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122: Tag der Eierhühner und verrauschten Fotos

Wenn du für ein paar Produktbilder extra die Kamera auspackst, um Bilder vom neuen Testgerät zu machen (iPad Air 4) und am Ende alle schlimm verrauscht sind. 🙁

Hatte ich da ISO aus Versehen auf 12.800 stehen oder kann die M6 es nicht besser? ?

Sagt, was ihr wollt, aber ein Smartphone macht einfach ein schönes Bild und murrt nicht. Rauscht dafür in anderen Situationen, klar. Außerdem wundert mich der aktuell sonderbare Trend hin zu Ultraweitwinkel-Kameras. Was will man damit, sich selbst von hinten fotografieren? Starke, wenig rauschende Tele-Linsen in Smartphones wären mir viel lieber, scheinen den Herstellern aber nicht so wichtig zu sein.

Wobei Huawei immerhin beides ins neue Mate 40 Pro gepackt hat, dafür aber nach wie vor ohne Google-Dienste leben muss. Zumindest so lange, bis die USA einen neuen Präsidenten bekommen.

Huawei-CEO Richard Yu, der ein, sagen wir, ganz eigenes Englisch spricht, was aber fast schon wieder Kult ist, wurde heute bei seinem Auftritt simultan übersetzt. Soll jetzt wohl professioneller wirken, aber irgendwie tut man dem Mann damit keinen Gefallen. Was gibt’s da nicht zu verstehen? Außerdem höre ich ihn gerne reden, er erinnert mich an die Uncles in Singapur, die genauso sprechen, und ich bekomme Heimweh nach Home2. ??

Was mich zur Frage bringt: Mache ich’n jetzt? Neues Smartphone, neuen Laptop, neue Kamera? Kostet ja nix… So eins für alles wäre toll.

Könnte übrigens sein, dass das MacBook gerade so viele Mätzchen macht, weil sein Betriebssystem noch gar nicht offiziell ist. Heute mit Erstaunen gelesen, dass macOS BigSur, was ich mittlerweile seit Monaten im Einsatz habe, noch gar nicht den Beta-Status verlassen hat. Axo. Bis zum finalen Release kriegt Apple das hoffentlich noch hin mit der Akkulaufzeit, der Hitze-Entwicklung und allem anderen auch…

Das Smartphone macht derweil übrigens solche Fotos:

Hell genug ja, aber dann auch wieder verrauscht. ?

Es könnte sein, dass ich da eine Wette verloren habe… 10.000 tägliche Neuinfektionen… die Marke haben wir dann doch erstaunlich schnell gerissen. Sei’s drum, ist Nicky halt besser in Mathe als ich. Was mir immer noch fehlt, sind valide Informationen darüber, wo sich die Leute die Seuche letzten Endes geholt haben. In Bonn haben wir 200 akute Fälle, im Berchtesgadener Land kann sich angeblich keiner erklären, wo die Infektionen alle herkommen. Aber bei den meisten Fällen müsste sich das doch auf was zurückführen lassen. War im Club feiern, war im voll besetzten Restaurant, musste Tischtennis spielen… Gibt es sowas gar nicht?

Da fragste mich was! ?

Ihr kennt Agnes Obel nicht? Ihr müsst Agnes Obel kennenlernen!

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121: Heute nur Fotos

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Hm

120: Wenn mich einer sucht…

Die Couch übt derzeit eine magische Anziehungskraft aus. Gut, dass es morgen noch einmal 20 Grad werden sollen.

Es ist ja nicht so, dass niemand vor einer zweiten Welle gewarnt hätte oder davor, dass die Kontaktnachverfolgung jetzt die Kapazitäten der Gesundheitsämter sprengt:

… twitterte der Mann wohlgemerkt vor einem Monat.

Die Politik hat alle Zahlen gehabt, sie hat gesehen, wie sich die Welle in unseren westlichen Nachbarländern auftürmt. Und man hat sie einfach rüberschwappen lassen.

Der Spiegel derweil mit einem Video über Patienten, die seit Monaten an Corona laborieren. Warum kommt sowas erst jetzt?!?

