Dieser Tage ändert sich viel. Die meisten Menschen, die ich kenne, sind irgendwie in Aufruhr. Nichts bleibt gleich, jeder verändert sich oder will sich zumindest verändern. Der eine oder andere ist auch gezwungen sich zu verändern. Bald werden wir es vermutlich ohnehin alle sein.
Wenn sich Dinge stark verändern – ich weiß nicht, wie es euch geht – aber ich halte mich dann an Personen fest. Freunde, Bekannte, bei denen ich irgendwie weiß, wie ich dran bin. Wenn die sich auch verändern… wird es schwierig. Aber kaum jemand ändert sich so sehr, dass er danach jemand völlig anderes ist, politisch anders denkt oder plötzlich andere Dinge thematisiert. Aber auch das kommt vor.
Worauf ich aber eigentlich hinaus will: Es sind gute Tage derzeit. Viel Veränderung tat Not. Manchmal hätte ich mir sogar noch etwas mehr Veränderung gewünscht. Jetzt am Ende bin ich ganz zufrieden mit der gemächlichen Veränderung und dass sie stattfindet. Ich glaube, in einem Jahr wird nichts mehr so sein, wie es einmal war. Und ich hoffe, dass wir das auf positive Weise so sehen können.
Nicky hat mich damals für ein Wochenende in Scheveningen besucht. Wir zogen über die Strandpromenade, tranken Craftbeer auf dem Pier, ließen uns den Wind um die Ohren wehen und aßen noch was in einem zugigen Burgerrestaurant. Später kamen wir an einem Laden vorbei, in dem man Axtwerfen konnte. Ja, exakt, der Laden war wie eine Dartbar, nur dass man dort mit Äxten auf eine Zielscheibe warf statt mit Pfeilen.
Sollen wir da jetzt reingehen, fragten wir uns? Ist doch bestimmt teuer und irgendwie verrückt. Ist gerade außer uns auch keiner drin. Kann das überhaupt Spaß machen, werden wir das können, was soll daran so besonders sein, wollen wir nicht lieber was Anderes…?
Am Ende gingen wir rein. Ich glaube, nicht direkt, wir mussten erst noch eine Runde drehen, um uns selbst davon zu überzeugen, dass das eine gute Idee ist. Dann haben irgendwann gesagt: why the hell not? Wir waren anfangs die einzigen im Laden, die fröhliche Kellnerin schnappte sich eine Axt und warf sie mit Wumms gegen die Wand, um uns einzuweisen. Wir wollten erst eine halbe Stunde buchen, wählten dann aber doch eine ganze. Am Ende verging die Zeit wie im Flug, es machte tierisch Spaß, und ich meine, wir hätten beide jeweils nur 2x so geworfen, dass die Axt auch wirklich stecken blieb. Ist nämlich gar nicht so einfach.
Kürzlich beim Aussortieren schickte ich Nicky ein paar Bilder von dem Wochenende. Sie antwortete: „Ich bin dir immer noch dankbar, dass du durchgesetzt hast dass wir das Axtwerfen machen“.
Von all dem, was wir an dem Wochenende in Scheveningen gemacht haben, erinnert sich Nicky also am besten noch an das Axtwerfen. Und ich habe auch gute Erinnerungen daran. Hat halt einfach Spaß gemacht.
Aber um das mal zusammenzufassen: Die Urlaube oder auch nur Ausflüge waren immer besonders, in denen ich auch aktiv etwas „gemacht“ habe. Also nicht nur geguckt, nicht nur gegessen, sondern auch etwas Neues ausprobiert, etwas mit den Händen gemacht, irgendetwas Abgefahrenes, was ich vorher noch nicht gemacht habe. Ähnlich positiv erinnere ich mich noch an das erste erfolgreiche, weil angstfreie Klettern in Singapur oder den Moment, in dem ich auf meiner Radtour durch die Schweiz damals zusammen mit den Locals in Basel mit einem Wickelfisch in den Rhein gesprungen und ein paar Kilometer weit geschwommen bin. Aktiv etwas tun und etwas dabei fühlen. Dann erst wird der Urlaub zu einem richtig guten Urlaub.
Eine Ex-Freundin von mir sagte einmal: Wenn du reist und nicht weißt, ob du ein Angebot wahrnehmen sollst, oder nicht, mach es! Es lohnt sich immer.
