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Der perfekte Rucksack ­čĄĘ

Auf der Suche nach dem einen f├╝r alles und dem Anlegen einer neuen Outdoorausr├╝stung habe ich endlich nach langer Suche den perfekten Rucksack gefunden. Den Aevor Travelpack:

  • Fasst 38 bis 45 Liter
  • Hat ein Extra-Fach f├╝r Schuhe
  • Geht viel rein, aber wirkt nicht ├╝berm├Ą├čig gro├č
  • Sieht noch fashionable dabei aus, wirkt nicht wie ein Trekking-Rucksack
  • L├Ąsst sich aber daf├╝r einsetzen
  • Ist gut gepolstert, hat viele, viele Taschen
  • Kann man auch gut als Daypack, zum Verreisen oder zum Einkaufen nutzen
  • Hat gute Bewertungen erhalten
  • Ist noch bezahlbar
  • Lieferung bis gestern

Ich fand ihn auf Amazon und dachte mir: Sieht praktisch aus, ist voll Hipster, aber na ja, die Farbe…

Ich hab schon eine schwarze Trekking-Jacke, schwarze Trekking-Hose, schwarze Trekking-Unterhose… Immer schwarz! Sparkt das so Joy? Nee, schon nicht.

Dann sah ich, dass f├╝r den Travelpack noch zwei weitere Farben angezeigt wurden: Dieses schon deutlich h├╝bschere Blau:

Bild: Aevor

Und dieses wundersch├Âne Hellgrau! Sparkt et Joy? Oh yes, it does! ­čśŹ

Bild: Aevor

Vorsicht, J├╝rgen! Keinen hellen Rucksack kaufen, der verusselt nur! Na ja, aber der ist ja so meliert, da fallen ein paar Spritzer Dreck gar nicht auf.

Problem ist bei beiden Farben ohnehin das:

Aber macht nichts. Es gibt ja das Internet, den weltgr├Â├čten Marktplatz! Ich suchte auf Google Bilder, Google Shopping, jedem einzelnen Taschen- oder Outdoor-Shop. ├ťberall das gleiche Bild:

Und beim Hersteller selbst?

Gibt es jetzt neben dem Schwarz nur noch so neue Farben.

„Proof Sundown“. Na ja…

„Proof Olive Gold“. ­čĄ«

Was denken sich die Produktdesigner bei Aevor? „Lass ma‘ alles, was h├╝bsch ist, aus dem Sortiment nehmen und daf├╝r was H├Ąssliches reinstellen?“

Ich durchforstete noch einmal das Internet und fand schlie├člich doch noch einen Shop, der die sch├Âne Farbe verkauft…

Das sieht SUPERseri├Âs aus…

Was mich vor allem ├Ąrgert, ist, dass Amazon und viele, viele andere Shops den Rucksack immer noch im Katalog auff├╝hren und anzeigen, auch wenn er wohl schon l├Ąngst nicht mehr produziert oder verkauft wird.

H├Ątte ich gar nicht gewusst, dass es den gibt, w├Ąre ich l├Ąngst weitergezogen und mit was Anderem gl├╝cklich geworden. Aber so… ­čśş

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Und ja, First World Problem, mimimi…

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Bundestagsverkleinerung

An sich eine gute Idee. Mehr als 700 Abgeordnete braucht das Parlament nicht ÔÇô was soll der Quatsch… Also reduzieren. Aber so…?

Screenshot: turi2.de

Geplant ist jetzt, dass ├ťberhangmandate verschwinden und Sitze nur noch anhand der Zweistimmen verteilt werden. Das hei├čt, es werden einige Direktkandidaten in Wahlkreisen nicht mehr automatisch in den Bundestag einziehen.

Das ist, wie wenn der Meister der Regionalliga nicht automatisch aufsteigen w├╝rde. Ach warte, ist ja auch schon so.

Aber das ist keine gute Regelung. Ein Direktkandidat sollte auch automatisch in den Bundestag einziehen. Da h├Ątte man besser bei den Zweitstimmen k├╝rzen sollen.

Hier kann ich den Unmut der Gegner durchaus verstehen.

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ChatGPT-Journalismus:

Screenshot: turi2.de

Was ich nicht verstehe, ist: Wer zahlt f├╝r sowas dann noch Geld und liest das?

Ich bekomme mittlerweile auch t├Ąglich Werbung f├╝r Seminare, Tools oder „Rezepte“, um alles aus ChatGPT rauszuholen, mir Kurzgeschichten, LinkedIn-Posts, Tweets oder ganze Romane von der KI schreiben zu lassen.

Sch├Ân und gut, aber warum sollte irgendjemand das dann noch von den „Autoren“ lesen, die ihre Inhalte so erstellt haben? Die kann sich doch jeder selbst zuhause mit ChatGPT zusammenbauen.

Oder anders gesagt: Wenn ich 99 Pasta-Rezepte will, dann kann ich ja direkt ChatGPT fragen und muss mir nicht mehr die „Lisa Kochen & Backen“ kaufen.

Wenn ich einen Roman lesen will, den eine KI geschrieben hat (warum sollte ich), dann lasse ich mir selbst eine von ChatGPT schreiben, aber kaufe niemandem sein Buch ab, der zu faul oder uninspiriert war, selbst etwas zu schreiben.

Ja, kann man vertuschen, dass man das gar nicht selbst war. Aber lange wird das nicht gut gehen. Und echte Meisterwerke kriegt die KI sowieso nicht hin.

*

Colin Hay: Maggie

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