Muss mich erstmal wieder beruhigen…

Okay, weiter mit Niederländisch. Classic:

Und nee, ist gar nicht so kompliziert… Bei DuoLingo gehen sie im Übrigen mit der Zeit:

Und immer wieder diese herrlischen Umgangsgermanismen. „Wir essen hier vonwegen dem gutem Essen“. 🙂

Jimmy, where are you?! 🙁

Couch + Serien = goed:

  • Babylon Berlin, 3. Staffel, hat richtig Spaß gemacht! Spannende Geschichte, kluge Subplots (bis auf die mit seiner Kölner Frau, die ist Käse), selbst kleine Rollen gut besetzt (bis vielleicht auf Friedrich Küppersbusch als Richter – was sollte denn das?). Man taucht ähnlich wie in Boardwalk Empire ganz in die späten 20er-Jahre ab. Toll gemacht!
  • Cobra Kai, 1. Staffel (aktuell Folge 9): Herrlische Comedyserie mit einer gar nicht so dummen Botschaft: Wiederholt sich Geschichte immer wieder?

Äh, ja, weil ist das Allerwichtigste und so:

Nee, ihr findet mich auch der Couch!

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Yeah

118: Ich lerne dann lieber

Diese Woche ist irgendwie nicht viel mehr los bei mir als iPhone 12 und DuoLingo. Das erste bestimmt meine Arbeit, das andere meine Freizeit.

Wobei, stimmt gar nicht. Heute habe ich (relativ) spontan (ich wollte eigentlich schon gestern, aber hatte dann keinen Bock) einen Outdoor-Gym-Kurs besucht. Oder genauer gesagt: einen Functional-Circle-Kurs. Und, ja, was soll man sagen: War zum Glück genauso (gut), wie ich mir das vorgestellt hatte. Recht anspruchsvolles Programm wie in einem Fitnessstudio-Kurs, sehr nette Trainerin, kleine Trainingsgruppe von nur noch vier weiteren Teilnehmer*innen außer mir, alles auf Abstand, keine Ansteckungsgefahr. Und anscheinend gibt es wohl mehrerer solcher Kurse. Ich probiere mich da mal durch.

Festgestellt, dass in kaum mehr als 2 Monaten Weihnachten ist, aber schlimmer noch: das Jahresende, an dem ich eigentlich so viel fertig haben, und anderem alles durchminimalisiert haben wollte. Ihr glaubt gar nicht, wie anstrengend und zeitraubend das ist! Ein bisschen was möchte ich jetzt schon noch geschafft kriegen, alles wird was knapp.

Und Corona? Ja, was soll ich sagen. Irgendwie tangiert mich das gerade überhaupt nicht. Die zweite Welle ist längst da, die Reisewarnungen nehmen zu, der Lockdown naht. Aber was soll ich Anderes machen, als immer wieder zu dem zu raten, was längst hätte gemacht werden müssen, als außen Abstand zu halten, beim Einkaufen Maske zu tragen, möglichst nur Außengastronomie wahrzunehmen (wo es noch möglich ist)? Mir Sorgen machen? Traurig sein? Nö. Wird am Ende ja doch passieren, oder mit etwas Glück vielleicht nicht. Liegt nicht an mir.

Die Niederländer haben das, was wir hierzulande „Deppenapostroph“ nennen, offiziell in ihrer Grammatik, und ja, das schlimmere Deppenapostroph:

Die Armen!

Und, es tut mir Leid, aber ein paar der Ausdrücke sind einfach nur herrlisch. :))

Das Untergut. 🙂
Na, die Übersetzung kriegt ihr selbst hin. 🙂

Keep it comin‘, Jimmy! Keeeep it coming…

Aber echt nur schwer abzuschütteln, der Kerl!

Jeden Tag ein bisschen krasser:

Hätten sich meine Eltern wohl auch nicht träumen lassen, dass ich mal 2 Stunden an einem Abend Niederländisch lernen würde, weil es so viel Spaß macht, anstatt sonst irgendwie rumzudingsen. Ja, das Programm mag was seicht sein. Aber das muss man DuoLingo lassen: Sie haben das Sprachenlernen mal sowas von erfolgreich gamifiziert. Hands down!

Best one so far!

Das Bild des Tages ist heute mal indoor. Wenn ich schon Teile meiner Wohnung fotogen finde, dann wird es hier langsam wirklich mal wohnlich, schätze ich. 🙂

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Möh

117: Shortie

Muss es heute kurz machen. Jimmy, der Streber, ist voll an mir vorbeigezogen.

