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152: Nur mal so laut gedacht

Vorhin zusammen mit Nicky mal laut gedacht: Was bringen eigentlich die ganzen Lockdown-Regeln, wenn die Regierung sich nicht traut, den heiligen Gral anzutasten? Den Bürozwang.

Wenn du dir kein Corona holen willst, dein Chef aber verlangt, dass du im Büro aufschlägst, kannst du nichts dagegen tun. Du hast keine rechtliche Handhabe, nicht einmal, wenn du Risikopatient bist. Und wenn der Chef oder die Kollegen meinen, dass Fenster auf Kipp und Abstandhalten für ein Großraumbüro reichen, dann kannst du dagegen protestieren und härtere Maßnahmen fordern. Ein Recht darauf hast du aber nicht. Und wenn du dich deswegen mit Corona ansteckst, ist das dein Problem, deinen Arbeitgeber kannst du dafür nicht belangen.

Nur mal so laut gedacht…

Toon ist eine niederländische Comedyserie auf Netflix, die ich mit Kristine zusammen eigentlich nur mal angeschmissen habe, um mein Niederländisch ein bisschen in der Praxis zu testen. Dann aber wurde es so schräg, so verrückt und teilweise so irrsinnig komisch, dass die 1. Staffel auch schon wieder vorbei ist. Was die sich da an Details ausgedacht haben! Allein der Moment, wie eins zum anderen kommt, als der lebensfremde Toon ungewollt zum Star wird. Der plötzlich omnipräsente, selbstverliebte Chef, die völlig absurden Talkshowgäste, der mysteriöse Partygast, der auf einmal Toons Mitbewohner ist, weil er meint, so ein Haus wäre ja schön. Es ist teils echt zum Kreischen. Ich freue mich sehr auf Staffel 2!

Warum sollen eigentlich nur iPad-Apps zusätzlich auf Apples ARM-Rechner laufen können, dachte sich Google. Und stellte die frühe Version einer Emulation vor, in der auch Android-Apps auf dem MacBook laufen. Holla, dann bräuchte im Prinzip auch niemand™ mehr ein Chromebook. Schon spannend, was da gerade alles passiert, auch wenn es natürlich noch massive Einschränkungen gibt.

Bei einem Test gestern, wer die besseren Streetfotos bei Nacht macht, das iPhone 12 Pro Max, das iPhone X oder die Canon EOS M6 Mark I hat die Canon so elendig versagt, dass ich es fast nicht glauben kann. Kaum Licht auf einem Bild und wenn dann verwackelt oder verrauscht. Ich musste auf ISO 25.600 schalten, um mit offener Blende aus der Hand überhaupt noch etwas Licht einfangen zu können. Die beiden iPhones derweil so: Mööp, hier: alles hell genug.

Das darf doch nicht wahr sein! Liegt’s mal wieder am Fotografen (was mir die Profis ja immer vorwerfen), an der Kamera (immerhin vier Jahre alt) oder sind Smartphones bei Nacht einfach besser?

Zu früh für eine Antwort. Aber die Canon kommt auf jeden Fall weg.

Bild des Tages, geschossen mit dem iPhone 12 Pro Max:

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Right

151: Winter

Die letzten Jahre um diese Zeit bin ich nach Singapur geflüchtet, habe lecker gegessen, bin wandern gegangen, durch Malaysia gereist, hab die Wärme genossen, mit einer schönen Frau Weihnachten gefeiert. Diesmal ist das alles irgendwie nicht möglich. Auch mein Alternativplan fällt flach: Heiligabend was essen, paar Weihnachtslieder in der Kirche singen, mit allen verloren Seelen zusammen in die Kneipe gehen.

