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Zum Helden werden

Ich weiß gar nicht so recht warum. Aber unbewusst suche ich immer wieder nach Mentoren, die mir bei Dingen helfen. Helfen, besser im Tischtennis zu werden, eine vertrackte Situation auf der Arbeit zu lösen, ein schwieriges Thema zu durchdringen oder auch in einer schweren Lebensphase mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Sowas halt.

Manchmal finde ich auch jemanden, der das Zeug zu einem Mentor hätte. Aber dann bin ich oft schon kurze Zeit später von ihm enttäuscht, es passt irgendwie doch nicht, der andere entpuppt sich auch nur als Mensch mit erstaunlichen Schwächen, oder es fehlen schlicht doch Zeit oder Expertise für ein Mentorship.

Immer gelange ich dann so an den Punkt, an dem ich merke: Einzelne, gute Tipps können dir Andere vielleicht geben. Aber am Ende kann dir keiner helfen außer du selbst. DU musst die Dinge umsetzen, die es umzusetzen gilt, DU musst Wege finden zu tun, was noch keiner vor dir getan hat. DU musst an deinen Aufgaben wachsen. DU selbst bist gefragt, du, du, du.

Es führt kein Weg daran vorbei, dein eigener Held zu werden.

Spoiler Alert: Stranger Things Staffel 4, Minor Spoilers ahead

Stranger Things, Staffel 4, Teil 1 endet mit einem ziemlich coolen – Interlude nennt man das wohl. Cliffhanger darf man es auch nennen. Zumindest eine faustdicke Überraschung. Normalerweise hätte ich gesagt: das nervt, vor allem diese neumodische Trennung von finalen Staffeln. Andererseits war die Pause bei Stranger Things nun nicht lang. Und weil ich etwas spät dran war, geht es sogar schon morgen mit der zweiten Hälfte weiter. Yeah! Netflix holt aus einer seiner letzten Cashcows noch richtig was raus!

Buch: Kapitel 11 ist fertig – und ich mag langsam nicht mehr… Hat mich 1 Stunde Überarbeitungszeit gekostet. Vergangenheits-Ich hatte diesmal ganz schön viel an Zukunfs-Ich delegiert…

Wo wir gerade von Helden sprachen. Dass R. Kelly jetzt wirklich 30 Jahre (!) sitzen muss, haut mich regelrecht um. Normal retten sich Promis doch in irgendwelche Vergleiche, zahlen paar Millionen, kommen auf Bewährung frei oder kommen allenfalls mal ein paar Monate in den Knast. Aber 30 Jahre… das ist schon sehr krass.

Und was ich mich außerdem frage: Was ist mit den Hits, die er hatte und von denen ich einige wie „Gotham City“ oder „I believe I can fly“ sogar mochte? Darf/soll/kann ich die jetzt noch hören?

Daily sort-out: Anderen Technikkrempel vors Haus auf die Fensterbank meines Erdgeschossnachbarn gestellt: Google Home Mini, altes, leicht defektes Ansteckmikrofon fürs iPhone, einen Eve Degree (Außenthermometer fürs iPhone, kaum je benutzt), eine leere Blechdose mit der Aufschrift „Awfully Chocolate“. Diesmal ohne Zu-Verschenken-Schild.

War vor dem großen Regen alles weg. Bis auf die Awfully-Chocolate-Dose. Die habe ich heute Abend nach dem Training auf der Fensterbank des anderen Nachbarn liegen sehen. 🤔

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Hm

„Sie“ abschaffen

Als wir damals in der 5. Klasse anfingen Englisch zu lernen, dachte ich noch, Deutsch wäre die einzige Sprache, die bei der Anrede zwischen „Sie“ und „du“ unterscheidet. Heute weiß ich, dass das natürlich Quatsch ist. Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch und Niederländisch tun das auch, also eigentlich alle anderen dominierenden westeuropäischen Sprachen außer Englisch.

Was ich hingegen noch nicht verstanden habe: Warum tun wir uns den Blödsinn eigentlich immer noch an? Der Unterschied war meinetwegen notwendig, als es noch verschiedene Stände und Mäjestäten gab (was aber ja eigentlich auch schon Blödsinn war). Und Majestät beliebten mit „Ihr“ angesprochen zu werden; also hier gar kein „Sie“ notwendig. Spätestens seit Abschaffung der Monarchie 1918 und Einführung der Republik ist „Sie“ aber endgültig überholt. Es gibt keine Respektspersonen mehr. Jeder ist weltlich. Selbst der Bundeskanzler mit höchstem Amt im Staate ist nur ein Volksvertreter.

Wir sollten den Quatsch endgültig abschaffen. Eine gute Gelegenheit eigentlich, wo wir doch gerade eh dabei sind zu gendern, was das Zeug hält, und selbst Anreden wie „Damen und Herren“ zur Disposition stellen. Dann aber auch richtig. Klare Kante. Weg mit „Sie“!

Mit gutem Beispiel voran gehen müssen dann natürlich Andere. Ich hatte mich für meinen Reiseführer erstmal für das „Sie“ entschieden. 🙄

Immerhin ist Kapitel 10 jetzt fertig. Und Mensch, ist das eine zähe Angelegenheit! Ich bin gerade in der Phase des Projekts, in dem ich das alles für gar keine gute Idee mehr halte und ich meine Schwächen wie einen kläglichen Wortschatz täglich vor Augen geführt bekomme. Ich kann überhaupt nicht einschätzen, wie lange ich für den ganzen Mist (hah, seht ihr, ich kenne nur „Quatsch“, „Mist“, „Kram“, „Blödsinn“ und vielleicht noch „Mumpitz“. Das ist ganz dünner Wortschatz.) überhaupt noch brauchen werde. Dann werde ich die Urlaubssaison verpassen, am Ende wird’s eh keiner kaufen usw…

Trotzdem denke ich irgendwie überhaupt nicht übers Aufhören nach. Und das macht mir weiter Mut. Denn wenn ich schon eine erfolgreiche Karriere als Buchautor anstreben will, dann muss ich ja mal mit irgendwas anfangen. Das ist meinem Unterbewusstsein anscheinend sonnenklar.

Abendsport. Ich fahre insgesamt 5x den Ippendorfer Berg hoch, bin dabei heute in ausgesprochener Rennradkluft unterwegs. Komme beim 2. Mal an einem anderen Radfahrer vorbei, der gerade telefoniert, und grüße beiläufig mit einem Nicken, weil ich denke, dass ich das wohl darf, wenn ich schon mal Rennradkluft trage.

Schon beim nächsten Aufstieg grüßt er mich wie einen alten Freund: „Wie oft fährst du denn da jetzt noch rauf? Fährst du mit Motor oder ohne?“. Ich keuche ihm überrascht etwas entgegen.

So geht das bei den letzten drei Aufstiegen jedes Mal. Und irgendwann freue ich mich, dass er da steht und mir nett was zuruft, als wäre er mein Coach.

Das würde ich gerne auch können. Aber irgendwie kriege ich es nicht aus mir raus, völlig Fremden erst einmal mit Misstrauen zu begegnen. Selbst wenn man etwas gemeinsam hat.

Geschweige denn, die Chance zu nutzen, mit Leuten, die offensichtlich nett und kommunikativ sind, mal einen Smalltalk zu halten. Es ergab sich irgendwie nicht, weil ich entweder auf dem Weg nach oben, also aus der Puste war, oder auf dem Weg nach unten und dann mit fast 50 km/h auf dem Tacho schlecht anhalten konnte. Aber ja, mit etwas mehr gutem Willen hätte man einfach mal kurz anhalten… 🙄

Ich arbeite daran…

Daily sort-out: Alten Elektronikkram an die Straße gestellt: Amazon Echo Dot, USB-TV-Adapter samt passendem Koaxial-Kabel, kaputten Polfilter für eine Kamera, verschenkte und zurückerhaltene Hülle für ein iPhone 13 Mini, Ansteckmikrofon mit Klinkenanschluss, Billig-Solarzelle, die nie wirklich funktioniert hat und noch irgendwelchen Krempel.

Nach ner halben Stunde war alles weg, inklusive dem „Zu verschenken“-Schild…

Wieso schafft es der Puffer eigentlich immer bis 98 und 99 Prozent und hört dann erst auf? 🤨

Seriously, Rechtschreibkorrektur? 🤨

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Gute Gespräche allem vorziehen

Ich muss anderen Menschen zu Weilen sehr hektisch vorkommen. Immer von einem zum nächsten, immer nur kurz für jeden Zeit. Neulich ist mir mal bewusst geworden, was ich da eigentlich mache: ich nehme mir selbst die Chance, Menschen, die ich mag besser kennenzulernen. Und außerdem eine Chance, mich gut zu fühlen. Denn was ihr Extrovertierten ja nicht wisst: Introvertierte fühlen sich erst dann gut, wenn sie mit jemanden „connecten“ können. Und das geht eigentlich nur über jedes Gespräch, das die Ebene des Smalltalks verlässt.

Seit einiger Zeit nehme ich mir etwas mehr Zeit, um mit anderen Menschen zu reden. Das möchte ich noch weiter intensivieren. Wenn ein Gespräch gut läuft und ich mich in der Gesellschaft Anderer wohl fühle, dann ruhig auch den nächsten Termin mal was später angehen.

Und natürlich habe ich direkt heute Abend mit dem Vorsatz gebrochen, weil ich noch zwei Kapitel in meinem Buch bearbeiten wollte. 🙄

Vielleicht habe ich gerade auch einfach zu viel zu tun…

„Eifersucht ist Selbsthass.“

„Einsamkeit ist ein Mangel an Selbstbewusstsein.“

„Wenn du einsam bist, kann dich niemand erlösen außer du selbst.“

Sind harte Thesen, aber an ihnen ist viel Wahres dran. Ich fühle mich interessanterweise auch manchmal einsam, wenn ich sehr im Stress bin. Weiß nicht, wie es euch da geht.

Vor lauter Zeugs heute ganz vergessen, Ukulele zu spielen, Vokabeln zu lernen, etwas wegzuminimieren und mein Abendessen zu fotografieren. 🙄 Vielleicht war es auch deswegen kein besonders guter Tag…

Hole ich jetzt noch eben nach, so kann man das ja nicht enden lassen. Außer das mit dem Abendessen. Das kommt jetzt zu spät…

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Hackfleisch abschaffen

Ich bin ziemlich begeistert von Greenforce-Produkten. Die Firma macht veganes Rührei, das man sogar essen kann, vor allem aber veganes Hackfleisch aus Erbsenprotein und Rote Beete. Du kaufst es als Pulver, rührst es als Wasser an und schon da wirkt es von der Textur und dem Aussehen her irgendwie wie rohes Hackfleisch. Nach dem Braten schmecke ich dann kaum einen Unterschied zu gemischtem Hackfleisch vom Supermarkt. Ist gut gewürzt, fühlt sich an wie Fleisch, schmeckt wie Fleisch. Passt alles.

Greenforce gibt es erst seit zwei Jahren. Und was ich am interessantesten finde: Als ich neulich bei Lidl war, um ein paar Tüten davon zu kaufen, gab es das nur als Aktionsprodukt. Ein paar Regale weiter verkaufte Lidl schon täuschend ähnliches Zeug von einer Hausmarke, das kaum anders schmeckte (ich hab es ausprobiert). Nachgeahmt und ersetzt nach nicht einmal zwei Jahren. Ich glaube, für Greenforce ist das nicht besonders schön.

Es zeigt aber, dass unfassbare Dynamik in dem Thema ist. Fleischersatzprodukte gibt es im Massenmarkt überhaupt erst seit knapp 10 Jahren, und sie werden immer besser. Hackfleisch kann man im Grunde also jetzt schon beinahe komplett ersetzen. (Mag sein, dass richtig gutes, teures Rinderhack noch besser schmeckt, aber der normale andere Kram?!). Bei Schnitzeln, Steaks, Filets etc. sind sie leider noch nicht so weit, aber wenn das in dem Tempo weitergeht, könnte das Thema in 10 Jahren – Achtung Schenkelklopfer – gegessen sein. Wenn das ohne geschmackliche Einbußen gelänge, Fleisch komplett zu ersetzen – es wäre ein Segen!