Zumindest damit hatte sie recht…
Die AXES Indoor Axe Throwing Bar in Scheveningen hat übrigens im Schnitt ein 5,0/5 auf Google Maps…
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Reiseführer: Schade dass ich nur die Zeit habe, den nebenbei zu schreiben – und ehrlich gesagt auch gar nicht viel mehr Motivation, als ein oder zwei Kapitel am Tag davon zu schreiben. Dabei macht mir das eigentlich richtig Spaß und geht mir erstaunlich leicht von der Hand.
Das muss eine dieser „Stärken“ sein, die jeder Mensch angeblich hat und von denen man immer so viel liest. Ich wusste gar nicht, dass ich überhaupt welche habe oder dachte halt immer: Reisejournalismus kann ja jeder Idiot – macht von daher auch jeder Idiot, dann verdiene ich mein Geld lieber mit ehrlicher, harter Arbeit. Wie Technikjournalismus, was mir eigentlich gar nicht so super liegt. Aber na gut, wenn ich jetzt meine Art von Reiseführer dann doch mal schreibe und veröffentliche und mir das leicht fällt, ist ja keinem damit geschadet. ??♂️
Nebenbei lerne ich dafür gerade, wie ich am Rechner eigene Landkarten erstelle, möglichst auch so, dass sie hinterher nicht all zu peinlich aussehen, und jetzt schließt sich der Kreis, weil bei meinem täglichen Bilderaussortieren Singapur-Bilder dran sind, von denen natürlich einige mit ins Buch sollen. Ich dürfte jetzt ungefähr halb durch sein mit allem. Bin sehr gespannt, wie das alles wird…
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Daily sort-out, Singapur, November 2021, my first day:
War so nicht geplant. Ich dachte, ich wäre heute Abend verabredet, also bin ich am Nachmittag schon eine Stunde aufs Rad gestiegen. Dann fiel die geplante Abendveranstaltung aus, und weil direkt die Frage im Teamchat aufkam, ob jemand Lust hätte, bin ich noch zum Tischtennis gefahren.
Und, ja, ich lebe noch. Die Abendsession war sogar überraschend entspannt. Ich hatte noch Energie und war die ganze Zeit erstaunlich ruhig. Kann man also auch mit Mitte 40 noch gut mal machen. Aber sicher besser, wenn es verschiedene Sportarten/Muskelpartien sind.
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Ich klinke mich hier mal für eine Weile aus. Das lange Wochenende kommt wie gerufen, und das komplette Anti-Stress-Programm tut mal Not. Ich will nicht ausschließen, dass ich dann doch noch einmal etwas zu erzählen und dann zu verbloggen habe. Aber wenn alles normal läuft, lesen wir uns erst nächste Woche wieder. Frohe Ostern!
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Daily sort-out, Scheveningen, Den Haag en de Oostduinen, October 2021:
Als angehender Minimalist will man sich ja am liebsten von Dingen „befreien“. Das ändert nichts daran, dass man einige Sachen ja schon braucht und damit hin und wieder etwas kaufen muss. Das Schlimme daran ist, dass die Dinge, die man dann kauft, immer teurer werden. Man legt plötzlich Wert auf Qualität, hofft vielleicht sogar, dass sie die letzten sind, die man jemals kauft.
Aktuell brauche ich mal wieder ein paar Klamotten, vor allem aber ein neues Smartphone. Die Idee, ich wechsle von einem teuren iPhone zu einem billigen Android, scheint nicht aufzugehen. Das Xiaomi 12X war einfach zu schlecht dafür. Das Samsung S22+, das ich gerade teste, überzeugt mich auch nicht restlos. Ich mag Samsung, aber richtig zufrieden wäre ich wohl erst mit dem S22 Ultra, das mehr oder weniger genauso viel kostet wie ein iPhone 13 Pro Max. Jeweils weeeeiiit über 1.000 Euro.
Jemand noch ne Idee, was ich da nehmen kann? Ich mag sonst noch Oppo, aber das Find X5 Pro ist leider auch nicht viel billiger (und besser auch nicht). Das Pixel 6 Pro ist mir „zu viel Google“, vielleicht noch OnePlus?
