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Mach doch, was du willst

Ich gehe ja selbst selten mal vor 0100 Uhr nachts schlafen, mein Biorhythmus ist halt ein anderer. Gestern war ich eh mit allem ein bisschen später dran (Arbeit, Essen…). Also ging’s wieder gegen 0100 in die Kiste.

Um die Zeit noch auf dem Frankbadplatz vor meiner Tür:

  • Leute (sie klangen was jünger) am Basketball spielen
  • während andere sie laut anfeuern
  • sich im Minutentakt gegenseitig laut Dinge zurufen, über den ganzen Platz hinweg
  • mit lauter Technomusik nebenan.
  • klirrenden Flaschen

Schlafen also wieder nur mit Ohropax.

Und das war noch einer der ruhigeren Abende der letzten Zeit.

Ich habe mir fest vorgenommen, nie einer dieser Spießertypen zu werden, die nachts das Ordnungsamt rufen, weil es zu laut ist. Aber den ganzen Sommer lang jetzt jeden Abend keinen Schlaf zu kriegen, weil irgendwelche Leute sich einen Scheißdreck um andere scheren? Auch keine schöne Vorstellung. Da muss ich echt noch mal überlegen…

Ich finde aber eine andere Erkenntnis viel interessanter: Denen passiert nichts. Da kommt keiner und sorgt für Ruhe, und wenn doch, dann sagen sie brav sorry und gehen nach Hause.

Ich selbst bin und war da anders. Vielleicht waren das auch andere Zeiten damals™. Ich habe mich von Haus aus immer ruhig und rücksichtsvoll verhalten, um niemandem auf die Nerven zu gehen, keinen Ärger zu verursachen und auch selbst keinen Ärger zu bekommen. Schlimmste Vorstellung: Die Bullen könnten kommen. Mit anderen Worten: Bloß nicht auffallen.

Ist auch noch gar nicht lange her, dass die Bonner Altstadt nach 2200 Uhr einem Friedhof glich. Da haben nämlich irgendwelche Nachbarn die Cops gerufen und den Frust bekloppterweise an Kneipenwirten ausgelassen. Neulich sprach ich noch mit dem Besitzer vom Nyx hier gegenüber und er erwähnte wie automatisch, dass er immer für Ruhe sorgen würde und der Lärm von woanders käme. Als ob ich das nicht längst wüsste.

Der Punkt ist aber der: Du kriegst immer erstmal einen Warnschuss. Und wenn ich mit ansehe, was sich manche Typen auf dem Frankenbadplatz so alles leisten, dann sehe ich: auch noch einige Warnschüsse mehr als einen. Die Bullen kommen zum deeskalieren. Du musst dir schon einiges ihnen gegenüber erlauben, bevor sie deine Personalien aufnehmen geschweige denn: dich mitnehmen.

Ich bin zu brav, ich war all die Jahre zu brav. Ich werde jetzt nicht hingehen und jeden Abend grölend und marodierend durch die Altstadt ziehen (so wie der „Digger“, der das gestern den ganzen Tag lang gemacht hat). Aber wenn ich das nächste Mal mit netten Leuten um die Häuser ziehe, die Nacht zum Tage mache (okay, kommt in meinem Alter nicht mehr oft vor) und eine gute Zeit habe: dann, wisst ihr was? Dann scheiß ich auch drauf. Dann werde ich so laut sein, wie ich will.

Und nach netten Wohnungen in etwas ruhigeren Gegenden oder zumindest mit Schlafzimmer Richtung Garten werde ich mich trotzdem mal umschauen.

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What goes around…

Update: Noch ein paar mehr schöne Fotos unten

Manchmal vermisse ich ein Medium, bei dem ich noch richtig vom Leder ziehen kann. Denn Gründe gäbe es genug. Wie damals, als Vodafone mir 235 Euro für einen uralten Festplattenrecorder abgeknöpft hat und ich nichts dagegen machen konnte. Interessiert halt keinen, in diesem Land gilt: alle Macht den Großkonzernen. Oh, wait…

Oder wie damals, als Vodafone aus einem glücklichen Kunden einen höchstverärgerten Kunden machte, als aus 25 Euro im Monat für 150 Mbit/s einfach so 35 wurden, weil ich dumm genug war anzunehmen, der Preis gelte für immer. Der Lohn für treue Kunden ist also, dass für sie die Preise steigen. Aber dieses Wir-lassen-dich-nach-Vertragsablauf-einfach-mehr-zahlen-Prinzip ist eben auch hier Gang und Gäbe, weil sich keiner aufregt. Oh, wait…

Mal abgesehen davon, dass ich von Vodafone aus verschiedenen, damit natürlich nicht zusammenhängenden Gründen abraten muss, kann ich euch nur raten, aus meinen Fehlern zu lernen – falls ihr das noch nicht habt:

  • Setzt euch noch am Tag des Tarifkaufs, in der Minute, in der ihr das Vertragwerg weglegt, eine Erinnerung in eurem Kalender, die 3 Monate und ein paar Tage vor dem offiziellen Vertragsende liegt und „Kündigen!!!“ lautet. Kündigt spätestens dann.
  • Kündigt auch dann, wenn ihr mit dem Preis zufrieden seid. Nur dann seid ihr für den Anbieter interessant und könnt den Vertrag zu gleichen oder sogar besseren Konditionen weiterlaufen lassen.
  • Kündigt, was das Zeug hält. Kündigt, kündigt, kündigt! Stromanbieter, KFZ-Versicherung, Festnetz, Mobilfunk, das Disney+-Abo oder die Blinkist-App, wenn ihr sie nicht mehr braucht oder lange Zeit nicht nutzt. Kündigt, kündigt, kündigt!
  • Nur nicht eure Arbeitsstelle, vielleicht. Obwohl… Wenn ihr unter den Fachkräftemangel fallt und schon lange keine Gehaltserhöhung mehr bekommen habt… Manchmal kann man Kündigungen ja auch noch zurücknehmen.

Na jedenfalls: Good riddance, Vodafone! Ich habe eigentlich noch nie einen Anbieter für irgendwas gehabt, der alles, aber auch alles dafür getan hat, mir auf irgendwelchen verschwurbelten, undurchsichtigen, versteckten, respektlosen aber juristisch kaum angreifbaren Wegen zu den beworbenen noch ein paar (oder ein paar ganz viele) Euros extra abzuknöpfen. Bin weg und komme so schnell nicht wieder. What goes around, comes around.

Daily Sort-out, 2017, Panasonic Lumix GH6. Tromsø, Norwegen. Bestimmt die schönste Stadt nördlich des Polarkreises (sorry, Murmansk):

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Munter werden

Ihr seht mich hier mit einer gewissen Bräsigkeit tippen. Zum einen ist da die Sache mit den Leuten da draußen. Zum anderen allerdings ist bei mir derzeit ganz schön viel zu tun. Sein Leben geregelt kriegen (mit allen Finanzen und so weiter) ist ein Fulltimejob. Und ich arbeite ja sogar noch „ganz nebenbei“.

Und dann liest man sowas hier wie die vorsichtige Frage, ob Masken draußen überhaupt noch Sinn ergeben. Ja, tun sie, aber nicht wegen Corona, sondern weil die Leute es nicht kapieren würden. Lasst es mich deswegen noch einmal in aller Deutlichkeit sagen (auch wenn ihr vermutlich die falschen Adressaten seid, denn bei euch habe ich noch das bisschen Resthoffnung, dass ihr das längst wisst):

CORONA IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM.

Draußen könnt ihr euch praktisch nur anstecken, wenn der Bereich keine Abluft hat, ihr euch sehr lange mit vielen ansteckenden Personen auf einem Fleck aufhaltet (auf der vollbesetzten Südtribüne etwa) oder ihr wahllos Infizierte küsst (soll’s ja geben). Gut, beim Gemeinsamen Sporttreiben, solltet ihr was Abstand halten. Sonst…

Was wir eigentlich tun müssten, ist gut durchlüften, große Menschenansammlungen drinnen meiden und die Zeit deutlich beschränken, in denen es sich nicht vermeiden lässt. Beim Einkaufen zum Beispiel, denn:

CORONA IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM. MIT CORONA KÖNNT IHR EUCH PRAKTISCH NUR DRINNEN ANSTECKEN, NUR DRINNEN ANSTECKEN, NUR DRINNEN ANSTECKEN.

Was wir also eigentlich tun müssten: Alles, was drinnen stattfindet, möglichst verlegen, minimieren, entzerren, ausfallen lassen. Schulen und Kitas? Eigentlich ja. Großraumbüros? Sowieso. Reise- und Pendlerverkehr in Bussen und Bahnen? Jepp. Sind Superspreaderevents, will nur keiner hören, wollte noch nie einer hören. Fitnessstudios? Bei Gott, ja! Singen oder Sportarten in der Halle? Jepp. Habe ich dir schon vor über einem halben Jahr gesagt, Westdeutscher Tischtennisverband. Nein, wolltest du nicht hören, Westdeutscher Tischtennisverband. Aber auch für dich noch einmal zu mitschreiben, mitsingen, auswendig lernen, nachmachen:

CORONA IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM IST EIN REINES INNENRAUMPROBLEM. MIT CORONA KÖNNT IHR EUCH PRAKTISCH NUR DRINNEN ANSTECKEN, NUR DRINNEN ANSTECKEN, NUR DRINNEN ANSTECKEN.

