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Yeah

Beziehungsleben

Seit ein paar Wochen habe ich wieder eine – wunderschöne – Beziehung. Und abgesehen davon, dass ich auch deswegen kaum noch blogge, fielen mir ein paar andere Dinge auf, die im Singleleben einfach – will nicht sagen besser, aber anders sind.

  • Zum Beispiel habe ich meine Wohnung beinahe vollständig minimalisiert. Aber nur für eine Person. Jetzt, wo sie länger zu Besuch ist, fällt auf, dass einige Dinge fehlen. Eine Nachttischlampe, fällt mir etwa spontan ein. Habe ich vorher irgendwie nicht gebraucht. Wäre jetzt etwas, was man auch seiner Begleitung gerne anbieten würde. Oder einen Duschkopfhalter, der sich in der Höhe verstellen ließe. Eine zweite Decke, auf die das 2,20m-Laken passt, Warmwasser am Badezimmer-Waschbecken…
  • Man muss sich plötzlich wieder auf Dinge einigen, statt sie einfach zu tun. Beim Thema: Gucken wir mal einen Film oder seine Serie, aber welche – ist das noch vergleichsweise einfach. Wobei einfach mal drauflos spielen schon nicht ist, es sei denn, jeder macht Seins. Aber auch das Thema: Was essen wir/ich denn jetzt? Was kaufe ich ein? Da ist das Singleleben schlicht unkomplizierter.
  • Das komplette Sichgehenlassen und Sichausbreiten ist auch nicht mehr drin. Alleine bei pragmatischen Themen wie: Wo richte ich dem Anderen denn einen schönen Home-Office-Platz ein oder: Wo lasse ich meine verschwitzten Sportklamotten eigentlich am besten trocknen?
  • Die schönen Momente überwiegen eindeutig. Allein die Motivation ist höher, mal was an der bisherigen Single-Wohnung anzugehen, mal klar Schiff zu machen, bei der Arbeit noch etwas mehr ranzuklotzen und Unwichtigeres wegzulassen, um mehr freie Zeit für die Gemeinsamkeit zu schaffen.

Und solange man sich nicht völlig verliert, kann man eigentlich auch viel von dem machen, was und wie man es vorher gemacht hat. Das wäre das Nonplusultra einer gesunden Beziehung. ?

Vor Weihnachten und Neujahr jetzt aber nicht mehr. ?

Hat sich viel angestaut, die letzten Wochen. Ich poste mal chronologisch absteigend:

Mit Argentinien als Weltmeister kann ich verdammt gut leben. Und sei es nur für diese ARD-Live-Schalte:

https://twitter.com/ardtvrio/status/1605158582701658112

Am Ende war die Fußballwelt doch beinahe wieder wie immer. Wer Gastgeber war, war zwar hochumstritten, dann aber letztlich auch mehr oder weniger egal. Es fanden da halt die Spiele statt. Und die Spiele waren hübsch anzuschauen. Parallelwelt ist während einer WM sowieso immer. Es gab am Ende doch wieder keinen Finalisten aus Afrika oder Asien, Millionen Fans feierten ihre Mannschaft (aber auch den Vize und den Halbfinalisten aus Marokko). Es gab ein tolles Finale am Ende doch zwischen zwei der renommiertesten und bekanntesten Fußballnationen der Welt. Und schließlich eine große Fußballnation als Weltmeister.

Seid ihr Jungs vielleicht etwas früh damit dran? ?

Sollte ich mir einrahmen. ?

Und ja, äh, das auch. ?

Oli von Mobiflip über das Xiaomi 13:

Xiaomi liefert die bisher beste iPhone-Kopie

Und das Xiaomi 13 macht viele Dinge besser als ein iPhone 14, ja sogar besser als ein iPhone 14 Pro. Und es startet mal eben bei unter 550 Euro (umgerechnet).

Stimme zu. Gut ausgestattet, Triple-Kamera mit Zoom, schnellster Snapdragon, Speicher satt, dazu einen Schnelllademodus, Loch statt Notch und ein 120-Hertz-Display. Fast genauso wie ein iPhone aussehen tut es ganz nebenbei auch, zumindest die Vorderseite:

Auch für Golem.de ist das iPhone 14 Pro das Smartphone des Jahres. Das hatte ich auf dem Trendblog neulich ebenso gesehen. Innovationen: rar. Clevere Verbesserungen: trotzdem. Der Wohlfühlfaktor: schlicht am höchsten. Wird auch das Xiaomi 13 nicht rankommen…

Ja okay, US-Aktien sind gerade durchweg auf dem Sinkflug. Aber das… Wäre mir ja beinahe egal, wenn Musk Twitter vor die Wand fährt, aber auch der Aktienkurs von Tesla hat sich seit Musks Twitter-Übernahme mehr als halbiert. Wann hat dieses Kasperle-Theater eigentlich mal ein Ende?

Er hat natürlich nicht gesagt wann…

Berlin:

Zu gut ?

Dead Man’s Eyes – Two Dozen Eyes (2019):

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Argh

In den Fängen

Der Geldtransfer von Katar an die Ex-EU-Parlaments-Vize-Präsidentin Eva Kaili ist vor allem eins: plump. In Deutschland hätt’s das nicht gegeben. Da nennen wir sowas Lobbyismus statt Korruption und machen es weniger offensichtlich. Dennoch sind bezahlte Nebentätigkeiten von Parlamentariern Gang und Gäbe und der gängige Weg für Ex-Parlamentarier ist nach wie vor der Gang zu einem Lobby-Verband. Das ZDF Magazin Royale hat das Thema in einer sehr coolen Folge kürzlich einmal aufgegriffen:

Trotzdem, Katar. Was für eine Farce! Bis auf Versprechungen, Arbeitsbedingungen zu verbessern, hat das Emirat nichts gemacht. Da geht man jetzt lieber hin, schmiert EU-Parlamentarier – was übrigens dumm ist – und will sich so einen besseren Ruf in der EU erschaffen, statt Dinge wirklich zu verbessern. Dabei ist es uns doch sowieso egal. Wir vergeben die WM trotzdem dahin und verfolgen jetzt die Spiele (ja, ich auch). Welchen Unterschied macht es da, ob Menschenrechte eingehalten werden oder nicht.

