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100: Eure Chance, mal Early Adopter zu sein

Vorhin mal den neuen Podcast von Don Dahlmann und Richard Gutjahr auf T-Online gehört. Ist sehr professionell produziert, auch wenn man merkt, dass sie die Fragen und Antworten schon vorgeplant haben und natürlich beide für Elektroautos sind.

Jedenfalls kamen mir dabei folgende Gedanken:

  • Das übernächste Auto, das ihr euch kaufen werdet, wird in jedem Fall ein Elektroauto sein.
  • Die Technik wird gewinnen, im Grunde hat sie das sogar schon. Es gibt abertausende Ladepunkte in Deutschland. Im benachbarten Ausland sieht die Situation meist sogar noch besser aus. E-Autos sparen Geld, sind wartungsärmer, umweltfreundlicher, fahren sich besser. Die Technik wirkt fortschrittlicher und ganz nebenbei sparen sie Feinstaubemissionen im Innenstadtverkehr und sind deswegen auch von der Politik gewollt.
  • Teslas sind iPhones, die Fabrikate anderer E-Autos sind frühe Android-Smartphones, der E-Porsche ist Vertu. Benziner sind Nokia Symbian. Diesel ist Windows Mobile.
  • Schon in ein paar Jahren werden alle das iPhone haben wollen. Weil sich das nicht jeder leisten kann, greifen andere auf Androids zurück, die sind ja fast so gut. Symbian- und Windows-Mobile-Geräte werden technisch aufholen und trotzdem wie Bleifüße in den Schauhäusern stehen bleiben.
  • Um bei E-Autos Innovatoren zu sein, müsstet ihr die Uhr mittlerweile ein paar Jahre zurückdrehen. Wenn ihr euch jetzt eins kauft, habt ihr aber noch kurzzeitig die Chance, zur den Early Adopters zu gehören. Ihr bekommt dann noch (!) ein wenig Coolheitsbonus, werdet aber auch noch als Exoten betrachtet und müsst mit einigen Anfeindungen rechnen.
  • In zwei Jahren hat sich das aber längst relativiert. Da werden E-Autos schon weit verbreitet sein und auch die anfänglichen Zweifler werden umsteigen.
  • In drei Jahren werden sich die Manfreds und Udos als cool feiern lassen, wenn sie sich ein E-Auto zulegen, obwohl sie längst nur noch die Early oder schon Late Majority sind. Spätestens hier beginnt der Tipping-Point. E-Autos werden Alltag und sind nichts Besonderes mehr.
  • Nochmal zwei, drei Jahre später, so 2026 rum, werden mehr E-Autos als Verbrenner auf den Straßen rollen.
  • 2030 wird es fast nur noch E-Autos geben. Einige wenige werden beim Verbrenner bleiben, weil sie E-Autos als Teufelszeug ansehen, nicht überwacht werden wollen oder behaupten, keins zu brauchen.

Oder anders gesagt: Kauft euch schon jetzt eins, dann seid ihr mal früh mit dabei, habt früher Spaß und profitiert gerade noch von Umweltbonus und Mehrwertsteuersenkung.

Echt jetzt, Jürgen? Ein Plädoyer für Autos, nicht dagegen? Was ist mit der Umwelt und der Rettung der Welt?

Ja, so einfach ist das alles nicht. Klar retten wir die Welt nur mit weniger, und Fahrräder wären besser als Autos. Aber keine Weltrettung, wenn ich deswegen meinen Arbeitsplatz verliere, keine Arbeitsplätze ohne Wirtschaft. Keine Wirtschaft ohne die Autoindustrie. Und wenn Autoindustrie, dann wenigstens eine etwas sauberere Autoindustrie.

Passend dazu, der Parking Day heute direkt vor meiner Tür:

Radfahrer besetzen einen Nachmittag lang ein paar Parkplätze und machen daraus einen Park für die Bewohner. Klares Motto: Es muss nicht jede Fläche für Autos draufgehen. Wir könnten unsere Städte so viel hübscher machen. Finde ich sehr gut!

Na, was jetzt?! Neue Autos anschaffen oder weg damit? Beides geht nicht!

Doch, es geht beides! Ich sage nicht, wir sollen alles wie die Niederlande machen. (Wobei: Warum eigentlich nicht?) Aber auf jeden Fall können wir uns dort abgucken, wie Autos und Fahrräder friedlich koexistieren, alles für das Fahrrad getan wird und Autofahrer trotzdem nicht benachteiligt werden. Es geht. Und simmer mal ehrlich: Ohne Autos können wir mittelfristig nicht leben und wollen das auch irgendwo gar nicht. Die Dinger sind eine Errungenschaft, die geben wir freiwillig nicht mehr her. Dann lasst uns wenigstens halbwegs saubere Autos bauen.

Wasserstoff?!

Wäre noch besser, aber so weit sind wir noch nicht.

Neues Testgerät. Ist das noch Mittelklasse?

Ich weiß, man muss über den Käufer gehen. Der hat den Einfluss. Und wenn er nichts von dem weiß, was da abgeht, ändert er nichts…

Finde das trotzdem irgendwo pervers. Nach dem Motto: Was nehme ich denn heute mal? Eier aus Bodenhaltung mit gekürzten Schnäbeln aber ohne Kükenschreddern, oder doch lieber die aus Freilandhaltung mit Kükenschreddern aber ohne gekürzte Schnäbel.

Warum muss alles, was wir essen, so eine Sauerei sein?

