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(Auf) sich selbst achten

Die letzten Wochen waren immens anstrengend. Wir arbeiten an der kompletten Neuorganisation auf der Arbeit, die vornehmlich ich in Angriff nehme. Nebenbei ist dann natürlich noch das Tagesgeschäft fällig. Und dann schreibe ich ja noch mein Buch, lerne weiter die Fremdsprache, musiziere, minimiere, plane meine Weltreise weiter – und vieles mehr. Heute habe ich gemerkt: So geht es nicht weiter.

Mein Nacken ist ein guter Indikator dafür. Wenn der verzogen ist, und das ist er gerade, ist das meist ein Zeichen dafür, dass ich mir zu viel aufgeladen habe, zu viel Tischtennis gespielt oder zu viel Tischtennis gespielt, um den Stress auszugleichen, den ich mir aufgeladen habe (es gibt kein besseres Mittel dafür, aber auch das hat anscheinend seinen Preis).

Heute Nachmittag habe ich dann die Reißleine gezogen, bevor es noch schlimmer wird. Nein, ich habe nicht alles drangegeben, den Job gekündigt oder bin spontan in Urlaub gefahren. Ich habe gemerkt, dass ich weniger machen muss, dass ich auch bei der Reorganisation mehr auf die Schultern des Teams verteilen muss – ohne dass ihr Arbeitsaufwand am Ende steigt. Jaja, das geht. 😉

Ich hab das TT-Training für heute abgesagt, habe beschlossen, dass die Reorganisation jetzt langsam durchdacht genug ist und in Kürze auf das Team losgelassen werden kann. Habe entschieden, dass mein aktueller Text auch noch morgen fertig werden kann. Und dann habe ich mich einfach mal eine Viertelstunde auf die Couch gelegt. Da sie in meinem offiziellen Arbeitszimmer steht, ist sie immerhin auch Arbeitsgerät (hey, ich hab nen „kreativen“ Beruf).

Der Witz ist, dass ich danach doch noch ein paar Stunden weiter an meinem Artikel gearbeitet habe, was sich aber plötzlich ganz leicht und nicht mehr nach Arbeit angefühlt hat.

Auf mich selbst achten, ist etwas, was ich leider zu selten tue. Ich fletsche lieber die Zähne, arbeite bis zum Umfallen und beiße fünf Wochen lang um mich, bis sich das Chaos langsam legt. Auch nicht ideal. Zeit, mal damit aufzuhören.

Ich weiß gar nicht mehr, wann und warum das eigentlich angefangen hat, aber seit ich das in diesem Blogpost neulich mal für mich selbst runtergeschrieben habe, ist nichts mehr so, wie es mal war.

Und das ist gut so.

Wir haben gerade Hochsommer, ich bin Single, hetero, sehr viele, sehr schöne, sehr leicht bekleidete Frauen fahren, gehen, laufen täglich an mir vorbei – und es interessiert mich: null.

Und nein, ich bin nicht über Nacht asexuell geworden oder tue das nur aus Trotz, aus selbstauferlegter Selbstkasteiung oder weil ich das Thema aufgegeben hätte, in diesem Leben irgendwie noch mit irgendjemandem glücklich zu werden.

Es darf passieren, es kann passieren, es soll aber dann natürlich passieren und nicht irgendwie forciert. Ich habe vor einiger Zeit mal einen Flirtratgeber gelesen, weil ich dachte, dass ich das müsste. Der sagte zum einen, dass du im Grunde die ganze Zeit mit jedem flirten sollst, wenn du das Thema ernst nimmst. Und dass du zum anderen lächeln solltest, möglichst oft und viel, weil du damit Ausstrahlung hast und die meisten Männer in Gegenwart von Frauen versuchen cool zu sein, was eher abschreckend wirkt.

Den Tipp finde ich gar nicht so schlecht, aber ganz ehrlich: Ich finde es nicht natürlich, zu lacheln/lächeln, wenn mir gar nicht danach ist. Geschweige denn, mit jedem einen Smalltalk zu halten, um im Training zu bleiben. Dann lieber Situationen schaffen, in denen ich mich wohl fühle und automatisch lächle.

