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Jeetje!

Vijf weken ben ik al in Nederland en ik heb een klein beetje van de taal geleerd, meer is het wel niet. Nu blijven nog maar anderhalf weken met zes lessen en dan zouden we al klaar zijn, om conversatie met een moedertaalspreker te maken.

Dat zegt het leerboek: voer een gesprek, zonder dat de moedertaalspreker het grappig vindet of anders op jou reageerd. Dat kan ik helemaal niet! Ik denk ook niet dat ik dat in de vifj laatste colleges nog ga leren.

Nu dan, geen tijd om teleurgesteld te zijn! Dat enige wat ik nog kan doen, is meer zinnen af te maken. Zinnen, die ik al in een informele conversatie zou gebruiken. En ze vervolgens ook te spreken. En daarnaast zou ik eens kunnen weerkomen naar Nederland, om de rest te leren. Wat ik dan anders zou maken?

  • Ik zou dan vrijwilligerswerk doen. En daar zou ik oude mensen bezoeken en met hun praten, omdat ik oude mensen beter kan begrijpen.
  • Ik zou meer zinnen afmaken met hulp van de computer. Waarom heb ik dat nog nooit gedaan?
  • Meer televisie kijken. Dat is echt een heel goed instrument, om een taal te leren. Beter nog dan radio of podcasts, naar die ik veel heb geluisterd, of de krant, die ik veel heb gelezen. Mijn probleem was, dat ik het niet meer gewend war, „normale“ televisie te kijken. Ik heb een paar Nederlandse filmen gezien, maar televisie met lokale nieuws is het best. Ze hebben op de Rotterdamse locaal-TV zelfs een voetbal-stamtafel, die an degene van Ted Lasso herinnerd. En de ene gast lijkt zelfs op Roy Kent.
  • In een andere stad wonen. Den Haag is mooi, Den Haag is knap. Ik hou van Scheveningen, de zee en de centrum. Maar de rest is een beetje saai. Als dat kan, zou ik in Rotterdam, Utrecht of Groningen een taalcursus maken.
  • Een Nederlandse vriend vinden of alleen maar een Tandem-partner. Zowat ligt niet alleen in mijn macht. Maar het is belangrijker dan ik gedacht hadde en ik zou het enigszins verzoeken. Niets helpt meer dan conversatie te maken!

Ik heb veel gewerkt en het is nog steeds niet voldoende! Het is vermoeiend, om een taal te leren. Zelfs als deze taal zeer an jouw eigen taal herinnert en enorm veel overeenstemmingen had. Dat had ik zo niet verwacht. Hoe ben ik ooit vloeiend in het Engels geworden om niet te spreken van Duits! Het is leuk om hier te zijn, maar een taal te leren – jeetje!

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Puh!

Eigentlich immer schön, wenn es ein paar Herausforderungen im Leben gibt. Die letzten Tage haben mich aber echt geschlaucht und ich bin gestern und heute kaum wach geworden. Noch dazu habe ich mir den Nacken verzogen. Das kann zum einen daran liegen, dass es nun wirklich auch hier langsam Herbst und damit kalt wird. Zum anderen aber sicher auch daran, dass das hier mittlerweile ganz schön viel Programm ist.

Man will ja auch was mitnehmen von all dem… Dreimal die Woche habe ich 2 Stunden Sprachkurs, manchmal auch 2,5h. Klingt erstmal nicht so viel. Ist aber schon deswegen anstrengend, weil wir nur noch zwei Kursteilnehmer sind, ich also bei jeder zweiten Frage auch dran komme. Dann geht es darum, das Gelernte nachzubereiten, Vokabeln zu lernen, den Wortschatz durch Lesen zu aktivieren. Pro Lerntag werden es etwa 50 Vokabeln mehr auf meiner Liste. Und weil unsere Lehrerin offenbar auch will, dass was hängen bleibt, gibt sie uns massig Hausaufgaben auf. Heute Abend saß ich drei Stunden an allem. Meinen Job mache ich natürlich trotzdem Vollzeit weiter. Und dann wollte ich ja auch noch täglich De Volkskrant lesen…

Und wenn dann noch einige Kleinigkeiten nicht funktionieren, wird es wirklich was viel.

Eine Kleinigkeit wie, dass ich an meinem Auto das Rücklicht reparieren, sprich: die Birne austauschen musste, das Auto aber aufgrund der kranken Parkplatzsituation hier 2 km von meinem Apartment entfernt steht. Dass ich hier erst keinen Schrauberdreher hatte, um die Mutter des Rücklichts zu lösen und alle Albert Heijns und Kruidvats der Gegend keinen anbieten. Und als ich dann endlich einen DIY-Markt gefunden, dort einen gekauft habe und damit wieder die 2 km zum Auto bin, hat der nicht gepasst. 🙄 Das Gewinde war völlig ausgeleiert. Ich also wieder die 2km zurück. Heute wollte ich wieder in den DIY-Markt gehen, um den Dreher auszutauschen. Da hat der Laden doch ausgerechnet mittwochs zu. 🙄🙄

Und dann hat es auch noch geregnet, ich hab ewig keinen Sport mehr gemacht und mein Nacken tut ja auch noch weh. 😩

Konstruktiver Journalismus, Jürgen, keine Rumheulerei hier!

Okay okay, also irgendwie habe ich mich dann doch noch aus dem Schlamassel befreit:

  • Erstmal bin ich lekker in den TigerShark Coffee, um Luft zu holen, einen Kaffee zu trinken und De Volkskrant zu lesen (die Niederlande bekommen auch eine neue Regierung!).
  • Dann habe ich meine AirBnB-Gastgeber angeschrieben, ob die mir nicht vielleicht sogar einen Schraubenschlüssel ausleihen könnten. Konnten sie! Hätte man auch früher mal drauf kommen…
  • Ich habe zusätzlich alles in meinen Rucksack gepackt, was irgendwie einen breiten Schlitzschraubendreher ersetzen könnte. Dosenöffner, Kuchengabel, Brötchenmesser…
  • Damit bewaffnet, habe ich eine Regenpause abgewartet und bin sehr schnellen Schrittes zum Auto gewandert, um wenigstens so ein bisschen was wie Sport zu machen.
  • Und siehe: Schon der Schraubendreher meiner Gastgeber passte auf Anhieb. Nach 10 Minuten brannte wieder Licht.
  • Zurück auch noch einmal schnellen Schrittes.

Mal gucken, ob ich den anderen Schraubendreher morgen noch gegen Geld omruilen kann. Mittlerweile hat sich sogar Swapfiets gemeldet und will mir am Montag endlich ein Fahrrad vorbei schicken. Dann hätte ich wenigstens noch 1 Monat damit. Und wenn der Nacken wieder gut ist, schaffe ich’s vielleicht doch noch mal zu diesem ominösen Tischtennisklub hier vor Ort. Oder ich gehe am Wochenende einfach mal ne Runde laufen, was soll’s. Fitnessstudio? Puh…

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Life is much more simple when you’re young

15:

Findet die mich cool, finde ich die süß?
Herr Hospach hat uns echt viel aufgegeben.
Wenn ich groß bin, werde ich Schriftsteller!

45:

Ganz schön teuer geworden, so Wohnungen!
Wie mag das wohl erst in 20 Jahren aussehen?
Und wie soll ich das dann alles bezahlen?
Falls der Klimawandel dann nicht eh alles ruiniert hat.
Verdammt, die Grünen!
Ob sich die Klimakrise noch aufhalten lässt?
Und wie kriegen wir das hin, ohne dass wir Wohlstand aufgeben?
Weiß gar nicht, wo ich die ganze Arbeit unterbringen soll.
Muss ja nebenher noch neue Konzepte entwerfen.
Und Sport nicht vergessen, sonst werde ich gar nicht erst so alt.
Familie gründen wird wohl nichts mehr.
Wüsste aber auch eh nicht, wie ich das alles bezahlen sollte.
Verdammt! Die Autoversicherung ist wieder teurer geworden.
Und die Heizkosten erst.
Ich war doch gerade erst 35?!
Bleibt gar nicht mal mehr so viel Zeit, bis das Leben schon wieder vorbei ist.
Kann ich wenigstens noch 2 der Träume realisieren, die ich mal hatte?
Muss schon wieder zum Zahnarzt wegen so nem Mist.
Mann, bin ich aus der Puste!
War ich gestern wirklich nur ne Runde laufen? Komme mir vor, als wäre ich überfahren worden.
Schriftsteller werd ich wohl nicht mehr, ich wüsste gar nicht wann ich das machen sollte.
Aber immerhin mach ich sowas Ähnliches.