Minimalismus wird zum Ende hin immer schwieriger: Der Daily-Sortout brachte heute das Umziehen meiner Bürokommode (die kommt noch ganz weg) in meine Flurkommode:

Gestern war erneut mein Kleiderschrank dran. Und mir fiel auf: Da ist das Limit jetzt erreicht:

Es werden eher sogar noch mehr Sachen werden. Alle restlichen 10 T-Shirts sparken joy, 1 Anzug + Hemd braucht man. Vor allem meine Sportklamotten mag ich nicht weiter reduzieren. Ich treibe derzeit 5-6x Sport in der Woche, weil ich mich einfach gerne bewege. Klammottenwaschen ist mir allerdings ein Graus, das würde ich am liebsten nur 1x im Monat tun. Weil ich aber jedes Sportoutfit aus Funktionswäsche nur 1x tragen kann, sehe ich eigentlich nur zwei Möglichkeiten: gar noch mehr Sportklamotten kaufen oder auf Merino & Co. umsteigen, was nicht jedes Mal gewaschen werden muss, aber die schlechtere Sportfunktion hat. Mal überlegen…

Wahr ist aber auch: Wahrscheinlich kann ich nicht alles behalten, nur weil es Joy sparkt. Und dann wird es langsam richtig schwierig. Das oben rechts im Bild ist allerdings auch alles, was ich noch an Klamotten besitze. Ich finde, das ist schon recht minimalistisch. Wenn auch kein Hardcore-Pro-Level, wo die Leute nur noch 2 T-Shirts und so haben und die alle gleich aussehen…

Überlege noch…

Buch: Heute kam das Kapitel über Essen dran. Der Reiseführer wird meine Top 25 Gerichte aus Singapur enthalten. ♫ Ich will zurück, ich will zurück… Und ich muss gestehen, dass es hauptsächlich des Essens wegen ist. Mann, hatte ich Hunger danach…

Nasi Lemak! 😍

Und ja, ich habe „Kokosnussreis“ falsch geschrieben… 🙄 Ist zum Glück noch nicht die finale Version.

Stand im ebenfalls heute wegminimierten Buch (Titel schon wieder vergessen, irgendwas mit „Das funktioniert so“) unter „Mittel gegen Kater“. Wird ausprobiert!

Muss zurück zur 4. Staffel „Stranger Things“. Macht wieder erstaunlich Spaß. Ciao ciao!

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New York, Urlaub, Kreislauf und Bücher

Ich habe extrem Kreislauf gerade. Das führt nicht nur dazu, dass ich regelmäßig in den Penny Markt einfalle und dort Soft Cake kaufe. Ich konnte es doch nicht vermeiden und ich kenne auch den biochemischen Zusammenhang nicht, aber mein Körper funktioniert gerade nur damit. Es dreht sich bei mir auch alles, wenn ich vom Stuhl, dem Bett oder der Couch aufstehe. Dann muss ich mich meist kurz abstützen, wie so ein alter Mann. Trotzdem konnte ich vorhin relativ problemlos 2,5 Stunden Tischtennis spielen. Es ist verrückt. Eventuell ist das Loratardin Schuld, das ich gerade gegen die Pollenallergie einsetze. Habe ich so im Verdacht.

Ich habe Urlaub geplant in einem Monat. Dann würde ich die Deutschland-Tour mit dem Fahrrad angehen; drei Wochen lang. Eigentlich wollte ich die erst machen, wenn ich alles wegminimiert habe. Und mein Buch veröffentlicht. Das würde noch ganz schön viel Arbeit werden, zumal auf der eigentlich Arbeit gerade auch über die Gebühr viel los ist. Und irgendwo ist da ein Denkfehler, auf den ich gerade noch nicht komme…

New York. Irgendwie fiel mir New York ein als eine der ersten Destinationen der Weltreise, wenn man noch gar nicht genau weiß, wohin eigentlich. Problem ist allerdings, dass ich den Planungen nach im Januar losreisen könnte. Dann ist aber gerade mal so gar keine Saison für New York. Außerdem sagt mir mein Gefühl, dass das so einfach alles gerade nicht wird, auch mit Corona und der Rezession, in die wir wohl schon längst geschlittert sind.

Ein Monat noch Zeit für das Buch. Zumindest das sollte ich jetzt mal forciert angehen. Ist ja auch langsam Reisezeit. Und irgendwie kehrt die Lust darauf auch gerade zurück.

Daily sort-out: „Feeling Good“ von David D. Burns ausgelesen. Ziemlich gut. Ich glaube, der Mann ahnte gar nicht, welchen Gefallen er der Menschheit damit getan hat. Viele Esoteriker und Selbsthilfe-Autoren dürften danach bei ihm abgeschrieben haben. Aber die Idee und der vielfache Beweis, dass sich Depressionen allein mit einem anderen Mindset kurieren lassen, ist genial – auch wenn es heute in den USA kaum noch angewendet wird und Medikations-Therapie dort wohl gewonnen hat, weil sie auf den ersten Blick „praktischer“ erscheint.

Jetzt fällt mir auch der Denkfehler auf: Wenn ich im Januar erst auf Weltreise gehe, muss ich jetzt nicht binnen einen Monats alles wegminimiert haben. Dann bleiben mir noch ein paar Monate mehr Zeit.

Ich fall um. Das Gemeine ist, dass man auch mit Kreislauf nicht unbedingt besser einschlafen kann. Aber die Anziehungskraft ist ungleich größer. Ich glaube, was ich schreibe, macht gar nicht so viel Sinn. Ich höre mal lieber auf.

Nachgenießen: Green Day bei Rock am Ring 2022. Den offiziellen Mitschnitt haben die Organisatoren leider nie veröffentlicht (diese Idioten!), aber dieses Video (von der Scheiß-Tribüne gefilmt, vielen Dank!) vermittelt einen kleinen Eindruck:

Oder dieses. <3

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Keine Nachbarn

Ich habe derzeit keine Nachbarn und feiere das hart. Direkt neben mir wohnt schon seit Monaten keiner mehr, und die Nachbarn über mir sind auch ausgezogen. Ich kann beinahe so laut sein, was ich will. Ich kann laut mit mir selbst reden, was ich sowieso gerne mache. Und ich kann im Prinzip die Musik voll aufdrehen, weil es keinen stört. Der Nachbar unter mir ist noch da, aber der hört selber gerne laut Rockmusik, der beschwert sich nicht.

Ich weiß, was ihr denkt: Du wohnst doch am Frankenbadplatz, wo jeder den ganzen Tag seinen Bluetooth-Lautsprecher voll aufgedreht hat, warum machst du das nicht immer?

Na ja, weil man es in unserem hellhörigen Haus eigentlich schon hört, es immer sehr nette Nachbarn waren – und weil ich auf meine alten Jahre mittlerweile so hohe Lautstärken gar nicht mehr ertrage.

Deswegen mache ich eigentlich gar nicht so viel anders als sonst. Ich bin ein bisschen lauter, aber wahrscheinlich war ich mit meiner eigenen Lautstärke so zurückhaltend, dass sich der eine oder andere gefragt, ob in meiner Wohnung überhaupt jemand wohnt. Ich werde immer noch nicht groß auffallen. Vielleicht mache ich einfach so weiter, auch wenn da bald jemand Neues wohnt.

Zeiten, in denen die Tage eigentlich 48 Stunden haben müssten. Es ist sooo viel zu tun und ich komme mit allem kaum hinterher.

Daily sort-out: „Feeling Good“, S. 450-500 – ich lese noch daran und mache gleich weiter. Dr. Burns erklärt, welche Auslöser für Depressionen wahrscheinlicher sind. Solche, die einem negativen Gedankenmuster folgen oder körperliche. Zumindest zum Zeitpunkt, wo die 2. Auflage erschien (1999) wusste man es noch nicht genau.

Ansonsten habe ich noch den kaputten Brause-Halter im Bad ausgetauscht. Joa. Sonst heute nichts.

Marteria: „Niemand bringt Marten um“. Seit ich seine ziemlich geile Show bei „Rock am Ring“ gesehen habe, bin ich heimlicher Fan:

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Wie das 9-Euro-Ticket mir das Autofahren wieder schmackhaft machte

Sie taten in letzter Zeit eigentlich alles dafür, damit ich mein Auto endlich abschaffe. Lange Rotphasen an der Ampel, Tempo-30- oder ganz verkehrsberuhigte Zonen. Die astronomischen Spritpreise – sowieso. Und immer wieder Events, um meinen Nachbarn und mir zu zeigen, wie schön eine autofreie Innenstadt doch sein kann. Ich fand es gut und trommelte mit, bis dann wieder der Moment kam, in dem ich mein Auto doch einmal brauchte – und dann nirgendwo parken konnte.

Erst gab es immer weniger kostenlose Parkplätze in meiner Nachbarschaft – dann immer weniger Parkplätze überhaupt. Baustellen, Begrünungen, ja sogar der Glasfaserausbau kostete eine Zeitlang vier hervorragende Parkplätze in meiner Straße, weil der Versorger dort monatelang riesige Kabeltrommeln zwischenlagerte. Fahr doch Bus, Bahn oder noch besser: Rad, sagen Kommunalpolitiker und Klimaaktivisten. Was sie nicht sagen: Wie man mit dem Bus im Winter zum Tischtennis nach Wachtberg-Pech kommen soll oder – noch besser – abends von dort wieder zurück.

Köln Hauptbahnhof bei Nacht
Köln Hauptbahnhof bei Nacht

Aber okay, es ist nicht so, als würde die Politik nichts tun. Als eine Art Vorschau, wie die autofreie Zukunft aussehen kann, gibt es jetzt das 9-Euro-Ticket. Eine Entlastung der Bürger für die hohen Energiepreise – passend zur Urlaubszeit. Wie das in der Realität aussieht, brauche ich eigentlich nicht groß zu skizzieren. Da kann vermutlich inzwischen jeder ein Lied von singen.

Kürzlich freitagsnachmittags kam ich auf die Idee, einen Freund in Düsseldorf mit dem 9-Euro-Ticket zu besuchen. Weil die Bahn, die ich eigentlich nehmen wollte, 30 Minuten Verspätung hatte, konnte ich zum Glück in eine andere Bahn steigen, die bereits eine Verspätung von 40 Minuten hatte. Die stieg im Laufe der Fahrt natürlich immer weiter an. Schnellere Züge sollten passieren können, einzelne Waggons waren so voll, dass die zusammengepferchten Mitreisenden an jedem Halt die Lichtschranken der Türen unterbrachen. Mein Nebensitzer transpirierte genervt in meine Richtung.

Beim Umsteigen in Köln war dann das Gleis so voll, dass die Bahn Sicherheitspersonal einsetzte, um die Ströme der Reisenden voneinander zu trennen. In der Bahnhofshalle wurde ich zusammen mit hunderten Anderen grob in die Richtung geschoben, in die ich musste. Der Anschlusszug selbst hatte natürlich Verspätung, diesmal gab es keinen Sitzplatz für mich. Die Bahn nahm weitere Verspätung auf, kleine Kinder weinten.

Alle fahren Bahn – sind da nicht die Straßen frei?

Wie ich da so stand, in Mitten anderer verschwitzter und sehnsüchtiger Reisender, stellte ich mir vor, wie es wäre, jetzt im Auto zu sitzen. Ein bequemer Sitzplatz nur für mich alleine, gesicherte Frischluftzufuhr, mein ganz persönliches Bordprogramm, keine Pflicht eine Maske zu tragen. Und noch ein Gedanke schoss mir durch den Kopf: Wenn jetzt alle nur noch Bahn fahren – müssten dann nicht eigentlich die Straßen frei sein?!