(Auf eine perfide Art cleverer macht das in meinen Augen übrigens Saudi-Arabien. Die starten lieber Großprojekte und PR, worauf Journalisten natürlich sofort anspringen und darüber berichten.)

Nebenbei: Der Tod von zwei Sport-Journalisten bei den Spielen deutet noch auf etwas anderes hin: dass die klimatischen Bedingungen und die Gesundheitsversorgung vor Ort womöglich einfach unmenschlich sind. US-Sportjournalist Grant Wahl hatte sich in Behandlung begeben, nachdem er durch die ganze Hektik mit der Anreise, dem Jetlag und dem Dauereinsatz bei der Arbeit offenbar einen Infekt zugezogen hatte. Etwas sonderbar ist das aber irgendwie schon: Warum sterben da so viele Menschen bei der Arbeit?

A propos sterben: In Deutschland kann es einem gut gehen, es sei denn, man braucht mal Gesundheitsversorgung. Der nächste freie Augenarzttermin, den ich bekommen habe, ist im März, also in einem Vierteljahr. Das alles ist aber nichts gegen das, was in Berlin am Wochenende los war. Zwei junge Frauen werden von einem Bus erfasst. Die eine stirbt wenig später, die andere ist schwer verletzt. Die Umstehenden kümmern sich, rufen einen Rettungswagen – und es kommt keiner. Weil einfach keiner verfügbar ist. Personalflucht, sagt der Verband. Oder vielleicht ein komplettes Kaputtsparen der Pflege/Rettung/Gesundheitsversorgung weit über einen Punkt hinaus, an dem das System noch tragfähig gewesen wäre. Es kollabiert gerade und wir können dabei zusehen. Hoffentlich bleibt ihr alle gesund!

Trotzdem noch ein Song des Tages. Dürbeck & Dohmen: Hello Beltracchi (2016):

https://www.youtube.com/watch?v=mK7YV9G0jBs
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Right

Mal ein Buch schreiben

Die letzten Tage habe ich ein wenig Pause gemacht und offenbar auch gebraucht. Ich bin selbst verwundert, wie lange das jetzt letztendlich gedauert und wie viel Kraft es gekostet hat, dieses Buch zu schreiben. Mein ursprünglicher Plan war ja mal: Reiseblog schreiben , copy-paste machen, Buch fertig sein. So war es jetzt schon nicht.

Um es nicht wieder zu vergessen, versuche ich mal zu rekapitulieren:

  • August 2022 bis etwa zum 20.: Die Zeit, in der ich im Urlaub war, und täglich abends das Reiseblog geschrieben habe.
  • Hinterher ein paar Tage durchschnaufen
  • Dann mal informieren: Wie geht das eigentlich mit diesem Direct Publishing auf Amazon? Erstmal einlesen
  • Dann Copy-Paste der Texte in ein Google Doc
  • Drüberlesen
  • Dabei feststellen: Da fehlen noch viele, viele Erinnerungen. Ich muss noch mal drübergehen.
  • Danach feststellen: Infos sind jetzt zwar alle drin, aber das liest sich viel zu fad. Das wird ja ein Buch, keine Loseblattsammlung. Da muss noch irgendwie ein kleiner Spannungsbogen rein.
  • Nochmal drüber gehen, Fehler weitestgehend ausmerzen.
  • Mittlerweile haben wir schon Mitte September.
  • Ich erstelle die Karten. Dazu schaue ich mir ein Tutorial auf YouTube an. Im Grunde ist es recht einfach: Den jeweiligen Abschnitt auf Google Maps aufrufen und dann mit einem Bildbearbeitungsprogramm abpausen. Bisschen formatieren, fertig. Es braucht allerdings etliche Anläufe, bis das einigermaßen aussieht.
  • Die Fotos müssen ja auch noch rein. Vom Handy runterladen, sortieren, auswählen. Es dauert mehrere Tage, bis das erledigt ist.
  • Entwerfen von Klappentext und Autorentext. Diese beiden Infos stehen erstaunlich schnell.
  • Experimentieren mit Kindle Create. Hochladen, setzen, immer wieder neu probieren. Mittlerweile haben wir Ende September.
  • Die Bilder kann man mit dem uralten Tool nicht einfach anschauen und dann einbauen. Du musst wissen, wie sie heißen. Ich geb den Bildern also Namen und sortiere sie noch einmal, bevor ich sie einbaue.
  • Shit, vergessen, sie zu beschneiden, also die richtigen Ausschnitte zu wählen. Kostet noch mal einen Tag.
  • Das fertige Dokument hat etliche hundert Megabyte. Das ist zu viel. Ich muss die Bilder verkleinern und dann noch einmal neu einbauen.
  • Nebenbei geht es ans Cover. Das ist der einzige Teil, den ich mir nicht selbst zutraue, und so vergebe ich ihn an einen Profi auf Fiverr. Es dauert ein paar Tage, bis das gemacht ist und ich mit den Re-dos zufrieden bin. Aber immer wieder in den kommenden Tagen bis praktisch zum Ende hin werde ich daran selbst herumbasteln, Schriften, Farben und Proportionen verändern.
  • Lese das Skript noch einmal. Merke: Da fehlt immer noch was. Ein bisschen Konflikt, ein bisschen Charakterentwicklung, vor allem aber: ein paar Hard Facts, um die Suppe zu würzen. Entscheide mich dazu, Infokästen zu schreiben und einzubauen. Als das fertig ist, ist es Anfang November.
  • Setze alles und lade es im Kindle Bookshelf hoch. Im Grunde ist jetzt alles fertig.
  • Bis jetzt habe ich aber eigentlich nur am E-Book gearbeitet. Der Inhalt für das Taschenbuch soll zwar weitgehend identisch sein. Der Satz ist aber nochmal ein ganz anderer.
  • Das mit Google Docs erstellte und formatierte Doxc-Dokument sieht in der Vorlage furchtbar aus, ebenso das exportierte KDP-Dokument. Dazu müssen die Bilder ganz anders gesetzt werden. Lasse ich Gedankenstriche zwischen allen Notizen?
  • Aber im Grunde ist hier schnell alles so weit fertig, dass ich im Grunde den Probedruck bestellen könnte. Nur: Das Kindle Bookshelf akzeptiert mein Cover ums Verrecken nicht. Zerschießt das Design jedes Mal völlig, egal, was ich versuche.
  • Weil zu der Zeit auf meiner eigentlichen Arbeit sehr viel los ist und ich beim Googeln keine echte Lösung dafür finde (ich scheine das Problem exklusiv zu haben), ziehen tatsächlich zwei Wochen ins Land, an denen ich nicht weiter komme. Mittlerweile haben wir Mitte November.
  • Auf einer Bahnfahrt von Berlin nach Bonn kommt mir endlich selbst die Lösung: Der Kindle Cover Creater. Das ist ein uraltes, schlechtes, Bildbearbeitungsprogramm mit Raster, das vorgefertigte Designs hat. Mit ein paar Handgriffen kann ich hier mein Cover als Hintergrundbild einfügen und alle übrigen Textfelder einfach leer lassen. Es funktioniert! Ich bestelle den Probedruck, der drei Tage später erscheint.
  • … und in dem ich noch etliche Fehler oder sagen wir: Verbesserungsmöglichkeiten finde. Ist eben doch was Anderes, die Sachen mal gedruckt zu lesen, die man sonst immer nur auf dem Bildschirm gesehen hat. Ich überarbeite alles noch einmal.
  • Beim Probedruck fällt mir außerdem auf, dass das mit den schwarzen Karten nicht gut aussieht. Ich wechsle auf weiß, bearbeite alle Karten noch einmal nach.
  • Ich schicke Britta ein Foto vom Probedruck und sie bemerkt nebenbei: Da ist ganz schön wenig Rand um den Text.
  • In der Tat: Aber ich weiß gar nicht, wie ich das mit dem Kindle Create ändern könnte, es ist in dem Tool nicht vorgesehen, irgendwelche Seitenränder anzulegen. Ein direktes Doc hochzuladen, würde das Design völlig zerschießen. Ich informiere mich, was ich machen kann. Lande schließlich bei Apple Pages als Zwischentool zwischen Google Docs und dem Kindle Publisher.
  • Basti meldet sich, dass das Cover in der Form Assoziationen an die Reichsbürgerszene auslösen könnte. Seine Empfehlung wäre, andere Schriftfarben zu verwenden. Hat er Recht, also noch einmal ans Cover.
  • Wir haben längst Ende November.
  • Ein paar Tage später ist alles fertig. Bestellung des 2. Probedrucks, der drei Tage später erscheint.
  • Jetzt noch einmal in Ruhe das Ganze lesen, feststellen, dass es gut ist. Die letzten Mini-Fehler ausbessern, auch am Cover.
  • Ich bin mit meiner Tagline noch nicht zufrieden. „Tagebuch einer besonderen Radtour“ ist es irgendwie doch nicht. Ich experimentiere einen weiteren Tag hin und her. Letztendlich kommt mir auf einer Radfahrt die Idee: „Ein urbanes Sommerabenteuer“. Nicht perfekt, aber passt. Ich klicke endlich auf „Veröffentlichen“. Es kann 1-2 Tage dauern, bis das Buch geprüft sei, heißt es. Es dauert dann einen halben Tag.
  • In der Zwischenzeit setze ich mich ans E-Book. Hier muss ich auch noch einmal die schwarzen gegen weiße Karten tauschen und im Grunde alles noch einmal neu setzen. Aber dafür reicht mir ein Tag. Am Tag der Veröffentlichung des Taschenbuchs (7.12.) klicke ich auch beim E-Book auf „Veröffentlichen“.
  • Am 7.12. mache ich das Ganze publik und informiere die ersten, blogge hier auch darüber. Die ersten von euch bestellen. ? Ich bestelle mir zur Sicherheit auch ein Exemplar.
  • Als es ankommt, merke ich, dass beim Cover eine Kleinigkeit schief gelaufen ist. Es ist leicht verrutscht, so langgezogen sollte es nicht aussehen. Ich tausche es für die künftigen Bestellungen noch einmal aus. (Sorry an die Erstbesteller! Ich mache es wieder gut!)
  • Das Buch ist bei Amazon kaum zu finden. Ich starte die erste Werbekampagne mit Start 12.12. und werde noch eine folgen lassen. Die Kosten waren bisher tatsächlich überschaubar. 100-150 Euro könnte ich noch in Werbung fließen lassen.

Tja, jetzt wisst ihr’s. Mal eben schnell ein Buch schreiben – is‘ nich. Ist zumindest gar nicht so wenig Arbeit. Beim zweiten Mal wird’s schneller laufen, klar. Ich bin dankbar für die Erfahrung, froh, dass es fertig ist und irgendwo auch glücklich: Das war trotz allem eine sehr schöne Arbeit, die Spaß gemacht hat. Mache ich gerne wieder. 🙂

Spox über Donata Hopfen, die erste Frau an der Spitze der Deutschen Fußball Liga (DFL), die nach einem Dreivierteljahr im Amt ihren Posten räumen muss:

Große Teile der DFL-Gremien und der 36 Profiklubs waren mit der Arbeit Hopfens unzufrieden. Das lag vor allem daran, dass sie bei zahlreichen Baustellen wie der 50+1-Regel, der Digitalisierung, dem Einstieg eines Investors, der Auslandsvermarktung, dem neuen Grundlagenvertrag mit dem DFB und der kommenden Ausschreibung der Medienrechte nach Ansicht ihrer Kritiker nicht entscheidend vorangekommen ist.

Spox.com (Hervorhebung von mir)

Von den gefühlt 270 Aufgaben hat sie also keine schon abgeschlossen, nach einem Dreivierteljahr im Amt. Ersetzt wird sie jetzt durch eine kommissarische Doppelspitze – bestehend aus zwei Männern.