Heute habe ich mir mal den Spaß erlaubt, bei meinem Abendspaziergang in Hörweite ranzugehen, wenn ich eine schöne Frau entdeckt habe, die sich entweder gerade mit Freunden unterhielt oder sich offensichtlich gerade bei einem Date befand. Und heiliger Strohsack, habe ich da viel dummes Zeug gehört. Bei dem einem Date, das geschätzt offenbar das erste oder zweite war, salbaderte in einer Tour die Frau, und der Tüppes saß, sie anhimmelnd, schweigend daneben und lächelte sie unsicher an. Vor gar nicht all zu langer Zeit hätte ich wahrscheinlich noch selbst so ausgesehen. Gut, dass das vorbei ist.

Es gab Frauen, mit denen ich mich bis zu einem gewissen Grad gut unterhalten konnte, bevor dann doch wieder irgendwas seltsam wurde wie: „ach übrigens, ich hab nen Typen, aber wir können ja trotzdem…“. Es gab Frauen, die nett waren, aber wo die berühmte gemeinsame Wellenlänge einfach nicht da war. Und es gab jemanden, mit dem es eigentlich sogar einen Schritt weiter hätte gehen können, wenn nicht am Ende doch die Unterschiede größer gewesen wären, als man sich eingestanden hatte. Ich finde es nach wie vor schade, aber so ist das halt wohl. 🙁

Und jetzt? Ist eigentlich mein einziges Problem, dass ich noch nicht so richtig weiß, worauf ich jetzt eigentlich hinarbeiten soll, wenn nicht auf ein Leben in Zweisamkeit – was immer mein Ziel war. Die Arbeit ist es nicht, s.o., und dafür bin ich auch zu wenig Karrierist. Die Idee mit der Weltreise ist auch mehr aus dem Gedanken geboren, dass ich ja sonst nichts zu tun habe, als dass sie einer großen Leidenschaft entsprungen wäre. Und auf meinen Traumberuf Buchautor arbeite ich ja mittlerweile schon hin.

Sonst? Keine Ahnung…

Buch: Kein weiteres Kapitel heute, mal einen Tag Pause. Hab die Idee aufgegeben, das noch vor meinem Urlaub zu veröffentlichen. Das wird nicht mehr klappen, wenn es gut werden soll. Damit verpasse ich dann leider auch die Urlaubssaison 2022 endgültig, und keiner weiß, was 2023 von der Welt noch übrig sein wird… Na ja, das Ziel war es ohnehin eigentlich nur, 2022 mein erstes Buch zu veröffentlichen. Das bleibt auch weiterhin das Ziel.

King of Stonks (Netflix): Soll wohl so eine Art Satire auf den Wirecard-Skandal sein. Die Kritiken reichen von Totalverriss (Wunschliste.tv) bis: ist goil (DWDL, Süddeutsche, Zeit)! Nach einer 3/4-Folge weiß ich selbst nicht so recht. Ich mag den Stil der Showrunner, mochte ihn auch schon bei How to Sell Drugs Online Fast. Aber ich verstehe irgendwie nichts (ganze schlechte Mikrofonqualität) und es kommt mir irgendwie zu platt daher. Was davon ist neu, was ist originell? Bisschen werde ich aber noch weiterschauen.

Alte Playlist wieder entdeckt. Besteht aus Songs, die ich 1x kurz gehört und dann für so gut befunden habe, dass sie direkt auf einer Playlist landen könnten. Kruder Mix und ich feiere das gerade hart ab, denn die Idee ist voll aufgegangen:

Daily sort-out: Niederländisch-Kinderbuch 5 Seiten weiter gelesen. Mehr war heute einfach nicht drin…

Und jetzt bin ich an dem Punkt, wo ich nicht mehr genau weiß, ob ich das aussortieren soll, weil zu peinlich und auch keine wirklich positiven Erinnerungen. Oder behalten nach dem Motto: „Seht ihr, der hat in der Schule aber mal so gar nichts getaugt, und aus ihm trotzdem noch X geworden. In diesem Land kann es jeder, aber auch wirklich: JEDER zu etwas bringen.“

Was meint ihr?!

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Möh

Einfach mal früh(er) schlafen gehen

Mache es kurz: beinahe alles geschafft heute. Gearbeitet, einer Bekannten geholfen, einen ollen, wackeligen Schrank zusammenzubauen, an einem Kapitel im Buch weiter gearbeitet (aber nicht fertig bekommen), ganz wenige, kleine Dinge wegminimiert, 1h Sport gemacht, im Niederländisch-Buch weitergelesen und Vokabeln gelernt, kurz auf der Ukulele geklimpert.

