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Georgetown

Georgetown, Penang, Malaysia. Definitiv eine Reise wert! Dezember 2019, Galaxy S10.

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Anderer Leute Urlaubsfotos

Was ich immer denke, wenn ich mir die Urlaubsfotos anderer Leute anschaue, ist: Kann da überhaupt das gleiche Gefühl rüberkommen, das der Andere hat, der wirklich da gewesen ist? Ich will nicht sagen, man langweilt sich dabei oft, während der Andere eine gute Zeit hat. Aber man verbindet halt nichts damit. Oder liegt das schlicht an den Fotos?

Machen wir doch mal einen Test. Ich zeige euch meine Urlaubsfotos und ihr sagt mir, wie sehr ihr euch langweilt? Und, ja gut, das können wir dann gerne auch mal anders herum machen. Wollen ja fair sein.

Und wieder einmal vermisse ich übrigens mein Samsung Galaxy S10. Die beinahe perfekte Urlaubskamera… Alle Bilder vom April 2019.

Singapur:

Bali:

Kleine Zwischenvermutung: Bilder, die nur Landschaft zeigen, sind langweilig. Bilder, auf denen etwas Ungewöhnliches zu sehen ist, sind auch abseits vom Urlaubsfoto interessant?

(Da brüllt ein Affe oben rechts, und er ist echt!)

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Rock’n’Revival?

Bin gerade mit der 1. Staffel Ted Lasso durch. Schön war’s. Und was mir vor allem in Erinnerung geblieben ist, ist die Szene, in der sie den Straßenmusiker auf die Veranstaltung holen und der plötzlich abrockt, als gäb’s kein Morgen mehr:

Abrocken… Das war so ein 80er-, 90er-Ding. Die Älteren unter euch erinnern sich vielleicht noch. Würdet ihr euch heute mit als scheintot outen.

Rock’n’Roll ist tot, machen wir uns da nichts vor. Aber, und das habe ich mir bei der Szene oben gedacht: Könnte Rock’n’Roll vielleicht noch einmal als Mode-Erscheinung zurückkommen? Wenn es so coole Typen wie der in dem Video machen und die Kids von heute plötzlich eine ihnen völlig neue, unbekannte Musikrichtung entdecken? Finde ich eine spannende Vorstellung. Und wir Alten hätten auch noch etwas davon: Endlich mal wieder ein bisschen Musik, die uns gefällt und nicht aus dem letzten Jahrtausend stammt. Und das wäre eigentlich schon genug.

Denn vielleicht muss man auch da mal so ehrlich sein: Punk? Hatte 5 gute Jahre in den späten 70ern und frühen 80ern. Grunge? Dito, nur 10-15 Jahre später. Alternative? Auch, und nochmal 5 Jahre später. Britpop: the same. Selbst Metal… ja, lebt als einziges sogar noch, aber 5 gute Jahre zwischen 85 und 90, das war’s im Grunde.

Wenn eine coole Form von Rock noch einmal für 5 Jahre zurückkäme: ich wäre für alles versöhnt.

Der Typ in dem Video heißt übrigens Cam Cole und ist wirklich Straßenmusiker und One-Man-Band in London. Der Song heißt „Mama“ und klingt hier noch ein bisschen besser. Und dieses Riff… <3

Hier sieht man ihn in Aktion. Und so gut das klingt und so sehr die Passanten es begeistert: Es wirkt irgendwie völlig aus der Zeit gefallen.

Darin kann natürlich auch eine Chance liegen. 🙂

Daily Minimization: Bilder von 2019, Motorola One Vision (es war offensichtlich gut darin, Grüntöne zu betonen und konnte sonst nicht viel), eine Pilgeretappe durch die Eifel. Ich mag langsam nicht mehr. Aber ich will auch fertig werden. Und das Ziel bleibt, bis zum Ostermontag alle Fotos durchkämmt und aussortiert zu haben. Wünscht mir Glück, ich wünsch es euch auch!

Und hier noch ein paar Screenshots + Pics von diversen Kameras. Aber alle von 2019:

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Brüssel, Budapest und Porto

Damals, als man noch reisen konnte. Seht es positiv: Bald wird es wieder gehen. Und selbst jemand wie ich, der eigentlich immer ein wenig Angst vorm Reisen hatte, freut sich, dass es bald wieder möglich ist.

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Noch mehr Urlaubsbilder

Jajaja, ich nerve euch gerade mit Urlaubsbildern aus Singapur von anno 2018. Ich hab euch (und mir) versprochen, jetzt jeden Tag im März was wegzuminimieren und das ziehe ich dann auch durch. Vielleicht hat’s ja den schönen Nebeneffekt, dass es euch zu einem Urlaub dorthin inspiriert. Kann ich sehr empfehlen!

Mehr habe ich heute leider nicht, wenig Zeit. Bald kommen auch mal wieder ein paar Fotos von was anderem, versprochen!

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Einmal zu Fuß durch Singapur

Okay, die meisten von euch kennen die Geschichte. Ich bin mal zu Fuß durch Singapur (also ein ganzes Land, wenn auch ein kleines) gewandert, und das an einem Tag. Weit war’s, heiß war’s, schön war’s. Und beim Bildersortieren bin ich jetzt wieder darauf gestoßen. I miss you, Lion City. I miss you, K.!

Oben Malaysia, unten Singapur:

This is the end, my only friend…

So glücklich, wie man nach 12 Stunden und 40km bei 30 Grad eben aussehen kann. Kannste läuten, wie de willst…

My favourite bookstore in the entire world (Kinokuniya @Ngee Ann City)

This is where it all began:

Singlish <3:

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Alte Fotos durchkämmen

Jetzt bin ich mittlerweile so weit, dass das Spaß macht. Heute waren es etwa 3.000 Fotos, die ich durchgegangen bin. Es macht Freude zu sehen, worauf man früher (im wahrsten Sinne des Wortes) den Fokus gesetzt hat. Oder wo man ewig in Form von 20-30 Schnappschüssen an einem Motiv herumprobiert hat und sich heute denkt: Hättest du dich doch einfach nur einen Schritt weiter nach links gestellt. Und dann zwischendurch ein paar Bilder zu sehen, die tatsächlich gelungen sind. Hört man dazu noch gute Musik (ich empfehle das Album „Don’t believe the Truth“ von Oasis) und whatsappt man die Bilder der Leute, die man damals fotografiert hat, direkt rüber, dann ist der Abend gerettet. Geht’s in dem Tempo weiter, wäre ich in ca. 1 Monat fertig. Icke freu mir! 🙂 Hier nur eine kleine Auswahl, unter anderem aus Porto, dem Siebengebirge und, nun ja, Bonn.

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Island II

Eventuell wird es hier auf dem Blog gerade etwas eindimensional. Ich bin gerade in Bremen, schaue mir die Stadt an, arbeite natürlich nebenbei, habe euch aber versprochen, trotzdem täglich etwas wegzuminimieren. Und ich muss gestehen: Es macht mir Spaß.

Euch vermutlich nicht ganz so sehr, aber da müsst ihr jetzt durch. Und ich versuche wenigstens, euch das Ganze mit ein paar hübschen Fotos zu versüßen. Et alors, hier das Island Best-of Teil II:

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Weltreise

Eigentlich könnte man auch mal eine Weltreise machen. Von Ort zu Ort ziehen, je einen Monat dort leben, von dort arbeiten und dann weiterziehen. Dann würde es auch nicht so teuer und es gäb mit Visa keine großen Probleme. Eigentlich wäre der beste Zeitpunkt dafür in ein paar Monaten, wenn die Impfung da ist oder Corona vorbei. Und wenn genug Geld gespart ist. Da sollten aber ein paar Monate tatsächlich sogar reichen. Klar ist: Wenn ich hier ausbreche, dann will ich „clean“ sein, also allen Ballast wegminimiert haben. Aber daran arbeiten „wir“ ja jetzt

Vor zwei Dingen haben ich eigentlich nur „Angst“ unterwegs. Mich einsam zu fühlen und mich nicht verständigen zu können. Vor beiden aber schon deutlich weniger als noch vor ein paar Jahren…

Von daher plane ich das jetzt einfach mal, mache ein paar Testläufe, sortiere weiter aus und lasse mich rechtzeitig impfen. Und dann schauen wir mal, wann es losgehen kann. Allein die Idee, darüber nachzudenken, verleiht mir gerade Flügel. 🙂

Tag #2 der finalen Wegminimierung: Alle Bilder des Galaxy S10 von 2020 final durchsortiert, die besten behalten und den Rest gelöscht (23 GB!). Beweisfoto vom Herbst 2020:

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Früher Schlafengehen

Ich habe mir über die Jahre einen recht ungünstigen Schlafrhythmus angewöhnt. Es hat sich für mich herausgestellt, dass 0100 bis 1000 Uhr tatsächlich am ehesten meinem Biorhythmus entspricht.

