Ein Abend mit drei Leuten aus drei Haushalten – ist eigentlich schon nicht mehr erlaubt. Die Frage ist: Wie hält man in diesen Zeiten eigentlich die Normalität noch aufrecht? Es ist ja nicht verboten, noch Spaß zu haben, sich gut zu fühlen, andere Menschen zu treffen. Es muss nur unter genauer definierten Regeln erfolgen. Aber ganz darauf zu verzichten – würde uns schon komplett ins Chaos stürzen. Wie machen wir das?
Sportart gesucht: Tischtennis darf und mag ich gerade nicht, Fitnessstudio dto., zuhause ein paar Gymnastik-Übungen alle paar Tage (täglich habe ich nicht durchgehalten, hab Nacken davon bekommen) ist es auch nicht. Outdoor-Gym ist trotz Abständen gerade nicht erlaubt (zu viele Haushalte, s.o., könnte in meinen Augen eigentlich erlaubt werden), Laufen ist schwierig bei mir, mein Knie muckt wirklich auf, ich vermute den Meniskus. Peloton und Gedöns: sich jetzt irgendeinen fetten Heimtrainer in die Wohnung zu stellen, ist auch nicht meins. Das einzige, was ich überhaupt noch mache, im Moment, ist Radfahren. Aber das geht auch nicht jeden Tag, zumal es meistens dunkel ist, wenn ich dazu Zeit habe. Jemand eine Idee?
Das iPhone 12 Mini – ich habe sehr wenig daran auszusetzen, habe es „Die große Zuflucht“ genannt. Und doch. Für mich selbst ist das noch nicht einmal zu klein. Ich bin vor allem was sauer auf Apple wegen der Kamera. Nur Weitwinkel und Ultraweitwinkel. Das braucht doch keiner™. Der Trend geht gerade zu immer mehr Weitwinkel und weg von Tele-Linsen mit 2-, 3-, 5- oder 10-fach-Zoom, dabei war das eine hocherfreuliche Entwicklung. Nicht immer kannst du mit deinen Füßen heranzoomen, und was mir hier schon fehlt, ist noch nicht einmal eine Tele, sondern eine Normalbrennweite. Matthias stand mit seinem Galaxy S10e neben mit und hat mit der normalen Kamera den Kunsthund unten doppelt so groß draufbekommen. Das darf doch nicht wahr sein!
Und, ja, schöne Bilder macht das iPhone 12 Mini trotzdem:
Auch wenn Nicky meinte, das sähe real ganz anders aus. Real, real, wer spielt schon für Real?
Das wäre mal eine Challenge. Eigentlich versuche ich, mir Weihnachten jedes Jahr egaler sein zu lassen, aber es klappt immer noch nicht so ganz. Sind mir die beiden Hauptweihnachtstage mittlerweile ziemlich egal, finde ich die Vorstellung grausig, an Heiligabend alleine zuhause sitzen zu müssen.
Dieses Jahr scheint das eigentlich einfacher denn je, da Weihnachten wahrscheinlich sowieso ausfallen wird. Das würde bedeuten, wir könnten uns den ganzen Geschenkekram sparen: Wir schenken uns der Wirtschaft zu Liebe einfach jeder selbst was, und gut is‘?! Aber der Zugehörigkeitskram an Heiligabend wäre genauso vorhanden. Intakte, glückliche Familien können gemütlich zuhause feiern. Alle anderen werden an ihr ausbaufähiges Sozialleben erinnert.
Wäre kein Corona, hätte ich dieses Heiligabend gesagt: Ich schnappe mir irgendwen, der Heiligabend so gesehen auch niemanden hat, gehe mit ihm oder ihr in die Weihnachtsmesse und danach gehen wir in die Kneipe einen trinken. Und jeder, der möchte, kann zu einem der beiden Events oder zu beiden einfach dazu kommen. Dann kriegt auch noch jeder einen Schoko-Weihnachtsmann von mir als Geschenk. Und zack: niemand mehr einsam.
Jetzt mit Corona sieht’s was schwieriger aus. Man wird irgendwo schwanken zwischen „Is alles nicht so schlimm, dieses Jahr ist eh alles anders“ und „Die, die verheiratet sind und Kinder haben, wissen jetzt irgendwie genauer, wo sie hingehören.“
Die Challenge also: Keine Social Pressure an Heiligabend und irgendwas Corona-Taugliches finden für den Abend…
Wird nicht leicht…
Neues MacBook Air ist da und ich kam gerade mal dazu, es notdürftig einzurichten (langer Arbeitstag). Es brauchte eine geschlagene Minute, um sich mit meinem WLAN zu verbinden. Das hätte schonmal besser losgehen können…
Im Vergleich zum MacBook Pro (2019), auf dem ich gerade noch tippe, hat es auch eine (für mich) neue Tastatur. Auf die bin ich besonders gespannt.
