Der Herbst ist da, und ich bin weder ausgebrannt, noch trübsinnig, noch macht mir der Regen etwas aus. Ich freue mich sogar drüber: Es war jetzt sooo trocken die letzten Monate, es war schon nicht mehr hübsch. Ein paar Wochen Regenwetter täte uns allen gut, den Böden, Pflanzen und Tieren genauso wie uns Menschen, tatsächlich. Allein schon, weil wir Abwechslung mögen.
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Wenn’s mir gut geht – und das tut es erstaunlicherweise gerade – scheine ich weniger zu verbloggen zu haben. Zu kämpfen habe ich eigentlich nur noch mit meinem völlig gestörten Schlafrhythmus durch die Krankheit. Vor 0200 Uhr bin ich einfach nicht mehr müde. Ich setze deswegen seit ein paar Tagen auf Soundscapes aus der Meditations-App Headspace. Soundscapes sind Geräusche, die dich zum Einschlafen bringen sollen. Meeresrauschen, Regen, der auf Steine fällt, Lagerfeuer… Es klappt bisher bei mir ausgezeichnet!
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Ringe der Macht: wurden im Internet ziemlich verrissen. Ich find’s aber eigentlich gar nicht so schlecht bisher. Ist mal ein ganz anderer Ansatz. Wirklich etwas heller, als man es sich so vorstellt, und sie versuchen auffällig, ein paar „Game of Thrones“-Vibes reinzubringen. Ich werde aber bisher gut unterhalten, ich mag viele der Charaktere und tauche tief ein in diese Fabelwelt. Und ich mag, wie sich da langsam etwas zusammenbraut. Werde auf jeden Fall weitergucken.
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Preis hat sich ja nicht einmal verdreifacht. Lame. ?
Halbgesund ist irgendwie auch ätzend. Ich kann schon wieder arbeiten, aber noch keinen Sport machen. Bin noch verschleimt, Lunge und Nase sind zu. Wenn ich jetzt Sport mache, verschleppe ich das. Wenn ich nicht aufpasse, hole ich mir vor allem wieder eine chronische Bronchitis, und das ist echt ätzend. Also keine Anstrengung die nächsten Tage – was mir schwerfällt – und keinen Stress – was mir zuletzt irgendwie immer leichter fällt.
Früher war ich ständig gehetzt und gestresst. Jetzt irgendwie gar nicht mehr. Woher das kommt? Ich weiß es gar nicht so genau. Vielleicht:
Das Alter. Ab 40 lässt die Energie nach.
Und die Gelassenheit nimmt zu.
Dann ist das halt so, dass mal etwas nicht gestern fertig ist, sondern morgen erst.
Die rhetorischen Fähigkeiten nehmen zu: du wirst besser darin, dich aus Dingen rauszureden. Was du lernen musst, denn du kannst ja nicht mehr ganz so schnell wie früher (s.o.).
Meditieren? Hilft definitiv dabei, die Dinge besser zu ordnen.
Die Pandemie? Hat gezeigt, was wirklich wichtig ist im Leben.
Also die Gesundheit.
Erfahrung? Auch ein bisschen. Du weißt instinktiv, was eine echte Knüller-Meldung ist und was nicht. Du hast den Plan für einen Beitrag schon im Kopf, musst dir nicht immer wieder neu überlegen, wie du den jetzt schreibst.
Du lernst Dinge zu delegieren, so gut das geht.
Ich hoffe, ich halte das durch. Mir gefällt das. 🙂
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Wenn du mit deinem Kontakt bei der Agentur auf Niederländisch schreiben kannst. 🙂 Und der schon so lange nicht mehr in der Heimat war, dass er deutsche Wörter mit einbaut.
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Summer’s over…
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Irgendwie zieht’s mich für ein Wochenende nach Belgrad im Oktober. Kommt jemand mit? Oder England.
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Kann mich an keinen so erfolgreichen Sport-Tag für deutsche Mannschaften erinnern:
Bayern 2:0 gegen Barcelona (Champions League)
Leverkusen 2:0 gegen Atletico Madrid (dto.)