Ungünstig ist das vor allem deswegen, weil morgens dadurch keine kreative Arbeit mehr möglich ist. Ich komme meist nur zu Organisatorischem, und danach schließt sich dann oft meist gleich das Nachmittagstief an. Meine produktivste und kreativste Phase habe ich zwischen 1600 und 1900 Uhr. Die lasse ich mir auch normal nicht nehmen.

Dumm ist nur, dass ich parallel dazu weiterhin intervallfaste. Aufgrund des 16:8-Rhythmus‘ versuche ich deswegen möglichst früh abendzuessen (vor 1800, spätestens 1900), damit ich am nächsten Morgen ab 1000, spätestens 1100 Uhr direkt mit einem Milchkaffee in den Tag starten kann.

Nun verschiebt sich auch wegen Corona gerade einiges und auch ich experimentiere viel mit der neu gewonnenen Freizeit. Da kam mir der Gedanke, einfach mal früher schlafen zu gehen. Da jetzt Winter ist und ich ohnehin immer müde bin: durchaus mal einen Versuch wert.

Und so gehe ich seit Sonntag schon die ganze Woche vor Mitternacht schlafen, manchmal gegen 2300 Uhr, einmal sogar davor. Das geht erstaunlich gut. Weil es in meinem Haus zu der Zeit für gewöhnlich noch sehr laut ist, sind Ohrstöpsel meine Geheimwaffe geworden. Eigentlich sind die gar nicht mein Ding, mehr so aus Vorsicht. Was ist, wenn ausgerechnet dann der Feueralarm losgeht oder ein Freund mich nachts aus dem Bett klingeln muss, weil er sich ausgesperrt hat? Aber das habe ich jetzt einfach mal riskiert…

Mit ziemlichem Erfolg bisher: Wenn ich nichts mehr höre, geht mir anscheinend auch weniger durch den Kopf. Dann las ich neulich von Dankbarkeit. Überleg dir vor dem Schlafengehen ein paar Dinge, für die du an diesem Tag dankbar bist, dann kannst du froheren Mutes einschlafen. Auch das funktioniert bei mir. Und wenn ich dann auch noch halbwegs müde bin, schlafe ich dann auch sehr schnell ein…

Die ersten Male bin ich seitdem sogar von selbst früher aufgewacht (obwohl der Wecker nach wie vor auf 1000 Uhr steht). Das war praktisch, weil ich dann auch versuchsweise gleich morgens mit DuoLingo in den Tag gestartet bin, das Gefühl hatte, schon produktiv gewesen zu sein, sogar ohne gearbeitet zu haben. Und auch danach war ich deutlich produktiver während der eigentlichen Arbeit.

Heute bin ich um 1000 Uhr aufgewacht – nachdem ich am Vortag um 2300 Uhr ins Bett gegangen bin. 11 Stunden Schlaf, einfach mal so. Das ist selbst für mich viel.

Der ganze Schwung der letzten Tage ließ sich so nicht mehr wirklich mitnehmen. Mit Kaffee, Sprachkurs, Frühstück, Organisatorischem, Mini-Workout, Duschen und dem Nachrichtenstream war ich dann erst gegen 1300 Uhr fertig. Mein eigentliches erklärtes Ziel ist: gegen 1000 Uhr am Rechner zu sitzen und eine Kreativphase einzulegen. Das bedarf wohl noch ein wenig Übung…

Aber ausgeschlafen war ich heute. Das kann ich euch sagen! 🙂

Wie organisiert ihr euren Tag?

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Graue Herren und Homeoffice

Mal ganz abgesehen davon, dass mehr Homeoffice derzeit eine gute Idee wäre, um die Pandemie weiter einzudämmen, finde ich die Argumente gegen Hubertus Heils Gesetzesentwurf zu einem Rechtanspruch auf 24 Tage Homeoffice in Jahr, nun ja, interessant.

Aus der FAZ vom 5.10.20. Vorhebung von mir:

„Der FDP-Arbeitsmarktexperte Johannes Vogel nannte Heils Gesetzesvorschlag einen SPD-Wahlkampfvorstoß (…) :„ Es wird nicht klar, wie Bürokratie abgebaut werden soll, die aktuell Unternehmen dazu zwingt, heimische Schreibtische zu kontrollieren.

Von Tagesschau.de vom 14.11.20, Hervorhebung von mir:

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat seine ablehnende Haltung zu etwaigen Rechtsansprüchen beim Thema Homeoffice bekräftigt. „Arbeit im Homeoffice muss Sache der Firmen und ihrer Mitarbeiter bleiben“, sagte der CDU-Politiker der „Bild am Sonntag“. „Ich habe keinerlei Sympathie für Rechtsansprüche, die nur einigen wenigen Arbeitnehmern zugutekommen.“ Schließlich würden Briefträger, Pfleger oder Chirurgen niemals von zu Hause aus arbeiten können.

Aus der Rheinischen Post vom 5.10.20

„Die Krise hat gezeigt, dass die meisten Arbeitgeber, die es können, ohnehin gerne Homeoffice anbieten“, sagte Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Montag).

Ach ja?

Von WDR.de vom 11.1.21, Hervorhebung von mir

Laut einer Erhebung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung haben im November lediglich 14 Prozent der deutschen Erwerbstätigen im Homeoffice gearbeitet. Beim ersten „Lockdown“ im April waren es noch 27 Prozent.

Von Bitkom.org vom 8.12.20, nach einer Umfrage:

74 Prozent sagen, dass Homeoffice in Deutschland allgemein noch sehr viel stärker genutzt werden sollte. 85 Prozent sagen, Homeoffice kann den Verkehr reduzieren und damit auch das Klima entlasten. 52 Prozent sagen, es sollte ausschließlich im Homeoffice gearbeitet werden, solange die Pandemie nicht überwunden ist.

Das Homeoffice-Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft: 55 Prozent sagen, ihre Tätigkeit ist grundsätzlich geeignet (davon 21 Prozent ausschließlich, 34 Prozent teilweise). 43 Prozent sagen, ihre Tätigkeit ist nicht für Homeoffice geeignet.

Wenn ihr also weiter wie in den 80ern leben wollt, dann wisst ihr jetzt, wen ihr wählen müsst.

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Doch, das bringt etwas

Plötzlich geht es:

Man kann viel spekulieren, warum Trump erst jetzt überall gesperrt wird. Geleistet hat er sich schon vorher genug, sowohl als Präsident als noch als Kandidat auf den Posten. Jetzt hat er eh fertig und es wird auch sogleich einsam um ihn. Nein, Mitleid muss man hier nicht haben.

Und die Entscheidung, auch wenn sie sehr spät kommt, ist richtig. Die Argumentation, der man sich hierzulande bei einem Verbot extremer Parteien auch immer stellt, ist: Wandern die dann nicht erst recht in der Untergrund ab und machen einen Staat im Staate auf? Klare Antwort: Nein, so funktioniert das nicht. Durch ein Verbot von Versammlung, durch ein Einfrieren der Finanzierung und einen Entzug der Aufmerksamkeit gräbt man ihnen sehr wohl das Wasser ab. Und es zeigt sich meist sehr schnell, dass die Schreihälse außerhalb der etablierten Strukturen meist kein Bein mehr an den Boden bekommen.

Beispiel Heinz-Christian Strache, der mit seiner neuen Partei bei der Landtagswahl in Wien im Oktober krachend an der 5-Prozent-Hürde gescheitert ist. Schließt Trump aus der Republikanischen Partei aus, friert seine Gelder ein, entzieht ihm die Aufmerksamkeit, und er wird 2024 nicht wiederkommen. So einfach ist das.

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Fluent in 3 months?

Seit jetzt drei Monaten lerne ich täglich Niederländisch und habe tatsächlich keinen einzigen Tag ausgelassen. Ich bin lange nicht mehr so enthusiastisch dabei wie am Anfang, aber mein Ziel von täglich >100 Punkten auf DuoLingo erfülle ich Tag für Tag. Das entspricht etwa 10 Lektionen à 20 Einzelaufgaben. An einem Wochenendtag mache ich meist mehr, um in der Woche auf über 1.000 Punkte zu kommen.

Die große Frage ist: Wie gut kann ich die Sprache jetzt? Reicht es schon für Fluent in 3 Months, ein Idee, die der Ire Benny Lewis vor einigen Jahren entwickelt hat?

Klare Antwort: nein. Dat gaat niet! Ich habe gerade mit Lektion 5 von 6 bei DuoLingo angefangen. Also rund 1/3 des Kurses steht mir noch bevor. Ich kenne mittlerweile über 2.000 Wörter auf Niederländisch, kann einzelne Sätze bilden, verstehe deutlich mehr von niederländischen Radionachrichten oder TV-Sendungen als zu Anfang des Kurses.