Alles kein Major Progress. Aber so ein blöder Tag hat ja auch nur 24h, von denen ich 9 schlafen muss. Und das alles heute mal ne Stunde früher als sonst. Gute Nacht!

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Kein Thema haben

Ich hab kein echtes Thema im Moment. Und vielleicht ist das gar nicht mal so schlecht. Alles geht seinen Gang. Zumindest vorübergehend nur Alltag, der ja auch immerhin aus Sport treiben, minimieren, Sprache lernen, Buch schreiben, Urlaub vorbereiten und arbeiten besteht. Also in der Reihenfolge 🙂 (schön wär’s).

Buch: Mein Lieblingskapitel: Wie Singapurer so drauf sind:

Und Mensch, wie viele Fehler ich hier auf diesen Screenfotos immer noch sehe und später korrigiere…

Passend zum Thema gestern dann heute auch zufällig eine kleine Diskussion mit einem Singapurer über die Todesstrafe, die es dort noch gibt (und wohl auch noch lange geben wird):

Werder Bremen hat die FPÖ als Nazis bezeichnet, was denen gar nicht schmeckt. Aber, äh, was davon stimmt nicht…?!

Vegane Schokolade – geht erstaunlich gut! Hab jetzt nicht einmal einen großen Unterschied geschmeckt.

Daily sort-out: Niederländisch-Kinderbuch bis S.70 gelesen. Elektrisches Massagekissen (war Weihnachtsgeschenk) und Hängematte (nie benutzt). Kommt aber erst morgen an die Straße. Babysteps…

Geee-nau…

Ich sehe da noch Optimierungspotenzial, Amazon…

Magical songs keep haunting you, sometimes even years later. That’s what makes them magical. <3

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OK

Noice

Mein neuestes Hobby:

Mein bisher politischstes Kapitel:

Meine Verwunderung über immer noch sehr lange Schaltzeiten in Deutschland. What’s taking them so long?

Werd meinen Urlaub deswegen verschieben müssen.

Eure letzte Chance, Samsung, die peinliche Vorstellung mit euren 2022er-Prozessoren noch zu retten:

My daily sort-out: Hab nur eine Steckdosenleiste an die Straße gestellt. War sofort weg. Niederländisch-Kinderbuch bis S. 50 gelesen. Finde noch viele Wörter, die ich nicht kannte, aber verstehe eigentlich alles. Kann man damit zufrieden sein nach 2 Jahren intensiven Lernens der Sprache? ? Na ja, was soll’s…

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Yeah

Drei Wochen vor dem Urlaub packen

Klingt superspießig – und ist es wahrscheinlich auch. Eigentlich plane ich, in etwa drei Wochen zur Radtour aufzubrechen. Gepackt habe ich größtenteils trotzdem schonmal heute. Ist ja auch gar nicht so viel. Meine zwei Radtaschen mit dem Campingzeug. Eine Tasche mit Klamotten + Essentials. Hatte ich in den letzten zwei Jahren ja auch immer schon dabei und hat selten was gefehlt.

Warum jetzt schon? Weil das Packen eigentlich immer der größte Stressfaktor für mich vor einem Urlaub ist. Zögert man das auf die letzte Woche hinaus, artet das in Monsterstress aus. Die Woche vor dem Urlaub läuft man für gewöhnlich sowieso schon auf 200%. Besser, man reduziert das schon vorher deutlich runter.

Das hat dann den Vorteil, dass man sich jetzt schon in aller Ruhe überlegen kann, was einem noch an Equipment fehlt und was man noch bestellen kann.

Merino-Shirts zum Beispiel. Ich hab ja jetzt beschlossen, meine Kleidung nach und nach auf wenige Merino-Shirts herunterzureduzieren. Allerdings will ich dafür auch nichts wegschmeißen. Und meinen Kleiderschrank habe ich ja eigentlich schon auf das wichtigste herunterreduziert. Deswegen jetzt eine langsame Umstellung. Besonders hübsche Merino-Radtrikots gibt es im Übrigen auch nicht. Aber durchaus ansehnliche T-Shirts und Pullover mit Merino-Anteil:

Von Norden nach Süden durch Deutschland oder von Süden nach Norden? Eigentlich war mir klar, dass ich von Norden nach Süden fahren würde. Aber – die Eingebung kam mir heute im Schlaf – jetzt könnte ich mir andersherum (bergab!) durchaus genauso gut vorstellen. Hab noch 2-3 Wochen, mir das genau zu überlegen.

