwas früh damit dran? 🤔

Sollte ich mir einrahmen. 😀

Und ja, äh, das auch. 😅

Oli von Mobiflip über das Xiaomi 13:

Xiaomi liefert die bisher beste iPhone-Kopie

Und das Xiaomi 13 macht viele Dinge besser als ein iPhone 14, ja sogar besser als ein iPhone 14 Pro. Und es startet mal eben bei unter 550 Euro (umgerechnet).

Stimme zu. Gut ausgestattet, Triple-Kamera mit Zoom, schnellster Snapdragon, Speicher satt, dazu einen Schnelllademodus, Loch statt Notch und ein 120-Hertz-Display. Fast genauso wie ein iPhone aussehen tut es ganz nebenbei auch, zumindest die Vorderseite:

Auch für Golem.de ist das iPhone 14 Pro das Smartphone des Jahres. Das hatte ich auf dem Trendblog neulich ebenso gesehen. Innovationen: rar. Clevere Verbesserungen: trotzdem. Der Wohlfühlfaktor: schlicht am höchsten. Wird auch das Xiaomi 13 nicht rankommen…

Ja okay, US-Aktien sind gerade durchweg auf dem Sinkflug. Aber das… Wäre mir ja beinahe egal, wenn Musk Twitter vor die Wand fährt, aber auch der Aktienkurs von Tesla hat sich seit Musks Twitter-Übernahme mehr als halbiert. Wann hat dieses Kasperle-Theater eigentlich mal ein Ende?

Er hat natürlich nicht gesagt wann…

Berlin:

Zu gut 😂

Dead Man’s Eyes – Two Dozen Eyes (2019):

Kategorien
Yeah

Buch!

Ladies and Gentlemen, we have ourselves a book:

Zu beziehen auf Amazon und auch nur dort, da Kindle Direct Publishing. Der Titel ist jetzt „Deutschlandreise: Ein urbanes Sommerabenteuer„.

Das Taschenbuch ist also ab jetzt im Handel. Das E-Book, für das ich lustigerweise trotz halb so hohen Verkaufspreises doppelt so hohe Tantiemen erhalte, sollte morgen unter gleichem Link folgen. Und bevor ihr fragt: Nein, reich werde ich damit nicht. Da müsste ich schon sehr viele davon verkaufen. Aufgrund der hohen Druckkosten und noch irgendwie was, was ich nicht ganz verstanden habe, liegen meine Tantiemen für die Print-Ausgabe bei 2,64 Euro, die ich noch versteuern muss. Beim Ebook sind es 5 Euro irgendwas, weil keine Druckkosten anfallen, wohl aber eine „Transportgebühr“ für die Daten. Auch interessant.

Also: Ich denke, es ist hübsch geworden, ich habe meine Reisetagebuch-Einträge mit hochwertigen 😉 Fakten über Deutschland angereichert. Und ich habe versucht, einen Pageturner zu schreiben. Ich hoffe, es gefällt euch!

Und wie ich mich jetzt fühle? Froh, erleichtert, auch ein bisschen glücklich. 🙂 Ich darf mich jetzt „Buchautor“ und „Schriftsteller“ nennen. Mit der gewonnenen Erfahrung könnte ich eigentlich gleich noch ein Buch schreiben. Ach ja, da war ja noch was… (Stichwort: Singapur).

Versanddauer scheint übrigens recht lang zu sein. Also besser: schnell bestellen – oder das E-Book laden. 😉

Germanismen in der niederländischen Sprache. Man sollte meinen: bräuchte man nicht, ist ja eh fast dasselbe. Aber dann gibt es doch einige Wörter, die sich da eingeschlichen haben, die nicht niederländisch sein können. Hier das Wort „überhaupt“ heute in „De Volkskrant“, obwohl es doch eigentlich mit „helemaal“ ein sehr schönes eigenes Wort dafür gibt. Verblüffend.

Urban Shrank:

via Dense Discovery

Dieser Song hat mich durch meine nächtlichen Arbeitssessions gebracht. Vielen Dank dafür!

Cari Cari: Mazuka (2020):

Kategorien
Yeah

Zieleinlauf

Okay, langsam traue ich mich, wenigstens vom Zieleinlauf zu sprechen. Von der Zielgeraden lieber noch nicht… Heute, und damit zwei Tage früher als angekündigt, kam der zweite Probedruck des Buchs, und es sieht im Großen und Ganzen hervorragend aus…

Nur dass die Schriftart nicht die ist, die ich wollte. Die da ist ja serifenlos. Und ich weiß ja bekanntlich nicht viel, aber was ich weiß, ist, dass da bei gedruckten Sachen eine Serifenschrift (eine mit Füßchen) hin muss. Und da gibt es mittlerweile sehr moderne Varianten.

Also habe ich den halben Abend damit verbracht, die Schriftart auszutauschen und entsprechend noch einmal das Layout anzupassen. Geworden ist es Palatino, und ich finde, das sieht jetzt wirklich gut aus:

Bin ich mit happy. Und sogar Seitenzahlen gibt es jetzt. ☝🏻

Nur noch die godverdomde Tagline! Ich kann mich da mit mir selbst auf nichts einigen. Aktuell ist es „Tagebuch eines zauberhaften Sommers“, aber das ist es irgendwie nicht… Oder doch? Werde noch ein letztes Mal drüber schlafen. Dann Weitergabe an Amazon. Und dann muss auch noch das E-Book… Aber ja, das Ende ist abzusehen.

Das ist ganz und gar fantastisch. MMD! 🤣 via turi2.de:

Kann das Video leider nicht einbetten. Aber geht zur ARD Mediathek, ruft das Video dort auf, geht zu Minute 21 und genießt! 🙂

Heute musste Grünkohl:

Gestern musste Weihnachtsmarkt:

Schnee sieht in Bonn halt immer nur so aus:

Doch, count me in!

Wenn es eine heilige Messe gibt, dann müsste es doch eigentlich auch eine unheilige Messe geben. 🤔

Malt euch gerne mal aus, wie die dann aussähe! 😅

Euch fällt wohl gar nichts mehr ein, wie ihr euren Mist loswerdet, was? Kommt mir jetzt auf Dumme…

Beirut: Scenic World (2018):

Kategorien
Yeah

Probedruck

War eine gute Idee, einen zu bestellen. Ich bin reiner Onliner geworden und hab schon lange nichts mehr mit Papier zu tun.

Als erstes war das mal gut für die Erinnerung daran, dass CMYK ungleich RGB ist. Das Rot im Titel sieht ganz anders aus als geplant:

Und die Seitenabstände passen nicht. Zu wenig Rand:

Problem war wohl, dass ich die E-Book-KDP-Datei auch für das Taschenbuch verwendet habe. Und da die Seitenränder nicht einstellen konnte. Sie raten dazu, ein eigenes DOC oder PDF zu erstellen. Na gut, mache ich das halt jetzt…

Und irgendwie auch die Dicke des Papiers und die Druckqualität…

Hab halt nur die zweitbeste Stufe gewählt, um die Druckkosten im Rahmen zu halten. Ist so okay, man merkt aber, dass es keine Profiqualität ist.

Und dann ist auch die eine oder andere Aufzählung bisschen komisch eingerückt:

Und ganz nebenbei fielen mir noch zwei, drei inhaltliche Dinge ein, die ich ändern wollte.

Und dann, na ja, eigentlich das Ganze auch noch einmal gegenlesen und optimieren. Ausgedruckt liest sich alles ja doch noch einmal anders als am Rechner.

Also ja, war schon gut, das mal ausdrucken zu lassen, und fühlt sich irgendwie sonderbar an, da im Café zu sitzen und das eigene Buch Korrektur zu lesen. 😅

Also, finale Korrekturschleife jetzt. Noch einmal ein paar Stunden/Tage Arbeit, zumal ich die ganzen Bilder, die ich aus dem Manuskript erst rausgenommen habe, jetzt wieder einfügen muss.

Darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an. Aber wird langsam knapp mit dem Vorsatz „2022 auf jeden Fall mein erstes Buch veröffentlichen“. 😅

WM: Ich geb’s zu, ich verfolge die Ergebnisse auf Kicker.de und gucke mir Zusammenfassungen der Spiele auf YouTube an. Es ist halt eben doch WM, das größte Sportereignis der Welt. Und all der politische Zirkus scheint am Sportlichen – zum Glück – völlig vorbei zu gehen. Es gibt richtig tolle Fußballspiele.

Nach dem mutigen Protest vor ihrem ersten Spiel halte ich dem iranischen Team die Daumen – und freue mich, dass sie heute wenigstens ihr zweites Spiel gegen Wales gewonnen haben (2:0) und damit noch Chancen aufs Achtelfinale haben.