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Ich treffe Boris! :)) Der erste Netzmensch seit Jahren, den ich persönlich kennenlerne. Hoch geschätzter Kommentator dieses Blogs, ich habe ihn jahrelang scherzhaft (?) „meinen einzigen Leser“ genannt. Jetzt, also in knapp 2 Wochen, ist es so weit. Ich bin sehr gespannt!
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Ich hole gerade „The Office (US)“ nach (gibt es auf Netflix). Und meine Güte, macht das Spaß! Ich hab immer gedacht, das wäre mehr oder weniger das Gleiche wie „Stromberg“. Der Humor ist aber doch deutlich ausgefeilter, tiefsinniger und – wenn auch manchmal ähnlich fremdschämig – irgendwo etwas herzlicher. Jim etwa treibt zwar auch Scherze mit dem überambitionierten Dwight (großartiger Charakter, meisterhaft gespielt von Rainn Wilson!). Am Ende schlägt der sich aber meist selbst, während das, was Ulf mit Ernie bei Stromberg macht, klares Mobbing ist. Es ist nicht immer nur lustig, manchmal ist es wie das Treffen mit guten Freunden, irgendwie einfach gemütlich. Bei der einen oder anderen Folge bin ich aber ohne Übertreibung vor Lachen fast vom Stuhl gefallen. Etwa wenn Dwight in Folge 4.3 gegen den neu geschaffenen Online-Shop antelefoniert oder Michael sich in Folge 4.14 „rührend“ um den zu verabschiedenden Toby „kümmert“.
Von den gleichen Drehbuchautoren stammt auch „Upload“ auf Amazon. Sollte man vielleicht als nächstes nachholen.
Seasonal Affective Disorder ist ein Phänomen, das laut Studien angeblich nur 10 Prozent der Menschen selbst im nördlichsten US-Bundesstaat Alaska befällt. Es führt zu einem gesteigerten Bedürfnis an Schlaf, Essen und außerdem zu Angststörungen. Zu Antriebslosigkeit sowieso. Wikipedia Deutschland übersetzt es schlicht mit „Winterdepression“. Sorry, ich habe vergessen, wo ich das eigentlich aufgeschnappt habe.
Während ich zum einen weiß, dass ich davon betroffen bin, wundert es mich zum anderen, dass es nur so wenige Menschen betrifft. Laut dem Wikipedia-Beitrag sind es zwar 20 Prozent in Irland, aber nur 3 Prozent in den Niederlanden. Auch in Island sollen die Zahlen weit niedriger liegen als anderswo, angeblich auf Grund des hohen Fischkonsums dort.
Also Fisch gegen Winterdepression. Wäre einen Versuch wert. Oder aber: woanders hinziehen. Just heute, als temporär der Sommer raus kam, ging es mit meiner Laune auch direkt aufwärts. Wie sie das auch schon in Singapur die meiste Zeit tat. Wem will ich hier eigentlich etwas vormachen? Der deutsche Winter ist nichts für mich. Ich habe die Möglichkeit, woanders zu leben. Sobald ich weiß, wo, und was ich gegen Einsamkeit tun kann, sollte ich es in die Tat umsetzen. Natürlich gilt es erst einmal herauszufinden, wo es sich eigentlich gut leben lässt.
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Daily sort-out. Hach, Scheveningen, schoonheid aan zee!
Nicht zu wissen, was als nächstes kommt, kein klares Ziel zu haben, eigentlich gar nicht zu wissen, worauf man zielen soll, ist eine der unangenehmsten Erfahrungen, die ich kenne. Das muss in Richtung dieser Perspektivlosigkeit gehen, von der man so oft hört. Mit dem Unterschied, dass ich im Moment leistungsfähig und topfit bin, also eigentlich alles machen könnte, erst einmal nur wissen müsste, was.
Bin in der Krise.
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Eine tägliche Routine zu haben, ist toll und erdet. Bis zu dem Moment, wo einem das alles zu viel wird. Täglich meditieren, lesen, ein Kapitel für den Reiseführer schreiben, Vokabeln lernen, Dinge aussortieren, Ukulele lernen, Sport treiben…
War vielleicht alles auch wirklich bisschen viel auf einmal… Zumindest an den Wochenende werde ich mit einigen davon mal pausieren.
