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Aventure Pieces #14: Whitsun Special

„Mr. President. Bei einer Polizeikontrolle ist ein Schwarzer zu Tode gekommen. Es gibt Ausschreitungen, im ganzen Land!“

„Wir werden mit aller Härte gegen Plünderer und gewalttätige Demonstranten vorgehen. Ich werde die Antifa als Terrororganisation einfstufen lassen!“

„Die was?“

„Die Antifa! Dieser schwarze Block, der auf Demos immer Krawall macht.“

„Und was hat das mit den Protesten gegen Polizeigewalt zu tun? Sollten wir nicht vielleicht…“

„Die ausländischen Agitatoren, die unser Land in Trümmern sehen wollen, sie werden keine Genugtuung erfahren. Sie wettern gegen uns in den sozialen Netzwerken und warten nur auf unsere Schwäche. China, Iran, Zimbabwe.“

„Zim-wer?“

„Ich werde die Antifa als Terrororganisation einstufen lassen und eine Erklärung gegen Zimbabwe auf die Tagesordnung bringen.“

„Okay, und wie soll das die Proteste…“

„Wir werden hart vorgehen gegen alle, die uns schwächen wollen. Ich bin der beste Präsident, den dieses Land je gesehen hat. Im November werden sie mich wiederwählen!“

Kannste dir alles nicht ausdenken. Musste dir aber auch nicht ausdenken.

Im Zuge des finalen Ausmistens ist der Endgegner schon einmal eingekreist:

Ihn zu besiegen, wird aber noch ein harter Kampf werden. Zumal es auf dem Weg dahin noch massig andere Bosse gibt: Steuer, Altersvorsorge, 80.000 Fotos, alte Dateien, Kladden, Tagebücher. Wünscht mir Glück…

Final aufgeräumt:

  • Das Auto (leichter Gegner, aber guter Start)
  • Den Keller (Oh ja!)

Und das freut mich jetzt irgendwie, weil es ja immer heißt: Du kannst keinen Frieden finden, nicht abnehmen etc. wenn du deinen Keller nicht ausgemistet hast. Habe ich jetzt. Waren kaum Leichen drin zu finden.

Ich habe nur kurz mal meine Kamera ausprobieren wollen. Am Ende wurden es in einer knappen Stunde 101 Fotos. Kein Wunder, dass sich da über die Jahre 80.000 Fotos angesammelt haben. Dass es nicht noch viel, viel mehr sind, wundert mich jetzt fast…

Smartphone oder Kamera? Das ist die Frage. Lassen wir mal Bilder sprechen. Links Smartphone, rechts Kamera:

Und hier noch ein paar exklusive Bilder mit der Kamera:

Stimmt schon, die Kamera nimmt paar mehr Details auf. Ihr könnt stufenlos und insgesamt auch etwas weiter heranzoomen (vorausgesetzt, ihr habt das passende Objektiv). Wollt ihr mit Effekten, Unschärfen etc. spielen und arbeiten, kommt das Smartphone an seine Grenzen. Sonst… fühle ich mich tatsächlich wohler mit meinem S10. Ja, exorziert mich!

Aus dem Bonner Generalanzeiger von Freitag (Hervorhebung von mir):

Tiefbauamtsleiter Esch räumte ein, dass ihm die geplante Rampe zur Viktoriabrücke „große Sorgen bereitet“. (…)

Die Statikberechnungen für die Rampe mache es nach bisherigem Stand erforderlich, dass das Fundament näher an die Bahntrasse herankommt, als bisher angenommen. Es stünde auf Grund und Boden der Deutschen Bahn, somit wäre ein Gestattungsvertrag mit der DB zu vereinbaren. Ein Verfahren, das nach Erfahrung der Tiefbauer ein bis zwei Jahre in Anspruch nähme.

Man möchte in den nächsten Flieger nach Südostasien steigen und niemals zurückkommen, wenn man so etwas liest. Ernsthaft: Es wird langsam mal Zeit, dass wir im stolzen Europa unseren Shit zusammenkriegen. Solche Dinge müssen vereinfacht werden, schneller gehen, unbürokratisch gelöst werden können. Es darf einfach nicht sein, dass sich etliche Instanzen, die eigentlich dasselbe wollen, gegenseitig blockieren. Und es kann nicht immer erst ein Virus kommen, bevor Dinge mal schnell gelöst werden.

Vier Jahre dauert der Neubau der verdammten Brücke jetzt schon, und sie ist noch nicht einmal halb fertig. In Singapur hätte sie ein Jahr später fahrtüchtig dagestanden mit der Entschuldigung for any inconvenience caused. Unser einziges Argument dann immer: Ja, aber die scheren sich da halt nicht um irgendwelche Menschenrechte!

Mag sogar sein, aber ganz ehrlich: Welche Menschenrechte sind denn bitte vom Bau einer Eisenbahnbrücke betroffen? Das Ding soll gebaut werden und den Innenstadtverkehr entlasten, mehr nicht.

Meine Smartphone-Halterung fürs Auto sieht aus wie ein Pinguin. Fällt mir jetzt erst auf, wo es Zeit ist, getrennte Wege zu gehen (meine neues Autoradio hat eine Halterung gleich eingebaut). Soll noch einer sagen, es wäre leicht, sich von Dingen zu trennen…

Aber es nützt ja nichts, schnief. :´( Pinguin in verantwortungsvolle Hände abzugeben:

Auch mein iPad 4 wechselt jetzt den Besitzer. Trenn dich von allen Besitztümern, haben sie gesagt. Dann bist du frei, haben sie gesagt. Bist du dann auch glücklich? Das haben sie nicht gesagt…

Symbolbild des Tages:

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Aventure Pieces #13

Ich dachte immer, Elon Musk würde einen perfekten James-Bond-Gegenspieler abgeben. Er hat irrsinnig viel Kohle, baut futuristische Objekte wie einen kugelsicheren Pick-up-Truck, einen Flammenwerfer, Raketen und ein gigantisches Tunnelsystem. Er schert sich nicht um Regeln, hat immer wieder Ärger mit den Behörden und einen Chefdesigner mit dem Namen Franz von Holzhausen. (Es sei in dem Zusammenhang kurz an die lange Tradition deutscher oder österreichischer Oberbösewichte oder zumindest Handlanger in James-Bond-Filmen erinnert).

Nach seinem jüngsten Video mit Jay Leno denke ich mir allerdings: Leno ist noch viel, viel fieser und gegen ihn ist Musk ja nur ein kleiner, ungezogener Junge. Beide zusammen… oha, da hätte Bond viel zu tun:

Der schon wieder. Und schon wieder so ein komisches Format. Die Sache mit Amazons PR-Maschine ist auf jeden Fall hochinteressant…

Just a few pics

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Aventure Pieces #12: Once in a Lifetime

Stellt euch vor, ihr könntet mit eurer Vergangenheit komplett abschließen. Mental, aber auch materiell. Also alles, was ihr Zeit eures Lebens angehäuft habt, loswerden. Ein für alle Mal. Alte Unterlagen, Papierkram, Klamotten von anno dazumal, Bücher, die ihr seit vier Umzügen mit euch rumschleppt, alte Technik, die ihr nie wieder braucht. Alte Dateien und Fotos auf euren Festplatten. Aber auch negative Gedankenmuster und sogar Gewicht.