Aber fließend verstehen und sprechen? Nee, nog heel lang niet!

Ich bin allerdings begeistert, wie viel man in drei Monaten täglicher Übung tatsächlich lernen kann! DuoLingo, ich erwähnte es hier bereits oft, ist ein fantastisches Sprachlerntool, das zwar auch ein paar Nachteile hat, aber durch den Gamification-Ansatz und das ausgezeichnete Weblerntool die Motivation hoch hält. Denke ich da an meine Schulzeit und die hässlichen, auf Recyclingpapier gedruckten Übungsblätter zurück, oder die zerfledderten, teils bildlosen Schulbücher aus dritter Hand. Brrr… Schon toller, was heute möglich ist.

Lewis geht bei seinen Fluent-in-3-months-Programmen aber auch all in. Er zieht in das jeweilige Land, geht raus, spricht die Sprache, hat keine Angst vor Fehlern, macht praktisch nichts Anderes in der Zeit. Hut ab vor solchem Mut! Aber es ist irgendwo auch klar, dass man eine Sprache auf die Weise besser lernen kann. Ist für mich (und sicher auch die meisten für euch) gerade logistisch und zeitlich nicht möglich, und deswegen bin ich froh, dass ich mich in der Zeit mit DuoLingo und Tandem durchschlagen kann.

Der DuoLingo-Kurs für Niederländisch enthält eigentlich eine Menge. Grundwortschatz, Verben, Adjektive, Zeiten, Diminutive, Reisen, Reflexivverben. Jetzt gerade sind wir bei Vergleichen. Nach Ende des Kurses werde ich nicht alles wissen, aber het zullde helemaal genoeg zijn, om met de mensen van daar te praaten.

Ziehen wir am Ende mal Resümee. Ich schätze, dass ich noch etwa zwei Monate brauchen werde, um den Kurs zu beenden. Nebenbei höre ich weiter Radio, übe Konversationen auf Tandem, schaue mal, ob es noch irgendwelche niederländischen oder flämischen Serien gibt, die man im Original gut gucken kann. Das großartige Toon hatte ich ja an dieser Stelle schon erwähnt.

Und dann vielleicht im nächsten Urlaub dahin (sobald es wieder möglich ist), weiter Radio hören, vielleicht mal einen Fortgeschrittenenkurs belegen, mir einen festen Tandempartner suchen. Dann glaube ich, dass man eine Sprache in einem Jahr schon sehr, sehr gut lernen kann.

Am meisten freue ich mich aber über die Begleiterscheinungen des Ganzen. Davor plätscherte mein Alltag so vor sich hin und ich kam mir an manchen Tag ganz schön alt und eingerostet vor. Mittlerweile kann ich mir Dinge besser merken, ich lerne auch in anderen Bereichen mehr dazu, ich habe Lust mich weiterzubilden und freue mich auf Neues, statt entgeistert abzuwinken. Der einzige Nachteil, den ich feststelle, ist, dass ich jetzt noch mehr Schlaf brauche als vorher. Dabei war ich eh schon Langschläfer. Aber na ja, ist mir der Spaß wert, habe ich akzeptiert. Und auch das fällt mir nun leichter. 😉

Neulich sprach ich hier von Zielen. Bei Niederländisch habe ich tatsächlich erstmal einfach drauflos gelernt. Ja, ich hatte die Absicht, den Kurs auch zu beenden, in wenigen Monaten fließend Niederländisch sprechen zu können. Aber nicht, um etwas Bestimmtes zu erreichen, was das Ganze vielleicht auch erschwert hätte. Ich plane nicht, dahin auszuwandern (wobei, warum eigentlich nicht?), irgendetwas Berufliches damit zu machen. Ich muss es nicht lernen, ich möchte es. All das hält meine Motivation oben.

En het is een heel mooie spraak met veel leuke woorden. Ik zul het blijven leren, want ik hou van het.

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161: Holidays Edition

Man sollte eigentlich viel mehr Urlaub machen. Erst da kann man die eigene Arbeit mit Abstand betrachten und neue Konzepte erdenken. Oder auch Anderes.

Hat jetzt nämlich nichts mit meiner Arbeit zu tun, aber toll fände ich ein Social Network ohne Gewinnerzielungsabsicht, in dem du dich mit deinen Freunden vernetzen kannst. Und jeden Tag genau 1 Zeile für einen Status zur Verfügung hast. Über das, was du an diesem Tag gemacht hast, was dich bewegt hat. Twitter, sagt ihr? Nein, viel kürzer! Eine Mischung aus Tagebuch und eben Social Network. Und jeder hat nur eine Zeile.

Man könnte es Moodboard oder Oneliner nennen. Die Einträge sind auf die letzten 10 Tage begrenzt. Auf der Startseite kannst du deine bis zu 5 besten Freunde markieren, deren Einträge du als erste siehst. Der Rest folgt darunter.

Die Stati der Anderen kannst du kommentieren. Die Kommentare erscheinen erst, wenn du auf einen Status klickst:

Fonticons könnten im Status auch noch mehr anzeigen, wie den Ort deines Aufenthalts, das Wetter, deine Stimmung:

Oder ein Mini-Thumbnail zum letzten Bild, das du geschossen hast, das Andere sich in ganzer Größe anschauen können, wenn sie darauf klicken:

Das wäre das Schaufenster. Alles Weitere würde sich unsichtbar für Andere im Hintergrund in Einzel- oder Gruppenchats abspielen. Du kannst ganz normal nach Bekannten suchen und ihnen folgen, wenn sie damit einverstanden sind. Profile können nach Wunsch der Nutzenden öffentlich oder privat gestellt werden.

Alles ohne Ads, ohne Gewinnerzielungsabsicht, idealerweise sogar Open Source und Peer to Peer. Müsste natürlich noch von jemandem hübsch gemacht werden, der was von Design versteht. 😉

Das alles auch nur als Vorschlag. Eure Gedanken dazu?

Um beim Urlaubsthema zu bleiben: Mir fällt es zunehmend schwer, hier täglich etwas ins Blog zu posten. Liegt es daran, dass nichts mehr passiert oder das mich bloß nichts mehr interessiert? Das ist die Frage, die ich wohl mal klären muss.

Arbeite ich normal, verfolge ich mindestens 1x am Tag den Nachrichtenstrom, hauptsächlich Feedly und Pressemeldungen. Nicht jeden Tag passiert da etwas, das ich interessant fände. Wie sieht das nun aus, wenn ich, wie jetzt über Weihnachten, erst nach einer Woche wieder in den Stream schaue? Was bleibt dann am Ende übrig, das mich so sehr interessiert, dass ich es auch mit euch teilen würde? Gehen wir das mal durch:

Nickelback werben mit einem neu gefassten Video ihres Songs „Photograph“ für Google Photos, und das ist durchaus amüsant geworden:

Hähnchenbrater KFC hat einen eimerförmigen Gaming PC mit integrierter Wärmeschublade für Hähnchenteile vorgestellt. Und das ist offenbar ernst gemeint. Warum nicht auch mal lachen in dieser komischen Zeit?!

Death to 2020 auf Netflix sieht eigentlich ganz witzig aus:

Nachdem Apple als erster Anbieter auf ein beiliegendes Netzteil zum iPhone 12 verzichtet hatte, übernehmen auch Xiaomi und Samsung in ihren neuen Flaggschiffen die umstrittene Praxis. Dabei hatten sich beide deswegen noch unlängst über Apple lustig gemacht.

Klingt wie die Lösung für alle unserer Probleme: Wissenschaftler gewinnen CO2 aus der Luft und erzeugen Flugzeugtreibstoff daraus. Der Haken? Leider nur sehr wenig Treibstoff.

Huaweis Android-Alternative Harmony OS ist auch nur ein Android-Fork? Und wenn schon!

Doodle Jump kennter noch aus den Anfangstagen des iPhones? Version 2 ist jetzt da – und sieht mehr oder weniger genauso aus. Was das dann soll? Gute Frage. Ich hab’s trotzdem mal angespielt.

Mein neues Lieblingsspiel ist allerdings Headball 2. Macht richtig Laune, auch wenn ich da meistens verliere…

Chaos-Computer-Club-Legende Andy Müller-Maguhn wurde offenbar (recht offensichtlich) vom CIA ausspioniert. Und das mit recht offensichtlichen Methoden wie verwanzten Türschlössern, Handys aber auch vermeintlich Obdachlosen mit teuren Teleobjektivkameras.