Statt dessen hat’s mich jetzt irgendwie voll erwischt. Winter par excellence. Mein Notfallprogramm sieht so aus:

  • Alle Stressfaktoren sofort eliminieren
  • Alle Kritik(er) temporär abblocken
  • Rausgehen und irgendwo in der Stadt einen Kaffee trinken, einen Smalltalk mit der Bedienung halten
  • Telefonieren
  • Sport
  • Sachen wegschmeißen
  • Schlafen, schlafen, verdammt viel schlafen

Was sind eure, habt ihr auch Winter und wie übersteht ihr Weihnachten?

60 Tage Niederländisch. Ich schaffe immer weniger, ich mache mir weniger Gedanken drüber, es ist nicht mehr ganz so stressig und nervig wie noch vor zwei Wochen. Langsam kommt der Spaß zurück. Fluent in 3 months wird wohl nichts, aber vielleicht klappt’s in vieren.

„Obama Settles it“: Barack Obama klärt bei Jimmy Fallon ein für alle Mal Dinge, auf die es noch keine Antwort gab. Zum Beispiel: „Darf der, der im Flugzeug den Mittelsitz hat, beide Armlehnen benutzen“ oder „Ist das Glas halb voll oder halb leer“:

Bild des Tages:

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Hm

150: Winter Aventure

Jetzt gerade brauche ich gar nicht groß irgendwohin zu gehen. Der Alltag ist Herausforderung genug. Und ich muss es zugeben: Das Wetter setzt mir zu. Die Corona-Maßnahmen auch.

Ich brauche für gewöhnlich nicht viele Menschen um mich herum. Mir reicht mein stilles Kämmerlein für die Arbeit und das Wissen, teil eines Teams zu sein, das hauptsächlich per Text kommuniziert.

Teilweise kommt es derzeit aber vor, dass ich an ganzen Tagen mit niemandem rede. Weil einfach keiner da ist. Und ich merke, wie mir das aufs Wohlbefinden schlägt. Manchmal ist die Lösung dann einfach, spontan jemanden anzurufen. Oder sogar einfach mal für ein, zwei Minuten eine Sprachaufnahme zu machen. Es geht mir sofort besser danach.

Heute habe ich kurz mit meiner Nachbarin im Treppenhaus geredet. Es sind Kleinigkeiten. Alles hilft ein bisschen.

Neben Sozialkontakten fehlt mir auch Sport. Mein Tischtennisverein war beides. Fällt noch eine ganze Zeitlang flach und sollte es besser auch bis zur allgemeinen Impfung. Selbst das Fitnessstudio fehlt mir mittlerweile, auch wenn da nie mehr möglich war als ein bisschen Smalltalk mit ein paar zufälligen Bekanntschaften. Jetzt gerade ist nicht viel mehr Sport möglich. Ich versuche, jeden zweiten Tag eine Stunde Rad zu fahren, aber das klappt nicht immer und ist auch etwas einseitig. Würde ich nicht merken, dass es mir zu sehr aufs Knie schlägt, würde ich auch wieder laufen gehen.

Und wenn dann noch tagelang keine Sonne scheint…

Und wenn dann deine Fingerkuppen in den neuen Winter-Mountainbike-Handschuhen schon bei Plusgraden nach 10 Minuten weh tun, dann ist einfach mal alles kacke.

Ich komme klar, ich versuche aktiv zu bleiben und wenigstens die wenigen Sozialkontakte, die ich gerade wahrnehmen kann, auch wirklich aufrecht zu erhalten. Aber es wird ein harter Winter werden, der wohlgemerkt jetzt gerade erst anfängt.

Wird noch ein ziemliches Aventure. Wie ist das bei euch und wie geht ihr damit um?