Ich reduziere das alles seit Jahren. Der Rest wird kleiner und kleiner. Nun habe ich die einmalige Chance, alles loszuwerden. In einem Monat möchte ich so weit sein. Was ich behalten möchte, kommt in eine Schatzkiste, alles Andere, was ich auch nicht wirklich zum Leben brauche, kommt weg oder wird ausgetauscht. Ich sprach schon Anfang des Jahres des Jahres davon. Jetzt gilt’s.

Auf das Ende des Regenbogens bin ich gespannt. Was wird da sein? Werde ich glücklich sein, erleichtert, frei? Vorher wird es auf jeden Fall noch viiieeel zu tun geben. Stellt euch die nächsten Wochen darauf ein, dass es hier viel darum gehen wird.

Ach ja, wenn noch einer ein kaum benutztes iPad Mini 4 samt Hülle und Logitech Crayon braucht…

Ladies and Gentlemen, we have a new car stereo! Der Anschluss war am Ende das kleinste Problem, zwei Stecker einfach einstöpseln. Schwerer war es, den alten Käfig da wieder rauszubekommen, den neuen rein und dann das neue Radio so reinzufriemeln, dass es nicht rausguckt.

Hat mich einiges an Nerven gekostet, aber war so gesehen mein größtes Erfolgserlebnis heute. Danke an Bene für die Supervision!

Talking about Super Vision: Oberhalb spannt ihr euer eigenes Smartphone ein. Dann sieht’s zumindest auf den ersten Blick so aus wie eins dieser neuartigen Autoradios mit Display.

Schluss aus vorbei übrigens: Ich hab mir jetzt endlich ein Notebook bestellt. Geworden ist’s das Dell XPS 13 (2020). Nachdem ich gestern keins mit Rabatt gefunden habe, habe ich heute noch einmal unter den Business-Konfigurationen nachgeschaut. Und siehe da: Eins mit Full HD+, 16 GB RAM und Touch – und sogar 14 statt 10 Prozent Rabatt.

Der Plan ist, Linux draufzuhauen, Windows aber draufzulassen. Ich würde gerne wieder mehr zocken. Und für den Notfall, wenn mal das eine oder andere auf Linux nicht funktioniert. Wieso und warum jetzt das und warum kein Apple mehr. Darüber wird’s später noch viel zu erzählen geben.

Der Podcast mit dem Gerhard war dann in Folge 1 irgendwie auch sooo toll nicht. Okay, der Mann ist mittlerweile 76, aber er redet immer noch genauso wie früher. Es vergingen keine 2 Minuten, da hatte er sich schon selbst auf die Schulter geklopft. Neulich schrieb ich, dass ich den Typ Schröder mag. So ganz kann ich das jetzt nicht mehr unterschreiben. Dafür kam er mir in der halben Stunde schon wieder zu altklug, selbstbeweihräuchernd und auch gar nicht mehr so intelligent vor. Die Agenda 2010 hält er immer noch für eine gute Idee. Dann waren die 30 Minuten immerhin gut, um einen Mythos zu entzaubern. Auch nicht schlecht.

Bild des Tages ist ein Schnappschuss von gestern. Der ist mir da vor die Linse gehuscht und verleiht dem Ganzen eine nicht geplante Dynamik:

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Aventure Pieces #2

Schaut man sich die Tage im Netz um, könnte man meinen, die Welt wäre binnen zweier Wochen komplett verrückt geworden.

Da lässt Sido krude Verschwörungsmythen los, so dass ihm ein Bild-Reporterteam auf die Pelle rückt, Sido sie tätlich angreift, ein RND-Journalist dafür sogar Verständnis äußert, weil selbst Promis ein Recht auf Privatsphäre haben, und Sido sich am Ende von den Verschwörungsmythikern distanziert.

Journalistsein ist in diesen Tagen ein gefährlicher Beruf geworden. Überhaupt scheint in diesem Land nichts mehr selbstverständlich. Ich würde gerne mal einen Soziologen fragen, was eigentlich in den letzten 20 Jahren passiert ist. Das kann doch bitte alles nicht nur an Hartz IV und dem Internet liegen!

Mittlerweile gibt es Tipps für den Umgang mit Verschwörungstheoretikern, die sicher nicht schaden können. Aber was tun, wenn man es mit aggressiven solchen zu tun bekommt, für die ja jeder Journalist mittlerweile ein rotes Tuch ist? Sicht bewaffnen? Einfach nicht mehr berichten?

Warum nicht Letzteres! Wenn Teilnehmer solcher Demos ohnehin nur noch das glauben, was sie wollen, Journalisten für Intriganten halten und teilweise handgreiflich werden, warum lässt man sie dann nicht am langen Arm verhungern und schenkt ihnen einfach keine Aufmerksamkeit mehr? Bekehren kann man sie ja eh nicht.

Oder einfach gleich wieder damit anfangen, keine Nachrichten mehr zu hören bzw. nur noch morgens und abends kurz im Radio, ob die Welt sich noch dreht? Es macht glücklicher und am Lauf der Welt ändert es auch nichts, ob man hinhört oder nicht. Ich bin immer wieder versucht…

Gibt aber auch gute Nachrichten zwischendurch, wie dass sich Dutzende Bonner für einen Obdachlosen einsetzen, den die Stadt einfach wegräumen ließ. Letzteres ist echt eine Schande, aber die Reaktion zeigt, dass noch nicht alles verloren ist.

Als Deutscher schüttelt man immer den Kopf über die Amis und ihre Waffenlobby. Als wären wir da so viel besser. Die Politik hier lässt sich dafür von der Autolobby auf der Nase herumtanzen. Kommt die tatsächlich mit dem Vorschlag um die Ecke, neue Abwrackprämien für Verbrennermotoren aufzulegen, um die Industrie zu retten, die das Elektroauto völlig verschlafen und lieber Stimmung dagegen gemacht hat. Auch mit der Raserei geht es weiter. Das Bundesverkehrsministerium hat erwirkt, die geplanten, strengeren Strafen für Raserei wieder zurückzunehmen. Tenor: Haben wir eh nicht wirklich ernst gemeint, wir wollten nur mal sehen, wer sich alles drüber aufregt.

Es sterben Menschen deswegen. Nicht so viele wie durch Waffen, meinetwegen. Aber beide Beispiele zeigen, dass mit Vernunft gegen eine fest etablierte Lobby hüben wie drüben nicht mehr anzukommen ist.

Come on, SPD! Die Grundrente einzuführen, ist die richtige Entscheidung. Bleibt hart, bleibt ein einziges Mal hart!

Was war ich nochmal von Beruf? Ach ja, einer, der schon als 6-Jähriger an Autos rumgeschraubt und Fernseher auseinander genommen hat, so dass er damals schon wusste, dass er was mit Technik machen würde, weil er Technik einfach lebt und sowas wie Handbücher nicht braucht, um ein simples Autoradio… (Hilfääääää!)

Abgefahren, im positiven Sinne abgefahren!

War mit dem Moped im Siebengebirge unterwegs. Lief gut und war schön:

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Daytrippin'

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Das Jahr der E-Vespas?

Viel mit Wegfahren ist dieses Jahr nicht. Österreich überlegt derzeit, die Grenzen wieder zu öffnen; ich hoffe noch, die Schweiz wird folgen. So oder so wird Urlaub 2020 eher im Nahbereich stattfinden. Travel at home sozusagen, ein erzwungener, aber ein eigentlich auch fürs Klima einmal hübscher Trend.

