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81: Life’s biggest Aventure

Ach, Alltag… Ich verstehe ja, dass es dich braucht, aber du kannst auch nerven wie die Sau. Unterwegs zu sein, eins mit den Elementen (na ja, mehr oder weniger schon) ist einfach zielgerichteter. Du machst, du weißt genau wohin, die Leute nerven nicht.

Oder anders gesagt: Das größte Aventure ist der Alltag. Die Leute kapieren zum Beispiel nicht, dass es im Zusammenhang mit Corona einen Unterschied zwischen drinnen und draußen gibt. Falls sie überhaupt kapieren, dass es da einen Unterschied gibt. Ein letztes Mal versuche ich es noch:

Draußen: Freie Luft, kein Dach über dem Kopf (Sonnenschirme sind nicht super, aber okay), im Winter kalt. Tröpfchen und Aerosole verfliegen, bei Wind besonders schnell.
Drinnen: Festes Dach über dem Kopf, hat Fenster und Türen, und die sind sehr oft geschlossen. (Sind sie geöffnet, hilft das ein bisschen, zumindest genau an der Öffnung.) Im Winter warm, sofern beheizt. Aerosole, die das Virus in sich tragen, bleiben dort viele Minuten lang in der Luft. Hält sich der Verursacher dauerhaft an diesem Ort auf, bleiben immer wieder neue Aerosole viele Minuten lang in der Luft. Treibt derjenige auch noch Sport, kommen ganz, ganz, ganz, ganz viele Aerosole aus ihm heraus, die viele Minuten in der Luft bleiben.

Die Leute kapieren es nicht, wollen es nicht kapieren oder blenden es aus. Sie tun einfach, was die anderen in der Masse gerade auch machen, das, woran sich die meisten halten.

Ich finde das aus rein wissenschaftlicher Sicht irgendwo auch schon wieder interessant. Der Mensch präsentiert sich gerade par excellence als Herdentier. Vielleicht muss man das nur irgendwie für seine Zwecke ausnutzen…

Mein nächstes Mini-Projekt: Whisky & Soda probieren. Die große Frage dabei: Was ist überhaupt Soda? Da gehen die Begrifflichkeiten schon auseinander. Je nach Land und Definition versteht man unter Sodawasser einen süßen Softdrink, gesprudeltes Wasser oder Sprudelwasser mit einem höheren Anteil an Natriumhydrogencarbonat (Natron). Nach deutscher Lebensmittelverordnung etwa genau das: Kohlensäureversetztes Wasser mit mindestens 570mg/l Natriumhydrogencarbonat.

Was ein echter Aventurer ist, der rennt sofort in den Rewe und checkt die Etiketten der Mineralwässer. Volvic, Evian, Vio und Co. – alle so um die 100-300mg Hydrogencarbonat. Mit einer Ausnahme: Eifelwasser! Gerolsteiner Medium mit gleich dreimal so viel Hydrogencarbonat wie verlangt. Perfektes Soda!

Was ein echter Aventurer ist, der nimmt das natürlich sofort mit nach Hause – und liest dann erst auf der Gerolsteiner-Website:

Kohlensäurehaltige Mineralwässer mit einem hohen Gehalt an Hydrogencarbonat wie Gerolsteiner Sprudel und Medium sind also natürliche Alternativen zu Sodawasser. In vielen Cocktailrezepten werden die Begriffe Soda und Mineralwasser synonym verwendet.

Der Grund ist, dass Sodawasser eigentlich nur künstlich hergestellt wird. Also wieder nicht the real deal? Mir ist es für den ersten Anlauf mal egal. Der Versuch, Natron im Sprudelwasser aufzulösen, dürfte auch kaum besser schmecken.

„Und hier siehst du meinen 2-5, nur leicht überkront, mit toller Hintergrundunschärfe.“ – „Boah, wie ästhetisch. Was für tolle Zähne du hast!“

Meh. Ein Tag, der besser ist, wenn er vorbei ist. Macht’s gut!

2 Antworten auf „81: Life’s biggest Aventure“

Um meinen Onkel zu zitieren, als ich in fragte ob er denn gar keine Angst vor corona hätte, wenn er doch jetzt eine Busrundreise plane: „doch, ich nehm das schon ernst, deswegen trag ich ja immer Handschuhe im ÖPNV und beim einkaufen“.

Mein Eindruck ist: die Masse hat im
April irgendwann aufgehört zuzuhören. Damals, als Händewaschen noch das non plus Ultra war und von Aerosolen wirklich noch keiner wusste.

Wie war denn nu dein Whiskey-Soda?

Er war noch gar nicht. Die Soda-Alternative muss ja erstmal kalt werden. Außerdem kann man nicht jeden Tag Alkohol trinken. Also kann man schon und Anlässe (s.o.) gibt es auch genug, aber ich wollte das mal bisschen eingrenzen bzw. mir für einen Abend mit gemütlicherer Stimmung aufsparen.

Ja, Handschuhe in Bussen… Das wirkt genauso gut wie Tischtennistische in der Halle nach dem Spiel desinfizieren oder Tropfen auf heiße Steine träufeln. Aber genug aufgeregt, jetzt heißt es handeln.

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