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107: Optimistische Internationale

Ich habe hier gestern ganz schön vom Leder gezogen und im Anschluss eine ganze Menge geträumt. Gute Dinge eigentlich. Wodurch sich der Bogen zu diesem Beitrag spannen lässt. Wir sind durch die letzten Jahre geneigt, immer vom Schlimmsten auszugehen. Aber lassen wir doch mal ein paar positive Töne anklingen, etwa was wäre, wenn alles einfach mal gut würde. Eine optimistische Internationale sozusagen. Und zwar eine, die gar nicht so unrealistisch ist.

  • Joe Biden gewinnt Anfang November die US-Präsidentschaftswahl. Dass Trump ein Pleitegeier ist, kaum Steuern gezahlt und Corona verharmlost hat, wird selbst seinen treuesten Anhängern zu viel. Sie sägen ihn ab und wählen den Anderen.
  • Biden bringt ein paar gute erste Gesetze auf den Weg. Dann stirbt er plötzlich eines natürlichen Todes. Seine automatische Nachfolgerin wird die Vize-Präsidentin Kamala Harris.
  • Und plötzlich stellt Amerika fest, die perfekte Staatslenkerin im Weißen Haus zu haben. Nicht-weiß, weiblich, klug und mit dem Herz am rechten Fleck. Sie schafft es, die beiden zerstrittenen Lager zu versöhnen.
  • In Deutschland hat derweil die AfD fertig. Selbst abgehängte Merkel-Hasser sehen ein, dass die Partei schlicht menschenverachtend und nicht mehr tragbar ist. Was von ihr noch übrig ist, kommt bei der Bundestagswahl auf unter 5 Prozent.
  • In Brasilien treten bei Jair Bolsonaro plötzlich Corona-Spätfolgen auf. Er sieht sich außer Stande, die Regierungsgeschäfte weiterzuführen. Es gibt Neuwahlen, eine indigene Staatslenkerin gewinnt.
  • Die Bundesregierung entschließt sich zu einer deutlich weiter reichenden Förderung von Solarstrom und verlängert auch die Förderung von Windkraft. Für den Bau neuer Windparks finden Bund, Länder und Kommunen eine gemeinsame Lösung.
  • Auch die Förderung für E-Autos geht weiter und wird ausgedehnt auf E-Bikes, Lastenfahrräder und normale Fahrräder.
  • Als Abschiedsgeschenk beschließt Merkel den deutlich früheren Ausstieg aus der Braunkohle. Hambi darf bleiben, Datteln 4 geht nicht mehr ans Netz.
  • Die Forschungen am Wasserstoff-Flugzeug werden erheblich intensiviert. Erste Prototypen gibt es bereits 2025; 2030 heben die ersten Maschinen damit ab. Aufgrund der Verluste durch Corona des heimischen Freizeit- und Hotelgewerbes bleiben Europäer für ein paar Jahre in Europa. Reisebusse und Bahnen feiern eine Renaissance.
  • Plastik zu vermeiden wird zum Trend. Unverpacktläden boomen so sehr, dass auch normale Supermärkte umdenken und Unverpackttheken einführen.
  • Um eine 2. Corona-Welle kommen wir derweil herum, ebenso wie um einen zweiten Lockdown, weil die Leute doch noch rechtzeitig vernünftig werden und sich wieder am Riemen reißen. Der Preis wäre einfach zu hoch. Im März 2021 ist Covid-19 Geschichte.
  • Es regnet den ganzen Herbst durch, die drei Dürrejahre bleiben die einzigen. Und überhaupt endet die Klimaerwärmung plötzlich. Die Energiewende verfolgen wir trotzdem bis zum Ende. Die „Wir haben’s doch gesagt“-Sager bleiben ungehört, weil wir inzwischen Social Media 2.0 haben, dezentrale, nicht-kommerzielle Lösungen, in denen ein grundfreundliches Klima herrscht.

Ja. Das hätte doch Hand und Fuß so. Und überhaupt: warum nicht! Was sind eure Ergänzungen?

<3 🙂

4 Antworten auf „107: Optimistische Internationale“

Ergänzung: Potenzmittel aus Pangolin, Nippes aus Elfenbein sie. werden dermaßen uncool, dass die weltweite Wilderei 2021 gleichsam gegen Null geht.

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