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Zu viele Kleinigkeiten machen den Stress. Mein Induktionskochfeld ist kaputt seit ich aus Singapur wieder da bin, und ich habe mich noch nicht drum gekümmert, weil mir das Vorstellungsvermögen dafür fehlt, wen ich dafür eigentlich anrufen könnte. Ich weiß, das wäre innerhalb einer halben Stunde herauszukriegen und jemand damit zu beauftragen. Ich nenne es meinen blinden Fleck, auch wenn ich das Feld gestern immerhin schon einmal aus der Halterung gehoben (und einen Plastiktortenheber dabei kaputt gemacht) habe.
Gerade war ich mal wieder auf Amazon und aus irgendeinem Grund ist der Account seit Wochen auf Englisch eingestellt und zeigte mir auch Angebote in Pfund an. Wenn ich Bilder aussortiere, tue ich das am liebsten im Finder im Mac. Ich drücke auf die Leertaste, sehe dann das Bild in voller Größe, ohne es mit einer App öffnen zu müssen, und scrolle dann mit den Pfeiltasten zum nächsten. Nur dass im aktuellen macOS das Bild nicht mehr in Gänze angezeigt wird, sondern nur noch in einer kleinen Vorschau. Abhilfe im Netz sagt: Mac neu starten. Ich muss also alle paar Tage den Mac neu starten, bevor ich aussortieren kann, was mich wertvolle Minuten kostet… Den WordPress-Entwicklern würde ich ohnehin am liebsten links und rechts ein paar dranhauen für einige Usability-Fails. Zum Beispiel kann ich die Überschrift eines Beitrags manchmal anwählen und markieren, aber nicht verändern. Dann springt der Browser ein paar Blöcke runter. Sämtliche Smartphones nehmen Audios und Videos in m4a, m4v oder mov auf. Aber WordPress erlaubt genau diese Formate nicht…
All das sind Kleinigkeiten, die sich summieren und die bei mir meist der Anfang vom Ende sind, wenn ich zu viele davon zu lange ignoriere. Ist ja schön, dass das Leben nicht langweilig wird, aber das würde es so eigentlich auch nicht. Mir meistens eigentlich am liebsten, wenn Dinge einfach funktionieren.
Beschlossen, dass ich Bonn nicht eher verlasse, als bis ich fertigminimiert bin/habe. Mich selbst und all mein Zeug. Das ist idealerweise diesen Sommer so weit. Meine beiden besten Freunde werden aus Bonn wegziehen, mich hält dann hier nicht mehr all zu viel eigentlich, auch wenn ich natürlich viele tolle Menschen hier kenne und sehr vermissen würde. In Bonn habe ich ansonsten alles gesehen und das engt mich ein. Klar, die Stadt hat gute Chancen, sich noch einmal richtig auf links zu drehen. Und hoffentlich tut sie das in diesem Jahrzehnt auch noch einmal richtig; es wäre wünschenswert! Aber irgendwie fühle ich mich beinahe zu alt dafür, um noch Teil davon zu sein, gleichzeitig zu jung, um mich hier schon zur Ruhe zu setzen. Ich glaube, ich würde gerne weg.
Ich weiß aber überhaupt nicht wohin, und dieses Nichtwissen macht mich bekloppt. Ich bin niemand, der schnell Freunde findet, geschweige denn eine Lebenspartnerin. Ich habe Tinder durchgespielt und das Ende war lange nicht so gut wie die vorletzte Staffel… Ich lerne hin und wieder eine Frau kennen, die ich charmant finde und mit der ich mir vorstellen könnte, eine Beziehung einzugehen. Aber es ist dann immer einseitig, von den Frauen kommt nie etwas zurück. Was vermutlich wiederum an mir liegt.
Denke ich noch einmal genau drüber nach, klingt eine Weltreise eigentlich immer realistischer. Vielleicht sogar der jecke Plan, den mir Gott (?) vor beinahe 10 Jahren am heiligen Abend in der Kirche zugeflüstert hat: mit dem Auto nach Australien zu fahren. CO2-Fußabdruck? Ziemlich hoch. Vielleicht darf ich auch ein E-Auto nehmen oder ein überdachtes Fahrrad, wenn das auch als Auto zählt.