Frankfurt 1:0 in Marseille (dto.)
Deutsche Basketball-Nationalelf bei der EM im Viertelfinale mit einer Sensation gegen Griechenland (107:96)
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Klötzchengrafik nachts auf dem Samsung. So langsam freue ich mich tatsächlich doch ein bisschen auf das iPhone.
Ich dachte, jetzt, wo ich eh noch nicht genau weiß, wo ich eigentlich hin will, kann ich auch erstmal in Ruhe hier fertig machen. Hab heute alte Postkarten und Liebesbriefe (jaja!) sortiert, das elendige Kapitel 6 im Reisebuch in Angriff genommen und paar Dinge bestellt, darunter eine Pfanne und einen Ukulele-Wandhalter.
Und mehr war heute nicht. ??♂️ Deswegen übergebe ich das Wort an Isaac Gracie – The Death of You & I (2007)… Wait for it!
Bin immer noch nicht völlig kuriert und in der Lage, klare Gedanken zu fassen. Deswegen hier eine völlig zusammenhanglose Liste:
Ich bin dabei, eine Bucketlist für Bonn zu erstellen.
Man soll Ziele haben im Leben, aber das Ziel muss ja nicht zwingend schon feststehen.
Ziel kann ja auch sein, erst herauszufinden, wohin es gehen soll.
Den Herbst könnte man deswegen eigentlich mal für ein paar Wochenendtrips nutzen. Das wäre ein moderater Anfang.
Mein Gefühl sagt mir: Belgrad, Griechenland, Kroatien, UK, Irland.
Einziges Hindernis wäre mein neu gefasster Vorsatz, jetzt 3x die Woche TT zu trainieren/spielen, um zu alter Form zurückzufinden. Und das würde bedeuten: auch am Wochenende.
Aber ich könnte als Kompromiss ja mal ganz klassisch die Herbstferien nutzen.
Gibt aber noch ein ganz anderes Problem: Wie reist man eigentlich im Jahr 2022 ökologisch und gleichzeitig preiswert? Hab mal nach Bahn-Verbindungen nach London geschaut: Ganz schön teuer! Fliegen? Kaum noch zu rechtfertigen, eigentlich, wenn es nicht auch Alternativen gibt. Wie macht ihr das?
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Inventing Anna: Ist die perfekte Krankheitsserie. Kurzweilig, sehr leicht zu verstehen, unterhaltsam. Hat Schwächen, deswegen kommt sie wohl auch bei Kritikern nicht supergut weg. Wie sie in der vorletzten Folge Deutschland porträtieren, ist schlicht peinlich, weil zu 90% falsch. Wieso kriegen die Amis das auch im Jahr 2022 nicht hin, mal ein ganz normales Bild vom Ausland zu zeigen? Und immer die gleiche Leier: Aufstrebende Journalistin wittert den großen Scoop, geht zu ihrem CvD; CvD sagt: „nein du machst den Kaninchenzuchtverein, bringt mehr Auflage“, aufstrebende Journalistin muss ihren Scoop also hiemlich… jadijada.
Find’s aber ziemlich klasse, wie sie die narzisstische Persönlichkeitsstörung der Protagonistin darstellen. Denn das ist aus meiner Sicht gar nicht so falsch. Denn die meint, sie habe nur das Beste verdient, ist arrogant, verletzend, hat immer wieder Tobsuchtsanfälle (nebenbei: gut gespielt schon wieder von Julia Garner, gerade noch in Ozark gesehen), zieht trotzdem alle in ihren Bann, lässt ihre Mitstreiter:innen sogar zeitweise richtig aufblühen, lässt aber auch alle nach ihrer Pfeife tanzen, keiner kann sich so wirklich von ihr distanzieren oder glauben, dass sie eine Betrügerin ist.