Muskelkater vom Tischtennis… Hatte ich auch seit Jahren nicht. Im Übrigen würde es anscheinend doch draußen gehen:

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Aventure Pieces #17: Oh Linux

Halten wir fest: Das Dell XPS 13 ist mindestens das zweitbeste Notebook, das ich die letzten Monate getestet habe. Eigentlich stimmt alles, nur auf dem Lenovo Yoga C940 konnte ich noch besser schreiben (und das, obwohl die Thinkpads angeblich die besten Tastaturen haben sollen, fand ich aber gar nicht).

Nur das mit dem Linux… Heute noch einmal schlau gemacht, im BIOS gerumfuhrwerkt, ein anderes Speichermanagement ausgewählt, zweimal Windows und einmal die ganze Platte abgeschossen hatte (Recovery ging zum Glück noch) ist dann jetzt auch Ubuntu 20.04 final im Dualboot mit Windows 10 auf der Kiste. Und beide laufen nicht rund. Der eine (Windows) braucht gefühlt eine Minute zum Booten und schmeißt mich alle drei Minuten aus dem Netz, das andere (Ubuntu) verhält sich träge und reagiert nicht auf alle Eingaben.

Also the worst of both worlds. Hatte ich mir irgendwie hübscher vorgestellt.

Doch zurück zum Mac? So schnell gebe ich nicht auf.

Die Koalition senkt temporär die Mehrwertsteuer (wow!), legt zumindest ein kleines Paket für besonders hart Getroffene der Krise auf (wie Kneipen oder Schausteller) und bügelt sogar die Forderungen der Automobilindustrie ab. Förderungen gibt es nur für E-Autos, nicht für Verbrenner. Das wird jetzt sicher noch irgendjemand in der Luft zerreißen, aber auf den ersten Blick sieht mir das so aus, als hätte es noch weit schlechter kommen können. Man wünscht sich fast mehr Viren herbei, weil diese Koalition dann offenbar endlich mal zu vernünftigen Entscheidungen in der Lage ist.

Interessantes Anekdötsche: Ein Twitter-Account, der Donald Trumps Tweets repostet hat, wird nach 68 Stunden gesperrt, mit der Begründung, er habe Gewalt glorifiziert. Trumps eigene Tweets der vergangenen Tage hat Twitter stehen lassen oder mit einem Warnhinweis versehen.

Amerika, spätestens jetzt müsstest du doch eigentlich aufwachen, dich zur Wahl registrieren und diesen Volldepp zum Teufel jagen. Wie viel schlechter kann es der Andere machen? Ich versteh dich nicht.

Nachtrag zu Rezo (und oben noch einmal das Video): Hat er gut gemacht. Ist in Wahrheit keine Zerstörung der Presse, sondern der Versuch, sie zu retten. Und ist sogar um Meilen besser als damals die „Zerstörung der CDU“. Danke, Jung!

Wir haben neulich einen Podcast-Prototypen zum Thema Kaffee aufgenommen. Und Kollege Daniel hat Rondo Melange, eine alte DDR-Mischung, als (ebenfalls) Prototypen für „Wir hatten ja nichts, schon gar keinen guten Kaffee, und jetzt kaufen wir ihn aus rein nostalgischen Gründen“ deklassiert. Ratet, wer sich heute im Kaufland eine Packung davon geholt hat.

Proteinchips mit stolzen 44 Prozent Eiweiß, ebenfalls von Kaufland…

… sind eine glatte Mogelpackung, im wahrsten Sinne. Von Haus aus ist die Tüte gerade mal zu 30% gefüllt.

Aber eben sehr proteinreich, und schmecken gar nicht so schlecht. Einen Tod muss man wohl sterben.

Bild des Tages:

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Aventure Pieces #8: Wenn das mal gut geht

Seit wir jetzt auch wieder in Restaurants, Kneipen und Biergärten gehen können, ist Corona für viele denn auch vorbei. Oder anders gesagt: Wenn der Staat oder das Land kaum noch was vorschreiben, dann hält sich auch keiner mehr daran. Gestern und die vergangenen Tage teils Haarsträubendes erlebt. Leute, die im Biergarten völlig arglos ohne Distanz und Mundschutz an dir vorbeilatschen, Freunde, die sich dir direkt gegenüber setzen und es nicht verstehen können, wenn du zurückweichst, Köche, die ihre Maske nur halb aufhaben, KellnerInnen, die einfach nicht verstehen können, warum Nicky und ich (aus 2 Haushalten stammend und weder verwandt noch verschwägert) nicht direkt gegenüber sitzen, sondern lieber etwas Abstand halten wollen.

Nicky hat in ihrem tollen Gastlog auch noch einiges dazu geschrieben. (Wer möchte noch gastloggen?)

Es wird nichts passieren, und das ist vielleicht sogar das Schlimme. Einerseits natürlich toll, Corona scheint überwunden, aber, auch da haben wir gestern nochmal drüber diskutiert: Das dürfte erst die Ruhe vor dem Sturm bzw. der zweiten Welle sein. Oder anders gesagt: Ja, geht all in, genießt den Sommer – und rechnet damit, dass es ab Herbst noch mal so richtig losgeht.

It had to be done…

Letztendlich schlichte Notwendigkeit. Da wir auf der Arbeit zuletzt immer mehr Telefonkonferenzen oder Podcast-Testläufe hatten, brauchte ich ordentliche Kopfhörer. Mit den In-Ears aus dem Samsung oder den Over-Ears von Boltune, die ich dafür zuerst benutzt habe, habe ich mich selbst beim Sprechen nur dumpf bis gar nicht gehört. Ich brauchte also etwas mit offener Bauweise.

