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Ui

158: Hungerast

Heute Nachmittag habe ich mich gleich noch einmal aufs Rad geschwungen. Biste im Flow, kannste gleich drin bleiben. Ich fuhr die Bonner Brückenrunde, stoppte kurz, um das Bild des Tages aufzunehmen:

Und plötzlich: bömm. Krassester Hunger ever. Etwa 3/5 der Strecke hatte ich geschafft, aber ab da kam ich kaum noch vorwärts. Pedalte mehr bis zur nächsten Brücke, ließ mich reihenweise überholen, schaffte es gerade noch die Brücke hinauf und musste dann den Motor einschalten, um überhaupt noch nach Hause zu kommen. WTF.

War es einfach nur Hunger oder das, was sie im Sport „Hungerast“ oder „Mann mit dem Hammer“ nennen? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Aber ich war gerade mal eine Dreiviertelstunde unterwegs, ein Hungerast tritt normal erst viel später auf. Oder rächte sich mein Gesternabendtrip?

Was ich noch weiß, ist, dass ich, kaum zuhause angekommen, in Minutenschnelle ein ganzes Schwarzbrot mit Käse wegzog. Das frisch angebrochene Stück Käse war danach auch weg. Es folgten noch ein Apfel und ein Kopi.

Gut, das alles lag mir dann etwas schwer im Magen. Aber what the heck. Das habe ich so auch noch nicht erlebt. Nicht einmal auf meiner Radtour im Sommer. Hat mal einer die Erfahrung gemacht?

Volwassenen sind voll Gewachsene, eh? Niederländisch wirkt auf mich immer mehr wie ein norddeutscher Dialekt, der sich verselbstständigt hat. Sprachwissenschaftlich stimmt das aber so wohl nicht. Man sollte da mal einen fragen, der das studiert hat. 😉

Seid ihr?

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Right

157: Evening Aventure

Mit tut langsam der Rücken weh. Ich bin deutlich untersportet. Gymnastik zuhause ist nicht meins, eine Bonner Brückenrunde, die von Haustür zu Haustür beim mir 18km lang ist, mit dem Rad auch irgendwie nicht erfüllend. Da muss mehr her. „Tu etwas, was dir Angst macht“, erinnerte mich heute Morgen eine Quora-Weisheit. Angst und Sport kombinieren? Warum nicht!

Ich einigte mich mit mir selbst auf eine Fahrt nach Köln mit dem Rad. Abends im Winter, bei diesigem Wetter, ja fast Nebel, und Dunkelheit. Angst macht mir das eigentlich nicht, kalt ist es eigentlich auch nicht. 7-8 Grad. Aber ein kleines Aventure ist das schon. Zumindest weil ich den Weg rechtsrheinisch kaum kenne und man bei Dunkelheit schonmal den einen oder anderen Wegweiser übersieht.

Um 1900 Uhr bin ich abmarschbereit. Wäre schön, in zwei Stunden wieder da zu sein, denke ich mir. Die südlichste Kölner Rheinbrücke sollte erstmal reichen.

Auf der Bonner Nordbrücke setze ich über. Es kommen Bergheim, Mondorf, wo ich links abbiege und auf die Rheinroute gelange. Es folgen Niederkassel, Lülsdorf und die ersten Wege, die ich nur flüchtig kenne. Der Mond ist nicht zu sehen, aber ein paar Sterne leuchten über mir.

Die Gegend ist eigentlich ganz interessant. Viele Felder, eine alte Kirche, gegenüber die Wesselinger Raffinerieanlegen. Durchaus spektakulär bei Nacht:

Auch das Rheinufer. Mein iPhone weiß nicht genau, wie hell es sich stellen soll. So kommen recht spektakuläre Nachtfotos dabei heraus:

Irgendwann gegen 2000 Uhr meine ich, etwas von Zündorf zu lesen. Aber der Ort kommt und kommt nicht. Das ganze dauert deutlich länger als gedacht. Und nach Stadt sieht das alles so gar nicht aus. Hin und wieder mal kommen mir einzelne Jogger oder Spaziergänger mit Hund entgegen. Einmal meine ich, einen Fuchs zu sehen. Oder ist es ein Hund? Aber ganz ohne Herrchen oder Frauchen? Da endlich, die Zündorfer Kirche:

Es ist bereits 2030 Uhr. Verdammt, wie konnte das so lange dauern! Selbst von hier ist es noch ein ganzes Stückchen bis zur Brücke. Da kommt vorher unter anderem noch Porz.

Als ich endlich die Brücke erreiche und ein paar Bilder von der entfernten Kölner Innenstadt schieße, ist es bereits kurz vor 2100 Uhr.

Also eigentlich die Uhrzeit, zu der ich schon wieder zuhause sein wollte. Was genau ist da schiefgelaufen? Klar ist man langsamer, wenn man den Weg nicht kennt. Aber 20 km/h im Schnitt habe ich für mein Empfinden schon geschafft. Habe ich mich verfahren? Auch nicht wissentlich. Seltsam, das alles.

Besonders kalt ist mir eigentlich nicht. Nur am Nacken zwackt’s ein bisschen und langsam werden mir die Füße kalt. Die Handschuhe halten dafür dicht, und auch meine Radhose hält warm. Lediglich der Pöppes meldet sich. Ein Gefühl, das ich wahrlich nicht vermisst habe…

Zurück geht es deutlich schneller. Rodenkirchen, Weiß… Als ich kurz anhalte, um zum ersten und einzigen Mal auf Apple Maps zu schauen, spricht mich ein Spaziergänger an. Ich solle mein Vorderlicht mehr nach vorne neigen. Das blende, er kenne das selbst vom Radfahren. Ich nicke und erzähle ihm die emotionale Geschichte, wie ich gerade durch die dunklen Lülsdofer Wiesen gefahren bin und das Licht höher stellen musste, um überhaupt noch etwas zu sehen. Jetzt in der Stadt, klar, geht das wieder runter, hatte ich nicht dran gedacht.

Aber er lässt nicht locker. „Stellen Sie das runter, das blendet sonst.“ Ja doch, ja doch! (Arschloch.)

Langsam will ich auch nach Hause. Immerhin: Die App zeigt an, dass es bis Wesseling nur noch geradeaus geht. Ich fahre und fahre und langsam kommt mir die Gegend bekannt vor. Die Godorfer Stadtbahn-Haltestelle. Yeah! Selten habe ich mich darüber so gefreut. Und weniger später Wesseling. Die Industrieanlagen: Nachts durchaus beeindruckend:

Und dann kommen auch schon bald Wesseling City, Urfeld, Widdig und schließlich Uedorf und Hersel. Zurück geht es irgendwie deutlich schneller. Keine Ahnung, wieso genau.

Mir ziemlich kalten Füßen, völlig verdreckt und mit irgendwie nassem Helm alleine von der Luftfeuchtigkeit, erreiche ich schließlich gegen 2220 Uhr das traute Heim.

Der Hinweg rechtsrheinisch hat also letztlich 2 Stunden gedauert, der Rückweg 1:20h. Sonderbar. Klar, hin musste ich erst über den Rhein übersetzen, aber das war jetzt auch kein Riesenact. Vielleicht hätte es mir eine Warnung sein müssen, dass ich vom Zündorfer Tischtennisturnier jeden Sommer mit dem Rad zurück auch immer etwas über 1 Stunde gebraucht habe. Ich muss das morgen mal in Ruhe nachmessen, aber rechtsrheinisch scheint die Strecke einfach länger zu sein.

Aber doch: Spaß hat’s gemacht. Ein richtig schöner Workout. Sollte man sich öfter die Zeit für nehmen. Vielleicht Weihnachten doch mit dem Rad nach Meppen… Nein, ist auch aus anderen Gründen der falsche Zeitpunkt dafür. Aber Ostern? Mal sehen!

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Yeah

156: Breaking Christmas

Ich bin mittlerweile überzeugt davon, dass dieses Jahr eigentlich das perfekte Jahr wäre, um Weihnachten zu egalisieren. Dieses eigentlich schöne Fest ist völlig zu einem unerträglichen Mist geworden, der Millionen Menschen unter Druck setzt, reihenweise Leute in die Depression oder gar den Suizid stürzt. Kaum ein anderer Tag (Silverster höchstens noch) führt den Menschen dermaßen ihre soziale Stellung vor Augen. Und wehe du hast keinen, zu dem du gehörst oder mit dem du feiern kannst.

Dieses Jahr ist eh nicht viel mit Weihnachten feiern. Der Lockdown kommt und alle sollten möglichst zuhause bleiben. Je mehr ich drüber nachdenke, desto egaler ist mir das Fest aber auch. Ich könnte meine Familie genauso gut eine Woche vorher oder später besuchen. Ich müsste einmal das Gefühl überwinden, mich sozial isoliert zu fühlen, wenn ich Heiligabend alleine bin. Jetzt ist eigentlich die beste Gelegenheit dafür. Sie machen es dir leicht, weil viel mit Besuchenkönnen, Essengehenmüssen oder in die Kirchegehenkönnen eh nicht ist. Ich sehe mich eigentlich schon ganz nüchtern auf der Couch liegen und ein schönes Buch lesen. Könnte funktionieren.

Aber wir reden da in einer Woche nochmal von. Von wegen Plan und Realität. Mich dem Ganzen zu entziehen, wird so leicht eben auch nicht… 😉

Social… wird immer weniger bei mir. Bei Facebook und Twitter bin ich raus, gerade war ich noch einmal auf Instagram, um ein paar letzte Bilder zu posten, bevor ich mein Galaxy S10 sehr wahrscheinlich verkaufe. Und ich habe den Sinn an Instagram nicht mehr ganz verstanden… Schöne Bilder posten und hoffen, dass sie jemand liked, okay. Aber warum eigentlich?