Und weil mich das müde macht, das immer wieder zu betonen, was man sich eigentlich denken könnte, was Menschenleben retten würde, aber was in die Köpfe schlicht nicht rein will (Greta Thunberg muss SEHR müde sein) und weil das hier nicht Leidartikel.de ist, versuche ich mich, in diesen Zeiten nicht in den Alkohol zu flüchten, sondern munter zu werden. Zwei Maßnahmen dazu:

  1. Dinge sofort angehen und dabei overperformen.
  2. Bis Ende Mai jeden Tag Sport machen.

1 sind eigentlich nur Kleinigkeiten im Haushalt, aber das ist eine wirksame Methode. Der Müll muss rausgebracht werden, dann bring ihn auch sofort raus, aber leg vorher noch die schlecht gewordenen Sachen aus dem Kühlschrank dazu. Die Spülmaschine ist durchgelaufen? Räum sie sofort aus und spül dabei gleich noch schnell das Messer von Hand, das nicht in die Spülmaschine sollte. Bislang eine unglaublich aktivierende Methode.

2 ist dazu da, um mal wieder aus der Lethargie rauszukommen und langsam auch mal wieder was fitter zu werden. Weil ich gerade nicht in die Turnhalle darf und sollte, um Tischtennis zu spielen (s.o.), ins Fitnessstudio auch nicht kann und ins Schwimmbad nicht mal würde, wenn ich es könnte, bleiben mir gerade nicht viel mehr Möglichkeiten als Heimgymnastik und Radfahren im Wechsel. Hin und wieder könnte ich noch mal wandern gehen. Aber wenigstens das sollte ich nun regelmäßig tun.

Mehr heute nicht, ihr wisst, worum es geht:

CORONA IST EIN REINES… BLEIBT DRAUSSEN!

Das heutige Wegminimieren betraf schier endlose Papieransammlungen über Altersvorsorge. Was ein Wust. Kein Bild könnte so schön sein, um das wieder gut zu machen.

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Serien & Co.

Rainer, Boris und Nicky wollten, dass wir hier mal etwas über Serien zusammentragen. Okay. Also alles, was ich so in diesem Jahr ca. gesehen habe, auch Filme und Webserien mit kommentarloser Bewertung. Führt eure Auswahl bitte gerne in den Kommentaren hinzu (und schreibt auch gerne etwas mehr dazu als ich, der gerade wenig Lust dazu hat):

Queen’s Gambit: (5/5)
Ted Lasso: (4/5)
Headspace Guide to Meditation: (4/5)
Cobra Kai: (4/5)
Snowpiercer: Nach 2 Folgen abgebrochen (1/5)
Key & Peele: (4/5)
Crash Landing on You: nach 1 Folge abgebrochen (2.5/5)
Wanda Vision: (3/5)
The Falcon and the Winter Soldier: nach 3 Folgen (3/5)
The Kominski Method: nach 2 Folgen (2.5/5)
I care a lot: (4/5)
Thunder Force: (3/5)
Ozark: (4/5)
Unorthodox: (4/5)

Bei Dingen wie Papierkram kann es überhaupt nur helfen, das auf kleinstmögliche Teilaufgaben herunterzubrechen. Ich mag es trotzdem nicht und bin froh, wenn ich das ein für alle Mal hinter mir habe. Das wird noch eine harte Woche werden…

On a more positive note: Kirschblüte ohne (all zu viele) Touristen und Influencer ist eine Wohltat. Es ist nicht alles schlecht an Corona… 😬

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Demnächst weniger Fotos machen

Zum Üben gehört’s ja dazu, und auch Profis raten dazu, bloß nicht nur 1 Foto zu machen, sondern lieber mehrere Schüsse zu haben und ein Motiv völlig auszufotografieren. Aber was ist, wenn das Motiv gar nicht so klasse ist und ich mir sicher bin, ein gutes Bild gemacht zu haben? Meine bisherige Reise durch ca. 50.000 Fotos und 5 Jahre schlechter Fotografie verleiten mich zu folgenden Notes to my future Self:

  1. Das 1. Foto, das du gemacht hast, war rückblickend meist das beste.
  2. Zumindest dann, wenn du genug Zeit hattest, es in Ruhe aufzunehmen.
  3. Trau dich, weniger Fotos zu machen!
  4. Wenn du merkst, dass mit dem Motiv irgendwas nicht stimmt und es einfach nicht gut aussieht, dann drück gar nicht erst ab.
  5. Wenn du dich langweilst, weil du z.B. mal auf jemanden warten musst, lösche ein paar Fotos.

Aber vielleicht spricht da auch nur mein genervtes Ich. Hätte ich nicht so viele schlechte Fotos gemacht, hätte ich jetzt auch keinen Lerneffekt.

Es bleiben dennoch noch ca. 35.000 Fotos + die, die noch auf meinem aktuellen Smartphone sind + das Verzeichnis der tausenden erinnerungswürdigen Bilder, die ich am Schluss noch einmal durchgehen will.

Seufz…

Anyway, weitere Bilder von 2016 mit dem OnePlus One:

Hamburg:

Gut dass der ganze Schwachfug dies Jahr größtenteils flach fällt…

Misc:

Die bauen tatsächlich schon 5 Jahre an dieser *?!$^ Brücke:

☝🏻

You don’t say…

Cochem, nach wie vor the place to be!

… das nächste Mal hopefully mit einer besseren Kamera to be…

… und einem Fotografen, der nicht seinen Daumen… Naja…

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Müh

Weil mäh und brauch Wochenende und mag keine Bilder mehr sehen, aber muss, hab’s ja versprochen. Und kann auch gar nicht mehr so wirklich denken. Also hier, paar Bilder und bald hoffentlich mal wieder mehr Text, sinnvoller. Bilder vom iPhone X, Sommer 2019, various places.

Und was – um alles in der Welt – habe ich mir dabei gedacht, diesen grauen Kasten mit aufs Bild zu brennen? 🤨 Nur weil der so verdötscht guckt? 🤔

Habt’s ein schönes Wochenende!

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Ich kann keine Fotos mehr sehen

Aber es fehlen noch an die 70.000. Na toll. Immerhin tauchen hier langsam die ersten ohne Singapur-Bezug auf. Das ist doch mal eine Abwechslung. Auch wenn eins natürlich noch sein muss:

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Am Ende des Regenbogens steht kein Kessel voll Gold

Woher ich das weiß? Weil letztes Jahr ein Regenbogen direkt vor meiner Haustür geendet hat und ich natürlich runtergerannt bin. Will mir ja nicht nachsagen lassen, es nicht wenigstens versucht zu haben…

Und nee, da war nix. Außer den Mülltonnen und den komischen Gestalten, die immer da stehen:

The point is: Ja, ich sortiere hier den allerletzten Kram aus, ja es ist noch viel Arbeit, aber, ja, das Ende des Tunnels, obwohl noch in weiter Ferne, ist in Sicht.

Und ich fürchte, es wird dann nicht das ewige Glück warten. So einfach ist das nämlich auch wieder nicht. Ich könnte mir allenfalls vorstellen, dass das mit der inneren Ruhe dann endlich mal da ist und ich vielleicht sogar schlank bin, weil Geist und Körper keinen Bock mehr auf den Ballast haben.

Und, ja, wenn das alles fertig ist, dann bin ich vielleicht endlich einmal gesettled. Das Leben in Ordnung gebracht, so dass ich selbst für alles Verantwortung übernehme, was ich tue, vielleicht auch endlich mal etwas Mut an den Tag lege und aus meiner Komfortzone herauskrieche (hence the blog’s name). Aber ich werde wohl auch der Kindskopf mit Hang zur Melancholie bleiben (wie auch immer das zusammenpasst). Weil ich nun einmal so bin. Vieles kann man ändern, alles nicht…

Doch genug der traurigen Worte. Noch ist das Ende ja nicht erreicht… Bis dahin ist noch ein weeeiiiter Weg voller auszusortierender Fotos (als nur eins von vielen Dingen, die noch zu erledigen sind). Beispiele mit der Fuji X-T3 (Testgerät anno 2019) s.u. Und, okay, ja, die macht schon tolle Bilder.

Hat sich von euch schon jemand von allem Ballast befreit? Wenn ja, wie war das so?

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Das Motiv ist König

Weil ich es eh nicht so mit Menschen habe (jetzt ist es raus), fotografiere ich lieber Gegenstände, Kunstwerke und, nun ja, heimlich Passanten, teilweise als Deko. Deswegen ist mir die Art der Kamera eigentlich egal, das Motiv ist König. Könntet ihr mit geschultem Auge überhaupt sehen, welche Art von Kamera ich unten benutzt habe? Und wenn ja, wieso?