Und ja, es sind die echten. Ich wollte immer schon True-Wireless-Kopfhörer haben und hab jetzt (wie offenbar bei allem, was ich tue) jahrelang nach „den richtigen“ gesucht. Die falschen hatte ich schon, aber die haben nicht funktioniert. Jetzt konnte ich eigentlich nicht mehr länger warten. (Okay, ich könnte die mit Kabel nehmen, aber… nee… 😉 Kaum zu glauben, dass es sie schon seit Dezember 2016 gibt. Man hätte sich also dreieinhalb Jahre Kabelfrust ersparen können…

Speaking of which: Schaut man sich an, wie viel Zeit so mit Warten, Probieren und Rumärgern vergeht, sollte ich auch langsam mal beim Thema neues Notebook zur Tat schreiten. Mein aktueller Favorit: das Lenovo Yoga C940. Hatte ich ja neulich getestet, stimmte auch fast alles, war höchstens bisschen schwer, und die Akku-Laufzeit mit dem 4K-Display ziemlich schwach. Gibt es aber auch in Full HD…

Ich gebe mir noch zwei Wochen Bedenkzeit…

Before…

After…

Spaß! Natürlich anders herum. Und, Mann, war das eine Plackerei! Zumal in dem einen Karton noch ein recht voluminöses Testgerät war, das ich bei der Gelegenheit noch schnell ausprobiert und dann ins Auto gewuchtet habe. Natürlich sind unsere Altpapiertonnen gerade alle voll, also wollte auch die Pappe wegchauffiert werden… Aber hat sich gelohnt. Challenge fulfilled!

Als nächstes hat Nicky mir aufgetragen, mich 36 Stunden lang vegan zu ernähren. Ich behaupte mal, das kriege ich hin. Ich trinke dann einfach Kaffee mit Hafermilch (mache ich ohnehin inzwischen bevorzugt, die Barista Edition von Oatley, ich sag es euch!). Sandwichtoast mit Hummus. Und fürs Hauptgericht wird sich schon was finden. Also: Challenge accepted!

Ich musste herzlich lachen:

Warum? Na, deswegen:

Dabei war’s eigentlich ziemlich lecker:

Ich wollte eigentlich nach ner Viertelstunde ausmachen, weil mir das zu unrealistisch schien. Blinde, die gegeneinander Krieg führen? Wie soll das überhaupt gehen.

Aber dann hat’s mich doch irgendwie gepackt. Jason Momoa sehe ich sowieso immer gerne. Gut gemacht ist es in jedem Fall und spannend irgendwie auch. Wird die Abschlussshow für mein iPad (eBay).

Skulpturen-Street-Art!

Hey, I like this song!

Könntet ihr euch vorstellen Wandern auf Pilgerwegen zu gehen? Ich hätte da Bock drauf.

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Störungsmelder hat eine Störung

Powered by Vodafone.

Kannste dir nicht ausdenken. 🙂

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„Der Empfänger hat folgenden Link in deiner E-Mail angeklickt“

Unter Linux habe ich noch kein wirklich gescheites Mailprogramm gefunden, das mir zugesagt hätte (Empfehlungen nehme ich gerne entgegen!). Deswegen bin ich bei Mailspring hängen geblieben. Aufgeräumt, schön designt. Da war klar, dass ein kommerzieller Anbieter dahinter steht. In dem Falle ist es ein Webdesign-Unternehmen namens Foundry 376 aus Nashville, Tennessee. Und wie ich mir schon dachte, gibt es den Client auch für Windows und Mac.

Mailspring hat aber einige, sagen wir, sehr interessante Zusatzfunktionen. Der Dienst informiert euch etwa standardmäßig, wenn euer Empfänger eure Mail gelesen hat.

„Welche Empfangsbestätigung?“

So eine Möglichkeit ist nicht neu. Bei der ersten dieser Benachrichtigungen dachte ich noch, die Empfangsbestätigung sei eingeschaltet. So etwas hatte man vor 20 Jahren mal ausprobiert und dann schnell wieder aufgegeben, weil es die Leute zu sehr genervt hatte. Sie bekamen dann eine Benachrichtigung, dass der Sender eine Bestätigung angefordert hatte und mussten dann „ja“ oder „nein“ klicken, um diese zurückzusenden.

Ich schrieb meinem letzten Empfänger eine Mail hinterher, um mich zu entschuldigen. „Welche Empfangsbestätigung?“, fragte der zurück. Er habe nichts bekommen. Mailspring scheint das also beim Empfänger heimlich zu tracken.

Das Ganze geht allerdings noch weiter. Als ich gerade an eine Bekannte eine Mail verschickte, die einen Link enthielt, schickte mir Mailspring sehr bald nach der Empfangsbestätigung noch eine weitere Nachricht hinterher: „Dein Empfänger hat folgenden Link geöffnet…“.

Holla! Geht das nicht ein bisschen weit? Sicher ist die Info für mich interessant, dass derjenige, dem ich Mails schicke, diese auch liest, und sogar, was genau er darin liest. Aber die Technik des heimlichen Sammelns grenzt ja fast schon an einen Trojaner. Solche Infos würde nicht einmal Facebook liefern (selbst sammeln ja, aber nicht an seine Nutzer herausgeben).

Etwas zu interessant für Newsletter-Marketer

Ganz so heimlich ist das allerdings nicht. Foundry 376 wirbt auf der Mailspring-Website öffentlich damit:

Und auch einen eigene Seite hat die Funktion namens „Link Tracking„, die übrigens zu sogenannten Activity Reports beiträgt.

Sicher, das ist gerade für Newsletter-Marketer ein sehr interessantes Tracking. Und eine, die in meinen Augen zu weit geht. Klick-Statistiken generiert man eigentlich anonymisiert und über Drittanbieter. Etwa über Linkdienstleister. Was Mailspring da macht, dürfte kaum DSGVO-konform sein, weiß ich damit doch genau, dass Hein Müller unter den 10 Nachrichten-Links im Newsletter den zum Playboy-Abo angeklickt hat.