Stellt man sie dafür zur Rede, ist sie nicht zu packen: „Ja gut, du regst dich jetzt auf, weil du die 60.000, die eigentlich ich bezahlen sollte, mit deiner Firmenkreditkarte vorstrecken musstest, weil sie meine gesperrt haben, und das Hotel schon mit seinen Schlägern hinter uns stand. Dann habe ich sie dir 3 Monate lang nicht zurückgezahlt, deine flehenden Anrufe und Nachrichten alle ignoriert, du hast deinen Job deswegen verloren und jetzt eine Klage am Hals. JA, SORRYIE! Ich hätte nicht gedacht, dass du deswegen jetzt so eine Bitch bist und mir gefällt im Übrigen dein Ton nicht.“
Also insgesamt: schon sehenswert!
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Young Chinese Dogs: Sweet Little Lies (2013):
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Leider verpasst…
Die Webseite dazu ist groß! Die argumentieren völlig schlüssig, warum jeder seinen Arbeitgeber beklauen muss, zumindest 1x im Jahr.
Vorfreude ist gering, aber vorhanden, Erwartungshaltung niedrig, aber nicht bei null, das Wissen, dass das mindestens 200 Euro zu teuer ist, ist hoch. 256 GB sollten’s sein, damit man angesichts des Preises ein bisschen länger was davon hat. Die 130 Euro weniger für 128 GB wären am falschen Ende gespart gewesen. Weiß ich, dass es keine offensichtlichen Innovationen gibt? Ja. Weiß ich, dass Apple das Thema Schnellladen, das jedes Mittelklasse-China-Handy längst kann, samt und sonders ignoriert? Ja. Weiß ich ferner, dass das wertvollste Unternehmen der Welt hier gerade die Inflation vorschiebt, um eine satte und keinesfalls notwendige Preissteigerung von 150 Euro im Vergleich zum iPhone 13 Pro durchzudrücken? Ja. Habe ich das Ding trotzdem gekauft? Ja.
Es wird meine Kamera werden, es wird tolle Fotos machen, es wird schnell sein, es wird Bilder per Knopfdruck zum Mac schicken (was auch mit einem Android-Phone ginge, wenn Apple es erlauben würde), es soll mich die nächsten Jahre überallhin begleiten, es wird tun, was es soll. Und wenn Apple in dieser Kriechgeschwindigkeit mit Innovationen weitermacht, wird es sich auch in 5 Jahren noch wie ein modernes iPhone anfühlen.
In der gleichen Woche, in der Huawei (!) eine Smartphone-Kamera mit variabler Blende vorstellt und Motorola eins mit 125-Watt-Schnellladetechnik (Apple schafft 25) und eigentlich allem anderen auch für 900 Euro – zahle ich 500 Euro zu viel für ein Smartphone.
Ihr hört mich ächzen. Und nicht nur, weil ich krank bin.
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Immerhin: Das geht aufwärts. Man sollte öfter mal 12 Stunden am Stück schlafen. Es wirkt Wunder. Man hustet danach nicht mehr.
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Meine jetzige Smartphone-Kamera nähert sich derweil Van Gogh an. 🙂 Wie gesagt: Nicht nur ein iPhone kann schöne Bilder machen…
Wenn ich krank bin, kann ich eigentlich nur zwei Dinge vernünftig machen: 1. Online-Shoppen, 2. Mich daran erinnern, wie schön es ist, gesund zu sein, dass Gesundheit keine Selbstverständlichkeit ist und wie kurz das Leben eigentlich ist. Und das ist hin und wieder mal richtig gut. Ich schreibe das hier auch mal auf, weil ich es sonst nämlich immer wieder vergesse. Wenn ich wieder gesund bin, denke ich mir immer: war ja gar nicht so schlimm, war was?
Heute saß ich eine Viertelstunde in Bonn am Bertha und habe ein wenig überlegt, wo ich eigentlich so hinfahren könnte, jetzt wo der Herbst naht. Israel fiel mir ein, Marokko, irgendeine nicht zu kleine Südseeinsel, oder sich nochmal ernsthaft mit Südostasien befassen. Immerhin: Die Langeweile beim Kranksein macht kreativ.
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Es wird wieder kühler und die Leute gehen zunehmend wieder rein in Lokalitäten und machen dabei die Tür zu. Ich weiß nicht, ich werde das so schnell nicht mehr machen können. Schon allein deswegen, dass ich mit Corona ausrasten würde, auch wenn es nur ein leichter Verlauf wäre.