Köln ist auf jeden Fall immer eine Reise wert, um schräge Motive einzufangen. Sogar von Menschen, wenn es sein muss. 😉 (Die Aufnahmen entstanden im März 2019.)

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Sars-CoV2 B 1.1.7

  • Stable release
  • Minor bug fixes
  • Slight performance improvements
  • 70% higher contagion rate (goes „viral“)
  • Does alterizations to now 17 amino acids, 8 among the spike protein
  • Mutation can increase R-value up to around 0.4
  • Fixed: An issue causing dark mode systems to drain battery
  • Fixed: An issue causing cardiovascular systems to crash
  • Creates even more hysteria
  • Lethality decrease

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155: Service

Meine Internetrechnung war heute ein klein bisschen höher als sonst…

Sonst sind es immer 21,44 Euro. Aber klar, kann ja mal… Nein, kann nicht. Woher kommt der kleine Aufschlag?

Ja, ich erinnere mich. Da kam vor ein paar Wochen mal aus dem Nichts die Aufforderung, selbiges zurückschicken. Problem dabei war, dass ich so etwas nie bekommen habe. Hab das also für einen Fehler gehalten und ignoriert. Zahlen soll ich jetzt trotzdem.

Derweil sind zwei Amazon-Lieferungen nicht gekommen. Mütze, Schnürsenkel, Fahrradhose. Alles nicht die Welt. (Wobei, wenn jetzt der Lockdown kommt?!) Hier konnte ich mich einloggen und mit dem Kundendienst chatten. Erst einem Bot, dann einem Menschen, der im Baukasten voller Höflichkeitsfloskeln kramt:

Schwaat nit! Jib her dat Zeusch!

Aber machen könne er da letztendlich auch nichts, außer mir eine Gutschrift für die Produkte anzubieten, was ich dann auch der Einfachheit halber akzeptiere. Netter Mensch, einfacher Kontakt, keine lange Wartezeit. So geht guter Kundenservice.

Was mich bei sowas dennoch ärgert, ist, dass ich mich um die Fehler der Anderen erst einmal kümmern muss. Im Falle von Amazon war es einfach. Bei Vodafone gehe ich jetzt schon davon aus, dass sich das Wochen hinziehen wird. Ich habe eine Mail an den Kundenservice geschickt. Den wird frühestens nächste Woche jemand bearbeiten. Ich werde mich hier erklären müssen und eine Gutschrift wird es frühestens im kommenden Jahr geben. Nervt.

Und dann haben sie noch die Chuzpe, mir diese Mail hinterherzuschicken:

Na, wenn so die Zukunft aussieht…

Classic. 😂

Daar zijn we daarbij:

Seriously?! 🙈

Vielleicht muss man auch in der entsprechenden Stimmung sein, um das richtig zu beantworten. Erinnert mich irgendwie an das Jodeldiplom von Loriot.

Herrje!

Aber okay, Andor könnte was sein:

Bild des Tages, Kronkorenblume:

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149: Mach neu

Tage wie heute brauchen auch schonmal einen zweifachen Neustart. Sich am Morgen gleich über was zu ärgern, ist schon nicht gut. Erster Neustart dann am Nachmittag durch 1h Radfahren. Hat nicht geholfen. Zweiter Neustart am frühen Abend nach 1h Vollbad. Lief dann besser und wurde am Ende wenigstens noch ein schöner Abend.

Man neigt dazu, nach einem miesen Tag nichts und niemanden mehr sehen zu wollen und für das Schöne nicht mehr offen zu sein. Ich bin ganz froh, das heute einmal anders gehandhabt zu haben.

Die Idee mit einer LED in Tageslichtweiß als Lichtquelle hat nur so semi funktioniert. Zu dunkel insgesamt. Schafft tagsüber gerade mal eine Blendenstufe und reicht abends nicht als alleinige Lichtquelle aus. Die Automatik der Canon EOS M6 schaltete sich hier allen ernstes auf ISO 10000:

Gut, dafür ist das Bild noch überraschend wenig verrauscht. Und immerhin: Die Farbe ist in Ordnung. Das Gelb rechts kommt von meiner Wohnzimmerlampe, die ich auch noch an hatte. Die könnte ich auch noch austauschen.

Aber mehr Licht muss trotzdem her und am liebsten immer noch eine neue Kamera.

Nur welche?

Nützt ja nichts. Aber wird nicht vergehen und könnte schlechter aussehen, oder?

Hab tatsächlich sonst nur 1 Bild geschossen heute. Nä, kann dann kein guter Tag gewesen sein. 😉

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147: The Botanix

Autumn live: Dieser, äh, Baum wirft alle Blätter auf einmal ab. Ich verstehe offensichtlich nichts von Botanik (s.u.) aber ist das so normal?

Eine Stunde später waren dann auch wirklich keine Blätter mehr am Baum:

Und wo wir gerade bei dem Thema sind: der Megafail. Ganze 4 Wochen hat der Farn in meinem Bad überlebt. Ich war immer gut zu ihm, hab regelmäßig gegossen… Das ist die dritte Pflanze, die angeblich kaum Licht braucht, die in meinem Bad (kleines Fenster mit Nordseite) eingeht. Hat einer eine Idee warum?

Jetzt kommt da auf jeden Fall eine Ikea-Plastikpflanze hin. Ja, Umwelt, ja asi. Aber bin ich nicht auch eine Umweltsau, wenn ich jetzt noch die vierte Pflanze über den Jordan schicke?

Köln <3

Luftfilter im Test. Jetzt bin ich mal sehr gespannt auf die Luftqualität in meiner Wohnung in der City:

Jeden Abend sitzt da ein paar Stunden lang einer auf der Straße vor meinem Fenster im Auto und daddelt mit seinem Smartphone herum. Warum er das macht, weiß ich nicht, aber ich freue mich langsam, dass er da ist. Das sind die Konstanten, an die man sich in diesen Zeiten hält…

So wie YouTube gerade ist, so könnte es bleiben. Es ist das erste Social Network (wenn ihr so wollt), das genauso läuft, wie es mir Spaß macht. Ich habe etwa 20 Kanäle abonniert, ich bekomme Clips zu Fußballspielen, wirklich gute, unaufgeregte und dennoch nicht langweilige Technikreviews, habe ein paar YouTuber, die ich einfach gerne sehe, Inhalt fast egal, und nebenbei ist der YouTube-Algorithmus ziemlich gut darin, mir Videos aus meinen Interessensgebieten anzuzeigen, die mich interessieren. Und ja, hin und wieder lade ich auch selber was hoch, wenn eigentlich nur Demo-Videos. (Mal sehen, was sich da noch verbessern lässt.)

Kein Hass, keine Hektik, keine heliumgefüllten Selbstdarsteller, nichts, was einen anbrüllt. Ich bin gerne da.

Was mich auf den Gedanken bringt: Lohnt es sich vielleicht, auch anderen Social Networks noch einmal eine Chance zu geben? Ein kompletter Neustart auf Twitter etwa? Nur noch den Leuten folgen, die was Schönes zu sagen haben, nichts mehr dort wollen oder müssen, Hass und Dummheit der Leute ganz draußen lassen. Geht das überhaupt?

Ich bin noch nicht so weit, aber ich denke drüber nach.

Vielleicht reicht mir aber auch erst einmal YouTube.

Erstaunliche Erkenntnis: Ich werde auf meine alten Tage noch ein ganz anständiger Koch. Voilà: Mein allererster selbstgekochter Erbseneintopf:

War gar keine Hexerei. Ich hatte mir ein Rezept angeschaut, ansonsten aber improvisiert. Musste noch was Maggi dran, vielleicht hätte auch Majoran gut getan. Ansonsten fehlte geschmacklich nix. Kleines Schmankerl übrigens: Statt Knabanossi oder Wiener griff ich zu Sucuk. Und das passt erstaunlich gut. 😉

Mehr habe ich heute nicht, Bilder seht ihr oben. Wer einen grünen Daumen hat, möge ich bitte melden! 🙂

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131: Tobied

Heute dann die Phase der Serie, die noch schlimmer ist, als wenn die Spannung nicht mehr auszuhalten wäre: die 3. Staffel Handmaid’s Tale der Durchhänger. Es ist einfach gar nichts mehr passiert. Heute Abend sind wir genau da, wo wir schon gestern Abend waren. Was zählen die da bloß so lange?

Anscheinend kann es auch noch ein paar Tage dauern. Wegen vieler Briefwahl, exorbitant vieler Sendungen im Ausland lebender US-Bürger, wegen neuer Regeln, weil jeder Staat sein eigenes Süppchen kochen darf, wegen Conora, wegen überhaupt. Kann also tatsächlich noch bis Anfang nächster Woche dauern, bis die da alles ausgezählt haben. Das gibt’s doch nicht! Da kann ich den Donald, der gefordert hat, das Zählen einzustellen – ausnahmsweise mal – verstehen.