Schöne Technik-Geschichte via Golem.de: Vom Gameboy wurde einst eine Produktivumgebung namens Workboy entwickelt, mit der die Nutzer auch einen Kalender und ähnliches auf der Konsole hätten nutzen können sollen. Kam dann nämlich nie auf den Markt. YouTuber DidYouKnowGaming hat aber jetzt einen der damaligen Entwickler ausfindig gemacht und den wohl letzten noch funktionierenden Prototypen in die Hände bekommen:

Mein Work-Baby Euronics Trendblog feiert 10-jährigen Geburtstag und ich hab anlässlich unseren Ehrentages mal die Geschichte des Blogs storifiziert:

Sie haben mich jetzt so weit, dass ich doch auf Pixelmator Pro 2 gewechselt bin. Macht aber von Anfang an einen guten Eindruck und ist mit aktuell 22 Euro auch nicht wirklich teuer für all das, was es kann:

Bild des Tages, Moonlit tree:

Und hier noch ein hübscher Ohrwurm für euch:

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159: Go to hell, Facebook!

Schon interessant, wie Facebook und Apple sich gerade duellieren. Facebook behauptet, die wirtschaftliche Grundlage zahlreicher Kleinunternehmer sei mit der neuen Datenschutzpolicy von iOS 14.3 gefährdet. Die könnten dann keine personalisierte Werbung mehr an ihre Nutzer ausspielen. Traurig aber auch.

Zumal iOS 14.3 eigentlich nichts anderes macht, als den Nutzer*innen die Wahl zu geben, ob sie von einer App getrackt werden möchten oder nicht. That’s it.

Facebook hat dazu jetzt eine Info-Seite gelauncht. Und hat dort nicht einmal den Schneid zuzugeben, dass das eigene Geschäft darunter leide. Facebook schickt kleine Unternehmer vor, deren Geschäft angeblich in Gefahr sie, sollten sie keine personalisierte Werbung mehr ausspielen können. (Dass ihr hier beim Cookie Consent nur auf „akzeptieren klicken könnt und keine sonstige Auswahlmöglichkeit habt, spricht Bände.)

Wie erbärmlich ist das denn!

Dazu schaltet Facebook Anzeigen in großen Zeitungen wie der „New York Times“ und der „Washington Post“, in denen das Unternehmen für das freie Internet trommelt. Denn ohne personalisierte Werbung würde „das Internet“ teurer, und freier, hochqualitativer Content weniger einfach:

Apple hat angekündigt, das trotzdem durchzuziehen. Danke dafür!

Social Media der 1. (2.?) Generation ist krachend gescheitert. Hass, Selbstdarstellung, Neid, Dinge, die ich nicht lesen will. Es lebt eigentlich nur noch von Leuten, die meinen, dort sein zu müssen oder süchtig danach sind.

Ich hab mich da vor 2 Jahren abgemeldet. Vor einem Jahr meinen Twitter-Account auf Eis gelegt. Instagram ist der nächste Kandidat, dem man auch ruhig mal auf Wiedersehen sagen könnte, obwohl es mir dort eigentlich immer besser gefallen hat. War halt vor der Übernahme durch Facebook schon ein tolles Tool, ebenso wie WhatsApp, von dem man natürlich so schnell erstmal nicht loskommt.

Gegen Social an sich hätte ich eigentlich gar nichts einzuwenden. Man will ja mit Leuten in Kontakt bleiben. Die nächste Generation sollte, wie einst das WWW, ohne gewinnorientierte Großkonzerne im Hintergrund an den Start gehen. Das würde ich mir wünschen. Und Facebook kann derweil meinetwegen zur Hölle fahren. Kein Verlust für die Welt.

Happy birthday, Luddy! #BTHVN

Däs Prätwürst: Prata (indischer Pfannkuchen) mit Sauerkraut und Currywurst. Fusion Food. Hach, Singapur! <3

Bild des Tages: die Bonner Nordbrücke bei Nacht, because why not:

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156: Breaking Christmas

Ich bin mittlerweile überzeugt davon, dass dieses Jahr eigentlich das perfekte Jahr wäre, um Weihnachten zu egalisieren. Dieses eigentlich schöne Fest ist völlig zu einem unerträglichen Mist geworden, der Millionen Menschen unter Druck setzt, reihenweise Leute in die Depression oder gar den Suizid stürzt. Kaum ein anderer Tag (Silverster höchstens noch) führt den Menschen dermaßen ihre soziale Stellung vor Augen. Und wehe du hast keinen, zu dem du gehörst oder mit dem du feiern kannst.

Dieses Jahr ist eh nicht viel mit Weihnachten feiern. Der Lockdown kommt und alle sollten möglichst zuhause bleiben. Je mehr ich drüber nachdenke, desto egaler ist mir das Fest aber auch. Ich könnte meine Familie genauso gut eine Woche vorher oder später besuchen. Ich müsste einmal das Gefühl überwinden, mich sozial isoliert zu fühlen, wenn ich Heiligabend alleine bin. Jetzt ist eigentlich die beste Gelegenheit dafür. Sie machen es dir leicht, weil viel mit Besuchenkönnen, Essengehenmüssen oder in die Kirchegehenkönnen eh nicht ist. Ich sehe mich eigentlich schon ganz nüchtern auf der Couch liegen und ein schönes Buch lesen. Könnte funktionieren.

Aber wir reden da in einer Woche nochmal von. Von wegen Plan und Realität. Mich dem Ganzen zu entziehen, wird so leicht eben auch nicht… 😉

Social… wird immer weniger bei mir. Bei Facebook und Twitter bin ich raus, gerade war ich noch einmal auf Instagram, um ein paar letzte Bilder zu posten, bevor ich mein Galaxy S10 sehr wahrscheinlich verkaufe. Und ich habe den Sinn an Instagram nicht mehr ganz verstanden… Schöne Bilder posten und hoffen, dass sie jemand liked, okay. Aber warum eigentlich?

Irgendwie ist Social verknüpft mit dem Minimalismus-Gedanken, den ich verfolge. Je weniger ich habe, desto weniger will ich auch in sozialen Netzen aktiv sein – und lieber wieder echte Menschen treffen. Verrückt! 🙂

Spätestens nach diesem Bild von gestern Abend mit dem iPhone 12 Pro Max ist mir irgendwo klar, dass ich keine andere Kamera mehr brauche. Seht ihr das in irgendeiner Art und Weise anders?

Die Systemkamera kommt also weg. Braucht jemand eine gut erhalte Canon EOS M6 Mark I mit zwei Objektiven (Streetzoom und Supermacro)?

Der Flug ist die Flucht? 🤔

Me too, me too!

Okay, Englisch gewinnt auf jeden Fall diese Runde im Kampf um die kürzeren, einprägsameren Wörter.

🤔🤔😄

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153: Zeug that makes you happy

Ich bin mittlerweile so drin in meinem Minimalismus-Wahn, dass ich nicht einmal mehr sagen kann, welcher Gegenstand mich glücklich machen würde. Klar, erstens habe ich im Grunde alles, was ich brauche, und da sind schöne Sachen bei. Und zweitens ist es vielleicht auch der falsche Ansatz zu erwarten, dass Dinge einen glücklich machen könnten.

Wobei: Na, eigentlich doch. Wenn es schöne Dinge sind, die einem jeden Tag die Arbeit erleichtern oder Spaß machen, wenn man mit ihnen etwas Schönes „unternimmt“, dann kann einem das schon Freude bereiten. Hier fällt mir zum Beispiel meine Espressomaschine ein, auch wenn ich so eine wahrscheinlich nicht noch einmal kaufen würde.

Aber aktuell? Wüsste ich tatsächlich nichts. Wie sieht das bei euch aus?

Angenommen, Weihnachten fiele tatsächlich aus und ich müsste Heiligabend alleine hier hocken. Aus irgendeinem Grund wäre das für mich das schlimmstdenkbare soziokulturelle Szenario. Noch vor dem 1. Weihnachtstag und Silvester. Damit es nicht zu traurig wird, stelle ich hiermit ein Heiligabend-Corona-Notfallprogramm auf. And here goes:

  • Irgendeinen Gottesdienst mit schönen Weihnachtsliedern im Fernsehen sehen. Ja, so religiös bin ich dann doch. Vor allem aber möchte ich schöne Lieder singen und hören.
  • 1 lecker Essen kochen und, na ja, essen. Kurz vorher mit der Familie videotelefonieren
  • Mein eigenes Geschenk an mich auspacken. Ja, doch, trotz dem, was oben steht. So materiell bin ich dann doch wieder. Jetzt müsste ich nur noch wissen, was.
  • Ein paar Leuten frohe Weihnachten wünschen, am besten irgendwie am Telefon
  • Den Abend gemütlich auf der Couch verbringen, „A very Murray Christmas“ auf Netflix sehen und ein gutes Buch lesen.