Irgendwie ist Social verknüpft mit dem Minimalismus-Gedanken, den ich verfolge. Je weniger ich habe, desto weniger will ich auch in sozialen Netzen aktiv sein – und lieber wieder echte Menschen treffen. Verrückt! 🙂

Spätestens nach diesem Bild von gestern Abend mit dem iPhone 12 Pro Max ist mir irgendwo klar, dass ich keine andere Kamera mehr brauche. Seht ihr das in irgendeiner Art und Weise anders?

Die Systemkamera kommt also weg. Braucht jemand eine gut erhalte Canon EOS M6 Mark I mit zwei Objektiven (Streetzoom und Supermacro)?

Der Flug ist die Flucht? 🤔

Me too, me too!

Okay, Englisch gewinnt auf jeden Fall diese Runde im Kampf um die kürzeren, einprägsameren Wörter.

🤔🤔😄

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Möh

155: Service

Meine Internetrechnung war heute ein klein bisschen höher als sonst…

Sonst sind es immer 21,44 Euro. Aber klar, kann ja mal… Nein, kann nicht. Woher kommt der kleine Aufschlag?

Ja, ich erinnere mich. Da kam vor ein paar Wochen mal aus dem Nichts die Aufforderung, selbiges zurückschicken. Problem dabei war, dass ich so etwas nie bekommen habe. Hab das also für einen Fehler gehalten und ignoriert. Zahlen soll ich jetzt trotzdem.

Derweil sind zwei Amazon-Lieferungen nicht gekommen. Mütze, Schnürsenkel, Fahrradhose. Alles nicht die Welt. (Wobei, wenn jetzt der Lockdown kommt?!) Hier konnte ich mich einloggen und mit dem Kundendienst chatten. Erst einem Bot, dann einem Menschen, der im Baukasten voller Höflichkeitsfloskeln kramt:

Schwaat nit! Jib her dat Zeusch!

Aber machen könne er da letztendlich auch nichts, außer mir eine Gutschrift für die Produkte anzubieten, was ich dann auch der Einfachheit halber akzeptiere. Netter Mensch, einfacher Kontakt, keine lange Wartezeit. So geht guter Kundenservice.

Was mich bei sowas dennoch ärgert, ist, dass ich mich um die Fehler der Anderen erst einmal kümmern muss. Im Falle von Amazon war es einfach. Bei Vodafone gehe ich jetzt schon davon aus, dass sich das Wochen hinziehen wird. Ich habe eine Mail an den Kundenservice geschickt. Den wird frühestens nächste Woche jemand bearbeiten. Ich werde mich hier erklären müssen und eine Gutschrift wird es frühestens im kommenden Jahr geben. Nervt.

Und dann haben sie noch die Chuzpe, mir diese Mail hinterherzuschicken:

Na, wenn so die Zukunft aussieht…

Classic. 😂

Daar zijn we daarbij:

Seriously?! 🙈

Vielleicht muss man auch in der entsprechenden Stimmung sein, um das richtig zu beantworten. Erinnert mich irgendwie an das Jodeldiplom von Loriot.

Herrje!

Aber okay, Andor könnte was sein:

Bild des Tages, Kronkorenblume:

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:)

154: Weihnachtshamstern

His lockdown commeth and that right soon!

Ich gehe davon aus, dass die den Laden hier nach Weihnachten dicht machen.

Also die: der Staat, und Laden: het Schland.

Vielleicht sogar schon an Weihnachten, aber das würde keinen großen Unterschied machen.

Wer Familie ist, feiert natürlich trotzdem zusammen.

Also in einem Haushalt zumindest.

Würden sich die Treffen von mehr Haushalten verbieten lassen? Würde schwer. Wer soll das denn kontrollieren?

So oder so aber werden die Leute mir vorher den Supermarkt leerkaufen.

Weihnachten wird ein langes Wochenende, dann folgt der Lockdown und dann mit Silvester und Neujahr wieder ein langes Wochenende. Ich gehe von Hamsterkäufen aus.

Meinen haben schon erledigt. 😉

Aber klar, ein paar Dinge vergisst man oder muss man doch frisch kaufen.

Also die Tage nochmal die Flinte umgeschnallt und raus da. Bloß nicht am Tag vor Heiligabend feststellen, dass etwas Wichtiges fehlt.

Habt ihr schon alles?

Wenn ihr wissen wollt, ob der Obdachlose, der euch um Geld anbettelt, wirklich echt ist, gibt’s einen einfachen (und leider auch bisschen zynischen) Trick. Ihr geht abends um 2200 Uhr durch die Innenstadt, wenn die Bürgersteige hochgeklappt sind. Wer da vor einem Laden, in einer Ecke oder im Self-Cash-Compartment der Commerzbank campiert, der ist echt. 💁🏻‍♂️ Freiwillig macht das keiner.

Und so sah ich dann gerade bei meinem Spaziergang den Typen, der jeden Tag vor dem Stadthaus sitzt und bettelt. Und von dem ich immer dachte, der mache das nur als Dayjob. Er saß mit Sack und Pack auf seiner Matratze neben der Einfahrt zu einer Tiefgarage. Nachts um kurz vor 2300 Uhr. Der ist also tatsächlich auch echt. Oha…

Sie werden immer besser (außer bei der Namensfindung!

Bild des Tages, gab nen echt hübschen Sonnenuntergang heute:

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Yeah

153: Zeug that makes you happy

Ich bin mittlerweile so drin in meinem Minimalismus-Wahn, dass ich nicht einmal mehr sagen kann, welcher Gegenstand mich glücklich machen würde. Klar, erstens habe ich im Grunde alles, was ich brauche, und da sind schöne Sachen bei. Und zweitens ist es vielleicht auch der falsche Ansatz zu erwarten, dass Dinge einen glücklich machen könnten.

Wobei: Na, eigentlich doch. Wenn es schöne Dinge sind, die einem jeden Tag die Arbeit erleichtern oder Spaß machen, wenn man mit ihnen etwas Schönes „unternimmt“, dann kann einem das schon Freude bereiten. Hier fällt mir zum Beispiel meine Espressomaschine ein, auch wenn ich so eine wahrscheinlich nicht noch einmal kaufen würde.

Aber aktuell? Wüsste ich tatsächlich nichts. Wie sieht das bei euch aus?

Angenommen, Weihnachten fiele tatsächlich aus und ich müsste Heiligabend alleine hier hocken. Aus irgendeinem Grund wäre das für mich das schlimmstdenkbare soziokulturelle Szenario. Noch vor dem 1. Weihnachtstag und Silvester. Damit es nicht zu traurig wird, stelle ich hiermit ein Heiligabend-Corona-Notfallprogramm auf. And here goes:

  • Irgendeinen Gottesdienst mit schönen Weihnachtsliedern im Fernsehen sehen. Ja, so religiös bin ich dann doch. Vor allem aber möchte ich schöne Lieder singen und hören.
  • 1 lecker Essen kochen und, na ja, essen. Kurz vorher mit der Familie videotelefonieren
  • Mein eigenes Geschenk an mich auspacken. Ja, doch, trotz dem, was oben steht. So materiell bin ich dann doch wieder. Jetzt müsste ich nur noch wissen, was.
  • Ein paar Leuten frohe Weihnachten wünschen, am besten irgendwie am Telefon
  • Den Abend gemütlich auf der Couch verbringen, „A very Murray Christmas“ auf Netflix sehen und ein gutes Buch lesen.

Ja, doch so ließe sich das überstehen. Am 1. Weihnachtstag dann noch:

  • Was Leckeres kochen und essen. Vielleicht sogar mal Kuchen backen und essen (mein Zupfkuchen neulich war genießbar!).
  • Noch paar Leuten frohe Weihnachten wünschen.

Der Rest ist mir dann egal. Sogar Silvester (behaupte ich). Da habe ich schonmal alleine feiern müssen. Hat mich nicht umgehauen. Gab Ofenkäse, Dinner for One und 10 Raketen um Mitternacht. Brauche ich mittlerweile aber auch nicht mehr, also die Raketen.

Wie haltet ihr das mit Weihnachten, Silvester und Corona?

Bild des Tages: Het laatste beetje herfst:

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Hm

152: Nur mal so laut gedacht

Vorhin zusammen mit Nicky mal laut gedacht: Was bringen eigentlich die ganzen Lockdown-Regeln, wenn die Regierung sich nicht traut, den heiligen Gral anzutasten? Den Bürozwang.

Wenn du dir kein Corona holen willst, dein Chef aber verlangt, dass du im Büro aufschlägst, kannst du nichts dagegen tun. Du hast keine rechtliche Handhabe, nicht einmal, wenn du Risikopatient bist. Und wenn der Chef oder die Kollegen meinen, dass Fenster auf Kipp und Abstandhalten für ein Großraumbüro reichen, dann kannst du dagegen protestieren und härtere Maßnahmen fordern. Ein Recht darauf hast du aber nicht. Und wenn du dich deswegen mit Corona ansteckst, ist das dein Problem, deinen Arbeitgeber kannst du dafür nicht belangen.

Nur mal so laut gedacht…

Toon ist eine niederländische Comedyserie auf Netflix, die ich mit Kristine zusammen eigentlich nur mal angeschmissen habe, um mein Niederländisch ein bisschen in der Praxis zu testen. Dann aber wurde es so schräg, so verrückt und teilweise so irrsinnig komisch, dass die 1. Staffel auch schon wieder vorbei ist. Was die sich da an Details ausgedacht haben! Allein der Moment, wie eins zum anderen kommt, als der lebensfremde Toon ungewollt zum Star wird. Der plötzlich omnipräsente, selbstverliebte Chef, die völlig absurden Talkshowgäste, der mysteriöse Partygast, der auf einmal Toons Mitbewohner ist, weil er meint, so ein Haus wäre ja schön. Es ist teils echt zum Kreischen. Ich freue mich sehr auf Staffel 2!