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Urlaubsspirit in den Alltag rüberholen (oder auch nicht, a sad story)

Ich kam einen Tag früher als geplant aus dem Urlaub wieder und hatte also noch den Sonntag übrig. Und eigentlich hatte ich gar keine Lust, wieder im Alltag anzukommen. Langweiliges Bonn… Ich wollte den Urlaubsspirit mitnehmen:

  • Direkt 1 Monat Aufenthalt in Amsterdam buchen für einen Sprachkurs und um die Startup-Szene dort zu erkunden
  • Vielleicht gleich ein neues Blog dazu starten, Gründer in Cafés zu Audio-Interviews treffen? Das alles auf Englisch? Warum nicht!
  • 1 Monat in Düsseldorf buchen, nur um die Stadt zu erkunden
  • 2-3 Monate in Singapur buchen, um das Zusammenleben mit Kristine zu testen. Das Land lässt (nur!) Deutsche wieder rein. How cool is that!
  • Planen, mir schnellstmöglich eine neue Brille zu kaufen
  • Für die Arbeit 1 Woche lang testen, nur mit dem Smartphone zu arbeiten (verrückte Urlaubsidee)
  • Bargeldlos first. Künftig immer erst fragen, ob ich mit Karte bezahlen kann. Bisschen Modernität in dieses Land bringen.
  • So schnell wie möglich nach Poppelsdorf und dort beim frittierenden Holländer Frikandel Spezial mit Patat und einer Portie Bitterballen bestellen.

Und es ging auch direkt gut los. Ich fand online ein bezahlbares, kleines Zimmer in Amsterdam, ein superhübsches WG-Zimmer zur Zwischenmiete in Düsseldorf, zusammen bewohnbar mit zwei Dudes. Und in Amsterdam noch einen Notnagel für verhältnismäßig wenig Geld auf AirBnB. Ich schrieb die beiden WGs direkt an.

Sie antworteten nicht. Wohnungen in Singapur schienen plötzlich exorbitant teuer, der Markt schien einfach noch nicht angesprungen zu sein. Und als ich heute noch einmal für Amsterdam schaute, war der günstige Notnagel schon weg. Plötzlich gab es nur noch Wohnungen auf AirBnB für mindestens 3.000 Euro. Gerne auch 8.000 oder noch mehr… Okay, dann Utrecht? Rotterdam? Genauso teuer. Nach Brillen schaute ich mich heute in der Bonner Innenstadt um, aber fand nichts, was mich auf Anhieb umgehauen hätte. Ohnehin müsste ich vorher einen Sehtest machen. Nächster freier Termin: am Mittwoch. Der nahende September füllte sich gleich mit fünf weiteren Terminen – in Bonn. Lohnte sich dann ein Monat in Düsseldorf überhaupt noch? Oder sollte ich nur Düsseldorf machen und dafür die Niederlande skippen? Aber was würde dann aus dem Sprachkurs – und der neuen Blog-Idee?

Und so sitze ich schon am ersten Arbeitstag nach meinem Urlaub ernüchtert danieder. Den Urlaubsspirit, die Leichtigkeit, das Grenzenlose mit in den Alltag zu nehmen, ist so ziemlich fehlgeschlagen. 🙁

Bis auf das 1-Woche-ohne-Laptop-Experiment. Damit habe ich trotz einiger Bauchschmerzen darüber, wie das eigentlich gehen soll, direkt angefangen (und es klappt bisher erstaunlich gut). Und bis auf das bargeldlose Zahlen. Als mich der Kellner im Restaurant (auch noch ein wenig Urlaubsspirit) fragte, ob mit Karte oder bar, sagte ich nicht mehr relfexartig „bar“, sondern antwortete nach kurzem Zögern mit „Karte“.

Am Abend fand ich dann doch noch ein paar halbwegs bezahlbare und sehr schöne AirBnBs in Singapur für Dezember und Januar. Eine Seite, die ich bis dahin noch nicht entdeckt hatte, bot ein gut aussehendes Zimmer in Amsterdam für immerhin unter 1.000 Euro an. Vielleicht sollte ich sowieso erstmal in Ruhe schauen, wo es Sprachkurse gibt, wann sie anfangen, wie das da mit Corona aussieht und auf welchem Level ich überhaupt bin. Und Düsseldorf? Vielleicht reichen da ja auch erstmal zwei Wochen.

Entscheide ich mich am Mittwoch nach dem Sehtest für eine hübsche Brille, wäre das eigentlich noch früh genug. Und als Belohnung gibt es anschließend in Poppelsdorf Frikandel Spezial. (Wer kommt mit?!)

Vielleicht muss man es einfach nur mal wieder etwas ruhiger angehen lassen… Dann klappt’s auch mit dem Spirit.

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Corona als Ausrede

Am Mittwoch spielen Bukahara open air in Bonn. Und zwei Freunde haben mich unabhängig voneinander gefragt, ob ich dahin mitkommen mag.

Ich habe nein gesagt. * / ** / *****

Die Band habe ich diesen Frühling rauf und runter gehört (was lustigerweise keiner der beiden Freunde wissen konnte) und eigentlich wäre ich sehr gerne mal wieder auf ein Konzert gegangen. Gab es ja auch immerhin schon über 2 Jahre nicht.

Und die Zahl bringt mich ein wenig zum Nachdenken. Denn, klar, anderthalb Jahre lang war das jetzt mehr oder weniger nicht möglich, auf ein Konzert zu gehen. Aber auch vor Corona kann ich mich nicht daran erinnern, wann ich zuletzt auf einem gewesen wäre. In der „lachenden Kölnarena“ war ich noch im Februar 2020, falls man das Konzert nennen kann. Aber auch dazu habe ich mich überreden lassen.

Oder anders gesagt: Großer Konzertgänger war ich noch nie. Und so langsam, wo ganz langsam und wahrscheinlich auch erst einmal nur vorübergehend wieder so etwas wie Normalität einkehrt, muss ich mir und müsst auch ihr euch die Frage stellen: Was habe ich nur wegen Corona nicht gemacht? Und wofür war Corona in den letzten anderthalb Jahren eine willkommene Ausrede?

Zum Beispiel habe ich mir in den letzten Monaten ausgemalt, wie ich die halbe Welt bereisen würde, mal einen Monat von hier, mal einen Monat von da aus arbeiten würde. Wenn der Corona-Mist doch bloß endlich vorbei wäre!

Die Chance dazu hätte ich schon seit Jahren gehabt, und ich habe sie seltenst genutzt. Das Maximum bisher waren 3 Wochen Singapur, von der 1 Woche Urlaub war. ***/**** Und jetzt, wo die Möglichkeit wieder zum Greifen nahe ist, merke ich, dass ich vor der Idee ganz schön Respekt habe. Einen Monat lang nicht meinem mittlerweile doch ganz schön durchstrukturierten Alltag nachgehen können, ein völlig ungewohntes Umfeld betreten, meine gemütliche Komfortzone verlassen… gruselige Vorstellung.

Am gruseligsten aber ist die Vorstellung, dass da irgendwann plötzlich keine Pandemie mehr ist, auf die man alles schieben kann…

Zeit, sich ein paar Ausreden zu überlegen. 🙂

* Abgesagt habe ich, weil ich erst am Donnerstag meine zweite Impfung bekomme.

** Da wäre ich ja bekloppt, wenn ich jetzt auf den allerletzten Metern noch Corona riskierte.

*** Und im Nachhinein war das eigentlich eine verdammt coole Zeit, auch wenn ich mich teilweise ganz schön einsam gefühlt, dann aber gerade deswegen Dinge unternommen habe, um Menschen kennenzulernen und dann jemand sehr Nettes kennengelernt habe.

**** Und das würde jetzt alles noch etwas anders, besser laufen.

***** Am Ende habe ich dann doch noch zugesagt. Ich habe das Corona-Konzept des Veranstalters gesehen und halte es für gut. Wird schon nichts passieren. Hoffe ich.

Es ist so weit! Targeted Advertising stuft mich als „mit Niederländisch-Kenntnissen“ ein. 😃

Was hieß nochmal „klus“? 🤔

Mein Gott, die Arme!