Das geht so nicht.

Der Niederländer (oder zumindest der, der den Niederländisch-Sprachkurs auf DuoLingo zusammengestellt hat) ist ein weiser Mann (oder eine weise Frau, oder divers, oder was auch immer. The point is):

Soso, aber:

Das erklärt einiges. 🙂

Nee, heute nichts gemacht. Erst vor zwei Stunden fiel mir dann auf, dass ich noch gar nicht draußen war. Das geht natürlich nicht. Das Bild des Tages stammt daher von meinem Abendspaziergang:

Gibt ein neues Hipstercafé in Bonn. Warum Lighthouse Café? Warum nicht!?

Die Couch entwickelt langsam wieder eine magische Anziehungskraft. Plötzlich ergibt es sich, dass ich drei Serien gleichzeitig gucke:

  • Cobra Kai, 1. Staffel (danke Boris für den Tipp! Bisher, Folge 3, sehr cool. 🙂
  • The Handmaid’s Tale, 3. Staffel (schleppt sich so dahin, irgendwie. Eigentlich wollte ich das in einem Monat MagentaTV durchgezogen haben, aber mittlerweile hat die Telekom mir schon den dritten Monat berechnet. Ich sollte dem Priorität geben, aber ich mag nicht so recht.)
  • Babylon Berlin, 3. Staffel. (Weiß noch nicht, wo das Ganze hinführt, aber die Stimmung ist schon wieder toll und eigentlich lohnt es sich fast alleine schon für Liv Lisa Fries alias Charlotte Ritter).

Bleibt noch die Frage: Was war zuerst da? Die Serien oder die Couch? ?

Derweil lese ich noch „On the Road“ von Jack Kerouac. Ist bisher (26%) nett und hübsch geschrieben, aber noch nicht wirklich ein Genuss.

Neben einem neuen Smartphone würde ich mir gerne in nächster Zeit noch ein neues Notebook kaufen. Das MacBook Pro hier isses einfach nicht, das muss man langsam mal einsehen. Ich würde das einfach ohne viel Tamtam wieder verkaufen und mir ein neues holen. Ich fürchte nur, Apple underperformt gerade so ein bisschen. Mehr auch nicht, aber ein bisschen. Das iPhone 12 Pro haut mich nicht aus den Socken, und ich gehe davon aus, das erste MacBook mit Apples eigenem Chip wird auch nur so möh werden. Wird ein starker Prozessor werden, sie werden 2.000 Euro dafür verlangen, vielleicht sogar gar keine Schnittstelle mehr anbieten, nur noch das neue MagSafe (wobei, sooo mutig sind sie nicht mehr), und einen Touchscreen werden sie immer noch nicht einbauen.

Sei’s drum, das Ding hier wird schon noch eine Weile funktionieren.

So, back to DuoLingo. Wollen doch mal sehen, Jimmy!

Und ihr seht bitte auch zu! Corona ist wieder da…

Update, 0014 Uhr:

Puh!

Und, hach, gibt es schöne Ausdrücke im Niederländischen! Ich meine: olifant! Jetzt mal echt! :))

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Yeah

116: Redet miteinander!

Hinterm Tuscolo an der Ampel haben sie bei Zeiten eine Zone für Radfahrer geschaffen. Hier dürfen Radfahrer sogar schon bei Rot den Fußgängerüberweg überqueren. Die eigentliche Fahrradampel ist aber davor, was zur Folge hat, dass Radfahrer nicht genau wissen, wann sie eigentlich grün haben. Eine weitere Ampel an der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung hat die Stadt vergessen anzubringen.

Irgendwann habe ich mal rausgefunden, dass man als Radfahrer im genau gleichen Moment grün bekommt wie die Fußgänger am Überweg links. Seitdem nutze ich die rote Zone und gucke die ganze Zeit angestrengt auf die Fußgängerampel. Heute Abend auch. Ein anderer Radler hinter mir kennt den Trick noch nicht und wartet derweil gezwungenermaßen vor dem Überweg.

Irgendwann rollt er zu mir nach vorne und spricht mich an: „Du sag mal, woher weißt du, wann grün ist, hier ist ja gar keine Ampel“. Ich erkläre es ihm. Netter, sympathischer Kerl, und ich finde es lustig, dass er mich einfach so zwanglos angesprochen hat. Wir quatschen noch kurz, dann wird es auch schon grün und wir brausen beide in unterschiedlichen Geschwindigkeiten davon.