Das wollte ausprobiert werden. Die jüngst zumindest wieder leicht gesunkenen Benzinpreise gaben mir zusätzliche Bestätigung. Und so entstaubte ich exakt eine Woche später meinen zuletzt nur noch selten genutzten, beinahe 20 Jahre alten VW Lupo und machte den Test. An einem späten Freitagnachmittag von Bonn nach Düsseldorf. Eigentlich Harakiri – normal sammeln sich zu der Zeit Feierabend-, Wochenend- und Urlaubsverkehr aus Rheinland und Ruhrgebiet, und die Straßen sind brechend voll. Und jetzt?

So leer sind die Straßen an einem Freitagnachmittag rund um Köln sonst nicht.

Jetzt war tatsächlich wenig los. Ich kam ohne Probleme auf die A555, dann auf die A4 und sogar die A3. Ein paar andere Autos waren unterwegs – natürlich. Aber kein Stau, nirgends. Und genauso entspannt ging es einige Zeit in die Gegenrichtung zurück nach Bonn.

Das ist noch kein Beweis, aber ein Indiz. Wenn es das Ziel der Bundesregierung war, die Straßen wieder frei zu kriegen, dann könnte sie das mit dem 9-Euro-Ticket geschafft haben. Für die Besserverdienenden, die sich trotz fehlgeschlagener Sprit-Subventionierung das Autofahren noch leisten können: immerhin. Aber spaltet das die Gesellschaft nicht viel mehr, als uns lieb ist? Hier die gut Betuchten auf der freien Autobahn, dort die armen Säue im überfüllten Zug.

Einen Parkplatz fand ich übrigens erst 300 Meter von meiner Wohnung entfernt. Die Lokalpolitik immerhin meint es ernst mit der autofreien Zukunft – außer für die, die ein Haus mit eigenem Parkplatz haben. Gäbe es für „arme“ Mieter wie mich eine entspannte Alternative zum Auto – ich würde sie nehmen.

Daily sort-out: „Feeling good“, S. 400-450. Dr. Burns berichtet von seinen härtesten Fällen.

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Argh

In der Projektmanagement-Hölle

Für die Arbeit habe ich jetzt zwei Wochen lang nach einem Projektmanagement-Tool gesucht, das Kanban, Gantt, Berichte und vielleicht noch einen Kalender kann. Wir benutzen bislang eine kostenlose Version von MeisterTask, aber die kann in der kostenlosen Variante nicht so viel.

Bei der Recherche festgestellt:

  • Das kostenlose Internet ist Geschichte.
  • Gut, das wussten wir im Grunde, siehe auch Paid Content bei Spiegel, Zeit und Co. Aber dass es so schlimm ist, hatte ich nicht gedacht.
  • Praktisch alle Projektmanagement-Tools verfolgen die gleiche Preisstruktur: Einen Zeitraum kostenlos testen, dann zahlen und zwar richtig! Die meisten verlangen ab 8-12 Euro netto im Monat – pro Nutzer, exklusive Mehrsteuer.
  • Wir haben ein Team von 10 Leuten, bei 10 Euro im Monat ergibt das 1.200 Euro im Jahr – für eine bescheuerte Projektmanagement-Software!
  • Betriebssysteme, Bildbearbeitungsprogramme (außer Photoshop), ganze Office-Lösungen, Netflix, Spotify… sind billiger.
  • Um das Geld halbwegs zu rechtfertigen, bieten diese oft völlig überladenen Tools meistens ALLES, also auch Dinge, die man gar nicht will, wie Integration deiner Telefon-App, E-Mail-Konten, Zeiterfassungs-Tools um deine Mitarbeiter zu überwachen.
  • Das, was ich eigentlich will – Aufgaben strukturiert managen – ist dafür dann in irgendwelchen Untermenüs verschachtelt.
  • Am Ende kann trotzdem keins genau das, was ich eigentlich suche.
  • Die noch sympathischsten davon bieten immerhin eine Basisversion dauerhaft kostenlos.
  • Die ersten 5 Treffer auf Google sind immer Anzeigen der gleichen 5 Unternehmen, selbst wenn ich nach „free project management tools“ suche.
  • Einige kannst du dir nicht einmal anschauen, ohne deine Telefonnummer, deinen Klar- und deinen Firmennamen einzugeben.
  • Das Marketing eines Anbieters – ich sag einfach mal: Wrike – war besonders aggressiv. Nachdem ich so naiv war, meine echte Telefonnummer anzugeben, erhielt ich eine personalisierte E-Mail, kurze Zeit darauf zwei Anrufe direkt hintereinander, deren Absender mein Smartphone unter Spam-Verdacht stellte, eine Nachricht auf meine Mailbox („Leider erreiche ich Sie nicht. Rufen Sie mich dringend zurück!“) und später am Nachmittag noch eine E-Mail. Hab mein Konto sofort danach wieder gelöscht.

Puh, nee, beim Kostenlos-Internet war auch nicht alles toll, aber da zahle ich anderswo lieber mit meinen Daten, als dass ich so einen Mist mitmache. Wir bleiben jetzt erst einmal bei MeisterTask, auch wenn die ein ähnliches Geschäftsmodell verfolgen. Die haben uns bisher nicht im Stich gelassen und ein bisschen Restsympathie ist zumindest noch da. Ich hoffe, das bleibt auch.

Daily sort-out: „Feeling Good“, S. 350-400. Dr. Burns im Kampf vs. eine Nihilistin.

Hab noch einige Steuerbelege eingescannt und mir meine bisherigen Belege der Umsatzsteuervoranmeldung angeschaut. Offenbar hat mein Vergangenheits-Ich sogar Extra-Arbeit geleistet und selbst Belege gesammelt und gescannt, die Einkommensteuer-relevant sind.

Gestern die vier Kündigungen an Vodafone und jetzt das! Mein Vergangenheits-Ich ist manchmal gar kein so verkehrter Typ…

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Endgegner Papier

Und wieder einmal die Steuer…

Das Hauptproblem ist dabei wirklich das Papier. Ich weiß, ich weiß. Das meiste geht heute digital oder sogar automatisch, aber auch darauf musst du erstmal umstellen. Und das klappt sehr schlecht, wenn du den Driss so sehr hasst, dass du ihn mit spitzen Fingern nicht anpacken magst. Aber davor davonlaufen ist auch keine Lösung. Ein echter Endgegner. Danke auf jeden Fall, Nicky, für den moralischen Beistand!

Vergangenheits-Ich wollte wohl auf Nummer sicher gehen… 😂

Bloß weg von diesen Verbrechern! Schlechtester Provider, den ich jemals hatte.

Wer war nochmal derjenige, der lieber Ukulele lernen wollte, weil das so ja viel einfacher wäre als Gitarre? 🙄

Es gibt rund 150 Akkorde und etwa jeder dritte davon ist ein Barrégriff…

Ich habe Volbeat auf Rock am Ring sogar geskippt, kann mit der Stimme des Sängers nicht besonders viel anfangen, hab jetzt aber doch mal rein- und ein paar echt gute Songs gehört. Ich mag ihr Cover von Battleship Chains, gefunden auf der „Rock am Ring 2022“-Playlist:

Und ja, ich schwelge immer noch in Erinnerungen von Rock am Ring. Die Niederländer haben sogar ein Wort für sowas: nagenieten, wörtlich übersetzt „nachgenießen“. Ich finde, das sollten wir ins Deutsche übernehmen!

Daily sort-out: s.o. + „Feeling Good“ S. 250-350. Burns‘ Spezialität sind Rollentauschs und Dialoge mit Patienten, teils auch gestellte, in denen er zeigt, wie man inneren oder echten, äußeren Kritikern die Munition nimmt. Dieses über Selbstwertgefühl wollte ich mit euch teilen:

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Non-judgemental Walk

Ich war mal in der StudiVZ-Gruppe „Angeblich gucke ich immer böse, bin’s aber nicht“. So unnützes Zeug aus der Vergangenheit fiel mir gerade ein, als ich zum Abendspaziergang aufbrach. Ich glaube nämlich, ich gucke nicht nur böse, ich bin es manchmal auch. Vielleicht erinnert ihr euch an meinen Text von gestern, dass es mich auf die Palme bringt, wenn Leute vor mir auf dem Bürgersteig mich nicht herannahen hören. Ich bin für gewöhnlich recht flott unterwegs und muss an vielen Leuten vorbei. Und wenn die mir dann nicht ausweichen…

Mittlerweile sage ich mir oft: „Ruhig, Brauner, die können ja nichts dafür.“ Wenn ich mal genau in mich hinein horche, gucke ich aber auch andere Menschen auf der Straße böse an. Aus verschiedenen oder gar keinen Gründen. Vielleicht, weil mir bei dem einen das T-Shirt nicht gefällt, bei dem anderen ein schlimmes Tattoo (passiert mir in Deutschland leider oft), beim Dritten der ganze Aufzug und beim Vierten wasauchimmer.

Nicht werten, habe ich mal irgendwo gelesen. In Berlin gelingt mir das auch meist ganz gut. Da sieht sowieso jeder so verrückt aus, dass man aus dem Werten gar nicht mehr heraus käme. Bei meinem Abendspaziergang gerade habe ich das aber auch mal hier in Bonn versucht. A non-judgemental walk. Was mir dabei auffiel:

  • Es läuft sich tatsächlich entspannter. Ich bin selbst weniger verkrampft.
  • Mich gucken weniger Leute böse an. Vielleicht ist da was dran mit „Wie man in den Wald hineinruft…“
  • Ein paar Mädels haben mich angelächelt.
  • Eine Frau auf dem Fahrrad hielt an, um mich nach dem Weg zur nächsten Tankstelle zu fragen. (Ich habe sie aber nicht einfach dahin geschickt, sondern gefragt, was sie da eigentlich will. Sie wollte nur Flaschen abgeben. Ich hab sie statt dessen zum Friedensplatz-Rewe geschickt.)
  • Ein Gruppe von Leuten, die vor mir ging und die ich so schnell nicht überholt bekam, störte sich offenbar nicht daran, dass ich ein paar Schritte mit ihnen ging.
  • Insgesamt ein sehr entspannter Spaziergang.

Würde ich ab jetzt immer so machen, wenn es nur nicht so verdammt anstrengend wäre. 🙄

Daily sort-out: „Feeling Good“, Seiten 200-250.

Ich muss mal vorankommen hier mit dem finalen Ausmisten. Und wenn es erstmal Dinge sind, die ich eigentlich am Schluss machen wollte. Finales Ausmisten der Schränke. Behalten nur noch notwendiger Dinge und solcher, die ich ohne viel logistischen Aufwand und Platzbedarf bei einem Umzug schnell mitnehmen könnte.

Flurkommode vorher:

Ausgeräumt:

Nachher:

Prepper-Schublade in der Küche vorher:

Nachher:

Ich muss einen Plan machen, wie ich das hier beenden will. Alle Bücher noch einmal zu lesen, in denen noch etwas Interessantes stehen könnte, dauert zu lange. Dann lieber voll dekadent wegschmeißen und als Ebook neu kaufen, wenn die Zeit gekommen ist. Darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an…

Kreislauf, i haz it. Kann natürlich an den Temperaturen liegen oder daran, dass ich heute Mittag bei 30 Grad ins Intervalltraining eingestiegen bin. 5km Joggen, davon sieben 30-Sekunden-Vollgas-Sprints (mit 1 Minute Pause dazwischen). Das soll die Fettverbrennung deutlich erhöhen.