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Ich komme mit Introvertierten nicht gut klar

Ich befasse mich derzeit wieder verstärkt mit dem Thema extrovertiert/introvertiert. Darüber, dass ich selbst das Paradebeispiel eines Introvertierten bin, schrieb ich bereits. Bei der Gelegenheit habe ich noch einmal nachgedacht, wer von den Menschen, die ich kenne oder die mir mal über den Weg gelaufen sind, wohl auch ähnlich gestrickt sein könnten. Und jetzt kommt der „Witz“: Ich selbst bin eigentlich auch gar nicht sooo heiß auf andere Introvertierte – zumindest wenn man es auf ihre/unsere eher schlechteren Eigenschaften herunterbricht. Gehen wir das mal durch. Besonders introvertierte Menschen…

  • Integrieren sich nicht [weil sie gelernt haben, dass sich Anpassen nur noch unglücklicher macht]
  • Wirken oft mies gelaunt [weil sie schnell überfordert sind]
  • Gehen nicht gerne auf Partys oder generell aus [weil sie von großen Menschenmassen schnell überfordert sind]
  • Sagen eher selten, wie sie sich fühlen [weil sie erst Vertrauen zu einer anderen Person aufbauen müssen]
  • Erzählen allgemein eher wenig von sich aus [weil sie sich und das, was sie erleben, oft gar nicht für sooo wichtig halten oder sie gelernt haben, daran gar nicht interessiert sind]
  • Müssen meist erst angesprochen werden [neue Kontakte aufzubauen, fällt ihnen schwer]
  • Man weiß nie, woran man bei ihnen ist [sie neigen zu weniger Körpersprache und reagieren aus Überforderung heraus manchmal einsilbig]
  • Sie reden nicht viel in Meetings [weil sie über Dinge lieber ein wenig nachdenken statt sie sofort rauszuposaunen, sie nicht selten von besonders Extrovertierten untergebuttert werden und sie Meetings oder gar Brainstormings generell nicht sonderlich mögen].
  • Sie kosten Energie, denn der Gesprächspartner/ die Gesprächspartnerin muss sich um sie bemühen [da ihnen Zuhören leichter fällt als Reden].
  • Von daher benötigen sie auch sehr viel Verständnis.
  • Sie lassen sich lieber einladen als dass sie selbst jemanden einladen [das Zuhause ist der sichere Rückzugsort, da kommen nur Leute rein, die als „safe“ deklariert wurden und Verständnis dafür haben, wenn man sie irgendwann wieder wegschickt].
  • Sie ziehen sich manchmal einfach zurück, ohne dass man genau wüsste warum [um ihre Batterien wieder aufzuladen, meist hat sie irgendwas oder irgendwer überfordert]
  • Oft sieht man sie tagelang nicht [weil sie der Job, Beziehungen oder sonst etwas überfordern und sie dann jetzt nicht auch noch andere Leute treffen können, die wieder Energie kosten]
  • Sie sagen oft aus fadenscheinigen Gründen ab [s.o. weil ihre Batterien einfach leer sind und sie jetzt nicht auch noch Menschenmassen um sich herum haben können].

Das alles beschreibt den „Extremfall“ eines/r Introvertierten. Wenn ihr so wollt, habe ich hier auch gerade meine eigenen schlechten Eigenschaften aufgelistet. Nicht jede/r Intovertierte ist derart veranlagt, und es gibt viele Misch- und Zwischenformen zwischen Intro- und Extraversion. Und ich kenne auch mindestens einen Introvertierten, der reden kann wie ein Wasserfall (allerdings ohne dabei anderen auf die Nerven zu gehen, darauf gibt er Acht).

Aber schaue ich mir die Liste der negativen Eigenschaften an, denke ich mir: Puh! Wenn da jetzt so jemand um die Ecke käme, hätte ich eigentlich auch gar nicht so viel Bock darauf, mich mit dem lange zu befassen. Was hätte ich denn davon?

Und das ist eben auch das Dilemma von Introvertierten. Sie wissen um ihre schlechten Eigenschaften, wissen auch, dass das alles für Andere gar nicht mal so spannend ist, können aber nicht raus aus ihrer Haut und Sozialkontakte brauchen sie halt eben doch.

Die meisten meiner Freunde und Bekannten würde ich als „so mittig“ beschreiben. Sie sind anderen Menschen eher zugewandt, sie haben da auch offensichtlich mehr Spaß dran (sonst würden sie mich nicht treffen wollen), sie können meist besser reden als ich (was mir lieb ist, dann muss ich nicht so viel erzählen), sie können aber auch zuhören. Das ist mir besonders wichtig. Wer das nicht kann, den werde ich niemals zu Hause einladen.

Neulich hatte ich mal beruflich mit einem extrem Extrovertierten zu tun und, nun ja, es kam, wie es kommen musste. Wir haben uns eine Weile zur Zusammenarbeit zusammengerauft, aber dann knallte es irgendwann. Trotzdem mochte ich ihn irgendwo. Er war ne echte Type. Hätte ich mit einem Introvertierten zusammenarbeiten müssen – würden wir das wahrscheinlich noch heute. Aber es wäre wahrscheinlich weniger interessant geworden.

Ich finde das alles faszinierend.

Und in der nächsten Woche reden wir mal über die guten Eigenschaften von Introvertierten. Die gibt es nämlich auch.

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Mach doch, was du willst

Ich gehe ja selbst selten mal vor 0100 Uhr nachts schlafen, mein Biorhythmus ist halt ein anderer. Gestern war ich eh mit allem ein bisschen später dran (Arbeit, Essen…). Also ging’s wieder gegen 0100 in die Kiste.

Um die Zeit noch auf dem Frankbadplatz vor meiner Tür:

  • Leute (sie klangen was jünger) am Basketball spielen
  • während andere sie laut anfeuern
  • sich im Minutentakt gegenseitig laut Dinge zurufen, über den ganzen Platz hinweg
  • mit lauter Technomusik nebenan.
  • klirrenden Flaschen

Schlafen also wieder nur mit Ohropax.

Und das war noch einer der ruhigeren Abende der letzten Zeit.

Ich habe mir fest vorgenommen, nie einer dieser Spießertypen zu werden, die nachts das Ordnungsamt rufen, weil es zu laut ist. Aber den ganzen Sommer lang jetzt jeden Abend keinen Schlaf zu kriegen, weil irgendwelche Leute sich einen Scheißdreck um andere scheren? Auch keine schöne Vorstellung. Da muss ich echt noch mal überlegen…

Ich finde aber eine andere Erkenntnis viel interessanter: Denen passiert nichts. Da kommt keiner und sorgt für Ruhe, und wenn doch, dann sagen sie brav sorry und gehen nach Hause.

Ich selbst bin und war da anders. Vielleicht waren das auch andere Zeiten damals™. Ich habe mich von Haus aus immer ruhig und rücksichtsvoll verhalten, um niemandem auf die Nerven zu gehen, keinen Ärger zu verursachen und auch selbst keinen Ärger zu bekommen. Schlimmste Vorstellung: Die Bullen könnten kommen. Mit anderen Worten: Bloß nicht auffallen.

Ist auch noch gar nicht lange her, dass die Bonner Altstadt nach 2200 Uhr einem Friedhof glich. Da haben nämlich irgendwelche Nachbarn die Cops gerufen und den Frust bekloppterweise an Kneipenwirten ausgelassen. Neulich sprach ich noch mit dem Besitzer vom Nyx hier gegenüber und er erwähnte wie automatisch, dass er immer für Ruhe sorgen würde und der Lärm von woanders käme. Als ob ich das nicht längst wüsste.

Der Punkt ist aber der: Du kriegst immer erstmal einen Warnschuss. Und wenn ich mit ansehe, was sich manche Typen auf dem Frankenbadplatz so alles leisten, dann sehe ich: auch noch einige Warnschüsse mehr als einen. Die Bullen kommen zum deeskalieren. Du musst dir schon einiges ihnen gegenüber erlauben, bevor sie deine Personalien aufnehmen geschweige denn: dich mitnehmen.

Ich bin zu brav, ich war all die Jahre zu brav. Ich werde jetzt nicht hingehen und jeden Abend grölend und marodierend durch die Altstadt ziehen (so wie der „Digger“, der das gestern den ganzen Tag lang gemacht hat). Aber wenn ich das nächste Mal mit netten Leuten um die Häuser ziehe, die Nacht zum Tage mache (okay, kommt in meinem Alter nicht mehr oft vor) und eine gute Zeit habe: dann, wisst ihr was? Dann scheiß ich auch drauf. Dann werde ich so laut sein, wie ich will.