Oh, und dann war heute anscheinend noch ein Schland-Spiel, und der Spanier hat 6:0 gewonnen…
Und ich wundere mich gerade, wie herzlich egal mir das ist. Klar, historische Niederlage und so (letztes mal so hoch war in den 1930ern, sagt der WDR). Aber Nations League: joa. Ich kenne niemanden, der den Spielen dort entgegenfiebert, geschweige denn genau verstanden hat, wozu dieses Turnier eigentlich gut ist und was man da gewinnen kann.
Also entweder gibt es mittlerweile zu viele überflüssige Turniere, oder Corona hat uns doch ein wenig gelassener gemacht. Das gäbe mir Hoffnung in Bezug auf Weihnachten.
Pff, mit so einer billigen Werbung wollt ihr mich in euren verranzten Laden locken?!
Das ist doch viel… zu… warte mal.
Ich sollte gehen, aber ich kann. nicht. aufhören. zuzusehen…
Würde gerne noch einen krönenden Abschluss schreiben, aber ich muss da oben weiter zugucken. Müsster euch heute mal selbst was ausdenken… Ciao… ciao…
Das sind schon eine verrückte Sprache und ein ulkiges Völkchen …
Das Opfertier ins Schlachthaus?
Nee, das Opfer ins Krankenhaus. Schlachtopfer. Ts…
Kaufen und tun sind (manchmal) das gleiche Verb:
Boodschappen. <3
Humor ist bei denen gleichbedeutend mit Stimmung…
Winkelwagen. 🙂
Verdrietig. 🙂
I feel you bro…
And you…
Und überhaupt:
Een moeilijk huwelijk – wenn man das fehlerfrei schreiben kann, ist man irgendwo auch angekommen. 🙂
So, die Folgen 2 und 3 von Long Way Up haben für die dekadente 1. Folge komplett entschädigt. Sie haben trotz allem fette Probleme, ihre Motorräder in Feuerland aufzuladen, die Autos bleiben liegen. Es ist bitterkalt und sie wissen nicht, ob sie die einzige Fähre noch erwischen…
Bild: Apple, Long Way Up Productions
Und überhaupt zeigen sie da wunderbare Bilder, treffen die nettesten Menschen (A(d)venturer!), fahren einfach bei irgendwelchen Leuten auf den Hof und werden prompt zum Essen eingeladen. Darunter mischen sich absurd komische Szenen wie die, wo sie in einem kleinen Laden was einkaufen und dort der Fernseher läuft. „Hey, den Film kenne ich, da spiele ich doch mit!“, freut sich Ewan. Und der ganze Laden guckt 20 Minuten lang den oppulenten Sandalenfilm, bis endlich die Szene kommt, in der ein 15 Jahre jüngerer Ewan seinen kleinen Auftritt hat.
Nee doch, macht mittlerweile richtig Spaß. Noch dazu war ich zum ersten Mal seit Monaten wieder mit Kopfhörern unterwegs, um Musik zu hören. Die ziemlich coole (inoffizielle) Playlist von Long Way Up.
Ich komme aus dem Apple-Universum derzeit nicht raus. Aber das ist schon echt beeindruckend:
Ich bin mit meinen aktuellen Serien durch (The Handmaid’s Tale S03 kriegt am Ende noch die Kurve, Cobra Kai S02 hält das Niveau, ist allenfalls jetzt mehr Dramedy als Comedy), also Zeit für was Neues. Der Trailer von The Long Way Up mit Ewan McGregor auf Apple TV+ neulich hatte mich überzeugt. Der will mit seinem Main Man auf Elektro-Motorrädern von Feuerland nach Los Angeles brettern. Abgebretterte Idee!
Das klingt ein wenig wie eine moderne Version der „Reise des Jungen Ché“ (The Motorcycle Diaries), die Verfilmung der Tagebücher von Ernesto „Che“ Guevara, der Anfang der 1950er mit seinem besten Freund auf Motorradreise durch Südamerika fährt. Ihr Motto dabei: Improvisation.
Die beiden Jungs kommen aus gutem Hause, haben aber trotzdem nicht viel Geld dabei, haben zwar einen groben Plan im Hinterkopf, lassen sich aber vornehmlich treiben. Sie schauen mal, was der Tag so bringt. Die klassische Reise ins Ungewisse. Oft liest oder hört man Beiträge von Leuten, die es gewagt haben, ihren Job zu schmeißen um dann irgendwann mit den wenigen Ersparnissen, die sie hatten, gewagt, aufzubrechen. Durch Afrika nach Kapstadt, durch Asien bis Peking oder gleich einmal um die Welt. Den groben Plan im Hinterkopf, aber der Weg dahin: das eigentliche Ziel.