In Mailspring werde ich die standardmäßig aktivierte Funktion erst einmal abstellen. Und auf ein anderes Mailprogramm wechseln werde ich dann in Kürze besser auch. Denn denen traue ich jetzt natürlich zu, dass sie noch so einiges mehr an Daten über mich sammeln…

Eine letzte Mail habe ich über Mailspring noch verschickt: An den Chefentwickler von Foundry 376 mit der Frage, ob die Praxis des Link Trackings mit gängigen Datenschutzbestimmungen konform sei. Ich werde hier updaten, sollte Antwort kommen. Dass er die Mail gelesen hat, weiß ich derweil schon. 😉

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Manjaro Linux

Optisch nah dran an der perfekten Benutzeroberfläche. Noch dazu auf einem Lenovo Yoga C940 (aktuelles Testgerät) auf einem tollen Notebook. Manjaro hat die Hardware inklusive des Touchscreens auf Anhieb erkannt. Der Kühler hat sich noch kein einziges Mal gemeldet. Es ist himmlisch ruhig.

Unter der Haube ein paar Fragwürdigkeiten. System und Internetverbindung sind erstaunlich lahm. Chromium lässt sich nicht benutzen (auch Neustarts, Re-Installationen haben nichts geholfen), die Paketverwaltung rödelt ewig, verwirrt mit Angaben, fällt aus, weil das System sich nach einiger Zeit in den Ruhemodus schaltet, kommt mir allgemein etwas weniger komfortabel vor als unter Ubuntu. Da wird es wohl noch einiges zu tüfteln geben.

Immerhin: Dass Chromium nicht funktioniert, hat mich dazu motiviert, nun doch endlich einmal auf Firefox umzusteigen. Das war ohnehin überfällig.

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Und jetzt? Linux oder Mac?

Ich mag es kaum glauben. So gerade beschleicht mich etwas wie Wehmut. Ich muss morgen das Testgerät vom Dynabook Tecra X40-F zurückgeben, auf dem ich Linux in allen Facetten getestet habe. Und ich mag nicht so wirklich gehen. Es hat richtig Spaß gemacht, obwohl oder gerade weil Linux so unperfekt ist. Und obwohl ich da bestenfalls Anfänger-Wissen habe. Deepin war am Ende zu anfällig, aber mit Ubuntu und manchmal Kubuntu/Plasma kam ich jetzt richtig gut zurecht. Teilweise wirkt es weiter, auf jeden Fall mit mehr Enthusiasmus umgesetzt als ein zuletzt kaum noch weiter verbessertes (allerdings schon seit Jahren nahezu perfektioniertes) macOS.

Ich brauche ein neues Notebook, das steht fest. Aber welches soll es werden? Schaut man sich mal um, gibt es eigentlich nur zwei ernstzunehmende Hersteller, die Notebooks von Haus aus mit Linux bestücken: Lenovo und Dell. Lenovos treffen nicht ganz so meinen Geschmack. Ein gangbarer Weg wäre das Dell XPS 13 2-in-1. Allerdings bietet Dell nur das XPS 13 ohne Touch in einer Version mit Ubuntu an. Auf dem anderen könnte ich auf eigene Faust Ubuntu installieren. Dann wären aber einige Teile wie die Webcam nicht mit der aktuellen Ubuntu-Version 19.10 kompatibel. Außerdem geht bei Linux immer irgend etwas schief. Deswegen wäre es eigentlich stark, da ein von Haus aus installiertes Linux und auch noch ein wenig Support zu haben. Nur müsste ich dann ohne Touchscreen auskommen.

Update: Holla, wer bist du denn? Ein „neuer“ XPS 13 mit Touchscreen, verbessertem Tastaturlayout, 16 GB RAM und Ubuntu zu einem bezahlbaren Preis? So ganz sollte ich die Idee doch noch nicht aufgeben. P.S. Ich weiß nicht, ob Dell sich einen Gefallen damit tut, XPS-13-Modelle mit der 10. Intel-Core-Generation vorrätig zu halten und ein paar Wochen später den „neuen“ XPS 13, ebenfalls mit der 10. Intel-Core-Generation anzukündigen. Wer soll da den Überblick behalten?

Also doch wieder Mac? Das neue MacBook Air erhält gute Kritiken. Touch gibt es hier auch wieder nicht. Da müsste ich zum iPad Pro mit Magic Keyboard greifen. MacOS macht schon noch einige Dinge besser als Linux. Einzelne Apps haben schlicht einen höheren Reifegrad. Und manchmal sind es kleine Dinge, wie, dass irgendwie nur Apple die kluge Idee hatte, eine Musik-On/off-Taste gleich ins Gerät einzubauen ebenso wie Skip-Tasten. Muss ich einmal Bilder im Dutzend verkleinern (und das muss ich oft genug), kann die Vorschau das mit nur einem Befehl.

Oder ein MacBook Air und darauf Parallels mit Linux installieren? Wäre auch noch eine Möglichkeit. Vielleicht sogar die Beste, die mir gerade einfällt. Touchscreen… ach, egal…

Verdammte Axt, ich hätte nicht gedacht, dass die Auswahl so schwierig sein würde! Aber ohne Linux würde mir etwas fehlen, das weiß ich.