Woran es liegt, weiß ich nicht, aber immer wenn ich Kreislauf habe, schreit mein Körper nach Kaffee – und nach Soft Cake. Ihr wisst schon, diese Kekse mit dem Orangenglibber in der Mitte. Konnte meinen Körper gerade noch davon abhalten, den Pennymarkt leerzukaufen.

Hand of God (Netflix): 90 Minuten lang ein richtig toller italienischer Coming-of-Age-Film. Lustig, traurig, sinnlich, schön! Aber dann finden sie kein Ende und es wird so komisch schwermütiger Kram, der überhaupt nicht zum Anfang passt. Deswegen kriegt der von mir nur eine 2-, leider. Ist auf jeden Fall viel lustiger als hier im Trailer dargestellt:

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Hochsensible Menschen erkennen

Ich habe mal einen Test gemacht, ob ich hochsensibel bin. Auf einer Skala von 0 bis 10 kam ich da auf eine 7 bis 8. Heißt: sensibler als der Durchschnitt, was ich inzwischen auch in einigen Alltagssituationen merke, auch wenn ich noch einige weit „krassere“ Fälle als mich kenne. Etwa den Bekannten, der nichts filtern kann, jeden Eindruck sofort kommentiert, aber auch als einziger merkt, wenn ich neue Schuhe trage oder nicht gut drauf bin, egal, wie sehr ich versuche, mir nichts anmerken zu lassen.

Es gibt einen einfachen Trick herauszufinden, ob jemand hochsensibel ist oder nicht. Und seit einiger Zeit praktiziere ich den mit großem Interesse im Alltag. Der Test geht ganz einfach so: Gehe hinter jemandem auf dem Bürgersteig her und achte darauf, ob und wann er dich bemerkt und vorbei lässt, wenn du schneller bist als er.

Für mich war das irgendwie immer selbstverständlich: Ich bemerke jemanden hinter mir, der schnell näher kommt, ich rücke dann meist schon ein paar Meter vorher zur Seite, denn es gibt keinen Grund, ihn nicht vorbei zu lassen.

Die meisten anderen machen das nicht.

Ich konnte das selber kaum glauben, aber ich habe es jetzt oft genug ausprobiert und bin immer wieder überrascht, wie wenig feinfühlig andere Menschen da sind.

Oft genug muss ich Menschen erst ansprechen und bitten, mich vorbei zu lassen, weil sie mich schlicht nicht bemerkt haben. Das hat mich früher auf die Palme gebracht, weil ich dachte, es wäre normal, jemanden von weit herannahen zu hören. Ist es aber offenbar nicht. Die meisten meinen das gar nicht böse, ihnen fehlen schlicht die „Antennen“. Nicht umsonst setze ich mich seit Jahren für die Erfindung der Fußgängerklingel ein, aber die muss ich wohl selber auf den Markt bringen… 🙄

Die meisten Menschen merken es dann irgendwann, wenn ich zumindest einige Schritte hinter ihnen bin und mit irgendwas raschel, mit den Schuhen schlöre oder mich räuspere. Ich bin aber auch – ungelogen – schon einmal 30 Sekunden einen halben Schritt hinter einem Paar hergelaufen, das mich einfach nicht bemerkt hat. Ich wundere mich auch immer wieder, wie überrascht manche Leute reagieren, wenn ich ziemlich laut auftretend und schaufend angejoggt komme, dann plötzlich hinter ihnen bin und sie doch wieder bitten muss, mich eben durchzulassen. Mich nervt das, aber die Leute können schlicht gar nichts dafür.

Wenn euch das auch so interessiert wie mich: Probiert’s mal aus! Jemand Hochsensiblen erkennst du daran, wenn er (sofern er von nichts Anderem abgelenkt ist) dir schon einige Meter vorher Platz macht, weil er dich hat herannahen hören.

Wann hat man sich eigentlich zum letzten Mal einfach so auf eine Wiese in den Schatten gelegt und ein bisschen den Sommer genossen? Me today:

Keine fünf Minuten später bin ich dann aber auch schon weiter. Es kamen lästige Fliegen und Mücken und so geil war’s dann auch gar nicht. Ich wollte da wieder weg. 😅

Daily sort-out: Bin auf Seite 203 von „Feeling Good“. Wenn das in diesem Tempo weiter geht mit dem finalen Ausmisten, bin ich mit 60 noch nicht fertig. Ich muss das irgendwie anders angehen…

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Bücher schreiben

Bücherschreiben ist mein Traumberuf. Denke ich zumindest. Ich hab bis jetzt noch nie ein Buch geschrieben bzw. ich schreibe jetzt am ersten. Und es zieht sich…

Ende April wollte ich fertig sein mit dem alternativen Singapur-Reiseführer. Jetzt mit gut anderthalb Monaten Verspätung habe ich zumindest die Rohtexte der 50 Kapitel fertig geschrieben (yeah!). Mir fällt bei jedem größeren Schritt ein ganzer Meilenstein vom Herzen. Aber es ist immer noch viel Arbeit.

Jetzt geht es ans Reduzieren, ans Finetuning der Texte, ans Kartengestalten, Bilderauswählen und schließlich auf Amazon Kindle Fertigformatieren.

Vielleicht ist auch der Grund, warum ich noch nie ein Buch geschrieben habe, dass das verdammt viel Arbeit ist, dass ich bisher noch gar nicht wusste, wie das eigentlich geht und was das alles mit sich bringt. Es macht schon Spaß, aber es schreibt sich eben auch nicht von selbst. Wie ich offenbar immer gedacht hatte.

Ich bin ein Riesenfan von Greenforce Food geworden. Das ist bisher der beste Fleischersatz, den ich getestet habe. Vor allem der Hackfleisch-Ersatz. Sieht auch roh, also angerührt, genauso aus wie echtes Hackfleisch, schmeckt aber fast besser. Soll’s auch bei Lidl geben. Probiert’s mal aus!

Daily sort-out: Lese weiter an „Feeling Good“. Gestern habe ich es noch bis Seite 146 geschafft, mal sehen, ob ich es heute Abend noch bis in die Nähe von Seite 200 schaffe. Bin ziemlich kaputt nach dem Ausflug gestern. Könnte auch einfach mal früher schlafen gehen.

Oh, gar kein Foto heute. Gibt so Tage… Dann heute eben nur einen kurzen Log.

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Aus Langeweile mit Menschen reden

Ich war heute den halben Tag in und auf dem Weg nach Wiesbaden, um ein Konzert von Agnes Obel zu sehen. Ich wollte ursprünglich mit Juan dorthin, aber der hat sich noch rechtzeitig vorher die Seuche geholt (Corona) und ein gleichwertiger Ersatz ließ sich kurzzeitig nicht auftreiben. Also erstmal niemanden zum Reden.

Ich arbeitete unterwegs, wurde mit meinem Testbericht fast fertig, organisierte noch einiges und war dann mit allem, auch dem Abendessen in einer Dönerbude, um 1900 fertig. Die Veranstaltungslocation, die Wiesbadener Ringkirche, war gleich nebenan. Ich ging hin und saß noch ein wenig in der Sonne, zückte mein Handy, schaute nach dringender Arbeit, es gab keine. Einlass sollte um 19:30 Uhr sein, der Pulk wartete davor, ich auch. Tatsächlicher Einlass: 19:50 Uhr.

Ich bekam einen guten Platz, saß und wartete. Dann wartete ich weiter. Es war ja eine katholische Kirche, ich hatte zwar keine Skrupel, meine Mütze aufgesetzt zu lassen (schlimmer Frevel, aber f* the system!), aber ein wenig innere Einkehr könnte ja nicht schaden. Ich saß, schloss die Augen, atmete tief ein und aus. Als ich damit fertig war, war es etwa 20:15 Uhr. Noch immer suchten sich Leute einen Platz, vom Künstlerensemble keine Spur. Ich checkte mein Handy, schrieb Freunden ein paar Nachrichten, graste meine E-Mails und Feeds ab (beide leer), hatte nichts mehr zu tun.

Langeweile ist ein Geschenk. Es macht dich kreativ. Ich kann mich auch tatsächlich nicht daran erinnern, wann mir zum letzten Mal langweilig war. Es gibt in meinem Leben eigentlich immer was zu tun. Es geht mir besser, wenn immer etwas zu tun ist. Jetzt war nichts mehr zu tun…

Es wurde 20:20 Uhr und dann 20:25 Uhr und noch immer keine Künstler auf der Bühne. Ich checkte ein paar Apps auf meinem Smartphone, die ich noch nie ausprobiert hatte (siehe da: Samsung Notes hat auch eine Art To-Do-Liste integriert!). Als ich jemanden mit einer Flasche Wasser an seinen Platz treten sah, erinnerte ich mich, dass meine Wasserreserven auch nahezu erschöpft waren und ich später noch drei Stunden Bahnfahrt vor mir haben würde. Ich sprang spontan auf, bat meine Nebensitzerin, meinen Platz zu verteidigen und ging an die Theke (VOR der Kirche, drinnen gab es keine, aber der eine oder andere hatte tatsächlich legal eine Dose Bier in der Hand, IN der Kirche!).

Als ich mit dem Wasser wieder an meinen Platz kam, sah ich, dass meine Nebensitzerin ihren Arm um meinen Hipster-Rucksack gelegt und sich im wahrsten Sinne des Wortes auf meinem Platz breit gemacht hatte. Alle Achtung! Sie hatte meinen Platz tatsächlich eisern verteidigt! Als ich ihr dankte, rückte sie aber wieder etwas weg zu ihrer Begleitung. Es wurde 20:30 Uhr und dann 20:40 Uhr. Noch immer keine Künstler auf der Bühne, noch immer nichts wegzuarbeiten, nichts mehr zu tun.

Mir fiel nichts Anderes mehr ein, was ich noch tun konnte, außer Gespräche mit Wildfremden anzuzetteln. Obwohl meine Nebensitzerin jetzt ja keine Wildfremde mehr war. Also fragte ich sie und ihren Begleiter, ob sie aus Wiesbaden kämen. „Nein nein, aus Münster und Aachen. Wir sind vorhin angereist und bleiben dann über Nacht“. Wir unterhielten uns ein wenig. Ich sagte, ich dachte ich wäre schon von weit her angereist, aber Münster wäre ja noch ein ganzes Stück weiter. Und dass ich eigentlich wissen wollte, ob Wiesbaden eine schöne Stadt sei. Das hörte die Frau vor uns, drehte sich um und erzählte uns von Wiesbaden. Dass es sehr schön sei, im Krieg kaum zerbombt, aber auch gewissermaßen tot.

Es überrascht mich, das zu sagen, aber das Gespräch gefiel mir. Es muss weit kommen, dass ich lieber mit Menschen rede als mich mit irgendwas Anderem zu beschäftigten. Aber wenn ich es mal tue, macht es fast immer Spaß und es geht mir danach besser. Warum ich das dann so selten tue? Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht. Tiefenpsychologisch bedingt wahrscheinlich die Angst, nicht schlagfertig genug zu sein.

Als das Konzert dann um 20:50 endlich begann, war ich sogar ein klein wenig traurig. Ich hätte mich gerne noch länger unterhalten.

Ach so, und das Konzert? Coole Location, der Sound ein klein wenig underwhelming, die Musikerinnen auf der Bühne (Agnes Obel nannte sie die „Band of Mothers“, weil sie alle inzwischen Mütter seien) sehr sehr gut. Schade nur, dass sie Fuel to Fire nicht gespielt haben. Alle anderen Hits aber eigentlich schon und auch so anspruchsvolles neues Zeug…

Mainz HBF. Meine S-Bahn nach Frankfurt-Flughafen soll laut App in 4 Minuten fahren, ist aber weder am Gleis noch auf der Anzeigentafel in der Bahnhofshalle angeschlagen. Hilfe!