Kann es unter Umständen sein, dass man ihr von Anfang an keine echte Chance gegeben hat und sich bloß damit schmücken wollte, mal eine Frau auf dem Chefposten einer Männerdomäne gehabt zu haben?

Für die linke niederländische Tageszeitung „De Volkskrant“ war der vereitelte Putsch der Reichsbürgerszene in Deutschland ein viel größeres Thema als hier:

Neben diesem erschienen noch viele weitere Beiträge dazu, mehr als ich in deutschen Medien dazu gelesen habe. Ich geb auch zu: Ich habe das schnell abgenickt, nach dem Motto: Rechte Spinner haben mal wieder den Untergrund aufmischen wollen.

Kann es sein, dass wir da wirklich nur haarscharf zumindest an einem neuen NSU vorbeigeschrappt sind?

Kraftklub & Blond: So schön (2022):

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Yeah

Buch!

Ladies and Gentlemen, we have ourselves a book:

Zu beziehen auf Amazon und auch nur dort, da Kindle Direct Publishing. Der Titel ist jetzt „Deutschlandreise: Ein urbanes Sommerabenteuer„.

Das Taschenbuch ist also ab jetzt im Handel. Das E-Book, für das ich lustigerweise trotz halb so hohen Verkaufspreises doppelt so hohe Tantiemen erhalte, sollte morgen unter gleichem Link folgen. Und bevor ihr fragt: Nein, reich werde ich damit nicht. Da müsste ich schon sehr viele davon verkaufen. Aufgrund der hohen Druckkosten und noch irgendwie was, was ich nicht ganz verstanden habe, liegen meine Tantiemen für die Print-Ausgabe bei 2,64 Euro, die ich noch versteuern muss. Beim Ebook sind es 5 Euro irgendwas, weil keine Druckkosten anfallen, wohl aber eine „Transportgebühr“ für die Daten. Auch interessant.

Also: Ich denke, es ist hübsch geworden, ich habe meine Reisetagebuch-Einträge mit hochwertigen 😉 Fakten über Deutschland angereichert. Und ich habe versucht, einen Pageturner zu schreiben. Ich hoffe, es gefällt euch!

Und wie ich mich jetzt fühle? Froh, erleichtert, auch ein bisschen glücklich. 🙂 Ich darf mich jetzt „Buchautor“ und „Schriftsteller“ nennen. Mit der gewonnenen Erfahrung könnte ich eigentlich gleich noch ein Buch schreiben. Ach ja, da war ja noch was… (Stichwort: Singapur).

Versanddauer scheint übrigens recht lang zu sein. Also besser: schnell bestellen – oder das E-Book laden. 😉

Germanismen in der niederländischen Sprache. Man sollte meinen: bräuchte man nicht, ist ja eh fast dasselbe. Aber dann gibt es doch einige Wörter, die sich da eingeschlichen haben, die nicht niederländisch sein können. Hier das Wort „überhaupt“ heute in „De Volkskrant“, obwohl es doch eigentlich mit „helemaal“ ein sehr schönes eigenes Wort dafür gibt. Verblüffend.

Urban Shrank:

via Dense Discovery

Dieser Song hat mich durch meine nächtlichen Arbeitssessions gebracht. Vielen Dank dafür!

Cari Cari: Mazuka (2020):

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Yeah

Zieleinlauf

Okay, langsam traue ich mich, wenigstens vom Zieleinlauf zu sprechen. Von der Zielgeraden lieber noch nicht… Heute, und damit zwei Tage früher als angekündigt, kam der zweite Probedruck des Buchs, und es sieht im Großen und Ganzen hervorragend aus…

Nur dass die Schriftart nicht die ist, die ich wollte. Die da ist ja serifenlos. Und ich weiß ja bekanntlich nicht viel, aber was ich weiß, ist, dass da bei gedruckten Sachen eine Serifenschrift (eine mit Füßchen) hin muss. Und da gibt es mittlerweile sehr moderne Varianten.

Also habe ich den halben Abend damit verbracht, die Schriftart auszutauschen und entsprechend noch einmal das Layout anzupassen. Geworden ist es Palatino, und ich finde, das sieht jetzt wirklich gut aus:

Bin ich mit happy. Und sogar Seitenzahlen gibt es jetzt. ☝?

Nur noch die godverdomde Tagline! Ich kann mich da mit mir selbst auf nichts einigen. Aktuell ist es „Tagebuch eines zauberhaften Sommers“, aber das ist es irgendwie nicht… Oder doch? Werde noch ein letztes Mal drüber schlafen. Dann Weitergabe an Amazon. Und dann muss auch noch das E-Book… Aber ja, das Ende ist abzusehen.

Das ist ganz und gar fantastisch. MMD! ? via turi2.de:

Kann das Video leider nicht einbetten. Aber geht zur ARD Mediathek, ruft das Video dort auf, geht zu Minute 21 und genießt! 🙂

Heute musste Grünkohl:

Gestern musste Weihnachtsmarkt:

Schnee sieht in Bonn halt immer nur so aus:

Doch, count me in!

https://www.youtube.com/watch?v=e-giK_k4-dM

Wenn es eine heilige Messe gibt, dann müsste es doch eigentlich auch eine unheilige Messe geben. ?

Malt euch gerne mal aus, wie die dann aussähe! ?

Euch fällt wohl gar nichts mehr ein, wie ihr euren Mist loswerdet, was? Kommt mir jetzt auf Dumme…

Beirut: Scenic World (2018):

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Möh

Bad School Vibes

Also, das finde ich jetzt interessant. Nachdem ich mich wieder selbst auf die Schulbank gesetzt und unter anderem angefangen habe, Chemie für Dummies zu lesen, entdecke ich Verhaltensweisen an mir, die ich seit der Schule nicht kannte:

  • Mein Kopf steigt aus, wenn es langweilig oder kompliziert wird.
  • Dann lese ich ganze Absätze, ohne etwas verstanden zu haben.
  • Das passiert bei den gleichen Themen wie früher, etwa Energieniveaus der Orbitale
  • Ich lese dann nochmal nach, in niedriger Geschwindigkeit.
  • Und dann nochmal.
  • Ich will dann weiterlesen, ohne es verstanden zu haben, weil mir das Thema nichts sagt oder zu schwierig ist.
  • Meine Konzentration lässt dann extrem nach.
  • Meine Motivation auch. Bisher bin ich noch nicht sonderlich weit gekommen.