In Philadelphia kann man den Wahlhelfern übrigens live beim Zählen zugucken. Also falls ihr nachher nicht einschlafen könnt, damit geht’s:

Corona killt kriselnde Geschäfte schon nicht alleine. Eigentlich alle Kleinunternehmer, die in der Bonner City wegen Geschäftsaufgabe in diesen Tagen in der Zeitung stehen, sagen, es wäre schon lange nicht mehr gut gelaufen und hätte noch andere Gründe gegeben. Für das Bagel Brothers etwa eine exorbitant gestiegene Miete. Vermutlich wegen der Toplage, die die Besucherströme trotzdem nicht in den Laden gelenkt hat. Corona hat ihm dann aber den endgültigen Todesstoß versetzt.

Und beim Lesen des GA-Beitrags dazu wird einem schon ein bisschen wehmütig zu Mute. Der Laden war in Ordnung, ich war nicht oft, aber immer gerne da. Es war endlich mal was Anderes. Und der Betreiber hatte Herzblut. Good riddance, BB! 🙁

Ich wollte was vom Vodafone-Service. Mit der zweiten Sim-Karte für den mobilen LTE-Router, den sie mir zur Vertragsunterzeichnung geschenkt haben, kommt bestenfalls eine EDGE-Verbindung zustande. Auf der Service-Seite schreibt Vodafone, dass es Tage dauern könne, bis sie Mails beantworten. Ob ich nicht lieber den Service auf WhatsApp benutzen wolle? Och joa, warum nicht!

Nachdem ich grüße und detailliert meine Frage eingebe, schreibt mir zunächst TOBi zurück, der virtuelle Assistent. Stellt mir ein paar Fragen, tritt in den Dialog und versucht genauer, mein Problem herauszufinden. Nice!

So richtig passen seine Fragen nicht, aber TOBi will ja nur abklären, an wen er mich weiter verweisen muss. Ich beantworte alles ordnungsgemäß:

… und werde das Gefühl nicht los, wir drehen uns hier im Kreis…

Weiter kommen wird nicht. Immer wieder die Frage nach dem Datenvolumen und ob ich das Smartphone (obwohl es um den Router geht) schon wieder aus- und eingeschaltet habe.

Und, joa, mit einem echten Menschen komme ich später auch nicht mehr in Kontakt. Der Vodafone-WhatsApp-Service hat nur TOBi. Der ratsuchende Kunde wird einfach in der Endlosschleife geparkt. Nice! Und irgendwie passt das zum Tag…

Gestern Mond, heute Sonne:

Haltet’s durch und macht’s hoid irgenda Stimmung!

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126: Kranksein und Corona

Alle coolen Leute haben inzwischen mindestens 1 Risikobegegnung in ihrer Corona-App, nur ich nicht. Heute Abend wollte ich dann mein Smartphone mit dem Autoradio koppeln. Da fiel mir auf, dass Bluetooth gar nicht eingeschaltet war… Wie lange wohl schon nicht…? 😬

Alle paar Monate sucht mich eine komische Krankheit heim. Ärzte wissen meist wenig Rat und sagen nur, ich solle mein Immunsystem stärken. Meistens sind es sehr leichte Erkältungsbeschwerden (Kratzen im Hals, Schnupfen, bisschen Kopfweh, vor allem Schwäche), manchmal ist etwas mehr dabei: Husten, Halsweh, das ganze etwas schlimmer.

Meistens kommt es in Momenten, in denen ich zu viel will. Arbeiten, weiterbilden, eine Sprache lernen, trotzdem viel lesen, die Wohnung weiter entmüllen usw. usf. Sprich: Zu viel auf einmal.

Es ist mit ziemlicher Sicherheit kein Corona. Weil es eben so ist wie immer und weil ich in Bezug auf Corona vorsichtig war. Die Frage ist jetzt: Wie sicher muss ich da gehen? Und mit welchen Symptomen bin ich eigentlich dazu verpflichtet, zum Arzt zu gehen und mich gegebenenfalls testen zu lassen?

Luftreiniger gegen Corona? Ja, das geht, wenn ihr den richtigen kauft.

Sie war einst die Perle der Altstadt, sie strahlte Behaglichkeit und Wohlstand aus. Und sie wurde zum Härtetest für jede Smartphone-Kamera, die ich testete (als erstes bestanden vom Huawei P20 Pro): die Leuchtreklame über dem Eingang von Bierhaus Machold. Mittlerweile ist sie erloschen, nächste Woche wird wohl das Licht im ganzen Machold erlöschen (hoffentlich nur vorübergehend). Das Bild wird jetzt zu meinem Symbolbild für den wirtschaftlichen Niedergang durch Corona:

Noch ein Symbolbild. 😉

Chefkoch-Rezept des Tages. Heel lekker, de rijst!

Wie sollen die Leute das mit Corona auch ernst nehmen, wenn überhaupt noch keine Endzeitstimmung ist?!

Tja…

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123: Motivación

Die erste Woche mit Niederländisch vergingen wie im Flug. Ich habe Lektion nach Lektion runtergeschrubbt, ein gutes Anfangsgefühl für die Sprache entwickelt, viele interessante Wörter gelernt. Die zweite Woche lief es dann schon schleppender. Hatte plötzlich auch weniger Zeit für alles, die Lektionen schienen länger und länger zu werden und die ersten Schwächen von DuoLingo wurden offenbar. So fehlt etwa eine einfache Übersichtsseite für die gängigsten Konjunktionen. Für „weil“ etwa gibt es im Niederländischen verschiedene Ausdrücke, je nach Kontext, aber eine Erklärung dafür fehlt.

Mittlerweile bin ich in Woche 3 oder am 18. Tag am Stück, ich habe gestern den halben Tag gerlernt, um das 2. Kapitel abzuschließen – und inzwischen könnte ich ganz gut eine Pause gebrauchen. Wovon das Programm allerdings abrät. Besser wäre es, täglich etwas zu lernen. Außerdem kenne ich mich nur zu gut, ich würde es dann sehr schnell ganz drangeben. Dann lieber mal einen Tag nur eine halbe Stunde lernen.

Heute Morgen wollte ich zumindest leicht in das 3. Kapitel starten und das Programm legt die Latte höher und höher. Jede Lektion besteht nun aus 5×5, manchmal 5×6 Unterlektionen, die wiederum aus 10-15 Übungen bestehen. Langsam raucht mir der Kopf, ich mag nicht mehr und bin gleichermaßen etwas frustriert, dass ich nun schon fast drei Wochen dabei bin und immer noch aus dem Stehgreif keinen Satz sagen könnte (vielleicht mal abgesehen von „Na het ontbijt, eten de jongens nog vier boterhammen“ ohne zu wissen, ob das genau so stimmt) und ohne im Radio zu verstehen, wovon die Leute reden.

Nachts merke ich, wie mein Unterbewusstsein Schwerstarbeit leistet, um den Kram vom flüchtigen in den festen Speicher zu verschieben. Und zum ersten Mal stelle ich mir die Frage, die ich für den Anfang bewusst ausgeblendet habe, um einen guten Anfang zu finden: „Wozu mache ich das eigentlich?“ Kurz: Der Fly-or-Die-Moment ist da.

Hier schadet ein bisschen Motivation nicht. Heißt: Eine Antwort darauf finden, warum ich Niederländisch eigentlich überhaupt lernen wollte und welches Level mir hier reicht. Denn so ganz ohne Motivation kämpft es sich nicht gut. Versuchen wir das doch mal. Ich wollte eigentlich nur:

  • Niederländer verstehen können. Weil ich gerne dort bin und Land und Leute toll finde.
  • Ich wollte die Sprache lernen, weil ich an der Grenze aufgewachsen bin und es nie fair fand, dass fast alle Niederländer Deutsch sprechen, umgekehrt aber überhaupt nicht.
  • Und weil ich mittlerweile auch den Klang der Sprache mag.
  • Ich in meinem nächsten Urlaub dorthin wenigstens ein Middageten auf Niederländisch bestellen können will.
  • Weil ich mir dumm vorkäme, wenn ich in meinem Alter nicht mal mehr in der Lage wäre, eine Sprache zu lernen.
  • Und überhaupt!

Okay, das mal runterzuschreiben hat geholfen!

Die ersten neuen Kapitel waren dann auch gleich wieder erstaunlich einfach. Das ist ebenfalls eine Motivation. Portioniere das Ganze so, dass es verdaulich wird, dann klappt es eher. Außerdem freue ich mich immer wieder wie ein kleines Kind, wenn ich Bekanntes in der neuen Sprache wieder entdecke.

Im TV-Programm von Radio Bremen lief früher immer (und läuft genau genommen heute noch) die Regionalsendung „Buten un Binnen“. Irgendwann habe ich mal mangels tief gehender Plattdeutschkenntnisse gegoogelt, was das eigentlich heißt. Und siehe da: Im verwandten Niederländischen gibt es das auch (und bedeutet das gleiche):

So kommt der Spaß dann auch zurück.