Und nach netten Wohnungen in etwas ruhigeren Gegenden oder zumindest mit Schlafzimmer Richtung Garten werde ich mich trotzdem mal umschauen.

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What goes around…

Update: Noch ein paar mehr schöne Fotos unten

Manchmal vermisse ich ein Medium, bei dem ich noch richtig vom Leder ziehen kann. Denn Gründe gäbe es genug. Wie damals, als Vodafone mir 235 Euro für einen uralten Festplattenrecorder abgeknöpft hat und ich nichts dagegen machen konnte. Interessiert halt keinen, in diesem Land gilt: alle Macht den Großkonzernen. Oh, wait…

Oder wie damals, als Vodafone aus einem glücklichen Kunden einen höchstverärgerten Kunden machte, als aus 25 Euro im Monat für 150 Mbit/s einfach so 35 wurden, weil ich dumm genug war anzunehmen, der Preis gelte für immer. Der Lohn für treue Kunden ist also, dass für sie die Preise steigen. Aber dieses Wir-lassen-dich-nach-Vertragsablauf-einfach-mehr-zahlen-Prinzip ist eben auch hier Gang und Gäbe, weil sich keiner aufregt. Oh, wait…

Mal abgesehen davon, dass ich von Vodafone aus verschiedenen, damit natürlich nicht zusammenhängenden Gründen abraten muss, kann ich euch nur raten, aus meinen Fehlern zu lernen – falls ihr das noch nicht habt:

  • Setzt euch noch am Tag des Tarifkaufs, in der Minute, in der ihr das Vertragwerg weglegt, eine Erinnerung in eurem Kalender, die 3 Monate und ein paar Tage vor dem offiziellen Vertragsende liegt und „Kündigen!!!“ lautet. Kündigt spätestens dann.
  • Kündigt auch dann, wenn ihr mit dem Preis zufrieden seid. Nur dann seid ihr für den Anbieter interessant und könnt den Vertrag zu gleichen oder sogar besseren Konditionen weiterlaufen lassen.
  • Kündigt, was das Zeug hält. Kündigt, kündigt, kündigt! Stromanbieter, KFZ-Versicherung, Festnetz, Mobilfunk, das Disney+-Abo oder die Blinkist-App, wenn ihr sie nicht mehr braucht oder lange Zeit nicht nutzt. Kündigt, kündigt, kündigt!
  • Nur nicht eure Arbeitsstelle, vielleicht. Obwohl… Wenn ihr unter den Fachkräftemangel fallt und schon lange keine Gehaltserhöhung mehr bekommen habt… Manchmal kann man Kündigungen ja auch noch zurücknehmen.

Na jedenfalls: Good riddance, Vodafone! Ich habe eigentlich noch nie einen Anbieter für irgendwas gehabt, der alles, aber auch alles dafür getan hat, mir auf irgendwelchen verschwurbelten, undurchsichtigen, versteckten, respektlosen aber juristisch kaum angreifbaren Wegen zu den beworbenen noch ein paar (oder ein paar ganz viele) Euros extra abzuknöpfen. Bin weg und komme so schnell nicht wieder. What goes around, comes around.

Daily Sort-out, 2017, Panasonic Lumix GH6. Tromsø, Norwegen. Bestimmt die schönste Stadt nördlich des Polarkreises (sorry, Murmansk):

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Munter werden

Ihr seht mich hier mit einer gewissen Bräsigkeit tippen. Zum einen ist da die Sache mit den Leuten da draußen. Zum anderen allerdings ist bei mir derzeit ganz schön viel zu tun. Sein Leben geregelt kriegen (mit allen Finanzen und so weiter) ist ein Fulltimejob. Und ich arbeite ja sogar noch „ganz nebenbei“.

Und dann liest man sowas hier wie die vorsichtige Frage, ob Masken draußen überhaupt noch Sinn ergeben. Ja, tun sie, aber nicht wegen Corona, sondern weil die Leute es nicht kapieren würden. Lasst es mich deswegen noch einmal in aller Deutlichkeit sagen (auch wenn ihr vermutlich die falschen Adressaten seid, denn bei euch habe ich noch das bisschen Resthoffnung, dass ihr das längst wisst):

CORONA IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM.

Draußen könnt ihr euch praktisch nur anstecken, wenn der Bereich keine Abluft hat, ihr euch sehr lange mit vielen ansteckenden Personen auf einem Fleck aufhaltet (auf der vollbesetzten Südtribüne etwa) oder ihr wahllos Infizierte küsst (soll’s ja geben). Gut, beim Gemeinsamen Sporttreiben, solltet ihr was Abstand halten. Sonst…

Was wir eigentlich tun müssten, ist gut durchlüften, große Menschenansammlungen drinnen meiden und die Zeit deutlich beschränken, in denen es sich nicht vermeiden lässt. Beim Einkaufen zum Beispiel, denn:

CORONA IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM. MIT CORONA KÖNNT IHR EUCH PRAKTISCH NUR DRINNEN ANSTECKEN, NUR DRINNEN ANSTECKEN, NUR DRINNEN ANSTECKEN.

Was wir also eigentlich tun müssten: Alles, was drinnen stattfindet, möglichst verlegen, minimieren, entzerren, ausfallen lassen. Schulen und Kitas? Eigentlich ja. Großraumbüros? Sowieso. Reise- und Pendlerverkehr in Bussen und Bahnen? Jepp. Sind Superspreaderevents, will nur keiner hören, wollte noch nie einer hören. Fitnessstudios? Bei Gott, ja! Singen oder Sportarten in der Halle? Jepp. Habe ich dir schon vor über einem halben Jahr gesagt, Westdeutscher Tischtennisverband. Nein, wolltest du nicht hören, Westdeutscher Tischtennisverband. Aber auch für dich noch einmal zu mitschreiben, mitsingen, auswendig lernen, nachmachen:

CORONA IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM. MIT CORONA KÖNNT IHR EUCH PRAKTISCH NUR DRINNEN ANSTECKEN, NUR DRINNEN ANSTECKEN, NUR DRINNEN ANSTECKEN.

Und weil mich das müde macht, das immer wieder zu betonen, was man sich eigentlich denken könnte, was Menschenleben retten würde, aber was in die Köpfe schlicht nicht rein will (Greta Thunberg muss SEHR müde sein) und weil das hier nicht Leidartikel.de ist, versuche ich mich, in diesen Zeiten nicht in den Alkohol zu flüchten, sondern munter zu werden. Zwei Maßnahmen dazu:

  1. Dinge sofort angehen und dabei overperformen.
  2. Bis Ende Mai jeden Tag Sport machen.

1 sind eigentlich nur Kleinigkeiten im Haushalt, aber das ist eine wirksame Methode. Der Müll muss rausgebracht werden, dann bring ihn auch sofort raus, aber leg vorher noch die schlecht gewordenen Sachen aus dem Kühlschrank dazu. Die Spülmaschine ist durchgelaufen? Räum sie sofort aus und spül dabei gleich noch schnell das Messer von Hand, das nicht in die Spülmaschine sollte. Bislang eine unglaublich aktivierende Methode.

2 ist dazu da, um mal wieder aus der Lethargie rauszukommen und langsam auch mal wieder was fitter zu werden. Weil ich gerade nicht in die Turnhalle darf und sollte, um Tischtennis zu spielen (s.o.), ins Fitnessstudio auch nicht kann und ins Schwimmbad nicht mal würde, wenn ich es könnte, bleiben mir gerade nicht viel mehr Möglichkeiten als Heimgymnastik und Radfahren im Wechsel. Hin und wieder könnte ich noch mal wandern gehen. Aber wenigstens das sollte ich nun regelmäßig tun.

Mehr heute nicht, ihr wisst, worum es geht:

CORONA IST EIN REINES… BLEIBT DRAUSSEN!

Das heutige Wegminimieren betraf schier endlose Papieransammlungen über Altersvorsorge. Was ein Wust. Kein Bild könnte so schön sein, um das wieder gut zu machen.

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Serien & Co.