Warum sollen eigentlich nur iPad-Apps zusätzlich auf Apples ARM-Rechner laufen können, dachte sich Google. Und stellte die frühe Version einer Emulation vor, in der auch Android-Apps auf dem MacBook laufen. Holla, dann bräuchte im Prinzip auch niemand™ mehr ein Chromebook. Schon spannend, was da gerade alles passiert, auch wenn es natürlich noch massive Einschränkungen gibt.

Bei einem Test gestern, wer die besseren Streetfotos bei Nacht macht, das iPhone 12 Pro Max, das iPhone X oder die Canon EOS M6 Mark I hat die Canon so elendig versagt, dass ich es fast nicht glauben kann. Kaum Licht auf einem Bild und wenn dann verwackelt oder verrauscht. Ich musste auf ISO 25.600 schalten, um mit offener Blende aus der Hand überhaupt noch etwas Licht einfangen zu können. Die beiden iPhones derweil so: Mööp, hier: alles hell genug.

Das darf doch nicht wahr sein! Liegt’s mal wieder am Fotografen (was mir die Profis ja immer vorwerfen), an der Kamera (immerhin vier Jahre alt) oder sind Smartphones bei Nacht einfach besser?

Zu früh für eine Antwort. Aber die Canon kommt auf jeden Fall weg.

Bild des Tages, geschossen mit dem iPhone 12 Pro Max:

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Right

151: Winter

Die letzten Jahre um diese Zeit bin ich nach Singapur geflüchtet, habe lecker gegessen, bin wandern gegangen, durch Malaysia gereist, hab die Wärme genossen, mit einer schönen Frau Weihnachten gefeiert. Diesmal ist das alles irgendwie nicht möglich. Auch mein Alternativplan fällt flach: Heiligabend was essen, paar Weihnachtslieder in der Kirche singen, mit allen verloren Seelen zusammen in die Kneipe gehen.

Statt dessen hat’s mich jetzt irgendwie voll erwischt. Winter par excellence. Mein Notfallprogramm sieht so aus:

  • Alle Stressfaktoren sofort eliminieren
  • Alle Kritik(er) temporär abblocken
  • Rausgehen und irgendwo in der Stadt einen Kaffee trinken, einen Smalltalk mit der Bedienung halten
  • Telefonieren
  • Sport
  • Sachen wegschmeißen
  • Schlafen, schlafen, verdammt viel schlafen

Was sind eure, habt ihr auch Winter und wie übersteht ihr Weihnachten?

60 Tage Niederländisch. Ich schaffe immer weniger, ich mache mir weniger Gedanken drüber, es ist nicht mehr ganz so stressig und nervig wie noch vor zwei Wochen. Langsam kommt der Spaß zurück. Fluent in 3 months wird wohl nichts, aber vielleicht klappt’s in vieren.

„Obama Settles it“: Barack Obama klärt bei Jimmy Fallon ein für alle Mal Dinge, auf die es noch keine Antwort gab. Zum Beispiel: „Darf der, der im Flugzeug den Mittelsitz hat, beide Armlehnen benutzen“ oder „Ist das Glas halb voll oder halb leer“:

Bild des Tages:

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Hm

150: Winter Aventure

Jetzt gerade brauche ich gar nicht groß irgendwohin zu gehen. Der Alltag ist Herausforderung genug. Und ich muss es zugeben: Das Wetter setzt mir zu. Die Corona-Maßnahmen auch.

Ich brauche für gewöhnlich nicht viele Menschen um mich herum. Mir reicht mein stilles Kämmerlein für die Arbeit und das Wissen, teil eines Teams zu sein, das hauptsächlich per Text kommuniziert.

Teilweise kommt es derzeit aber vor, dass ich an ganzen Tagen mit niemandem rede. Weil einfach keiner da ist. Und ich merke, wie mir das aufs Wohlbefinden schlägt. Manchmal ist die Lösung dann einfach, spontan jemanden anzurufen. Oder sogar einfach mal für ein, zwei Minuten eine Sprachaufnahme zu machen. Es geht mir sofort besser danach.

Heute habe ich kurz mit meiner Nachbarin im Treppenhaus geredet. Es sind Kleinigkeiten. Alles hilft ein bisschen.

Neben Sozialkontakten fehlt mir auch Sport. Mein Tischtennisverein war beides. Fällt noch eine ganze Zeitlang flach und sollte es besser auch bis zur allgemeinen Impfung. Selbst das Fitnessstudio fehlt mir mittlerweile, auch wenn da nie mehr möglich war als ein bisschen Smalltalk mit ein paar zufälligen Bekanntschaften. Jetzt gerade ist nicht viel mehr Sport möglich. Ich versuche, jeden zweiten Tag eine Stunde Rad zu fahren, aber das klappt nicht immer und ist auch etwas einseitig. Würde ich nicht merken, dass es mir zu sehr aufs Knie schlägt, würde ich auch wieder laufen gehen.

Und wenn dann noch tagelang keine Sonne scheint…

Und wenn dann deine Fingerkuppen in den neuen Winter-Mountainbike-Handschuhen schon bei Plusgraden nach 10 Minuten weh tun, dann ist einfach mal alles kacke.

Ich komme klar, ich versuche aktiv zu bleiben und wenigstens die wenigen Sozialkontakte, die ich gerade wahrnehmen kann, auch wirklich aufrecht zu erhalten. Aber es wird ein harter Winter werden, der wohlgemerkt jetzt gerade erst anfängt.

Wird noch ein ziemliches Aventure. Wie ist das bei euch und wie geht ihr damit um?

Ich habe es durchgerechnet. Die einzige Kamera, die für mich joy sparkt, würde mit Objektiv ca. 2.500 Euro kosten. Die Sony Alpha A7c. Vollformatkamera im Gehäuse einer kleineren APS-C. Ohne störenden Buckel, ideal auch für Videos, leicht, lange Akkulaufzeit. Schick ist sie ja …

Bild: Sony

Aber: nee! Vielleicht könnte ich sie mir sogar leisten, aber das wäre es mir nicht wert. Ich könnte meine alte Kamera dafür nicht in Zahlung geben. Ich kann noch nicht sicher sagen, ob ich sie wirklich oft genug brauchen würde. Nee…

Alternativgedanke: Es jetzt ein für alle Mal durchziehen und ganz aufs Smartphone umsteigen:

  • In meinen letzten Urlauben schon hatte ich nur ein Smartphone dabei und habe nie irgendwas bereut (auch nicht, nur ein Smartphone dabei zu haben ;).
  • Smartphone-Kameras sind lichtstark und haben einen sehr geringen Aufnahmeabstand, wenn es sein muss.
  • Unschärfe-Effekte gibt es auch, das iPhone 12 Pro Max hat auch ein Teleobjektiv gegen stürzende Linien bei Produktaufnahmen.
  • Und eine Videokamera mit 4K 60 fps und Dolby Vision, und das sieht wirklich klasse aus.

Die ersten Tests laufen. Ja, der Weißabgleich… Die „Tageslicht“-LED ist mal gelb, mal grau. Da ist noch Luft nach oben. Aber die Hintergrundunschärfe! Ganz ohne Porträtmodus!

Ich teste weiter.

Pixelmator, ihr vaterlandslosen Gesellen! (Und außerdem heißt es „Nach 10 Jahren„. ☝🏻)

Dafür funktioniert’s aber noch ganz gut. 😉

Würde ich essen!

Und, hach, Singapur…

Kannste dir nicht ausdenken! 😂 (+ Bin neidisch auf die Überschrift.)

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Möh

149: Mach neu

Tage wie heute brauchen auch schonmal einen zweifachen Neustart. Sich am Morgen gleich über was zu ärgern, ist schon nicht gut. Erster Neustart dann am Nachmittag durch 1h Radfahren. Hat nicht geholfen. Zweiter Neustart am frühen Abend nach 1h Vollbad. Lief dann besser und wurde am Ende wenigstens noch ein schöner Abend.

Man neigt dazu, nach einem miesen Tag nichts und niemanden mehr sehen zu wollen und für das Schöne nicht mehr offen zu sein. Ich bin ganz froh, das heute einmal anders gehandhabt zu haben.

Die Idee mit einer LED in Tageslichtweiß als Lichtquelle hat nur so semi funktioniert. Zu dunkel insgesamt. Schafft tagsüber gerade mal eine Blendenstufe und reicht abends nicht als alleinige Lichtquelle aus. Die Automatik der Canon EOS M6 schaltete sich hier allen ernstes auf ISO 10000:

Gut, dafür ist das Bild noch überraschend wenig verrauscht. Und immerhin: Die Farbe ist in Ordnung. Das Gelb rechts kommt von meiner Wohnzimmerlampe, die ich auch noch an hatte. Die könnte ich auch noch austauschen.

Aber mehr Licht muss trotzdem her und am liebsten immer noch eine neue Kamera.

Nur welche?

Nützt ja nichts. Aber wird nicht vergehen und könnte schlechter aussehen, oder?

Hab tatsächlich sonst nur 1 Bild geschossen heute. Nä, kann dann kein guter Tag gewesen sein. 😉

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Right

148: Serienstuff

Die Sache mit dem Serienkoma hat sich bei mir eigentlich erledigt. Eigentlich. Denn wenn es was Gutes ist, kann ich das schon in ein paar Tagen durchrocken. Gefühlt gibt es aber mittlerweile entweder weniger gute Serien, die das wert sind. Oder die Ansprüche sind einfach immens gestiegen. Anders als vor fünf Jahren gucke ich schon nicht mehr alles, was Serie ist, nur weil es auf Netflix oder Amazon kommt. Dass man das damals getan hatte, lag vielleicht auch ein bisschen daran, dass man was nachzuholen hatte. Ein paar Serien haben das diesen Herbst dennoch geschafft: Babylon Berlin Staffel 3, Long Way Up und jetzt Queen’s Gambit.