Ich hätte ja Lust, mit einer Elektrovespa durch die Gegend zu fahren, gerne sogar bis ins Tessin. Auf dem Trendblog habe ich passend dazu mal das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden und euch und mir über 20 Elektro-Mopeds präsentiert, die auch nach was aussehen.

Emco Nova

Solche Gefährten machen auf mich Urlaubsstimmung, und sie sind die naheliegendste Lösung. Bieten ein wenig Motorradfeeling, fahren aber nur 45 km/h schnell und lassen sich deswegen mit einem KFZ-Führerschein fahren. Ab 2.000 Euro, eher 3.000, seid ihr mit einem ordentlichen Modell und einer halbwegs okayen Reichweite auch für Überlandfahrten dabei. Ich soll kommende Woche ein Testgerät bekommen und bin sehr gespannt.

Auch was für euch?

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The One Thing That Unites Us All

„One World – together at home“ war ein gestern Abend live gestreamtes Konzert von Weltstars wie Lady Gaga, Rolling Stones, Paul McCartney, Taylor Swift, Billie Eilish… Weil das Virus keine gemeinsamen Auftritte erlaubt, haben die Künstler sich von zuhause gestreamt, und jeder weltweit mit einer stabilen, unzensierten Internetverbindung konnte es sehen. Über 6 Stunden dauerte das Ganze.

Etwas in der Form hat es bisher noch nie gegeben. Ja, es gab Livekonzerte, Super-Bowl-Halbzeit-Shows oder auch Eurovision Song Contests, die in viele Länder der Welt übertragen wurden. Aber nicht in alle Länder, immer abhängig von Auswahl und Einkäufen bestimmter Programmmanager. Weltweit unbeschränkter Zugang, für alle gleich, das ist neu. Ein Virus also, das in einigen Lebensbereichen kurzzeitig den Kommunismus herbeiführt. Marx und Lenin hätten sich das nicht besser hätten ausmalen können.

Besonders schön aber in meinen Augen der damit verbundene Wegfall einer Social Pressure. Niemand, der mit teuer Geld (oder hohem Dispo) zu der Show selbst anreisen konnte, um dann auf Instagram mit Bildern vom roten Teppich oder nebenbei dem eigenen Spaziergang auf dem Walk of Fame zu prahlen. Kein anderer Star, der mit den Stones zusammen ein After-Show-Selfie aufnahm, das von irgendwelchen Klatschpostillen aufgegriffen und viral geschaltet wurde, wo dann am nächsten Nachmittag 1live-Moderatoren keine anderen Beiträge mehr brauchen.

Zum ersten Mal seit den faktischem Sieg über den Kommunismus waren für einen kurzen Moment alle gleich.

Oder hätten es sein können. Ich habe es nämlich verpasst. 🙈

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Wie jetzt, was jetzt? Aventurer?!

Die handverlesene Auswahl von euch, die trotz der nicht gerade wenigen Umzüge des vergangenen Jahres hier gelandet ist, fragt sich wahrscheinlich gerade, was um alles in der Welt das jetzt wieder soll. Gestern war noch Junglenotes, vorgestern Leidartikel und jetzt Aven-was? Was zum Teufel, Jürgen! Was soll das hier?

Tja, was soll ich sagen: Sorry dafür! Ich sagte es schon einmal und ich sage es hier jetzt wieder: Leidartikel war es nicht mehr, Junglenotes aber irgendwie auch nicht. Aventurer kam bei meiner letzten Namensfindung schon einmal auf und war ein Name, der mir gut gefiel.

Bin ich jetzt nicht mehr der leidende Hobbypoet, sondern der draufgängerische Abenteurer? Nun, ich wäre es zumindest lieber. Der Name Aventurer soll mich von nun an immer wieder daran erinnern und dazu motivieren, nicht rumzuheulen, sondern den Arsch hoch zu bekommen und aktiv zu werden. In der Taiga mit Bären um mein selbst erlegtes Essen ringen werde ich (erst einmal) eher nicht. Aber die Komfortzone verlassen, gegen die Schwere ankämpfen und das eine oder andere urbane Abenteuer erleben. Das würde ich gerne und darum soll es hier gehen.

Und, nope, ich kann noch nicht einmal Stein und Bein schwören, dass das hier der endgültige finale Namenswechsel sein wird. Und ja, ihr könnt das gerne auf meine (langsam aber sicher endende) Midlife Crisis schieben. Diesmal war ich immerhin so schlau, Weiterleitungen ein(zu)richten zu lassen. Großen Dank übrigens an Nicky für die technische Umsetzung des Umzugs!

Und vielen Dank für eure Treue, wenn ihr jetzt immer noch nicht genug von dem Ganzen habt…

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Ein paar Gedanken über Corona

Ich war gerade eine Runde draußen (und bin froh, dass das noch geht). Dabei macht man natürlich Beobachtungen und sich so seine Gedanken.