Improvisación, sagen wir’s mal so, ist das Motto der Protagonisten von „The Long Way Up“ nicht. Acht Monate vor dem Start der Tour stecken sie mit der Produktionsleiterin die Köpfe zusammen und haarklein die Route ab. Das mag man kleinlich finden, aber es ist natürlich irgendwo ehrlich. Wenn die Nutzer zuhause auf ihren shiny Apple-Geräten eine shiny Serie sehen wollen, dann darf man wenig dem Zufall überlassen. Außerdem fährt natürlich ein Filmteam mit; es käme nichts Shiniges dabei heraus, wenn wir nur Material aus den Helmkameras der beiden Protagonisten bekämen.
Und hier nimmt die erste Folge von „The Long Way Up“ Dynamik auf. Es müssten Elektromotorräder mit einer genügenden Reichweite her, und weil der Ewan ein halber Öko ist, soll auch die Filmcrew sie in Elektroautos begleiten. Dafür treffen sie sich mit spezialisierten Herstellern an verschiedenen Orten in den USA.
Um das alles irgendwie zu koordinieren, wird dann – erster WTF-Moment – ein Office eröffnet, in London.
Warum jetzt ausgerechnet London, wenn McGregor in Los Angeles wohnt, an die Südspitze Südamerikas will und die Produktpartner über die USA verteilt sitzen? So richtig wird das nicht erklärt. Weil Apple offenbar genug Geld überwiesen hat. Wir sehen Bilder von den urigen Londoner Taxis, das Team die Möbel in ein gemütliches Bureau in Downtown London einräumen, einen Haufen Mitarbeiter vor schicken Macs sitzen, die irgendwas koordinieren und austüfteln. Was kommt als nächstes, fragt man sich, die Expansion nach Asien?
Die Details sind wichtig, klar. Zum Beispiel: Wo lädt man denn die Akkus der Motorräder und Autos unterwegs eigentlich wieder auf? Ist ja schließlich nicht LA da unten. Um das besser einschätzen zu können – zweiter WTF-Moment – bestellt man von der argentinischen Botschaft ein paar Diplomaten ein. Mit denen geht es um die argentinische Ladeinfrastruktur, das Stromnetz und wo es da eigentlich am schönsten ist. Die nicht ganz so überraschende Erkenntnis: Rund um den Speckgürtel von Buenes Aires und Córdoba seid ihr gut aufgestellt, schwieriger sieht es im peripheren Süden aus. Hübsch is‘ aber eigentlich überall.
Macht außerdem nichts, weil man ja noch ein paar Kontakte in der Hinterhand hat. Der nächste Termin ist bei Rivian, einem noch nicht ganz so bekannten US-Hersteller für Elektro-Offroader. Deren Vorzeigemodell ist eigentlich noch gar nicht auf dem Markt. Aber man kann ja mal fragen, ob sie für den Ewan und sein Team nicht schon mal einen Prototypen bauen können.
Können sie, und, ach ja: bei der Gelegenheit hat sich Rivian entschieden, auch die Ladeinfrastruktur für die Reise aufzubauen, weil: ihr braucht ja Ladepunkte unterwegs, klar.
Moment mal: was?! Ja, richtig gelesen, Rivian baut extra für die Show ein Netz von 150 Ladepunkten entlang der geplanten Route in Südamerika auf. „Das wird natürlich eine Herausforderung für unser Team“, sagt die Mitarbeiterin. Ach…
Und spätestens hier ist die Idee der Improvisation völlig auf den Kopf gestellt. Es geht nicht mehr darum, sich vor Ort zurechtzufinden und zu lernen, entbehrungsreich zu leben, den Weg als Ziel usw. Der Ansatz ist hier: was es vor Ort nicht gibt, bringen wir halt mit oder lassen wir uns schnell dahinsetzen.
Und als Zuschauer sitzt du fassungslos davor und weißt nicht, ob du weinen oder lachen sollst. Warum überhaupt elektrisch fahren, während die unterschiedlichen Teams aus mittlerweile Dutzenden Mitarbeitern und Projektpartnern von drei Standorten aus mit Schiffen und Flugzeugen Autos, Motorräder, Filmequipment, Schneidetische und Logistik nach Kap Hoorn verladen? Ökologischer Fußabdruck anyone?
Aber irgendwo macht das auch Spaß zu sehen, wie die Jungs das neueste vom Neuesten bekommen und damit die Wildnis unsicher machen können. Und irgendwie rührend zu sehen, wie ein Team von Harley Davidson wochenlang seine Freizeit opfert, um die Motorräder für die beiden Protagonisten nach Feierabend noch Anden-tauglich zu machen und sogar die Reichweite von 70 auf über 100 Meilen zu erweitern.