Ich habe es durchgerechnet. Die einzige Kamera, die für mich joy sparkt, würde mit Objektiv ca. 2.500 Euro kosten. Die Sony Alpha A7c. Vollformatkamera im Gehäuse einer kleineren APS-C. Ohne störenden Buckel, ideal auch für Videos, leicht, lange Akkulaufzeit. Schick ist sie ja …

Bild: Sony

Aber: nee! Vielleicht könnte ich sie mir sogar leisten, aber das wäre es mir nicht wert. Ich könnte meine alte Kamera dafür nicht in Zahlung geben. Ich kann noch nicht sicher sagen, ob ich sie wirklich oft genug brauchen würde. Nee…

Alternativgedanke: Es jetzt ein für alle Mal durchziehen und ganz aufs Smartphone umsteigen:

  • In meinen letzten Urlauben schon hatte ich nur ein Smartphone dabei und habe nie irgendwas bereut (auch nicht, nur ein Smartphone dabei zu haben ;).
  • Smartphone-Kameras sind lichtstark und haben einen sehr geringen Aufnahmeabstand, wenn es sein muss.
  • Unschärfe-Effekte gibt es auch, das iPhone 12 Pro Max hat auch ein Teleobjektiv gegen stürzende Linien bei Produktaufnahmen.
  • Und eine Videokamera mit 4K 60 fps und Dolby Vision, und das sieht wirklich klasse aus.

Die ersten Tests laufen. Ja, der Weißabgleich… Die „Tageslicht“-LED ist mal gelb, mal grau. Da ist noch Luft nach oben. Aber die Hintergrundunschärfe! Ganz ohne Porträtmodus!

Ich teste weiter.

Pixelmator, ihr vaterlandslosen Gesellen! (Und außerdem heißt es „Nach 10 Jahren„. ☝?)

Dafür funktioniert’s aber noch ganz gut. 😉

Würde ich essen!

Und, hach, Singapur…

Kannste dir nicht ausdenken! ? (+ Bin neidisch auf die Überschrift.)

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Möh

149: Mach neu

Tage wie heute brauchen auch schonmal einen zweifachen Neustart. Sich am Morgen gleich über was zu ärgern, ist schon nicht gut. Erster Neustart dann am Nachmittag durch 1h Radfahren. Hat nicht geholfen. Zweiter Neustart am frühen Abend nach 1h Vollbad. Lief dann besser und wurde am Ende wenigstens noch ein schöner Abend.

Man neigt dazu, nach einem miesen Tag nichts und niemanden mehr sehen zu wollen und für das Schöne nicht mehr offen zu sein. Ich bin ganz froh, das heute einmal anders gehandhabt zu haben.

Die Idee mit einer LED in Tageslichtweiß als Lichtquelle hat nur so semi funktioniert. Zu dunkel insgesamt. Schafft tagsüber gerade mal eine Blendenstufe und reicht abends nicht als alleinige Lichtquelle aus. Die Automatik der Canon EOS M6 schaltete sich hier allen ernstes auf ISO 10000:

Gut, dafür ist das Bild noch überraschend wenig verrauscht. Und immerhin: Die Farbe ist in Ordnung. Das Gelb rechts kommt von meiner Wohnzimmerlampe, die ich auch noch an hatte. Die könnte ich auch noch austauschen.

Aber mehr Licht muss trotzdem her und am liebsten immer noch eine neue Kamera.

Nur welche?

Nützt ja nichts. Aber wird nicht vergehen und könnte schlechter aussehen, oder?

Hab tatsächlich sonst nur 1 Bild geschossen heute. Nä, kann dann kein guter Tag gewesen sein. 😉

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Right

148: Serienstuff

Die Sache mit dem Serienkoma hat sich bei mir eigentlich erledigt. Eigentlich. Denn wenn es was Gutes ist, kann ich das schon in ein paar Tagen durchrocken. Gefühlt gibt es aber mittlerweile entweder weniger gute Serien, die das wert sind. Oder die Ansprüche sind einfach immens gestiegen. Anders als vor fünf Jahren gucke ich schon nicht mehr alles, was Serie ist, nur weil es auf Netflix oder Amazon kommt. Dass man das damals getan hatte, lag vielleicht auch ein bisschen daran, dass man was nachzuholen hatte. Ein paar Serien haben das diesen Herbst dennoch geschafft: Babylon Berlin Staffel 3, Long Way Up und jetzt Queen’s Gambit.