Südostasien. Das ist die Antwort!

Auf die Frage, wohin so eine Weltreise so zuerst gehen könnte. Wenn’s im Winter losgeht, ist es dort warm, ich kenne mich dort schon bisschen aus, kann Bekannte in Singapur besuchen und diesmal den Radius ein bisschen darauf ausdehnen, wo ich noch nie war oder dringend mal wieder hin müsste: Johor Bahru, Kuala Lumpur, Sabah, Mt. Kinabalu (?) (Malaysia), Bangkok, Chiang Mei (Thailand), Cebu City (Philippinen), generell Vietnam und Indonesien, Hongkong! (okay, technisch gesehen nicht mehr Südostasien). Und von da dann weiter nach Australien, wo zu der Zeit gerade Sommer ist? Könnte passen.

Ich habe nicht die Sehnsucht, unbedingt weg zu müssen. Allerdings schon das Bedürfnis, mal was Anderes zu sehen. Beim Reisen kommt bei mir der Appetit beim Essen. Erst keinen Bock loszufahren, aber wenn ich erstmal da bin… Höre ich auf meine innere Stimme, sagt die mir aber auch: In Bonn alle Zelte abzubrechen und deine Wohnung dranzugeben, ist gar nicht mal so eine gute Idee. Ich denke, ich sollte sie erstmal behalten und für die Zeit eventuell untervermieten. Fühlt sich richtiger an.

Bierbrauen und dabei nochmal jung sein. Wir haben in der Küche zu „No good“ getanzt, wir haben im Garten Flunkyball gespielt und wir haben noch allen möglichen anderen Scheiß gemacht. ? Nur das Bier müssten wir eigentlich völlig „verknallt“ (Niederländisch für „versaut“) haben. Die Maische zu heiß gekocht, den Sud umgerührt, obwohl da keine Luft mehr dran sollte, die Frischhefe ein paar Stunden in der Sonne liegen lassen. ?? Bin sehr gespannt, was das für ein Gebräu wird!

Früher hat man wochenlang nach dem richtigen DSL-Anbieter gesucht. Vorhin stand ich da noch 5 Minuten und dachte mir: wirklich schon bestellen?!

Okay, meine Kriterien waren überschaubar: 50 Mbit/s, monatlich kündbar (gibt es nicht so viele), noch halbwegs bezahlbar, NICHT Vodafone!!!1!11

Und weil’s da nur zwei ernst zu nehmende Anbieter gab und weil der eine das bessere Angebot dafür hatte, heißt mein neuer Anbieter nun NetCologne. Bin sehr gespannt, wie gut das klappt, wie die Rückkehr von Kabel zu DSL wird und wie schnell die mich jetzt connecten (haben noch gut 1 Monat Zeit).

Stranger Things Staffel 4 Finale (Minor spoilers ahead): Optisch einiges aufgefahren, tolle Story, Spannung bis zum Ende. Vor allem aber eine 2:20h (!) lange, finale Episode. Nach der kurzen Unterbrechung nach 7 Folgen kamen also nur noch zwei, allerdings episch lange Folgen. Fast so, als hätte Netflix noch einmal richtig mit dem Genre spielen wollen. Der alte Hase hat es immer noch drauf!

Buch: Eins meiner Lieblingskapitel: Die Warnung vor den vermeintlichen Must-Sees. Viel Touristennepp gibt es in Singapur allerdings gar nicht. Kapitel 14 ist jetzt jedenfalls fertig.

Daily sort-out: Heute nur Kleinvieh: Alte Briefumschläge, Umstecker, Ladekabel. Gestern „the final shrank“ zumindest mal etwas entstaubt und sortiert. Das vor anderthalb Jahren mal gekaufte und gelesene Niederländisch-Kinderbuch noch einmal angefangen zu lesen (verstehe jetzt fast alles).

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Yeah

Glaubenssätze umkehren

Bei einem Daily sort-ort neulich habe ich ein altes Erfolgsjournal von mir wiedergefunden. Ist schon ein paar Jahre her, dass ich da mal eine Zeitlang meinen Tag protokolliert habe, aber habe ich eigentlich als gute Zeit in Erinnerung behalten.