Für Deutschland sehe ich derweil pechschwarz. Ich kann mir im Geiste nicht ausmalen, wie das mit dem Achtelfinaleinzug noch gelingen könnte. Die Abwehr anfällig, vorne keiner, der das Ding reinmachen kann, in der Mitte kein Leader, der Verantwortung übernehmen will. Und jetzt gegen ein junges, motiviertes spanisches Team, das macht und trifft, wie es will. Klar, vielleicht kannst du dir mit etwas Glück ein Unentschieden ermauern. Aber ein Sieg, den du ja schon brauchst, um noch eine Chance auf das Weiterkommen zu haben? Hui, das wäre beinahe schon eine ähnliche Sensation wie der WM-Titel 2014.

Ich werd das Gefühl nicht los, dass man zumindest das mit der One-Love-Kapitätsbinde hätte durchziehen müssen und jetzt für die Feigheit die Quittung bekommt.

„Goncharov“: Tumblr-Nutzer erschaffen einen Hype um einen Martin-Scorsese-Film von 1973 mit Al Pacino und Robert De Niro – den es nie gab. 😀

Musikalisch bleibe ich heute bei den Beatles und „Hey Jude“ (1968). Längst nicht nur für mich einer der besten Songs aller Zeiten. Aber warum eigentlich? 😅

Bin nebenbei immer wieder überrascht, wie nah man die Fans damals an die Künstler gelassen hat… Die sitzen denen praktisch auf dem Schoß.

Kategorien
Yeah

Reschooling

Ich ärgere mich immer wieder darüber, dass ich in der Schule ein paar Jahre lang echt geschlafen habe und deswegen massive Bildungslücken habe, etwa in Biologie, Chemie, Musik und – nun ja – Deutsch. Gründe dafür sind vielfältig. Ich war meist gelangweilt, unaufmerksam und irgendwann hatte ich den Anschluss verloren. Auf die Lehrer will ich das gar nicht einmal schieben, auch wenn da sicher der eine und andere einen gravierenden Beitrag zu geleistet hat.

Bereuen bringt aber nichts, heulen auch nicht, nur Aktivwerden ist konstruktiv. Und da befinde ich mich ja, genau genommen, in einer paradiesischen Lage:

  • Bildungsliteratur ist seit den 90ern (wo ich in der Schule war) erheblich besser geworden.
  • Ich kann alles nachholen, muss aber gar nichts.
  • Mir reichen Grundkenntnisse. Ich muss keine komplizierten Berechnungen anstellen oder etwas auswendig lernen; es reicht das Verständnis.
  • Ich hab die Kohle, um mir zumindest beliebige Literatur zuzulegen, mit der mir das Lernen leichter fallen würde.
  • Es gibt zudem noch YouTube, Udemy, Skillshare und andere Kanäle; vielleicht sogar Podcasts. Wir leben ja im Jahr 2022, und es müssen längst nicht immer Bücher sein. Was immer eine Quelle nicht gut erklärt, lässt sich im Internet leicht nachschlagen.

Also habe ich mich dazu entschieden, etwas zu unternehmen. Und weil ich doch immer noch am meisten von Büchern halte, habe ich mal angefangen, folgende drei E-Books zu lesen:

  • Biologie für Dummies
  • Chemie für Dummies
  • Literaturwissenschaften für Dummies

Kann man jetzt drüber streiten, ob das die beste Auswahl für den Anfang ist. Aber es ist einer: ein Anfang. Sollte das nicht funktionieren, kann ich etwas Anderes wählen, sollte es funktionieren, kann ich das auf Wunsch hochskalieren.

Der Anfang ist gemacht. Ich hab Bock! 🙂

7 einflussreiche europäische Fußballverbände überlegen sich, ein Zeichen zu setzen mit einer „One Love“-Kapitänsbinde zur WM, die u.a. für Gleichberechtigung und gegen Homophobie steht. Das wäre dann auch gleich schon das Maximum an Kritik der Verbände gegen die FIFA und diese WM gewesen. Und nicht einmal das haben sie sich getraut. Denn die FIFA sagt: nö, dürft ihr nicht tragen, und wenn doch, bekommt der Spieler, der die Binde trägt, bei jedem Spiel eine gelbe Karte. Die 7 Verbände sind deswegen eingeknickt.

Die iranische Nationalmannschaft singt vor dem Spiel gegen England bei der eigenen Nationalhymne nicht mit. Die Spieler haben dadurch massive Repressionen bei Rückkehr in ihre Heimat zu befürchten. Sie tun es trotzdem.

Das sagt in der Tat viel über unsere Doppelmoral aus. Wir trauen uns nicht einmal, ein kleines Zeichen zu setzen, weil es eine kleine Strafe zur Folge hätte. Das ist feige. Zumal das eine WM ist, bei der es so viel Kritik und Desinteresse gibt, dass es schon kaum noch um das Sportliche geht. Und da zeigt sich leider, dass ausgerechnet FIFA-Präsident Gianni Infantino in seiner Brandrede vom Wochenende in diesem Punkt nicht Unrecht hatte: die Europäer zeigen Doppelmoral. Kritisieren ja, aber wenn es drauf ankommt, wirklich etwas zu tun oder zu verändern: feige mit den Ohren schlackern.

Mein Lob statt dessen an die iranischen Spieler: das ist wirklich mutig!

Buch: So, endlich: Mit ein paar Tricks das Cover erfolgreich hochgeladen, alles gecheckt und den Probedruck bestellt. Bin sehr gespannt.

Berlin am Wochenende hat schon einmal den Winter geprobt:

Ging hart zur Sache heute… #DSA

Wenn der letzte Parkplatz eingespart, der letzte Benziner vertrieben, der letzte Autofahrer umgestiegen ist, werdet ihr merken, dass ihr mit einem völlig deplatzierten, unüberdachten Lastenrad-Parkplatz 100-200 Meter von jedem Geschäft, Kita oder Schwimmbadeingang entfernt das Klima nicht retten werdet.

I’m sold! 😅 Da reicht mir schon der Name!

Bin mir aber nicht so ganz sicher, ob das was für mich ist. 😅

Kategorien
Yeah

Slice Your Fears!

Während ich diese Zeilen schreibe, prokrastiniere ich die letzten Aufgaben meines kommenden Buches weg: Titelei, Satz, Layout und ein letzter Schliff am Cover.

Ich werde es trotzdem in Kürze fertig bekommen. Einfach weil ich mir so viel Zeit damit gelassen und es in so viele kleine Schritte unterteilt habe, dass mir nichts davon mehr genug Angst einjagt, um es nicht zu tun.

Und irgendwann kommt Aufgabe 100 von 100 dran, und ich werde dann einfach fertig sein.

Und das Prinzip gefällt mir eigentlich. Seziere das, was dir Angst macht, in so viele Teile, dass sich die Angst durch genau diese Anzahl dividiert. Dann bleibt für jeden Teil deutlich weniger Angst.

Du hast zum Beispiel Angst davor, eine/n potenzielle/n Heiratskandidatin/en in der Bar anzusprechen (habe ich) und ein – ich nenne es mal – Flirtgespräch zu führen. Dann gehe… 1.) rüber, sag 2.) nur einen Satz, lasse die Begrüßung weg, das nimmt dem Anderen die Absicht, deine „Bewerbung“ sofort „auszusortieren“ (trust me on that one!), mache dich bereit, sofort wieder zu gehen, warte 3.) die Antwort ab, vergiss 4.) nicht zu atmen, nimm dir 5.) Zeit zu überlegen, ob du darauf noch etwas Zusammenhängendes antworten kannst/solltest. Wenn nein, verabschiede dich und gehe. Wenn ja, wiederhole die Schritte 2) bis 5). Das ist immer noch Halloween-mäßig scary, aber nicht so scary, wie der ganze kumulierte Flirtprozess auf einmal.

Gar keine so schlechte Idee übrigens. Sollte ich mal ausprobieren. 🤔

Ich nenne das Konzept mal „Slice Your Fears“ und werde berichten, sobald ich mich getraut habe, das mal an anderen Dingen als einem fast fertigen Buch auszuprobieren. So, und jetzt gehe ich nochmal ans Cover.

Cover noch einmal optimiert. Aber zeige ich euch nicht. Ich will nicht, dass mir da noch jemand reinredet.