Jetzt wird interessant zu sehen sein, wie der ganze Tross sich tausende Kilometer über Schotterpisten kämpft (wenn sie die nicht auch noch vorher schnell asphaltieren). Nur Überraschungen kann es so eigentlich nicht mehr geben. Ihr seht mich trotzdem irgendwo fasziniert. Und das war erst die erste Folge…
Drei lange Tage habe ich überlegt, welches Smartphone ich eigentlich vor dem S10 hatte, das in Kürze zwei Jahre alt wird. Drei Tage, und ich kam nicht drauf.
Als ich vorhin mit dem iPhone 12 Mini durch die Straßen zog und ein paar Fotos von der Gegend machte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Es war das iPhone SE. Und das 12 Mini erinnert mich wie kein anderes daran.
Warum nur hat das so wenig bleibenden Eindruck hinterlassen?
Und warum gibt es überhaupt nichts Wichtigeres hier zu berichten?
Hab übrigens schon lange nicht mehr so viel Spaß mit einem Testgerät (und dem Darüber-Schreiben) gehabt wie mit dem Samsung Galaxy Z Fold2 5G, und ich glaube, das merkt man auch. 🙂 Vielleicht auch, weil’s das Dekadenteste war, was ich jemals ausprobieren durfte.
Seit ich wieder ein paar modernere Smartphones teste, wirkt übrigens die Kamera in meinem S10 immer weniger sensationell. Hat das früher schon immer so gerauscht oder ist das neu? Irgendwas ist da seltsam. Die Bilder des iPhone 12 Mini (links) hinterlassen im Vergleich zum S10 jedenfalls einen sehr guten Eindruck.
5G funktioniert auf dem iPhone 12 Mini dafür bisher nicht, das scheint etwas komplexer zu sein:
(Vom iPhone 12 Mini macht das Galaxy S10 dann doch wieder ein hübsches Bild.)
Dafür hat die Speedtest-App, die ich heute viermal benutzt habe, um zu gucken, ob schon 5G da ist, mal eben schnell 1,1 GB (!) dafür verbraucht. ? Ich hab auf meiner Telekom-Prepaid-Testkarte überhaupt nur 3 GB…
In den Niederlanden sind Cousinen und Nichten dasselbe?! ?
Ich geb zu, ich hab auch meine Schwierigkeiten, bei Familienkonstellationen immer den richtigen Begriff zu erwischen, aber einen Unterschied sehe ich da schon…
Schoonmoeder ist jetzt wieder ein ulkiger Begriff. Wörtlich übersetzt: Saubermutter.
So, dann haben wir’s heute. Bild des Tages habt ihr ja schon (oben). Macht’s gut! 🙂
Na okay, eins noch (wieder vom 12 Mini, weil’s so schön war):
Sieht so aus, als würden die Maßnahmen des Corona-Lockdowns langsam wirken. Oder genauer gesagt: Die Ankündigungen derselben vor gut zwei Wochen könnten sich mit etwas Glück in Kürze bemerkbar machen. Dies Wochenende müssen wir vielleicht noch abwarten, das ist dann zwei Wochen nachdem sich alle noch ein letztes Mal in der Kneipe abschießen konnten. Aber dann sollte es langsam runtergehen mit den Zahlen.
Wäre auch bitter nötig. Die Intensivstationen sind jetzt schon am Limit. (Was immer genau das heißt. Also bedeutet „am Limit“, dass man kurz davor ist, dass es schon nicht mehr geht oder genau da? Kleine Haarspalterei, aber nicht ganz unwichtig.)
Wir kommen wahrscheinlich nochmal um das Schlimmste drumrum. Vielleicht kriegen wir die Zahlen dann im Dezember sogar wieder so tief, dass wir alle gemütlich mit der Familie Weihnachten feiern können. Heiligabend können wir endlich wieder in der Kirche „Stille Nacht“ singen, am 1. Weihnachtstag die Eltern besuchen und am 2. die Schwiegereltern. Dann fluten wir in den Tagen danach die Cafés und Restos und treffen lange nicht gesehene Freunde, die gerade in der Stadt sind und wiederum ihre Familie besuchen und dann gehen wir in die Fußgängerzonen zum Umtauschen und Nach-Christmas-Shoppen und… das ist alles eine ganz, ganz blöde Idee.