Die Challenge wäre jetzt, effektiver zu lernen, nicht aufzugeben, mir mehr und bessere Notizen zu machen als damals. Dabei reichen mir eigentlich die Grundzüge. Wie viele Elektronen bei welchem Atom auf welcher Schale sitzen, muss ich nicht genau wissen. Nur z.B. dieses Periodensystem endlich mal durchschauen, das wär’s… Ja, ich weiß, ist Stoff der 6. Klasse oder so… ?

Faszinierend auf jeden Fall, eigene Schwächen an sich selbst 30 Jahre später noch einmal zu entdecken – und diesmal zu überwinden? Wäre toll.

Hängt aber auch vom Stressniveau ab, und das ist höher, als ich es mir gerade eingestehen würde. Schuld ist auch das Buch, an dem ich mittlerweile seit 3 Monaten (!) sitze. Ich könnte noch nicht einmal sagen, was ich eigentlich in der ganzen Zeit gemacht habe. Ursprünglich geplant war mal ein einfaches Copy and Paste meines Reiseblogs. Aber dann begann das Optimieren und jetzt bin ich etwa bei Version 100 der Entwürfe. Und ich muss gestehen, dass mich das mehr ausgelaugt hat, als ich dachte. So schön die Arbeit auch ist – ich will damit fertig werden.

Der zweite Probedruck ist bestellt, kommt leider erst am Mittwoch. Bis dahin spanne ich mal zwei Tage aus und kümmere mich um das E-Book. Es ist nicht mehr weit, aber das habe ich mir vor einem Monat auch schon gedacht…

Die Druckkosten für den Premiumdruck und der daraus resultierende Mindestverkaufspreis sind nicht gerade – marktüblich…

Seufz…

Deutschland bei der WM ausgeschieden und alle so: meh. Und wenn ich sage „alle“, dann schließt das auch Spieler und Funktionäre mit ein. Bierhoff und Flick sind zwar in der Kritik, und das zurecht, weitermachen wollen sie trotzdem. Den Spielern fehlte die Durchschlagskraft in Abwehr, Umschaltspiel und Angriff, aber auch hier ist kein Verantwortlicher auszumachen. Dann wird die Misere wohl noch ein paar Jahre weitergehen.

Quelle: Kicker.de

ist what I’m saying. Rüdiger übrigens im Team behalten! War einer der wenigen Lichtblicke in der Mannschaft.

Am Donnerstag hatten wir zeitgleich ein Tischtennisspiel und streamten das Deutschland-Spiel dabei auf einem Tablet. Für einen kurzen Moment, als Costa Rica und Japan zeitgleich führten, wären Deutschland und Spanien ausgeschieden. Mein Mannschaftskamerad zu mir: „Jetzt haben wir echt eine lustige Konstellation“. In der Tat! Das wär’s gewesen!

Was ist los?

Und was ist das?

Nebenbei: Läuft bei ihm…

Und wenn sich Kim Dotcom und Elon Musk über Kanye West (pardon: Ye) streiten, dann erinnert das immer mehr an die Clownshow in einem Zirkus. Und vielleicht hat man da ein paar fragwürdige Charaktere viel zu lange viel zu ernst genommen.

Nebenbei: Jede zweite Meldung in den Technachrichten drehte sich zuletzt um die Person Elon Musk. Es wäre SUPER ERFRISCHEND, mal einen Monat lang gar nichts von dem Typen zu hören. Oder über Twitter, Krypto, NFTs, web3, web0 und das Fediverse.

„Portugal um den Superstar Cristiano Ronaldo“
„Argentinien um Superstar Lionel Messi“
„England um Superstar Harry Kane“
„Brasilien um Superstar Neymar“

Auch so Formulierungen, die ich nicht mehr hören kann. Vielleicht habe ich auch einfach zu viele WM-Spiel-Zusammenfassungen auf YouTube gesehen. Jedes Team hat irgendwie seinen Superstar. Jedes Team, außer? Deutschland.

Vielleicht auch das ein Grund dafür, dass die Anderen jetzt im Achtenfinale stehen und wir irgendwie nicht.

Freudscher? ?

Ja nun… ??‍♂️

Trailershow:

Geh in Rente, Harrison Ford!

Jepp, geh in Rente:

Irgendwie hatte ich mich bei Super Mario Bros. auf einen Realfilm gefreut… Das hier – ist höchstens was für Grundschüler (und ich lerne ja schon Mittelstufenstoff):

Und das braucht irgendwie auch kein Mensch…

https://www.youtube.com/watch?v=jOpoPPIRtdQ

So, genug schlechte Laune für heute verbreitet. Nur noch Musik:

Atzur: Running (2019):

Einer dieser Songs, von denen man meint, sie schon ewig zu kennen und viel zu lange nicht gehört zu haben.

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Möh

Hartz V

Ich finde es ein Stück weit bemerkenswert, dass es die Ampel-Koalition war, die Hartz IV neulich wirklich abschaffen wollte. Also die rot-grünen Parteien, die es damals eingeführt haben. Jetzt zusammen mit der wirtschaftsliberalen FDP. Und dass es die Union ist, die beim geplanten Bürgergeld so nicht mitmachen wollte. Merz und Konsorten wollten vor allem die Gängelung im Gesetz behalten. Arbeitslose sollen weiterhin sofort (meist völlig unpassende) Jobangebote bekommen und dann auch möglichst annehmen, statt erstmal ein bisschen Luft zum atmen zu haben und sich was Sinnvolles zu überlegen. Mit diesem Quasi-Hartz-V hat sich die Union auch durchgesetzt und meint jetzt, diesen Erfolg offenbar bei jedem neuen Gesetzesentwurf wiederholen zu müssen, wie jetzt bei der Reform des Einwanderungsrechts.