Und immer wieder frage ich mich: Warum macht man sich nur immer so viele Gedanken, bevor man Fremde einfach anspricht? Im Urlaub habe ich da überhaupt kein Problem mit. Ich tue es einfach, und es kam eigentlich noch nie eine Beschwerde. Eher im Gegenteil. Die Leute haben sich gefreut. Klar, manchmal hat auch einer keinen Bock was zu sagen und reagiert eher einsilbig (so bin ich manchmal aber auch selbst), aber das ist die absolute Ausnahme. Nicht selten kommen tolle Gespräche dabei zustande und manchmal lernt man auch tolle Leute kennen.

Im Alltag tue ich das trotzdem so gut wie nie. Die meisten anderen Menschen, die ich kenne, auch nicht. Manch einer fragt nach dem Weg eher sein Handy als einen Anwohner. Aber: Woher kommt eigentlich diese Angst davor? Sind es schlechte Erfahrungen, die man doch mal gesammelt hat und nun interpoliert? Ist es die eingeimpfte Vorschrift, Fremde bloß in Ruhe zu lassen, um jeden Preis? Ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht, aber ich werde mal versuchen, das herauszufinden – und zu verändern.

Seit ein paar Tagen lerne ich Niederländisch, lese ein Buch, klimpere etwas mehr auf meiner Ukulele. Dazu habe ich mir vorgenommen, jeden Tag mindestens 5 Minuten an meinem neuen Vielleicht-Projekt zu arbeiten und jeden Morgen mache ich bisher seit immerhin zwei Wochen meinen Mini-Frühsport. Jetzt überlege ich noch, ein weiteres Hobby aufzunehmen und das mittlerweile gekündigte Fitnessstudio durch einen Outdoor-Gym-Kurs zu ersetzen. Das alles ist ganz schön hart in den Alltag zu integrieren, vor allem das mit dem Sprachenlernen.

Und so viel Spaß es auch macht, ich merke schon heute, am zweiten Tag nach dem Wochenende, an dem ich angefangen habe, wie es immer schwieriger wird. Es bleibt weniger Zeit, ich mache immer mehr Flüchtigkeitsfehler. Morgen und übermorgen sind wohl die Fly-or-Die-Tage. Wenn ich es da noch schaffe, meine Lektionen fortzusetzen, sieht es gut aus, da noch weiter zu machen.

Diese kleine Rangliste ist dabei übrigens Gold wert. Ich habe heute beim Niederländischlernen noch ein paar Lektionen drangehängt, als Oskar in Sichtweite war und Jimmy plötzlich auch nicht mehr fern (in your faces btw.!) 🙂

In den Niederlanden gilt derweil wieder ein Teil-Lockdown. Kneipen und Restaurants sind wegen zu hoher Infektionszahlen wieder geschlossen.

Jepp, das ist das Land, das schon ein paar Wochen vor uns wieder „Spaß“ hatte und das direkt an unsere Corona-Hotspots in Niedersachsen und NRW grenzt.

Der Tuscolo am Ende meiner Straße hat „passend“ dazu seine Außengastronomie wieder eingepackt… (Wenn ihr genau schaut, seht ihr da übrigens hinten im Bild die oben beschriebene rote Zone und einen Radfahrer, der schon davor hält. 😉

Der Tuscolo ist bei weitem nicht der einzige damit. Es ist ja jetzt kalt draußen, da schickt man die Leute lieber wieder rein – und erhöht die Ansteckungsgefahr massiv. Transparente Plastiktrennwände, die der Tuscolo drinnen aufgestellt hat, helfen allenfalls ein bisschen. Wenn ich mir anschaue, was da normal an einem Samstag- oder Sonntagabend für eine Party drinnen geht, dann kann ich mir ausmalen, wie wenig das helfen wird.

Was für eine dämliche Entscheidung! Ich vermute, in 2-3 Wochen haben wir auch hier wieder so viele Fälle, dass Restaurants und Kneipen wieder dicht gemacht werden. Um die, die ihren Gästen nicht mal mehr ermöglichen, sich draußen hinzusetzen, wird es mir deutlich weniger Leid tun.