Was ich mir damals nicht genau angeschaut habe, diesmal aber schon, ist die Einleitung. Der Autor rät dazu, sich parallel zum täglichen Protokoll auch über Visionen, Glaubenssätze und Werte Gedanken zu machen.

Aber nicht nur irgendwie, sondern Visionen realistisch-optimistisch und klar zu formulieren, so als hätte man sie schon erreicht. Etwa: „In einem Monat sitze ich auf Sylt am Strand im Urlaub, bin die Ruhe selbst, habe vorher alles Schritt für Schritt abgearbeitet, hatte keinen Stress beim Packen, sondern schon Wochen vorher begonnen, alles in die Hand zu nehmen“.

Und Werte so zu formulieren, dass sie als Maxime greifbar werden. Also nicht einfach „Freiheit“ als Wert, sondern genauer formuliert: „Freiheit ist mir wichtiger als alles andere, sogar als eine Partnerschaft, die mich einengt“.

Und negative Glaubenssätze umzukehren. Vor allem diese Übung hat mir die Augen geöffnet. Gar nicht mal so kompliziertes Muster, aber da muss man erstmal drauf kommen: Glaubenssatz aufschreiben, kurz drüber nachdenken und dann drunter schreiben, was man künftig lieber glauben möchte.

Also statt: „Ich tauge nichts.“
Lieber: „Ich tauge eigentlich schon was. Ich kann zum Beispiel … und habe mir in drei Wochen … beigebracht.“

Also einen negativen Glaubenssatz mit ein wenig Logik und Ehrlichkeit mal eben schnell ins Positive umkehren. Ich glaube, das hat das Potenzial, massive Verbesserungen herbeizuführen. Der Autor, Matthias Hechler, rät dazu, sich eine Weile zu beobachten, immer dann einen Glaubenssatz aufzuschreiben, wenn einem einer auffällt und ihn direkt umzudrehen. So bekommt man sich über die Zeit völlig umprogrammiert. Zum Guten hin natürlich. Cleverer Autor!

Buch: Wenig Zeit heute – deswegen freue ich mich, dass mein Vergangenheits-Ich diesmal gute Vorarbeit geleistet hat und ich mit der Überarbeitung schnell durch war. Kapitel 12 ist fertig:

Daily sort-out: Bis auf das Nocheinmal-Lesen des Erfolgsjournals (s.o.) heute mal ein Tag Pause. Morgen könnte ich dann mit etwas Muße den finalen Schrank (the final shrank, yeah!) angehen und den schonmal etwas vorsortieren. Oder anders formuliert: Ich stelle mir vor, wie ich morgen am frühen Nachmittag da glücklich sitze und den Schrank aufgeräumt und paar Dinge schon aussortiert habe. 🙂

Schönes Wochenende!

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OK

Zum Helden werden

Ich weiß gar nicht so recht warum. Aber unbewusst suche ich immer wieder nach Mentoren, die mir bei Dingen helfen. Helfen, besser im Tischtennis zu werden, eine vertrackte Situation auf der Arbeit zu lösen, ein schwieriges Thema zu durchdringen oder auch in einer schweren Lebensphase mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Sowas halt.

Manchmal finde ich auch jemanden, der das Zeug zu einem Mentor hätte. Aber dann bin ich oft schon kurze Zeit später von ihm enttäuscht, es passt irgendwie doch nicht, der andere entpuppt sich auch nur als Mensch mit erstaunlichen Schwächen, oder es fehlen schlicht doch Zeit oder Expertise für ein Mentorship.

Immer gelange ich dann so an den Punkt, an dem ich merke: Einzelne, gute Tipps können dir Andere vielleicht geben. Aber am Ende kann dir keiner helfen außer du selbst. DU musst die Dinge umsetzen, die es umzusetzen gilt, DU musst Wege finden zu tun, was noch keiner vor dir getan hat. DU musst an deinen Aufgaben wachsen. DU selbst bist gefragt, du, du, du.

Es führt kein Weg daran vorbei, dein eigener Held zu werden.

Spoiler Alert: Stranger Things Staffel 4, Minor Spoilers ahead

Stranger Things, Staffel 4, Teil 1 endet mit einem ziemlich coolen – Interlude nennt man das wohl. Cliffhanger darf man es auch nennen. Zumindest eine faustdicke Überraschung. Normalerweise hätte ich gesagt: das nervt, vor allem diese neumodische Trennung von finalen Staffeln. Andererseits war die Pause bei Stranger Things nun nicht lang. Und weil ich etwas spät dran war, geht es sogar schon morgen mit der zweiten Hälfte weiter. Yeah! Netflix holt aus einer seiner letzten Cashcows noch richtig was raus!