Ich renne zur Information, aber, Mist, da kommt einer vor mir dran, ein Schwarzer, der es leider nicht so eilig hat. Er möchte mit dem 9-Euro-Ticket nach Köln, der Schaltermitarbeiter zu ihm: „Nein, nach Köln kommst du heute nicht mehr mit dem 9-Euro-Ticket, nur noch mit IC oder ICE.“ Druckt ihm was aus, wimmelt ihn irgendwie ab.

Ich komme dran, zeige dem Mitarbeiter mein Handy, auf der Gleis 5 und die S9 steht, erkläre mein Problem, dass das nirgendwo angeschlagen ist. „Oh doch, der kommt! Gehen Sie besser schnell runter. Der kommt, mit 90-prozentiger Sicherheit!“ Ich bedanke mich hastig, sprinte runter zum Gleis und tatsächlich: wenige Minuten später rollt die S9 ein, obwohl sie weit und breit nirgendwo angeschlagen wurde. Als ich einsteige, sehe ich, dass sich der Schwarze einen Vierersitz weiter setzt. Er nimmt die gleiche Bahn.

Der Bahn-Mitarbeiter hat ihn geduzt und mich gesiezt. Ich habe nichts gesagt, weil ich einfach zu sehr in Eile war und ehrlich gesagt auch nicht genau weiß, wie man so etwas de-eskalierend sagt. Aber das darf doch nicht sein. Wo kommt das überhaupt her, dass manche Leute Schwarze und Türkischstämmige einfach so duzen? So etwas muss aufhören!

Daily sort-out: Lese gerade noch einmal „Feeling Good“ von David D. Burns, eins der ersten Bücher über positive Psychologie. Bin überrascht, wie viel davon für mich längst alltäglich ist. Sein Kapitel darüber, wie man verbale Angreifer entwaffnet, ist beinahe amüsant.

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Forever Single?

Die Idee spukt jetzt schon eine ganze Weile in meinem Kopf rum, und sie ist natürlich auch nicht original von mir. Aber ich höre und lese immer mehr darüber sie klingt erfrischend: Wie wäre es, wenn man einfach den Rest seines Lebens ungebunden bleibt? Also nicht so selbstmitleidig, nach dem Motto: Buhuhu, keiner liebt mich, sondern gewollt. Und selbst die Chance auf sexuelle Abenteuer links liegen lässt, weil es einen einfach nicht mehr interessiert? Sofort melden sich die inneren Stimmen:

  1. Das darfst du nicht!
  2. Du musst dich fest binden!
  3. Alle anderen machen das auch.
  4. Das ist der natürliche Ritus des Menschen.
  5. Sonst bist du nichts wert.
  6. Nur gemeinsam ist der Mensch vollkommen.
  7. Nur als Frauenheld bist du begehrenswert.
  8. Sonst sind die anderen erfolgreicher als du.
  9. Alleinsein im Alter ist grausam.
  10. Du willst doch jemanden haben, der dich auf deinem Weg begleitet, der morgens neben dir aufwacht, mit dem du durch dick und dünn gehen kannst.

Die Stimmen 1 bis 6 können mich mittlerweile mal. Ich muss gar nichts, und da lobe ich mir die heutige Gesellschaft, in der praktisch jede Form von Sexualität akzeptiert ist, auch die Asexualität. Ich erinnere mich gerne an die gute Freundin von mir, die meinte, wenn sie sich zurückerinnere, war sie als Single immer glücklicher als in einer Beziehung.

Ich nicht unbedingt, aber auch mich haben viele Dinge an Beziehungen immer genervt. Unbedingt irgendwas zusammen machen müssen, auch wenn man gar keine Lust darauf hat. Mehr Nähe als einem lieb ist etc.

Punkt 7 und 8 haben mir tatsächlich lange zu schaffen gemacht. Andere sind begehrenswerter… Und wenn schon! Kann ich eh nicht ändern. Außerdem löst sich der Ärger darüber in Luft auf, wenn dich das Thema plötzlich nicht mehr interessiert und dir was anderes wichtiger ist. Wie du deine ganz persönliche Weltreise organisierst, zum Beispiel.

Punkt 9 und 10 – okay. Da werde ich sentimental. Tief in mir drin will ich jemanden haben, mit dem ich alles teile, dessen Nähe ich vermisse, wenn er (also sie) nicht da ist, der mich vollkommen macht, neben dem ich morgens aufwache, für den ich da bin, wenn es ihm (also ihr) schlecht geht, oder auch gut, und anders herum genauso. Ja, das will ich, das wäre meine 1a-Lösung, das steckt vielleicht in jedem von uns tief drin.

Aber wenn sich der passende Mensch für die 1a-Lösung gar nicht findet? Findet wirklich jeder den/die Partner/in, der/die genau das für ihn/sie ist? Welche elendigen Kompromisse geht man ein, um etwas zu bekommen, das nur so halb passt. Wer den Deckel auf dem Topf findet: sehr cool, meinen Glückwunsch! Aber wer nicht, wird der wirklich glücklich? Und was gibt man alles auf dafür, nur um semi-glücklich zu sein?

Natürlich bin auch ich nur ein Mensch, bei dem andere Menschen zu Weilen gewisse Reize auslösen, und ich dann entsprechend reagiere – also so:

Aber dann? Selbst wenn du denjenigen eroberst – was seltener passiert, als einem lieb ist – wie geht es dann weiter? Für einen kurzen Moment der Ego-Boost dass du jemand Attraktiven für dich gewonnen hast, dann die 6 Wochen Dopamin-Rausch des Verliebtseins, bevor dann die ewige Frage ansteht: Was machen wir denn heute? Isst du wirklich zwei Burger statt einen? Kannst du mal deine Socken wegräumen?! Wann fahren wir zu Onkel Walters Silberhochzeit?

Wie viel Energie habe ich in meinem Leben schon da rein gesteckt, jemandem gefallen zu wollen? Gebracht hat es genau genommen nichts.

Wenn das Schicksal sich entscheidet, dass da jemand meinen Weg kreuzt und beiden klar ist: das passt, dann: klar, ich bin bereit. Aber bis dahin versuche ich es einfach mal ohne. Und ich könnte mir denken, dass das ungeahnte Energien freisetzt.

Typ vor mir in der Bahn hat eine Maske auf, aber wird vom Kontrolleur ermahnt, weil er kein T-Shirt anhat. „Bitte anziehen, sind die Kleidervorschriften hier.“ Er fügt sich, widerwillig.

Hendrik hat Geburtstag. Alles Gute!

Düsseldorfer Altstadt, huiuiui…

Daily sort-out: Meine letzte Kladde mit Vokabeln, Sätzen aus meinen letzten Niederländisch- und Englisch-Kursen. Bin fertig damit. Es geht mit Babyschritten voran, aber der Gipfel rückt trotzdem langsam näher.

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Just random stuff

Hat funktioniert! Fairtiq hat mich gestern beim Überschreiten der 9-Euro-Schwelle automatisch auf das 9-Euro-Ticket migriert:

Und ja, irgendwer hat da schon wieder vergessen, ab Köln Mühlheim schon ein Ticket zu lösen und kam erst darauf, als der Zugchef durch die Lautsprecheranlage brüllte, dass in diesem Zug trotz des 9-Euro-Tickets weiter Maskenpflicht herrsche: „Wir sind hier nicht bei Aldi oder Lidl!“

Aber wie nutze ich das 9-Euro-Ticket dann?

Ja nun, aber das 9-Euro-Ticket einfach in der App zu haben und anzeigen zu lassen, wäre schon praktischer, als immer wieder swipen zu müssen. Und was ist, wenn ich mit dem 9-Euro-Ticket wohin fahren möchte, wo Fairtiq noch nicht gilt, also zum Beispiel nach Niedersachsen oder Rheinland-Pfalz?

Mir scheint, das ist nicht ganz zu Ende gedacht.

Eine ziemliche Hammermeldung in meinen Augen, die heute fast ein bisschen untergegangen ist: Der Verband der Psychotherapeuthen rät dazu, den Verkauf von Alkohol deutlich zu erschweren und Cannabis endlich freizugeben.

Das Mindestalter für alle legalen Drogen solle bei 18 liegen. Und alle legalen Drogen sollten in lizenzierten Geschäften von Fachpersonal verkauft werden, das zum Thema Suchtprävention geschult ist. Mit anderen Worten: Liquor Stores und Koffieshops auch in Deutschland.

Finde ich gut, finde ich nur überraschend, dass sich die Bundespsychotherapeutenkammer da so klar positioniert. Sie raten übrigens generell von Suchtmitteln ab – auch von Cannabis, das Psychosen auslösen kann – sehen aber wohl ein, dass Erwachsene eine Art von Rausch wollen und brauchen. Aber auch nur die und auch nur hin und wieder, nicht so alltäglich, wie es bei Alkohol heute der Fall ist. Und wo durch diese Selbstverständlichkeit sehr viele Menschen zu Alkoholikern werden.

Daily sort-out: Meine Vorratsschublade in der Küche.

Vorher:

Nachher:

Wo der Unterschied ist, fragt ihr? Der ist subtil. ☝🏻 Früher war mehr Chaos. Die Ordnung ist jetzt ganz klar unterteilt in Gewürze/Soßen (unten links), eigentliche Zutaten und Snacks (oben links), Backzutaten, Brofaufstriche (oben Mitte), Tee, Nahrungsergänzungsmittel und Fisherman’s Friends (unten Mitte), Kaffee (oben rechts) und Junkfood (unten rechts).

Man könnte eigentlich auch noch den Kaffee zum Tee… fällt mir gerade auf… Dann wäre mehr Platz für Junkfood. 🙂

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Zeitpaket

Heute Abend hatte ich die Chance, das letzte Play-off-Halbfinalspiel zwischen den Telekom Baskets und Bayern München zu sehen. Felix hätte eine Karte gehabt. Für einen kurzen Moment war die Abendplanung klar. Allerdings sagte Felix dann ab (hatte sich noch nicht freitesten können 🙄) und ich hätte alleine gehen müssen. Darauf hatte ich keine Lust.

Was macht man mit einem solchen Zeitpaket, einem Abend, der plötzlich frei wird? Ich entschied mich, endlich nochmal mein Buch in Angriff zu nehmen. Und zwar nicht erst dann, auch schon am Morgen für ein Kapitel, heute Nachmittag in der Bahn auf dem Weg nach Köln, wo ich eine Tesla-Probefahrt hatte (s.u.), und auch wieder auf dem Weg zurück. Dann noch einmal am Abend, unterbrochen nur von einem Spaziergang, was zu essen, meiner eigentlichen Arbeit (für die ich heute mal nur das Minimum gemacht habe) und ein paar Blicke auf den Liveticker vom Spiel (die Baskets haben leider verloren 🙁 ).

Ergebnis: 9 Kapitel neu geschrieben oder überarbeitet! Das war’s, jetzt bin ich endgültig über’m Berg. Damit fehlen nur noch 5 Kapitel, von denen ich auf 4 sogar richtig Lust habe. Dann aussortieren, alles noch einmal überarbeiten, Bilder sortieren und hinzufügen, Karten zeichnen, layouten, Korrektur lesen lassen und das ganze bei Amazon einstellen. Ja, ist schon noch viel Arbeit, aber jetzt ist das Schlimmste definitiv geschafft.

Eine Vermutung, eine völlig vage These, die sich kaum jemals beweisen lässt, deswegen formuliere ich sie als Frage und gebe sie an euch weiter:

Je größer eine Stadt, desto schöner die Menschen? Kann das sein? Wenn ja, warum ist das so?