Können wir Weihnachten nicht einfach mal ausfallen lassen? Kein Geschenkestress, kein Punk, ein leckeres Essen zu kochen, das doch wieder verbrennt, kein erzwungenes trautes Familienglück, das vielfach gespielt ist. Vielleicht fühlen sich dann endlich einmal ein paar dutzend Millionen Menschen in diesem Land am Tag aller Tage nicht einsam. Und wir könnten sogar verhindern, dass uns der Januar komplett um die Ohren fliegt. Klingt besser, je länger ich darüber schreibe. 🙂
Und unsere Lieben? Könnten wir, unter strengen Corona-Maßnahmen, auch vorher oder hinterher jeder einzeln mal besuchen. Vielleicht sogar mit kleinen (!) Geschenken vom Formate eines Schokoweihnachtsmanns, damit die Wirtschaft auch etwas davon hat.
Vermutlich wird es sowieso so kommen. Aber wenn wir das Ganze einfach jetzt schon absagen, gibt es kurz vorher weniger Geschrei.
Für Apple war der Switch zu den eigenen M1-Chips so epochal, man hat sogar den „I’m a PC guy“ wieder reaktiviert:
Kollege Daniel und ich haben drüber getrendcastet. Ich hatte ehrlich gesagt noch gar keine Zeit, mir das anzuhören. Außerdem höre ich mich so ungern selbst. Aber wenn ihr mögt, sagt gerne mal, was ihr davon haltet.
A propos: Life the way it should be, according to Apple:
Warum ich dem grassierenden Trend zu Ultraweitwinkelobjektiven in Smartphone-Kameras wenig abgewinnen kann:
Sie kosten wenig, sie bringen mehr aufs Bild, sie bieten ungewöhnliche Perspektiven. Sie lassen mich seekrank werden, wirken schnell langweilig, verzerrt und unnatürlich und man wird sie bald nicht mehr sehen wollen. Mit Tele-Objektiven können die Leute eigentlich viel mehr anfangen. Ich würde mich freuen, wenn die Smartphone-Hersteller in die Entwicklung wieder mehr Energie stecken würden.
Nein, dazu bin ich zu sehr Skeptiker. Speicherupgrades machen sie zu teuer, ein iPad und eine Apple Watch brauche ich nicht, iPhones sind toll, aber die Chinesen bei der Hardware vielfach trotzdem weiter, und wann, endlich, wird es ein MacBook mit Touchscreen geben?
Trotzdem fiel es mir noch nie so leicht, einen so teuren Impulskauf zu tätigen:
Ein neues MacBook Air mit dem neuen M1-Chip. Dafür gebe ich mein eigentlich noch recht frisches, aber ungeliebtes MacBook Pro in Zahlung. Die Argumente dafür sind: eine mindestens doppelt so hohe Akkulaufzeit, endlich Schluss mit der TouchBar (wir passen einfach nicht zusammen) und iPad-Apps auf macOS. Spiele, angenehm reduzierte Bildbearbeitungs-Apps: der App Store hat eine tolle Auswahl. Ich glaube, das könnte passen.
Paar feine Sachen macht Apple dann doch…
Corona-Maßnahmen aus der Hölle:
Im Rossmann in der Bonner Sternstraße muss sich jeder Kunde einen Einkaufswagen nehmen. Wäre an sich kein Problem, wäre das Ladenlokal nicht auf zwei Etagen aufgeteilt und der Keller mit einem Einkaufswagen nur per Fahrstuhl zu erreichen. Wo sich ein Pulk von 20 Wartenden gebildet hatte, die sich dann zu zweit in den Fahrstuhl zwängen. Ich hatte eigentlich in den Keller gemusst, aber hab dann den Einkaufswagen zurückgestellt, den Laden verlassen, bin zwei Häuser weiter in den dm gegangen und hab meinen Kram da gekauft. Ganz ohne Einkaufswagenpflicht. Und jetzt habe ich ein veganes Duschgel. 🙂
Na gut, es gibt dort auch keine Einkaufswägen, aber was ist denn das für ein Quatsch? Hat ein Laden Einkaufswägen, dann muss man sie benutzen, um? Ja, um was? Abstände nach vorne und hinten, okay. Aber Rossmänner und dms sind ohnehin immer so eng gepackt, dass man sich im Vorbeigehen nahe kommt. Und die Gefahr, sich ausgerechnet dabei anzustecken, wo doch alle eine Maske tragen… Na ja.
DuoLingo ist richtig tiefgründig manchmal. 🙂
Stimmt nur nicht so ganz. Ist die Zukunft von heute nicht erst übermorgen Vergangenheit? ?
Bild des Tages: Never forget. Especially not in days like these.
Heute kam ein 5G-Telefon zum Getestwerden, später die Woche sollen noch zwei kommen. Also Zeit, mal dieses 5G auszuprobieren. Im Telekom-Shop verkaufte mir die nette Lady einen 3-GB-Prepaid-Tarif für 1 Monat für knapp 15 Euro. Und der kann auch 5G. Nur das Telefon: irgendwie nicht.