Rainer, Boris und Nicky wollten, dass wir hier mal etwas über Serien zusammentragen. Okay. Also alles, was ich so in diesem Jahr ca. gesehen habe, auch Filme und Webserien mit kommentarloser Bewertung. Führt eure Auswahl bitte gerne in den Kommentaren hinzu (und schreibt auch gerne etwas mehr dazu als ich, der gerade wenig Lust dazu hat):

Queen’s Gambit: (5/5)
Ted Lasso: (4/5)
Headspace Guide to Meditation: (4/5)
Cobra Kai: (4/5)
Snowpiercer: Nach 2 Folgen abgebrochen (1/5)
Key & Peele: (4/5)
Crash Landing on You: nach 1 Folge abgebrochen (2.5/5)
Wanda Vision: (3/5)
The Falcon and the Winter Soldier: nach 3 Folgen (3/5)
The Kominski Method: nach 2 Folgen (2.5/5)
I care a lot: (4/5)
Thunder Force: (3/5)
Ozark: (4/5)
Unorthodox: (4/5)

Bei Dingen wie Papierkram kann es überhaupt nur helfen, das auf kleinstmögliche Teilaufgaben herunterzubrechen. Ich mag es trotzdem nicht und bin froh, wenn ich das ein für alle Mal hinter mir habe. Das wird noch eine harte Woche werden…

On a more positive note: Kirschblüte ohne (all zu viele) Touristen und Influencer ist eine Wohltat. Es ist nicht alles schlecht an Corona… 😬

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Demnächst weniger Fotos machen

Zum Üben gehört’s ja dazu, und auch Profis raten dazu, bloß nicht nur 1 Foto zu machen, sondern lieber mehrere Schüsse zu haben und ein Motiv völlig auszufotografieren. Aber was ist, wenn das Motiv gar nicht so klasse ist und ich mir sicher bin, ein gutes Bild gemacht zu haben? Meine bisherige Reise durch ca. 50.000 Fotos und 5 Jahre schlechter Fotografie verleiten mich zu folgenden Notes to my future Self:

  1. Das 1. Foto, das du gemacht hast, war rückblickend meist das beste.
  2. Zumindest dann, wenn du genug Zeit hattest, es in Ruhe aufzunehmen.
  3. Trau dich, weniger Fotos zu machen!
  4. Wenn du merkst, dass mit dem Motiv irgendwas nicht stimmt und es einfach nicht gut aussieht, dann drück gar nicht erst ab.
  5. Wenn du dich langweilst, weil du z.B. mal auf jemanden warten musst, lösche ein paar Fotos.

Aber vielleicht spricht da auch nur mein genervtes Ich. Hätte ich nicht so viele schlechte Fotos gemacht, hätte ich jetzt auch keinen Lerneffekt.

Es bleiben dennoch noch ca. 35.000 Fotos + die, die noch auf meinem aktuellen Smartphone sind + das Verzeichnis der tausenden erinnerungswürdigen Bilder, die ich am Schluss noch einmal durchgehen will.

Seufz…

Anyway, weitere Bilder von 2016 mit dem OnePlus One:

Hamburg:

Gut dass der ganze Schwachfug dies Jahr größtenteils flach fällt…

Misc:

Die bauen tatsächlich schon 5 Jahre an dieser *?!$^ Brücke:

☝🏻

You don’t say…

Cochem, nach wie vor the place to be!

… das nächste Mal hopefully mit einer besseren Kamera to be…

… und einem Fotografen, der nicht seinen Daumen… Naja…

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Müh

Weil mäh und brauch Wochenende und mag keine Bilder mehr sehen, aber muss, hab’s ja versprochen. Und kann auch gar nicht mehr so wirklich denken. Also hier, paar Bilder und bald hoffentlich mal wieder mehr Text, sinnvoller. Bilder vom iPhone X, Sommer 2019, various places.

Und was – um alles in der Welt – habe ich mir dabei gedacht, diesen grauen Kasten mit aufs Bild zu brennen? 🤨 Nur weil der so verdötscht guckt? 🤔

Habt’s ein schönes Wochenende!

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Ich kann keine Fotos mehr sehen

Aber es fehlen noch an die 70.000. Na toll. Immerhin tauchen hier langsam die ersten ohne Singapur-Bezug auf. Das ist doch mal eine Abwechslung. Auch wenn eins natürlich noch sein muss:

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Am Ende des Regenbogens steht kein Kessel voll Gold

Woher ich das weiß? Weil letztes Jahr ein Regenbogen direkt vor meiner Haustür geendet hat und ich natürlich runtergerannt bin. Will mir ja nicht nachsagen lassen, es nicht wenigstens versucht zu haben…

Und nee, da war nix. Außer den Mülltonnen und den komischen Gestalten, die immer da stehen:

The point is: Ja, ich sortiere hier den allerletzten Kram aus, ja es ist noch viel Arbeit, aber, ja, das Ende des Tunnels, obwohl noch in weiter Ferne, ist in Sicht.

Und ich fürchte, es wird dann nicht das ewige Glück warten. So einfach ist das nämlich auch wieder nicht. Ich könnte mir allenfalls vorstellen, dass das mit der inneren Ruhe dann endlich mal da ist und ich vielleicht sogar schlank bin, weil Geist und Körper keinen Bock mehr auf den Ballast haben.

Und, ja, wenn das alles fertig ist, dann bin ich vielleicht endlich einmal gesettled. Das Leben in Ordnung gebracht, so dass ich selbst für alles Verantwortung übernehme, was ich tue, vielleicht auch endlich mal etwas Mut an den Tag lege und aus meiner Komfortzone herauskrieche (hence the blog’s name). Aber ich werde wohl auch der Kindskopf mit Hang zur Melancholie bleiben (wie auch immer das zusammenpasst). Weil ich nun einmal so bin. Vieles kann man ändern, alles nicht…

Doch genug der traurigen Worte. Noch ist das Ende ja nicht erreicht… Bis dahin ist noch ein weeeiiiter Weg voller auszusortierender Fotos (als nur eins von vielen Dingen, die noch zu erledigen sind). Beispiele mit der Fuji X-T3 (Testgerät anno 2019) s.u. Und, okay, ja, die macht schon tolle Bilder.

Hat sich von euch schon jemand von allem Ballast befreit? Wenn ja, wie war das so?

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Das Motiv ist König

Weil ich es eh nicht so mit Menschen habe (jetzt ist es raus), fotografiere ich lieber Gegenstände, Kunstwerke und, nun ja, heimlich Passanten, teilweise als Deko. Deswegen ist mir die Art der Kamera eigentlich egal, das Motiv ist König. Könntet ihr mit geschultem Auge überhaupt sehen, welche Art von Kamera ich unten benutzt habe? Und wenn ja, wieso?

Köln ist auf jeden Fall immer eine Reise wert, um schräge Motive einzufangen. Sogar von Menschen, wenn es sein muss. 😉 (Die Aufnahmen entstanden im März 2019.)

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Sars-CoV2 B 1.1.7

  • Stable release
  • Minor bug fixes
  • Slight performance improvements
  • 70% higher contagion rate (goes „viral“)
  • Does alterizations to now 17 amino acids, 8 among the spike protein
  • Mutation can increase R-value up to around 0.4
  • Fixed: An issue causing dark mode systems to drain battery
  • Fixed: An issue causing cardiovascular systems to crash
  • Creates even more hysteria
  • Lethality decrease

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155: Service

Meine Internetrechnung war heute ein klein bisschen höher als sonst…

Sonst sind es immer 21,44 Euro. Aber klar, kann ja mal… Nein, kann nicht. Woher kommt der kleine Aufschlag?

Ja, ich erinnere mich. Da kam vor ein paar Wochen mal aus dem Nichts die Aufforderung, selbiges zurückschicken. Problem dabei war, dass ich so etwas nie bekommen habe. Hab das also für einen Fehler gehalten und ignoriert. Zahlen soll ich jetzt trotzdem.

Derweil sind zwei Amazon-Lieferungen nicht gekommen. Mütze, Schnürsenkel, Fahrradhose. Alles nicht die Welt. (Wobei, wenn jetzt der Lockdown kommt?!) Hier konnte ich mich einloggen und mit dem Kundendienst chatten. Erst einem Bot, dann einem Menschen, der im Baukasten voller Höflichkeitsfloskeln kramt:

Schwaat nit! Jib her dat Zeusch!

Aber machen könne er da letztendlich auch nichts, außer mir eine Gutschrift für die Produkte anzubieten, was ich dann auch der Einfachheit halber akzeptiere. Netter Mensch, einfacher Kontakt, keine lange Wartezeit. So geht guter Kundenservice.

