
Code und Text


Der erste Monat Junglenotes ist rum. Ich habe euch einen Monat tägliches Bloggen versprochen. Das habe ich gehalten. Zeit, ein wenig inne zu halten. Gleich vorab: Es könnte gleichzeitig der letzte Monat von Junglenotes gewesen sein.
Nach dem Ende von Leidartikel habe ich nach etwas Neuem gesucht, etwas Positivem, habe lange nach einem guten Namen gefahndet. Und jetzt, nachdem es Junglenotes wurde, bekomme ich mehr und mehr das Gefühl, dass es Junglenotes eben doch nicht ist.
Was ist schon ein Name, mag der eine oder andere denken. Für einen Blogger sehr viel. Der Name ist Zugpferd, Motor und Inspirationsquelle in einem. Und daher muss er passen, sonst wird es kein Selbstläufer, sonst schleppt man sich täglich ab. Zu oft hatte ich in diesem Monat das Gefühl, mich abzuschleppen. Ob es jetzt nur am Namen lag oder auch ein paar anderen, teils unvorhergesehenen, Ereignissen, kann ich noch nicht genau sagen.
Fakt ist, dass ich aber schon mit irgend etwas weiter machen möchte. Geht also davon aus, dass ich euch in absehbarer Zeit etwas Neues präsentiere, auf das ihr, notfalls, automatisch umgeleitet werdet. Es tut mir Leid für das ganze Hin und Her der letzten Monate. Es ist wohl so eine Art Selbstfindungsprozess, und ich hoffe, der ist bald abgeschlossen.
A propos: Danke! Ich wollte das hier nicht an Zahlen fest machen, aber es ist toll, wie sehr ihr in diesem kurzen Monat bei Junglenotes mitgemacht habt, wie ihr kommentiert habt und wie mich das immer wieder neu motiviert hat. Dieser Monat zählt 63 Blogbeiträge, 167 Kommentare, davon 65 Antworten von mir, also 102 Kommentare von euch. Ihr seid einsame spitze!
Man muss es als Polit-Coup bezeichnen, was die AfD da in Thüringen abgezogen hat. Und genau genommen müsste man ihr dankbar sein, dass sie den demokratischen Parteien die Augen geöffnet hat. Wenn die ihre Augen denn nun endlich mal öffnen würden.
Grüne, Linke und SPD sind so oft mit der Wahl ihres Kandidaten Bodo Ramelow zum Ministerpräsidenten gescheitert, bis die AfD-Abgeordneten ihre Stimmen geschlossen dem FDP-Kandidaten Thomas Kemmerich gaben und Ramelow damit überboten.
Dass Kemmerich die Wahl dann auch noch annahm und nun neuer Ministerpräsident Thüringens ist, praktisch von AfDs Gnaden, und sich von Björn Höcke die Hand schütteln ließ, ist erbärmlich. Und es zeigt, was passiert, wenn sich Demokraten untereinander so zerstritten sind, dass sich für Rechte plötzlich Chancen ergeben.
Muss man jetzt wieder auf 1933 verweisen, bevor sie es endlich merken? Eine schwache Demokratie, eine zerstrittene Parteienlandschaft, das Volk von den ständigen Regierungswechseln derart genervt, dass sich die Rechten irgendwann als Retter aus dem teils mitverantworteten Chaos präsentieren konnten.
Demokraten aller Länder: Lernt aus der Geschichte! Und vor allem: Get your shit together! Sonst tanzen euch die Rechten bald noch ganz anders auf der Nase herum.
Es mag spannendere Themen geben als eine optimierte, schnellste Route zum Supermarkt und wieder zurück. Aber denkt mal darüber nach: Ihr wollt einen leckeren Nachmittagskaffee trinken, habt aber keine Milch mehr im Haus. Also die einzigen zwei Optionen: schwarzer Kaffee oder schnell zum Supermarkt.
„Schnell“ zum Supermarkt – wie soll das gehen? Meistens ist man ja rund ne halbe Stunde unterwegs, um alles zu planen, einzuladen, an der Kasse zu warten. Ich habe es heute mal „auf Speed“ versucht:
Ist das alles mehr als ein Kleiner-Junge-Experiment? Ich denke ja, denn es besiegt die Faulheit, aktiviert den Kreislauf an einem müden Nachmittag und motiviert vor allem für Tage, an denen es mal stressig werden sollte: Schau an, in rund einer Viertelstunde kannst du Einholen und nen Kaffee kochen. Alles halb so wild.
Noch besser wäre natürlich, das ganze in wirklich 15 Minuten zu schaffen. Aber viel mehr Einsparpotenziale sehe ich da gar nicht, außer ich würde rennen, und das will ich nicht. Vielleicht hätte ich bei der Auswahl der Lebensmittel noch einmal 30 Sekunden einsparen können, vielleicht beim Kaffeekochen noch 1 Minute. Dafür hatte ich unbeschreibliches Glück an der Kasse, dass niemand vor mir dran war. Bei einer etwas längeren Schlange hätte mich das Minuten kosten können. Dennoch: 15-20 Minuten sind allemal drin und das zu wissen, motiviert, es zu tun. Ich werde weiter experimentieren (ob es euch interessiert oder nicht ;).
Jetzt, wo die Vorwahlen zu den Präsidentschaftswahlen in den USA begonnen haben, können wir es auch kurz machen: Trump wird wiedergewählt werden. Ich spare euch 9 Monate des Hoffens, des Bangens, des Zitterns und des Betens. Investiert eure Energie lieber in was Anderes, als die Nachrichten zu verfolgen, wettet lieber auf den FC Bayern (oder Borussia Dortmund), betet für die Armen in der Welt. Aber an Trumps Wiederwahl wird das nichts ändern. Wie ich darauf komme?
Konzentrieren wir uns lieber auf die Wahlen 2024. Die werden (hoffentlich) spannender.
And one habit is to play casual games on any new Linux distribution. I used to play Chess or Black Jack, this time it’s Solitaire. I’m never planning to, but for some reason I happen to.