Buch: Kapitel 11 ist fertig – und ich mag langsam nicht mehr… Hat mich 1 Stunde Überarbeitungszeit gekostet. Vergangenheits-Ich hatte diesmal ganz schön viel an Zukunfs-Ich delegiert…

Wo wir gerade von Helden sprachen. Dass R. Kelly jetzt wirklich 30 Jahre (!) sitzen muss, haut mich regelrecht um. Normal retten sich Promis doch in irgendwelche Vergleiche, zahlen paar Millionen, kommen auf Bewährung frei oder kommen allenfalls mal ein paar Monate in den Knast. Aber 30 Jahre… das ist schon sehr krass.

Und was ich mich außerdem frage: Was ist mit den Hits, die er hatte und von denen ich einige wie „Gotham City“ oder „I believe I can fly“ sogar mochte? Darf/soll/kann ich die jetzt noch hören?

Daily sort-out: Anderen Technikkrempel vors Haus auf die Fensterbank meines Erdgeschossnachbarn gestellt: Google Home Mini, altes, leicht defektes Ansteckmikrofon fürs iPhone, einen Eve Degree (Außenthermometer fürs iPhone, kaum je benutzt), eine leere Blechdose mit der Aufschrift „Awfully Chocolate“. Diesmal ohne Zu-Verschenken-Schild.

War vor dem großen Regen alles weg. Bis auf die Awfully-Chocolate-Dose. Die habe ich heute Abend nach dem Training auf der Fensterbank des anderen Nachbarn liegen sehen. ?

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Hm

„Sie“ abschaffen

Als wir damals in der 5. Klasse anfingen Englisch zu lernen, dachte ich noch, Deutsch wäre die einzige Sprache, die bei der Anrede zwischen „Sie“ und „du“ unterscheidet. Heute weiß ich, dass das natürlich Quatsch ist. Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch und Niederländisch tun das auch, also eigentlich alle anderen dominierenden westeuropäischen Sprachen außer Englisch.

Was ich hingegen noch nicht verstanden habe: Warum tun wir uns den Blödsinn eigentlich immer noch an? Der Unterschied war meinetwegen notwendig, als es noch verschiedene Stände und Mäjestäten gab (was aber ja eigentlich auch schon Blödsinn war). Und Majestät beliebten mit „Ihr“ angesprochen zu werden; also hier gar kein „Sie“ notwendig. Spätestens seit Abschaffung der Monarchie 1918 und Einführung der Republik ist „Sie“ aber endgültig überholt. Es gibt keine Respektspersonen mehr. Jeder ist weltlich. Selbst der Bundeskanzler mit höchstem Amt im Staate ist nur ein Volksvertreter.

Wir sollten den Quatsch endgültig abschaffen. Eine gute Gelegenheit eigentlich, wo wir doch gerade eh dabei sind zu gendern, was das Zeug hält, und selbst Anreden wie „Damen und Herren“ zur Disposition stellen. Dann aber auch richtig. Klare Kante. Weg mit „Sie“!

Mit gutem Beispiel voran gehen müssen dann natürlich Andere. Ich hatte mich für meinen Reiseführer erstmal für das „Sie“ entschieden. ?

Immerhin ist Kapitel 10 jetzt fertig. Und Mensch, ist das eine zähe Angelegenheit! Ich bin gerade in der Phase des Projekts, in dem ich das alles für gar keine gute Idee mehr halte und ich meine Schwächen wie einen kläglichen Wortschatz täglich vor Augen geführt bekomme. Ich kann überhaupt nicht einschätzen, wie lange ich für den ganzen Mist (hah, seht ihr, ich kenne nur „Quatsch“, „Mist“, „Kram“, „Blödsinn“ und vielleicht noch „Mumpitz“. Das ist ganz dünner Wortschatz.) überhaupt noch brauchen werde. Dann werde ich die Urlaubssaison verpassen, am Ende wird’s eh keiner kaufen usw…

Trotzdem denke ich irgendwie überhaupt nicht übers Aufhören nach. Und das macht mir weiter Mut. Denn wenn ich schon eine erfolgreiche Karriere als Buchautor anstreben will, dann muss ich ja mal mit irgendwas anfangen. Das ist meinem Unterbewusstsein anscheinend sonnenklar.