Bild: Netflix

Queen’s Gambit ist für mich bisher (und viel kommt ja nicht mehr) die Serie des Jahres. Eigentlich geht es um Schach, und dann aber doch darum, auf gesunde Art erwachsen zu werden, den eigenen Weg zu finden, das notorische Kindheitstrauma zu verarbeiten, sich durchzusetzen ohne hochmütig zu werden und eine neue Familie zu finden, wo es die alte nicht mehr gibt. Eine schöne Parabel auf das Leben, noch dazu mit einer fantastischen Schauspielerin. Ich geb mal eine 5/5, bin restlos begeistert.

Devs hingegen lässt mich irgendwie gleichgültig zurück. Klar, gut gespielt, spannend und doch nichts, was einen bleibenden Eindruck hinterließe. Kann kaum mehr dazu sagen. 3/5.

Und eigentlich interessieren mich die Royals nen feuchten Kehricht. Das hat mich damals nicht davon abgehalten, Staffel 1 von „The Crown“ zu schauen und zu lieben. Danach habe ich nicht weiter gemacht. Aber jetzt ist Gillian Anderson als Maggie Thatcher zu sehen. Paraderolle, würde ich sagen. Das könnte ziemlich viel Spaß machen. Der Rest: möh.

Video- und Fotostudiosetup als Minimalist: Gibt ja so einiges, was man kaufen kann. Und schaut man sich entsprechende Videos an, braucht man mindestens 30 Sachen vom Monitor über drei Stative und einer Fernbedienung hin zum 10-fachen Lampenset.

Ich hatte mehr so an drei Sachen gedacht: Kamera, Stativ, Lampe. Na gut, ein Mikro noch dazu. Habe ich aber schon, Stativ und Kamera auch. Die tausche ich wahrscheinlich noch aus, ich mag die nicht. Fehlt eine Lampe. Oder?

Quick-and-Dirty-Lösung nach ein wenig Recherche: eine 10-Watt-starke (100-W-Äquivalent) tageslichtweiße LED in die Deckenlampe schrauben. Vielleicht noch eine zweite dazu in die Wohnzimmerlampe. Perfekte Drei-Punkt-Beleuchtung, wenn man das Fenster mitzählt. (Okay, heute kam da kein Licht durch.) Werd morgen mal ausprobieren, ob das so reicht.

Nach 30 Jahren hörst du von einem ehemals recht erfolgreichen Popsänger erst wieder was und dann ist das sowas Cooles:

Bild des Tages:

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Möh

147: The Botanix

Autumn live: Dieser, äh, Baum wirft alle Blätter auf einmal ab. Ich verstehe offensichtlich nichts von Botanik (s.u.) aber ist das so normal?

Eine Stunde später waren dann auch wirklich keine Blätter mehr am Baum:

Und wo wir gerade bei dem Thema sind: der Megafail. Ganze 4 Wochen hat der Farn in meinem Bad überlebt. Ich war immer gut zu ihm, hab regelmäßig gegossen… Das ist die dritte Pflanze, die angeblich kaum Licht braucht, die in meinem Bad (kleines Fenster mit Nordseite) eingeht. Hat einer eine Idee warum?

Jetzt kommt da auf jeden Fall eine Ikea-Plastikpflanze hin. Ja, Umwelt, ja asi. Aber bin ich nicht auch eine Umweltsau, wenn ich jetzt noch die vierte Pflanze über den Jordan schicke?

Köln <3

Luftfilter im Test. Jetzt bin ich mal sehr gespannt auf die Luftqualität in meiner Wohnung in der City:

Jeden Abend sitzt da ein paar Stunden lang einer auf der Straße vor meinem Fenster im Auto und daddelt mit seinem Smartphone herum. Warum er das macht, weiß ich nicht, aber ich freue mich langsam, dass er da ist. Das sind die Konstanten, an die man sich in diesen Zeiten hält…

So wie YouTube gerade ist, so könnte es bleiben. Es ist das erste Social Network (wenn ihr so wollt), das genauso läuft, wie es mir Spaß macht. Ich habe etwa 20 Kanäle abonniert, ich bekomme Clips zu Fußballspielen, wirklich gute, unaufgeregte und dennoch nicht langweilige Technikreviews, habe ein paar YouTuber, die ich einfach gerne sehe, Inhalt fast egal, und nebenbei ist der YouTube-Algorithmus ziemlich gut darin, mir Videos aus meinen Interessensgebieten anzuzeigen, die mich interessieren. Und ja, hin und wieder lade ich auch selber was hoch, wenn eigentlich nur Demo-Videos. (Mal sehen, was sich da noch verbessern lässt.)

Kein Hass, keine Hektik, keine heliumgefüllten Selbstdarsteller, nichts, was einen anbrüllt. Ich bin gerne da.

Was mich auf den Gedanken bringt: Lohnt es sich vielleicht, auch anderen Social Networks noch einmal eine Chance zu geben? Ein kompletter Neustart auf Twitter etwa? Nur noch den Leuten folgen, die was Schönes zu sagen haben, nichts mehr dort wollen oder müssen, Hass und Dummheit der Leute ganz draußen lassen. Geht das überhaupt?

Ich bin noch nicht so weit, aber ich denke drüber nach.

Vielleicht reicht mir aber auch erst einmal YouTube.

Erstaunliche Erkenntnis: Ich werde auf meine alten Tage noch ein ganz anständiger Koch. Voilà: Mein allererster selbstgekochter Erbseneintopf:

War gar keine Hexerei. Ich hatte mir ein Rezept angeschaut, ansonsten aber improvisiert. Musste noch was Maggi dran, vielleicht hätte auch Majoran gut getan. Ansonsten fehlte geschmacklich nix. Kleines Schmankerl übrigens: Statt Knabanossi oder Wiener griff ich zu Sucuk. Und das passt erstaunlich gut. 😉

Mehr habe ich heute nicht, Bilder seht ihr oben. Wer einen grünen Daumen hat, möge ich bitte melden! 🙂

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:)

146: Weekend Edition

Und wenn wir einfach nur im Januar und Februar auswandern? Irgendwohin, wo sie Ende Dezember keine staatlichen Superspreaderevents organisieren?

Den Aerosol-Rechner auf Zeit.de finde ich hochinteressant. Auch wenn es da leider keine verlässlichen Zahlen für Nicht-Kontakt-Sportarten in Turnhallen gibt. Hab mal alles auf Maximum gesetzt. Könnte schlimmer, könnte besser:

Dit arme dier! Wobei, lachen musste ich bei der Geschichte schon:

Fugging pity 🙁

Mein Beitrag für den Weltfrieden:

Das mit den iPad-Apps auf dem ARM-MacBook Air ist jetzt erstmal auch nicht so great wie advertised. Wobei das mit dem Workaround eigentlich ganz gut funktioniert (außer für Netflix). Ich hab darüber mal getrendbloggt:

Nederlands:

Wat? Deine Moeder ist besorgt um deine Gesundheit!

Geneesmiddelen, jaja.

A propos:

Das Zeug ist der Hammer. 👌🏻 Can strongly recommend.

Das iPhone 12 Pro Max macht eigentlich geile Fotos, bis auf die ausgefransten Lichter und die Lens Flare, mit der es echt Probleme hat:

Das hier gefällt mir dennoch:

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:)

145: Unterfordere dich!

Der Gedanke kam mir gestern beim Zähneputzen. Ich glaube, der Mensch ist langfristig am glücklichsten mit einer ganz leichten Überforderung. Sprich: Er kann das anwenden, was er gelernt und perfektioniert hat, lernt aber noch Neues dazu, meistert neue Herausforderungen und verlässt hin und wieder seine Komfortzone, was sich immer lohnt, auch wenn es anfangs stressig ist.

Gängiger sind eigentlich eine dauernde Unterforderung (stupide jeden Tag dasselbe machen) oder eine starke Überforderung wie dauernde Fortbildungen zusätzlich zur 60-Stunden-Woche.

Ich plädiere dafür, dass wir uns hin und wieder mal komplett unterfordern. Gar nicht mal nichts tun, das wäre zu schwierig (ja, schwierig!), mehr so eintönige, einfache Aufgaben erledigen. Stundenlang. Bildgrößen ändern, Dateien umbenennen oder, im Haushalt, Wäsche falten, Tische abwischen, Spülen, Rasenmähen.

Diese kleinen Dinge unterfordern uns so sehr, dass wir zum Nachdenken kommen und kreativ werden. Sollten wir eigentlich ein paar Stunden pro Woche mit verbringen.

Am neuen MacBook Air mit M1-Chip fällt eigentlich gar nicht auf, wie schnell er eigentlich ist, bis man es mal zufällig entdeckt. Neulich merkte ich, wie schnell das Ding Bilder bearbeiten kann. Heute fiel mir auf, wie schnell es Vorschaubilder anzeigen kann, wenn ich mal von Hand durchscrolle. Schaut mal im Video oben. Die Verzögerungen da am Anfang kommen durch mich zustande, nicht das System. Versucht das mal bei euch!

Yee-hah!

Das nennt ihr krass? Also das nenne ich krass:

Wobei der so viel mehr Punkte als ich auch nicht hat… 😩

Bild des Tages:

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Hm

144: Mal anders herum

Man kann einen Tag auch mal anders herum aufzäumen. Ich bin heute gestartet mit ein klein wenig Gymnastik (jaja!), ein bisschen Arbeit, einer Stunde Radfahren über Mittag, zwei Stunden Bürokram, Wäschewaschen, ein wenig Sprachkurs und dann erst die eigentliche Arbeit. Fühlt sich irgendwie alles deutlich entspannter an. Richtig viel geschafft auf der Arbeit habe ich dann aber nicht…

Mittlerweile ist es mir ja fast egal, weil der Impfstoff in den Startlöchern steht. Aber Deutschland, manchmal…

Es wird also jetzt „empfohlen auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten“. Heißt übersetzt: Bund und Länder trauen sich nicht, den Leuten die Silvesterböllerei zu verbieten, weil es sonst zum Aufstand kommt. Die Leute brauchen einmal im Jahr die erlaubte Eskalation, um aufgestaute Aggression zu verböllern.