Sagen wir’s mal so: Unsere neue Regierung ist noch recht frisch im Amt, viele sitzen zum ersten Mal auf einem Minister:innenposten. Und ich bin dankbar für jeden Tag, an dem der selbstgefällige bayerische Hinterwäldlerstammtisch (CSU) nicht an der Macht ist. Bin also eigentlich ganz froh über den Regierungswechsel.
Dass sie aber nicht einmal diesen halbgaren Kompromiss von Impfpflicht durch den Bundestag bekommen hat, ist schon ein schwaches Bild für die Ampel. Von der angekündigten Impfpflicht für alle möglichst schnell war ja sogar nur noch ein Wischiwaschi-Vorschlag übrig geblieben, eine Impfpflicht für alle ab 60 irgendwann im Herbst. Noch nicht einmal alle eigenen Abgeordneten haben da jetzt mitgemacht. Impfpflicht vom Tisch. Schon schwach.
Viel mehr ärgert mich allerdings die feige Außenpolitik. Russland aus Swift ausschließen? Recht früh die meisten EU-Staaten dafür, außer? Deutschland. Viele europäische Nato-Staaten, die noch mehr vom russischen Öl und Gas abhängig sind als wir, sagen: sofort Schluss damit! Ausnahme? Deutschland. Ab sofort keine Steinkohle mehr aus Russland beziehen, die ohnehin nur 10 Prozent der in der EU verbrauchten Steinkohle ausmacht. Auf eine 4-monatige Übergangszeit pochend: Deutschland. 4 Monate Übergangszeit kosten 4 Monate lang Menschenleben. Immer der Verzögerer, der Zauderer, der kühle Rechner: Deutschland.
Ja, alles schlecht für die Wirtschaft wenn sofortiger Stopp und Einbußen für alle. Aber es ist gottverdammtnochmal Krieg, wir müssen Opfer bringen. Was hätten wir denn getan, wenn Russland uns angegriffen hätte? Weiter Kohle und Gas von denen beziehen?
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Beim Aufräumen hinter der Flurkommode gefunden. Wo um alles in der Welt kommt der her? Zwischenmieter, ist das deiner? Ich bin ja mittlerweile so digital, ich hab nicht einmal mehr eine Kamera…
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Bin aktuell süchtig nach dem Zeug. Ich verlängere die meist mit nem Gemüse, das ist dann 1 von 2 Mahlzeiten von mir am Tag. Und die von Maggi sind wirklich klasse. Ist sogar bisschen weniger Chemie drin als in denen vom Asia-Mann. #aktionfinalesabnehmen
Würde man ein Buch über diesen Abend schreiben, könnte man ein Vermögen machen. 🙂 Aber das widerspricht – aus gutem Grund! – den Regeln, und daran halte ich mich natürlich. Zumal die letzte Frage des Abends war: Was sind deine Fetische, wie viel Geld hast du auf dem Konto, wen würdest du gerne verschwinden lassen?
Als die ersten beiden Teilnehmer zur letzten Frage wie aus der Pistole geschossen antworteten „Meine Freundin!“ war das Gelächter groß. Die Frage mit den Fetischen allerdings war zugleich die größte Herausforderung für die meisten (für mich auch) als auch die erkenntnisreichste. Vor allem deswegen, weil jeder da etwas zu sagen musste und es auch offen getan hat, egal ob Männlein oder Weiblein. Dass in der Gruppe danach jeder von jedem wusste, dass jeder auf seine oder ihre Art speziell ist, hat uns in dem Moment alle gleich gemacht und in eine sehr gelöste, fröhliche Stimmung versetzt.
Als ich danach noch mit einer anderen Kursteilnehmerin die 45 Minuten in der Bahn zurück nach Bonn gefahren bin, haben wir uns völlig unverkrampft unterhalten, trotz des intimen Wissens, das wir kurz vorher übereinander gesammelt hatten. Ich habe mich ehrlich sogar schon lange nicht mehr so gut mit jemandem unterhalten und mir die andere Person auch kein einziges Mal weggewünscht, was mir normal bei den meisten neuen Bekanntschaften erst einmal so geht.