Finde ich beides schade. Zumal sich gezeigt hat, dass Hartz IV vornehmlich die Arbeitslosenstatistik getrübt, aber die Arbeitslosigkeit nicht wirklich beendet hat. Es hat die Armen nur ärmer gemacht. Und wir halten fest: Rot-Grün hat den Mist damals eingeführt, die Union ist aber die, die ihn behalten will. Für mich so nicht wählbar.

Zwei Dinge fielen mir gerade wieder auf:

  1. Ich bin alt geworden. Ich dachte: Du hast doch neulich mal über „Arbeit einbetten“ geschrieben, einen deiner Produktivitätstipps. Hab den Beitrag dann gesucht, gefunden und festgestellt, dass der schon von Januar 2021 ist, also fast zwei Jahre alt. ? Was mich zu Punkt 2 bringt:
  2. Halleluja, die Zeit vergeht! Und diesen Corona-Mist gibt es nun auch schon seit bald 3 (!) Jahren.
  3. Sollte eignentlich 2. sein, aber dann – na ja. Mein eigentlicher Punkt 2 und Tipp ist nämlich dieser:

Mit einer ungeliebten Tätigkeit kurz anfangen und sie nach 5 Minuten beenden, statt sie zu verschieben.

Das habe ich jetzt irgendwie nicht besonders hübsch auf den Punkt gebracht. Aber was ich damit meine, ist: Wenn du keinen Bock hast, alle deine Bilder noch einmal in dein baldiges Buch einzufügen, dann verschieb die Arbeit nicht komplett auf morgen. Fang eben kurz an und füg zwei, drei Bilder ein, bevor du sie bleiben lässt.

Habe ich getan, nachdem ich das Cover noch einmal optimiert habe. Siehe gestern. Zu mehr hatte ich dann einfach keine Lust mehr. Aber ich wusste, wenn ich damit morgen erst anfange, wird das ein übler Kaltstart und ich werde kräftig prokrastinieren, vielleicht sogar lieber mein Tax Management… nein, das nun auch wieder nicht.

Also habe ich eben kurz angefangen, die Bilder für Kapitel 1 eingefügt und die Karte für Kapitel 2, und es dann auch gelassen. Und dabei gemerkt:

  • Ging ganz schnell
  • War gar nicht so schlimm
  • Wird wahrscheinlich recht fix erledigt sein, morgen, in 45 Minuten maximal.

Sprich: Die Motivation ist jetzt da. Der Kopf wird über Nacht vielleicht schon ein wenig draufrumdenken und das Ganze wird morgen kein großer Act mehr sein.

Das mache ich meistens auch, wenn ich einen neuen Artikel schreiben will, aber eigentlich gerade los muss. Die 5 Minuten nehme ich mir dann noch, um den Beitrag schon einmal im WordPress anzulegen, den Anfang zu schreiben, die Kategorie auszuwählen und vor allem – größter Motivationsfaktor – das Beitragsbild hochzuladen. Dann verliert das Schreiben am nächsten Tag seinen Schrecken.

Ist der größte Selbstproduktivitätstipp, den ich euch geben kann. Mehr weiß ich nicht. ??‍♂️

Smarte Themostate: Jetzt, ein gefühltes Jahrzehnt, nachdem es sowas gibt, finde ich endlich eine Verwendung für eins davon. Es könnte 10 Minuten vor meinem Aufstehen morgens kurz das Bad heizen und sich dann sofort wieder ausstellen. Das wär’s!

Mehr davon bräuchte ich aber immer noch nicht, der Rest geht weiterhin von Hand.

Ach, einfach mal so, ja?! ?

Irgendwie süß! 🙂

The Wanton Bishops: Sleep with the Lights on (2012):

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Alright!

Zielgerade, auf der plötzlich Hürden stehen

Ach, ich mag mich nicht wirklich beklagen. Dazu macht es einfach zu viel Spaß, ein Buch zu schreiben. Hätte mir aber echt nicht ausmalen können, wie viel Arbeit das doch ist. Und die vor allem dann noch entsteht, wenn man denkt, dass man schon fast fertig ist.

Am Wochenende bekam ich eine Mail von Basti, einem meiner passivsten Leser ;), den ich überhaupt seit Jahren nicht gesehen habe. Er wolle bestimmt nicht stören und mir auf keinen Fall reinreden, wolle mich aber trotzdem warnen. Das geplante Cover in den Farben mit dem „Deutsch“ in Rot würde ihn ein klein wenig an die Reichskriegsflagge erinnern und bürge die Gefahr, irgendwelche spinnerten Reichsbürger auf den Plan zu rufen.

?

Herrje, an was man alles denken muss!

Aber ja, wenn man es streng auslegt, kann man es so sehen.

Zumal das Rot in het echt noch deutlich dunkler erscheint, also sogar noch dunkler als hier:

Und dann erwähne ich ja noch mehr oder weniger, dass ich den einen oder anderen AfD-Wähler im Osten auf eine Art verstehen könne und dass ich mich einem „Basis“-Mitglied super unterhalten habe. Schaue ich mir besser auch noch mal genau an, die Passagen. In die rechte Ecke will ich auf keinen Fall gestellt werden.

Vielleicht sollte ich beim Cover doch auf das Anfangs-Gelb zurückgehen oder zu Orange wechseln. Danke auf jeden Fall, Basti, für die Warnung – und fürs Lesen! 🙂

Und auch wenn das jetzt wieder noch etwas Extra-Arbeit bedeutet, kommt es darauf auch nicht mehr an. Ans Cover wollte ich sowieso noch mal. Mir ist eine bessere Tagline eingefallen.

Und wenn man erstmal anfängt, das alles zu lesen, dann springen einem noch etliche Verbesserungsmöglichkeiten vor allem stilistischer Art ins Auge.