Was mich bei sowas dennoch ärgert, ist, dass ich mich um die Fehler der Anderen erst einmal kümmern muss. Im Falle von Amazon war es einfach. Bei Vodafone gehe ich jetzt schon davon aus, dass sich das Wochen hinziehen wird. Ich habe eine Mail an den Kundenservice geschickt. Den wird frühestens nächste Woche jemand bearbeiten. Ich werde mich hier erklären müssen und eine Gutschrift wird es frühestens im kommenden Jahr geben. Nervt.

Und dann haben sie noch die Chuzpe, mir diese Mail hinterherzuschicken:

Na, wenn so die Zukunft aussieht…

Classic. 😂

Daar zijn we daarbij:

Seriously?! 🙈

Vielleicht muss man auch in der entsprechenden Stimmung sein, um das richtig zu beantworten. Erinnert mich irgendwie an das Jodeldiplom von Loriot.

Herrje!

Aber okay, Andor könnte was sein:

Bild des Tages, Kronkorenblume:

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149: Mach neu

Tage wie heute brauchen auch schonmal einen zweifachen Neustart. Sich am Morgen gleich über was zu ärgern, ist schon nicht gut. Erster Neustart dann am Nachmittag durch 1h Radfahren. Hat nicht geholfen. Zweiter Neustart am frühen Abend nach 1h Vollbad. Lief dann besser und wurde am Ende wenigstens noch ein schöner Abend.

Man neigt dazu, nach einem miesen Tag nichts und niemanden mehr sehen zu wollen und für das Schöne nicht mehr offen zu sein. Ich bin ganz froh, das heute einmal anders gehandhabt zu haben.

Die Idee mit einer LED in Tageslichtweiß als Lichtquelle hat nur so semi funktioniert. Zu dunkel insgesamt. Schafft tagsüber gerade mal eine Blendenstufe und reicht abends nicht als alleinige Lichtquelle aus. Die Automatik der Canon EOS M6 schaltete sich hier allen ernstes auf ISO 10000:

Gut, dafür ist das Bild noch überraschend wenig verrauscht. Und immerhin: Die Farbe ist in Ordnung. Das Gelb rechts kommt von meiner Wohnzimmerlampe, die ich auch noch an hatte. Die könnte ich auch noch austauschen.

Aber mehr Licht muss trotzdem her und am liebsten immer noch eine neue Kamera.

Nur welche?

Nützt ja nichts. Aber wird nicht vergehen und könnte schlechter aussehen, oder?

Hab tatsächlich sonst nur 1 Bild geschossen heute. Nä, kann dann kein guter Tag gewesen sein. 😉

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147: The Botanix

Autumn live: Dieser, äh, Baum wirft alle Blätter auf einmal ab. Ich verstehe offensichtlich nichts von Botanik (s.u.) aber ist das so normal?

Eine Stunde später waren dann auch wirklich keine Blätter mehr am Baum:

Und wo wir gerade bei dem Thema sind: der Megafail. Ganze 4 Wochen hat der Farn in meinem Bad überlebt. Ich war immer gut zu ihm, hab regelmäßig gegossen… Das ist die dritte Pflanze, die angeblich kaum Licht braucht, die in meinem Bad (kleines Fenster mit Nordseite) eingeht. Hat einer eine Idee warum?

Jetzt kommt da auf jeden Fall eine Ikea-Plastikpflanze hin. Ja, Umwelt, ja asi. Aber bin ich nicht auch eine Umweltsau, wenn ich jetzt noch die vierte Pflanze über den Jordan schicke?

Köln <3

Luftfilter im Test. Jetzt bin ich mal sehr gespannt auf die Luftqualität in meiner Wohnung in der City:

Jeden Abend sitzt da ein paar Stunden lang einer auf der Straße vor meinem Fenster im Auto und daddelt mit seinem Smartphone herum. Warum er das macht, weiß ich nicht, aber ich freue mich langsam, dass er da ist. Das sind die Konstanten, an die man sich in diesen Zeiten hält…

So wie YouTube gerade ist, so könnte es bleiben. Es ist das erste Social Network (wenn ihr so wollt), das genauso läuft, wie es mir Spaß macht. Ich habe etwa 20 Kanäle abonniert, ich bekomme Clips zu Fußballspielen, wirklich gute, unaufgeregte und dennoch nicht langweilige Technikreviews, habe ein paar YouTuber, die ich einfach gerne sehe, Inhalt fast egal, und nebenbei ist der YouTube-Algorithmus ziemlich gut darin, mir Videos aus meinen Interessensgebieten anzuzeigen, die mich interessieren. Und ja, hin und wieder lade ich auch selber was hoch, wenn eigentlich nur Demo-Videos. (Mal sehen, was sich da noch verbessern lässt.)

Kein Hass, keine Hektik, keine heliumgefüllten Selbstdarsteller, nichts, was einen anbrüllt. Ich bin gerne da.

Was mich auf den Gedanken bringt: Lohnt es sich vielleicht, auch anderen Social Networks noch einmal eine Chance zu geben? Ein kompletter Neustart auf Twitter etwa? Nur noch den Leuten folgen, die was Schönes zu sagen haben, nichts mehr dort wollen oder müssen, Hass und Dummheit der Leute ganz draußen lassen. Geht das überhaupt?

Ich bin noch nicht so weit, aber ich denke drüber nach.

Vielleicht reicht mir aber auch erst einmal YouTube.

Erstaunliche Erkenntnis: Ich werde auf meine alten Tage noch ein ganz anständiger Koch. Voilà: Mein allererster selbstgekochter Erbseneintopf:

War gar keine Hexerei. Ich hatte mir ein Rezept angeschaut, ansonsten aber improvisiert. Musste noch was Maggi dran, vielleicht hätte auch Majoran gut getan. Ansonsten fehlte geschmacklich nix. Kleines Schmankerl übrigens: Statt Knabanossi oder Wiener griff ich zu Sucuk. Und das passt erstaunlich gut. 😉

Mehr habe ich heute nicht, Bilder seht ihr oben. Wer einen grünen Daumen hat, möge ich bitte melden! 🙂

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131: Tobied

Heute dann die Phase der Serie, die noch schlimmer ist, als wenn die Spannung nicht mehr auszuhalten wäre: die 3. Staffel Handmaid’s Tale der Durchhänger. Es ist einfach gar nichts mehr passiert. Heute Abend sind wir genau da, wo wir schon gestern Abend waren. Was zählen die da bloß so lange?

Anscheinend kann es auch noch ein paar Tage dauern. Wegen vieler Briefwahl, exorbitant vieler Sendungen im Ausland lebender US-Bürger, wegen neuer Regeln, weil jeder Staat sein eigenes Süppchen kochen darf, wegen Conora, wegen überhaupt. Kann also tatsächlich noch bis Anfang nächster Woche dauern, bis die da alles ausgezählt haben. Das gibt’s doch nicht! Da kann ich den Donald, der gefordert hat, das Zählen einzustellen – ausnahmsweise mal – verstehen.

In Philadelphia kann man den Wahlhelfern übrigens live beim Zählen zugucken. Also falls ihr nachher nicht einschlafen könnt, damit geht’s:

Corona killt kriselnde Geschäfte schon nicht alleine. Eigentlich alle Kleinunternehmer, die in der Bonner City wegen Geschäftsaufgabe in diesen Tagen in der Zeitung stehen, sagen, es wäre schon lange nicht mehr gut gelaufen und hätte noch andere Gründe gegeben. Für das Bagel Brothers etwa eine exorbitant gestiegene Miete. Vermutlich wegen der Toplage, die die Besucherströme trotzdem nicht in den Laden gelenkt hat. Corona hat ihm dann aber den endgültigen Todesstoß versetzt.

Und beim Lesen des GA-Beitrags dazu wird einem schon ein bisschen wehmütig zu Mute. Der Laden war in Ordnung, ich war nicht oft, aber immer gerne da. Es war endlich mal was Anderes. Und der Betreiber hatte Herzblut. Good riddance, BB! 🙁

Ich wollte was vom Vodafone-Service. Mit der zweiten Sim-Karte für den mobilen LTE-Router, den sie mir zur Vertragsunterzeichnung geschenkt haben, kommt bestenfalls eine EDGE-Verbindung zustande. Auf der Service-Seite schreibt Vodafone, dass es Tage dauern könne, bis sie Mails beantworten. Ob ich nicht lieber den Service auf WhatsApp benutzen wolle? Och joa, warum nicht!