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Better Call Saul: Tolles Finale! War eine schöne Serie von Anfang bis Ende. Vince Gilligan ist der Meister. Jeder Plot hat Hand und Fuß, jede Einstellung, jede Szene ist etwas Besonderes. Und die Gefängnisbus-Szene in der letzten Folge: hach! ??
Aber jetzt ist die Breaking-Bad-Welt auch zu Ende erzählt. Gilligan würde ich empfehlen, maximal noch einen Spin-off-Film zu drehen und es dann dabei zu belassen. Ob er mit einem Folgeprojekt noch einmal diese unnachahmliche Machart erzeugen könnte, ist fraglich. Aber ich würde es ihm (und uns) gönnen.
Heute habe ich mich kurz zu ein paar Besorgungen rausgeschleppt und kam da auch beim Ali vorbei. Der Ali ist – wie jeder weiß – der Besitzer vom Aksoy Kiosk, einer Institution hier in der Bonner Altstadt. Drei türkische Brüder (oder eigentlich Cousins, teils verschwägert, wie ich heute erfahren habe) haben einen Kiosk mit allem, was Tag- und Nachtschwärmer so brauchen, vorzugsweise Bier, Blättchen und Zigaretten. Sie haben immer ein offenes Ohr, sind kulant, haben beste Preise, sind Tag und Nacht im Schichtbetrieb für dich da. Und du weißt: Solange es den Aksoy gibt, ist die Welt noch in Ordnung.
Den Aksoy gibt es auch noch, aber der Ali ist da mittlerweile alleine bzw. beschäftigt nun nur noch Aushilfskräfte, wie er mir heute erzählte. Seine beiden Cousins haben das Handtuch geworfen. Warum, wollte ich wissen. Es war ihnen zu viel. Der Job mit dem Dreischichtbetrieb war immer schon anstrengend, besonders für Familienväter, aber immer noch erträglich. Corona hätte dann aber alles verschärft. Niedrigere Einnahmen, vor allem aber zunehmend aggressive Leute. Viele Leute haben Corona nicht gut verkraftet, sagt Ali.
Szenenwechsel: Heute las ich, dass man immer noch eine Woche in eine Quarantäne-Einrichtung muss, wenn man nach China einreisen will. Das würde es schwer machen, da mal eben kurz hin zu reisen. Klar, die Pandemie ist noch immer nicht vorbei, und jetzt kommt der Herbst und die Zahlen werden wieder einmal steigen, Maßnahmen werden verschärft.
Aber was ist eigentlich, wenn das das neue Normal ist? Wenn nichts mehr so vergleichsweise unbeschwert wird, wie es mal war. Wenn die Leute so aggressiv bleiben, wenn Grenzen nicht mehr aufgemacht werden, wenn sich die Wirtschaft gar nicht mehr erholt? Wenn die Welt nicht mehr zurückkehrt zu dem, was sie mal war?
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Nebenbei: Inflation scheint es nur hier zu geben, nicht in Amerika. Da bleiben die Preise für die neuen iPhone 14 stabil und auch vor Steuern deutlich preiswerter. Hier hat Apple die Preise noch einmal raufgesetzt. 999 Euro jetzt für ein iPhone 14, 1.299 Euro für ein iPhone Pro, 1.449 Euro für ein iPhone Pro Max. Jeweils für 128 GB, wozu man ja niemandem raten kann. Veränderungen wieder einmal nur inkrementeller Natur, nichts, was begeistert. Neue Apple Watch Series 8 noch dazu? 500 Euro. Die neue Watch Ultra: 1.000 Euro!
Ich hatte gesagt, ich wollte mir auf jeden Fall ein neues iPhone 14 Pro kaufen, aber angesichts des Preises bin ich mir jetzt gar nicht mal mehr so sicher. Man sollte ja zu mindestens 256 GB greifen – wofür Apple dann 1.429 Euro aufruft. Plus Ladegerät, plus Zubehör… Ich glaube, es hackt!