Abendsport. Ich fahre insgesamt 5x den Ippendorfer Berg hoch, bin dabei heute in ausgesprochener Rennradkluft unterwegs. Komme beim 2. Mal an einem anderen Radfahrer vorbei, der gerade telefoniert, und grüße beiläufig mit einem Nicken, weil ich denke, dass ich das wohl darf, wenn ich schon mal Rennradkluft trage.

Schon beim nächsten Aufstieg grüßt er mich wie einen alten Freund: „Wie oft fährst du denn da jetzt noch rauf? Fährst du mit Motor oder ohne?“. Ich keuche ihm überrascht etwas entgegen.

So geht das bei den letzten drei Aufstiegen jedes Mal. Und irgendwann freue ich mich, dass er da steht und mir nett was zuruft, als wäre er mein Coach.

Das würde ich gerne auch können. Aber irgendwie kriege ich es nicht aus mir raus, völlig Fremden erst einmal mit Misstrauen zu begegnen. Selbst wenn man etwas gemeinsam hat.

Geschweige denn, die Chance zu nutzen, mit Leuten, die offensichtlich nett und kommunikativ sind, mal einen Smalltalk zu halten. Es ergab sich irgendwie nicht, weil ich entweder auf dem Weg nach oben, also aus der Puste war, oder auf dem Weg nach unten und dann mit fast 50 km/h auf dem Tacho schlecht anhalten konnte. Aber ja, mit etwas mehr gutem Willen hätte man einfach mal kurz anhalten… ?

Ich arbeite daran…

Daily sort-out: Alten Elektronikkram an die Straße gestellt: Amazon Echo Dot, USB-TV-Adapter samt passendem Koaxial-Kabel, kaputten Polfilter für eine Kamera, verschenkte und zurückerhaltene Hülle für ein iPhone 13 Mini, Ansteckmikrofon mit Klinkenanschluss, Billig-Solarzelle, die nie wirklich funktioniert hat und noch irgendwelchen Krempel.

Nach ner halben Stunde war alles weg, inklusive dem „Zu verschenken“-Schild…

Wieso schafft es der Puffer eigentlich immer bis 98 und 99 Prozent und hört dann erst auf? ?

Seriously, Rechtschreibkorrektur? ?

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Gute Gespräche allem vorziehen

Ich muss anderen Menschen zu Weilen sehr hektisch vorkommen. Immer von einem zum nächsten, immer nur kurz für jeden Zeit. Neulich ist mir mal bewusst geworden, was ich da eigentlich mache: ich nehme mir selbst die Chance, Menschen, die ich mag besser kennenzulernen. Und außerdem eine Chance, mich gut zu fühlen. Denn was ihr Extrovertierten ja nicht wisst: Introvertierte fühlen sich erst dann gut, wenn sie mit jemanden „connecten“ können. Und das geht eigentlich nur über jedes Gespräch, das die Ebene des Smalltalks verlässt.

Seit einiger Zeit nehme ich mir etwas mehr Zeit, um mit anderen Menschen zu reden. Das möchte ich noch weiter intensivieren. Wenn ein Gespräch gut läuft und ich mich in der Gesellschaft Anderer wohl fühle, dann ruhig auch den nächsten Termin mal was später angehen.

Und natürlich habe ich direkt heute Abend mit dem Vorsatz gebrochen, weil ich noch zwei Kapitel in meinem Buch bearbeiten wollte. ?

Vielleicht habe ich gerade auch einfach zu viel zu tun…

„Eifersucht ist Selbsthass.“

„Einsamkeit ist ein Mangel an Selbstbewusstsein.“

„Wenn du einsam bist, kann dich niemand erlösen außer du selbst.“

Sind harte Thesen, aber an ihnen ist viel Wahres dran. Ich fühle mich interessanterweise auch manchmal einsam, wenn ich sehr im Stress bin. Weiß nicht, wie es euch da geht.