Bild: Netflix

Queen’s Gambit ist für mich bisher (und viel kommt ja nicht mehr) die Serie des Jahres. Eigentlich geht es um Schach, und dann aber doch darum, auf gesunde Art erwachsen zu werden, den eigenen Weg zu finden, das notorische Kindheitstrauma zu verarbeiten, sich durchzusetzen ohne hochmütig zu werden und eine neue Familie zu finden, wo es die alte nicht mehr gibt. Eine schöne Parabel auf das Leben, noch dazu mit einer fantastischen Schauspielerin. Ich geb mal eine 5/5, bin restlos begeistert.

Devs hingegen lässt mich irgendwie gleichgültig zurück. Klar, gut gespielt, spannend und doch nichts, was einen bleibenden Eindruck hinterließe. Kann kaum mehr dazu sagen. 3/5.

Und eigentlich interessieren mich die Royals nen feuchten Kehricht. Das hat mich damals nicht davon abgehalten, Staffel 1 von „The Crown“ zu schauen und zu lieben. Danach habe ich nicht weiter gemacht. Aber jetzt ist Gillian Anderson als Maggie Thatcher zu sehen. Paraderolle, würde ich sagen. Das könnte ziemlich viel Spaß machen. Der Rest: möh.

Video- und Fotostudiosetup als Minimalist: Gibt ja so einiges, was man kaufen kann. Und schaut man sich entsprechende Videos an, braucht man mindestens 30 Sachen vom Monitor über drei Stative und einer Fernbedienung hin zum 10-fachen Lampenset.

Ich hatte mehr so an drei Sachen gedacht: Kamera, Stativ, Lampe. Na gut, ein Mikro noch dazu. Habe ich aber schon, Stativ und Kamera auch. Die tausche ich wahrscheinlich noch aus, ich mag die nicht. Fehlt eine Lampe. Oder?

Quick-and-Dirty-Lösung nach ein wenig Recherche: eine 10-Watt-starke (100-W-Äquivalent) tageslichtweiße LED in die Deckenlampe schrauben. Vielleicht noch eine zweite dazu in die Wohnzimmerlampe. Perfekte Drei-Punkt-Beleuchtung, wenn man das Fenster mitzählt. (Okay, heute kam da kein Licht durch.) Werd morgen mal ausprobieren, ob das so reicht.

Nach 30 Jahren hörst du von einem ehemals recht erfolgreichen Popsänger erst wieder was und dann ist das sowas Cooles:

Bild des Tages:

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Möh

147: The Botanix

Autumn live: Dieser, äh, Baum wirft alle Blätter auf einmal ab. Ich verstehe offensichtlich nichts von Botanik (s.u.) aber ist das so normal?

Eine Stunde später waren dann auch wirklich keine Blätter mehr am Baum:

Und wo wir gerade bei dem Thema sind: der Megafail. Ganze 4 Wochen hat der Farn in meinem Bad überlebt. Ich war immer gut zu ihm, hab regelmäßig gegossen… Das ist die dritte Pflanze, die angeblich kaum Licht braucht, die in meinem Bad (kleines Fenster mit Nordseite) eingeht. Hat einer eine Idee warum?

Jetzt kommt da auf jeden Fall eine Ikea-Plastikpflanze hin. Ja, Umwelt, ja asi. Aber bin ich nicht auch eine Umweltsau, wenn ich jetzt noch die vierte Pflanze über den Jordan schicke?