Verbieten geht nicht, sonst ist eine Woche später jeder zweite Deutsche ein Querdenker (und die andere Hälfte liegt im Krankenhaus). An eine Empfehlung halten sich im obrigskeitstreuen Deutschland aber geschätzte 30-50 Prozent. Und das kann die Notaufnahmen schon hinreichend entlasten, die dann gerade dabei sind, die Opfer der Superspreader aus dem kurzzeitig erlaubten Weihnachtsfest mit der Großfamilie zu verarzten. Die sind dann vielleicht schon aus der Intensiv raus, wenn die reinkommen, die sich Silvester angesteckt haben.

Könntste manchmal echt auswandern.

Aber wohin?

Ach ja:

Bespaar hem zijn leven van dit gedrocht!

Das nimmt langsam etwas Überhand. Fährt bei Kälte und Corona keiner mehr damit?

Pop-up-Kunst auf dem Münsterplatz zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Sperriges Wort, aber notwendiger Tag und schöne Kunst. Und was soll ich dazu sagen? Eigentlich schlimm genug, dass das überhaupt noch ein Thema sein muss. Die Starken beschützen die Schwächeren. So sollte es in einem modernen Land eigentlich sein. Sind wir leider doch noch nicht so modern.

Aufgenommen mit dem iPhone 12 Pro Max. Mein Testbericht dazu ist jetzt auch online.

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Right

143: Back on Track

Seit 5 Wochen lerne ich täglich Niederländisch. Denke ich an diese letzten Wochen zurück, erinnere ich mich auch eigentlich nur noch an Arbeit und den Sprachkurs. Beinhane alles Andere (außer hin und wieder Sport und Seriengucken) ist dabei nach und nach durchs Raster gefallen. War einfach keine Zeit mehr für.

Ich will mich nicht beklagen. Die Arbeit macht Spaß im Moment. Wir haben ein neues Design und ich darf viele schöne Apple-Produkte testen. Und hey, ich lerne nochmal eine Sprache. Die hat die Chance, die erst zweite Fremdsprache zu werden, die ich fließend sprechen kann.

Aber eigentlich hatte ich doch was Anderes vor. Bis Jahresende wollte ich mal mein Leben fertig minimiert haben. Der Zeitplan ist mittlerweile etwas knapp (in einem Monat ist Weihnachten!). Aber zumindest in die Richtung sollte ich mal wieder gehen, zurück in die Spur finden, ausmisten.

Ein guter Anfangspunkt ist ja das, was so sehr nervt, dass es nicht mehr geht, wie meine übervolle „Büroschublade“. Ja, manche haben ein ganzes Büro für ihren Bürokram. Ich hab nur eine Schublade:

Und da ist irgendwie alles drin, was von diversen Aussortierungen noch an Büromaterial da ist. Kabel, Kamera, Tesafilm, 1 Tablet, Briefumschläge, Papier, Stifte. Nachdem ich ja neulich schon papierlos geworden bin, kann doch da sicher was von weg. Erst mal alles raus damit…

Das seht ihr noch nicht, aber da ist schon eine Vorsortierung drin. Je weiter links, desto eher würde ich’s behalten. Weg kann eigentlich fast der ganze Papierkram, vor allem alte Umschläge, der Tacker, der Locher, aber auch ein Amazon Kindle… Jemand in Bonn Bedarf?

Und seufz, die Kabel. Es hieß mal, dass USB-C das eine für alle werden sollte. 6 Jahre ist das jetzt schon her, hab gerade mal meinen alten Artikel zum Start von USB-C nochmal rausgekramt… Das sind die USB-Kabel, die ich trotzdem noch behalten muss:

  • USB-C auf USB-C
  • USB-A auf USB-C (zum Laden an einer Solarzelle)
  • USB-A auf Lightning (dto.)
  • USB-C auf Lightning

Genau das hatten wir uns alle gewünscht…

Aber zurück zum Thema. Die Schublade hatte ich erst vor einem Jahr in der Form eingerichtet. Krass, was davon jetzt am Ende alles weg kann…

Und was vorerst übrig bleibt…

Ich schreibe „vorerst“, denn auch darunter sind noch Wackelkandidaten. Ein paar Kabel und Stecker, USB-Sticks, die Powerbank, die externe Festplatte, das Micro, die Kamera, Briefumschläge für die Rechnungen, die ich noch mit Papier verschicken muss (seufz), Visitenkarten (obwohl eigentlich auch noch nie gebraucht), Paketscheine und Paketklebeband.

Auf der Festplatte sind noch die oft beschworenen 80.000 Fotos. Ich kann mich nicht aufraffen… Aber immerhin habe ich mir jetzt bis zur Festplatte hin aufgerafft… Ist ein Wiederanfang.

Niederländisch, die Sprache in der Lehrer „so’n“ nicht als „umgangssprachlich“ ankreiden können. „Ham se noch so’n Kleid?“ <3

Für jeden Smartphone-Testbericht schieße ich meist hunderte Fotos, manchmal sogar hübsche. Die meisten davon erblicken nie das Licht der Welt. Ändern wir das hiermit mal:

Doch, bin ganz zufrieden mit dem iPhone 12 Pro Max. 🙂

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OK

142: Cycling home for Christmas?

Mein letztes Aventure ist schon wieder eine Weile her. Klar, ich probiere, nach nur drei Monaten fließend Niederländisch zu sprechen. Das ist so eine Art Alltagsaventure. Ich würde gerne mehr mit Videos machen, das auch. Aber wirklich unterwegs sein, so echte urbane Abenteuer erleben, gab es lange nicht mehr.

Da kam mir heute die Idee, ich könnte zu Weihnachten mit dem Fahrrad nach Hause fahren, also nach Meppen.

Über Distanz und Kälte mache ich mir da am wenigsten Sorgen. Wären knapp 300 km mit dem Rad, aber das ließe sich auf drei Etappen aufteilen. Meistens ist es gerade um die Jahreszeit erstaunlich mild und wäre eine Frage der Ausrüstung. Und sollte es glatt sein, würde ich eben nicht fahren. Ich sehe eher andere Probleme:

  • Ich bräuchte Unterkünfte unterwegs. Hotels müssten für Reisende öffnen dürfen (dürfen sie gerade nicht und die Aussichten dafür stehen nicht gut.)
  • Das würde auch mehrere unnötige Kontakte bedeuten. Mit dem Auto würde ich einfach fahren und niemanden unterwegs treffen.
  • Zurückfahren müsste ich per Zug, weil ich das Rad auch wieder mitnehmen möchte. Das wären noch einmal deutlich mehr unnötige Kontakte, zumal ich mit vollen Zügen rechne.

Vielleicht verlege ich das doch lieber auf Ostern/nach dem Impfstoff. Aber die Idee gefällt mir irgendwie.

Und wer aus dem Jahr 2019 hierhin zeitreisen und das lesen würde, würde sich denken: Was ist mit dem los? Völliger Soziopath oder was? 😉

45 Tage Niederländisch. Und mit dem DuoLingo-Kurs bin ich offiziell halb durch. Lektion 3 von 6 ist geschafft:

Passt aber nicht ganz, denn Lektion 1 hatte ich nach etwa einer Woche durch. Die Übungen waren kleiner, das ging ratzfatz. Jetzt sind sie viel, viel länger. Um jetzt zur Hälfte der Zeit auf die goldene Mitte zu kommen, habe ich gestern noch einmal 5 quälend lange Stunden daran gesessen. So langsam geht mir der Spaß an der Sache verloren.

Gar nicht mal am Niederländischen. Ich finde immer noch, dass das eine tolle Sprache ist. Es ist DuoLingo, das mir zunehmend die Lust verhagelt. Ewige Wiederholungen, nur gleichviel Punkte wie am Anfang für deutlich mehr Leistung, ein Algorithmus, der mal zu kleinlich, mal zu tolerant ist. Ich mache weiter, aber ich werde mein Tempo drosseln. Das alles in weiteren 45 Tagen zu schaffen, noch dazu in der Vorweihnachtszeit, ist zwar möglich, aber nicht erstrebenswert. Da bliebe zu viel Anderes für auf der Strecke. Wie machen das die Leute nur, die nebenbei noch studieren?

Wie früher schon einmal erwähnt: Das Schwierigste an Niederländisch neben het oder de und der korrekten Schreibweise einiger Wörter sind die false friends:

„Eng“ heißt nicht „eng“, sondern „unheimlich“:

„Schattig“ heißt allen Ernstes „niedlich“. Wird schwer, sich dafür eine Eselsbrücke zu basteln…

„Slim“ ist weder „schlimm“, noch lehnt es sich ans Englische „slim“ für „dünn“ an, sondern heißt: „klug“.

Na gut, „ingewikkeld“ für „kompliziert“ ist schon wieder lustig. 🙂 Das muss man sich nur grafisch vorstellen.

Doch, schön war’s mit „Long Way Up“! Hätte ich nach der ersten Folge so nicht gedacht. Und, ja, vielleicht mussten sie anfangs etwas überproportionert planen. Dafür bekommen die Zuschauer wahnsinnig tolle Bilder und eine ganze Menge toller Typen. Spannende Geschichten irgendwo auch, auch wenn es meistens doch darum geht, wie sie die E-Motorräder und die begleitenden E-Geländewagen wieder aufgeladen kriegen. Doch, wer Apple TV+ noch auf irgendeinem neu erworbenen Apple-Geräte kostenlos nutzen kann: für ein paar Shows lohnt sich das helemaal!