It’s Ubuntu Budgie btw. I wanted Deepin but for some reason that one didn’t want to install on my machine. Will keep trying though. I like the idea of both systems resembling macOS.



Was von euch noch keiner wusste: Ich versuche seit einigen Monaten, jeden Tag ein Video aufzunehmen, um die Scheu vor der Kamera zu verlieren. Irgendwann bin ich dazu übergegangen, Vertikal-Videos zu drehen, weil die meisten Menschen Inhalte nur noch auf dem Smartphone konsumieren (und weil ich irgendwie Bock drauf hatte). Nun ja, nicht alle Video waren vorzeigbar, ihr seht auch bei diesen hier, dass noch Luft nach oben ist (und dass mein schwarzer Pulli in einem Video völlig verstaubt ist). Wenn ihr auf Vollbild klickt, seht ihr die Videos auf dem Smartphone dann übrigens auch wirklich formatfüllend.
Wenn ihr mögt, sagt mir mal, was ihr davon haltet und was sich außer dem verstaubten Pulli, dem nicht passenden Kragen oder dem unruhigen Hintergrund sonst noch verbessern ließe.
Für jeden, der auch mal sowas machen will, würde ich übrigens die gleiche Methode vorschlagen: Jeden Tag ein kurzes Video aufnehmen und euch direkt danach anschauen, wie es geworden ist, analysieren, was noch nicht so gut war, und beim nächsten Mal besser machen. Wichtigste Regel: nicht entmutigen lassen, auch wenn es anfangs ziemlich mies aussieht und klingt.
… der ab morgen keine Stau-Nachrichten mehr verliest. Aber wo ist Halstenbek-Krupunder, wo das Kamener Kreuz?