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Selbstbewusstsein

Just heute ist mir aufgefallen, dass vieles von selbst funktioniert, wenn nur Selbstbewusstsein dafür da ist. Selbstbewusstsein – zumindest geht es mir so – hat man aber nicht zwingend in allen Bereichen, sondern in einigen ja, in anderen nein. (Oder auch gar nicht oder nur, aber das dürften Extrembeispiele sein.)

Ich bin zum Beispiel Journalist, aber sehr, sehr schlecht darin, Interviews zu führen oder zu Ortsterminen zu fahren und dort mit Leuten zu smalltalken. Das kann zum einen natürlich an fehlendem Handwerkszeug liegen (ich kenne keine guten Fragetechniken), an meinem chronischen Desinteresse für andere Menschen (no offense, aber mich interessieren Innovationen mehr als die Leute, die sie entwickeln, und wer gar nichts entwickelt, interessiert mich halt gar nicht, also beruflich ??‍♂️). Zum anderen aber auch daran, dass unbewusst etwas abläuft.

Interessanterweise ist mir genau das bewusst geworden, als ich in den letzten Tagen die 1. Staffel von After Life gesehen habe. Die Hauptperson (gespielt von Ricky Gervais) ist dort Reporter eines überflüssigen Lokalblatts und wird immer rausgeschickt zu irgendwelchen Leuten, die unbedingt in die Zeitung wollen. Seine Aufgabe ist dann zu entscheiden, ob ihre Geschichte Nachrichtenwert hat. Und dazu stellt er eigentlich immer genau die richtigen Fragen.

Als ich das sah, dachte ich: okay, auf die Frage wäre ich auch gekommen. Aber ich hätte sie nicht gestellt, um die andere Person nicht zu beleidigen. Aber wäre das nicht eigentlich mein Job? Und müsste man kritische Fragen nicht einfach nur anders verpacken, damit sie weniger beleidigend sind? Ich war mal auf Presseveranstaltungen, hab als einziger kritische Fragen gestellt und bin teilweise sogar von den anderen Journalisten dafür komisch beäugt worden, warum ich unbedingt die Harmonie zerstören musste. War ich zu kritisch?

Im Technikjournalismus ist es nämlich schon so: Bist du zu kritisch, wirst du ausgeladen (es sei denn, du bist zu groß), kommst nicht mehr exklusiv zu irgendwelchen Produktvorstellungen und erhältst Testgeräte als letzter, wenn überhaupt noch. Also dann, wenn alle Anderen schon darüber geschrieben haben.

Sehr interessant auf jeden Fall. Alleine, weil ich all das im Hinterkopf hatte, hatte ich in der Hinsicht eine Blockade, die mir bei dem Thema auch Selbstbewusstsein genommen hat. Ähnlich ist es bei Lokalterminen. Ich habe mich da sehr oft gefragt, wie ich mich verhalten soll, ob ich die und die Frage stellen kann, wie ich mich kleiden muss, was von mir erwartet wird, ob mich jemand für „komisch“ hält, dass ich am Ende meist völlig verkrampft bei solchen Events aufgetreten bin und dann auch wirklich „komisch“ gewirkt haben muss.

Diese ganze Sache mit Vergangenheitsbewältigung und Minimieren hat mein Selbstbewusstsein in vielen Bereichen mittlerweile tatsächlich gestärkt. Und dazu noch die paar Folgen After Life als Erinnerung…

Heute war ich auf einem Ortstermin und es lief sehr gut. Ich sollte Fotos machen, ich sollte ein wenig mit meinem Gesprächspartner plaudern. Es hat gut funktioniert. Es war mir egal, was er davon hält, dass ich nur mit einem Smartphone fotografiere und filme (und augenscheinlich war es ihm dann auch egal) und ich habe ganz normal mit ihm geplaudert, und ich glaube, ich bin ihm nicht komisch vorgekommen.

Als ich nach dem Termin in der Eifel noch kurz nach Belgien reingefahren bin, mit der Intention, ein paar leckere Pommes zu essen, habe ich etwas Interessantes bemerkt. Ich fuhr über die Grenze, hinter der sofort ein Restaurant kommt und einige Leute schon draußen saßen. Mein ganzes neu gewonnenes Selbstbewusstsein sackte plötzlich in sich zusammen in Anbetracht der veränderten Situation. Denn das innere Team brüllte sofort los: „Belgien = anderes Land. Verstehen die mich da jetzt? In welcher Sprache soll ich grüßen? Ist es unhöflich, wenn ich direkt vor der Tür parke oder sie sofort auf Deutsch anspreche? Darf ich mich da überhaupt hinsetzen oder brauche ich einen Test? Soll ich die Leute grüßen? Was ist denn, wenn ich das tue, und die mir irgendwas zurufen, was ich nicht verstehe? Dann ruiniere ich die Situation für alle. Wie unangenehm.“

Hochinteressant.