Jetzt wird sich zeigen, wie schlimm die Zeiten wirklich sind. Ich behaupte: noch nicht so schlimm, als dass das iPhone 14 nicht wieder ein Erfolg werden würde. Wird schon gut sein, wird wieder viele tolle Funktionen unter der Haube haben, die man erst nach und nach entdeckt. Wird trotzdem 500 Euro zu teuer sein.
Seit ich das Problem mit der Datenübertragung von Android zu Mac gelöst habe, fremdle ich mit dem Samsung A53 auch gar nicht mehr so sehr. Ist halt nicht toll, aber für seine knapp 400 Euro so schlimm auch wieder nicht. Macht zum Beispiel ganz anständige Fotos:
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Schon wieder einer mit nem E-Scooter im Geschäft. Da ist doch was im Gange!
Wenn man alles durchleuchtet, was einen als Person ausmacht, stößt man irgendwann auch auf den Begriff Selbstsabotage. Solches Verhalten legt beinahe jeder von uns an den Tag, tut es unbewusst, bemerkt es oft gar nicht oder weiß zumindest oft nicht warum.
Dabei bin ich auf dieses Video einer Dame namens „Arit Developer“ gestoßen. Gibt einiges Interessantes darin:
Wir sabotieren uns selbst, weil wir doch einen Vorteil dadurch haben, und sei es Aufmerksamkeit, Zuwendung.
Besser als eine Selbstsabotage abstellen zu wollen, ist, sie mit konstruktiveren Leitsätzen zu überschreiben.
Dazu geht es zunächst darum zu ermitteln, an welcher Stelle wir uns selbst sabotieren und warum.
Und das kann ganz schön interessant sein, erfordert lediglich ein wenig Selbstbeobachtung.
Persönliches Beispiel: Ich gucke meistens böse, wenn ich so durch die Straßen schlendere. Treffe ich einen Bekannten dabei, beende ich Gespräche meist sehr schnell. Oft habe ich auch wirklich wenig Zeit, weil ich sie mir nicht nehme.
Über den Grund brüte ich derzeit noch, ich bin schon einmal froh, das an mir entdeckt zu haben. Es könne sein, dass ich ausstrahlen will, dass mir niemand zu nahe kommen soll. Das ist einmal Schutz vor körperlichen wie verbalen Angriffen, aber auch Schutz vor Gesprächen, aus denen ich nicht mehr rauskomme. Ich hatte einen Sprachfehler als Jugendlicher und erbärmlich schlechte rhetorische Fähigkeiten. Es passierte, dass sich andere deswegen über mich lustig gemacht haben, was sehr weh getan hat. Deswegen das Vermeidungsverhalten.
Als Erwachsener heute werde ich deutlich seltener angepöbelt. Meine rhetorischen Fähigkeiten würde ich mittlerweile als „zumindest ganz okay“ einstufen. Ich könnte mich wehren, wenn mir einer komisch kommt. Ich könnte aber auch einfach viel entspannter an die Sache herangehen. Denn, wenn mich einer anpöbeln will, ist ihm mein Gesichtsaudruck dabei wahrscheinlich egal (außer ich lachte über ihn, aber ich lache andere Menschen grundsätzlich niemals aus).
Die Selbstsabotage überschreibe ich in diesem Falle also mit:
Ich lasse mir mehr Zeit, wenn ich spazieren gehe.
Ich bin entspannt dabei, mir kann keiner was.
Mir will aber auch meistens gar keiner was. Die Mehrheit da draußen ist nett.
Nur beobachten, nicht werten.
Ich genieße ein kurzes Gespräch mit einem Bekannten.
Und wenn es mich doch nervt, sage ich, dass ich noch weiter muss, und verabschiede mich fröhlich.
Mal gucken, ob das so funktioniert – und wie viele hundert veränderungsbedürftige Selbstsabotage-Automatismen ich so im Kopf gespeichert habe…
Und ihr?
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Ich bin gerade krank, und Kranksein nervt. Und dabei ist es bisher nur eine leichte Erkältung; der Covidtest ist negativ, die Symptome passen aber auch nicht ganz.