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Mein System ist cooler als deins

Wisst ihr noch, als man sich um so Sachen wie Mac vs. Windows oder iOS vs. Android gezofft hat? Hat genervt, aber war vergleichsweise harmlos im Vergleich zu dem, worüber man heute im Alltag so Diskussionen führt. Interessant finde ich, dass es mittlerweile wieder eine halbwegs stattliche Auswahl an Betriebssystemen gibt und die Frage sich tatsächlich wieder stellt, was man nimmt. Nachdem ich ein paar verschiedene Systeme zuletzt ausprobiert habe, möchte ich folgende, natürlich rein subjektive Rangliste aufstellen, weil Ranglisten Spaß machen:

Meine aktuellen Lieblings-Betriebssysteme für Notebooks oder Notebook-ähnliche Systeme

  1. Eine noch nicht erfundene neue Version von macOS mit Touch-Unterstützung, der Leichtigkeit von Chrome OS, wirklich (!) schnelles Hochfahren, nahtloser Smartphone-Integration (nicht nur iOS) und modernisierten Systemprogrammen
  2. macOS (Catalina)
  3. Ubuntu (19.10)
  4. Deepin (15.11)
  5. Chrome OS (79)
  6. Voyager OS (19.10)
  7. Windows 10 (1909)
  8. Android (9/10)
  9. iPad OS (13)

Drüben auf dem Trendblog habe ich ja gerade Deepin getestet. Und, was soll ich sagen. Schöne Optik entschädigt natürlich für so vieles. Aber wenn dann immer wieder die gleichen, offenbar unlösbaren Probleme auftauchen und einige Komfortfunktionen im Vergleich zu anderen Systemen dann doch fehlen, dann nervt das irgendwann. Apps sind es übrigens nur am Rande. Da bin ich auf Linux eigentlich beinahe wunschlos glücklich, was ich von Chrome OS leider nicht behaupten kann. Was ist euer aktueller Favorit?

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„Nutzen Sie die AOL-Suche?“

Gestern befragte mich Kantar zu meinem Medienkonsum. Immerhin: Sie kannten Instagram und fanden es offensichtlich seltsam, dass ich weder Facebook noch Twitter (noch) benutze. Die Frage, auf welchem Gerät ich Radio höre oder fernsehe kam gar nicht erst. Dafür die Frage, welche Suchmaschinen ich benutze. „Google?“ Klar. „Bing?“ Nope. „Yahoo?“ Gibt’s die noch? „AOL-Suche?“ AOL-was?

Tatsache, sie haben mich gefragt, ob ich die AOL-Suche benutzen würde. Klar, man lebt in seiner eigenen Filterblase, aber ich hatte nicht mehr auf dem Schirm, dass es AOL überhaupt noch gibt, geschweige denn, dass die eine eigene Suchmaschine haben sollen.

Aus Spaß also tatsächlich noch einmal AOL.de eingetippt. Nach 10 Sekunden erscheint eine Nachrichtenseite. Xavier Naidoo bei DSDS rausgeflogen, Tom Hanks hat sich Corona eingefangen. Gott sei Dank. Eine Suche gibt es tatsächlich:

Drückt ihr auf Enter, erscheint auch eine Suchergebnisseite und ganz unten der Hinweis „Powered by Bing“. Ich habe nie ganz verstanden, wer so etwas wie einen Online-Dienst überhaupt gebraucht hat. Dasselbe mit T-Online. Irgendeine der 30 AOL-CDs, die ich bis dahin mal angesammelt hatte, gab mir ca. anno 2000 mal einen kostenlosen Monat ohne Fallstricke. Das war das erste und einzige mal, dass ich wissentlich etwas mit AOL zu tun hatte.

Schaut man sich die Historie an, war mit AOL zuletzt einiges los. Vor rund 10 Jahren kaufte AOL bekannte Online-Postillen wie Huffington Post, Engadget und Techcrunch. Später wurde AOL selbst von Verizon übernommen, das die Marke mit Yahoo zusammen zur neuen Marke Oath verschmolz. Auch Yahoo gibt es noch, sieht so ähnlich aus, ebenfalls powered by Bing, beide Seiten haben ein deutsches News-Angebot, vermutlich aus derselben Redaktion.

Aber ganz ehrlich: Wer nutzt denn sowas noch? News und Mail gibt es überall im Netz, Google ist seit 20 Jahren die beste Suchmaschine, wer Google nicht mag, mag auch Microsoft nicht und geht bestenfalls zu DuckDuckGo. Gibt es tatsächlich noch Millionen von Nutzern, die an ihren uralten Gewohnheiten hängen und Konzerne, die davon noch leben können?

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Deepin Linux im Video

Der Testbericht kommt voraussichtlich am Wochenende aufs Trendblog. Hier schon einmal das kurze Übersichtsvideo. Deepin kommt in meinen Augen nicht ganz an macOS heran, dafür ist es doch an noch zu vielen Stellen zu unrund. Es schlägt aber Windows 10. 🙂

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Deepin – oh, wie schön kann Linux sein

Deepin ist eine Linux-Distribution aus dem chinesischen Wuhan (ja, die mit dem Virus, also dem Nichtcomputervirus). Vor allem aber ist die Benutzeroberfläche von Deepin für mich das schönste, was Linux derzeit zu bieten hat. Deepin ist, wie ich kürzlich auch im Trendblog schrieb, nicht die einzige Linux-Variante, die wie macOS aussieht. Aber im Vergleich zu Ubuntu Budgie oder Voyager OS etwa, die ich kürzlich im Test hatte, verzichtet Deepins UI auf eine Menüleiste oben. In Kombination mit dem Dock unten und dem ansonsten völlig aufgeräumten Desktop könnte das macOS-ähnlicher kaum sein.

Auf den zweiten Blick hat sich Deepin aber dann doch ein paar Eigenheiten einfallen lassen, wie die integrierten Quick-Steuer-Symbole im erweiterten Dock. Der Starter mit den installierten Apps erinnert wiederum eher an Chrome OS, für das Einstellungsmenü habe ich keine Vorlage gefunden. Das scheinen sich die Entwickler ebenso wie den App Store selbst ausgedacht zu haben.