Ein Technikjournalist, der im Jahr 2022 erstmals einen Tesla probefährt. Ja nun…

Ich kann jetzt zumindest verstehen, warum alle™️ darauf abgehen. Autofahren war noch nie so einfach und hat sich so wenig ums Autofahren selbst gedreht. Man braucht eigentlich nur noch das Gaspedal. Bremsen muss man nicht, weil die Rekuperation so hart eingestellt ist, dass der Wagen von selbst bremst, wenn du den Fuß vom Gas nimmst. Der Wagen flitzt davon, wenn du einmal aufs Pedal trittst, und schalten musst/kannst du bei einem Elektroauto bekanntlich auch nicht mehr. Das übertrumpft sogar die feinste Automatik eines Verbrenners. Highlights sind aber eh das riesige Touchdisplay mit den vielen Apps (auch Spotify, Netflix usw.) und der subtile Komfort. Das Auto „weiß“ zum Beispiel, dass du als sein Fahrer jetzt kommst und losfahren willst und auch wann du die Fahrt beendest. Einen Schlüssel brauchst du also nicht (Handy reicht) und du musst auch keine Zündung oder so betätigen, keinen Schlüssel drehen oder eine Ein-Aus-Taste drücken. Das geht alles von selbst. Also das ideale Fortbewegungsmittel für einen Minimalisten und, ja, man kann es schon das „iPhone für Autos“ nennen, der Vergleich passt. Apple kann sich in Sachen Minimalismus und Komfort sogar noch ein paar Scheiben von Tesla abschneiden.

Kaufen werde ich mir trotzdem keinen.

Wenn man erst einmal Pläne für eine Weltreise geschmiedet hat, gerät alles ein Stück weit in den Hintergrund. Wo ich unter anderem auch noch hin möchte:

  • Neufundland
  • Azoren
  • Polynesien
  • Noch irgendwo nach Afrika
  • Griechenland
  • Oman
  • Indien
  • Neuseeland
  • Philippinen
  • Vietnam
  • Indonesien (war ich noch nie so „richtig“, nur Bali, Batam und Bintan)
  • 1x durch die Eifel wandern (jaja!)

Daily sort-out: Alte Fotos in der Küche. Die neuen passen leider nicht, damn it. Wer hat denn da die falschen Maße bestellt? 🙄

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Indestructable?

Mein chinesisches Horoskop hat mir für 2022 eigentlich keine gute Gesundheit vorausgesagt, dafür aber ein gutes Dating-Klima. Sagen wir, es kam bisher eher anders herum. Ich werde mich ganz sicher nicht über meine derzeit exzellente Gesundheit beschweren, noch wollen, dass daran etwas endet. Ich klopfe dreimal auf Holz.

Aber bisher habe ich keinen Anflug von Corona, auch wenn ich schon mehrmals morgens dachte: jetzt hat es dich auch erwischt. Nicky kam mit Kratzen im Hals von Rock am Ring zurück. Ich war gestern was platt und dann eine Stunde joggen, heute 2 Stunden beim TT. So fit habe ich mich im Übrigen seit Jahren nicht gefühlt. Neulich lief ich die 10km in 50 Minuten (vor ein paar Monaten noch: 60 Minuten). Im Tischtennis spiele ich offensiver und kraftvoller als noch vor ein paar Monaten. Es geht mir gut. Ich ernähre mich leider immer noch nicht besonders gesund, ich nehme nur Nahrungsergänzungsmittel statt vitaminreichem Essen und treibe halt viel Sport.

Rund um mich herum bekommen die Leute nach und nach Corona. Ich bin seit einiger Zeit nicht mehr sonderlich vorsichtig damit und bin bisher ohne Erkrankung davongekommen. Ob es mir geholfen hat, auf dem Festival auf Dixie-Klos – hauptsächlich gegen den Gestank – immer eine FFP2-Maske zu tragen? Ich weiß es nicht. Ich finde nur, so kann es gerne weitergehen. 🙂

Daily sort-out: Alte Island-Fotos, ausgedruckte. Fiel mir erstaunlich leicht, sie ins Altpapier zu geben (gehören sie da eigentlich hin?).

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Not a care in the world

Manchmal ist es ja gut, gar nicht so viel Zeit zu haben, sich auf etwas vorzubereiten. Ich nehme mir den Freitag frei, arbeite aber ansonsten normal in dieser Woche, komme nebenher gerade mal dazu, ein bisschen zu packen. Nicky kümmert sich dankenswerterweise um den Hauptteil der Orga.

Und dann geht’s auch schon los. Donnerstagabend mit meinem bis beinahe obenhin gefüllten VW Lupo Richtung Eifel: Rock am Ring! Zum ersten Mal in meinem Leben. Und ich muss gestehen: Je näher wir dem Geschehen kommen, desto nervöser werde ich. Keinerlei Ahnung, was uns Greenhorns dort erwartet. Wo müssen wir eigentlich genau hin, wie voll ist es, wie läuft das da alles ab und: kriegen wir wohl überhaupt noch einen Zeltplatz?

Wir verfahren uns einmal, müssen an einer Straßensperrung vorbei, sehen überhaupt nur ein Schild zu unserem Camping-Abschnitt, dann ziemlich lange keins mehr und sind auf einmal ziemlich lost. Irgendwann sehen wir eine Autoschlange am Straßenrand, wir fahren langsamer und Nicky fragt die beiden Insassen im letzten Auto in der Schlange, wofür sie anstehen. Als sie „Wir denken: Green Camping“ sagen, reihen wir uns spontan hinter ihnen ein – hier noch nicht ahnend, dass die beiden später unsere Nebenzelter und Festival-Buddies werden und wir auch gemeinsam zum Green-Day-Auftritt gehen würden.

Geparkt, die ersten Sachen aufgeladen und rüber zum Eingang des Zeltplatzes geschleppt. Kurze Taschenkontrolle durch einen Späthippie, dem alles ziemlich egal ist. Er gibt uns Chip und Bändchen und lässt uns rein. Kurz hinter dem Eingang spielt die erste Gruppe enthusiastisch Flunkyball, der Platz ist schon sehr voll und wir haben ein recht großes Zelt im Gepäck. Nicky und Ursula aus unserem Nachbarauto checken den ganzen Platz und finden schließlich eine noch kleine, freie Fläche in Mitten des Geschehens. Jan und ich hocken erst einmal ab und lernen uns ein wenig kennen. Immerhin: Die beiden anderen finden was!

Als ich mein Zeug aufschultere und die letzten hundert Meter des Weges gehen will, spricht mich ein junger Typ neben mir an: „Oh, das sieht schwer aus. Komm, ich helf dir!“. Trägt einfach mit mir zusammen die schwere Kiste bis zum Platz. Als wir die Zelte aufgebaut haben, lassen wir uns erstmal kurz in die Campingstühle fallen. Ich biete Jan ein Bier an. Als der Typ ein Zelt weiter davon hört, dass wir einen Gummihammer für die Heringe brauchen könnten, besorgt er uns prompt seinen und fragt, ob wir auch einen Blasebalg brauchen (tun wir nicht). Ein Dritter kommt mit einem Teller voll (feinstem!) Grillfreisch dazu und bittet (!) uns, den anzunehmen, sie hätten viel zu viel gegrillt und bekämen das im Leben nicht mehr auf.

Die erste Nacht wird dann weniger harmonisch. Zwei Zelte in unmittelbarer Nähe haben jeweils ihre Anlage bis zum Anschlag laufen, und so werden wir die halbe Nacht von links und rechts mit völlig unterschiedlicher Musik beschallt, was für das Gehirn kaum zu computen ist. An die verordnete Nachtruhe von 1 bis 8 Uhr halten sie sich natürlich auch nicht, und so wird die erste Nacht ziemlich kurz. Im Nachhinein denke ich, wir hätten einfach mitfeiern sollen, statt zu versuchen zu schlafen. Denn die nächsten Nächte werden deutlich ruhiger und der Körper holt sich irgendwann sowieso den Schlaf, den er braucht.

Am Freitag, unserem zweiten Tag, brechen wir nach bisschen Chillen und Organisieren zum Festivalgelände auf. Ich erwarte, dass das schon nicht so weit weg sein wird, aber am Ende sind es stolze 3 km vom Zelt bis zur ersten Bühne. Und das macht irgendwann keinen Spaß mehr. Dafür ist das Wetter top und wir sehen noch das Ende der Donots. Ich wundere mich noch, warum sie etwas von den Ärzten und den Toten Hosen spielen. Das liegt ganz einfach daran, dass die Hosen als Special Guest mit aufgetreten sind. Shit, leider nur gehört, nicht gesehen, aber passt schon. Zum minutenlangen „So long“ am Schluss singen wir mit.

Wir checken die Lage am Ring, essen und trinken was, gucken Weezer (ziemlich cool), Måneskin (sehr geil) und Offspring (slightly underwhelming), aber ich gehe in mein erstes Moshpit vor Ort. Nach „Self Esteem“ umarmen sich die drei Jungs und ich uns herzlich, mit denen ich am intensivsten gemosht habe. Die Leute haben echt was nachzuholen. Und dieses Gefühl zieht sich durchs ganze Festival. Es ist nicht das beste Line-up aller Zeiten, aber eigentlich alle Leute vor Ort, Bands wie Fans und Offizielle, haben richtig, richtig Bock, nach fast drei Jahren Zwangspause mal wieder richtig Gas zu geben.

Auf friedliche Art übrigens. Die Leute sind größtenteils nett zueinander, scherzen miteinander, feiern miteinander, die Bands propagieren Frieden und „Liebe für alle“. Die Welt kann doch manchmal ganz schön gut sein.

Abends gehen wir „kurz“ zurück ins Zelt, um uns was wärmer anzuziehen und kommen kurz mit unseren Buddies Jan und Ursula aus dem Nebenzelt ins Gespräch. Sie sind beide Anfang/Mitte 20, also fast 20 Jahre jünger als wir. Sie hören deutlich mehr Deutschrap als wir, aber ansonsten auch sehr gerne Rockmusik. „Wie kann das eigentlich sein?“, fragen wir. „Als wir in unserer Jugend Nirvana, Green Day und Co. gehört haben, wart ihr doch noch gar nicht auf der Welt“. Ja, sagen sie, aber sie hätten das schon als Kinder gehört, weil es halt im Radio lief. Und heute gebe es halt so gut wie keine neuen Rock-Acts mehr.

Was mich halt immer wieder wundert – und auch ärgert: der Bedarf ist da, der Altersdurchschnitt auf Festivals wie Rock am Ring liegt gefühlt bei unter 30. Trotzdem schafft heute kaum noch eine Rock-Combo den internationalen Durchbruch. Ich sehe da einen Großteil der Verantwortung auch schlicht bei Radiosendern wie – dem mittlerweile unterirdischen – 1live. Wenn man lieber nur noch schlechten Deutschrap spielt und jeden Furz als Popsensation bringt, den Rita Ora auf Insta raushaut, statt mal einen Musikredakteur nach ein paar aufstrebenden Rockbands suchen zu lassen, ist es ja irgendwo auch klar, dass es so gekommen ist.

Ich gehe mit Jan und Ursula danach noch zu Green Day – Nicky zieht einen Abend Pause bei einem Glas Wein am Zelt vor. Der Weg hinauf zum Festivalgelände nervt langsam, aber wir unterhalten uns unterwegs prima und schauen bei Ankunft zuerst noch ein paar Minuten Marteria. Und ich bin ehrlich überrascht, wie gut das klingt und wie genial die Bühnenshow ist – obwohl das eigentlich sonst so gar nicht meine Musik ist.

Und dann Green Day! Sie sehen aus, als wären sie schon auf der Bühne zur Welt gekommen, sie spielen sauber alle Hits, sie interagieren bei jedem Song mit dem Publikum, sie machen richtig Spaß. Billy Joe holt erst jemanden auf der Bühne, der einen Song mit ihm singt. Es kommen Basket Case, She, American Idiot und Wake me up when September ends. Jan und Ursula verabschieden sich plötzlich mittendrin, um noch beim Lidl Rockstore einzukaufen, bevor es zu spät wird – ich kann es kaum fassen. Ich bin plötzlich alleine in einem Pulk voller mir unbekannter Menschen. Aber ich fühle mich nicht alleine. Es ist, als wäre ich mit den drei Jungs auf der Bühne hier und mit den anderen Menschen wie auf einer gigantischen Party verbunden.