Oder sagen wir: Ich hab es nicht selbst in der Hand… Genau das Problem hatte Kollege Daniel Wendorf neulich auch mit einem 5G-Motorola-Phone. Die Hersteller müssen passende Updates nachliefern, sonst bleibt es erst einmal beim Netzmix. Bin gespannt, ob das bei den anderen beiden Telefonen später die Woche anders läuft.
Ebenfalls neu für mich: ein Faltsmartphone (Samsung Galaxy Z Fold2 5G). Und nach dem ersten Eindruck muss ich sagen: Macht erstaunlich viel Spaß, ebenso wie es irgendwie überflüssig wirkt. Muss das noch genauer erörtern.
Und weil wir gerade beim Tag der neuen Dinge sind: Ebenfalls zum ersten Mal heute ausprobiert: Googles AirDrop-Pendant Nearby Share:
Beide Geräte laufen gerade auf meinem Account. Warum also erst bestätigen, warum erst entsperren, warum deaktiviert das S10 Nearby Share nach einer Übertragung direkt wieder und lässt mich keine zweite hinterherschicken?
Apple AirDrop ist mittlerweile 9 (!) Jahre alt. Und der Rest der Welt kriegt es noch immer nicht hin, etwas zu erschaffen, was auch nur ansatzweise so gut funktioniert. Das ist schon ziemlich erbärmlich!
Zumal die anderen nämlich Hardware können. Xiaomi mit einem Konzept für ein Smartphone mit ausfahrbarem Objektiv. Nein, besser als ihr denkt:
Niederländisch entpuppt sich immer mehr als Sprache der vielen, kleinen Wörter:
Erinnert sich noch jemand an das wunderbare present progressive aus dem Englischunterricht? (He is playing.) Nun, der Niederländer hat das, wie ihr oben seht, auch: aan het spelen zijn – wörtlich übersetzt: an dem spielen sein. Oder, wie der Rheinländer sagt: am spielen dran sein. Manchmal verblüffend, diese Verwandtschaft. 🙂
Hätte Lust, einen YouTube-Kanal zu eröffnen. Okay, ich hab schon einen, der vornehmend so Demo-Videos enthält (SUBSCRIBE!!!1!! If you didn’t already. And HIT THAT BELL!) und der bestimmt keinen Ästhetik-Preis gewönne. Nein, ich meine so richtig einen hübschen, in dem ich vor der Kamera einen erzähle und Dinge präsentiere. So wie der da. That guy’s my hero, by the way:
Werde das mal in aller Ruhe planen, diesen Winter. Das Erste, was ich dafür natürlich brauche, ist eine neue Kamera. 🙂 Mal sehen, was der Weihnachtsmann bringt.
Er wird wohl irgendwann mal Züge und Interkontinentalflüge ersetzen: der Hyperloop. Die erste Probefahrt mit Menschen an Bord verlief erfolgreich.
Ich bin also nicht der einzige, der sich das gefragt hat. 😉 Sollte Joe Biden noch vor Amtsantritt die Grätsche machen, kommt es drauf an, ob vor der Wahlmänner-Wahl oder danach. Danach wird Kamala Harris automatisch aufrücken, davor dürften die Demokraten noch jemand anderen benennen, es müsste nicht zwingend Harris sein. Trump kommt in den Szenarien aber auf jeden Fall nicht vor. 😉
Golem.de mit einer überraschenden Liebeserklärung an den Kultfilm „Spaceballs“. In meinen Augen zumindest nicht ganz zu Unrecht. Der war platt, aber stellenweise erstaunlich witzig.
Also schöne Bilder macht es, das Z Fold2 5G. Low-Light-Kamera kann Samsung:
Ich spreche neben Deutsch eigentlich nur Englisch fließend. Von fünf Jahren Französisch auf der Schule (die ich gehasst habe, wie die ganze Schule selbst auch) weiß ich gerade noch genug, um in Paris etwas zu Essen zu bestellen. An Spanisch, eine Sprache, die ich viel schöner finde, habe ich mich ein paarmal versucht, bin aber nie über die Anfänge hinausgekommen. Auch einen Sprachkurs Chinesisch habe ich auf der Fachhochschule ein Semester lang einmal besucht, aber davon ist noch weit weniger geblieben. Ein besonderes Sprachtalent habe ich also nicht.
Und jetzt Niederländisch. Vor 30 Tagen fing ich damit auf DuoLingo an. Bisher habe ich jeden Tag durchgehalten:
Und richtig rangeklotzt. Teilweise mehrere Stunden am Tag, aber jeden Tag mindestens ein bisschen. Geschafft habe ich jetzt geschätzt 1/3 des ganzen Kurses. Und das finde ich ebenso bemerkenswert wie erschreckend. Denn mal eben so eine Sprache lernen, ist nicht. Es ist harte Arbeit, die allenfalls mit einem guten Tool etwas versüßt werden kann. (Und warum muss das eigentlich so f*ing aufwändig sein, eine Sprache zu lernen? Was hat die Natur sich dabei gedacht?)
Mit Niederländisch und mir lief es aber von Anfang an super, hat gerade in den ersten Tagen auch rich-tig Spaß gemacht. Sehr viele Wörter kann man sich aus dem (Nord-)Deutschen herleiten. Der Satzbau ist dem deutschen sehr, sehr ähnlich. Und weißt du mal ein Wort nicht, kannst du auf Verdacht einfach mal ein deutsches einsetzen. Sehr oft passt es. Ich habe schnell ein gutes Anfangsgefühl für die Sprache entwickelt. Und DuoLingo macht es dir leicht. Vor allem in den ersten Tagen schnappst du dir Baustein für Baustein:
Und du denkst, wenn das so weiter geht, bist du in ein paar Wochen fertig und kannst die Sprache vielleicht sogar schon zum größten Teil sprechen.
Mit ein paar Sätzen ist das bei mir jetzt auch der Fall. Natürlich nur bei solchen, die aus den Übungen stammen. Für den Alltag fehlen mir noch zu viele Vokabeln und Redewendungen, aber es kommt so langsam was. Und wie gesagt: 2/3 stehen noch aus.
Was mich freut und was vielleicht gar nicht so dumm war: Ich hab vor 30 Tagen einfach mal angefangen, ohne groß darüber nachzudenken. Ich wollte nicht anfangen, um irgendetwas zu erreichen, es ging mir auch nicht um Karriere oder irgendwas. Ich habe mir genau genommen gar keine Gedanken darüber gemacht, warum ich eigentlich anfange. Und wenn ihr mich heute fragt, kann ich mich auch gar nicht mehr genau erinnern, warum gerade dann und warum überhaupt. Ich würde gerne Niederländisch im Radio verstehen können, wenn ich in die Heimat fahre, um auf NDR2 und Radio ffn verzichten zu können, und das nächste Mal im Urlaub dort zumindest mit Service-Personal ein paar Worte wechseln können. That’s it.
Nach zwei Wochen hatte ich das erste kleine Tief. Jetzt, noch einmal zwei Wochen später habe ich das nächste. DuoLingo macht die Sache zunehmend schwerer und setzt sie leider auch nicht immer so klug um wie zu Beginn. Anfangs besteht jede Lektion aus 3-5 Kapiteln mit 5 Einzellektionen à 10-13 Übungen. Im Schnitt machst du also so 200 Übungen pro Thema, hämmerst dir die Ausdrücke durch ständiges Vervollständigen, Hörverstehen und selber Formulieren ins Gedächtnis ein und kommst sehr schnell vorwärts.
Mittlerweile besteht fast keine Lektion mehr aus weniger als 5 Kapiteln, einige haben sogar 7. Übungen gibt es nun 20 pro Einzellektion, von denen es ebenfalls wieder 5 gibt. Das heißt, du machst hier pro Thema mindestens 500 Übungen, also mehr als das Doppelte, und kommst kaum noch vorwärts. An den letzten 6 Kapiteln hier saß ich die ganze letzte Woche. Klingt wenig, aber um die abzuschließen, waren insgesamt mehr als 3.000 Übungen nötig.
Und langsam fragt man sich, warum DuoLingo das derart erschwert. Es geht auch zu Lasten des Spaßes. Zumal vieles aus Wiederholungen besteht. Das Kapitels Numbers 2 etwa behandelt Zahlen über 20. Und wenn du zum 20. Mal eingetippt hast, dass de boer drieëntwintig koeien hat, dann ist das auch eine ganze Menge Tipparbeit und nervt irgendwann.
Aber alles in allem ist DuoLingo schon ein tolles Tool. Macht Spaß, macht süchtig, hat das Sprachenlernen wunderbar gamifiziert. Und folgt dem simplen Konzept, dich den Stoff immer und immer wieder wiederholen und aus deinen Fehlern lernen zu lassen.
Ich werde jetzt weitermachen, aber das Tempo etwas verlangsamen. Es sind einfach jetzt zu viele Übungen zu absolvieren, um noch schnell vorwärts zu kommen. Irgendwo muss man auch akzeptieren, dass man keine 15 mehr ist, wo man Wissen (theoretisch!) aufsaugen konnte wie ein Schwamm. Andererseits habe ich hier den riesengroßen Vorteil, nach eigenem Tempo, außerhalb einer Schule, frei von schlechten Lehrern oder im Durckkessel Klassengemeinschaft zu lernen. Lieber so. So macht es Spaß. 🙂
Biden also jetzt wohl US-Präsident (wobei ich das erst sicher glaube, wenn er Ende Januar im Oval Office sitzt). Zumindest haben alle großen US-TV-Sender seinen Sieg verkündet. That’s why I think it’s safe to say:
Thank you, United States of America!
Der Aufstand der Anständigen – das war er für Amerika. Es ging überhaupt nicht darum, wer der richtige Kandidat ist und ob Joe Biden der bestmögliche Präsident wäre. Es ging einzig und allein darum, dass das Riesenbaby da aus dem Weißen Haus verschwindet. Dafür ist das rechtschaffene Amerika aufgestanden, hat alles und jeden zur Wahl mobilisiert, früh abgestimmt, ist auf die Straße gegangen, hat seine Demokratie (oder zumindest das, was noch davon übrig ist) verteidigt. Wie knapp das war, haben wir gesehen. Dass immer noch knapp die Hälfte der Amerikaner wieder den Bekloppten gewählt hat, ist erschreckend, ja. Aber zu sehen, dass es am Ende doch gereicht hat, macht Hoffnung. Amerika – und vor allem: der Rest der Welt – ist doch noch nicht verloren. Mir fällt ein Stern vom Herzen. Und euch?
Heute dann die Phase der Serie, die noch schlimmer ist, als wenn die Spannung nicht mehr auszuhalten wäre: die 3. Staffel Handmaid’s Tale der Durchhänger. Es ist einfach gar nichts mehr passiert. Heute Abend sind wir genau da, wo wir schon gestern Abend waren. Was zählen die da bloß so lange?
Anscheinend kann es auch noch ein paar Tage dauern. Wegen vieler Briefwahl, exorbitant vieler Sendungen im Ausland lebender US-Bürger, wegen neuer Regeln, weil jeder Staat sein eigenes Süppchen kochen darf, wegen Conora, wegen überhaupt. Kann also tatsächlich noch bis Anfang nächster Woche dauern, bis die da alles ausgezählt haben. Das gibt’s doch nicht! Da kann ich den Donald, der gefordert hat, das Zählen einzustellen – ausnahmsweise mal – verstehen.
In Philadelphia kann man den Wahlhelfern übrigens live beim Zählen zugucken. Also falls ihr nachher nicht einschlafen könnt, damit geht’s:
Corona killt kriselnde Geschäfte schon nicht alleine. Eigentlich alle Kleinunternehmer, die in der Bonner City wegen Geschäftsaufgabe in diesen Tagen in der Zeitung stehen, sagen, es wäre schon lange nicht mehr gut gelaufen und hätte noch andere Gründe gegeben. Für das Bagel Brothers etwa eine exorbitant gestiegene Miete. Vermutlich wegen der Toplage, die die Besucherströme trotzdem nicht in den Laden gelenkt hat. Corona hat ihm dann aber den endgültigen Todesstoß versetzt.
Und beim Lesen des GA-Beitrags dazu wird einem schon ein bisschen wehmütig zu Mute. Der Laden war in Ordnung, ich war nicht oft, aber immer gerne da. Es war endlich mal was Anderes. Und der Betreiber hatte Herzblut. Good riddance, BB! 🙁
Ich wollte was vom Vodafone-Service. Mit der zweiten Sim-Karte für den mobilen LTE-Router, den sie mir zur Vertragsunterzeichnung geschenkt haben, kommt bestenfalls eine EDGE-Verbindung zustande. Auf der Service-Seite schreibt Vodafone, dass es Tage dauern könne, bis sie Mails beantworten. Ob ich nicht lieber den Service auf WhatsApp benutzen wolle? Och joa, warum nicht!
Nachdem ich grüße und detailliert meine Frage eingebe, schreibt mir zunächst TOBi zurück, der virtuelle Assistent. Stellt mir ein paar Fragen, tritt in den Dialog und versucht genauer, mein Problem herauszufinden. Nice!
So richtig passen seine Fragen nicht, aber TOBi will ja nur abklären, an wen er mich weiter verweisen muss. Ich beantworte alles ordnungsgemäß:
… und werde das Gefühl nicht los, wir drehen uns hier im Kreis…
Weiter kommen wird nicht. Immer wieder die Frage nach dem Datenvolumen und ob ich das Smartphone (obwohl es um den Router geht) schon wieder aus- und eingeschaltet habe.
Und, joa, mit einem echten Menschen komme ich später auch nicht mehr in Kontakt. Der Vodafone-WhatsApp-Service hat nur TOBi. Der ratsuchende Kunde wird einfach in der Endlosschleife geparkt. Nice! Und irgendwie passt das zum Tag…
Gestern Mond, heute Sonne:
Haltet’s durch und macht’s hoid irgenda Stimmung!
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