  • Viele Restaurants verkaufen jetzt außer Haus. Bei mir in der Gegend sind das gleiche mehrere (Italiener, Asiate, Spanier…) Wenn ihr wollt, dass es sie nach der ganzen Sache noch gibt, dann ruft da einfach mal an, bestellt was vor und holt es ab.
  • Generell: Ruft doch mal an (oder schickt, bisschen diskreter noch, eine Sprachnachricht). Ihr müsst es ja nicht gleich übertreiben. Aber alle paar Tage mal ein gutes Gespräch mit einem Freund ist ein ganz guter Ersatz für nun ausbleibende soziale Kontakte.
  • Mittlerweile sind die Leute allerdings auch gefühlt des Kommunizierens ein wenig überdrüssig. Die vergangenen Tage flatterten noch täglich mehrmals „Wie geht’s dir?“-Nachrichten oder Klopapier-Memes ins Haus. WhatsApp-Status blüht mehr denn je, ansonsten scheinen die Leute mittlerweile ein klein wenig mehr auf Abstand zu gehen – auch, weil sie mit dem weniger Abstand zuhause erstmal klarkommen müssen. Die Nachrichten werden weniger. Zum einen brauchen wir vielleicht alle gerade wirklich etwas Ruhe. Zum anderen ist die Krise aber auch schneller Alltag geworden, als man für möglich gehalten hat.
  • Ähnlich wie bei Restaurants sieht es mit einigen Einzelhandelsgeschäften aus. Sie verkaufen außer Haus. Auch das eine gute Möglichkeit, sie in diesen wirtschaftlich sehr schweren Zeiten zu unterstützen. Rainer hat es hier schon kommentiert und die Idee scheint mir eigentlich gut: Wenn ihr etwas einkaufen wollt, dann guckt doch vielleicht erstmal, ob das Geschäft, zu dem ihr sonst gegangen wärt, nicht auch einen Online-Shop hat, bevor ihr direkt zu Amazon geht. Was mich zum nächsten Punkt bringt:
  • Wohl dem, der jetzt einen Online-Shop hat! Praktisch jedes Geschäft hat jetzt einen Info-Zettel an der Tür hängen, ob und wie man gerade noch etwas verkauft. „Ihr könnt bei uns online oder telefonisch bestellen“ schreiben die einen. „Ihr findet uns weiterhin auf Facebook oder Instagram“ die anderen. Wer von beiden ist wohl besser aufgestellt…
  • Es war noch nie so einfach wie jetzt, dumme Leute auf der Straße zu erkennen. Ich sage nicht, dass jeder sofort eine hohle Nuss ist, nur weil er noch im Pulk mit anderen rumsteht. Aber die paar, die ich gerade unterwegs traf, und die zu fünf oder sechs im Kreis standen, teils vor sich hin spuckend (wie blöd kann man sein!), sah man die Dummheit aus drei Kilometern Entfernung an. Vielen Dank für diesen Einblick!
  • Was im Umkehrschluss aber auch bedeutet: Die allerallermeisten Anderen sind zuhause geblieben, haben es also begriffen. Wie auch im Supermarkt die meisten mittlerweile wirklich auf Abstand gehen und überhaupt die meisten Maßnahmen beherzigen. Das ist nicht nur schlau, das ist auch nachsichtig. Manchmal ist die Welt doch gar nicht so schlecht.
  • Zumindest bis morgen, Samstagnachmittag. Denn wie ich meine Pappenheimer kenne, halten gute Vorsätze nur so lange wie man arbeitsmüde in der Ecke liegt. Bei schönem Wetter am freien Samstag setzt der Herdentrieb ein. Cafés haben zum Glück geschlossen, aber es wird viele, viele Leute nicht davon abhalten, sich in Gruppen auf öffentlichen Plätzen zu versammeln.
  • Das heißt auch: Das Laissez-faire der Bundesregierung fruchtet nicht. Es werden Ausgangsbeschränkungen auch hier kommen, wie einzele Bundesländer und Städte sie schon eingeführt haben.
  • Mit der erzwungenen Freizeit könnte man jetzt eigentlich ganz schön viel Sinnvolles anfangen. Aufräumen, ausmisten, renovieren, ein gutes Buch lesen, vielleicht auch – wie wir es im Trendblog vorgeschlagen haben – mit spannenden Online-Angeboten etwas Neues lernen. Reell ist mir gerade am meisten danach, zu couchen und weiter „The Morning Show“ zu sehen. Wie das kommt? Weil die Woche sich abgesehen vom Ausnahmezustand so sehr gar nicht von anderen unterschieden hat. Es gab viel Arbeit und sehr viel Information zu verarbeiten. Der eine oder andere hat jetzt auch noch lärmende Kinder ständig im Haus. Meine Prognose deswegen: Vielleicht sind wir in 2-3 Wochen dann auch mal etwas aufnahmefähiger, aber die ersten erzwungenen Tage zuhause werden die meisten nicht viel Anderes tun als netflixen, zocken oder die Kinder zu bespaßen.
  • Und nach Corona? Rainer schickte mir einen Link zu einem Essay von Zukunftsforscher Matthias Horx: Die Welt nach Corona. Horx malt darin das rosige Bild einer entschleunigten Gesellschaft, bewusst über das, was wirklich wichtig ist (gute soziale Kontakte z.B.) und von den Schattenseiten des Kapitalismus größtenteils geheilt. Zur Normalität, wie wir sie kannten, würden wir niemals zurückkehren. Liest sich gut, mag ich aber nicht so ganz glauben. So leicht werden wir wohl nicht auf unseren Wohlstand verzichten, der im Kapitalismus eben auch begründet ist. Aber einige Dinge werden sich ändern, haben sich schon jetzt geändert. Und, ja, ich sehe auch, dass die Krise durchaus auch ihre rosigen Seiten hat.
  • Und dann fragt man sich einige Dinge über den Kapitalismus, die so absurd sind, dass man sie wirklich zu lange nicht gefragt hat. Um in meiner Branche zu bleiben: Warum muss es z.B. über 200 verschiedene Notebooks geben, die sich größtenteils ähneln wie ein Ei dem anderen? Warum reicht ein Smartphone namens E15 nicht? Warum muss es auch ein E15 Pro, Pro Premium Edition, Lite, Plus, i, i smart, i smart lite, i smart young geben? Neben einem Y (2020), Pro, smart, lite, plus, i, i smart lite… (jeweils fiktive Namen aber keine fiktive Darstellung)? Warum von jedem Hersteller? Warum jedes Jahr aufs Neue? Was soll die Scheiße eigentlich? Das ist Kapitalismus, den wirklich keiner braucht.

Ein abschließendes Fazit habe ich hier gar nicht. 🙂 Bleibt’s gesund und macht’s a guade Stimmung vernünftig, dann ist der ganze Mist vielleicht noch vor dem Sommer zu Ende.

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Ein Jahr ohne Süßigkeiten

Ein Kumpel erzählt gerne herum, ich hätte 1 Jahr kein Alkohol getrunken, und ich ernte dann respektvolle Blicke. Wenn ich dann einwerfe, dass es „nur“ Süßigkeiten waren, ist der Respekt schon nicht mehr ganz so groß. Zucker ist (noch) nicht allgemein als Droge anerkannt, sollte es in meinen Augen eigentlich aber.

Aber nun, wie war es denn so, dieses Jahr als Ex-Junkie? Kurz gesagt: Anfangs verdammt hart, und schwer ist es bis heute. Ihr müsst euch vorstellen, dass mein Süßigkeitenkonsum schon etwas Suchtartiges hatte. Ich aß Süßigkeiten eigentlich täglich und kannte kein wirkliches Maß. Was da war, habe ich meistens auch vertilgt. Egal ob die Schokolade dann 100 oder 300 Gramm hatte. Im Nachhinein betrachtet, ist es ein halbes Wunder, dass sich mein Gewicht noch halbwegs im Rahmen hielt. Mein „Rekord“, sofern ich mich erinnere, lag bei 93-94kg bei 1,84m Körpergröße. Das ist drüber, aber nicht exorbitant. Mittlerweile bin ich bei 76kg angelangt, womit ich mir deutlich besser gefalle.

Die ersten Wochen waren eine langsame Entwöhnung. Ich begann mit dem Verzicht noch in Singapur und gestand mir zwar keine „festen“ Süßigkeiten zu, wohl aber gesüßte Drinks. Und in Singapur gibt es da nicht nur die fantastischen Teh C oder Kopi C (jeweils mit reichlich gesüßter Kondensmilch und dazu noch Zucker aufgeschäumter Tee oder Kaffee) und dazu noch Snickers oder Mars als Drink. Aber im Endeffekt gar nicht so viel davon. Nach ein paar Monaten gab ich auch die gesüßten Drinks auf, statt Süßes zum Nachtisch gab es Nüsse. Ich betrieb eine Art Methadonprogramm. Und es wirkte. Es wurde weniger.

Mein Retter, wenn es ganz schlimm kam, waren zuckerfreie Zahnpflegekaugummis. Gerade nach dem Essen teilen die dem Körper anscheinend mit, dass er gerade Nachtisch bekommt. Dann ist erstmal Ruhe.

Anfangs musste ich die Augen schließen, wenn ich im Supermarkt am Süßigkeitenregal vorbei lief. Hundsgemein, was in dem Jahr alles auf den Markt kam! Oreos eingebaut in praktisch allem, von der Milka-Schokolade bishin zur Festtagstorte, roher Keksteig zum Löffeln, M&Ms in Erdnussbutter- oder Kaffeegeschmack. Ich stand vor dem Regel und muss geweint haben wie ein Präriehund.

Es dauerte ein ganzes verdammtes halbes Jahr bis ich halbwegs von dem ganzen Mist kuriert war. Ich ging dann etwas gelassener durch den Supermarkt. Das Zeug interessierte mich immer weniger. Angebote nach Kuchen schlug ich viel leichter aus.