Wahl in Brasilien. Lula da Silva, also der Richtige, gewinnt knapp. Den ganzen Tag die spannende Frage auf allen Portalen: Wann meldet sich der Unterlegene zu Wort, der bisherige Amtsinhaber Jair Bolsonaro, bekanntermaßen rechtsradikal. Heute Morgen verkündet das Katapult-Magazin:

Darunter kommentiert jemand:

Was soll das eigentlich? Seit wann entscheidet ein Verlierer die Wahl? Am Ende sind es immer die Rechten, die eine Wahl nicht akzeptieren, so als hätten sie das Recht dazu.

Die Wähler:innen, unterstützt von einer unabhängigen Wahlkommission entscheiden über den Ausgang einer Wahl, nicht die Kandidaten. Echte Demokraten wie Al Gore (2000), Hillary Clinton (2016), aber auch ein Republikaner wie John McCain (2008) haben ganz nebenbei ihre Niederlagen, so schmerzlich sie auch waren, standhaft akzeptiert. Wer sich daran nicht halten mag, ist in meinen Augen kein Demokrat und dürfte sich in einer Demokratie gar nicht erst zur Wahl stellen.

Auch noch nicht erlebt. Mein kürzlich erworbener Metalldruck mit dem Straßenprofil Singapurs fiel gestern mit lautem Krach herunter und zerschmetterte dabei die Steckdose darunter. Ziemlich cleaner Cut:

So, weiter geht’s:

Okay, Titelei ist auch fertig. Manuskript damit endgültig fertig.

Sitze jetzt am Satz. Und werde nie im Leben alle Fotos einfügen können, die ich gemacht habe. Dann würde das Manuskript aus allen Nähten platzen, seiten- wie Megabyte-weise und die Kosten dann damit auch.

Ze Network (RTL+): Henry Hübchen und David Hasselhoff (!) in einer Trash-Komödie über den Hoff. Kann man machen. Kann. Man. Machen.

Ze Trailer:

Startet morgen.

Lied des Tages, weil es mir gerade zugespielt wurde:

Warhaus: Love’s a Stranger (2017):

Spielt ihr mir doch auch mal etwas zu. 🤔

So, bin beim Satz bei Kapitel 5. Bis Kapitel 10 mache ich heute noch weiter. Den Rest dann morgen. Gute Nacht!

Kategorien
Yeah

Selbstfürsorge über allem

Früher habe ich die Arbeit über alles gestellt. Meine Freizeit, meine Gesundheit, auch mein Wohlbefinden. Zum Teil waren es bloßer Ehrgeiz und ein Pflichtgefühl. Zum Teil waren sicherlich auch irgendwelche Botenstoffe am Werk, ähnlich wie bei der Smartphone-Sucht. Man kommt irgendwann gedanklich nicht mehr los von dem Thema.

So gesehen bin ich dankbar für die Bronchitis, die mich jetzt 6 Wochen zu Ruhe gezwungen hat. Gearbeitet habe ich zwar, aber ich durfte auch par tout keinen Stress aufkommen lassen. Ich glaube, das hat einiges verändert.

Zum einen praktisch. Wenn Dinge mal etwas länger dauern, dann ist das halt so. Wenn ein Arzttermin dazwischen ist, dann ist das auch so. Wenn ich merke, es geht einfach nichts, mir fehlt gerade die Lösung oder die Energie, dann lege ich mich tatsächlich nochmal hin oder gehe eine Runde spazieren. Mitten am Tag, während der Arbeitszeit.

Das heißt, Moment, dass es Arbeitszeit ist, habe ich selbst so definiert, kein anderer tut das für mich. Ich muss die Stunden, die ich arbeite, nicht aufschreiben, werde pauschal nach „Produktmenge pro Monat“ bezahlt. Am Ende sollte es in etwa stimmen. Aber wann ich das genau tue und wie viel Zeit ich dafür benötige, ist fast allein meine Sache. Dass ich da meist ein 9 to 5 (oder eher 10 to 7) draus mache, ist ganz allein meine Sache. Es hat zum einen pragmatische Gründe: Vormittags und nachmittags habe ich schlicht am meisten Zeit dafür. Abends habe ich oft soziale Aktivitäten, nachts schlafe ich halt.

Zum anderen ist da aber auch dieser virtuelle Chef, der wie ein Geist über mir schwebt. So als würde jederzeit jemand fragen: „Arbeiten Sie gerade? Ach, Sie arbeiten nicht, Sie gehen spazieren? Dann sind sie gefeuert!“ Ich wette, ihr kennt diese innere Stimme auch…

In meinem Fall komplett lächerlich. Ich bin mein eigener Chef, keiner kontrolliert mich, ich muss nicht durchgehend arbeiten, es ist sogar kontraproduktiv, wenn ich das tue. Ich habe die Möglichkeit, mich von diesem Schema, 5 Tage die Woche 9 Stunden lang auf der Arbeit anwesend sein zu müssen, zu lösen und für mich selbst einzuteilen. Beinahe lächerlich, dass ich das noch nicht längst gemacht habe, während sich in der Angestelltenwelt langsam die 4-Tage-Woche oder die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich durchsetzt.

Das will ich so nicht nur nicht mehr, ich habe auch gemerkt, dass ich meine Prioritäten viel höher in Richtung eigene Gesundheit stellen muss. Den Alltag nicht einmal mehr um die Arbeit herum planen, sondern lieber andersherum. Arzt- und Vorsorgetermine nicht mehr endlos verschieben. Mich um wichtige Dinge zuerst kümmern, statt die Arbeit zu bevorzugen. Die Selbstfürsorge über alles Andere stellen. Es wird mal Zeit.

Buch: In Babyschritten geht es weiter. Mir gefiel das Layout noch nicht, der Text klebte zu sehr am Rand, auch wenn ich nur Amazons Vorgaben gefolgt bin. Habe jetzt die Ränder vergrößert, so geht’s. Mit den Infokästen weiß ich noch nicht, ob das jetzt gut aussieht. Auf Tablet und Smartphone mit der originalgelben Hervorhebungsfarbe, die auf einem Kindle hellgrau dargestellt wird:

Hab mich entschieden, die Bilder umzubenennen, damit ich sie leichter in die Vorlage einfügen kann. Sind knapp 400. Wird mich geschätzte 30-45 Minuten kosten. Sei’s drum. Sie dann noch passend einfügen und dann noch diese Vor-Seiten mit Auflage, Dank usw. Wie hießen die noch… Dann wäre es das auch so langsam…

Zombicide: Sehr, sehr cooles Brettspiel, mit dem du dich zu dritt bis zu sechst im Team gegen ständig mehr werdende Zombies zur Wehr setzt. Du spielst einen Charakter, der an diverse Zombie- oder Superheldenfilme angelehnt ist – ich war eine Lady mit Disco-Rollern und Kettensäge.

Am Ende haben sie uns gefressen – nach einhelliger Meinung, weil wir bei der Waffensuche zu wenig Glück, sprich: zu wenig abgesägte Schrotflinten und Uzis bekommen hatten, um die Zombies zu dezimieren. Hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Hier der Moment, wo meine Spielfigur neben den beiden Typen mit den (jeweils) zwei Pusten und der Kämpferin mit dem Samurai-Schwert auf der Kreuzung am Scheideweg steht und sich jeder eine Ecke vornimmt. Mein Versuch des Marvel-Shots:

Pig Butchering: Ich bin tatsächlich vor etwa 2 Jahren schon auf Tinder auch mehrmals an so jemanden geraten:

Ähnliche Masche: Du matchst diese Person recht früh, was ungewöhnlich ist. Sie gibt dann meist vor, aus einer beliebten Metropole in Asien zu stammen (i.d.R. Hongkong, Shanghai, Singapur oder Seoul) und ein eigenes Modelabel oder sowas zu haben, aber auch wohltätig zu sein, vorzugsweise für arme Kinder in Afrika – wozu sie auch Bilder von „sich“ hat.

Sie erzählt von ihren Hobbys und fragt nach deinen, meldet sich häufig und regelmäßig, was sehr nett ist, und lenkt das Gespräch dann relativ schnell auf Krypto.

Beim ersten Mal kannte ich die Masche noch nicht. Sie erwähnte immer wieder, dass ich Geld in Krypto investieren müsse und sie würde mir dabei helfen. Ich sagte, ich würde nichts investieren, solange ich nicht wisse, ob sie echt ist, woraufhin sie recht schnell sehr einsilbig wurde und den Kontakt abbrach.

Beim zweiten Mal ahnte ich schon, dass es wieder so jemand sein würde, alleine schon deswegen, dass sie mir nach einiger Zeit dieselben Fotos von sich und Kindern aus Afrika zeigte wie die erste Dame. 😬🙄 Aber plötzlich sah ich die Chance, das Ganze konstruktiv für mich nutzen. Ich kannte mich zu der Zeit noch recht wenig mit Kryptowährung aus und bat sie (ihn?), mich mit einem kleinen Betrag (etwa 100 Euro) einmal durch den ganzen Prozess zu führen – was sie tat.