Tatsächlich kann ich mich nicht an das letzte Mal erinnern, an dem ich krank war. Das muss vor Corona gewesen sein. So paradox es klingt: in Mitten der größten Pandemie unserer Lebzeit war ich so gesund wie in der Grundschule nicht mehr (wo ich kaum jemals krank war). Und damit auch produktiv. Ich kann mich – ebenfalls – an keinen Tag zurückerinnern, an dem mir mal langweilig gewesen wäre. Heute dafür schon…
War schon hilfreich mit den Hygieneaktionen. Maske tragen und Hände desinfizieren tue ich auch heute noch regelmäßig und werde ich wahrscheinlich auch weiterhin. In Kneipen reingehen… ist immer noch grenzwertig. Ich vermeide es lieber.
Die Frage ist: hat die gestiegene Hygiene dazu beigetragen, dass wir jetzt nichts mehr aushalten und beim Anflug eines noch so harmlosen Virus‘ oder Bakteriums sofort krank werden? Ich hoffe nicht.
Auf jeden Fall hasse ich Kranksein und ich habe es definitiv nicht vermisst. Du hängst in den Seilen und kannst keinen klaren Gedanken fassen, dich nicht einmal auf einen längeren Text konzentrieren. Selbst Seriengucken ist anstrengender als sonst. Du kannst aber auch nicht schlafen, weil du voller Adrenalin bist. Nee, Corona wäre nichts für mich.
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Ozark-Finale – keine Angst, ich spoilere nichts. Muss auf jeden Fall sagen: na ja. Ende ist nicht so enttäuschend wie bei anderen Serien, aber in Jubel breche ich auch nicht aus. Sie sind so durchgejagt zuletzt, es ist einfach zu viel passiert, und dann, ganz plötzlich, ist es vorbei. Ich werde die Serie schnell vergessen haben.
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Lauv: Superhero (2018): Kein Video, das man sich anschauen sollte, wenn man eh schon nah am Wasser gebaut ist oder noch immer gelegentlich an seine Ex denkt. ? Dann wiederum sollen Tränen ja heilsam sein. ? Ich packe das Thema auf meine Desabotage-Liste.
Ich lerne sehr viel im Moment. Über mich selbst, von Anderen. Ich weiß, dass es noch ein weiter Weg bis dahin ist, wo ich gerne sein würde, aber ich weiß auch, dass in einem Jahr alles anders sein wird. Besser, hoffentlich. Zumindest die Dinge, die ich beeinflussen kann.
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Gemerkt, dass ich völlig verlernt habe, mit Frauen zu reden. Ich kann das auf eine geschäftige Art und Weise, aber nicht auf eine – sagen wir – romantisierende, flirtende Art.
Wer das dafür kann, ist mein Nachbar von oben. Das habe ich heute Abend gemerkt, als wir uns im Garten getroffen haben, unsere neuen Nachbarinnen dazu kamen und ihm praktisch nicht mehr von der Seite weichen wollten. Dabei hat er eigentlich nicht mehr gemacht, als die offenbar richtigen Sachen zur richtigen Zeit zu sagen. Sehr interessant und definitiv lernwürdig!
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Ein Buch zu schreiben, ist doch noch einmal ein ganz anderes Kaliber als Bloggen oder journalistische Texte zu verfassen. Vor allem meine ersten beiden Kapitel lasen sich in der Buchvorlage viel zu langweilig. Musste ich noch einmal anders strukturieren, verdichten, Dinge ergänzen, andere weglassen, die Spannung steigern, Rätsel nicht sofort auflösen. Dürfte jetzt besser sein, aber das ganze Manuskript will jetzt noch einmal umgeschrieben werden. Wird viel Arbeit, macht aber Spaß. Das Lesen später hoffentlich auch.
Erinnert mich alles ein wenig an meine Abschlussarbeit damals. Das bis hierhin Gelernte anwenden. Das dürfte dann auch ganz gut werden. Aber es ist nichts, was das Genre neu erfindet. Das wird dann erst die nächste Stufe werden. Wieder einmal viel zu lernen.
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Clever!