Ja, doch so ließe sich das überstehen. Am 1. Weihnachtstag dann noch:

  • Was Leckeres kochen und essen. Vielleicht sogar mal Kuchen backen und essen (mein Zupfkuchen neulich war genießbar!).
  • Noch paar Leuten frohe Weihnachten wünschen.

Der Rest ist mir dann egal. Sogar Silvester (behaupte ich). Da habe ich schonmal alleine feiern müssen. Hat mich nicht umgehauen. Gab Ofenkäse, Dinner for One und 10 Raketen um Mitternacht. Brauche ich mittlerweile aber auch nicht mehr, also die Raketen.

Wie haltet ihr das mit Weihnachten, Silvester und Corona?

Bild des Tages: Het laatste beetje herfst:

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138: Nederlands

Das sind schon eine verrückte Sprache und ein ulkiges Völkchen …

Das Opfertier ins Schlachthaus?

Nee, das Opfer ins Krankenhaus. Schlachtopfer. Ts…

Kaufen und tun sind (manchmal) das gleiche Verb:

Boodschappen. <3

Humor ist bei denen gleichbedeutend mit Stimmung…

Winkelwagen. 🙂

Verdrietig. 🙂

I feel you bro…

And you…

Und überhaupt:

Een moeilijk huwelijk – wenn man das fehlerfrei schreiben kann, ist man irgendwo auch angekommen. 🙂

So, die Folgen 2 und 3 von Long Way Up haben für die dekadente 1. Folge komplett entschädigt. Sie haben trotz allem fette Probleme, ihre Motorräder in Feuerland aufzuladen, die Autos bleiben liegen. Es ist bitterkalt und sie wissen nicht, ob sie die einzige Fähre noch erwischen…

Bild: Apple, Long Way Up Productions

Und überhaupt zeigen sie da wunderbare Bilder, treffen die nettesten Menschen (A(d)venturer!), fahren einfach bei irgendwelchen Leuten auf den Hof und werden prompt zum Essen eingeladen. Darunter mischen sich absurd komische Szenen wie die, wo sie in einem kleinen Laden was einkaufen und dort der Fernseher läuft. „Hey, den Film kenne ich, da spiele ich doch mit!“, freut sich Ewan. Und der ganze Laden guckt 20 Minuten lang den oppulenten Sandalenfilm, bis endlich die Szene kommt, in der ein 15 Jahre jüngerer Ewan seinen kleinen Auftritt hat.

Nee doch, macht mittlerweile richtig Spaß. Noch dazu war ich zum ersten Mal seit Monaten wieder mit Kopfhörern unterwegs, um Musik zu hören. Die ziemlich coole (inoffizielle) Playlist von Long Way Up.

Ich komme aus dem Apple-Universum derzeit nicht raus. Aber das ist schon echt beeindruckend:

Bild des Tages:

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136: Einfach mal yeah

Drei lange Tage habe ich überlegt, welches Smartphone ich eigentlich vor dem S10 hatte, das in Kürze zwei Jahre alt wird. Drei Tage, und ich kam nicht drauf.

Als ich vorhin mit dem iPhone 12 Mini durch die Straßen zog und ein paar Fotos von der Gegend machte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Es war das iPhone SE. Und das 12 Mini erinnert mich wie kein anderes daran.

Warum nur hat das so wenig bleibenden Eindruck hinterlassen?

Und warum gibt es überhaupt nichts Wichtigeres hier zu berichten?

Vielleicht weil ich schon gestern alles zu Corona und Weihnachten gesagt habe?

Weil es um Trump langsam ruhiger wird?

(Verstörende Idee übrigens: Er könnte 2024 noch einmal antreten!)

Oder weil wir heute gerelauncht haben?

Hab übrigens schon lange nicht mehr so viel Spaß mit einem Testgerät (und dem Darüber-Schreiben) gehabt wie mit dem Samsung Galaxy Z Fold2 5G, und ich glaube, das merkt man auch. 🙂 Vielleicht auch, weil’s das Dekadenteste war, was ich jemals ausprobieren durfte.

Seit ich wieder ein paar modernere Smartphones teste, wirkt übrigens die Kamera in meinem S10 immer weniger sensationell. Hat das früher schon immer so gerauscht oder ist das neu? Irgendwas ist da seltsam. Die Bilder des iPhone 12 Mini (links) hinterlassen im Vergleich zum S10 jedenfalls einen sehr guten Eindruck.

5G funktioniert auf dem iPhone 12 Mini dafür bisher nicht, das scheint etwas komplexer zu sein:

(Vom iPhone 12 Mini macht das Galaxy S10 dann doch wieder ein hübsches Bild.)

Dafür hat die Speedtest-App, die ich heute viermal benutzt habe, um zu gucken, ob schon 5G da ist, mal eben schnell 1,1 GB (!) dafür verbraucht. 😱 Ich hab auf meiner Telekom-Prepaid-Testkarte überhaupt nur 3 GB…

In den Niederlanden sind Cousinen und Nichten dasselbe?! 😳

Ich geb zu, ich hab auch meine Schwierigkeiten, bei Familienkonstellationen immer den richtigen Begriff zu erwischen, aber einen Unterschied sehe ich da schon…

Schoonmoeder ist jetzt wieder ein ulkiger Begriff. Wörtlich übersetzt: Saubermutter.

So, dann haben wir’s heute. Bild des Tages habt ihr ja schon (oben). Macht’s gut! 🙂

Na okay, eins noch (wieder vom 12 Mini, weil’s so schön war):

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134: Werde ich auf meine alten Tage doch noch Apple-Fanboy?

Nein, dazu bin ich zu sehr Skeptiker. Speicherupgrades machen sie zu teuer, ein iPad und eine Apple Watch brauche ich nicht, iPhones sind toll, aber die Chinesen bei der Hardware vielfach trotzdem weiter, und wann, endlich, wird es ein MacBook mit Touchscreen geben?

Trotzdem fiel es mir noch nie so leicht, einen so teuren Impulskauf zu tätigen:

Ein neues MacBook Air mit dem neuen M1-Chip. Dafür gebe ich mein eigentlich noch recht frisches, aber ungeliebtes MacBook Pro in Zahlung. Die Argumente dafür sind: eine mindestens doppelt so hohe Akkulaufzeit, endlich Schluss mit der TouchBar (wir passen einfach nicht zusammen) und iPad-Apps auf macOS. Spiele, angenehm reduzierte Bildbearbeitungs-Apps: der App Store hat eine tolle Auswahl. Ich glaube, das könnte passen.

Paar feine Sachen macht Apple dann doch…

Corona-Maßnahmen aus der Hölle:

Im Rossmann in der Bonner Sternstraße muss sich jeder Kunde einen Einkaufswagen nehmen. Wäre an sich kein Problem, wäre das Ladenlokal nicht auf zwei Etagen aufgeteilt und der Keller mit einem Einkaufswagen nur per Fahrstuhl zu erreichen. Wo sich ein Pulk von 20 Wartenden gebildet hatte, die sich dann zu zweit in den Fahrstuhl zwängen. Ich hatte eigentlich in den Keller gemusst, aber hab dann den Einkaufswagen zurückgestellt, den Laden verlassen, bin zwei Häuser weiter in den dm gegangen und hab meinen Kram da gekauft. Ganz ohne Einkaufswagenpflicht. Und jetzt habe ich ein veganes Duschgel. 🙂

Na gut, es gibt dort auch keine Einkaufswägen, aber was ist denn das für ein Quatsch? Hat ein Laden Einkaufswägen, dann muss man sie benutzen, um? Ja, um was? Abstände nach vorne und hinten, okay. Aber Rossmänner und dms sind ohnehin immer so eng gepackt, dass man sich im Vorbeigehen nahe kommt. Und die Gefahr, sich ausgerechnet dabei anzustecken, wo doch alle eine Maske tragen… Na ja.

DuoLingo ist richtig tiefgründig manchmal. 🙂

Stimmt nur nicht so ganz. Ist die Zukunft von heute nicht erst übermorgen Vergangenheit? 🤔

Bild des Tages: Never forget. Especially not in days like these.

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133: Tag der neuen Dinge

Heute kam ein 5G-Telefon zum Getestwerden, später die Woche sollen noch zwei kommen. Also Zeit, mal dieses 5G auszuprobieren. Im Telekom-Shop verkaufte mir die nette Lady einen 3-GB-Prepaid-Tarif für 1 Monat für knapp 15 Euro. Und der kann auch 5G. Nur das Telefon: irgendwie nicht.

Oder sagen wir: Ich hab es nicht selbst in der Hand… Genau das Problem hatte Kollege Daniel Wendorf neulich auch mit einem 5G-Motorola-Phone. Die Hersteller müssen passende Updates nachliefern, sonst bleibt es erst einmal beim Netzmix. Bin gespannt, ob das bei den anderen beiden Telefonen später die Woche anders läuft.