Vor lauter Zeugs heute ganz vergessen, Ukulele zu spielen, Vokabeln zu lernen, etwas wegzuminimieren und mein Abendessen zu fotografieren. ? Vielleicht war es auch deswegen kein besonders guter Tag…

Hole ich jetzt noch eben nach, so kann man das ja nicht enden lassen. Außer das mit dem Abendessen. Das kommt jetzt zu spät…

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Hackfleisch abschaffen

Ich bin ziemlich begeistert von Greenforce-Produkten. Die Firma macht veganes Rührei, das man sogar essen kann, vor allem aber veganes Hackfleisch aus Erbsenprotein und Rote Beete. Du kaufst es als Pulver, rührst es als Wasser an und schon da wirkt es von der Textur und dem Aussehen her irgendwie wie rohes Hackfleisch. Nach dem Braten schmecke ich dann kaum einen Unterschied zu gemischtem Hackfleisch vom Supermarkt. Ist gut gewürzt, fühlt sich an wie Fleisch, schmeckt wie Fleisch. Passt alles.

Greenforce gibt es erst seit zwei Jahren. Und was ich am interessantesten finde: Als ich neulich bei Lidl war, um ein paar Tüten davon zu kaufen, gab es das nur als Aktionsprodukt. Ein paar Regale weiter verkaufte Lidl schon täuschend ähnliches Zeug von einer Hausmarke, das kaum anders schmeckte (ich hab es ausprobiert). Nachgeahmt und ersetzt nach nicht einmal zwei Jahren. Ich glaube, für Greenforce ist das nicht besonders schön.

Es zeigt aber, dass unfassbare Dynamik in dem Thema ist. Fleischersatzprodukte gibt es im Massenmarkt überhaupt erst seit knapp 10 Jahren, und sie werden immer besser. Hackfleisch kann man im Grunde also jetzt schon beinahe komplett ersetzen. (Mag sein, dass richtig gutes, teures Rinderhack noch besser schmeckt, aber der normale andere Kram?!). Bei Schnitzeln, Steaks, Filets etc. sind sie leider noch nicht so weit, aber wenn das in dem Tempo weitergeht, könnte das Thema in 10 Jahren – Achtung Schenkelklopfer – gegessen sein. Wenn das ohne geschmackliche Einbußen gelänge, Fleisch komplett zu ersetzen – es wäre ein Segen!

Minimalismus wird zum Ende hin immer schwieriger: Der Daily-Sortout brachte heute das Umziehen meiner Bürokommode (die kommt noch ganz weg) in meine Flurkommode:

Gestern war erneut mein Kleiderschrank dran. Und mir fiel auf: Da ist das Limit jetzt erreicht:

Es werden eher sogar noch mehr Sachen werden. Alle restlichen 10 T-Shirts sparken joy, 1 Anzug + Hemd braucht man. Vor allem meine Sportklamotten mag ich nicht weiter reduzieren. Ich treibe derzeit 5-6x Sport in der Woche, weil ich mich einfach gerne bewege. Klammottenwaschen ist mir allerdings ein Graus, das würde ich am liebsten nur 1x im Monat tun. Weil ich aber jedes Sportoutfit aus Funktionswäsche nur 1x tragen kann, sehe ich eigentlich nur zwei Möglichkeiten: gar noch mehr Sportklamotten kaufen oder auf Merino & Co. umsteigen, was nicht jedes Mal gewaschen werden muss, aber die schlechtere Sportfunktion hat. Mal überlegen…

Wahr ist aber auch: Wahrscheinlich kann ich nicht alles behalten, nur weil es Joy sparkt. Und dann wird es langsam richtig schwierig. Das oben rechts im Bild ist allerdings auch alles, was ich noch an Klamotten besitze. Ich finde, das ist schon recht minimalistisch. Wenn auch kein Hardcore-Pro-Level, wo die Leute nur noch 2 T-Shirts und so haben und die alle gleich aussehen…

Überlege noch…

Buch: Heute kam das Kapitel über Essen dran. Der Reiseführer wird meine Top 25 Gerichte aus Singapur enthalten. ♫ Ich will zurück, ich will zurück… Und ich muss gestehen, dass es hauptsächlich des Essens wegen ist. Mann, hatte ich Hunger danach…

Nasi Lemak! ?

Und ja, ich habe „Kokosnussreis“ falsch geschrieben… ? Ist zum Glück noch nicht die finale Version.

Stand im ebenfalls heute wegminimierten Buch (Titel schon wieder vergessen, irgendwas mit „Das funktioniert so“) unter „Mittel gegen Kater“. Wird ausprobiert!

Muss zurück zur 4. Staffel „Stranger Things“. Macht wieder erstaunlich Spaß. Ciao ciao!