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Einer Fehler zugeben als Politiker? Das sollte einer zwar nicht jeden Tag müssen, aber bei so etwas wie einer in der Zukunft liegenden Formalität wie jetzt der Lauterbach oder zur Not auch im Nachhinein wie Steinmeier im Hinblick auf Putin: warum denn nicht? Ich erinnere mich damals an die Netzsperren-Debatte von Ursula von der Leyen (zu der Zeit noch Familienministerin), die selbst dann nicht von ihrer Linie abgewichen ist, als alle Fachleute ihr vehement davon ab- und zu Anpassungen geraten haben und sie es irgendwann auch selbst eingesehen haben muss (dumm ist sie ja eigentlich nicht). Trotzdem hat sie den Gesetzesentwurf wider besseren Wissens und besserer Möglichkeiten durchgepeitscht. Das war schlechte Politik.
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Trivia Quest ist Netflix‘ erste Gameshow, die man interaktiv spielen kann. Ist ganz nett und gar nicht sooo einfach, wie die kindliche Grafik es vermuten lässt:
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Daily sort-out, immer noch Nederland-fietstocht 2021:
Vorgestern sprach ich ja schon über die überraschende De-eskalation vor meinem Haus. Heute kam mir der Gedanke, das noch weiter zu professionalisieren.
Für gewöhnlich geht man ja aus dem Haus und wappnet sich für die ganzen Idioten, die man unterwegs zweifellos treffen wird. Und man reagiert dann auch entsprechend, wenn einer nicht bei Drei zur Seite gesprungen ist, wenn man gerade vorbei möchte. Ich zumindest. Hin und wieder wird man sogar angepflaumt für irgendwas, obwohl man gar nichts getan hat. Ich brülle dann für gewöhnlich zurück.
Müsste man nicht, klar. Aber noch besser wäre es ja eigentlich, sich erst gar keinen Schuh irgendeiner Art anzuziehen, komplett über allen Dingen zu stehen, Verständnis zu zeigen, über den Affront des anderen herzlich zu lachen, freundlich aber bestimmt zu antworten, vielleicht sogar ein wenig Eigenverschulden einräumen und dem Anderen entgegenkommen statt ihn kleinzumachen.
Es sind ja eben nicht nur alles Idioten da draußen. Die meisten Menschen sind eigentlich auf Zack, sie sind nur genauso genervt von allem und jedem, und das potenziert sich dann, wenn man es nicht stoppt.
Ich versuche das mal, und ich ahne, dass das hammerhart werden wird, besonders wenn ich Ende des Monats für eine Woche nach Berlin fahre.
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Ergänzung zu gestern: Auf CGTN ist heute zu lesen, dass die von der Firma Maxa bereitgestellte Satellitenbilder über Butcha die russische Argumentation klar widerlegten, die Toten stammten aus der Zeit nach dem russischen Abzug. Gleichzeitig trafen sich der chinesische mit dem ukrainischen Außenminister, und auch China fordert nun Friedensgespräche für die Ukraine. Wenn nicht einmal mehr dein Best Buddy dein Gesülz hören will, dann wird’s auch langsam einsam um dich.
Und wenn Wolodymyr Selenskyj den UN-Sicherheitsrat fragt, wo eigentlich der UN-Sicherheitsrat ist und wozu es ihn gibt, wenn Russland ja eh jedes Veto blockieren könne. Dann frage ich mich, warum das nicht schon längst mal jemand gesagt hat. Der UN-Sicherheitsrat ist in der Form ein Witz.
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Energiesparen mit Guns N’Roses: Ich habe mir die letzten Tage angewöhnt, schnell zu duschen und den Hahn dabei einfach weitestgehend zuzudrehen, statt wie früher voll auf. Ist das Wasser zu kalt, drehe ich den Kaltwasserhahn weiter zu und nicht den Heißwasserhan auf. Also kurz duschen und dabei wenig heißes Wasser verbrauchen – sollte ja eigentlich schon was bringen. Wie time ich das? Indem ich Songs über den Google Nest Audio abspielen lasse. Ich empfehle die Powerballaden von Guns N’Roses wie Patience oder Sweet Child o‘ Mine, weil die um die 6 Minuten dauern. Das reicht für duschen, abtrocknen, einkremen, wieder anziehen. Vorher ausziehen natürlich auch.
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Daily sort-out: lekker vacantie met de fiets op Nederland, zomer 2021:
Amsterdam zonder veel toeristen <3:
Rotterdam <3:
De mooie Nederlandse landschap:
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