Ebenfalls neu für mich: ein Faltsmartphone (Samsung Galaxy Z Fold2 5G). Und nach dem ersten Eindruck muss ich sagen: Macht erstaunlich viel Spaß, ebenso wie es irgendwie überflüssig wirkt. Muss das noch genauer erörtern.

Und weil wir gerade beim Tag der neuen Dinge sind: Ebenfalls zum ersten Mal heute ausprobiert: Googles AirDrop-Pendant Nearby Share:

Beide Geräte laufen gerade auf meinem Account. Warum also erst bestätigen, warum erst entsperren, warum deaktiviert das S10 Nearby Share nach einer Übertragung direkt wieder und lässt mich keine zweite hinterherschicken?

Apple AirDrop ist mittlerweile 9 (!) Jahre alt. Und der Rest der Welt kriegt es noch immer nicht hin, etwas zu erschaffen, was auch nur ansatzweise so gut funktioniert. Das ist schon ziemlich erbärmlich!

Zumal die anderen nämlich Hardware können. Xiaomi mit einem Konzept für ein Smartphone mit ausfahrbarem Objektiv. Nein, besser als ihr denkt:

Niederländisch entpuppt sich immer mehr als Sprache der vielen, kleinen Wörter:

Erinnert sich noch jemand an das wunderbare present progressive aus dem Englischunterricht? (He is playing.) Nun, der Niederländer hat das, wie ihr oben seht, auch: aan het spelen zijn – wörtlich übersetzt: an dem spielen sein. Oder, wie der Rheinländer sagt: am spielen dran sein. Manchmal verblüffend, diese Verwandtschaft. 🙂

Hätte Lust, einen YouTube-Kanal zu eröffnen. Okay, ich hab schon einen, der vornehmend so Demo-Videos enthält (SUBSCRIBE!!!1!! If you didn’t already. And HIT THAT BELL!) und der bestimmt keinen Ästhetik-Preis gewönne. Nein, ich meine so richtig einen hübschen, in dem ich vor der Kamera einen erzähle und Dinge präsentiere. So wie der da. That guy’s my hero, by the way:

Werde das mal in aller Ruhe planen, diesen Winter. Das Erste, was ich dafür natürlich brauche, ist eine neue Kamera. 🙂 Mal sehen, was der Weihnachtsmann bringt.

Er wird wohl irgendwann mal Züge und Interkontinentalflüge ersetzen: der Hyperloop. Die erste Probefahrt mit Menschen an Bord verlief erfolgreich.

Ich bin also nicht der einzige, der sich das gefragt hat. 😉 Sollte Joe Biden noch vor Amtsantritt die Grätsche machen, kommt es drauf an, ob vor der Wahlmänner-Wahl oder danach. Danach wird Kamala Harris automatisch aufrücken, davor dürften die Demokraten noch jemand anderen benennen, es müsste nicht zwingend Harris sein. Trump kommt in den Szenarien aber auf jeden Fall nicht vor. 😉

Golem.de mit einer überraschenden Liebeserklärung an den Kultfilm „Spaceballs“. In meinen Augen zumindest nicht ganz zu Unrecht. Der war platt, aber stellenweise erstaunlich witzig.

Also schöne Bilder macht es, das Z Fold2 5G. Low-Light-Kamera kann Samsung:

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132: 30 Tage Niederländisch

Mal eben schnell eine neue Sprache lernen…

Ich spreche neben Deutsch eigentlich nur Englisch fließend. Von fünf Jahren Französisch auf der Schule (die ich gehasst habe, wie die ganze Schule selbst auch) weiß ich gerade noch genug, um in Paris etwas zu Essen zu bestellen. An Spanisch, eine Sprache, die ich viel schöner finde, habe ich mich ein paarmal versucht, bin aber nie über die Anfänge hinausgekommen. Auch einen Sprachkurs Chinesisch habe ich auf der Fachhochschule ein Semester lang einmal besucht, aber davon ist noch weit weniger geblieben. Ein besonderes Sprachtalent habe ich also nicht.

Und jetzt Niederländisch. Vor 30 Tagen fing ich damit auf DuoLingo an. Bisher habe ich jeden Tag durchgehalten:

Und richtig rangeklotzt. Teilweise mehrere Stunden am Tag, aber jeden Tag mindestens ein bisschen. Geschafft habe ich jetzt geschätzt 1/3 des ganzen Kurses. Und das finde ich ebenso bemerkenswert wie erschreckend. Denn mal eben so eine Sprache lernen, ist nicht. Es ist harte Arbeit, die allenfalls mit einem guten Tool etwas versüßt werden kann. (Und warum muss das eigentlich so f*ing aufwändig sein, eine Sprache zu lernen? Was hat die Natur sich dabei gedacht?)

Mit Niederländisch und mir lief es aber von Anfang an super, hat gerade in den ersten Tagen auch rich-tig Spaß gemacht. Sehr viele Wörter kann man sich aus dem (Nord-)Deutschen herleiten. Der Satzbau ist dem deutschen sehr, sehr ähnlich. Und weißt du mal ein Wort nicht, kannst du auf Verdacht einfach mal ein deutsches einsetzen. Sehr oft passt es. Ich habe schnell ein gutes Anfangsgefühl für die Sprache entwickelt. Und DuoLingo macht es dir leicht. Vor allem in den ersten Tagen schnappst du dir Baustein für Baustein:

Und du denkst, wenn das so weiter geht, bist du in ein paar Wochen fertig und kannst die Sprache vielleicht sogar schon zum größten Teil sprechen.

Mit ein paar Sätzen ist das bei mir jetzt auch der Fall. Natürlich nur bei solchen, die aus den Übungen stammen. Für den Alltag fehlen mir noch zu viele Vokabeln und Redewendungen, aber es kommt so langsam was. Und wie gesagt: 2/3 stehen noch aus.

Was mich freut und was vielleicht gar nicht so dumm war: Ich hab vor 30 Tagen einfach mal angefangen, ohne groß darüber nachzudenken. Ich wollte nicht anfangen, um irgendetwas zu erreichen, es ging mir auch nicht um Karriere oder irgendwas. Ich habe mir genau genommen gar keine Gedanken darüber gemacht, warum ich eigentlich anfange. Und wenn ihr mich heute fragt, kann ich mich auch gar nicht mehr genau erinnern, warum gerade dann und warum überhaupt. Ich würde gerne Niederländisch im Radio verstehen können, wenn ich in die Heimat fahre, um auf NDR2 und Radio ffn verzichten zu können, und das nächste Mal im Urlaub dort zumindest mit Service-Personal ein paar Worte wechseln können. That’s it.

Nach zwei Wochen hatte ich das erste kleine Tief. Jetzt, noch einmal zwei Wochen später habe ich das nächste. DuoLingo macht die Sache zunehmend schwerer und setzt sie leider auch nicht immer so klug um wie zu Beginn. Anfangs besteht jede Lektion aus 3-5 Kapiteln mit 5 Einzellektionen à 10-13 Übungen. Im Schnitt machst du also so 200 Übungen pro Thema, hämmerst dir die Ausdrücke durch ständiges Vervollständigen, Hörverstehen und selber Formulieren ins Gedächtnis ein und kommst sehr schnell vorwärts.

Mittlerweile besteht fast keine Lektion mehr aus weniger als 5 Kapiteln, einige haben sogar 7. Übungen gibt es nun 20 pro Einzellektion, von denen es ebenfalls wieder 5 gibt. Das heißt, du machst hier pro Thema mindestens 500 Übungen, also mehr als das Doppelte, und kommst kaum noch vorwärts. An den letzten 6 Kapiteln hier saß ich die ganze letzte Woche. Klingt wenig, aber um die abzuschließen, waren insgesamt mehr als 3.000 Übungen nötig.

Und langsam fragt man sich, warum DuoLingo das derart erschwert. Es geht auch zu Lasten des Spaßes. Zumal vieles aus Wiederholungen besteht. Das Kapitels Numbers 2 etwa behandelt Zahlen über 20. Und wenn du zum 20. Mal eingetippt hast, dass de boer drieëntwintig koeien hat, dann ist das auch eine ganze Menge Tipparbeit und nervt irgendwann.

Aber alles in allem ist DuoLingo schon ein tolles Tool. Macht Spaß, macht süchtig, hat das Sprachenlernen wunderbar gamifiziert. Und folgt dem simplen Konzept, dich den Stoff immer und immer wieder wiederholen und aus deinen Fehlern lernen zu lassen.