Nachdem ich grüße und detailliert meine Frage eingebe, schreibt mir zunächst TOBi zurück, der virtuelle Assistent. Stellt mir ein paar Fragen, tritt in den Dialog und versucht genauer, mein Problem herauszufinden. Nice!

So richtig passen seine Fragen nicht, aber TOBi will ja nur abklären, an wen er mich weiter verweisen muss. Ich beantworte alles ordnungsgemäß:

… und werde das Gefühl nicht los, wir drehen uns hier im Kreis…

Weiter kommen wird nicht. Immer wieder die Frage nach dem Datenvolumen und ob ich das Smartphone (obwohl es um den Router geht) schon wieder aus- und eingeschaltet habe.

Und, joa, mit einem echten Menschen komme ich später auch nicht mehr in Kontakt. Der Vodafone-WhatsApp-Service hat nur TOBi. Der ratsuchende Kunde wird einfach in der Endlosschleife geparkt. Nice! Und irgendwie passt das zum Tag…

Gestern Mond, heute Sonne:

Haltet’s durch und macht’s hoid irgenda Stimmung!

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126: Kranksein und Corona

Alle coolen Leute haben inzwischen mindestens 1 Risikobegegnung in ihrer Corona-App, nur ich nicht. Heute Abend wollte ich dann mein Smartphone mit dem Autoradio koppeln. Da fiel mir auf, dass Bluetooth gar nicht eingeschaltet war… Wie lange wohl schon nicht…? 😬

Alle paar Monate sucht mich eine komische Krankheit heim. Ärzte wissen meist wenig Rat und sagen nur, ich solle mein Immunsystem stärken. Meistens sind es sehr leichte Erkältungsbeschwerden (Kratzen im Hals, Schnupfen, bisschen Kopfweh, vor allem Schwäche), manchmal ist etwas mehr dabei: Husten, Halsweh, das ganze etwas schlimmer.

Meistens kommt es in Momenten, in denen ich zu viel will. Arbeiten, weiterbilden, eine Sprache lernen, trotzdem viel lesen, die Wohnung weiter entmüllen usw. usf. Sprich: Zu viel auf einmal.

Es ist mit ziemlicher Sicherheit kein Corona. Weil es eben so ist wie immer und weil ich in Bezug auf Corona vorsichtig war. Die Frage ist jetzt: Wie sicher muss ich da gehen? Und mit welchen Symptomen bin ich eigentlich dazu verpflichtet, zum Arzt zu gehen und mich gegebenenfalls testen zu lassen?

Luftreiniger gegen Corona? Ja, das geht, wenn ihr den richtigen kauft.

Sie war einst die Perle der Altstadt, sie strahlte Behaglichkeit und Wohlstand aus. Und sie wurde zum Härtetest für jede Smartphone-Kamera, die ich testete (als erstes bestanden vom Huawei P20 Pro): die Leuchtreklame über dem Eingang von Bierhaus Machold. Mittlerweile ist sie erloschen, nächste Woche wird wohl das Licht im ganzen Machold erlöschen (hoffentlich nur vorübergehend). Das Bild wird jetzt zu meinem Symbolbild für den wirtschaftlichen Niedergang durch Corona:

Noch ein Symbolbild. 😉

Chefkoch-Rezept des Tages. Heel lekker, de rijst!

Wie sollen die Leute das mit Corona auch ernst nehmen, wenn überhaupt noch keine Endzeitstimmung ist?!

Tja…

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123: Motivación

Die erste Woche mit Niederländisch vergingen wie im Flug. Ich habe Lektion nach Lektion runtergeschrubbt, ein gutes Anfangsgefühl für die Sprache entwickelt, viele interessante Wörter gelernt. Die zweite Woche lief es dann schon schleppender. Hatte plötzlich auch weniger Zeit für alles, die Lektionen schienen länger und länger zu werden und die ersten Schwächen von DuoLingo wurden offenbar. So fehlt etwa eine einfache Übersichtsseite für die gängigsten Konjunktionen. Für „weil“ etwa gibt es im Niederländischen verschiedene Ausdrücke, je nach Kontext, aber eine Erklärung dafür fehlt.

Mittlerweile bin ich in Woche 3 oder am 18. Tag am Stück, ich habe gestern den halben Tag gerlernt, um das 2. Kapitel abzuschließen – und inzwischen könnte ich ganz gut eine Pause gebrauchen. Wovon das Programm allerdings abrät. Besser wäre es, täglich etwas zu lernen. Außerdem kenne ich mich nur zu gut, ich würde es dann sehr schnell ganz drangeben. Dann lieber mal einen Tag nur eine halbe Stunde lernen.

Heute Morgen wollte ich zumindest leicht in das 3. Kapitel starten und das Programm legt die Latte höher und höher. Jede Lektion besteht nun aus 5×5, manchmal 5×6 Unterlektionen, die wiederum aus 10-15 Übungen bestehen. Langsam raucht mir der Kopf, ich mag nicht mehr und bin gleichermaßen etwas frustriert, dass ich nun schon fast drei Wochen dabei bin und immer noch aus dem Stehgreif keinen Satz sagen könnte (vielleicht mal abgesehen von „Na het ontbijt, eten de jongens nog vier boterhammen“ ohne zu wissen, ob das genau so stimmt) und ohne im Radio zu verstehen, wovon die Leute reden.

Nachts merke ich, wie mein Unterbewusstsein Schwerstarbeit leistet, um den Kram vom flüchtigen in den festen Speicher zu verschieben. Und zum ersten Mal stelle ich mir die Frage, die ich für den Anfang bewusst ausgeblendet habe, um einen guten Anfang zu finden: „Wozu mache ich das eigentlich?“ Kurz: Der Fly-or-Die-Moment ist da.

Hier schadet ein bisschen Motivation nicht. Heißt: Eine Antwort darauf finden, warum ich Niederländisch eigentlich überhaupt lernen wollte und welches Level mir hier reicht. Denn so ganz ohne Motivation kämpft es sich nicht gut. Versuchen wir das doch mal. Ich wollte eigentlich nur:

  • Niederländer verstehen können. Weil ich gerne dort bin und Land und Leute toll finde.
  • Ich wollte die Sprache lernen, weil ich an der Grenze aufgewachsen bin und es nie fair fand, dass fast alle Niederländer Deutsch sprechen, umgekehrt aber überhaupt nicht.
  • Und weil ich mittlerweile auch den Klang der Sprache mag.
  • Ich in meinem nächsten Urlaub dorthin wenigstens ein Middageten auf Niederländisch bestellen können will.
  • Weil ich mir dumm vorkäme, wenn ich in meinem Alter nicht mal mehr in der Lage wäre, eine Sprache zu lernen.
  • Und überhaupt!

Okay, das mal runterzuschreiben hat geholfen!

Die ersten neuen Kapitel waren dann auch gleich wieder erstaunlich einfach. Das ist ebenfalls eine Motivation. Portioniere das Ganze so, dass es verdaulich wird, dann klappt es eher. Außerdem freue ich mich immer wieder wie ein kleines Kind, wenn ich Bekanntes in der neuen Sprache wieder entdecke.

Im TV-Programm von Radio Bremen lief früher immer (und läuft genau genommen heute noch) die Regionalsendung „Buten un Binnen“. Irgendwann habe ich mal mangels tief gehender Plattdeutschkenntnisse gegoogelt, was das eigentlich heißt. Und siehe da: Im verwandten Niederländischen gibt es das auch (und bedeutet das gleiche):

So kommt der Spaß dann auch zurück.

Der Westdeutsche Tischtennisverband hat die Saison bis zum 31.12. unterbrochen. Ebenso wie die Handball- und Basketballverbände in NRW. Wie ich die Lage einschätze, wird es im Januar natürlich trotzdem nicht weiter gehen; ob die Saison jetzt beendet ist, bevor sie überhaupt richtig gestartet hat, ist noch offen. Wer das Dokument dazu liest, der erkennt auch schnell: Davon ist nichts gewollt oder nach eigenem Ermessen entschieden, das ist alles von oben verordnet. Muss man sich auch mal geben. Denen ist das alles so egal, dass sogar Laissez-Faire-Landesvater Armin „Laschi“ Laschet und sein Kabinett härter durchgreifen als der Verband. Solchen Leuten willst du echt nicht ausgeliefert sein.