Köln <3

Luftfilter im Test. Jetzt bin ich mal sehr gespannt auf die Luftqualität in meiner Wohnung in der City:

Jeden Abend sitzt da ein paar Stunden lang einer auf der Straße vor meinem Fenster im Auto und daddelt mit seinem Smartphone herum. Warum er das macht, weiß ich nicht, aber ich freue mich langsam, dass er da ist. Das sind die Konstanten, an die man sich in diesen Zeiten hält…

So wie YouTube gerade ist, so könnte es bleiben. Es ist das erste Social Network (wenn ihr so wollt), das genauso läuft, wie es mir Spaß macht. Ich habe etwa 20 Kanäle abonniert, ich bekomme Clips zu Fußballspielen, wirklich gute, unaufgeregte und dennoch nicht langweilige Technikreviews, habe ein paar YouTuber, die ich einfach gerne sehe, Inhalt fast egal, und nebenbei ist der YouTube-Algorithmus ziemlich gut darin, mir Videos aus meinen Interessensgebieten anzuzeigen, die mich interessieren. Und ja, hin und wieder lade ich auch selber was hoch, wenn eigentlich nur Demo-Videos. (Mal sehen, was sich da noch verbessern lässt.)

Kein Hass, keine Hektik, keine heliumgefüllten Selbstdarsteller, nichts, was einen anbrüllt. Ich bin gerne da.

Was mich auf den Gedanken bringt: Lohnt es sich vielleicht, auch anderen Social Networks noch einmal eine Chance zu geben? Ein kompletter Neustart auf Twitter etwa? Nur noch den Leuten folgen, die was Schönes zu sagen haben, nichts mehr dort wollen oder müssen, Hass und Dummheit der Leute ganz draußen lassen. Geht das überhaupt?

Ich bin noch nicht so weit, aber ich denke drüber nach.

Vielleicht reicht mir aber auch erst einmal YouTube.

Erstaunliche Erkenntnis: Ich werde auf meine alten Tage noch ein ganz anständiger Koch. Voilà: Mein allererster selbstgekochter Erbseneintopf:

War gar keine Hexerei. Ich hatte mir ein Rezept angeschaut, ansonsten aber improvisiert. Musste noch was Maggi dran, vielleicht hätte auch Majoran gut getan. Ansonsten fehlte geschmacklich nix. Kleines Schmankerl übrigens: Statt Knabanossi oder Wiener griff ich zu Sucuk. Und das passt erstaunlich gut. 😉

Mehr habe ich heute nicht, Bilder seht ihr oben. Wer einen grünen Daumen hat, möge ich bitte melden! 🙂

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146: Weekend Edition

Und wenn wir einfach nur im Januar und Februar auswandern? Irgendwohin, wo sie Ende Dezember keine staatlichen Superspreaderevents organisieren?

Den Aerosol-Rechner auf Zeit.de finde ich hochinteressant. Auch wenn es da leider keine verlässlichen Zahlen für Nicht-Kontakt-Sportarten in Turnhallen gibt. Hab mal alles auf Maximum gesetzt. Könnte schlimmer, könnte besser:

Dit arme dier! Wobei, lachen musste ich bei der Geschichte schon:

Fugging pity 🙁

Mein Beitrag für den Weltfrieden:

Das mit den iPad-Apps auf dem ARM-MacBook Air ist jetzt erstmal auch nicht so great wie advertised. Wobei das mit dem Workaround eigentlich ganz gut funktioniert (außer für Netflix). Ich hab darüber mal getrendbloggt:

Nederlands:

Wat? Deine Moeder ist besorgt um deine Gesundheit!

Geneesmiddelen, jaja.

A propos:

Das Zeug ist der Hammer. ?? Can strongly recommend.

Das iPhone 12 Pro Max macht eigentlich geile Fotos, bis auf die ausgefransten Lichter und die Lens Flare, mit der es echt Probleme hat:

Das hier gefällt mir dennoch:

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:)

145: Unterfordere dich!

Der Gedanke kam mir gestern beim Zähneputzen. Ich glaube, der Mensch ist langfristig am glücklichsten mit einer ganz leichten Überforderung. Sprich: Er kann das anwenden, was er gelernt und perfektioniert hat, lernt aber noch Neues dazu, meistert neue Herausforderungen und verlässt hin und wieder seine Komfortzone, was sich immer lohnt, auch wenn es anfangs stressig ist.