Wenige Tage später sagte sie auf einmal, ich müsse jetzt unbedingt mehr investieren, sonst wäre ein zu hohes Risiko da. Risiko? Ja, ich müsse jetzt unbedingt ganz schnell mindestens 3.000 Euro investieren. Ich sagte nein, blieb aber sehr nett und enttarnte sie nicht. Nach ein paar Tagen bat ich sie unter einem Vorwand, mir zu zeigen, wie ich mein Geld von der Kryptobörse (war es Binance? Ich glaube ja) wieder zurückholen könnte. Sie half mir auch dabei. Danach brach ich den Kontakt ab. Mein Geld habe ich wiederbekommen, es waren dann sogar etwas mehr als 100 Euro. 🙂

Ich weiß ja nicht. Jemandem, den man nie persönlich getroffen hat, zehntausende oder noch mehr Euro überweisen, damit der sie für dich in Kryptowährung anlegt? Wäre mir alleine schon aufgrund der Zockerei viel zu heikel. Wer macht sowas?

Dankee, ihr erscheint mir auch superseriöös!

The Lions: Girl from the North Country (2011):

Kategorien
Yeah

What the Fuck Radio

Spotifys Killerfunktion ist das Song-Radio. Suche dir einen Song aus, den du magst, und tippe auf die Option „Song-Radio spielen“. Spotify generiert dann eine Playlist aus passenden Titeln zu deinem Song.

Ich wollte „What the Fuck“ von The Boxer Rebellion hören, drückte auf Radio und bekam eben das „What the Fuck Radio“. Die Playlist ist episch! Habe fast alle Tracks zu meiner – mittlerweile etwas langen – Aventurer’s Playlist hinzugefügt.

Buch: Hab alle Bilder bearbeitet. Dumm nur, dass mir ab etwa der Hälfte auffiel, dass ich alle Bilder im 16:9- oder 9:16-Format aufgenommen habe und dass zumindest auf engen Buchseiten 3:4 bei vertikalen Bildern besser wirkt…

Eh, reicht morgen! Sollte aber auch gar nicht mehr so viel sein.

Seht ihr: 3:4 wirkt besser…

Die Bonner Altstadt ist derzeit voller Erstis. Weiß man kaum, ob man weinen oder lachen soll…

Spaß: Die tun ja keinem was. Und mittlerweile wünsche ich mich nicht einmal mehr in das Alter zurück. Ja, man sah besser aus (sah man? 🤔), man war fit, voller Energie, Enthusiasmus und Träume. Und heute…

Heute hat man Kohle, immer noch Träume – und kann sie verwirklichen! – und das mit dem Enthusiasmus beschränkt sich zwar auf Leuchtturmprojekte, aber im Prinzip ist er noch da.

Also alles bestens. Nur etwas mehr Energie könnte noch…

Note to self: Gedanken für Blogheadlines schon tagsüber kurz hier festhalten. Abends habe ich nämlich meist wieder vergessen, was der leuchtende Einfall war, und worüber ich eigentlich abends schreiben wollte…

Langsam wird’s bisschen spooky, was moderne Smartphones – hier das Google Pixel 7 Pro – so alles können:

Frage mich außerdem, was man davon hat. Du weißt dann hinterher, dass du geschnarcht hast. Und dann? Was hat derjenige, der mit dir eventuell die Schlafkammer teilt, dann davon? 🤔 Außer dass er dann beweisen kann, dass einer von euch besser künftig in einem anderen Raum schläft.

All Them Witches: Open Passageways (2016):

Toller Song! Und hey, ich glaube, ich kenne die Akkorde, um das auf der Uke nachzuspielen. 😀 Morgen mal ausprobieren.

Kategorien
Yeah

Früh aufstehen

War für mich heute 0830. Ich weiß, das ist nicht wirklich früh. Aber weil ich mich gesundschlafen wollte, bin ich in den letzten Wochen selten mal vor 1000 oder 1100 aus dem Bett. Hat nicht wirklich funktioniert.

Heute zumindest habe ich gemerkt, dass mich das frühere Aufstehen deutlich produktiver macht, selbst wenn ich mich zwischendurch noch einmal eine Stunde schlafen legen würde (was ich heute gar nicht gemacht habe). Ich habe dann gleich morgens etwas Zeit für Kreatives und bekomme noch vor dem Mittag richtig was weggeschafft. Am Nachmittag dann Zeit für mehr. Ich versuche mal, das mal beizubehalten.

Buch: Dass ich das Gefühl habe, dass meinen Texten noch irgendwas fehlt, könnte daran liegen, dass ich sie derzeit völlig ohne Bilder betrachte. Während ich gerade den Ordner dazu sortiere und die passenden Bilder auswähle, wölbt sich mein Mund zu einem U. Da sind ein paar echt irre Schnappschüsse bei. Ich glaube, mit denen könnte das eine richtig runde Sache werden.

Paar hübsche Bilder sind da außerdem auch noch bei:

Jetzt ist nur die Frage, wie das alles auf einem monochromen E-Book-Reader wirkt und wie teuer das den geplanten Druck macht. Spart euch vielleicht ein paar Euro zusammen. Ganz so billig kann das alles leider nicht werden… 😅

Bilder also fertig aussortiert. Jetzt muss ich sie „nur“ noch leicht bearbeiten, geraderücken, bisschen Helligkeitskorrektur, den passenden Ausschnitt wählen. Dann das Manuskript noch um die Infokästen ergänzen, layouten… Es wird irgendwie nicht weniger…

Meine erste Begegnung mit einer Google Pixel-Watch. Und ich muss sagen: weniger überflüssig, als ich gedacht hätte:

Sie kommen langsam dahin, dass ich so eine Watch wirklich gebrauchen könnte. Aber richtig notwendig, und dann die Akkulaufzeit… Hab sie zur professionellen Begutachtung an den Sven weitergeschickt.

Lesen!

Niederländischer Hiphop – ja, das gibt’s. Das ist vom Klang her ungewohnt, muss aber gar nicht schlecht sein. Vom Text her… ich verstehe erschreckend wenig:

Werde den mal zu meiner Zwischenprüfung machen.

Das ist er übrigens, und ich finde den Tune echt lekker:

Typhoon – Zandloper (2014):

Kategorien
Yeah

Schreiben, um den Tag zu sortieren

Bevor ich begann, diesen Blogeintrag zu schreiben, hatte ich überhaupt keine Idee, worüber eigentlich. Als ich dann anfing, kamen nicht nur immer mehr Ideen, ich begann irgendwie auch, meinen Tag dadurch zu sortieren. Was war noch mal morgens, mittags, abends. Klar, Psychologen raten schon seit Jahren dazu, täglich ein Tagebuch, (Erfolgs-)Journal oder Blog zu füllen, weil das hilft, Gedanken zu sortieren und dich zu „erden“. Aber so „live“ habe ich das tatsächlich noch nie miterlebt.

Es wird jetzt sogar ein erstaunlich langer Blogeintrag. Habter davon. 🧐

Was man selten macht: Newsletter willentlich bestellen statt, für gewöhnlich, abzubestellen, was einem unfreiwillig aufgedrückt würde. Bei zwei Newslettern habe ich das vor ein paar Monaten dennoch gemacht und sie auch behalten. Denn beide gefallen mir erstaunlich gut, weil sie nicht um sich selbst kreisen, wie eigentlich jeder andere Newsletter, den man so kennt, sondern wirklich wertvolle Infos liefern und Spaß machen.

Dense Discovery von Kai Brach ist der eine. Bei dem brauche ich für eine Lektüre jedes Mal 20-30 Minuten. Aber die Zeit nehme ich mir sehr gerne. Der andere ist Tech Productivity von Louis Lazaris. Für den brauche ich nur zwei, drei Minuten. Und der sieht auf den erste Blick ÜBERHAUPT nicht so aus, aber er ist phänomenal, weil er sich auf ein paar wenige richtig gute Tools und ein paar wenige richtig gute Lesetipps beschränkt.