Bild des Tages. Das iPhone 12 Pro Max macht mir irgendwie Spaß, obwohl oder gerade weil die Kamera eine etwas unwirkliche Stimmung erzeugt:

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Tech

141: MacBook Air M1

Vorgestern kam es schon, bisher fand ich nur abends Zeit, mich ein wenig damit zu befassen. Heute dann mein erster Arbeitstag mit dem neuen MacBook Air mit Apple-M1-Chip. Was heißt M1? Apple setzt nicht länger auf Prozessoren von Intel, sondern stellt jetzt eigene her, die vom Aufbau her eher Smartphone-Chips sind – besonders leistungsfähige Smartphone-Chips. Damit sollen die Macs noch schneller werden und trotzdem länger mit einer Akkuladung durchhalten. Aussehen tun sie aber erst einmal genauso:

Mein erster Eindruck ist gemischt. Eine geschlagene Minute brauchte das MacBook, um sich bei der Einrichtung mit meinem WLAN zu verbinden. Hallo, jemand da? Erstmal nichts mit schnell.

Zweiter Eindruck: Es funktionieren nicht mehr alle Apps auf Anhieb. Nach der Installation lassen sich Pixelmator und WhatsApp Desk nicht einfach über ein „Öffnen“ im Mac AppStore starten. Bei einem Doppelklick aus dem Finder kommt dann die Info, ich müsse erst eine Zusatzsoftware installieren: Rosetta. Vereinfacht gesagt eine Umgebung, die alte Apps auf dem neuen System zum Laufen kriegt. WhatsApp Web startet dann mit etwas Schluckauf und nicht gerade schnell. Pixelmator dann aber doch.

iMovie braucht beim ersten Mal 5 Sekunden, um zu starten. Firefox reagiert erstaunlich träge. GarageBand, Apple TV und Karten sind schneller. Stimmt das also jetzt mit der höheren Geschwindigkeit? Too soon to tell.

Meine große Hoffnung ruht ja auf iPad-Apps, die sich jetzt auch auf dem Mac nutzen lassen – wenn die Entwickler sie für macOS bereitstellen, und das haben bisher erst erstaunlich wenige getan. Ich habe fast nichts gefunden, was ich gesucht habe: DuoLingo, Gmail, Netflix… erst einmal Fehlanzeige. Die ersten Reviews darüber sind auch nicht gerade rosig. Apps, die schlecht auf Mauseingaben reagierten, Fenstergrößen, die sich nicht anpassen ließen. In der iPhone-App InShot, die ich erfolgreich installiert habe, blinkt ein Werbebanner. Eine User Experience wie auf Chrome OS…

Sieht ja toll aus… iPhone-App InShot mit kleiner Fensterbreite, die sich nicht anpassen lässt. Oben blinkt ein Werbebanner.

Zumindest in den ersten Tagen. Denn das kann und wird sich alles noch erheblich verbessern. Marques Brownlee fasst in seinem Review dazu passend zusammen, dass jeder, der sich jetzt schon einen M1-Mac kauft, erst einmal irgendwo ein Beta-Tester ist. Hat er nicht ganz Unrecht mit, kann ich aber gut mit leben. Sowas teste ich gerne, solange der Rest weitestgehend stabil läuft.

Erste Benchmarks verblüffen derweil wohl auch Pessimisten. Und die Akkulaufzeit ist bisher erfreulich. Nach 9 Stunden Laufzeit sind noch 27 Prozent Restakku übrig. Über den ersten Arbeitstag hat mich das Ding also problemlos gebracht. Die von Apple propagierten 15 Stunden „drahtloses Surfen“ werden es aber wohl nicht ganz werden.

Und, ach ja. Dieses Bild von Apple-Manager Craig Federighi während der Keynote zum M1-Mac wurde zur Ikone einer ganzen Generation machte die Runde:

Stimmt das mit dem instantanen Aufwecken? Joa, geht so. Das probeweise Schlafenlegen hat schon einmal 5 Sekunden gedauert, beim Wiederaufwecken war das Gerät noch nicht ganz „runtergekühlt“, schaltete den Bildschirm ein, wieder aus und wieder ein, allerdings mit deutlich reduzierter Helligkeit.

Ist also alles wirklich noch ziemlich beta, wird hoffentlich schnell besser, macht aber schon Spaß. Und heiß wird das Gerät bisher tatsächlich auch gar nicht, auch wenn der Lüfter fehlt. Denke ich da an mein MacBook Pro, bei dem ich nach 15 Minuten keine Heizung mehr brauche, wenn ich es auf dem Schoß sitzen habe… Die Richtung stimmt!

Apple, Apple und immer wieder Apple. Nach dem iPhone 12 Mini teste ich jetzt das iPhone 12 Pro Max. Und entweder habe ich’s mit den Augen oder die diesjährige iPhone-Generation macht eher gelbstichige Bilder. Die Qualität ist sonst allerdings in Ordnung:

Die größten Herausforderungen an Niederländisch sind bisher Wörter, die sich weder aus Deutsch noch aus Englisch herleiten lassen, zum Beispiel „hersenen“ (Gehirn), und falsche Freunde:

Slecht humeur ist also kein schlechter oder derber Humor, sondern schlechte Laune. Jede Sprache hat so ihre Tücken…

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OK

140: Normalität

Ein Abend mit drei Leuten aus drei Haushalten – ist eigentlich schon nicht mehr erlaubt. Die Frage ist: Wie hält man in diesen Zeiten eigentlich die Normalität noch aufrecht? Es ist ja nicht verboten, noch Spaß zu haben, sich gut zu fühlen, andere Menschen zu treffen. Es muss nur unter genauer definierten Regeln erfolgen. Aber ganz darauf zu verzichten – würde uns schon komplett ins Chaos stürzen. Wie machen wir das?

Sportart gesucht: Tischtennis darf und mag ich gerade nicht, Fitnessstudio dto., zuhause ein paar Gymnastik-Übungen alle paar Tage (täglich habe ich nicht durchgehalten, hab Nacken davon bekommen) ist es auch nicht. Outdoor-Gym ist trotz Abständen gerade nicht erlaubt (zu viele Haushalte, s.o., könnte in meinen Augen eigentlich erlaubt werden), Laufen ist schwierig bei mir, mein Knie muckt wirklich auf, ich vermute den Meniskus. Peloton und Gedöns: sich jetzt irgendeinen fetten Heimtrainer in die Wohnung zu stellen, ist auch nicht meins. Das einzige, was ich überhaupt noch mache, im Moment, ist Radfahren. Aber das geht auch nicht jeden Tag, zumal es meistens dunkel ist, wenn ich dazu Zeit habe. Jemand eine Idee?

Das iPhone 12 Mini – ich habe sehr wenig daran auszusetzen, habe es „Die große Zuflucht“ genannt. Und doch. Für mich selbst ist das noch nicht einmal zu klein. Ich bin vor allem was sauer auf Apple wegen der Kamera. Nur Weitwinkel und Ultraweitwinkel. Das braucht doch keiner™. Der Trend geht gerade zu immer mehr Weitwinkel und weg von Tele-Linsen mit 2-, 3-, 5- oder 10-fach-Zoom, dabei war das eine hocherfreuliche Entwicklung. Nicht immer kannst du mit deinen Füßen heranzoomen, und was mir hier schon fehlt, ist noch nicht einmal eine Tele, sondern eine Normalbrennweite. Matthias stand mit seinem Galaxy S10e neben mit und hat mit der normalen Kamera den Kunsthund unten doppelt so groß draufbekommen. Das darf doch nicht wahr sein!

Und, ja, schöne Bilder macht das iPhone 12 Mini trotzdem:

Auch wenn Nicky meinte, das sähe real ganz anders aus. Real, real, wer spielt schon für Real?

(Toni Kroos. Und der hat gestern vom Kicker eine „6“ bekommen.)

Ich meinem, zoomt hier mal rein: ihr könnt noch Details hinter dem Fenster erkennen. Probiert das mal mit eurer Handykamera!

Oder hier den Mond sehen:

Wobei ihr halt mit dem iPhone 12 Pro Max eben noch deutlich näher (und ohne sichtbaren Qualitätsverlust) heranzoomen könnt:

Teste ich jetzt erstmal das.

Boris, ich guck noch nach, wie das mit dem Display aussieht!

Seht zu!

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Hm

139: Weihnachten ohne Social Pressure

Das wäre mal eine Challenge. Eigentlich versuche ich, mir Weihnachten jedes Jahr egaler sein zu lassen, aber es klappt immer noch nicht so ganz. Sind mir die beiden Hauptweihnachtstage mittlerweile ziemlich egal, finde ich die Vorstellung grausig, an Heiligabend alleine zuhause sitzen zu müssen.

Dieses Jahr scheint das eigentlich einfacher denn je, da Weihnachten wahrscheinlich sowieso ausfallen wird. Das würde bedeuten, wir könnten uns den ganzen Geschenkekram sparen: Wir schenken uns der Wirtschaft zu Liebe einfach jeder selbst was, und gut is‘?! Aber der Zugehörigkeitskram an Heiligabend wäre genauso vorhanden. Intakte, glückliche Familien können gemütlich zuhause feiern. Alle anderen werden an ihr ausbaufähiges Sozialleben erinnert.

Wäre kein Corona, hätte ich dieses Heiligabend gesagt: Ich schnappe mir irgendwen, der Heiligabend so gesehen auch niemanden hat, gehe mit ihm oder ihr in die Weihnachtsmesse und danach gehen wir in die Kneipe einen trinken. Und jeder, der möchte, kann zu einem der beiden Events oder zu beiden einfach dazu kommen. Dann kriegt auch noch jeder einen Schoko-Weihnachtsmann von mir als Geschenk. Und zack: niemand mehr einsam.

