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Es ist für alle schwer

REM sangen mal: „Everybody hurts, sometimes“, frei übersetzt: Jeder ist mal traurig, auch die, die immer glücklich wirken, selbst andere verletzen oder so tun, als könnte nichts sie erschüttern.

Ich würde das noch erweitern mit: Für jeden ist es schwer, dieser Alltag, dieses blöde Leben:

  • Der graue Winter
  • Die Steuererklärung
  • Das Erwachsenwerden
  • Dieser Beziehungsmist
  • Die monatlichen Rechnungen, die bezahlt werden müssen
  • Dass einer in der 50er-Zone vor dir 30 fährt, wenn du es gerade eilig hast
  • Die Mühe, etwas Neues zu lernen
  • Und die Zeit, die es dauert, darin richtig gut zu werden
  • Das Missverständnis der Anderen
  • Verfluchte Gebrechen des Körpers
  • Freunde, Familie oder andere wichtige Bezugspersonen zu verlieren
  • Wegziehen zu müssen
  • Irgendwann zu sterben

Und vieles, vieles mehr.

Seid nett zu anderen, so komisch sie auch auf euch wirken mögen!

*

(Was ist eigentlich aus REM geworden? Warum hört die heute keiner mehr?)

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In Mitten dieses ganzen Chaos‘ gerade herausgefunden, woher meine Ost-West-Schwäche rührt. 🙂 Nämlich daher, dass sie Ost-West-Schwäche heißt.

Schaut’s: Es gibt einige Begriffe, die was mit Ost-West heißen:

  • Ost-West-Konflikt
  • Ost-West-Politik
  • Ost-West-Gefälle
  • Ost-West-Wanderung
  • Ost-West-Achse
  • Ost-West-Passage
  • Ost-West-Schwäche

Und ganz selten mal ein Begriff, der West-Ost-irgendwas heißt, allenfalls:

  • West-Ost-Ausdehnung

In der westlichen Hemisphäre lesen wir aber von links nach rechts, oder, schon etwas seltener, von oben nach unten:

Nur dass der Osten eben nicht „links“ auf der Karte ist, sondern rechts:

Es wäre also logischer und würde für weit weniger Verwirrung sorgen, wenn es West-Ost-Konflikt heißen würde.

Eine Rechts-Links-Schwäche oder besser: Links-Rechts-Schwäche habe ich nicht. Ich vermute also tatsächlich, dass es von didaktisch unklug angeordneten Begriffen wie „Ost-West-Konflikt“ kommt. Wenn ihr auch eine Ost-West-Schwäche habt, bedankt euch bei denjenigen, die den Ost-West-Konflikt „erfunden“ haben – Josef Stalin und Harry S. Truman. ?

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WordPress, ich hasse dich! Wie konnte aus diesem einstmals wunderbaren CMS so eine Usability-Wüste werden?

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Meine Nachbarin hat eine Playlist mit mir geteilt, die mir beinahe durchweg gefällt. Hab schon einige Songs davon gespeichert…

War das nicht früher mal ein Ding? Der gleiche Musikgeschmack? O-Ton einer Mitschülerin damals: „Ich könnte nie mit jemandem zusammen sein, der eine andere Musik hört als ich.“

Ich habe seit Jahrzehnten niemanden mehr getroffen, der die gleiche Musik mag wie ich (oder umgekehrt). Einzelne Bands oder Lieder, ja, aber mehrere oder gleich eine ganze Playlist?

Es ist ohnehin selten geworden, dass man Musik mit anderen teilt. Wenn, dann geht das wohl sowieso nur noch in Form von Spotify-Playlists. Und eigentlich traut man ohnehin dem Algorithmus zu, dass er eine bessere Auswahl für einen trifft. In diesem speziellen Fall muss ich aber sagen: ein einzelner Mensch schlägt hier die Maschine, wenn halt eben auch nur einmal in 20 Jahren.

Die Mitschülerin von damals habe ich übrigens gerade mal gegoogelt und nicht gefunden. Eventuell hat sie inzwischen geheiratet. Ob sie jetzt gemeinsam Jungle hören und dabei glücklich sind?

Von der Playlist meiner Nachbarin übrigens ist dieser Song hier, und, how cool is that! Laleh: Speaking of Truth (2014):

2 Antworten auf „Es ist für alle schwer“

Automatic For The People, auf welchem auch Everybody Hurts drauf ist: eines der besten Alben ever. Müsste aus dem großartigen Jahr 1991 sein. REM höre ich heute noch. Die haben sich vor zig Jahren schon aufgelöst. War alles gesagt bzw. gesungen.

Die Automatic for the People hatte ich natürlich auch. Von vorne bis hinten grandios. Selbst „Drive“, dieser schwermütige Einstiegssong, der immer besser wird, je öfter man ihn hört. Oder auch „Monty Got a Raw Deal“, eigentlich ein potenzieller Chartstürmer, der aber nie als Single herauskam. Die „Monster“ danach fand ich auch noch super, danach haben sie mich bis auf einzelne Songs so langsam verloren.

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