In der Ausgabe für diese Woche postete er zwei Links zu Beiträgen, die man noch nicht eimal lesen muss, um ins Grübeln zu kommen:

  • Letter to Your Future Self: Sahil Bloom empfiehlt, sich jedes Jahr selbst einen Brief für das eigene Ich ein Jahr (oder mehrere Jahre) später zu schreiben. Mir würde das fast schon 1x reichen. Zum Beispiel an mein Future Self, wenn es 50 wird (gar nicht mehr soo lange hin). Ein paar Dinge, die ihn daran erinnern, wer er heute war, was ihm damals wichtig war und was er gemacht haben könnte, wenn die Dinge gut laufen würden.
  • What Would Happen if You Worked Only 8 Hours a Week? von Daniel Fryer. Einige von euch haben vielleicht schon einmal „The 4 Hour Workweek“ von Tim Ferris gelesen, ein ziemlich radikaler Ansatz, der dich ermuntern möchte, dein ganzes Leben zu verändern. Der hier ist etwas anders. Es geht darum, mal wirklich zu überlegen, wie sich die eigene Arbeit so organisieren ließe, wenn man statt 40 nur 8 Stunden für sie zur Verfügung hätte. Also, ich käme ganz schön ins Grübeln, würde noch viel mehr Dinge wegdelegieren wollen, ganz sicher aber auch weniger E-Mails schreiben und mich langsam mal ernsthaft mit dem Thema Auto-Transkription beschäftigen. Aber ließe sich damit im Vergleich zum Tippen wirklich Zeit einsparen, wenn ein Beitrag doch auch durch Nachdenken beim Schreiben entsteht? 🤔

Nebenbei, aus dem Dense-Discovery-Newsletter:

🥰

Ich sehe noch einen Vorteil. Eltern müssen ja irgendwie auch mal streng sein, sind in der Pubertät die „doofen, peinlichen Allesbestimmer“. Als Onkel kannst du da der coole Draufgänger sein, der das Leben locker nimmt, Lederjacke trägt, Gitarre spielt (oder Ukulele, weil ihm Gitarre zu kompliziert ist 🙄) und mit seinem alternativen Lebensstil völlig Anti-Establishment-like frischen Wind in die oft festgefahrenen Eltern-Teenager-Beziehungen bringt. I could be that guy!

Original mit Untertitel zu gucken, ist für mich zum Standard geworden. Bekommst die Original-Atmosphäre mit, lernst idealerweise noch ein bisschen was von der Sprache (zugegeben nur in den Sprachen, die du schon ein wenig beherrschst) und bei deutschen Serien verstehst du dank Untertiteln sogar endlich ein wenig was von dem, was sie da sagen. 😬

Was mich nervt, ist, dass man in vielen Fällen nur noch die Audio-Transkription bekommt. Das ist der absolute Stimmungskiller, weil es dir verdeutlicht, wie konstruiert das alles in Wahrheit ist:

Macht so irgendwie keinen Spaß mehr…

Dennoch: „Athena“ (Netflix) bisher (nach 30 Minuten) ein ziemlich cooler Film. Soll aufgrund der Handlung insgesamt vernachlässigbar sein. Aber diese Anfangssequenz hat mir fast die Luft zum Atmen genommen. 10 Minuten, die zumindest so aussehen sollen, als wären sie in einem Take gedreht (sind sie nicht, es gibt 7 Schnitte) und einfach nur krass!

Von Neuwied fehlgeleitet, dann wieder nach Neuwied und jetzt nach Hagen gebracht, was deutlich weiter entfernt liegt. Bin sehr gespannt, wann das noch kommt. 😅 Kann dem zum Glück sehr gelassen entgegensehen, ist überhaupt nichts Wichtiges. Aber nicht, dass es am Ende daran liegt…

Ich höre seit Jahren kein Radio mehr. Die Sender haben mich mit ihrer gleichförmigen Musik einfach zu lange zu sehr gequält. Selbst bei Deutschlandfunk Nova habe ich lange nicht mehr reingehört. Von daher umso schöner zu sehen, dass Saint Motel ganz offenbar mehr als nur eine Alltagsfliege waren. Ich mochte das ikonische „My Type“. Und das hier ist zwar auch sehr poppig, aber trotzdem ein Song nach dem Motto: Der klingt doch fast zu gut, als dass es ihn vorher nicht schon mal gegeben haben müsste. 🤔

Kategorien
Yeah

Um die Häuser ziehen

Es ist selten geworden und das letzte Mal auch schon eine ganze Weile her; irgendwann vor Corona. Es gab auch danach schon wieder Kneipenabende. Aber da war man dann doch irgendwie vernünftig, hat sich nur draußen hingesetzt, hat nicht über den Durst getrunken und ist irgendwann zu zivilen Uhrzeiten nach Hause. Was mich direkt zu den ersten Regeln eines perfekten „Um die Häuser ziehen“-Abends bringt:

1. Unvernünftig sein
2. Über den Durst trinken
3. Auf die Uhrzeit schei*en

Ich weiß, ich weiß. Mit Anfang/Mitte 40 hat man schon einiges an Erfahrungen gesammelt und will sich davor schützen, etwaige Negativerfahrungen zu wiederholen. Aber man macht das ja nicht ständig, im Prinzip nur alle Jubeljahre mal. Da sollte man es mal Fünfe gerade sein lassen können.

Britta kam gerade aus Berlin zu Besuch und – ich weiß gar nicht mehr, wie es dazu kam – aber wir sind erstmal spontan eine Runde in der Sonne durch den Bonner Norden spaziert und am Ende im Biergarten (Schänzchen) gelandet, wo mehr Personal als Gäste waren, aber wir was zu Essen und das erste Bier bekamen. Danach war mir – immer noch nicht ganz gesund – kalt und wir haben uns erst einmal bei mir wieder aufgewärmt. Weitere Punkte des Rezeptes also:

4. Spontan sein
5. Eine eingeschworene Gemeinschaft bilden
6. Eine gute Grundlage schaffen
7. Persönliche Bedürfnisse nicht außer Acht lassen

Mittlerweile war es halb zehn, ich hatte einen Tee und einen Portwein auf, wir zogen uns beinahe winterfest an und gingen raus. Zunächst nach draußen vors Pawlow, wo ich Britta davon überzeugte, dass wir ein Herrengedeck nehmen müssten (mit „Erfolg“, wir nahmen sogar zwei). Als nächste Station gingen wir rein in die gut durchlüftete Café Blüte – in dem ich abends noch nie war.

Nach 12 hatte bei sämtlichen Läden die Außengastro geschlossen. Wir hatten also nur noch die Wahl zwischen Kioskbier und irgendwo reinzugehen. Das Babel schien uns schließlich nicht überzulaufen, so dass wir die – vielleicht etwas leichtsinnige Entscheidung – trafen, da einfach auf ein, zwei Bier reinzugehen. Als weitere Ordnungspunkte eines Um-die-Häuser-Ziehens also:

8. Leicht vorglühen
9. Mal was Neues probieren
10. Etwas riskieren
11. Warm anziehen
12. Herrengedeck?!

Eigentlich müßig zu erwähnen, dass wir uns gut verstanden und einen sehr lustigen Abend hatten. Dass Britta unkompliziert ist, wusste ich bereits, bewies sie aber noch mehrmals, als sie danach von den Wirten des Billabonn und später des Nyx je noch ein Bier loseiste und sich nicht abwimmeln ließ, obwohl sie betonten, eigentlich schon geschlossen zu haben. Der nette Wirt vom Nyx (Nicky und Juan dürften sich noch erinnern) verkaufte uns das Bier sogar zum Einkaufspreis. Vor dem Billabonn trafen wir einen alten Bekannten von Britta, die eine gemeinsame Geschichte hatten und noch einen Typen, der eine sehr markante Stimme hatte. Wir schlugen ihm am Ende vor, er solle einen Podcast machen oder Synchronsprecher werden, worauf er sich überrascht zeigte und meinte, Hörbücher hätte er tatsächlich schon einmal gesprochen. Als wir mit dem Abschlussbier aus dem Nyx auf dem Frankenbadplatz saßen, war es bereits 0500 und ich weiß nicht mehr, wie es plötzlich so später werden konnte. Aldus:

13. Alte Bekannte wiedertreffen
14. Neue Leute kennenlernen
15. Jemand tut dir spontan und völlig zwanglos etwas Gutes
16. Das Gefühl von Zeit und Raum muss abhanden kommen
17. Es muss spät werden

Der wichtigste Punkt von allen aber:

18. Du musst mit den richtigen Leuten unterwegs sein.

Menschen, die freundlich, konstruktiv, unkompliziert, spontan, offen und hilfsbereit sind. Und natürlich solltest du selbst so auch sein. 😉

Gerne mal wieder sowas. Aber jede Woche könnte ich das nicht. Das wäre der Gesundheit nicht zuträglich, und dann wäre es auch nicht legendär.

Buch: Alle Karten sind fertig. Das Cover auch so gut wie. Hab mir die Deadline 31.10. gesetzt.