Jetzt mit Corona sieht’s was schwieriger aus. Man wird irgendwo schwanken zwischen „Is alles nicht so schlimm, dieses Jahr ist eh alles anders“ und „Die, die verheiratet sind und Kinder haben, wissen jetzt irgendwie genauer, wo sie hingehören.“

Die Challenge also: Keine Social Pressure an Heiligabend und irgendwas Corona-Taugliches finden für den Abend…

Wird nicht leicht…

Neues MacBook Air ist da und ich kam gerade mal dazu, es notdürftig einzurichten (langer Arbeitstag). Es brauchte eine geschlagene Minute, um sich mit meinem WLAN zu verbinden. Das hätte schonmal besser losgehen können…

Im Vergleich zum MacBook Pro (2019), auf dem ich gerade noch tippe, hat es auch eine (für mich) neue Tastatur. Auf die bin ich besonders gespannt.

Oh, und dann war heute anscheinend noch ein Schland-Spiel, und der Spanier hat 6:0 gewonnen…

Und ich wundere mich gerade, wie herzlich egal mir das ist. Klar, historische Niederlage und so (letztes mal so hoch war in den 1930ern, sagt der WDR). Aber Nations League: joa. Ich kenne niemanden, der den Spielen dort entgegenfiebert, geschweige denn genau verstanden hat, wozu dieses Turnier eigentlich gut ist und was man da gewinnen kann.

Also entweder gibt es mittlerweile zu viele überflüssige Turniere, oder Corona hat uns doch ein wenig gelassener gemacht. Das gäbe mir Hoffnung in Bezug auf Weihnachten.

Pff, mit so einer billigen Werbung wollt ihr mich in euren verranzten Laden locken?!

Das ist doch viel… zu… warte mal.

Ich sollte gehen, aber ich kann. nicht. aufhören. zuzusehen…

Würde gerne noch einen krönenden Abschluss schreiben, aber ich muss da oben weiter zugucken. Müsster euch heute mal selbst was ausdenken… Ciao… ciao…

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Yeah

138: Nederlands

Das sind schon eine verrückte Sprache und ein ulkiges Völkchen …

Das Opfertier ins Schlachthaus?

Nee, das Opfer ins Krankenhaus. Schlachtopfer. Ts…

Kaufen und tun sind (manchmal) das gleiche Verb:

Boodschappen. <3

Humor ist bei denen gleichbedeutend mit Stimmung…

Winkelwagen. 🙂

Verdrietig. 🙂

I feel you bro…

And you…

Und überhaupt:

Een moeilijk huwelijk – wenn man das fehlerfrei schreiben kann, ist man irgendwo auch angekommen. 🙂

So, die Folgen 2 und 3 von Long Way Up haben für die dekadente 1. Folge komplett entschädigt. Sie haben trotz allem fette Probleme, ihre Motorräder in Feuerland aufzuladen, die Autos bleiben liegen. Es ist bitterkalt und sie wissen nicht, ob sie die einzige Fähre noch erwischen…

Bild: Apple, Long Way Up Productions

Und überhaupt zeigen sie da wunderbare Bilder, treffen die nettesten Menschen (A(d)venturer!), fahren einfach bei irgendwelchen Leuten auf den Hof und werden prompt zum Essen eingeladen. Darunter mischen sich absurd komische Szenen wie die, wo sie in einem kleinen Laden was einkaufen und dort der Fernseher läuft. „Hey, den Film kenne ich, da spiele ich doch mit!“, freut sich Ewan. Und der ganze Laden guckt 20 Minuten lang den oppulenten Sandalenfilm, bis endlich die Szene kommt, in der ein 15 Jahre jüngerer Ewan seinen kleinen Auftritt hat.

Nee doch, macht mittlerweile richtig Spaß. Noch dazu war ich zum ersten Mal seit Monaten wieder mit Kopfhörern unterwegs, um Musik zu hören. Die ziemlich coole (inoffizielle) Playlist von Long Way Up.

Ich komme aus dem Apple-Universum derzeit nicht raus. Aber das ist schon echt beeindruckend:

Bild des Tages:

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Argh

137: Not macht verschwenderisch

Ich bin mit meinen aktuellen Serien durch (The Handmaid’s Tale S03 kriegt am Ende noch die Kurve, Cobra Kai S02 hält das Niveau, ist allenfalls jetzt mehr Dramedy als Comedy), also Zeit für was Neues. Der Trailer von The Long Way Up mit Ewan McGregor auf Apple TV+ neulich hatte mich überzeugt. Der will mit seinem Main Man auf Elektro-Motorrädern von Feuerland nach Los Angeles brettern. Abgebretterte Idee!

Das klingt ein wenig wie eine moderne Version der „Reise des Jungen Ché“ (The Motorcycle Diaries), die Verfilmung der Tagebücher von Ernesto „Che“ Guevara, der Anfang der 1950er mit seinem besten Freund auf Motorradreise durch Südamerika fährt. Ihr Motto dabei: Improvisation.

Die beiden Jungs kommen aus gutem Hause, haben aber trotzdem nicht viel Geld dabei, haben zwar einen groben Plan im Hinterkopf, lassen sich aber vornehmlich treiben. Sie schauen mal, was der Tag so bringt. Die klassische Reise ins Ungewisse. Oft liest oder hört man Beiträge von Leuten, die es gewagt haben, ihren Job zu schmeißen um dann irgendwann mit den wenigen Ersparnissen, die sie hatten, gewagt, aufzubrechen. Durch Afrika nach Kapstadt, durch Asien bis Peking oder gleich einmal um die Welt. Den groben Plan im Hinterkopf, aber der Weg dahin: das eigentliche Ziel.

Improvisación, sagen wir’s mal so, ist das Motto der Protagonisten von „The Long Way Up“ nicht. Acht Monate vor dem Start der Tour stecken sie mit der Produktionsleiterin die Köpfe zusammen und haarklein die Route ab. Das mag man kleinlich finden, aber es ist natürlich irgendwo ehrlich. Wenn die Nutzer zuhause auf ihren shiny Apple-Geräten eine shiny Serie sehen wollen, dann darf man wenig dem Zufall überlassen. Außerdem fährt natürlich ein Filmteam mit; es käme nichts Shiniges dabei heraus, wenn wir nur Material aus den Helmkameras der beiden Protagonisten bekämen.

Und hier nimmt die erste Folge von „The Long Way Up“ Dynamik auf. Es müssten Elektromotorräder mit einer genügenden Reichweite her, und weil der Ewan ein halber Öko ist, soll auch die Filmcrew sie in Elektroautos begleiten. Dafür treffen sie sich mit spezialisierten Herstellern an verschiedenen Orten in den USA.

Um das alles irgendwie zu koordinieren, wird dann – erster WTF-Moment – ein Office eröffnet, in London.

Warum jetzt ausgerechnet London, wenn McGregor in Los Angeles wohnt, an die Südspitze Südamerikas will und die Produktpartner über die USA verteilt sitzen? So richtig wird das nicht erklärt. Weil Apple offenbar genug Geld überwiesen hat. Wir sehen Bilder von den urigen Londoner Taxis, das Team die Möbel in ein gemütliches Bureau in Downtown London einräumen, einen Haufen Mitarbeiter vor schicken Macs sitzen, die irgendwas koordinieren und austüfteln. Was kommt als nächstes, fragt man sich, die Expansion nach Asien?

Die Details sind wichtig, klar. Zum Beispiel: Wo lädt man denn die Akkus der Motorräder und Autos unterwegs eigentlich wieder auf? Ist ja schließlich nicht LA da unten. Um das besser einschätzen zu können – zweiter WTF-Moment – bestellt man von der argentinischen Botschaft ein paar Diplomaten ein. Mit denen geht es um die argentinische Ladeinfrastruktur, das Stromnetz und wo es da eigentlich am schönsten ist. Die nicht ganz so überraschende Erkenntnis: Rund um den Speckgürtel von Buenes Aires und Córdoba seid ihr gut aufgestellt, schwieriger sieht es im peripheren Süden aus. Hübsch is‘ aber eigentlich überall.

Macht außerdem nichts, weil man ja noch ein paar Kontakte in der Hinterhand hat. Der nächste Termin ist bei Rivian, einem noch nicht ganz so bekannten US-Hersteller für Elektro-Offroader. Deren Vorzeigemodell ist eigentlich noch gar nicht auf dem Markt. Aber man kann ja mal fragen, ob sie für den Ewan und sein Team nicht schon mal einen Prototypen bauen können.

Können sie, und, ach ja: bei der Gelegenheit hat sich Rivian entschieden, auch die Ladeinfrastruktur für die Reise aufzubauen, weil: ihr braucht ja Ladepunkte unterwegs, klar.

Moment mal: was?! Ja, richtig gelesen, Rivian baut extra für die Show ein Netz von 150 Ladepunkten entlang der geplanten Route in Südamerika auf. „Das wird natürlich eine Herausforderung für unser Team“, sagt die Mitarbeiterin. Ach…

Und spätestens hier ist die Idee der Improvisation völlig auf den Kopf gestellt. Es geht nicht mehr darum, sich vor Ort zurechtzufinden und zu lernen, entbehrungsreich zu leben, den Weg als Ziel usw. Der Ansatz ist hier: was es vor Ort nicht gibt, bringen wir halt mit oder lassen wir uns schnell dahinsetzen.

Und als Zuschauer sitzt du fassungslos davor und weißt nicht, ob du weinen oder lachen sollst. Warum überhaupt elektrisch fahren, während die unterschiedlichen Teams aus mittlerweile Dutzenden Mitarbeitern und Projektpartnern von drei Standorten aus mit Schiffen und Flugzeugen Autos, Motorräder, Filmequipment, Schneidetische und Logistik nach Kap Hoorn verladen? Ökologischer Fußabdruck anyone?