Ich werde jetzt weitermachen, aber das Tempo etwas verlangsamen. Es sind einfach jetzt zu viele Übungen zu absolvieren, um noch schnell vorwärts zu kommen. Irgendwo muss man auch akzeptieren, dass man keine 15 mehr ist, wo man Wissen (theoretisch!) aufsaugen konnte wie ein Schwamm. Andererseits habe ich hier den riesengroßen Vorteil, nach eigenem Tempo, außerhalb einer Schule, frei von schlechten Lehrern oder im Durckkessel Klassengemeinschaft zu lernen. Lieber so. So macht es Spaß. 🙂

Biden also jetzt wohl US-Präsident (wobei ich das erst sicher glaube, wenn er Ende Januar im Oval Office sitzt). Zumindest haben alle großen US-TV-Sender seinen Sieg verkündet. That’s why I think it’s safe to say:

Thank you, United States of America!

Der Aufstand der Anständigen – das war er für Amerika. Es ging überhaupt nicht darum, wer der richtige Kandidat ist und ob Joe Biden der bestmögliche Präsident wäre. Es ging einzig und allein darum, dass das Riesenbaby da aus dem Weißen Haus verschwindet. Dafür ist das rechtschaffene Amerika aufgestanden, hat alles und jeden zur Wahl mobilisiert, früh abgestimmt, ist auf die Straße gegangen, hat seine Demokratie (oder zumindest das, was noch davon übrig ist) verteidigt. Wie knapp das war, haben wir gesehen. Dass immer noch knapp die Hälfte der Amerikaner wieder den Bekloppten gewählt hat, ist erschreckend, ja. Aber zu sehen, dass es am Ende doch gereicht hat, macht Hoffnung. Amerika – und vor allem: der Rest der Welt – ist doch noch nicht verloren. Mir fällt ein Stern vom Herzen. Und euch?

Bild des Tages:

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130: Suspense!

Gestern schrieb ich, dass der Cineast in mir sich ein spannendes Rennen um die US-Präsidentschaft wünscht. Dass es so ein Splatter werden würde, hätte ich nicht gedacht…

Heute Morgen torkele ich ins Bad zu meinem Smart Speaker und sage mir: Was immer da jetzt für Nachrichten rauskommen, du kannst sie ertragen! DU KANNST sie ertragen.

Ich bin ja eher zart besaitet, was brutale Filme angeht. Aber mit der Botschaft hatte ich nicht gerechnet.

Die Nachrichten auf WDR5 beginnen erst einmal zu spät, bestimmt 15 Sekunden Stille, dann eine Entschuldigung und die Meldung, dass es eben noch kein Ergebnis gäbe. Die Amis wären noch nicht fertig mit dem Auszählen.

Das hindert Trump nicht daran, sich trotzdem schon einmal zum Sieger zu erklären. Das Böse triumphiert. Ich gehe in meine Kammer und halte mir erst einmal ein Kissen vor die Augen.

Stündlich der verstohlene Blick in die Online-Newspostillen. Nein, immer noch kein Ergebnis. Der Nervenkitzel: beinahe unerträglich. Dafür Abgesänge. Auf die Demokraten, auf die Republikaner, auf die Amerikaner, auf die Wahlforscher. Allesamt in der „Zeit“. Großartig! Ich senke das Kissen und greife verstohlen zum Popcorn.

Und noch einmal Zeit Online erlöst mich am Nachmittag mit der Meldung, dass es vor morgen eh nichts würde mit einem offiziellen Endergebnis. In Nevada würden sie zum Zählen länger brauchen. Warum auch immer.

Als erster Regierungschef gratuliert Janez Jansa aus Slowenien Trump zum Wahlsieg (WTF!), auf Deutschlandfunk Nova interviewen sie einen Wahlforscher, der glaubt, dass Trump gewinnen wird.

Irgendwann platzt die Meldung dazwischen, dann Kanye 60.000 Stimmen geholt hätte. Seine eigene für sich selbst ist wohl ungültig. Aber immerhin. Von wegen, nur ein Zwei-Parteien-System!

Derweil Hoffnung: Holt Biden Wisconsin und noch einen anderen Swing State, sieht es sehr gut für ihn aus. Und er holt ihn, noch am Abend!

Doch Trump fährt ihm direkt in die Parade. Neuauszählungen, Prozesse in jedem Staat, in dem die Republikaner knapp hinten liegen. Die ganze Klaviatur einmal heruntergespielt. Der Oberbösewicht hat die Frau in seiner Gewalt und hält ihr eine Puste an den Kopf. Kommt nicht näher, oder ich klage!

Später am Abend liegt Biden plötzlich klar in Führung. Er hat auch Michigan geholt, meldet Spiegel Online. Aber wird sich Trump das gefallen lassen?

Außerdem reicht es immer noch nicht. 270 Wahlmänner braucht Biden, und SpOn und Zeit sind sich uneins, wie viele er schon hat. 264 sagt Spiegel, 253 die Zeit. Der Teufel ist nen Sackgesicht. Er bringt Biden zur Not auf 269 und lässt Trump dann 271 holen.

Ich hoffe nur, die Demokraten klagen zurück, sollte Trump gewinnen, und fordern Nachauszählungen in den Staaten, in denen er nur knapp gewonnen hat.

Das wird noch ein paar Tage, wahrscheinlich Wochen so weiter gehen. Und übertrifft meine kühnsten Erwartungen. Bisher der Blockbuster des Jahres. Okay okay! So viel Anderes lief nicht und Tenet habe ich noch nicht gesehen. Aber so viele Wendungen, so ein ungewisser Ausgang? Ich bin mir nicht sicher, ob Nolan das so hingekriegt hätte.

Der Tag hätte ansonsten besser beginnen können, als mit Trumps Coup und einem Teppich, der auf sonderbare Weise verschwindet…

Der Bote klingelt um 1000 Uhr mit dem Hinweis, er würde ihn jetzt ins Treppenhaus legen. Ich sage okay und vergesse ihn zwischendurch. Drei Stunden später schaffe ich es ins Treppenhaus. Und siehe da: kein Teppich.

WTFF? Hat den ein Nachbar sicherheitsverwahrt? Aber warum sollte er? Oder ist er gestohlen worden? Aber wer klaut denn einen 60-Euro-Teppich? Es war Sperrmüll am Morgen, zwar vor der Lieferung, aber der zieht ja bekanntlich allerlei windige Gestalten an. Ich frage in der Haus-WhatsApp-Gruppe nach: keiner weiß etwas.

Dazu komme ich mit meinem Testbericht vom iPad Air 4 nicht wirklich voran. Es mausert sich zu einem gebrauchten Tag. Irgendwann meldet sich Nicky und ich klage ihr mein Leid. Sie ist heillos optimistisch:

Ja klar, SO wird das laufen… Und Biden gewinnt noch zwei Swing States, Pferde galoppieren den Baum hinauf und der Nordpol friert wieder zu.

Aber das mit dem Kaffee ziehe ich durch:

Und kriege dabei den Kopf frei für den Testbericht. Nach einer halben Stunde packe ich den Stier bei den Hörnern, gehe zurück in die Kammer und schreibe, was noch zu schreiben ist. Es läuft.

Plötzlich klingelt es an der Tür: Es ist meine Nachbarin! Sie hat meinen Teppich!

Ja, hätte ihre Schwester angenommen, schonmal hochgeschleppt und erstmal bei sich gebunkert. Und die ist nicht in der WhatsApp-Gruppe, also hat sie meine Hilfeschreie nicht gehört. Aber hier nun, der Teppich!

Und, nun ja, was soll ich sagen. Um kurz nach fünf bin ich mit meinem Testbericht fertig, mein neuer Teppich liegt fein ausgerollt in der Kammer und Biden holt am Abend tatsächlich noch zwei Swing States.

Nicky hat das drauf mit den Prophezeiungen!

Warum nur hat sie zu Trump/Biden noch nichts gesagt…

Widgets auf dem iPad. Fummelig zu installieren, aber hübsch anzuschauen:

Haar-ha:

Wat ene fiese falsche Fründ!

Déjà-vu-Bild des Tages. Der Mond steht günstig, gerade:

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118: Ich lerne dann lieber

Diese Woche ist irgendwie nicht viel mehr los bei mir als iPhone 12 und DuoLingo. Das erste bestimmt meine Arbeit, das andere meine Freizeit.

Wobei, stimmt gar nicht. Heute habe ich (relativ) spontan (ich wollte eigentlich schon gestern, aber hatte dann keinen Bock) einen Outdoor-Gym-Kurs besucht. Oder genauer gesagt: einen Functional-Circle-Kurs. Und, ja, was soll man sagen: War zum Glück genauso (gut), wie ich mir das vorgestellt hatte. Recht anspruchsvolles Programm wie in einem Fitnessstudio-Kurs, sehr nette Trainerin, kleine Trainingsgruppe von nur noch vier weiteren Teilnehmer*innen außer mir, alles auf Abstand, keine Ansteckungsgefahr. Und anscheinend gibt es wohl mehrerer solcher Kurse. Ich probiere mich da mal durch.