Der Westdeutsche Tischtennisverband hat die Saison bis zum 31.12. unterbrochen. Ebenso wie die Handball- und Basketballverbände in NRW. Wie ich die Lage einschätze, wird es im Januar natürlich trotzdem nicht weiter gehen; ob die Saison jetzt beendet ist, bevor sie überhaupt richtig gestartet hat, ist noch offen. Wer das Dokument dazu liest, der erkennt auch schnell: Davon ist nichts gewollt oder nach eigenem Ermessen entschieden, das ist alles von oben verordnet. Muss man sich auch mal geben. Denen ist das alles so egal, dass sogar Laissez-Faire-Landesvater Armin „Laschi“ Laschet und sein Kabinett härter durchgreifen als der Verband. Solchen Leuten willst du echt nicht ausgeliefert sein.

Ich spare mir mal Kommentare wie, dass man das eigentlich auch schon im Sommer hätte vorahnen können (und einige auch darauf hingewiesen haben). Ich bin einfach nur froh, dass ich jetzt nicht mehr in der Zwickmühle bin, mich entweder vor Corona zu schützen oder mein Team im Stich zu lassen. Und dass ich ein E-Bike habe, mit dem ich die nächsten Monate noch bisschen Sport machen kann. Ob Sport im Park bald überhaupt noch möglich ist, ist ja auch noch einmal die Frage.

Wenn das so weiter geht, übrigens nicht. Oder auch: Fuck you, Erstis!

Schonmal was von diesem Corona gehört? Offenbar nicht.

Ohnehin dachte ich heute Abend bei einem Gang durch Bonn: Es geht uns wohl noch nicht schlecht genug. In zwei Tanzschulen tanzten Leute eng, in einigen Restaurants sah es aus wie immer. Kaum Abstände, keine Trennwände, keine Fenster offen. Joa… Dann darf man sich über den zweiten Lockdown, den wir am Ende wohl kriegen werden, auch nicht wundern.

Idioten…

Ihr braucht ein Zimmer in Singapur? Hier gibt es ein hübsches. Ihr müsst nur gewisse Auflagen erfüllen…

(via Kristine, thank you! 🙂

Bild des Tages, Ultraweitwinkelbilder liegen im Trend (warum auch immer):

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117: Shortie

Muss es heute kurz machen. Jimmy, der Streber, ist voll an mir vorbeigezogen.

Das geht so nicht.

Der Niederländer (oder zumindest der, der den Niederländisch-Sprachkurs auf DuoLingo zusammengestellt hat) ist ein weiser Mann (oder eine weise Frau, oder divers, oder was auch immer. The point is):

Soso, aber:

Das erklärt einiges. 🙂

Nee, heute nichts gemacht. Erst vor zwei Stunden fiel mir dann auf, dass ich noch gar nicht draußen war. Das geht natürlich nicht. Das Bild des Tages stammt daher von meinem Abendspaziergang:

Gibt ein neues Hipstercafé in Bonn. Warum Lighthouse Café? Warum nicht!?

Die Couch entwickelt langsam wieder eine magische Anziehungskraft. Plötzlich ergibt es sich, dass ich drei Serien gleichzeitig gucke:

  • Cobra Kai, 1. Staffel (danke Boris für den Tipp! Bisher, Folge 3, sehr cool. 🙂
  • The Handmaid’s Tale, 3. Staffel (schleppt sich so dahin, irgendwie. Eigentlich wollte ich das in einem Monat MagentaTV durchgezogen haben, aber mittlerweile hat die Telekom mir schon den dritten Monat berechnet. Ich sollte dem Priorität geben, aber ich mag nicht so recht.)
  • Babylon Berlin, 3. Staffel. (Weiß noch nicht, wo das Ganze hinführt, aber die Stimmung ist schon wieder toll und eigentlich lohnt es sich fast alleine schon für Liv Lisa Fries alias Charlotte Ritter).

Bleibt noch die Frage: Was war zuerst da? Die Serien oder die Couch? 🤔

Derweil lese ich noch „On the Road“ von Jack Kerouac. Ist bisher (26%) nett und hübsch geschrieben, aber noch nicht wirklich ein Genuss.

Neben einem neuen Smartphone würde ich mir gerne in nächster Zeit noch ein neues Notebook kaufen. Das MacBook Pro hier isses einfach nicht, das muss man langsam mal einsehen. Ich würde das einfach ohne viel Tamtam wieder verkaufen und mir ein neues holen. Ich fürchte nur, Apple underperformt gerade so ein bisschen. Mehr auch nicht, aber ein bisschen. Das iPhone 12 Pro haut mich nicht aus den Socken, und ich gehe davon aus, das erste MacBook mit Apples eigenem Chip wird auch nur so möh werden. Wird ein starker Prozessor werden, sie werden 2.000 Euro dafür verlangen, vielleicht sogar gar keine Schnittstelle mehr anbieten, nur noch das neue MagSafe (wobei, sooo mutig sind sie nicht mehr), und einen Touchscreen werden sie immer noch nicht einbauen.

Sei’s drum, das Ding hier wird schon noch eine Weile funktionieren.

So, back to DuoLingo. Wollen doch mal sehen, Jimmy!

Und ihr seht bitte auch zu! Corona ist wieder da…

Update, 0014 Uhr:

Puh!

Und, hach, gibt es schöne Ausdrücke im Niederländischen! Ich meine: olifant! Jetzt mal echt! :))

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104: Wo sind meine Gedanken hin?

Das ist ungewöhnlich: Heute Morgen war ich noch in Meppen, seitdem bin ich gut 2h30min auf der Autobahn unterwegs gewesen, habe einiges auf der Arbeit weggeschafft, ein neues Testgerät bekommen, neue Amzon-Geräte bestaunt, Podcasts gehört, viel gelesen, Dinge ausprobiert.

Und ich habe absolut nichts zu erzählen. Dabei war mir noch so, als hätte ich ein großes Thema gehabt, über das ich schreiben wollte. Einfach vergessen.

Entweder ist das beginnende Senilität, etwas Überarbeitung im Moment oder schlicht Verchecktheit. Heute muss ich es auf jeden Fall mal kurz machen.

Das eine Video zeige ich euch trotzdem. Denn die fliegende Indoor-Überwachungsdrohne, die Amazon (Ring) hier vorgestellt hat, läutet für mich eine neue Ära ein. Also klar, im Prinzip wäre sowas schon lange umsetzbar gewesen. Reell aber nicht, dann an irgendwas wäre es gescheitert. Wenn man sowas jetzt wirklich umsetzen kann, dann geht es hier langsam auch voran:

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92: Alles meh

Ich suchte ein modernes Bildbearbeitungsprogramm für den Mac. Eines, das nur die wichtigsten Funktionen umfasst, nicht im Abo bestellt werden muss, nicht 30 Sekunden braucht, bis es startet, eines, bei dem man Bilder nicht nur bearbeiten, sondern auch neue Bilder erstellen kann (es ist erschreckend, wie viele Programme alleine das nicht können), das vielleicht ein paar Instagram-mäßige Filter bereithält und das dabei auch noch gut aussieht.

Nach langer Suche fand ich Pixlr X. Und das tut eben genau das. Ich kann Bilder bearbeiten, neue Bilder anlegen, mit einer wunderschönen UI alle Funktionen ausführen, die ich tagtäglich brauche, mehrere Ebenen anlegen. Und das alles mit einer einfachsten Bedienung. I’m sold! Lass mich dich kaufen! Ich bin bereit euch 30, ach, was sag ich, 50, 60, ja 100 Euro dafür zu geben!

Pixlr X

Problem ist: Die wollen mein Geld nicht, zumindest nicht so, und die haben auch gar keine App. Pixlr X gibt es nur online, werbefinanziert und dann kostenlos. Eine App wäre mir aber eigentlich lieber (geht dann z.B. auch offline und ist praktischer) und Werbung finde ich doof. Ich könnte mich anmelden und dann zahlen, aber dann kostet der Spaß gleich 60 Dollar im Jahr oder 8 im Monat. Dafür bekomme ich eine Tonne an Funktionen obendrauf, die ich überhaupt nicht haben will, weil sie das Ganze dann nur wieder unnötig aufbläht.

Und so suche ich nun nach einer weiteren Bildbearbeitung, die es dann als App gibt und die dann bestenfalls die zweitbeste Lösung wird, weil ich die beste ja schon gesehen habe aber so nicht haben will. Es ist bekloppt.

Der nicht unumstrittene Zukunftsforscher Matthias Horx hat einen hochamüsanten Beiträg über Elektroautos und die Reaktion der Mitmenschen darauf veröffentlicht. Hat Spaß gemacht zu lesen.

Südkorea hat einen Importstopp gegen deutsches Schweinefleisch verhägt. Die schicken sonst allen Ernstes Fleisch 8.000 Kilometer um die Welt in eine Region, die ebenfalls Schweinezucht betreibt?!? 😳

Nichts gegen Denis Villeneuve („Prisoners“ und „Arrival“ sind der Wahnsinn!), aber der Trailer der „Dune“-Neuauflage sieht aus wie Star Wars und hat nichts vom Grusel von David Lynchs 1984er-Adaption übrig:

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82: Immer höflich bleiben

Okay, also der Westdeutsche Tischtennisverband hat auf meine höflichen Mails ebenso höflich reagiert und mir durch die Blume gesagt, dass man an den beschlossenen Maßnahmen (Aerosolparty in der Halle) nichts mehr ändern wird. Worauf ich noch einmal höflichst geantwortet habe, dass ich die Meldung zur Kenntnis nehme, mich damit aber nicht zufrieden gebe und nun eine höhere Instanz anrufen würde. Worauf ein Mitglied des Verbands noch einmal höflich geantwortet und mir sogar mitgeteilt hat, wer die höhere Instanz wäre und an welches Gericht ich mich höflicherweise wenden könnte, wenn ich wollte. Sehr nett alles.

Immer höflich bleiben, auch wenn man anderer Meinung ist. Das zeugt von Stärke.

Ich habe jetzt mal das – Achtung langer Name – Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen angeschrieben. In der Hoffnung, dass die weiterhin für den Sport zuständig sind. Ich glaube nicht mehr, dass ich hier noch etwas erreiche. Jetzt geht es mir eher um ein wenig Neugierde, mal zu erkunden, wie die Dinge eigentlich zusammenhängen, wer für was zuständig ist, was man erreicht, wenn man es versucht. Einfach mal durch die Instanzen wandern und sich desillusionieren lassen. Warum nicht.

Die Frage ist ohnehin: Was machen wir hier eigentlich? Sind die Maßnahmen übertrieben? Wenn ja, dann sollte man den brasilianischen Weg gehen, alles wieder erlauben, die Wirtschaft wieder hochfahren und nur diejenigen mit einschlägigen Vorerkrankungen (und alle, die wollen) Masken aus Eigenschutz tragen lassen. Wenn nicht, dann sollte man das Thema Aerosole in Innenräumen mal zum Thema machen. Denn das scheint einfach keinen zu interessieren, zumindest solange nicht, wie das Kind nicht in den Brunnen gefallen ist.

Zwei Fragen:

  • Was macht eigentlich Christian Drosten? (Vermutung: In den Medien nur noch das Allernötigste. Einen Gastbeitrag mit Handlungsempfehlungen in der „Zeit“ nach seinem endlos scheinenden Sommerurlaub kam Anfang August. Der Podcast mit ihm scheint Geschichte zu sein. Die letzte Folge mit ihm lief im Juni.)
  • Warum hinterfragt wirklich niemand in den als halbwegs seriös geltenden überregionalen Online-Medien die aktuellen Corona-Maßnahmen? Ist das verboten? Sind sich da wirklich alle einig? Wer gegen die Maßnahmen demonstriert, wird derzeit direkt als spinnert abgetan. Und zugegeben gehen auch wirklich viele Bekloppte zu solchen Demos. Aber die Maßnahmen zu hinterfragen, auch in Bezug auf die aktuelle Mortalitätsrate muss doch erlaubt sein.

Bin noch am überlegen, die Rheinradtour am kommenden Wochenende zu beenden, aber die Wetteraussichten (Dauerregen) bessern sich nicht.

„Felix Krull“ von Thomas Mann. Hui, da habe ich mir was aufgehalst. Nach 14 Prozent des Buchs (ja, ich lese nur noch Ebooks und da sind Seitenzahlen ein Relikt der Vergangenheit) muss ich sagen: der hat sich schon gerne schwätzen hören, der Thomas Mann. Und er scheint mit seinen Büchern auch eine Art erzieherischen Auftrag erfüllen zu wollen, dem zur Einfältigkeit neigenden Bürger die gesamte Klaviatur des Wortschatzes der deutschen Sprache sehenden Auges unter die Nase zu reiben. Den Kopf auszuschalten und sich dem Müßiggang hinzugeben, scheint bei der erhabenen Lektüre seines Schriftguts nicht die angestammte Reaktion zu sein. Da ich häufig der Adaption mir vorgelebter Tugenden anheim zu fallen neige, mögen die hochgeachteten Lesenden von der Wahrscheinlichkeit ausgehen, dass mein Wort in nahender Zeit ähnlicher Art zu elektronischem Papiere gebracht werden könnte.

Es ist Ewigkeiten her, dass ich hier ein Bild des Tages veröffentlicht habe, und ich habe auch schon lange keins mehr geschossen. Vielleicht bin ich deswegen so unausgeglichen.

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81: Life’s biggest Aventure

Ach, Alltag… Ich verstehe ja, dass es dich braucht, aber du kannst auch nerven wie die Sau. Unterwegs zu sein, eins mit den Elementen (na ja, mehr oder weniger schon) ist einfach zielgerichteter. Du machst, du weißt genau wohin, die Leute nerven nicht.

Oder anders gesagt: Das größte Aventure ist der Alltag. Die Leute kapieren zum Beispiel nicht, dass es im Zusammenhang mit Corona einen Unterschied zwischen drinnen und draußen gibt. Falls sie überhaupt kapieren, dass es da einen Unterschied gibt. Ein letztes Mal versuche ich es noch:

Draußen: Freie Luft, kein Dach über dem Kopf (Sonnenschirme sind nicht super, aber okay), im Winter kalt. Tröpfchen und Aerosole verfliegen, bei Wind besonders schnell.
Drinnen: Festes Dach über dem Kopf, hat Fenster und Türen, und die sind sehr oft geschlossen. (Sind sie geöffnet, hilft das ein bisschen, zumindest genau an der Öffnung.) Im Winter warm, sofern beheizt. Aerosole, die das Virus in sich tragen, bleiben dort viele Minuten lang in der Luft. Hält sich der Verursacher dauerhaft an diesem Ort auf, bleiben immer wieder neue Aerosole viele Minuten lang in der Luft. Treibt derjenige auch noch Sport, kommen ganz, ganz, ganz, ganz viele Aerosole aus ihm heraus, die viele Minuten in der Luft bleiben.

Die Leute kapieren es nicht, wollen es nicht kapieren oder blenden es aus. Sie tun einfach, was die anderen in der Masse gerade auch machen, das, woran sich die meisten halten.

Ich finde das aus rein wissenschaftlicher Sicht irgendwo auch schon wieder interessant. Der Mensch präsentiert sich gerade par excellence als Herdentier. Vielleicht muss man das nur irgendwie für seine Zwecke ausnutzen…

Mein nächstes Mini-Projekt: Whisky & Soda probieren. Die große Frage dabei: Was ist überhaupt Soda? Da gehen die Begrifflichkeiten schon auseinander. Je nach Land und Definition versteht man unter Sodawasser einen süßen Softdrink, gesprudeltes Wasser oder Sprudelwasser mit einem höheren Anteil an Natriumhydrogencarbonat (Natron). Nach deutscher Lebensmittelverordnung etwa genau das: Kohlensäureversetztes Wasser mit mindestens 570mg/l Natriumhydrogencarbonat.

Was ein echter Aventurer ist, der rennt sofort in den Rewe und checkt die Etiketten der Mineralwässer. Volvic, Evian, Vio und Co. – alle so um die 100-300mg Hydrogencarbonat. Mit einer Ausnahme: Eifelwasser! Gerolsteiner Medium mit gleich dreimal so viel Hydrogencarbonat wie verlangt. Perfektes Soda!

Was ein echter Aventurer ist, der nimmt das natürlich sofort mit nach Hause – und liest dann erst auf der Gerolsteiner-Website:

Kohlensäurehaltige Mineralwässer mit einem hohen Gehalt an Hydrogencarbonat wie Gerolsteiner Sprudel und Medium sind also natürliche Alternativen zu Sodawasser. In vielen Cocktailrezepten werden die Begriffe Soda und Mineralwasser synonym verwendet.

Der Grund ist, dass Sodawasser eigentlich nur künstlich hergestellt wird. Also wieder nicht the real deal? Mir ist es für den ersten Anlauf mal egal. Der Versuch, Natron im Sprudelwasser aufzulösen, dürfte auch kaum besser schmecken.

„Und hier siehst du meinen 2-5, nur leicht überkront, mit toller Hintergrundunschärfe.“ – „Boah, wie ästhetisch. Was für tolle Zähne du hast!“

Meh. Ein Tag, der besser ist, wenn er vorbei ist. Macht’s gut!

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80: Versus

Auf Quora habe ich mir einen Schlagabtausch mit einem „der anderen Seite“ geliefert. Er hält Corona zwar nicht für einen Hoax, die Maßnahmen aber für völlig übertrieben und diejenigen, die sie klaglos mitgetragen haben und Andersdenkende diffamiert haben, für Schäfchen, die auch klaglos mit in eine Diktatur gehen würden. Ich war anderer Meinung und hielt etwa dagegen, ob es ihm mal in den Sinn gekommen wäre, dass die Leute die Maßnahmen aus Vernunftgründen mitgetragen hätten, um eine hochansteckende Krankheit einzudämmen? Und dann sagte er einen Satz, der mir schon zu denken gab:

„Seit Wochen stirbt kaum noch jemand an Corona, trotz steigenden Infektionszahlen.“

Stimmt das? Laut RKI haben wir an diesem Montag 711 gemeldete, neue Corona-Fälle bundesweit (was erheblich weniger wären als noch am Freitag) und 3 neue Todesfälle. Am Freitag noch 1.427 Infektionsmeldungen und 7 Todesfälle. Am Donnerstag davor noch 1.707 neue Fälle und 10 an oder mit Corona Verstorbene. Das alles ist eine Mortalitätsrate von weit unter 1 Prozent. Das liegt deutlich unter den im Schnitt 4 Prozent in Deutschland an oder mit Corona Verstorbenen insgesamt, deren Durchschnittsalter (!) laut RKI-Bericht vom Donnerstag im Übrigen 81 Jahre beträgt. Von den knapp 10.000 Todesfällen in Deutschland insgesamt waren 85 Prozent 70 Jahre oder älter. Dem RKI wurden bislang im Zusammenhang mit Corona 3 Todesfälle unter 20 Jahren gemeldet. Alle davon hatten Vorerkrankungen.

Von einigen Fällen ist bekannt, dass Menschen mit Corona starben, die eine Vorerkrankung wie hohes Cholesterin, Diabetes oder Bluthochdruck hatten.

Bei wieder genesenen Patienten wurde mehrfach von einem dauerhaften Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns berichtet. Es gibt weitere Untersuchungen zu Begleiterscheinungen wie Gedächtnisverlust, gar Wahnvorstellungen, Nesselsucht. Der Merkur hat hier einige zusammengetragen. Die Forschenden berichten aber auch davon, dass die Begleiterscheinungen bei einer Genesung in den meisten Fällen auch wieder verschwünden.

Also zusammengefasst: Mir den gesunkenen Todesfällen hat der Typ Recht. Es dürfte daran liegen, dass heute mehr getestet wird als noch im Frühling und damit auch Menschen mit positiven Testergebnissen in die Statistik eingerechnet sind, die keine oder nur wenige Symptome haben und vorher nicht getestet worden sind.

Ich habe erblich bedingt ein leicht erhöhtes Schlaganfallrisiko und leicht erhöhtes Cholesterin. Dennoch halte ich mich in der Hinsicht nicht für einen Risikopatienten. Das Schlimmste, was mir also mit geschätzt 1 Prozent Chance blühen würde, wenn ich mir Corona einfinge, wäre ein langer Genesungsprozess und ein dauerhafter Verlust von Geruch- und Geschmackssinn. Keine Frage, das wäre mal richtig scheiße. Aber das könnte mir auch blühen, wenn ich mir eine andere Krankheit einfange.

Die Frage, die ich mir jetzt stelle, ist: Übertreiben wir es nicht wirklich gerade? Das Lahmlegen weiter Teile des Alltags auf unbestimmte Zeit für eine letztendlich gar nicht so gefährliche Krankheit?

Ich finde es nicht in Ordnung, dass Dritte wie der Tischtennisverband einfach über meinen Kopf hinweg entscheiden wollen, die Gefahr einseitig für nichtig erklären, durch unzureichende Maßnahmen eine erneute Gefahr heraufbeschwören und mich vor die Wahl stellen, mich für meine Gesundheit oder meinen Verein zu entscheiden. Zumal das gegen jede Vernunft spricht. Das hätte ich mir gerne erspart.

Ich muss den ganzen Irrsinn hier noch einmal gesondert erwähnen, so bekloppt ist das: Da gehen die Behörden hin und kontrollieren heute, ob in Bussen und Bahnen, wo sich kaum einer bewegt, jeder ordentlich seine Maske trägt. In Schulen herrscht Maskenpflicht, in Geschäften auch. Und beim Tischtennis in engen Hallen mit vielen Leuten beim Sport steigt die feinste Aerosolparty, und es ist völlig legal, okay, und keinen interessiert’s. Da wirste doch bekloppt.

Aber ist es den ganzen Ärger wert, mich mit dem Verband und Teilen meines Vereins anzulegen, ein Jahr mit dem Spielen auszusetzen aufgrund der sehr geringen Wahrscheinlichkeit, dass ich mir was Schweres einfange?

Ich bin unschlüssig. Glücklich wäre ich mit keiner Entscheidung.

Update: Bin gerade mal durch die Bonner Innenstadt marschiert. Die Leute sitzen wieder fröhlich drinnen in Restaurants, Bars und Kneipen. Eigentlich egal ob Personal oder Gäste, kaum noch einer hat eine Maske (richtig) auf. Joa, ganz ehrlich, dann kann man die Pandemie auch gleich ganz für beendet erklären. Es hat keinen Sinn, in Bussen und Bahnen noch auf Maskenpflicht zu bestehen und überall anders drauf zu scheißen.

Kriegt das erstmal mit dem schlimmsten aller Deppenapostrophe hin, dann können wir auch übers Digitale reden:

Ich weiß ja nicht, ob der Slogan so clever gewählt ist. Wir machen keine 50, aber dafür 60 Prozent? Ja toll…

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.47: Verfluchte Realität

Der ursprüngliche Plan war, mit einem E-Moped in und durch die Schweiz zu fahren.

Aber nur E-Moped wäre zu wenig Bewegung gewesen (gab coronabedingt davon nicht so viel, die letzten Monate), deswegen: ersetze E-Moped mit E-Bike (Pedelec).

Blöde Realität aber: Ich bin alt geworden und zudem nicht fit. Der Plan, am vergangenen Wochenende mal so 100km ohne Motorunterstützung zu fahren, ging komplett schief. Nach 60 km haben die Muskeln einfach ihre Arbeit verweigert. „Du machst jetzt hier die paar Kilometer auch noch!“ – „Nö, ich mach gar nix mehr…“

Gestern dann folglich die Kapitulation: mit kompletter E-Unterstützung Richtung Euskirchen. 55km insgesamt. Keine eigene Leistung eigentlich, aber wenigstens halbwegs entspannt. So könnte es gehen. Nebenbei gab’s das idyllische Kleinbüllesheim zu sehen:

Malerisch!

Point is: Im schlimmsten Fall wird’s halt die Eifel statt der Schweiz. Muss es zwingend immer die Schweiz sein? Aber echt jetzt…

Hart finde ich die Diskrepanz trotzdem: In deinen Träumen cruised du irgendwo gechilled durch die Heidi-mäßigen Berge, findest nach der Etappe einen idyllischen Bergsee, vor dem du campen kannst, deine Hängematte aufbaust und abends im Resto nebenan zu einem fairen Preis dein Fondue isst. Überlaufen ist der Platz natürlich auch nicht, weil die Schweizer ja auch kaum auf die Idee kommen, dieses Jahr zuhause Urlaub zu machen. Easy baust du deine Hängematte auf, es ist warm und regnet natürlich nie, und am nächsten Morgen trinkst du in Ruhe deinen supergünstigen Milchkaffee und fährst die nächste Etappe…

Schon die letzten Wochen gingen fast komplett mit Sichtung und Bestellung der richtigen Taschen, Camping-Items, Bekeidung, Zubehör, allein schon der passenden Handyhalterung drauf… Ich kam noch nicht mal dazu, den Reiseführer zu lesen. Wo genau will ich eigentlich hin?

Urlaub planen nervt.

Kein Urlaub machen aber auch…

Spontane Idee: heute Morgen einen Teamchat starten. Kollege Frank kam dazu und sprach davon, dass er gerade (im anderen Job) die Marke Duplo betreut. Nun ratet mal, wer den ganzen Tag Bock auf Duplo hatte und am Ende…

Verdammte Werbung…

Schon wieder 1 cooler Song (aber sonderbares Video):

Und noch paar Bilder vom Wochenende:

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.34: Random Thoughts

  • Browser-Anbieter: Bitte in eure nächsten Versionen Tools einbauen, die automatisch jedes Standard-Cookie bestätigen und nach 7 Tagen automatisch wieder löschen, wenn ich die Seite nie wieder besuche. Außerdem jede frickin‘ Anfrage sofort blocken, ob ich Browser-Benachrichtigungen dieser Seiten abonnieren möchte (möchte ich nicht! Möchte keiner!!!) und Anfragen nach Newsletter-Abos automatisch herausfiltern.
  • Online-Redaktionen und Webdesigner: Nur weil es technisch möglich ist, ist es kein Grund, all diesen Mumpitz in eine Seite einzubauen. Das war bei Laufschrift in den 90ern auch schon so.
  • Und wenn ihr schon dabei seid, baut eure Seiten bitte so, dass die 27 Ads, die ihr einfügt, nicht andauernd die Seitenstruktur verändern. So dass der Text in den 30 Sekunden, die die Seite mit allen Trackern und Ads laden muss, nicht kreuz und quer durch die Gegend springt.
  • Alle, die sich depressiv, verängstigt, nicht mehr in Kontakt mit der Welt fühlen und Angst haben, dass wir auf dem Weg in eine Diktatur sind oder der Weltuntergang naht, schmeißt als erstes bitte alle Breaking-News-Apps von eurem Smartphone. Da. kommt. nichts. Breaking-News-Mäßiges. Ihr verpasst nichts, wenn ihr 1x morgens und abends die WDR5- und DLF-Radio-Nachrichten hört oder 1x die Tagesschau guckt.
  • Meldet euch als zweites von Facebook ab. Da verpasst ihr noch viel weniger.
  • Drittens: Von Twitter. Nein, ihr müsst den Ignoranten dort nicht die Welt erklären oder euch von ihnen beleidigen lassen.
  • Geht anschließend eine Runde um den Block und überzeugt euch davon, dass da gerade kein Mord- und Totschlag stattfindet.
  • Ich mache das mal eben gerade selbst, sonst drehe ich hier durch. Augenblick…

  • Hersteller von Camping-Ausrüstung: Bitte Aufbau-Anleitungen standardmäßig um Wieder-Zusammenpack-Anleitungen ergänzen. Beim ersten Auspacken achtet doch keine Sau genau drauf, wie so ein Schlafsack zusammengefriemelt war…

Was ich gerade mache, hat mit Minimalismus wenig zu tun, es läuft allem, was ich eigentlich machen wollte zuwider, und vielleicht bin ich deswegen so unausgeglichen. Der ganze geplante Trip in die Schweiz samt dem E-Bike, der Camping-Ausrüstung, neuer Fahrradklamotten etc. kostet mich Tausende. Ich kaufe das halbe Internet leer, statt Dinge wegzuschmeißen. In meiner Küche stapeln sich schon wieder die Kartons, dabei hatte ich die alten gerade weggeräumt.

Vieles davon ist idealerweise nachhaltig, wird mich also über Jahre begleiten (das Zelt, die Luma, der Schlafsack…). Bei den geplanten Fahrradklamotten, den Fahrradtaschen (kosten 50-70 Euro das Stück!) und überhaupt dem E-Bike weiß ich das noch überhaupt nicht. Werde ich jetzt zum E-Tourenweltmeister oder verkaufe ich das direkt wieder? Man wird sehen.

Um das alles zu kompensieren, habe ich erstmal ein paar alte Klamotten in der Altkleidertonne entsorgt. Hat sich gut angefühlt. Aber ich werde nicht für immer Dinge wegschmeißen können…

Würdet ihr für einen E-Mail-Dienst über 100 US-Dollar im Jahr zahlen?

Auch nicht, wenn er verdammt chic ist und die E-Mail gehörig aufbohrt?

Für das Trendblog habe ich Hey.com getestet, das seit heute frei zugänglich (aber nach der Testphase eben kostenpflichtig) ist. Ich bin über viele frische Ideen gestolpert, ein paar Dinge haben mich aber auch direkt genervt… Wenn ihr das mal testen wollt, schreibt mir zwei Zeilen an jvielmeier@hey.com!

Was für ein Bild! Leider nur eine Zeichnung, leider auch nicht von mir (sondern von der IPAC), aber so ungefähr darf man es sich vorstellen, wenn zwei Schwarze Löcher auf Kollisionskurs sind:

Caltech/R. Hurt (IPAC)

Mein Bild des Tages hält da nicht ganz mit…

Wird ne kurze Nacht. Auf dem Frankenbadplatz steigt die Party des Jahres. Bose, JBL und Co.: Was musstet ihr Bluetooth-Lautsprechern auch so einen Wumms verpassen?

Ich mochte den Corona-Lockdown…

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.31: ¯\_(ツ)_/¯

Wenn sich jetzt schon der Heimathorst in die Debatte um einen taz-Satirebeitrag einschaltet, sogar die Autorin anzeigt, dann ist entweder Sommerloch oder er will von was ablenken.

Nö, falle ich nicht drauf rein.

¯\_(ツ)_/¯

Wahrscheinlich sollte ich mich sogar darüber aufregen, dass nun alle davon sprechen, die taz hätte geschrieben, Polizisten gehörten auf der Müllkippe entsorgt (hat sie nicht). Dass Seehofer ernsthaft glaubt, so ein Beitrag hätte etwas mit den Krawallen in Stuttgart zu tun, glaube ich ihm schon nicht. Dann hätte er entweder selbst vergessen (oder will, dass wir vergessen haben), dass er selbst vor gar nicht langer Zeit noch gegen Flüchtlinge gehetzt und sich hinterher erschüttert gezeigt hat, dass es immer mehr Angriffe auf Flüchtlinge gäbe.

Trotzdem tippe ich einfach mal auf Sommerloch. Corona ist vorbei (zumindest auf dem Bonner Frankenbadplatz), viele Leute sind im Urlaub, die meisten Wahlkämpfe beginnen erst später. Von daher:

¯\_(ツ)_/¯

Außer in Bonn übrigens, da ist der Wahlkampf schon losgegangen, unter anderem bei der SPD:

Hm… nein!

Also, „nein“ im Sinne von: Mit solchen Bildern könnt ihr dem aktuellen Amtsträger nichts anhaben.

Causa Amthor: An Zufälle glaube ich ja nicht. Warum deckt der „Spiegel“ das ausgerechnet jetzt auf, kurz bevor Amthor für den Vorsitz der CDU in Mecklenburg-Vorpommern kandidieren will? Zufall? Oder war der Zeitpunkt der Veröffentlichung geplant? (<- ja, das ist eine Frage, die ich dem „Spiegel“ stellen sollte, sonst wird daraus ein Verschwörungsmythos und dann bin ich nix besser als die Anderen. Ich hoffe, ich finde die Woche über mal die Zeit dazu, da nachzufragen.)

¯\_(ツ)_/¯

War nett, von HBO, die Serie „Watchmen“ über das Wochenende weltweit kostenlos zur Verfügung zu stellen. (Noch netter wäre es gewesen, wenn auch die letzten drei Folgen in Deutschland funktioniert hätten, aber na gut). Ein Zufall war es offenbar nicht, denn die Serie spielt in Tulsa, Oklahoma, just dort, wo anno 1921 ein weißer Mob 100 bis 300 Schwarze getötet und ihre Wohnviertel dem Erdboden gleichgemacht hat. Das Tulsa-Massaker wird anfangs in der Serie thematisiert. Bisher sehr gute Serie übrigens, hat (zum Glück) mit dem Film von 2008 nicht viel zu tun.

Donald Trump hielt seine erste große Wahlkampfrede nach Ende der Corona-Maßnahmen just an diesem Wochenende in – Tulsa, Oklahoma.

Apple WWDC 2020: Das erfrischendste an der Keynote war tatsächlich die Keynote selbst. Weil die Konferenz diesmal nicht vor Ort stattfindet, hat Apple die Keynote schon vorher aufgezeichnet und die Chance für ein wenig Dramaturgie genutzt. Sah gut aus – und wirkte irgendwie wie eine Comedy ohne eingespielte Lacher. Ich hoffe, das macht Schule, auch wenn Corona wieder vorbei ist! Auffällig auch das gleich doppelte Statement: Tim Cook bezieht Position für #BlackLivesMatter, und im Video selbst sind fast nur Apple-ProjektleiterInnen zu sehen, die eben keine weißen Männer sind. Auch so viele Frauen hat man in einer Tech-Präsentation selten gesehen. Kudos Apple!

Ach so, inhaltlich? Ein hübsches Redesign für macOS (Icons jetzt nicht mehr rund, sondern mit abgerundeten Ecken), Widgets für iOS (zehn Jahre nach Android), neue Watchfaces für watchOS („beautiful“), Memojies mit Mundschutz (aktuell) und um die Jahreswende die ersten Macs mit Apples eigenen ARM-Chips statt mit Intel.

¯\_(ツ)_/¯

Laut Apple bezeichnen „viele“ die 2021 auf Apple TV+ startende Serie „Foundation“ als „die beste Science-Fiction-Serie“ aller Zeiten. Ist ne Ansage (und sieht mir noch nicht wirklich so aus). Jared Harris spielt auf jeden Fall wieder mit:

Jahaha, Instagram-Werbe-Algorithmus! Du weißt, dass ich eine Schwäche für Kaffeetassen habe, dass ich Wortspiele mag und sowas auch durchaus witzig finde. Aber du hast nicht an die Form gedacht. Ich kaufe nur flachere, bauchige Kaffeetassen. Tja. Better luck next time…

Jetzt auch noch Spin. Bonn hat jetzt mindestens vier E-Scooter-Leihdienste. Mein Favorit bleibt vorerst Bird.

Fast schon mediterran. Fast.

¯\_(ツ)_/¯