Gängiger sind eigentlich eine dauernde Unterforderung (stupide jeden Tag dasselbe machen) oder eine starke Überforderung wie dauernde Fortbildungen zusätzlich zur 60-Stunden-Woche.

Ich plädiere dafür, dass wir uns hin und wieder mal komplett unterfordern. Gar nicht mal nichts tun, das wäre zu schwierig (ja, schwierig!), mehr so eintönige, einfache Aufgaben erledigen. Stundenlang. Bildgrößen ändern, Dateien umbenennen oder, im Haushalt, Wäsche falten, Tische abwischen, Spülen, Rasenmähen.

Diese kleinen Dinge unterfordern uns so sehr, dass wir zum Nachdenken kommen und kreativ werden. Sollten wir eigentlich ein paar Stunden pro Woche mit verbringen.

Am neuen MacBook Air mit M1-Chip fällt eigentlich gar nicht auf, wie schnell er eigentlich ist, bis man es mal zufällig entdeckt. Neulich merkte ich, wie schnell das Ding Bilder bearbeiten kann. Heute fiel mir auf, wie schnell es Vorschaubilder anzeigen kann, wenn ich mal von Hand durchscrolle. Schaut mal im Video oben. Die Verzögerungen da am Anfang kommen durch mich zustande, nicht das System. Versucht das mal bei euch!

Yee-hah!

Das nennt ihr krass? Also das nenne ich krass:

Wobei der so viel mehr Punkte als ich auch nicht hat… ?

Bild des Tages:

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144: Mal anders herum

Man kann einen Tag auch mal anders herum aufzäumen. Ich bin heute gestartet mit ein klein wenig Gymnastik (jaja!), ein bisschen Arbeit, einer Stunde Radfahren über Mittag, zwei Stunden Bürokram, Wäschewaschen, ein wenig Sprachkurs und dann erst die eigentliche Arbeit. Fühlt sich irgendwie alles deutlich entspannter an. Richtig viel geschafft auf der Arbeit habe ich dann aber nicht…

Mittlerweile ist es mir ja fast egal, weil der Impfstoff in den Startlöchern steht. Aber Deutschland, manchmal…

Es wird also jetzt „empfohlen auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten“. Heißt übersetzt: Bund und Länder trauen sich nicht, den Leuten die Silvesterböllerei zu verbieten, weil es sonst zum Aufstand kommt. Die Leute brauchen einmal im Jahr die erlaubte Eskalation, um aufgestaute Aggression zu verböllern.

Verbieten geht nicht, sonst ist eine Woche später jeder zweite Deutsche ein Querdenker (und die andere Hälfte liegt im Krankenhaus). An eine Empfehlung halten sich im obrigskeitstreuen Deutschland aber geschätzte 30-50 Prozent. Und das kann die Notaufnahmen schon hinreichend entlasten, die dann gerade dabei sind, die Opfer der Superspreader aus dem kurzzeitig erlaubten Weihnachtsfest mit der Großfamilie zu verarzten. Die sind dann vielleicht schon aus der Intensiv raus, wenn die reinkommen, die sich Silvester angesteckt haben.

Könntste manchmal echt auswandern.

Aber wohin?

Ach ja:

Bespaar hem zijn leven van dit gedrocht!

Das nimmt langsam etwas Überhand. Fährt bei Kälte und Corona keiner mehr damit?

Pop-up-Kunst auf dem Münsterplatz zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Sperriges Wort, aber notwendiger Tag und schöne Kunst. Und was soll ich dazu sagen? Eigentlich schlimm genug, dass das überhaupt noch ein Thema sein muss. Die Starken beschützen die Schwächeren. So sollte es in einem modernen Land eigentlich sein. Sind wir leider doch noch nicht so modern.