Vielleicht sollte ich noch die Fahrtrichtung angeben? 🤔

Tax Management: Letztlich heute durchgezogen, zumindest ähnlich wie kürzlich geplant. Werde im Beitrag dazu noch ergänzen:

  • Gute Musik hören
  • Die Arbeit gerne häufig mit anderen Arbeiten unterbrechen
  • Dinge, die möglich sind, einkürzen.

Zum Beispiel gibt mein Buchungsprogramm für eine Buchung gar kein Datum an. Dann brauche ich die Rechnungen ja auch nicht (wie all die Jahre gemacht) in eine chronologische Reihenfolge zu bringen. Einfach einbuchen wie gesehen.

Belohnt habe ich mich damit, danach nichts Anderes mehr zu arbeiten. Musste erstmal reichen.

Impfie 4.0:

Eigentlich cool, wie unkompliziert das mittlerweile funktionieren kann. Offener Impftermin im Bonner Stadthaus, kurze Schlange, der Dude händigt dir den Anamnese-Bogen direkt zwischen Tür und Angel aus:

Und dann geht’s auch recht schnell los. Bekommst dazu den Impfstoff deiner Wahl. Ich hab den von Biontech gegen die BA.5-Omikron-Subvariante genommen und lag gestern komplett flach. Scheint also gewirkt zu haben.

So langsam bin ich aber froh, wenn ich mal wieder Sport machen kann. It’s been a month…

Sagt auch etwas über eine Person aus. 😉

Welche sind es bei euch?

Malcolm Middleton: The Ballad of Fuck All (2009):

Kategorien
Yeah

Tax Management

Ich habe seit ein paar Monaten einen neuen, jungen Steuerberater. In den letzten Zügen „unserer“ Steuererklärung für 2020 fragte er noch einen Beleg über den Laptop an, den ich mir in dem Jahr gekauft hatte, und schrieb mir anschließend:

„Es freut mich, dass wir die Steuerlast durch Ihr MacBook weiter senken konnten!“ 😀💪🏻✌🏻

Steuerberater des Aventurers. Emoticons zur Unterstreichung von mir.

Mich auch, Steuerberater, mich auch.

Ich wollte nur, ich könnte auch nur annähernd eine ähnliche Begeisterung für das Thema aufbringen.

Seit nunmehr auch schon 15 Jahren schlage ich mich Quartal für Quartal mit der Umsatzsteuervoranmeldung herum, und es wird nicht besser. Jedes Mal, wenn es wieder so weit ist, gehe ich erneut die Wände hoch, mein Puls rast, ich lache hysterisch, finde mich plötzlich im Bad wieder, enthusiastisch den Fußboden schrubbend und das Klo wienernd.

Erleuchtete Buddhisten aus dem Himalaya beherrschen das vollkommene Loslassen, das Freiwerden vom eigenen Ich. Sogar meine Krankenkasse rät zu Zazen, einer speziellen Meditationstechnik, die zum Ziel hat, alles, was wir tun, ohne Bewertung wahrzunehmen. (Zazen-Kurse bezuschussen tut sie allerdings nicht). Aber müssen Buddhisten aus dem Himalaya auch Tankquittungen aus geschäftlich durchgeführten Fahrten mit dem Privat-PKW ins Fahrtenbuch eintragen, mit 30 Cent/Kilometer ansetzen und relevante Verpflegungsmehraufwendungen für eintägige Auswärtstätigkeiten bei mehr als 12, aber mindestens 14 Stunden Abwesenheit von der regulären Tätigkeitsstätte kontieren? Und dabei nicht werten?

Westliche Lifecoaches raten dazu, unangenehme Aufgaben angenehm zu machen, sich einen Yogitee zu kochen und die nicht zu bewertende Aufgabe in möglichst kleine Einzelschritte zu unterteilen. Oder auf eine Belohnung hinzuarbeiten, sich das Gefühl der anschließenden Freude über das Geschaffte zu vorvergegenwärtigen oder sich zumindest über das Geld zu freuen, dass man durch die Erklärung wiederbekommt. Was gar nicht aufgeht, denn wenn ich nicht gerade einige größere Ausgaben getätigt habe, muss ich eher noch etwas nachzahlen.

Nein, Schluss, aus. Es geht nicht mehr anders. Ich muss das Ganze irgendwie auf meine Art positivieren. Nur wie?

Okay. Fangen wir mal klein an. Im Grunde sind es ja schon der Name „Steuer“ oder das Wortungetüm „Umsatzsteuervoranmeldung“, die mir den Hals zuschnüren. „Worte sind Fenster oder sie sind Mauern“, sagte Ruth Bebermayer.

Nehmt den Krieg in der Ukraine als Beispiel, der in Russland „Militärische Spezialoperation“ heißt. Und schon wirkt das alles nach einem Abenteuerausflug und weit, weit weg.

Sehr gut funktionieren ja auch immer englische Buzzwords. Ein Hausmeister ist der miesgelaunte Typ im Blaumann, der studiert hat und trotzdem (oder gerade deswegen) dreimal die Woche mit dem Pömpel das verstopfte Schulklo wieder flottmachen muss. Ein Facility Manager hingegen strahlt Autorität aus. Bei dem überlegst du es dir schon zweimal, ob du ihm noch ein freches Wort hinterherwirfst. Gleiches beim Verkäufer, der dich auf Schritt und Tritt verfolgt. Heißt er Sales Manager, bist du viel eher geneigt, ihn mal höflich um Rat zu fragen.

Gut, also, machen wir’s doch auch so: Verenglischen wir die Steuererklärung!

Die heißt laut Linguee „tax declaration“, „tax return“ oder schlicht: „return“. Das klingt doch schon viel besser, wenn ihr mich fragt. Nicht: „Ich muss noch meine Umsatzsteuervoranmeldung erledigen, mir geht’s nicht gut“, sondern „Isch hänge da noch in meine Return vör diese Quartahl. Kann leidör erst um 20 Ührr!“

„Return“ klingt weit weg von „Steuer“ und suggeriert sogar, dass man da auf jeden Fall was wiederbekommt. Schonmal nicht schlecht!

Man könnte das auch weiter abstrahieren. Klar, es geht im Prinzip darum, dem korrupten Bullenstaat noch Geld in den Schlund zu werfen dem geliebten Vaterlande und den distinguierten Persönlichkeiten, die in ihm residieren, etwas zurückzugeben. Aber es geht natürlich auch um Geld. Über das spricht man bekanntlich nicht, man verklausuliert es und nennt es lieber Vergütung, Rente, Tantieme, Fonds, Devise, Zahlungsmittel oder Kompensation.

Geht es dann noch darum in einem Wort zu vermitteln, was man da eigentlich tut, könnte man es Management nennen, Bilanzierung oder – oh ja! – Anpassung. Vierteljährlich, das ganze bei mir. Und dann hätten wir’s ja:

Quarterly Adjustment of Compensation

Wer würde den Akt der Steuererklärung dahinter vermuten?

Mir selbst reicht es eine Portion kleiner. Ich mag das Wort „tax“, es löst bei mir keinerlei innere Aufruhr aus. Ich nenne das Ganze also künftig einfach:

Tax Management

Und jetzt. Wie kriegt man es noch hin, die einzelnen Arbeitsschritte erträglich zu machen? Ich habe mir überlegt, es mal mit ein wenig Gamification zu probieren:

  • Zieh dir Sportklamotten an und betrachte es als Training! Dusche hinterher. 😅
  • Schaffst du es, die Zeit zu unterbieten, die du beim letzten Mal die Kontoauszüge durchgegangen bist? Ja, das ist doch mal ein Ziel!
  • Unterbietest du auch die Zeit, die du für das Ganze beim letzten Mal gebraucht hast? Das gäbe einen Extrapunkt.
  • Findest du einen Weg, eintreffende Rechnungen per E-Mail und PDF-Anhang mit einem Klick zu speichern, so dass du sie später nicht mehr heraussuchen musst? Das Heil in der Automatisierung suchen. Wenn GMail-Mail mit Stern markiert, dann verschiebe Anhang in Dropbox oder Google Drive.
  • Schaffen Sie noch 20 Liegestütze? Auf geht’s, Soldat!
  • Mit welcher Scan-App kannst du papierne Belege am smoothesten scannen? Zeit für einen Wettbewerb!
  • Schaffst du es, beim Heraussuchen alle anderen online vorliegenden Rechnungen in 5 Minuten zusammenzusuchen? Geht nicht? Gibt’s nicht!
  • Besorg dir eine Hotelklingel oder ein anderes Gerät, das ein motivierendes Geräusch macht und klingel jedes Mal aus, wenn du eine weitere Rechnung als Datei vorliegen hast. Die Nachbarn halten das einmal alle drei Monate schon aus, irgendwie…
  • UUUAUAUAUAURGH!