Das neue iPhone 12 ist da. Oder sagen wir eher: Die neuen iPhone 12s sind da. Apple hat diesmal gleich vier vorgestellt, darunter ein süßes, kleines 12 Mini in fast gleicher Ausstattung. Und auch MagSafe kommt zurück. Finde ich alles in allem cool.

Ich spiele schon bisschen länger mit dem Gedanken, mir noch einmal ein Smartphone zu holen, das ich dann für ein paar Jahre behalte, das sozusagen „das Definitive“ wird und das viellllleicht sogar meine Kamera ersetzt. Minimalismus, wisster. An dem neuen Smartphone muss aber auch alles stimmen. Akkulaufzeit, Kamera, die besten Apps. Kann das neue iPhone 12 das werden? Ich weiß es noch nicht, und ich wüsste auch erst einmal gar nicht welches davon…

Bild des Tages:

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Argh

115: How could you not see this coming?!

Seit ein paar Tagen, Wochen, Monaten ist bekannt, dass Corona in der kalten Jahreszeit zurückkommen wird. Forschende haben schon im Frühjahr prophezeit, dass wir einigermaßen gut durch den Sommer kommen und danach der zunehmende Aufenthalt in den Innenräumen zu vermehrten Infektionen führen wird. Aber wer in den warmen Monaten davor gewarnt hatte (z.B. yours truly), erntete Achselzucken. Ist doch alles in Ordnung, gerade.

Noch war es warm, aber die Zahlen stiegen schon deutlich. Reiserückkehrer, hieß es, kaum Grund zur Sorge, nur junge Leute. Dann Spanien, Frankreich, UK, Schweiz, Niederlande, Belgien. Melden seit Wochen wieder steigende Infektionszahlen, teils sind die Gesundheitsämter und Krankenhäuser dort schon wieder überlastet. Die meisten davon: direkte Nachbarländer. Es gab Einzelne, die zwischen den Zeilen mal versuchten daran zu erinnern, dass das vielleicht nur die Vorboten wären. Mit längst wieder geöffneten Grenzen hätten wir das Desaster bald auch hier. Das wurde zur Kenntnis genommen.

Seit ein, zwei Wochen dann deutlich steigende Fallzahlen plötzlich auch wieder hier. Westliches Niedersachsen, westliches Nordrhein-Westfalen besonders betroffen. (Könnte das damit zusammenhängen, dass die Regionen an Nachbarländer grenzen, die schon länger über die Maßen betroffen waren? Ach, woher denn!)

Aber warum etwas ändern, wenn es keiner vorschreibt! Viele Restaurants und Kneipen bauen ihre Außengastronomie gerade erfolgreich wieder ab, ist ja zu kalt jetzt. Da wo noch eine ist, gehen die Leute lieber rein. „Ich will mir ja keinen Schnupfen holen“, hört man sie sagen. Drinnen ist es so voll wie eh und je.

Im Laufe der vergangenen Tage konnte man täglich der Verdunklung der RKI-Karte beiwohnen.

Vor ein paar Tagen:

Heute:

Morgen, spätestens übermorgen, wird auch Bonn rot eingefärbt sein. Mein Wort drauf.

Und jetzt, jetzt plötzlich, alarmiert von einem Schwellenwert, ist das Geschrei groß. Über 50 irgendwas. Schnell irgendwelche Maßnahmen ergreifen! Sperrstunden! Alkoholverbote! Beherbergungsverbote für Leute aus Risikoregionen!

Laschet stellt sich heute hin und erklärt auf einer Pressekonferenz zu den neu eingeführten Maßnahmen: „Alle haben gewusst, dass im Herbst und im Winter die Infiziertenzahl ansteigen wird.“ Toll. Aber deswegen schon etwas zu unternehmen, bevor das Desaster von Neuem beginnt, nee, so klug waren „alle“ dann doch wieder nicht. (Du auch nicht, Laschi!)

Es nervt so tierisch. Das ist kein gesunder Menschenverstand. Das sind keine Maßnahmen, die auf vorausschauendem Denken fußen. Es ist ein hysterisches Reagieren auf den Alarm, der angeht, weil im Kessel zu wenig Wasser ist. Dabei hätte man den nur vorher regelmäßig füllen müssen. Geht das so weiter, haben wir in drei Wochen die nächsten Hamsterkäufe und alle werden sich wieder um das Toilettenpapier schlagen.