Ich durfte mich dann übrigens auch ohne Test hinsetzen, nachdem ich die zweisprachige Kellnerin (französisch/deutsch) nett danach gefragt habe. Auf Deutsch übrigens, weil ich dachte, dass ich ja im deutschsprachigen Teil Belgiens bin, und wenn die ein Restaurant direkt hinter die Grenze bauen, dann bestimmt, weil sie auch Deutsch verstehen. Am Nebentisch saß ein Frankophoner, der gemütlich sein Bier trank und eh nichts von mir wollte. An einem weiteren Tisch saßen drei Typen, die aussahen wie Soldaten im Feierabend, und sich auf Niederländisch unterhielten. Die Kellnerin sprach mit ihnen auf Deutsch. Ich mit ihr auch, und ein paar leckere Fritten und ein alkfreies Bier habe ich auch bekommen:

Quintessenz: Die inneren Stimmen mal analysieren und zur Not zum Schweigen bringen. Und: After Life gucken. Zumindest Staffel 1 kann ich wirklich sehr empfehlen!

Nachdem ich alle alten Bilder nun von meiner externen Festplatte minimiert habe, kommen als letzter offener Posten nun die Bilder vom aktuellen Smartphone dran, das ich seit rund 1/2 Jahr im Einsatz habe. 9.700 Dateien habe ich davon soeben runtergeladen. Wie kann ein Mensch so viele Bilder machen ohne dass er in Urlaub fahren konnte?! ? Es dauert also noch paar Tage, bis ich wirklich fertig bin, aber die letzte Runde ist eingeläutet. Hallo Gegenwart:

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Japan

Hach, Japan… Damals kam ich dazu wie die Jungfrau zu Kind. Eine Freundin von mir sah den Aushang zu einem Aufsatzwettbewerb an der Uni. Der Preis: Eine bezahlte Rundreise für 2 Wochen, viel Kulturelles, Teilnehmer aus ganz Europa, all expenses paid! Und ich so: Ach echt? Japan? Ich würd viel lieber nach China…

Aber na gut, ich hatte gerade studiert, wie man gut schreibt ??‍♂️, hatte eine zündende Idee und gewann den Aufsatzwettbewerb für mein Bundesland. Also ging’s nach Japan. Und meine Güte, hatte ich ein Glück…

2005, Kamera: Sony DSC-P93.

Hiroshima:

Vortrag eines Überlebenden des Atombombenabwurfs auf Hiroshima. Mir kommen heute noch die Tränen, wenn ich das sehe…

Die Kapelle blieb als einziges stehen. Die Überreste hat man als Mahnmal bis heute in dem Zustand von damals erhalten:

Was ich damals gelernt habe: Krieg sind immer die Anderen. Hatten die Japaner im 2. Weltkrieg es verdient, dass man die Bombe auf sie schmeißt? Das tut nichts zur Sache. Abbekommen habe es andere als die, die im Elfenbeinturm saßen und wieder andere in den Tod geschickt haben.

Unsere Reiseleiterin, wie sie uns erklärt, wie man sich beim Besuch einer heißen Quelle nichts weggucken lässt:

Kyoto, Nara? Ich hab leider irgendwann den Faden verloren:

Wir waren eine wirklich tolle, trinkfeste Gruppe aus ganz Europa. Einige Freundschaften halten bis heute. Zwei von uns haben sogar geheiratet.

Der Fuji ist auch nur ein Berg – und nicht immer mit so schöner weißer Kuppe.

Kulinarisch war ich im Paradies und modisch… auf dem Höhepunkt…

Tokyo:

Ein Land das uns so ähnlich ist und doch völlig unterschiedlich. Verrückt.