So weit meine ersten Ideen. Morgen werde ich das mal ausprobieren. Tax Management, die erste. Vielleicht arbeite ich auch zusätzlich nach dem Belohnungsprinzip, indem ich mich in den Alkohol flüchte hinterher was Leckeres essen gehe, da wo ich schon nicht immer hingehe. Die Befreiung naht!

Hab heute das neue Google Pixel 7 Pro für die Redaktion eingekauft. Mit 256 GB für 999 Euro. Aber das ist noch nicht alles:

Google legt aktuell noch die ebenfalls neue Pixel Watch kostenlos obendrauf, sogar egal ober WLAN- oder LTE-Version. Ich hab letztere bestellt, für die Google regulär eigentlich 429 Euro haben will.

Also Highend-Smartphone und Highend-Watch für zusammen 999 Euro. Bei Apple zahlst du für ein iPhone 14 Pro (Max) mit 256 GB und eine Apple Watch Series 8 zusammen das Doppelte. Würde sagen, der Preiskampf ist wieder in vollem Gange. Und Google könnte dem gierigen Apple zumindest in Deutschland tatsächlich Kunden abjagen.

😍😍😍😍😍😍😍😍😍

Gosh, I miss Singapore!

„Das Weiße Haus am Rhein“, Teil 2: Es geht weiter mit Intrigen, Erpressung, Straßenkämpfen, Künstlerkommunen, Charlie Chaplin, Rassismus und – natürlich – Hitler. Sie haben wirklich an alles gedacht!

Aber okay, ein paar der Schauspieler sind echt nicht schlecht und die Anekdote, wie Charlie Chaplin im Nebenzimmer von Adolf Hitler absteigt und sich dabei eventuell einen Teil der Inspiration für „Der große Diktator“ geholt hat… ist natürlich Unfug, aber gewollter Unfug, also eigentlich eine ganz witzige Idee.

Yours truly war heute Abend übrigens auf Location Hunting:

Hätte doch bei Tag fahren sollen, da ist das natürlich imposanter.

Ob sie den Schriftzug vor 100 Jahren auch schon hatten? 🤔😉

Buch: Die Designerin macht sich noch einmal ans Cover, ich mich am Wochenende noch einmal ans Manuskript. Und dann kann es auch langsam losgehen mit den finalen Arbeiten.

Mr. Harrigan’s Phone (Netflix). Steven-King-Verfilmung über einen Smartphone-süchtigen Rentner, der auch nach seinem Tod noch Nachrichten schickt. Würde ich mir bei Zeiten anschauen, ich mag die Botschaft. 🙂

Marvel’s Werewolf by Night (Disney+). Also das ist schon schräg. Count me in!

Auf Niederländisch lassen sich Dinge einfach am besten auf den Punkt bringen:

Mine: Katzen (2014):

Die Frau ist ja der Wahnsinn!

Kategorien
Yeah

Hallo Welt

Dann wollen wir mal…

Und, ach du Scheiße, ist das ein dicker Schinken! Hat auf der Katalogseite viel kleiner gewirkt. Nimmste schon nicht mal eben mit auf eine Weltreise…

Geht weiter mit dem Buch. Ich hab jetzt tatsächlich die Person aus dem Screenshot von gestern damit beauftragt, mir für 100 US-Dollar ein Buchcover zu erstellen. Ich hab keine Ahnung, wer dahinter steht, m/w/d, wie alt, wo lebend… Ich vertraue alleine auf ihre bisherigen Arbeiten, mein Gespür und die Fiverr-Community.

Ein Weckruf war die Vorab-Frage nach Buchtitel und Seitenzahl. Ja, keine Ahnung noch nicht. Manuskript muss ja erst ganz fertig, Bilder müssen rein und überhaupt: Karten! Hab jetzt immerhin angefangen, welche zu machen, werden dann ungefähr so aussehen…

Dazu fiel mir bei einem Spaziergang die letzte noch fehlende Komponente für den Inhalt ein: kleine touristische und leicht humorvoll formulierte Infoblöcke in jedem Kapitel. Dann sollte aber auch gut sein.

Fährst du Porsche, darfst du überall parken. 🙂

Mogwai: Hungry Face (2013):

Kategorien
Yeah

Slowing down

Seit drei Wochen bin ich jetzt krank, zwei davon habe ich eine ausgewachsene Bronchitis, die sich als verdammt hartnäckig erweist. Und ich habe deswegen keine Wahl: Ich muss piano machen. Also kein Sport, kein Stress, keine Anstrengung whatsoever.

Und das ziehe ich durch, weil ich muss, und das klappt irgendwie. Und es scheint mir ganz nebenbei auch noch gut zu tun, und es hat erstaunliche „Nebenwirkungen“.

Etwa die, dass ich überhaupt nicht mehr müde bin, seit ich halblang mache. Okay, zum einen schlafe ich nachts sehr viel, um die Krankheit wegzuschlafen. Zum anderen werde ich aber auch tagsüber kaum mal müde, was ich eigentlich früher immer hatte. Kann praktisch pausenlos stundenlang Sachen machen.

Dass ich vor allem abends überhaupt nicht mehr müde werde, ist indes gar nicht mal so toll. Aber da helfen die Headspace Soundscapes ungemein. Audio-Aufnahmen von Gebirgsbächen, Lagerfeuer, Dschungel bei Nacht, Regen, der auf Zeltwand tropft usw. 20 Minuten davon und ich schlafe wie ein Stein.

Normal hetze ich so durch den Tag, springe von einem Event zum nächsten, haste von Text zu Text, bringe meine Alltagsaufgaben auch noch irgendwo unter. Das kann ich gerade nicht. Aber das scheint meine Produktivität kein Stück zu schmälern. Ich bekomme vielleicht ein wenig später, aber dann doch alles früh genug geschafft, was ich möchte, und auch im Monat September habe ich trotz Krankheit alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte.

Früher war Texteschreiben für die Arbeit für mich immer mit einem gewissen Stresslevel verbunden. Alles musste schnell-schnell gehen, es musste anstrengend sein, sonst war es keine Arbeit. Vielleicht habe ich den Druck auch ein wenig gebraucht, um gute Texte schreiben zu können.

Das alles war jetzt nicht möglich, denn Stress ist Gift für entzündete Bronchien. Also diesmal ganz in Ruhe Texte schreiben. Und siehe da: Das ging auch und hat noch nicht einmal länger gedauert. Für schlechter halte ich meine Texte auch nicht.

Ich hatte spontan Lust auf neue Dinge, die ich dann direkt umgesetzt habe: Ukulele-Unterricht nehmen, ein Bullet-Journal kaufen und füllen, mich mal bei Meetup für einen Spieleabend anmelden, ein neues Computerspiel spielen (mache ich sehr selten). Eigentlich auch noch tanzen lernen, aber da warte ich erst einmal, bis ich wieder ganz fit bin.

Irgendwie habe ich mich gut gefühlt dabei, glücklich, energetisch, nachsichtiger mit anderen, weit weniger misanthropisch als sonst. Und noch etwas Überraschendes habe ich dabei entdeckt: Ich habe mir selbst ziemlich gut gefallen dabei. Etwas, was bei mir auch nicht selbstverständlich ist…

Das alles könnte eigentlich auch gerne so weiter gehen. Also muss ich mich eigentlich nur noch selbst ein wenig bremsen, wenn ich jetzt – hoffentlich – langsam wieder gesund werde. Und das wird die eigentliche Herausforderung werden…

Buch: Ich komme nicht weiter. Das Manuskript ist ja fertig – auch wenn ich immer noch nicht zu 100% davon überzeugt bin. Jetzt muss ich noch Bilder heraussuchen, Karten gestalten und vor allem: das Cover gestalten lassen. Das kann ich nicht selbst. Deswegen habe ich mich gerade mal bei Fiverr umgeschaut. Hat da mal jemand von euch Erfahrung mit gemacht?

Ich habe da jemanden angeschrieben, dessen bisherige Arbeiten mir gefallen haben (also den aus dem Screenshot 👆🏻 und bei dem ein Preis von 76€ für ein Cover stand. Er hat sofort geantwortet und wollte wissen, welches Budget ich für das Buch habe. Warum ist das relevant und: woher soll ich das wissen?

Bin da auf jeden Fall guter Dinge. Mit einem Cover im Rücken würde der Rest eigentlich von selbst gehen. Stelle ich mir zumindest so vor.

Amazon ist irgendwie komisch gerade mit riesengroßen Suchvorschlägen und sonderbaren Übersetzungsfehlern. Was ist da los?