Gut, dass ich meine 2 Packungen schon im Sommer gebunkert habe. 😉

Aber im Ernst. Die menschliche Dummheit ist erschreckend. Am besten hält man jetzt Winterschlaf und lukt erst im April wieder raus.

Vorher noch ne Woche freinehmen und hierhin?! Wobei, äh…

Irgendwer hat sich da doch verzählt, oder nicht? Oder ist der ZweiTälerSteig kein Wanderweg?

Kann ich auch erstmal Niederländisch lernen. Mit DuoLingo macht das echt Spaß:

Na! Na?! 🙂

„Het meisje“ ist denn auch direkt mein Lieblingswort geworden. Schöne Formulierungen haben sie echt. Die hier könnte aus Game of Thrones stammen. („A girl speaks three names and a man will do the rest“).

Und das hier? Klar, so reden die Holländer, vermutlich…

„Goedendaag, sap!“ oder: „Guten Tag, Saft!“, wie man in Deutschland sagt.

King of the Bronze League. Booyah!

Het brood:

Mit Bratkartoffeln und Rosmarin. Schon ein geiles Rezept. 🙂

Habt ihr euch das eigentlich mal genau angeschaut? Hier der Münchner Merkur:

Und das sind nur die Tracker bis zum Buchstaben A…d

Telekom, ihr habt doch nicht alle Latten am Zaun…

Zur (neulich per Videoident (!) eingerichteten) Erwachsenen-PIN für Inhalte ab 18 auf MagentaTV soll jetzt noch eine Jugendschutz-PIN dazu. Macht voll Sinn. Warum nicht gleich den Login vor dem Passwort?

Ach so, habt ihr schon:

Ihr spinnt doch!

Alte, gemütliche Rheinländerin vor mir an der Kasse, ausgerechnet, als ich es eilig habe. „Junge Frau, schauen se mal“, sagt sie zur Kassiererin. „Halte ich hier meine Payback-Karte vor? Ich hab meine Lesebrille nicht auf.“

Die Verkäuferin hilft ihr. Das Ganze geht noch eine Weile hin und her. Die Kassiererin trägt eine Corona-Maske, aber nur über dem Mund. „Sie müssen aufpassen“, sagt die alte Frau schließlich. „Die Maske muss auch über die Nase. Sonst hilft dat nisch“.

„Nee“, winkt die Kassiererin ab. „Ich hab doch diese Plastikwand vor mir“. „Jaja“, sagt die alte Frau und greift demonstrativ darunter, wo natürlich viel Raum zum Durchreichen von Geld und Waren ist. „Aber die Aerosole kommen ja auch hier durch. Da schützt das dann nicht mehr.“

Müßig eigentlich, das einer Kassiererin zu sagen, die den ganzen Tag im Laden ist und sich vor Aerosolen kaum schützen kann. Aber immerhin besteht Hoffnung. Es gibt tatsächlich noch Menschen da draußen, die etwas verstanden haben und denen nicht alles egal ist. <3

Bild des Tages, Boomtown Bonn bei Nacht:

Bis dann!

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Hm

114: Könnte ich mich ja aufregen

Tue ich aber nicht.

Corona’s gonna corona. The Donald’s gonna donald.

Die Welt wird sich weiter drehen.

Schöne Dinge zu machen kam in letzter irgendwie zu kurz. Wird Zeit, das nachzuholen.

Wer mehr von mir lesen möchte, dem sei heute mal ein Trendblog-Artikel empfohlen: Wie ich meinen Drucker abschaffte und endlich papierlos wurde.

Bild des Tages ist mein Mittagessen von heute:

Und das war’s auch schon. Wenn man sich über nichts aufregt, ist man irgendwie auch schneller durch.

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:)

113: Schröder <3 Nawalny

Endlich hat’s mal einer ausgesprochen. ?

Achtung, „Bild“-Link.