Problem ist nur, dass sich das hier verwendete Kindle-Skript ein wenig vom Original-Docx unterscheidet und ich das nicht so einfach in die andere Richtung konvertieren kann. Jetzt habe ich nur leider vergessen, was ich im Kindle-Skript schon alles verändert hatte…

Ziel bleibt aber, bis Ende des Monats alles fertig zu haben, also übermorgen…

Heieiei, nachts Bilder aus der Hüfte schießen, ist mit dem iPhone 14 Pro nicht. Sieht auf dem kleinen Bildschirm toll aus, in groß dann aber eindeutig verwackelt:

Du weißt, da ist was massiv ins Rutschen gekommen, wenn bei Aral keine noch so abgedrehte Benzin-Sorte noch über 2 Euro kostet:

Da hat einer seine Brille auf meinem Autodach geparkt…

Und Britta meint, ich solle die zum Fundbüro bringen.

Was meint ihr so? 😉

The Stone Foxes: I’m a King Bee (2011):

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Yeah

Probedruck

War eine gute Idee, einen zu bestellen. Ich bin reiner Onliner geworden und hab schon lange nichts mehr mit Papier zu tun.

Als erstes war das mal gut für die Erinnerung daran, dass CMYK ungleich RGB ist. Das Rot im Titel sieht ganz anders aus als geplant:

Und die Seitenabstände passen nicht. Zu wenig Rand:

Problem war wohl, dass ich die E-Book-KDP-Datei auch für das Taschenbuch verwendet habe. Und da die Seitenränder nicht einstellen konnte. Sie raten dazu, ein eigenes DOC oder PDF zu erstellen. Na gut, mache ich das halt jetzt…

Und irgendwie auch die Dicke des Papiers und die Druckqualität…

Hab halt nur die zweitbeste Stufe gewählt, um die Druckkosten im Rahmen zu halten. Ist so okay, man merkt aber, dass es keine Profiqualität ist.

Und dann ist auch die eine oder andere Aufzählung bisschen komisch eingerückt:

Und ganz nebenbei fielen mir noch zwei, drei inhaltliche Dinge ein, die ich ändern wollte.

Und dann, na ja, eigentlich das Ganze auch noch einmal gegenlesen und optimieren. Ausgedruckt liest sich alles ja doch noch einmal anders als am Rechner.

Also ja, war schon gut, das mal ausdrucken zu lassen, und fühlt sich irgendwie sonderbar an, da im Café zu sitzen und das eigene Buch Korrektur zu lesen. ?

Also, finale Korrekturschleife jetzt. Noch einmal ein paar Stunden/Tage Arbeit, zumal ich die ganzen Bilder, die ich aus dem Manuskript erst rausgenommen habe, jetzt wieder einfügen muss.

Darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an. Aber wird langsam knapp mit dem Vorsatz „2022 auf jeden Fall mein erstes Buch veröffentlichen“. ?

WM: Ich geb’s zu, ich verfolge die Ergebnisse auf Kicker.de und gucke mir Zusammenfassungen der Spiele auf YouTube an. Es ist halt eben doch WM, das größte Sportereignis der Welt. Und all der politische Zirkus scheint am Sportlichen – zum Glück – völlig vorbei zu gehen. Es gibt richtig tolle Fußballspiele.

Nach dem mutigen Protest vor ihrem ersten Spiel halte ich dem iranischen Team die Daumen – und freue mich, dass sie heute wenigstens ihr zweites Spiel gegen Wales gewonnen haben (2:0) und damit noch Chancen aufs Achtelfinale haben.

Für Deutschland sehe ich derweil pechschwarz. Ich kann mir im Geiste nicht ausmalen, wie das mit dem Achtelfinaleinzug noch gelingen könnte. Die Abwehr anfällig, vorne keiner, der das Ding reinmachen kann, in der Mitte kein Leader, der Verantwortung übernehmen will. Und jetzt gegen ein junges, motiviertes spanisches Team, das macht und trifft, wie es will. Klar, vielleicht kannst du dir mit etwas Glück ein Unentschieden ermauern. Aber ein Sieg, den du ja schon brauchst, um noch eine Chance auf das Weiterkommen zu haben? Hui, das wäre beinahe schon eine ähnliche Sensation wie der WM-Titel 2014.

Ich werd das Gefühl nicht los, dass man zumindest das mit der One-Love-Kapitätsbinde hätte durchziehen müssen und jetzt für die Feigheit die Quittung bekommt.

„Goncharov“: Tumblr-Nutzer erschaffen einen Hype um einen Martin-Scorsese-Film von 1973 mit Al Pacino und Robert De Niro – den es nie gab. ?

Musikalisch bleibe ich heute bei den Beatles und „Hey Jude“ (1968). Längst nicht nur für mich einer der besten Songs aller Zeiten. Aber warum eigentlich? ?

Bin nebenbei immer wieder überrascht, wie nah man die Fans damals an die Künstler gelassen hat… Die sitzen denen praktisch auf dem Schoß.

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Sigh

Letzte Konsequenz

Vielleicht war 2018 mit dem Vorrunden-Aus die endgültige Zäsur. Aber auch andere Dinge ändern sich in diesem Land, ja sogar weltweit. Dass die Nationalmannschaft eigentlich bei beinahe jeder Weltmeisterschaft mindestens ins Halbfinale kommt und man bitter enttäuscht ist, wenn sie da schon verliert. Dass die Straßen wie ausgestorben sind, wenn Deutschland spielt. Und dass der Tag gelaufen ist, wenn die Nation verliert. Alles jetzt nicht mehr der Fall, und das Leben geht trotzdem weiter.

Jetzt ist nur auch in sofern etwas anders, als dass die Terminierung der WM kein echtes Public Viewing mehr ermöglicht. Das Interesse ist gering. Nicht einmal 10 Millionen Zuschauer hatte die Auftakt-Blamage gegen Japan im linearen TV. Die erste Winter-WM, einstiges Kanonenfutter wie Japan oder Saudi-Arabien (2002 noch 0:8 gegen Deutschland, Dienstag dann 2:1 gegen Argentinien), das keins mehr ist. Es gibt wirklich kaum noch Außenseiter bei einer WM, beinahe jedes Team, das es zur Endrunde schafft, hat dort plötzlich auch eine Chance. Auch das hat sich verändert.