Aufgenommen mit dem iPhone 12 Pro Max. Mein Testbericht dazu ist jetzt auch online.

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143: Back on Track

Seit 5 Wochen lerne ich täglich Niederländisch. Denke ich an diese letzten Wochen zurück, erinnere ich mich auch eigentlich nur noch an Arbeit und den Sprachkurs. Beinhane alles Andere (außer hin und wieder Sport und Seriengucken) ist dabei nach und nach durchs Raster gefallen. War einfach keine Zeit mehr für.

Ich will mich nicht beklagen. Die Arbeit macht Spaß im Moment. Wir haben ein neues Design und ich darf viele schöne Apple-Produkte testen. Und hey, ich lerne nochmal eine Sprache. Die hat die Chance, die erst zweite Fremdsprache zu werden, die ich fließend sprechen kann.

Aber eigentlich hatte ich doch was Anderes vor. Bis Jahresende wollte ich mal mein Leben fertig minimiert haben. Der Zeitplan ist mittlerweile etwas knapp (in einem Monat ist Weihnachten!). Aber zumindest in die Richtung sollte ich mal wieder gehen, zurück in die Spur finden, ausmisten.

Ein guter Anfangspunkt ist ja das, was so sehr nervt, dass es nicht mehr geht, wie meine übervolle „Büroschublade“. Ja, manche haben ein ganzes Büro für ihren Bürokram. Ich hab nur eine Schublade:

Und da ist irgendwie alles drin, was von diversen Aussortierungen noch an Büromaterial da ist. Kabel, Kamera, Tesafilm, 1 Tablet, Briefumschläge, Papier, Stifte. Nachdem ich ja neulich schon papierlos geworden bin, kann doch da sicher was von weg. Erst mal alles raus damit…

Das seht ihr noch nicht, aber da ist schon eine Vorsortierung drin. Je weiter links, desto eher würde ich’s behalten. Weg kann eigentlich fast der ganze Papierkram, vor allem alte Umschläge, der Tacker, der Locher, aber auch ein Amazon Kindle… Jemand in Bonn Bedarf?

Und seufz, die Kabel. Es hieß mal, dass USB-C das eine für alle werden sollte. 6 Jahre ist das jetzt schon her, hab gerade mal meinen alten Artikel zum Start von USB-C nochmal rausgekramt… Das sind die USB-Kabel, die ich trotzdem noch behalten muss:

  • USB-C auf USB-C
  • USB-A auf USB-C (zum Laden an einer Solarzelle)
  • USB-A auf Lightning (dto.)
  • USB-C auf Lightning

Genau das hatten wir uns alle gewünscht…

Aber zurück zum Thema. Die Schublade hatte ich erst vor einem Jahr in der Form eingerichtet. Krass, was davon jetzt am Ende alles weg kann…

Und was vorerst übrig bleibt…

Ich schreibe „vorerst“, denn auch darunter sind noch Wackelkandidaten. Ein paar Kabel und Stecker, USB-Sticks, die Powerbank, die externe Festplatte, das Micro, die Kamera, Briefumschläge für die Rechnungen, die ich noch mit Papier verschicken muss (seufz), Visitenkarten (obwohl eigentlich auch noch nie gebraucht), Paketscheine und Paketklebeband.

Auf der Festplatte sind noch die oft beschworenen 80.000 Fotos. Ich kann mich nicht aufraffen… Aber immerhin habe ich mir jetzt bis zur Festplatte hin aufgerafft… Ist ein Wiederanfang.

Niederländisch, die Sprache in der Lehrer „so’n“ nicht als „umgangssprachlich“ ankreiden können. „Ham se noch so’n Kleid?“ <3

Für jeden Smartphone-Testbericht schieße ich meist hunderte Fotos, manchmal sogar hübsche. Die meisten davon erblicken nie das Licht der Welt. Ändern wir das hiermit mal:

Doch, bin ganz zufrieden mit dem iPhone 12 Pro Max. 🙂