Der Beschuldigte ist darüber übrigens not amused, will jetzt wegen Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte gegen die „Bild“ klagen:

Leider hat Nawalny wirklich keine Beweise vorgelegt, was schade ist, und auch gar nicht notwendig gewesen wäre. Denn eine kurze Webrecherche ergibt Folgendes:

Also Verwaltungsrat von Nord Stream 2, was eine 100-prozentige Gazprom-Tochter ist. An Gazprom wiederum ist zu >50 Prozent der russische Staat beteiligt ist, den wiederum Wladimir Putin seit dem Jahr 2000 mit eiserner Hand regiert.

Als Aufsichtsrat des ersten Nord-Stream-Konsortiums erhielt Schröder 250.000 Euro im Jahr. Was er diesmal bekommt, ist nicht bekannt, umsonst die Tätigkeit allerdings nicht. Hört man sich dann noch an, wie Schröder in seinem Podcast pro Russland und Putin trommelt, darf man sich schon fragen, was an der Adelung „Laufbursche“ nicht stimmen soll. Verdeckte Zahlungen sind es allerdings nicht, es sind Vergütungen, die obligatorisch sind und um die eben kein Geheimnis gemacht wird, von denen nur die Höhe unbekannt ist.

Mensch, Nawalny, das hätte dir doch auffallen müssen! Und das alles nach nur einem kleinen bisschen Nowitschok.

Schröder, mein ohnehin allerliebster Kanzler aller Zeiten, der sich nicht zu schade dafür ist, sich für seine Hartz-Reformen feiern zu lassen. Obwohl 9 Prozent aller Erwerbstätigen, oder rund 4 Millionen Menschen, trotz Arbeit in Armut leben. In Deutschland, dank Schröder.

Bild des Tages mal wieder vom üblichen Ort. Ich komme nicht viel rum in letzter Zeit:

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Hm

112: Der Winter wird härter

Ich habe mit Nicky gewettet, dass die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland pro Tag auch im Winter nicht über 10.000 steigen wird. Klar sind die Leute nicht clever genug, Maßnahmen für sich selbst zu treffen (sorry, aber isso, ihr seid Herdentiere, und ich wahrscheinlich auch). Aber die Politik ist klug genug, Künstler und Soloselbstständige am langen Arm verhungern zu lassen irgendwann die Reißleine zu ziehen und einen zweiten Lockdown anzuordnen. Und die Leute in Deutschland sind obrigkeitstreu genug, dem dann auch zu folgen.

Was mich zum eigentlichen Punkt bringt: Der Corona-Winter wird deutlich härter werden. Es wird schwieriger werden, Leute zu treffen. Ich kann oder mag nicht in volle Kneipen und Restaurants gehen oder meine Leute draußen zum Kaffee treffen. Was ohnehin gar nicht mehr so einfach ist, denn die ersten Kneipen, Cafés und Restaurants haben ihre Außengastro schon wieder eingepackt. Die Leute gehen aber wie selbstverständlich rein. Es gibt ja noch keine Beweise dafür, dass Aerosole die Krankheit übertragen, also gibt es auch keine Gefahr. Auch dann nicht, wenn wegen trockener Heizungsluft und kalten Wetters das Immunsystem geschwächt ist. Was soll schon passieren…

Wir hatten einen Jahrhundertfrühling, der die teils harten Maßnahmen sehr viel erträglicher gemacht hat. Ich konnte meine besten Freunde jede Woche auf der Terrasse treffen. Aber im Winter wird das nicht mehr so leicht gehen. Wenn überhaupt noch. Dazu kommt die Dunkelheit, die eigentlich mehr Sozialkontakte erfordert. Für den Weihnachtsmarkt sieht es auch nicht gut aus. Christian lädt jedes Jahr Ende November einmal eine große Runde zum Griechen ein, aber ich sehe nicht, wie das gelingen kann.

Irgendwie werden wir das überstehen, klar. Soll nur heißen: Lasst uns irgendwelche Lösungen des alternativen Treffens finden und lasst es vor allem nicht auf einen zweiten Lockdown ankommen! Das wäre ganz schön bitter.

And that’s it for today. Ihr wollt noch ein Foto? Ihr kriegt ein Foto!

Ja nun. Das war das spannendste Motiv, während ich zwei Minuten vor der roten Ampel stand und nur die Cops auf der anderen Seite gewartet haben. Langsam habe ich das Gefühl, die Qualität meiner Smartphone-Kamera lässt nach…

Ihr bekommt dafür noch eine Perle des Lokaljournalismus‘:

Wer von euch war das? ? 🙂