Im ersten Rutsch funktioniert noch nicht alles, die Skalierung stimmt nicht an allen Ecken und Enden. Spotify etwa verliert sich in den Tiefen der 4K-Auflösung meines aktuellen Test-Notebooks Lenovo X1 Carbon 2019, für Helligkeit und Sound sind zwar Schieberegler vorhanden; sie ändern aber nichts. Und die Benachrichtigungs-Töne nerven mich allesamt so sehr, dass ich sie ausgeschaltet habe. Aber insgesamt, Hammer, funktioniert das gut und sieht schon sehr, sehr hübsch aus. Aber seht selbst:

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Von macOS zu Linux?

… ist ein Beitrag, den ich gerade für das Trendblog verfasse. Fürs Blog hier habe ich ein Audio dazu aufgenommen. Denn, kurz gesagt: Ja, das geht. Wenn ihr das für euch richtige Linux nehmt, nicht all zu viele proprietäre Programme braucht, ihr flexibel und ein klein wenig Tüftler seid – dann kann euch Linux stellenweise sogar ein wenig moderner vorkommen. Warum, hört ihr hier:

Die Idee für das Thema stammt von Nicky. Eure Reaktion auf meine etwas planlosen ersten Audios war, einen Plan zu haben. Gar keine schlechte Idee…

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New systems, old habits

And one habit is to play casual games on any new Linux distribution. I used to play Chess or Black Jack, this time it’s Solitaire. I’m never planning to, but for some reason I happen to.

It’s Ubuntu Budgie btw. I wanted Deepin but for some reason that one didn’t want to install on my machine. Will keep trying though. I like the idea of both systems resembling macOS.

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Bin fix und fertig

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Notebook-Baum

Ich suche ja aktuell ein neues Notebook für mich selbst. Und das trifft sich ganz gut, da ich da auch auf der Arbeit drüber erzählen kann. Um den, sagen wir mal vorab, komplexen Markt ein wenig zu durchdringen, habe ich mir eine Skizze dazu angelegt. Ich nenne sie den „Notebook-Baum“:

Der ist noch nicht einmal vollständig. Darauf abgebildet habe ich nur Produktlinien, jede einzelne davon hat noch einmal 1 bis x einzelne Modelle und darunter meist noch mehrere Konfigurationen: Prozessor, Grafikkarte, Speicher… Von unterschiedlichen Farben ganz zu schweigen. Sprich: Wenn ihr gerade ein neues Notebook sucht, könnt bzw. müsst ihr derzeit unter hunderten Geräten auswählen.

Irgendwo klar, wenn die Leute dann sagen: „Weißt was? Ich hol mir einfach nen MacBook!“

Übersetzt in Text + Bild sieht so ein Baum dann übrigens so aus. Und was ich mir selbst hole, weiß ich immer noch nicht genau. Es wird jetzt erst einmal ein Lenovo C640 zum Testen geben.

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Shortlist der Shortlist

Es gibt schon schöne Notebooks da draußen. Die aktuell attraktivsten 13 Notebooks 2020 habe ich heute auf dem Trendblog vorgestellt. Vielleicht für euch auch einen Blick wert, falls ihr was Neues sucht. Jetzt geht es an die Details. Und eigentlich sind meine Favoriten schnell gefunden, also gewissermaßen die Shortlist der Shortlist.

Razer Blade 13

Vorteile:

  • Wunderhübsch
  • Schlank
  • Potent

Nachteile:

  • Kein Touch, kein 360-Grad-Modus
  • Windows
  • Teils vernichtende Kritiken. Es scheint viele Montagsgeräte zu geben.

Alienware m15 R2

Vorteile:

  • Schönstes Design
  • Stark und leistungsfähig

Nachteile:

  • Teuer, zumindest mit 16 GB RAM
  • Windows
  • Schwer und eher klobig

HP Spectre x360 13

Vorteile:

  • chic
  • modernst ausgestattet, inklusive 2-in-1-Modus
  • Superdünn

Nachteile

  • Windows
  • Andere sind noch etwas hübscher

Asus Chromebook Flip C436

Vorteile:

  • Tolle Ausstattung, wohl bestes Chromebook ever
  • Schlank und leicht, 360-Grad-Modus
  • Chrome OS (ultraschlankes, schnelles, sicheres System)

Nachteile:

  • Voraussichtlich später Verkaufstermin
  • Chrome OS (App-Auswahl)

Apple MacBook Air (2019/20)

Vorteile:

  • Reduziertes Design
  • Dazu passende, tolle Mac-Apps
  • Hervorragende Tastatur (ich mag auch Butterfly)

Nachteile:

  • Mit genügend Speicher deutlich teurer
  • kein Touch, kein 360-Grad-Modus
  • MacOS ist ganz schön in die Jahre gekommen

Mein Herz gehört aktuell, trotz schlechter Kritiken, dem Razer Blade 13. Und ihr wisst ja, wie es ist: Hat man sich einmal verguckt, ist es schwer, noch davon loszukommen. Das HP Spectre 13 x360 wäre eigentlich die beste Wahl für meine Zwecke. Aber klingt momentan noch zu sehr nach einer Vernunftentscheidung. Ähnlich wie das MacBook Air. Wäre eine solide Wahl, würde mich wohl nicht im Stich lassen. Aber nach 12 Jahren macOS habe ich das Gefühl, dass es mal Zeit für etwas Anderes ist. Ich kann ja dann immer noch reumütig zurückkehren…

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Jähes Ende der Solar Challenge

Schon die letzte Lademöglichkeit vor fünf Tagen brachte die Powerbank nur auf 3/4. Mir schwante Schlimmstes, und so kam es jetzt auch. Gestern Abend waren Powerbank und Smartphone-Akku leer, ich musste auf anderem Wege Strom nachschießen.

Auf anderem Wege, das heißt: über meine Monster-Powerbank. Im vergangenen Sommer tatsächlich auch mit der Solarzelle geladen, aber eben bereits dann. Mit reinem Solarstrom aus diesem Jahr kam ich jetzt also insgesamt 25 Tage weit. Dass heute noch einmal bestes Wetter war und meine Powerbank voll auflud, kam zu spät.

Mir egal: Ich werde einfach weitermachen und an sonnigen Tagen über Solar laden. Und doch noch einmal über ein anderes Smartphone nachdenken. Der Akku im Galaxy S10 hat sich als echter Pferdefuß erwiesen.

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Goodbye TV

Ist nicht das erste Mal, dass ich keinen Fernseher mehr haben werde. Aber tatsächlich fällt mir der Abschied gerade schwerer als damals. Live-Sendungen werde ich kaum vermissen. Zur Not (z.B.) bei der EM dieses Jahr kurz Zattoo und Co. beauftragen. Auch nicht vermissen werde ich den Chromecast, wohl aber den Fire TV Stick (tolle User Experience!) und auch die PS4 ein wenig. Zukünftig dann also alles auf dem noch zu kaufenden neuen Notebook.

Adieu, TV! Zum Schluss noch ein, zwei Folgen Premium-Content:

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Going paperless

Es gibt noch genau drei Anlässe für mich, um meinen Drucker zu benutzen:

  1. Umsatzsteuervoranmeldung/Einkommensteuer: Ich drucke Kontoauszüge und Rechnungen für meine Ablage aus.
  2. Versandetiketten und -scheine
  3. Schriftverkehr für Behörden/Versicherungen/Kunden etc.
  4. Pressebadges, Messepläne und Veranstaltungskalender, wenn ich mal auf eine Messe oder einen Kongress fahre.

Ich schrieb es schon einmal: Der glücklichste Tag meines Lebens wird sein, wenn ich meinen Drucker endlich aus dem Fenster werfen kann. Ich glaube, der Tag ist nah. Denn für fast jeden der vier obigen Punkte gibt es bereits (mehr oder weniger gute) Lösungen:

  1. Die Steuer geht längst auch elektronisch (und sollte sie bei genauerer Betrachtung auch). Hier bin ich einfach nur spät dran. Aber 2020 werde ich hier endlich digital.
  2. s.u. Hier scheint es inzwischen Lösungen zu geben, wenn auch noch nicht für alle Versandanbieter.
  3. Tatsächlich der relevanteste Punkt. Kommt nur noch selten vor, aber bislang gibt es keinen gleichwertigen Ersatz etwa für offizielle Anschreiben, verlangte Kündigungen per Post (für Verträge, die mit 2 Klicks online abgeschlossen sind). E-Mails haben nicht den gleichen Stellenwert oder können zu leicht wegignoriert werden.
  4. Das meiste davon müsste ich nicht selbst ausdrucken. Oft bieten die Veranstalter gedruckte Badges und Programmhefte auch vor Ort an. Lageplan und Agenda einer Veranstaltung brauche ich aber immer noch gedruckt. „Benutzen Sie doch unsere Messe-App“ ist für mich keine Option, weil das meinen Handy-Akku leersaugt und WLANs vor Ort oft immer noch eine Katastrophe sind.

90% sollten sich damit mittelfristig erreichen lassen. Dabei längt eingerechnet: alles, was ich schon länger nur noch papierlos mit mir führe (Bahntickets, Flugscheine, Hotelbuchungen, Reiseunterlagen) oder schlicht seit Jahren nicht mehr ausdrucke (eigene Texte etwa, um sie gegenzulesen).

Wenn ich bisher etwas bei eBay verkauft oder per Amazon zurückgeschickt hatte, habe ich normal Versandetiketten ausgedruckt, sie mit einem Pritt-Stift aufs Paket geklebt und zur nächsten Packstation gebracht, die in meinem Falle praktischerweise 100 Meter Fußweg entfernt ist. Heute bot mir Amazon folgende Option für die Rücksendung an:

Sehr interessant! Zum einen kosten Rücksendungen jetzt 3,50 Euro (auch für alle anderen Optionen). Das ist nicht mehr ganz so kundenfreundlich, geht für mich aber in Ordnung. Die Leute überlegen sich dann künftig zweimal, ob sie etwas bestellen, nur um es später zurückzuschicken.

Zum Anderen gibt es jetzt die papierlose Option. Ich bekomme einen Code aufs Handy, den ich nur noch abscannen lassen muss. Ich behaupte sogar (siehe rot markierte Textstelle), das ginge noch einfacher als derzeit vorgesehen. Alle Packstationen müssten „nur“ mit passenden Scannern ausgerüstet werden:

Die Sache ist auf jeden Fall beschlossen: Ich werde 2020 versuchen, papierlos zu werden. Die letzten Sachen drucke ich jetzt aus. Dann wird der Drucker entsorgt und dann – tja, muss ich hoffen, nie wieder einen zu brauchen. Und wenn doch? Dann muss ich mich entweder nach Copy Shops in der Nähe umsehen (davon gibt es ja noch reichlich), die mich einzelne Seiten ausdrucken lassen. Oder mir doch noch einen kleinen Tintenstrahl-Notdrucker zulegen. Würde ich schon sehr ungern, auch wenn die anfangs nicht viel kosten.

Übrigens habe ich gar nichts gegen Papier, nur gegen papiernen Schriftverkehr. Und gegen Drucker, weil sie es nie hingekriegt haben, die Dinger zu halbwegs wartungsarmen, verlässlichen Maschinen zu machen.

Seid ihr schon papierlos? Wollt ihr es überhaupt sein? Wie habt ihr die „letzte Meile“ der Dinge, die noch gedruckt werden müssen, überbrückt?

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Was ist los, Google?

Oder: Wann und warum genau hast du eigentlich aufgehört, Ergebnisse für das zu liefern, was man gesucht hat?

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Ich zocke nicht, von daher brauche ich ein Gaming-Notebook

Das letzte Bild, das ich mit meinem MacBook Air von 2013 gerade beschneiden, verkleinern und dann abspeichern wollte, hat mich insgesamt 5 Minuten meines Lebens gekostet. Ironischerweise mit einem Bild von einem MacBook Air…

Hier kommt bald was Neues auf den Tisch. Aber Apples MacBook-Designs und auch macOS haben mich über die Jahre verloren. Die Konkurrenz ist weiter weg und selbst über Windows könnte ich mittlerweile hinwegsehen. Weil ich ja gerne mal 5 Jahre oder mehr an einem Notebook festhalte, darf es auch mal etwas Teureres sein. Und da sind es aktuell tatsächlich fast Gaming-Notebooks, die mir am besten gefallen.

Was genau will ich mit einem Gaming-Notebook, wenn ich so gut wie nie zocke?

  • Arbeiten. Ja, mal davon abgesehen, wofür Gaming-Notebooks optimiert sind, sind meist die neuesten, schnellsten, leistungsfähigsten Prozessoren und viel Speicher drin. Damit wäre so ein Bild in ein paar Sekunden bearbeitet.
  • Produktiver arbeiten dank bunter Tasten? Ich glaube zumindest, dass das funktionieren kann. Zumindest würde es mich motivieren.
  • Meine Playstation ersetzen. So 1-2 Mal im Jahr zocke ich, aber dafür lohnt sich keine eigene Spielkonsole.
  • Ich brauche nicht die Bestausstattung oder die besten Grafikkarten. Deswegen könnte ich auch mit der niedrigsten Konfiguration oder einigen schon etwas älteren Modellen glücklich werden und vielleicht einen guten Schnitt machen.
  • Meinen Fernseher ersetzen. Der kommt ja ebenso weg wie meine Playstation.

Jetzt muss nur noch ein Gaming-Notebook her, das halbwegs transportabel, sprich: nicht all zu schwer und klobig, ist und eine halbwegs vernünftige Akkulaufzeit hat. Ich hoffe, daran scheitert es nicht…

Womit arbeitet ihr eigentlich so?

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Fell in love with a Razer Blade

I’m considering making my new laptop a gaming laptop. There is plenty of fish in the sea. But I never thought it would come to this. I don’t even play (anything other than indie games like twice a year). I’ve been using a Mac for 12 years. Now I’ve stumbled upon the Razer Blade.

The Razer Blade Stealth 13 is a gaming ultrabook, flat, portable. Since I don’t play, I obviously don’t need the best graphics engine or even a decent one. Won’t hurt though. I like the design, I can even feel, the seperately lit colour zones could make me more productive when writing. Who ever said pseudo-creatives like me could use nothing but a Mac?

There’s Windows on it though. Guess that’s the only reason I haven’t pressed the „order“-button yet.

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Solar Challenge 1/2 January

Der halbe Monat ist rum und gerade brutzelt meine 100-Watt-Solarzelle in wunderschöner Abendsonne – um 4 Uhr nachmittags 🙁 – und lädt meine fast leere Powerbank auf (aktuell bei 3/4). Die letzten Tage war wegen des Wetters an Laden nicht zu denken. Und neben mangelnder Sonne kommt aktuell ein weiteres Problem hinzu: starker Wind, der eine nicht fest montierte Zelle immer mal wieder von der Fensterbank pustet. Die nächsten Tage sollen sonnig sein, und weil die letzte Ladung ein paar Tage gehalten hat, bin ich immer optimistischer: Die Challenge wird ein Erfolg. Bis Ende Januar halten wir hier durch, meine Gerätschaften und ich!

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Solar Challenge, Tag 11

Heute war eigentlich Sonne angekündigt. Was es gab, war eine Dunstglocke, hinter der man die Sonne erahnen konnte. Das brachte meinen Smartphone-Akku an der 100-Watt-Zelle in einer Stunde von 45 auf 54%. Danach, die Sonne war noch etwas besser zu sehen, gab ich der Powerbank die Chance, noch etwas Bräune zu bekommen. Aber trotz 2 Stunden sprang die Anzeige nicht weiter als 2/5. Nach einem Videotelefonat mit Kristine ist der Smartphone-Akku jetzt bei 37 Prozent und nachher wollte ich noch lesen. Eine Ladung dürfte die Powerbank noch schaffen. Heißt: Morgen, allerspätestens übermorgen, muss Sonne her. Sonst kriegen wir ein Problem.

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Solar Challenge, Tag 7

Es war Regenwetter angekündigt, trotzdem strahlt die Sonne am späten Vormittag. Mein Smartphone hatte von gestern noch 70 Prozent, aber man muss feste feiern und so. Bis Mittag bringt die 100-Watt-Zelle es auf 100 Prozent. Hier zeigt sich auch: Arbeit bedeutet mehr Akku. Im Urlaub verbringe ich viel mehr Zeit mit dem Smartphone, allein durch Lesen, Video- und Bildergucken. Dass mein Urlaub nun vorbei ist, dürfte sich also positiv auf die Challenge auswirken.

Jetzt am Nachmittag scheint schon wieder die Sonne. Ich könnte versuchen, noch einmal von 90 auf 100 Prozent hochzugehen, aber bringt’s das? In den nächsten Tagen laut Wetterbericht genau 1 Sonnenstunde, morgen. Gutes Wetter erst wieder in fünf Tagen am Samstag. Bin gespannt.