Nach dem überstandenen Jahr begann ich das langsame Wiedereingewöhnen mit ein paar Stücken filipinischem Yema Cake zu Weihnachten (fantastisch!) und aß die Tage darauf nur ein paar kleine süße Snacks, wobei es blieb und was problemlos ging.

Wieder zurück in Deutschland durchstreifte ich das Süßigkeitenregal. Ich gestand mir zu, einmal richtig zuzuschlagen mit all dem, was ich in dem Jahr versäumt hatte. Ich ging das Regal auf und ab, durchsuchte alles genau, fand aber bei Gott nichts, was ich unbedingt kaufen wollte. Die Sache hatte ihren Reiz völlig verloren. Ich kaufte schließlich eine Packung Mars mit Brownie-Füllung – und war am Ende ziemlich enttäuscht. Coole Idee eigentlich, aber schmeckte wie purer Zucker ohne wesentlichen Hauptgeschmack. Dazu gummiartig in der Konsistenz. Und darauf hatte ich nun ein Jahr gewartet?

Mittlerweile ist der Alltag eingekehrt, ich kaufe mir hin und wieder jetzt was Süßes, wenn ich Bock drauf habe, oder esse ein Eis, wenn es lecker aussieht. Das alles längst nicht mehr täglich. Und doch, tatsächlich versuchen die alten Geister immer wieder durchzurufen. „Iss die ganze Tafel!“, „Du brauchst mehr!“. Ich weiß nicht einmal, woher das überhaupt kommt. Vor allem schreit mein Körper nach jeder größeren Mahlzeit immer noch lauthals „NACHTISCH“, warum auch immer. Ich hatte vor, es einfach natürlich handzuhaben, zu hoffen, der Körper gebe sich auch mit weniger zufrieden. Aber das ist gar nicht so einfach. Ohne Disziplin geht es nicht. Ich habe mir nun auferlegt, nichts mehr über 200 Gramm zu kaufen und nie mehr als die Hälfte davon auf einmal zu essen. Eine Art zweite Entwöhnung. Es ist hart, aber bisher klappt’s.

Aktuell liegt in meiner Vorratsschublade eine Tafel Kinderschokolade, die seit vier Tagen täglich um ein paar Riegel schrumpft. Früher hätte sie keinen Tag überlebt. Ganz klar ein Fortschritt. Und doch frage ich mich, wie das sein kann, dass Zucker eine derartige Sucht entfachen kann, die bei einem Raucher oder Alkoholiker kaum größer sein kann. Ganz ohne Zucker wäre es schon ein fades Leben, aber ob es klug ist, Süßigkeiten weiterhin als normale Mahlzeit zu betrachten und das Zeug in rauen Mengen zu Spottpreisen kaufen zu können? Irgendwie scheint mir das gar nicht gut zu sein.

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Nichtstu-Challenge

Wann kommt man eigentlich mal dazu, wirklich nichts zu tun, um, sagen wir, über das Leben nachzudenken? Ich hab da gerade einiges, was ich durchdenken müsste, aber wenig Zeit übrig. Außerdem strebe ich danach, die Freizeit mit irgendwelchen Aktivitäten zu füllen. Es gibt da ja noch Arbeit vorzubereiten, Bücher zu lesen, Podcasts zu hören, Dinge wegzuschmeißen, an Linux rumzubasteln, Netflix zu gucken.

Von daher ist wohl mal wieder eine neue Challenge notwendig. Ich beginne mal mit 30 Minuten Nichtstun vor dem Schlafengehen. Ab jetzt täglich. Abschließen möchte ich das Ganze mit einem Wochenende voller Nichtstun. Und wenn ich Nichtstun schreibe, dann meine ich auch Nichtstun. Einfach nur dasitzen oder liegen und die Gedanken kommen und gehen lassen. Sonst nichts. Meditieren, nennen das die Esoteriker wahrscheinlich. Aber ob es dasselbe ist, weiß ich nicht und ist mir auch erstmal egal.

Heute am ersten Tag gehe ich mal für ein paar Stunden all out. Wir haben es jetzt 2230 Uhr und für gewöhnlich gehe ich nicht vor 0100 Uhr schlafen. 15-20 Minuten erledige ich jetzt alles, was ich noch wollte, damit ich da gleich nicht dran denken muss. Dann sollten 2 Stunden Nichtstun folgen. Das wird hart! Denn ich weiß jetzt schon, dass mir erstmal 20 Sachen in den Sinn kommen, die ich unbedingt noch machen wollte. Da wird Durchhalten gefragt sein.

Okay, bis später…

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Kaltdusche als Morgenroutine

Heute Morgen bin ich aus dem Bett geklettert, auf direktem Wege ins Bad, habe mich unterwegs meiner Klamotten entledigt und stand Sekunden später ohne weiter drüber nachzudenken in der Dusche, wo ich den Kaltwasserhahn (und nur den Kaltwasserhahn) voll aufgedreht und mich druntergestellt habe.

Die Kurzfassung einer Morgenroutine, wenn ihr so wollt.

Die sieht bei mir eigentlich anders aus: Aufwachen, Aufstehen, Jalousien hoch, Fenster auf, das Zimmer lüften, Zähneputzen und dabei auf dem Google Home Mini die Nachrichten hören, die Kaffeemaschine warmlaufen lassen, erst warm, dann kalt duschen, Anziehen, Bett machen, Kaffee kochen, mit Kaffee auf die Couch und bisschen mit dem Handy daddeln. Langsam in den Arbeitstag starten…

Fühlt sich gut an, dauert aber auch gut und gerne 30-45 Minuten. Heute hatte ich irgendwie keine Lust auf sowas Langes.

Und die Erfahrung des Ganzen? Die Dusche: nicht so schlimm wie erwartet. Ist die echt ganz kalt? Mein Körper nimmt es gelassen entgegen. Es kann an den Kaltdusch-Trainings gelegen haben oder daran, dass der schlaftrunkene Kopf in den 20 Sekunden von Bett zu Dusche einfach keine Möglichkeit hatte, auf Angst umzuschalten.

Ich hab sie kalt gelassen, mich eingeseift und dann auch kalt wieder abgespült. Danach natürlich noch Zähne geputzt, angezogen, gelüftet und Bett gemacht, bisschen mit dem Handy gedaddelt und dann an den Rechner. Wacher bin ich nicht, motivierter: höchstens ein bisschen. Scheint also egal zu sein, wie diese Morgenroutine aussieht. Es muss nur eine da sein.

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Was war, was wird

Der erste Monat Junglenotes ist rum. Ich habe euch einen Monat tägliches Bloggen versprochen. Das habe ich gehalten. Zeit, ein wenig inne zu halten. Gleich vorab: Es könnte gleichzeitig der letzte Monat von Junglenotes gewesen sein.

Nach dem Ende von Leidartikel habe ich nach etwas Neuem gesucht, etwas Positivem, habe lange nach einem guten Namen gefahndet. Und jetzt, nachdem es Junglenotes wurde, bekomme ich mehr und mehr das Gefühl, dass es Junglenotes eben doch nicht ist.

Was ist schon ein Name, mag der eine oder andere denken. Für einen Blogger sehr viel. Der Name ist Zugpferd, Motor und Inspirationsquelle in einem. Und daher muss er passen, sonst wird es kein Selbstläufer, sonst schleppt man sich täglich ab. Zu oft hatte ich in diesem Monat das Gefühl, mich abzuschleppen. Ob es jetzt nur am Namen lag oder auch ein paar anderen, teils unvorhergesehenen, Ereignissen, kann ich noch nicht genau sagen.