Die größte Veränderung aber – in meinen Augen – fand 2014 und 2015 statt. 2014 noch alles in Ordnung, vielleicht sogar besser als jemals zuvor. Nicht nur war die Nationalmannschaft hungrig, auch in diesem Land bewegte sich endlich einmal etwas. Die Wirtschaft entdeckte die Startup-Kultur, jeder konnte YouTube-Star werden, junge Leute hatten endlich etwas zu sagen. Das Land hieß Flüchtlinge weitestgehend willkommen.

Dann kam 2015 und wir machten wieder einen Schritt zurück. Merkels Willkommenspolitik wurde massiv kritisiert, die Rechten wurden stärker, die Diskussion um nationale Symbole wurde befeuert, Social Media wurde zum Höllenritt. Die dann doch erschreckend einflussreichen Rechten wollten Patriotismus, wenn nicht sogar Nationalismus auch in Deutschland. Und sie haben bis zu einem gewissen Grad Erfolg damit gehabt. Deutschland, ein Land, auf das man stolz sein kann? Whatever, dachte auch ich mir. Ich brauche diesen Nationalstolz zwar nicht, aber wenn ihr euch besser damit fühlt – andere Länder haben das ja auch, dann seid meinetwegen stolz auf diese Nation, wofür genau auch immer.

Das Ganze hat allerdings einen Preis – meinem spirituellen Laienverständnis nach. Mit dem aufkommenden Nationalismus Patriotismus in anderen Bereichen brach die Notwendigkeit weg, den Patriotismus auf den Sport zu beschränken und in letzter Konsequenz auszuleben. Die deutsche Seele ist jetzt nicht mehr getroffen und bis ins Mark erschüttert, wenn die Mannschaft mal verliert. Wir sollen ja jetzt auch andere Dinge haben, an denen wir uns hochziehen können – keine Ahnung, die Autoindustrie vielleicht oder international gefeierte Netflix-Serien deutscher Produktion.

Die Nationalmannschaft spielt denn allerdings dementsprechend heute auch nicht mehr mit dieser letzten Konsequenz. Ein Schlotterbeck (ohne ihm die jetzt die Alleinschuld geben zu wollen, das kam in diesem Land ja auch noch nie gut an) verteidigt gegen einen Takuma Asano vor dem 1:2 nicht mit letzter oder überhaupt irgendeiner Konsequenz. Die Spieler sagen hinterher vor den Mikros sowas wie: „Ja, heute, das war schon enttäuschend, müssen wir beim nächsten Mal besser machen.“ Auch der Trainer kommt mit ähnlichen Worten weg, muss sich nicht mehr vor der ganzen Nation entschuldigen oder vor dem Kanzler zu Kreuze kriechen.

Es ist längst nicht mehr so, dass Deutschland eine von nur sechs, sieben großen Nationen wäre, die Fußball spielen können. Das können 20, 30 andere Teams mittlerweile genauso gut. Von daher wäre das Ticket fürs Halbfinale auch unter anderen Voraussetzungen längst nicht mehr sicher gebucht. Aber diese letzte Konsequenz, das Mitfiebern der ganzen Nation vor Spielen der Nationalmannschaft, als sie noch nicht „#diemannschaft“ hieß, das beherrschende Gesprächsthema und natürlich auch die Erfolge – sprich: den Sportpatriotismus, der diesem Land gut getan hat, den hätte ich schon gerne zurück.

Den Nationalismus könnt ihr euch derweil sonst wohin stecken. Der macht uns nicht wieder zu einer großen Sportnation, der hilft genau genommen bei gar nichts.

Passend dazu: Investor Lars Windhorst hat Hertha BSC Berlin mit seinem Engagement an den Rand des Ruins getrieben. Nun zieht er nach viel Druck gegen seine Person einen Schlussstrich, verkauft seine Anteile und – jetzt wird alles besser? Na ja…

Quelle: Kicker.de

Klingt eher so, als würde der Ausverkauf des Fußballs noch weiter voranschreiten…

Störende Klimaaktivisten bis zu 2 Monate in „Präventivhaft“ stecken… Das klingt nach den tiefsten 80ern und genauso, als würde man das Benutzen eines Feueralarms unter Strafe stellen – obwohl es brennt. Das Katapultmagazin bringt es auf den Punkt:

Dass die Jungs und Mädels aber heute den ganzen Flughafen BER für ein paar Stunden lahmgelegt haben, geht dann aber auch etwas weit. Trotzdem, die Frage bleibt die Richtige: Was tun wir wie schnell gegen die menschengemachte Erderwärmung? Es kann nur unmittelbarere, aber keine wichtigeren Themen geben.

Der Twitter-Account von Podcaster Lex Friedman wurde gesperrt, nachdem er „Fuck @elonmusk and fuck @realDonaldTrump“ getwittert hatte. Etwa zur selben Zeit, als Elon Musk die verbliebenen Twitter-User darüber hat abstimmen lassen, ob gesperrte Accounts wieder freigegeben werden sollten (die überwiegende Mehrheit ist dafür). So viel zu „free speech“…

Rebellierende iPhone-Arbeiter bei Foxconn, die dort in einer Blase gehalten wurden, abgeschirmt von Wohnung und Familie. Lange nicht mehr etwas so Verstörendes gesehen. Die Leute in Weiß sind übrigens Polizisten/Sicherheitspersonal, die mit Gewalt vorgehen:

Quelle: TheVerge/Stephen McDonell

Im Video sieht man das Vorgehen der „Sicherheitskräfte“. Ich glaube, das macht wenig Unterschied, für wen die da etwas produzieren. China übertreibt es komplett mit der Zero-Covid-Strategie. Wie lange denn noch?

Bonn. Das Mediterrano (ggü. Döner Haus) ist jetzt The Quiet Man. Hol mich der Teufel!

Ganz hübsch am Rhein heute:

Ohne Worte:

Da helfen nur noch die Beatles: Back in the USSR (1968):