Ob ich nochmal hin würde? Jederzeit! Aber vorher möchte ich wirklich erstmal nach China…

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Nach Corona

Sonderbare Ideen spuken mir gerade im Kopf herum, was ich nach Corona wohl alles machen könnte. Wobei „nach Corona“ am ehesten „wenn ich Impfschutz habe“ heißt. Also nach derzeitigem Impftempo vielleicht irgendwann im Dezember… Mir kommen da Ideen wie:

  • Mit einem Standup-Paddle-Board den ganzen Rhein ab Bonn stromabwärts fahren. (Okay, das kommt jetzt weniger überraschend)
  • In einen Technoschuppen gehen und die ganzen Nacht abzappeln (das schon eher)
  • Selbst (!) eine Party schmeißen und Gäste zu mir (!) nach Hause einladen.
  • Irgendwo in der Eifel alleine im Wald campieren und es mit Wölfen und Bären aufnehmen (soll’s da geben).
  • 1 Monat irgendwo in den Niederlanden wohnen
  • Umziehen

Was einem halt so in den Sinn kommt… Könnte noch deutlich radikaler, da habt ihr recht.

Was plant ihr?

Me when I’m travelling:

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Regenpussi

Um Ängste zu besiegen, raten sie dazu, sich ihnen sparsam dosiert auszusetzen. Und bei Dingen, vor denen man keine Angst hat, die aber einfach nur unbequem sind?

Da würde ich auch fast sagen: einfach machen und zwar feste druff!

Zum Beispiel fahre ich äußerst ungern im Regen Fahrrad. Selbst mit passender Kleidung nicht. Denn, simmer ehrlich: passende Kleidung dafür gibt es nicht. Irgendwo ist am Ende doch eine Stelle undicht, es regnet rein, du schwitzt, weil es nicht atmungsaktiv ist, es wird kalt.

Ich versuche dem gerade zu begegnen, indem ich mich jetzt einfach ein paar Mal richtig nass regnen lasse, während ich ein paar Radtouren drehe. Nach 1-2 Stunden ist die Tour dann ja meist auch vorbei. Ein wenig Regenschutz ziehe ich an, anderen absichtlich nicht.

Heute lief bereits Versuch Nummer 4, ich habe mich tatsächlich sogar gefreut, dass ich schon direkt im Regen losfahren konnte (¡Motivacíon!), es kam streckenweise gut was runter, und es war auszuhalten, selbst als das Wasser dann sogar igendwann auf den Lörres…

Also ja, es könnte funktionieren. Ich teste weiter, mit dem Wetter ist ja gerade eh nichts anderes anzufangen.

Manche Mediatheken scheine ich doppelt gehabt zu haben. Das Bilderaussortieren in der finalen Runde könnte mit etwas Glück jetzt was schneller gehen.

Android 12 sieht gut aus!

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Vroeger

Es gab anscheinend früher schon mal eine Zeit, an der ich eine Reihe von Videos aufgenommen habe. 2008, weißes MacBook, FaceTime-Kamera. Den Zusammenhang weiß ich nicht mehr. ? (Update: Oh, offenbar hat das Video gar kein Bild).

Auflösung von gestern:

  1. Sorry, das Bild war wohl gar nicht von mir, sondern von Nicky. Ungerade, kein klarer Fokus auf irgendwas.
  2. Eiffelturm nicht ganz drauf (ansonsten eigentlich gar nicht so schlecht, finde ich).
  3. Motiv nicht gut zu erkennen, zu weit weg, unscharf, nicht ganz im goldenen Schnitt
  4. Smartphone nicht ganz drauf auf dem Bild
  5. dto. Gerät zwar ganz drauf, aber das Auge will auch das Kabel darüber ganz drauf haben. Noch besser natürlich, man hätte den Fokus ganz auf das Gerät gesetzt…
  6. Das Fenster über dem eigentlichen Motiv lenkt ab.
  7. Auto vorne und hinten abgeschnitten und insgesamt auch was zu dunkel, aber das lag an der Kamera
  8. Die Schornsteine der Häuser oben abgeschnitten. Die sollten ganz drauf. Sonst gar nicht so schlecht, sogar halbwegs gerade.
  9. Die Flaggenmasten im Vordergrund stören.
  10. Kein klares Motiv, die Frau vorne nicht ganz drauf, hinten zu hell, vorne zu dunkel.

Gute Arbeit, Nicky!

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Bilderrätsel

Heute mal ein heiteres Ratespiel, wenn ihr mögt. Meine folgenden Bilder von 2011 sind entweder schlecht oder es stimmen ein paar Kleinigkeiten nicht. Aber welche, und warum fehlt den Bildern was? Was würdet ihr sagen?

1. Ort unbekannt

2. Las Vegas

3. Burg Teck bei Kirchheim (für dich, Rainer! 😉

4. Nokia Irgendwas-Handy

5. Samsung Galaxy S (das allererste!)

6. Kult 41, Bonn

7. Bonn Altstadt

8. Malmedy, Belgien

9. dto

10. Italien (ich meine: La Spezia)

Auflösung beim nächsten Mal.

Off-topic video. Ich weiß nicht mehr, was da los war…

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Curfew and freedom

Am ersten Tag der Ausgangssperre gehe ich um fünf von Zehn spazieren und treffe einen Freund auf dem Fahrrad, der gerade nach Hause hastet. Ein Auto brettert geschätzt mit 80 über den Ring, die Straßenbahn wenig später ist kaum langsamer. Um Punkt zehn ist Schicht im Schacht. Nur noch vereinzelt treffe ich ein paar andere Spaziergänger. Nachts schlafe ich so gut wie schon lange nicht mehr. Es ist himmlische Ruhe.

Jetzt, ein paar Wochen später, spielen gerade noch ein paar Jungs Basketball auf dem Frankenbadplatz vor meiner Wohnung. Es ist 22:20 Uhr. Die Tage sehe ich den gleichen Freund, der damals um kurz vor zehn nach Hause gehuscht ist, um 22:30 Uhr noch in einer Gruppe von Freunden an einem beliebten Treffpunkt stehen. Ein paar andere Kleingruppen vorbei, alle mit einem Auge auf das Ende der Straße gerichtet, wohin eigentlich zu jeder Zeit das Ordnungsamt hätte abbiegen können und jeder dann schnell hätte so tun müssen, als wäre er nur alleine unterwegs.

Es ist eine witzige Zeit, ich werde sie tatsächlich vermissen. Genauso wie ich auch diese Zeit ohne FOMO vermissen werde. Niemand kann etwas verpassen, weil einfach nichts passieren kann. Ist noch schwer zu sagen, ob wir nach Corona alle von FOMO befreit sein werden oder ob das Gefühl einfach nur pausiert.

Ich finde die Ausgangssperre nicht sonderlich einschränkend. Ich muss meine Tage etwas umplanen, dann geht das schon. Vor allem hat sie mir noch einmal in Erinnerung gerufen, was Freiheit eigentlich ist: Die Möglichkeit, jederzeit das tun und lassen zu können, was ich will, selbst wenn ich es dann letztendlich gar nicht tue. Komischerweise war FOMO für mich oft ein Stück weit Bremse dieser Freiheit: Kannst du eigentlich guten Gewissens den Samstagabend lesend und fernsehend zu Hause verbringen, während deine Freunde voll coole Sachen irgendwo anders machen?

Früher bin ich deswegen öfter noch spontan raus oder hab vorsorglich schon ein paar Tage früher etwas mit Freunden organisiert. Und mich hinterher manchmal ein wenig geärgert. Der gemütliche Abend auf der Couch wäre mir im Nachhinein lieber gewesen.

Gestern bin ich spontan in die Vulkaneifel gefahren. Eigentlich keine große Sache. Ich wollte erst wandern, dann wurde es etwas zu spät. Aber ich fahre auch gerne Auto, und schon das versprach eine willkommene Abwechslung zu werden. Und so fuhr ich eine Stunde Richtung Süden, kam am Nürburgring vorbei und lief um die Ulmener Maar und den Jungfernweiher. Es war nichts mehr als ein Abendspaziergang mal woanders. Und es war toll.

Moral von der Geschicht? Man nimmt sich seine Freiheit sowieso irgendwann, und vielleicht tut es ganz gut, mal eine Zeitlang auf sie verzichten zu müssen. Damit man dann weiß, was man an ihr hat.

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Popmusik

Hin und wieder lässt es sich nicht vermeiden, dass ich noch mal mit Popmusik in Kontakt komme. Zuhause höre ich eigentlich nur noch Spotify-Empfehlungen und Deutschlandfunk Nova, die etwas völlig Anderes spielen als die 1lives, HR3s oder SWR3s da draußen. Die hören ich dann nur an Tagen wie heute, wo ich mal im Auto sitze.

Und ich halte das nicht lange aus. Es klingt alles gleich. Dua Lipa, sagt der viel zu gut gelaunte Radiomann, kürzlich erst 80.000 Brit Awards abgeräumt. Es hätten auch genauso gut Katy Perry oder Rita Ora sein können. Ich höre den Unterschied nicht. Und es ist mir auch egal, wenn alles gleich klingt.

Und das ist vermutlich bei vielen der Moment, in dem sie merken, dass sie alt geworden sind. Ich nicht, ich weiß das schon lange. Aber es hat mich heute an die Fahrten mit meinen Eltern zu den Verwandten ins Münsterland erinnert. Ihnen war es egal, ob ich Kylie Minogue lieber mochte als Taylor Dayne (war so), sie haben eiskalt die ganze Zeit NDR1 oder (noch schlimmer) WDR4 laufen lassen – ein Sender, den ich mittlerweile tatsächlich auch lieber höre als 1live oder WDR2. Es ist so weit.

Und dann ist es mir mittlerweile auch herzlich egal. Als ich 14 war, gab es Glaubenskriege darüber, was man hört. Rave oder Metal, Metal oder Rock, die oder die Band. Mit 40 ist das egal. Du stehst auf Butch Kassidy? Kannst machen. Du musst das nur ernst meinen.

Auf SWR3 lief heute die (anscheinend gar nicht mehr sooo) neue Single „Intro“ von Jan Delay. Und ich finde sie grandios. Ja, wenn du schreibst, dass du etwas von Jan Delay magst, dann ist das mehr als ein „Ich mag mal“. Das ist ein Statement. Der Typ steht für etwas – was immerhin schon deutlich mehr ist, als die Dua Lipas und Rita Oras da draußen tun. Mit 40+ darfst du differenzieren und sagen: Ich könnte den schon nicht den ganzen Abend am Ohr haben, das würde dann irgendwann an Entzündung sterben. Aber dieser Song rockt wie Scheiße (<- das ist 90er-Jahre-Sprache) und ich glaube, das Album wird so gut, dass ich mir das zumindest mal anhören werde, wenn das nächste Woche raus kommt. Kostet ja nix.

Und jetzt zurück zu WDR4.

2010/11, iPhone 3GS:

Genauso war’s dann auch…

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OK

Be the idiot

Telekomatrix, 2012 mit dem Nokia Lumia 800 aufgenommen:

Ich hatte ein 1,82 GB großes JPG auf der Platte… (und kann es nicht öffnen. Vermutlich aber eh nichts Dolles, auf den Bildern davor und danach im Ordner stehe ich in Berlin vor einem hässlichen Bürogebäude, das ich aus irgendeinem Grund hübsch fand.)

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Hm

The Monsters

Ich geb’s zu: Ich hab gerade wenig Lust auf irgendwas, und das schließt das Bloggen mit ein. Irgendwo habe ich den Punkt aus den Augen verloren, wo all das Spaß war und sich nicht wie Arbeit angefühlt hat. Dahin würde ich gerne zurück.

Jetzt gerade bin ich nur irgendwie genervt von allem, und das wundert mich, denn eigentlich befinde ich mich auf der Zielgeraden. Zum Endgegner hatte ich die Altersvorsorge auserkoren. Aber nachdem ich da jetzt Monate, ach, was sag ich: Jahre dran gefuhrwerkt habe, war das finale Duell plötzlich keins mehr. Ein Blattschuss und das Ding war erledigt. Altersvorsorge ist geregelt. Yoo-ray!

Doch plötzlich türmen sich andere Monster auf. Sind sie real, sind sie kleiner oder größer? Wo kommen sie plötzlich her? Sind da noch mehr? Wird das eigentlich jemals aufhören? Vielleicht treten sie auch nur auf den Plan, weil sie mir vorher unlösbar schienen und deswegen gar nicht auf der To-Do-Liste stehen konnten. Soziophobie, gefühlte Einsamkeit, reelle Einsamkeit, Beziehungsleben, Wohnung, Figur, die letzten Traumata da draußen.

Es fühlt sich an, als würde es noch 40 Jahre dauern, sie alle zu besiegen. Und das wäre ziemlicher Quatsch, denn dann hätte ich mein ganzes Leben nur mit Arbeiten (Monsterjagen?) verbracht. Es sei denn, ich finde mal irgendwann wieder zurück in die Spur, der Spaß kommt zurück, und in ein paar Monaten ist das alles beendet. Ich kann es derzeit nur schwer abschätzen.

6.300 Bilder in 6 Tagen. Doch, okayer Schnitt. Das Licht am Ende des Tunnels wird größer.

Und, ach ja, eine neue Brille bräuchte ich auch mal wieder. Hätte ich damals die nehmen sollen? ?