Billy Joe fragt dann plötzlich die Fans in der ersten Reihe, wer von ihnen Gitarre spielen kann. „Du? Du? Du! Ja, wirklich? Na gut. Kommt Leute, ich brauche einen oder eine, die Gitarre spielen kann. Sind nur drei Akkorde, mehr können wir auch nicht. Du?! Ja, klasse, dann rauf auf die Bühne.“

Eine junge Frau, die einen Sonnenhut trägt, wird auf die Bühne gehoben. Billy Joe drückt ihr eine Gitarre in die Hand und setzt sich selbst ihren Sonnenhut auf. Traumhafter Moment. Sie spielen tatsächlich einen Song zusammen, Billy Joe verabschiedet sie anschließend mit einem „Thank you, I love you!“, bevor er zum letzten Song anstimmt. Es kommt mein Green-Day-Lieblingslied „Time of my Life“ und für einen kurzen Moment bin ich der glücklichste Mensch auf dem ganzen Planeten.

Spätestens am dritten Tag bin ich auch endlich in der Festivalwelt angekommen. Die Nacht ist zwar wieder recht laut, aber – das kenne ich noch vom Bund – der Körper nimmt sich irgendwann den Schlaf, den er braucht.

Es kommt der Samstag und legen einen Chilltag ein. Uns interessieren erst die Bands, die abends spielen, also schlafen wir aus, tragen schon einmal in weiser Voraussicht ein paar Dinge ins Auto, die wir im Zelt nicht brauchen, damit wir das am letzten Tag nicht mehr müssen, besuchen den Lidl-Rockstore – eine fantastische Parallelwelt neben dem Festivalgelände mit eigener Chillout-Zone, halbbesoffenen Menschenmassen am Fließband und gängeweise Festivalbedarf – und klettern die nahe gelegene Nürburg hinauf. Schon ein toller Ausblick über Festival, Campingplatz und die Eifel in allen Richtungen.

Später sitzen wir mit einem Bier im Campingstuhl without a care in the world. Wir grillen, wir trinken gemütlich Bier, wir grüßen Wildfremde, die an unserem Zelt vorbei kommen und versuchen unsere überschüssigen Bratwürstchen loszuwerden – und dann geben wir noch mal Gas. Placebo, die Kassierer, Muse! Bei den Kassierern ist am einzigen Bierstand neben der Stage allen Ernstes das Bier alle – kannste dir nicht ausdenken. Muse ist handwerklich die wahrscheinlich beste Band, die ich je gesehen habe. Placebo sind auch richtig, richtig gut. Die Kassierer eine ganz andere Liga, aber ich mag ihren trockenen Humor: „Wir sind die einzige Band mit einem Song über Quantenphysik, und weil wir ihn jetzt spielen, habe ich mir mal den Text dazu ausgedruckt und mitgebracht“. 😂

Als wir um kurz vor 2 Uhr nachts am Zelt ankommen, fällt uns ein: Wir müssen noch Dosen-Ravioli auf dem Campingkocher machen und essen! Sonst ist es nicht real! Gesagt getan. Die Luft ist kalt, es schmeckt schlimm, aber wir haben damit – außer Flunkyball – eigentlich alles erfüllt, was wir uns an Festival-Must-dos vorgenommen haben.

Und so fies ist das dort alles gar nicht. Zumindest auf dem Green Camping – vom General Camping kann ich nicht sprechen, da scheint ja allerhand möglich. Aber bei uns: erstaunlich zivilisierte Zustände. Dixie-Klos, die mehrmals täglich geleert und gereinigt werden, Trinkwasser, das ebenso oft wieder aufgefüllt wird, Duschkabinen in erstaunlich gutem Zustand, wenn auch mit gefühlten 120% Luftfeuchtigkeit – in der Umkleide davor immerhin geht die Party weiter, weil ein paar Jungs einfach ihre Anlage hier mit reingeschleppt haben. Keiner fällt einem besoffen aufs Zelt und kotzt danach noch rein. Keine überlaufenden oder umgestoßenen Dixies, während du drin sitzt. Beinahe schade…

Für den letzten Tag ist Regen angekündigt. Wir sind mittlerweile dann doch langsam mit der Energie am Ende, beschließen, spätestens abends zurück zu fahren. Die Verlockung auf das eigene Bett und einen Chilltag zu Hause, bis der Alltag wieder beginnt, sind verlockender als Volbeat, Beatsteaks und Billy Talent, die uns nur so halb interessieren. So packen wir gegen Mittag alles zusammen, treffen unsere Freunde vom Nachbarzelt am Parkplatz wieder, chillen noch ein wenig und checken den Wetterradar. Für mich fehlt noch etwas, wenn ich nicht mindestens einmal nass geworden bin und im Regenponcho getanzt habe, also breche ich ein wenig vor den anderen auf, werde zumindest ein klein wenig nass und werfe schon einmal einen Blick auf The Faim (ganz nice) und Skynd (abgefahren!), bis auch die anderen kommen und wir uns noch einmal zusammen Grandson anschauen.

Endlich fängt es wirklich einmal ein wenig an zu regnen, aus dem Moshpit fliegt ein gelber Gummistiefel auf die Bühne. Grandson sprintet rüber, zieht ihn sich an, bittet um das passende Gegenstück, bekommt es und zieht auch das an. In Gummistiefeln klettert er schließlich die Balustrade hoch und singt einfach von oben weiter. Schon eine coole Aktion und tolle Show, auch wenn die Akustik auf der kleinsten Bühne leider nur mäßig ist.

Und das war es dann. Unsere beiden Freunde wollen tatsächlich noch bis zum Ende bleiben, obwohl sie noch nach Bremen zurückfahren müssen und Ursula am nächsten Tag arbeiten muss (Respekt!). Wir Alten verabschieden uns und brausen wenig später als weit und breit einzige von dannen. Ich habe kaum noch Stimme, Nicky versucht auf der Rückfahrt auffällig emsig, mich in Gespräche zu verwickeln, weil ich offenbar schläfrig wirke und wir ja noch heil ankommen wollen. Es gelingt. Während ich in meiner Wohnung die Bilder, die in der Zwischenzeit angekommen sind, in meiner Küche in Rahmen stecke, streame ich die letzten Konzerte von Volbeat und Billy Talent und fühle mich noch einmal kurzzeitig wieder vor Ort. Klar, man hätte das jetzt auch noch mitnehmen können, aber ich bereue nichts. Denn es war schön, aber dann war auch gut.

War ein großartiges Erlebnis! Und ich könnte mir fast vorstellen, das trotz meines hohen Alters noch einmal zu machen. Auch wenn ein kürzeres Festival ebenso in Ordnung wäre.

Was würde ich beim nächsten Mal anders machen? Gar nicht so viel, aber ich würde wahrscheinlich noch aufgeschlossener den anderen Leuten dort gegenübertreten, mich vorstellen, mit ihnen zusammen feiern, noch mehr austauschen. Zum Beispiel haben wir die Clique im Nachbarzelt erst beim Abbauen kurz kennengelernt. Uns einfach ohne hi zu sagen am ersten Tag direkt vor ihre Nase zu setzen, war vielleicht auch nicht die feine englische Art.

Was nehme ich von dem Ganzen mit? Warum nicht einfach die ganze Welt von jetzt an als gigantisches Festivalgelände betrachten! 🤔 Erst einmal nett zu allen sein, das Beste, nicht das Schlechteste annehmen, sich gegenseitig helfen, mit Fremden auf der Straße quatschen. Könnte man ja eigentlich einfach mal machen. Ohnehin ein Event wie die meisten meiner Reisen bisher: So etwas wie Vorfreude kenne ich nicht, ich kenne nur den Stress in der Woche vor dem Urlaub. Aber wenn ich dann da bin – egal ob am Urlaubsort oder auf dem Festivalgelände – blühe ich auf.

Sollte ich vielleicht mit der ganzen Welt an sich so machen. 🤔

Daily sort-out/Epilog: Ich habe meine alten Kladden noch einmal durchgearbeitet (da war noch Material von diversen Fortbildungen drin…) und bin mit einem Campingstuhl runter auf den Frankie, um bei einem Kaffee das Buch „500 einmalige Erlebnisse: Deutschland“ noch einmal durchzublättern, bevor ich es wegminimiere. Es fing an zu regnen. Ich bin demonstrativ sitzen geblieben.

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Festival-Mode

Morgen Abend geht es zu Rock am Ring. Es wird mein erstes großes Festival über 3 bis 4 Tage, mit Zelten, im Schlamm rumrobben und so. Und ziemlich sicher auch mein letztes in dieser Form. Denn eigentlich bin ich jetzt schon zu alt dafür. Aber weil noch nie gemacht, Bucket List und überhaupt. Nicky ist so nett, das Ganze mitzumachen (Kudos!). Einmal noch richtig Gas geben – und dann kann ich die adoleszente Phase meines Lebens auch langsam mal abschließen. Und die Midlife Crisis gleich mit. Es ist an der Zeit.

Aussortieren werde ich in der Zeit freilich nichts, habe ich auch heute im Grunde schon nicht. Ich bin halt schon im Festival-Mode. Aber die Bilder zum Aufhängen habe ich gestern noch bestellt. Darunter das. Warum gerade das? Ach, weiß ich auch nicht, gefiel mir einfach immer schon…

Bloggen werde ich in der Zeit nicht. Ich wünsche euch schöne Pfingsten!

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Wenn man keine Zeit hat, einfach mal die Klappe halten

Das gilt auch für diesen Blogbeitrag; er wird kurz. Ich dachte aber vor allem an Klatsch und Tratsch, wie es ihn heute in meinen Tischtennis-WhatsApp-Gruppen gab. Erfolgreiche Menschen klatschen und tratschen nicht, habe ich mal gelesen. Und ich will ja erfolgreich sein – Spaß macht das manchmal aber schon, muss ich gestehen. 😉

Heute jedenfalls habe ich mich nicht beteiligt, weil ich einfach keine Zeit hatte. Auf der Arbeit ist gerade richtig viel los. 2 Stunden Telefonkonferenz, einiges vorzubereiten, nachzubereiten und auch sonst noch viel zu organisieren. Während mein Smartphone heiß lief, konzentrierte ich mich mal ganz auf die Arbeit, statt in den WhatsApp-Gruppen früh meinen Senf zu etwas zu geben. Und siehe da: es sprangen Andere in die Bresche. Es sagten sogar einige was, die sonst nie etwas sagen. Vielleicht sagt man selbst für gewöhnlich einfach zu viel.

Ich sollte öfter keine Zeit haben, mich an Diskussionen zu beteiligen.

Gilt es als Aussortieren, die Bilder, die man schon aussortiert hat, zu bearbeiten und als Ausdrucke zu bestellen? 🤔 Ich kann mir das ja nur selbst beantworten und sage: passt schon. Macht nämlich auch Spaß. Problem ist, dass ich wahrscheinlich gar nicht mehr so viel davon haben werde, wenn ich das mit der Weltreise durchziehe. 🙄 Aber das habe ich ja im Grunde immer schon gewusst.

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Solange es geht

Murmansk in Nordrussland war eine Stadt, die ich immer mal besuchen wollte. Und als ich dann die Chance hatte und gerade „in der Gegend“ (Nordkap) war, habe ich meinen ganzen Mut zusammengenommen und bin rübergefahren. Ich spreche so gut wie kein Wort Russisch, Russen in der Regel schlechtes bis gar kein Englisch. Aber trotzdem hat’s irgendwie geklappt. Und genial war’s! Die Stadt irgendwo zwischen Kommunismus und Moderne, und dann ging es weiter auf dem „Highway“ runter in Richtung Sankt Petersburg. Und weil ich an einem Tag hunderte Kilometer abriss und nichts als Straße sah, bog ich an einer Ausfahrt einfach mal ab, landete in ein Dorf, das aussah wie Bullerbü, sah eine alte Babuschka in türkisem Kleid in der Tür zu ihrem türkisen Haus stehen und lächeln – und stieg aus.