Festgestellt, dass in kaum mehr als 2 Monaten Weihnachten ist, aber schlimmer noch: das Jahresende, an dem ich eigentlich so viel fertig haben, und anderem alles durchminimalisiert haben wollte. Ihr glaubt gar nicht, wie anstrengend und zeitraubend das ist! Ein bisschen was möchte ich jetzt schon noch geschafft kriegen, alles wird was knapp.

Und Corona? Ja, was soll ich sagen. Irgendwie tangiert mich das gerade überhaupt nicht. Die zweite Welle ist längst da, die Reisewarnungen nehmen zu, der Lockdown naht. Aber was soll ich Anderes machen, als immer wieder zu dem zu raten, was längst hätte gemacht werden müssen, als außen Abstand zu halten, beim Einkaufen Maske zu tragen, möglichst nur Außengastronomie wahrzunehmen (wo es noch möglich ist)? Mir Sorgen machen? Traurig sein? Nö. Wird am Ende ja doch passieren, oder mit etwas Glück vielleicht nicht. Liegt nicht an mir.

Die Niederländer haben das, was wir hierzulande „Deppenapostroph“ nennen, offiziell in ihrer Grammatik, und ja, das schlimmere Deppenapostroph:

Die Armen!

Und, es tut mir Leid, aber ein paar der Ausdrücke sind einfach nur herrlisch. :))

Das Untergut. 🙂
Na, die Übersetzung kriegt ihr selbst hin. 🙂

Keep it comin‘, Jimmy! Keeeep it coming…

Aber echt nur schwer abzuschütteln, der Kerl!

Jeden Tag ein bisschen krasser:

Hätten sich meine Eltern wohl auch nicht träumen lassen, dass ich mal 2 Stunden an einem Abend Niederländisch lernen würde, weil es so viel Spaß macht, anstatt sonst irgendwie rumzudingsen. Ja, das Programm mag was seicht sein. Aber das muss man DuoLingo lassen: Sie haben das Sprachenlernen mal sowas von erfolgreich gamifiziert. Hands down!

Best one so far!

Das Bild des Tages ist heute mal indoor. Wenn ich schon Teile meiner Wohnung fotogen finde, dann wird es hier langsam wirklich mal wohnlich, schätze ich. 🙂

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116: Redet miteinander!

Hinterm Tuscolo an der Ampel haben sie bei Zeiten eine Zone für Radfahrer geschaffen. Hier dürfen Radfahrer sogar schon bei Rot den Fußgängerüberweg überqueren. Die eigentliche Fahrradampel ist aber davor, was zur Folge hat, dass Radfahrer nicht genau wissen, wann sie eigentlich grün haben. Eine weitere Ampel an der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung hat die Stadt vergessen anzubringen.

Irgendwann habe ich mal rausgefunden, dass man als Radfahrer im genau gleichen Moment grün bekommt wie die Fußgänger am Überweg links. Seitdem nutze ich die rote Zone und gucke die ganze Zeit angestrengt auf die Fußgängerampel. Heute Abend auch. Ein anderer Radler hinter mir kennt den Trick noch nicht und wartet derweil gezwungenermaßen vor dem Überweg.

Irgendwann rollt er zu mir nach vorne und spricht mich an: „Du sag mal, woher weißt du, wann grün ist, hier ist ja gar keine Ampel“. Ich erkläre es ihm. Netter, sympathischer Kerl, und ich finde es lustig, dass er mich einfach so zwanglos angesprochen hat. Wir quatschen noch kurz, dann wird es auch schon grün und wir brausen beide in unterschiedlichen Geschwindigkeiten davon.

Und immer wieder frage ich mich: Warum macht man sich nur immer so viele Gedanken, bevor man Fremde einfach anspricht? Im Urlaub habe ich da überhaupt kein Problem mit. Ich tue es einfach, und es kam eigentlich noch nie eine Beschwerde. Eher im Gegenteil. Die Leute haben sich gefreut. Klar, manchmal hat auch einer keinen Bock was zu sagen und reagiert eher einsilbig (so bin ich manchmal aber auch selbst), aber das ist die absolute Ausnahme. Nicht selten kommen tolle Gespräche dabei zustande und manchmal lernt man auch tolle Leute kennen.

Im Alltag tue ich das trotzdem so gut wie nie. Die meisten anderen Menschen, die ich kenne, auch nicht. Manch einer fragt nach dem Weg eher sein Handy als einen Anwohner. Aber: Woher kommt eigentlich diese Angst davor? Sind es schlechte Erfahrungen, die man doch mal gesammelt hat und nun interpoliert? Ist es die eingeimpfte Vorschrift, Fremde bloß in Ruhe zu lassen, um jeden Preis? Ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht, aber ich werde mal versuchen, das herauszufinden – und zu verändern.

Seit ein paar Tagen lerne ich Niederländisch, lese ein Buch, klimpere etwas mehr auf meiner Ukulele. Dazu habe ich mir vorgenommen, jeden Tag mindestens 5 Minuten an meinem neuen Vielleicht-Projekt zu arbeiten und jeden Morgen mache ich bisher seit immerhin zwei Wochen meinen Mini-Frühsport. Jetzt überlege ich noch, ein weiteres Hobby aufzunehmen und das mittlerweile gekündigte Fitnessstudio durch einen Outdoor-Gym-Kurs zu ersetzen. Das alles ist ganz schön hart in den Alltag zu integrieren, vor allem das mit dem Sprachenlernen.

Und so viel Spaß es auch macht, ich merke schon heute, am zweiten Tag nach dem Wochenende, an dem ich angefangen habe, wie es immer schwieriger wird. Es bleibt weniger Zeit, ich mache immer mehr Flüchtigkeitsfehler. Morgen und übermorgen sind wohl die Fly-or-Die-Tage. Wenn ich es da noch schaffe, meine Lektionen fortzusetzen, sieht es gut aus, da noch weiter zu machen.

Diese kleine Rangliste ist dabei übrigens Gold wert. Ich habe heute beim Niederländischlernen noch ein paar Lektionen drangehängt, als Oskar in Sichtweite war und Jimmy plötzlich auch nicht mehr fern (in your faces btw.!) 🙂

In den Niederlanden gilt derweil wieder ein Teil-Lockdown. Kneipen und Restaurants sind wegen zu hoher Infektionszahlen wieder geschlossen.

Jepp, das ist das Land, das schon ein paar Wochen vor uns wieder „Spaß“ hatte und das direkt an unsere Corona-Hotspots in Niedersachsen und NRW grenzt.

Der Tuscolo am Ende meiner Straße hat „passend“ dazu seine Außengastronomie wieder eingepackt… (Wenn ihr genau schaut, seht ihr da übrigens hinten im Bild die oben beschriebene rote Zone und einen Radfahrer, der schon davor hält. 😉

Der Tuscolo ist bei weitem nicht der einzige damit. Es ist ja jetzt kalt draußen, da schickt man die Leute lieber wieder rein – und erhöht die Ansteckungsgefahr massiv. Transparente Plastiktrennwände, die der Tuscolo drinnen aufgestellt hat, helfen allenfalls ein bisschen. Wenn ich mir anschaue, was da normal an einem Samstag- oder Sonntagabend für eine Party drinnen geht, dann kann ich mir ausmalen, wie wenig das helfen wird.

Was für eine dämliche Entscheidung! Ich vermute, in 2-3 Wochen haben wir auch hier wieder so viele Fälle, dass Restaurants und Kneipen wieder dicht gemacht werden. Um die, die ihren Gästen nicht mal mehr ermöglichen, sich draußen hinzusetzen, wird es mir deutlich weniger Leid tun.

Das neue iPhone 12 ist da. Oder sagen wir eher: Die neuen iPhone 12s sind da. Apple hat diesmal gleich vier vorgestellt, darunter ein süßes, kleines 12 Mini in fast gleicher Ausstattung. Und auch MagSafe kommt zurück. Finde ich alles in allem cool.

Ich spiele schon bisschen länger mit dem Gedanken, mir noch einmal ein Smartphone zu holen, das ich dann für ein paar Jahre behalte, das sozusagen „das Definitive“ wird und das viellllleicht sogar meine Kamera ersetzt. Minimalismus, wisster. An dem neuen Smartphone muss aber auch alles stimmen. Akkulaufzeit, Kamera, die besten Apps. Kann das neue iPhone 12 das werden? Ich weiß es noch nicht, und ich wüsste auch erst einmal gar nicht welches davon…

Bild des Tages: