Kategorien
Allgemein

.58: Basel II

Heute ein kürzerer Eintrag, bin ja immer noch in Basel. Etwas schade zwar, dass alle Museen einschließlich dem weltberühmten Kunstmuseum heute geschlossen haben. Aber rückblickend ist es wahrscheinlich sogar besser. Muss ich halt noch mal wiederkommen.

So hatte ich einen entspannten Morgen, den ich mit lecker Frühstück, Kaffee aus der Bialetti, Lesen, Solarladen meiner Powerbank auf dem Hausdach (Solar challenge still alive!) und einem Besuch des Fahrradgeschäfts um die Ecke verbracht habe, um den Reifen noch ein bisschen Luft zu gönnen. Mittendrin ruft auch noch meine Steuerberaterin an, um sich zu erkundigen, wie ich so durch die Krise komme.

Es wird ein nachdenklicher Nachmittag. Warum genau, weiß ich gar nicht, denn das anschließende Rheinschwimmen bei Lufttemperaturen um 33 Grad ist göttlich:

In der Hand halte ich da übrigens einen Wickelfisch. Das ist ein wasserdichter Packsack in Fischform, in dem ihr eure Sachen verstaut, von dem ihr dann die Öffnung genau 7 Mal faltet (nur dann ist er dicht) und mit dem ihr euch dann ein paar Kilometer im Rhein treiben lasst. Bei dem Wetter, wie gesagt, herrlisch! (Ich bitte trotzdem zwei erfahrene Locals um Assistenz beim sicheren Wickeln.)

Das abschließende Radler (ich hielt Panaché für eine regionale Biermarke ;), haut mich erstaunlich um.

Zurück zur Nachdenklichkeit. Vielleicht ist es die Erkenntnis, dass morgen der Tag der Wahrheit ansteht. Die Strecke Basel-Aarau hat zwar nur 60km aber 700 Höhenmeter. Jetzt wird sich zeigen, was die Technik und ich wirklich drauf haben.

(Andererseits: Wenn es morgen nicht klappt, dann weiß ich es dann wenigstens. Wäre kein Weltuntergang, dann halt weiter am Rhein entlang.)

Vielleicht ist es das Gespräch mit der Steuerberaterin und die Erkenntnis, dass Corona noch lange nicht vorbei ist, wir sogar wahrscheinlich erst am Anfang des Ganzen stehen, es wieder Lockdowns geben könnte, der Staat irgendwann auch nichts mehr machen kann und es meine Freunde, Kollegen und mich dann irgendwann auch erwischen würde.

Dann wird das so oder so der wohl letzte Urlaub in absehbarer Zeit, und ich sollte quasi (sorry für die Floskel) mehr denn je im Jetzt leben und das Beste daraus machen.

Was auch immer das dann ist.

Rheinschwimmen auf jeden Fall fühlte sich nicht so falsch an…

Finally a use case for these things (am bestmöglichen Einstieg zum Rheinschwimmen, siehe Bild darüber)

Die Schweiz ist teuer, aber das war auch das verdammtnochmal leckerste Hummus mit Brot, das ich je hatte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.