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Möh

.20: Rassismus ist 80er

Versteht mich nicht falsch: Rassismus ist immer noch ein Riesenproblem, wie die letzten Tage gezeigt haben, auch in Deutschland. Gleichberechtigung ist immer noch nicht durch und auf Klimawandel und Umweltzerstörung reagieren wir mit: noch mehr Konsum.

Hab einen Bekannten mit einem E-Bike-Geschäft gefragt, ob er auch Gebrauchträder verkauft. Seine Antwort, sinngemäß: Er würde mir ja gerne helfen, aber die Kunden rennen ihm gerade wegen Neugeräten die Bude ein. Und mit den Anfragen für gebrauchte E-Bikes könnte er am Ende der Stadt ein eigenes Großlager aufmachen.

Läuft da nicht irgendwas schief?

Aber zurück zum Thema: Etwas kindlich-naiv formuliert: Das hatten wir doch eigentlich alles schon hinter uns, seit ich klein war. In meinem Umfeld waren Frauen gleichberechtigt, ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, dass das anders hätte sein können. Dass Mädchen mindestens genauso schlau waren wie Jungs und alles werden können, was sie wollten, war da längst bekannt. Ich meine auch, es war in der Grundschule der katholische Religionsunterricht (den viele heute für Teufelszeug halten), wo unser Lehrer uns Offenheit und Toleranz gegenüber Menschen anderer Glaubensrichtungen eingeschärft hat. In der Schülerzeitung in der 5. Klasse (das war etwa 1989 rum) habe ich damals einen Beitrag darüber geschrieben, wie gefährlich Autoabgase seien und dass wir was dagegen tun müssten. Michael Jackson (lange vor Bekanntwerden seine Pädophilie, ein weiteres Problem, das gerade wieder aktuell ist) sang ein paar Jahre später einen tollen Popsong gegen Rassismus. Und alles war gut.

Spätestens da waren die Themen eigentlich für mich erledigt. Und heute, 30 Jahre später, schlagen wir uns allen Ernstes immer noch mit ihnen herum? Das darf doch alles nicht wahr sein! Was ist da bitte schief gelaufen?


Minimalismus letztes Level

Besiegte, weil fertig aussortierte Räume:

  • Auto (✓)
  • Keller (✓)
  • Küche (✓)
  • Bad (✓)

Fehlen noch Schlafzimmer, Flur und vor allem Arbeitszimmer. Hier vor allem die Kommode mit allem Papierkram. Letzte Gegner:

  • Einkommensteuer-Erklärung 2019 (ein letztes Mal auf Papier)
  • Papierlose Strategie
  • Alte Kladden, Tagebücher, Briefe
  • Alte Dokumente auf der Festplatte
  • 80.000 Fotos (immer noch)
  • Altersvorsorge
  • Vorsorgevollmacht & Co.
  • Fachbücher, die ich mal angeschafft, nie gelesen, vor dem Wegschmeißen aber dann doch mal durchgearbeitet haben wollte

Nebenbei: Was bin ich froh, dass ich DIESES Mistbuch endlich durch (und sofort in den öffentlichen Bücherschrank outgesourct) habe. Klingt eigentlich spannend, und das Thema hat mich auch interessiert, aber war unfassbar dröge zu konsumieren. Hab fast ein halbes Jahr daran gelesen.

Letzte Geräte zum Wegminimieren:

  • MacBook Air 2013 (bereits vergeben)
  • Dell Multifunktionsdrucker (dto.)
  • Alte Speicherkarten, hauptsächlich MicroSD (jemand Interesse?)
  • Eventuell doch noch die Fotokamera (Canon EOS M6 Mark I)

Morgen entscheidet sich auch, ob ich den Dell XPS 13 behalte. Sieht nicht gut für ihn aus.

Das ist noch gut und gerne Arbeit für ein paar Wochen. Aber das Ende ist in Sicht. 🙂


WHERE ARE MY DRAGONS?!?

Ach so, da oben…

Hrhr…

A few pics. All taken this weekend in Bonn, Germany:

9 Antworten auf „.20: Rassismus ist 80er“

Du meinst das kleine Feuerchen? Bilder ist leider generell etwas zu dunkel, leider, sonst sähest du dort noch ein Einhorn.