Und ja, ich suche ein Buch, um mal ein bisschen was über Designgrundlagen zu lernen. Möglichst bildlastig mit vielen Beispielen. Jemand eine Idee?

Der Autofokus im iPhone 14 Pro hat tatsächlich Schwierigkeiten bei Nacht. Da habe ich mich auch in epischer Breite heute im Trendblog drüber ausgelassen. Kommen halt solche „schimmigen“ Bilder zustande. Auch mal witzig:

Und dann aber auch sowas Rock’n’roll-Mäßiges hier 😳😍:

Insgesamt ist das schon ein schönes iPhone. Darüber schreibe ich dann auch noch.

They’re gone… 🙁

Gab noch einen gemütlichen Abschlussdrink gestern im Flynn’s, und ab jetzt roame ich die Straßen der Altstadt dann erstmal wieder alleine. Bestest of luck in Portugal, Nicky and Juan!!!

Geht doch, Spotify, geht doch!

Wobei nicht alle so begeistert sind. Und die mobile App… Ach, egal, das kriegen sie halt nicht mehr hin…

Und nehmen wir doch direkt einen Song aus dem Screenshot, denn die sind alle drei toll. 🙂

The Paper Kites: Bloom (2010):

Kategorien
Yeah

Getting „Serious“ With My Uke

Ich wollte Ukulele-Unterricht, und dazu habe ich den erstbesten Google-Eintrag kontaktiert. Heute war die erste Stunde. Ist ein Typ, der nicht weit von hier wohnt, leicht vercheckt, all over the place, unglaublich musikalisch, supernett, toll!

Er hat mich vorab gefragt, welchen Song ich gerade übe, und ich antwortete: „Du trägst keine Liebe in dir“. Und den haben wir heute zusammen analysiert und geprobt.

Also, besonders viel habe ich nicht gelernt, auch wenn er auf alle meine Fragen eingegangen ist. Ich habe irgendwie auch nicht das Gefühl, dass da groß was bei rumkommen wird, glaube sogar eher, ich werde mir das meiste zuhause selbst beibringen müssen. Aber irgendwie hat das trotzdem so viel positive Vibes erzeugt 🧘🏻‍♂️ (yeah!), dass ich da unbedingt mehr von haben will. Wir treffen uns nächste Woche direkt wieder. 🙂

Ich brauchte eine neue Maus, weil meine alte verusselt ist. Hätte nicht gedacht, dass das so ein Act wird. Die alte hatte ich vor Jahren mal nebenbei geshoppt. Sie tat, was sie soll, lag gut in der Hand, konnte Bluetooth, sah hübsch dabei aus, machte motivierende Geräusche, kostete 20 Euro. So etwas wollte ich wieder haben.

Keine Chance!

Mäuse von heute sind entweder urhässlich, haben nur diesen üblen 2,4-GHz-Empfänger, der immer einen USB-Port belegt – wenn du überhaupt noch USB-A hast, mein Notebook nicht. Oder gar Kabel. Vor allem aber ist jede Maus, die ein bisschen nach was aussieht, heute geräuschlos. Die Hersteller preisen diesen Silent Mode an. Was soll das denn?! Kann ja sein, dass das die Lautstärke in einem Großraumbüro um 2 dB reduziert, aber wer arbeitet da schon freiwillig! Ich brauche meine mich produktiv machenden Klickgeräusche!

Nach dem stundenlangen Durchwühlen von etlichen Online-Shopping-Seiten ist es jetzt schließlich die hier geworden. Macht Geräusche, kann Bluetooth, ist minimalistisch, mit 30 Euro noch erschwinglich, sieht noch halbwegs nach was aus. Den Hersteller erratet ihr nie, es ist… * Auflösung am Ende.

Aber was soll das eigentlich: Warum gibt es Technik so oft nur noch so, wie man sie eben nicht möchte. Sind geräuschlose Mäuse wirklich das, was die Welt braucht? Ihr auch? I kinda doubt that!

Der Dönermann in der Kölnstraße an der Haltestelle Chlodwigplatz, in den ich heute eingefallen bin, hatte extrem leckeres Brot. Weil auch der Rest der Falafeltasche zumindest in Ordnung war, bin ich insgesamt hellauf begeistert. Weißer Teig, beinahe Focaccia-mäßig luftig, locker und ohne jeden Widerstand.

Mattes, der just am gleichen Tag heute auch da war, war nicht ganz so hin und weg wie ich. Ich muss das also noch einmal ausprobieren, bevor ich eine generelle Empfehlung aussprechen kann. Nicht dass das am Ende nur Zufall war.

Höhö

Als Pluto noch ein Planet war. <3 (Und die Welt noch in Ordnung? 🤔)

Júníus Meyvant: Signals (2014):

Das Violinen-Solo am Schluss! Wait for it!

* Dell!

Kategorien
Yeah

Social Anxiety Trav(el)log

Meine besten Freunde sind auf dem Sprung, ich habe in Bonn mein Glück nicht gefunden, es ist kalt, die Rezession kommt, die Inflation ist schon da, die Mieterhöhung auch, die Zukunft ist ungewiss, ich bin krank, Single, beruflich in einer Sackgasse, habe Angst vor einer Weltreise, aber eigentlich gar keine Alternative als eine, aber natürlich keinerlei Ahnung, wie ich das angehen soll.

Warum ist mir so leicht zumute? 🙂

Mein Lieblings-YouTuber (ja, ich hab einen, nein, ich bin keine 14 mehr) Matt D’Avella spricht in einem Video davon, wie er unter Sozialphobie litt und wie YouTube ihm dabei half, sie zu überwinden – und quasi zum coolsten Typen der Gegenwart zu werden (meine Beurteilung, nicht seine):

Finde ich sehr mutig. Okay, der hat’s schon geschafft und hat jetzt gut reden. Er kann mehr oder weniger machen, was er will. Aber mir gefällt die Idee: youtuben, um den letzten Rest Sozialphobie auch noch loszuwerden. Vielleicht sogar reisen, um die Angst vor dem Alleinsein unterwegs loszuwerden. 🤔

Da kam mir die Idee zu einem Social Anxiety Travlog. Reisen und über die eigenen Ängste dabei auf YouTube einen erzählen (oder auf Tiktok?).

Wäre ich nur nicht so scheißenfaul, was Videoproduktion angeht (das ist eine Heidenarbeit, wenn es gut aussehen soll, wissen viele gar nicht) und hätte ich nicht gleichzeitig so verflucht hohe Ansprüche an alles, was ich tue…

Mein neue Wunderwaffe. 🦾 Vielleicht hilft sie mir dabei…

P.S. B6 ist DAS Journal-Format!

Gestern surfe ich so auf Kicker.de rum, sehe das hier…

… und denke mir: Oh, da wäre jetzt eine kurze Zusammenfassung des Spiels spannend. Ich gehe auf YouTube und bekomme das auf meiner personalisierten Startseite angezeigt:

Zufall? Glaube nicht. Etwas Ähnliches ist mir neulich nämlich schon einmal passiert.

Könnte man sich sicher drüber aufregen. Tue ich aber nicht. Finde ich nämlich eigentlich ziemlich praktisch und dürfte es sogar noch viel öfter geben. Wenn ich schon auf jeder einzelnen Website Cookies auswählen oder ablehnen muss (und oft genug zu faul bin, mehr als 1x zu drücken), Newsletter-Abos wegklicken und eure dämlichen Push-Nachrichten nicht abonnieren (KEINER will das, JEMALS!), dann will ich auch wenigstens etwas davon haben.

The Playlist (Netflix): Das wird (ab 13. Oktober) die Spotify-Story, oder zumindest so ähnlich. Und ich weiß ja nicht, so spannend war die Geschichte um deren Gründung doch eigentlich gar nicht, oder? The Pirate Bay: ja. Napster: auch. KaZaA: zur Not auch noch. Spotify? Das waren doch diese bodenständigen Typen, die von Stockholm aus einfach in völliger Nüchternheit alles legal und richtig gemacht haben und auch heute noch ein vorbildlich geführtes Unternehmen sind. Wo ist da die Story? Deswegen musste Netflix sie noch künstlich aufbauschen, wie es heißt. Weiß ja nicht, ob das dann noch sehenswert ist…

Alle so: „Woah! Die Apple Watch Ultra!!!1!11“. Typ mit Hammer so: Druff!

Ich mag die absolute Gleichgültigkeit und Respektlosigkeit, mit der er dabei vorgeht. 🙂

Tier-Freund:

Classic:

Bloc Party: The Good News (2015):

🎶 For the good, good news, for the good, good news… 🎵