Aber irgendwo macht das auch Spaß zu sehen, wie die Jungs das neueste vom Neuesten bekommen und damit die Wildnis unsicher machen können. Und irgendwie rührend zu sehen, wie ein Team von Harley Davidson wochenlang seine Freizeit opfert, um die Motorräder für die beiden Protagonisten nach Feierabend noch Anden-tauglich zu machen und sogar die Reichweite von 70 auf über 100 Meilen zu erweitern.

Jetzt wird interessant zu sehen sein, wie der ganze Tross sich tausende Kilometer über Schotterpisten kämpft (wenn sie die nicht auch noch vorher schnell asphaltieren). Nur Überraschungen kann es so eigentlich nicht mehr geben. Ihr seht mich trotzdem irgendwo fasziniert. Und das war erst die erste Folge…

Ihm zu seinem türkisen Schal gratulieren.

Bild des Tages, shot on iPhone 12 Mini:

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Yeah

136: Einfach mal yeah

Drei lange Tage habe ich überlegt, welches Smartphone ich eigentlich vor dem S10 hatte, das in Kürze zwei Jahre alt wird. Drei Tage, und ich kam nicht drauf.

Als ich vorhin mit dem iPhone 12 Mini durch die Straßen zog und ein paar Fotos von der Gegend machte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Es war das iPhone SE. Und das 12 Mini erinnert mich wie kein anderes daran.

Warum nur hat das so wenig bleibenden Eindruck hinterlassen?

Und warum gibt es überhaupt nichts Wichtigeres hier zu berichten?

Vielleicht weil ich schon gestern alles zu Corona und Weihnachten gesagt habe?

Weil es um Trump langsam ruhiger wird?

(Verstörende Idee übrigens: Er könnte 2024 noch einmal antreten!)

Oder weil wir heute gerelauncht haben?

Hab übrigens schon lange nicht mehr so viel Spaß mit einem Testgerät (und dem Darüber-Schreiben) gehabt wie mit dem Samsung Galaxy Z Fold2 5G, und ich glaube, das merkt man auch. 🙂 Vielleicht auch, weil’s das Dekadenteste war, was ich jemals ausprobieren durfte.

Seit ich wieder ein paar modernere Smartphones teste, wirkt übrigens die Kamera in meinem S10 immer weniger sensationell. Hat das früher schon immer so gerauscht oder ist das neu? Irgendwas ist da seltsam. Die Bilder des iPhone 12 Mini (links) hinterlassen im Vergleich zum S10 jedenfalls einen sehr guten Eindruck.

5G funktioniert auf dem iPhone 12 Mini dafür bisher nicht, das scheint etwas komplexer zu sein:

(Vom iPhone 12 Mini macht das Galaxy S10 dann doch wieder ein hübsches Bild.)

Dafür hat die Speedtest-App, die ich heute viermal benutzt habe, um zu gucken, ob schon 5G da ist, mal eben schnell 1,1 GB (!) dafür verbraucht. 😱 Ich hab auf meiner Telekom-Prepaid-Testkarte überhaupt nur 3 GB…

In den Niederlanden sind Cousinen und Nichten dasselbe?! 😳

Ich geb zu, ich hab auch meine Schwierigkeiten, bei Familienkonstellationen immer den richtigen Begriff zu erwischen, aber einen Unterschied sehe ich da schon…

Schoonmoeder ist jetzt wieder ein ulkiger Begriff. Wörtlich übersetzt: Saubermutter.

So, dann haben wir’s heute. Bild des Tages habt ihr ja schon (oben). Macht’s gut! 🙂

Na okay, eins noch (wieder vom 12 Mini, weil’s so schön war):

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Hm

135: Weihnachten ausfallen lassen

Sieht so aus, als würden die Maßnahmen des Corona-Lockdowns langsam wirken. Oder genauer gesagt: Die Ankündigungen derselben vor gut zwei Wochen könnten sich mit etwas Glück in Kürze bemerkbar machen. Dies Wochenende müssen wir vielleicht noch abwarten, das ist dann zwei Wochen nachdem sich alle noch ein letztes Mal in der Kneipe abschießen konnten. Aber dann sollte es langsam runtergehen mit den Zahlen.

Wäre auch bitter nötig. Die Intensivstationen sind jetzt schon am Limit. (Was immer genau das heißt. Also bedeutet „am Limit“, dass man kurz davor ist, dass es schon nicht mehr geht oder genau da? Kleine Haarspalterei, aber nicht ganz unwichtig.)

Wir kommen wahrscheinlich nochmal um das Schlimmste drumrum. Vielleicht kriegen wir die Zahlen dann im Dezember sogar wieder so tief, dass wir alle gemütlich mit der Familie Weihnachten feiern können. Heiligabend können wir endlich wieder in der Kirche „Stille Nacht“ singen, am 1. Weihnachtstag die Eltern besuchen und am 2. die Schwiegereltern. Dann fluten wir in den Tagen danach die Cafés und Restos und treffen lange nicht gesehene Freunde, die gerade in der Stadt sind und wiederum ihre Familie besuchen und dann gehen wir in die Fußgängerzonen zum Umtauschen und Nach-Christmas-Shoppen und… das ist alles eine ganz, ganz blöde Idee.

Können wir Weihnachten nicht einfach mal ausfallen lassen? Kein Geschenkestress, kein Punk, ein leckeres Essen zu kochen, das doch wieder verbrennt, kein erzwungenes trautes Familienglück, das vielfach gespielt ist. Vielleicht fühlen sich dann endlich einmal ein paar dutzend Millionen Menschen in diesem Land am Tag aller Tage nicht einsam. Und wir könnten sogar verhindern, dass uns der Januar komplett um die Ohren fliegt. Klingt besser, je länger ich darüber schreibe. 🙂

Und unsere Lieben? Könnten wir, unter strengen Corona-Maßnahmen, auch vorher oder hinterher jeder einzeln mal besuchen. Vielleicht sogar mit kleinen (!) Geschenken vom Formate eines Schokoweihnachtsmanns, damit die Wirtschaft auch etwas davon hat.

Vermutlich wird es sowieso so kommen. Aber wenn wir das Ganze einfach jetzt schon absagen, gibt es kurz vorher weniger Geschrei.

Für Apple war der Switch zu den eigenen M1-Chips so epochal, man hat sogar den „I’m a PC guy“ wieder reaktiviert:

Kollege Daniel und ich haben drüber getrendcastet. Ich hatte ehrlich gesagt noch gar keine Zeit, mir das anzuhören. Außerdem höre ich mich so ungern selbst. Aber wenn ihr mögt, sagt gerne mal, was ihr davon haltet.

A propos: Life the way it should be, according to Apple:

Warum ich dem grassierenden Trend zu Ultraweitwinkelobjektiven in Smartphone-Kameras wenig abgewinnen kann:

Sie kosten wenig, sie bringen mehr aufs Bild, sie bieten ungewöhnliche Perspektiven. Sie lassen mich seekrank werden, wirken schnell langweilig, verzerrt und unnatürlich und man wird sie bald nicht mehr sehen wollen. Mit Tele-Objektiven können die Leute eigentlich viel mehr anfangen. Ich würde mich freuen, wenn die Smartphone-Hersteller in die Entwicklung wieder mehr Energie stecken würden.

Let’s have a last look. Relaunch coming up:

Geht mir auch immer so…

Ist das nicht bisschen umständlich formuliert?

Bild des Tages:

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Yeah

134: Werde ich auf meine alten Tage doch noch Apple-Fanboy?

Nein, dazu bin ich zu sehr Skeptiker. Speicherupgrades machen sie zu teuer, ein iPad und eine Apple Watch brauche ich nicht, iPhones sind toll, aber die Chinesen bei der Hardware vielfach trotzdem weiter, und wann, endlich, wird es ein MacBook mit Touchscreen geben?

Trotzdem fiel es mir noch nie so leicht, einen so teuren Impulskauf zu tätigen:

Ein neues MacBook Air mit dem neuen M1-Chip. Dafür gebe ich mein eigentlich noch recht frisches, aber ungeliebtes MacBook Pro in Zahlung. Die Argumente dafür sind: eine mindestens doppelt so hohe Akkulaufzeit, endlich Schluss mit der TouchBar (wir passen einfach nicht zusammen) und iPad-Apps auf macOS. Spiele, angenehm reduzierte Bildbearbeitungs-Apps: der App Store hat eine tolle Auswahl. Ich glaube, das könnte passen.

Paar feine Sachen macht Apple dann doch…

Corona-Maßnahmen aus der Hölle:

Im Rossmann in der Bonner Sternstraße muss sich jeder Kunde einen Einkaufswagen nehmen. Wäre an sich kein Problem, wäre das Ladenlokal nicht auf zwei Etagen aufgeteilt und der Keller mit einem Einkaufswagen nur per Fahrstuhl zu erreichen. Wo sich ein Pulk von 20 Wartenden gebildet hatte, die sich dann zu zweit in den Fahrstuhl zwängen. Ich hatte eigentlich in den Keller gemusst, aber hab dann den Einkaufswagen zurückgestellt, den Laden verlassen, bin zwei Häuser weiter in den dm gegangen und hab meinen Kram da gekauft. Ganz ohne Einkaufswagenpflicht. Und jetzt habe ich ein veganes Duschgel. 🙂

Na gut, es gibt dort auch keine Einkaufswägen, aber was ist denn das für ein Quatsch? Hat ein Laden Einkaufswägen, dann muss man sie benutzen, um? Ja, um was? Abstände nach vorne und hinten, okay. Aber Rossmänner und dms sind ohnehin immer so eng gepackt, dass man sich im Vorbeigehen nahe kommt. Und die Gefahr, sich ausgerechnet dabei anzustecken, wo doch alle eine Maske tragen… Na ja.

DuoLingo ist richtig tiefgründig manchmal. 🙂

Stimmt nur nicht so ganz. Ist die Zukunft von heute nicht erst übermorgen Vergangenheit? 🤔

Bild des Tages: Never forget. Especially not in days like these.