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Nimm doch deinen E-Scooter gleich mit in den Penny:
Oder anders formuliert: Man kann sich oft viel mehr herausnehmen, als man gemeinhin annimmt.
Weggehen, um etwas Neues zu sehen, ist gut. Aber fluchtartig den Ort zu verlassen, an dem man 20 Jahre gewohnt hat, das fühlt sich auch wieder nicht richtig an. Mich hält nicht mehr viel hier, aber ich will auch nicht gehen mit dem Gefühl, mich zu sehr zurückgehalten, nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, mir den Ort nicht zu eigen gemacht zu haben. Ich möchte gehen und sagen können: Jawoll! Hier hast du gewirkt, hier hast du richtig gelebt, das hier war deine Stadt.
Das Gefühl ist mir ein bisschen abhanden gekommen in den letzten Jahren.
Was müsste ich dafür noch tun?
Zunächst einmal meinen ganzen Shizzle auch wirklich zu Ende bringen. Minimieren to the max, Papierkram, Vergangenheitsbewältigung, Finanzielles. Ich will hier nicht eher weg, als bis das geklärt ist. Ich will aber auch keine fünf Jahre mehr dafür brauchen. Also los jetzt!
Ich will echte Freundschaften schließen mit den Leuten, die ich gerne getroffen habe. Vielleicht muss ich dafür noch lernen, wie das eigentlich genau geht, Freundschaften zu schließen ohne mich als Introvertierter komplett dabei zu verausgaben (bin ich nicht gut drin).
Oder überhaupt zu lernen, mit Menschen zu sprechen, ohne dabei zu verkrampfen. Wäre ja auch ein ganz hilfreicher Skill auf einer Weltreise.
Ich möchte noch wissen, wie sich das anfühlt, Teil einer Gruppe zu sein, statt immer nur Einzelkämpfer.
Die Nachbarin, die ich immer schon süß fand, fragen, ob sie mich heiraten will. 🙂 Natürlich wird sie nein sagen, aber dann habe ich es wenigstens probiert und sie wird mich nicht vergessen.
Mir selbst vergeben. Ich glaube, nur ich weiß, was das genau bedeutet und alles umfasst.
Ukulele-Unterricht nehmen
Tanzen lernen? Wäre eigentlich auch noch schön, weil ich das seit 30 Jahren immer schon wollte. Aber vielleicht will ich es in Wahrheit auch gar nicht dringend genug.
Die Lokalitäten in der Nähe ownen. Heißt: Im Nyx nochmal Rabatz machen, ein paar Kneipenabende im Pawlow, Flynn’s, der Wache. Das hier ist meine Hood!
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Bin gerade im Anflug von Aktionismus noch einmal durch meine Wohnung gesprintet, um final alles wegzuschmeißen, was ich nicht mehr brauche. Ergebnis:
Küche: 1 Schnellkochtopfset (in 10 Jahren 1x gebraucht), eine Saftpresse, der kürzlich gekaufte Teebereiter (geht auch mit Stempelkanne)
Badezimmer: –
Flur: –
Wohnzimmer: – (allenfalls noch die Kommode, aber ganz überflüssig ist die auch nicht)
Schlafzimmer: meine Altlasten im Kleiderschrank: alte Bücher, Helfe, Zeugs, und das in rauen Mengen.
Mit anderen Worten: Ich bin eigentlich fertig mit dem Wegschmeißen bis auf das Zeug in meinem Kleiderschrank. Also heißt es jetzt: Lesen, lesen, lesen!
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Meine rechte Handfläche zwei Wochen nach einer dreiwöchigen Radreise:
Häutet sich also. Interessant wird das aber erst im Vergleich zu meiner linken Handfläche, die im Vergleich dazu aussieht, als käme ich frisch von der Maniküre:
Warum, fragt man sich? Klar, die rechte Hand muss was mehr leisten. Sie bedient die wichtigere Hinterradbremse, die Gangschaltung und die reichlich benutzte Klingel (weg da, ihr Flaschen!). ☝?
Aber sonst? I don’t have the slightest.
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Erwin Wurm Art in Bonn. I like:
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The Bronx: Two birds (2017):
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