Es war das erste Mal seit dem Kindergarten, dass ich einem Menschen gegenüber stand, der keinerlei Argwohn in sich trug, null. Wir standen da, lächelten uns an, unterhielten uns bestimmt eine Viertelstunde lang mit Händen, Füßen und Google Translate über Ich-weiß-nicht-was und fühlten uns irgendwie verbunden.

Es ging danach noch weiter in einen kleinen Ort namens Kem, direkt am Weißen Meer gelegen, die einzige Übernachtungsmöglichkeit in hunderten Kilometern Umkreis, die sich auf Booking.com buchen ließ. Was dann auch die einzigen Worte waren, die mein russischer Gastgeber auf Englisch beherrschte: „Jürgen! … … … Booooking.com!“

Ich traf dort eine Russin, die fließend Englisch sprach und mir die Unterschiede zwischen Moskau und Sankt Petersburg erklärte, während ihr Mann daneben stand und einfach nur lächelte – ohne ein Wort sagen zu können. Für zwei Tage ging es dann noch nach Sankt Petersburg und seine atemberaubende Paläste, wo ich mich mit der sehr hübschen Verkäuferin eines Souvenirladens über Putin-Matruschkas und Putin-Kartenspielen unterhielt. Damals konnten wir noch darüber lachen. Ich ging in einen Supermarkt und sprengte die Bank, weil ich mit dem Geld durcheinander kam und meine Snacks mit einem 10.000- statt einem 1.000-Rubel-Schein bezahlte. Erst später fand ich raus, dass man in Russland eigentlich längst alles per Smartphone bezahlte. Die Verkäuferin murmelte etwas, ging ins Hinterstübchen und kam mit einem daumendicken Paket an Scheinen als Wechselgeld zurück, während die Leute hinter mir in der Schlange ohne einen Mucks seelenruhig warteten, bis wir so weit waren.

Die Erkenntnis, die blieb, jedenfalls: Was. Für. Tolle. Menschen. Dort!

Und das sollen jetzt unsere Feinde sein?

Okay, wir sehen das nicht so schwarz-weiß; Putin ist der Böse, die Russen nicht. Zumindest, solange wir ihnen nicht auf dem Schlachtfeld gegenüberstehen, was ich immer noch nicht für ganz ausgeschlossen halte…

Aber darum geht’s mir heute eigentlich gar nicht. Es geht mir darum, dass diese Reise heute so nicht mehr möglich wäre. Selbst wenn ich irgendwie doch noch nach Russland einreisen könnte, ein freies Bewegen wäre nicht mehr möglich, die Menschen würden anders auf mich reagieren, es wäre wahrscheinlich auch einfach keine gute Idee gerade, dorthin zu reisen.

Also dieses „Mache-ich-später-mal“ ist eine ganz schlechte Idee. Denn es kann und wird immer etwas dazwischen kommen. Mein weiser Rat also: Worauf ihr die Chance habt: tut es sofort, bevor es zu spät ist!

Speaking of which: Weltreise – why the hell not? Ich setze mir mal den 1.1.23 als Startdatum, denn es ist gut, klare Ziele vor Augen zu haben. Wenn es früher klappt: auch okay.

Daily sort-out: Die Endauswahl steht. Yeah!

Sind nur leider 37 Bilder, die ich gerne aufhängen würde, aber nur 9 Rahmen frei.

Muss ich wohl noch bisschen Platz für mehr Bilder schaffen.

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„Niemand nennt mich eine feige Sau“

Herrlich, wenn ein Held in einer Actionkomödie eine Schwäche hat. Indiana Jones hat Angst vor Schlangen. Marty McFly aus „Zurück in die Zukunft“ wird getriggert durch die Provokation: „Du feige Sau“, worauf er dann reagiert mit…

Was das mit diesem Blog zu tun hat? Seit Tagen zermartere ich mir den Kopf darüber, wie ich mich selbst dazu motiviert bekomme, mein verdammtes Kapitel über Architektur in Singapur endlich zu schreiben. Ich tat es bisher nicht,

  • Weil ich mich mit Architektur nicht auskenne
  • Weil ich Angst habe, dass deswegen ein schlechtes Kapitel dabei herauskommt
  • Weil sich das Kapitel deswegen auch nicht so schön leicht herunterschreiben lässt wie die meisten anderen.

Gerade in der Badewanne, wo mir für gewöhnlich die besten Ideen kommen, kam mir diese: Du wolltest doch Ängste überwinden. Und das tut man am besten, an dem man sich selbst challengt und die Angst damit überwindet, indem man es einfach macht. Auch mich nennt niemand eine feige Sau (wehe!).

Also gerade aus der Badewanne wieder raus, gerade noch abgetrocknet und meinen schicken Bademantel übergeworfen, und dann direkt an den Laptop. Noch kurz recherchiert, alles zusammengetragen, was mir noch für das Kapitel fehlte, und dann den Rohtext endlich runtergeschrieben. Hat mich 45 Minuten gekostet. Also doch, leicht war es nicht. Aber machbar. Und jetzt liegt der Mist endlich, endlich hinter mir. Von hier an sollte es mit dem Arbeitsaufwand bergab gehen, also im wahren Sinne des Wortes.

Nochmal ein paar Lieblings-Songs meiner Jugend nachgehört und die Texte analysiert:

  • Pearl Jam: Alive -> na ja
  • Nirvana: Smells like teen spirit -> kompletter Nonsense, es allerdings anscheinend auch genau darauf angelegt
  • Garbage: Stupid Girl -> ok
  • Oasis: Don’t look back in Anger -> gar nicht mal so schlecht
  • Guns N’Roses: You could be mine -> ziemlich badass
  • Metallica: Nothing else matters -> eigentlich ziemlich schön, genauso wie der Song
  • Don McLean: American Pie -> nice!
  • Harry Chapin/Ugly Kid Joe: Cats in the Crade -> dto.! Verbringt mehr Quality Time mit euren Kindern! 😉

Mein erstes Weinfest an der Ahr mit anschließendem Absacker im Kater 26 mit Nicky und Juan. Gonna miss these days. 🙁

Ich mag keine Fotos mehr aussortieren, keine Fotos mehr aussortieren, aussortieren, aussortieren… na ja, das Ende naht:

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Alles nochmal neu hören?

Ich mag „The Office (US)“, hole das gerade mit reichlich Verspätung nach und feiere das ziemlich ab. Klar sind da alles voller Chaoten im Büro und ein narzisstischer Chef. Aber jede Folge ist dann doch wie ein kleiner Familienausflug. In einer Folge erlebte Andy eine ziemliche Enttäuschung nach einer Aufführung in seinem Laientheater – und die ganze Mannschaft kommt am Schluss vorbei, um ihn wieder aufzubauen:

Das ist schon herzensgut. Was mir aber vor allem aufgefallen ist: der Song aus dem Video! Das ist natürlich eine Neuinterpretation von Macy Greys „I try“. Den Originalsong kannte ich (ich bin in den 90ern stecken geblieben und kenne jeden erfolgreicheren Popsong aus der Zeit. Try me!). Mir war der Text bis dahin aber nie sonderlich aufgefallen.

Und der gefällt mir bei genauerer Betrachtung ziemlich gut. Ein Liebeslied mal anders herum, sich eingestehen jemanden zu vermissen, auch wenn man eigentlich so tut, als würde einen die Trennung nichts anhaben („though I try to hide it, it’s clear: my world crumbles when you are not here“).

Damals war mein Englisch noch nicht gut genug, oder ich habe einfach nie mal wirklich auf den Text gehört – bis jetzt.

Eine ähnliche Offenbarung hatte ich neulich, als ich mir „What’s up“ von den 4 Non Blondes noch einmal genau angehört und auf den Text geachtet habe. Und schon einmal vor langer langer Zeit bei William Shatners herrlicher Neuinterpretation von Pulps „Common People“.

Was ich mich gerade frage, ist: Wie viele Lieder aus seiner Jugend müsste man wohl eigentlich nochmal neu hören, um herauszufinden, wozu man da eigentlich alles so mitgesummt hat, ohne es genau zu wissen oder mal genau hinzuhören? Welche Lieder, die man geliebt hat, waren vom Text her am Ende in Wahrheit Schrott? Und anders herum: Welche Perlen sind einem da entgangen, wo man mal besser aufgepasst hätte? Fällt euch da was ein?

A propos Musik: Liam Gallagher hat ein neues Album raus. Und es ist leider wie immer, wenn Liam Gallagher ein neues Album rausbringt: Es klingt nach Oasis, ist es aber nicht. Und das Stigma wird er nicht mehr los, bis er und Nöl nochmal gemeinsam… aber das wisst ihr ja.

Ist der Name „(I wish I had) More Power“ hier Programm? Der Song gefällt mir allerdings trotzdem irgendwie. Talent hat er ja… 🙄

Und, ach so, der Text… Na ja…

Daily sort-out. Mir ist aufgefallen, dass ich noch keine finale Auswahl zum Drucken treffen kann, ehe ich den Best-of-Singapore-Ordner noch einmal durchgegangen bin. 1.400 Fotos. Verdammt…

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Hm

Summer of Change

Ich mag Veränderungen nur, wenn Sie nicht zu viel Neues bringen. 🙄

Und jetzt gerade ändert sich viel. Die bekannte Weltordnung, das Klima, bei mir die Arbeit, die Persönlichkeit, vielleicht auch mittelfristig der Aufenthaltsort. Da bekommt man teilweise die Krise.

Nein, kann man nicht anders sagen: Es wird ein Sommer der massiven Veränderungen werden. Ich tue mein Bestes, damit die alle in die richtige Richtung gehen. Wenn Veränderungen nicht Überhand nehmen, können sie sogar Spaß machen. Deswegen jetzt erstmal Schritt für Schritt.

Der Singapur-Reiseführer stockt. Bilder sind aussortiert, von der Mehrheit der Kapitel steht der Rohtext, aber seit Wochen hängt es bei einzelnen Kapiteln, für die mir einfach die Zeit fehlt, selbst für Microschritte.

Heute habe ich endlich mal ein bisschen weiter gemacht, die letzten noch offenen Kapitel immerhin in eine Reihe geschoben (es fehlt noch ungefähr ein Drittel), den Rest gelöscht. Wird noch eine ganze Menge Arbeit, aber die wirkt jetzt zumindest wieder überschaubar.

Toll war’s gestern auf der Bonner Theaternacht 2022! Nette Leute, tief gehende Gespräche, viel Kultur, Gedichte über das Cala d’Or (eine verranzte, aber kultige Pizzeria) und das Neinhorn:

Ich plädiere für mehr Feier- und Brückentage. Man kommt mal zur Ruhe, man hat die Zeit, Dinge auszusortieren, sich mal zu sammeln und einfach mal einen ganzen Abend auf der Couch zu verbringen.

Social-Media-Beratung vom Stuckateur. #jedermachtalles

Daily sort-out. Noch was aussortiert unter den druckfähigen Bildern, Ordner minimiert von 700 auf nur noch 200 Fotos. Hier noch ein paar Exemplare (teils aussortiert, teils behalten):

Morgen dann die Endauswahl.

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Hm

Printworthy

Es folgen ein paar Bilder, die ich mal für ausdruckens-und-an-die-Wand-hängenswert fand. Teilweise müssten sie noch etwas bearbeitet werden. Einiges davon fand ich wohl komisch, einiges bei näherer Betrachtung jetzt nicht mehr so. Könnt ihr verstehen warum? 😉

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