Schöne Bilder! Zu dem ersten Thema könnte man Romane schreiben, gänzlich tilgen wird man das wohl nie… Zu den aktuellen Demos habe ich so meine Gedanken, aber die behalte ich lieber für mich. Ach, nee, doch nicht. Es gab und gibt viele Anlässe bei uns wo es solche Demos und Flut in den SN geben hätte müssen, aber nein, wir warten lieber auf Proteste in USA, und machen dann mit. Popkultur ist glaube die richtige Bezeichnung dafür…

Ja, lass es raus! 🙂 Und schön erkannt! Vor ein paar Jahren gab es ja schon einmal auf Twitter einen kleinen Aufschrei wegen Rassismus in Deutschland, aber der ist leider irgendwie versandet. Der Zeitpunkt jetzt riecht wirklich nach Popkultur. Andererseits hat auch #metoo hier ein Bisschen das Bewusstsein verändert.

Manchmal sind Alltagssituationen, in denen so etwas passiert, allerdings schwer greifbar, bzw. man weiß in dem Moment nicht, wie man sich idealerweise verhält. Beispiel: Ich habe in der Bonner Fußgängerzone mal erlebt, wie ein Mann eine vorbeigehende Frau in einer Burka beschimpft hat. Die Frau hat zurückgeschimpft. Das fand ich schon mal gut. (Es ist so oder so immer gut, wenn das „Opfer“ sich wehrt.) Ich stand allerdings baff deneben und wusste nicht, was ich machen sollte. Der Frau beistehen? Ich bin auch gegen Burkas und finde die Vollverschleierung unnötig, nichts, was der Koran vorschreibt, ein Symbol der Selbstisolation und nebenbei eine Fuck-you-all-Attitude: Ich will nichts mit euch zu tun haben, zeige euch nicht mal meine Mimik oder wer ich bin, deswegen die Vollverschleierung? Sag mir, wenn ich da völlig falsch liege. Ich fand’s nur nicht in Ordnung, dass da jemand auf offener Straße beschimpft wird. Das hat niemand verdient. Hätte ich auch nicht gemacht. Aber ist das nicht sogar durch die Meinungsfreiheit gedeckt, was der Mann da tat? War es vielleicht sogar „richtig“, weil wir die Scharia bei uns ja nun auch nicht wollen und dagegen ankämpfen müssen? Schon gar nicht so einfach manchmal, und das binnen ein paar Sekunden zu entscheiden…

Schöne Bilder mal wieder!
Kannst du nicht mal ein Fotobuch rausbringen, so alle halbe Jahre?
Es ist schade um all die schönen Bilder, die sollte man in Papierform festhalten.
Kannst du per Pixum ein Fotobuch generieren und ich bezahle dir das?
Digitale Fotos sind der Wegwerfartikel unserer Zeit, einmal raufgeguckt und klick weg. Das ist zu schade. Ich schätze bei deinen 80000 Fotos sind unzählige Schätze bei, aber sie sind fast wertlos, da sie in einem Meer von Fotos absaufen.

Jens, mein Lieber. First things first. Wir hatten da ja noch ein Buchprojekt… Und die 80.000 Bilder wollte ich nach „druckfähig“ und „Erinnerungswert“ sortieren. Vielleicht kommt da wirklich was bei raus, mal sehen… Ich danke dir (und Boris) auf jeden Fall für euren Zuspruch. Aber solange ihr es nicht „Challenge“ nennt… 😉

Okay, alles der Reihe nach.
Erstens: Unser Buchprojekt 2020: Logbuch. Hier habe ich eine finanzielle und ideelle Beteiligung zugesagt. Mit welchen Kosten muss ich rechnen?
Zweitens: Challange: Du nimmst dir deine Fotos vor. Und du veröffentlichst einen Bildband. Problem: selbst wenn du ein best of machst landest du bei schätzungsweise 1000 Fotos. Das ist zuviel für einen Bildband.
Kannst du nicht erstmal einen bestimmten Zeitrahmen abstecken,zB. 2013 bis 2016?

Welche Fristen willst du bzw. brauchst du für die beiden Vorhaben?

Lass nächste Woche mal zum Essen verabreden, dann sprechen wir über Details.

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