Fakt ist, dass ich aber schon mit irgend etwas weiter machen möchte. Geht also davon aus, dass ich euch in absehbarer Zeit etwas Neues präsentiere, auf das ihr, notfalls, automatisch umgeleitet werdet. Es tut mir Leid für das ganze Hin und Her der letzten Monate. Es ist wohl so eine Art Selbstfindungsprozess, und ich hoffe, der ist bald abgeschlossen.

A propos: Danke! Ich wollte das hier nicht an Zahlen fest machen, aber es ist toll, wie sehr ihr in diesem kurzen Monat bei Junglenotes mitgemacht habt, wie ihr kommentiert habt und wie mich das immer wieder neu motiviert hat. Dieser Monat zählt 63 Blogbeiträge, 167 Kommentare, davon 65 Antworten von mir, also 102 Kommentare von euch. Ihr seid einsame spitze!

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Stau-Classics im DLF

… der ab morgen keine Stau-Nachrichten mehr verliest. Aber wo ist Halstenbek-Krupunder, wo das Kamener Kreuz?

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Monochrome

Guess I’ve found my style.

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Little America

War die erste Serie, die ich auf Apple TV+ gesehen habe. Und war nett; stellenweise etwas seicht und pro-amerikanisch, aber: nett. Es dreht sich alles um das Thema Einwanderung, die Geschichten sind meist kurios, könnten alle aus dem Alltag gegriffen sein. Viel Tiefgang gibt es aber eigentlich nicht, was nicht heißt, dass das nicht auch mal völlig in Ordnung wäre. Grandios in meinen Augen die Folge mit dem nigerianischen Cowboy. Die Geschichte mit der chinesischen Mutter auf Kreuzfahrt geht zu Herzen. Viel gelacht habe ich derweil im Schweigeseminar. Zachary Quinto als langhaariger Guru: herrlisch!

Bei meiner Freundin in Singapur fehlte Folge 8. Wir gucken manchmal Serien zusammen, also ortsversetzt, aber zeitgleich und chatten dabei darüber. Erst dachten wir, vielleicht wäre die Folge in Singapur aufgrund der Zeitverschiebung noch nicht „angekommen“. Einige Serien auf Apple TV+ erhalten nur wochenweise neue Folgen. Little America aber nicht. Der Grund ist ein anderer: Die 8. Folge über einen schwulen, syrischen Flüchtling ist in Singapur und einigen anderen, hauptsächlich muslimischen Ländern auf dem Index gelandet. Singapur und der Rest Südostasiens sind leider doch manchmal nicht so liberal, wie ich mir das wünschen würde.

Fun (?) Fact: In den Pressemeldungen von Apple Singapore zu Little America (und auch in der deutschen) ist nicht davon die Rede, wie viele Folgen es gibt. Meine Freundin bekam einfach nur 7 angezeigt:

Das heißt, Apple TV+-Zuschauer in Singapur wissen gar nicht, dass ihnen da eine Folge fehlt.

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Platz 8?

Tatsächlich heute erst erfahren, nachdem sie uns schriftlich informiert haben, dass das Trendblog laut „Wirtschaftswoche“ auf Platz 8 der relevantesten deutschen Corporate Blogs gelandet ist. Yeah!

Und okay, unter – ich vermute – wieder einmal über 2.000 Corporate Blogs auf Platz 8 zu landen, ist natürlich auch dann toll, wenn wir vor zwei Jahren noch 2. waren. Die Metriken dahinter sind nämlich nur schwer durchschaubar. Warum zum Beispiel das Blog der Bayerischen Staatsoper vor uns landet, ebenso wie das Opel-Blog, das ich aktuell nicht aufrufen kann, und das Daimler-Blog hinter uns, das es mittlerweile so gar nicht mehr gibt. Geschenkt.

Diesmal finde ich vor allem sonderbar, dass einzig und allein das Blog der Wirtschaftswoche über die – mit Spannung erwartete – Neuauflage des Relevanzindex‘ von 2018 berichtet. In den Blogs und Pressebereichen der beiden Initiatoren des Relevanzindex‘, also Faktenkontor und News Aktuell, finde ich nichts dazu. Im September schien es noch einmal ein anderes, themenspezifisches Blogger-Ranking gegeben zu haben („Deutschlands relevanteste Blogs„), über das News Aktuell auch schreibt. Darüber, worauf sich Wirtschaftswoche im November bezieht, aber nicht. Den offziellen Blogger-Relevanzindex gibt es auch nur noch nach Anmeldung und – ich vermute – Bezahlung zu sehen. Könnte insgesamt alles was transparenter. Aber, hey, ich werde mich garantiert nicht beschweren. 🙂

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Erling Haaland

Ist 19, hat gerade sein zweites Spiel für Dortmund absolviert, wurde beide Male eingewechselt, hat insgesamt 61 Minuten gespielt und dabei 5 Tore geschossen. Das ist ein Tor alle 12 Minuten. Kann man mal machen!

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Messiah

Wie wäre das wohl, wenn der Messias heute (noch einmal) auf den Plan träte? In der Netflix-Serie Messiah ruft da plötzlich einer in Damaskus zu Glauben und Zusammenhalt auf, just als der Islamische Staat beginnt, die Stadt zu beschießen. Ein Sandsturm biblischen Ausmaßes zieht auf und beendet den Angriff. Der Mann wird fortan als Prophet gefeiert, beginnt einen Marsch nach Israel und ist schon bald in die USA unterwegs. Ist es Isa, ist es Jesus, ist er ein Scharlatan oder gar der Antichrist?

Ich habe schon hochwertigere Serien gesehen, und viele Schwächen sind offensichtlich. Die Serie glänzt aber immer dort, wo sie die Nebencharaktere in den Fokus rückt. Verlorene Seelen wie den Priester, in dessen Kirche sich nur noch eine Handvoll Leute verirren und der nun plötzlich voller Hoffnung ist, ohne zu wissen worauf. Der toughe Grenzpolizist, der allabendlich im Alkohol die Zuflucht sucht und für den nach einem simplen Verhör des vermeintlich Auserwählten alles in Wanken gerät. Während dessen bekämpfen sich neue Jünger und Gegner, während andere den Star für ihre Zwecke ausnutzen wollen. Und am Ende…

Am Ende kann man sich vorstellen, wie die Sache wohl schon vor 2.000 Jahren abgelaufen sein muss. Die eine Hälfte, die den Messias gefunden zu haben glaubt und die andere, die ihn rigoros ablehnt. Dazwischen gibt es nichts. Weil eben nichts wirklich klar ist und Glauben auch bedeutet, über das eine oder andere hinwegzusehen. Ich habe jetzt tatsächlich Lust bekommen, noch einmal das Neue Testament durchzuarbeiten – und den Koran gleich mit.

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Minimalismus-Endstufe

Okay, ich bin so weit. Alles kommt raus – obwohl gar nicht mehr so viel da ist. Minimalismus Endstufe. Es kommen weg:

  • Mein Dell Laser-Multifunktionsdrucker (nerviges Ungetüm)
  • Mein Philips 40“-Fernseher (alt, langsam und lineares Fernsehen ist quasi tot)
  • Damit verbunden: Chromecast und Fire TV Stick
  • Playstation 4. Ich zocke zu selten dafür, es gibt Alternativen. Evtl. behalte ich den Controller.
  • Die Kommode aus Sheesham-Holz, auf der all das steht
  • Devolo Mi-Fi Mesh System (hat bei mir nicht funktioniert)
  • iPad Mini 4. Letztes Jahr in einem Anflug einer kreativen Zeichenphase gekauft und letztendlich auch nur dafür. (Festgestellt, dass ich nicht zeichnen kann und mag. 3 Monate lang nicht benutzt)
  • Mein jetziges MacBook Air von 2013 (its time has come)
  • Mein Kärcher Hartbodenreiniger (in der Theorie praktisch, in der Praxis ein unzuverlässiges Ungetüm)
  • Mein tragbarer Bose Blutooth-Lautsprecher (brauche keinen tragbaren, zu wenig Raumklang, mag einen anderen lieber)
  • Nochmal geschätzt 25% meiner Klamotten (obwohl in den vergangenen Monaten schon um 50% reduziert)
  • Alte Karnevalskostüme (immer noch nicht wieder Lust zu feiern)
  • Nochmal ca. 30% aller Kommoden- Schubladeninhalte, weil doch nicht gebraucht.

Wackelkandidaten:

  • Mein Küchentisch. Hübsch, aber er passt irgendwie nicht. Es gäbe dann Ersatz.
  • Amazon Echo Dot (2. Gen) in der Küche. (Ist mit einem Marshall Stanmore verbunden und dafür theoretisch eigentlich ganz praktisch, beherrscht aber einfachste Dinge nicht, die ich dann doch mit dem Smartphone machen muss.)

Ersatz-Anschaffungen:

  • 1 neues Notebook (Wahl ist noch lange nicht getroffen, aber ich liebäugle derzeit sogar mit einem Gaming-Notebook. Ja, auch wenn Windows drauf läuft)
  • 1 Harman-Kardon Onyx Studio 4-Lautsprecher (it’s love)

Und dann wäre ich auch fertig mit dem Minimalismus-Dingen. Abgenommen habe ich damit auch schon, aber das ist ein anderes Thema.

Wenn jemand Interesse hat: meldet euch. Alles in gutem Zustand. Nur den Drucker habe ich noch Lust, vorher zu zertrampeln.

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Die Leichtigkeit

Manchmal tut sich eine Tür auf und du musst eigentlich nur noch hindurchgehen. Der Weg ist klar vorgezeichnet, nicht ohne Hürden, natürlich, aber das wäre ja auch langweilig. Sag ja und es wird geschehen und höchstwahrscheinlich gut werden.

Zieh nach Cebu City, heirate dort deine Freundin, mach einen Laden für Solarladegeräte auf, verreise viel, blogge ein bisschen (Junglenotes aus dem „Jungle“, verstehscht), genieß das Leben in der Sonne, statt dich hier in der grauen Kälte mit den Miesepetern herumzuschlagen.

Und was ist mit der Aufenthaltserlaubnis, Armut, Korruption, der unterschiedlichen Mentalität, ansteckenden Krankheiten, schlechter Infrastruktur, der öffentlichen Sicherheit, Todesschwadronen und Naturkatastrophen alle paar Wochen?

I know, I know.

Ich finde nur eins interessant: Die Leichtigkeit, wenn ich daran denke. Seltsamerweise überwiegen dabei nicht Gedanken wie: „Was ist dein Plan B? Was ist, wenn du ausgeraubt wirst? Wer macht dir die Steuer? Wovon willst du im Alter leben? Hast du da auch eine gesetzliche Krankenversicherung, die so wunderwunderwunderbar funktioniert wie in Deutschland?“ Es überwiegen Gedanken wie: „Wie gehe ich das am besten an? Und: Was soll schon schief gehen?“

Warum geht das nicht in Deutschland, obwohl es hier kaum Korruption gibt, nur selten mal eine Naturkatastrophe oder ernstzunehmende ansteckende Krankheiten, das Land größtenteils sicher ist, nachts keine Todesschwadronen durchs Land ziehen? Das kann doch bitte nicht nur am Wetter liegen! Woher kommt die Schwere?

Bis dahin schaue ich mir das einfach mal an. Also Cebu City. Wenn’s klappt, im Mai.

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Goodbye Counter, hello Devotion

Ich bin Journalist von Beruf, also muss ich irgendwie damit Geld verdienen. Das macht es schwer, ein damit verwandtes Projekt nur aus Leidenschaft zu pflegen. Und auch beim Start von Junglenotes habe ich mir überlegt, welchen Stat-Counter ich hier einbauen würde. Etwas, das mir anzeigt, wie viele Besucher täglich kommen, welche Beiträge ihr am meisten lest, ob es wächst. Klar, der Traum eines leidenschaftlichen Schreibers ist es, irgendwann mit seiner Leidenschaft Geld zu verdienen, davon vielleicht sogar leben zu können.

Ich muss gestehen, dass der Counter, den ich vergangenes Jahr auf Leidartikel eingebaut habe, mit Schuld daran war, dass ich das Projekt irgendwann aus Frust „erschossen“ habe. Bei jedem Besuch zeigt Jetpack in einer kleinen Grafik mit hübschen Balken im Backend an, wie viele Besucher pro Stunde in den letzten 24 Stunden kamen. Wenn ich mir für einen Text besonders viel Mühe gegeben hatte und niemand ihn las, war das hochgradig frustrierend. Das wollte ich also für Junglenotes auf keinen Fall wiederholen.

Also kam mir der Gedanke, einfach loszulegen und nach einem Jahr erst zu schauen, wie sich das Ganze entwickelt haben würde. Dafür hätte sich Google Analytics geeignet, was ich vor Ewigkeiten mal benutzt habe. Ich loggte mich ein, sah uralte Accounts von mir und ein völlig verändertes, irgendwie überladenes Interface. Die alten Accounts konnte ich nicht einfach löschen, ich musste eine Löschung erst beantragen (WTF). Ein Projekt würde sich in Kampagnen aufteilen. Die Oberfläche war ganz und gar nicht selbst erklärend. Ich musste einige Einstellungen erst googeln, um sie umsetzen zu können. So ein Driss. Aber irgendeinen Tracker musste ich ja benutzen, nicht wahr? Schließlich wollte ich ja wissen, wie sich das Ganze entwickelt.

Musste ich? Wollte ich?

Ich hielt für einen Moment inne und überlegte, was ich eigentlich wollte und was nicht. Ich mag nicht, was in den letzten Jahren aus dem Internet geworden ist. Praktisch jedes Projekt, dass irgendwie aus Leidenschaft ins Leben gerufen wurde, wurde von kommerziellen Projekten verdrängt. Übrig geblieben sind effekthascherischer Clickbait, Gängelei, Hass oder im besten Falle noch getriebene Kreative, die mit ihrer Leidenschaft berühmt geworden sind und sich jetzt dabei aufreiben müssen, ihre Zahlen zu erfüllen. Und die treibenden Kräfte dahinter sind Facebook und Google. Und genau denen sollte ich mich jetzt ausliefern?

Ja, ich habe den Traum, irgendwann von meinem Herzensprojekt leben zu können, in das mir keiner reinredet und in dem ich alles möchte, aber nichts muss. Brauche ich dafür einen Counter?

Als ich ein kleiner Junge war, gerade so über den Tisch gucken konnte, da nahmen mich meine Eltern mal mit ins Kino in einen Asterix-Film. Müßg zu erwähnen, wer danach der größte Asterix-Fan der Welt war. Ich konnte noch nicht viel lesen und kaum was von dem verstehen, was in der Zeitung stand. Aber nachdem ich lange genug gebohrt hatte, verrieten mir meine Eltern, wo das aktuelle Kinoprogramm zu finden war. Drei Zeilen in jeder Ausgabe der Tageszeitung.

Der alte Asterix-Film verschwand aus dem Kinoprogramm und ich schaute jeden Tag, wann der neue käme. Dass das eine Weile dauern könnte, wusste ich damals noch nicht. So ging das ein paar Tage, Wochen, Monate. Und jeden Morgen schlug ich wieder die Zeitung auf. Nichts, kein Asterix. Aber ich guckte weiter, jeden Morgen, inzwischen verstand ich auch viel mehr von dem, was sonst noch in der Zeitung stand. Eines Morgens dann, es dürfte weit über ein Jahr nach dem ersten Tag gewesen sein, stand da, ich weiß es bis heute: „Kino 3: Asterix bei den Briten“. Ich fiel fast vom Küchenstuhl. Mit Beharrlichkeit hatte ich es geschafft, dass ein Film, von dem ich noch gar nicht wusste, dass es ihn überhaupt gab, ins Kino kommt.

Na gut, eigentlich habe ich nur beharrlich auf etwas gewartet, dessen Fügung überhaupt nicht in meiner Macht stand; das habe ich damals natürlich noch nicht gewusst. Aber denke ich heute zurück, gab es nicht oft in meinem Leben Dinge, die ich mit solcher Beharrlichkeit gemacht habe, ohne zu wissen, ob sie jemals erfolgreich werden würden. Genau genommen hat eben diese Beharrlichkeit im Alter immer weiter abgenommen.

Dabei ist Beharrlichkeit genau das, was Leidenschaft befeuert. Bleib hartnäckig, bleib am Ball, hoffe nicht auf schnelle Erfolge, hinterfrage dich nicht all zu oft selbst und mach täglich geilen Scheiß. Dann hast du zumindest die Chance, davon auch irgendwann leben zu können. Und wenn ich auch nicht bei allem im Leben die Möglichkeit dazu habe, hier bei Junglenotes habe ich sie.

Von daher gibt es hier bis auf Weiteres kein Jetpack, kein Google Analytics, keinen Counter, aber Leidenschaft.

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Hochsensibilitäts-Dinner

Ich will nicht sagen, es wäre in Mode gekommen. Aber mehrere Freunde kamen in den vergangenen Jahren auf mich zu und berichteten von der Erkenntnis, hochsensibel zu sein und das jetzt endlich entdeckt zu haben. Und ziemlich wahrscheinlich wäre ich es auch.

Bin ich? Ganz ehrlich, ich weiß es nicht genau und es ist für mich auch nicht wichtig. Irgendwann habe ich auch mal einen Test dazu gemacht und das Ergebnis lautete sinngemäß: schon deutlich mehr Anzeichen als der Durchschnittsmensch, aber die krasseste Nummer bist du nicht.

Ja, würde ich so unterschreiben. Ich kenne mindestens zwei Menschen, die besagte krasseste Nummer sind und deswegen mit erheblichen Nachteilen durchs Leben gehen. Da würde ich um kein Geld in der Welt mit tauschen wollen.

Ich weiß, dass an mir irgendwas anders ist als an der Masse. Aber ich habe mich mit den meisten meiner Eigenarten arrangiert. Ich brauche zum Beispiel deutlich mehr Schlaf als der Durchschnitt, vielleicht weil ich mehr Sinneseindrücke verarbeiten muss, vielleicht aber auch aus ganz anderen Gründen, die ich noch nicht erkannt habe. Aber irgendwann habe ich aufgehört, mich dagegen zu wehren. Ich schlafe jetzt einfach viel. Mir gehen Kriegsfilme näher als andere, weil ich mit den Protagonisten mitfühle, und ich mag besonders brutale Filme nicht, in denen die Statisten reihenweise über den Jordan gehen – was Freunde von mir wiederum eher amüsant finden. Weil, ist ja nur ein Film.

Früher bin ich auf Märkten (Wochenmarkt, Weihnachtsmarkt, Orient-Markt…) völlig kollabiert. Das Geschrei der Händler, das Dickicht der Menschen, ständiges Stop-and-Go, die nicht auszurechnenden Bewegungen der Besucher (unzählige Vektoren in verschiedensten Geschwindigkeiten). Heute bekomme ich es etwas besser hin, mache mir weniger Gedanken, akzeptiere das Marktgeschrei und das Gedränge als Eindrücke, die dazugehören, und bewege mich selbst wabenförmig vorwärts, während ich akzeptiert habe, dass ich die Bewegungen der Anderen nicht alle ausrechnen kann, aber auch nicht muss. Eine Stunde halte ich es auf einem Markt jetzt ganz gut aus, danach ist der Puffer leer.

Hat das jetzt mit Hochsensibilität zu tun, mit Sozialisierung, mit Erfahrungen, mit unterschiedlichen Charaktereigenschaften? Eben. Man kann es nicht genau sagen. Die Menschen sind unterschiedlich aufmerksam, Frauen wird nachgesagt, länger shoppen gehen zu können als Männer, auch viele andere kommen mit Gedränge nicht klar, der eine ist maulfaul, der andere redselig und trotzdem introvertiert, jeder weint mal, jeder ist mal traurig (außer ein guter Freund von mir, den ich noch nie traurig erlebt habe. Er kann sich ärgern, aber irgendwie nicht traurig sein, was ich irre finde. Netter Typ übrigens, einer zum Pferdestehlen.)

Soll heißen: Es ändert nichts daran, dass man lernen muss, mit dem eigenen Typ umzugehen. Und da probiere ich seit ein paar Tagen etwas Neues. Wenn ich von mir weiß, dass mich zu viele Sinneseindrücke wahrscheinlich müde machen, dann wäre es doch vernünftig, sie zumindest da zu reduzieren, wo ich es selbst in der Hand habe. Etwa beim Essen. Für mich bislang völlig selbstverständlich, dass ich bei jeder Mahlzeit entweder eine Netflix-Folge oder ein YouTube-Video gucke, Radio oder Musik höre oder auf WhatsApp chatte. Links die Gabel, rechts das Smartphone. Irre eigentlich.

Seit ein paar Tagen esse ich im Stillen. Nichts hören, nichts gucken, nichts lesen. Nur Essen. Ich weiß noch nicht, wohin das führt, aber bisher fühlt es sich definitiv nicht schlecht an.

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Short-distance Relationship

Since being in a long-distance relationship right now we had a talk the other day. And came to think about what would be the opposite. A short-distance relationship?

Nope, never had one of those before. What would it mean? If it’s the opposite of long-distance it would mean seeing the other person 24 hours a day almost every day of the year. Except for those weeks when you’re apart, as in really far apart. Long-distance relationship-kind of far apart. Would it feel like you’re on a holiday?

When you’re close, you’re close. It might mean more than a traditional relationship. Think of not just spending your free-time with that other person but also your time at work. Won’t you miss time for yourself, a lot?

Tell me please, cos I honestly don’t know. 🙂

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My new decade’s resolutions

  • Save the world (from itself)
  • Write in English (sometimes)
  • Write English good
  • Write English well 🙂
  • Become a true minimalist
  • And a hipster as well
  • Kidding, both done in the 2010s already
  • Save the world (this really is an issue)
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Hi World

It was time and time it was.