Ich spare mir mal Kommentare wie, dass man das eigentlich auch schon im Sommer hätte vorahnen können (und einige auch darauf hingewiesen haben). Ich bin einfach nur froh, dass ich jetzt nicht mehr in der Zwickmühle bin, mich entweder vor Corona zu schützen oder mein Team im Stich zu lassen. Und dass ich ein E-Bike habe, mit dem ich die nächsten Monate noch bisschen Sport machen kann. Ob Sport im Park bald überhaupt noch möglich ist, ist ja auch noch einmal die Frage.

Wenn das so weiter geht, übrigens nicht. Oder auch: Fuck you, Erstis!

Schonmal was von diesem Corona gehört? Offenbar nicht.

Ohnehin dachte ich heute Abend bei einem Gang durch Bonn: Es geht uns wohl noch nicht schlecht genug. In zwei Tanzschulen tanzten Leute eng, in einigen Restaurants sah es aus wie immer. Kaum Abstände, keine Trennwände, keine Fenster offen. Joa… Dann darf man sich über den zweiten Lockdown, den wir am Ende wohl kriegen werden, auch nicht wundern.

Idioten…

Ihr braucht ein Zimmer in Singapur? Hier gibt es ein hübsches. Ihr müsst nur gewisse Auflagen erfüllen…

(via Kristine, thank you! 🙂

Bild des Tages, Ultraweitwinkelbilder liegen im Trend (warum auch immer):

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117: Shortie

Muss es heute kurz machen. Jimmy, der Streber, ist voll an mir vorbeigezogen.

Das geht so nicht.

Der Niederländer (oder zumindest der, der den Niederländisch-Sprachkurs auf DuoLingo zusammengestellt hat) ist ein weiser Mann (oder eine weise Frau, oder divers, oder was auch immer. The point is):

Soso, aber:

Das erklärt einiges. 🙂

Nee, heute nichts gemacht. Erst vor zwei Stunden fiel mir dann auf, dass ich noch gar nicht draußen war. Das geht natürlich nicht. Das Bild des Tages stammt daher von meinem Abendspaziergang:

Gibt ein neues Hipstercafé in Bonn. Warum Lighthouse Café? Warum nicht!?

Die Couch entwickelt langsam wieder eine magische Anziehungskraft. Plötzlich ergibt es sich, dass ich drei Serien gleichzeitig gucke:

  • Cobra Kai, 1. Staffel (danke Boris für den Tipp! Bisher, Folge 3, sehr cool. 🙂
  • The Handmaid’s Tale, 3. Staffel (schleppt sich so dahin, irgendwie. Eigentlich wollte ich das in einem Monat MagentaTV durchgezogen haben, aber mittlerweile hat die Telekom mir schon den dritten Monat berechnet. Ich sollte dem Priorität geben, aber ich mag nicht so recht.)
  • Babylon Berlin, 3. Staffel. (Weiß noch nicht, wo das Ganze hinführt, aber die Stimmung ist schon wieder toll und eigentlich lohnt es sich fast alleine schon für Liv Lisa Fries alias Charlotte Ritter).

Bleibt noch die Frage: Was war zuerst da? Die Serien oder die Couch? 🤔

Derweil lese ich noch „On the Road“ von Jack Kerouac. Ist bisher (26%) nett und hübsch geschrieben, aber noch nicht wirklich ein Genuss.

Neben einem neuen Smartphone würde ich mir gerne in nächster Zeit noch ein neues Notebook kaufen. Das MacBook Pro hier isses einfach nicht, das muss man langsam mal einsehen. Ich würde das einfach ohne viel Tamtam wieder verkaufen und mir ein neues holen. Ich fürchte nur, Apple underperformt gerade so ein bisschen. Mehr auch nicht, aber ein bisschen. Das iPhone 12 Pro haut mich nicht aus den Socken, und ich gehe davon aus, das erste MacBook mit Apples eigenem Chip wird auch nur so möh werden. Wird ein starker Prozessor werden, sie werden 2.000 Euro dafür verlangen, vielleicht sogar gar keine Schnittstelle mehr anbieten, nur noch das neue MagSafe (wobei, sooo mutig sind sie nicht mehr), und einen Touchscreen werden sie immer noch nicht einbauen.

Sei’s drum, das Ding hier wird schon noch eine Weile funktionieren.

So, back to DuoLingo. Wollen doch mal sehen, Jimmy!

Und ihr seht bitte auch zu! Corona ist wieder da…

Update, 0014 Uhr:

Puh!

Und, hach, gibt es schöne Ausdrücke im Niederländischen! Ich meine: olifant! Jetzt mal echt! :))

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104: Wo sind meine Gedanken hin?

Das ist ungewöhnlich: Heute Morgen war ich noch in Meppen, seitdem bin ich gut 2h30min auf der Autobahn unterwegs gewesen, habe einiges auf der Arbeit weggeschafft, ein neues Testgerät bekommen, neue Amzon-Geräte bestaunt, Podcasts gehört, viel gelesen, Dinge ausprobiert.

Und ich habe absolut nichts zu erzählen. Dabei war mir noch so, als hätte ich ein großes Thema gehabt, über das ich schreiben wollte. Einfach vergessen.

Entweder ist das beginnende Senilität, etwas Überarbeitung im Moment oder schlicht Verchecktheit. Heute muss ich es auf jeden Fall mal kurz machen.

Das eine Video zeige ich euch trotzdem. Denn die fliegende Indoor-Überwachungsdrohne, die Amazon (Ring) hier vorgestellt hat, läutet für mich eine neue Ära ein. Also klar, im Prinzip wäre sowas schon lange umsetzbar gewesen. Reell aber nicht, dann an irgendwas wäre es gescheitert. Wenn man sowas jetzt wirklich umsetzen kann, dann geht es hier langsam auch voran:

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92: Alles meh

Ich suchte ein modernes Bildbearbeitungsprogramm für den Mac. Eines, das nur die wichtigsten Funktionen umfasst, nicht im Abo bestellt werden muss, nicht 30 Sekunden braucht, bis es startet, eines, bei dem man Bilder nicht nur bearbeiten, sondern auch neue Bilder erstellen kann (es ist erschreckend, wie viele Programme alleine das nicht können), das vielleicht ein paar Instagram-mäßige Filter bereithält und das dabei auch noch gut aussieht.

Nach langer Suche fand ich Pixlr X. Und das tut eben genau das. Ich kann Bilder bearbeiten, neue Bilder anlegen, mit einer wunderschönen UI alle Funktionen ausführen, die ich tagtäglich brauche, mehrere Ebenen anlegen. Und das alles mit einer einfachsten Bedienung. I’m sold! Lass mich dich kaufen! Ich bin bereit euch 30, ach, was sag ich, 50, 60, ja 100 Euro dafür zu geben!

Pixlr X

Problem ist: Die wollen mein Geld nicht, zumindest nicht so, und die haben auch gar keine App. Pixlr X gibt es nur online, werbefinanziert und dann kostenlos. Eine App wäre mir aber eigentlich lieber (geht dann z.B. auch offline und ist praktischer) und Werbung finde ich doof. Ich könnte mich anmelden und dann zahlen, aber dann kostet der Spaß gleich 60 Dollar im Jahr oder 8 im Monat. Dafür bekomme ich eine Tonne an Funktionen obendrauf, die ich überhaupt nicht haben will, weil sie das Ganze dann nur wieder unnötig aufbläht.

Und so suche ich nun nach einer weiteren Bildbearbeitung, die es dann als App gibt und die dann bestenfalls die zweitbeste Lösung wird, weil ich die beste ja schon gesehen habe aber so nicht haben will. Es ist bekloppt.

Der nicht unumstrittene Zukunftsforscher Matthias Horx hat einen hochamüsanten Beiträg über Elektroautos und die Reaktion der Mitmenschen darauf veröffentlicht. Hat Spaß gemacht zu lesen.

Südkorea hat einen Importstopp gegen deutsches Schweinefleisch verhägt. Die schicken sonst allen Ernstes Fleisch 8.000 Kilometer um die Welt in eine Region, die ebenfalls Schweinezucht betreibt?!? 😳

Nichts gegen Denis Villeneuve („Prisoners“ und „Arrival“ sind der Wahnsinn!), aber der Trailer der „Dune“-Neuauflage sieht aus wie Star Wars und hat nichts vom Grusel von David Lynchs 1984er-Adaption übrig: