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Right

Splitting the day

Für mich war das eigentlich jahrelang usus: 8-9 Stunden am Stück durcharbeiten, mittags kurz eine Pause und – ich geb’s zu – am Nachmittag manchmal noch ein kleines Schläfchen auf der Couch von ca. 15 Minuten. Der Luxus des Homeoffice.

Obwohl ich es eigentlich könnte, war es trotzdem bisher die Ausnahme, den Tag mal wirklich aufzusplitten, also dass man sagt: morgens vier Stunden Arbeit, dann drei, vier Stunden etwas völlig Anderes und am späten Nachmittag und Abend dann noch einmal 4 Stunden. Immer wenn das der Fall war, waren das eigentlich die besseren Tage…

Es gab es schon früher mal, dass ich mal schnell eine (gute) Stunde raus bin, um etwas Wichtiges einzukaufen, um Sport zu machen oder mal einen Arzttermin wahrzunehmen. Aber erst seit Corona experimentiere ich etwas mehr damit. Warum nicht schon morgens mal die tägliche Portion Sprachkurs absolvieren? Warum nicht am Nachmittag mal was lesen, 1 Stunde schlafen, was auf Netflix gucken, lange spazieren gehen, die Wohnung auf Trab halten?

Und dann danach einfach weiterarbeiten.

In den letzten Wochen habe ich das noch etwas intensiviert, und seit ich das mache, fühle ich mich motivierter, kreativer, ich gehe die Arbeit strategischer an und bin zu Weilen sogar deutlich früher mit einer Aufgabe fertig, als ich dachte. Es führt zu: weniger rumdingsen, mehr machen und trotzdem zwischendurch entspannen.

Könnte was sein!

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Right

Nochmal studieren?

Jetzt, wo mein Kopf wieder arbeiten muss, bildet er sich plötzlich ein nachdenken zu dürfen und noch größenwahnsinnigere Pläne zu schmieden. Eine Fremdsprache meint er, jetzt schon im Kasten zu haben. Wie wäre es als nächstes mit einem ganzen Studium?

Data Science würde mich interessieren. Ist auf jeden Fall eine Fachrichtung mit Zukunft, eine Thematik, die mich interessiert, und die sich mit dem, was ich jetzt so mache, sogar kombinieren ließe. Und sie gäbe mir weitere Freiheiten, wie weltweit arbeiten zu können.

Das wirft natürlich Fragen auf:

  • Wo ließe sich das studieren?
  • Besser auf Deutsch oder auf Englisch?
  • Muss man dafür überhaupt noch an eine Universität sonstwohin oder ginge nicht gerade sowas auch rein online?
  • Wäre rein online zu studieren überhaupt erstrebenswert? Immerhin lernst du bei einem Studium auch tolle Leute kennen, profitierst vom Austausch und baust dir ein Netzwerk auf. Das würde ich nicht missen wollen.
  • Arbeit und Studium gleichzeitig: wie geht das? Und wie geht das, ohne mental dabei völlig zusammenzubrechen?
  • Habe ich da in drei Monaten auch noch Lust zu?

Alles andere – Lernaufwand, Finanzierung – stelle ich mir gar nicht mal so problematisch vor.

Was ich mir nur denke, ist: Wenn ich damit anfange, dann sollte ich den Rücken frei haben und hier alle meine Sachen in Ordnung gebracht haben.

Und außerdem sollte ich eigentlich meinen vorherigen Beruf perfektioniert haben, bevor ich einen neuen angehen kann. Das habe ich nicht. Ich sehe da noch einige Baustellen und die sollte ich vorher schließen:

  • Fotografie und Bildbearbeitung
  • Kreatives Schreiben & Literaturwissenschaft
  • Freies Sprechen und Präsentieren, auch vor Micro und Kamera
  • Interviews
  • Reisejournalismus
  • Historische Recherche
  • Expertenwissen Unterhaltungselektronik
  • Datenjournalismus

Wenn ich dann noch die Dinge obendrauf packe, die ich ohnehin schon mache und mal verbessern oder auch finalisieren sollte, dann wäre der Stundenplan fürs erste Semester schon gut gefüllt:

  • Minimieren
  • Finanzen, Papierkram und Altersvorsorge regeln
  • Niederländisch lernen
  • Ukulele spielen lernen
  • Besser mit Menschen interagieren

Okay, und dann reicht’s aber auch erstmal. Ich muss ja nebenbei noch arbeiten.

Aber ist witzig. Ist eine Menge, aber scheint mir nicht mehr völlig unrealistisch. Dass ich angefangen habe, eine Sprache zu lernen, hat den Horizont wirklich erweitert, so anstrengend das manchmal auch ist. Verrückt.

Wer von euch hat denn schonmal neben der Arbeit studiert und wie waren eure Erfahrungen damit?

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Hm

The Minimalists

… ist eine Doku auf Netflix von meinem Lieblings-YouTuber Matt D’Avella. Und schaut man sich die an, steht man angesichts des Amerikanismus‘ teils etwas ratlos daneben. Nicht jeden Scheiß kaufen, den die Werbung einem andrehen will, nicht alles auf Raten oder mit der Kreditkarte zahlen, das Glück nicht in Dingen suchen – wirklich? Das sind eure goldenen Tipps?

Die ganze Doku hat mich sogar etwas auf die Palme gebracht, weil aus diesem ganzen Lebenshilfe, Verzicht- und Minimalismuskram so ein elendiges Geschäft geworden ist. Du hörst und liest Geschichten von Menschen, die dem Hamsterrad entkommen wollten, keine Lust mehr auf ihre 60-Stunden-Woche hatten und sich dann irgendwann als Reiseblogger selbstständig gemacht haben.

UND DU! KANNST! DAS! AUCH!

Nee, kannst du nämlich nicht, denn die Claims für die besten Irgendwas-Blogger sind längst abgesteckt. Davon leben kann nur, wer regelmäßig Content à la „Die 7 besten Cafés für bestimmt echten Katzenkaffee in Ubud, Bali“ schreibt und seine ganze Seite mit Ads, Newsletter-Popups und Schulungsterminen zukleistert. Da ist nix mit: dem Kapitalismus entkommen. Das ist ein bloßer Seitenwechsel. Im Übrigen waren Blogs mal Leidenschaft. War in Ordnung, damit Geld zu verdienen, aber nicht der einzige Zweck des Ganzen. Das hat sich irgendwie grundlegend verändert. Viele Blogs, gerade Reiseblogs, sind reine Verkaufsplattformen geworden. Und auch wenn ich bestimmt niemand bin, der sagt, dass früher alles besser war (einen Scheiß war es!), dann ist das doch etwas, das mich stört.

Die beiden Protagonisten in „The Minimalists“, Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus sind denn auch zwei Typen, die den Trend vor 10 Jahren erkannt und dann ihren Blog The Minimalists gestartet haben. Beide aus verschiedenen Gründen, aber natürlich schon, um mit dem „Amerikanischen Alptraum“ zu brechen. Dafür geben sie jetzt Kurse, bloggen, podcasten, machen Videos, verkaufen Bücher. Und schaust du dir ihre Seite an…

Dann ist die tatsächlich komplett minimalistisch. Keinerlei Werbung, keine aufpoppenden Newsletter-Banner, kein Notification-Alarm, nichts was blinkt. Dafür ist fast ihr ganzer Content frei, sie geben Tutorien, bieten kostenlose E-Books zum Download an, zum Beispiel wie du zum Blogger wirst. Hin und wieder taucht etwas Textwerbung auf. Sie finanzieren sich über Provisionen und Angebote über die Bücher, die sie selbst geschrieben haben.

Also eigentlich genau so, wie es sein sollte.

Die beiden sind true.

Oh. 🙂

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Right Tech

Black

The Samsung Galaxy S21 Ultra 5G comes in „phantom black“. Black is just a color, you say? Well, think again! 🙂

https://youtu.be/eQtVzO1Rs_w
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Right

Mannschaften wählen

Am Wochenende wird entweder ein turbokapitalistischer Neokonservativer, ein rückgratarmer, selbstverlieber Schwätzer oder ein mausgrauer Ausschusspolitiker, von dem kaum noch einer etwas weiß, zum CDU-Vorsitzenden gewählt.

Das könnte einem egal sein, wenn das nicht bedeuten würden, dass derjenige, der das Rennen macht, am Ende womöglich auch Kanzler wird.

Vielleicht geht es euch auch so und ihr blickt mit ein wenig Spannung dem Wochenende entgegen, in der sonderbaren Hoffnung, dass es am Ende so läuft, dass Markus Söder wie der rettende Engel vom Himmel schwebt und uns vor dem Schlimmsten bewahrt.

Was schon eine sonderbare Vorstellung ist. Ein Konservativer als rettender Engel…

Aber kann es nicht sein, dass wir die Rolle des Kanzlers überschätzen?

Mutti Merkel musste in Zeiten der Krise immer wieder an die Vernunft der Länderchefs appellieren und hoffen, sich so durchzusetzen. Nach besonders viel Macht klingt es nicht, was die Strukturen einem Kanzler oder einer Kanzlerin da zubilligen.

Kommt es da nicht eh mehr auf die Mannschaft an? Einen guten Gesundheitsminister, eine Gleichstellungsministerin, die wirklich einmal etwas bewirkt, ein*e Innenminister*in, die/der den Schuss gehört hat. Das wäre doch was mal was! Und wenn sich da in den anderen Parteien kein*e echte*r Leader*in aufspielt, dann eben lieber die Mannschaft wählen als die falsche Partei.

Nur weil SPD und Grüne keine echte Gallionsfigur vor sich haben, bedeutet das noch lange nicht, dass da keine fähigen Minister an Bord sein können. Wählen wir doch lieber die als den grauen Herren an der Spitze, auf den es am Ende gar nicht so sehr ankommt. Oder anders gesagt: Schauen wir im Herbst vielleicht statt auf Einzelpersonen lieber auf die Partei, die uns am liebsten ist, und überlegen uns, wer den Wandel am ehesten herbeiführen kann.

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Tech

Solar Challenge erfolgreich beendet: 1 Jahr das Handy nur mit Solarstrom laden

Vor einem Jahr, also genau am 1.1.20, bin ich angetreten zu einer völlig sinnlosen Mission: Ich wollte ein Jahr lang mein Smartphone nur mit eigenproduziertem Solarstrom aufladen.

Gelungen ist mir das Ganze – bis auf eine kleine Ausnahme letzten Sommer im Urlaub in den Schweizer Bergen. Und das geht für mich in Ordnung. Denn es war eine kurzfristige Entscheidung, das Solarequipment überhaupt mit in den Urlaub zu nehmen und die ganze Aktion in den drei Wochen nicht einfach zu pausieren.

Aber dieses eine Mal hatte mir so lange die Zeit zum Laden gefehlt, dass Handy und Powerbank komplett leer waren und ich beides 1x an einer Steckdose wieder aufladen musste. An allen anderen 364 Tagen habe ich das Ding erfolgreich an einer meiner beiden Powerbanks geladen – oder direkt an der Solarzelle.

Und wenn ich Handy sage, dann meine ich mein jeweiliges Ersthandy. Das war in den meisten Fällen das Galaxy S10, später das iPhone 12 Pro Max. Zwischendurch auch einmal ein paar Testhandys. Teste ich Smartphones erkläre ich sie in der Zeit meist zum Erstgerät und lade sie darüber. An besonders sonnigen Tagen zu Hause habe auch weitere Geräte damit geladen, zum Beispiel meine AirPods, meine Kamera, das Zweithandy oder einen Bluetooth-Lautsprecher.

Zum Einsatz kamen, je nach Wetter und Einsatzort:

  • 100-Watt-Solarladegerät. Ideal, wenn es schnell gehen musste oder es nicht so sonnig war.
  • 28-Watt-Solarladegerät: Ideal für unterwegs, kam etwa auf meiner Radtour zum Einsatz
  • 13.500-mAh-Powerbank: große Powerstation mit DC-Anschluss, maßgeblich für zu Hause.
  • 10.000-mAh-Powerbank mit Schnelllademodus, hauptsächlich für unterwegs
  • In den meisten Fällen das Samsung Galaxy S10 mit Schnelllademodus
  • Passende DC- oder USB-Kabel zum Direktladen. Kabelloses Laden ist hier zwar möglich, aber natürlich Quatsch.

Würde ich das noch einmal machen, würde ich greifen zu…

  • Einem Handy mit echtem Schnelllademodus. Und das sind in erster Linie die Chinesen wie Xiaomi oder auch Motorola. Ich weiß gar nicht, warum Samsung und Apple da noch altmodisch wirkende, langsame Techniken anwenden. Beim Solarladen kommt es auch auf Geschwindigkeit an, den blauer Himmel ist in diesen Breiten selten.
  • Zwei 20.000-mAh-Powerbanks. Die sind in der Regel noch sehr handlich und können ein handelsübliches Smartphone etwa 5x voll aufladen.
  • Die Solarladegeräte waren in ihrer Form ausreichend. Mehr ist natürlich mehr, aber mehr ist dann auch größer, was unterwegs zu einem Problem werden könnte.

Was das Ganze eigentlich sollte? Finanziell und ökologisch zumindest hat es sich nicht gelohnt. Gespart habe ich bei der Aktion vielleicht ganze 2 Euro an Stromkosten. Und da ich eh schon Ökostrom beziehe… Dafür gibt es mittlerweile sichtbaren Verschleiß an den Solarladegeräten, die immerhin auch mal ca. 70 und 150 Euro gekostet haben. Noch so ein Jahr und zumindest eins von beidem wäre wahrscheinlich hin.

Ich glaube, ich wollte mir einfach nur selbst beweisen, dass es geht. Ganz unabhängig vom Haushaltsstrom leben können, zumindest erst einmal mit einem Gerät. Das Ganze ließe sich hochfahren. Ein cooles Experiment wäre, das ganze Arbeitszimmer auf Solarstrom umzustellen, Router, Lampen, Laptop, vielleicht sogar mit einem Solarbalkon. Das würde teuer und schwer zu organisieren, aber würde sich sehr cool anfühlen. Mal sehen, was die Zukunft bringt.

Sollte es jemanden von euch interessieren und wenn ich mal wieder etwas mehr Zeit habe, kann ich hier auch noch Bilder einstellen und etwas mehr auf das Setup eingehen. Ich habe nur das Gefühl, so richtig interessiert das niemanden. Getan werden musste es trotzdem. 🙂

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:)

Doch noch: Neujahrsvorsätze

Zumindest die, die ich öffentlich machen kann. Gleich vorweg: Mich würde die wichtigste Sache interessieren, die ihr euch 2021 vorgenommen habt! Wenn ihr mögt, schreibt mir das in die Kommentare! Nee, interessiert mich wirklich. 😉

Okay, un selbs? So viel habe ich gar nicht mehr vor. Im Kleinen sicher das eine oder andere. Für Selbstoptimierung bin ich langsam zu alt. Zu viele zu schwierige Sachen würden mich zu sehr unter Druck setzen und dann mache ich sie eh nicht… Bleibt also noch:

  • Hardcore-Chillen
  • Final ausmisten (ich weiß, ich schreib das jedes Jahr…)
  • Ein neues Projekt auf der Arbeit angehen (hab Bock!)
  • Kameratauglich werden
  • Letzte berufliche Lücken schließen
  • Bis zur Impfung überstehen, ohne mir Corona einzufangen
  • Auch privat langsam mal wissen, was ich eigentlich will
  • Die Hintergrundfarbe hier im Blog verändern. Das aber nur, damit ich 1 Vorsatz auch mindestens durchkriege. 😉 Wenn ihr das hier lest und die Farbe nicht mehr weiß ist, hab ich’s geschafft.

Mehr nicht, reicht. Der Rest ist optional. Bin gespannt – auch auf eure Vorsätze!

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Yeah

Graue Herren und Homeoffice

Mal ganz abgesehen davon, dass mehr Homeoffice derzeit eine gute Idee wäre, um die Pandemie weiter einzudämmen, finde ich die Argumente gegen Hubertus Heils Gesetzesentwurf zu einem Rechtanspruch auf 24 Tage Homeoffice in Jahr, nun ja, interessant.

Aus der FAZ vom 5.10.20. Vorhebung von mir:

„Der FDP-Arbeitsmarktexperte Johannes Vogel nannte Heils Gesetzesvorschlag einen SPD-Wahlkampfvorstoß (…) :„ Es wird nicht klar, wie Bürokratie abgebaut werden soll, die aktuell Unternehmen dazu zwingt, heimische Schreibtische zu kontrollieren.

Von Tagesschau.de vom 14.11.20, Hervorhebung von mir:

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat seine ablehnende Haltung zu etwaigen Rechtsansprüchen beim Thema Homeoffice bekräftigt. „Arbeit im Homeoffice muss Sache der Firmen und ihrer Mitarbeiter bleiben“, sagte der CDU-Politiker der „Bild am Sonntag“. „Ich habe keinerlei Sympathie für Rechtsansprüche, die nur einigen wenigen Arbeitnehmern zugutekommen.“ Schließlich würden Briefträger, Pfleger oder Chirurgen niemals von zu Hause aus arbeiten können.

Aus der Rheinischen Post vom 5.10.20

„Die Krise hat gezeigt, dass die meisten Arbeitgeber, die es können, ohnehin gerne Homeoffice anbieten“, sagte Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Montag).

Ach ja?

Von WDR.de vom 11.1.21, Hervorhebung von mir

Laut einer Erhebung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung haben im November lediglich 14 Prozent der deutschen Erwerbstätigen im Homeoffice gearbeitet. Beim ersten „Lockdown“ im April waren es noch 27 Prozent.

Von Bitkom.org vom 8.12.20, nach einer Umfrage:

74 Prozent sagen, dass Homeoffice in Deutschland allgemein noch sehr viel stärker genutzt werden sollte. 85 Prozent sagen, Homeoffice kann den Verkehr reduzieren und damit auch das Klima entlasten. 52 Prozent sagen, es sollte ausschließlich im Homeoffice gearbeitet werden, solange die Pandemie nicht überwunden ist.

Das Homeoffice-Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft: 55 Prozent sagen, ihre Tätigkeit ist grundsätzlich geeignet (davon 21 Prozent ausschließlich, 34 Prozent teilweise). 43 Prozent sagen, ihre Tätigkeit ist nicht für Homeoffice geeignet.

Wenn ihr also weiter wie in den 80ern leben wollt, dann wisst ihr jetzt, wen ihr wählen müsst.

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Right

This seems to be a thing now

Mein iPhone soll ja jetzt auch meinen Ebook-Reader ersetzen. Dazu habe ich mir die Apple Bücher-App noch einmal heruntergeladen und nach dem Buch „Quiet“ von Susan Cain gesucht. Die Ergebnisseite:

Und etwas weiter geswiped:

Oder in der Listenübersicht:

Also kurz zusammengefasst: Suchst du da nach einem Titel, bekommst du erst einmal etliche Vorschläge von kurzen Zusammenfassung für das jeweilige Buch. Teils kostenlos, teil bis zur Hälfte des Preises des eigentlichen Buchs.

Das geht so weit, dass man sich fragt: Haben die das echte Buch überhaupt oder ist das hier wie mit den Karaoke-Versionen auf Spotify?

Scrollst du eine Weile, kommt aber tatsächlich irgendwann mal das echte Buch:

Aber du musst schon genau gucken. Zwei Titel weiter drüber listet die App nämlich ein ähnlich klingendes Buch der gleichen Autorin auf. „Quiet Power“ ist aber der Nachfolger von „Quiet“ mit einem etwas anderen Ansatz. Muss der/die Suchende auch erst einmal wissen.

Aber mal im Ernst: Wusstest ihr, dass das mit den Summaries/Abstracts so ein Riesending ist? Ich hatte mal eine Zeitlang Blinkist abonniert. Eigentlich eine sehr hübsche App, die nichts anderes macht, als Fachbücher auf wenigen Seiten („Blinks“) oder als 15-Minuten-Hörbuch zusammenzufassen. Eine 2-Minuten-Recherche ergibt, dass es natürlich noch mehr solcher Angebote gibt, getAbstract oder Instaread zum Beispiel.

Quick Read ist sogar eine eigene Kategorie auf Apple Bücher:

Ich hatte bei Blinkist oft den Eindruck, dass mir das weniger Erkenntnisse gibt und man es nicht ganz so schnell verinnerlicht wie erhofft. Dass das Wissen zwar gut komprimiert ist, ein gut formulierter Blogbeitrag aber das gleiche vermitteln könnte. Beides hat aber nicht den gleichen Effekt wie das Lesen des Buchs. Und es skaliert nicht gut. Morgens vier Summaries in einer Stunde durchzuhören oder zu lesen, überfordert den Kopf. Das Reflektieren über den Inhalt würde ich nicht unterschätzen.

Auf jeden Fall lese ich jetzt aber doch erstmal das kostenlose Summary zu „Quiet“. Und danach in den nächsten Tagen vielleicht noch ein paar andere. Bin auf die Erkenntnis gespannt.

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Yeah

Doch, das bringt etwas

Plötzlich geht es:

Man kann viel spekulieren, warum Trump erst jetzt überall gesperrt wird. Geleistet hat er sich schon vorher genug, sowohl als Präsident als noch als Kandidat auf den Posten. Jetzt hat er eh fertig und es wird auch sogleich einsam um ihn. Nein, Mitleid muss man hier nicht haben.

Und die Entscheidung, auch wenn sie sehr spät kommt, ist richtig. Die Argumentation, der man sich hierzulande bei einem Verbot extremer Parteien auch immer stellt, ist: Wandern die dann nicht erst recht in der Untergrund ab und machen einen Staat im Staate auf? Klare Antwort: Nein, so funktioniert das nicht. Durch ein Verbot von Versammlung, durch ein Einfrieren der Finanzierung und einen Entzug der Aufmerksamkeit gräbt man ihnen sehr wohl das Wasser ab. Und es zeigt sich meist sehr schnell, dass die Schreihälse außerhalb der etablierten Strukturen meist kein Bein mehr an den Boden bekommen.

Beispiel Heinz-Christian Strache, der mit seiner neuen Partei bei der Landtagswahl in Wien im Oktober krachend an der 5-Prozent-Hürde gescheitert ist. Schließt Trump aus der Republikanischen Partei aus, friert seine Gelder ein, entzieht ihm die Aufmerksamkeit, und er wird 2024 nicht wiederkommen. So einfach ist das.