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.69: Back in Bonn

Das Frühaufstehen ist im Urlaub zur Gewohnheit geworden. Um 0630 komme ich heute raus und dusche erst einmal ausgiebig. Direkt nach dem Zusammenpacken fahre ich die letzten 10km nach Basel rein. Es ist ein herrlich lauer Morgen, nicht zu warm, nicht zu kalt. Eigentlich ideal zum Radfahren.

Alles klappt. Auf einer Wiese ziehe ich mich noch einmal um, am Badischen Bahnhof ist ein Schließfach für mich frei und um Punkt 1000 Uhr bin ich der erste an der Kasse des Basler Kunstmuseums. Die Auswahl der Arbeiten ist Schweizerisch: Gar nicht mal so übermäßig viel, dabei aber teils the best of the best. Das Selbstporträt von Vincent Van Gogh, viele Werke von Paul Klee, Picasso, Franz Marc, Andy Warhol, ein schönes, fotoartiges Gemälde von Gerhard Richter. Schon toll.

Zurück am Bahnhof begebe ich mich in die Hände der Deutschen Bahn. Und die Probleme fangen an. Die meisten der Gleise am Badischen Bahnhof haben eine Aufgehrampe. Gleis 9 hat: nichts, keine Rolltreppe, keine Rampe, keinen Fahrstuhl. Ich muss meine Taschen absatteln, sie separat hochtragen, dann noch das E-Bike und dann alles noch einmal rein in den RE, der wenigstens schon da steht und wo immerhin noch Platz ist. Dann die FPP2-Maske auf und das alles bei 30 Grad. So bin ich bereits vor Fahrtantritt verschwitzt. Na prima.

Die Masken sind übrigens Mist. Sie passen nicht und sind undicht. Ich kann von oben meinen Mund sehen. Rücke ich sie zurecht, drückt das Plastikventil derart stark auf meine Nase, dass es weh tut. Mir scheint, die Dinger sind nur für Menschen mit kleinen Nasen gemacht.

Zweieinhalb Stunden im RE ziehe ich unter der Maske durch, kein Schluck zu trinken in der Zeit. Von den Leuten um mich herum tragen nur einige ihre Maske vorschriftsgemäß. Einige haben sie unter die Nase gezogen, andere unters Kinn, wieder andere haben gar keine auf. Es gibt keine Kontrollen, keine Durchsagen, keine Hinweise. Niemanden interessiert’s. Corona gibt es im Regionalverkehr der Deutschen Bahn nicht.

Die 2,5 Stunden von Karlsruhe bis Bonn schaffe ich dann schließlich auch noch. Der Wagen ist deutlich leerer, die Leute tragen mehr Masken, und auch wenn’s lange dauert: Wenigstens die Klimaanlage läuft.

Raus aus der kühlen Schweiz und mitten rein in die Bonner Hitzewelle. Als ich abends ankomme, sind noch weit über 30 Grad. Die Stadt kommt mir wie eine Wüste vor. Eigentlich das ideale Wetter, um an die kühle Nordsee oder die Berge zu fahren, aber, nun ja.

Das war es mit dem Urlaub, wobei ich gleich wahrscheinlich noch einmal das Zelt im Garten aufbauen werde. Zum Trocknen. Ob ich mich nochmal reinlegen soll? Na, mal sehen. 😉

Nach 6 Stunden FPP2-Maske. Aber ihr hättet mal den Anderen sehen sollen…

4 Antworten auf „.69: Back in Bonn“

… und viel(i)en Dank für die spannenden Berichte und tollen Fotos!

Unser geplanter Namibia-Urlaub ist übrigens komplett gecancelt, gibt einfach keine Flüge. 😏
Jetzt gibt es ab 25.08. eine 2-wöchige Europa-Rundreise (DE-AT-IT-CH). 😉

Neid. 🙂 Und, ach, was hat Namibia, was die Schweiz nicht hat. Bisschen mehr Wüste höchstens…

Und die Maske wurde natürlich sofort entsorgt. Einmal weil man das soll (Einmalmaske, danach auch hochkontaminiert), einmal aber auch weil sie mich zu sehr geärgert hatte.

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